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Spiel & Spaß » Das Mathom-Haus » caddys gesammelte werte, band #3

Caddy

Gefährte

caddys gesammelte werte, band #3

Begrabenes.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: Caddy]

Nähere Auskünfte werden erbeten zur THM-Einführung und zu Lovecraft (oder schrobstest du da schonmal was?), sintemal ich mit seinen Kurzgeschichten auch nur begrenzt warmwerde.



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Milui

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

Da ist keine einzige Autorin auf der Liste.



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sphnix

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: Milui]

Und?

Übrigens ist eine drauf, auch wenn die sich nie als Autorin, sondern nur als Autor bezeichnen würde




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sphnix

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

Milui antwortet mir nicht.



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Keks

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

Dafür hab ich Dir heut schon voll oft geantwortet, das ist doch eh das gleiche.

Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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sphnix

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: Keks]





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Milui

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

Was, wie, wo? Ich hab keine PM von dir.



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sphnix

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Und?



Klartext: Inwiefern ist es von Belang, ob da in der Liste ne Autorin vorkommt?




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Milui

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

Oh, sorry, das hab ich übersehen.

Ich halte das Nichtauftauchen von Autorinnen für einen gewaltigen Bias, der aus dem System heraus entsteht, dass Frauen ja nix zu sagen haben. Und das fand ich in der Liste grad sehr gut repräsentiert.




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sphnix

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: Milui]

was heißt hier "Bias"?

Ich würde sagen, das liegt zu einem guten teil auch daran, dass die gängige gesellschaftliche Ordnung es Frauen unmöglich macht, sie als ein Ich zu konstituiren, das tatsächlich etwas zu sagen hat, ja. Aber dafür kann der Leser nichts.




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Keks

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

Ich hatte nicht den Eindruck, dass Milui das als Vorwurf an Caddy meinte.
(Ich würde es Caddy nicht vorwerfen. Milui tut das also auch nicht. Qed.)


Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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sphnix

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: Keks]


Ich weiß nicht ob als Vorwurf, aber es ist mir nicht klar, ob sie es wünschenwert fände, dass es keine Bedingungen gäbe, die es Männern mehr als Frauen ermöglichen, gute Texte zu schreiben, oder ob sie es wünschendwert fände, wenn Frauen häufiger gedruckt und gelesen würden.




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Milui

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

Hng, ich hab grad meine Antwort versehentlich wieder gelöscht. Nochmal also.

Bias im Sinne von verengter Blickwinkel, ich meine nämlich beide Richtungen: Sowohl
In Bezug auf:
dass die gängige gesellschaftliche Ordnung es Frauen unmöglich macht, sie als ein Ich zu konstituiren, das tatsächlich etwas zu sagen hat


als auch dass die Frauen, die dann tatsächlich gut und wichtig schreiben, gleich auch viel weniger rezipiert werden. In dem Sinne war das also tatsächlich nicht als Vorwurf an Caddy formuliert, sondern als Zeichen dafür, dass die Welt scheiße ist. :abkürz:




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Milui

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: Keks]

Keks schrieb:
Ich hatte nicht den Eindruck, dass Milui das als Vorwurf an Caddy meinte.
(Ich würde es Caddy nicht vorwerfen. Milui tut das also auch nicht. Qed.)


Was denn sonst.




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Caddy

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: Milui]

Passend dazu sind die beiden Autorinnen, die ich konkret vorhabe, zu lesen (also irgendwann in den nächsten ein, zwei Jahren) in erster Linie durch ihre berühmten Autoren-Ehemänner bekannt: Ella Fitzgerald und Sofia Tolstaja. (Möglicherweise vergesse ich da aber auch gerade weitere.)

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: Milui]

Milui schrieb:
Hng, ich hab grad meine Antwort versehentlich wieder gelöscht. Nochmal also.

Bias im Sinne von verengter Blickwinkel, ich meine nämlich beide Richtungen: Sowohl
In Bezug auf:
dass die gängige gesellschaftliche Ordnung es Frauen unmöglich macht, sie als ein Ich zu konstituiren, das tatsächlich etwas zu sagen hat


als auch dass die Frauen, die dann tatsächlich gut und wichtig schreiben, gleich auch viel weniger rezipiert werden. In dem Sinne war das also tatsächlich nicht als Vorwurf an Caddy formuliert, sondern als Zeichen dafür, dass die Welt scheiße ist. :abkürz:



Das mit dem weniger rezipiert glaube ich garnicht; ich würde eher sagen: Wenn rezipiert, dann in die Fotzenecke gestellt, also (unabhängig von der Qualität) als "für Frauen" schreibend.
Auf der Ebene der Psychowichsvorlagen gibt es ja leider unzählige Frauen, die auch leider leider immens rezipiert werden...
Schmerzhaft indes ist es, wenn Gestalten wie Nöstlinger, Keun oder Haushofer unter Frauenliteratur gefasst werden.




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Mibora

Gefährte

für Caddy [Re: sphnix]


Kindheit

Ein Hauch,
wipfellos
vom Berg Epomeo,
Basalt und Feuer,
und dann
sein Zersanden ins Meer,
dort
einsenk
Spanne um Spanne den Arm:
Glutheiß dich faßt das
Unterirdische.

Darüber vielstimmiges
Erinnern. Was kommt,
steht im Dämmer
der Bucht unmeßbar;
nachtfühlig verpuppt: ein
um- und- um-
lichtender Wald.

Deiner Sinne am Grund,
vorhimmel-zeichnend
es auffliegt: Flügel, die
saßen einmal, nie-
gesichtete Schatten, jäh
stumm und schwarz,
im Winterskelett des Baumes,
maskentragende
Raben:

hirn-
ein-
nistend.

Heut nun: offne Sekunde
der Blick:
Herzmuskelschlag
am Berg:
die alten Schwärme.

In seinem Zersanden
unter dem
immerwachen Lid
die wahrsetzende
wiederkünftige
Zeit:

übergesichtiges Dunkel

Erich Arendt
Memento und Bild
( 1967- 1975)
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sphnix

Gefährte

nicht für Caddy [Re: Mibora]

Da ich ihn sehr schwer zu entschlüsseln finde: Kennst du eigentlich irgendwas gutes sekundärliterarisches zu Arendt? Oder gibts da nichts?



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Caddy

Gefährte

Re: nicht für Caddy [Re: sphnix]



(Aber ich schließe mich der Unklarheit an.)


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sphnix

Gefährte

Re: nicht für Caddy [Re: Caddy]

was betrauerst du?



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Caddy

Gefährte

Re: nicht für Caddy [Re: sphnix]

Das nicht.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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sphnix

Gefährte

Re: nicht für Caddy [Re: Caddy]

ah!



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Mibora

Gefährte

Re: für Sphinx und Caddy [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Da ich ihn sehr schwer zu entschlüsseln finde: Kennst du eigentlich irgendwas gutes sekundärliterarisches zu Arendt? Oder gibts da nichts?



würde ich zu einem Treffen auch gerne mitbringen und ausleihen. Auch für ganz lang, weil man das ja nicht so weg lesen kann/möchte.
Ich gehe aber erstmal auf eine längere Reise und würde mich so Mitte März auf ein Treffen freuen.
Was meint Ihr dazu?
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Caddy

Gefährte

Re: für Mibora [Re: Mibora]

Klingt gut.

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sphnix

Gefährte

Re: für Mibora [Re: Caddy]

Soll gehen, denk ich



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Caddy

Gefährte

Re: für Mibora [Re: sphnix]

Allerdings eher frühe Mitte, da ich ab 17. selbst für eine gute Woche weg bin.

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sphnix

Gefährte

Re: für Mibora [Re: Caddy]

Ich kann so weit im voraus ohnehin nicht planen; ich gehe nur davon aus, dass ich es mit 1, 2 Wochen Planzeit hinbekommen sollte.



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Caddy

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Nähere Auskünfte werden erbeten zur THM-Einführung und zu Lovecraft (oder schrobstest du da schonmal was?), sintemal ich mit seinen Kurzgeschichten auch nur begrenzt warmwerde.


Was willst Du denn zur THM*-Einführung wissen? (* Treffender ist tatsächlich, von einer Einführung in die THM-Werkausgabe zu sprechen, da in THMs Leben und Werk nicht eingeführt wird.)

Was Lovecraft angeht … schwierig. Ich mag seinen etwas antiquierten Schreibstil (in der deutschen Übersetzung), den finde ich aber auch inhaltlich besser bei Poe. Die narrative Struktur seiner (längeren) Texte ist ebenfalls gut herausgearbeitet, also die Indirektheit: Der Erzähler hat etwas erlebt, das Werk steht zeitlich aber später, während der Niederschrift des Erlebten. Hierdurch werden zusätzliche Unsicherheitsmomente geschaffen, der Schrecken bleibt immer vage. Zum Inhalt kann ich hingegen kaum etwas sagen. Er scheint mir eher belanglos zu sein, auch wenn ich dennoch nicht den Eindruck habe, dass er sich in seiner oberflächlichen Betrachtung erschöpft, ohne dass ich das konkreter fassen könnte. :/ Wenn die (kommentierte) Frenschkowski-Ausgabe nicht so verdammt teuer wäre, würde ich da ja mal einen Blick hineinwerfen, da ich Frenschkowski für recht fähig halte. Aber die ist halt teuer. Kannst Du denn genauer erfassen, warum Du mit seinen Kurzgeschichten nicht richtig warm wirst?


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sphnix

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
sphinx schrieb:
Nähere Auskünfte werden erbeten zur THM-Einführung und zu Lovecraft (oder schrobstest du da schonmal was?), sintemal ich mit seinen Kurzgeschichten auch nur begrenzt warmwerde.


Was willst Du denn zur THM*-Einführung wissen? (* Treffender ist tatsächlich, von einer Einführung in die THM-Werkausgabe zu sprechen, da in THMs Leben und Werk nicht eingeführt wird.)

Was Lovecraft angeht … schwierig. Ich mag seinen etwas antiquierten Schreibstil (in der deutschen Übersetzung), den finde ich aber auch inhaltlich besser bei Poe. Die narrative Struktur seiner (längeren) Texte ist ebenfalls gut herausgearbeitet, also die Indirektheit: Der Erzähler hat etwas erlebt, das Werk steht zeitlich aber später, während der Niederschrift des Erlebten. Hierdurch werden zusätzliche Unsicherheitsmomente geschaffen, der Schrecken bleibt immer vage. Zum Inhalt kann ich hingegen kaum etwas sagen. Er scheint mir eher belanglos zu sein, auch wenn ich dennoch nicht den Eindruck habe, dass er sich in seiner oberflächlichen Betrachtung erschöpft, ohne dass ich das konkreter fassen könnte. :/ Wenn die (kommentierte) Frenschkowski-Ausgabe nicht so verdammt teuer wäre, würde ich da ja mal einen Blick hineinwerfen, da ich Frenschkowski für recht fähig halte. Aber die ist halt teuer. Kannst Du denn genauer erfassen, warum Du mit seinen Kurzgeschichten nicht richtig warm wirst?



1. Ob sie gut ist

2. Da ich nur 2 Kurzgeschichten gelesen habe, hab ich keine gut gegründete Ansicht dazu; kann nur sagen, dass ich die Sprache (in der Üs) auf mittlerer Ebene mag, und dass ich das bissl, was ich kenne, nicht so wiklich belangvoll oder mich, Welt und Leben betreffend fand. Aber ich bin da auch kein ganz unvoreingenommener Leser; ich hab ja zuerst den theoretischen Quark gelesen.




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Caddy

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

1. Kennst Du Einführungsbände in Werkausgaben? Das ist halt einer. Es sind eben Auszüge aus verschiedenen Werken (Buddenbrooks, Briefe I, Essays I u.ä.) samt Kommentarteil enthalten und dann noch ein paar Texte über Thomas Mann, unter anderem der Essay von Adorno. Insgesamt nicht einmal 200 Seiten, deshalb sind da auch nicht allzu viele Texte drin. Ich kann aber gern nach dem Umzug nachgucken, wer die anderen Texte geschrieben hat, die nicht nur Editionsbeispiele sind, das weiß ich nicht mehr genau. Adorno war für mich aber klar der interessanteste.

2.Das mit der Belanglosigkeit deckt sich ja soweit mit meiner Einschätzung, die Bewertung der Sprache auch. Die Bücher, die ich letztes Jahr gelesen habe, waren auch nur »Lektüre für Zwischendurch«, also keinesfalls »Unbedingt lesen!«-Empfehlungen. Schlecht aber eben auch nicht. Irgendwie ein unbefriedigendes Urteil.


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sphnix

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: Caddy]

1. Ich glaube nicht; aber ich kann mir nu schon ein ungefähres Bild machen
2.




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Pyr

Gefährte

Re: caddys gesammelte werte, band #3 [Re: sphnix]

Zu Lovecraft müsste ich auch noch einen Verri- äh, eine Rezension schreiben.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

Gefährte

die Werte sind los [Re: Pyr]

Verriss mal!

---

Zu Thomas Mann: Ich mag die späten Tagebücher ja sehr, auch wenn sie im Schnitt sehr traurig (und komisch) sind. Ich kann die Angst vor dem Nichtarbeitenkönnen irgendwo so pervers nachvollziehen; andererseits zeigt das natürlich auch vollendet, wo der Irrsinn des neurotischen Prinzips der Problem"bewältigung" durch "Arbeit" liegt.




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sphnix

Gefährte

Re: die Werte sind los [Re: sphnix]

Pyr ist zu zartfühlend, um zu verrissen!



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sphnix

Gefährte

Re: die Werte sind los [Re: sphnix]

Caddy, was hast du eigentlich an mehr oder weniger psychoanalyse-theortischen Sachen gelesen? Ich meine, wir hätten uns über das Thema mal unterhalten; aber ich weiß fast nichts mehr über den Hintergrund.



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Caddy

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: sphnix]

Ich habe nur ein paar kürzere Sachen von Freud gelesen, ansonsten gar nichts, meine ich. Das wollte ich aber in absehbarer Zeit mal ändern.

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sphnix

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: Caddy]

Dann habe ich mich garnicht mit dir unterhalten? *parRRRRRrranoia*



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Caddy

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: sphnix]

Ich hatte Dich mal kurz gefragt, ob Du was von Adler kennst und was der so schreibt. Mehr nicht,* soweit ich mich erinnern kann.


* Goethe


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sphnix

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: Caddy]

Hm. Vermutlich hatte ich den Eindruck, weil wir Therapiekram bequatscht haben.



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sphnix

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: sphnix]

Ich glaube, dass Männer und Frauen unterschiedliche schreiben (bezieht sich auf Texte aus dem "westlichen" Kulturkreis)
Du darfst nur eins auswählen
ja
nein
keine Ahnung/egal/sonstwas


Stimmenannahme von (17.03.2014 16:35) bis (Kein Ende angegeben)
Ergebnis anzeigen




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Caddy

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: sphnix]

Ich las dieses Jahr sogar schon ein weibliches Buch.

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sphnix

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: Caddy]

ein weibliches?



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Caddy

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: sphnix]

Ne Frau wars, wos geschrieben hat.

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sphnix

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: Caddy]

wasn?



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sphnix

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: sphnix]

An die "Ja"-Antwortenden:
Worin seht ihr die Unterschiede?




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Caddy

Gefährte

Re: die Lose sind's wert [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
wasn?


Hélène Bessettes »Ida oder das Delirium«.


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Pyr

Gefährte

No, Milch hat er gewollt. [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Mehr nicht,* soweit ich mich erinnern kann.


* Goethe



Hüpsch.



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: Pyr]

Ist allerdings von Bernhard geklaut.

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gwen

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Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: Caddy]

Ich möchte petzen, dass Caddy nicht wusste, wo die Handlung des Zauberbergs spielt.

Wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag für Amore!
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Caddy

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: gwen]

In einem Sanatorium, der Ort ist ja wohl scheißegal.

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gwen

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Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: Caddy]

Berge! Berge sind wichtig!

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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: gwen]

wowannwiewarum?



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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
In einem Sanatorium, der Ort ist ja wohl scheißegal.


Das ist auch wieder wahr.




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gwen

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
wowannwiewarum?


Wir spielen Quizduell gegeneinander.


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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: gwen]

ist das ein handyding?



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gwen

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: sphnix]

Jepp.

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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: gwen]

Caddy, ich hab übrigens für die letzten Räuber eh keine Karten mehr bekommen; falls du dich also einklinken möchtest, könntest du nen termin vorschlagen. Dito natürlich Messerline.



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Caddy

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: sphnix]

Gibt's irgendwo eine Übersicht über die Termine?

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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: Caddy]

27 märz/3. april wären die nächsten



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Caddy

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: sphnix]

3. April geht bei mir nicht so gut, also der 27. März.

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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: Caddy]

Bist du ein Reserviergenie und kannst reservieren? ich bin da unfähig, und ich fürchte, wenn wir das nicht machen, kommen wir nimmer rein.

Line, was ist mit dir?




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Caddy

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: sphnix]

Ich weiß ja nicht mal wo und habe da sicherlich auch noch nie reserviert. Keine Ahnung, ob da irgendwas zu beachten ist.

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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: Caddy]

dito, bis auf das wo



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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: sphnix]

...und grade scheint mir jmd die letzten Karten vor der nase wegreserviert zu haben

--




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Mesalina

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: sphnix]

Ich hab dir schon vor 2 Wochen oder so gesagt, buch rechtzeitig

Why is there never a big red button?

Try not to start a war before I get home, you know what it does for the traffic.

Hermits united.
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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: Mesalina]

Ich kann nicht Wochen vorher wissen, ob ich an einem Abend Zeit und Lust habe. Und erst recht dann nciht, wenn ich noch 2, 3 andere Personen erstmal fragen muss.



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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: sphnix]

Vielleicht solltens wirs einfach spontan an der Abendkasse versuchen und uns ersatzhalber einen Film vorher überlegen
--
Caddy, ich schulde dir noch den Geburtstagscocktail, ist mir aufgefallen




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Caddy

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: sphnix]

Als Jumbo!

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gwen

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: Caddy]

Mit viel Eis.

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sphnix

Gefährte

Re: No, Milch hat er gewollt. [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Als Jumbo!

das kommt darauf an, wo. Beim mexikaner in der Gisela, wo ich eh lang schion wieder hinwollte, geht das klar



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Caddy

Gefährte

Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

Das brauch ich vielleicht noch: https://youtube.com/watch?v=5hfYJsQAhl0

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Tar

Gefährte

Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Das war die längste Threadsuche meines Lebens! (Was nicht viel heißt, freilich )
Caddy, hast Du den unendlichen Spaß inzwischen gelesen?
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Caddy

Gefährte

Re: Caddys Merkhalde [Re: Tar]

Willst Du damit sagen, mein Thread sei schlecht gepflegt?

Nee, immer noch nicht. Und irgendwie sehe ich es gerade auch nicht näher rücken. Scheiß Büchermassen.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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gwen

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Ich glaub, der Thread schimmelt auch schon.

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gwen

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Re: Caddys Merkhalde [Re: gwen]



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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: gwen]

Sieht schön aus.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Ich kann sowas auch in Kaffeetassen herstellen.


Caddy, hast du eigentlich mal was von Frau Zeh gelesen? Ich las grade ihr letztes Buch und ärgerte mich wieder ein klein wneig darüber, dass das Weib neben vielen andern Fehlern außerdem auch keine Sprache hat. (hier besonders, weil ich da die Konstruktion der Geschichte zumindest nicht rein-schematisch, sondern potenziell nicht reizlos fand; die Umsetzung hingegen eher ungeschickt)




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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

Nö, habe ich nicht. Aber ich habe dieses Jahr schon zwei Bücher von Autorinnen gelesen, die ich beide als sprachlich herausragend wahrgenommen habe: Hélène Bessette und Gertrude Stein.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Du willst doch nur deine Frauenquote aufhübschen
Wer ist denn erstere und was hat sie geschrieben?




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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

Französische Schriftstellerin, die in den 50-70ern gar nicht so wenig geschrieben hat (13 Romane zu Lebzeiten veröffentlicht), aufgrund ihres nicht vorhandenen kommerziellen Erfolgs aber kaum ins Deutsche übersetzt wurde – bisher erst zwei … Romane …, gelesen habe ich davon »Ida oder das Delirium«. Darin geht es um eine Mitsechzigerin, Ida, die zu Beginn des Textes bereits Selbstmord begangen hat. Zu Wort kommen die Frau, für die Ida gearbeitet hat, und deren Freunde. Vorgeblich wollen diese ergründen, wie es zu dem Selbstmord kommen konnte, doch zeigt sich dabei nur die Ausweglosigkeit dieser Ergründung, da die zu Wort Kommenden nicht bereit sind, ihre Werte zu hinterfragen: Ihre Werte, ihre Sprache müssen vor dem Selbstmord bewahrt werden. Entsprechend wird der Selbstmord in die Sphäre dessen, worüber man nicht Sprechen kann, verfrachtet, die letztliche Sprachlosigkeit als Schutz der entmenschlichten und entmenschlichenden Ideologie der Sprecher errichtet.

Bessette über ihre eigene Sprache: »Der blinde, taube und stumme Dichter kann nur in einer Sprache außerhalb der Regeln schreien.«

Das Buch hat mit 120 Leerraum-reichen Seiten einen sehr geringen Umfang und ist ausleihbar beim Caddy Ihres Vertrauens.


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~ William S. Burroughs, »Octopus«

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~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

hm! ich werde das erwägen.



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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

Foucaultleser!
Danke übrigens nochmal für Müh und Leid.




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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

In Bezug auf:
Ein Holocaust-Konformismus entwickelte sich, ein Holocaust-Sentimentalismus, ein Holocaust-Kanon, ein Holocaust-Tabusystem und die dazugehörige zeremonielle Sprachwelt; Holocaust-Produkte für den Holocaust-Konsumenten wurden entwickelt. […] Inzwischen leben wir inmitten von dinosaurierhaftem Spielberg-Kitsch und dem absurden Stimmengewirr aus der unfruchtbaren Diskussion um das Berliner Holocaust-Mahnmal; und man wird sehen, es kommt die Zeit, da die Berliner, und natürlich die dorthin verschlagenen Fremden (mir erscheinen vor allem die Gruppen beflissener japanischer Touristen vor meinen Augen), in peripatetische Betrachtungen versunken und umbraust vom Berliner Verkehrslärm in dem mit Kinderspielplatz ausgestatteten Holocaust-Park spazierengehen, während ihnen Spielbergs 48 239 Interviewpartner ihre eigene, individuelle Leidensgeschichte in die Ohren flüstern - oder brüllen?


~ Imre Kertész, »Wem gehört Auschwitz?«


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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Sowie, anfangs über Schindlers Liste:
In Bezug auf:
Die wichtigste Botschaft seines Schwarzweißfilmes sehe ich in der am Ende des Films in Farbe erscheinenden siegreichen Menschenmenge; ich halte aber jede Darstellung für Kitsch, die nicht die weitreichenden ethischen Konsequenzen von Auschwitz impliziert und der zufolge der mit Großbuchstaben geschriebene MENSCH - und mit ihm das Ideal des Humanen - heil und unbeschädigt aus Auschwitz hervorgeht. Wenn es so wäre, würden wir heute nicht mehr über den Holocaust reden oder höchstens so wie von einer fernen historischen Erinnerung, wie, sagen wir, von der Schlacht bei El-Alamein. Für Kitsch halte ich auch jede Darstellung, die unfähig - oder nicht willens - ist zu verstehen, welcher organische Zusammenhang zwischen unserer in der Zivilisation wie im Privaten deformierten Lebensweise und der Möglichkeit des Holocaust besteht; die also den Holocaust ein für allemal als etwas der menschlichen Natur Fremdes festmacht, ihn aus dem Erfahrungsbereich des Menschen hinauszudrängen versucht. Doch für Kitsch halte ich auch, wenn Auschwitz zu einer Angelegenheit bloß zwischen Deutschen und Juden, zu etwas wie einer fatalen Unverträglichkeit zweier Kollektive degradiert wird; wenn man von der politischen und psychologischen Anatomie der modernen Totalitarismen absieht; wenn man Auschwitz nicht als Welterfahrung auffaßt, sondern auf die unmittelbar Betroffenen beschränkt.



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Mibora

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
In Bezug auf:
Ein Holocaust-Konformismus entwickelte sich, ein Holocaust-Sentimentalismus, ein Holocaust-Kanon, ein Holocaust-Tabusystem und die dazugehörige zeremonielle Sprachwelt; Holocaust-Produkte für den Holocaust-Konsumenten wurden entwickelt. […] Inzwischen leben wir inmitten von dinosaurierhaftem Spielberg-Kitsch und dem absurden Stimmengewirr aus der unfruchtbaren Diskussion um das Berliner Holocaust-Mahnmal; und man wird sehen, es kommt die Zeit, da die Berliner, und natürlich die dorthin verschlagenen Fremden (mir erscheinen vor allem die Gruppen beflissener japanischer Touristen vor meinen Augen), in peripatetische Betrachtungen versunken und umbraust vom Berliner Verkehrslärm in dem mit Kinderspielplatz ausgestatteten Holocaust-Park spazierengehen, während ihnen Spielbergs 48 239 Interviewpartner ihre eigene, individuelle Leidensgeschichte in die Ohren flüstern - oder brüllen?


~ Imre Kertész, »Wem gehört Auschwitz?«




Caddy, ganz losgelöst vom Text: warst du schon einmal beim Mahnmal in Berlin?
Und wenn ja, wie hast du es da empfunden?
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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Mibora]

Nein, ich kenne das Mahnmal nur von Fotos.

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Mibora

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Ich frug auch nur, weil ich damals die Diskussionen, Auseinandersetzungen und Merkwürdigkeiten um den Bau verfolgt hatte ( ab 1994 )und dann 2008, über meine eigenen Empfindungen vor Ort, verwundert war.
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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Mibora]

Was hat Dich denn verwundert?

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Mibora

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Was hat Dich denn verwundert?



Ich kann mich erinnern, dass ich die damalige öffentliche Debatte um die Entwürfe, als völlig neu empfunden hatte. Da wurde gestritten und diskutiert und immer wieder tauchten neue Empfindlichkeiten, viel Wut, Zorn und Trauer zu tage. Das hatte ich bis dahin in dieser Form noch nicht erlebt. Ich fand es damals spannend und richtig.
Auch kann ich mich erinnern, dass ich mich damals wahnsinnig über die geforderten Bäume von Helmut Kohl geärgert hatte.
Und an jene Bäume kann ich mich überhaupt nicht erinnern bzw. habe ich die kein bisschen wahrgenommen.
Die langen Gänge und die Unsicherheit beim durchwandern, dieses Unwirklichkeitsgefühl , diese Ohnmacht und diese Stille, daran kann ich mich aber sehr gut erinnern.
Ich fühlte mich zu diesen Empfindungen nicht hingedrängt ( was ich ein bisschen befürchtet hatte).
Mich hat die Begegnung still werden lassen.
Es waren an diesem Tag aber auch keine Touristenhorden unterwegs, dann mag es anders sein.
Im Dezember werde ich wieder in Berlin sein, vielleicht gehe ich dann nochmal hin.
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Mibora

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Mibora]

Caddy: hast du von Eugen Kogon- Der SS-Staat gelesen?
Ich wollte das unlängst zu einem Beitrag von dir empfehlen, weiß aber nicht mehr wo das Thema aufkam...
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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Mibora]

Caddy muss verflucht werden. Caddy hat GEWONNEN.



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gwen

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

Bei was?

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gwen

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Re: Caddys Merkhalde [Re: gwen]

Spielt ihr Strip-Poker?

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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: gwen]

ne, dominion wars



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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Mibora]

Mibora schrieb:
Caddy: hast du von Eugen Kogon- Der SS-Staat gelesen?
Ich wollte das unlängst zu einem Beitrag von dir empfehlen, weiß aber nicht mehr wo das Thema aufkam...


Nein, der Titel sagt mir gar nichts und ich glaube, selbst den Autornamen noch nie gelesen zu haben. Was genau ist das denn für ein Buch?


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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Trailer zu Shirley.

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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

»diskreter Faschismus«
~ Imre Kertész


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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Caddy, kann es sein, dass ich deine Adresse garnicht hab?



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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

Keine Ahnung, das weißt Du wahrscheinlich besser als ich.

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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

depp

schick mal, vielleich überkommt mich ja das Bedürfnis, aus der Ferne Karten an Leute zu schicken (Najade, du könntest auch, wenn du magst )



Vielleicht auch nicht, aber dann hab ich wenigstens die nötigen Informationen, wenn ich dich irgendwann mit meinem Zorn und Schadzaubern belegen will.




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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

Dann ist meine Adresse dieselbe wie die von Najade.

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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Ich glaube, du warst als Kind unheimlich lieb und nett und hast dir alle Unausstehlichkeit für später aufgehoben, um sie professionell und auf höchster Ebene zu betreiben



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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

Die Unausstehlichkeit gewinnt aber auch dadurch, dass ich sie auf eine Person fokussiere.

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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Etwa auf mich?



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Geändert durch sphinx (16.09.2014 12:14)

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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

Hallo, sphinx! :wink:

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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Eigentlich finde ich Exklusivität ja ganz ansprechend; indes!



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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

Das erinnert an das Ende von »Der Turm«.

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sphnix

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Re: Caddys Merkhalde [Re: Caddy]

Dieses las ich nicht; wie endete es?



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Caddy

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

»aber dann auf einmal …

schlugen die Uhren, schlugen den 9. November, »Deutschland einig Vaterland«, schlugen ans Brandenburger Tor:«

Mehr kenn ich von dem Roman aber auch nicht.


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Najade

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Re: Caddys Merkhalde [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
(Najade, du könntest auch, wenn du magst )






In Bezug auf:

Vielleicht auch nicht, aber dann hab ich wenigstens die nötigen Informationen, wenn ich dich irgendwann mit meinem Zorn und Schadzaubern belegen will.

Das geht nur an Caddy, ne?


Caddy schrieb:
Dann ist meine Adresse dieselbe wie die von Najade.




.
.
Die zurückhaltende Najade ist zurückhaltend! Die lernresistente Najade ist lernresistent!
.
.
"And what good is it to me that you're here now? Where were you twenty years ago, ten years ago? How dare you, how dare you come to me now, when I am this?[...] I wish you had never come. Why did you come now?"
― Peter S. Beagle, The Last Unicorn
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gwen

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Gründe, aus denen Caddy doof ist: [Re: Najade]

Weil er MEINE Lego-Bluray unter Verschluss hält (in seiner Tasche).



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Geändert durch gwen (24.09.2014 17:11)

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Caddy

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Re: Gründe, aus denen Caddy doof ist: [Re: gwen]

Off-Topic.

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gwen

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Re: Gründe, aus denen Caddy doof ist: [Re: Caddy]

Weiß ich doch nicht, dass der feie Herr für alles einen eigenen Thread hat.

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Pyr

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Re: Gründe, aus denen Caddy doof ist: [Re: gwen]

Fei scho, gell?


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: Gründe, aus denen Caddy doof ist: [Re: Pyr]



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gwen

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Re: Gründe, aus denen Caddy doof ist: [Re: Caddy]



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Caddy

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Re: caddy merkt an [Re: gwen]

Artikel über René Pollesch

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Pyr

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Re: caddy merkt an [Re: Caddy]

Klingt unentschlossen. Der Mann, nicht der Artikel.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: caddy merkt an [Re: Pyr]

Nach dem einen Stück, das ich von Pollesch gesehen habe, liegt das aber tatsächlich eher am Artikel. Wobei die Unentschlossenheit selbstverständlich auch ›zwischen‹ den Stücken stattfinden kann.

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Pyr

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Re: caddy merkt an [Re: Caddy]

Ich meine unentschlossen insofern, als dass mir die Haltung zwischen Analyse, Kritik und "rein deskriptiver", bzw. affirmativer Darstellung von "Postmoderne" zu schwanken scheint.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: caddy merkt an [Re: Pyr]

Kannst Du das näher ausführen? Einen Widerspruch zwischen Analyse und Kritik kann ich nicht sehen und ich bin mir nicht sicher, wo Du bei Pollesch das affirmative Moment siehst.

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Pyr

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Re: caddy läuft an [Re: Caddy]

Googleergebnisse sind schon skurril.

In Bezug auf:
Diese Seite enthält schrittweise Anleitungen zum Coupon Caddy von Ihrem computer.Please entfernen diese Anleitung verwenden, um ...




In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.

Geändert durch Pyr (03.10.2014 04:51)

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Pyr

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Re: caddy dankt ab [Re: Pyr]




In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: caddy dankt ab [Re: Pyr]

Da lacht der Biedermeier-Standsekretär.

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sphnix

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Re: caddy dankt ab [Re: Caddy]





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Pyr

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Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: sphnix]




In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Pyr]

Am schlimmsten trifft es übrigens sphinx:

Wand-WC
Waschtisch mit Hahnloch (auf Englisch sexistisch)
Schwingstuhl »Edler Schwinger«
Designer-Ledersofa
Deckenleuchte


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Danath_Alavye

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Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Caddy]

'WC-Lederleuchte "Edler Schwinger" mit Hahnloch' hat auch was.



Spalt.
Schaltet den Schmerz ab.
Schnell.
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Pyr

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Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Caddy]



In Bezug auf:
PYR ist eine hinterhältige Malware. Diese Seite ... Agent.PYR und sämtliche zugehörige Virus. ... PYR, wie man loswerden Java/Exploit.Agent.




In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Danath_Alavye

Gefährte

Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Pyr]

In Bezug auf:
#32 29.06.2012, 14:43 von Pyr
Japp
Natürlich sind nicht alle Italiener Rassisten, aber wenn man mal längere Zeit in Italien war, fällt einem schon auf, dass die Schwarzen einen ziemlich festen Platz in deren Gesellschaftsgefüge zu haben scheinen.... wie auch immer:

Ich finde es schade, dass wir gestern verloren haben... ein Weltuntergang war es ja nun aber nicht... wie sagte der Kommentator nach der zigfachsten vergebenen deutschen Chance: "Es soll heute (mal wieder) einfach nicht sein." Und so isset jewesen.

Zu Balotteli selbst: Ich find den cool und finde, dass solche Charakterköpfe wie er oder Wayne Rooney auch mit zum Sport gehören... dass wir keinen haben (wie Basler früher vielleicht), ist sicherlich ein wenig schade (gerade auch unter Unterhaltungsaspekten... und was bitte ist Fußball sonst?), aber die kann man auch nicht herbeizaubern... und ich finde Typen wie Özil oder Klose, die halt auch einfach mal die Fre*** halten können, irgendwie auch ganz gut.




Oder:

http://www.emk-staffelbach.ch/de/angebote/jungschar.html




Spalt.
Schaltet den Schmerz ab.
Schnell.
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Caddy

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Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Pyr]

Ach, zur positiven Bestätigung kannst Du doch einfach den Standsekretär-Beschreibungstext lesen:
»Kommen Sie als Antiquitätenliebhaber bei [Pyr] nicht auch ins Schwärmen ?*** Was ein elegantes, ausgefallenes Schmuckstück wir Ihnen hier anbieten […] An [Pyr] ist alles gut erhalten […] Er ist nicht zerlegbar.«


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Caddy

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Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Caddy]

Und ich wünsche mir dieses Bild als Deinen neuen Avatar, Pyr:



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sphnix

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Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Am schlimmsten trifft es übrigens sphinx:

Wand-WC
Waschtisch mit Hahnloch (auf Englisch sexistisch)
Schwingstuhl »Edler Schwinger«
Designer-Ledersofa
Deckenleuchte





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Pyr

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Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Und ich wünsche mir dieses Bild als Deinen neuen Avatar, Pyr:





Nein.



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Mesalina

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Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Pyr]



Why is there never a big red button?

Try not to start a war before I get home, you know what it does for the traffic.

Hermits united.
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Pyr

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Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Mesalina]

Höchstens, wenn man die Jungschar raushaut.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

Gefährte

Re: Coupon-Caddy ist tödliche Anwendung, das Web-Browser-Hijacking und leitet die Suchmaschinenergebnissen auf ... [Re: Pyr]

Hm, das -r ließe sich eventuell zu einen -h erweitern.

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Caddy

Gefährte

Re: Harry Manteuffel [Re: Caddy]

Bisher kannte ich nur die deutsche Harry-Potter-Lesung von Rufus Beck, seit einigen Jahren ist aber auch eine zweite Fassung erhältlich, gelesen von Felix von Manteuffel. Den ersten Teil dieses Hörbuchs habe ich die letzten Tage gehört, und bin sehr positiv überrascht. Durch das extreme Stimmeverstellen Rufus Becks zur ›Ausdifferenzierung‹ der Figuren vergisst man leicht, dass ein Sprecher Dynamik auch (d.h.: vor allem) auf anderen Wegen herstellen kann: Manteuffel differenziert tonal, im Tempo und in der Lautstärke und das – im Vergleich mit Rufus Beck muss das gesondert hervorgehoben werden – auch beim Erzähler, der eben keine neutrale und letztlich leere Instanz ist. Die Lesung wirkt wesentlich facettenreicher, wesentlich nuancierter und das ganz ohne Dialektanhäufungen und Halleffekte – Manteuffel liest den Text und holt damit mehr aus ihm heraus. Betonungsfehler habe ich auch nicht registriert, was nicht betont werden müsste, wenn bei Beck nicht in jedem Absatz ein Satz auftauchen würde, der gegen jeden möglichen Sinn betont ist. Ich freue mich schon auf die weiteren Teile.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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Caddy

Gefährte

Re: Harry Manteuffel [Re: Caddy]

Ach ja: Netter Nebeneffekt davon, dass Manteuffel die Bücher um ein oder zwei Jahre versetzt eingelesen hat: Sirius Black heißt von Anfang an so, nicht erst ab Band 3 und vorher Sirius Schwarz.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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Caddy

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Re: Harry Manteuffel [Re: Caddy]

Die Forderung, verschiedene Wissenschaften miteinander zu verknüpfen, erinnert mich an den Satz »Wir glauben doch alle an denselben Gott«, wenn es um verschiedene Religionen geht: Wenn die Aussage wahr, die Forderung berechtigt sein soll, dann ist sie auf völlig leere Begriffe angewiesen.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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Pyr

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Das Gefängnis der Toleranz [Re: Caddy]

Bzw. auf das Metasystem ("Wissenschaft"), welches gleichzeitig das Ganze abbilden und ausdrücken können soll, während es abgeschlossene atomistische Untersysteme (die Einzelwissenschaften und -disziplinen) erschaft, die erst auf einer zweiten Ebene funktionalistisch miteinander in Beziehung treten, bzw., gesetzt werden können. Das Ergebnis ist ein aufsummierendes Substanzdenken, wo für den jeweiligen Diskurscocktail soundsoviele Teile Chemie auf soundsoviele Teile Biologie, Psychologie, Wirtschaftswissenschaft, etc. geschüttet werden und wo als die einzig diskutierbare Frage diejenige der konkreten Mischungsverhältnisse verbleibt. Eine Analyse (und Kritik) des "Ganzen" (welches vielmehr ein fragmentierendes und fragmentiertes darstellt) und der Gedanke eines mit diesem Ganzen Nichtidentischen sind in dieser Konstellation nicht mehr möglich.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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:o [Re: Pyr]

Er ist blau und arbeitet für die Polizei, habe ich im Radio erfahren!



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Caddy

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Re: :o [Re: sphnix]

?

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sphnix

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Re: :o [Re: Caddy]

Eine Radarfalle in einem blauen Caddy! Aber ich hab den falschen Thread



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gwen

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Re: :o [Re: sphnix]

Gone Girl
Hüter der Erinnerung
Guardians of the Galaxy
A Most Wanted Man
I Origins
Finding Vivian Maier


Wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag für Amore!
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sphnix

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Re: :o [Re: gwen]

Das sind Werke?



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gwen

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Re: :o [Re: sphnix]

Das sind mögliche Filme fürs Wochenende.

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Caddy

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Re: :o [Re: gwen]

Den zweiten und den dritten ja mal auf keinen Fall. Vivian Maier ist mir wahrscheinlich, wie immer, zu früh. Von den restlchen klingt I Origins am interessantesten, auch wenn ich da ja jede Menge Esoterik befürchte. Was nicht gegen die Sichtung spricht.

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gwen

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Re: :o [Re: Caddy]

I Origins kommt Sonntag um 21:30 Uhr.
Bei den anderen zwei verbleibenden Filmen wären wir sehr flexibel, weil da gefühlt immer irgendwo der Film läuft.


Wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag für Amore!

Geändert durch gwen (15.10.2014 22:01)

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sphnix

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Re: :o [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Den zweiten und den dritten ja mal auf keinen Fall. Vivian Maier ist mir wahrscheinlich, wie immer, zu früh. Von den restlchen klingt I Origins am interessantesten, auch wenn ich da ja jede Menge Esoterik befürchte. Was nicht gegen die Sichtung spricht.

Guck mal den Riot dings



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Caddy

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Re: :o [Re: sphnix]

Arteholic dürfte jetzt eigentlich auch angelaufen sein. Hmm …

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Mibora

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Werkausgaben [Re: Caddy]

Sind die Werkausgaben eigentlich bei Pessoa und Nabokov ähnlich teuer, wie bei Mann?
Ich habe nämlich eben einen Geburtstagswunsch ( Briefe 2) auf drei Menschen aufgeteilt.
Überhaupt denke ich darüber nach, ob ich meine Reihe überhaupt noch fortsetzen möchte. Also, die Briefe möchte ich auf jeden Fall komplett haben, aber die Kommentarbände zu den Werken bringen mir eigentlich nicht viel. Vielleicht habe ich aber auch das Konzept nicht verstanden, denn die Informationen sind mir aus anderen Büchern schon alle bekannt.
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Caddy

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Re: Werkausgaben [Re: Mibora]

Die Nabokov-Werkausgabe kostet zwischen 20 und 40 Euro je Band, bei Pessoa sind es zwischen 10 und 70 – letztere ist aber teilweise auch als Taschenbuch erschienen, ansonsten wäre der untere Wert etwas höher. Im Unterschied zu Thomas Mann (und weitgehend auch zu Nabokov) sind Pessoas Werke allerdings beinahe ausschließlich in dieser Ausgabe erschienen, sodass man zum Pessoa-Lesen auf die Werkausgabe angewiesen ist. Bei Mann trifft das ja soweit nur auf die Brief- und Essay-Bände zu.

Was die Bekanntheit der Informationen angeht: Klar, wenn Du in der Materie drinsteckst und viel Sekundärliteratur gelesen hast, gibt es in den Kommentarbänden nicht allzu viel Neues. Das ›Neue‹ liegt hier eher in der Sammlung und Zusammenführung der Informationen und Gedanken (auch wenn hier, soweit ich weiß, die Betrachtungen eines Unpolitischen aus dem Rahmen fallen). Neue Interpretationen im engeren Sinne will die Edition gar nicht anführen, sondern das bereits Vorhandene einheitlich aufzeigen.


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sphnix

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Re: Werkausgaben [Re: Caddy]

Was ist bei den Betrachtungen?



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Caddy

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Re: Werkausgaben [Re: sphnix]

Ich habe einer Rezension entnommen, dass Kurzke bei diesen eine völlige Neubewertung vornimmt. Allerdings kann ich die Rezension gerade nicht finden, weiß also nicht, in welche Richtung überhaupt.

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sphnix

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Re: Werkausgaben [Re: Caddy]

Schade. Ich hab die ja mal seminarhalber angefangen, aber dann nicht fertiggelesen (u.a. wg der Länge - und weil ich den Eindruck hatte, dass der zauberberg das bessre Buch ist.
Aber gerade deswegen haben die Betrachtungen vermutlich eine Art Negativberechtigung; alles, was darin steht, steht nicht mehr im Zauberberg )




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Caddy

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Re: Werkausgaben [Re: sphnix]

Diese Rezension ist zwar nicht die, die ich schon einmal gelesen habe, aber da stehen auch ein paar Punkte zu Kurzkes Neuinterpretation.

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sphnix

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Re: Werkausgaben [Re: Caddy]

In Bezug auf:
Entspannt könne man die Betrachtungen wieder in den »liberalen Diskurs einspeisen«.



Ist natürlich schön, wenn das die Alternativen sind (also: reaktionäre Revolution vs liberaler Diskzurs )




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Caddy

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Re: Werkausgaben [Re: sphnix]

Von einer sinnvollen Neubewertung war meinerseits nie die Rede!

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sphnix

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Re: Werkausgaben [Re: Caddy]

Ich habe ja auch nicht dich kritisiert, du Depp



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Caddy

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Re: Werkausgaben [Re: sphnix]

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/589529/Die-dunkle-Bluete

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Caddy

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Re: Werkausgaben [Re: Caddy]








Den Band sollte ich mir wohl mal kaufen.


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sphnix

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Re: Werkausgaben [Re: Caddy]





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Mibora

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Martin,Mief und Schenkelklopfer [Re: sphnix]

Ich bin da ziemlich naiv und voller Vorfreude reingestolpert. Die Karte war ein Geburtstagsgeschenk, da war mir das Thema Tagebücher eigentlich nicht so wichtig. Denn mit Tagebüchern habe ich ja eigentlich so meine Schwierigkeiten. Dafür und für meine Naivität kann natürlich keiner was, Aber die Mann-Tagebücher nur auf das Magenmittel zu reduzieren, hat mir nicht gefallen.Wenn es denn so einfach wäre, dann würde ich mich damit nicht schon solange beschäftigen und gelegentlich auch quälen.
Eigentlich wollte ich Martin Walser nur mal sehen, weil ich ein paar Bücher von ihm sehr schätze.
Mit dieser Feindseligkeit im Saal hatte ich nicht gerechnet und war auch ein bißchen geschockt.
Da wurden ganze Sitzreihen reserviert und jeder der nach einem Platzt fragte, erst mal angeschnauzt. Sehr merkwürdige Stimmung. Und ach Gottchen, diesmal keine bösen Plakate von Studenten. Dafür gab es reichlich Leberwurstgebaren von allen Seiten.
Meine Güte, wenn er keine Kritik mehr ertragen kann, dann soll er einfach nix mehr veröffentlichen.
Am meisten habe ich mich aber über mich selbst geärgert. Ich hätte gehen sollen und vorher noch mal kräftig alle Fenster aufreißen sollen. Irgendwie habe ich mich von diesem Mief und Muff einschüchtern lassen.
Bislang konnte ich immer den Autor vom Werke trennen. Da geht jetzt nicht mehr.
Ich muss jetzt mal nachdenken, ob mir das gefällt.
Es ist mir aber mal wieder klar geworden, dass mich diese ganzen Geschichten von Verlegern und überhaupt dem Verlagszirkus, kein Stück mehr interessieren.
So gesehen, war der Abend nicht umsonst.
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gwen

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Re: Martin,Mief und Schenkelklopfer [Re: Mibora]



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sphnix

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Re: Martin,Mief und Schenkelklopfer [Re: gwen]

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gwen

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Re: Martin,Mief und Schenkelklopfer [Re: sphnix]

Das Bild war heute auf dem Cover eines Buches, welches ich für ein Seminar kopieren musste.

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sphnix

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Re: Martin,Mief und Schenkelklopfer [Re: gwen]

Ist das in einem Zimmer?



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gwen

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Re: Martin,Mief und Schenkelklopfer [Re: sphnix]

Ich dachte an einen Keller.

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Caddy

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: gwen]

Extra für Milui, auf das der völlig zufällige Anstieg an Autorinnen als Veränderung im Status quo fehlgedeutet werden kann:

Fjodor M. Dostojewskij: Die Brüder Karamasow
Fernando Pessoa: Alberto Caeiro. Poesia – Poesie
Hélène Bessette: Ida oder das Delirium
Georges Perec: W oder die Kindheitserinnerung
Christian Kracht: Imperium
Thomas Bernhard: Beton
Imre Kertész: Ich – ein anderer
Franz Kafka: Die Verwandlung
Péter Esterházy: Esti
Andreas Gloge & Volker Sassenberg: Gabriel Burns. Verehrung
Nicolas Mahler: Franz Kafkas nonstop Lachmaschine
William Shakespeare: The Tempest / Der Sturm
Miguel de Cervantes Saavedra: Der geistvolle Hidalgo Don Quijote von der Mancha
Gertrude Stein: Die Welt ist rund
Daniel Defoe: Leben und seltsame, überraschende Abenteuer des Seefahrers Robinson Crusoe aus York, welcher achtundzwanzig Jahre lang ganz allein auf einer einsamen Insel an der amerikanischen Küste lebte, nahe der Mündung des großen Orinokostromes, als einziger Überlebender nach einem Schiffbruch an Land geworfen. Nebst einem Bericht, wie er zu guter Letzt von Piraten wunderbar errettet ward. Von ihm selber erzählt
J.M. Coetzee: Mr. Cruso, Mrs. Barton & Mr. Foe
Nicolas Mahler: Mein Therapeut ist ein Psycho!
A.A. Milne: Pu der Bär
Robert Louis Stevenson: Die Schatzinsel
Patrick Chamoiseau: Die Spur des Anderen
Arno Schmidt: Schwarze Spiegel
Nicolas Mahler: Alice in Sussex
Gérard Genette: Die Erzählung [Diskurs der Erzählung; Neuer Diskurs der Erzählung]
J.M. Coetzee: Foe
Albert Camus: Der Fremde
Nicolas Mahler: Die Zumutungen der Moderne
Judith Butler: Das Unbehagen der Geschlechter (Gender Trouble)
Don DeLillo: Falling Man
Gayatri Chakravorty Spivak: Can the Subaltern Speak? Postkolonialität und subalterne Artikulation
Miguel de Cervantes Saavedra: Zweiter Teil des geistvollen Ritters Don Quijote von der Mancha
Vladimir Nabokov: Der Späher
Nicolas Mahler & Thomas Bernhard: Alte Meister
Antonin Artaud: Van Gogh, der Selbstmörder durch die Gesellschaft
Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen
Nicolas Mahler: Was fehlt uns denn?
Imre Kertész, Péter Esterházy: Eine Geschichte. Zwei Geschichten
Nicolas Mahler: Die Herrenwitz-Variationen
Nicolas Mahler: Pornographie und Selbstmord
Aristoteles: Poetik
Nicolas Mahler: Spam
Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen
Joanne K. Rowling: Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Nicolas Mahler: Das Unbehagen
Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Feuerkelch
Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Orden des Phönix
Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Halbblutprinz
A.A. Milne: Pu baut ein Haus
Joanne K. Rowling: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
Francis Bacon: Neu-Atlantis
Nicolas Mahler: Längen und Kürzen. Das schriftstellerische Gesamtwerk, Band 1
Nicolas Mahler & Thomas Bernhard: Der Weltverbesserer
Helge Schneider: Aprikose, Banane, Erdbeer. Kommissar Schneider und die Satanskralle von Singapur
Michael Ende: Die unendliche Geschichte
Michael Maar: Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte. Der Schlüssel zu Harry Potter!
J.M. Coetzee: Schande
Imre Kertész: Letzte Einkehr. Tagebücher 2001–2009


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sphnix

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: Caddy]

Das ist sicher geschummelt; bestimmt hast du einige der Bücher zum 2. mal gelesen!



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Caddy

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: sphnix]

Ja, klar. Aber warum sollte das geschummelt sein?

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sphnix

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: Caddy]

Weil ich wh-Bücher nie in meine Listen mit aufnehme!



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Caddy

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: sphnix]

Warum nicht? Meine Lektüre der Harry-Potter-Bände war 2014 eine völlig andere als 2007 (und ich glaube, den letzten Band hatte ich vorher noch nicht auf Deutsch gelesen).

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sphnix

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: Caddy]

Ne, ist schon klar. Ich glaube, bei mir ist das so'n praktisch-narzisstisches Ding im Sinne von "das kenn ich jetzt auch". Ich notiere aber auch Re-Lektüren im Kalender.



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sphnix

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: sphnix]

Ich war ja übrigens nur in 3 Theaterstücken :-/ (Räuber, Werther, Wienerwald)



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Caddy

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: sphnix]

Ich auch nur in zwei (Orest, Krieg/Prometheus).

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Caddy

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: Caddy]

Der Erlkönig stößt beim Shoppen auf ein Sakko, das ihm gefällt, ist aber gerade knapp bei Kasse. Er spricht zum Sakko:

Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht billig, so brauch ich Gehalt!


Hmm, vielleicht sollte ich das ausbauen.


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Danath_Alavye

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: Caddy]

Sakko zum Erlkönig:
Mein schönes Kind, komm geh in mir!
Mit schönem Stoff ich schmeichel dir!"




Spalt.
Schaltet den Schmerz ab.
Schnell.
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Pyr

Gefährte

Re: caddys büchergehalde 2014 [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Und bist du nicht billig, so brauch ich Gehalt!



Soweit war ich auch schon mal.



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: caddys büchergehalde 2014 [Re: Pyr]

Nur der Vers oder gab’s da noch mehr drum herum?

In jedem Fall passt das Sakko aus metrischen Gründen nicht, es muss ein Hemd sein. Vater und Erlkönig werden zu einer Person und die letzten beiden Verse lauten:

Erreicht die Kasse mit großem Schein
In seinen Armen das Hemd war sein.


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sphnix

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Der Erlkönig stößt beim Shoppen auf ein Sakko, das ihm gefällt, ist aber gerade knapp bei Kasse. Er spricht zum Sakko:

Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht billig, so brauch ich Gehalt!


Hmm, vielleicht sollte ich das ausbauen.





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Caddy

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Re: caddys merklabor [Re: sphnix]

Helge Schneider beim Arbeitsamt.

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sphnix

Gefährte

Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Extra für Milui, auf das der völlig zufällige Anstieg an Autorinnen als Veränderung im Status quo fehlgedeutet werden kann:



Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass ich diese Quotendenke immer noch dämlich finde


Fjodor M. Dostojewskij: Die Brüder Karamasow
Christian Kracht: Imperium

Daniel Defoe: Leben und seltsame, überraschende Abenteuer des Seefahrers Robinson Crusoe aus York, welcher achtundzwanzig Jahre lang ganz allein auf einer einsamen Insel an der amerikanischen Küste lebte, nahe der Mündung des großen Orinokostromes, als einziger Überlebender nach einem Schiffbruch an Land geworfen. Nebst einem Bericht, wie er zu guter Letzt von Piraten wunderbar errettet ward. Von ihm selber erzählt
Michael Ende: Die unendliche Geschichte




Falls zu zu einem der diesigen was sagen möchtest, tu dir keinen Zwang an.




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Caddy

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Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Caddy schrieb:
Extra für Milui, auf das der völlig zufällige Anstieg an Autorinnen als Veränderung im Status quo fehlgedeutet werden kann:



Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass ich diese Quotendenke immer noch dämlich finde


Ich auch, und soweit ich mich recht erinnere, ging Miluis Einwurf im letzten Jahr auch in eine andere Richtung: nämlich, dass es auffallend und symptomatisch ist, dass ich kaum/keine Bücher von Frauen gelesen habe. Ein Quotendenken würde hier nun eine signifikante Verbesserung feststellen und auf eine statistisch ja sogar nachweisbare Verbesserung der gesellschaftlihen Umstände schließen. Das wäre allerdings ein unsinniger Schluss.

Zu den einzelnen Büchern gern, aber später.


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ratatoeskr

Gefährte

Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: sphnix]

sphinx schrieb:

Daniel Defoe: Leben und seltsame, überraschende Abenteuer des Seefahrers Robinson Crusoe aus York, welcher achtundzwanzig Jahre lang ganz allein auf einer einsamen Insel an der amerikanischen Küste lebte, nahe der Mündung des großen Orinokostromes, als einziger Überlebender nach einem Schiffbruch an Land geworfen. Nebst einem Bericht, wie er zu guter Letzt von Piraten wunderbar errettet ward. Von ihm selber erzählt



Ein "<3" für den vollen Titel, ansonsten: Yahoo!
- wenn sich eine Kracht-Diskussion ergeben sollte, nähme ich gerne teil.
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ratatoeskr

Gefährte

Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: Caddy]

Caddy schrieb:

Ich auch, und soweit ich mich recht erinnere, ging Miluis Einwurf im letzten Jahr auch in eine andere Richtung: nämlich, dass es auffallend und symptomatisch ist, dass ich kaum/keine Bücher von Frauen gelesen habe. Ein Quotendenken würde hier nun eine signifikante Verbesserung feststellen und auf eine statistisch ja sogar nachweisbare Verbesserung der gesellschaftlihen Umstände schließen. Das wäre allerdings ein unsinniger Schluss.



Die dürfen doch jetzt Bücher schreiben - was denn noch alles
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Caddy

Gefährte

Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: ratatoeskr]

ratatoeskr schrieb:
sphinx schrieb:

Daniel Defoe: Leben und seltsame, überraschende Abenteuer des Seefahrers Robinson Crusoe aus York, welcher achtundzwanzig Jahre lang ganz allein auf einer einsamen Insel an der amerikanischen Küste lebte, nahe der Mündung des großen Orinokostromes, als einziger Überlebender nach einem Schiffbruch an Land geworfen. Nebst einem Bericht, wie er zu guter Letzt von Piraten wunderbar errettet ward. Von ihm selber erzählt



Ein "<3" für den vollen Titel, ansonsten: Yahoo!


Wusste gar nicht, dass es da auch einen Kurztitel zu gibt.

In meiner miserablen englischen Ausgabe steht der vollständige Titel gar nicht mehr drin.


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Caddy

Gefährte

Re: caddys bücherhalde 2014 [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Fjodor M. Dostojewskij: Die Brüder Karamasow


Ich fand den Roman entsetzlich langweilig. Das Problem liegt wahrscheinlich in erster Linie darin, dass ich vor den Brüdern Karamasow (und zeitlich in nicht allzu großem Abstand) Thomas Mann, genauer Zauberberg und Faustus, gelesen habe, der in seinen gedanklichen Reflexionen ähnlich (im Sinne von: strukturell ähnlich in den Roman eingebunden), aber wesentlich tiefgründiger ist. Bei den Brüdern Karamasow kommen die Reflexionen über Banalitäten nicht hinaus. Ansonsten hatte ich auch den Eindruck, dass Nabokov, auch wenn er ein miserabler Literaturwissenschaftler war (nichtsdestotrotz wurde eine seiner Vorlesugen sogar verfilmt ), in einem Punkt bezogen auf Dostojewskij Recht hatte: Die Psychologie der Figuren ist sehr flach. Das ist nichts, was ich literarischen Werken prinzipiell vorwerfen würde. Doch im Falle Dostojewskijs ist deutlich der Anspruch spürbar, seine Figuren mit einem ausgefeilten psychologischen Hintergrund zu versehen – dieser Anspruch scheitert. Abgerundet wird der schlechte Eindruck durch die fehlende Sprache Dostojewskijs. Ich kann kein Russisch, aber zumindest in der Geier-Übersetzung (die ja immer wieder für ihre Nähe zum Original gelobt wird) taugt der Roman stilistisch nichts. Was bleibt, ist eine recht interessante Handlung, die straffer oder tiefer erzählt vielleicht Potential hätte, die in jedem Fall einige gute Motive und Ansätze hat. Die Umsetzung halte ich letztlich für fehlgeschlagen.


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sphnix

Gefährte

Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Zum schmerzlichen Tag des Geborenseins bekommt Caddy die Umkehrung des Raumes sowie ein bisschen kühlenden Schnee geschenkt:





-----------------

Anderes: Ich hab die "Schande" fertig, und ich glaube, mein Grundproblem ist, dass ich all den Unsinn, den die Protagonisten über Sex, Tiere, Leben, Tod, Fortpflanzung, Gesellschaft, Schönheit usw. zusammendenken recht schwer erträglich finde, weil ich so recht nicht sehe, wo der Autor da Distanz zu ihnen eingebaut hat. Da ich nicht davon ausgehe, dass du den Protagonisten ideologisch sehr nahe stehst: Wo/Worin siehst du die Distanzsignale?

Was die Sprache angeht, so finde ich die Dialoge übrigens auf eine beim Lesen garnicht unangenehme Weise farblos, die ich aber inhaltlich nicht gut finden kann. Ich meine damit, dass ich darin keinen Soziolekt, Dialekt, Affekt, keinen Sound sozusagen erkenne. Das kann natürlich aber sehr gut einfach daran liegen, dass das ganze übersetzt ist, darum ist das nicht mein Hauptkritikpunkt. Ich fand den Text ganz unterhaltsam zu lesen (also angenehm wg der Knappheit), aber irgendwie sagt er mir nichts (vielleicht auch,weil mir das "Wertesystem" der Protagonisten nicht klar ist, also ihr Hintergrund. Ihre Welt ist mir fremd; vielleicht ist es ein Text, der eine Vertrautheit mit dem Hintergrund verlangt?)




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Najade

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]


Happy Birthday!


.
.
Die zurückhaltende Najade ist zurückhaltend! Die lernresistente Najade ist lernresistent!
.
.
"And what good is it to me that you're here now? Where were you twenty years ago, ten years ago? How dare you, how dare you come to me now, when I am this?[...] I wish you had never come. Why did you come now?"
― Peter S. Beagle, The Last Unicorn
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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Najade]





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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Durch die Kerze schmilzt der Schnee und fällt als Regen herab. Kein Wunder, dass sphinx lacht.

Danke für den Glückwunsch, Najade!


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Ich wünschte auch, das hast du nur nicht bemerkt



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Caddy

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Du hast mir Regen gewünscht!

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Nein, Schnee!



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Caddy

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Um dann gehässig zu lachen, als Najade Feuer unter dem Schnee platzierte!

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Ich habe Najade nicht platziert!

---

Zur Strafe für solche Unterstellung werde ich dir bei unserem nächsten Treffen ein LIED vorsingen!




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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]



































Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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gwen

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

:)

Wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag für Amore!
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sphnix

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: gwen]

schlimmer!



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Najade

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Ich wünschte auch, das hast du nur nicht bemerkt

Du hast gar nix gewünscht, nur geschenkt

.
.
Die zurückhaltende Najade ist zurückhaltend! Die lernresistente Najade ist lernresistent!
.
.
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sphnix

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Najade]

Das ist eine sehr unsubtile Deutung!



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Najade

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Dem Gegenstand angemessen

.
.
Die zurückhaltende Najade ist zurückhaltend! Die lernresistente Najade ist lernresistent!
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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Najade]

Ich bin nicht unsubtil!



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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Caddy, war das so, dass du dieses WE Zeit hast?
Bei mir ging morgen ganz gut, außer, dass ich Sam nach La muss (was heißt, dass ich dich um ca 4 rausschmeißen tät, hypothetisch); außerdem bekommst du keine Hausschuhe. Ansonsten hab ich nen Kürbis, zu dessen Weiterverarbeitung du gedanklich im Vorfeld beitragen könntest, und die Getränke gehen aufs Haus. Das Ständchen auch. Falls du keine Zeit hast, verdoppelt sich die Menge der Ständchenstrophen jeden Tag, der bis zum nächsten Treffen vergeht.




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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Dann gar nicht.

Wenn Du auf das Ständchen verzichtest, hätte ich morgen indes Zeit.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

und ein Blockflötenkonzert?



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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Aufgrund der Wortverwendung vermute ich, dass Du keine Ahnung von der Terminologie hast, und freue mich schon jetzt darauf, dass Du gnadenlos daran scheitern wirst, ein Blockflötenkonzert in Deiner Wohnung zu organisieren.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

?



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Caddy

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Ein Konzert als musikalishes Genre ist ein Orchesterwerk, das wird weder organisatorisch noch platztechnisch aufgehen.

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sphnix

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Ach, jetzt mach mal nicht auf Experte. Ich und 2 Blockflöten, das ist schon ein Konzert.



...
zu deinem Glück sind die bei meinen Eltern




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meisterdieb

Schnuckerbömsken

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Ich und 2 Blockflöten, das ist schon ein Konzert.



Spielst du die dann gleichzeitig oder abwechselnd?


Oh, let's break it down!
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sphnix

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: meisterdieb]

Gleichzeitig und mit der Nase



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sphnix

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

so 8, oder?



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ratatoeskr

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Gleichzeitig und mit der Nase



http://fscomps.fotosearch.com/bigcomps/UNT/UNT329/u15170419.jpg
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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
so 8, oder?


Jaja.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Pfh, wegen mir auch 19.55 oder 20.01!



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Caddy

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Jaja.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Caddy ist blöd und bekommt kein Vanilleeis



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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]



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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Wie hast du das gemacht?



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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

[ bild] [ /bild]?

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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Bild?



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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Ich weiß nicht, was Du meinst.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Hast das zusammenmontiert, oder wird das tatsächlich so verkauft?



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Schatzzz

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]





i go through all this before you wake up
so i can feel happier to be safe up here with you...
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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Schatzzz]

Es handelt sich um ein Internetfundstück, bei dem ich davon ausgehe, dass der Photograph Urheber der Bastelarbeit war. Bei meiner Ausgabe der »Auslöschung« würde das nicht so gut funktionieren.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Ah! Ich bin erleichtert.



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Pyr

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]




In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Pyr]

Soll ich mich in Caddyfan96 umbenennen?
Du darfst nur eins auswählen
Ja.
Nein.
Guter Name, den reservier ich mir!


Stimmenannahme von (08.03.2015 19:13) bis (Kein Ende angegeben)
Ergebnis anzeigen


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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gwen

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Ich bin für Thranduilfan96.

Wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag für Amore!
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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: gwen]

John Sinclair – Die Comedy

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Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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raukothaur

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Ein Thread, in dem ich Caddy beleidigen kann? Großartig!

Caddy ist doof. Das mußt mal gesagt werden.


Wer noch nie ins Aug' geschauet | münsterischen Mägdelein,
wer die Schilder nie geklauet, | kann kein Münsteraner sein.
Wer den Stuhlmacher'schen Tropfen | und den Bullenkopp nicht kennt
|: und des Pinkus Müllers Hopfen, | war in Münster nie Student. :|
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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: raukothaur]

Das passt da noch besser.

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Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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raukothaur

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Den Thread hättest Du mir nicht zeigen dürfen, hast Du aus meinem Forenverhalten denn gar nicht gelernt...

Wer noch nie ins Aug' geschauet | münsterischen Mägdelein,
wer die Schilder nie geklauet, | kann kein Münsteraner sein.
Wer den Stuhlmacher'schen Tropfen | und den Bullenkopp nicht kennt
|: und des Pinkus Müllers Hopfen, | war in Münster nie Student. :|
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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: raukothaur]

Caddy, hast du mal was von Kracht gelesen und/oder eine Ansicht dazu?



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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Faserland&Imperium gelesen, alles andere folgt Ende März/im April. Wieso?

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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Ratatœskr hat aber bestimmt viel mehr von dem gelesen wie ich!!!!!

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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Weil ich ersteres lese und nicht so ganz überzeugt bin und gern eine kluge Expertise hätte, der ich widersprechen kann



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Najade

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Weil ich ersteres lese und nicht so ganz überzeugt bin und gern eine kluge Expertise hätte, der ich widersprechen kann

Und da fragst du Caddy?

.
.
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Caddy

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Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Najade]

In der Tat.

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Najade

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Naja, zum Widersprechen ist es ok, denke ich.

.
.
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Pyr

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Najade]

Najade schrieb:
sphinx schrieb:
Weil ich ersteres lese und nicht so ganz überzeugt bin und gern eine kluge Expertise hätte, der ich widersprechen kann

Und da fragst du Caddy?



Wenn er vorher ein Bisschen klassische Musik hört...



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Lass mal die Najade reden, die ist böse.

Warum soll ich nicht Caddy fragen? :8


(Ich glaube, ich musste deswegen an Caddy denken, weil ich beim Erzähler manchmal an Caddy denken musste. Weil ich dachte, dass der nen Geschmack hat, dem von den Leuten in meinem freiwilligen Bekanntenkreis höchstens Caddy entsprechen tät, modetechnisch
Und dann dachte ich, dass man sich mit Caddy manchmal ja tatsächlich über Texte unterhalten kann :P)




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Caddy

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Modetechnische Gemeinsamkeiten? Zwischen dem Protagonisten und mir?

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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Ne, das nicht.
Aber du würdest noch am ehesten seinen "ordentlichen Leuten" entsprechen, da bin ich sicher.




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Najade

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Lass mal die Najade reden, die ist böse.




.
.
Die zurückhaltende Najade ist zurückhaltend! Die lernresistente Najade ist lernresistent!
.
.
"And what good is it to me that you're here now? Where were you twenty years ago, ten years ago? How dare you, how dare you come to me now, when I am this?[...] I wish you had never come. Why did you come now?"
― Peter S. Beagle, The Last Unicorn
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ratatoeskr

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Ratatœskr hat aber bestimmt viel mehr von dem gelesen wie ich!!!!!



Die beiden genannten Werke und "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten."
Ha, 1 Vorsprung !

Faserland finde ich persönlich allerdings ziemlich schrecklich zu lesen, halte es aber trotzem für wichtig (so im Sinne von Meilenstein der Postmoderne usw.). Soll ich zu was Bestimmtem senfen, oder mehr so allgemein vor mich hin (Oder gar nicht )?
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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: ratatoeskr]

Sag mal vor dich hin!



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ratatoeskr

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: sphnix]

Später :-)
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sphnix

Gefährte

Re: Des Alterns kaltes Fieber kühlen! [Re: ratatoeskr]

nach Belieben



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ratatoeskr

Gefährte

Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: sphnix]

So, es ward später^^.

Der Eklektizismus als Stilprinzip, der für die Postmoderne typisch ist, wird in Faserland natürlich voll durchexerziert. Ständig werden popkulturelle Artefakte - Barbourjacke, Auto, Schampus, Drogen, Party etc. - aufeinandergehäuft, wiederholt, leicht variiiert und wieder wiederholt. Da die Dinge an sich bedeutungslos sind, können sie nur durch diese Technik (Erzähl- wie Lebenstechnik) bedeutend gemacht werden, überhaupt so etwas wie einen Kontext erreichen.
Parallel existiert dann die gleichfalls geklaute Struktur des Bildungsromans, die mit der Metapher der Nord-Südreise spielt. Die Anspielungen sind natürlich zahlreich, von Goethes Italienreise über v.a. Mann-Zitate, aber auch Hölderlin und sicher noch viele andere, die mir nicht einfallen oder die ich schon beim Lesen nicht erkannte.
Das halte ich für den "Verdienst" Faserlands - dass die scheinbar als Sinn-Ausweg gesetzte Bildung (ein rein formaler Bildungsbegriff, nix mit Humboldt) letztlich völlig im Sande verläuft, selbst nur zu austauschbaren Artefakten degradiert wird. (was für mich den Kernunterschied zur Moderne ausmacht.) Die Bildungsreise führt ins Nichts (und ja nichtmal sicher in den Selbstmord, der zumindest ein Etwas wäre), sie kann nur ins Nichts führen. Es bräuchte ein irgend zielgerichtetes Weltbild, um zu einem Ende zu führen, aber das ist nicht da. Dieses sich selbst auch bewusste zusammenhanglose Panoptikum von kulturellen Fetzen, das ist schon groß gemacht - in dem Buch ist für mich eigentlich alles drin, was Postmoderne ausmacht, einschließlich des ständigen ironischen Brechens.
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sphnix

Gefährte

Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: ratatoeskr]

Mist, jetzt ist es schon wieder später!



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Pyr

Gefährte

Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: ratatoeskr]

ratatoeskr schrieb:
So, es ward später^^.

Der Eklektizismus als Stilprinzip, der für die Postmoderne typisch ist, wird in Faserland natürlich voll durchexerziert. Ständig werden popkulturelle Artefakte - Barbourjacke, Auto, Schampus, Drogen, Party etc. - aufeinandergehäuft, wiederholt, leicht variiiert und wieder wiederholt. Da die Dinge an sich bedeutungslos sind, können sie nur durch diese Technik (Erzähl- wie Lebenstechnik) bedeutend gemacht werden, überhaupt so etwas wie einen Kontext erreichen.



Das halte ich für eine groteske Aussage, da wir von konkreten kulturellen Artefakten, von Manifestationen Objektivität gewordener Ideologie wie Markenartikeln und Waren(form) sprechen.
Aber genau das ist auch der Punkt, wo ich die Postmoderne für lügnerisch halte. Die Oberflächenerscheinung ist nicht das Ding an sich, welches aus sich selbst zusammenhangslos ist.



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

Gefährte

Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: ratatoeskr]

ratatoeskr schrieb:
So, es ward später^^.

Der Eklektizismus als Stilprinzip, der für die Postmoderne typisch ist, wird in Faserland natürlich voll durchexerziert. Ständig werden popkulturelle Artefakte - Barbourjacke, Auto, Schampus, Drogen, Party etc. - aufeinandergehäuft, wiederholt, leicht variiiert und wieder wiederholt. Da die Dinge an sich bedeutungslos sind, können sie nur durch diese Technik (Erzähl- wie Lebenstechnik) bedeutend gemacht werden, überhaupt so etwas wie einen Kontext erreichen.




Hm, wäre natürlich die zentrale Frage: Tun sie das? Und da bin ich mir extrem unsicher. Welcher Kontext entsteht dadurch, dass man von Jever zu granadineverseuchtem Alpenbier gelangt? (naja, das ist die polemische Formlierung, aber ich glaube, du verstehst, was ich meine )

Gerade die erzähltechnik hab ich ja beim ersten Lesen doch eher als konventionell erlebt, und als eher unklar, was die Distanzen angeht.
(mit unklar meine ich nicht, dass mir als Leser nicht sofort gesagt wird, was ich wozu wie zu denken habe. Sondern dass ich, von der Wiederholung des Immergleichen abgesehen, kaum Stilprinzipien sehe)


In Bezug auf:
Parallel existiert dann die gleichfalls geklaute Struktur des Bildungsromans, die mit der Metapher der Nord-Südreise spielt. Die Anspielungen sind natürlich zahlreich, von Goethes Italienreise über v.a. Mann-Zitate, aber auch Hölderlin und sicher noch viele andere, die mir nicht einfallen oder die ich schon beim Lesen nicht erkannte.
Das halte ich für den "Verdienst" Faserlands - dass die scheinbar als Sinn-Ausweg gesetzte Bildung (ein rein formaler Bildungsbegriff, nix mit Humboldt) letztlich völlig im Sande verläuft, selbst nur zu austauschbaren Artefakten degradiert wird. (was für mich den Kernunterschied zur Moderne ausmacht.)



Wieder polemisch gefragt: Wo genau liegt die epochale Erkenntnis oder das epochemachende Prinzip bei der Feststellung, dass jmd, der nicht denkt (und der Erzähler denkt nicht) mit Bildunsgversatzstücken nichts anfangen kann?


In Bezug auf:
Die Bildungsreise führt ins Nichts (und ja nichtmal sicher in den Selbstmord, der zumindest ein Etwas wäre), sie kann nur ins Nichts führen. Es bräuchte ein irgend zielgerichtetes Weltbild, um zu einem Ende zu führen, aber das ist nicht da.



Aber gibt es etwas, was über "Hm, irgendwie ist alles doof, irgendwie helfen auch meine blöden Stilkriterien nicht weiter und irgendwie ist alles leer" hinausgeht? (Auf der formalen wie auf der Erkenntnis-Ebene)

In Bezug auf:

Dieses sich selbst auch bewusste zusammenhanglose Panoptikum von kulturellen Fetzen, das ist schon groß gemacht - in dem Buch ist für mich eigentlich alles drin, was Postmoderne ausmacht, einschließlich des ständigen ironischen Brechens.



Ich sehe kein ständiges ironisches Brechen, ich sehe Vagheiten, die eine ironische Lesart ebenso zulassen wie eine sentimentale oder ästhetizistische, fürchte ich. Wer würde auch ironsich gebrochen? Der Erzähler, die Figuren, die er schildert, oder alle - aber wenn alle, dann wie; und was soll eine standpunktlose Ironie aus Leere noch sein? Ironie braucht einen Standpunkt relativer Überlegenheit, d.h., relativ größerer Einsicht. Der Ich-Erzähler hat diese Einsicht nicht, und der Autor schafft zu diesem ich-Erzähler keine kenntliche Distanz oder kenntliche Nicht-Distanz.




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ratatoeskr

Gefährte

Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: Pyr]

Pyr schrieb:
ratatoeskr schrieb:
So, es ward später^^.

Der Eklektizismus als Stilprinzip, der für die Postmoderne typisch ist, wird in Faserland natürlich voll durchexerziert. Ständig werden popkulturelle Artefakte - Barbourjacke, Auto, Schampus, Drogen, Party etc. - aufeinandergehäuft, wiederholt, leicht variiiert und wieder wiederholt. Da die Dinge an sich bedeutungslos sind, können sie nur durch diese Technik (Erzähl- wie Lebenstechnik) bedeutend gemacht werden, überhaupt so etwas wie einen Kontext erreichen.



Das halte ich für eine groteske Aussage, da wir von konkreten kulturellen Artefakten, von Manifestationen Objektivität gewordener Ideologie wie Markenartikeln und Waren(form) sprechen.
Aber genau das ist auch der Punkt, wo ich die Postmoderne für lügnerisch halte. Die Oberflächenerscheinung ist nicht das Ding an sich, welches aus sich selbst zusammenhangslos ist.



Naja, natürlich stehen Dinge für etwas. Also, Schampus auf Sylt = High Society,Geld,Eleganz usw., mal grob angenähert. Aber diese Dinge sind für den Erzähler bedeutungslos (sagt er). Also die Ideologie a la "ich bin zahnarzt, hab ne praxis mit 8 angestellten, arbeite wie ein tier und möchte den erworbenen wohlstand genießen und zeigen unter meiensgleichen"-> schampus auf sylt" * teilt er nicht, hält sie für sinnlos, ebenso wie alle denkbaren Alternativen. Insofern kann er den Schampus nur als Ding an sich (nein, nicht Kant ) wahrnehmen und muss Bedeutung anders herstellen.
"lügnerisch" ist ein Begriff, mit dem ich in diesem Kontext nichts anfangen kann. Man kann diese Weltsicht teilen oder auch nicht, ich halte sie ebenfalls für falsch, aber nicht, weil ihre Texte "lügen".

*Im Gegensatz z.B. zur "finanziell gesichert, im herzen immer noch links, ich hab da n ganz feinen Alto Fragile von diesem kleinen Bioweingut aus Apulien"-Logik. Auch das wäre für den Erzähler ja totaler Unsinn.

Geändert durch ratatoeskr (15.03.2015 15:01)

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ratatoeskr

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Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
ratatoeskr schrieb:
So, es ward später^^.

Der Eklektizismus als Stilprinzip, der für die Postmoderne typisch ist, wird in Faserland natürlich voll durchexerziert. Ständig werden popkulturelle Artefakte - Barbourjacke, Auto, Schampus, Drogen, Party etc. - aufeinandergehäuft, wiederholt, leicht variiiert und wieder wiederholt. Da die Dinge an sich bedeutungslos sind, können sie nur durch diese Technik (Erzähl- wie Lebenstechnik) bedeutend gemacht werden, überhaupt so etwas wie einen Kontext erreichen.




Hm, wäre natürlich die zentrale Frage: Tun sie das? Und da bin ich mir extrem unsicher. Welcher Kontext entsteht dadurch, dass man von Jever zu granadineverseuchtem Alpenbier gelangt? (naja, das ist die polemische Formlierung, aber ich glaube, du verstehst, was ich meine )



Nein, tun sie nicht. daher "so etwas wie". Es ist ein zum Scheitern verurteilter Versuch.

sphinx schrieb:
Gerade die erzähltechnik hab ich ja beim ersten Lesen doch eher als konventionell erlebt, und als eher unklar, was die Distanzen angeht.
(mit unklar meine ich nicht, dass mir als Leser nicht sofort gesagt wird, was ich wozu wie zu denken habe. Sondern dass ich, von der Wiederholung des Immergleichen abgesehen, kaum Stilprinzipien sehe)



Ich auch nicht, aber das ist imo der Punkt. Natürlich kann man auch nichtlinear erzählen,usw. usf., aber wozu, wenn eh alles sinnlos ist? Linearität passt zum Bildungsroman, und daher wirds gewählt.


sphinx schrieb:
Wieder polemisch gefragt: Wo genau liegt die epochale Erkenntnis oder das epochemachende Prinzip bei der Feststellung, dass jmd, der nicht denkt (und der Erzähler denkt nicht) mit Bildunsgversatzstücken nichts anfangen kann?



Er denkt nicht, weil Denken keinen Sinn macht. Alle Ergebnisse von Denken (was weiß ich, sagen wir mal: der Sinn des Lebens besteht darin, Kunst zu hinterlassen, gottesfürchtig zu sein oder nachkommen zu zeugen und zu erziehen). Die Sinnsuche durch und über Bildung ist also auch nur ein Als-Ob, das nur durch das Erzählen einen Zweck bekommt (und scheitert).

sphinx schrieb:
Aber gibt es etwas, was über "Hm, irgendwie ist alles doof, irgendwie helfen auch meine blöden Stilkriterien nicht weiter und irgendwie ist alles leer" hinausgeht? (Auf der formalen wie auf der Erkenntnis-Ebene)



Nein. Ist quasi von der Weltsicht verboten.

sphinx schrieb:
Ich sehe kein ständiges ironisches Brechen, ich sehe Vagheiten, die eine ironische Lesart ebenso zulassen wie eine sentimentale oder ästhetizistische, fürchte ich.



Ja. Alle Lesarten sind ja auch gleich. Gleich sinnlos.

sphinx schrieb:
Wer würde auch ironsich gebrochen? Der Erzähler, die Figuren, die er schildert, oder alle - aber wenn alle, dann wie; und was soll eine standpunktlose Ironie aus Leere noch sein? Ironie braucht einen Standpunkt relativer Überlegenheit, d.h., relativ größerer Einsicht. Der Ich-Erzähler hat diese Einsicht nicht, und der Autor schafft zu diesem ich-Erzähler keine kenntliche Distanz oder kenntliche Nicht-Distanz.



Es gibt keinen Löf... keine größere Einsicht. Dazu müsste es einen Sinn geben, den der Erzähler (Autor, Leser) besser erkennen kann als andere, aber den gibt es eben nicht. Unter diesen Bedingungen überhaupt zu erzählen (wozu denn? und was denn auch?) ist per se sinnlos. (und somit ironisch).

(Hinzu kommt speziell bei Kracht schon die Frage, inwieweit er da eigentlich eine Postmoderne-Parodie schreibt. Aber allein DASS die Frage, ob Parodie oder nicht, eigentlich unentscheidbar ist, liegt im und am Wesen der Postmoderne. Postironie, sozusagen.)

Geändert durch ratatoeskr (15.03.2015 15:05)

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Pyr

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Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: ratatoeskr]

Das liest sich eigentlich ziemlich durchgehend wie eine Anti-Kunsttheorie, bzw., nach einer Begründung, warum man Bücher wie dieses eigentlich gar nicht zu schreiben braucht.
Erinnert mich an das eine fiktive Buch bei Moers, dessen erster Satz lautet: "Es ist völlig egal, ob Sie dieses Buch lesen oder nicht."

Demnach würde Faserland tatsächlich nur taugen, wenn es die Unsinnigkeit des Konzepts 'Postmoderne' parodistisch vorzuführen versucht.

Ich werd's mal lesen, ist ja meines Wissens nicht sehr lang.



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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ratatoeskr

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Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: Pyr]

Ja, ist schnell gelesen. Sagen wirs so: Es ist in der Konsequenz des aus postmodernen Texten zu entnehmenden Weltbilds wesentlich schlüssiger und stringenter als viele andere, denkt die Prämissen also zu Ende. Ob das Parodie ist oder sozusagen "Glaube" an die Postmoderne - ich war mir da nie völlig sicher. Übrigens nicht nur ich nicht, da hat die Literaturwissenschaft viel dazu geschrieben.

(streng genommen ergibt der Begriff der parodie ja bei diesen Prämissen keinen Sinn mehr.)

Geändert durch ratatoeskr (15.03.2015 15:50)

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Pyr

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Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: ratatoeskr]

Bei diesen Prämissen hat nichts mehr einen Sinn, am wenigsten die diese Prämissen postulierende Position


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: ratatoeskr]

ratatoeskr schrieb:

Er denkt nicht, weil Denken keinen Sinn macht. Alle Ergebnisse von Denken (was weiß ich, sagen wir mal: der Sinn des Lebens besteht darin, Kunst zu hinterlassen, gottesfürchtig zu sein oder nachkommen zu zeugen und zu erziehen). Die Sinnsuche durch und über Bildung ist also auch nur ein Als-Ob, das nur durch das Erzählen einen Zweck bekommt (und scheitert).




Ich sehe aber auch die Suche nicht. Ich sehe keinen Protagonisten, der Dinge anschaut und verwirft (ob nun aus guten oder schlechten Gründen). Ich sehe kein Denken, das auf seinen Nullpunkt hinsteuert. Ich sehe ein manchmal mehr, manchmal weniger prägnantes Nacherzählen und Beschreiben, das ich als Leser zwar für weitgehend sinnlos halten kann (bzw., ich kann das als Prämisse an den Text herantragen und ihn darauf hin deuten), das mir aber auch nicht die Sinnlosigkeit des Dargestellten vermittelt. Der Erzähler kommt mir nicht wie jmd vor, der das Denken aufgegeben hat, sondern wie einer, der es noch nie so recht damit versucht hat.

In Bezug auf:

sphinx schrieb:
Ich sehe kein ständiges ironisches Brechen, ich sehe Vagheiten, die eine ironische Lesart ebenso zulassen wie eine sentimentale oder ästhetizistische, fürchte ich.



Ja. Alle Lesarten sind ja auch gleich. Gleich sinnlos.




Ich frage das nicht polemisch, aber wozu soll man das dann schreiben, drucken oder lesen?

(Ich würde übrigens sagen, dass es Passagen von einer gewissen Aussagekraft oder Prägnanz gibt, aber das kann ich nur solange sagen, wie ich sie eben für sich nehme und sie nicht auf das Null-Level hinunterdenke, auf dem du (wahrscheinlich zu recht) den Text als ganzes angesiedelt siehst.



In Bezug auf:
sphinx schrieb:
Wer würde auch ironsich gebrochen? Der Erzähler, die Figuren, die er schildert, oder alle - aber wenn alle, dann wie; und was soll eine standpunktlose Ironie aus Leere noch sein? Ironie braucht einen Standpunkt relativer Überlegenheit, d.h., relativ größerer Einsicht. Der Ich-Erzähler hat diese Einsicht nicht, und der Autor schafft zu diesem ich-Erzähler keine kenntliche Distanz oder kenntliche Nicht-Distanz.



Es gibt keinen Löf... keine größere Einsicht. Dazu müsste es einen Sinn geben, den der Erzähler (Autor, Leser) besser erkennen kann als andere, aber den gibt es eben nicht. Unter diesen Bedingungen überhaupt zu erzählen (wozu denn? und was denn auch?) ist per se sinnlos. (und somit ironisch).




Und was soll diese Ironie, die vorzuführen dann ja offenbar der einzige Grund des Schreibens ist?




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sphnix

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Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: ratatoeskr]

ratatoeskr schrieb:
Ja, ist schnell gelesen. Sagen wirs so: Es ist in der Konsequenz des aus postmodernen Texten zu entnehmenden Weltbilds wesentlich schlüssiger und stringenter als viele andere, denkt die Prämissen also zu Ende. Ob das Parodie ist oder sozusagen "Glaube" an die Postmoderne - ich war mir da nie völlig sicher. Übrigens nicht nur ich nicht, da hat die Literaturwissenschaft viel dazu geschrieben.

(streng genommen ergibt der Begriff der parodie ja bei diesen Prämissen keinen Sinn mehr.)

Welche Texte hast du hier im Sinne?
(Weiterbildungsinteresse an einem mir suspekten Gegenstand)

Übrigens weiß ich nicht, ob da etwas zuende gedacht wird, weil ich nicht den Eindruck habe, dass etwas an dem Text besonders prägnant wäre. Und wenn du jetzt sagst, dass gerade die Nichtprägnanz des pomo-Pillepalles konsequent durchgeführt ist, wäre man in der Tat bei der Frage nach der Möglichkeit eines solchen Unterfangens.




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Pyr

Gefährte

Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: ratatoeskr]

ratatoeskr schrieb:
Pyr schrieb:
Das halte ich für eine groteske Aussage, da wir von konkreten kulturellen Artefakten, von Manifestationen Objektivität gewordener Ideologie wie Markenartikeln und Waren(form) sprechen.
Aber genau das ist auch der Punkt, wo ich die Postmoderne für lügnerisch halte. Die Oberflächenerscheinung ist nicht das Ding an sich, welches aus sich selbst zusammenhangslos ist.



Naja, natürlich stehen Dinge für etwas. Also, Schampus auf Sylt = High Society,Geld,Eleganz usw., mal grob angenähert. Aber diese Dinge sind für den Erzähler bedeutungslos (sagt er). Also die Ideologie a la "ich bin zahnarzt, hab ne praxis mit 8 angestellten, arbeite wie ein tier und möchte den erworbenen wohlstand genießen und zeigen unter meiensgleichen"-> schampus auf sylt" * teilt er nicht, hält sie für sinnlos, ebenso wie alle denkbaren Alternativen. Insofern kann er den Schampus nur als Ding an sich (nein, nicht Kant ) wahrnehmen und muss Bedeutung anders herstellen.



Jenun, eine solche "Perspektive" wäre treffender als "optische Täuschung" zu bezeichnen. Eine solche literarisch zu nutzen ist erst einmal völlig legitim - Werther oder Tonio Kröger sind auch Kreaturen eines falschen Bewusstseins. Nur gibt es einen Unterschied zwischen einer (wie auch immer) analytischen Schilderung, bei der der Text mehr als eben falsches Bewusstsein hervorbringt - eben insofern, als der Text selbst perspektivisch zu einer solchen Perspektive sich verhält - und einer unreflektierten, bzw., -reflektierenden Reproduktion falschen Bewusstseins.

In Bezug auf:
"lügnerisch" ist ein Begriff, mit dem ich in diesem Kontext nichts anfangen kann. Man kann diese Weltsicht teilen oder auch nicht, ich halte sie ebenfalls für falsch, aber nicht, weil ihre Texte "lügen".



Das Bezog sich auch eher auf den Theoriekomplex "Postmoderne", gleichwohl ich durchaus Texten, eben wo sie literarische Umsetzungen von Theorien sind, diesen Vorwurf machen zu können behaupte. Das ist aber am konkreten Text zu leisten.



im Übrigen: Caddy, lies endlich mal "Die Welt als Wille und Design" und schreib darüber!



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: Pyr]

Caddy tut doch nie Sachen, zu denen man ihnen drängen will, du untalentierter Didakt!



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Pyr

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Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: sphnix]

Ceterum censeo, dass "Der Zauberberg", als Kritik/Ironisierung des Bildungsromans und seiner Ideologie immer noch wesentlich mehr an Erkenntnis (und Ästhetik) abwirft als derartige letztlich stockaffirmative Indifferenz.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: Pyr]

Das ist natürlich ein schwer bestreitbarer Satz.



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ratatoeskr

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Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: sphnix]

sphinx schrieb:

Ich sehe aber auch die Suche nicht. Ich sehe keinen Protagonisten, der Dinge anschaut und verwirft (ob nun aus guten oder schlechten Gründen). Ich sehe kein Denken, das auf seinen Nullpunkt hinsteuert. Ich sehe ein manchmal mehr, manchmal weniger prägnantes Nacherzählen und Beschreiben, das ich als Leser zwar für weitgehend sinnlos halten kann (bzw., ich kann das als Prämisse an den Text herantragen und ihn darauf hin deuten), das mir aber auch nicht die Sinnlosigkeit des Dargestellten vermittelt. Der Erzähler kommt mir nicht wie jmd vor, der das Denken aufgegeben hat, sondern wie einer, der es noch nie so recht damit versucht hat.



Er ist das (in sich durchaus schlüssige) Resultat einer Welt nach obengenannten Prämissen. Insofern ist die Scuhe unreflektiert und stückhaft, nicht aus einem Bedürfnis heraus entstanden, sondern die Reaktion auf gefühlte Leere mithilfe eines vom Protagonisten nicht reflektierten historischen Musters für solche Situationen (Bildungsroman)


sphinx schrieb:

Ich frage das nicht polemisch, aber wozu soll man das dann schreiben, drucken oder lesen?

(Ich würde übrigens sagen, dass es Passagen von einer gewissen Aussagekraft oder Prägnanz gibt, aber das kann ich nur solange sagen, wie ich sie eben für sich nehme und sie nicht auf das Null-Level hinunterdenke, auf dem du (wahrscheinlich zu recht) den Text als ganzes angesiedelt siehst.



Vom Standpunkt des Erzählers macht das Erzählen/Schreiben nur als Artefakt Sinn: das ist eben das, was der Kosmos an Sinnlosigkeiten zulässt, um in einer kontextlosen Welt "Kontext" herzustellen (zu versuchen).
Vom Standpunkt des Autors wäre man wieder bei der Parodie-Frage; als Darstellung einer Ideologie/Lebensweise, die der Autor ja nicht teilen muss.
In dem Sinne finde ich es auch lesenswert.

sphinx schrieb:

Und was soll diese Ironie, die vorzuführen dann ja offenbar der einzige Grund des Schreibens ist?



Tja. Als sarkastische Darstellung einer nicht geteilten Weltsicht wärs klar. Als "ernsthafter" Text? Was bleibt einem bei dieser Weltsicht schon außer einem leeren ironischen Gestus, was sonst wäre denn möglich? siehe auch die gleich folgende Antwort an Pyr.
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ratatoeskr

Gefährte

Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: Pyr]

Pyr schrieb:
Das liest sich eigentlich ziemlich durchgehend wie eine Anti-Kunsttheorie



Hm. Ja, ich stimm dir zu, ich mach aber mal den advocatus diaboli: Was bleibt, ist eine Ästhetik, ein Witz um seiner selbst Willen. Also das eklektizistische Spiel, das im Idealfall gut gemacht ist, weil es Versatzstücke handwerklich gut zusammenfügt (Originäre Schöpfung ist ja nicht mehr möglich, es kann keine neuen Gedanken geben). Insofern ist diese Schöpfung zweiter Ordnung(nicht, dass ich das Spiel mit Versatzstücken notwendigerweise so einordnen würde) das, was bleibt, wenn sonst nichts zu schaffen ist. Und in diesem Bewusstsein kann "handwerklich gut" und "ästhetisch" nur ironisch sein.
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ratatoeskr

Gefährte

Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Welche Texte hast du hier im Sinne?
(Weiterbildungsinteresse an einem mir suspekten Gegenstand)



http://www.single-generation.de/pop/tristesse_royale.htm - diese Herren vor allem (Wobei Kracht da schon einen Sonderstatus hat(te); inwieweit sein Dabeisein nur Attitüde war, sei dahingestellt.
Sonst fallen mir so spontan ein: Katharina Hacker - Die Habenichtse, Marc Fischer - Eine Art Idol (Das würde ich allerdings wirklich wärmstens empfehlen, weil es zwar das Denken darstellt, sich aber eindeutig nicht damit gemeinmacht. Ein grandioses Buch.)

sphinx schrieb:
Übrigens weiß ich nicht, ob da etwas zuende gedacht wird, weil ich nicht den Eindruck habe, dass etwas an dem Text besonders prägnant wäre. Und wenn du jetzt sagst, dass gerade die Nichtprägnanz des pomo-Pillepalles konsequent durchgeführt ist, wäre man in der Tat bei der Frage nach der Möglichkeit eines solchen Unterfangens.



Nichts hinzuzufügen
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ratatoeskr

Gefährte

Re: Barbourjacken gegen kaltes Kühlen! [Re: Pyr]

Pyr schrieb:

Jenun, eine solche "Perspektive" wäre treffender als "optische Täuschung" zu bezeichnen. Eine solche literarisch zu nutzen ist erst einmal völlig legitim - Werther oder Tonio Kröger sind auch Kreaturen eines falschen Bewusstseins. Nur gibt es einen Unterschied zwischen einer (wie auch immer) analytischen Schilderung, bei der der Text mehr als eben falsches Bewusstsein hervorbringt - eben insofern, als der Text selbst perspektivisch zu einer solchen Perspektive sich verhält - und einer unreflektierten, bzw., -reflektierenden Reproduktion falschen Bewusstseins.



Ich vermute fast, dass Kracht bewusst einen scheinbar unreflektiert reproduziert. Sprich, er lässt den Erzähler das tun - inwieweit der Text, der ja in einer bestimmten "Literaturwelt-"Situation geschrieben wurde und eine Reaktion auf diese darstellt, das auch tut, ist eben die Frage.

In Bezug auf:
"lügnerisch" ist ein Begriff, mit dem ich in diesem Kontext nichts anfangen kann. Man kann diese Weltsicht teilen oder auch nicht, ich halte sie ebenfalls für falsch, aber nicht, weil ihre Texte "lügen".



Pyr schrieb:
Das Bezog sich auch eher auf den Theoriekomplex "Postmoderne", gleichwohl ich durchaus Texten, eben wo sie literarische Umsetzungen von Theorien sind, diesen Vorwurf machen zu können behaupte. Das ist aber am konkreten Text zu leisten.



Ich würde es schon als Eigenart der Moderne (und Postmoderne, wenns das denn nun gibt) bezeichnen, dass beim Verfassen des Textes bewusst ist, dass er einem literaturwissenschaftlichen Analyseapparat ausgesetzt werden wird. Gerade Kracht arbeitet gerne bei der Produktion mit dem Analyseapparat, der auch in der wissenschaftlichen Rezension angewendet wird. Das macht diesen nicht unanwendbar, aber mit einer auf seine zukünftiige Anwendung zugeschnittenen Ironie kann er nur sehr schlecht umgehen.
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Pyr

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: ratatoeskr]

ratatoeskr schrieb:
Pyr schrieb:
Das liest sich eigentlich ziemlich durchgehend wie eine Anti-Kunsttheorie



Hm. Ja, ich stimm dir zu, ich mach aber mal den advocatus diaboli: Was bleibt, ist eine Ästhetik, ein Witz um seiner selbst Willen. Also das eklektizistische Spiel, das im Idealfall gut gemacht ist, weil es Versatzstücke handwerklich gut zusammenfügt (Originäre Schöpfung ist ja nicht mehr möglich, es kann keine neuen Gedanken geben). Insofern ist diese Schöpfung zweiter Ordnung(nicht, dass ich das Spiel mit Versatzstücken notwendigerweise so einordnen würde) das, was bleibt, wenn sonst nichts zu schaffen ist. Und in diesem Bewusstsein kann "handwerklich gut" und "ästhetisch" nur ironisch sein.



Dieser "Witz" und diese "Ironie" sind aber gerade durch ihre (intendierte/postulierte) totale Leere auch total affirmativ gegen das Bestehende - und dieses ist sehr wohl ein Konkretes, Nicht-Leeres, nicht Rein-Formales. (Kurzfassung; ich habe gerade weder Zeit noch eine mir zusagende Tastatur.)



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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ratatoeskr

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: Pyr]

Pyr schrieb:

Dieser "Witz" und diese "Ironie" sind aber gerade durch ihre (intendierte/postulierte) totale Leere auch total affirmativ gegen das Bestehende



Ja, absolut.

Pyr schrieb:
- und dieses ist sehr wohl ein Konkretes, Nicht-Leeres, nicht Rein-Formales



Das würde mich auch in der Langfassung interessieren
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ratatoeskr

Gefährte

Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: ratatoeskr]

Nachtrag: Gerade auch in verbindung mit "Imperium": Körperliche Erkrankung/Ermüdung/Siechtum des Protagonisten scheinen bei Kracht eine größere Rolle spielen; ich würde es als einzige mögliche Form des Widerstands in einer Welt bezeichnen, deren spezifische Art von Totalitarität (äh. sieht komisch aus, das Wort.) durch Sinnverweigerung Widerstand anders unmöglich macht.
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sphnix

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: ratatoeskr]

Und Caddy selber hat nooch gar nichts gesagt, nichtmal rätselhaftes Zeug ...



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Pyr

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: sphnix]

Das wäre doch auch eher dein Metier.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: Pyr]

was ist dann seines?



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Caddy

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: sphnix]

Bücher, die ich lese, für gelungen befinden.
Mich an jede geänderte Situation voll anpassen.
Unter allen Bedingungen glücklich sein.
In jeder Situation meine Würde als gewahrt ansehen.
Meine allgemeine Zustimmung kundtun.
Klassische Musik hören.
Gehirnmassagen erhalten.
Klarheit und Inspiration erlangen.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: Caddy]

Klingt nach einem Gedicht von Erich Fried



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Pyr

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: sphnix]

"Wie Erich Fried schreiben" wäre damit eindeutig als Caddys Metier bestimmt. Sehr schön.


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Caddy

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: Pyr]



Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: Caddy]

Das ist hart, aber gerecht



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Caddy

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Und Caddy selber hat nooch gar nichts gesagt, nichtmal rätselhaftes Zeug ...


Ahja: Ich werde wahrscheinlich seminarbedigt Faserland in absehbarer Zeit erneut lesen. Wenn Du vorher Deine Kritikpunkte hier ausführen möchtest, könnte ich bei der Lektüre gezielt darauf achten.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
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Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
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sphnix

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: Caddy]

Ich glaube, es sind weniger Kritikpunkte denn ein allgemeiner meiniger Eindruck, insofern warte ich einfach auf deinigen Eindruck.



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Caddy

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: sphnix]

Ich kann ja schonmal sagen, dass Imperium in jeder Hinsicht das bessere Buch ist, und behaupte, dass ratatœskr das genauso sieht.

Ansonsten ist die Lektüre tatsächlich zu lange her, als dass ich Konkreteres sagen könnte. Das Kracht-Seminar wird da aber sicherlich nachhelfen.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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ratatoeskr

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Ich kann ja schonmal sagen, dass Imperium in jeder Hinsicht das bessere Buch ist, und behaupte, dass ratatœskr das genauso sieht.



Er tut. Witzigerweise sah die Kritik das ja eher andersrum.

(Wobei, ohne allzuhohe Meinung von Literaturkritikern, ich bis dahin schon von Mindeststandards des Analysierens zumindest in größeren Medien ausgegangen wäre. Kracht in Imperium unreflektierte Darstellung und somit Verbreitung von Antisemitismus vorzuwerfen, ist schon arg hart. In dem Moment, in dem der (deutsche) Protagonist Antisemit wird, beginnt er, sich selbst zu verzehren. Das is ja nich mal subtil, aber "unreflektiert"?)
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Caddy

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: ratatoeskr]

Nun, das ist bei Skandalbüchern ja so üblich und beeinflusst die Lektüre, sobald sie nach dem Skandal passiert. Lolita ist dann plötzlich das verruchte Kindersex-Buch, Imperium ganz klar antisemitisch. Dass das literarisch nicht aufgeht, ist dann nebensächlich – ich würde sogar soweit gehen, dass Skandalbücher kaum mehr als Literatur gelesen werden (das haben sie dann immerhin mit Klassikern gemeinsam ).

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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ratatoeskr

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: Caddy]



Geht das bei Lolita auch auf Rezensionen zurück? Ich hätte die Schuld eher Kubricks Verfilmug in die Schuhe geschoben. Weißt du was anderes, würd mich interessieren?
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Caddy

Gefährte

Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: ratatoeskr]

Bei Lolita war es vor jeder Rezension das Verlagswesen und die Buchbewerbung (deren Einfluss auf die Literaturkritik wiederum nicht zu unterschätzen ist). Da die US-amerikanischen Verlage, die Nabokov angefragt hatte, den Roman nicht veröffentlichen wollten (ich glaube, aus Angst vor der damals sehr starken Zensur und den mit einem Veröffentlichungsstopp einhergehenden Umsatzeinbußen; das müsste ich aber noch einmal nachschlagen), gingen die Veröffentlichungsrechte schließlich an einen französischen Verlag, der ausschließlich pornographische Literatur vertrieb.

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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ratatoeskr

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Re: Früher waren hier noch Wiesen... [Re: Caddy]

Danke!
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Caddy

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Re: Tom Wellenberger, Lee Miller [Re: ratatoeskr]





Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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Caddy

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Re: Tom Wellenberger, Lee Miller [Re: Caddy]

In Bezug auf:
The subtextual paradigm of reality, rationalism and feminism

DAVID N. ABIAN
DEPARTMENT OF SOCIOLINGUISTICS, CARNEGIE-MELLON UNIVERSITY



1. Narratives of paradigm

The characteristic theme of the works of Burroughs is a self-justifying paradox. The subject is contextualised into a semioticist socialism that includes sexuality as a totality.

Thus, in Junky, Burroughs examines structural presemanticist theory; in The Soft Machine, however, he affirms capitalist appropriation. The subject is interpolated into a structural presemanticist theory that includes consciousness as a whole.

However, Marx’s essay on semioticist socialism suggests that the significance of the reader is social comment, but only if narrativity is interchangeable with language; otherwise, we can assume that reality is a product of communication. The subject is contextualised into a postmodern paradigm of discourse that includes culture as a reality.

2. Feminism and dialectic discourse

“Society is intrinsically unattainable,” says Sontag; however, according to Long[1] , it is not so much society that is intrinsically unattainable, but rather the futility, and eventually the economy, of society. But Brophy[2] holds that the works of Burroughs are not postmodern. The subject is interpolated into a semioticist socialism that includes consciousness as a totality.

“Culture is dead,” says Marx. However, the premise of feminism states that society has intrinsic meaning, given that Sartre’s critique of neomodern discourse is valid. In Queer, Burroughs examines feminism; in The Ticket that Exploded, although, he denies semioticist socialism.

In a sense, Foucault uses the term ‘feminism’ to denote the common ground between sexual identity and society. The main theme of Parry’s[3] model of dialectic discourse is a mythopoetical reality.

But Sontag promotes the use of semioticist socialism to modify and read consciousness. If dialectic discourse holds, we have to choose between semioticist socialism and presemiotic capitalist theory.

Therefore, dialectic discourse implies that narrativity is capable of intent. Lyotard suggests the use of feminism to attack class divisions.


Von hier.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

Aber nein, das tut Caddy nicht. Natürlich tut Caddy das nicht.
~ William Faulkner, Schall und Wahn
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sphnix

Gefährte

Re: Tom Wellenberger, Lee Miller [Re: Caddy]

Übersetz mal



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gwen

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Re: Tom Wellenberger, Lee Miller [Re: sphnix]

Musste nicht übersetzen, das wichtigste ist das hier:

"The essay you have just seen is completely meaningless and was randomly generated by the Postmodernism Generator. To generate another essay, follow this link. If you liked this particular essay and would like to return to it, follow this link for a bookmarkable page. "


Wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag für Amore!
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Caddy

Gefährte

Re: Tom Wellenberger, Lee Miller [Re: gwen]

Sehr gut auch diese Passage:
In Bezug auf:
“Class is dead,” says Bataille; however, according to Long[2] , it is not so much class that is dead, but rather the collapse of class.




Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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Caddy

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Re: Tom Wellenberger, Lee Miller [Re: Caddy]

Der Generator ist wirklich glaubwürdig. Erschreckend.

In Bezug auf:
“Consciousness is part of the meaninglessness of art,” says Marx; however, according to Porter[1] , it is not so much consciousness that is part of the meaninglessness of art, but rather the collapse, and some would say the meaninglessness, of consciousness. Therefore, the characteristic theme of the works of Gaiman is not deconstruction, as constructive narrative suggests, but subdeconstruction. The stasis, and subsequent paradigm, of postcultural Marxism which is a central theme of Gaiman’s The Books of Magic is also evident in Death: The High Cost of Living.


In Bezug auf:
Therefore, Werther[5] holds that we have to choose between nihilism and Lacanist obscurity.


In Bezug auf:
However, Sontag promotes the use of nihilism to challenge hierarchy.



Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

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Geändert durch Caddy (17.06.2015 22:00)

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Caddy

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Re: Esterházy-Quellen, Laßt uns gemeinsam reich werden [Re: Caddy]

http://www.zeit.de/2004/45/GS-InterviewCarey/komplettansicht

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Caddy

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Re: Esterházy, Poetik-Dozentur 2006, S. 76 [Re: Caddy]

Esterházy: Nicht die Millionen Toten sind zentral für den Nationalsozialismus, sondern die Blutrinne am Karren zum Leichentransport.

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Caddy

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Re: NS-Propaganda [Re: Caddy]

Der Führer schenkt den Juden eine Stadt

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gwen

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Re: Caddy-Propaganda [Re: Caddy]



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Geändert durch gwen (13.08.2015 19:36)

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Caddy

Gefährte

Re: Caddy-Propaganda [Re: gwen]

»Vor einem Jahr brach mein Vater plötzlich aus Not in meine Tochter ein und ich fing an, zu suchen.«
~ Clemens J. Setz in seinem Buchprojekt.


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~ William S. Burroughs, »Octopus«

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sphnix

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Bericht [Re: Caddy]

Berufliche Perspektiven und Zeit für's Hobby
Sphinx feierte am Montag Abend ihren Geburtstag


Bei der Feier im Sphinxhaus hat vor allem Caddy C. Caddy die rund 5 Anwesenden mit seiner Rede in Begeisterung versetzt. Caddy, amtierender Scalaloge, hob besonders die rege berufliche und außerberufliche Tätigkeit der Geehrten hervor. Sie habe durch die Gründung des eigenen Hausstandes Mut bewiesen und im Journalismus eine berufliche Heimat gefunden: "Dass du neben dieser zeitaufwändigen Tätigkeit noch Zeit für dein Hobby, die Literatur, findest, ist bewunderswert!" Doch auch aus ihrem Hobby wüsste Sphinx Kapital zu schlagen - durch ihre Dissertation. Diese, so rühmte Caddy, befände sich bereits auf der Zielgeraden; Sphinx werde bald einen Doktortitel im Namen führen. Das werde gewiss einen positiven Effekt auf ihre beruflichen Perspektiven haben.
Zum Abschluss seiner Rede gab der Gratulant seiner Hoffnung Ausdruck, es werde bald auch mit Nachwuchs zu rechnen sein: "Denn es wäre verschwendung, deine guten Gene nicht weiterzugeben!"
Das Publikum honorierte die Ansprache mit viel Applaus. Im Anschluss daran lud Sphinx ihre Gäste zu einem Glas Mineralwasser im Hauptsaal des Sphinxhauses ein.

Sp




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Milui

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Re: Bericht [Re: sphnix]

Milui gefällt das.



Help me obi Juan whoever the fuck you are....
You're my only ho
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sphnix

Gefährte

Re: Bericht [Re: Milui]

Danke übrigens diversen Leuten für diverse Flaschen

Oh, Caddy, hast du deinen Rum eigentlich vergessen, oder ist der eine Opfergabe?




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Caddy

Gefährte

Re: Bericht [Re: sphnix]

Mir egal, ich kann den auch bei Dir trinken.

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sphnix

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Re: Bericht [Re: Caddy]

is gut. ich werd eiswürfel machen



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ratatoeskr

Gefährte

Re: Bericht [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Danke übrigens diversen Leuten für diverse Flaschen




Wein weist als bourgeoises Getränk ohnehin die Neigung auf, an Ort und Stelle zu verbleiben.
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sphnix

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Re: Bericht [Re: ratatoeskr]

apfzzk!



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sphnix

Gefährte

Die Diskussion hat zwar nicht unmittelbar mit Caddy zu tun, aber das kann erstens noch anders werden, und zweitens war der Thread gerade so ungenutzt [Re: sphnix]

sphinx schrieb:
Aquilegia schrieb:
sphinx schrieb:
Aquilegia schrieb:
Kirinki schrieb:
Aquilegia schrieb:

Da muss ich gleich als Positivbeispiel wieder Tom Hiddleston anführen in Henry V, hier z.B. seine Rede am St. Crispin's Day.



Glaube mir, gerade diese Rede wurde in England ziemlich nieder gemacht. Vor allem, da man Hiddleston mit Branagh und Olivier verglichen hat, die beide diese Rede vor großem Publikum und nicht wie in diesem Film nur vor wenigen Soldaten gesprochen haben.



Ich glaube dir Ich bin kein Kenner der Materie und kenne die klassischen Verfilmungen nicht. Irgendwann werde ich die schon mal anschauen, aber ich bin halt eher jemand, der durch aktuelle "Zugpferde" so eine Verfilmung ansieht. Und wenn man Shakespeare mit solchen Zuckerln einem größeren Publikum interessant macht, bin ich dafür. Die Feinheiten überlasse ich Puristen, höre aber trotzdem interessiert solchen Diskussionen zu - wie hier...



Warum? Damit Shakespeare von einer noch größeren Menge auf einer Hachdiehachebene konsumiert wird? Was soll das bringen? Und wem?


Was man nicht kennt, liest man nicht. Wenn man aber in einer Form damit konfrontiert wird, die einem zusagt, überwindet man erst mal die Hemmschwelle, die die "klassische Hochliteratur" oder wie auch immer man das nennen mag, für viele darstellt.
Wieso willst du beurteilen, dass das dann zwangsläufig eine Hachdiehachebene ist?
Ich habe mich schon früh Shakespeare angenähert, angeregt durch die Schule, dann freiwillig, und habe mir als Teenager sonntagsvormittags im ORF verfilmte Stücke angeschaut. Aber nicht jeder hat soviel Interesse und Liebe zur Sprache, dass er sich ohne "Anreiz" damit beschäftigt.
Wenn zehn Prozent den Film nur wegen Fassbender ansehen und davon später eine Handvoll das Verlangen hat, sich weiter mit Shakespeare zu beschäftigen, tut das keinem weh.
Ich verstehe deinen Ansatz gerade nicht, für mich ist das elitär: Mach etwas möglichst unattraktiv und spröde für die breite Masse, denn wenn jemand Interesse hätte, würde er auch so einsteigen.


Wenn bzw. solange etwas unter der Alternative "attraktiv" vs "unanttraktiv" betrachtet wird (was nicht zufällig auch Zielgruppenbewertungsjargon ist), ist es eh verloren. Kunst kann nicht mehr Klischees durchbrechen, wenn sie mit Klischees gleichzeitig ködern soll. Abgesehen davon halte ich Shakespeare auch nicht unbedingt für einen heute so besonders notwendigen Autor (was sich aus der spezifischen historischen Nähe und Distanz ergibt und kein generelles Urteil über seine Qualität ist). Morgen mehr, hoffe ich.



Aquilegia schrieb:
sphinx schrieb:
Abgesehen davon halte ich Shakespeare auch nicht unbedingt für einen heute so besonders notwendigen Autor (was sich aus der spezifischen historischen Nähe und Distanz ergibt und kein generelles Urteil über seine Qualität ist). Morgen mehr, hoffe ich.


Vorher noch ein Einwurf zu meiner Position:

Es ist nicht so, dass ich Shakespeare für das Maß aller Dinge halte. Wie ich schon geschrieben habe, bin ich kein großer Kenner, schätze ihn aber schon lange. Ich habe mich nicht intensiv oder akademisch mit ihm auseinandergesetzt. Dennoch halte ich viele seiner Stoffe für relevant, zeitlos und universell gültig – im Gegensatz z.B. zu der Frage, ob ein Vampir und eine Sterbliche sich ineinander verlieben können.

Außerdem bin ich eben der Meinung, dass „Kunst“ nicht sperrig und unbequem sein muss, sondern durchaus gefällig sein kann und wir uns TROTZDEM mit ihr auseinandersetzen können und sie uns zum Nachdenken anregt.

Speziell zu Shakespeare muss ich dir sicher nicht erzählen, dass das Globe Theatre nicht für das Bildungsbürgertum (hätte es so einen Begriff damals schon gegeben) gebaut wurde, sondern eben für die Unterhaltung der breiten Masse. Und so hat Shakespeare auch beim Schreiben seiner Stücke den späteren Erfolg beim Publikum im Hinterkopf gehabt.

Von daher ist auch der Bogen nicht weit zu einer Verfilmung wie Macbeth. Das ist kein Indie-Film, sondern ein riesiges Projekt mit Oscar-Ambitionen. Natürlich schielt so ein Film auf ein großes Publikum. Die Frage ist jetzt, ob das per se schlecht sein muss bzw. negative Auswirkungen hat.

Heute ist es eben eine Konzession an die Fassy-Fanbase, wenn es die Badeszene gibt, früher hat Shakespeare halt seine zweideutigen Wortspiele zum Gaudium des Publikums eingearbeitet.
Trägt ehrfürchtiger Ernst zum besseren Verständnis bei? Wenn Shakespeare selbst es nicht viel anders gehalten hat?
(Ich freue mich auch auf andere Beitragende zur Diskussion, ich finde das Thema grundsätzlich interessant und wichtig)




Susie schrieb:
sphinx schrieb:
Kunst kann nicht mehr Klischees durchbrechen, wenn sie mit Klischees gleichzeitig ködern soll.


Das scheint mir in der Tat etwas starr. Das würde ja heißen, dass ein Film, der von der Machart her durchaus die Sehgewohnheiten und die Klischees auch bewusst durchbricht, in dem Moment keine Kunst mehr ist, wenn der Zuschauer/die Zuschauerin den Hauptdarsteller attraktiv findet - sprich, wenn der wie in diesem Fall Michael Fassbender heißt - und nur deshalb reingeht.

Damit ist doch noch gar nicht gesagt, wie der- oder diejenige dann wieder aus dem Film rauskommt. Vielleicht wurden wirklich Sehgewohnheiten, Klischees, Vorurteile durchbrochen*. Ich kann jetzt mal nur für mich sprechen, aber manchmal gucke ich Filme auch nur, weil mich ein einzelner Name im Cast oder in der Produktionsriege anspricht. Und erkenne dann, was der Film darüberhinaus ist. Der Film verliert für mich doch nicht automatisch irgendeinen angenommenen Kunstwert, wenn ich jemanden darin aus was für einem Grund auch immer (ob das nun einen, wie Du sagst "Hachdiehach"-Grund hat, oder weil ich den Film nur sehe, weil ich den Namen des Regisseurs schätze) anziehend finde.

Dass es solche Leute gibt, die dann vor lauter Scheuklappe nix anderes sehen - klar. Da hättest Du dann natürlich auch völlig recht, für solche Leute ist dann die Kunst keine. Solche wird's wohl immer geben, aber selbst für die, die dann tatsächlich nichts anderes in dem Film oder Kunstwerk oder whatever sehen, weil sie nur ihre eigene Sichtweise (ob Hachdiehach oder nicht) bestätigen lassen wollen, kann ja eine intensivere Betrachtung möglicherweise etwas anderes auslösen.


* = Ob das allein dann schon "Kunst" ist, ist wieder ein anderes Thema.



Ich bin mal hierhin umgezogen, damit nicht gleich wieder einer weinen muss, dass die Schilderung seines ganz persönlichen Macbeth-Erlebnisses in bösen Äshtetikdebatten absäuft.
Zum Thema: Ich fühle mich mit dem gesamten Debattenverlauf nicht sehr wohl, weil er in Antithesen gedriftet ist, in denen ich die Sache selbst überhaupt nicht beschreiben würde - zum Beispiel "Bildungsbürgertum" vs. "ungebildete Leute" oder "elitär" vs "massenkompatibel". Ich werde also die Probleme, die ich mit dem Themenkomplex habe, jetzt nicht direkt als Antwort auf die Einzelbeiträge schreiben, sondern einfach ein paar Punkte ausarbeiten.


1. Das Ewig-Menschliche (also: das Zeitlos-relevant-gültig-universelle) und seine Zurschaustellung im historischen Stück Literatur

Ich will hier nicht unbedingt die Diskussion darüber anfangen, ob es so etwas gibt. Aber unabhängig von dieser Frage bin ich sehr entschieden gegen solche Zuschreibungen. Sie sind projektiv und verschleiern, indem sie den (ohnehin immer behinderten) Blick auf das historisch Spezifische und Gewordene des "Damaligen" zusätzlich behindern, auch den Blick auf die Gegenwart. Indem ich bestimmte Konstellationen wie "die Macht", "der Krieg", "der Verrat" oder Gefühle wie "Liebe", "Eifersucht", "Schuldgefühl" auf diese Weise zum Ewig-Menschlichen, Universalen abstemple, naturalisiere ich unter der Hand heutige Gesellschaft und heutige Diskurse. Das sehr spezifische bürgerliche Individuum projiziert seine eigene Form als ahistorische ins weite Feld der Geschichte und glaubt, sich überall wiederzuerkennen - nur nie so frei und vollkommen wie heute. Das ist die Logik des Disney- und praktisch jeden anderen Hollywoodfilms. Egal, aus welcher Sphäre man sich den Stoff angelt, immer wird er mit Protagonisten ausgestattet, die modern sozialisiert sind und - manchmal gegen ein böses, unmodernes Umfeld - den Heilsversprechen der Moderne nachjappeln: Sozialer Aufstieg, freie Partnerwahl aus Liiiebe, "Selbstverwirklichung" (im Sinne der Entfaltung einer Begabung oder Neigung, die beide vom Himmel gefallen scheinen).
Ich unterstelle dir nicht eine solche rückhalt- und rücksichtslose Ahistorizität (ich meine Aquilegia), aber allein das Festhalten an Wendungen wie "universale Probleme" erscheint mir als Neigung in diese Richtung - eine Neigung, die bestimmte Probleme vielleicht auch schon unkenntlich macht.

Jedenfalls will ich an dieser Stelle festhalten: Filme (wie auch Bücher usw.), die von der Kulturindustrie produziert und vermarktet werden, müssen sich genau dieser eben beschriebenen Fiktion vom sehr, sehr tiefen Ewigmenschlichen bedienen. D.h., sie müssen sich, was das epische Rückgrat ihrer Machwerke betrifft, an den kleinsten gemeinsamen Nenner der Zielgruppe halten. Dieser kleinste gemeinsamene Nenner kann nur derjenige sein, der aus der Logik der in New York, Moskau, Hintertupfing und Tokio weitgehend gleichermaßen Art der Vergesellschaftung abzuleiten ist: Also aus der Bürgerlich-kapitalistisch-demokratischen. Indem der kleinste gemeinsame Nenner des Status-Quo als Ewig-Allgemein-Menschlicher inszeniert und in sämtliche Ebenen von Geschichte und von Fiktion hineingetragen wird, werden die Bedingungen der Gegenwart zunehmend zu solchen, die eine kritische Betrachtung ihrer selbst blockieren, weil sie alle Kategorien, die ihnen widersprechen, schein-assimilieren.
Und, ehe hier wieder der Einwand kommt, dies sein doch alles ein bisschen schematisch und starr: Ja, das ist es - weil es ein Schema, eine Struktur beschreibt, und nicht den spielerischen oder sogar inhaltlichen Überschuss, den ein realer Film haben kann und in der Regel auch hat. Die Existenz von widerständigen Momenten in einem Film setzt das Schema nicht automatisch außer Kraft.

2. Muss Kunst widerständig sein?
Ich würde sagen: Ja, denn sonst ist sie keine Kunst. Hier ist aber zunächst zu klären, was „widerständig“ meint. Sicher meine ich damit nicht, dass Kunst explizite Parolen pro irgendeinen Widerstand enthalten muss (anderfalles wären am Ende sogar die vollkommen systemkonformen „Hunger Games“ Kunst …). Ich meine damit auch nicht, dass Kunst dann vorliegt, wenn man bei der Lektüre leidet und sich langweilt.
Ich meine bloß, dass Kunstwerke in der Lage sind, einem in einer Art und Weise Klarheit über die eigenen Bedingungen (im allerweitesten Sinne – also sowohl „innere“ wie „äußere“, als auch das Verhältnis bzw. die Grenze von beidem) zu vermitteln, wie es der wissenschaftliche, erörternde Text nicht kann. Kunstwerke können das auf vielfältige Weise, aber immer hat diese Weise damit zu tun, dass die Auseinandersetzung mit ihnen prozessual und nicht statisch ist (Identifikation und reines affektives "Mitgehen" SIND statisch), dass sie den Zuschauer zugleich einlassen und zurückweisen, und damit dessen Auseinandersetzung mit ihnen erzwingen. Das Kunstwerk ist dialogisch und fordert.
Demgegenüber ist das Unkunstwerk (ich führe den Begriff der Einfachheit halber mal als Gegenbegriff ein) entgegenkommend wie eine Hure, die alles tut, was im Programm steht und wofür der Kunde zahlt, und wenn sie nicht gefällt, geht man zur nächsten, denn man „ist nicht der Typ“, man „mag einfach keine Krimis/Blodinen/Young-Adult-Sachen/großbusigen Frauen“, und weiter ist (auf dieser Ebene der Rezeption) nichts zu sagen.
Dass diese Beschreibung keine klare, fixe Grenzziehung erlaubt, weil die beschriebene Widerständigkeit nichts sicher im Kunstwerk „verwahrtes“ ist, sondern auf die Interaktion mit dem Rezipienten angewiesen bleibt, ist richtig; aber das heißt nicht, dass sich die Machart eines Werkes nicht untersuchen ließe – und dass diese Untersuchung überhaupt keine verlässlichen Ergebnisse erzielen könnte.
Kleine Randbemerkung: Mein Misstrauen gegen die gegenwärtige Popularität von Shakespeare richtet sich unter anderem gerade auf das Rezipienten-Problem: Für einen gegenwärtigen Rezipienten bietet das Werk Shakespeares bisweilen (gerade in der vereinfachten, gekürzten Form) zu wenig Widerhaken, als dass es einer Lesart nach dem oben beschriebenen Schema f ernstlich entgegenwirken könnte. (Das ist zumindest die Gefahr, die ich sehe. Sie mag sich natürlich nicht überall realisieren; und am ehesten sehe ich sie dort als besiegbar an, wo Shakespeare nicht schein-historiengetreu inszeniert, sondern bearbeitet, gedeutet und modernisiert wird, also offen zu einem Heutigen verwandelt und angeeignet wird).

Ich hoffe, aus obigem ergibt sich klar, warum es ein Problem ist, Zielgruppen mit konsumentenfreundlichen Details zu ködern (mal abgesehen davon, dass ich anzweifle, dass eine Hollywoodproduktion IRGEND Interesse daran hat, dem Zuschauer eine kritische Rezeptionsweise gegen Hollywoodproduktionen zu vermitteln): Indem man die Zielgruppe ködert, bestärkt und bestätigt man sie in dem Glauben, sie gingen – bildlich gesprochen – zur Hure: Und das wird ihr Verhältnis zum Werk und ihren Blick auf das Werk entsprechend prägen und sie gegen das, was am Werk noch an Widerständigem da sein mag, eher immunisieren denn dafür sensibilisieren.
Das heißt natürlich nicht, dass jedes Moment des Gefallenden oder auch Gefälligen sofort den Kunstcharakter eines Films zunichte macht (bei einem Kunstwerk und in der Auseinandersetzung mit ihm mag das als Problem auftauchen, aber das ist etwas anderes); wogegen ich mich hier richte, ist der Gedanke, man könne eine „richtige“ Rezeptionshaltung dadurch herstellen, dass man ein angeblich „richtiges“ Kunstwerk durch hinzufügen „falscher“ Elemente so anziehend für die „falsch“ Rezipierenden macht, dass durch die Konfrontation mit dem „richtigen“ Kunstwerk ihre Rezeptionsweise verändert würde.
(Dagegen spricht sogar rein empirisch schon die vollkommen hirnlose Klassiker-Anhimmelei von Kulturindustriestümpern wie Funke oder Meyer; irgendwas von Jane Austen wird ja mittlerweile als „Bellas und Edwards Lieblingsbuch“ verkauft.“)

3. Elitenbildungsbürgertümliches
Nur der Vollständigkeit halber: Wenn ich davon spreche, dass Kunst notwendig widerständig sein muss, so meine ich damit nicht, dass Kunstwerke nicht so gestaltet sein können, dass sie auch für einen Leser mit wenig Vorbildung verständlich sind. Ein Kunstwerk kann eine Oberfläche haben, die sich einem wenig gebildeten Leser/Zuhörer öffnet, und bestimmte Formen von Kunstwerk können sogar ohne besonders viel „Bildungsbezug“ auskommen (ich denke z.B. an einige kurze Texte von Kafka). Das Problem liegt nicht oder nur zu sehr kleinen Teilen in der Unbildung; es liegt vielmehr in der spezifischen Art von Bildung (ich könnte auch sagen: Gehirnwäsche) die der heutige Durchschnittsmensch durchlaufen hat. Dies ist ein Problem, das zu Shakespeares Zeiten vollkommen anders gelagert war, weswegen ich shakespearsche literarische Verfahren schlicht nicht mit heutigen analogisieren kann.




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Geändert durch sphinx (05.11.2015 11:51)

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Susie

Gefährte

Re: Die Diskussion hat zwar nicht unmittelbar mit Caddy zu tun, aber das kann erstens noch anders werden, und zweitens war der Thread gerade so ungenutzt [Re: sphnix]

@sphinx: Ich sehe, was Du meinst. Die von Dir genannte Problematik ist dem größten Teil der heutigen " Kultur" wohl tatsächlich immanent, aber ich stoße mich an diesem Widerspruch nicht so sehr wie Du, denke ich. (Du formulierst, als würde er Dir sehr sauer aufstoßen. Ich kann das so nicht empfinden, kann allerdings gerade nicht genau den Finger darauf legen, warum mich das nicht weiter stört. Ich weiß es gerade wirklich nicht. Auch wenn ich wie gesagt, gut nachvollziehen kann, was Du ausführst.)

"You didn't think it was going to be THAT easy, did you?"
"Well... for a second there... - yeah, I kinda did!"
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Aquilegia

Gefährte

Re: Die Diskussion hat zwar nicht unmittelbar mit Caddy zu tun, aber das kann erstens noch anders werden, und zweitens war der Thread gerade so ungenutzt [Re: sphnix]

Nachfragen/Kommentare:

Zu 1. Bedeutet das, dass aus keinem Big-Budget-Projekt je Kunst herauskommen kann?
Und dass Themen wie Machtwillen, Eifersucht etc. nicht als Motive für gute Filme taugen in deinen Augen? Also als solche, die eine kritische Betrachtung im Zuschauer auslösen. Was bleibt da noch übrig? Mir fallen jetzt gerade nur Filme wie Milk ein, die auf echten Menschen/Geschehnissen basieren.

Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass du in letzter Zeit mal irgendeinen „großen“ Film gelobt hättest. Da bleiben dann nicht so viele andere übrig. Es braucht nun mal ein gewisses Budget, um einen Film zu machen, und ich z.B. liebe das Kino wegen der großen Bilder. Auch wenn ich Hollywood & Co. nicht unkritisch gegenüber stehe, wäre für mich das Leben ohne optisch anregende Filme ärmer. Und auch wenn Kino sehr viel Kommerz ist, gerade im Disney-Konzern, gibt es doch immer noch Filmemacher mit Visionen und tollen Ideen. Wie viel davon dann im fertigen Film landet, ist natürlich eine andere Frage. Ohne Kompromisse geht es fast nie.

Und „kleinster gemeinsamer Nenner“ ist auch so negativ besetzt. Ungeachtet aller kulturellen und geschichtlichen Unterschiede gibt es schon noch Charaktereigenschaften und Handlungsmotive, die das menschliche Leben nun mal durchziehen. Das muss keine übergestülpte „Fiktion“ vom Ewigmenschlichen sein, die zu Marketingzwecken das alleinige Erleben von Kunst diktiert – das klingt mir zu sehr nach bösem Kalkül.

Denn trotz Unterschieden in den Gesellschaften und in den Individuen gibt es immer wieder Verbindendes. Was nicht heißt, dass nur noch Filme darüber gedreht werden sollten, aber eben auch nicht das Gegenteil.

Zu 2.
In Bezug auf:
Indem man die Zielgruppe ködert, bestärkt und bestätigt man sie in dem Glauben, sie gingen – bildlich gesprochen – zur Hure zu gehen


Moment, wieso sollte der Glaube bestärkt werden? Wer will sich denn selbst als unkritischer Freier sehen? Niemand will sich doch gerne als Teil einer befriedigungssuchenden Masse fühlen. Das ist doch wie beim Verreisen: Niemand will Pauschaltourist sein, sondern Individuum.

Zu 3. Über die Thematik im ersten Teil gab es schon mal eine ähnliche Diskussion, ich stimme dir zu. Im zweiten Teil: Ja, auch das erscheint mir logisch.

Wie Susie kann ich schon grundsätzlich deine Argumente nachvollziehen. Ich seh es trotzdem entspannter. Und ich habe auch kein Problem damit, mich in einem sehr kommerziellen Film zu amüsieren. Es ist nicht so, dass ich erst eine Aquilegia-Anspruchsmesslatte anlege, bevor ich einen Film genieße.


******* ****** ****** ****** ****** ****** ****** ******
Tread softly because you tread on my dreams
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Pyr

Gefährte

Re: Die Diskussion hat zwar nicht unmittelbar mit Caddy zu tun, aber das kann erstens noch anders werden, und zweitens war der Thread gerade so ungenutzt [Re: sphnix]

Aquilegia schrieb:
Ich habe mich schon früh Shakespeare angenähert, angeregt durch die Schule, dann freiwillig, und habe mir als Teenager sonntagsvormittags im ORF verfilmte Stücke angeschaut. Aber nicht jeder hat soviel Interesse und Liebe zur Sprache, dass er sich ohne "Anreiz" damit beschäftigt.



Es mag dir nicht bewusst oder von dir beabsichtigt sein (oder doch), aber in dieser Argumentation liegt eine ziemliche Herablassung. (Wie ich in deinen ganzen Beiträgen die Hierarchie, bzw., den Gegensatz von "Hoher Literatur/Kunst"/"Nachdenken" und "Gefälliger Form"/"Unterhaltung" immer als Grundlage vorausgesetzt sehe, die dann lediglich konkret ausgeglichen werden soll(en).)



In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Aquilegia

Gefährte

Re: Die Diskussion hat zwar nicht unmittelbar mit Caddy zu tun, aber das kann erstens noch anders werden, und zweitens war der Thread gerade so ungenutzt [Re: Pyr]

Pyr schrieb:
Aquilegia schrieb:
Ich habe mich schon früh Shakespeare angenähert, angeregt durch die Schule, dann freiwillig, und habe mir als Teenager sonntagsvormittags im ORF verfilmte Stücke angeschaut. Aber nicht jeder hat soviel Interesse und Liebe zur Sprache, dass er sich ohne "Anreiz" damit beschäftigt.



Es mag dir nicht bewusst oder von dir beabsichtigt sein (oder doch), aber in dieser Argumentation liegt eine ziemliche Herablassung. (Wie ich in deinen ganzen Beiträgen die Hierarchie, bzw., den Gegensatz von "Hoher Literatur/Kunst"/"Nachdenken" und "Gefälliger Form"/"Unterhaltung" immer als Grundlage vorausgesetzt sehe, die dann lediglich konkret ausgeglichen werden soll(en).)


Da tust du mir unrecht, das kommt vielleicht bei dir anders an, als es gemeint war. Ich bin, was Literatur angeht, nur halb gebildet und nur halb interessiert, aber ich liebe alles, was mit Sprache zu tun hat. Von daher würde ich mich als Durchschnitt einordnen. Und in anderen Gebieten bin ich sogar schlechter als der Durchschnitt bewandert, ich komme mir beim Filmeschauen keineswegs erhaben vor.

Und auch was "hohe Literatur" pp. betrifft, hast du sicher gemerkt, dass ich oft Anführungszeichen verwende. Ich selbst möchte keine Grenze ziehen - auf der einen Seite "gut", weil gebildet und inhaltsschwer, und auf der anderen Seite "böse", weil seicht und gefällig.
Das habe ich in meiner letzten Antwort ja auch angedeutet. Ich lese und sc