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Spiel & Spaß » Das Mathom-Haus » Alle Erkenntnisse führen nach Rom. Der Erkenntnisthread.

Keks

Gefährte

Re: Merke: [Re: sphnix]

Ich könnte mir auch vorstellen, dass das schlicht an der Frequenz irgendwelcher Beiträge überhaupt liegt.

Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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sphnix

Gefährte

Re: Merke: [Re: Keks]

Jein. Natürlich spielt das irgendwie rein, aber andererseits sehe ich eigentlich nicht, dass es so einen gravierenden Mangel an Gelegenheiten gäbe.


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Keks

Gefährte

Re: Merke: [Re: sphnix]

Das meinte ich damit auch nicht, aber muss jetzt erst mal weg.

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sphnix

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Re: Merke: [Re: Keks]

Fleuche mit Eleganz und Erleuchtnis!


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Keks

Gefährte

Re: Merke: [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Keks, wie stehst du eigentlich zu den Avocados? Ich weiß gar nicht mehr, wie unser Debattenstand bezüglich solcher Dinge war.



So, mein Kopf ist nun etwas freier
Mal von den Avocados weg zu der grundsätzlichen Frage: ich glaube, ich verstehe die Argumente, warum es keinen "ethischen Konsum" gibt in einem Wirtschaftssystem, das unethisch ist. Insoweit ich das verstehe, stimme ich glaube ich auch zu.
Ich hänge aber immer wieder an einem Punkt, und zwar das gute alte Argument von "wenn das alle so machen". Also jetzt mal nicht in Bezug auf die Avocados, sondern meinetwegen auf Fleisch: wenn jetzt von heute auf morgen alle Menschen weltweit aufhören würden, Fleisch aus Massentierhaltung zu konsumieren, dann - ja, was dann? Ich bin dann schon geneigt, zu denken, dass Unternehmen gezwungen wären, ihre Produktionsbedingungen zu verändern, dass infolgedessen Resistenzen gegen Antibiotika nicht weiter zunehmen würden und vermutlich noch einige Effekte mehr. Mir ist bisher nicht klar, was in Bezug auf solche Gedanken Deine Argumentation ist. Interessiert mich aber sehr.

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Pyr

Gefährte

Re: Merke: [Re: Keks]

Keks schrieb:
sphnix schrieb:
Ich weiß nicht. Ich habe des Eindruck, egal, welche Forderung ich an dich stelle, sofern dir ihre Erfüllung nicht eh leicht fällt, gleitet sie immer an deinen Gründen ab, und zwar ziemlich total.




Ich glaube, dem kann ich einfach insofern nicht zustimmen, als ich erstens den Eindruck habe, dass ich mir vieles, was Du schreibst, sehr zu Herzen nehme, viel darüber nachdenke und es mich stark beeinflusst hat über die letzten zehn, fünfzehn Jahre, und zweitens bei mir selbst wahrnehme, dass es mir Stück für Stück leichter fällt, Konfrontationen und Konflikte auszuhalten und ihnen nicht mehr aus dem Weg zu gehen. Das ist vermutlich so graduell (oder vielleicht auch bisher ohne reale äußere Konsequenz, da bin ich mir nicht ganz sicher - es fühlt sich für mich aber wie eine Entwicklung in eine Richtung an, die ich gut finde), dass es Dir nicht auffällt, was nachvollziehbar ist.



Ich (als semi-/anders-Betroffener) würde nur sagen, dass Einfluss, der sich nicht/kaum in Feedback, Austausch und Diskussion niederschlägt, für den Anderen kaum sicht- und außerdem gar nicht brauchbar ist, da man selber dadurch eben nicht beeinflusst wird. Spätestens an der Stelle weiß ich dann auch gar nicht, ob mir das Wort und das, was es bezeichnet, so gut gefallen.

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
just stop and take a look.

(Sixto Rodriguez)


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

Gefährte

Re: Merke: [Re: Keks]

Ohne jetzt jede Verzahnung realer Ökonomie zu kennen (bekanntermaßen ist das ein Terrain, in dem es mir notorisch an Kenntnissen mangelt, aber dafür gibt es ja diesbezüglich kenntnisreichere Menschen, deren Texte z.B Pyr gelegentlich verlinkt, und die mich im großen und ganzen weit mehr überzeugen als das Mainstreamgeschwalle), wage ich es mal, den Propheten zu machen. Also:
Ich halte solche Gedankenspielerein generell für verfehlt, weil sie die Ausgangsbedingung für so etwas wie Handlungsentscheidungen verschleiern und diese ins Individuum verlagern. Nun ist der von dir geschilderte Fall ein zumindest abstrakt möglicher; und ich halte eine Wirkung in Teilbereichen wie dem von dir geschilderten zumindest für in Teilen abstrakt möglich (also so in etwa vergleichbar mit der Wirkung kirchlichen Protests gegen die Ermordung der geistig Behinderten ). Aber aufs Ganze gesehen gehe ich leider davon aus, dass die individuellen Handlungseinschränkungen der Masse, die durch die Struktur des Ganzen vorgegeben sind, immer weitaus bedeutsamer sind als die "Handlunsgoptionen" gutwilliger privilegierter Minderheiten. Ich werde das an einem anderen Beispiel machen, das mir in letzter Zeit stärker ins Auge gefallen ist, nämlich die Entstellung und Vernichtung städtischen Lebensraums durch Autos, Autostraßen, Parkkram usw.
Hier sehe ich es (die gegenwärtige Ökonomie vorausgesetzt) für eine große Zahl von Menschen schlicht nicht für möglich an, sich komplett gegen das Auto zu entscheiden und so den Stadtinnenraum in eine den öffentlichen Verkehrsmitteln und Menschen vorbehaltene Zone zu verwandeln. Und ebensowenig sehe ich für die Mehrheit der Menschen die realistische Option, das teuer produzierte Lebensmittel dem billigen vorzuziehen. Aber wie gesagt, über diese Themen haben mit den konkreten Verhältnissen vertrautere Menschen zuverlässiger geschrieben, als ich das könnte; ich werde mal schauen, was ich finde.


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Keks

Gefährte

Re: Merke: [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Aber aufs Ganze gesehen gehe ich leider davon aus, dass die individuellen Handlungseinschränkungen der Masse, die durch die Struktur des Ganzen vorgegeben sind, immer weitaus bedeutsamer sind als die "Handlunsgoptionen" gutwilliger privilegierter Minderheiten.



Ok, ja, das finde ich sehr einleuchtend.

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Pyr

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Re: Merke: [Re: Keks]

Keks schrieb:
sphnix schrieb:
Keks, wie stehst du eigentlich zu den Avocados? Ich weiß gar nicht mehr, wie unser Debattenstand bezüglich solcher Dinge war.



So, mein Kopf ist nun etwas freier
Mal von den Avocados weg zu der grundsätzlichen Frage: ich glaube, ich verstehe die Argumente, warum es keinen "ethischen Konsum" gibt in einem Wirtschaftssystem, das unethisch ist. Insoweit ich das verstehe, stimme ich glaube ich auch zu.
Ich hänge aber immer wieder an einem Punkt, und zwar das gute alte Argument von "wenn das alle so machen". Also jetzt mal nicht in Bezug auf die Avocados, sondern meinetwegen auf Fleisch: wenn jetzt von heute auf morgen alle Menschen weltweit aufhören würden, Fleisch aus Massentierhaltung zu konsumieren, dann - ja, was dann? Ich bin dann schon geneigt, zu denken, dass Unternehmen gezwungen wären, ihre Produktionsbedingungen zu verändern, dass infolgedessen Resistenzen gegen Antibiotika nicht weiter zunehmen würden und vermutlich noch einige Effekte mehr. Mir ist bisher nicht klar, was in Bezug auf solche Gedanken Deine Argumentation ist. Interessiert mich aber sehr.



Ganz kurz: Das wird grundsätzlich nicht passieren, weil es nicht geht. Der "grüne" Konsum kann aus mehreren Gründen immer nur Schaum auf der Oberfläche des Matktes sein, und sämtliche grundlegenden Funktionsweisen des Kapitalismus sperren sich gegen das, was ökologisch sinnvoll und geboten wäre.
Der Gedanke einer langsamen oder auch beschleunigten Umwandlung, bei welcher der "grüne" (oder auch der "faire") Konsum nach und nach das gesamte Warenangebot "infiziert", gleicht bildhaft gesprochen dem Versuch, einen Würfel auf lediglich eine ausgewählte Seite zu reduzieren, ohne seine dreidimensionale Form zu verändern. Es geht einfach nicht.

(Ich wollte zu der Thematik aber auch noch mehr schreiben, wozu ich zum Teil gestern auf der Zugfahrt schon was notiert habe.)

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Pyr

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Re: Merke: [Re: Pyr]

Pyr schrieb:
Der Gedanke einer langsamen oder auch beschleunigten Umwandlung, bei welcher der "grüne" (oder auch der "faire") Konsum nach und nach das gesamte Warenangebot "infiziert", gleicht bildhaft gesprochen dem Versuch, einen Würfel auf lediglich eine ausgewählte Seite zu reduzieren, ohne seine dreidimensionale Form zu verändern. Es geht einfach nicht.



Nebenbei würde das auch so wundervolle Perversionen wie z.B. "grüne"/"fair produzierte" Bomben, Überwachungstechnologien oder Mattel-Spielzeuge hervorbringen (müssen).

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