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Spiel & Spaß » Das Mathom-Haus » caddys Gasthaus »Zum Das Alte Hirsche«, #4

Caddy

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caddys Gasthaus »Zum Das Alte Hirsche«, #4

Alte Werte

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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Caddy

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Re: caddys Gasthaus »Zum Das Alte Hirsche«, #4 [Re: Caddy]

Ich habe gestern übrigens einen Text von Shakespeare mit einem von Defoe verwechselt – das Buch-Marketing legt es aber zumindest nahe, dass die Verwechslung gerechtfertigt ist.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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sphnix

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Re: caddys Gasthaus »Zum Das Alte Hirsche«, #4 [Re: Caddy]

Ich dachte bei dem Shakespeareding, als ich "Unterschriften" las, ja automatisch an Petitionen und so.
Inwiefern verwechselt? Ich sehe im Beipackzettel tatsächlich jetzt wenig Unterschiede.

Außerdem: Warum Hirsche?

außerdem-außerdem: Warum ist Moers nicht zum anzünden da?




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Geändert durch sphnix (02.08.2019 21:05)

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Caddy

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Re: caddys Gasthaus »Zum Das Alte Hirsche«, #4 [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Ich dachte bei dem Shakespeareding, als ich "Unterschriften" las, ja automatisch an Petitionen und so.
Inwiefern verwechselt? Ich sehe im Beipackzettel tatsächlich jetzt wenig Unterschiede.


Die sehe ich auch nicht, aber ich kenne nur den Text von Defoe, kann also nur auf ihn bezogen sicher sagen, dass die Argumentation entgegen der Verlagsbehauptung keine ist, die in irgendeinem Widerspruch zu AfD-Positionen steht.

In Bezug auf:
Außerdem: Warum Hirsche?


»Zum Das Alte Hirsche« heißt ein Gasthaus in Mariano Llinás’ La Flor.

In Bezug auf:
außerdem-außerdem: Warum ist Moers nicht zum anzünden da?


Wer Städte der träumenden Bücher verbrennt, verbrennt irgendwann auch Städte der Bücher im Wachzustand!


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: caddys Gasthaus »Zum Das Alte Hirsche«, #4 [Re: Caddy]

Aber wer spricht von verbrennen? Versanden trifft es doch eher.



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sphnix

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Hirschbaumblüten [Re: sphnix]

Es gibt den 20000 Meilen übrigens eine sehr hübsche Stelle, von der ich zu erzählen vergaß:

Nemo hat Aronnax gerade zum Perlentauchen eingeladen und dabei auch von Haien erzählt, die eventuell dabei auftauchen könnten. Aronnax 2 Mitgefangene werden auch geladen, Nemo erzählt ihnen aber nichts von den Haien. Nun unterhält Aronnax sich mit den beiden, und dabei unterläuft ihm entweder, oder aber benutzt freudsche Versprecher -

"'[...] Man hat sogar von einer Auster erzählt, die [...] nicht weniger als hunderfünfzig Haie enthielt.'
'Hunderfünfzig Haie!', rief Ned Land aus.
'Habe ich Haie gesagt?', fragte ich hastig. 'Ich meine natürlich hunderfünfzig Perlen. Haie ergeben ja keinen Sinn.'"
[S. 314; 2. Kapitel des 2. Teils]

Dem folgt eine Passage, wo Aronnax "Haie" statt "Francs" sagt. Erst am Schluß des Kapitels fragt er dann:

"'[...] haben Sie eigentlich Angst vor Haien, kühner Ned?'"
[S. 318]

Mir ist nicht klar, ob das Einflechten des Begriffs an unpassender Stelle unterläuft, oder als versehentlich unterlaufendes inszeniert wird; ich fand das aber insofern interessant, weil es ja eine Darstellung des freudschen Versprechers vor der systematisch-theoretischen Erfassung des Phänomens durch Freud ist.




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Caddy

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Re: Hirschbaumblüten [Re: sphnix]

In Deiner mündlichen Erzählung hieß er noch Anorax.

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sphnix

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Re: Hirschbaumblüten [Re: Caddy]



Erstens ist das gar nicht wahr. Und zweitens zeigt sich darin nur, wie lebendig die orale Kultur im Vergleich zur schriftlichen ist.

(Jetzt fällt mir kein freud’sches Witz-Drittes ein :/)




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sphnix

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Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: sphnix]

(Oh, Urteil des erstkorrigierenden Banausen über der dir angedrohten Buchstabenklumpen:
„bildungsschwafelnd & geheimnislos“*
)





*naja, das ist etwas verkürzt. Aber nur geringfügig.




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Caddy

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: sphnix]

Du musst mir beizeiten mal berichten, was für ein Text das überhaupt ist.

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sphnix

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: Caddy]

Du kannst jederzeit abspringen, keine Sorge. Sofern ich beim nunmehrig beginnenden Korrigieren nicht eh darauf komme, dass ich es lasse.

Aber frag ansonsten besser Pyr nach dem Was, ich kann doch Zusammenfassungen nicht.




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Caddy

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: sphnix]

Ich weiß ja aber nicht mal etwas über die Art des Textes, um eine Zusammenfassung geht es da noch gar nicht.

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sphnix

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: Caddy]

Ach, verdammt. Das war zu naheliegend.








SPOILER

"Ein erzählendes Werk im Umfang von mindestens 200 Seiten", würde MRR sagen, aber zugegebenermaßen weiß ich nicht, ob er James hier korrekt übersetzt.




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Geändert durch sphnix (05.08.2019 01:11)

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Pyr

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
SPOILER

"Ein erzählendes Werk im Umfang von mindestens 200 Seiten", würde MRR sagen, aber zugegebenermaßen weiß ich nicht, ob er James hier korrekt übersetzt.




SPOILER
Du Stolz der britischen Marine!



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: Pyr]

Das ist hart!
SPOILER

Man wird doch noch irren...
ne, falsch assoziieren dürfen. Geirrt hab ich mich ja gar nicht.




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Pyr

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Ich weiß ja aber nicht mal etwas über die Art des Textes, um eine Zusammenfassung geht es da noch gar nicht.



Willst du trotzdem eine?



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: Pyr]

Kann sicherlich nicht schaden.

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sphnix

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: Caddy]

Sicher?



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Caddy

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: sphnix]

Denkst Du, eine Zusammenfassung macht den Text noch schlechter?

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sphnix

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: Caddy]

Gemeines Wesen!


SPOILER
Ne, nur noch misogyner, wie der gute P unrechtmäßig behaupten wird.



SPOILER
Und natürlich ist die fabelhafte Plotspannung dann weg.




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Caddy

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
SPOILER
Ne, nur noch misogyner, wie der gute P unrechtmäßig behaupten wird.



Unrechtmäßig, weil Deine Misogynie nicht mehr zu steigern ist?


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sphnix

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: Caddy]

Erstens ist das nicht wahr, und zweitens scheinst mir du nicht derjenige, der mich dessen bezichtigen sollte.
Und der gute P behauptet es auch nur, weil er meine subtilen Einfühlungen in Frauenseelen nicht versteht.




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Caddy

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: sphnix]

Ja, aber Du hast das doch behauptet, nicht ich.

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sphnix

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Re: Hirsch ohne Leber ist wie Schnewittchen ohne Apfelbaum [Re: Caddy]

Unwahr! Ich habe das nur kolportiert. Missbilligend, natürlich.



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sphnix

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Hirschschinken mit Kellersahne: [Re: sphnix]

Ich fand die erwähnte, grauenerzeugensollende, mir beim ersten Lesen spontan witzig erscheinde Bechstein-Stelle
Hier:

Doch wie er im besten Lecken und Schlecken war, rollte ein mächtiger Donner über ihn, und der Blitz zuckte durch die Mauerspalte, daß es ganz hell und feurig im Keller war, und ein schwarzer Mann stieg aus einer Ecke des Kellers, schritt auf Görgeln zu, und setzte sich ihm gerade gegenüber; er hatte zwei feurige Augen, mit denen er fort und fort nach dem Rahmtöpfchen hinfunkelte, so daß der Görgel vor Angst keinen Finger regen konnte und daß er ganz still sitzen bleiben mußte.



(Im Kontext, der ganzen Unverhältnismäßigkeit wegen, wahrscheinlich noch etwas heiterer:
https://maerchen.com/bechstein/gott-ueberall.php)




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Caddy

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Re: Hirschschinken mit Kellersahne: [Re: sphnix]

Görgel ist mein Lieblingserikativ.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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sphnix

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Re: Hirschschinken mit Kellersahne: [Re: Caddy]




Ich nehme an, das ist eine Pervertierung von Georg, aber ja, ich kann mir das auch sehr, sehr gut vorstellen. So: *hüstel* ,*görgel*, unsw.




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sphnix

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Ansonstiges; an anderer Stelle: [Re: sphnix]

Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
(angesichts des auch ansonsten nicht besonders guten Films Julieta)


Magst Du das, ggf. an anderer Stelle, noch etwas ausführen? (Ich stimme Dir in der Wertung zu, weiß aber nicht, ob aus denselben Gründen.)




Hmmm. Ich versuche, es auf ein paar Punkte zu bringen:
:
1. Ich fand den Plot, der erzählt wurde, auf eine fast susanna-tamaro-hafte Weise schmonzettig; und das Schmonzettige wiederum nicht übersteigert genug, um damit irgendeinen Effekt zu erzielen, der über „es ist schmonzettig“ hinausgeht.

2. Ich hatte den Eindruck, dem Gesamtgebilde ist es darum zu tun, einen Charakter zu schildern; es geht also in irgendeiner Form um „Psychologie“ - die Figuren, inklusive Hauptfigur, sind mir in ihren Handlungen aber komplett undurchsichtig. Ich glaube, die Szene, in der der Mann tot ist und Julieta es nicht schafft, ihrer Tochter am Telefon davon zu berichten, ist die erste, in der ich den Eindruck hatte, ich verstehe irgendwie, was sie an- und umtreibt.

3. Damit zusammenhängend ist es ein großes Problem, dass so etwas wie „Gesellschaft“ (im allerweitesten Sinne) fast nicht vorkommt, und das heißt, auch Situationen kommen fast nicht vor. Ich weiß nicht, was Julieta dazu bewegt, zu ihrem Fischer zu gehen. Ich weiß nicht, was sie dazu bewegt, bei ihm zu bleiben (auch nicht, ob das Kind ein Grund ist, ob sie ökonomische Gründe hat, emotionale Gründe; wie das zusammenwirkt). Ich weiß nicht, was sie mit ihrer Tochter verbindet, warum die Tochter wichtig für sie ist, wie sie wichtig ist usw.; ich verstehe umgekehrt auch die Tochter nicht. Abgesehen davon kommt mit der Mann als Fischer so glaubwürdig vor wie ein Murillo-Bettlerknabe als Bettlerknabe.

4. Die aus dem off sprechende Stimme redet in einer künstlichen und schlechten Sprache/ aus einer unsinnigen Erklärbärperspektive („Du hast das damals so und so gemacht ...“). Das mag durch die Übersetzung verschlimmert worden sein (ich nehme mir jedes Mal OmU vor und vergesse es immer wieder ); kann aber nicht nur daran liegen.

Und, wie stehen diese Gründe zu den deinen?




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Caddy

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Re: Ansonstiges; an anderer Stelle: [Re: sphnix]

Das deckt sich mit meiner Einschätzung – und all das macht den Film offenbar so blass, dass ich mich auf Handlungsebene dann auch gleich an gar nichts mehr erinnern kann.

Kennst Du eigentlich die Literaturvorlage zum Film? Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass das gestückelt in mehrere unzusammenhängende Kurzgeschichten (was in der Vorlage ja der Fall ist) deutlich besser funktioniert.


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sphnix

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Re: Ansonstiges; an anderer Stelle: [Re: Caddy]

Leider nicht; ich glaube, ich hab nie was von Munro gelesen.
Falls ich dran denke, werd ich das nächste Mal schauen, ob sie’s in der Bücherei haben. (Ich gehe ja davon aus, dass die Geschichte mit dem Selbstmörder am Anfang und die Geschichte vom Vater und seinem Verhältnis mit der Mutter-Betreuerin aus jeweils eigenen Erzählungen stammen; mal sehen, ob das stimmt.)

Falls die Stimme aus dem Off ein Buchzitat war, bin ich aber zumindest ein klein wenig skeptisch. Wobei natürlich Übersetzungen viel Schlimmes bewirken können.

Apropos Übersetzung. Ich muss nachher noch ein, zwei Murakamistellen zitieren. Am besten die Rotweinpassage. Die Kunstergüsse sind zwar auch schlimm*, eignen sich aber höchstens zum Vorlesen oder so, zum Abtippen sind sie mir zu lang.



*hier fürchte ich, dass es nicht nur an der Überstezung liegen kann




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Caddy

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Re: ??? [Re: sphnix]

https://www.youtube.com/watch?v=5bPxYBntktk

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Pyr

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Re: ??? [Re: Caddy]

Buh!


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

Gefährte

! [Re: Pyr]

Caddy, das angesprochene Gedicht war das hier verlinkte:
http://forum.herr-der-ringe-film.de/showflat.php/Number/6055032#Post6055032

(Man muss ein bisschen scrollen)

Ich bin da sehr ambivalent. Ich finde einzelne Bilder schon sehr steil und schwer möglich; andererseits nehme ich (intuitiv) erstmal keinen große Anstoß daran, sondern erst reflektierend (was aber auch daran liegen kann, dass ich das Gedicht, von Bachmann selbst gelesen, schon sehr lange einfach im Ohr habe, also ein bisschen betriebsblind bin).

Die Grundfrage - weswegen ich es angesprochen hatte - war die, dass ich zwischen dem "Aufgehen" (dem Schönen) der Form (die ja auch wechselnd ist) und dem Inhalt (dem Scheußlichen, auf den da abgezielt wird) eine Kluft bemerke; auch zwischen Unsagbarkeit und eloquenten Bildgeplätscher.
Also sprich, einerseits das (vielleicht noch schlichteres) Bildweltproblem, andererseits das generelle Problem von Form und Gegenstandsschwere, quasi. (Bei Bedarf sonst auch noch Ausführlicheres, falls das jetzt zu knapp ist).

Zeilen wie die:

Sieben Jahre später
fällt es dir wieder ein,
am Brunnen vor dem Tore,
blick nicht zu tief hinein,
die Augen gehen dir über.

Sieben Jahre später,
in einem Totenhaus,
trinken die Henker von gestern
den goldenen Becher aus.
Die Augen täten dir sinken.


oder die:

Das Unsägliche geht, leise gesagt, übers Land:
schon ist Mittag.


fallen eher unter das zweite Problem (das ernstere), weil ich sie erst einmal nicht für ungelungen halte.




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Caddy

Gefährte

Re: ! [Re: sphnix]

Ich muss wohl zumindest insofern auf Ausführlicheres bestehen, als ich nicht ganz nachvollziehen kann, inwiefern es sich bei dem von Dir Beschriebenen um zwei Probleme handelt und nicht nur um eines. Ich fürchte aber schon jetzt, dass ich auch nach weiteren Ausführungen nur sagen kann, dass ich das Problem ebenfalls sehe. :/

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sphnix

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Re: ! [Re: Caddy]

Meine Unterscheidung verläuft zwischen

a) Sprachbildern, die ich für an sich problematisch/nicht funktionierend/ an der Kitschgrenze torkelnd halte - darunter fällt der geschundene Flügel des Märchenvogels, der enthauptete Engel, die mit Schweigen gefüllten Krater; generell das sanft anachronistische der Bildwelt. Hier würde ich schlicht sagen: Problematisch, und auch nicht so besonders gut gemacht.

und

b) Sprachbildern, von denen ich sage, dass sie etwas leisten. Das wäre etwa die Wendung:

Das Unsägliche geht, leise gesagt, übers Land:

Hier sehe ich (durch die Form) etwas geleistet, was so etwas wie Erkennen oder Begreifen erzeugt (und zwar ein spezifisch durch Literatur ermöglichtes Begreifen).
Auch die sich an Märchenmotiven abarbeitende, diese aber nicht unmittelbar für sich verwendende (also stärker verfremdende) Passage

Sieben Jahre später
fällt es dir wieder ein,
am Brunnen vor dem Tore,
blick nicht zu tief hinein,
die Augen gehen dir über.

Sieben Jahre später,
in einem Totenhaus,
trinken die Henker von gestern
den goldenen Becher aus.
Die Augen täten dir sinken.


scheint mir nicht ungelungen (und auch gar nicht so weit weg vom enzensbergerschen Wo wir uns finden wohl unter Blinden; wobei "Landessprache" mir trotzdem das viel bessere Gedicht zu sein scheint).

An diesen potenziell gelungenen und funktionierenden Stellen komme ich aber auf das grundsätzliche Problem (das kein Bachmannproblem ist) - nämlich das Problem, dass das hier angesprochene formale Gelingen, das (vermittels dessen, was ich das spezifisch an Literatur gebundene Erkennen nannte) ein Verhältnis zwischen Rezipient, Gegenstand und Ausdrucksform stiftet, das für ein Anwachsen an Präzision, Gegenstandsgerechtigkeit, „Sachlichkeit“ im besten Sinne sorgt, gleichzeitig schön ist, d.h., vermittels seiner Form befriedigt.

Das scheint mir eine Spannung zu sein, der man nicht entgehen kann; sondern mit der man (permanent) umgehen muss.




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Caddy

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Re: ! [Re: sphnix]

Dann kann ich Dir nun zumindest mitteilen, dass ich a) bei Deiner ersten Ausführung nicht verstanden hatte und nur b) gesehen habe. Ansonsten bleibt es bei der Bestätigung, dass das Problem besteht.

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sphnix

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Re: Ansonstiges; an anderer Stelle: [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
(angesichts des auch ansonsten nicht besonders guten Films Julieta)


Magst Du das, ggf. an anderer Stelle, noch etwas ausführen? (Ich stimme Dir in der Wertung zu, weiß aber nicht, ob aus denselben Gründen.)




Hmmm. Ich versuche, es auf ein paar Punkte zu bringen:
:
1. Ich fand den Plot, der erzählt wurde, auf eine fast susanna-tamaro-hafte Weise schmonzettig; und das Schmonzettige wiederum nicht übersteigert genug, um damit irgendeinen Effekt zu erzielen, der über „es ist schmonzettig“ hinausgeht.

2. Ich hatte den Eindruck, dem Gesamtgebilde ist es darum zu tun, einen Charakter zu schildern; es geht also in irgendeiner Form um „Psychologie“ - die Figuren, inklusive Hauptfigur, sind mir in ihren Handlungen aber komplett undurchsichtig. Ich glaube, die Szene, in der der Mann tot ist und Julieta es nicht schafft, ihrer Tochter am Telefon davon zu berichten, ist die erste, in der ich den Eindruck hatte, ich verstehe irgendwie, was sie an- und umtreibt.

3. Damit zusammenhängend ist es ein großes Problem, dass so etwas wie „Gesellschaft“ (im allerweitesten Sinne) fast nicht vorkommt, und das heißt, auch Situationen kommen fast nicht vor. Ich weiß nicht, was Julieta dazu bewegt, zu ihrem Fischer zu gehen. Ich weiß nicht, was sie dazu bewegt, bei ihm zu bleiben (auch nicht, ob das Kind ein Grund ist, ob sie ökonomische Gründe hat, emotionale Gründe; wie das zusammenwirkt). Ich weiß nicht, was sie mit ihrer Tochter verbindet, warum die Tochter wichtig für sie ist, wie sie wichtig ist usw.; ich verstehe umgekehrt auch die Tochter nicht. Abgesehen davon kommt mit der Mann als Fischer so glaubwürdig vor wie ein Murillo-Bettlerknabe als Bettlerknabe.

4. Die aus dem off sprechende Stimme redet in einer künstlichen und schlechten Sprache/ aus einer unsinnigen Erklärbärperspektive („Du hast das damals so und so gemacht ...“). Das mag durch die Übersetzung verschlimmert worden sein (ich nehme mir jedes Mal OmU vor und vergesse es immer wieder ); kann aber nicht nur daran liegen.

Und, wie stehen diese Gründe zu den deinen?



Ich hab übrigens den Erzählungsband mittlerweile in meinem Besitz; falls ich das seinerzeit noch nicht erwähnte. (Nicht gezielt gekauft, sondern mal unter den 20-Cent-Büchern am Stand gefunden). Allerdings hab ich noch nichts davon gelesen.




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sphnix

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achja (Dinge, die man klären sollte, ehe man versucht, neben einer eisigen Wand zu schlafen): [Re: sphnix]

Süßes. Weil das Salzige meiner Erfahrung nach von Kinos immer komplett versalzen wird.



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Caddy

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Re: achja (Dinge, die man klären sollte, ehe man versucht, neben einer eisigen Wand zu schlafen): [Re: sphnix]

Salziges schmeckt so oder so nicht.

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sphnix

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Re: achja (Dinge, die man klären sollte, ehe man versucht, neben einer eisigen Wand zu schlafen): [Re: Caddy]

Das halte ich nun auch nicht für zur Gänze zutreffend. Wenn man es selber salzt, nicht. Aber halt nur salzt, nicht auch noch buttert oder so, wie das anscheinend manche Menschen tun.
(Oder gehörst du auch zur entsetzlichen Gattung der Maisfeinde? )




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sphnix

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Re: ! [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Dann kann ich Dir nun zumindest mitteilen, dass ich a) bei Deiner ersten Ausführung nicht verstanden hatte und nur b) gesehen habe. Ansonsten bleibt es bei der Bestätigung, dass das Problem besteht.



Apropos Bachmann, ich finde hier ja zumindest von sehr weit eine gewisse Ähnlichkeit:
https://www.youtube.com/watch?v=avWZsKyuRVE
(bzw, ich hab, als Youtube mir das Video anzeigte, sofort Bachmann assoziiert. Gemein, denn sie hatte meist gar nicht so viel Pony. )




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Caddy

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Re: achja (Dinge, die man klären sollte, ehe man versucht, neben einer eisigen Wand zu schlafen): [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Das halte ich nun auch nicht für zur Gänze zutreffend.


Deine diesbezüglichen Fehleinschätzungen sind hier aber doch irrelevant, salziges Popcorn schmeckt so oder so nicht.


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sphnix

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Re: achja (Dinge, die man klären sollte, ehe man versucht, neben einer eisigen Wand zu schlafen): [Re: Caddy]

Das kann nur ein Maisfeind sagen!



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Caddy

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Re: achja (Dinge, die man klären sollte, ehe man versucht, neben einem eisigen Mais zu schlafen): [Re: sphnix]

Lüge!

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sphnix

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Re: achja (Dinge, die man klären sollte, ehe man versucht, neben einem eisigen Mais zu schlafen): [Re: Caddy]

Wenn dich ein Maisfeind der Lüge bezichtigt, so weißt du, dass er nur lügen kann, denn er ist ein Maisfeind, und jedes seiner Worte ist ein Maisfeindliches Traktat!



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Caddy

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Re: achja (Dinge, die man klären sollte, ehe man versucht, neben einem eisigen Mais zu schlafen): [Re: sphnix]

Ja, der Mais marschiert!

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Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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sphnix

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Schleichwerbung! [Re: Caddy]

Nein, der Maisfeind marschiert.



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Caddy

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Re: Werbescheich! [Re: sphnix]

Du meinst Maisfeld. Aber Vertippen ist für Dich ja eh einfach nur ein anderes Wort für Tippen.

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sphnix

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Wäre ich ein Scheich, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Tippsen halten! [Re: Caddy]

Nur ein Maisfeind kann sich hinter der harmlosen Maske eines Maisfeldes verstecken wollen!



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Caddy

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Re: Wäre ich ein Scheich, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Vertippsen halten! [Re: sphnix]

Du hältst es also für maisfeindlich, sich in einem Maisfeld aufzuhalten – da zeigt sich der wahre Maisfeind!

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sphnix

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Re: Wäre ich ein Scheich, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Vertippsen halten! [Re: Caddy]

IN und HINTER ist ein wichtiger Unterschied! Und dieser trennt Maisfreund und Maisfeind.



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sphnix

Gefährte

Re: Wäre ich ein Scheich, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Vertippsen halten! [Re: sphnix]

Maisfeind!
Ich stieß in diesem Artikel
https://phantastikon.de/gundel-gaukeley-...h2n7V75Nqr4io-U
auf den Namen einer von mir in meiner frühesten Jugend auszugesweise gelesenen, aber nie vollständig vorhandenen Duck-Geschichte, nämlich Der Midas-Effekt. Du besitzt sie nicht zufällig, oder kannst in deiner entenhäusischen Vielwissenheit sagen, in welchem Sammelband sie sich herumtreibt?




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Caddy

Gefährte

Re: Wäre ich ein Scheich, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Vertippsen halten! [Re: sphnix]

Habe ich leider nicht, Du kennst es mutmaßlich aus Ich Onkel Dagobert, Band 1; am besten wiedergegeben findest Du es in der Carl Barks Collection, Band 23; am leichtesten zugänglich in der Barks Library – Onkel Dagobert, Band 22.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: Wäre ich ein Scheich, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Vertippsen halten! [Re: Caddy]

Gut, danke, dann schaue ich mal in den Büchereien.

Ich kenne einen Teil der Episode übrigens aus einem Mickeymouseheftchen (oder gabs Duck-Heftchen gesondert), glaube ich. Vermutlich blieb sie mir deswegen in Erinnerung, weil ich Vulkane damals sehr mochte.

(Naja, ok, irgendwie mag ich sie als ästhetische Phänomene natürlich immer noch. Vor allem, wenn sie so schick daherkommen wie in Pompe 2. )




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sphnix

Gefährte

Wäre ich ein Schlauch, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Verse halten! [Re: sphnix]

Ich hätte übrigens gestern anscheinend die Chance gehabt, in den unausverkauften "Irishman" zu gehen -
welches ich mitbekommen habe, weil ich, nachdem ich für den geplanten Nazifilm keine Karten mehr ergattern konnte, schaute, ob im nächstliegenden Kino was liefe. (Es lief leider sonst nichts, und mir war das situativ dann zu lang, weil grade aus Uni gekommen usw.; - aber an der Kasse haben da Leute unreservierte Karten für gekauft).




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Caddy

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Re: Wäre ich ein Schlauch, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Verse halten! [Re: sphnix]

Das war insofern abzusehen, als der Film seit gestern auch bei Netflix läuft.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: Wäre ich ein Schlauch, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Verse halten! [Re: Caddy]

Ahhh!
Dann war das von dir berichtete nur so'n Zeit-Dings?
Ich ging davon aus, dass es sich um ein Knappheitsphänomen handle.




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Caddy

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Re: Wäre ich ein Schlauch, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Verse halten! [Re: sphnix]

Sowohl als auch. Es war durchaus unklar, ob der Film jetzt überhaupt noch läuft; aber für den nun ja offensichtlich eingetretenen Fall, dass er noch läuft, war ein wie umfassend auch immer gearteter Besuchereinbruch absehbar, weil man den Film jetzt halt auch zuhause und bei Bedarf synchronisiert oder im Original ohne Untertitel gucken kann.

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~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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Caddy

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Re: Wäre ich ein Schlauch, könnte ich mir ein ganzes Sekretariat voller Verse halten! [Re: Caddy]

Shocking Tales of Redundancy

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Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Aber! [Re: Caddy]

Was hat ein Schlauch mit einem Wurm zu tun?



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sphnix

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Re: Aber! [Re: sphnix]

Herr der Hirsche!

Falls du dich noch erinnern solltest: Verstehst du, warum Hund (in "Wie die Deutschen weiß wurden") von religiösem Rassismus spricht? (Hab jetzt so ca 1/3 durch; und das ist mir etwas irritierend aufgefallen; weil ich eigentlich den Eindruck habe, dass es Grenzen zwischen verschiedenen geschichtlichen Perioden eher verwischt, die er an anderer Stelle zieht).




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Caddy

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Re: Aber! [Re: sphnix]

In welchem Zusammenhang tut er das denn? (Buch ist dummerweise in absehbarer Zeit nicht in Reichweite.)

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sphnix

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Re: Aber! [Re: Caddy]

eeehhh.
Muss suchen. Werde.
Indes, wenn die unabsehbare Zeit nicht komplett unabsehbar ist, sondern so 1-2 Wochen meint, kann ich auch warten; weiß eh nicht, ob ich das Buch früher durchbekomme.




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sphnix

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Re: Aber! [Re: sphnix]

(der Kontext war der, dass man im ausgehenden Mittelalter, während der Kreuzzüge usw., böse Heidenschwarze vs. gute Christenschwarze hat; und dass es zwar Bewertungen im Sinne der Religion, aber nicht der Farbe-an-sich gab. So hab ichs zumindest verstanden. Stelle(n) komm(en)(t), wenn gefunden.



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Caddy

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Re: Aber! [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
eeehhh.
Muss suchen. Werde.
Indes, wenn die unabsehbare Zeit nicht komplett unabsehbar ist, sondern so 1-2 Wochen meint, kann ich auch warten; weiß eh nicht, ob ich das Buch früher durchbekomme.


Ja, war eher wochenweise gemeint, Du darfst aber natürlich auch schon vorher fleißig Zitate hier reinschreiben.


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sphnix

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Re: Aber! [Re: Caddy]

Und ich dachte, Gedanken!



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Pyr

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Re: Aber! [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Herr der Hirsche!



?



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Aber! [Re: Pyr]





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sphnix

Gefährte

Re: Aber! [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Herr der Hirsche!

Falls du dich noch erinnern solltest: Verstehst du, warum Hund (in "Wie die Deutschen weiß wurden") von religiösem Rassismus spricht? (Hab jetzt so ca 1/3 durch; und das ist mir etwas irritierend aufgefallen; weil ich eigentlich den Eindruck habe, dass es Grenzen zwischen verschiedenen geschichtlichen Perioden eher verwischt, die er an anderer Stelle zieht).



Nachtragung: Ich hab ja leider etwas den Eindruck, dass "In 80 Tagen um die Welt" zumindest an einer Stelle auch ein gute Beispiel gewesen wäre.
(Da, wo die mutigen Reisenden eine Inderin, die aber nicht nur eine europäische Erziehung, sondern auch eine sehr helle Haut hat, vor der Witwenverbrennung retten.)




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Caddy

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Re: Aber! [Re: sphnix]

Gibt es noch prominenter bei Defoe, wenn Friday als auffallend europäisch und ›unafrikanisch‹ beschrieben wird und sich dann ja auch gleich als besonders aufnahmefähig für europäische Werte zeigt.

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sphnix

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Re: Aber! [Re: Caddy]

Nennt Hund Defoe nicht sogar?
(Bin mir nicht sicher; ich glaube aber, Verne erwähnt er nicht - ich mutmaße das zumindest, weil ich davon ausgehe, dass selbiger mir als von mir unlängst gelesener Autor aufgefallen wäre).




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Caddy

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Re: Aber! [Re: sphnix]

Kann gut sein – mir wäre die Erwähnung gerade deshalb nicht aufgefallen, weil ich Robinson Crusoe selbst schon mehrfach gelesen habe und mir die Stelle dabei aufgefallen ist; eine Erwähnung durch Hund hätte für mich entsprechend nichts Neues, Bemerkens-Wertes für mich mit sich gebracht.

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sphnix

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Re: Aber! [Re: Caddy]

Aber sollte man Robinson mehrfach lesen?

(Ich muss allerdings gestehen, meine Erst- und Einziglektüre wurde auch dadurch beeinträchtigt, dass ich auf das Buch ein bisschen allergisch reagierte - auf das Papier, meine ich. )

Jedenfalls ist "Robinson" natürlich vor allem dann lohend, wenn man ihn als Vorbereitung für "Emile" liest.

Lasest du auch schon das Gegenstück Gulliver? (Vage meine ich, dass ja, aber ich bin mir nicht mehr sicher).




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Geändert durch sphnix (07.01.2020 21:13)

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Caddy

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Re: Aber! [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Aber sollte man Robinson mehrfach lesen?


Nein, war meinerseits seminarbedingt.

In Bezug auf:
Lasest du auch schon das Gegenstück Gulliver? (Vage meine ich, dass ja, aber ich bin mir nicht mehr sicher).


Nach einigen Kapiteln abgebrochen und ich habe auch nicht den Plan, die Lektüre irgendwann wieder aufzunehmen.


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sphnix

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Re: Aber! [Re: Caddy]

Ah, dann war das das, woran ich mich erinnerte

Ich habe ja den Verdacht, dass es eher das bessre, zugleich aber das zeitgebundenere Buch ist. Ist aber auch wiederum schon ne Weile her. Vermutlich auch generell das Problem des Komisch-Satirischen.




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sphnix

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Re: Aber! [Re: sphnix]

(Wobei ich die Illustrationen ja irgendwie mochte. Aber ich glaube, was Buchillustrationen angeht, gehen unre Wahrnehmungen eh etwas auseinander.)



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Caddy

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Re: Aber! [Re: sphnix]

Bei Robinson oder bei Gulliver?

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sphnix

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Re: Aber! [Re: Caddy]

Gulliver. Wobei, bei Robinson gibt es sicher auch welche, aber da hab ich keine spezifischen Erinnerungen dran. Ich glaube, in meinem Gulliver sind (wie die Recherche ergibt) die von Grandville. Solche von der Art, die ich als Kind wohl diffus-gruselig empfunden hätte.
Natürlich kein Vergleich mit Heidelbach!




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sphnix

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Medley Grundkurs deutsche Lyrik! Das Wiedererkennen sämtlicher Zitate suspendiert indes nicht von der Antwort auf andere Rätselfragen. [Re: sphnix]

Statt einer Torte? Nein, mit einer:




Wenn ein Gesicht, das man als junges kannte
still unter einem jungen Pflaumenbaum
sich in den ersten Zug des Alters wandte
- die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen -
dann fragt man sich, ob diese Glücke stimmen
nur weil da außerdem noch Wolken schwimmen:

Was ist der Mensch? Die Nacht vielleicht geschlafen,
doch vom Rasieren wieder schon so müd:
Hat einer dreißig Jahr vorüber
ist die Substanz schon leer und ausgeglüht...
Ein höheres, ein allgemeines Wirken?
Man frage nicht To be or not to be !
Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,
die Wolke aber weiß (von oben her).

„Das beste wär‘s, euch zeitig totzuschlagen“?
Das dachte schon W. V. auf seinem Stein ...
Mit deinem Mörder Zeit bist du allein:
Wo alles sich durch Glück beweist,
da hat der Teufel weiter nichts zu sagen
der von der Großen Wiederholung weiß,
als nur:
„Ich, Teufel, wüsste gar nichts mehr
wenn nicht die Wolke dagewesen wär!“
Die leuchtet kosmisch in des Weltbaus Haus:

Nun halt die Luft an. Blas die Kerzen aus.







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Caddy

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Re: Medley Grundkurs deutsche Lyrik! Das Wiedererkennen sämtlicher Zitate suspendiert indes nicht von der Antwort auf andere Rätselfragen. [Re: sphnix]

Sei bedankt, die andere Rätselfrage habe ich indes schon prognostisch völlig korrekt beantwortet.

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sphnix

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Re: Medley Grundkurs deutsche Lyrik! Das Wiedererkennen sämtlicher Zitate suspendiert indes nicht von der Antwort auf andere Rätselfragen. [Re: Caddy]

So tief in die Vergangenheit reicht mein Gedächtnis nicht!
(Und dein Geschenk ist eh noch nicht ganz fertig. Aber fast! Fast!)




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sphnix

Gefährte

Re: Medley Grundkurs deutsche Lyrik! Das Wiedererkennen sämtlicher Zitate suspendiert indes nicht von der Antwort auf andere Rätselfragen. [Re: sphnix]

Jetzt so gut wie. Aber soviele Klebstofffehler, notdürftig ausgebessert.
Vielleicht ersetze ich es doch einfach durch ein Origamilesezeichen, das ist dann die Kunst der Kargheit.




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sphnix

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Quellstudien [Re: sphnix]

gerade nebenher beim Q-Hören während der öden Transformiererei von scheußlichen PP-Folien in Text (Rekord: ich hab 25 Seiten auf 2 bekommen ) registriert: Weidermann hat die Ursprünge des "Kopf hoch!" tatsächlich auch schon am Ende des 1. Quartetts ausgeplaudert (was ich seinerzeit aber auch nicht registriert hab ):



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Geändert durch sphnix (23.01.2020 14:19)

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Pyr

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Weidermann hat die Ursprünge des "Kopf hoch!" tatsächlich auch schon am Ende des 1. Quartetts ausgeplaudert (was ich seinerzeit aber auch nicht registriert hab ):



Marie Antoinette?



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: Quellstudien [Re: Pyr]

Die Filmanalyse zu Til Schweigers neuem Film. Die gesammelten Werke von Marx und Engels im Hintergrund erhöhen die Verstörung noch einmal drastisch.

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Keks

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Re: Quellstudien [Re: Caddy]

Oh, den Film möchte ich unbedingt sehen

Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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sphnix

Gefährte

Re: Quellstudien [Re: Keks]

Ich hingegen möchte unbedingt einen Film sehen, wo dieser nicht noch einmal als Vorschau kommt, und der doch nicht dieser ist.
... Was sagt denn die Kritik (oder nicht-kritik? ) (Ich hab grad keinen Ton.)




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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

die 1. Minute ist schon mal sehr gut



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Pyr

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Re: Quellstudien [Re: Caddy]



Das Schlimme/Gute dabei ist: Man könnte wahrscheinlich fast jeden Satz auch in Forumsbeiträgen zu irgendwelchen Filmen finden.



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: Pyr]

... wahlweise Beiträge/Aussagen aus dem wahren Leben (Bekannte, Leute im Bus)



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Caddy

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
die Kritik (oder nicht-kritik? )


Und, wie fällt die Entscheidung nach der Sichtung aus?


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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: Caddy]

Ich wünschte, ich hätte es selbst gemacht.
Um dieser Freude willen hätte ich vielleicht sogar diese toten Farben angezogen.



[Nebenbemerkung zu Modefragen, die nichts mit diesem Artikel zu tun hat: Es gibt, glaube ich, nur ein einziges Foto von Ingeborg Bachmann, auf dem sie nicht komplett scheußlich gekleidet ist. Immer diese steifen, gräßlichen Partyschick-Kleidchen der Epoche. Und das in einer Zeit, in der es doch nun wirklich auch schon nette Gewande gab - die 50er haben doch irgendwann geendet. ]




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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

Caddy!
Da ich mich erinnere, wie sehr dich "Frankenstein" begeistert hast, habe ich nunmehr den idealen Film für dich gefunden!

Kennst du den Film "Mary Shelley" (2017)?




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Pyr

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Re: Quälstudien [Re: sphnix]

OK, ich glaube, das wären jetzt alle caddyschen Gemeinheiten der letzten Jahre auf einmal zurückgezahlt.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Kennst du den Film "Mary Shelley" (2017)?


Ist mein Lieblingsfilm.


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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: Caddy]

Pyr schrieb:
OK, ich glaube, das wären jetzt alle caddyschen Gemeinheiten der letzten Jahre auf einmal zurückgezahlt.



Das kannst du nicht ernst meinen! Es ist vielleicht so in etwa das Äquivalent für einen einzelnen Fallvon caddyschem "Dein Freund Precht" oder so. Aber nun addiere die Zahl dieser Fälle in deinem Geist! Nicht einmal Caddy kann behaupten, dass deine großzügige These Finger oder Zehe hat - von Hand & Fuß zu schweigen ...



Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
Kennst du den Film "Mary Shelley" (2017)?


Ist mein Lieblingsfilm.




Ich finde, du solltest wenigstens etwa jede zweite Frage so beantworten, dass man nachher weiß,was der Fall ist.




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Caddy

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

Nun, dann halt die Wahrheit: Ich hatte für den Film eine Freikarte, habe ihn aber trotzdem nicht gesehen.

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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: Caddy]

Das ist sehr schade & auch etwas unerklärlich!
Denn er war sehr lehrreich. Zitate gibt es erst morgen, die habe ich jetzt nicht hier - aber die Mischung aus Groschenromansprech & perfider Figurenzeichnung, gequirlt mit Pseudoemanzipation - das war schon beachtlich.
(Emanzipation z.B. ist demnach, wenn eine Frau es nicht mögen tut, dass ihr Lebensgefährte so voll fies zu ihr ist und wenn er nichts dagegen hat, wenn sein Freund sich an sie ranmacht, und wenn er das Versprechen, dass er indirekt dadurch gegeben hat, dass er ein reizvoll-bühnenwilder Poet ist, nicht einlöst. Das Versprechen nämlich, eine kotzbürgerliche 08/15-Kleinfamilienidylle zu basteln. Oder so ähnlich. )




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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

- er ist grade dann irgendwie-beschäftigt und unproduktiv, wenn alle anderen Leute anscheinend auch keine Zeit haben und öde in der Landschaft rümdümpeln. Könnte ihr das nicht besser miteinander abspechen? Wie soll ich unter diesen Umständen arbeiten?



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Caddy

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

Falscher Thread.

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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: Caddy]

Das richtige Wort zur rechten Stunde, das kennt keine falschen Threads!
Es gibt überhaupt keine falschen Threads, sondern nur falsches Wetter.
Und überhaupt.





























SPOILER
Es verwirrt mich übrigens aber total, weil ich hatte garantiert den richtigen Thread offen - muss dann aber den Text trotzdem falsch eingefügt haben.




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Caddy

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

In den richtigen Threads hast Du ihn ja aber ebenfalls eingefügt.

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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: Caddy]

Du willst darauf hinaus, dass sich die Botschaft keinesfalls an dich adressieren sollte?



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Caddy

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

Ja, das ist schließlich ziemlich unsinnig.

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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: Caddy]



Wenn ich die sonstigen heutige Aktivitäten hier betrachte, komme ich ausnahmsweise ja fast zum Schluss, dass du Recht hast. :/




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sphnix

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Re: Quellstudien [Re: sphnix]

Nachdem ich heute Caddys frühe Lektürevorlieben erfahren haben (http://forum.herr-der-ringe-film.de/showflat.php/Number/6065042#Post6065042) , und da ich ihn gegenüber dem Keks nicht benachteiligen will, bekommt auch Caddy heute ein Gutenachtvideo:

https://www.youtube.com/watch?v=wtQszFWzW0I

Gute Nacht, Caddy!




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sphnix

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Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: sphnix]

Caddy, du bist doch ein gelegentlicher Bernhard-Leser! Ist da einer von den vielen Texten (oder mehrere) speziell gut?



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Caddy

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: sphnix]

Alte Meister, vor allem, wenn man das zugehörige Museum kennt. Von den nicht im engsten Sinn literarischen Texten die Autobiographie. Von den Theaterstücken Elisabeth II. in der Inszenierung mit Gert Voss.

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sphnix

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: Caddy]

Das in Dreden oder das in Kassel?
(Bei Dresden bin ich mir ja leider gar nicht sicher. Ich war mal in der Stadt, aber das ist triste 18 Jahre her )




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Caddy

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: sphnix]

Wien.

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sphnix

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: Caddy]

Zu naheliegend

[da war ich auch mal, vor 17 Jahren. Und in Dresden vor 16, nicht vor 18. Wie dem auch sei, ich bin mir nicht mehr sicher, vermerke aber den Titel ]




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Caddy

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: sphnix]

Wie kamst Du denn jetzt auf Bernhard?

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sphnix

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: Caddy]

Durch den verschlungenen Weg der Assoziation!
Da man mich nicht enthusiastisch zu meiner Folgelektüre beriet (und Maar mich noch nicht erreicht hatte), stand ich letztens sinnend vor meinem neugeordneten Regal und suchte nach was sehr dünnem. Griff dann nach Kertéz "Kaddisch". Las. Irgendwo wurde da auch Bernhard erwähnt. Ich, daraufhin, assoziierte den dünnen Band herbei, den du mir mal (allerdings, meine ich, eher aus "ist nicht so toll, brauche ich nicht mehr" heraus? oder doch nicht?) überlassen hast, vor Zeiten. Dachte: "Der T.B. schreibt auch immer so dünne Bücher. Den wolltest du eh immer schon mal lesen. Frag mal den Caddy, was von dem wirklich gut ist, dann kannst du, wenn du das nächste mal ein dünnes Büchlein brauchst, auf den zurückgreifen."
So war das, in etwa.




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Caddy

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: sphnix]

Das dünne Büchlein, das Du hast, habe ich wegen Dopplung abgegeben, nicht wegen Nichtgefallen – ich mag’s ganz gern.

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sphnix

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: Caddy]

Das freut mich!
Ich glaube, ich habe ja immer bislang ein bisschen davor zurückgezuckt, weil ich dich Peymann nicht gut kenne. Aber vermutlich ist das nicht so schlimm, wie es mir vorkommt.


Hmm. Nichtgefallen könnte "Pong" gewesen sein, fällt mir jetzt ein.




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Caddy

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: sphnix]

Ich Peymann?

Pong ist Dein Spitzname für das Einführungsbuch in die VWL?


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sphnix

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: Caddy]

Ich dachte, Pong ist das Geräusch, dass ein einzelner Kopf macht, der an ein VWL-Buch stößt, wenn niemand im Wald ist!

...aber wenn der Peymann-Text nicht der ganz-gern-Text von dir ist, wird es mysteriös




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Caddy

Gefährte

Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: sphnix]

Aber warum kennst Du mich so schlecht?

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: Flüsser, dunkler Qualen Quelle [Re: Caddy]

Das liegt an deinem zurückhaltenden & geheimnisvollen Wesen!

... so könnte sagen.
Allerdings muss ich bekennen, dass ich meinen Vertipper ein paar Beiträge vorher erst gesehen hab, nachdem ich mich ausgeloggt hatte, und ich war zu müde, mich nochmal korrigierend, einzuloggen.

[Gestern war der erste Ceterizintag des Jahres. Ich hab also heute tatsächlich auch geschlafen, bis mein Präventionswecker geklingelt hat, was ich sonst eher nicht tue. ]




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Caddy

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Die Grundfrage - weswegen ich es angesprochen hatte - war die, dass ich zwischen dem "Aufgehen" (dem Schönen) der Form (die ja auch wechselnd ist) und dem Inhalt (dem Scheußlichen, auf den da abgezielt wird) eine Kluft bemerke; auch zwischen Unsagbarkeit und eloquenten Bildgeplätscher.
Also sprich, einerseits das (vielleicht noch schlichteres) Bildweltproblem, andererseits das generelle Problem von Form und Gegenstandsschwere, quasi. (Bei Bedarf sonst auch noch Ausführlicheres, falls das jetzt zu knapp ist).


Hast Du eigentlich Adornos »Engagement« gelesen?


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Glaube nicht. Hört sich nach einem Essay an (?). Wo wäre der denn drin?



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Pyr

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

Sollte in den "Noten zur Literatur" drin sein.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Pyr]

Dann werde ich da mal nachschauen.

Caddy, was hat besagter Eassy eigentlich mit dem Zitierten zu tun?




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Caddy

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Caddy, was hat besagter Eassy eigentlich mit dem Zitierten zu tun?


Das wäre meine Folgefrage gewesen, wenn Deine Antwort positiv ausgefallen wäre!

Na gut, dann antworte ich mal mit einem Zitat aus dem Essay:
In Bezug auf:
Den Satz, nach Auschwitz noch Lyrik zu schreiben, sei barbarisch, möchte ich nicht mildern; negativ ist darin der Impuls ausgesprochen, der die engagierte Dichtung beseelt. Die Frage einer Person aus ›Morts sans sépulture‹: »Hat es einen Sinn zu leben, wenn es Menschen gibt, die schlagen, bis die Knochen im Leib zerbrechen?« ist auch die, ob Kunst überhaupt noch sein dürfe; ob nicht geistige Regression im Begriff engagierter Literatur anbefohlen wird von der Regression der Gesellschaft selber. Aber wahr bleibt auch Enzensbergers Entgegnung, die Dichtung müsse eben diesem Verdikt standhalten, so also sein, daß sie nicht durch ihre bloße Existenz nach Auschwitz dem Zynismus sich überantworte. Ihre eigene Situation ist paradox, nicht erst, wie man zu ihr sich verhält. Das Übermaß an realem Leiden duldet kein Vergessen; Pascals theologisches Wort »On ne doit plus dormir« ist zu säkularisieren. Aber jenes Leiden, nach Hegels Wort das Bewußtsein von Nöten, erheischt auch die Fortdauer von Kunst, die es verbietet; kaum wo anders findet das Leiden noch seine eigene Stimme, den Trost, der es nicht sogleich verriete. Die bedeutendsten Künstler der Epoche sind dem gefolgt. Der kompromißlose Radikalismus ihrer Werke, gerade die als formalistisch verfemten Momente, verleiht ihnen die schreckhafte Kraft, welche hilflosen Gedichten auf die Opfer abgeht. Aber selbst der ›Überlebende von Warschau‹ bleibt in der Aporie gefangen, der er, autonome Gestaltung der zur Hölle gesteigerten Heteronomie, rückhaltlos sich ausliefert. Ein Peinliches gesellt sich der Komposition Schönbergs. Keineswegs das, woran man in Deutschland sich ärgert, weil es nicht zu verdrängen erlaubt, was man um jeden Preis verdrängen möchte. Aber indem es, trotz aller Härte und Unversöhnlichkeit, zum Bild gemacht wird, ist es doch, als ob die Scham vor den Opfern verletzt wäre. Aus diesen wird etwas bereitet, Kunstwerke, der Welt zum Fraß vorgeworfen, die sie umbrachte. Die sogenannte künstlerische Gestaltung des nackten körperlichen Schmerzes der mit Gewehrkolben Niedergeknüppelten enthält, sei's noch so entfernt, das Potential, Genuß herauszupressen. Die Moral, die der Kunst gebietet, es keine Sekunde zu vergessen, schliddert in den Abgrund ihres Gegenteils. Durchs ästhetische Stilisationsprinzip, und gar das feierliche Gebet des Chors, erscheint das unausdenkliche Schicksal doch, als hätte es irgend Sinn gehabt; es wird verklärt, etwas von dem Grauen weggenommen; damit allein schon widerfährt den Opfern Unrecht, während doch vor der Gerechtigkeit keine Kunst standhielte, die ihnen ausweicht. Noch der Laut der Verzweiflung entrichtet seinen Zoll an die verruchte Affirmation. Werke geringeren Ranges als jene obersten werden denn auch bereitwillig geschluckt, ein Stück Aufarbeitung der Vergangenheit. Indem noch der Völkermord in engagierter Literatur zum Kulturbesitz wird, fällt es leichter, weiter mitzuspielen in der Kultur, die den Mord gebar. Untrüglich fast ist ein Kennzeichen solcher Literatur: daß sie, absichtlich oder nicht, durchblicken läßt, selbst in den sogenannten extremen Situationen, und gerade in ihnen, blühe das Menschliche; zuweilen wird daraus eine trübe Metaphysik, welche das zur Grenzsituation zurechtgestutzte Grauen womöglich insofern bejaht, als die Eigentlichkeit des Menschen dort erscheine. Im anheimelnden existentiellen Klima verschwimmt der Unterschied von Henkern und Opfern, weil beide doch gleichermaßen in die Möglichkeit des Nichts hinausgehalten seien, die freilich im allgemeinen den Henkern bekömmlicher ist.



(Ich habe übrigens nur diesen kurzen Auszug gelesen, weil der in ebendieser Form in einem Reclam-Band auftauchte. Den Essay als Ganzen kenne ich also tatsächlich nicht.)


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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sphnix

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
Die Grundfrage - weswegen ich es angesprochen hatte - war die, dass ich zwischen dem "Aufgehen" (dem Schönen) der Form (die ja auch wechselnd ist) und dem Inhalt (dem Scheußlichen, auf den da abgezielt wird) eine Kluft bemerke; auch zwischen Unsagbarkeit und eloquenten Bildgeplätscher.
Also sprich, einerseits das (vielleicht noch schlichteres) Bildweltproblem, andererseits das generelle Problem von Form und Gegenstandsschwere, quasi. (Bei Bedarf sonst auch noch Ausführlicheres, falls das jetzt zu knapp ist).


Hast Du eigentlich Adornos »Engagement« gelesen?



Ich habe den Essay jetzt als Ganzen gelesen & würde das dir oder der interessierten Allgemeinheit auch anraten. Die Passagen vor dem von dir Zitierten handeln vor allem von Sartre (und dessen mir nicht bekannter Schrift zum Thema), sowie von Brecht (etwas böse, aber wohl nicht ganz ungerecht).
Alles in allem ist das Ganze für jmd wie mich, der sich grade mit, ehemm, anderweitigen Theorien eines mehr aufs Positive abfahrenden Poeten herumschlägt, sehr schön zu lesen, auch wenn es ein paar Sätze gibt, die ich (v. allem wg fehlender Kenntnis besprochener Texte) nicht 100prozentig verstehe.

Und ja, ich würde sagen, dass es da Korrespondenzen zwischen dem Zitierten & dem von mir Geschriebenen gibt; wobei bei mir glaube ich [bzw. eher: vermute ich] stärker noch die Spannung von "kann nicht gehen" und "was sonst sollte gehen" bzw. eine größere Unsicherheit bezüglich der Werke, in denen es geht, hinzukommt.




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Caddy

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Ich habe den Essay jetzt als Ganzen gelesen & würde das dir oder der interessierten Allgemeinheit auch anraten.


Hatte ich eh vor. (Ich werde mich in der nächsten Zeit vermehrt mit Lektüren für meine Diss beschäftigen, nachdem die Finanzierung jetzt geklärt ist, und da ist der Essay mindestens randständig relevant.)

In Bezug auf:
Und ja, ich würde sagen, dass es da Korrespondenzen zwischen dem Zitierten & dem von mir Geschriebenen gibt; wobei bei mir glaube ich [bzw. eher: vermute ich] stärker noch die Spannung von "kann nicht gehen" und "was sonst sollte gehen" bzw. eine größere Unsicherheit bezüglich der Werke, in denen es geht, hinzukommt.


Ich glaube, Deine Ausführungen hier nicht zu verstehen. Die von mir zitierte Passage bezieht sich ihrerseits auf einen anderen Essay Adornos, »Kulturkritik und Gesellschaft«, und darin geht es, wenn ich Dich richtig verstehe, um die von Dir beschriebene Spannung. Gewissermaßen ist die Spannung also in einen anderen Text ausgelagert, sodass sie in »Engagement« möglicherweise nicht mehr umfassend ausgeführt wird?


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Finanzierung jetzt geklärt



reiche Mäzene? Seelenverkauf an die Sparkasse? Klopapierquelle auf dem Balkon?




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Caddy

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

Der erste Vorschlag stimmt gewissermaßen.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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sphnix

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

?



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sphnix

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
Ich habe den Essay jetzt als Ganzen gelesen & würde das dir oder der interessierten Allgemeinheit auch anraten.


Hatte ich eh vor. (Ich werde mich in der nächsten Zeit vermehrt mit Lektüren für meine Diss beschäftigen, nachdem die Finanzierung jetzt geklärt ist, und da ist der Essay mindestens randständig relevant.)


Nie werden zu Ada kommen. NIE!

In Bezug auf:

In Bezug auf:
Und ja, ich würde sagen, dass es da Korrespondenzen zwischen dem Zitierten & dem von mir Geschriebenen gibt; wobei bei mir glaube ich [bzw. eher: vermute ich] stärker noch die Spannung von "kann nicht gehen" und "was sonst sollte gehen" bzw. eine größere Unsicherheit bezüglich der Werke, in denen es geht, hinzukommt.


Ich glaube, Deine Ausführungen hier nicht zu verstehen.


Zugegebenermaßen waren sie auch etwas knapp.

In Bezug auf:
Die von mir zitierte Passage bezieht sich ihrerseits auf einen anderen Essay Adornos, »Kulturkritik und Gesellschaft«, und darin geht es, wenn ich Dich richtig verstehe, um die von Dir beschriebene Spannung. Gewissermaßen ist die Spannung also in einen anderen Text ausgelagert, sodass sie in »Engagement« möglicherweise nicht mehr umfassend ausgeführt wird?



Es wäre jetzt wahrscheinlich hilfreich, wenn ich „Kulturkritik und Gesellschaft“ auch da hätte; muss mal schauen, ob das der Fall ist.

Was ich meinte, war nicht, dass mir bei „Engagement“ etwas fehlt; sondern eher, dass hier der Ausgangspunkt von meinem etwas verschieden ist. In Bezug auf meine Bachmann-Überlegungen ist das dahingehend der Fall, dass Adorno meiner Wahrnehmung nach von der Frage „Wie muss man unter Berücksichtigung eines bestimmten, historischen Entsetzlichen schreiben/ wie kann man über dieses Entsetzliche ihm angemessen schreiben (oder sich mit anderen Kunstformen darauf beziehen)?“ herkommt.
Mein Ausgangspunkt demgegenüber war [im Ausgangsbeitrag] eher die Frage, womit sich das Gedicht Bachmanns belädt, wenn es in diese Sphäre vordringt (oder: sich diesem Bezirk annähert), und wie es sich dann - oder generell - mit ihren Mitteln verhält (die ich ja auch dort, wo sie über andere Themen schreibt, bisweilen fragwürdig finde). Das heißt, ich sehe gewissermaßen eine große Schnittmenge an Fragestellungen (zwischen meinem Beitrag und dem „Engagement“), aber eben von einer anderen Richtungen herkommend gestellt (und natürlich ist der Essay auch breiter angelegt als mein Beitrag).

Was ich ferner (im letzten Beitrag) meinte, ist vager und weniger gut zu Umreißen; hat aber, glaube ich, auch mit der jeweils etwas andren Ausgangslage des jeweils Denkenden zu tun. Adornos Blick geht vor allem auf das Werk in seiner (konkreten, situativen) Objektivität; aus dieser Objektivität wird in gewisser Weise die Produktion und Rezeption abgeleitet. Ich kritisiere das überhaupt nicht, ich finde das im Prinzip richtig.
Bei mir tritt aber zu diesem Fragekomplex ein anderer (oder vielleicht auch: derselbe, aber betreten von einer anderen Richtung her) hinzu - nämlich die Frage, ob im Motiv des Schreibenden, in dem, was ihn dazu bringt, Fiktion zu verfassen, nicht etwas steckt, das verhindert, dass das Objektive, das er hervorbringt, den Kriterien genügen kann, die Adorno aufstellt (und die ich prinzipiell bejahe). Persönliche Belange, Frivolität, Flucht, Eitelkeit, Ehrgeiz, Selbstverliebtheit, Kälte gegen den Gegenstand - das wären mögliche Namen dieses Etwas, es gibt aber sicher noch andre. Schreibt jemand, den dieses Etwas nicht in irgendeiner Form umtreibt; und falls nein, ist es dennoch möglich, dass das Objekt selbst dieses Etwas aus sich auslöscht; bzw. dass es durch die objektive Gestalt des Werkes nichtig wird? Das wäre meine Frage, oder vielleicht: Die Frage aus meiner Richtung gestellt (darauf, so ungefähr, bezog sich das über das Kunstwerk gesprochene „kann nicht gehen“ und „was sonst soll gehen?“ in meinem letzten Beitrag). [und man könnte an dieser Frage natürlich auch die Frage richten, ob sie aus ethischen Motiven heraus gestellt ist, oder nicht auch wieder aus der Etwas-Motivation heraus.]




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Pyr

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Bei mir tritt aber zu diesem Fragekomplex ein anderer (oder vielleicht auch: derselbe, aber betreten von einer anderen Richtung her) hinzu - nämlich die Frage, ob im Motiv des Schreibenden, in dem, was ihn dazu bringt, Fiktion zu verfassen, nicht etwas steckt, das verhindert, dass das Objektive, das er hervorbringt, den Kriterien genügen kann, die Adorno aufstellt (und die ich prinzipiell bejahe). Persönliche Belange, Frivolität, Flucht, Eitelkeit, Ehrgeiz, Selbstverliebtheit, Kälte gegen den Gegenstand - das wären mögliche Namen dieses Etwas, es gibt aber sicher noch andre. Schreibt jemand, den dieses Etwas nicht in irgendeiner Form umtreibt; und falls nein, ist es dennoch möglich, dass das Objekt selbst dieses Etwas aus sich auslöscht; bzw. dass es durch die objektive Gestalt des Werkes nichtig wird?



Ich halte den Gedanken nicht für abwegig, dass - etwas undialektisch gesprochen - etwas aus dem "Inneren" des Subjektes, was ja als Unbewältigtes, Verdrängtes, etc. selbst Objekt und objektiv ist, dem äußeren Objekt antworten, bzw. sich auch mimetisch zu ihm verhalten kann. Die Gesellschaft als objektives Ganzes findet sich auch im Individuum, nicht zuletzt in der Form seiner Subjektivität, so dass "Inneres" und "Äußeres" zueinander in Entsprechung, bzw. ergänzender Bespiegelung treten können. (Natürlich kann das, wie alles in der Kunst, auch furchtbar misslingen.)



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

Gefährte

Ich will ja nicht nur kritisieren! WENN man denn ausnahmsweise einmal gemeinsame Interessen hat: [Re: Pyr]

Benn
(zitiert von hier: https://www.lyrikline.org/de/gedichte/satzbau-49)

Alle haben den Himmel, die Liebe und das Grab,
damit wollen wir uns nicht befassen,
das ist für den Kulturkreis gesprochen und durchgearbeitet.
Was aber neu ist, ist die Frage nach dem Satzbau
und die ist dringend:
warum drücken wir etwas aus?

Warum reimen wir oder zeichnen ein Mädchen
direkt oder als Spiegelbild
oder stricheln auf eine Handbreit Büttenpapier
unzählige Pflanzen, Baumkronen, Mauern,
letztere als dicke Raupen mit Schildkrötenkopf
sich unheimlich niedrig hinziehend
in bestimmter Anordnung?

Überwältigend unbeantwortbar!
Honoraraussicht ist es nicht,
viele hungern darüber. Nein,
es ist ein Antrieb in der Hand,
ferngesteuert, eine Gehirnanlage,
vielleicht ein verspäteter Heilbringer oder Totemtier,
auf Kosten des Inhalts ein formaler Priapismus,
er wird vorübergehen,
aber heute ist der Satzbau
das Primäre.

»Die wenigen, die was davon erkannt« - (Goethe) -
wovon eigentlich?
Ich nehme an: vom Satzbau.




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sphnix

Gefährte

& [Re: sphnix]

https://www.youtube.com/watch?v=AOcwFZEijMY

Anna und Bens Schöpfer = ca. ab 43




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Caddy

Gefährte

Re: & [Re: sphnix]

Daran erinnere ich mich sogar, ich wusste nur nicht mehr, dass das Buch von Härtling ist.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

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Re: & [Re: Caddy]

Wer, wenn nicht er!



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Caddy

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
Ich habe den Essay jetzt als Ganzen gelesen & würde das dir oder der interessierten Allgemeinheit auch anraten.


Hatte ich eh vor. (Ich werde mich in der nächsten Zeit vermehrt mit Lektüren für meine Diss beschäftigen, nachdem die Finanzierung jetzt geklärt ist, und da ist der Essay mindestens randständig relevant.)


Nie werden zu Ada kommen. NIE!


Das war mein eigentlicher Grund, mit der Diss anzufangen.

In Bezug auf:
In Bezug auf:
Die von mir zitierte Passage bezieht sich ihrerseits auf einen anderen Essay Adornos, »Kulturkritik und Gesellschaft«, und darin geht es, wenn ich Dich richtig verstehe, um die von Dir beschriebene Spannung. Gewissermaßen ist die Spannung also in einen anderen Text ausgelagert, sodass sie in »Engagement« möglicherweise nicht mehr umfassend ausgeführt wird?


Es wäre jetzt wahrscheinlich hilfreich, wenn ich „Kulturkritik und Gesellschaft“ auch da hätte; muss mal schauen, ob das der Fall ist.


Extra dafür bräuchtest Du den jetzt nicht lesen – aber man kann ihn schon gut lesen, allein, weil er einen der einflussreichsten (Teil-)Sätze Adornos enthält (nämlich den, dass es barbarisch sei, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben) – wohlgemerkt ist nur der Teilsatz einflussreich, den zugehörigen Essay scheint kaum einer der auf den Satz Reagierenden gelesen zu haben.

Die restlichen Ausführungen in Deinem Beitrag finde ich interessant und weiter nachdenkenswert, ohne dass ich da jetzt konkret etwas zu antworten hätte.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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Keks

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Oh, ich hab mich mal mit jemandem gestritten, der exakt diesen Teilsatz von Adorno kannte und deswegen der festen Überzeugung war, das muss ein Volltrottel gewesen sein

Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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sphnix

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Caddy schrieb:

Das war mein eigentlicher Grund, mit der Diss anzufangen.





gemein ---


In Bezug auf:
Extra dafür bräuchtest Du den jetzt nicht lesen – aber man kann ihn schon gut lesen, allein, weil er einen der einflussreichsten (Teil-)Sätze Adornos enthält (nämlich den, dass es barbarisch sei, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben) – wohlgemerkt ist nur der Teilsatz einflussreich, den zugehörigen Essay scheint kaum einer der auf den Satz Reagierenden gelesen zu haben.




Mein Interesse wäre jetzt da ja auch durchaus ein auch sonst vorhandenes.




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sphnix

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Keks]

Keks schrieb:
Oh, ich hab mich mal mit jemandem gestritten, der exakt diesen Teilsatz von Adorno kannte und deswegen der festen Überzeugung war, das muss ein Volltrottel gewesen sein




Naja, man muss halt eine Frau sein und Lyrik mögen, um ...
ne, moment




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Caddy

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Mein Interesse wäre jetzt da ja auch durchaus ein auch sonst vorhandenes.


Und hast Du den Band mit dem Essay nun oder nicht?


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sphnix

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Ich fürchte, nein :/



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Caddy

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

Ich habe die Essays übrigens in diesem Buch gelesen (außer »Kulturkritik und Gesellschaft«, den ich zu meiner besseren Übersicht in der Werkausgabe gelesen habe). Insgesamt ein letztlich lohnenswertes Bändchen, auch wenn es zwangsweise zum größten (Nicht-Adorno-)Teil ärgerlich ist, weil sich (fast?) keine der Antworten auf Adornos Aussage bezieht, sondern alle nur auf diesen einen entkontextualisierten Satz, und zwar auf eine Art, die bei den meisten der Reagierenden klar macht, dass sie Adorno grundlegend nicht verstehen. Der Vorwurf ist aber natürlich nicht dem Herausgeber zu machen, der mir den Tenor der Diskussion damit treffend einzufangen scheint. Am dümmsten sind, soweit ich mich erinnere, die Antwortbeiträge von Günter Kunert und Wolfdietrich Schnurre.

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sphnix

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Was sagen die Herren denn so? Oder kann man das nicht ohne Mühe auf einen kurzen, schaurigen Nenner bringen?



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Caddy

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

Ich zitiere mal jeweils Passagen, das scheint mir am nennerbringigsten zu sein:

Kunert: »Kann man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben? hieß die Frage vor einigen Jahren, und viele Lyriker fühlten sich bemüßigt, sie tiefgründig zu bejahen oder zu verneinen, statt dem Gesetz ihres Metiers zu folgen und die Frage – wie alle gleichartigen – für sinnlos zu erklären und nur sinnlose Antworten provozierend. Denn jede dieser oder analoger Fragestellungen stellt fraglos und unbewußt das Gedicht in eine Kausalität, in der es gar nichts zu suchen hat. Prämisse ist, Gedichte seien eine Art Vorform von Aktion, Umwandler von Energie, die in vom Gedicht anvisierte Handlung auszubrechen habe; Praxis wird so zum direkten Prüfstein für etwas, das diese Praxis weder auszulösen noch zu verhindern vermag.«

Schnurre: »Wie kann es barbarisch sein, ein Gedicht zu schreiben? Auschwitz war barbarisch. Damit ist dieses Adjektiv für den weiteren Sprachverbrauch erledigt.«
»Warum aber ausgerechnet die zarteste, die sensibelste literarische Disziplin, die Lyrik mit einem derart niederknüppelnden Verdikt belegen? Hätte es nicht nähergelegen, der schaftstieligen Feuilletonphilosophie menschenverachtender Kulturkritik, wie sie gleich nach dem Kriege die Beine unter die Schreibtische schob, Schweigen anzuempfehlen?«
Und, auch sehr schön: »Lyrik stabilisiert das Gefühl. Und das Gefühl ist rebellisch.«


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sphnix

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

In Bezug auf:
Ich zitiere mal jeweils Passagen, das scheint mir am nennerbringigsten zu sein:


Ein schönes Wort!

Ohne den Adorno-Essay schon gelesen zu haben, kann ich jedenfalls sagen, dass Kunerts Idee, es ginge darum, dass Gedichte Vorformen von Aktion seien, nicht unmittelbar nach Adorno klingt.


In Bezug auf:
Schnurre: »Wie kann es barbarisch sein, ein Gedicht zu schreiben? Auschwitz war barbarisch. Damit ist dieses Adjektiv für den weiteren Sprachverbrauch erledigt.«
»Warum aber ausgerechnet die zarteste, die sensibelste literarische Disziplin, die Lyrik mit einem derart niederknüppelnden Verdikt belegen? Hätte es nicht nähergelegen, der schaftstieligen Feuilletonphilosophie menschenverachtender Kulturkritik, wie sie gleich nach dem Kriege die Beine unter die Schreibtische schob, Schweigen anzuempfehlen?«
Und, auch sehr schön: »Lyrik stabilisiert das Gefühl. Und das Gefühl ist rebellisch.«




Ahh! Jetzt verstehe ich das Rebellische des Bauchgefühls.
Ja, ok, das klingt...eh...etwas naiv. Wobei ich natürlich neugierig wäre, auf wen sich die scharfstielige Philosophie bezieht; aber das geht mir häufig so, wenn ich diese blöden Bo-Name-Angriffe lese (also, auf einen ungenannten Gegner - kommt bei M.E. ja auch sehr oft vor).




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Caddy

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
In Bezug auf:
Ich zitiere mal jeweils Passagen, das scheint mir am nennerbringigsten zu sein:


Ein schönes Wort!
Ohne den Adorno-Essay schon gelesen zu haben, kann ich jedenfalls sagen, dass Kunerts Idee, es ginge darum, dass Gedichte Vorformen von Aktion seien, nicht unmittelbar nach Adorno klingt.


Er folgert diese Idee tatsächlich als notwendige Prämisse der (Adorno unterstellten) Frage »Kann man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben?« – und das ergibt auch unabhängig von Adorno schon keinen Sinn.
In Bezug auf:
In Bezug auf:
Schnurre: »Wie kann es barbarisch sein, ein Gedicht zu schreiben? Auschwitz war barbarisch. Damit ist dieses Adjektiv für den weiteren Sprachverbrauch erledigt.«
»Warum aber ausgerechnet die zarteste, die sensibelste literarische Disziplin, die Lyrik mit einem derart niederknüppelnden Verdikt belegen? Hätte es nicht nähergelegen, der schaftstieligen Feuilletonphilosophie menschenverachtender Kulturkritik, wie sie gleich nach dem Kriege die Beine unter die Schreibtische schob, Schweigen anzuempfehlen?«
Und, auch sehr schön: »Lyrik stabilisiert das Gefühl. Und das Gefühl ist rebellisch.«




Ahh! Jetzt verstehe ich das Rebellische des Bauchgefühls.
Ja, ok, das klingt...eh...etwas naiv. Wobei ich natürlich neugierig wäre, auf wen sich die scharfstielige Philosophie bezieht; aber das geht mir häufig so, wenn ich diese blöden Bo-Name-Angriffe lese (also, auf einen ungenannten Gegner - kommt bei M.E. ja auch sehr oft vor).


Mangi Enzensberger? Die schaftstielige (!) Philosophie hätte ich tendenziell als Spitze direkt gegen Adorno gelesen, da er ja auch von Kulturkritik schreibt (die im Übrigen von Adorno in dem Essay, auf den Schnurre sich vorgeblich bezieht, im selben Atemzug wie die Gedichte problematisiert wird). Also, Schnurre scheint mir ein Kandidat für den Satz »Der soll sich gefälligst an seine eigene Nase fassen und uns in Ruhe lassen« zu sein.


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Pyr

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Schnurre: »Wie kann es barbarisch sein, ein Gedicht zu schreiben? Auschwitz war barbarisch. Damit ist dieses Adjektiv für den weiteren Sprachverbrauch erledigt.«
»Warum aber ausgerechnet die zarteste, die sensibelste literarische Disziplin, die Lyrik mit einem derart niederknüppelnden Verdikt belegen? Hätte es nicht nähergelegen, der schaftstieligen Feuilletonphilosophie menschenverachtender Kulturkritik, wie sie gleich nach dem Kriege die Beine unter die Schreibtische schob, Schweigen anzuempfehlen?«
Und, auch sehr schön: »Lyrik stabilisiert das Gefühl. Und das Gefühl ist rebellisch.«



Ich kann mir nicht helfen, das klingt mir damit verwandt: http://forum.herr-der-ringe-film.de/showflat.php/Number/5501645#Post5501645



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Pyr

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
Ahh! Jetzt verstehe ich das Rebellische des Bauchgefühls.
Ja, ok, das klingt...eh...etwas naiv. Wobei ich natürlich neugierig wäre, auf wen sich die scharfstielige Philosophie bezieht; aber das geht mir häufig so, wenn ich diese blöden Bo-Name-Angriffe lese (also, auf einen ungenannten Gegner - kommt bei M.E. ja auch sehr oft vor).


Mangi Enzensberger? Die schaftstielige (!) Philosophie hätte ich tendenziell als Spitze direkt gegen Adorno gelesen, da er ja auch von Kulturkritik schreibt (die im Übrigen von Adorno in dem Essay, auf den Schnurre sich vorgeblich bezieht, im selben Atemzug wie die Gedichte problematisiert wird). Also, Schnurre scheint mir ein Kandidat für den Satz »Der soll sich gefälligst an seine eigene Nase fassen und uns in Ruhe lassen« zu sein.



Wie wäre es mal damit: sphnix verwendet keine (tatsächlich nicht besonders das Verständnis fördernden, schon gar nicht für den nicht unmittelbar angesprochenen Mitleser) Abkürzungen mehr & liest vor dem Abschicken ihre Beiträge nochmal korrektur*, und Caddy verzichtet darauf, aus jedem Tippfehler einen Anlass zum Verwirrspiel zu machen?

* Schreibt man das hier nun groß oder klein?



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Caddy

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Pyr]

Pyr schrieb:
Schreibt man das hier nun groß oder klein?


Nach aktueller Rechtschreibung kann man das im Infinitiv gar nicht mer zusammen schreiben, es heißt immer ›Korrektur lesen‹. Und ja, das Tippfehlerding hat in letzter Zeit überhandgenommen (Lieber Duden, hier wäre ›Überhand nehmen‹ deutlich konsequenter! ), ich versuche, mich zurückzuhalten. (Im konkreten Beitrag war das schaftstielig/scharfstielig aber gar nicht zur Verwirrung gedacht, sondern das Wort hat mich bereits beim Abtippen irritiert, weil ich mir unter ›schaftstielig‹ überhaupt nichts vorstellen kann.)


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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Pyr

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Wahrscheinlich ein Tippfehler/Setzfehler von "schaftstief(e)lig"?


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Pyr]

Ah, das würde Sinn ergeben, ja.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Pyr]

Caddy schrieb:

Er folgert diese Idee tatsächlich als notwendige Prämisse der (Adorno unterstellten) Frage »Kann man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben?« – und das ergibt auch unabhängig von Adorno schon keinen Sinn.




Stimmt.


In Bezug auf:
Mangi Enzensberger?



Es gibt nur EINEN wahren M. E.!

Und auch nur einen H. M. E.

In Bezug auf:
Die schaftstielige (!) Philosophie hätte ich tendenziell als Spitze direkt gegen Adorno gelesen, da er ja auch von Kulturkritik schreibt (die im Übrigen von Adorno in dem Essay, auf den Schnurre sich vorgeblich bezieht, im selben Atemzug wie die Gedichte problematisiert wird). Also, Schnurre scheint mir ein Kandidat für den Satz »Der soll sich gefälligst an seine eigene Nase fassen und uns in Ruhe lassen« zu sein.



Dann ist das ja noch trist-unsympathischer, als ich dachte.

Pyr schrieb:

Wie wäre es mal damit: sphnix verwendet keine (tatsächlich nicht besonders das Verständnis fördernden, schon gar nicht für den nicht unmittelbar angesprochenen Mitleser) Abkürzungen mehr




Ungern!

In Bezug auf:


& liest vor dem Abschicken ihre Beiträge nochmal korrektur*,


Neee. Das bringt wenig, ich erkenne meine Fehler unmittelbar nach dem Tippen sehr selten. Ich kann aber schauen, dass ich mehr in Word vor-tippe, das reduziert zumindest Tippfehler.


In Bezug auf:

und Caddy verzichtet darauf, aus jedem Tippfehler einen Anlass zum Verwirrspiel zu machen?



Das wäre doch aber auch schade, irgendwie.




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sphnix

Gefährte

Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Und ja, das Tippfehlerding hat in letzter Zeit überhandgenommen



Bei mir?
Hätte ich jetzt gar nicht so wahrgenommen - ist aber, bedingt durch blühende Landschaften und vermehrtes Tippen generell schon möglich, fürchte ich. :/




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Caddy

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

Ich meinte jetzt eher bei mir, also das Ansprechen von Tippfehlern. Ob die Tippfehler bei Dir zugenommen haben, kann ich gar nicht sagen.

Und das mit Schnurre ist, wie gesagt, nur meine Vermutung, die Dich keinesfalls zu tieferer Tristesse und Unsympathiösitäten führen soll!


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Ich verurteile doch fast niemanden aufgrund nur einer Aussage.
S. H.* hat allerdings letztens mal semi-psotiv von Schnurre gesprochen. Hmm.

Und was dein Tippfehleransprechen angeht, so rechne ich es eher unter Geblödel (was nicht heißt, dass ich nicht nachvollziehen kann, dass Tippfehler den Leser stören) - insofern nervt mich das nicht arg. Höchstens an Stellen, wo ich mir denke, "Mei, jetzt geht er auf diesen Kram ein, anstatt IRGENDwas sinnvolles zum Thema zu schreiben, was er ja auch könnte, weil, dazu wird er ja was gedacht haben!". Aber das ist in den letzten Wochen so glaube ich nicht vorgekommen, zumindest erinnere ich mich nicht daran.

[Caddy: "Das liegt daran, dass du alles vergisst! " - pftzk!]


*




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Caddy

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

Ja, ist Geblödel, nein, S.H. ist keine eingängige Abkürzung, ja, in dem Fall verstehe ich, warum die Abkürzung erforderlich ist.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Du hast sie verstanden!

Pyr nicht




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Caddy

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

Auch das verstehe ich.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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Caddy

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Kunert


Ich habe am Freitag eine Lieferung von einem Berliner Antiquariat erhalten und neben den von mir bestellten Büchern lag als Gratisbeilage doch tatsächlich ein Gedichtband des Zitierten mit im Paket.

Dafür gab es auch ein Blatt dieses Inhalts:


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Fleiss?

(was'n für ein ein Band?
Ich hab glaub ich irgendwo auch einen. Oder war das der andre K-Lyriker...?)




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Caddy

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

Was meinst Du mit Fleiss? Wer ist der andere K-Dichter? Fragen über Fragen …

Der Band trägt den einprägsamen Titel Gedichte und unter den drei Herausgebern finden sich mit dem Schrott-Raoul und dem Krüger-Michel immerhin zwei Promis.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Fleiss -> gebastelt aus dem abgeschnittenen Fleisch in der Zeitungsanzeige

Krolow ist das andre K, jetzt fiels mir wieder ein.


... muss aber noch schauen, welchen Band ich habe. Welches K.




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Caddy

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Fleiss -> gebastelt aus dem abgeschnittenen Fleisch in der Zeitungsanzeige


Ah! Bei der an mich versendeten Reproduktion ist das Wort vollständig lesbar, da war mir die Assoziationskette nochmal blöd erschwert.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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sphnix

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Herr der Hirsche!
Wie war nochmal dein Urteil zu "Anhedonia"?




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Caddy

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Re: Anhedonia [Re: sphnix]

Interessanter Trailer, offensichtlich belangloser Film, weil ich jetzt ernsthaft einen Moment überlegen musste, ob ich den Titel jemals gehört habe. Wenig ist vom Film hängen geblieben, in der Erinnerung eher haha-postmodern-leer als ernstlich kritisch. Von Lanthimos umgesetzt hätte vielleicht trotzdem ein interessanter Film daraus werden können.

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sphnix

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Re: Lyrik nach Auschwitz? [Re: Caddy]

Witzig, ich hab mit dem Namen Lanthimos bewusst erstmal nichts verbunden, aber trotzdem den richtigen Regisseur assoziiert.

--


Ich hab den Film jetzt grad gesehen, und hatte irgendwie den Eindruck, alles ist Botschaft, aber ich versteh die Botschaft nicht; und alles ist "Hallo ich bin KUNST!", aber vieles davon dann doch eher unbeholfen (und natürlich aufgesetzt); und langweilig auch, und über allem so eine unangenehme krachtmäßige* Atmosphäre, aus der was gemacht werden könnte, aber das passiert dann auch nicht.



* soll keine qualitative Gleichsetzung sein




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Caddy

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: sphnix]

Ich fürchte ja, dass die Unverständlichkeit der Botschaft gerade die oder zumindest ein wesentlicher Teil der Botschaft ist, das meinte ich auch mit postmodern-leer. Dem von Dir Geschriebenen stimmt meine Erinnerung auch zu.

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sphnix

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: Caddy]

welches wiederum dir nicht widersprechen wollte in deinem Befund



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sphnix

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: sphnix]

Es sammeln sich Verdachtsmomente, dass ich Caddy ein bisschen rühmen & preisen muss. Noch ist nichts erwiesen, aber Indizien haben sie ergeben.



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Caddy

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: sphnix]

Oh?

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Caddy

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: Caddy]

Grmbl, völlig vergessen, mit wem ich hier schreibe. Also neuer Anlauf: Oh? :schokiert:

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sphnix

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: Caddy]

Hmm. Ist das jetzt orthographisch-gemein gemeint, oder spielt es auf deine kulinarischen Vorlieben an?



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Caddy

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: sphnix]

Ich hatte versehentlich einen Beitrag an Dich adressiert, in dem es nicht um Essen ging. Und Du musst gefälligst meine Frage beantworten!

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sphnix

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: Caddy]

Pffh! Du als professioneller Fragenvergesser hast das gerade nötig!

...
Um es in Buffetmetaphern zu hüllen: Das Angebot ist sehr reichhaltig und abwechslungsreich; während einerseits solide, bewährte Klassiker aus der regionalen Küche ...


Nee, ich kann das so nicht, ich krieg von dieser Sprache so'n Kleinfingerzucken. Also doch unmetaphorisch:
Viel; soweit bekannt, auch potenziell geschätzt/schätzenswert oder zumindest interessant. Mit ein paar, ehm, sehr interessanten Titeln darunter, die noch der Erhellung bedürfen.




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Caddy

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Mit ein paar, ehm, sehr interessanten Titeln darunter, die noch der Erhellung bedürfen.


Also bei dem interessantesten Titel habe ich über den Titel hinausgehend selbst keine Ahnung, was das ist.


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sphnix

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: Caddy]

Also bedarf es dann eher deiner Erhellung durch mich?



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Caddy

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Re: Nee, weiterhin Anhedonia [Re: sphnix]

Wenn ich nicht selbst eher zur Sichtung komme, ja.

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sphnix

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Hah! Kulinarisches. [Re: Caddy]

Du kennst die Kannibalinnen also noch nicht?



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Caddy

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Re: Hah! Kulinarisches. [Re: sphnix]

Nee, aber ich finde den Titel sehr hübsch.

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sphnix

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Re: Hah! Kulinarisches. [Re: Caddy]





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Caddy

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Re: Hah! Kulinarisches. [Re: sphnix]

Ich bezweifle auch sehr stark, dass sich der Film lohnt. Aber andererseits ist da dann halt der Titel.

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Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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sphnix

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Re: Hah! Kulinarisches. [Re: Caddy]

Aber andererseits ist da dann halt der Titel!



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sphnix

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Re: Hah! Kulinarisches. [Re: sphnix]

Soll sphingen Caddy von ihrem, ehem, epischen Erstunfall, in 5 Sätzen zusammenfassen?
Du darfst nur eins auswählen
Aber ja, er hat schließlich einen Anspruch auf milde Abenderheiterung!
Nein, denn das könnte dem sphnixiden Ansehen noch weiteren Schaden zufügen.
Nein, denn Caddy ist ein böser Mauslemur & verwendet alles gegen Sphinx, was er in die Finger bekommt.
Ja, denn er muss lernen, was man nicht schreiben soll.
Was andres, nämlich:


Stimmenannahme von (09.05.2020 21:33) bis (Kein Ende angegeben)
Ergebnis anzeigen




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Caddy

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Re: Hah! Kulinarisches. [Re: sphnix]

Ja, denn Caddy ist ein böser Mauslemur & verwendet alles gegen Sphinx, was er in die Finger bekommt.

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Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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sphnix

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Re: Hah! Kulinarisches. [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Caddy ist ein böser Mauslemur

Er gibt es zu



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Caddy

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Re: Mbembe, kleine Linksammlung zur Debatte [Re: sphnix]

Cheema, Mendel: Postkoloniale Theoretiker. Leerstelle Antisemitismus
Kaube: Wer hat Achille Mbembe gelyncht?
Grigat: Zionismus und Universalismus


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Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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sphnix

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Re: Mbembe, kleine Linksammlung zur Debatte [Re: Caddy]

Hirschherr!
Hat du eigentlich mal was von Terézia Mora gelesen? (die Suchfunktion spuckt da grade nichts aus)
(In einem der alten Clubbe besprachen sie ein Buch von ihr; und da kam auch vor, dass sie deinen liebsten Schlechtschriftsteller übersetzt, daher die Frage. Und auch, weil ich mir über den Text nicht recht schlüssig werden konnte, anhand der Besprechung)




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Caddy

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Re: Mbembe, kleine Linksammlung zur Debatte [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Hirschherr!
Hat du eigentlich mal was von Terézia Mora gelesen?


Ja, einen etwa zehnseitigen Schriftwechsel zwischen ihr und dem Berlin-Verlag bzgl. einer Esterházy-Übersetzung. Was wurde denn besprochen? Materie? Ungeheuer?


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sphnix

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Antwort zur Frage kommt noch; muss nachschauen - [Re: Caddy]

Zu den Buchkäufen:
1. Ist Müller denn aber wirklich am besten als Lyrikproduzent?
2. Und was wollte ich von Klaus gleich nochmal zitieren, letztens?




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Caddy

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Re: Antwort zur Frage kommt noch; muss nachschauen - [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
1. Ist Müller denn aber wirklich am besten als Lyrikproduzent?


Ich finde ihre Lyrik formal interessant und stoße immer wieder auf gute Formulierungen und spannende Gedanken. Der neue (für mich, so neu ist er ja nun auch nicht mehr) Band fällt aber hinter den vorhergehenden zurück. Und, auch wenn ich noch nichts von ihrer Prosa gelesen habe, würde ich vom Reinlesen sagen, dass ihre Prosa besser ist als ihre Lyrik.

In Bezug auf:
2. Und was wollte ich von Klaus gleich nochmal zitieren, letztens?


Weglassen wolltest Du es und hast dies bereits unterlassen.


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sphnix

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Re: Antwort zur Frage kommt noch; muss nachschauen - [Re: Caddy]

Logisch müsste das doch aber heißen, dass ich ihn zitiert habe, und das war diesmal gar nicht der Fall!


(Poste mal bei Gelegenheit ein gedicht; ich besitze da gar nichts )




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Caddy

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Re: Antwort zur Frage kommt noch; muss nachschauen - [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Logisch müsste das doch aber heißen, dass ich ihn zitiert habe, und das war diesmal gar nicht der Fall!


Ich dachte, Du meinst vielleicht das zuletzt Zitierte.

In Bezug auf:
(Poste mal bei Gelegenheit ein gedicht; ich besitze da gar nichts )


Längst erledigt.


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sphnix

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Re: Antwort zur Frage kommt noch; muss nachschauen - [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
Logisch müsste das doch aber heißen, dass ich ihn zitiert habe, und das war diesmal gar nicht der Fall!


Ich dachte, Du meinst vielleicht das zuletzt Zitierte.

In Bezug auf:
(Poste mal bei Gelegenheit ein gedicht; ich besitze da gar nichts )


Längst erledigt.



Ich hatte auch den vagen Verdacht; war mir aber nicht mehr sicher.

---------






Nee, neues Zitierbares, von vorgestern oder vorvorgestern.




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sphnix

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Re: Mbembe, kleine Linksammlung zur Debatte [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
Hirschherr!
Hat du eigentlich mal was von Terézia Mora gelesen?


Ja, einen etwa zehnseitigen Schriftwechsel zwischen ihr und dem Berlin-Verlag bzgl. einer Esterházy-Übersetzung. Was wurde denn besprochen? Materie? Ungeheuer?



"Alle Tage"
https://www.youtube.com/watch?v=nAJ2fdHcRtw




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Keks

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Re: Mbembe, kleine Linksammlung zur Debatte [Re: sphnix]

Das ist doch ein Gedicht von Ingeborg Bachmann!

Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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Caddy

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
Hirschherr!
Hat du eigentlich mal was von Terézia Mora gelesen?


Ja, einen etwa zehnseitigen Schriftwechsel zwischen ihr und dem Berlin-Verlag bzgl. einer Esterházy-Übersetzung. Was wurde denn besprochen? Materie? Ungeheuer?



"Alle Tage"
https://www.youtube.com/watch?v=nAJ2fdHcRtw


Im Regal gefunden, sieht ungelesen und vergleichsweise umfangreich aus.


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sphnix

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: Caddy]

Wieso habe ich da vorhin nicht drauf geantwortet, obwohl ich doch dachte, ich hätte?



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Caddy

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: sphnix]

Was dachtest Du denn, geantwortet zu haben?

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sphnix

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: Caddy]

Wieso sollte ich das wiss--

achso, ich sollte.


Was banales. "hmm, schade", oder so. Du hast also nichts dadurch verpasst, dass ich vermutlich versehentlich ein Fenster geschlossen habe, das noch unfertig war.




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sphnix

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: sphnix]

Sir Hirsch!
Welches ist der beste Film von A. H.?




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Caddy

Gefährte

Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: sphnix]

Der hat auch Filme gemacht? Ich dachte, das hätte er vollständig J.G. als Quasi-Produzenten überlassen.

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sphnix

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: Caddy]

Ich meinte Hitchcock, aber ich wollte schnell sein; in dem Fall sogar mit Grund. Aber was hat Johann GOethe damit zu tun?



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Caddy

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: sphnix]

Ich dachte eher, Du liest Goebbels in J.G. Schnabel um.

Hm, ich schwanke unter den von mir gesehenen zwischen Bei Anruf Mord, Das Fenster zum Hof und Vertigo.


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sphnix

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: Caddy]

Vertigo, Fenster, schwanken ... das ist eine ungünstige Kombination!
Aber zumindest letzter müsste in der Biblliothek sein, rein theoret'sch.

...
ich wollte dir ja zur guten Nacht noch ein Bienenlied raussuchen, aber außer den Horrorklassikern "Summ, summ, summ" und "In einem unbekannten Land" fiel mir nichts ein, und das war mir zu billig und gemein. Hmpf. Keine Bienenlieder auf der Welt. :/




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Caddy

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Aber zumindest letzter müsste in der Biblliothek sein, rein theoret'sch.


Den zweiten sollte man eh im Kino sehen, meiner Erfahrung nach.

In Bezug auf:
ich wollte dir ja zur guten Nacht noch ein Bienenlied raussuchen, aber außer den Horrorklassikern "Summ, summ, summ" und "In einem unbekannten Land" fiel mir nichts ein, und das war mir zu billig und gemein. Hmpf. Keine Bienenlieder auf der Welt. :/


Ich bin ja aber auf der Seite des Professors, also ganz klar gegen die Biene.


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sphnix

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: Caddy]

Ja, der hatte natürlich die besseren Arguemte, aber die Seriosität aller Beteiligten hat mich in den Passagen, die ich betrachtet habe, generell beeindruckt.
---
@Kino:

----

@Grapefruit; Nachtrag:
U. hatte mir ja mal einen hervorragend wissenschaftliche Studie verlinkt, nach der die bitter-Vorliebe mit Zynischer Gesinnung etc. korreliert. Mit dieser Tendenz etwa:
https://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/...95030.bild.html




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Caddy

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
@Grapefruit; Nachtrag:
U. hatte mir ja mal einen hervorragend wissenschaftliche Studie verlinkt, nach der die bitter-Vorliebe mit Zynischer Gesinnung etc. korreliert. Mit dieser Tendenz etwa:
https://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/...95030.bild.html


Bei Kaffee und Bier halte ich das für komplett plausibel, man sollte das aber keinesfalls auf Grapefruits übertragen. (Ja, ich weiß, Billy Wilder würde widersprechen.)


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sphnix

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Re: Mora, keine Linksammlung zur Debatte [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
@Grapefruit; Nachtrag:
U. hatte mir ja mal einen hervorragend wissenschaftliche Studie verlinkt, nach der die bitter-Vorliebe mit Zynischer Gesinnung etc. korreliert. Mit dieser Tendenz etwa:
https://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/...95030.bild.html


Bei Kaffee und Bier halte ich das für komplett unplausibel, genauso wie bei Grapefruits.





.. hatte ich *das da jetzt noch gar nicht verlinkt? Ich dachte schon.
---
Ohh, da ist sicher auch viel Weisheit drin











* Mal unabhägig vom Geschmacks-Nonsense; aber dieser Jargon ist ja echt nur noch ein Verbrechen. ---




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Geändert durch sphnix (23.05.2020 16:11)

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sphnix

Gefährte

Hat zwar mit Caddy nichts zu tun, ist aber eine Essensfrage, und den Essensthread find ich grade nicht, und hier steht immerhin Gasthaus. [Re: sphnix]

Zweifelhafte Gnocchi - womit?
Du darfst nur eins auswählen
Salbeibutter
Tomatensoße aus dem Glas (gute)
Tomaten & Basilikum & Oliven
Pesto
rotem Pesto
was andrem, nämlich:


Stimmenannahme von (27.05.2020 21:45) bis (Kein Ende angegeben)
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sphnix

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Simpsons: [Re: sphnix]

Sehr schöner Cthulhu! Wenngleich von schwankender Größe.
Aber seit wann hat Homer eine andere Stimme?




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Caddy

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Re: Simpsons: [Re: sphnix]

Seit Norbert Gastells Tod, also etwa seit viereinhalb Jahren.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: Simpsons: [Re: Caddy]

Hmm. Ich fürchte, da ich normalerweise auf DVDs angewisen bin, gehe ich vermutlich eh 10 Staffeln nach, quasi.
Aber ich finde ja auch Engelke als Marge immer schon so quälend (leider passend. also, sie passt in gewisser Weise stimmlich zu dieser eher widerwärtig-süßlichen Figur besser als die alte Marge. Aber dennoch)




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Caddy

Gefährte

Re: Simpsons: [Re: sphnix]

Ja, ist schade, aber in beiden Fällen gab es keine andere Option als eine Neubesetzung, wenn sie die Synchro nicht komplett hätten bleiben lassen. Gerade Volkmann und Gastell haben dummerweise eine sehr markante Stimme.

Und: DVDs gehen bis Staffel 20 und ich bezweifle, dass noch weitere Staffeln auf DVD erscheinen werden. Die deutsche Synchro geht bisher bis Staffel 30, im US-Original läuft derzeit die 31. Staffel.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

Gefährte

Re: Simpsons: [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Ja, ist schade, aber in beiden Fällen gab es keine andere Option als eine Neubesetzung, wenn sie die Synchro nicht komplett hätten bleiben lassen. Gerade Volkmann und Gastell haben dummerweise eine sehr markante Stimme.




Ja.


In Bezug auf:
Und: DVDs gehen bis Staffel 20 und ich bezweifle, dass noch weitere Staffeln auf DVD erscheinen werden. Die deutsche Synchro geht bisher bis Staffel 30, im US-Original läuft derzeit die 31. Staffel.



Sind das die Freuden des Fortschrittes?
Dann bin ich wohl tendenziell draußen; aber mei. 20 Staffeln ist ja nicht wenig.




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Caddy

Gefährte

Re: Simpsons: [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
In Bezug auf:
Und: DVDs gehen bis Staffel 20 und ich bezweifle, dass noch weitere Staffeln auf DVD erscheinen werden. Die deutsche Synchro geht bisher bis Staffel 30, im US-Original läuft derzeit die 31. Staffel.



Sind das die Freuden des Fortschrittes?
Dann bin ich wohl tendenziell draußen; aber mei. 20 Staffeln ist ja nicht wenig.


FOX hatte irgendwann entschieden, die neuen Staffeln nur über TV (in Deutschland dann eben ProSIeben) und über eine Simpsons-App für Smartphones, die zu allem Überfluss auch noch US-exklusiv war, anzubieten. Dadurch, dass die TV- und Filmsparten von FOX inzwischen zu Disney gehören, gibt es sämtliche Staffeln nun (auch? exklusiv?) bei Disneys eigenen Streaming-Dienst. Ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass dadurch die Chance gestiegen sein könnte, dass nun doch noch weitere DVDs erscheinen. Also: ja, Fortschritt.


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sphnix

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Re: Simpsons: [Re: Caddy]





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Caddy

Gefährte

Re: Simpsons: [Re: sphnix]

Ah, entschuldige, ich habe den obligatorischen Werbelink vergessen: https://www.disneyplus.com/de-de/

Disney+. Taste the spirit.


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sphnix

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Re: Simpsons: [Re: Caddy]

Troll! Troll!



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Caddy

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Re: Simpsons: [Re: sphnix]

Disney+. Spaß ist, was ihr draus macht!

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sphnix

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Re: Simpsons: [Re: Caddy]

Macht ist, was ihr bespaßt!



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sphnix

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Was servieren wir heute? [Re: sphnix]

nun ...
wenn du es dir so sehr wünschst ...




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Pyr

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Re: Was servieren wir heute? [Re: sphnix]



Aber wer von euch ist in Wirklichkeit wer?



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Was servieren wir heute? [Re: Pyr]

Wer WER wer?



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sphnix

Gefährte

Gibt es denn wirklich keine anderen Fischlieder? :o [Re: sphnix]
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sphnix

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Re: Gibt es denn wirklich keine anderen Fischlieder? :o [Re: sphnix]

Nachtrag zur Betreffzeile: Mir ist ja aufgefallen, wie viele fischhaltige Filmtitel es im Kontrast dazu gibt.



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Pyr

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Re: Der Butt [Re: sphnix]

Welche denn?


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Der Butt [Re: Pyr]

Findet Neo
Der weiße Hai
Lachsfischen im Jemen
Ein Fisch namens Wanda
Große Haie – Kleine Fische
Kleine Haie
Flipper

...

gibt sicher noch mehr




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Caddy

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Re: Der Butt [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Findet Neo


Der heißt im deutschen Vertrieb Matrix.


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Caddy

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Re: Der Butt [Re: Caddy]

Mir fällt gerade nur noch Der Tintenfisch und der Wal ein. (Da ist zwar gar kein Fisch im Titel, aber das ist bei Dir ja so schon vorgegeben. )

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sphnix

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Re: Der Butt [Re: Caddy]

Wieso, da ist doch ein Fisch hinter der Tinte!


Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
Findet Neo


Der heißt im deutschen Vertrieb Matrix.





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Keks

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Re: Der Butt [Re: sphnix]

Ich möchte mal kurz in diesem schönen Thread äußern, dass ich Caddy sehr mag und er sogar weiß, wann ich Geburtstag habe

Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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sphnix

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Re: Der Butt [Re: Keks]

Ich doch auch!
(Hast du ein Geburtstagsgeschenk bekommen? )




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Keks

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Re: Der Butt [Re: sphnix]

Ja, JETZT weißt Du's wieder!

Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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sphnix

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Re: Der Butt [Re: Keks]

Wie du dem Briefumschlag hättest entnehmen könne, wusste ich es IMMER!



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sphnix

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Doch keine Operetten? :o [Re: sphnix]

Endlich kenne ich Caddys Lieblingslied!



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Caddy

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Re: Doch keine Operetten? :o [Re: sphnix]

Mein Lieblingslied ist selbstredend das.

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sphnix

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Re: Doch keine Operetten? :o [Re: Caddy]

Du wirst jetzt sicher gleich anmerken, dass das,vom Thema abgesehen musikalisch unterkomplex etc ist, aber irgendwie mag ich es.



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Caddy

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Re: Doch keine Operetten? :o [Re: sphnix]

Nee, ich finde das auch tatsächlich vollumfänglich gut.

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sphnix

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Re: Doch keine Operetten? :o [Re: Caddy]



... auch ein Eidechsenlied haben sie, wie mir Autoplay verrät.




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Caddy

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Re: Doch keine Oktopus? :o [Re: sphnix]

Alle möglichen Waldtiere.

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sphnix

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Re: Doch keine Oktopus? :o [Re: Caddy]

Aber ich bin doch der Waldabholzer!



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Caddy

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Re: Doch keine Oktopus? :o [Re: sphnix]

Dann müssen all die Oktopusse des Waldes sterben?

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sphnix

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Re: Doch keine Oktopus? :o [Re: Caddy]

Nein!


Für die Oktopusse des Waldes verzichte ich beim drucken auf Schriftgröße 12, nehme Schriftgröße 11, und das so ersparte Papier ist der erhaltenbleibende Waldteil, der ganz allein den Waldoktopen gehören soll!




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sphnix

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Re: Doch keine Oktopus? :o [Re: sphnix]

Caddy ist noch unbegabter im Umschlagmachen als Keks.



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Caddy

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Re: Doch keine Oktopus? :o [Re: sphnix]

Das habe ich doch aber selbst schon in den Umschlag reingeschrieben!

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sphnix

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Re: Doch keine Oktopus? :o [Re: Caddy]

*nachschau*

...

Tatsache

(Ich hatte das Ding seitlich aufgerissen und das gar nicht gesehen)


....



Ich werde es beherzigen.

Vielleicht.

Oder auch nicht.


--------

Aber ich wollte natürlich noch inhaltsrühmen und loben & preisen




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sphnix

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Fußrache! [Re: sphnix]



https://www.srf.ch/play/tv/sendung/literaturclub?id=7d4e63a6-9e39-454e-a3b4-9a74f7dc7e50


















SPOILER

(Die Debatte über das Cusk-Buch, das selber wiederum auch problematisch sein dürfte, ist SO unter aller Kritik, das ist nicht zu ertragen )






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Caddy

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Re: Fußrache! [Re: sphnix]

Du musst das feministisch sehen!

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sphnix

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Re: Fußrache! [Re: Caddy]

also, ich soll alle hassen?



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Caddy

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Re: Fußrache! [Re: sphnix]

Nein, heutzutage kannst Du aber auch Karriere und Kinder haben und trotzdem Feministin sein! Das war ja früher leider nicht möglich.

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Re: Fußrache! [Re: Caddy]

Unsinn. Das ist doch das Maria-Theresia-Modell. Igitt.



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sphnix

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Verdacht! [Re: sphnix]

... vielleicht hast du dich dem großen P bislang immer von der falschen Seite her genaht?



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Caddy

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Re: Verdacht! [Re: sphnix]

Ui, selbst der Klappentext, der ja ein Werbetext ist, verliert kein gutes Wort über die Qualität der Gedichte!

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sphnix

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Re: Verdacht! [Re: Caddy]

Ja, das hat mich auch beeindruckt

obwohl:
Man lernt den Autor darin von einer ganz neuen Seite kennen: verspielt, neckisch und manchmal auch albern.


- das KANN man auch positiv lesen, theoretisch



... leider hab ich kein Testexemplar gefunden :/




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sphnix

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Re: Verdacht! [Re: sphnix]

Caddy!
Ist Dante besser als Pynchon?
Ist Pynchon besser als Proust?
Ist Proust besser als Dante?
Und warum mögen wir Dante, obwohl er nichts mit Zucker zu tun hat, fast so sehr wie HME?




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Caddy

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Re: Verdacht! [Re: sphnix]

Bücherregalverhältnisse:

Dante 7
Pynchon 2
Proust 2

Daraus ergibt sich: Pynchon und Proust sind gleich gut, Dante ist 7:2 ist besser.


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sphnix

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Re: Verdacht! [Re: Caddy]

Das erklärt immer noch nicht, weswegen wir Dante mögen!



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Caddy

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Re: Verdacht! [Re: sphnix]

Weil er so viel Platz im Regal wegnimmt.

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sphnix

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Re: Verdacht! [Re: Caddy]

Das klingt äußerst unlogisch!


Aber da du grade on bist: Du könntest mich irgendwie zu sinnvollem tun bewegen, mit Zuckerbrot oder Peitsche. Es verlang mich nach Autorität, ohne welche ich nämlich nutzlos vor mich hin krauche wie eine Puzzleschlange auf der platten Erde.




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Caddy

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Re: Verdacht! [Re: sphnix]

Dann guck mal Simpsons, huschhusch!

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sphnix

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Re: Verdacht! [Re: Caddy]

SINNVOLL habe ich gesagt!
Außerdem hab ich gestern erst ein paar Folgen geschaut. Die waren ganz ok. Aber die davor waren z.T. schrecklich margeant und kitschig.




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sphnix

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Re: Verdacht! [Re: sphnix]

... und jetzt peitsche ich mich mit notdürftig aufgespaltener Persönlichkeit selber! Das hast du davon.



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Caddy

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Re: Verdacht! [Re: sphnix]

Haha!

Kennst Du eigentlich eine Rubrik, in der Proust gegen Pynchon und Dante gewinnen würde?

Also etwa:

Wortwitz
Dante –
Proust –
Pynchon +

Bestes Latein
Dante +
Proust –
Pynchon –


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sphnix

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Re: Verdacht! [Re: Caddy]

Ist das hier Schlammcatchen, oder was?

---

Ich glaube, ich habe "Combray" seinerzeit gern gelesen. MIch haben dann nur die ganzen Mädchenschwärme später nicht so interessiert; aber wahrscheinlich hätte ich einfach weiterlesen sollen. Heute denke ich mir immer, ich habe nicht mehr genug Lebenszeit für Proust UND alle anderen Bücher, die ich lesen will.


(Apropos Lesen: Ein neues Lesenswert-Quartett ist am Horizont aufgetaucht! Ich habs aber noch nicht angehört, vielleicht tue ich das nachher. hmmmmm)




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sphnix

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Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]
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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Herr der Hirsche!
Kennst du eigentlich irgendwelche Bettelheimschen Schriften über die Konzentrationslager?
(Ich wusste gar nicht, dass es da welche gibt; ich stieß nur grade auf Wikipedia darauf.)




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Caddy

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Ich weiß von ihnen (sie werden auch gar nicht so selten zitiert), habe sie aber noch nicht gelesen

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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

Ergänzungsfrage 1 (an den HdH): kennst du eigentliche seinen Märchenkram?

Ergänzungsfrage 2 (an jeden, der sich angesprochen fühlt): Irgendwie bin ich grade dämlich - welches sind denn die einschlägigen KZ-Texte von Bettelheim? Diffus aus Wikipedia bauend der Aufstand gegen die Masse; oder ist das jetzt völlig fehlgedeutet?




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Caddy

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Ergänzungsfrage 1 (an den HdH): kennst du eigentliche seinen Märchenkram?


Nee, da finde ich ja schon den Titel abschreckend.

In Bezug auf:
Ergänzungsfrage 2 (an jeden, der sich angesprochen fühlt): Irgendwie bin ich grade dämlich - welches sind denn die einschlägigen KZ-Texte von Bettelheim? Diffus aus Wikipedia bauend der Aufstand gegen die Masse; oder ist das jetzt völlig fehlgedeutet?


Das und vor allem Erziehung zum Überleben.


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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
sphnix schrieb:
Ergänzungsfrage 1 (an den HdH): kennst du eigentliche seinen Märchenkram?


Nee, da finde ich ja schon den Titel abschreckend.





Ich hab da mal Teile von gelesen & hab vage unglückliche Tendenzen in erinnerung (so ein bisschen Jung ohne Jung )

(zugegebenermaßen ist der deutsche Titel etwas schlimmer als der englische ...)




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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Oh, gehörte der eigentlich zu den von dir gesehenen?



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Caddy

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Ärgerlicherweise noch nicht, obwohl ich es mir schon oft vorgenommen habe. Hast Du ihn denn gesehen?

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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

Ich sah ihn.
Klarer Fall von Film, den man besser in Kino sieht; insofern, als ich ihn als recht langsam wahrgenommen habe (und z.T. auch geräuscharm) - weswegen dann jeder Nebenlärm und jedes Nebengewurschtel etwas konzentrationsstörendes hatte.
Ansonsten hatte ich den Eindruck, dass er vor allem auf ganz interessante Art das Verhalten von Erwachsenen aus der Kinderperspektive beschreibt - nämlich als Nebeneinander von nicht in eine wirkliche Logik zu bringende Abfolge von verschiedenen Zuständen, Dispositionen und an das Kind herangetragenen Zumutungen.




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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Apropos Film/dem Caddy seine bekannte Fassbinderferne: Ich weiß, dass "mit etwas nichts anfangen können (außer mit dem Kameramann)" wahrscheinlich nicht die günstigste Grundlage ist, um sich über Sachen zu äußern; aber gleichwohl wäre ich interessiert ab der Art dieses Damit-nichts-anfangen-können (und den Filmen, auf die es sich bezieht). Ich hab jetzt mittlerweile ein paar geschaut, und finde die eigentlich nicht uninteressant (und vom Duktus her eigentlich ziemlich ungewöhnlich, gerade was die Art des Schauspielens betrifft).



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Pyr

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Ich hab jetzt mittlerweile ein paar geschaut, und finde die eigentlich nicht uninteressant (und vom Duktus her eigentlich ziemlich ungewöhnlich, gerade was die Art des Schauspielens betrifft).



Den "Lili Marleen" finde ich sogar geradezu genial.



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Caddy

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Apropos Film/dem Caddy seine bekannte Fassbinderferne: Ich weiß, dass "mit etwas nichts anfangen können (außer mit dem Kameramann)" wahrscheinlich nicht die günstigste Grundlage ist, um sich über Sachen zu äußern; aber gleichwohl wäre ich interessiert ab der Art dieses Damit-nichts-anfangen-können (und den Filmen, auf die es sich bezieht). Ich hab jetzt mittlerweile ein paar geschaut, und finde die eigentlich nicht uninteressant (und vom Duktus her eigentlich ziemlich ungewöhnlich, gerade was die Art des Schauspielens betrifft).


Gerade die Schauspielführung ist mir als besonders nervig in Erinnerung geblieben. Sie scheint mir gut mit der Gestelztheit zu korrespondieren, die Du ab und an an den Dialogen in deutschen Filmen bemängelst. Aber bis auf Despair ist das alles schon recht lange her. Ich ärgere mich auch etwas, dass ich zu Hamburger Zeiten nicht in Berlin Alexanderplatz im Kino war, weil ich mich zu diesen Gegebenheiten vielleicht eher auf den Film hätte einlassen können. Zuhause konnte ich ihn hingegen nicht vollständig angucken.


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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

Caddy schrieb:

Gerade die Schauspielführung ist mir als besonders nervig in Erinnerung geblieben. Sie scheint mir gut mit der Gestelztheit zu korrespondieren, die Du ab und an an den Dialogen in deutschen Filmen bemängelst. .



Lustigerweise habe ich daran auch letztens in einem Gespräch gedacht, würde aber sagen, dass diese Gestelztheit/Künstlichkeit und das Theatralische und Verlangsamte bei Fassbinder etwas ganz andres ist - nämlich grade nicht ein Fehler, der Filmen unterläuft, die von der Machart irgendwas zwischen "voll echt" und "voll hollywoodesk" sein wollen, sondern ein ausgestellter V-Effekt. Ob/wie das im einzelnen funktioniert, kann ich nicht ohne Zweitsichtungen/noch ein paar Filme mehr so ohne weiteres sagen; aber jedenfalls scheint es mir kein Fehler, sondern ein doch bewusst gebrauchtes Kunstmittel zu sein.




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Caddy

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Davon würde ich auch ausgehen, das ändert aber nichts daran, dass mich dieses Stilmittel nervt.

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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

Falls meine weitere Sichtung ergibt, dass die Filme ansonsten lohnenswert wären, könnte es ja aber sein, dass es sinnvoll wäre, hier an der eigenen Wahrnehmung zu arbeiten. (rein hypothetisch)



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Caddy

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Ja, klar.

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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

Apropos Freudophilie:
Kennst du die Schrift Über die Psychogenese eines Falles von weiblicher Homosexualität?




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Caddy

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Mehr Doppelpunkt wagen!

sphnix schrieb:
Kennst du die Schrift Über die Psychogenese eines Falles von weiblicher Homosexualität?


Klingt unheimlich, kenne ich bisher aber nicht. Lohnt die Lektüre?


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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

Wieso Doppelpunkt?
Wieso unheimlich? (das ist ein anderer Text!)

Caddy schrieb:
Lohnt die Lektüre?



Würd ich ihn, Caddy, sonst dir raten?


Ich finde, ja.
Also nicht in dem Sinne, das ist jetzt DER Freud-Text, auf den wir immer gewartet haben, aber erstens ist er kurz und gut lesbar, zweitens zeigt er, wie ich finde, sehr schön die weitgehende Vorsicht, Umsicht und wissenschaftliche Ruhe des freudschen Verfahrens (und natürlich auch dessen Grenzen/ die in ihm spukenden bürgerlichen Prämissen), und drittens habe ich den Eindruck, dass die Perspektive auf das Thema einfach trotz der gewaltigen Hypothek der bürgerlichen Prämissen sinnvolle Anschlussmöglichkeiten bietet.

-----

Apropos lohnen: Bei Bettelheims Aufstand gegen die Masse (längere Rezension folgt hoffentlich nach Abschluss der Lektüre) bin ich jetzt beim vierten Kapitel, wo er zu seinen KZ-Erinnerungen/-Beobachtungen kommt, und das ist tatsächlich sehr interessant; auch, weil er die Infantilisierung der Häftlinge anspricht. Nun habe ich die vage Überzeugung, dass ich sowohl mit dir wie Pyr auch schon mal über diesen Themenkomplex gesprochen habe (anlässlich von Primo Levi?). Erinnerst du dich zufällig daran/ an genaueres? Mir steht das grade eher vage vor Augen. :/




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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

Caddy schrieb:

Das und vor allem Erziehung zum Überleben.



Amazon sagt mir übrigens, dass Kunden, die dieses Buch gekauft haben, auch Bialetti-Espressokocher gekauft haben. Irgendwie ergibt das Sinn.

[Morioncaddy, im Chor: "Keinesfalls!!!!"]




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Geändert durch sphnix (16.08.2020 13:26)

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Caddy

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Wieso Doppelpunkt?


In Deinen Links fehlen welche.

In Bezug auf:
Wieso unheimlich? (das ist ein anderer Text!)


Ja, und zwar der Text, den Freud unmittelbar vor dem von Dir genannten veröffentlicht hat.

In Bezug auf:
Caddy schrieb:
Lohnt die Lektüre?



Würd ich ihn, Caddy, sonst dir raten?



Äh, ja? Außerdem ist ein Erwähnen noch keine Empfehlung.

In Bezug auf:
Ich finde, ja.
Also […] in dem Sinne, das ist jetzt DER Freud-Text, auf den wir immer gewartet haben, […] erstens ist er kurz und gut lesbar, zweitens zeigt er, wie ich finde, sehr schön die weitgehende Vorsicht, Umsicht und wissenschaftliche Ruhe des freudschen Verfahrens […], und drittens habe ich den Eindruck, dass die Perspektive auf das Thema einfach[…]e […] bürgerliche[…] Anschlussmöglichkeiten bietet.


Sollte ich nach der Lektüre feststellen, dass es sich nicht um DEN Freud-Text handelt, werde ich schwer enttäuscht von Dir sein!

In Bezug auf:
Apropos lohnen: Bei Bettelheims Aufstand gegen die Masse (längere Rezension folgt hoffentlich nach Abschluss der Lektüre) bin ich jetzt beim vierten Kapitel, wo er zu seinen KZ-Erinnerungen/-Beobachtungen kommt, und das ist tatsächlich sehr interessant; auch, weil er die Infantilisierung der Häftlinge anspricht. Nun habe ich die vage Überzeugung, dass ich sowohl mit dir wie Pyr auch schon mal über diesen Themenkomplex gesprochen habe (anlässlich von Primo Levi?). Erinnerst du dich zufällig daran/ an genaueres? Mir steht das grade eher vage vor Augen. :/


Ich kann mich nicht daran erinnern. :/

sphnix schrieb:
Caddy schrieb:

Das und vor allem Erziehung zum Überleben.



Amazon sagt mir übrigens, dass Kunden, die dieses Buch gekauft haben, auch Bialetti-Espressokocher gekauft haben. Irgendwie ergibt das Sinn.


Ich mag Kaffee zwar wirklich gar nicht, aber zu Holocaust-Vergleichen bringt er mich nun auch wieder nicht. Aber wenn Du das als passend ansiehst …


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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Pyr

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
In Bezug auf:
Ich finde, ja.
Also […] in dem Sinne, das ist jetzt DER Freud-Text, auf den wir immer gewartet haben, […] erstens ist er kurz und gut lesbar, zweitens zeigt er, wie ich finde, sehr schön die weitgehende Vorsicht, Umsicht und wissenschaftliche Ruhe des freudschen Verfahrens […], und drittens habe ich den Eindruck, dass die Perspektive auf das Thema einfach[…]e […] bürgerliche[…] Anschlussmöglichkeiten bietet.


Sollte ich nach der Lektüre feststellen, dass es sich nicht um DEN Freud-Text handelt, werde ich schwer enttäuscht von Dir sein!



Woher kommt mir das nur so bekannt vor?



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

NichtganzCaddy schrieb:
sphnix schrieb:
Wieso Doppelpunkt?


In Deinem Leben fehlen welche.


In Bezug auf:

In Bezug auf:
Caddy schrieb:
Lohnt die Lektüre?



Würd ich ihn, Caddy, sonst dir raten?



Äh, ja? Außerdem ist ein Erwähnen noch keine Empfehlung.




Das zweite kann man schwer bestreiten, aber das erste ...!



In Bezug auf:
In Bezug auf:
Ich finde, ja.
Also […] in dem Sinne, das ist jetzt DER Freud-Text, auf den wir immer gewartet haben, […] erstens ist er kurz und gut lesbar, zweitens zeigt er, wie ich finde, sehr schön die weitgehende Vorsicht, Umsicht und wissenschaftliche Ruhe des freudschen Verfahrens […], und drittens habe ich den Eindruck, dass die Perspektive auf das Thema einfach[…]e […] bürgerliche[…] Anschlussmöglichkeiten bietet.


Sollte ich nach der Lektüre feststellen, dass es sich nicht um DEN Freud-Text handelt, werde ich schwer enttäuscht von Dir sein!




Ich hoffe, du zitierst nicht auf diese Weise in deinen wissenschaftlichen Arbeiten!




In Bezug auf:
In Bezug auf:
Apropos lohnen: Bei Bettelheims Aufstand gegen die Masse (längere Rezension folgt hoffentlich nach Abschluss der Lektüre) bin ich jetzt beim vierten Kapitel, wo er zu seinen KZ-Erinnerungen/-Beobachtungen kommt, und das ist tatsächlich sehr interessant; auch, weil er die Infantilisierung der Häftlinge anspricht. Nun habe ich die vage Überzeugung, dass ich sowohl mit dir wie Pyr auch schon mal über diesen Themenkomplex gesprochen habe (anlässlich von Primo Levi?). Erinnerst du dich zufällig daran/ an genaueres? Mir steht das grade eher vage vor Augen. :/


Ich kann mich nicht daran erinnern. :/





Na gottseidank, dann haben wir uns ja nach all diesen Jahren immer noch was zu sagen.

In Bezug auf:


sphnix schrieb:
Caddy schrieb:

Das und vor allem Erziehung zum Überleben.



Amazon sagt mir übrigens, dass Kunden, die dieses Buch gekauft haben, auch Bialetti-Espressokocher gekauft haben. Irgendwie ergibt das Sinn.


Ich mag Kaffee zwar wirklich gar nicht, aber zu Holocaust-Vergleichen bringt er mich nun auch wieder nicht. Aber wenn Du das als passend ansiehst …



Viele Caddies auf der Welt
sind ganz harmlos, stehen nur herum,
fahren harmlos nur auf Straßen,
kippen bei Erdbeben harmlos um.

Doch im Forum lebt ein Exemplar
dessen Bösart legendär:
zyngetränkt von Zehe bis zum Haar
macht es Sphingen oft das Leben schwer ...




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Geändert durch sphnix (16.08.2020 16:18)

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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

... aber apropos der Freud:
Allein wegen so schöner Passagen wie:

Es kommt zwar alle Tage vor, daß sich ein Ehemann an den Arzt mit der Information wendet: »Meine Frau ist nervös, sie verträgt sich darum schlecht mit mir; machen Sie sie gesund, so daß wir wieder eine glückliche Ehe führen können.« Aber es stellt sich oft genug heraus, daß ein solcher Auftrag unausführbar ist, das heißt, daß der Arzt nicht das Ergebnis herstellen kann, wegen dessen der Mann die Behandlung wünschte. Sowie die Frau von ihren neurotischen Hemmungen befreit ist, setzt sie die Trennung der Ehe durch, deren Erhaltung nur unter der Voraussetzung ihrer Neurose möglich war.

oder

Unser aller Libido schwankt normalerweise lebenslang zwischen dem männlichen und dem weiblichen Objekt; der Junggeselle gibt seine Freundschaften auf, wenn er heiratet, und kehrt zum Stammtisch zurück, wenn seine Ehe schal geworden ist.



lohnt es sich natürlich.




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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Weiter Freud, Randbemerkung: Habe ich schon erwähnt, wie tierisch es mich nervt, wenn jmd beklagt, dass Freud die Seele ja leider immer vom Pathologischen her anschaut? (Bettelheim, Ermann...)



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sphnix

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Ohne Freud: [Re: sphnix]

Ich dachte ja, ich hätte das schon geschrieben, habe aber anscheinend nicht:

Ich habe ja den weißen und den rosanen GFS blind-getestet, und ich würde tatsächlich sagen, dass es einen Unterschied gibt. Ich habe auch mit verbundenden Augen (und ohne vorher enen Schluck zu trinken) den weißen Saft richtig identifiziert (ok, bei 50:50 ist das jetzt nicht arg aussagekräftig, aber dennoch!). ich würde sagen, dass der weiße dünner ist und ihm eine gewisse süße Gegen-Tendenz nicht so eigen ist wie dem rosanen. Allerdings werden meine Beiträge zur Wissenschaft dadurch getrübt, dass ich nicht den rosanen Saft der passenden Marke zur Hand hatte, also einander fremde Marken verglichen haben.




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Caddy

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Weiter Freud, Randbemerkung: Habe ich schon erwähnt, wie tierisch es mich nervt, wenn jmd beklagt, dass Freud die Seele ja leider immer vom Pathologischen her anschaut? (Bettelheim, Ermann...)


Wer ist ’ermann?


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]

"... keiner macht mich mehr an!"

...
Ein Paychoanalytiker, der einen 5teiligen Vortrag zu "Einführung in die Psychoanalyse" gehalten hat, den ich auf CD besitze. So ein "Kann man anhören, aber ist jetzt halt nicht der Weisheit letzter Schluss". Interesse?




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Caddy

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Eher nicht. Und Du hörst auf, Psychoanalytiker dafür zu kritisieren, dass sie für ihre Arbeit Geld verlangen.

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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Caddy]





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Pyr

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Das ist mir erst jetzt aufgefallen.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Pyr]

dito



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Pyr

Gefährte

Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: sphnix]

Hast du auch über Caddys Beitrag gegrübelt?


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Abendunterhaltung für Musicalfreunde: [Re: Pyr]

Ne, ich hab gleich meinen durchforstet; ich kenne ihn ja (Caddy, nicht meinen Beitrag)



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sphnix

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Weisungsgedigs: [Re: sphnix]

Sphinx hat Caddys Weisungen befolgt! Was hat sie geschaut?
Du darfst nur eins auswählen
Alle sagen: I love you?
Das Schweigen


Stimmenannahme von (30.08.2020 22:25) bis (Kein Ende angegeben)
Ergebnis anzeigen




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sphnix

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Re: Weisungsgedigs: [Re: sphnix]

Caddy, hast du das geklickt? Oder gibt es echt noch jmd, der das denkt?








































































Fuck, in Bezug auf die Vergangenheit stimmt es ja




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Caddy

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Re: Weisungsgedigs: [Re: sphnix]

Das Forum ist sich sicher!

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Keks

Gefährte

Re: Weisungsgedigs: [Re: Caddy]



Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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Pyr

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Re: Weisungsgedigs: [Re: Keks]

Das hast du dir aber auch wirklich selbst zuzuschreiben.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Weisungsgedigs: [Re: Pyr]

Wer, wer?

---------


Das Forum ist doof. Der Rest ist




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Pyr

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Re: Weisungsgedigs: [Re: sphnix]

Du.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Weisungsgedigs: [Re: Pyr]

Der Rest ist ich?



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Pyr

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Re: Weisungsgedigs: [Re: sphnix]

Der Rest ist Schweigen.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Weisungsgedigs: [Re: Pyr]





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Caddy

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Re: Melville [Re: sphnix]

Um mir selbst einen Überblick zu verschaffen—

Melville-Texte, die ich in deutscher Übersetzung als Buch habe:
Mardi
Redburn
White-Jacket / Weißjacke
Moby-Dick
Pierre
The Confidence-Man / Maskeraden
Billy Budd
Bartleby
The Encantadas / Die Encantadas
The Lightning-Rod Man / Der Blitzableitermann
The Bell-Tower / Der Glockenturm
Benito Cereno
The Piazza / Die Galerie
Correspondence / Briefe
Journals / Tagebücher

Melville-Texte, die sich problemlos in deutscher Übersetzung im Buchhandel kaufen lassen:
Typee
Israel Potter
Clarel
John Marr and Other Sailors / John Marr und andere Matrosen (Gedichte)
Etchings of a Whaling Cruise / Skizzen einer Walfangreise
Mr Parkman's Tour / Die Reise des Mr. Parkman
Cooper's New Novel / Coopers neuer Roman
A Thought on Book-Binding / Überlegungen zu Bucheinbänden
Hawthorne and His Mosses / Hawthorne und sein Moos
Statues in Rome / Statuen in Rom
The South Seas / Die Südsee
Traveling / Vom Reisen

Rest:
Omoo
Cock-A-Doodle-Doo!
Poor Man's Pudding and Rich Man's Crumbs
The Happy Failure
The Fiddler
The Paradise of Bachelors and the Tartarus of Maids
Jimmy Rose
The 'Gees
I and My Chimney
The Apple-Tree Table
The Two Temples
Daniel Orme
Battle Pieces and Aspects of the War (Gedichte)
Timoleon (Gedichte)
Diverse Gedichte in Collected Poems of Herman Melville
Fragments from a Writing Desk
Authentic Anecdotes of 'Old Zack


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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sphnix

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Re: Melville [Re: Caddy]

Hmm! Die Maskeraden könnte ich ja glatt mal lesen.

(neben einigen anderen Büchern )



(Irgendwie empfinde ich es immer noch als lang, länger als 5 Tage an einem Buch zu lesen. So ein Kindheitsding. )




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Caddy

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Re: Melville [Re: sphnix]

Nee, Du liest Clarel.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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sphnix

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Re: Melville [Re: Caddy]

Was lese ich?



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