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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Buchbesprechung Harry Potter, Band 5

Hisimir

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: NaugrimNogrod]

Das mag in der Theorie so stimmen, aber in diesem besonderen Fall trifft es eben nicht zu.
Dumbledore erlaubt es Dobby in Band 4 ebenfalls, ihn einen "senilen alten Sack" oder irgendsoetwas in der Art zu nennen.
Die Schüler empfinden es allenfalls als unverschämt und respektlos von Umbridge, aber sehen deshalb doch nicht Dumbledores Autorität untergraben. Einfach weil es so lächerlich ist. Man stelle sich mal Umbridge neben Dumbledore vor (Buchdumbledore, nicht Filmdumbledore), da kann niemand auf die Idee kommen, Dumbledores Autorität anzuzweifeln.

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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: Hisimir]

Dumbledore hat neben Professor Raue-Pritsche, die schon früher in Hogwarts unterrichtete, Professor Umbridge vorgestellt. Nach dem verhaltenen Beifall fuhr Dumbledore mit allgemeinen Hinweisen fort.

Umbridge war aufgestanden, sie wollte etwas sagen, nachdem sie vorgestellt worden war. Das war in Hogwarts nicht üblich, darum hatte es Dumbledore wohl auch übersehen. Außerdem war Umbridge so klein, dass es keinen großen Unterschied machte, ob sie stand oder saß. Es war also nicht verwunderlich, dass Dumbledore es nicht gleich bemerkt hatte.

Umbridge ist Dumbledore nicht ins Wort gefallen, sie ist nur aufgestanden. Sie wollte Dumbledore damit signalisieren, dass sie etwas sagen wollte.
Dies war ungewöhnlich, aber war es auch respektlos von Umbridge? Darf ein neuer Lehrer, eingesetzt vom Zaubereiministerium, keine Rede vor den Schülern halten?

Und wenn Umbridge respektlos war, was hätte Dumbledore machen sollen, Umbridge zurechtweisen, sie nicht zu Wort kommen lassen?
Wäre dadurch Dumbledores Autorität gestärkt worden? War nicht Dumbledores souveräne, höfliche Art besser, indem er Umbridge die Rede halten lies und er dadurch auch noch etwas erfahren konnte?
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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: Eiliane]

Es geht mir gar nicht darum, dass er sie nicht reden lassen soll, nur darum, dass es unverschämt ist von Umbridge, mitten in Dumbledores Rede zu hüsteln um dann ihren Senf loszuwerden.
Höflich wäre es von ihr gewesen, wenn sie bis nach seiner Rede gewartet hätte um dann klarzumachen, dass sie auch noch gern was sagen will.
Sie ist nicht nur aufgestanden, sie hat in seine Rede reingehüstelt und ihn unterbrochen.
Was Dumbledore hätte machen sollen?
Sie höflich darauf hinweisen, dass er gerade spricht, sie aber gerne eine Rede halten kann wenn er fertig ist.
Das hätte allen gezeigt, dass auch Umbridge zu warten hat, wenn der Direktor der Schule spricht.
Und es kann eben durchaus jemand auf die Idee kommen, Dumbledores Autorität anzuzweifeln...Umbridge nämlich.

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Hisimir

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: NaugrimNogrod]

Natürlich ist es unverschämt von Umbridge. Seit Dumbledore Harrys Geschichte unterstützt und Fudge es nicht glaube will, wird Dumbledores Autorität von Fudge und allen, die ihm nahestehen angezweifelt. Umbridges Unterbrechung zeigt nur, dass sie sich und das Ministerium für wichtiger hält als Dumbledore und Hogwarts. Aber das ist ja nicht wirklich was Neues für uns Leser.

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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: Hisimir]

Dass es hier eine derartige Auseinandersetzung um Umbridges Rede und deren Zeitpunkt gibt, sagt ja eigentlich schon, dass es da offenbar nicht um ein unwichtiges Detail geht. Da muss mehr dahinter stecken. Ich habe also noch mal darüber nachgedacht, und mir fällt da etwas auf.

Ich denke auch, es ist nicht das Problem, dass Umbridge überhaupt eine Rede hält. Das Problem ist tatsächlich, wann sie es tut. Der Ablauf der Sache ist folgender: nach dem Festessen hält Dumbledore seine übliche Rede, das heißt, er stellt zunächst die beiden neuen Lehrerinnen vor und informiert dann über anfallende organisatorische Fragen. Wenn Umbridge etwas sagen möchte, dann wäre ein guter Moment dafür unmittelbar nachdem sie vorgestellt worden ist. Aber da sagt sie nichts. Sie wartet, bis Dumbledore in seiner Rede ein Stück weiter ist, und zwar bis er bei einem Thema ist, das die Schüler sehr interessiert, nämlich bei den Quidditchmannschaften. Dann erst mischt sie sich ein und hält ihre Rede. Das signalisiert jetzt irgendwie schon: ich kann hier jederzeit reden, wann und wie ich will, das Ministerium und ich sind wichtiger als euer Kleinkram hier in Hogwarts. Da geht es schon darum, Machtverhältnisse zu klären. Und das ist das Störende an der Sache.

Und Dumbledore lässt das in dieser Form zu. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass es seiner Autorität schadet, aber warum tut er das? Zum einen, finde ich, sähe es wirklich unhöflich aus, Umbridge hier das Wort abzuschneiden, und Dumbledore ist der Typ, der höflich bleibt, so lange es irgend geht. Ich denke schon, dass Dumbledore das hier als den Beginn eines Machtkampfs begreift, aber es widerstrebt ihm wohl einfach, sich auf Umbridges Niveau zu begeben. Seine Reaktion ist einfach souveräner, als wenn er auf ihr Wort-Abschneiden ebenfalls mit Wort-Abschneiden reagieren würde.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: athameg]

Nur dass es halt aus meiner Sicht bei Umbridge nicht als souveräne Höflichkeit, sondern als Schwäche ankommt. Und das ärgert mich.
Sie überschreitet eine Grenze, merkt, dass ihr kein Einhalt geboten wird und hat dann den Eindruck, ich kann mir hier alles erlauben.

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Hisimir

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: NaugrimNogrod]

Wenn dich das schon stört, dann wirst du noch viel Freude an diesem Buch haben.

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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: Hisimir]

Da ist leider was dran. Umbridge wird noch ganz andere Grenzen überschreiten, schon in dieser ersten Woche, und niemand gebietet ihr Einhalt.

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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: athameg]

Ich kenne ja den Film, ganz so überrascht es mich also nicht.
Aber ich frage mich eben, wie viel von den zukünftigen Grenzüberschreitungen auftreten oder wie weit die Grenzüberschreitungen ausufern würden, wenn man ihr bei der ersten gleich Einhalt geboten hätte.

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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: NaugrimNogrod]

Ich denke, Unmbridge wird ja vom Ministerium in erster Linie nicht als Lehrerin geschickt, sondern um in irgendeiner Form das Kommando in Hogwarts zu übernehmen. Dass sie alsbald Großinquisitorin werden wird ist ja mit Sicherheit schon geplant. Also würde sie sich wohl kaum an weiteren Grenzüberschreitungen hindern lassen. Die gehören zu ihrem Auftrag, gewissermaßen.

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