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herr-der-ringe-film.de

CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT

Schon seit dem Anfang der HOBBIT-Produktion stehen Schauspieler-Gewerkschaft und Peter Jackson auf Kriegsfuß. Jetzt erhebt die Gewerkschaft neue Vorwürfe und beschuldigt die neuseeländische Regierung für den HOBBIT die neuseeländischen Einwanderungsgesetze untergraben zu haben.

Die gewerkschaftsähnliche Schauspieler-Organisation NZ Actors Equity, zu der mittlerweile auch viele HERR-DER-RINGE-Schauspieler wie Craig Parker (Haldir) gehören, hat von Anfang an die HOBBIT-Produktion kritisiert, weil Schauspieler bei den Dreharbeiten schlecht bezahlt und behandelt würden.

Weiter wird kritisiert, dass sich die neuseeländische Regierung zum Spielball von Warner Bros. macht. Bereits im Oktober 2010 hatte die Regierung dem Studio enorme Steuererleichterungen angeboten und sogar das neuseeländische Arbeitsrecht im Sinne des Filmstudios (gegen die Interessen der Arbeitnehmer) geändert, damit der HOBBIT in Neuseeland produziert werden kann

Jetzt sind neue Dokumente aufgetaucht, aus denen hervor geht, dass die neuseeländische Regierung Peter Jackson damals sogar angeboten hat, das Einwanderungsgesetz zu lockern, wenn dies im Sinne der Rollenbesetzung erforderlich sei. Nach Forderungen der Gewerkschaft wurden diese Dokumente aus dem Jahr 2010 gestern vom ehemaligen Wirtschaftsminister Gerry Brownlee veröffentlicht. Bereits vor den Verhandlungen mit Warner hatte das Büro von Brownlee offenbar E-Mails an Peter Jackson geschickt, in denen der Minister versicherte, dass sich Warner keine Sorgen wegen der Einwanderungsbestimmungen machen müsse. Wörtlich steht in den E-Mails:

"Wir können Warner garantieren, dass wir alle Casting-Entscheidungen auch bezüglich der Einwandungerungsprozesse unterstützen werden. Letztendlich liegt die Entscheidung darüber, wer ins Land darf oder nicht immer noch bei der neuseeländischen Regierung - und bei keinem anderen."

Aus den Unterlagen geht weiter hervor, dass die neuseeländische Regierung bei diversen ausländischen Schauspielern, wie beispielsweise Stephen Fry, Martin Freeman oder Orlando Bloom, eine Sondergenehmigung erteilt hat. Jennifer Ward-Lealand, Präsidentin der NZ Actors Equity, sieht darin nicht nur einen Angriff auf die neuseeländische Schauspieler-Gemeinschaft, sondern auch ein Verrat am neuseeländischen Volk. Dies wird vom Gewerkschaftsverband bestätigt. Präsidentin Helen Kelly kritisierte, dass diese Umgehung des Einwanderungsgesetzes in Absprache mit Warner nicht öffentlich gemacht wurden: "Neben der Änderung des Arbeitsgesetzes und der Steuererleichterung von 30 Millionen Dollar haben sie den neuseeländischen Schauspielern jetzt auch noch die Möglichkeit genommen überhaupt zur arbeiten. [...] Die Neuseeländer hätten sicherlich gerne gewusste, wenn die Grenzen ihres Landes weiter geöffnet werden. Was ist der Vorteil für Neuseeland?"

Premierminister John Key erklärte, dass die Entscheidungen notwendig waren, damit der HOBBIT überhaupt in Neuseeland produziert werden konnte. Die Produktion der beiden Filme mit einem Budget von mehreren Hundert Millionen Dollar sei ein enormer Gewinn für die neuseeländische Wirtschaft.

Wer hat eurer Meinung nach Recht, Peter Jackson oder die neuseeländische Schauspieler-Gewerkschaft?
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Fleuz

~*Fea én Târa*~

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Cirdan]

ch bin nicht so sehr in der Materie aber hier wird glaube ich etwas überreagiert.
Und Peter Jackson da "reinzuziehen" ist totaler Quatsch.
Er wollte den Hobbit in NZ drehen. Und jetzt wird er gedreht. Mit vielen Neuseeländern vor und hinter der Kamera. Ein riesiger Werbefilm für das Land.
Und so wie ich das verstehe sind diese Lockerungen im Einwanderungsgesetz keine Gesetzesänderungen sondern lediglich Ausnahmen, um es gewissen Schauspielern, die nicht lange in NZ bleiben können, möglich zu machen zu drehen. Kein großes Ding.
Ich verstehe die Aufregung nicht.
Es wäre eine Ohrfeige für das Land gewesen, wenn man in einer Pressemitteilung hätte lesen müssen, dass Martin Freeman nicht teilnehmen kann, weil er nicht lange genug in NZ bleiben kann, um eine Arbeitsgenehmigung zu bekommen. DAS! hätte dem Land geschadet. Nicht irgendwelche Ausnahmegenehmigungen von ausländischen Schauspielern.



imHo...


---------
HOBBIT EXTENDED EDITION || Booklets
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Nazgul9

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Fleuz]

So sehe ich das auch.



"Chuck liefert eine derart gelungene Mischung aus Humor, Spannung, Gefühl und Herz, dass unterm Strich das perfekte Fernsehglück dabei herauskommt. Zum immer und immer wieder Ansehen."
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Der große Hobbit

Gefährt

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Nazgul9]

Ohne genauere Einblicke zu haben sehe ich das ähnlich.

Die einzige Frage die ich mir eben stelle ist die nach der Bezahlung der ganzen sonstigen Mitarbeiter. Ich hoffe dass das passt und keiner ausgebeutet wird.


schee wars!
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Sannyu

Fee von Hohensolms

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Cirdan]

Es fehlen da Informationen um sich ein auch nur halbwegs sachliches Urteil zu bilden. Ich versteh das bislang so:

Die Nationalität kann im künstlerischen Fach nicht das erste unter den Auswahlkriterien sein. Man stelle sich vor, dass Gewerkschaften hierzulande bei einer Großproduktion darauf bestünden prinzipiell zuerst deutsche Schauspieler zu beschäftigen ^^.
Ist es denn nicht üblich, dass Künstler sich in ihrer Tätigkeit, nach Möglichkeit selbstredend, auch über die Grenzen ihres Landes hinweg bewegen? Sich selbst auch darum bemühen müssen?

Man mag mir das nachsehen: Wieviel qualifizierte Darsteller gibt es bei einer Einwohnerzahl von 4.26 Mio Neuseeländern. (Berlin hat derzeit rund 3,4 Millionen). Wer hindert sie daran, zum Vorsprechen zu gehen?

Es erschließt sich mir auch nicht wie die NZ-Gewerkschaften zu diesem Urteil kommen:
Helen Kelly kritisierte, dass diese Umgehung des Einwanderungsgesetzes in Absprache mit Warner nicht öffentlich gemacht wurden: "Neben der Änderung des Arbeitsgesetzes und der Steuererleichterung von 30 Millionen Dollar haben sie den neuseeländischen Schauspielern jetzt auch noch die Möglichkeit genommen überhaupt zur arbeiten.
Wie dieses?

Wenn allerdings von schlechterer Bezahlung die Rede ist, müssten Zahlen vorliegen anhand derer man dies im Vergleich feststellen und nachweisen kann. Wem dem so sein sollte, besteht Handlungsbedarf. Es ist ein no go.

Inwieweit es politisch klug war von Seiten der Regierung für die Produktion im Steuerbereich schon fast in Vorkasse zu gehen, kann man in Frage stellen. Würde mir als Neuseeländer sehr wahrscheinlich nicht gefallen.

Im Ganzen sehe ich die neuseeländische Administration unter John Key in der Pflicht Aufklärung zu leisten, was genau die Neuseeländer von dieser Investition haben werden.

Peter Jackson zu attackieren halte ich für Unsinn. Mit den Tolkien-Verfilmungen ist doch tatsächlich Neuseeland ins Blickfeld von Film gerückt, oder nicht? Was hat er von einer Ungleichbehandlung seiner Landsleute.

Dann vermute ich, dass hinter den Kulissen in der Mehrheit Neuseeländer (WETA Workshop z.B.) arbeiten, ebenso bei den Komparsen. Sicher hätte man Bilbo und den Bürgermeister von Seestadt mit Neuseeländern besetzen können, Orlando Bloom aber schon nicht mehr. Das wäre lächerlich. Ich für meinen Teil bin ich schon froh, dass es nicht von US-Amerikanern am Set wimmelt.

Um was geht es eigentlich? Um wirtschaftliche Einbußen eines Volkes oder um Chancengleichheit für neuseeländische Schauspieler?

Fleuz schrieb:
Es wäre eine Ohrfeige für das Land gewesen, wenn man in einer Pressemitteilung hätte lesen müssen, dass Martin Freeman nicht teilnehmen kann, weil er nicht lange genug in NZ bleiben kann, um eine Arbeitsgenehmigung zu bekommen. DAS! hätte dem Land geschadet. Nicht irgendwelche Ausnahmegenehmigungen von ausländischen Schauspielern....imHo...



“Courage is found in unlikely places.”

Gildor Inglorion

Ring*Choir
Freshman 2015/2016
Sophomore 2016/2017


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LuthiensTochter

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Cirdan]

Ich sehe das wie meine Vorredner.

Cirdan schrieb:
.

Die gewerkschaftsähnliche Schauspieler-Organisation NZ Actors Equity, zu der mittlerweile auch viele HERR-DER-RINGE-Schauspieler wie Craig Parker (Haldir) gehören, hat von Anfang an die HOBBIT-Produktion kritisiert, weil Schauspieler bei den Dreharbeiten schlecht bezahlt und behandelt würden.




Das würde ich ja gern mal genauer wissen. Meines Erachtens hat kein Darsteller rauf irgendeiner Con je von schlechter Behandlung geredet.


~ * ~ Êleniel Tindome, hervess en aran e-daur e-Ndaedelos, ~ * ~ Waldlandkobold.

'...ein Vogel aus feingesponnenen Sphärenmetall oder wie silbriger Wein, der durch ein Raumschiff flutet, denn wo war hier noch Schwerkraft, erhob sich das Violinsolo."
In Gedenken an W.Krege/A Clockwork Orange by A. Burgess
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CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: LuthiensTochter]

LuthiensTochter schrieb:

Das würde ich ja gern mal genauer wissen. Meines Erachtens hat kein Darsteller rauf irgendeiner Con je von schlechter Behandlung geredet.



Naja, nicht öffentlich, die ziehen ja auf der Con auch ihre Show ab. Mir wurde aber schon in privaten Gesprächen erzählt, dass alles nicht so ganz rosig war. Da es vertraulich war möchte ich da jetzt nicht im Detail drauf eingehen.

Und alle fast alle neuseeländischen Schauspieler aus LOTR haben New Line nach dem Film verklagt, das war sicherlich auch nicht einfach nur so...

Hier äußert sich Craig Parker auch mal kurz, ist aber schon was älter.

Die Actors Equity fordert unter anderem ...

  • eine faire Bezahlung
  • eine angemessene Nennung der Schauspieler im Abspann
  • Übernahme der Anreise und Fahrtkosten
  • Angemessene Pausenzeiten
  • Urlaub und Überstundenausgleich
  • eine einheitliche Regelung für Stunts
  • eigene Umkleideräume oder Wohnwagen
  • eine Regelung für die Darstellung von Nacktheit

Des weiteren fordert die Actors Equity, dass der Anspielpartner beim Casting ein professioneller Schauspieler ist, dass es eine festgelegte Dauer für jede Casting-Sitzung gibt, dass das Drehbuch spätestens drei Tage vor dem Vorsprechen vorliegt und dass die Schauspieler über das Ergebnis des Castings informiert werden.

Übrigens: Schon während der LOTR Dreharbeiten, gab es ja Presseberichte darüber, dass Statisten wie Sklaven behandelt worden seien und einen Stundenlohn von umgerechnet etwa 1,50 Euro bekommen hätten.
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BigBlue

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Cirdan]

Ich glaube, hier werden insgesamt zwei völlig verschiedene Themen durcheinander geworfen: zunächst einmal, dass man seitens der Regierung wohl Ausnahmeregelungen bezgl. des Aufenthaltsrechts von ausländischen Schauspielern getroffen hat. Das finde ich im Grunde genommen völlig in Ordnung, solange davon weder Nachteile für die Bevölkerung entstehen noch Gesetze auf dubiose Weise gebogen werden müssen. Und das sehe ich, laut den hier genannten Informationen, nicht. Ein wenig unglücklich mag gewesen sein, dass das anscheinend so hinter vorgehaltener Hand passiert ist und die Sache nicht vernünftig öffentlich dargestellt wurde. Ich glaube kaum, dass sich die neuseeländische Bevölkerung quergestellt hätte, wenn die Frage aufgetaucht wäre "Entweder Sonderregelungen bspw. für Martin Freeman und Orlando Bloom, oder Abwanderung der Produktion in ein anderes Land."

Das andere Thema sind dann die Arbeitsbedingungen der Statisten. Was nicht wirklich mit dem ersten Punkt zusammenhängt, wie ich das hier sehe. Sollte das wirklich (wieder) so fürchterlich sein, wie von Cirdan angedeutet, dann hat die Gewerkschaft natürlich allen Grund, da ordentlich auf den Putz zu hauen und sich aufzuregen. Zumindest nach meinem Dafürhalten sollte es so geregelt sein, dass gleiche Arbeitsbedingungen für gleiche Jobs bei der selben Produktion herrschen. Und zwar völlig egal, woher der Statist, Stuntman, Laiendarsteller, Komparse oder Kaffeekocher stammt. Sollte da tatsächlich mit zweierlei Maß gemessen werden, finde ich das höchst bedenklich. Natürlich muss man da auch sehen, wieviel Verantwortung und Arbeit der Einzelne 'reinsteckt. Dass ein Hauptdarsteller mehr verdient und andere Vertragskonditionen hat als ein Statist ohne Sprechrolle ist klar. Sklavenarbeit soll und darf bei sowas prestigeträchtigem aber niemand leisten müssen.


You're Sherlock Holmes, wear the damn hat!

"You can't run from the wind. You trim your sails, face the music, and keep going."
- Captain Christopher Sheldon -
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Der große Hobbit

Gefährt

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: BigBlue]

Ja sehe ich auch so. Sind 2 verschiedene Punkte.

Bei Punkt 1 hat sich aber die NZ-Regierung vermutlich trotzdem quasi erpressen lassen. Das ist allerdings nicht neu und passiert in fast jedem Land mit allen Großunternehmen, leider.
Da macht der Staat lieber Zugeständnisse als die Wirtschaftskraft zu verlieren. Und in dem Fall die zukünftigen Einnahmen durch Tourismus.
Dabei spreche ich von den steuerlichen Zugeständnissen.
Dass die Einreise/arbeitsbedingungen für einige Stars evtl. geändert wurden sehe ich nicht so kritisch.
Die Gewerkschaft wird da hoffentlich nicht so verblendet sein und verlangen dass in NZ gedrehte Filme auch ausschließlich mit NZ-Schauspielern besetzt werden sollten.
Das wäre schlicht lächerlich.
Bei den Stars sowieso, bei den Nebenrollen sollte man vielleicht schon erst mal vor Ort schauen. Letztere sollten auch eine angemessene Bezahlung erhalten. Was immer das heißt. Nebenrollen, damit meine ich solche, die meist auch Text haben, werden ja dann schon meist mit professionellen Schauspielern besetzt die von ihrem Job leben müssen.

Statisten dagegen machen das ja normalerweise nur nebenbei/als Hobby und müssen davon nicht leben bzw. können auch gar nicht. Hier wird ja wohl nur sowas wie eine Aufwandsentschädigung gezahlt, und das wird wohl überall ähnlich sein.
Verpflegung muss aber drin sein und die Anreise normalerweise auch. Wobei das halt schwierig ist denn bei manchem Statisten wird die Anreise zum entfernt liegenden Drehort schon die Aufwandsentschädigung o.ä. übersteigen.
Hier weiß ich nicht wie in USA bspw. die Regelungen sind.


PS:

In Bezug auf:
Urlaub und Überstundenausgleich


Wo ist denn sowas bitte üblich bei professionellen Schauspielern?
I. d. R. sind diese selbständig und freiberuflich im Filmgeschäft heutzutage.

Das Studiosystem Hollywoods wo die Schauspieler beim Studio angestellt waren gibts schon lange nicht mehr.

Aber gerade deshalb gehört da eine gute Bezahlung an den Start, damit der Freiberufler auch mal schlechte Zeiten überbrücken kann.


schee wars!

Geändert durch Der große Hobbit (27.04.2012 18:43)

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Drachentochter

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Der große Hobbit]

Ich kann schon ein wenig verstehen dass sie sich wegen der Bezahlung usw aufregen. Aber finde es recht übertrieben dass sich die Gewerkschaft darüber beschwert dass die Regierung Lockerungen bei den nicht-neuseeländischen Schauspielern macht, denn die müssen da ja auch einige Zeit bleiben. Außerdem ist Der Hobbit sowie es auch Der Herr der Ringe war, ein internationaler Film in dem nicht nur neuseeländische Schauspieler mitspielen und demensprenchend finde ich es dann ein wenig egoistisch wenn die Gewerkschaft sagt sozusagen dass dadurch dass Schauspielern anderer Nationalitäten die Rollen bekommen, man ihnen "Die Arbeit wegnimmt". Das ist dann iwie unfair und es ist ja auch nicht so dass sie nicht die Chance hätten generell die Rolle zu kriegen, da PJ ja auch dafür bekannt ist gerne auch unbekannte Gesichter für größere Rollen zu besetzten.

"Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen."
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Blaubeere

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Drachentochter]

Nur ganz kurz meine Meinung, die sich in vielem mit dem bereits Gesagten deckt:
- der Hobbit ist nun mal kein neuseeländischer, sondern ein internationaler Film, und da spielen auch internationale Schauspieler mit, und ich finde es vernünftig, wenn man denen das notfalls auch durch Ausnahmeregelungen ermöglicht
- viele wichtige Rollen wurden ja auch durch Neuseeländer besetzt
- ich kenne wie die meisten hier die Details nicht, aber Statisten spielen wohl überall auf der Welt bei den Dreharbeiten "eine Statistenrolle", inklusive der Tatsache, daß man nicht im Chefsessel speist, und viele machen es mehr aus Begeisterung mit, und davon leben kann man wohl nirgends auf der Welt
- was heißt "schlechte Behandlung? PJ wird wahrcheinlich von allen Leuten das Beste verlangen, so wie es andere große Regisseure auch tun - schließlich soll der Film ja auch gut werden, und da gehören auch Einsatz und Überstunden dazu
- mir scheint ein wenig, daß die Gewerkschaft das Renommé des Filmes ausnutzen will, um auf den Putz zu hauen und für sich möglichst viel herauszuschlagen - sie kann sich dadurch aber auch selbst ins Knie schießen, DENN: das Wohl und Wehe des Hobbit-Films hängt zugegebenermaßen auch daran, daß er in Neuseeland gedreht wird, angesichts einer derart übertrieben renitenten Schauspielergewerkschaft wird man sich aber überlegen, ob man in Zukunft solche Großprojekte in diesem Land realisieren möchte.
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LuthiensTochter

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Blaubeere]

Ich hab immer noch nicht verstanden, wer sich aufregt. Die Statisten oder die Darsteller? Und ab wann ist man kein Statist mehr? Dass der Statist, auf der ganzen Welt, auch in Deutschland, das letzte Glied der Nahrungskette ist und hierarichisch sogar unter dem Kabelträger steht ist auch keine Neuigkeit. Ist in den letzten Jahren auch schlimmer geworden. Dagegen stehen Millionengagen für einzelne Hauptdarsteller.

~ * ~ Êleniel Tindome, hervess en aran e-daur e-Ndaedelos, ~ * ~ Waldlandkobold.

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Geändert durch LuthiensTochter (29.04.2012 15:42)

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richard

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: LuthiensTochter]

HHHHÄÄÄÄÄÄÄÄÄ??????

Helen Kelly oder wie sie auch heißt ist anscheinend noch im 15 Jahrhundert!!
Alle Statisten haben doch zugestimmt ,dass sie mitmachen wollen auch wenn die Gage nicht so hoch ist
und sie bekommen doch(wenn sie 8 Stunden arbeiten)
12 €!? und in Deutschland sind es für 10 bis 11 Stunden und selten noch mehr 55€!!!

dafür können die Hobbit und HDR Statisten sagen, dass sie sie am wahrscheinlich größten Projekt der Welt mitgemacht haben!!!

und da ist der nächste Punkt!
Peter hat soooooooo viel Geld für das Projekt ausgegeben, dass er nicht alle Statisten zu Millionären machen kann!!

Sonst schließe ich mich denen die gegen Helen Kelly sind nur an!!
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Der große Hobbit

Gefährt

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: richard]

richard schrieb:
Peter hat soooooooo viel Geld für das Projekt ausgegeben, dass er nicht alle Statisten zu Millionären machen kann!!


joa, eine Runde Mitleid für den armen Peter, der schrammt ja grad so am Armenhaus vorbei, mei tut der mir leid.




schee wars!
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Nazgul9

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: richard]

Der Peter hat viel Geld in die Film-Infrastruktur Neuseelands gesteckt aber den Hobbit an sich finanziert er nicht. Nur sehr selten bezahlen Filmemacher ihre Filmprojekte, besonders wenn es sich um sogenannte Blockbuster handelt. Wer hat schon 200 Millionen Dollar rumliegen...



"Chuck liefert eine derart gelungene Mischung aus Humor, Spannung, Gefühl und Herz, dass unterm Strich das perfekte Fernsehglück dabei herauskommt. Zum immer und immer wieder Ansehen."
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richard

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Nazgul9]

Danke Nazgul9 !
immer muss mich gemeiner "Großer Hobbit " ärgern.
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ZwergenZelot

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: richard]

Dei Informationslage scheint spärlich zu sein, ich möchte aber doch nicht die Chance missen ein wenig zu spekulieren:

Also wenn die "Schauspieler"(welche graue Masse das nun auch immer sein mag) allzu schlecht behandelt wurden und werden dann müssten alle bekannten Gesichter aus den Herr der Ringe Filmen eine ungeheure Show abziehen und viel Zensur betrieben werden um solche Missände ungehört zu machen. Bei Allen Interviews, Produktionsvdeos und Dokumentationen weisen die Schauspieler auf den herzlichen Umgang mit dem ganzen Produktionsteam hin und freuen sich nun im Hobbit wieder mit an Board zu sein. Klar wird es ab und an Reibereien gegeben haben, die man dannn auch mitbekommen hat, z.B. ein Christopher Lee der seinen fehlenden Auftritt in Die Rückkehr des Königs kritisiert hat..., aber die Tatsache dass er in seinem hohen Alter dann doch noch einige Szenen gedreht hat, steht doch eigentlich für ein hervorragendes Arbeitsverhältnis.
Also dürften sich diese Missstände wohl auf kleinere Rollen beziehen, die sich angesichts der großen Aufmerksamkeit die die "stars" genießen betrogen fühlen könnten, ist das so, dann würde mich interessieren: Von wem sprechen wir denn hier überhaupt? :-S

Craig Parker wird wohl offensichtlich kein gutes Verhältnis gehabt haben, oder aber, wir verfolgen hier die Reaktionen beleidigter oder neidischer Kinder.
Ich würde jedenfalls gerne eine Liste von Schauspielern haben die das Studio nach den Dreharbeiten verklagt haben. Anonsten kann man hier anhand der spärlichen Informationen nur spekulieren, so wie ich es gerade getan habe.

Schlechte Behandlung bei Statisten ist klar zu verurteilen, bei einer Produktion die unter einem solchen öffentlichen Druck gedreht wird, könnte die Macht die die Produktionsfirma über die Statisten besitzt natürlich ausgenutzt werden... So in die Richtung: "Ihr könnt froh sein dass ihr die Statistenrolle bekommen habt und jetzt vorwärts!"
Aber diese Verhaltensweise will mir nicht so recht in den Kopf passen. Vielleicht hat man da mit mir doch zu sehr Image- Schindluder und Kopfwäsche betrieben.

Ich glaube allerdings, dass die Schauspieler Vereinigung wohl wirklich nur von Schauspielern spricht. Aber welche Neuseeländischen Schauspieler sind nun beim Hobbit mit an Board und werden schlecht behandelt? Geht es nur um das Casting? Oder sind das noch die Folgeerscheinungen von der Herr der Ringe Produktion? Wenn ja, dann sind wir vielleicht doch bei der Schaar abgewiesener Verehrer und beleidigter Kinder.
Faire Bedingungen sollten für alle Schausieler gelten, keine Frage, und jeder Schauspieler solte für die Zeit in der Produktion gleich behandelt werden.
Aber bei den Castings sollte nicht auf Nationalitäten geachtet werden, es sollte rein um das Erscheinungsbild und die Performance und infolgedessen um die Wunschbesetzung des künstlerischen Leiters, in diesem Fall wohl PJ, gehen. Aber scheinbar haben manche Schauspieler nicht die selben infos bekommen, Drehbuch text etc. Ist ja in der Liste der Forderungen enthalten.
Könnte also sein, dass hier eine Art Freundewirtschaft zwischen Produktionsfirma, PJ& Co. und den Wunschbesetzungen kritisiert wird?
Was die Bezahlung anbelangt: Inwieweit ist nun die Bezahlung unfair? Im Vegrleich zu den "Stars", im Vergleich zu anderen Produktionsfirmen, im Vergleich zum Aufwand der Dreharbeiten? Hmm hab leider keine Zeit um großartig zu recherchieren. Schade drum.


".. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay... small acts of kindness and love. Why Bilbo Baggins? That's because I am afraid and it gives me courage." Gandalf
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SackheimBeutlin

Special Extended Edition

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: ZwergenZelot]

In Bezug auf:
Bei Allen Interviews, Produktionsvdeos und Dokumentationen weisen die Schauspieler auf den herzlichen Umgang mit dem ganzen Produktionsteam hin


Interviews, Produktionsvideos und Dokumentationen sind Werbung, das ist dir bewusst?


‎---

TRY GETTING A RESERVATION AT DORSIA NOW YOU FUCKING STUPID BASTARD
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richard

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: SackheimBeutlin]

@ZwergenZelot
auf wen meinst du mit "beleidigter oder neidischer Kinder"??
sons ist gut was dir aufgefallen ist!!
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ZwergenZelot

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: SackheimBeutlin]

SackheimBeutlin schrieb:
In Bezug auf:
Bei Allen Interviews, Produktionsvdeos und Dokumentationen weisen die Schauspieler auf den herzlichen Umgang mit dem ganzen Produktionsteam hin


Interviews, Produktionsvideos und Dokumentationen sind Werbung, das ist dir bewusst?



Dass ich erwähnt hatte, dass wohl viel Image- Schindluder und Kopfwäsche betrieben wurde ist dir auch bewusst?
Ich sage nicht, dass sowas nicht betrieben wurde. Es erscheint mir einfach unmöglich, dass die Arbeitsbedingungen für alle Schauspieler so schlecht waren und sind, angesichts der Gründe die ich nannte.

Mit der Gruppe neidischer Kinder meinte ich die Neuseeländische Schauspielervereinigung. Aber wie gesagt, ich hab zu wenig Hintergrundwissen um eine solch abwertende Bezeichnung zu stützen. Fand die Bezeichnung für eine Spekulation aber passend.


".. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay... small acts of kindness and love. Why Bilbo Baggins? That's because I am afraid and it gives me courage." Gandalf
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CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: SackheimBeutlin]

SackheimBeutlin schrieb:
In Bezug auf:
Bei Allen Interviews, Produktionsvdeos und Dokumentationen weisen die Schauspieler auf den herzlichen Umgang mit dem ganzen Produktionsteam hin


Interviews, Produktionsvideos und Dokumentationen sind Werbung, das ist dir bewusst?



Costa Botes hat zwar drei unabhängige Dokus gedreht, die auf einigen Festivals zu sehen waren und auch die schwarzen Seiten der Filmproduktion zeigen, aber für die Veröffentlichung auf der Limited Edition wurden diese Dokus von Warner stark zensiert, was Botes der Produktionsfirma bis heute übelnimmt.
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SackheimBeutlin

Special Extended Edition

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Cirdan]

Oh, ich kenne nur die Versionen von der BluRay SEE Box. Gibt's dazu nähere Infos?

‎---

TRY GETTING A RESERVATION AT DORSIA NOW YOU FUCKING STUPID BASTARD
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CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: SackheimBeutlin]

Hier hat er sich mal darüber geäußert.
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Nazgul9

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Cirdan]

Cirdan schrieb:
Costa Botes hat zwar drei unabhängige Dokus gedreht, die auf einigen Festivals zu sehen waren und auch die schwarzen Seiten der Filmproduktion zeigen, aber für die Veröffentlichung auf der Limited Edition wurden diese Dokus von Warner stark zensiert, was Botes der Produktionsfirma bis heute übelnimmt.



Wenn man das liest, klingt das als hätte New Line die "schwarzen Seiten" vertuschen wollen, die Beispiele die Botes in dem verlinkten Artikel nennt, zeugen von ganz anderen Beweggründen.

Da werden mal wieder Verschwörungstheorien betrieben...




"Chuck liefert eine derart gelungene Mischung aus Humor, Spannung, Gefühl und Herz, dass unterm Strich das perfekte Fernsehglück dabei herauskommt. Zum immer und immer wieder Ansehen."
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CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Nazgul9]

Nazgul9 schrieb:
Cirdan schrieb:
Costa Botes hat zwar drei unabhängige Dokus gedreht, die auf einigen Festivals zu sehen waren und auch die schwarzen Seiten der Filmproduktion zeigen, aber für die Veröffentlichung auf der Limited Edition wurden diese Dokus von Warner stark zensiert, was Botes der Produktionsfirma bis heute übelnimmt.



Wenn man das liest, klingt das als hätte New Line die "schwarzen Seiten" vertuschen wollen, die Beispiele die Botes in dem verlinkten Artikel nennt, zeugen von ganz anderen Beweggründen.

Da werden mal wieder Verschwörungstheorien betrieben...



Leider finde ich das Interview im Moment nicht mehr, in dem Botes auch ansprach, dass Inhalte gekürzt worden seien. Aber natürlich hast du Recht, das war keine Aufdeckungsdoku über die schlechte Arbeitsbedingungen beim LOTR, sondern eine Doku über die Produktion. Außerdem ist ja immerhin noch eine Szene drin geblieben, in der eine Mitarbeiterin ob des Stress in Tränen aufgelöst ist.

Geändert durch Cirdan (07.05.2012 07:41)

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guitarfreak68

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Drachentochter]

Ich sehe das auch so,das der Hobbit nur als Lobby dieser Gewerkschaft benutzt wird. Außerdem hat ja auch Hollywood das sagen. Wieso hat die Gewerkschaft nicht bei Narnia und Avatar so heftig zugeschlagen. Weta hat ja diese Filme auch mitproduziert. Ich verstehe das auch nicht,bestimmte Schauspieler gehören im Hobbit,die sind halt keine Neuseeländer, aber Briten zum Beispiel: hat nicht Neuseeland die selbe Königin,rein politisch ist Großbritanien und Neuseeland eng verbunden.

Ein anderen Gandalf als Ian Mackellen könnte ich mir auch nicht wirklich vorstellen. Ich bin froh das viele britische Schauspieler mitmischen,da Tolkien Brite war und ein große Liebe hatte für sein Land,sonst wollte er für England nicht diese Mythologie schreiben voraus das Silamrillon resoltierte.
Darum finde ich es auch wie ein besonderen Tribute zu Tolkien vor allen auch Schauspieler aus Tolkiens Heimat mitspielen zu lassen. Aber in erste Linie gehts um Qualität eines Filmes,der viel Geld kostet in der Produktion.,da braucht man auch paar bekannte Gesichter.Ich bin froh das Christopher Lee mit dabei ist-er hat es sich verdient zum Beispiel,weil er auch so eine Liebe zu Tolkiens Welt hat und weil er ein klasse Schauspieler ist.

Der Hobbit ist ein internationales Buch geworden und gehörte zu den efolgreichsten Bücher der Weltgeschichte,wie die anderen Werke Tolkiens zu Mittelerde.Darum finde ich sollten auch erstklassige Schauspieler auch ausgewählt werden aus der ganzen Welt. Dafür sollte man auch das Arbeitsrecht lockern. Ich gebe das auch den neuseeländischen Staat recht,das sie immer noch zu entscheiden haben wem sie diese Arbeitserlaubnis erteilen,wie lange jemand dort sich aufhalten darf.
jeder Regieseur braucht für sein Film seine Leute mit dem er arbeiten am besten kann damit dieser Film auch gut wird.

Klar werden oft Schattenseite nicht so gezeigt,den das könnte so manch einer falsch verstehen. Aber zankereien etc kommt in jeder Firma vor. Alles sind Menschen,keine Maschinen,also gibt es auch Schattenseiten,mit Sicherheit war nicht immer alles harmonisch,aber das wollen viele auch nichts sehen wollen,weil die meisten Menschen nur die heile Welt sehen wollen. Man fürchtet um sein Ruf, aber man will ja unterhalten.

Ich denke da sind bestimmt auch Fetzen geflogen ,das ist auch beim Hobbit so,aber am Ende lernen viele daraus.

Es ist halt so wie in anderen Firmen. Erst der Boss,die Manager,die Vorarbeiter,Arbeiter,Hilfskräfte,Leiharbeiter.
Es ist normal das ein Statist nicht das verdient wie ein Christopher Lee oder Ian Mackellen.

Geändert durch guitarfreak68 (07.05.2012 15:01)

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Eorl87Team

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Cirdan]

Cirdan schrieb:
Nazgul9 schrieb:
Cirdan schrieb:
Costa Botes hat zwar drei unabhängige Dokus gedreht, die auf einigen Festivals zu sehen waren und auch die schwarzen Seiten der Filmproduktion zeigen, aber für die Veröffentlichung auf der Limited Edition wurden diese Dokus von Warner stark zensiert, was Botes der Produktionsfirma bis heute übelnimmt.



Wenn man das liest, klingt das als hätte New Line die "schwarzen Seiten" vertuschen wollen, die Beispiele die Botes in dem verlinkten Artikel nennt, zeugen von ganz anderen Beweggründen.

Da werden mal wieder Verschwörungstheorien betrieben...



Leider finde ich das Interview im Moment nicht mehr, in dem Botes auch ansprach, dass Inhalte gekürzt worden seien. Aber natürlich hast du Recht, das war keine Aufdeckungsdoku über die schlechte Arbeitsbedingungen beim LOTR, sondern eine Doku über die Produktion. Außerdem ist ja immerhin noch eine Szene drin geblieben, in der eine Mitarbeiterin ob des Stress in Tränen aufgelöst ist.


Da gab's damals auch ne News drüber. Muss um Mitte 2006-Anfang 2007 gewesen sein, wenn ich mich nicht irre. Leute mit Zeit können ja mal im Archiv suchen Das wurde damals auch in der Presse stark diskutiert...

Auf seiner eigenen Internetseite schreibt Botes einiges über das Medienecho und die Behandlung durch New Line. Nun kann man das so oder so sehen... aber zwischen den Zeilen kann man klar herauslesen, dass die VÖ nicht so lief, wie es geplant, angedacht, konzipiert war. Was man an Botes' Stelle auch verstehen kann... er hat mehrere Jahr an Zeit geopfert, diese Aufnahmen zu machen und sich konzeptionell an anderen Premissen orientiert, als die SEE-Dokus. Von daher war sein Ansatz ein ganz anderer, der so von NLC wohl nicht gezeigt werden wollte.

Anfang 2011 erteile Botes der HOBBIT-Produktion eine Absage (hier in unseren News zu lesen), wo er auch nochmal auf die Probleme einging.

Costa Botes schrieb:
New Line hat mit mir nie über die Veröffentlichung der Dokumentationen gesprochen, und sie haben mir auch nicht Bescheid gesagt, als sie veröffentlicht wurden. Das Seitenverhältnis im Bild stimmte nicht, sie verpassten eine wichtige Chance bei den Kommentaren und haben einige sehr ärgerliche Kürzungen gemacht. Und das wichtigste ist eigentlich, dass sie die Dokumentationen als einzelne DVDs rausbringen wollten, sie dann aber wieder mit den Filmen in eine Gesamtbox gequetscht haben, so dass die Fans noch einmal die Filme kaufen mussten. Da übernehme ich nicht gerne die Verantwortung für, weil das nicht meine Entscheidung war. Das hat einen sehr bitteren Geschmack hinterlassen. […]

[...] Ich habe ja versucht die Wahrheit einzufangen, mit „Warzen und allem“, genau so wie Peter Jackson mich drum gebeten hatte. Das war sein ursprünglicher Auftrag an mich. Die Extended Editions sind eine hervorragende Quelle für mündlich übertragene Geschichte, aber sie zeigen nicht wie die Beteiligten mit Spaß und Humor allen Widrigkeiten trotzen. Dabei denke ich, dass genau dies die gesamte HERR DER RINGE Produktion ausgemacht hat.

[...] Nein, ich möchte nicht beim HOBBIT dabei sein. Also von meiner Seite gibt es da keinerlei Interesse. Ich wünsche Peter und seinem Team viel Erfolg, aber ich konzentriere mich jetzt lieber auf meine eigene Arbeit. Viel Glück für den HOBBIT, aber ich habe kein Interesse daran, noch einmal bei so einem Projekt dabei zu sein. Einmal reicht mir! […] Ich wäre glücklicher, wenn sie mich meine Dokus noch einmal richtig zu enden bringen lassen würden, mit Musik und den Audiokommentaren der Filmemacher. Aber es hätte ja noch schlimmer kommen können, stell Dir vor, wir hätten nur das National Geographic Special.

[...] Das war totaler Unsinn. Es hat mich fast umgebracht, dass ich dafür meine Aufnahmen zur Verfügung stellen musste. Die Leute, die damit zu tun hatten waren zwar nett, aber ihre Version war total einseitig. Sie haben die kulturellen Einflüsse wahllos in den Mixer geworfen, und raus kam ein einheitlicher, leicht verdaulicher Vanille-Geschmack. Irgendwann muss ich mal ein Buch über die wahren Ereignisse schreiben. Das Wesentliche kann man aber auch auf meiner Website nachlesen, wenn man etwas zwischen den Zeilen liest.




Beste Grüße
Eorl


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ZwergenZelot

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Eorl87]

Ich glaube die Interviews beweisen dass die Missstände offenbar nicht mit dem unmittelbaren Umgang des Produktionsteams an sich (also die Leute an den Sets usw.) zu tun hatten, sondern scheinbar vielmehr mit der Obrigkeit und den Finanzies. Imemrhin fallen Botes Botschaften an PJ eher freundlich aus. Scheinbar war es sogar PJ's Wunsch solche Dinge damals bei den Herr der Ringe Filmen zu zeigen, womöglich wurde er aber aus Marketing- und Imagegründen daran gehindert, oder er ist doch ein Bösewicht und wollte nach Abschluss der Dreharbeiten verhindern dass alles gezeigt wird.
Dass bei so einem riesigen Projekt Stress an der Tagesordnung steht ist klar und dass die Gemüter dann leichter reizbar sind versteht sich auch. Ich kann mich an die Szene im Bonusmaterial mit einer Mitarbeiterin erinnern, die dann von ihrem Boss zusammengestaucht wurde wegen irgentwelcher Walkie- Talkies oder so. Die wurde daraufhin interviewed und sah dann schon ziehmlich fertig aus. Dergleichen wird es viel gegeben haben.
Mich würde aber immernoch die Problematik mit den Schauspielern viel mehr interessieren
Nunja, soweit mein persönliches Urteil aus diesen Interview- Ausschnitten.

In Bezug auf:
Zitat aus Wikipedia:
Am 24. September 2010 veröffentlichte die International Federation of Actors eine Pressemitteilung, die Mitglieder ihrer Partnergewerkschaften (inklusive der Screen Actors Guild) dazu aufforderte, nicht an dem Filmprojekt mitzuwirken. Die Mitteilung kritisierte, dass die Produzenten von The Hobbit keine Schauspieler mit gewerkschaftlich ausgehandelten Verträgen anstellten.[102] Für den Film arbeitende Schauspieler könnten demnach sogar aus der Gewerkschaft ausgeschlossen werden.



Das war mir ganz entgangen. Scheinbar ist ein Mitgrund des Streits, dass nur unabhängige Schauspieler angstellt werden.

In Bezug auf:
Hier stand das unter anderem so:
The problem apparently stems from the producers refusing to lock in certain rights and payments, with contracts leaving out crucial terms on working conditions, residual payments and cancellation fees.



"Offenbar stammt das Problem von den Produzenten, die sich weiter weigern Bestimmte Rechte und Zahlungen zu zusichern, das ist entscheidend hinsichtlich der Arbeitsbedingungen, Restzahlungen und Stornogebühren."

So noch einmal schnell zusammengefasst.
Hab da irgentwie nicht alles auf die Reihe bekommen bisher.
Also gehts einfach um die bisherigen Verträge die die Produktionsfirma aufgesetzt hat..... Na da möchte man doch mal so einen lesen. Die Frage ist nur, nur weil es im Vertrag nicht ausreichend steht, sind die Arbeitsverhältnisse dann auch gleich schlimm?
Nunja fühlt man sich betrogen, kann man dank so eines Vertrages nicht einmal Klage einreichen das gehört sich nicht Leute!


".. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay... small acts of kindness and love. Why Bilbo Baggins? That's because I am afraid and it gives me courage." Gandalf

Geändert durch ZwergenZelot (08.05.2012 09:44)

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Jocky

Herald of the King

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: ZwergenZelot]

Ich denke, wir müssen unterscheiden zwischen schlechten Arbeitsbedingungen zum Einen (schlechte Verträge, Gagen, Arbeitsumstände) und gewissen Spannungen bei der Arbeit.

Dass man unter Stress mal extrem reagiert, kommt schon vor. Dass ein gewisses Maß an Überstunden vorkommt, scheint in der Branche schon üblich zu sein. Die Frage ist nur, wie damit umgegangen wird und wie oft es vorkommt.

Kann gut sein, dass Botes Dinge eingefangen hat, die eigentlich normal (und damit vertretbar sind), aber ein schlechtes Licht auf die Produktion geworfen hätten. Andere Sachen, die das wieder grade gerückt hätten, aber nicht vorkamen oder einfach schwer einzufangen waren.

Insgesamt ist die Vorgehensweise von NLC schon sehr merkwürdig. Denn selbst wenn es so wie von mir beschrieben gewesen wäre, hätte New Line trotzdem mit ihm darüber reden und mit ihm diskutieren können, wie man denn die Doku am besten rausbringen könnte...

Ich bekomme schon sehr stark den Eindruck, dass nicht primär die Zustände am Set schwierig waren, sondern wie die Produktionsgesellschaft mit den Leuten umgeht.

Dass die Produktionsvideos auf den SEEs Werbevideos sind, ist eine Sache. Aber ein Schauspieler, der nicht so angetan von der Produktion ist, wird diese nicht in den höchsten Tönen loben, wird sich in andern Interviews nicht genauso äußern, bei andern Medienevents von der Erfahrung schwärmen, immer wieder nach Neuseeland fahren, um PJ am Set zu besuchen und in weiteren Produktionen dabei sein.

Und man kennt das ja auch nicht in dem Maße von anderen Filmen. Die HdR Prdoduktion war eine besondere Erfahrung für die Schauspieler und das gesamte Team. Es ging auch einfach sehr lange, war ein Riesenprojekt. Das hatte sicherlich seine Höhen und Tiefen. Und wie die Crew damit umgeht, das schweißt zusammen. Und das wollte ja PJ auch in dieser Doku zeigen...


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...said Theoden and his voice was grim. Yet he looked at Gandalf and smiled.
And as he did so many lines of care were smoothed away and did not return.
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LuthiensTochter

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Cirdan]

Cirdan schrieb:
Außerdem ist ja immerhin noch eine Szene drin geblieben, in der eine Mitarbeiterin ob des Stress in Tränen aufgelöst ist.



Ach Gottchen!!

Ich kenne keine Produktion, ob Film oder Theater, bei der NICHT Tränen geflossen sind. Also bitte- Medienproduktionen sind immer ein stressiger Job für alle Beteiligten. Wenn das jetzt der Aufreger sein soll, kann die gesamte Medienbranche ja nur müde lächeln.


~ * ~ Êleniel Tindome, hervess en aran e-daur e-Ndaedelos, ~ * ~ Waldlandkobold.

'...ein Vogel aus feingesponnenen Sphärenmetall oder wie silbriger Wein, der durch ein Raumschiff flutet, denn wo war hier noch Schwerkraft, erhob sich das Violinsolo."
In Gedenken an W.Krege/A Clockwork Orange by A. Burgess

Geändert durch LuthiensTochter (08.05.2012 23:50)

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Nazgul9

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: LuthiensTochter]

Wie wahr...



"Chuck liefert eine derart gelungene Mischung aus Humor, Spannung, Gefühl und Herz, dass unterm Strich das perfekte Fernsehglück dabei herauskommt. Zum immer und immer wieder Ansehen."
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Eorl87Team

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: LuthiensTochter]

LuthiensTochter schrieb:
Cirdan schrieb:
Außerdem ist ja immerhin noch eine Szene drin geblieben, in der eine Mitarbeiterin ob des Stress in Tränen aufgelöst ist.



Ach Gottchen!!

Ich kenne keine Produktion, ob Film oder Theater, bei der NICHT Tränen geflossen sind. Also bitte- Medienproduktionen sind immer ein stressiger Job für alle Beteiligten. Wenn das jetzt der Aufreger sein soll, kann die gesamte Medienbranche ja nur müde lächeln.


Es geht meines Erachtens auch nicht darum, ob Tränen fließen oder nicht. Es ist eher medien- und konzernpolitisch recht schwierig, solche Aufnahmen so zuveröffentlichen, so dass sich keiner ans Bein gepinkelt fühlt. Wir kennen die Verträge nicht, die vorher abgeschlossen wurden. In wie weit dürfen Cast & Crew in jeder Situation a) aufgezeichnet, b) gezeigt werden. Lobende und positive Berichte sind wesentlich einfacher zu verbreiten, als kritische, weil Konflike (das kennt jeder) immer mehrere (Betrachtungs- und Entstehungs-)Seiten haben. Ethisch sollte es einem Medienunternehmen, die ein Produkt verkaufen wollen, schwierig fallen, negative Eindrücke so zu vermitteln, dass es niemanden gibt, der vor einem Millionenpublikum den Kopf hinhalten muss. Das geht an die Würde eines jeden Mitarbeiters- und Künstlers... das muss man in erster Linie als produzierendes Unternehmen respektieren. Und das macht Warner/New Line. Jeder macht Fehler, klar. Aber in einem künstlerischen Entstehungprozess will und muss man soetwas dem überwiegend laienhaften Publikum nicht erklären. Damit wäre dann der Sinn der Doku auch verfehlt.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich die LE-Dokus grenzwertig finde. Für den voyeuristischen Zuschauer bestimmt toll. Arbeits- und Entstehungsprozesse werden mir bei dieser Art von Aufbereitung jedoch genauso wenig klar, wie der Irankonflikt sich mir aus der BILD-Zeitung erschließt. Als Produzent würde ich meine Bedenken haben, solche Zwischenfälle en masse (wie es von vielen Fans gefordert wird) zu inszenieren/aufzubereiten.

Botes hat natürlich recht, dass mit seinem Material Schindluder getrieben wurde. Die NG-Doku war wirklich Kuhmist. Aber sowas kann ich als erfahrener Dokufilmer mit einem Vertrag regeln. Ansonsten braucht er sich über nichts zu beschweren... meine Meinung.

Ich denke, wir haben in der LE-Dokus und in den SEE-Dokus schon einiges an Fehltritten und Missgeschicken gesehen und haben drüber staunen können. Diese Dinge halten nicht ganz, aber in etwa die Waage. Noch einmal 3 Stunden Missgeschicke je Film müssten für eine ausgewogene Berichterstattung mit weiteren 3 Stunden tollen Sachen und Kuchenessen aufgewogen werden. Der Auftraggeber ist hier jedoch der Produzent des Produktes - nicht Frontal21 oder Aspekte. Von daher hat die Diskussion darüber glaube ich kaum noch Sinn...

Gute Nacht,
Eorl


Geändert durch Eorl87 (09.05.2012 00:43)

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Jocky

Herald of the King

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Eorl87]

Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Ich glaube, ich wäre auch nicht so glücklich, wenn ich selber in einem Konfliktfall gefilmt würde und der Eindruck entstehen könne, ich würde mich da unnötig aufregen. Das wär mir schon als Einzelperson nicht lieb gewesen. Ganz zu schweigen von der Produktionsgesellschaft...

Ich war froh, dass ich mir die Doku mit der Blu-ray besorgen konnte. Mir dafür extra nochmal die Filme besorgen zu müssen in einer Fassung, die ich eh schon habe, hätte ich nicht gemacht.

Vermutlich hätte ich mir die Doku schon einzeln gekauft und dann auch nicht unbedingt als "must have". Von daher könnte ich mir vorstellen, dass die nicht so den Absatz gefunden hätte, wie in der Kombi.


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...said Theoden and his voice was grim. Yet he looked at Gandalf and smiled.
And as he did so many lines of care were smoothed away and did not return.
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Stefanovic

Gefährte

Re: Neuseeländische Schauspieler vs. THE HOBBIT [Re: Drachentochter]

es ist doch nur gut für Neu-Seeland.Der Herr der Ringe war schon ein so großer Erfolg.

Tolkien Forever
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