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Spiel & Spaß » Das Mathom-Haus » WIISMALWLW (Was Ich Immer Schon Mal Alle Leute Wissen Lassen Wollte)

sphnix

Gefährte

Kuppelstall & Kappenstehlen [Re: sphnix]


Erstaunliches:
Wenn man am Morgen über Mützen redet - dass man keinen guten Ersatz für eine spezielle, dünne, gestreifte, verlorene bekommt, die man vor ein paar Wochen im Buchladen hat liegenlassen - und wenn man dann am Nachmittag eine Mütze, die fast ein Duplikat der verlorenen ist, in der Uni findet.


Auch erstaunlich:
Wenn 2 Mädelchen vorm Seminar miteinander über der einen eben beendete „Beziehung“ quatschen - auch Details wie wann man „zuletzt guten Sex“ hatte (Januar ), und wenn die Erzählende dann zur Lauschenden sagt, dass sie ja fast nur mit ihr über so Privates reden würde.
(Übrigens finde ich die Phrase „es hat nicht gepasst, es war nicht kompatibel“ in Bezug auf menschliche Verhältnisse nicht für wirklich angemessen).

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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sphnix

Gefährte

Stahlkapital [Re: sphnix]

Die Alverde ist ja nun eine Zeitschrift, die der Weisheit nie verdächtig ist; aber nun bin ich wieder auf was gestoßen, was nicht nur schlecht ist, sondern auch in jeder Hinsicht ekelhaft und empörend.

In der Dezemberausgabe, Seite 50/51, gibt es nämlich einen Artikel, der „Es war einmal heißt“. Da geht es natürlich um Märchen, klar, is ja Advent und Weihnachten und so, und Advent tut speziell viel mit Märchen zu tun haben. Ist auch klar und einleuchtend, weil, Mord& Totschlag verbindet beides.

Wer hat nun diesen Artikel verfasst? Ein Professor der SOZIALPSYCHOLOGIE, der aber zugleich das CENTER FOR LEADERSHIP AND MANGEMENT leitet. (allein dieser Titel sollte eigentlich schon Anlass zu einer Satire sein, aber gut. ) Frey heißt der Mann. Wie liest der Führerausbilder also Märchen?
Voll existenziell sind die, und stimmen uns positiv. Erfordern „Mitdenken und Mitfühlen“, so fasst die Alverde seine Position zusammen; und weiter: „Auch wenn sie vor Jahrhunderten entstanden, als es noch keine Vorstellung einer Gesellschaft gab, die auf Toleranz, Menschlichkeit, Offenheit und Akzeptanz von Vielfalt basiert - Märchen können Ansatzpunkte für ein besseres Miteinander liefern.“ Dieser grandiosen Fehlleistung eines ideologisch pervertierten Intellekts folgt ein Interview. Darin sagt der Führerausbilder, dass gut und böse ja überall, im Leben wie im Märchen, vorkommen, dass man in Märchen Werte findet, z.B., dass man daraus lernen kann “dass sich die Dinge auch immer zum Guten wenden können, wenn man kämpft, sich gut vernetzt und den Optimismus bewahrt. Außerdem können Märchen Menschen motivieren, die sich für das Gute einsetzen. Hierdurch haben Märchen das Potenzial, das sogenannte psychologische Kapital zu erhöhen.“
Anschließend wird noch etwas darüber gesabbert, wie man Kinderlein mit dem „Bösen“ und „Gewalttätigen“ in Märchen konfrontiert; weil, konfrontiert werden muss es natürlich schon, weil die Welt halt auch bösbrutal ist, aber Hauptsache, daheim fühlt das Kind sich „angenommen“.

Wie kann man es ertragen, in einer Welt zu leben, in der derartiges eine Plattform bekommt, und man weiß, man kann gegen das Wuchern dieses ganzen Ekelkrams nicht das geringste tun?
(ernstgemeinte, auf Antworten abzielende Frage)

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Amata

Gefährte

Re: Stahlkapital [Re: sphnix]

sphnix schrieb:

Wie kann man es ertragen, in einer Welt zu leben, in der derartiges eine Plattform bekommt, und man weiß, man kann gegen das Wuchern dieses ganzen Ekelkrams nicht das geringste tun?
(ernstgemeinte, auf Antworten abzielende Frage)


Ich kann mir nur keine Antworten auf diese Frage vorstellen.

"It's all in Hogwarts: A History."
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sphnix

Gefährte

Re: Stahlkapital [Re: Amata]

Hmm, vermutlich ist sie auch nicht gut gestellt.
Worauf ich hinauswollte, war eher sowas wie eine Frage nach der eigenen reaktionsweise - also: teilt man überhaupt meine Perspektive auf den Gegenstand, findet man ihn schlimm (und wenn ja, was), wie reagiert man emotional darauf (was ja leider in der Regel etwas anderes ist als die rationale Reaktion), wie sehr beeinflusst es einem in der Wahrnehmung der eigenen Möglichkeiten.

Dass ich diesen Kram rational ablehne, ist eh klar, er betrifft mich aber auch tatsächlich. d.h., ich sehe mich im einzigen, was ich überhaupt sinnvolles auf Erden tun kann (sprechen/analysieren/zum Ausdruck bringen) eingeengt und bedroht davon. Nicht, weil ich das für schlimmer halte als andere schlimme Ereignisse und Theorien auf Erden, sondern weil es so direkt in das einsifft, was ich bin, und weil es mich ausschließt (in dem Sinne, dass ich nicht glaube, dass ich mich einem Menschen, der diesen dreck einmal geschluckt hat, so ohne Weiteres überhaupt noch verständlich machen kann). Das muss anderen ja aber nicht ganz genau so gehen. Darauf - auf die möglichen Übereinstimmungen und Abweichungen in der Reaktion auf solchen Kram - zielt die Frage letztlich ab.

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sphnix

Gefährte

Re: Stahlkapital [Re: sphnix]

Wie ich gestern im Buchladen feststellen durfte:

https://www.suhrkamp.de/cover/200/46554.jpg

Enzensberger ist seiner Zeit voraus!

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Caddy

Gefährte

Re: Stahlkapital [Re: sphnix]

Hö?

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

E Caddy come corpo morto cade.
~ Dante Alighieri, Commedia
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sphnix

Gefährte

Re: Stahlkapital [Re: Caddy]

Verklickt beim Kopieren. Oder wg des Bildes mich vertan.
das:
https://www.suhrkamp.de/buecher/gedichte_1950-2020-hans_magnus_enzensberger_47013.html


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Najade

Gefährte

Re: Stahlkapital [Re: sphnix]

Ab morgen bin ich wieder im Lande

.
.
Die geschliffene Najade ist geschliffen! Die gebädigte Najade ist gebädigt!
.
.
"And what good is it to me that you're here now? Where were you twenty years ago, ten years ago? How dare you, how dare you come to me now, when I am this?[...] I wish you had never come. Why did you come now?"
― Peter S. Beagle, The Last Unicorn
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Pyr

Gefährte

Re: Stahlkapital [Re: Najade]

Najade schrieb:
Ab morgen bin ich wieder im Lande



Willkommen! :jubel:
Ich hoffe, du weißt, dass dann einiges an Pflichtbeiträgen, -besuchen, etc. auf dich wartet?

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
just stop and take a look.

(Sixto Rodriguez)


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

Gefährte

Re: Stahlkapital [Re: Pyr]

Sein Pflichtbeitrag?

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