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Mittelerde & andere phantastische Welten » Kreativschmiede » Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige

Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Cersei III

"Mehr Wein!", befahl Cersei, während sie ihr Essen im Ballsaal einnahm. Ein Page kam und goss ihr einen fruchtigen und edlen Goldenen vom Arbor ein. Cersei nahm einen kräftigen Schluck und blickte dann verächtlich auf die versammelte Gesellschaft. Die meisten Anwesenden waren hochwohlgeborene Damen, die um ihre in die Schlacht gezogenen Ehemänner, Verlobten, Väter, Söhne und Brüder zitterten. Als ein Mädchen, das mit einem von Lancels Ritter verlobt war zu weinen anfing, beauftragte Cersei Maester Frenken, sie mit einem Becher Traumwein zu Bett zu bringen.

"Tränen", sagte Cersei verächtlich zu Sansa Stark, während die Verlobte des Ritters hinausgeführt wurde. "Die Waffe einer Frau, nannte sie meine Mutter immer. Die Waffe eines Mannes ist dagegen das Schwert. Ich würde mich jetzt lieber Schwertern stellen, als hier herumzusitzen und vorgeben zu müssen, ich würde die Gesellschaft dieser verängstigten Hühner genießen."

"Aber Ihr habt sie doch selbst hergebeten, Euer Gnaden", wunderte sich Sansa.

"Gewisse Dinge werden von einer Königin erwartet. Die Hennen sind wertlos, aber ihre Hähne sind aus dem einen oder anderen Grund wichtig, und einige von ihnen werden die Schlacht wohl überleben. Falls mein verkrüppelter Zwerg von einem Bruder es irgendwie schafft, zu gewinnen, werden sie ihren Gatten und Vätern berichten, dass ich ihnen Schutz gewährt habe und wie mutig ich war."

"Und wenn die Burg fällt?"

"Das würde dir so passen, nicht?", giftete Cersei. "Wenn Maegors Feste fällt, bevor Stannis oder dein Vater hier sind, werden meine Gäste wohl die eine oder andere Vergewaltigung ertragen müssen. Sollte Stannis rechtzeitig hier sein, wird er dies verhindern. Der ach so tugendhafte Lord von Drachenstein verachtet Vergewaltiger genauso wie Huren, weil er für weibliche Reize unempfänglich ist." Sie nippte an ihrem Wein. "Einen anderen Eroberer könnte ich wohl verführen. Aber Stannis Baratheon? Ich hätte mehr Chancen, die Begierde seines Hengstes zu erregen." Sansa schaute die Königin entsetzt an.

"Habe ich Euch schockiert, Mylady?", spottete Cersei. Sie beugte sich zu dem Stark-Mädchen vor. "Du kleine Närrin. Tränen sind nicht die einzige Waffe einer Frau. Du hast noch eine zwischen deinen Beinen, und du solltest besser lernen, sie zu benutzen. Männer benutzen auch gerne ihre Schwerter. Beide Arten von Schwertern."

Ehe Sansa etwas antworten konnte, öffnete sich die Tür und Lancel trat ein. Er machte einen gehetzten und bestürzten Eindruck, als er zu Cersei trat. "Euer Gnaden", stammelte er. "Unsere Flotte ist vernichtet. Stannis hat durch das Seefeuer zwar Verluste erlitten, aber Alester Florent und seine Männer haben sich ihm angeschlossen. Sie sind auf dem Turnierplatz gelandet und weitere setzen am Hafen über. Das Schlammtor wird angegriffen, und sie haben einen Rammbock am Königstor in Stellung gebracht. Lord Tyrion ist hinausgeritten, um sie zu vertreiben."

"Da werden sie es aber mit der Angst zu tun bekommen", sagte Cersei trocken, bevor ihr ein schrecklicher Gedanke kam. "Er hat doch nicht etwa Joff mitgenommen?"

"Nein, der König ist mit Ser Meryn Trant und Ser Osmund Schwarzkessel bei den drei Huren, um das Schlammtor gegen Stannis' Angriff zu verteidigen."

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Cersei war entsetzt. "Was für eine Torheit! Sage Ser Meryn und Ser Osmund, dass das zu gefährlich ist. Holt den König zurück in die Burg!"

"Lord Tyrion hat gesagt…"

"Nur was ich sage, hat dich zu kümmern!", fuhr Cersei ihren Vetter an. "Ser Meryn und Ser Osmund werden tun, was ich befehle, sonst sorge ich dafür, dass sie den nächsten Ausfall anführen. Warte, noch einen Moment: Hast du auch Neuigkeiten vom Heer des Söldnerkönigs?"

"Seine Männer versammeln sich vor dem Eisentor, dem Drachentor und dem Alten Tor, aber sie greifen immer noch nicht an." Lancel verneigte sich kurz, dann eilte er wieder davon.

Cersei dachte über das nach, was ihr Vetter berichtet hatte. Dieser sogenannte König Elessar lässt Stannis' Männer bluten, während er selbst noch abwartet. Stimmt es etwa, was Varys mutmaßt? Dass er und nicht Stannis der eigentliche Anführer dieser Rebellion ist? Cersei lächelte böse. Vielleicht kann ich ja doch noch die Waffe zwischen meinen Beinen einsetzen, denn dieser Elessar ist Frauen gegenüber hoffentlich nicht so abgeneigt wie Stannis.

Sie trank den Wein aus. Ein Page wollte ihr nachfüllen, doch sie lehnte ab. "Keinen Wein mehr. Ich muss bei klarem Verstand bleiben."

Das Essen wurde abgetragen und viele Gäste baten um die Erlaubnis, in die Septe zu gehen. Cersei gewährte es ihnen nur allzu gerne, zumal auch Lady Tanda und ihre Töchter aus dem Saal gingen. Ein Sänger kam herein und trug einige schöne und traurige Lieder vor. Einige der Frauen begannen zu weinen, auch das Stark-Mädchen hatte Tränen in den Augen.

"Weinst schon Freudentränen?", fragte Cersei. "Du meinst wohl, du hättest Grund dazu, da Stannis die Schlacht gewinnt?"

Sansa errötete. "Was? Nein, selbstverständlich nicht, Euer Gnaden!"

"Ach, verschone mich mit deiner leeren Höflichkeit. Die Dinge müssen schon sehr verzweifelt stehen, wenn sie schon den Zwerg schicken, um einen Ausfall anzuführen. Du kannst deine Maske also ablegen. Ich weiß Bescheid über deinen kleinen Verrat im Götterhain."

"Im Götterhain?" Sansa errötete noch mehr und senkte den Blick. "Ich habe keinen Verrat begangen. Im Götterhain habe ich nur gebetet."

"Für deinen Vater und deinen Bruder! Warum solltest du sonst ihre Götter aufsuchen? Du hast für unsere Niederlage gebetet. Das ist Verrat!"

"Ich habe für Joffrey gebetet", beharrte Sansa nervös.

"Weil er dich so liebevoll behandelt?", fragte Cersei spöttisch angesichts dieser leicht durchschaubaren Lüge. "Oder weil er befohlen hat, dich zu töten, falls die Schlacht verloren geht? Die Starks werden jedenfalls am Fall des Hauses Lannister keine Freude haben. Die Sieger der Schlacht werden dann Stannis und der Söldnerkönig Elessar sein, nicht aber dein Vater."

Falls die Stadt fällt, muss ich irgendwie dafür sorgen, dass Joff und ich diesem Elessar in die Hände fallen und nicht Stannis.

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"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


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