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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII

thilwen

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: DerDunkelgraue]

"Danke, Ardagast! Und viel Glück bei deiner Suche!", rief Isengar dem schon davon trabenden Zaiberer hinterher. Dann wandte er sich an den Breeländer. "Hab ich das jetzt richtig verstanden? Du warst auch mit von der Partie, der sich mein Junge angeschlossen hat?"

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„Wie dem auch sei - Man braucht Leute mit Verstand für diese Abenteuer - was auch immer - Geschichte!"
"Dann wirst Du gewiss nicht ausgewählt, Pip!"
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: thilwen]

Úrondur und eine Eskorte bestehend aus drei Orks, liefen einen langen und dunklen Schacht entlang. Dieser erstreckte sich über einige Meilen und war so eng, dass nur höchstens zwei nebeneinander laufen konnten. Der Gang wurde durch die Orks aus dem Erdboden geschlagen und führte von ihrer Festung in das Innere des Berges Gundabad. Einst war es ein Stützpunkt der Zwerge, nun gehörte es den Orks. Dort befanden sich gewaltige Tropfsteinhöhlen aus längst vergangenen Zeiten. Sie waren das Ziel des schwarzen Mannes. Um genau zu sein was sie beherbergten, war sein Ziel. Kein Tageslicht kam hier herunter und so spendeten die Fackeln, die jeder bei sich trug, das einzige Licht um nicht die Orientierung zu verlieren. Der Schatten war darauf nicht angewiesen, die Orks jedoch schon. Er lief einige Schritte vor ihnen und war für sie kaum mehr zu sehen. Es war nicht ganz klar ob dem so war, weil das Licht nicht bis dahin reichte, oder weil er seinem Namen alle Ehre machte und ein Teil der Finsternis wurde.

''Warum gehen wir überhaupt in den Berg?'', fragte einer der Orks. ''Man munkelt, dass er wie eine Fledermaus schläft. Vermutlich will er dort übernachten'', antwortete ein anderer. ''Wie schläft denn eine Fledermaus?'', fragte der dritte und kratzte sich am Kopf. ''Bist du wirklich so blöd? Die hängen sich mit den Füßen an die Decke!'', antwortete der erste Ork mit breiter Brust. ''Ich dachte, dass Mäuse in irgendwelchen Nischen ihre Nester bauen'', sagte der unwissende Dritte. ''Du weißt also nicht mal, was eine Fledermaus ist. Das ist doch keine Maus! Sondern so ein Vogel...oder sowas'', erklärte der erste Ork und fasste sich an den Kopf. ''Ich hänge euch gleich mit den Füßen an der Decke auf, bis das Blut eure Köpfe explodieren lässt, wenn ihr nicht eure Zunge hütet'', ertönte auf einmal eine Stimme hinter den Orks, sodass diese sich vor Schreck umdrehten. Vor ihnen stand Úrondur mit einem grimmigen Gesichtsausdruck. ''Moment mal. Wart Ihr nicht eben noch vor uns?'', fragte einer der Orks verwirrt. ''Der Schatten ist überall'', antwortete er rätselhaft und fuhr dann mit seinem Finger an seinen Mund und signalisierte den Orks ruhig zu sein. ''Wenn du deinen Kopf behalten möchtest'', fügte er hinzu und ging wieder voraus.

Kurz darauf erreichte die Gruppe einen Eingang zu einer gewaltigen Höhle. Von oben und unten wuchsen gewaltige Säulen in beide Richtungen, deren Ursprung man durch das schwache Licht der Fackeln kaum erkennen konnte. Dort oben im Dunkeln, waren überall kleine, rote Punkte zu sehen und tausende helle Schreie waren zu vernehmen. ''Was ist das?'', fragte einer der Orks ängstlich und bewegte sich einen Schritt zurück, in Richtung des Schachtes. ''Das sind meine Freunde'', antwortete der Schatten unklar und trat dann weiter in die Höhle ein. Er blickte nach oben und hob seine Hände in die Höhe. ''Fledermäuse. Gezüchtet für einen einzigen Zweck'', antwortete er und blickte mit seinen roten Augen, welche sich nun zum ersten Mal für die Orks offenbarten, tief in deren Köpfe. ''Krieg'', fügte er hinzu. ''Gut, gut'', stotterte einer der Orks und ging erneut einen Schritt zurück. ''Dann haben wir das ja nun gesehen und können wieder umkehren. Ihr findet den Weg ja wieder zurück'', fügte er hinzu und drehte sich um. Er war dabei wieder zu gehen und die anderen beiden Orks schlossen sich ihm an. ''Nicht so schnell'', sagte der Schatten und war weiterhin auf die Orks fokussiert. Es war so, als würde sich der Schatten immer weiter ausbreiten und sich um die Beine seiner Begleiter schlängeln, sodass diese nicht weitergehen konnten.

''Hey, was soll denn das?'', fragte einer der Orks panisch. ''Ich kann mich nicht mehr rühren!'', stellte der andere mit Besorgnis fest. ''Ich auch nicht'', stimmte der Dritte ein. Panik breitete sich in ihnen aus. ''Meine Blutsauger haben eine ganze Weile kein Essen mehr bekommen. Sie sind hungrig...und durstig'', sagte Úrondur und daraufhin hörte man zwei gewaltige Schwingen in der Dunkelheit. Zwei Schläger später war sie auch zu sehen. Eine gewaltige Fledermaus landete neben Úrondur. Sie überragte diesen um die doppelte Größe. Ihr Maul war mit riesigen Zähnen bestückt und die Krallen an den Flügeln hatten die Ausmaße eines Dolches. Langsam bewegte sie sich auf ihren vier Gliedmaßen in Richtung der Orks und packte einen mit ihren gewaltigen Reißzähnen. Unter qualvollen Schreien wurde der Ork weggerissen und schließlich in die Dunkelheit gezerrt. Man konnte nur noch seine verzweifelten Schreie hören, welche schon bald für das Geräusch von zerrissenem Fleisch Platz machten. ''Zum Glück haben sie den erwischt und nicht uns'', sagte einer der Orks und wischte sich erleichtert den Schweiß von der Stirn. Der Schatten schüttelte den Kopf. ''Der Hunger ist noch längst nicht gestillt!'' Daraufhin stürzte sich der gesamte Schwarm der kleineren Vampire auf die beiden hilflosen Orks, welche schon bald in einer gewaltigen Wolke von Fledermäusen verschwanden. Kaum einen Moment später war das letzte Stück Fleisch von den Gebeinen der Begleiter genagt und die Tiere verschwanden wieder in den dunklen Ecken der Höhle. Als nach einer Weile die Fackeln der Orks erloschen, waren nur noch rote Augen in der Finsternis zu sehen.



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''Ich mag Legolas. Er sieht gut aus und ist sehr sportlich.''

''Wow Legolas! You're better than us! You can jump and fight and flip and stab and shoot and jump!''
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: DerDunkelgraue]

Langsam begann einer nach dem anderen der Gefährten dem König zu folgen, der mit schnellen Schritten den Abstieg zum Tor begonnen hatte, ohne noch einen Blick auf das brennende Seestadt zu werfen. Sein Blick hatte versteinert gewirkt, abwesend, Ailin vermutete, er wage es gar nicht mehr, auf Seestadt zu schauen. Ganz offenbar hielt er seine Neffen für tot...
Ailin aber klammerte sich noch immer an die Hoffnung, die Mitglieder der Gemeinschaft in Seestadt hätten den Drachenangriff überlebt und wären bald auf dem Weg zu ihnen. Wieder und wieder glitt ihr Blick suchend über das Terrain zwischen ihrem Ausguck und dem Seeufer, doch von den Erwarteten kam niemand.
NOCH nicht! Die Zwergin schob den aufkeimenden schrecklichen Gedanken wieder und wieder zurück. Finns Tod anzunehmen würde sie in den Wahnsinn treiben....Er konnte, er durfte einfach nicht tot sein!
"Inikh de, nadadith!" flüsterte sie beschwörend vor sich hin, als brächte der Klang dieser Worte ihren kleinen Bruder wahrhaftig zu ihr zurück.
Als sie den Kopf hob, traf ihr Blick den von Gloin, der ihr mit zusammengepressten Lippen zunickte. Sicherlich bewegte ihn der gleiche Wunsch. Wie auch Bombur, der an der Brüstung stand und noch immer nervös seinen mächtigen Bart zerzauste und dabei genauso angespannt wie Ailin zum See hinab starrte, während Bifur leise fluchend imaginäre Feinde abwehrte, vermutlich, um seinem abwesenden Cousin beizustehen. Selbst dem verwirrten Veteranen sah man die Sorge um seinen Verwandten überdeutlich an, auch wenn sein Verstand ab und an komplett hinwegzudriften schien.
Das Warten war schier unerträglich. Doch sich abzuwenden und zum Erebor zu gehen erschien Ailin ebenfalls unmöglich...Sie wollte die erste sein, die Finn sah, wenn er zurückkehrte...

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: Ailin]

Bard hatte ohne zu Zögern die Leitung über die Rettungsarbeiten übernommen. Niemand schien das in Frage stellen zu wollen, nicht Alfrid, nicht die wenigen überlebenden Stadtwachen. Der Bürgermeister hatte den Gerüchten nach den Angriff nicht überlebt.
Schnell koordinierte Bard, die Verletzen alle an die eine Seite des Ufers zu bringen, die Toten an die andere. Alle geretteten Vorräte wurden aufgestapelt, Decken und Mäntel gesammelt. Die noch verbliebenen Boote wurden bemannt und zurück auf den See geschickt, um nach weiteren Überlebenden zu suchen. Eine Gruppe kräftiger Männer schickte Bard zum Holzhacken. Die alte Hilda ließ er mit Sigrids Hilfe einen Platz einrichten, an den alle gehen konnten, die Verwandte oder Freunde vermissten.
Bain schickte er zu der Elbin, die in der Stadt aufgetaucht war, bevor der Drache gekommen war. Er sollte sie bitten, im Namen der überlebenden Seestädter ihren König um Hilfe zu fragen. Thranduil war nicht gerade dafür bekannt, sich um die Angelegenheiten der Menschen zu scheren, doch die Handelsverhältnisse zwischen Esgaroth und dem Waldlandreich waren eng genug, um auf Beistand von den Elben hoffen zu können.
Die Menschen waren froh, dass sich jemand gefunden hatte, der etwas Licht in das Chaos zu bringen versuchte und befolgen Bards knappe Befehle ohne zu murren.
Es dauerte eine Weile, doch schließlich begannen sich die Verhältnisse zu ordnen und das ganze Ausmaß der Zerstörung wurde offenbart.
Dutzende Seestädter krochen mit letzter Kraft zitternd und schluchzend ans Ufer, umgeben von grauenvoll verbrannten Leichen und verkohltem Holz, die auf dem See trieben. Viele, die nicht dem Drachenfeuer zum Opfer gefallen waren, wurden nun von Kälte und Erschöpfung übermannt.
Seine Leute brauchten jetzt Schutz, Wärme, etwas zu Essen und ein Dach über dem Kopf und ohne das es jemand hätte aussprechen müssen, sahen sie Bard in der Verantwortung, das zu ermöglichen. Scheinbar gehörte das zum Titel des Drachentöters dazu.
Doch wo sollte er sie hinführen?
Bard war in besorgte Überlegungen versunken, als plötzlich Elva vor ihm stand. Sie war triefend nass, ihre Kleider waren an mehreren Stellen angesenkt und sie sah so erschöpft aus, dass Bard fast sicher war, dass sie von der Stelle, an die der Drache sie nah ihrem Ablenkungsmanöver geschleudert hatte den ganzen Weg zum Ufer allein geschwommen sein musste.
Bard hielt sie an den Schultern aufrecht.
"Elva, ich bin so froh, dass du es geschafft hast!"
Er sah sich um. "Matosh..."
Elva sah schweigend zu ihm auf. Tränen füllten ihre Augen.
Bard verstand. Wortlos schloss er sie in die Arme.

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May the force be with you.
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: Aidean]

''Ich störe ja wirklich nur ungern, aber ich müsste mal ein Wort mit dir sprechen, Bard'', überraschte sie Ardagast von der Seite und sattelte von seinem Pferd ab. Er blickte kurz zu Elva hinüber und nickte ihr zu. ''Elva. Schön, dass du es geschafft hast'', sagte er und wand sich dann wieder an Bard, da die Frau mit Sicherheit nicht so gut auf ihn zu sprechen war. Im ganzen Chaos konnte er am Ende doch endlich jemanden ausfindig machen, mit dem er sprechen konnte. Hin und wieder hatte er schon vernommen, dass der Meister die Nacht nicht überlebt hatte und die Stadt nun mehr oder weniger führerlos war. Alfrid war schließlich kein geeigneter Kandidat für dieses Amt. Der Drachentöter, so wurde es ebenfalls immer wieder gerufen, hingegen schon. ''Bard der Drachentöter. Ich hätte nicht gedacht, dass jemand mit dem Monstrum fertig werden würde. Und doch hast du das Unmögliche möglich gemacht'', erklärte der Zauberer und legte die Hand auf die Schulter des Mannes. ''Wir müssen reden. Das duldet keinen Aufschub'', sagte er mit einem ernsten Gesichtsausdruck.



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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: DerDunkelgraue]

Der Wind roch nach Schnee und fauchte unangenehm über die halb zerstörte Brüstung über dem großen Tor. Ailin zog die wollene, reich bestickte Tunika enger um ihre Schultern und schloss die goldenen Schnüre. Das Kleidungsstück passte viel besser als die abgetragenen, viel zu großen Lumpen aus Seestadt. Kein Wunder, dies waren ja auch zwergische Gewänder. In der riesigen Truhe hatte sie auch Kleider entdeckt, prunkvoller als alles, was die Zwergin je besessen hatte. Sicherlich hatten sie einer Frau der königlichen Familie gehört. Doch die Besitzerin war schon lange tot. Eine dicke Staubschicht hatte die Truhe bedeckt, und Ailin musste husten, als sie die Lade öffnete. Vermutlich hätte der König nichts dagegen gehabt, wenn sie sich ein Kleid nahm. Aber in dem staubigen, mit Trümmern und Gold angefüllten Berg waren lange Kleider nicht wirklich praktisch. Also hatte sie sich eine Männertunika gegriffen und eine neue Hose, ihre hatte die Reise nicht wirklich gut überstanden.
Als sie Thorins seltsamen Blick bemerkte, als sie in den neuen Kleidern auftauchte, fühlte sich Ailin bemüßigt, ihn um Erlaubnis betreffs der Gewänder zu bitten, denn offenbar waren ihm diese nicht unbekannt, doch der König hatte nur abwesend abgewunken und sich wieder dem Goldhaufen zugewandt, den er systematisch durchsuchte. Schon seit Ewigkeiten, wie es ihr erschien..
Und noch immer keine Spur von den Gefährten aus Seestadt! Ailins Blick wanderte wie jedesmal über das leere winterliche Land zu Füßen des Einsamen Berges. Nichts..
Die Zwergin wurde fast von Verzweiflung überwältigt. Wo bei Mahal blieb ihr Bruder?
Zuerst hatten sie die Vorräte aus Seestadt aus dem geheimen Tunnel geholt, wo sie beim Betreten des Berges ihre Taschen zurückgelassen hatten. Danach hatten sie sich neue Kleidung besorgt und die unzerstörten Räume durchsucht und dabei Brennholzvorräte, Decken und Hausrat gefunden. Dann hatten sie einige Kammern von Schutt und Schmutz befreit und als Unterkunft hergerichtet. Selbst eine Gesindeküche war wieder passabel in Schuss und diente Bombur nun dazu, aus den Seestädter Salzfischen und den anderen Vorräten warme Mahlzeiten zu kochen und sich vom Gedanken an seinen Bruder abzulenken.
In einer kleinen Kammer entdeckte Ailin sogar einige Flaschen mit alkoholisch riechendem Inhalt und kostete vorsichtig. Tatsache, das war Zwergenschnaps! Und er war so stark, dass er in den tönernen Flaschen sogar über 170 Jahre unbeschadet überstanden hatte und noch immer genießbar war. Die Zwergin zog die Flasche aus der Tasche, die sie sich eingesteckt hatte, ehe sie Balin über den Fund informierte, entkorkte sie und nahm einen kleinen Schluck. Ihre Kehle brannte, doch die Wärme war nicht unangenehm. Umso unangenehmer dagegen war das Warten. Und immer häufiger, wenn sie hier draußen auf dem Ausguck stand, schlich sich ein grauenhafter Gedanke in ihr Hirn, den sie mit aller Kraft zu verdrängen suchte.
Er MUSSTE kommen! Heute noch. Oder allerspätestens morgen. Mit seinem verletzten Bein konnte er einfach nicht so schnell laufen und klettern wie sie damals, als ihnen die Zeit im Nacken saß, die Zeit bis zum Durinstag. Es schien der Zwergin eine Ewigkeit her zu sein , seit sie den Berg betreten und Smaug aufgestört hatten.
Wieder glitt ihr Blick hinunter zum See und den rauchenden, schwarzen Trümmern, die einst Seestadt gewesen waren.
Noch immer nichts.
Sie wollte sich gerade abwenden und zurück in den Berg gehen, da trat jemand neben sie.

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: Ailin]

"Wie gut, dass Schnaps nur besser wird mit der Zeit, nicht wahr?" meinte Kára, als sie Ailin mit der dunklen Flasche sah. Die Zwergin hatte neue Kleidung gefunden, die ihr außerordentlich gut stand, wie Kára neidlos anerkennen musste. Laut sagen würde sie das natürlich nicht. Vielleicht war es an der Zeit, auch ihre eigenen mitgenommenen Kleider zu wechseln. Sie folgte Ailins Blick, die auf die rauchende Stadt hinab blickte. Sie konnte sich denken, was in ihrem Kopf vorging.
"Er wird schon kommen. Sie werden alle wieder kommen."
Sie versuchte überzeugend zu klingen. Die Einöde lag still und verlassen vor dem Berg. Nichts rührte sich. Sie verengte die Augen, doch sie konnte niemanden sehen.
"Finn wird wiederkommen und wer weiß, vielleicht hat er sogar den Drachen getötet. Das wirst du dir bis ans Ende deines Lebens anhören müssen."

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

~~~

"I belong with my brother!"
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: RoisinDubh]

"Ich wäre so froh, wenn ich mir diese Leier jeden Tag zwanzig Mal anhören KÖNNTE, Kára!"
Abwesend hielt Ailin der anderen die Flasche hin, ihr Blick hing immer noch an den Ruinen im Langen See.
"Ich hab solche Angst um ihn! Er ist mein kleiner Bruder, wir waren noch niemals lange getrennt! Unser ganzes Leben nicht.. sie müssten doch längst hier sein. Wo bleiben sie nur?"

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: Ailin]

"War nicht so gemeint", murmelte Kára entschuldigend und nahm die Flasche dankbar an. Hui, das Gebräu war wirklich stark!
"Wenn Sváf da unten wäre, würde ich wohl genauso durchdrehen vor Angst."
Sie überlegte, wie sie Ailin ein bisschen beruhigen könnte.
"Ihm geht es sicher gut. Vermutlich geht dort unten nur alles drunter und drüber. Bestimmt haben die Kerle sich freiwillig gemeldet, um den Menschen zu helfen. Zumindest kann ich mir gut vorstellen, dass Fili sich irgendwie verpflichtet fühlt, als Thorins Erbe und so... immerhin wäre das alles nicht passiert, wenn wir den Drachen nicht geweckt hätten."
Sie biss sich auf die Unterlippe. Wie konnte das jemals wieder gut gemacht werden? Selbst wenn Thorin den versprochenen Anteil am Schatz noch erhöhen würde - es würde nie genug sein, wenn Menschen im Feuer gestorben waren.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: RoisinDubh]

"Und was, wenn nicht?!"
Ailin biss sich auf die Lippen.
"Sie müssen sich doch auch Sorgen um uns hier machen! Immerhin kam Smaug von hier. Finn würde nie länger als nötig dort unten bleiben, weil er sehen will, obs mir gut geht..."
Sie schlug die Hände vors Gesicht und versuchte, die aufsteigenden Tränen hinunterzuschlucken, doch es gelang nicht.
"Ich halte das nicht aus, wenn Finn...ICH bin schuld, dass er da unten ist, Kára! Ich allein! Er wollte nicht auf diese verdammte Reise gehen, er hat versucht, es mir auszureden! Er ist nur mitgekommen, weil er mich liebte und beschützen wollte. Nur wegen mir! Wir hätten nie hierher kommen dürfen! Nie unseren Vater im Stich lassen! Er weiß nicht mal wo wir sind.. Wahrscheinlich ahnt er es aber, immerhin hat er mir die Reise verboten."
Verzweifelt ließ Ailin sich an der Brüstung zu Boden gleiten und lehnte sich zitternd gegen die Mauer.
"Ich bin durchgebrannt, und mein Bruder ist mir gefolgt, um mich zu schützen. Ich war so dumm..."

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