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athameg

Gefährte

Buchbesprechung Harry Potter, Band 7

Also, los geht's mit dem letzten Band. Und diesmal möchte ich auch auf die beiden vorangestellten Zitate hinweisen. Das Zitat von William Penn steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Thema dieses Buches: dem Tod und der Art wie man mit ihm umgehen kann. Das andere Zitat versteht leider meistens kein Mensch. Es stammt aus einer altgriechischen Tragödien-Trilogie, die von Aischylos geschrieben wurde und die Orest-Sage nacherzählt. Agamemnons Sohn Orest und seine jugendlichen Verwandten und Freunde (die "Kinder") finden eine heillos verfluchte und kaputte Welt vor angesichts der Untaten einiger ihrer Vorfahren und müssen sich der Aufgabe stellen diese Welt wieder "heil zu machen". Das passt doch eigentlich ganz gut. Und, auch nicht ganz unwichtig: eine aus dieser "Kinder"-Truppe heißt Hermione, daher stammt der Name, der mit "Hermine" absolut nichts zu tun hat. "Hermine" ist die weibliche Form von "Hermann", ist also althochdeutscher Herkunft und bedeutet "Kämpferin" (passt ja auch gut). - Aber das nur nebenbei. Es geht los:

The Dark Lord Ascending

Voldemort hat Malfoy Manor, den luxuriösen Landsitz der Malfoys, zu seinem Hauptquartier gemacht. Den Malfoys ist das etwas unheimlich, aber Bellatrix Lestrange ist sehr stolz darauf.

Zu einem Treffen der Todesser in Malfoy Manor kommen auch Snape und Yaxley, der im Ministerium arbeitet. Snape teilt mit, dass laut einer mit Voldemort abgesprochenen Informationsquelle Harry Potter am folgenden Samstag zurück in die Zaubererwelt gebracht und vermutlich im Haus eines Mitglieds des Phönixordens untergebracht worden wird; dort wird es nur schwer möglich sein seiner habhaft zu werden, also sollte das besser schon während seiner Reise dorthin geschehen. Yaxley hat andere Informationen: Harry soll unter dem Schutz zahlreicher Auroren erst am Vorabend seines 17. Geburtstags in die Zaubererwelt gebracht werden. Voldemort glaubt eher an Snapes Version.

Voldemort will Harry bei dieser Gelegenheit angreifen, weiß jedoch dass er das mit seinem eigenen Zauberstab nicht kann, da dieser Stab mit dem von Harry verwandt ist. Er leiht sich den Zauberstab von Lucius Malfoy aus.

Die baldige Machtübernahme im Zaubereiministerium ist geplant. Pius Thicknesse, der dort eine Schlüsselstellung inne hat, steht jetzt unter dem Imperiusfluch, was sehr hilfreich sein könnte.

Voldemort macht sich über die Malfoys lustig, weil ihre Nichte Nymphadora Tonks den Werwolf Remus Lupin geheiratet hat.

Während des gesamten Abends hängt über dem Tisch eine gefesselte Frau: Charity Burbage, Professorin für Muggelkunde in Hogwarts, die immer für eine friedliche Koexistenz und gute Kontakte zwischen Zauberern und Muggeln eingetreten ist. Am Ende der Gespräche tötet Voldemorr sie und verfüttert sie an seine Schlange Nagini.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.

Geändert durch athameg (31.10.2019 11:17)

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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: athameg]

Snape und Yaxley können das Tor passieren indem sie ihren linken Arm, und damit das Dunkle Mal, vorzeigen. So kann garantiert werden, dass nur Todesser das Grundstück betreten können.

Sowohl Snape als auch Yaxley haben Informationen darüber wann Harry Potter seinen sicheren Aufenthaltsort verlassen wird. Aber es sind unterschiedliche Zeitpunkte und Voldemort glaubt, dass Snapes Angaben die Richtigen sind.
Voldemort hat Snape gefragt woher er diese Information hat. Da Snape den Namen nicht im Kreis der Todesser preisgibt, er hat seine Quelle schon früher Voldemort mitgeteilt, wissen wir nicht wer dies ist.
Welchen Namen hat Snape, als seine Quelle, Voldemort gesagt? Es muss eine Person sein, die im Phönix-Orden sehr angesehen ist, damit Voldemort die Berichte von Snape mehr Glauben schenkt als seinen anderen Spionen.

Aus den Erinnerungen wissen wir, dass Dumbledore Snape den Auftrag gab Voldemort das Datum zu nennen an dem Harry weggebracht wird. Snape ist da im Schulleiterbüro und spricht mit Dumbledores Porträt.
Wie konnte Snape, nachdem er Dumbledore getötet hatte, in den Ferien so einfach Hogwarts und das Schulleiter-Büro betreten? Dumbledore muss, noch vor seinem Tod, für Snapes ungehinderten Zugang gesorgt haben. Es könnte ein Portschlüssel gewesen sein der Snapes direkt in Dumbledores Büro brachte, immer wenn er mit Dumbledore sprechen wollte.

Draco Malfoy muss immer wieder zu der Person aufschauen, die bewusstlos über dem Tisch hängt.
Draco war stolz gewesen als er vor einem Jahr das Dunkle Mal bekam, auch wenn ihn die Aufgabe von Voldemort einschüchterte. Die Drohung, er und seine Eltern würden sterben, sollte er Dumbledore nicht töten, ängstigte ihn doch sehr. Draco hatte Dumbledore am Ende doch nicht töten können, aber er hatte es geschafft Todesser nach Hogwarts einzuschleusen. Da Snape Dumbledore dann tötete, war Voldemort anscheinend mit Draco zufrieden gewesen.
Draco kannte die Person auf die er immer wieder starrte, Charity Burbage hatte in Hogwarts Muggelkunde unterrichtet.

Voldemort erklärte er wolle Harry Potter selbst töten, offenbar als Antwort darauf ertönte plötzlich ein Schrei voller Qual und Schmerz. Er schien von unten zu kommen und Voldemort schickte Wurmschwanz den Gefangenen, wie von ihm befohlen, ruhig zu halten.
Unter dem Salon befand sich ein Kerker, dieser wird noch eine Rolle spielen, wie wir später erfahren werden, zu diesem Zeitpunkt war nur Ollivander dort eingesperrt.

Voldemort will Harry Potter selbst töten, dafür kann er aber nicht seinen eigenen Zauberstab benutzten. Voldemort verlangt, Lucius soll ihm seinen Zauberstab übergeben, da es keinen Grund gab, warum er noch einen hatte.
Voldemort hatte Malfoys Herrenhaus als sein Hauptquartier ausgewählt, aber er verzieh Lucius das Versagen im Ministerium immer noch nicht. Voldemort zeigte seine Unzufriedenheit mit den drei Malfoys, und erinnerte gleichzeitig seine Anhänger daran, wie er Versager bestraft.

Mit Malfoys Zauberstab bringt Voldemort Charity Burbage wieder zu sich und macht Snape und auch Draco auf sie aufmerksam. Die Hogwarts-Lehrerin hatte es gewagt eine Verteidigung der Schlammblüter im Tagespropheten zu schreiben. Die Lehrerin wendet sich an Snape; „Severus bitte“, dieser erwidert ihren Blick völlig teilnahmslos.
Wieviel Selbstbeherrschung dies Snape gekostet hat. Charity Burbage ist eine der Männer und Frauen, die Snape nicht hatte retten können.

Voldemort tötet die Lehrerin mit einem Avada Kedavra und gibt sie Nagini.
Was ging wohl in Draco vor als Voldemort Charity Burbage tötete und die Schlange Nagini sie verschlang?
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: Eiliane]

Ja, wer ist eigentlich Snapes nicht genannter Informant? Aus dem Phönixorden kann er nach Lage der Dinge nicht kommen, und Dumbledore ist tot- Und wie und wann Harry in die Zaubererwelt gebracht wird, das kann man in unsicheren Zeiten wie diesen nur relativ kurzfristig planen, also keinesfalls schon zu Dumbledores Lebzeiten. Deine Idee, dass Snape Zugang zu Dumbledores Büro hat und mit dessen Porträt spricht, gefällt mir sehr gut, denn sie ist genaugenommen die einzig mögliche logische Erklärung. Und das Porträt konnte diese Information haben, denn zwei Mitglieder des Phönixordens (McGonagall und Hagrid) sind ja noch in Hogwarts, und es ist durchaus vorstellbar dass das Porträt auch mit denen geredet hat. Und Hagrid ist ja an der geplanten Aktion maßgeblich beteiligt. - Was allerdings Snape Voldemort über seinen Informanten erzählt hat, würde mich denn doch interessieren. Nur des Spaßes halber.

Und, ja, Dracos Situation ist wirklich problematisch. Früher war das einfacher, da hat er einfach kritiklos geglaubt was bei ihm zu Hause gesagt wurde, und das alles ganz toll gefunden. Aber die Erfahrung wie das tatsächlich ist mit dem Töten, die hat ihn deutlich verändert. Wirklich einverstanden ist er nicht mehr mit Voldemort und den Todessern, auch wenn er das natürlich nicht zugeben kann.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: athameg]

Nachtrag zu Draco: wie viel sich bei dem verändert hat wird später im Kapitel "Malfoy Manor" deutlich, wenn er sich weigert den gefangenen Harry zu identifizieren. Natürlich erkennt er Harry, auch wenn der optisch verändert ist; schon allein dass er zusammen mit Ron und Hermione (die beide ja durchaus erkennbar sind) gefangen genommen wurde ist ja eigentlich aussagekräftig genug. Natürlich weiß Draco genau wen er da vor sich hat, aber er streitet genau das ab, um Voldemorts Aktionen auszubremsen. Und das finde ich denn doch ziemlich vielsagend.

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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: athameg]

Draco ist in einer schwierigen Situation. Er möchte schon eine bedeutende Rolle bei Voldemort spielen, nimmt doch Voldemorts Macht immer mehr zu. Aber Draco ist nicht bereit den Preis dafür zu zahlen, er ist nicht skrupellos genug um ohne Regung der Folterung und Ermordung einer Hogwarts-Lehrerin zuzuschauen.

Voldemort demütigt seinen Vater, verspottet ihn, und nimmt ihm seinen Zauberstab ab. Lucius Malfoy hat in seinem eigenen Haus keinerlei Autorität mehr, Draco sieht wie Voldemort Misserfolg bestraft, wie leicht man Voldemorts Gunst verlieren kann. Draco musste sicher auch zuschauen wie Todesser von Voldemort mit dem Crucio-Fluch bestraft wurden, vielleicht wurde er auch selbst schon damit gefoltert.

Dann soll Draco entscheiden ob sich hinter diesem aufgequollenen Gesicht tatsächlich Harry Potter verbirgt, und alles spricht dafür. Wenn er es tatsächlich ist, dann wären sie wieder in der Gunst von Voldemort. Wenn aber nicht, dann würde sie die ganze Wut von Voldemort treffen und Draco wäre es gewesen, der die falsche Entscheidung getroffen hätte.
Draco hatte Angst davor die Verantwortung für Voldemorts Rückruf zu tragen. Für Draco war sicher jede Stunde ohne Voldemort hier im Haus eine „glückliche“ Zeit.

Ich glaube nicht, dass Draco damit Voldemort ausbremsen will. Während der Schlacht um Hogwarts sind Draco, Crabbe und Goyle in Hogwarts geblieben, sie wollen Harry fangen und ihn zu Voldemort bringen. Sie greifen Harry im Raum der Wünsche an, wollen verhindern, dass das Diadem vernichtet wird.

Geändert durch Eiliane (05.11.2019 16:19)

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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: Eiliane]

Ich glaube, es spielt für Draco schon eine große Rolle wie Voldemort seinen Vater behandelt. Lucius war ja immer jemand den Draco sehr bewundert und vielleicht auch ein bisschen gefürchtet hat.

Und bei näherer Betrachtung hast du wahrscheinlich Recht: natürlich bremst es Voldemorts Aktivitäten möglicherweise aus wenn man nicht sicher sein kann ob Harry Potter gefangen genommen wurde oder nicht. aber ob Draco so weit denkt, zumal in dieser Situation, das ist wirklich nicht so sicher. Es kann durchaus sein dass er einfach Angst hat und nicht für irgendwas verantwortlich sein will.

Und, übrigens: ich kann's im Moment nicht nachlesen, aber meines Wissens gibt es irgendwo in Band 7 eine Stelle, in der Harry durch seine telepathische Verbindung mit Voldemort eine Szene mit ansieht, in der Voldemort Draco zwingt irgend jemanden zu foltern (Ollivander, glaube ich).

Was übrigens das Diadem betrifft: natürlich kann Draco die Bedeutung dieses Diadems nicht kennen, also auch nicht die Bedeutung seiner möglichen Vernichtung, er könnte allenfalls bemerken dass Harry diesen Gegenstand aus irgendeinem Grund unbedingt in seinen Besitz bringen will. In der Szene im Raum der Wünsche geht es für Draco nur sehr am Rande um das Diadem, da geht es ihm vor allem darum, Harry gefangen zu nehmen und an den absehbaren Sieger der Schlacht, also Voldemort, auszuliefern.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: athameg]

Ich weiß, das ist zu früh. Aber ich weiß nicht ob das in den nächsten Tagen mit dem Schreiben klappt.

In Memoriam

Im Haus der Dursleys, vier Tage vor seinem Geburtstag, räumt Harry erstmals seit sechs Jahren seinen Schulkoffer komplett auf und sortiert seine Sachen auf zwei Haufen: einen, den er zurücklassen wird, und einen zweiten, den er in einen alten Rucksack packt und mitnehmen will. Beim Räumen findet er in dem Koffer auch die einzige erhaltene größere Scherbe des Spiegels, den ihm Sirius geschenkt hat und der im Schulkoffer längst zerbrochen ist.

Harry lässt die Ausgaben des "Tagespropheten", die sich inzwischen angesammelt haben, zurück, nimmt jedoch eine Seite daraus mit. Darauf findet sich (neben der Mitteilung, dass Charity Burbage in Ruhestand gegangen ist) ein Nachruf auf Dumbledore,, den Elphias Doge geschrieben hat, mit dem Dumbledore seit seiner Schulzeit befreundet war. Aus Doges sehr positiv geschriebenem Text erfährt Harry erstmals etwas über Dumbledores Jugend, über die er selbst immer sehr wenig mitteilsam war: als der elfjährige Albus Dumbledore nach Hogwarts kam war sein Vater in Askaban inhaftiert (wo er später auch gestorben ist), weil er drei junge Muggel getötet hatte; unmittelbar nach Albus' Schulabschluss starb seine Mutter, und er war jetzt zuständig dafür sich um seine minderjährigen Geschwister zu kümmern, seinen Bruder Aberforth und seine kranke Schwester Ariana, was jede eigene Karriere unmöglich machte; ein Jahr später starb Ariana, woran Albus sich die Schuld gab und was zu einer Entfremdung zwischen ihm und Aberforth führte. Aberforth war im Gegensatz zu Albus nie ein intellektueller Typ und stand immer im Schatten seines genialen Bruders, der schon während seiner Schulzeit alle erdenklichen Preise und Auszeichnungen gewann und im Briefwechsel mit intellektuellen Größen wie dem Alchemisten Nicolas Flamel und der Historikerin Bathilda Bagshot stand.

In der neuesten Ausgabe des "Tagespropheten" findet Harry einen Bericht über Rita Skeeter und ihre demnächst erscheinende Dumbledore-Biographie. In dem Interview macht sich Rita Skeeter heftig über Elphias Doge und seinen Dumbledore-Nachruf lustig.. Sie kündigt an über die Skandale in Dumbledores Familie zu schreiben; ihre Informantin ist die offenbar inzwischen demente Bathilda Bagshot. Ferner kündigt Skeeter Informationen über die Freundschaft zwischen Dumbledore und Grindelwald an sowie ei Kapitel über die "ungesunde Beziehung" zwischen Dumbledore und Harry, mit dem eng befreundet zu sein sie behauptet.

Harry ist sehr wütend auf Rita Skeeters Lügen, aber er denkt natürlich schon über die vielen Dinge nach, die er jetzt über Dumbledores Vergangenheit erfahren hat. Als sein Blick erneut auf die Spiegelscherbe fällt glaubt er kurzfristig Dumbledors Auge darin zu sehen.

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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: athameg]

Harry schneidet sich in den Finger während er seinen Schulkoffer ausräumt. Als er sein Zimmer verlässt tritt er auf eine Tasse mit Tee, die wohl Dudley vor seine Tür gestellt hatte. Harry geht davon aus, dass sein Cousin ihm einen dummen Streich spielen wollte. Später begreift Harry, Dudley wollte ihm eigentlich damit etwas Gutes tun.

Hedwig war auf Harry böse, weil sie immer nur für kurze Zeit aus dem Käfig durfte. Warum lässt Harry Hedwig nicht raus? Hedwig könnte doch jede Nacht draußen verbringen. Harry lässt sich doch auch jeden Morgen von einer Eule den Tagespropheten bringen. Warum ist es dann ein Problem wenn Hedwig rausfliegt.
Warum ist Hedwig überhaupt noch da? Heute Abend wird Harry das Haus verlassen, er will dann Hedwig in ihrem Käfig mitnehmen. Es wäre doch einfacher gewesen, sie schon vorher zum Fuchsbau zu schicken.

Harry hat im Tagespropheten die Erinnerungen von Elphias Doge an Albus Dumbledore gelesen.
Doge und Dumbledore lernten sich an ihrem ersten Tag in Hogwarts kennen. Sie waren beide Außenseiter; Doge wegen der Drachenpocken und Albus Dumbledore wegen seinem Vater Percival, der wegen einem brutalen Überfall auf drei junge Muggel in Askaban saß und dort auch später starb.

Albus Dumbledore, der ca. drei Jahre jüngere Aberforth und die nochmal rund ein Jahr jüngere Ariana waren die Kinder von Kendra und Percival Dumbledore.
Ariana war wohl sechs, sieben Jahre alt als sie einen unkontrollierten Zauber ausführte. Sie wurde dabei von drei Muggel-Jungen beobachtet, die diesen Trick dann nochmal sehen wollten. Als Ariana das nicht konnte haben sie das kleine Mädchen angegriffen und verletzt. Ihr Vater Percival hat die Jugendlichen dann verfolgt und angegriffen. Ich gehe davon aus, dass Percival Magie benutzte als er diese Jugendlichen verletzte und damit hat er gegen das Internationale Geheimhaltungsabkommen verstoßen, was hart bestraft wird.
Percival Dumbledore weigerte sich einen Grund zu nennen warum er diese Muggel angegriffen und verletzt hatte. Er wurde nach Askaban geschickt, weil er ohne Anlass und Provokation Muggel verhext hatte, ein Muggel-Hasser.
Währe Percival Dumbledore überhaupt vom Zaubergamot verurteilt worden, wenn er die Wahrheit gesagt hätte?

Warum sagte er es nicht? Ariana war von den Jugendlichen körperlich schwer verletzt worden.
Zu diesem Zeitpunkt konnte man doch noch nicht erkennen, dass Ariana sich von nun an weigern würde zu zaubern, dass es diese Ausmaße annehmen würde, wie es dann später war.
Adriana ist doch mit den kindlichen Zaubereiausbrüchen ihrer Brüder aufgewachsen, sie wusste also, dass sie das auch tun würde, dass das nichts Böses war.
War vielleicht auch der Verlust des Vaters mit ein Grund, dass Ariana sich weigerte Magie zu benutzen? Weil Adriana sich die Schuld gab, dass ihr Vater in Askaban war, weil sie gezaubert hatte?

Im aktuellen Tagespropheten steht ein Interview mit Rita Kimmkorn, in dem diese Werbung für ihre Biographie von Albus Dumbledore macht. Sie verspricht schockierende Enthüllungen über Albus Dumbledore und seiner Familie.
Sie behauptet darin auch, dass sie eine der ganz wenigen Personen sei, die den echten Harry Potter kennen.
Harry ist wütend über diese verleumderischen Lügen.
Wütend und frustriert wirft Harry die zerrknüllte Zeitung gegen die Wand und schreit laut „Lügen“.

Harry hatte nur noch eine kleine Scherbe von dem Zweiwegespiegel in seinem Koffer gefunden, den ihm einst Sirius geschenkt hatte. Nun drehte er die Scherbe zwischen den Fingern und dachte an die verleumderischen Lügen von Rita Kimmkorn. Für kurze Zeit hatte Harry etwas Hellblaues auf dem Spiegel aufblitzen sehen.

Später erfahren wir, dass Aberforth Dumbledore schon vor Monaten einen Spiegel von Mundungus Fletcher gekauft hatte. Albus hatte später seinem Bruder erklärt was das ist. Aberforth hat anscheinend den Schrei von Harry über die Verbindung der Spiegel gehört und hat kurz nachgeschaut, aber keinen Kontakt aufgenommen. Warum eigentlich nicht?
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: Eiliane]

Ja, warum hat Aberforth keinen Kontakt aufgenommen? Denn er ist ja, wie wir später sehen werden, durchaus bereit Harry zu unterstützen. Eine Möglichkeit könnte ich mir vorstellen, aber das ist nur eine Theorie: Harrys Spiegel ist ja zerbrochen, und es wäre immerhin denkbar dass er deshalb nicht mehr richtig funktioniert. Möglicherweise klappt es einfach nicht mehr über diesen zerbrochenen Spiegel Kontakt zu ihm aufzunehmen, auch wenn Aberforth über seinen unbeschädigten Spiegel noch Botschaften empfangen kann.

Warum Percival Dumbledore nicht darüber aussagt warum er diese drei Muggel getötet hat, dafür gibt es glaube ich irgendwo eine Erklärung, aber ich bin noch nicht zum Nachlesen gekommen. Ich glaube es ging darum, dass er nicht öffentlich machen wollte, dass Ariane infolge ihrer heftige Traumatisierung durch diesen Angriff der Muggel sichtlich bleibende geistige Schäden davongetragen hatte und dass ihr Vater nicht riskieren wollte dass sie deswegen lebenslang in St. Mungo's weggesperrt wird. Aber die Idee, dass Ariana sich für die Inhaftierung ihres Vaters verantwortlich fühlte und dass das ihr weiteres Verhalten beeinflusst hat finde ich sehr einleuchtend.

Und, was Hedwig betrifft: wieso Harry die nicht fliegen lässt ist tatsächlich nicht nachvollziehbar, denn sonst hat er das in vergleichbaren Situationen durchaus problemlos gemacht. Und dass er Hedwig dann auf seiner Reise in die Zaubererwelt im Käfig mitnimmt und nicht einfach fliegen lässt (mit einem Brief an die Weasleys, zum Beispiel), das ist tatsächlich ziemlich unsinnig. Ich weiß nicht wie er sich die anstehende Reise vorstellt, am ehesten wohl als einen Flug auf Besen wie zwei Jahre zuvor, und dabei wäre eine Eule im Käfig ein hinderliches und überflüssiges Gepäckstück. Und im engen Beiwagen eines Motorrades ist sie das ja natürlich auch. Vielleicht ging es einfach darum, dass Hedwig getötet werden musste (sie hätte die weitere Handlung unnötig kompliziert), und auf diese Weise war das leicht zu erklären. Allerdings, im Film lässt Harry vor seiner Abreise Hedwig fliegen, und sie wird trotzdem getötet, weil sie mitfliegt und ihn zu schützen versucht. Diese Lösung funktioniert tatsächlich besser als die Buchversion.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: athameg]

Das Aberforth zwar Harry hören kann, aber dieser die Antwort durch seine Spiegelscherbe nicht hören kann, ist eine gute Erklärung.
Das erklärt warum Aberforth auf Harrys Hilferuf im Malfoy-Kerker keine Antwort gibt.


Ich habe keinen Hinweis in den Büchern gefunden, dass Percival die Muggel-Jugendlichen getötet hat.
Er hat sie angegriffen und sicher auch verletzt, aber sicher nicht getötet. Ich gehe davon aus, dass Percival die Jugendlichen mit Magie angegriffen hat. Percival hat bewusst Magie vor Muggel eingesetzt und damit gegen das Geheimhaltungsabkommen verstoßen. Er hat auch keinen Grund angegeben warum er dies getan hatte, darum die doch drakonische Strafe.

Ariana weigert sich nach dem Angriff der Jugendlichen ihre Magie herauskommen zu lassen, sie unterdrückt sie. Durch die Unterdrückung der Magie „explodiert“ dann bei Ariana die zurückgehaltene Magie immer wieder unkontrolliert, in unterschiedlichen Abständen.
Die Familie hat Angst, dass man Ariana in St.-Mungo einsperren wird, weil durch sie das Geheimhaltungsabkommen gebrochen werden könnte. Dies wird als Grund angegeben warum Percival sich weigert bei seinem Prozess sein Tatmotiv anzugeben.

Der Prozess gegen Percival wird nicht lange nach seinem Angriff auf die Muggel, spätestens nach drei/vier Wochen erfolgt sein, ich glaube nicht, dass da Monate vergehen.
Aber Ariana ist zu diesem Zeitpunkt noch ein sechs- siebenjähriges Kind, da kann man seine Magie noch nicht bewusst einsetzen. Auch werden in diesem Alter die natürlichen Magieschübe noch nicht so häufig sein.
Die Auswirkung der Magieunterdrückung von Ariana dürfte also noch nicht so groß sein und es zu diesem Zeitpunkt auch keinen Grund geben anzunehmen, dass sie sich davon nicht erholen sollte.

Durch die Verurteilung ihres Vaters hatte Ariana nun noch einen weiteren Grund ihre Magie zu unterdrücken.
Ariana wurde von den Jugendlichen verletzt, weil sie gezaubert hatte und weil sie das getan hatte, wurde ihr Vater in Askaban eingesperrt.
Ariana hatte somit zwei Gründe warum ihre Magie Böse ist, warum sie diese nicht herauslassen darf.
Vielleicht hätte sich Ariana von der Traumatisierung durch diese Jugendlichen erholen können, wenn sie nicht auch noch ihren Vater verloren hätte.
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