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Spiel & Spaß » Das Mathom-Haus » Geist und Garten, Adorno und Wasserkanne, der Weg, die Wahrheit und das Leben: Philosondier-Thread

Keliope

Nebelläuferin

Re: Projektion & Gewalt [Re: Keliope]

In Bezug auf:
Das ist das Prinzip von Schule und Psychopharmaka.
Schüler können nicht stillsitzen? Stellen wir sie mit Ritalin ruhig, statt eine menschengerechte Unterrichtsform und -umgebung (ohne direkten oder indirekten Zwang!!), oder ansprechende, sinnvolle Inhalte zu finden, die den Bedürfnissen (verstanden zu werden, freie Entscheidungen treffen zu dürfen, bei gleichzeitigem emotionalen Rückhalt) eines jungen Menschen und seiner Neugier auf die Welt gerecht wird.


Wobei das Wort "Unterricht" ja an sich schon grausam ist. Es klingt nach "Du bist unter uns" und "wir werden dich richten (dich gerade biegen)".
Auch "Lehrform" scheint mir nicht gut genug.
Ein besseres Wort wäre vielleicht "Erfahrungsform".
Unsere Sprach-Werkzeuge sind noch sehr unvollkommen und unausgereift. Genau wie wir.

The rain goes on, on and on again
I'll blame it on the weather man

Geändert durch Keli (18.12.2016 10:25)

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Caddy

Gefährte

existentialcomics.com [Re: Keliope]




Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

E Caddy come corpo morto cade.
~ Dante Alighieri, Commedia
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Caddy

Gefährte

Re: existentialcomics.com [Re: Caddy]

Oh Mann, sind die doof.




Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

E Caddy come corpo morto cade.
~ Dante Alighieri, Commedia
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keh

Gefährte

Re: existentialcomics.com [Re: Caddy]



>> deluded feminist <<

There was a loop-hole in my dreaming, so I got out of it.

"People mutht be amuthed." (Dickens, Hard Times)

Know your paradoxes.
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Caddy

Gefährte

Re: Philosophie und Fußball [Re: keh]



Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

E Caddy come corpo morto cade.
~ Dante Alighieri, Commedia
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Pyr

Gefährte

Der Schrecken muss durch die Tugend herrschen [Re: Caddy]

Allerspätestens in der heutigen Welt bedarf es einer Form von Stärke, um disziplinlos sein zu können.

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
just stop and take a look.

(Sixto Rodriguez)


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Pyr

Gefährte

Eigentliches Element [Re: Pyr]

Die einzige Form von Modellen der Bewältigung, die legitim sein können, wäre die jener, welche nicht die Bewältigung des Lebens in der Welt, sondern die Bewältigung und Überwindung der Welt (zum Zwecke der Möglichkeit von Leben, die erst noch zu schaffen wäre*) zum Ziel haben. Ihre eigene Verstrickung mit der Welt, die sie überwinden wollen, mit bedacht, müssen sie notwendig nicht nur entschieden, sondern durch und durch negativ sein, und gerade eben nicht zurückhaltend und vorsichtig. Nicht dem eigenen Denken ist in defensiver Bescheidenheit eine illusionäre Grenze der Vorläufigkeit und Relativität zu ziehen, sondern es muss konsequent auch gegen sich selbst gedacht werden können. Nichts darf stehengelassen werden, oder die Kritik ist schon beim Teufel.

*In dieser Welt kann man nicht leben; wer anderes suggeriert, verrät sich und alle Anderen damit an die objektive Inhumanität.

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
just stop and take a look.

(Sixto Rodriguez)


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

Gefährte

Re: Eigentliches Element [Re: Pyr]

Modelle der Bewältigung des konkreten Lebens, meinst du? (also, Modelle der Bewältigung von konkreter Zumutung?)

Man liest nie mit dem Herzen gut.

Fake it while you can
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Pyr

Gefährte

Re: Eigentliches Element [Re: sphnix]

Japp.

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
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(Sixto Rodriguez)


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sphnix

Gefährte

greise Scheiße [Re: Pyr]

Milui schrieb:
Hm. Alter an sich kann ich mir schon vorstellen zu haben und auch zu ertragen, wenn auch in Maßen. Irgendwo jenseits der 80 wird glaub ich alles recht mühsam, aber sonst – ok. Die Chance, dass man körperlich nicht mehr das machen kann, was man will, steigt halt. Vor geistigem Verfall habe ich viel mehr Schiss und hoffe, dass es bis dahin Möglichkeiten gibt, dem auf die eine oder andere Weise zu entgehen. (Und bevor ich konservativ* werde, sollen mich alle bitte hauen und darauf hinweisen.)

* Dings. Angesichts hitze- und zeitbedingter Formulierungsschwäche.

Geht das mehr in die Richtung, von der du wissen willst?




Ja und nein. Ich glaube, es erstaunt mich immer, das Menschen diesen Gedanken erträglich finden. Aber es erstaunt mich ja generell, wie Menschen, die in ihrer Disposition in der Regel nicht weniger kaputt sind als ich, dennoch die Tatsache des Alters (und auch schon des Alterns) so vergleichsweise ruhig und gleichgültig hinnehmen. Ruhig und gleichgültig in dem Sinne, dass das für die meisten anderen Menschen etwas ist, das ihnen vielleicht in einer bestimmten Situation auffällt, und dann sind sie bedrückt oder melancholisch oder nostaligisch macht, das aber ihren Alltag, ihre Selbstwahrnehmung so wenig bestimmt. Und das, obwohl die meisten anderen Menschen mir nicht weniger von sich selbst distanziert erscheinen als ich mir.

Um nocheinmal auf die Vorstellung von sich selbst als Greisin mit Katzen etc zurückzukommen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dieses Alter zu haben. Ich finde den Gedanken, in einem sich zersetzenden, bröckeligen, anfälligen Körper gefangen zu sein, entsetzlich. Das geht bis dahin, dass ich manchmal schaudere, wenn ich wacklige alte Menschen in der UBahn usw. sehe. Nicht, weil ich von ihnen an sich abgestoßen wäre, sondern weil mich die Vorstellung, mich in ihrer Lage, in ihrem Körper- und Daseinsgefängnis zu befinden, entsetzt und anwidert. Ich assoziiere das sehr stark mit dem Gedanken: Sie ertragen das,sie lassen das mit sich machen, sie sind endgültig verloren, denn nun haben sie sich in das verwandelt, und können es nicht mehr rückgängig machen. Mir kam letztens der Gedanke, dass mein Ekel und Horror vor dieser Lage sehr wahrscheinlich die Metapher von etwas ist, das für mich sehr viel realer ist; das in die Zukunft gerückte Bild einer Entstellung, die in Wahrheit längst hinter mir liegt. Nur ist dieser Gedanke so abstrakt, dass er auf mein Empfinden praktisch nicht den geringsten Einfluss hat.

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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