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Mittelerde & andere phantastische Welten » Tolkiens Werke » Fragen die beim Lesen kommen #18

Adrian

Gefährte

Re: Fragen die beim Lesen kommen #18 [Re: Andyphus]

Hallo,

eventuell bringt dies etwas Licht ins Dunkel.

The council of Elrond

S. 348

‘None here can do so,’ said Elrond gravely. ‘At least none
can foretell what will come to pass, if we take this road or
that. But it seems to me now clear which is the road that we
must take. The westward road seems easiest. Therefore it
must be shunned. It will be watched. Too often the Elves
have fled that way. Now at this last we must take a hard road,
a road unforeseen. There lies our hope, if hope it be. To walk
into peril – to Mordor. We must send the Ring to the Fire.’


Der Rat von Elrond

S. 302

»Niemand hier«, sagte Elrond ernst. »Zumindest kann niemand voraussagen,
was geschehen wird, wenn wir diesen oder jenen Weg gehen. Doch
mir scheint es jetzt klar zu sein, welchen Weg wir einschlagen müssen.
Der Westen scheint der einfachste zu sein. Daher müssen wir ihn vermeiden.
Er wird beobachtet werden. Zu oft sind Elben auf diesem Wege geflohen.
Jetzt endlich müssen wir einen harten Weg nehmen, einen unvorhergesehenen.
Darin liegt unsere Hoffnung, wenn es überhaupt Hoffnung
gibt. Den gefahrvollen Weg gehen — nach Mordor. Wir müssen den Ring
dem Feuer überantworten.«

Es ging also offensichtlich nicht darum, den leichtesten Weg zu nehmen.

Gruß

Adrian
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Eiliane

Gefährte

Re: Fragen die beim Lesen kommen #18 [Re: Andyphus]

Einige der Kundschafter sind über den hohen Pass zurückgekehrt. Vielleicht berichteten sie, dass schon sehr viel Schnee dort liegt und er in einigen Tagen nicht mehr passierbar sein wird.

Ein anderer, wichtiger Grund.
Auf dieser Seite der Bergkette war das Land viel unebener und kahler als im grünen Tal des großen Stromes. Sie würden hier viel langsamer vorankommen, doch so hofften sie sich dem Blick unfreundlicher Augen zu entziehen. Saurons Späher hatte man bisher nur selten in diesem unbewohnten Landstrich gesehen und die Wege waren außer den Bewohnern von Bruchtal nur wenigen bekannt.

Geändert durch Eiliane (04.01.2018 14:55)

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Fuchsfell

Gefährte

Re: Fragen die beim Lesen kommen #18 [Re: Andyphus]

Lese grad mal wieder den ’Hobbit’.

Dabei kam die Diskussion auf, inwieweit Bard denn einen juristisch begründeten Anspruch auf Erstattung durch Thorin hat (sollte man unser deutsches Rechtssystem von heute auf Mittelerde von damals übertragen).
Bard hat Smaug nicht im Auftrag von Thorin getötet, sondern in einem Akt der Selbstverteidigung. Da Thorin jedoch davon unmittelbar profitiert, stellt das Thorin im juristischen Sinn (nicht moralischen! – denn das steht für mich eigentl. außer Frage) in eine Art „Schuld“ bei Bard? Ich habe keine Ahnung von juristischen Fachbegriffen die hier passend wären – deshalb wäre das mal spannend, von jemandem mit Ahnung erläutert zu bekommen.

Gibt es tatsächliche Fälle, in der ähnliche Situationen auftraten (natürlich ohne einen Drachen im biologischen Sinne…)? Also, Partei A (Thorin) hat ein Problem mit Partei B (Smaug), aber Partei C (Bard) schafft das Problem durch Partei B ohne Absprache mit Partei A aus der Welt – was bedeutet das juristisch für das Verhältnis zwischen Nutzniesser A und der Partei C, wenn Partei C sich nun auf ihre Aktionen gegenüber A beruft?
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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Fragen die beim Lesen kommen #18 [Re: Fuchsfell]

Hatte leider nur rechtliche Grundlagen im Studium, bin also kein echter Experte, aber:
wenn Thorin einen Schaden davon gehabt hätte, dass Bard den Drachen tötet, dann hätte Thorin Schadenersatz verlangen können.
Hätte Thorin den Drachen geschickt, dann hätte Bard Schadenersatz verlangen können.
So hätte Bard lediglich einen Schadensersatzanspruch gegenüber Smaug, der den Schaden angerichtet hat.
Richtig ist, dass Bards Abschuss eine Notwehrhandlung war.
Aber es besteht kein Vertrag zwischen Bard und Thorin über den Abschuss des Drachen und einer Vergütung. Also hat Bard Smaug von sich aus abgeschossen in einer Notwehrhandlung.
Dass Thorin auch was davon hat, stellt keine Grundlage für einen Vergütungsanspruch dar.
Ein Rechtsexperte kann mich natürlich gerne verbessern, wenn ich da was falsch habe.

Ein Beispielsfall?
Angenommen, eine Frau wird von einem Bösewicht gestalkt, so schlimm, dass sie sich kaum noch aus dem Haus traut. Dann begegnet der Bösewicht zufällig einem Nachbarn und und pöbelt diesen Nachbarn an, greift ihn schließlich körperlich an. Der Nachbar hat aber einen lila-rosa Gurt in einer gefährlichen asiatischen Kampfsportart und verprügelt den Bösewicht in einem Notwehrexzess. Der Bösewicht traut sich nicht mehr in die Nähe des Hauses zurück aus Angst vor dem Nachbarn, das Stalking hört auf.
Also hat die Frau was von der Aktion des Nachbarn.
Jetzt müsste man sich vorstellen, der Nachbar geht zur Frau und sagt, ich hab den Typen verscheucht, ich will jetzt 100 Euro dafür, weil du ja auch was davon hast.
Vorstellbar wäre eine freiwillige Tat der Frau aus Dankbarkeit, sie bäckt dem Nachbarn einen Dankbarkeitskuchen oder lädt ihn auf ein Bier ein.
Einen Anspruch auf Geld hat der Nachbar aber nicht, weil zuvor nichts vereinbart worden ist. Es gibt keinen Vertrag, wo drinsteht: Ich haue den Bösewicht und bekomme dafür 100 Euro

~~**~~**~~**~~
Like gravity, karma is so basic we often don’t even notice it
~~°°~~°°~~°°~~
Und was wir heute nicht gesehn, das ruft uns morgen, fortzugehn
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athameg

Gefährte

Re: Fragen die beim Lesen kommen #18 [Re: NaugrimNogrod]

Ich bin auch kein Experte, glücklicherweise, aber Naugrims Darstellung der Sachlage erscheint mir sehr logisch zu sein. Also ist sie vermutlich im juristischen Sinne "falsch". Und ich würde auch gar nichts dazu sagen, wenn da nicht noch eine andere Sache wäre:

Für meine Begriffe hat nämlich Bard noch aus einem ganz anderen Grund Anspruch auf einen Teil des Erebor-Schatzes. Denn Bard ist der Erbe Girions von Thal, was ja auch niemand abstreitet. Und seinerzeit hat Smaug ja wohl auch die Schätze von Thal geraubt und in den Erebor verschleppt. Und die sind Bards rechtmäßiges Erbe, unabhängig von dieser ganzen Drachen-Geschichte. Ich halte es allerdings für so gut wie unmöglich festzustellen, was von diesem Goldhaufen in Erebor nun den Zwergen gehört hat und was den Menschen von Thal.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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Rog

Gefährte

Re: Fragen die beim Lesen kommen #18 [Re: athameg]

Aber selbst Erbansprüche verjähren

Chaos is a ladder - Petyr Littlefinger Baelish (ASOIAF)
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athameg

Gefährte

Re: Fragen die beim Lesen kommen #18 [Re: Rog]

Natürlich. Aber dann sind Thorins Ansprüche genauso verjährt wie die von Bard, und die Frage, wer nun was mit diesem Riesenhaufen Gold anfangen darf, ist vollkommen ungeklärt. Und eigentlich gibt es auch keine Instanz, die das irgendwie klären kann. Also, offensichtlich: juristisch kommt man hier nicht weiter.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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Rog

Gefährte

Re: Fragen die beim Lesen kommen #18 [Re: athameg]

Im Schatzrecht hat die Behörde noch ein Wort mit zu reden und die einzige staatliche Institution in näherem Umkreis ist der Meister der Seestadt

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athameg

Gefährte

Re: Fragen die beim Lesen kommen #18 [Re: Rog]

Und der ist erstens nicht vor Ort (im Film ist er sogar zu dieser Zeit schon tot) und zweitens alles andere als vertrauenenweckend. Aber ob letzteres bei Juristen als Argument gilt, weiß ich nicht...

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Fragen die beim Lesen kommen #18 [Re: Rog]

Rog schrieb:
Im Schatzrecht hat die Behörde noch ein Wort mit zu reden und die einzige staatliche Institution in näherem Umkreis ist der Meister der Seestadt


der Meister (und die angenommene Behörde dahinter) ist für den Erebor gar nicht zuständig und für Thal auch nicht. Das wäre ein Fall für internationales Recht, da Thal ein eigenständiger Staat ist mit der Leitung des Fürsten von Thal und der Erebor ein eigener Staat ist mit dem König unter dem Berg.
Kennt sich jemand mit internationalem Recht aus?

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