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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII

Kayley

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: RoisinDubh]

Kaum hatten die Elben die Stadt erreicht, ging der Kampf auch schon los. Die Orks hatten es ganz offensichtlich auf ein bestimmtes Haus in der Seestadt abgesehen und versuchten durch Türen, Fenster und sogar über das Dach einzusteigen.
Während Legolas sich die Ungetüme draussen vorknöpfte, liefen Ascarion und Tauriel direkt zur Tür hinein und konnten gerade verhindern, dass zwei Menschenmädchen von den Orks erledigt wurden. Drinnen wurde bereits erbittert gekämpft. Mit allem, was ihnen zur Verfügung stand, erwehrten sich die anwesenden Menschen und Zwerge des Angriffes. Ascarion staunte nicht schlecht, als er einige von ihnen wiedererkannte. Gemeinsam schafften sie es schließlich, die Orkbande in die Flucht zu schlagen, wobei Tauriel keinen Zweifel darüber hegte, dass sie sie wiedersehen würde.
Entsetzt dah sie sich in dem komplett verwüsteten kleinen Haus um. Der Zwerg, Kili, saß auf dem Boden und hielt sich die dick verbundene Schulter. Offensichtlich hatte er sich dem Kampf nicht ferngehalten und die Wunde so wieder geöffnet. Der blonde Zwerg, den sie im Kerker als dessen Bruder erkannt hatte, kümmerte sich bereits um ihn.
Weiter hinten wurde ein anderer Zwerg auf sein Lager zurück gedrückt, als er versuchte, sich stöhnend und mit schmerzverzerrtem Gesicht aufzurichten.
Tauriel hielt inne. Sie sah ihm sofort an, dass ein dunkler Schatten auf ihm lag. Er war schon beinahe nicht mehr bei ihnen.
Da drang die Stimme Legolas' an ihr Ohr. "Kommt, wir müssen los. Sie sind noch immer in der Stadt!"
Noch immer zögerte Tauriel. Ascarion, der wohl spürte, was in ihr vorging, legte eine Hand auf ihre Schulter: "Ich gehe mit ihm. Tu, was du tun musst!"
Und damit verschwanden die beiden Elben in die Stadt.
Tauriel sah sich um. Sie brauchte etwas, ein Mittel, eine Medizin, etwas, womit sie abrieten konnte... da stand plötzlich der Zwerg mit dem komischen Hut vor ihr und hatte nichts anderes in der Hand als.... "Athelas!!!"
Der Zwerg schaute ein wenig skeptisch, as sie ihm das Kraut aus der Hand nahm und zu Finbar hineinging.
Auch, wenn sie diese Zwerge nicht kannte, und auch, wenn es ihre entflohenen Gefangenen waren, so verdiente niemand einen solchen Tod.
"Ich werde ihn vor dem Tode bewahren!" kündigte sie an und gab dann Anweisungen, das Kraut zu pressen und eine Paste darauf herzustellen, noch einmal heißes Wasser zu bereiten und saubere Tücher herbeizuschaffen.

***************************************************
"Jede gute Geschichte hat es verdient ausgeschmückt zu werden."

"Es gibt kein Morgen...für die Menschheit!"

"I am fire! I am death!"
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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: Kayley]

Finbar wusste nicht, was mit ihm geschah. Er spürte nicht die Berührung der Elbin und er hörte nicht ihre Worte. Alles, was er mitbekam, war ein goldenes, warmes Licht, welches die Dunkelheit, die sich um ihn herum ausgebreitet hatte und ihn zu verschlingen drohte, durchbrach und sich schützend um ihn legte. Und dann öffnete er die Augen und sah.... sie im Licht der Sterne. Die Elbin mit den roten Haaren. Die aus dem Kerker. Sie schaute ihn an und die Welt schien stillzustehen. Es gab nichts anderes in diesem Augenblick, nur sie. Langsam, ganz langsam hob Finbar seine Hand und als seine Finger die ihren berührten, schloss er die Augen und fiel in einen friedlichen Schlaf.

- . - . - . - . - . - . - . - . - . - . - . - . - . - . - . -
Khagam menu penu shirumund!

Finbar
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thilwen

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: Finbar]

Isengar verbrachte derzeit einen kurzweiligen Abend in Ardagasts Tabakladen. Domian erwies sich nach dem ersten Schreck als großzügiger Gastgeber. Angeregt unterhielten sich die Beiden über die Vorzüge der unterschiedlichen Tabaksorten, die Quest der verrückten Zwerge und Pado. "Er hat was mit meinem Sohn gemacht? Ihn komplett high gemacht...?" Isengar schwankte zwischen Entsetzen - sein kleiner Junge - und Belustigung - so klein war er ja gar nicht mehr, in seinen besten Tweens. Und hatte offensichtlich viel erlebt, seit er ihn das letzte Mal gesehen hatte. Wieder überkam ihn ein kleiner Anflug von schlechtem Gewissen.

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„Wie dem auch sei - Man braucht Leute mit Verstand für diese Abenteuer - was auch immer - Geschichte!"
"Dann wirst Du gewiss nicht ausgewählt, Pip!"

Geändert durch thilwen (13.08.2017 08:42)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: thilwen]

''Ja, der alte Zauberer hat ihm versehentlich ein zu starkes Pfeifenkraut gegeben und das hat der kleine Hobbit nicht so gut vertragen'', räusperte sich Domian und guckte den älteren Halbling unschuldig an. ''Was soll ich sagen, so ist er eben...'', fügte er entschuldigend hinzu.



--------------

''Ich mag Legolas. Er sieht gut aus und ist sehr sportlich.''

''Wow Legolas! You're better than us! You can jump and fight and flip and stab and shoot and jump!''
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thilwen

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: DerDunkelgraue]

Isengar nickte. Ja, er hatte Ardagast zwar nur kurz erlebt, aber das passte durchaus ins Bild. Nun, solange er Pado ansonsten beschützte... Und wieder durchzuckte ihn der Gedanke, dass der Zauberer trotzallem diesen Job besser erledigte als er selbst. Immerhin war der da, wenn man ihn brauchte. Verdammt! " Du sagst, die Zwerge sind alle mit dem Zauberer und Pado zu dem einsamen Berg aufgebrochen? Nun, dann werde ich mich morgen auch dorthin aufmachen!" Der Hobbit erhob sich und steckte seine Pfeife ein, "Bis dahin, hab dank für diesen schönen Abend. Ich habe lange nicht mehr so gut geraucht!" Damit wandte er sich zur Tür um langsam den Weg zu seiner Herberge anzutreten. Doch gerade als er die Tür öffnen wollte, hörten sie über sich laute Geräusche, als laufe eine Herde Olifanten über das Hausdach. Beunruhigt sahen die beiden Männer sich an.

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„Wie dem auch sei - Man braucht Leute mit Verstand für diese Abenteuer - was auch immer - Geschichte!"
"Dann wirst Du gewiss nicht ausgewählt, Pip!"
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: RoisinDubh]

Endlich hatten sie wieder zu den restlichen Zwergen aufgeschlossen. Sie hatten nun die Hochöfen erreicht. Beeindruckt sah der Zauberer auf die gewaltigen Bauten aus längst vergangenen Tagen. ''Hier wurde einst das Gold eingeschmolzen und zu Münzen und allerlei anderem verarbeitet'', erklärte Ardagast und blickte dann zu Thorin hinüber. ''Aber was machen wir hier? Was ist der Plan?'', fragte er den Zwergenkönig. Einen Reim konnte er sich darauf nicht bilden.



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''Ich mag Legolas. Er sieht gut aus und ist sehr sportlich.''

''Wow Legolas! You're better than us! You can jump and fight and flip and stab and shoot and jump!''
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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: DerDunkelgraue]

"Wir müssen die Öfen anfeuern!" sagte Thorin und deutete in Richtung der riesigen Steingebilde. "Es braucht mehr als unsere Schwerter, um das Biest zu besiegen."
"Das wird nicht klappen", meldete sich der ewig pessimistische Dori. "Die Öfen sind eiskalt, es gibt kein Feuer, das heiß genug wäre sie zu entzünden."
Es rumpelte in der Tiefe. Kára umklammerte den Griff ihres Schwerts. Die Feuerschlange war schon wieder viel zu nah.
Feuer.
"Wirklich nicht?"
Im nächsten Moment konnt Kára mit anhören, wie der König unter dem Berg den bisherigen Bewohner des Erebors mit den buntesten Ausdrücken beleidigte.
"Das wird ihn verdammt wütend machen", flüsterte sie Ailin zu und machte vorsichtshalber einen Schritt zurück. Mit beleidigten Drachen war nicht zu scherzen. Was dachte Thorin sich dabei? Das Knirschen von armlangen Klauen auf Stein bereitete ihr Gänsehaut.
"Versteckt euch!" rief Thorin und deutete auf die Steinpfeiler und damit in die Richtung, aus der Kára Smaug vermutete.
"Ist das nicht die falsche -"
Richtung, wollte sie sagen, wurde sie schon von Dwalin geschubst, der sich seinerseits hinter einen Pfeiler kauerte. Kára stolperte leicht, das Knirschen und Grollen wurde lauter, und gerade als sie den kühlen Stein erreichte, wurde der Berg plötzlich taghell. Eine Feuersbrunst kam hinter den Pfeilern hervor. Kára schrie auf, als die Flamme ihre Tunika am Oberarm versengte, und machte sich so klein wie möglich. Ihr linker Arm brannte höllisch! Mahal sei Dank, das Leder fing kein Feuer, stattdessen blieb ein verkohlter Streifen zu sehen und Kára biss die Zähne zusammen. Das war knapp gewesen. Unwillkürlich erinnerte sie sich an Bofurs Worte in Beutelsend.
Hochofen mit Flügeln, oh ja.
Der Stein wurde selbst auf der feuerabgewandten Seite verdammt heiß. Aber nicht nur der Stein. Erst jetzt realisierte Kára, was Thorin bezweckt hatte. Die Flamme hatte den Ofen getroffen und wie durch ein Wunder entflammte sich das alte Brennmaterial. Das erste Feuer leuchtete auf, dann das zweite... die Hochöfen Erebors waren zum Leben erwacht!

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

~~~

"I belong with my brother!"
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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: RoisinDubh]

Elva war sprachlos, als plötzlich auch noch drei Elben in das Haus stürmten. Wurden hier denn langsam alle verrückt?
Beim Anblick der toten Orks vergrub Jarick zitternd sein Gesicht in der Weste seiner Mutter. Elva versuchte ihn zu beruhigen, während sie misstrauisch zusah, wie die rothaarige Elbin Finbar zu behandeln begann.
Als die Elbin um Hilfe fragte, schob Elva Jarick sanft zu Sigrid, bevor sie Wasser aufsetzte. Der alte Zwerg legte Tücher bereit.
Die Elbin schien genau zu wissen, was sie da tat, also ließ Elva sie machen und stellte keine Fragen, selbst als die Heilerin mit einem leisen Singsang in ihrer seltsamen, mystischen Sprache begann.
"Also", begann Elva, nachdem der junge Zwerg in einen ruhigen Schlaf versunken war, "Was ist hier los? Was machen diese Orks hier? Was macht ihr hier?"

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May the force be with you.
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: Aidean]

Pado war beeindruckt von den Hochöfen. Er hatte erst einmal Kara fragen müssen, was das für riesige Behälter wären. Doch für lange Erklärungen blieb keine Zeit, schon kam von Thorin die Anweisung in Deckung zu gehen. Pado konnte sich kaum hinter einer Säule in Sicherheit bringen, als Smaug schon zwischen den Säulen hindurch Feuer spuckte. So heiß war die riesige Flamme, dass der Junge kaum Luft bekam. Doch genau diese Hitze brauchten sie. Der Feuerstrahl schoß in die Schmiede hinein und die Hochöfen zündeten - einer nach dem anderen. Smaug, der merkte, dass seine Flammen den Zwergen nicht geschadet hatten, versuchte nun die Eisensäulen zu durchbrechen. Pado grinste, das war ja wohl echt ein genialer Coup Thorins gewesen, Smaug für sein Vorhaben einzuspannen, auch wenn der Hobbit nicht so recht verstand, wofür sie die Hochöfen brauchten.

Thorin musterte seine Truppe: „Bombur bring die Blasebälge in Gang. Geh! Bilbo, rauf da drüben – auf mein Zeichen, ziehst du den Hebel. Balin, gelingt dir noch eine Stichflamme?“ Balin nickte grimmig: „Ja, es dauert nur einen Augenblick!“ Er gab Dori und Ori einen Wink und fragte dann in die Runde: „Wer kann zielsicher werfen?“ Pado nickte und folgte ihm in die Pulverkammer an der hinteren Ecke der Schmiedehalle. Im Vorbeigehen schnappte Balin sich eine schmale Holzlatte, von einer zu Bruch gegangenen Kiste und hielt sie kurz in die Flamme, die aus einer der Schmieden herausschlug.

Smaug warf sich mit aller Gewalt gegen die Eisensäulen. Bestimmt hatte er sie bald eingedrückt. Pado war froh, dass er dessen unmittelbaren Nähe nun entkommen konnte.

In der Pulverkammer sah Balin sich kurz um und steckte den brennenden Span am Eingang in einen Eimer mit Sand. Alles war an Ort und Stelle, so wie sie es damals verlassen hatten. Erstaunlich nach all den Jahre.
„Dori, Ori, nehmt euch dort drüben die Tonphiolen. So viele wie ihr finden könnt!“ Balin selbst eilte in den hinteren Teil und ließ seinen Blick über ein Regal voll unterschiedlicher Essenzen und Pulver gleiten. „Wo ist der Schwefel? Ah, hier! Pado, hier ist das Schwarzpulver, füllt vorsichtig jedes Gefäß dreiviertel voll!“
Pado trug mit Bedacht den großen Krug zu dem Arbeitstisch, auf dem Dori alle Phiolen in Reih und Glied aufgestellt hatte. Während er behutsam begann das Pulver umzufüllen, fragte er Balin: „Weißt du auch sicher, was du da tust?“ Balin schmunzelte, wie oft hatte er schon Stichflammen hergestellt: „Das kannst du getrost glauben, Pado! Los, weiter!“

Der alte Zwerg begann auf das Schwarzpulver die Schwefelkugeln zu legen.
Die Schmiede erbebte. Smaug hatte es offensichtlich geschafft und nun wütete er in der Halle. Der Junge hörte Thorin: „Jetzt!“ schreien.

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VII [Re: PadogasTook]

Wie hatte der dreckige Zwerg ihn gerade genannt?
Ihn, den König unter dem Berg, den unbesiegbaren Smaug?
SCHNECKE????
Der Drache verharrte mit Unheil verkündendem glühenden Blick.
Alt unf fett?
Wie konnte der Möchtegern-Thronräuber es wagen?!
Er würde diesen lästigen Störenfrieden schon zeigen, wie langsam und ungefährlich er war! Todsicher!
Smaug schlang seine Klauen um einen weiteren Vorsprung und brachte seinen Körper hinter den massiven Gittern der Schmiede in Stellung.
NICHTS würde ihn aufhalten! Erst recht nicht diese mickrigen Stangen, hinter denen die Feiglinge sich verkrochen...
Rösten würde er sie. Jetzt gleich. Gitter hin oder her.
Der Drache holte tief Atem. Mit der Hitze in seinem Körper stieg seine Wut.
Auf diese Eindringlinge, die IHN aufhalten wollten. Fast hätte er triumphierend aufgelacht. Doch zuerst würde er diese dreisten Diebe in Grillhäppchen verwandeln! Zuallererst diesen König ohne Land, der sich erdreistete, ihm die Stirn zu bieten!
Und plötzlich waren diese kriechenden Insekten alle verschwunden. Versteckt hinter Steinsäulen, zitternd vor seiner Rage..
Es würde ihnen nichts helfen!
Smaug richtete sich hoch auf und schickte einen wahren Feuersturm durch die Lücken der Gitter hindurch. Die Halle erglühte in grellem Licht und sengender Hitze, als die Flammen durch die Schmiede schossen.
Zufrieden betrachtete der Drache sein Werk. Seine Gegner waren nun sicherlich noch kleiner als zuvor. Klein, schwarz und häßlich. Gut durch.
Aber was war das?
Dass sich die Schmelzöfen entzündeten, kümmerte den Gewaltigen nicht. Aber noch immer rannten diese lästigen Schmeißfliegen umher und waren keineswegs verkohlt.
Sie waren wohl doch schneller, als er geglaubt hatte. Aber das würde ihnen nichts nützen.
In neuentfachtem Zorn warf sich Smaug gegen die Gitter und erzwang sich binnen Augenblicken Einlass in die Schmiede.

Ailin hatte sich an die Säule neben Kára gedrückt und zog sofort den Kopf ein, als sie mitbekam, dass diese sich nicht gut genug gedeckt hatte. Das Drachenfeuer zischte an ihr vorbei und in seiner sengenden Hitze konnte die Zwergin kaum mehr atmen. So also war es damals gewesen, als Smaug den Berg genommen hatte! Entsetzen kroch in ihr hoch. Wie sollten sie gegen diese Urgewalt irgendetwas ausrichten? Und dann war die Hitze vorbei, nur ein Flämmchen glomm an einer ihrer Haarsträhnen hinauf, welches sie geistesgegenwärtig ausschlug.
Wuschhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!
Das Zischen des entzündeten Hochofens ließ die Zwergin herumfahren. Und noch einer. Und noch einer. Der König hatte die Öfen entzünden wollen und das war ihm gelungen. Doch wozu genau, blieb Ailin schleierhaft. Der Drache würde sich ja kaum in den Schmelzkessel setzen. Zu weiteren Überlegungen kam sie nicht mehr, denn ein grässliches Knirschen und Krachen durchbebte die Halle. Smaug kam durch die Gitter! Und er würde gleich drinnen sein!
Ailin rannte hinter den anderen her und sah zu, hinter die Schmelzöfen und in Deckung zu kommen. Nur der arme Bombur plumpste auf Thorins Anweisung im Takt mit seiner ganzen Körperfülle auf die Blasebälge, um die Schmelzfeuer in Gang zu halten.
Der wütende Drache aber scherte sich keinen Deut um Öfen und Feuer, sondern schlängelte sich einfach über einen der Schmelzöfen hinweg-
Direkt auf den König zu, der einzeln und ungedeckt dort stand!
Und direkt unter zwei gewaltigen Hämmern hindurch, die von dicken Ketten an der Decke gehalten wurden. Der Zweck der Konstruktion gab Ailin Rätsel auf, aber die Ketten endeten, über mehrere Umlenkrollen geführt, genau in der Wand, neben der die Zwergin stand. Genauer gesagt über einem schweren Hebel, der daraus hervorragte.
Der Feuerwurm aber richtete sich wutschnaubend auf und nahm den König aufs Korn. Die Brust des Ungeheuers begann zu glühen. Genau wie vorhin, bevor er den Feuerstoss schickte.
Ailin erschrak zu Tode und ohne zu überlegen, ergriff sie den riesigen Hebel und zog ihn herunter.
Die Ketten rasselten und dann lösten sich die beiden monströsen Hämmer und schwangen von der Decke herab aufeinander zu. Und auf den Drachen zu, der sich genau zwischen ihnen befand.

Da war er!
Eichenschild, der Usurpator, der ihm den Thron Erebors steitig machen wollte.
Schon wieder stand er in seinem Weg!
Smaug schnaubte.
Wie schade, dass er ihn damals nicht zertrampelt hatte wie so viele andere!
Aber das war einerlei. Diesmal gab es keine Säule, keine Mauer, hinter der der Thronräuber sich verstecken konnte! Seinem Feuer würde er nicht entkommen! Diesmal hatte er ihn!
Smaug atmete tief und fühlte die Hitze in seiner Kehle aufsteigen.
Doch er wollte noch näher heran. Wollte den Anblick genießen, sich daran weiden. Geschmeidig glitt er vorwärts, wobei er aus den Augenwinkeln eine irritierende Bewegung von rechts und links oben wahrnahm, während er den Abstand zwischen sich und dem Zwerg rasch verringerte.
Und dann trafen ihn zwei harte schmerzhafte Schläge am Schwanz! Rasend vor Schmerz und Wut ließ der Drache von seinem Opfer ab und fuhr herum, um den Angreifer auszumachen.
Zwei riesige Hämmer hatten ihn von beiden Seiten getroffen. Sie waren genau da herabgekommen, wo eben noch Smaugs Kopf gewesen war. Dieser dreckige Zwerg hatte ihn in die Falle gelockt und versucht zu töten! Und der zitternde rothaarige Zwerg da direkt neben der Mauer hatte den Hebel betätigt. Er würde dafür büßen!

Ailin fiel ein halber Berg vom Herzen, als der Feuerstoß ausblieb, der Thorin treffen sollte.
Doch, verdammt, der Drache war unheimlich schnell! Und die Hämmer verfehlten seinen Kopf und trafen ihn nur am Schwanz. Zwar lenkte das das Untier von seiner Beute ab, aber zu ihrem Entsetzen gewahrte Ailin, dass nun SIE in den Fokus des Feuerwurmes geriet. Zitternd klammerte sie sich noch immer an den Hebel, der den Mechanismus ausgelöst hatte. Vor lauter Angst kam sie nicht mal mehr auf die Idee, wegzulaufen.
Und so sah sie nur noch den peitschenden Schwanz des Drachen auf sich zuschnellen, ehe der Hieb des schuppenbewährten Schweifes sie traf und ihre Welt in Dunkelheit versank...

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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