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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II

NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: athameg]

Harry ist eine alte Neugiernase, erst nimmt er sich vor mit dem Nebelzeugs vorsichtig zu sein und dann hält er die Nase doch rein. Scheinbar ist ihm doch noch nicht oft genug was passiert, so dass er in der gefährlichen Zaubererwelt immer noch nicht vorsichtig genug ist.

Man erfährt also, dass Snape ein Spion war, aber auch, woher er Karkaroff kennt.
Die Lestrange-Familie steht auch vor Gericht fest zu Voldi, dessen Name nicht genannt werden darf. Allerdings sind mir die Namen gar nicht untergekommen, wieder etwas, was man nur versteht, wenn mans schon mal gelesen hat (oder einem die Mitleser auf die Sprünge helfen )

Hier fällt es mir wieder einmal auf, auch bei Rowlings Zauberwelt herrscht die Meinung vor, dass Namen Macht bergen. Die Vorstellung gibts ja öfter, wenn man den wahren Namen von jemandem kennt, dann hat man Macht über ihn. Es gibt etliche Kulturen (ich glaube bei den Indianern war das auch so), da hielt man den Geburtsnamen geheim (zumindest in der Kindheit) und bekam einen Rufnamen, der keine Macht verlieh.
Alle haben vor Voldi Angst, schon der Name verbreitet Schrecken. Ich finde nur die Lösung irgendwie falsch. Dadurch, dass man sich weigert, ihn auszusprechen, verleiht man ihm eher mehr Macht. Jedes leichte Zögern, steigert das eher noch. Schließlich weiß auch bei "jener, dessen Name nicht genannt werden soll" wer gemeint ist. Erinnert mich ein bisschen an den Umgang mit Hitler nach dem dritten Reich. Dieses ängstliche Flüstern verleiht dem Namen eine Aura, die er nicht verdient. Da hatte Chaplin einen ganz anderen Ansatz und seit "Er ist wieder da" und Hättler in "Der Wixxer" nimmt die Tendenz zu, diese Aura zu zerstören.
Vielleicht ist es auch eine Art Trotz, die mich immer dazu verleitet, Voldi zu schreiben, denn Narzissten wie Voldi wollen als übergroß und übermächtig wahrgenommen werden, es ist befriedigend ihnen das zu verweigern, auch wenn es nur eine Buchfigur ist.

Zu Crouch:
Ich verstehe nicht, warum er die Verhandlung selbst führt. Keiner hätte es ihm übel genommen, auch in Hinsicht auf seinen Ruf und seine beruflichen Ambitionen nicht, wenn er den Fall abgegeben hätte. Sollte das in der Zaubergerichtsbarkeit nicht möglich sein, hat das System da eine wirklich gravierende Lücke.
Im Gerichtssaal selbst konnte er kaum anders handeln als er es tut. Das hat nichts mit seinem Streben nach der Führungsebene zu tun, sondern mit dem Wahren seiner Würde. Öffentliches Zusammenbrechen, wie seine Frau es tut, hätte auch niemandem genutzt. Das muss ihn viel Kraft gekostet haben.

Dass Bagman freigesprochen wird, finde ich, unabhängig von seinem Sportlerstatus, vollkommen richtig, wenn der Verrat von Rookwood für alle so überraschend war, wieso hätte dann ausgerechnet Bagman wissen sollen, dass er für Voldi spioniert?

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Und was wir heute nicht gesehn, das ruft uns morgen, fortzugehn
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: NaugrimNogrod]

Stimmt, leider: wenn es um dergleichen magische Gegenstände geht, ist Harry immer wieder zu neugierig und übrigens auch bemerkenswert sorglos. Interessanterweise erfahren wir gerade in diesem Kapitel allerdings auch, dass er auf Menschen viel un-neugieriger reagiert. Er kennt Neville jetzt seit fast vier Jahren, und der gehört ja durchaus zu seinem näheren Bekanntenkreis, und natürlich weiß Harry auch, dass Neville bei seiner Großmutter aufwächst (denn Neville erzählt ganz normal davon); darüber, warum Neville unüblicherweise nicht bei seinen Eltern lebt denkt Harry niemals auch nur eine Sekunde lang nach.

Und, ja, Namen. Natürlich hat "der dessen Namen nicht genannt werden darf" einen bestimmten psychologischen Effekt, eine bestimmte Gruselwirkung, die beim einfachen ganz normalen Aussprechen auch des Namens "Voldemort" so nie entstehen würde. Hermione sagt es irgendwann: "Die Angst vor dem Namen steigert die Angst vor der Sache selbst." Da ist was dran. Übrigens, Dumbledore redet Voldemort meist schlicht mit "Tom" an; ich vermute, Voldi hasst das. - Und dass in diesem letzten Prozess die Namen der Angeklagten nicht genannt werden ist schon irgendwie sinnvoll; es wäre, soweit ich sehe, das erste Mal, dass diese Namen auftauchen, und man könnte sie ohnehin kaum einordnen; das kann man erst, wenn man den Stammbaum der Blacks kennengelernt hat.

Doch, die Vorstellung, dass Namen Macht bergen, die gibt es, in sehr vielen Kulturen: wer den wahren Namen einer Person kennt, dem gibt diese Kenntnis Macht über diese Person. Dazu brauchst du übrigens nicht gleich ferne Indianerkulturen zu zitieren (bei denen es das durchaus auch gibt). Deine eigene Kultur reicht vollkommen. Lies Grimms Märchen, da gibt's den bekannten Text: "Ach wie gut dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß." Genau so funktioniert das.

Und, ja, warum leitet Crouch dieses Prozess gegen seinen Sohn? Ich vermute, es hätte sich durchaus jemand anders dafür gefunden. Vielleicht wäre das eigentlich sogar Vorschrift gewesen, es gibt doch so etwas wie "Befangenheit". So wie wir Crouch erleben, halte ich es allerdings für möglich, dass er diesen Prozess sogar selbst führen wollte, einfach um zu beweisen, dass er jeden Todesser gleich hasst und verfolgt, ob das nun sein Sohn ist oder nicht.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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mohrchen

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: athameg]

Ich bin gerade über eine sehr interessante Klugscheißer-Frage gestolpert, bei der ich mir nicht sicher bin, ob wir die schon hatten: Warum machen die Lehrer aus Beauxbatons und Durmstrang oder einfach ein paar Ministeriumsleute, die das Turnier organisieren, nicht einfach genügend Portschlüssel, damit die Schüler komplett ohne lange Reise in Hogwarts ankommen?

Gruß, Thilo.

Never take your liberty for granted, and be careful whom you vote for because it may be the last election you'll ever have.
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Geändert durch mohrchen (18.05.2018 21:59)

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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: mohrchen]

Sie nehmen ja ihr Ferienhäuschen mit, irgendwas, wo sie ein halbes Jahr drin wohnen können.
Kommen sie mit einem Portschlüssel, können sie ihr Hotel mit Segeln und ihr Hotel auf Rädern nicht mitnehmen.
Das wäre meine Theorie, ich könnte mir vorstellen, dass weder Dumbledore all die Fremden dauerhaft in Hogwarts haben will, falls er den Platz überhaupt hat, noch dass die Fremden lieber in Hogwarts wohnen wollen als separat in einer Art Wohnmobil.
Zum anderen ist eine Ankunft in einem Riesensegelschiff und einer fliegenden Monsterkutsche viel cooler

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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: NaugrimNogrod]

Das seh' ich genauso. Portkey ist langweilig, Portkey kann jeder. Aber diese Super-Wohnmobile mit Flugfunktion beziehungsweise U-Boot-Funktion, das hat doch was.

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Hisimir

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: athameg]

Dazu sagt doch Arthur was wichtiges in einem der vorigen Kapitel. und zwar bei der WM. Ich zitiere wieder aus dem Kopf und sinngemäß:" Wir [die magische Gemeinschaft] können es einfach nicht lassen, voreinander zu prahlen, wenn wir aufeinandertreffen." Die Schulen Beauxbatons und Durmstrang wollen es sich natürlich auch nicht entgehen lassen, einen pompösen Auftritt hinzulegen und zu zeigen, was sie draufhaben.

Ehre das Gimp!

~caught in a lie~
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Sarwen

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: Hisimir]

Ich stelle es mir im Winter,muss es ziemlich kalt in der Kutsche und im Schiff sein vor.

Nin o Chithaeglir,lasto beth daer:
Rimmo nin Bruigen dan in Ulaer!
Nin o Chithaeglir,lasto bethe daer:
Rimmo nin Bruinen dan in Ulaer! ~ Arwen
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mohrchen

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: Sarwen]

OK, vor anderen protzen ist tatsächlich ein gutes Argument!

Gruß, Thilo.

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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: mohrchen]

Doch, ich denke, das spielt tatsächlich eine Rolle. Und Hisimir hat Recht. Arthur Weasley spricht bei der Quidditch-WM davon, dass Hexen und Zauberer nun mal heftig dazu neigen, mit ihren Möglichkeiten anzugeben.Die spektakuläre Anreise der Delegationen aus Beauxbatons und Durmstrang dürften ein ziemlich gutes Beispiel dafür sein.

Und, Sarwen hat zweifellos Recht, sowohl in der Beauxbatons-Kusche als auch in dem Durmstrang-Schiff dürfte es tatsächlich ziemlich kalt sein. In Hogwarts allerdings auch, wenn man die Schilderungen des winterlichen Schlosses liest. Da dürfte es auch nur wenige Räume geben, die nach den Begriffen der "Generation Heizung" erträgliche Temperaturen aufweisen; aber in Gebäuden dieser Art ist das nun mal einfach so.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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mohrchen

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: athameg]

athameg schrieb:
Und, Sarwen hat zweifellos Recht, sowohl in der Beauxbatons-Kusche als auch in dem Durmstrang-Schiff dürfte es tatsächlich ziemlich kalt sein. In Hogwarts allerdings auch, wenn man die Schilderungen des winterlichen Schlosses liest. Da dürfte es auch nur wenige Räume geben, die nach den Begriffen der "Generation Heizung" erträgliche Temperaturen aufweisen; aber in Gebäuden dieser Art ist das nun mal einfach so.

Ich bin mir ganz sicher, dafür gibt es in allen drei Wohnbereichen (also Kutsche, Burg und Schiff) magische Lösungen.

Gruß, Thilo.

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