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Mittelerde & andere phantastische Welten » Kreativschmiede » Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige

Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Cersei IV

Wütend schritt Cersei in Begleitung ihrer Wachen unter dem Befehl von Osfryd Schwarzkessel über den dunklen Hof des Roten Bergfrieds. Joffrey hatte sich geweigert, mit ihr zu kommen. Mit viel Mühe war es ihr gelungen, ihn wenigstens zu überreden, nicht in der Nähe des belagerten Tores zu bleiben. Cersei konnte es auf den Tod nicht ausstehen, wenn ihr Sohn ihr widersprach, auch wenn er König war. Als Joffrey ihr entgegnet hatte, dass er kein "Muttersöhnchen" sei, und ihr herrisch geboten hatte, sich "wieder zu den anderen Weibern in Maegors Feste zu verkriechen", hatte sie sich sehr beherrschen müssen, um ihm keine Ohrfeige zu geben. Sie wusste, dass das alles nur noch schlimmer gemacht und die Autorität des jungen Königs vor seinen Männern schwer beschädigt hätte.

Nachdem Joffrey beschlossen hatte, mit dem Rest der Königsgarde zum Thronsaal zu gehen, hatte Cersei zähneknirschend den Rückweg zu Maegors Feste eingeschlagen. Der Junge entgleitet mir mehr und mehr, dachte sie verärgert, ohne mich zu fragen, gibt er Meryn Trant und Mandon Moor solche Befehle. Zwar billigte sie es in ihrem Herzen, dass das erbärmliche Starkmädchen und der verhasste Gnom beseitigt würden, doch solche Befehle sollten von ihr kommen und nicht von ihrem minderjährigen Sohn!

Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als Osfryd Schwarzkessel auf einmal schrie: "Euer Gnaden! Vorsicht! Feinde!" Die Soldaten zogen ihre Schwerter. Cersei duckte sich erschrocken. Vorsichtig schaute sie nach rechts und links und sah, dass von mehreren Seiten schwer bewaffnete Männer heranschritten. Es waren weder Lannister-Männer noch Goldröcke. Verflucht, wie sind Feinde in die Festung gekommen? Sie hörte, wie eine Stimme mit einem fremdartigen Akzent rief: "Ergebt euch, ihr seid umzingelt! Waffen fallen lassen und Hände hoch!"

Cersei erblickte das Wappen der Angreifer: Eine hohe Krone, sieben Sterne und ein weißer Baum. "Wir verteidigen Euch bis zum Tode, Euer Gnaden!", sagte Osfryd Schwarzkessel entschlossen. "Nein!", widersprach Cersei. "Lasst die Schwerter fallen!"

Die Wachen schauten entgeistert auf die Königin, doch sie befolgten ihren Befehl. "Wir ergeben uns!", rief Ser Osfryd den Fremden zu. Diese kamen herangeschritten und nahmen den Soldaten die Waffen ab. Cersei trat vor und sprach einen der Fremden an: "Ich bin die Königin Regentin und verlange, zu Eurem König Elessar geleitet zu werden."

"Ich bin König Elessar!", sagte eine gebieterische Stimme hinter ihr. Cersei wandte sich und sah einen großen, stattlichen Mann heranschreiten. Er trug eine Helmkrone, eine Rüstung und einen Schild mit dem fremden Wappen. In seiner rechten Hand hielt er ein großes Schwert. Seine grauen Augen schauten Cersei prüfend an. "Ihr seid also Cersei, die Blutschänderin und Ehebrecherin", stellte er angewidert fest.

Für einen Moment stockte Cersei der Atem, als Elessar sie derart grob anredete. Doch sie fasste sich schnell und sagte: "Euer Gnaden, Ihr seid von Lord Stannis und Ned Stark belogen worden! Ihr müsst die Wahrheit erfahren über…"

"Behaltet Eure Lügen für Euch!", fiel Elessar ihr ins Wort. "Für solchen Unsinn habe ich keine Zeit, denn ich habe ein Tor zu öffnen! Ich werde mich später mit Euch befassen!" Er gab seinen Männern in einer fremden Sprache Befehle. Zwei von ihnen packten Cersei unsanft.

"König Elessar!", rief sie verzweifelt. "Ihr müsst mich anhören! Stannis ist ein grausamer Thronräuber und Götzendiener! Er will meine Familie vernichten! Auch meine unschuldigen Kinder! Euer Gnaden, bitte!"

Der fremde König drehte sich kurz nach ihr um, doch dann wandte er sich wieder ab und ging fort. Die beiden Soldaten, die Cersei packten, führten sie weg.

"Was fällt euch ein?!", schrie sie empört. "Ich bin die Königin! Das könnt ihr nicht machen!" Doch die Männer erwiderten nichts, sondern zerrten sie zum Jungfrauengewölbe. "Hört mich an!", flehte sie, "mein Vater ist der reichste Mann in den sieben Königslanden! Was immer Stannis euch bezahlt, mein Vater zahlt viel mehr."

Die beiden Männer lachten nur, zerrten Cersei über zwei Treppen hinauf und drängten sie in ein dunkles Gemach und verließen sie. Sie hörte, wie sie die Tür verschlossen. "Öffnet die Tür und lasst mich hinaus!", schrie sie und schlug auf die Tür, doch niemand antwortete.

Cersei sank zu Boden. Wie sind diese Männer in den Roten Bergfried gelangt? Was haben sie mit mir vor? Wie kann ich sie auf meine Seite ziehen? Oh Götter, was werden sie Joffrey antun?

Nachdem sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah sie, dass sie sich in einem Gästezimmer mit einem Tisch, Stühlen und einem Bett befand. Cersei stand auf, trat ans Fenster und öffnete die Vorhänge. Sie hörte den Lärm des Kampfes, der am Tor im Nordwesten tobte, doch da das Fenster nach Südosten wies, konnte sie nichts davon sehen. Im Osten zeigte sich die erste Helligkeit des nahenden Morgens.

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Plötzlich war lautes Geschrei und das Tappen vieler Füße zu hören. Sie sind durchgebrochen, dachte Cersei. Das Tor ist gefallen. Mehrere Stimmen riefen laut: "ROSENGARTEN!" Cersei schnaubte verächtlich. Die Tyrells. Lord Renlys Leute. Verflucht sollen diese Verräter sein! Andererseits… vielleicht ist Renly eher bereit, uns am Leben zu lassen als der unerbittliche Stannis. Aber nein, er ist für meine Reize genauso unempfänglich…

Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als sich die Tür öffnete und Elessar eintrat. "Jetzt können wir reden, Mylady", sagte er kühl. "Wo ist Sansa Stark?" Er schloss die Tür.

Cersei trat vom Fenster weg und setzte sich auf einen der Stühle. "Euer Gnaden, es geziemt sich, eine Königin mit 'Euer Gnaden' anzusprechen", sagte sie stolz. "Was wollt Ihr mit dem Starkmädchen?"

Elessar blieb an der Tür stehen. "Eure Tage als Königin sind gezählt, Cersei. Noch heute wird ein neuer König den Eisernen Thron besteigen. Und ich möchte lediglich das Leben unschuldiger Kinder retten. Das gilt für Sansa Stark genauso wie für Euren Sohn Tommen."

"Ein neuer König", wiederholte Cersei verächtlich, "und wer wird das sein? Lord Stannis, Lord Renly oder Ihr? Außerdem habe ich außer Tommen noch zwei weitere unschuldige Kinder!"

"Ach, Ihr wisst es noch nicht!", stellte Elessar fest. "Es gab am Goldweg eine Schlacht zwischen Lord Renly und Eurem Vater. Lord Renly wurde dabei getötet, doch sein Heer war siegreich und seine Männer schlossen sich dem rechtmäßigen König Stannis an. Euer Vater ist in seine Heimat geflohen."

"WAS?", rief Cersei entsetzt und ihre Fassade von Stolz und Überheblichkeit stürzte ein. Sie sprang auf und ging vor Elessar in die Knie. "Bitte hört mich an, Euer Gnaden!", flehte sie. „Ihr seid von Anfang an von Stannis und Ned Stark belogen worden! Ich habe meinen Gemahl Robert geliebt und alle meine Kinder sind von ihm. Myrcella und Tommen sind nicht mehr in der Stadt, nur Joffrey. Er ist ein guter Junge, ein unschuldiger Knabe von vierzehn Jahren. Bitte, Ihr dürft nicht zulassen, dass Stannis ihm etwas antut!“

Sie schaute ihn ängstlich und bittend an, doch er schien ungerührt. "Wo ist Sansa Stark?", fragte er nochmals.

Cersei dachte mit Schrecken an den Befehl, den Joffrey an Meryn Trant erteilt hatte. "Sie ist in Maegors Feste, aber…"

"Was aber?", fragte Elessar ungeduldig.

"Mein Sohn hat einen Fehler gemacht", gestand Cersei. "Er wollte nicht, dass Sansa Stark lebend in die Hände unserer Feinde fällt und hat Meryn Trant befohlen…"

"Und Ihr nennt ihn einen 'guten Jungen'?", rief Elessar verärgert. Er drehte sich um, öffnete die Tür und gab seinen Männern lauthals Befehle. Mehrere Soldaten eilten davon.

Elessar schloss die Tür wieder und blickte finster auf Cersei. "Ich habe vorhin meine Hand in Maegors Feste geschickt", sagte er. "Und die Truppen der Tyrells sind auch auf dem Weg dorthin. Hofft, dass sie rechtzeitig kommen, um Sansa zu retten, denn ansonsten werde ICH Euren abscheulichen Bastard töten, bevor Stannis dazu kommt!"

"Bitte, Euer Gnaden!", flehte Cersei unter Tränen. "Mein Vater kann Euch viel mehr bezahlen als Stannis! Ihr…Ihr…Ihr könnt mich haben! Braucht Ihr denn nicht eine Königin?"

Elessar verzog angewidert das Gesicht. "Ich habe bereits eine Königin!", fuhr er sie an. "Und Ihr seid es nicht wert, ihr auch nur unter die Augen zu treten. Ihr seid das verlogenste und verkommenste Weib, das mir jemals begegnet ist…"

Er wurde unterbrochen, als es an der Tür klopfte. Elessar öffnete die Tür und ein Soldat verneigte sich vor ihm. Er sprach einige Worte in einer fremden Sprache, doch Cersei hörte die Namen "Stannis" und "Eddard". Elessar nickte und sagte: "Wiederhole das in der Gemeinen Zunge, Hauptmann Túrin!"

Der Hauptmann sagte darauf: "Euer Gnaden, ich melde: König Stannis ist im Roten Bergfried eingetroffen. Er hat Lord Eddard zum Turm der Hand geschickt und ist auf dem Weg zum Eisernen Thron."

Cersei stockte der Atem und ihr wurde schwindelig. Sie nahm kaum war, wie zwei von Elessars Männern sie hochzogen und wegführten.

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


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