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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII

PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Kayley]

Isengar hatte Pados Anschuldigungen betroffen gelauscht. Ja, er hatte sich, gerade seit er von Ardagast gehört hatte, dass Pado ihn suchte, seine Gedanken gemacht und war durchaus zu dem Ergebnis gekommen, dass er vermutlich kein so guter Vater gewesen war. Es jetzt so klipp und klar von seinem Jungen zu hören, war jedoch nochmal etwas anderes. Was ihn aber wunderte, war das Erstaunen Pados ihn hier zu sehen. Während er vorsichtig sein Hemd wieder über die verletzte Schulter zog, meinte er daher: „Pado, ich kann verstehen, dass du sauer auf mich bist. Aber sobald ich wusste, wo du bist, bin ich dir hinterher gezogen. Ich hatte eigentlich gehofft, dass du in Seestadt auf mich wartest. Aber ich kann natürlich verstehen, dass du deine Freunde nicht im Stich lassen wolltest.“

Pado sah ihn mit gerunzelter Stirn an: „Warum um alles in der Welt hätte ich mit dir in Seestadt rechnen sollen? Meine letzten Informationen waren, dass du wohl in Gondor zuletzt gesehen worden warst. Dorthin wollte ich mich aufmachen, sobald die Zwerge ihren Berg wiederhatten.“ Vorsichtig sah er sich um. Noch schienen sie in ihrem Ruinenversteck sicher genug zu sein.

Isengar starrte ihn wie vom Donner gerührt an: „Du wusstest nicht, dass ich hierher unterwegs war?“ „Nein!“, Pado packte gerade wieder alles in seinen Rucksack und zog dabei noch zwei letzte Wurstzipfel hervor, von denen er einen seinem Vater reichte. „Ich habe das erste Mal davon heute Morgen gehört, von einer Zwergenfreundin, der wohl Bilbo erzählt hatte, dass er dich hier getroffen hatte. Ich konnte leider mit Bilbo nicht mehr darüber reden, da der irre Zwergenkönig ihn ja dann unbedingt von der Mauer werfen wollte!“ Verwirrt stoppte der Junge wegen des völlig fassungslosen Blicks seines Vaters. „WAS? – Woher hätte ich es denn wissen sollen? Ich kann nicht Gedanken lesen! Und woher wusstest du, dass ich hier bin?“

„DIESER SPATZENHIRNIGE ZAUBERER! DIESER WIRRKÖPFIGE SCHLURCH! WAS HAT ER NUR ANGERICHTET!“ Isengar war sauer.
Ein Donnern erschütterte die Ruine und ließ Mörtelstücke auf die beiden Hobbits rieseln. Besorgt blickten sie nach oben. Isengar wandte sich Richtung Ausgang: „Hier ist es nicht mehr sicher, lass uns gehen, ich erzähle im Laufen. Wir sollten uns Richtung Stadthalle aufmachen. Dort wollte Bard die letzte Verteidigungslinie aufbauen.“ Vorsichtig verließen sie ihre Zuflucht. Weiter vorne hörten sie Kampfeslärm, aber in ihrer Seitengasse war es eher ruhig.

„Was hat Ardagast damit zu tun?“, Pado hatte den Ausbruch seines Vaters durchaus auf den richtigen Zauberer bezogen.

Isengar schnaufte: “Unser Freund Ardagast hat mich bei Radagast dem Braunen im Düsterwald getroffen, bevor sie diese dunkle Feste Dol Guldur untersuchen wollten. Er ist dann wieder zu Euch aufgebrochen und hat euch wohl in den Verließen des arroganten Elbenkönigs hier gefunden.“ Langsam spähte er um eine Ecke, rechts war zuviel Kampfgetümmel aber geradeaus sah gut aus. Vorsichtig schlich er weiter, wandte sich dann aber um, da ihm Pado offensichtlich nicht folgte. Der Junge stand wie angewurzelt da und starrte seinen Vater an. „Vorwärts, Pado! Das ist keine Stelle zum Wurzeln schlagen, dahinten kommen Orks!“ Pado riss sich aus seiner Erstarrung und sprintete hinter seinem Vater her: „Du willst mir allen Ernstes erzählen, dass du schon seit damals weißt, dass ich hier in der Gegend bin? WARUM HAT DIESER DUSELIGE ZAUBERER NICHTS GESAGT?“

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Von seinem Reittier aus, beobachtete Úrondur das Geschehen auf dem Schlachtfeld und in Thal. Es waren schon Minuten vergangen und er konnte Ascarion im dichten Schlachtgetümmel und in den engen Gassen nicht ausfindig machen. Wütend schnaubte der schwarze Mann. Der Krieg, ja der Sieg, war ihm völlig egal. Er war nur aus einem Grund hierher gekommen. Doch dann sah er plötzlich zwei kleine Gestalten weiter unten. Kleiner als andere. ''Halblinge…'', sagte er mit einem zufriedenen Gesichtsausruck. Sie schienen allem Anschein nach zu streiten oder irgendeinen Auseinandersetzung zu haben. Dies machte sie langsam und unvorbereitet. Seine gewaltige Fledermaus ging daraufhin in den Sinkflug. Als er dann auf etwa Dachhöhe war, sprang er herunter und landete direkt vor den Füßen der Hobbits. Sein Reittier flog derweil zurück zur Schlacht um dort den größtmöglichen Schaden anzurichten.

Auf einmal sahen die beiden einen pechschwarz gekleideten Fremden vor sich, der wie aus dem Nichts vor ihm auftauchte. Der rotäugige Mann sah grinsend zu ihm herunter. Seine Pläne gingen voll auf. Beide Hobbits sahen sich daraufhin ihn erschrocken an. Ein solches Gesicht vergaß man nie. ''Hallo'', sagte Úrondur zu Isengar wie das Raubtier zu seiner Beute und packte ihn blitzschnell am Kragen. Pado trat er mit seinen Stiefeln zur Seite, ehe dieser reagieren konnte. ''Du kommst jetzt mit mir mit'', fügte er weniger freundlich hinzu und sprang mit Wucht und einem Satz auf eines der Häuserdächer Thals. Dann sah er zu Pado herunter und hielt Isengar einen Dolch an die Kehle. ''Sag Ascarion, dass ich auf ihn am höchsten Turm der Stadt warte. Aber beeil dich. Mit jeder Minute, die vergeht, schneide ich ihm einen Finger ab und wenn die nicht mehr da sind, dann mache ich woanders weiter!''

Ohne eine Reaktion des Hobbits abzuwarten kletterte der schwarze Mann zum höchsten Punkt der Stadt und erreichte diesen auch in kürzester Zeit. Oben auf der großen Kuppel stieg eine Turmspitze aus Metall in die Höhe. Dort hing er Isengar auf und band ihn anschließend mit einem Seil fest, damit er sich nicht aus dem Staub machen konnte. Úrondur wand sich dann wieder dem Hobbit zu. ''Wenn du deinen Mund hältst und genau machst, was ich dir sage, dann wirst du das auch überleben und deinen Jungen wiedersehen'', erklärte er. ''Wenn nicht…'', begann er langsam und mit Drohgebärden. ''Wirst du dir wünschen, du wärest nie geboren!'', fügte er hinzu. ''Die gute Nachricht ist, deine Aufgabe ist einfach. Du bleibst einfach hier hängen, bis Ascarion auftaucht. Nicht, dass du wirklich eine andere Wahl hättest, aber glaub mir, ich habe dir die schwierige Entscheidung damit abgenommen. Gern geschehen!'', erklärte der Schatten sarkastisch. ''Danach kannst du machen, was du willst. Hier hängen bleiben und sterben, oder was auch immer. Mir ist es egal'', setzte er gleichgültig hinzu. Dann wand er sich von Isengar ab und blickte über die Dächer der Stadt. ''Lass mich nicht zu lange warten, Ascarion! Es endet heute! Hier und jetzt!''

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Pado blieb im ersten Moment die Luft weg. Der Schatten hatte seinen Vater! SEINEN VATER – den er 4 Jahre nicht gesehen hatte und nun als erstes wüst beschimpft hatte. Oh, verflucht! Hektisch sah der Junge sich um, wo war nur der langbeinige Elb, wenn man ihn brauchte? Wie ein Irrlicht schoss er durch die Straßen Thals spähte in diese Gasse und über jene Mauer. Wo waren die Elben nur? Und warum hatte er sich nicht gefreut, als er seinen Vater gesehen hatte, sondern war direkt explodiert? Und jede Minute einen Finger – die Gedanken des Jungen sprangen hin und her, genau wie seine Beine.

Wo war Ascarion? Da hinten waren einige Elben, schnell rannte er auf sie zu. „Wo ist der fremde Hochelb? Wo ist Ascarion!“ Irritiert sahen die Elben ihn an. Wohl selten wurden sie einfach so von einem Hobbit angesprochen. „Verflixte Giraffenbeine! Könnt Ihr mir mal eine Antwort geben? Wo ist Ascarion?“ Einer der Elben glitt hinter den anderen hervor und erklärte mit hochgezogener Augenbraue: „Nun, Junge! Zuletzt sah ich ihn zusammen mit Thranduil in der Nähe des hinteren Stadttores. Aber ob sie da noch sind, vermag ich nicht zu sagen!“ Pado nickte kurz und rief schon im Losrennen: „Danke!“ über die Schulter.

Hinteres Stadttor, vermutlich dort drüben. Nein, dieser Weg war mit kämpfenden Seestädtern und Orks verstopft. Der Junge sprang kurzerhand auf eine Mauerruine und balancierte seitlich oberhalb der Kämpfenden bis zur nächsten Quergasse. Dort war das Getümmel weniger dicht. Aber die Zeit verrann und er sah keinen Ascarion – und jede Minute ein Finger! Knietiefer Mist!

Da, ja, das war Thranduil. Ohne Rücksicht auf die abweisende Mine, die das Gesicht des Elbenkönigs zierte, sprudelte Pado los: „Herr Thranduil, ich muss dringend Ascarion finden. Wisst Ihr, wo er ist?“ Über Thranduils nicht mehr ganz sauberes Gesicht ging ein etwas blasierter Ausdruck: „Halbling, für wen hältst du dich – und mich?“ Pado verdrehte die Augen, das gab’s doch nicht. Für diesen Mist hatte er echt keine Zeit, das kostete nur wieder einen Finger. „Ich halte Euch gleich für einen arroganten Mistkerl! Es geht um Leben und Tod! Ich muss Ascarion so schnell wie möglich finden. Und das werde ich - auch ohne Eure Hilfe!“ Damit startete er schon wieder los. Doch da wurde er von hinten angerufen: „In die andere Richtung, Junge!“ Sofort änderte er die Richtung und warf Thranduil einen kurzen überraschten Blick zu. Diesem schien doch tatsächlich so etwas wie ein sparsames Lächeln über das fast unbewegte Gesicht zu wandern.

Pado nickte kurz und war schon wieder in der nächsten Gasse verschwunden. Da, endlich! Da war Ascarion. Wie lange hatte er ihn nicht gesehen? Der Elb befand sich in einem sehr ungleichen Zweikampf mit einem recht kleinen Ork, der gleich darauf noch einen weiteren Kopf kleiner war. Ascarion sah kurz auf, als er den Hobbit ankommen sah, der sofort hervorsprudelte: „ Ascarion, du musst sofort ganz schnell mitkommen. Der Schatten ist hier. Er hat meinen Vater gefangen und droht ihn zu verstümmeln und schließlich zu töten, wenn du nicht kommst und dich ihm stellst am höchsten Turm von Thal!“

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Kára humpelte hinter Nori her, der es größtenteils schaffte, sie durch Lücken in den Orkreihen zu navigieren. Eines musste man Nori lassen: er konnte sich hervorragend unsichtbar machen. Seine zweifelhafte Vergangenheit kam ihnen jetzt vielleicht zugute.
Noch während Kára dieser Gedanke durch den Kopf schoss, stoppte Nori plötzlich abrupt.
"Verdammt."
Der Tonfall gefiel Kára überhaupt nicht. Und richtig, das Glück schien vorerst aufgebraucht. Gleich mehrere Angreifer näherten sich. Nach hinten war alles zu.
"Bleib hinter mir", zischte Nori und hob entschlossen seine Waffe. Kara nickte nur. Sie spürte, wie ihr trotz der kalten Winterluft der Schweiß den Nacken herunter rann. Ihr Bein pochte unangenehm und das Schwert schien viel zu schwer für ihre Arme.
Mit einem Kampfschrei parierte Nori den Angriff des ersten Orks, schaffte es, ihm die Klinge in den Oberschenkel zu stoßen und sprang einen Satz zurück, als dunkles Blut aus der Verletzung spritzte. Er musste gut getroffen haben. Doch der nächste Ork war stärker; Klingen klirrten aufeinander, als Zwerg und Ork sich gegenüberstanden. Im Hintergrund kam ein Dritter.
Kára beobachtete alles mit trockenem Mund. Sie konnte Nori nicht allein kämpfen lassen. Sie trat einen Schritt vor, als der Ork näher kam.
"Verdammt, ich sagte doch -"
Aber Nori konnte nicht aussprechen, ehe sein Gegner schon wieder angriff. Der dritte Ork kam näher, die pure Mordlust spiegelte sich in seinen Augen. Kára fasste ihr Schwert mit beiden Händen und machte sich bereit. Tief im Inneren war ihr klar, dass sie keine Chance hatte. Aber sie konnte Nori ein bisschen Zeit verschaffen; er konnte Ori finden und nach Hause bringen.
Der Ork war kaum noch zwei Schwertlängen entfernt. Kára wappnete sich für den Aufprall. Sie musste die Zähne zusammenbeißen, einmal noch, nur ein wenig länger -
"Barûk khazâd!"
Der Aufprall kam nicht. Der Ork wurde zur Seite gestoßen, und noch ehe er sich aufrappeln konnte, steckte eine Axt in seinem Bauch.
Erst jetzt erkannte Kára den Retter.
"Bifur!"
Doch der Zwerg schien sie gar nicht wahrzunehmen. Sofort eilte er Nori zu Hilfe, der seine liebe Mühe hatte, da gerade ein vierter Ork aufgetaucht war.
"Kára! Mahal sei gedankt, ich habe mir Sorgen gemacht."
Die Stimme kannte sie doch!
"Bofur!" rief Kára erleichtert aus und musterte den Zwerg mit dem Hut kurz. "Bist du in Ordnung?"
"Nein."
Kára sah ihn ängstlich an. Sie konnte keine Verletzung entdecken. Da nahm Bofur seinen Hut ab - der mit mehreren Löchern versehen war.
"Treuer Gefährte... er wird es wohl nicht packen."
Bofur sah für einen Moment wahrhaftig niedergeschlagen aus.
"Aber erstmal müssen wir hier weg", sagte er und setzte sich den Hut entschlossen wieder auf. In diesem Moment schrie Nori triumphierend auf - der dritte Ork brach zusammen. Es blieb einer. Bifur lieferte sich einen erbitterten Kampf mit ihm. Schimpfworte und Kampfschreie auf Khuzdul drangen an Káras Ohr. Kurz drehte sich der Ork, so dass er in Káras und Bofurs Richtung schaute.
"Oh nein..." flüsterte Bofur und wurde bleich.
"Was -"
Da brach der Ork zusammen. Ehe ein anderer Zwerg bei ihm war, stand Bifur schon über ihm. Schwarzes Blut lief ihm das Gesicht herunter und in seinen Bart. Wieder und wieder schlug er auf den reglosen Ork ein.
"Bifur!"
Bofur lief auf den wie besinnungslos wirkenden Zwerg zu. Der hielt kurz inne. Der Ork gab ein gequältes Stöhnen von sich, der Arm zuckte. Bifurs Augen verengten sich. Kára schrie auf, als der Zwerg sich an den Kopf griff, mit einem Ruck die Axt aus seiner Stirn riss und dem Ork mitten ins Gesicht stieß.
"Barku khuzd ai-menu."
Der Ork verstummte. Bifur taumelte und sank auf die Knie. Bofur hielt ihn an der Schulter fest, während er hektisch versuchte mit der rechten Hand das Blut zu stoppen, das seinem Cousin über das Gesicht strömte.
"Verdammt, verdammt, du wahnsinniger Idiot, warum hast du... du bist... bei Durin, wie konntest du..."
Bofurs Stimme zitterte, doch Bifur war plötzlich völlig ruhig. Als Kára näher trat, sah sie einen Ausdruck in seinen Augen, den sie von ihm nicht kannte. Es dauerte einen Moment, bevor sie erkannte, was so anders war.
Friedlich. Sein Blick war so friedlich, wie Kára es noch nie an ihm gesehen hatte.
"Rückzahlung."
Mit offenem Mund starrte Kára Bifur an. Noris Augen waren weit aufgerissen und Bofur ließ den Stofffetzen fallen, den er eben um die Wunde binden wollte.
"Hast du... hast du..."
"Ich kenne Orkschwein. Bekommt seine Axt zurück."
Der Sinn hinter Bifurs gebrochener Sprache erschloss sich Kára nur langsam. Erst, als Bofur seinen Cousin in die Arme schloss und sagte, "Das war für unsere Freunde", verstand sie, auf wen Bifur hier getroffen war. Der Ork, der sein Leben vor so vielen Jahren zerstört hatte, lag jetzt hier mit einer Zwergenaxt zwischen den Augen, die leblos gen Himmel starrten. Ein Kreis hatte sich geschlossen.
"Komm, Vetter", sagte Bofur mit auffällig erstickter Stimme. "Lass uns deine Wunde versorgen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns."
Damit zog er Bifur auf die Füße. Nori tauchte neben Kára auf.
"Lass uns hoffen, dass uns jetzt nichts mehr aufhält, was?"
Kára nickte, nahm ihr Schwert und folgte Bofur und Bifur. Kurz hatte sie ihre eigene Verletzung vergessen, doch die machte sich prompt wieder bemerkbar. Hoffentlich ar das alles bald überstanden.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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"I belong with my brother!"
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Kayley]

Ailin fand sich plötzlich Seite an Seite mit Bilbo wieder, während Dwalin ihnen den Rücken deckte und einen Ork nach dem anderen niedermaehte. Die Anwesenheit des Kriegers war beruhigend. Es gelang der Zwergin immerhin, zwei weitere Orks zu töten und einen zu verwunden, auch Bilbo schlug sich wacker und schickte einen weiteren Gegner zu Boden.
Allerdings kamen immer noch mehr Gegner, unter ihnen auch ein huenenhafter Ork, bei dessen Anblick Ailin der Atem stockte. Dwalin hatte gerade mit vier anderen zu tun. Zwergin und Hobbit griffen gleichzeitig an, Bilbo mit seinem Schwert, während Ailin ihre letzte Wurfaxt hervorriss und auf den Hünen schleuderte. Sie traf ihn auch, die Axt blieb in seinem Oberarm stecken. Doch zu Ailins Entsetzen schien ihn das nicht im Geringsten einzuschränken. Das Monstrum hob seine Keule, Ailin wollte noch das Schwert hochreissen, da traf sie die Waffe an der Seite und schleuderte sie gegen eine Mauer, wo sie halb betäubt liegen blieb. Wie durch Nebel erkannte sie, dass auch Bilbo getroffen zu Boden ging, dann verdunkelte sich ihre Sicht.

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

An der Seite von Elben und Menschen focht sich Ascarion durch die kleinen Gassen von Thal. Immer wieder drang ein Schwall von Orks durch die Tore, doch ihm und den anderen wurden auch kurze Augenblicke der Ruhe geschenkt, in der er seine scharfen Augen über das Schlachtfeld draußen gleiten ließ, wenn er gerade nahe der Mauer stand und einen Blick darüber hinaus werfen konnte. Außer Ardagast natürlich, und einmal kurz Grimm innerhalb der Stadt, hatte er noch keinen aus seiner Gruppe gesehen. Er fragte sich, wo sie inzwischen alle kämpften, da sich Thorin ja den Rabenberg vorgenommen hatte und nicht mehr die Führung der Zwerge übernehmen konnte, oder ob sie alle überhaupt noch leben mochten, denn unter ihnen waren kaum Kämpfer gewesen. Er hatte sich von den meisten nicht einmal verabschiedet, aber ihre Trennung in Thranduils Reich war auch nicht geplant gewesen. Wie so vieles nicht, dass sich in kurzer Zeit bewahrheitet hatte...
Grunzgeräusche drangen schließlich an seine spitzen Ohren und er wandte seinen Blick von der Kampfkulisse ab und zu dem ersten Ork, der gerade den schwersten Fehler seines abbärmlichen Lebens beging, indem er es mit dem Noldor aufnehmen wollte. Kaum sank dieser zerstückelt zu Boden, kam ein zweiter Kleinerer angerannt, dessen Hiebe Ascarion mit Leichtigkeit abwehrte und dem Ganzen ein Ende bereitete, indem er ihn kurzerhand köpfte. Kurz dachte er, dass ein dritter, ankommender Ork im Augenwinkel seinen Tod herbei wünschte, doch es war zu seiner Überraschung der junge Hobbit Padogas, der auf ihn zugeeilt kam. Und gerade hatte Ascarion noch an seine Gefährten gedacht. Fast wäre ihm ein Lächeln übers Gesicht gehuscht, erfreut darüber, dass es der kleine Auenländer durch die Schlacht geschafft hatte, doch was aus dem Hobbit heraus sprudelte, ließ seine Mimik erfrieren.
Einen unschuldigen Hobbit verstümmeln und töten? Dachte Úrondur wirklich, er würde sich ihm nicht ohne solch skrupelose Erpressung stellen? "Es tut mir Leid, dass dein Vater in unsere uralte Feindschaft hineingezogen wurde", sagte Ascarion bedauernd. "Aber lass dir gesagt sein, bin ich erstmal bei ihm, wird der Schatten keine Sekunde mehr daran denken deinem Vater Leid zuzufügen". Der Elb sah sich die Dächer der Stadt an, bis sein Blick an einer Kuppel in der Ferne hängen blieb. Und tatsächlich meinte er die beiden auf dem dortigen Turm erahnen zu können. "Komm mit", rief er und die beiden eilten gemeinsam durch die Stadt. Als sie das Gebäude am höchsten Punkt der Stadt und den Turm darüber erreicht hatten, kniete sich Ascarion hin, legte seine Hand auf Pados Schulter und sagte ernst: "Versteck dich hier unten und warte. Du willst nicht in den Kampf dazwischen funken, glaub mir". Dann schnürte er seine Lederschuhe und Armschienen fester zusammen, vergewisserte sich mit einem knappen Abtasten, ob seine ganzen Waffen am Körper vollständig waren und kletterte vorsichtig die Außenfasade hinauf. Nun war also der Zeitpunkt gekommen, wo das endete, was vor Tausenden von Jahren seinen Lauf genommen hatte. Ascarion war bereit.

—(•· To be forgotten is worse than death ·•)—
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Damaris]

Schweratmend wandte sich Dwalin zu seinen Mitstreitern um, als der letzte Ork zu Boden ging.
Ein Schnitt an seinem rechten Arm pochte, doch ansonsten war er in Ordnung. Nicht jedoch seine Gefährten...
Mit einem Satz war der Krieger bei dem am Boden liegenden Hobbit, dem das Blut aus einer Platzwunde an der Stirn über das Gesicht rann. Verdammt! Dwalin fühlte nach Bilbos Puls und ein Stein fiel im vom Herzen, als er ihn gleichmässig unter seinen Fingern spürte. Nur ohnmächtig...
Vielleicht nichtmal das Schlechteste für einen kampfunerfahrenen kleinen Halbling. Wenn die Gegner ihn für tot hielten, war er sicher. Zumindest sicherer als alle auf den Beinen mit einer Waffe in der Hand es waren.
Ein Stöhnen ließ den Krieger herumfahren. Die junge Zwergin war gerade dabei, sich in eine sitzende Position zu kämpfen. An ihrer Schläfe wuchs eine ordentliche Beule vom Aufprall an der Mauer. Dwalin kniete sich zu ihr und musterte sie schnell von oben bis unten. Keine weitere sichtbare Verletzung. Puuuh.
"Komm, Ailin, auf mit dir!" Als der Krieger ihr aufhalf, schnappte sie nach Luft und hielt sich die Seite. "Meine Rippen.... Dieser Monsterork hat mich mit seiner Keule erwischt."
"Kriegst du Luft?" Ailin nickte. "Dann sind die wohl geprellt", konstatierte Dwalin. "Kannst dich bei deiner Rüstung bedanken, dass sie nicht gebrochen sind." Ailin grinste schief. "Ich fühl mich wie unter nen Steinschlag geraten!" Dwalin klopfte ihr auf die Schulter: "Immerhin fühlst du überhaupt noch was. Das heißt, du lebst. Was viele andere nicht von sich behaupten koennen!" Filis Bild tauchte wieder vor seinem inneren Auge auf. Er musste Kili und Thorin finden!
"Komm mit, Ailin! Falls wir wieder auf eine Meute Orks treffen, geh besser irgendwo in Deckung. Ich will Finbar nicht erklären müssen, dass er seine Schwester verloren hat." knurrte der Krieger und wandte sich wieder zur Treppe, die weiter nach oben führte. Ailin folgte ihm vorsichtig und versuchte, das Stechen in ihren Rippen zu ignorieren.

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Pado war dem Elb erleichtert gefolgt. Endlich mal ein Langbein, das mit beiden Beinen auf der Erde stand und nicht den Kopf in irgendwelchen Wolken der Arroganz hatte. Als also Ascarion ihn anwies sich bloß nicht in den Kampf einzumischen, hatte der Junge nur genickt und ihm noch „alles Glück der Welt“ gewünscht. Er hatte das vorherige Zusammentreffen der beiden uralten Geschöpfe noch zu genau vor Augen, als dass er sich auch nur in deren Nähe gewagt hätte. Und nicht nur das. Vor seinem geistigen Auge erstand auch noch einmal Ascarions Erzählung von dem ersten Zusammentreffen an den Hängen des Schicksalsberges. Ein Schaudern lief ihm über den Rücken, während er zusah, wie sich Ascarion seinem Widersacher immer weiter näherte. „Na ihr Valar, jetzt könnt ihr mal zeigen, was euch ein Hochelb wert ist,“ murmelte der Junge leise.

Dann sah er hinüber zu der Stelle, wo sein Vater festgebunden war. Er sah eigentlich von der Ferne unverletzt aus. Pado war ein bisschen erleichtert. Er hatte schon befürchtet einen blutüberströmten Isengar vorzufinden. Kritisch musterte er die Umgebung. Gab es irgendeine Chance an seinen Vater heranzukommen?

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

"Pado?"
Gerade noch hatte Elva sich durch die nicht enden wollenden Massen der Orks gemetzelt, da hatte sie die Schlacht in eine Seitenstraße gedrängt und plötzlich stand der kleine Mann vor ihr.
Sie war mehr als überrascht, den Hobbit mitten in der Schlacht in Thal zu sehen. Irgendwie hatte sie nicht damit gerechnet, ihn überhaupt noch einmal wiederzusehen.
"Was machst du hier? Warum bist du nicht bei den Zwergen? Wusstest du, dass dein Vater hier ist?"

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May the force be with you.
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

„Ja, den hab ich vor einer Stunde gerade gefunden!“ Pado nickte Elva zu. „Aber ich hab ihn direkt wieder verloren!“ Als Elva ihn erschrocken ansah, zeigte er mit einer Kopfbewegung Richtung Turm. „Der Schatten, der Kerl in schwarz dort oben, hat ihn mir sozusagen aus den Händen gerissen, um Ascarion zum Kampf zu fordern.“ Der Elb hatte den Schwarzen schon fast erreicht. „ich hoffe, dass er Isengar vergisst, sobald die beiden aufeinander treffen. Vielleicht komme ich dann an ihn ran.“

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