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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III

DerDunkelgraue

Gefährte

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time



Kapitel I
Kapitel II

I. RPG Grundregeln:

- Vorlage sind die Filme. Wir müssen uns aber nicht streng daran halten, sondern können nach Bedarf abweichen
- Alles muss Tolkiens und Jacksons Canon entsprechen, also keine übernatürlichen Dinge ausdenken, die nicht zu Mittelerde passen
- Unsere Charas stehen immer an erster Stelle vor den Tolkien-Charakteren

II. Charaktere:

Ardagast der Dunkelbraune - Zauberer
Ailin - Zwergin
Finbar - Zwerg
Kára - Zwergin
Frótha - Zwergin
Padogas Tuk - Hobbit
Arika - Dunadan (weiblich)
Grimm - Mensch (männlich)
Arrin - Mensch (männlich)
Faron - Mensch (männlich)
Ascarion - Elb
Gilwen - Elbin

III. Plot:

"Und so geschah es eines Tages, dass 13 Zwerge und der Zauberer Gandalf vor Bilbos Tür standen und ihn mit in ein Abenteuer voller Elben, Orks, Trolle, Riesenspinnen und Drachen zogen. Doch unsere Geschichte beleuchtet die Ereignisse des kleinen Hobbits aus der Sicht anderer Charaktere, deren Interesse ebenfalls darin bestand den Erebor aufzusuchen und den Schatz zurück zu erobern. Geführt von Ardagast, einem anderen Zauberer, bildete sich eine weitere Gruppe, die mit in das Abenteuer hineingezogen wird..." - Damaris

IV. Tolkien-Charaktere:

Bain - Aerlinn
Bard - Aidean
Beorn - DerDunkelgraue
Bilbo - Aerlinn, Damaris
Dwalin - Melian
Elrond - DerDunkelgraue, Kayley
Fili - Aidean, RoisinDubh
Gandalf, Radagast, Saruman, Sauron - DerDunkelgraue
Kili - Kayley
Legolas - Damaris
Smaug - Melian, DerDunkelgraue
Thorin - Kayley
Thranduil - Elendorie

Der Herr der Ringe-RPG
Der Herr der Ringe-RPG - Diskussionen

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III [Re: DerDunkelgraue]

Fasziniert lauschte Padogas Ophelias Erzählungen. Ophelia ließ ein Bild von Isengar entstehen, das sich nahtlos in seine eigene Erinnerung an seinen Vater einpasste, aber doch eine so andere Seite zeigte, dass der Junge atemlos lauschte. Und er fragte sich, was er alles von seinem Vater nicht wusste. Hätte ihn jemand gefragt, welchen Beruf Isengar Took hatte, hätte er ohne zögern „Jäger“ geantwortet. Doch so wie Ophelia erzählte, wäre richtiger gewesen ihn „Vergangenheitssucher“ zu nennen. Es stimmte, Vater hatte von seinen Streifzügen immer interessante Dinge mitgebracht, die meist alt waren. Vieles hatte er nicht behalten sondern in den Stammsitz seiner Familie nach Tukland gebracht oder nach Michelbinge in das Mathomhaus. Doch Pado hatte immer gedacht, dies seien Zufallsfunde gewesen.

Geschichten erzählen konnte sein Vater wirklich gut. Aber Pado war von klein auf so daran gewöhnt gewesen, dass er kaum das Besondere an den Geschichten zu würdigen gewusst hatte. Doch nun verstand er auch, warum Isengar immer den Kontakt zu den Waldläufern gesucht hatte. Denn deren Geschichten waren noch um Längen faszinierender gewesen.

Pado wünschte sich, sein Vater hätte ihn auf seine große Fahrt mitgenommen. Aber vermutlich hatte er erst einmal gar keine große Fahrt vorgehabt. Denn zum Abschied hatte er Pado nur gesagt, er reise ans Meer zu den Grauen Anfurten.

Nach einiger Zeit verstummte Ophelia und sah den jungen Hobbit einen Moment lang schweigend an. Dann tätschelte sie ihm eine Hand und meinte halb mitleidig: „Padogas, ich weiß, es ist nicht viel, was ich dir sagen konnte. Aber dein Vater ist ein wirklich fähiger Mann. Auch wenn er schon lange unterwegs ist, heißt das eher, dass er faszinierende Dinge entdeckt hat…“

Pado nickte schweigend. Ophelia erhob sich: „Ich muss nun wirklich los. Grimm sagte mir, dass ihr gemeinsam mit noch ein paar anderen auf große Fahrt geht. Ich wünsche dir viel Glück dabei! Pass auf dich auf.“

„Danke, Ophelia. Du hast mir eine ganz neue Seite meines Vaters gezeigt. Ich kann ihm sicher nicht das Wasser reichen, aber ich werde mein Bestes versuchen. Wenn du mal wieder Julius schreibst, grüß‘ ihn von mir!“
Die Hobbitdame nickte und mit einem kleinen Winken verließ sie das „Pony“ und ließ einen nachdenklichen Hobbit zurück.

___________________________________________
Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III [Re: PadogasTook]

Kára begutachtete den Wagen. Die Vorderachse war gebrochen. Das würde teuer werden für den Gaukler.
"Sollen wir sie mitnehmen?" fragte sie Frótha unschlüssig. "Ich weiß nicht, ob es ratsam ist, sie hier einfach anzubinden."
Sie schaute die geplasterte Straße hinauf. Warum war der Besitzer der Stute nicht längst aufgetaucht? Ein Kutschpferd samt Karren musste für einen Gaukler ein Vermögen wert sein, er würde sie bestimmt suchen. Die Stute schien sich zu beruhigen. Sie senkte den großen Kopf und Kára streichelte ihr über die Stirn.
"Wo hast du deinen Besitzer gelassen, hm?"

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

~~~

"I belong with my brother!"

Geändert durch RoisinDubh (12.01.2016 21:18)

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III [Re: RoisinDubh]

"Also wenn, dann sollten wir auch den Karren mitnehmen, ich denke Arrin möchte gern beides wieder haben."
Kurz begutachtete Frótha das Ganze, es würde schon gehen.
"Also von da kam der Gaul her, ne?"
Die Zwergin deutete die Straße hinauf.
"Dann lass uns mal da lang gehen und schauen, ob wir irgendwas von dem Gaukler sehen, irgendwo ist er gewiss."




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III [Re: Aerlinn2]

Kára nickte und packte die Stute am Kopfstück. Das Tier ließ sich willig mitführen, immerhin etwas. Die beiden Zwerginnen folgten der Straße. An einer Ecke standen zwei ältere Frauen, von denen sie mit einer Mischung aus Skepsis und Neugier betrachtet wurden.
"Das is' der Gaul vom Feuerfinger!" rief die eine.
"Wie der geölte Blitz isser an uns vorbei", fügte die andere hinzu. "Dachte er bricht sich die Haxen!"
"Und von wo ist er gekommen, der Gaul?" fragte Kára ungeduldig.
Eine der Frauen zeigte mit dem Finger auf eine schmale Gasse, die von der Straße abzweigte.
"Schätze vom Marktplatz, da war er vorhin noch, hat mir die Kleine von nebenan erzählt. Was die wieder alleine auf der Straße zu suchen hatte, nein, nein, aber die Mutter war bestimmt anderweitig beschäftigt, war froh, die Göre aus'm Haus zu haben..."
Damit steckten die beiden Frauen die Köpfe zusammen und tuschelten. Die Zwerginnen beachteten sie nicht mehr.
Kára wechselte einen Blick mit Frótha.
"Dann nichts wie los zum Marktplatz."

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III [Re: RoisinDubh]

Das Pferd war also vom Marktplatz gekommen.
Frótha rief sich kurz den Platz ins Gedächtnis und dessen Zugänge. Die Zwergin hatte sich bereits soweit in der Stadt orientieren können, dass sie wusste, wie sie von dort schnell zum Gasthaus zurück kamen.
Ohne Kára zu antworten ging Frótha voraus, doch ehe sie am Marktplatz ankamen verlangsamte sie das Tempo, wer wusste, was dort war.
Und tatsächlich, sie konnte Stimmen hören und als ihr Blick auf die Stelle viel, wo vorhin noch die Bühne von Arrin gewesen war, wurde ihr Gesicht grimmig mit einem wütenden Unterton. Die drei Kerle, die es auf Finbar und Ailin abgesehen hatten, hatten sich doch tatsächlich an dem Gaukler zu schaffen gemacht. Arrin lag am Boden und sein Gesicht war Blut überströmt, so viel konnte sie erkennen und glücklicherweise schienen die drei Männer beschäftigt. Augenblicklich hatte Frótha ihre Streitaxt in der Hand und ohne sich zu Kára um zudrehen zischte sie: "Ich werd denen nochmal ordentlich die Leviten lesen müssen, anscheinend haben sie ihre Lektion vom Nachmittag immer noch nicht verstanden."
Die Mine der Zwergin wurde noch grimmiger.
"Hast du eine Waffe Kára, denn wenn du willst kannst du dich auch mal an denen probieren."
Es war ein doppelter Gewinn, wenn die junge Zwergin tatsächlich zur Waffe griff, denn so hatte Frótha nicht nur Unterstützung, sondern sie konnte ihre zukünftige Schülerin auch gleich besser einschätzen.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«

Geändert durch Aerlinn2 (12.01.2016 22:31)

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III [Re: Aerlinn2]

Kára wurde blass, als sie die drei Männer erkannte. Sie schluckte und zog langsam ihr Schwert. Kurz überlegte sie, ob es nicht schlauer war, Hilfe zu holen. Doch sie bezweifelte, dass sich in Bree viele Freiwillige finden würden, die einem Gaukler und zwei Zwergen zu Hilfe kommen würden.
"Ich folge dir", flüsterte sie. Sie würde Frótha nicht alleine lassen, doch vorangehen wollte sie auch nicht. Wenn sie Glück hatte, würde die erfahrene Zwergin bereits die ersten beiden erledigt haben, bevor der dritte überhaupt kapierte was los war.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III [Re: RoisinDubh]

Mit der Streitaxt fest in der Hand ging die Zwergin ein paar Schritte auf den Marktplatz gerade so weit, dass sie nicht entdeckt wurde. Dann noch einen Schritt mehr um ihre donnernde Stimme über den Platz hallen zu lassen.
"Lasst von dem Gaukler ab, oder ihr werdet es bereuen, dann lassen wir euch nicht so davon kommen wie heute Nachmittag!"
Langsam schritt sie dichter an den Lichtkegel heran, der von einer Fackel gerade so um die vier Menschen gebildet wurde. Geschickt hielt sie ihre Axt so, dass, sobald das Licht auf sie fiel, dieses bedrohlich reflektiert werden würde.
Die drei Männer hatten sie natürlich schon längst bemerkt, doch nur der in schwarz gekleidete Mann hatte sich ihr zugewandt, die anderen beiden schienen beschäftigt und ließen sich recht wenig ablenken. Unterschätzten sie Frótha etwa? Oder trauten sie ihrem Kumpanen einfach nur viel zu?
Arrin, der am Boden lag regte sich nicht. Frótha hoffte, dass das noch eine Weile so bleiben würde, denn so konnte sie sich im Kampf schön ausleben und musste nur auf Kára acht geben, die in einigem Abstand hinter ihr war.
Die Zwergin hatte noch gut in Erinnerung, wo sie dem dunkel gekleideten Mann verletzt hatte, Schwachstellen, die sie ausnutzen konnte. In dem Moment als sie in den Lichtkegel eintauchte hatte sie auch die Aufmerksamkeit der anderen beiden, jedoch standen die noch ein Stück weit von ihr weg, sodass ihr kraftvoller Hieb vollkommen konzentriert auf den Mann in schwarz ging. Anscheinend hatte dieser nicht mit solch einer Wucht gerechnet. Hatte er wirklich gedacht, das heute Nachmittag sei schon alles gewesen? Wenn ja, dann kannte er wohl keine Zwerge, was in dieser Gegen auch kein Wunder war. Mit seinen zwei Dolchen und mit einem Keuchen versuchte er den Hieb abzuwehren, jedoch recht ungelenk und mit der Spitze ihrer Axt riss sie den Stoff seiner Tunika auf und als sie ihre Axt wieder zu sich riss, sah sie einen kleinen roten Tropfen auf dem Metall. Ohne sich darauf weiter zu konzentrieren holte sie abermals auf und wanderte mit ihrem Blick die umliegenden Menschen kurz ab. Der Gnom war einen Schritt zurück gewichen, der Hüne jedoch einen Schritt dichter. Es konnte nur noch einen kurzen Moment dauern, dann war er bei Frótha, um sie mit seinen Fäusten anzugreifen, doch das durfte die Zwergin nicht zulassen. Solange ihre Axt in Bewegung blieb und der Kerl sie nicht umrundete war alles gut. Bereits im nächsten Moment sauste ihr Axt mit voller Wucht auf ihren Gegner zu und tatsächlich erwischte sie seinen Oberkörper, diesmal ein wenig mehr, sodass er stark zurück wich. Er hatte sie wirklich unterschätzt, ein Fehler, der der Zwergin sehr zu gute kam.
Aus dem Augenwinkel konnte sie Kára erkennen, die nun auch ins schwache Licht eingetaucht war. Sie versuchte sie anscheinend an dem Gnom. Eine Sorge weniger, stellte Frótha erleichtert fest. Doch dann versperrte ihr der Hüne die Sicht. Inständig hoffte sie, dass sie sich an ihm nicht die Zähne ausbeißen würde, denn so eine Art Gegner hatte sie noch nie gehabt. So riesig und dann nur mit den Fäusten bewaffnet. Er hatte lange Arme und fast eine längere Reichweite als die Zwergin mit ihrer Axt. Ohne nachzudenken holte sie aus und schlug zu. Viel zu verlieren hatte sie nicht, die einzige Priorität war die drei außer Gefecht zu setzten oder wenigstens zu vertreiben, damit sie Arrin von der Straße holen konnten.
Als die Axt auf den Kerl zuraste wurde sie abrupt gestoppt, der Mann hatte es geschafft sie zu fassen, wenn sie sich auch zeitgleich ein wenig in seinen Unterarm bohrte und dazu kam nun auch wieder der in schwarz gekleidete Mann an, zwar keuchend, aber doch mit beiden Dolchen in den Händen.
Ruckartig versuchte die Zwergin ihre Axt zu befreien, vergebens, also ließ sie sie los. Immer das tuen, womit der Gegner am wenigsten rechnet. Und sie griff an ihren Gürtel. Nur ein Wimpernschlag später hielt sie ihrerseits in jeder Hand eine Axt. Die eine ließ sie auf den Hünen zu sausen und traf seine Hand mit dem Nacken der Axt, sodass er die Streitaxt losließ. Während sie die andere abwehrend in Richtung Mann in schwarz hielt. Dann kam ein Schritt, den sie jahrelang geübt hatte, mit zwei Äxten zeitgleich kämpfen.
Sie machte einen Schritt, sodass sie zwischen den beiden stand, ein gefährlicher Schritt, denn so lieferte sie sich aus, wenn sie eine falsche Bewegung machte. Zeitgleich zog sie beide Äxte nach hinten und ruckartig nach vorn bis sie ihre Arme überschlug, so konnte sie ihre Gegner erst einmal auf Abstand bringen. Mit der rechten versuchte sie immer wieder den Großen zu erwischen, jedoch stand dies nicht im Vordergrund, denn sie wollte den schwarz gekleideten als erstes außer Gefecht setzen. Mit gezielten, schwungvollen Hieben versuchte sie ihn zu erwischen, immer und immer wieder, während ihr Kopf sich so bewegte, dass sie alles im Blick hatte. Immer wieder spürte sie, den Luftzug einer Faust an ihrem Kopf, doch sie war schneller. Nach nur wenigen Zügen musste der schwarz gekleidete einen Dolch fallen lassen und mit voller Wucht erfuhr er, was es hieß sich mit einer Zwergin anzulegen, denn ein tiefer Schnitt klaffte nicht nur in seiner Tunika, nein, das ging tief, sodass er nach hinten taumelte und sich seinen Wanst umklammerte. Eigentlich hatte Frótha niemanden tödlich verletzten wollen, doch hatte sie eine andere Wahl gehabt? Wenn sie überleben wollte wohl kaum.
Der Hüne hinter ihr schaffte es in dem kleinen Moment ihres Erfolges ihre Schulter zu erwischen. Eine Wucht, so groß wie sie selten gespürt hatte, ließ sie nach hinten weichen und erschrocken Luft holen. Der hatte gesessen. Die Zwergin hatte keine Zeit sich zu fassen, denn ihr wurde keine gelassen, sogleich ging es Schlag auf Schlag weiter und sie konnte nur zurück weichen. Der Kerl musste für seine Verhältnisse recht weit unten zielen, etwas, dass er nicht gewohnt war, das war ihm anzusehen. Noch einmal versuchte Frótha Luft zu holen, ehe sie sich zu Boden warf und über ihre nicht schmerzhafte Schulter eine Rolle machte, hin zu ihrer Streitaxt. Jene hob sie während des Aufstehens auf und war wieder sicher auf den Beinen.
"Sicher", sie musste ein Keuchen unterdrücken, "dass ihr das hier zu ende bringen wollt?" Abermals musste sie schwer atmen. "Ich glaube es ist besser für uns alle, wenn ihr geht und wir den Gaukler bekommen."
Als Antwort bekam die Zwergin nur einen Faustschlag in ihre Richtung. Nun gut, dann sei es so...
Mit der Streitaxt in der einen und einer der anderen Äxten in der anderen Hand stand sie nun also da, die dritte Axt lag am Boden. Dann warf sie die Axt in ihrer linken, hob die am Boden liegende auf und feuerte sie hinterher. Und tatsächlich, eine der beiden traf. Es hatte durchaus auch Vorteile einen massigen Gegner zu haben. Als sich der Hüne die Axt aus der Schulter zog kam ein Schwall Blut hervor und in dem geringen Licht konnte man sein Gesicht erkennen. Wut spiegelte sich darin wieder und ein Hauch Schmerz, doch vorrangig konnte die Zwergin nur die Verunstaltung durch Grimm erkennen, der Mensch hatte wahrlich gute Arbeit geleistet. Allerdings ließ sich der Kerl wohl nicht vom kämpfen abhalten, denn er ging tatsächlich wieder auf Frótha zu.




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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III [Re: Aerlinn2]

''Hier, nimm diesen Zettel und bestätigte, dass ich an den diversen Fixpunkten bin!'', erklärte Ardagast und drückte Domian eine weißes Blatt Papier in die Hand. ''Öh...in Ordnung?!'', entgegnete dieser und sah sich den handgeschriebenen Text etwas genauer an. ''Los gehts!'' Ardagast verschwand daraufhin in der Dunkelheit der Stadt. Domian stellte sich neugierig an's Fenster des Tabakladens von Ardagast und versuchte einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Er laß schließlich vor: ''Ardagast, der auf einem Baum sitzt und Ausschau hält. Mal sehen. Ah, da ist er ja'', stellte er fest und sah, wie der Zauberer aus einiger Distanz auf einer Weide saß und Ausschau hielt. ''Ardagast, der soeben das Schloss des Hauses aufgemacht hat. Hmm...Ah, da ist er ja'', sagte Domian und erkannte eine bräunliche Gestalt weiter unten vor jener Tür des Zielhauses. ''Verrückter Ardagast, der die Wachen ablenkt...wo ist der denn?'', fragte er sich verwirrt und versuchte sich genauer umzusehen. ''Ach, da ist er ja!'' Ardagast stand vor den beiden Männern der Stadtwache und packte einen kräftig am Kragen. ''WIE KANNST DU ES WAGEN???? ICH HABE FÜR DIESE STADT GEKÄMPFT!!!'', brüllte er auf den hilflosen Mann ein. ''Hey, lass ihn gefälligst runter!'', rief die andere Wache verzweifelt. Ardagast tat wie geheißen und packte stattdessen den anderen Mann und schüttelte diesen kräftig durch. ''Eine Handvoll Ardagasts, die mit einem ernsten Gesichtsausdruck in einem Boot sitzen und sich auf den Überfall vorbereiten'', laß Domian verwirrt vor und sah tatsächlich ein festgebundenes Boot, auf dem scheinbar Ardagast in mehrfacher Ausführung saß. Er schüttelte den Kopf, in der Hoffnung, dass er sich dies nur einbilden würde, doch die Ardagasts wurden nicht weniger. ''Hmm naja...von einem Ast herunterhängender Ardagast! Ja, da scheint einer zu sein'', murmelte er und sah den Zauberer an einem anderen Baum hängen. ''Ardagast, auf einem Adler, der dabei zusieht wie andere Ardagasts vom gleichen Adler herunterspringen!'' Domian musste genauer hinsehen und erkannte dann allerdings tatsächlich einen großen Adler, der über der Stadt anhielt und von dem mehrere Ardagasts herunter hüpften. ''Wie macht der das?'', fragte sich Domian nachdenklich. ''Super biegsamer Ostling-Ardagast, der von einem anderen Ardagast in einer Box vor das Haus geliefert wird, damit er von den Wachen in's Haus gefahren wird!'' Und tatsächlich konnte der junge Mann genau das einige Straßen weiter sehen. ''Ardagast, der nicht helfen kann, weil etwas schief gelaufen ist. Wo soll der denn sein?'' Doch tatsächlich, er konnte erkennen, dass ein Ardagast bewusstlos am Boden lag, weil er scheinbar zu viel Pfeifenkraut geraucht hatte. Die Pfeife mit einem Eimer Pfeifenkraut lag daneben. Einige Zeit später sah der junge Mann, wie zwei Dutzend Ardagasts aus jenem Haus heraustraten und einige Eimer voller Pfeifenkraut dabei hatten. ''Ich hätte es wissen müssen...'', seufzte Domian und legte den Zettel zur Seite.

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel III [Re: Aerlinn2]

Kára folgte Frótha, die mit sicherem Schritt und donnernder Stimme auf die Gruppe losging. Sie umklammerte ihr Schwert, so fest sie konnte, vergewisserte sich, dass ihr neues Messer griffbereit am Gürtel hing und holte tief Luft. Zwei der Männer schienen riesig, der dritte war ein ganzes Stück kleiner. Der Gnom, erinnerte sie sich sich. Ein Feigling, hatte Grimm gesagt.
In diesem Moment griff Frótha an. Der Mann in schwarz war ihr Ziel, doch der größte der Gruppe machte keine Anstalten, den Moment zu nutzen und zu fliehen. Als Kára näher kam fiel ihr Blick auf Arrin. Er rührte sich nicht und für einen Moment kam Kára der furchtbare Gedanke, dass er tot sein könnte.
Sie merkte nun, dass es eine Sache war, vom Tod eines unbekannten Stallburschen zu erfahren. Jemanden zu sehen, den man - wenn auch nur flüchtig - kannte, den man kurz vorher noch quicklebendig gesehen hatte, war etwas vollkommen anderes. Wut erfüllte sie und verstärkte sich, als der Gnom sich plötzlich von der Gruppe entfernte.
Feigling, und was für einer!
So schnell sie konnte rannte sie hinter ihm her. Anschleichen war sinnlos, bis dahin würde er längst weg sein. So nahm sie es in Kauf, dass er ihre Schritte hörte und sich umdrehte.
"Nicht so schnell!"
Mit erhobenen Schwert stürzte sie sich auf ihn, ohne wirklich zu wissen, was sie bezweckte. Verletzen? In Schach halten? Doch die Entscheidung wurde ihr abgenommen, als der kleine Mann blitzschnell einen kurzen Dolch zog. Er wich Káras Schwert in letzter Sekunde aus, doch seine Bewegung war schwerfällig. Er hielt den Dolch weit vor sich zur Verteidigung, anstatt anzugreifen.
"Was kümmert euch Zwerge ein scheiß Gaukler, hä?" Dann schien er sie zu erkennen. "Du Miststück, ich kenn' dich doch. Hättest es im Keller beenden sollen, was?"
Kára presste die Lippen aufeinander und konzentrierte sich auf den Gnom. Seine Worte durften sie nicht ablenken. Aus de Augenwinkeln nahm sie Frótha wahr, die gegen zwei Männer kämpfte. Sie war auf sich allein gestellt und Mahal sei ihr Zeuge, sie wollte den Gnom nicht noch einmal davon kommen lassen.
Unerwartet sprang ihr Gegner nach vorne, als sei er zu dem Entschluss gekommen, dass Angriff noch immer die beste Verteidigung war. Kára riss ihr Schwert hoch, um den Stoß abzuwehren. Die Klinge glitt ab, doch der Gnom war ihr nun gefährlich nah. Was sie an Vorteil durch das Schwert hatte, machte er durch pure Körpergröße und damit verbundene Armlänge wieder wett. Trotzdem holte sie aus. Ihr Schlag landete aber nicht, wie beabsichtigt, an seinem Dolch. Stattdessen streifte sie nur den Oberarm. Der Gnom schrie auf, seine Augen verengten sich im Schein der Fackel und sie konnte sehen, wie sich rasende Wut in ihm breitmachte. Er machte zwei schnelle Schritte und war vor ihr. Kára stolperte über einen losen Pflasterstein, versuchte verzweifelt, die Balance zu halten, doch vergeblich. Sie schlug hart auf dem Boden auf und sofort war der Gnom über ihr. Sie rollte sich zur Seite und versuchte, auf die Füße zu kommen. Sie schrie auf, als ein schwerer Stiefel ihr Handgelenk zu zerquetschen drohte.
"Lass los!" zischte der Gnom und verstärkte den Druck. Kára dachte an Ailins verletzte Hand, an Frótha, die sich auf sie verließ, und dann an das Messer, dass unter ihrer Tunika versteckt war. Langsam öffnete sie die Finger und ließ ihr Schwert los. Sie konnte sehen, wie der Blick des Gnoms starr auf ihre Hand und das Schwert gerichtet war, so dass sie versuchte, mit der linken Hand unauffällig an das Messer zu gelangen.
Doch bevor sie es erreichen konnte, krallte sich die Faust des Gnoms plötzlich um ihren rechten Oberarm. Brutal zog er sie hoch, so dass ihre Füße kurz den Kontakt zum Boden verloren und sie mit dem Oberkörper gegen ihn prallte. Für einen Moment weiteten sich die Augen des Gnoms vor Überraschung und sein Mund verzog sich zu einer hämischen Fratze.
"Sieh an. 'n Weib." Sein Dolch kam nah an ihren Hals. Sie hielt die Luft an, als fauliger Atem in ihre Nase stieg. "Sind Zwergenweiber immer so wild, hä?"
Er lachte dreckig. Kára wurde übel und sie wusste nicht, ob es der Gestank aus seinem Mund war oder die Worte, die er damit sprach.
"Dein Kumpel scheint beschäftigt", grinste der Gnom. "Wie wär's, wenn -"
Bevor er seinen Satz zuende sprechen konnte, stöhnte er auf. Káras Kniestoß hatte gesessen. Der Mann krümmte sich, ließ alles los, was er in den Händen hielt, und hielt sie sich stattdessen gegen den Unterleib. Er sackte auf die Knie. Als er den Kopf hob und die Zwergin mit schmerzverzerrtem Gesicht und mit Tränen in den Augen anfunkelte war es zu spät. Schnell hatte Kára seinen Dolch aufgehoben und hielt ihm ihn an die Kehle.
"Rühr dich nicht!" warnte sie ihn. "Wag es nicht, dich zu rühren, du Scheißkerl, oder ich schwöre bei Mahal, du verlierst 'was wertvolleres als einen Dolch."
Ihr Blick machte unmissverständlich klar, was sie meinte, und der Gnom wurde blass. Trotzdem - oder gerade deshalb - versuchte er plötzlich, sie mit einer schnellen Bewegung zu überraschen und auf die Beine zu kommen. Das Vorhaben wurde abrupt abgebrochen, als er mit Káras Stiefel Bekanntschaft machte. Das Geräusch, das ertönte, als die eisenverstärkte Stiefelspitze auf seinen Schädel traf, ließ Kára zusammenzucken. Der Kerl rührte sich nicht mehr.
Leicht zitternd schaute sie auf ihn herab.
"Wärst du mal schneller weggelaufen, du Mistkerl."
Sie spuckte ihm ins reglose Gesicht und wandte sich ab. Ihr Schwert lag nur wenige Schritte entfernt. Sie hob es auf und drehte sich um. Brauchte Frótha noch Hilfe?

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Geändert durch RoisinDubh (13.01.2016 12:26)

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