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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Buchbesprechung Harry Potter, Band 5

mohrchen

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: athameg]

Es ist natürlich nach wie vor ziemlich blöd, Harry nicht die Wahrheit zu erzählen, dass er die Prophezeiung bewacht und eine Kopie davon hat. Das gibt Dumbledore nach Sirius' Tod sogar direkt zu. Und das ist auch Dumbledores größter Schwachpunkt: Er vertraut niemandem die komplette Wahrheit an; stattdessen setzt er voraus, dass alle ihm vertrauen, weil er so ein brillanter Magier ist. Im siebten Band kritisiert Aberforth genau das.

Gruß, Thilo.

Never take your liberty for granted, and be careful whom you vote for because it may be the last election you'll ever have.
-- Garry Kasparov

Terroristen sind NIEMALS Gläubige. Terroristen sind IMMER kranke Arschlöcher!
-- Ralf Ruthe
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: mohrchen]

Und Aberforth hat (wieder mal) Recht. Wenn Harry besser informiert wäre, dann könnte er sich eine ganze Menge dummer und gefährlicher Aktionen ersparen.

Aber das ist wirklich typisch Albus Dumbledore: er weiß, dass er ein Genie ist, dass er sowieso alles besser weiß und versteht, und er geht davon aus, dass schon alles gut laufen wird, wenn alle sich ohne viel nachzufragen an das halten was er sagt. Aber natürlich funktioniert das nicht ganz so reibungslos, wie er sich das vorstellt.

Ich könnte ja noch verstehen, wenn er Harry deshalb nicht informieren würde, weil es das diese telepathische Verbindung zwischen Harry und Voldemort gibt und die Informationen auf diesem Wege ungewollt zu Voldemort gelangen könnten. Aber offenbar geht es gar nicht darum, denn dieses Problem schafft Dumbledore ja aus der Welt. Zumindest scheint er das zu denken. Er lässt Harry in Okklumentik unterrichten, um diese Verbindung zu unterbrechen. Das ist im Prinzip sicherlich ein sinnvoller Weg, bloß kümmert Albus Dumbledore sich offenbar in keiner Weise darum, wie dieser Unterricht abläuft und ob er konkrete Erfolge hat.. Und das ist ein kapitaler Fehler.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: athameg]

Dies ist vor allem ein Kapitel, das uns mit eine Menge Hintergrundinformationen versorgt:

The Noble and Most Ancient House of Black

Am nächsten Morgen setzt Mrs Weasley zusammen mit den Jugendlichen ihr Arbeit fort, das Haus Grimmauld Place 12 zu dekontaminieren, das heißt, alle Spuren schwarzer Magie daraus zu entfernen. An diesem Morgen arbeiten sie im Salon, dessen Vorhänge voller Doxys stecken. Sie töten die Doxys mittels einer Art Insektenspray und werfen sie dann in Eimer zum Entsorgen. Die Zwillinge lassen einige der Doxys verschwinden, die sie für ihre Experimente mit magischen Scherzartikeln brauchen.

Wir lernen den alten Hauselfen Kreacher kennen, der sich mit Sirius' Mutter einig ist in dem Entsetzen über den "Abschaum" der jetzt das Haus der Blacks bevölkert. Kreacher gehorcht Sirius als dem letzten Black zwar, aber nur mit ausdrücklichem Widerwillen. Unter dem Vorwand sauber zu machen versucht er so viel wie möglich von den schwarzmagischen Dingen, die die anderen entsorgen, aus dem Raum zu schmuggeln und in seinem eigenen Raum zu verstecken, um sie zu retten. Sirius behandelt Kreacher ziemlich schlecht, verständlicherweise, da er von dem Hauselfen ständig wüst beschimpft wird.

An einer Wand des Salons findet sich der kunstvoll aufgemalte Stammbaum der Blacks, der sich bisher nicht hat von dort entfernen lassen. Harry und Sirius betrachten diesen Stammbaum gemeinsam, und Harry erfährt eine Menge über Sirius' Familie. Sirius' Name ist aus dem Stammbaum heraus gebrannt, weil er als Sechzehnjähriger von zu Hause fortgelaufen ist, um bei James Potter und seiner Familie zu leben. Noch im Stammbaum verzeichnet ist der Name von Sirius' jüngerem Bruder Regulus, der sich zeitweise den Todessern angeschlossen hatte, dann versucht hatte, sich wieder von ihnen zu trennen, und dabei ums Leben kam.

Auch andere Namen sind aus dem Stammbaum heraus gebrannt, unter anderem der von Sirius' Lieblingscousine Andromeda. Sie hat einen muggelstämmigen Zauberer geheiratet, Ted Tonks, und Tonks ist ihre Tochter. Natürlich ist auch sie nicht im Familienstammbaum verzeichnet. Verzeichnet sind dagegen Andromedas Schwestern Bellatrix und Narcissa. Harry erinnert sich, dass Bellatrix und ihr reinblütiger Ehemann in Askaban sind, wegen der Folterung von Nevilles Eltern. Über Narcissa verrät der Stammbaum, dass auch sie reinblütig geheiratet hat: Lucius Malfoy; sie ist die Mutter von Draco Malfoy. Harry erfährt, dass praktisch alle reinblütigen Zaubererfamiien durch Heirat verwandt sind und dass Sirius auf diese Weise auch mit Arthur und Molly Wasley verwandt ist.

Harry fragt Sirius, ob er bei ihm wohnen kann, wenn er tatsächlich Hogwarts verlassen muss; er möchte nicht zurück zu den Dursleys. Sirius weicht einer Antwort vorerst aus.

Am Nachmittag, als sie die Glascvitrinen neben dem Kamin im Salon ausräumen, finden sie wieder etliche schwarzmagische Gegenstände, die sie entsorgen. Darunter ist ein schweres Medaillon, das keiner von ihnen öffnen kann. Sie werfen es fort, was sich zwei Jahre später als kapitaler Fehler erweisen wird.

Am Abend bereitet Mrs Weasley Harry auf die Anhörung im Ministerium vor, die am nächsten Tag stattfinden wird. Arthur wird Harry auf dem Weg zur Arbeit mitnehmen ins Ministerium.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: athameg]

Ron sperrt ihr Zimmer wegen Kreacher zu, denn er ist schon mal aufgewacht als der Hauself im Zimmer herumschlich.

Harry ist enttäuscht, da sie nicht wirklich etwas erfahren haben, was sie nicht schon wussten. Nur die „Waffe“, die Sirius erwähnte, ihm wohl eher rausgerutscht ist, war neu.
Sie rätselten noch herum was diese Waffe sein könnte und wo sie versteckt ist, als sie Mrs Weasley die Treppe heraufkommen hörten.

Auch Harry schließt sich dem Putztrupp an, sie beginnen den Salon zu entgiften. Mrs Weasley benutzt dazu die Empfehlungen aus Gilderoy Lockharts Ratgeber für Schädlinge in Haus und Hof.

Als Kingsley Shacklebolt ankam konnte Harry noch hören, dass dieser Hestia gerade abgelöst hat und nun sie Moodys Mantel hat und er noch seinen Bericht an Dumbledore abgeben wird.
Das kann nur bedeuten, die Mitglieder des Orden des Phönix überwachen heimlich, rund um die Uhr, den Eingang zur Mysteriumsabteilung. Sie tragen dabei einen Tarnumhang, denn niemand im Ministerium darf das erfahren.
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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: Eiliane]

Mir ist zu dem Bewachen der Prophezeiung noch was eigefallen, weil es mich ein bisschen an die Wildkameras in Deutschland erinnert hat.
Man vermutet einen Wolf in einem Wald, aber keiner glaubt einem. Also hängt man einen Köder an einen Baum und stellt eine Wildkamera auf.
Der Orden weiß, dass Voldi wieder da ist, aber sonst glaubt es niemand. Was braucht man also? Einen Beweis, dass Volid wieder da ist. Dumbledore baut also eine Falle auf und legt einen "gefährliche Waffe"- Köder hinein. Wir wissen, der Köder ist weder für Dumbledore wertvoll, noch für Voldi nützlich, er ist also ideal, vor allem auch deshalb, weil er in Voldi ein so großes Begehren auslöst. Voldi kann die Prophezeiung nur selbst holen, macht das Ganze noch idealer.
Im besten Fall kommt Voldi allein und geschwächt und man kann ihn schnappen.
Im ungünstigen Fall ist er zu stark, aber er MUSS selbst kommen, er kann keinen Lakaien schicken, also kann man beweisen, dass er da ist. Die Wache im Ministerium dient praktisch als Wildkamera. Selbst wenn man Voldi nicht dingfest machen kann, kann man doch Alarm schlagen und Leute als Zeugen aktivieren, die man nicht als schwachsinnig abtun kann.
Finde ich sehr schlau von Dumbledore.

Noch ein Gedanke zu den Gemälden in der Halle.
Gemälde sind bemalte Leinwand, diese in der Halle kann man nicht von der Wand nehmen, weil sie ein Festmachzauber an der Wand hält. Aber eine Leinwand kann man übermalen. Man könnte also über Mrs. Black das dilettantische Bild einer langweiligen Landschaft drüber malen und schwupps wäre Ruhe in der Halle.

~~**~~**~~**~~
Like gravity, karma is so basic we often don’t even notice it
~~°°~~°°~~°°~~
Und was wir heute nicht gesehn, das ruft uns morgen, fortzugehn
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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: NaugrimNogrod]

@NaugrimNogrod

Es war Voldemort der glaubte den Rest der Prophezeiung zu hören könnte ihm im Kampf gegen Harry Potter helfen.
Voldemort glaubte der ihm unbekannte Teil der Prophezeiung würde ihm Hinweise darauf geben.
Darum war Voldemort so hinter der Prophezeiung her, darum musste er sie unbedingt hören. Er hoffte zu erfahren wie er Harry vernichten konnte.
Das hat ihm nicht Dumbledore eingeredet, indem er die Tür zur Mysteriumsabteilung überwachte.

Snape hat wahrscheinlich die Nachricht Dumbledore überbracht, dass Voldemorts unbedingt den Rest der Prophezeiung hören will.
Erst daraufhin hat der Orden begonnen heimlich die Tür zu überwachen.
Wenn Todesser den Raum betreten wollen kann ein einzelner diese nicht aufhalten, dies ist wahrscheinlich auch nicht seine Aufgabe. Da das Ordensmitglied unter dem Tarnumhang unsichtbar ist und hoffentlich auch nicht entdeckt wird, hat er wohl den Auftrag die Ordensmitglieder zu alarmieren.
Es besteht ja immer die Möglichkeit, dass Voldemort sich doch entschließt das Ministerium zu betreten.
Es wäre, wie du sagst, eine Art Falle um Alarm zu schlagen und so Ministeriumsmitarbeiter und Auroren als Zeugen zu haben.

Nur Dumbledore kannte den ganzen Wortlaut der Prophezeiung und wusste, dass Voldemort daraus nicht viel Nutzen ziehen konnte.



Zu: Gemälde in der Halle.
Ich glaube nicht, dass man das Bild von Mrs. Black einfach übermalen kann. Da das Bild durch einen Zauber nicht von der Wand genommen werden kann gibt es bestimmt auch einen Zauber der das Gemälde vor allen anderen Angriffen schützt. Leinwand übermalen, verbrennen, mit Zaubertränke Farbe ablösen, oder andere Möglichkeiten um das Bild zu vernichten.
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: Eiliane]

Dass man dieses Gemälde nicht einfach überpinseln kann, sondern dass es sich dagegen auch irgendwie handfest wehren würde, nehme ich allerdings auch an. Wenn das so einfach wäre, hätte es bestimmt schon irgendjemand in den vergangenen Wochen versucht, denn das Ding ist ja wirklich nervend.

Und, was die Prophezeiung betrifft: stimmt, das hat nicht Dumbledore Voldemort eingeredet. Eher im Gegenteil. Denn Dumbledore sagt irgendwann, diese Prophezeiung als solche sei bedeutungslos, sie bekomme ihre Bedeutung erst dadurch, dass Voldemort sie ernst nimmt.

@ Naugrim

Diese Wildkamera-Idee gefällt mir gut: es geht im Grunde darum, einen Beweis für Voldemorts Rückkehr zu bekommen, das ist so ungefähr das, was der Orden im Moment am dringendsten braucht.
Und letztenendes, in den Schlusskapiteln von Band 5, geschieht ja eigentlich genau das: Voldemort dringt zwar nicht selbst in die Mysteriumsabteilung ein, er schickt Lucius Malfoy und die Todesser vor, und er lockt Harry in die Mysteriumsabteilung, damit der die Prophezeiung aus dem Regal nehmen und an Malfoy übergeben kann. Erst als der Phönixorden eingreift und das alles nicht so glatt für Voldemorts Leute läuft, greift er persönlich ein und wird dabei dann tatsächlich von einer ganzen Reihe Leute (darunter auch Fudge) gesehen. Jetzt glauben alle an seine Rückkehr, und das führt dann auch zu sofortigen Maßnahmen: Verhaftung der Todesser, Absetzung von Fudge als Zaubereiminister, und so weiter.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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mohrchen

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: athameg]

Ja, die Wildkameraidee zeigt dann auch, warum Dumbledore Harry und den anderen Kids nichts davon sagt, dass diese Bewachungsaktion eigentlich nur eine Falle für Voldemort ist: Da sich Dumbledore zu dem Zeitpunkt nicht sicher ist, inwieweit Voldemort in Harrys Geist eindringen und dessen Gedanken lesen kann, darf Harry auch nichts davon erfahren. Denn ansonsten könnte Voldemort auf diese Weise erfahren, dass es sich nur um eine Falle handelt.

Ich möchte wetten, er hat auch den Phönixorden darüber im Unklaren gelassen, wie wichtig die Prophezeiung tatsächlich ist (nämlich nur ein McGuffin, um Voldemort dazu zu bringen, sich zu zeigen), damit sich keiner vor der Aufgabe drückt, die Tür zu bewachen und auch unter Folter davon überzeugt zu sein, die Prophezeiung sei für Voldemort superwichtig. Diese Illusion muss aufrecht erhalten werden.

Mich stören aber ein paar Dinge dabei:
Zum einen hintergeht er seinen kompletten Orden, inklusive der Kids, weil er alle in dem Glauben lässt, die Prophezeiung sei für Voldemort wichtig.

Zum zweiten hat er zwar die Idee, Voldemort könnte in Harrys Geist lesen wie in einem Buch, kommt aber nicht auf den Gedanken, dass Voldemort selbst ebenfalls Falschinformationen pflanzen könnte. Nicht einmal Snape kommt auf den Trichter und warnt zumindest Dumbledore, als er in Harrys Geist den Ministeriumsflur sieht.

Zum dritten ist es zwar verständlich, den Kindern der Zaubererfamilien nichts von der Prophezeiung anzuvertrauen, aber er übersieht die Muggelstämmigen, allen voran Hermine. Wenn er Hermine alles darlegt, dann hätte sie die wichtigste Verbündete Dumbledores werden können. Am besten sogar noch inklusive der Ideen der Horcruxe. Sie hätte dann ziemlich simpel auf Harry und Ron einwirken können, sie hätte sogar Dumbledore noch die eine oder andere Idee geben können.

Allerdings hätten die Bücher dann eher Hermine Granger und der Auserwählte geheißen...


Gruß, Thilo.

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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: mohrchen]

@mohrchen
Zum einen hintergeht er seinen kompletten Orden, inklusive der Kids, weil er alle in dem Glauben lässt, die Prophezeiung sei für Voldemort wichtig.

Wir wissen nicht was Dumbledore den Ordensmitgliedern über die Prophezeiung sagt, dass spielt auch keine Rolle.

Voldemort ist davon überzeugt, dass diese Prophezeiung ihm nützen wird, ihm eine wichtige Erkenntnis, eine Waffe, im Kampf gegen Harry Potter geben wird.

Es ist nicht immer das Klügste die komplette Wahrheit, alle Einzelheiten jedem im Orden mitzuteilen. Jeder erfährt nur so viel, wie er für seine Aufgabe wissen muss. So kann er bei einer Gefangennahme nicht viel enthüllen. Auch ist Verrat immer ein großes Risiko in einem Krieg. Wurmschwanz war auch Mitglied im Orden gewesen und hat damals den Orden verraten, er tat das schon lange bevor er Geheimniswahrer der Potters wurde.

Horcruxe zu erwähnen wäre viel zu gefährlich. Wenn Voldemort diesen Begriff von irgendeinem gehört hätte, hätte er sofort alle seine Horcruxe an einen geheimen Ort, unauffindbar, in Sicherheit gebracht.


Dumbledores Fehler war es, Harry nicht zu sagen, dass Voldemort einen Grund hat ihn aus Hogwarts herauszulocken, am idealsten direkt ins Ministerium.
Harry hätte sich dann nicht so leicht täuschen lassen, dass Voldmort Sirius Black in seiner Gewalt hat und ihn foltert.

Dumbledore weiß, dass es eine Verbindung zwischen Harry und Voldemort gibt. Darum vermeidet Dumbledore so weit wie möglich den Kontakt zu Harry, besonders den Augenkontakt.
Erst als Harry, kurz vor Weihnachten, durch die Augen der Schlange den Angriff auf Mr. Weasley im Traum miterlebt, erkennt auch Voldemort diese Verbindung. Ab diesem Zeitpunkt gibt Snape, auf Befehl von Dumbledore, Harry Okklumentik-Unterrricht.
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mohrchen

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 5 [Re: Eiliane]

Eiliane schrieb:
Es ist nicht immer das Klügste die komplette Wahrheit, alle Einzelheiten jedem im Orden mitzuteilen. Jeder erfährt nur so viel, wie er für seine Aufgabe wissen muss. So kann er bei einer Gefangennahme nicht viel enthüllen.

Das habe ich durchaus so geschrieben. Das heißt aber nicht, dass es mir gefallen muss.

Eiliane schrieb:
Horcruxe zu erwähnen wäre viel zu gefährlich. Wenn Voldemort diesen Begriff von irgendeinem gehört hätte,

Von wem denn? Wenn Dumbledore nur Hermine eingeweiht hätte, so wie er ein Jahr später Harry einweiht, wäre das vollkommen ausreichend. Nicht einmal Draco Malfoy hatte sie für so wichtig gehalten; Hermine wäre also die ideale Partnerin gewesen, Harrys und Rons Reaktionen ggf. bremsen zu können. Genauso hätte Hermine dann auch selbst auf die Idee kommen können, dass Voldemort eventuell versuchen könnte, Harry aus Hogwarts heraus zu locken.


In Bezug auf:
Erst als Harry, kurz vor Weihnachten, durch die Augen der Schlange den Angriff auf Mr. Weasley im Traum miterlebt, erkennt auch Voldemort diese Verbindung. Ab diesem Zeitpunkt gibt Snape, auf Befehl von Dumbledore, Harry Okklumentik-Unterrricht.

Ja. Und zu diesem Zeitpunkt kommt Dumbledore auch die Idee, Nagini könnte ein Horcrux sein.

Gruß, Thilo.

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