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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Buchbesprechung Harry Potter, Band 7

athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: Eiliane]

Stimmt, scheinbar gibt es im Buch keinen Hinweis darauf, dass Percival Dumbledore die drei Muggel getötet hat, die seine Tochter angegriffen haben, da ist nur von einem brutalen Angriff die Rede; kann sein, dass der Film da irreführt, in dem Tante Muriel davon spricht, dass er diese Muggel getötet hätte (was natürlich auch nicht stimmen muss, wenn ausgerechnet Muriel es sagt).

Tatsache ist dass wir nie genau erfahren, was die drei Muggel eigentlich genau mit der sechsjährigen Ariana angestellt haben; wenn das sehr heftig war, ist es natürlich schon möglich dass dadurch eine dauerhafte Traumatisierung erfolgt ist, und bis zum Prozess ihres Vaters (der, wie du schon vermutet hast, wahrscheinlich binnen weniger Wochen stattgefunden hat) könnte ein solcher Dauerschaden je nachdem schon erkennbar gewesen sein.

Was die Dinge für Ariana zweifellos besonders schwierig gemacht hat ist natürlich die Erfahrung dass ihr Vater wegen dieser Sache eingesperrt wurde. Es kann schon sein dass sie deshalb starke Schuldgefühle hatte und besonders heftig versucht hat gegen ihre magische Begabung anzukämpfen. Und dass ihre Mutter in dieser Situation eine große Hilfe für sie war bezweifle ich. Erstens deshalb, weil die Verurteilung ihres Mannes und alle damit verbundenen Probleme, sowohl emotionaler als auch praktischer Art, sie natürlich auch sehr belastet haben dürften. Und zweitens weil Kendra Dumbledore nach allem was wir hören wohl eher ein strenger und distanzierter Typ war und es sehr wichtig nahm die Fassade der Familie nach außen hin aufrecht zu erhalten, notfalls auch zu Lasten Arianas. Aberforth deutet ja später einmal an, dass Ariana in irgendeiner Weise schuld am Tod ihrer Mutter ist, sie hat die Mutter offenbar in einem ihrer magischen Anfälle angegriffen. Ariana muss sehr isoliert gewesen sein, und dass sie für Albus ein "Klotz am Bein" war dürfte sie sehr wohl begriffen haben. Offenbar war Aberforth der einzige Mensch der positiv mit ihr umgehen konnte.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: athameg]

Nachdem Percival Dumbledore verurteilt wurde zog Kendra mit ihren Kindern nach Godric´s Hollow. Dort versuchte sie die Existenz ihrer Tochter soweit wie möglich geheim zu halten. Sie vermied den Kontakt mit Nachbarn, gab sich hochnäsig und unfreundlich damit sie gemieden wurde und niemand erfahren konnte, was ihrer Tochter Ariana fehlte. Wurden Kendra, Albus oder Aberforth gefragt sagten sie immer nur, dass Ariana eine zu zarte Gesundheit hatte.
Kendra Dumbledore führte ein einsames Leben um sich allein um ihre Tochter zu kümmern. Kendra nahm das auf sich, damit ihrer Tochter ein Leben auf einer Langzeitstation im St.-Mungo erspart blieb. Denn wenn das Ministerium erfahren hätte, dass Ariana immer wieder unkontrollierbare Magieausbrüche hatte, wäre sie dort eingesperrt worden. Man hätte in ihr eine ernste Bedrohung für das Internationale Geheimhaltungsabkommen gesehen.

Mit vierzehn hatte Ariana dann wieder einen ihrer Anfälle und dieser Magieausbruch war so heftig, dass Kendra starb.
Kendra Dumbledore war sicher eine gute und liebevolle Mutter für Ariana. Kendras Leben wäre sehr viel einfacher gewesen, wenn sie ihre Tochter aufgegeben und nach St.-Mungo gebracht hätte.
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 7 [Re: Eiliane]

Ich habe gerade noch mal nachgelesen, was ich über Kendra Dumbledore geschrieben habe, und das klingt tatsächlich negativer als es beabsichtigt war. Irgendwo gibt es eine Personenbeschreibung von ihr, die sich auf ein Familienfoto in Rita Skeeters Dumbledore-Biographie bezieht, und optisch scheint sie wohl schon ein eher strenger Typ gewesen zu sein. Und dass sie sich nach dem Umzug nach Godric's Hollow so abweisend verhalten musste ist logisch, schließlich gab es Dinge die sie zu verbergen hatte. aber man muss zugeben, dass sie sich ihrer Tochter gegenüber absolut fair verhalten hat; sie hat versucht Ariana zu schützen so gut sie es ihrer Meinung nach konnte, auch wenn das natürlich auch hieß das Mädchen einzusperren und zu isolieren. Einfach war das für sie sicher nicht. Es stimmt schon, sie hätte ein bequemeres Leben haben können, wenn sie es zugelassen hätte dass Ariana in St. Mungo's weggesperrt wird.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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