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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Actors Club » Zuletzt gesehene Filme. Und warum sie gut sind, oder auch nicht.

Kirinki

Gefährte

Re: aus unserer Reihe "sphnixwissendem sphinx wird die Welt erklärt": [Re: sphnix]

sphnix schrieb:


Hmm, momentan komme ich ja mit DVDs aus, aber man weiß halt nicht, wie das in Zukunft sein wird.



Es ist nicht nur Netflix, die ihre Filme nicht mehr oder noch nie auf einer Disc herausgegeben haben, sondern es ist inzwischen bei kleineren Filmen auch bei Disney und Warner Brauch.
Disney hat sein Disney+ als Streaming-Dienst. Da ist viel zurückgehalten worden.

Außerdem sind bei Netflix nicht Roma oder The Irishman die Renner (die sind nur für Werbezwecke wichtig), sondern die nächste Liebesschnulze oder der neue Weihnachtsfilm. Ach ja und am allerwichtigsten sind natürlich die Endlosserien, denn damit hält man sich seine Abonnenten.

Geändert durch Kirinki (22.11.2019 21:50)

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Micah

Gefährte

Re: Zuletzt gesehene Filme. Und warum sie gut sind, oder auch nicht. [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Ich wohne glücklicherweise in einer Großstadt, das nächste Kino, in dem beispielsweise The Irishman läuft, ist gut zehn U-Bahn-Minuten von mir entfernt.


Ach, sowas wäre schön... Meine Großstadt liegt zwar vor meiner Haustür, ist aber wegen Verkehrschaos, mangelnden Parkplätzen bzw. hohen Parkgebühren und schweineteurem ÖPNV nur so aufwändig zu erreichen, dass sie genausogut 60 km weit weg sein könnte. Meine Kino-Anlaufstellen sind deswegen ganz woanders.

Caddy schrieb:
Die Großkonzerne mit ihren Endlos-Franchises nehmen unglaublich viel Raum ein, und in dieser Hinsicht hat sich Netflix bei Filmen bisher nicht verdächtig gemacht, im Gegenteil: Roma und The Irishman wären ohne Netflix nicht etwa mit mehr Kopien angelaufen, sondern überhaupt nicht gedreht worden, weil außer Netflix niemand bereit war, die Filme zu finanzieren. Dass Netflix sein Hauptaugenmerk auf Streaming legt, ist ärgerlich, aber bei den derzeitigen Marktgegebenheiten augenscheinlich die einzige Möglichkeit, die Filme überhaupt zu Gesicht zu bekommen.


Naja, kommt drauf an, wie weit man das Szenario denkt. In einer Welt ganz ohne Netflix (und Co.) würde all das Geld aus den Abos irgendwoanders hin fließen, und vielleicht hätte sich dann ja jemand gefunden, der diese Filme finanziert hätte. Und ich glaube auch nicht, dass Netflix noch lange so mit dem Geld um sich werfen kann, wie es das in den letzten Jahren getan hat. Da wird irgendwann auch sehr knallhart danach entschieden, was genug neue Abonnenten einbringt.

Dass es insgesamt zu viele Filme gibt und die sich alle gegenseitig verdrängen, da schließe ich mich Dir an. Aber es sind nicht nur die Franchises allein. Es ist auch der Fakt, dass durch die (erzwungene) 3D/2D-Parallelität ein Film mehrere Säle gleichzeitig belegt, auch wenn er insgesamt gar nicht so viele Zuschauer anzieht. Oder dass Disney und wahrscheinlich auch die anderen "Großen" die Kinos zwingen, ihre Filme 3 Wochen lang jeden Tag in allen verfügbaren Zeitschienen zu zeigen, auch wenn das sich für manche gar nicht lohnt und dann natürlich der Platz für andere Filme fehlt.

Und im Arthouse-Bereich bzw. bei den kleineren Filmen gibt es eben auch viel zu viele. Ich weiß gar nicht, wer sich das alles ansehen soll. Selbst wenn man täglich in 2 Filme gehen würde, würde man das Gesamt-Pensum in vielen Kalenderwochen nicht schaffen...

Caddy schrieb:
Einen Ausschluss von Kinoauswertungen scheint es vonseiten Netflix’ nicht zu geben, siehe Corydoras’ Anmerkung zu Roma. Vielmehr nehmen offenbar die Kinos aufgrund von Aversionen gegen Netflix die Filme gar nicht erst ins Programm auf oder schnell wieder heraus wegen siehe oben.


Das stimmt schon, aber die Aversionen kommen ja nicht von ungefähr. Schließlich treten die Streaming-Dienste ganz klar mit der Zielsetzung an, auf Dauer Kino zu vernichten. Da hätte ich auch keine Lust, deren Prestige-Verbesserungs-Produktionen auch noch zu zeigen.

Dass Netflix neben der Zweitverwertung von Kinofilmen und seinen eigenen Bulimie-Konsumprodukten auch künstlerische, bedeutsame Filme produziert, die ins Kino gehören - was ja eine ziemlich neue Entwicklung ist -, stürzt die Kinos wirklich in einen fiesen Zwiespalt, bei dem ich beide Seiten verstehen kann.

Dann darf man auch nicht vergessen, dass die Kinos nicht einfach einen beliebigen Film anfordern können, sondern es festgelegte Kopienzahlen gibt (obwohl das in digitalen Zeiten eigentlich Humbug ist!), die natürlich bei den großen Hits marktsättigend, bei Arthouse sehr knapp bemessen sind. Wenn dann ein Kino wegen Erfolgs verlängert, wie von Cory berichtet, kann ein anderes Kino den Film in dieser Woche nicht bringen, das ihn evtl. wollen würde.

Und Filme wie Roma und Irishman sind nun mal auch ziemlich spezielle Filme, die nur ein eher begrenztes Publikum anziehen und sich daher auch nicht so lohnen. Irishman lockt immerhin noch mit einem ziemlichen Starausgebot, schreckt aber wahrscheinlich aufgrund der Länge wieder etwas ab.

Richtig interessant wäre, wie sowohl Netflix als auch Kinos agieren würden, wenn es um einen richtigen Publikumsmagneten ginge.

Caddy schrieb:
Datenträger würden mich auch freuen, ich bezweifle aber sehr stark, dass das betriebswirtschaftlich sinnvoll wäre.


Man müsste ja nicht ein gigantisches Roll-Out mit Werbekampagne, Millionen von ausgelieferten Scheiben usw. machen. Eine Art Burn-on-Demand-Modell ginge ja auch.

Corydoras schrieb:
Aber ihr habt doch in Deutschland auch Programmkinos, oder?


Die meisten kleineren Kinos, die ich kenne, fahren ein Mischprogramm. Die haben z. B. eine kommunale Schiene, die Arthouse zeigt, und eine kommerzielle, wo dann eben Disney und Marvel läuft. Ggf. in einem 1-Saal-Kino drei Wochen lang immer nur derselbe Film, weil siehe oben...

Die großen Ketten spielen durchaus auch etwas kleinere Filme, aber selten "Hardcore-Arthouse". Und dann gibt's noch das ein oder andere mittelgroße Kino, das wirklich die ganze Bandbreite abzudecken versucht.

sphnix schrieb:
Blöde Frage, aber was muss man eigentlich tun, um Netflix zu benutzen, und wo drohen da unabsehbare mystische Gefahren für das nutzende Individuum?


, just for the record, ich habe kein Problem mit Netflix wegen unabsehbarer mystischer Gefahren.

Ich habe eine Aversion dagegen, weil es meinem geliebten Kino das Leben immer schwerer macht und es möglicherweise über kurz oder lang ganz vernichtet. Außerdem nervt mich der Hype und ich halte es mit seinem Abomodell für einen unfassbaren Lebenszeiträuber.

Ansonsten habe ich schlicht und einfach keine Zeit, ein Abo sinnvoll auszunutzen, deswegen lohnt es sich für mich nicht. Wenn mich mal eine Produktion mächtig interessieren würde, würde ich wahrscheinlich einen Monat buchen, das angucken, und das war's dann. Wobei es mich, wenn ich den Film/die Serie richtig toll fände, schon sehr ärgern würde, dass ich ihn/sie nicht ein Mal kaufen und dann immer wieder sehen kann, sondern jedes Mal, wenn ich ihn/sie wieder sehen möchte, erneut dafür bezahlen müsste. (Das würde mich übrigens genauso ärgern, wenn ein Film für immer und ewig nur im Kino liefe.)

Das ist natürlich egal, wenn man Netflix "eh hat" und seine Zeit mit jedem Mist totschlägt, aber diejenigen, denen es nur um ausgewählte, einzelne Produktionen geht, sind in diesem Modell die Gelackmeierten.

Kirinki schrieb:
Außerdem sind bei Netflix nicht Roma oder The Irishman die Renner (die sind nur für Werbezwecke wichtig), sondern die nächste Liebesschnulze oder der neue Weihnachtsfilm. Ach ja und am allerwichtigsten sind natürlich die Endlosserien, denn damit hält man sich seine Abonnenten.


Ja, wie ich sagte, Bulimie-Konsumprodukte. Anschauen, vergessen, das nächste gucken...

Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, was Netflix speziell mit Roma wollte (Irishman ist wie gesagt wegen der Stars etwas anders gelagert). Bestenfalls haben da ein paar Kunstfilm-Fans für einen Monat ein Abo abgeschlossen, um ihn mal sehen zu können. Angesichts des sonstigen Angebotes dürfte der Anteil von diesem Publikum, der dauerhaft hängengeblieben ist, gegen Null tendieren...

Prestige-Verbesserung dürfte noch eine Rolle spielen, aber wenn man das durchschaut, findet man Netflix deswegen auch nicht unbedingt besser.

Micah
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Caddy

Gefährte

Re: Zuletzt gesehene Filme. Und warum sie gut sind, oder auch nicht. [Re: Micah]

Klingt doch alles in allem recht positiv und zuversichtlich.

SPOILER
Meinerseits gibt es da keine Einwände.


Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

E Caddy come corpo morto cade.
~ Dante Alighieri, Commedia
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Sarwen

Gefährte

Re: Zuletzt gesehene Filme. Und warum sie gut sind, oder auch nicht. [Re: Caddy]

Die Schöne und das Biest: Weihnachtspecial
Eine Geschichte über das 1.Weihnachten mit Belle,erzählt von Madame Pottin.
Belle will im Schloss ein Weihnachtsfest, organisieren.
Um das Biest zu überraschen, doch der Hofmusiker in einer Orgel verwandelt will es verhindern.
Und so komponiert er ein Stück, um den Fluch zu erhalten.
Es geht in diesem Film, turbulent her,als Fan musste ich den Film anschauen.

Nin o Chithaeglir,lasto beth daer:
Rimmo nin Bruigen dan in Ulaer!
Nin o Chithaeglir,lasto bethe daer:
Rimmo nin Bruinen dan in Ulaer! ~ Arwen
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Sarwen

Gefährte

Re: Zuletzt gesehene Filme. Und warum sie gut sind, oder auch nicht. [Re: Sarwen]

Robin Hood
Viel Action und kaum eine Atempause, geht es im neuen Abenteuer von Robin Hood.
Der Kleidungsstil passte überhaupt nicht,zu dieser Zeit.
Die Menschen trugen Jacken und einfache Kleider, aus unserer Zeit.
Auch feierten sie wie in den 20er Jahre, als Robin und John mit einer Kutsche flohen,ritt Robin mit einem Pferd die Treppe hoch.
Und gallopiert mit dem Pferd einfach mal so lächerlich über die Dächer.
Also am meisten,haben mir die Kostüme gestört.
Entsprachen nicht den mittelalterliche Kleidungsstil.

Nin o Chithaeglir,lasto beth daer:
Rimmo nin Bruigen dan in Ulaer!
Nin o Chithaeglir,lasto bethe daer:
Rimmo nin Bruinen dan in Ulaer! ~ Arwen

Geändert durch Sarwen (26.11.2019 22:46)

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Corydoras

Gefährte

Re: Zuletzt gesehene Filme. Und warum sie gut sind, oder auch nicht. [Re: Sarwen]

The Good Liar

Der neue Film mit Ian McKellen. Gemeinsam mit Helen Mirren spielen die beiden hier einen vorzüglichen Thriller. Zu viel verraten kann ich nicht, weil der Film von den Überraschungseffekten lebt. Am Anfang dachte ich noch, dass das ein gemütlicher Alte-Leute-Film wird und ich war schon recht gelangweilt. Dann aber passiert der erste Plot Twist und ab da nimmt der Film gehörig an Fahrt auf.

Wer Gandalf auch mal als bösen Buben sehen möchte, dem sei das hier dringend ans Herz gelegt!

___________________________________


Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too?

Heirs of Durin

Geändert durch Corydoras (26.11.2019 23:23)

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Pyr

Gefährte

Re: Zuletzt gesehene Filme. Und warum sie gut sind, oder auch nicht. [Re: Corydoras]

Corydoras schrieb:
Pyr schrieb:

Ernstgemeinte Frage: Für wen ist/wäre/könnte sein diese Information interessant?



Für Leute, die gerne gezielt Filme bestimmmter Schauspieler anschauen.
Für Leute, denen generell der Cast wichtig ist, sei es weil sie bekannte Namen (hat der Film nicht) oder lieber unverbrauchte Gesichter (dafür isser super) bevorzugen.
Für Leute, die lesen, dass der Film größtenteils von Dänen produziert wurden, um ihnen die Info zu geben, dass der FIlm eh einen internationalen Cast hat und damit auf englisch ist.

Keine Ahnung, ich rate nur, weil ich mir dazu keine Gedanken gemacht habe.
Ich persönlich wähle Filme sehr stark entweder nach Thema/Plot oder tatsächlich nach Schauspielern aus. Andere wählen nach Regisseur, nach Produktionsland, nach Genre, keine Ahnung... Ich gebe nur Infos.



Sagen wir so, ein Film ist ja ein Ganzes, bzw. ein Gebilde, welches sich idealiter zu einem Ganzen rundet. Insofern fände ich es verständlicher, Filme nach Regisseuren, Drehbuchschreibern oder Produzenten auszuwählen, oder nach Buch-, Theater- oder Filmvorlagen, alldieweil mir diese als aussagekräftiger in Bezug auf das erscheinen, was ich vom Film voraussichtlich zu erwarten habe.
Schauspieler finde ich denn auch ziemlich uninteressant, da ich während des Films ja die dargestellte Rolle und wie sie angelegt ist betrachten möchte, im Weiteren dann das Verhältnis von Rolle und Darstellungsweise, also eher die konkrete Schauspielerei als den Schauspieler. Wenn letzterer sein Handwerk beherrscht, spielt er je nach Film unterschiedlich, eben so, wie es der Film als Ganzes erfordert. Allenfalls das Wissen, dass ein bestimmter Schauspieler dazu sehr gut oder sehr schlecht in der Lage ist, würde dann ein Anlass sein, einen Film im Voraus (weniger) lohnend zu finden; aber, wie gesagt: Die Performance eines einzigen Schauspielers macht noch keinen ganzen Film.
(Zugegeben, gerade bei deutschen Filmen, oder besser: beim Deutschen Film kann man normalerweise bereits an den Namen der Darsteller erkennen, dass es sich um einen solchen handelt. Aber selbst da gibt es gelegentlich Überraschungen, wenn auch meist nur milde.)

Corydoras schrieb:
mohrchen schrieb:
Wenn du dir keine Gedanken dazu gemacht hast, warum postest du den Satz dann?



Ich habe mir keine Gedanken dazu gemacht, warum ich plötzlich eine Rechtfertigung dafür brauche, in einer Filmrezension zu erwähnen, welche Schauspieler in welchen Filmen mitspielen.



Von Rechtfertigungsdruck sollte eigentlich keine Rede sein können, da ich ja keine Strafen verhängen kann oder möchte. Ich konnte es mir nur nicht sinnvoll erklären und war neugierig. Ich halte die Information über beteiligte Schauspieler als Indikator dafür, ob ein Film als Film wohl gelungen sein mag, nach wie vor nicht für besonders gewichtig; siehe meine Ausführungen oben. Für Menschen, die daneben aber ein Interesse an bestimmten Schauspielern haben, mag sie durchaus verwendbar sein; zu diesen zähle ich nicht.

Corydoras schrieb:
Mich irritiert die Fixierung auf diese Info ein wenig. Sowas schreib ich doch nicht zum ersten Mal.



Gerade deswegen interessiert es mich ja als Phänomen. Wobei ich den Begriff "Fixierung" bei einer einzelnen Frage mit gerademal zwei daran beteiligten Usern für etwas übertrieben halte.

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
just stop and take a look.

(Sixto Rodriguez)


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Pyr

Gefährte

Re: Zuletzt gesehene Filme. Und warum sie gut sind, oder auch nicht. [Re: Micah]

Micah schrieb:
Caddy schrieb:
Das Argument verstehe ich nicht.


Vielleicht hilft es, wenn Du es Dir mit einer gehörigen Portion Sarkasmus gewürzt vorstellst?

Natürlich ist mir klar, warum die Streamingdienste die weitestgehende Exklusivität verfolgen: Sie wollen zusätzliche Abonnenten haben, und davon entgingen ihnen ein paar, wenn man ihre Produktionen auch anderweitig sehen könnte.

Dabei sollte ein gutes Geschäftsmodell eigentlich auch ohne solche Ausschlussmaßnahmen funktionieren. Warum nicht den Leuten, die Filme lieber im Kino sehen und/oder sie sich gerne auf Datenträger ins Regal stellen, auch etwas anbieten? Man könnte doch sogar zusätzlich daran verdienen...

Micah



Jenun, der Gedanke von "guten Geschäftsmodellen", welche "auch so funktionieren sollten" stellt gegenüber der tatsächlichen Funktionsweise des Kapitalismus, insbesondere unter seinen derzeitigen Bedingungen, eine ziemliche Idealisierung dar, auf mehr als einer Ebene. Der Zwang zur Konkurrenz am Markt ist ein unerbittlicher und totaler; letztlich muss jedes Unternehmen als "Anbieter" seines/r Produkte(s) ein Monopol anstreben. Wie nun das Verhältnis von Kosten/Gewinnerwartungen für einzelne Konzerne in der Frage Streaming vs. DVD-Veröffentlichung aussieht, weiß ich nicht, könnte mir aber vorstellen, dass der DVD-Markt kein Wachstum mehr verspricht bzw. schon lange schrumpft. Schon vor den Streaming-Diensten gab es ja das Problem von Raubkopien, welche das Produkt an den Unternehmen vorbei an den Verbraucher gebracht haben und die Verkäufe und damit den Gewinn gemindert haben. Streaming reagiert ja zum einen auf diese "Sicherheitslücke", zum anderen erlaubt es die "Ausschaltung der Mittelsmänner", welche vorher ebenfalls an dem Produkt verdient (und damit den Gesamtgewinn daran, aus sicht der produzierenden Unternehmen, geschmälert) haben.
[Ich belasse es an dieser Stelle erst einmal dabei; das Thema wäre komplexer und anspruchsvoller zu behandeln, und so besonders firm bin ich in solchen Sachen bislang auch nicht.]

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Corydoras

Gefährte

Re: Zuletzt gesehene Filme. Und warum sie gut sind, oder auch nicht. [Re: Pyr]

Pyr schrieb:
also eher die konkrete Schauspielerei als den Schauspieler.



Es gibt ja auch tatsächlich eine Reihe an Schauspielern, die ich wegen ihres Schauspiels gerne sehe (und andere, deren Schauspiel ich so gar nicht mag und daher eher vermeide).

Natürlich - und das bestreite ich gar nicht - gibt es auch welche, die mir optisch gefallen.

Und dann gibt es noch so Sonderfälle wie Dwayne Johnson, wo ich weiß, dass der herrlich absurdes Schrottkino macht, und alleine seine Beteiligung ein Garant dafür ist, dass ich mich königlich amüsieren werde.

Dennoch ist und bleibt mein Hauptgrund einen Film zu sehen, weil er mich thematisch interessiert. Früher habe ich immer gesagt mir sind Regisseure egal und ich kannte auch (bis auf die ganz großen halt) überhaupt keine Namen. Mittlerweile aber hab ich festgestellt, dass es sehr wohl Regisseure gibt, deren Machwerk mich anspricht. Man lernt dazu.

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Heirs of Durin
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JulianRusch

Gefährte

Re: Zuletzt gesehene Filme. Und warum sie gut sind, oder auch nicht. [Re: Corydoras]

Joker:

Hat mir ganz gut gefallen, obwohl etwas weniger vielleicht manchmal etwas mehr gewesen wäre. So hätte es einen kurzen Einblick in Arthurs Kindheit für mich eigentlich nicht gebraucht um seinen Wahnsinn erklären zu wollen, denn gerade dies erzeugt bei mir den Eindruck von Stammtisch-Psychologie. Glücklicherweise wird dies nur kurz angeschnitten und ist ignorierbar. Abgesehen davon ist es absolut faszinierend Joaquin Phoenix zuzuschauen, vorallem wenn man sich vor Augen führt dass manche seiner Szenen wohl komplett improvisiert waren und das Filmteam garnicht wusste was er als nächstes macht. Einer Figur die schon so oft in verschiedenen Variationen verkörpert wurde, allein in der jüngeren Vergangenheit schon zwei Mal, etwas komplett eigenes zu geben ist eine Glanzleistung. Hut ab.

4 von 5 Punkten

The Irishman:

Als großer Fan von Martin Scorsese war dieser Film natürlich Pflicht, vorallem bei der Besetzung. Das Verbrecherdarsein wird hier gnadenlos deromantisiert. Die meisten Mitglieder der Mafia werden nicht alt, werden Opfer von Gewaltverbrechen und große Villen oder Ähnliches sucht man hier vergebens. Die Morde sind kurz, manchmal fast schon beiläufig, aber nichtsdestotrotz brutal inszeniert, ohne dabei jedoch Effekthascherei zu betreiben. Die Effekte sind im übrigen sehr gut. Wenn man nicht speziell darauf achtet ist es kaum erkennbar dass die Darsteller nun digital verjüngt wurden. Zumindest für mich war der Film trotz der langen Laufzeit erstaunlich kurzweilig. Das Ende hat sich vielleicht etwas gezogen, allerdings war dies für den Film auch notwendig und konsequent. Insgesamt erneut ein Höhepunkt im Schaffen des Regisseurs.

5 von 5 Punkten

Jumanji: Willkommen im Dschungel:

Bin ja eigentlich kein großer Fan von Dwayne Johnson, aber hab trotzdem mal reingeschaut. Eigentlich ist der Film alles andere als gut (kein Vergleich zum Original) und die Effekte sind für heutige Verhältnisse nahezu grauenhaft (quasi wie im Original), aber irgendwie hab ich mich ganz gut unterhalten gefühlt. Liegt womöglich daran dass ich mit Videospielen aufgewachsen bin und ich mehrere Szenen dadurch sehr amüsant fand. Ich kann den Film zwar nicht empfehlen, fand ihn aber dennoch ganz ok.

3 von 5 Punkten
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