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Mittelerde & andere phantastische Welten » Kreativschmiede » Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige

Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Eddard VII

Angespannt beobachteten Ned und Ser Davos, wie vor ihnen das Geschwader aus Dol Amroth in die Richtung der Schwarzwasser-Mündung fuhr.

"Warum greifen erst die Schiffe aus Gondor an?", fragte der Kapitän.

"Sicher ein Befehl des Königs", mutmaßte Ned. "Und gewiss hatte diese Rote Frau auch ihre Finger im Spiel. Aber ist das überhaupt ein Angriff? Lord Elphirs Schiffe sind recht langsam unterwegs."

"Ja, und der Feind ebenso", bestätigte Ser Davos. "Ich frage mich, warum."

Ahuuuuuuuuuuuuuuuuuuu
. Das Hornsignal kam von der Zorn. Stannis gab das Zeichen zum Angriff. Ahuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu, ahuuuuuuuuuuuuuuuuu.

"Fahrt aufnehmen!", rief Ser Davos. "Alle Mann klar machen zum Gefecht!"

Die Schwarze Betha setzte sich in Bewegung und fuhr zunächst gen Südosten, in der Absicht, die Schiffe aus Gondor zu umfahren und den Feind von der Seite aus anzugreifen. Mit ihr bildeten die Schwertfisch, die Lady Marya, die Mut, die Lachender Lord und die Drachentod den linken Flügel der ersten Linie von König Stannis' Flotte. Weitere Galeeren folgten ihnen in der zweiten Linie.

Während sie fuhren, blickte Ned zur feindlichen Flotte und sah die Boote zwischen den Galeeren. "Ser Davos, warum nimmt der Feind solche kleinen Schiffe mit?", fragte er den Kapitän.

"Ich weiß es nicht", antwortete Davos Seewert, "ich nehme an, dass sie sehr verzweifelt sind, wenn sie versuchen, uns mit Treibholz den Weg zu versperren."

"Das ist wohl das letzte Aufgebot des Feindes", spottete Matthos Seewert, der an die Seite seines Vaters getreten war.

Ahuuuuuuuuuu. Die Schlachthörner erklangen erneut. "Ruder Steuerbord!", rief Ser Davos. Die Schwarze Betha änderte ihre Richtung, ebenso die fünf anderen Galeeren.

"Angriffsgeschwindigkeit!", brüllte der Kapitän. Der gleiche Befehl erklang auf den anderen Galeeren. Die Ruder hoben und senkten sich schneller, während die sechs Schiffe durch das Meer schossen.

Vor ihnen begannen die feindliche Flotte und das Geschwader aus Dol Amroth damit, sich gegenseitig zu beschießen. Es folgte ein gewaltiger Knall und zwischen den feindlichen Galeeren schossen grüne Flammen empor.

"SEEFEUER!", schrie jemand entsetzt. Nur Augenblicke später krachte es ein zweites und ein drittes Mal. Mehrere Galeeren der feindlichen Flotte brannten lichterloh. Die Schiffe aus Dol Amroth wichen aus und schienen unbeschädigt zu sein.

Ser Davos verzog das Gesicht; sein Sohn wurde ganz blass. "Was für ein entsetzlicher Wahnsinn!", brachte Ned heraus, der auf einmal daran denken musste, wie sein Vater und sein Bruder vom Irren König ermordet worden waren. "Wir sollten… wir sollten langsamer fahren, Ser Davos!"

"Geschwindigkeit drosseln!", brüllte der Kapitän. Der Befehl wurde befolgt; auch die anderen Schiffe wurden langsamer. Es gab einen weiteren Knall und noch zwei Lannister-Schiffe gingen in Flammen auf.

"Diese Nussschalen sind voll mit Seefeuer", stellte Ser Davos fest. "Wir müssen uns von ihnen fernhalten!"

"Zum Glück haben Lord Elphirs Leute eines dieser Boote getroffen, ohne selbst Schaden zu nehmen", meinte Ned.

"Bei allem Respekt, Mylord Hand, aber das war nicht nur Glück", widersprach Matthos Seewert. "Es ist dem Herrn des Lichts zu verdanken, dass die Feinde des wahren Gottes und des wahren Königs vom ihren eigenen Feuer vernichtet werden."

Sein Vater schüttelte den Kopf. "Noch haben wir den Feind nicht besiegt. Der Kampf beginnt erst." Die Schwarze Betha und die anderen Galeeren näherten sich langsam den Schiffen aus der zweiten Linie, die noch nicht vom Seefeuer erfasst worden waren.

Ser Davos erhob seine Stimme: "Bogenschützen in Position! Pfeile auflegen und halten! Skorpion ausrichten und laden!" Die Bogenschützen legten gewöhnliche Pfeile auf – keine Brandpfeile. Auch der Skorpion wurde mit einem großen eisernen Pfeil beladen.

"Mylord Hand, sollten wir nicht auch mit Brandpfeilen und feurigen Geschossen auf den Feind schießen?", fragte Matthos.

"Und damit riskieren, selbst vom Seefeuer erfasst zu werden?", fragte Ned. "Die Bucht brennt jetzt schon wie ein trockener Wald. Wenn wir noch mehr von diesem höllischen Zeug entzünden, gerät unsere eigene Flotte in Brand. Schaut, selbst unsere Verbündeten aus Dol Amroth schießen nicht mehr mit Feuer."

"Mylord Hand, Ihr versteht das nicht!", wandte Matthos ein. "Der Herr des Lichts beschützt uns…"

"Das reicht jetzt, Erster Offizier!", fiel Ser Davos seinem Sohn ins Wort. "Du wirst der Hand des Königs nicht noch einmal widersprechen! Schweige still!" Er wandte sich an Ned. "Bitte verzeiht meinem Sohn, Lord Stark!" Matthos senkte beschämt seine Augen.

Ned winkte ab. "Schon gut!" In seinen Augen war Matthos ein guter Junge, der allerdings allzu sehr dem Glauben an den Roten Gott anhing. Matthos war nicht glücklich darüber, dass die Hand seines Königs den alten Göttern und sein eigener Vater und seine älteren Brüder den Sieben huldigten. Mehr noch als Matthos schätze Ned dessen Bruder Allard, den Kapitän der Lady Marya.

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Die feindlichen Galeeren waren fast in Schussweite. Auf ihnen herrschten angesichts des gewaltigen Feuers und der vielen brennenden Schiffe Verwirrung und helle Panik. Sie waren so sehr damit beschäftigt, Abstand zum Feuer und den gefährlichen Booten zu gewinnen, dass sie nicht auf das Herannahen von Stannis' Schiffen achteten.

"Wir sollten sie so beschießen, dass wir sie ins Feuer treiben!", schlug Ned vor. Der Kapitän nickte.

Zwei Galeeren kamen ihnen entgegen. "Das sind die Lady Schande und die Lady Seide", stellte Ser Davos fest. "Ein Schuss mit dem Skorpion auf die Lady Schande!" Auf seinen Befehl hin wurde ein eiserner Pfeil abgeschossen, der eines der Segeltücher des feindlichen Schiffes durchdrang und krachend auf dem Deck einschlug. Die Lannister-Galeere versuchte auszuweichen doch sie war bereits in der Schussweite der Bogenschützen auf der Schwarzen Betha.

"Pfeile los!", rief Ser Davos. Die Bogensehnen sangen und ein Pfeilschwarm ging auf der Lady Schande nieder und die getroffenen Männer schrien. Die feindliche Galeere wendete und versuchte zu fliehen, doch sie wurde nun auch von der Lady Marya aus beschossen. Dadurch wurden die Männer auf der Brücke der Lady Schande getötet, so dass das Schiff ungesteuert davonglitt – mitten hinein in das riesige Feuer, das die Galeere verbrannte.

Die Lady Seide wendete und versuchte zur Flussmündung zu fliehen. Die Lady Marya und die Schwertfisch nahmen die Verfolgung auf. Unterdessen erschütterten weitere Explosionen die Bucht. Mittlerweile waren alle Galeeren der ersten Linie und mehrere der zweiten Linie der Lannister-Flotte zerstört. Die vom Fluss kommende Strömung trieb die mit Seefeuer beladenen Boote in das große Feuer, das sich immer weiter ausbreitete. Die verbliebenen Lannister-Schiffe hatten zum größten Teil gewendet und versuchten, in den Fluss zurückzufahren. Einige tollkühne Kapitäne aber attackierten Stannis' Flotte, die das große Feuer in der Bucht umfuhr und die Lannister-Flotte von zwei Seiten angriff. Eines der angreifenden Schiffe war die Königin Cersei, die von der Mut und der Drachentod gerammt und versenkt wurde.

Die Schwarze Betha folgte der Lady Marya und der Schwertfisch, die nun neben der Lady Seide auch die Göttergnade mit Angriffsgeschwindigkeit verfolgten.

"Allard, du bist zu schnell", murmelte Ser Davos mit einem besorgten Blick auf die Lady Marya. "Hier sind immer noch so viele Boote mit Seefeuer im Wasser." Unterdessen holte die Schwertfisch die Göttergnade ein, doch das Lannister-Schiff stellte sich zum Kampf und beschoss den Angreifer mit Brandpfeilen. Die Takelage der Schwertfisch fing Feuer. Direkt daneben rammte die Lady Marya die Lady Seide.

"Kapitän…Vater, seht dort!", schrie Matthos plötzlich ängstlich. Er zeigte auf einen Kahn, der von der Strömung in die Richtung der brennenden Schwertfisch getrieben wurde. Aus dem Kahn floss etwas Grünes ins Wasser.

"Nein! NEIN! NEIN!", brüllte Ser Davos entsetzt.

"Wir müssen hier weg!", rief Ned. "Ruder hart Steuerbord! Dann volle Kraft voraus!" Die Schwarze Betha wendete und fuhr davon. Die Seeleute gehorchten Neds Befehlen, während der Kapitän und der Erste Offizier immer noch wie gelähmt auf die vier kämpfenden Schiffe starrten. Die Schwertfisch rammte den Kahn, der nach wenigen Augenblicken explodierte. Riesige grüne Flammen schossen empor und verschlagen die Schwertfisch, die Göttergnade, die Lady Seide und die Lady Marya.

"ALLARD!", schrie Ser Davos verzweifelt. "BRUDER!", rief Matthos unter Tränen. Die Druckwelle der Explosion brachte die Schwarze Betha ins Schwanken, doch mit einiger Mühe konnten sich die Männer auf der Brücke auf den Beinen halten. Doch als sie nochmals zur Lady Marya schauten, sahen sie nur grünes Feuer und keine Überlebenden.

"Es tut mir so leid!", sagte Ned zu Ser Davos und Matthos, die beide weinten und auf die brennenden Schiffe schauten.

"Verzeihung, Mylord", sagte Davos Seewert und wischte sich die Tränen weg. "Erster Offizier wir müssen weitermach…" Ned unterbrach ihn: "Ser Davos! Gebt Eurem Sohn doch noch einen Moment der Trauer."

"Wie Ihr wünscht, Lord Stark." Ser Davos nickte. "Fahren wir wieder in die Schlacht?"

"Ja, das müssen wir wohl", seufzte Ned. Auf Ser Davos' Befehl hin wendete die Schwarze Betha erneut und fuhr in die Richtung der Flussmündung. Ned erblickte dort einige Lannister-Schiffe, die allesamt in den Fluss fuhren. Auf einmal glaubte er, knarrende und scheppernde Geräusche aus der Ferne zu hören.

"Was ist das?", fragt er. "Hört Ihr das auch, Ser Davos?"

"Ja, Mylord", bestätigte der Kapitän, "ich glaube, das kommt von dort!" Er zeigte auf den östlichen der beiden kleinen Türme, die an der Flussmündung neu errichtet worden waren. Ned nahm wahr, dass die Geräusche lauter wurden und er sie sich nicht einbildete.

Sie kamen näher an den Turm heran und Ned sah, woher die Geräusche kamen: Eine gewaltige Kette wurde langsam aus dem Wasser in den Turm hineingezogen. Plötzlich spritzte das Wasser quer durch die Flussmündung und die Kette, die zwischen den beiden Türmen gespannt war, tauchte auf. Ein Lannister-Schiff, das zu spät die Flucht ergriffen hatte, krachte gegen die Kette, die den Bug des Schiffes spaltete, so wie ein scharfes Messer ein Stück Fleisch durchschnitt. Doch abgesehen von diesem Nachzügler waren die Überreste der Lannister-Flotte in den Fluss entkommen und die Kette versperrte Stannis' Flotte den Weg.

"Verdammt!" Ser Davos fluchte. "Was machen wir jetzt?"

"Wir müssen den König finden", meinte Ned. "Stannis muss entscheiden, ob wir versuchen, diese Türme anzugreifen, um die Kette zu erbeuten oder mit aller Macht im Norden angreifen…"

"Mylord Hand!", rief Matthos Seewert, "wir bekommen vielleicht Hilfe bei der Eroberung des südlichen Turms." Er zeigte zum Südostufer, wo Scharen bewaffneter Männer heranmarschierten. Ned sah zwei Banner, die diese Männer mit sich trugen: Das eine zeigte den gekrönten Hirsch der Baratheons, allerdings ohne das rote Herz aus Stannis' Wappen, das andere den von blauen Blumen umgebenen Fuchskopf des Hauses Florent. Einige schienen den Schiffen aus Stannis' Flotte zuzuwinken.

"Das sind die Männer von Lord Alester Florent", stellte Ned fest. "Sie stehen im Dienste von Lord Renly." Ned schaute sich den Aufmarsch an und es erschien ihm, dass Lord Alesters Truppe sich darauf vorbereitete, den Turm anzugreifen, der freilich von einem Graben umgeben war und daher gewiss nicht leicht einzunehmen sein würde.

"Steuert das südliche Ufer an, Ser Davos", gebot Ned. "Wie es scheint, haben unsere Boten Lord Alester erreicht. Mit etwas Glück treffen wir ihn persönlich, um mit ihm das weitere Vorgehen zu beraten."

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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Erchirion II

Nachdem von der Mithrellas das Signal zum Ausweichen gekommen war, hatte Kapitän Ardil die Schwanenkraft gen Steuerbord gelenkt. Das Schiff steuerte darauf nach Westen.

Erchirion schaute mit einer Mischung aus Faszination und Entsetzen auf die riesigen grünen Flammen, welche die Schiffe der feindlichen Flotte verbrannten. Darüber hinaus war er in heller Aufregung, da er dieses Feuer schon einmal gesehen hatte – in seinem verzauberten Traum.

"Verdammt, wo sind die anderen Schiffe?" Die Stimme des Kapitäns riss Erchirion aus seinen Gedanken heraus. "Das Schiff des Kommandanten ist nicht mehr zu sehen." Tatsächlich war nur noch die Hälfte des Geschwaders in der Nähe der Schwanenkraft.

"Aber sein Stellvertreter ist immer noch an Bord", sagte Erchirion trocken. "Dass man in der Schlacht von seinen Kameraden getrennt wird, kann schon mal vorkommen. Und allein sind wir hier sowieso nicht." Tatsächlich hatten sich mehrere Galeeren aus Stannis' Flotte zu den vier Schiffen aus Dol Amroth gesellt. Auch sie fuhren nach Westen, um dem Feuer auszuweichen.

"Sobald wir an dem Feuer vorbei sind, greifen wir wieder an!", beschloss Erchirion.

Die Schiffe befanden in der Nähe des Roten Bergfrieds, als sie das Feuer hinter sich gelassen hatten. Vier Galeeren der Lannister-Flotte versuchten hier von den mit Seefeuer beladenen Booten wegzufahren, doch sie wurden von Schiffen aus Stannis' Flotte aufgehalten, die von Norden kommend angriffen.

"Der Feind versucht auf das offene Meer durchzubrechen", stellte Ardil fest. "Sollen wir sie aufhalten?"

"Das erledigen unsere einheimischen Kameraden", meinte Erchirion. "Konzentriert stattdessen den Beschuss auf die Boote mit dem grünen Zeug. Je mehr davon brennt, desto mehr verstellt es dem Feind die Wege. Aber feuert nur mit der Balliste auf entfernte Ziele! Mit Brandpfeilen auf die nahen Boote zu schießen, gefährdet uns selbst."

Der Kapitän nickte und gab den Befehl zum Feuern. Sogleich flog ein brennendes Geschoss durch die Luft, das allerdings sein Ziel verfehlte. Die anderen drei Schiffe aus Dol Amroth feuerten ebenfalls mit ihren Ballisten. Eines der Geschosse traf ein Boot, das darauf mit grünem Feuer explodierte. Bei dieser Explosion wurde jedoch kein feindliches Schiff beschädigt.

Während die Schiffe aus Gondor noch feuerten, wurden die vier Lannister-Galeeren von den zahlenmäßig weit überlegenen Schiffen aus Stannis' Flotte angegriffen. Zwei der feindlichen Schiffe wurden gerammt und begannen zu sinken, eines brannte lichterloh und das letzte wurde geentert. Erchirion beobachtete dies und sah auch, dass keine anderen feindlichen Schiffe mehr in der Nähe waren.

"Feuer einstellen!", rief er. "Wir haben die feindliche Flotte zum Rückzug gezwungen!"

Das Geschwader aus Dol Amroth stellte seinen Beschuss ein. Einige Galeeren aus Stannis' Flotte stießen darauf in Richtung der Flussmündung vor, in die die feindlichen Schiffe flohen.

"Ist es ein Rückzug oder eine Flucht?", fragte Ardil. "Wie dem auch sei, wir sollten uns an der Verfolgung beteiligen."

Erchirion zögerte kurz, dann gab er sein Einverständnis: "Also gut, wir machen mit. Aber passt auf, da sind noch jede Menge Nussschalen mit dem grünen Gift unterwegs."

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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Die Schiffe aus Gondor reihten sich bei den Verfolgern ein. Erchirion schaute hinauf zum Roten Bergfried, der finster in den Abendhimmel ragte. Da ist viel Bewegung auf den Zinnen. Plötzlich stieg ein Schwarm von zwanzig bis dreißig grellgelben Vögel von der Burg. Tatsächlich waren es Töpfe mit brennendem Pech, die in hohem Bogen auf die Bucht hinabstürzten. Das Wasser verschluckte die meisten von ihnen, doch einige landeten auf den Decks von Stannis' Galeeren und versprühten Feuer, als sie zerplatzten. Auf der Königin Alysanne rannten die Männer aufgeregt umher und auch von der Drachentod stieg Rauch auf.

Ein zweiter Schwarm war unterwegs. "Ruder Backbord!", schrie Erchirion. "Wir müssen weg von der Festung, bevor das Schlimmste passiert!" Die Schwanenkraft änderte ihre Richtung und die drei anderen Schiffe aus dem Geschwader folgten ihr. Noch blieben die Schiffe aus Dol Amroth verschont, bis auf einmal ein Topf auf dem Bug der Schwanenkraft einschlug und die Balliste in Brand setzte.

"Löschen, verdammt, löscht das Feuer!", brüllte der Kapitän. Hektisch rannten mehre Männer los, die Eimer mit Trinkwasser holten, um das Feuer zu löschen.

"Meintet Ihr das mit dem Schlimmsten?", fragte Ardil Erchirion, während sie ebenfalls loseilten, um Löschwasser zu bringen. "Nein, das ist keineswegs das Schlimmste", antwortete Erchirion. "Ich meinte…"

Ihr Gespräch wurde durch einen großen Knall hinter ihnen unterbrochen. Eines der brennenden Geschoße hatte ein mit dem grünen Gift beladenes Boot getroffen, das darauf explodierte und drei von Stannis' Galeeren zerstörte. Die Männer, die die Explosion überlebt hatten, schwammen hilflos im Meer, schrien um Hilfe und wurden weiter aus der Burg beschossen.

"Das meinte ich mit dem Schlimmsten!", beendete Erchirion seinen Satz. "Aber noch schlimmer ist, dass wir diesen unglücklichen Kameraden nicht helfen können, ohne uns selbst in tödliche…"

Wieder wurde Erchirion unterbrochen, als auch vor ihnen im Südosten mehrere Schiffe von einer Explosion verschlungen wurden. "Wir müssen hier weg!", rief der Kapitän, "entweder fahren wir hinaus in die Bucht oder in den Fluss. Aber auf jeden Fall müssen wir weg von diesem grünen Feuer."

Noch während Ardil sprach, hörte Erchirion ein seltsames Geräusch aus der Flussmündung. Seine Augen weiteten sich, als er sah, dass sich im Wasser etwas Großes bewegte. "Ist das etwa ein Seeungeheuer?"

"So etwas Ähnliches", sagte Ardil trocken, als die Sperrkette aus dem Wasser auftauchte und sich über die Flussmündung spannte. "Jetzt müssen wir uns zurückziehen und im Norden angreifen."

"Es sei denn, wir greifen die beiden Türme der Kette an", überlegte Erchirion.

Er schaute auf die Kette und die vielen giftbeladenen Boote, dann auf den Abendhimmel und den Roten Bergfried. Ich habe das alles schon einmal in meinem verzauberten Traum gesehen. Da wusste er, was er zu tun hatte.

"Wir müssen sehen, dass wir hier alle wegkommen", meinte Erchirion. "Aber bevor wir fahren, brauche ich einen Brandpfeil."

"Aber habt Ihr nicht selbst gesagt, das sei zu gefährlich?", wandte Ardil überrascht ein.

"Ja, das habe ich gesagt", räumte Erchirion ein. "Aber jetzt habe ich es mir anders überlegt."

Mittlerweile hatten die Seeleute den Brand an Deck gelöscht. Die Balliste war freilich unbrauchbar. Unterdessen war ein Horn zu hören – das Signal kam von der Zorn. "Stannis gibt das Zeichen zum Rückzug!", stellte der Kapitän fest.

"Umso besser!", sagte Erchirion, während er zum Heck des Schiffes schritt und den Brandpfeil auflegte. "Dann sind unsere Schiffe hoffentlich gleich weg. Also gut, fahrt langsam los! Sobald ich den Pfeil abgeschossen habe, müssen wir mit voller Kraft fort von hier!"

Erchirions Blick richtete sich auf eine Stelle, wo mehrere der kleinen Boote unter der Kette schwammen und wo bei einigen von ihnen das grüne Gift austrat. Er galt – neben Faramir – als einer der besten Bogenschützen Gondors. Jetzt muss ich beweisen, dass ich das auch bin.

Die Schwanenkraft glitt zunächst gemächlich davon. Erchirion zielte nicht auf die Boote oder das grüne Zeug, sondern in den Abendhimmel über ihnen. Dann schoss er den Pfeil ab.

"Volle Kraft voraus!", rief Ardil.

Erchirion schaute dem Pfeil nach, während das Schiff immer schneller fuhr. Der Pfeil traf und entzündete das grüne Gift im Wasser. Die grünen Flammen rasten auf mehrere Boote zu. Als Erchirion das sah, schrie er: "In Deckung!" Er duckte sich hinter die Reling und hörte, wie die Boote mit einem ohrenbetäubenden Knall explodierten. Die Schwanenkraft wurde kräftig durchgeschüttelt und Erchirion klammerte sich an der Reling fest, um nicht den Halt zu verlieren. Schließlich wagte er es, sich zu erheben und zur Flussmündung zu schauen.

Die Kette spannte sich nicht mehr über den Fluss, denn die Explosion hatte sie gesprengt. "Geschafft!", seufzte Erchirion erleichtert.

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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Elphir VI

"Das hast du in deinem Traum gesehen?", fragte Elphir erstaunt. "Warum hast du nicht schon früher davon erzählt, Erchirion?" Er stand an der Reling der Mithrellas, während er mit seinem Bruder auf der Schwanenkraft sprach.

Erchirion zuckte mit den Schultern. "Ich konnte selbst nicht viel damit anfangen. Ein grün brennendes Meer und eine riesige gesprengte Kette – das kam mir selbst so unglaublich vor, dass ich es fast verdrängt hatte. Mir ist mein Traum vorhin wieder eingefallen."

"Auf jeden Fall hast du das sehr gut gemacht, Hauptmann!", lobte Elphir seinen Bruder. "Ich werde es Stannis sogleich berichten. Er hat mich zu sich gerufen." Elphir winkte Erchirion zum Abschied, dann gab er den Befehl zum Beidrehen. Die Mithrellas fuhr darauf nach Süden, wo die Zorn zu sehen war. Elphir schaute nochmal zurück zur Schwanenkraft und den anderen sechs Schiffen aus Dol Amroth. Er war sehr erleichtert, dass keines der Schiffe seines Geschwaders schwerere Schäden davongetragen hatte. Allerdings waren einige Männer aus Dol Amroth durch den feindlichen Beschuss getötet worden. Elphir fragte sich, wie Stannis weiter vorgehen wollte. Wäre die Kette noch intakt, hätte er die Flotte wahrscheinlich nach Norden geführt, wo König Elessar die Stadt bereits beschoss. Dank Erchirions Tat bestand nun freilich immer noch die Möglichkeit, auch von Süden anzugreifen.

Elphir wurde gewahr, dass sie Stannis' Schiff hinterherfuhren, aber kaum näher kamen. "Moment, warum fährt die Zorn zum Südufer?", fragte er.

"Der König geht an Land", antwortete Lady Melisandre, "und bald wird seine Streitmacht noch größer, denn auch das Heer des Hauses Florent schließt sich ihm an!"

Tatsächlich konnte Elphir sehen, dass die Zorn vor dem Ufer ankerte, ein Boot ins Wasser hinabgelassen wurde und dass Stannis unter den Männer in dem Boot war.

"Also gut", sagte Elphir, "dann gehen wir auch an Land, Mylady."

Die Mithrellas ankerte ebenfalls. Elphir und Melisandre fuhren mit einigen Begleitern auf einem Boot zum Ufer, wo Stannis mit seiner Wache wartete. Hinter ihnen standen in Reih und Glied die Truppen des Hauses Florent. Als Elphir an Land kam, wandte sich Stannis an ihn:

"Kommandant Elphir, wir haben Euch viel zu verdanken. Den Feind so zu beschießen, dass ihn sein eigenes Seefeuer vernichtet, war brillant. Ebenso, das Seefeuer zum Sprengen der Sperrkette zu benutzen."

"Ich danke Euch, Euer Gnaden", sagte Elphir. "Die Boote zu beschießen war freilich die Idee von Lady Melisandre und das Lob für die Zerstörung der Kette gebührt meinem Bruder, Hauptmann Erchirion."

Stannis nickte Melisandre zu und sagte dann zu Elphir: "Richtet Eurem Bruder meinen Dank aus. Doch nun folgt mir. Lord Stark hat uns wissen lassen, dass Lord Alester Florent sich uns mit seinem ganzen Heer anschließen wird."

Doch ehe sie weiter an Land gehen konnten, öffneten sich die Reihen der Florent-Soldaten und vier Männer kamen ihm entgegen. Es waren Lord Eddard Stark, Ser Davos Seewert und zwei große und schlanke Herren, die das Wappen des Hauses Florent trugen: Ein älterer mit silbergrauem Haar und Spitzbart und ein jüngerer, der Elphir an Stannis' Gemahlin Selyse erinnerte. Lord Stark sprach kurz zu dem Älteren und wies dabei auch Lady Melisandre und Elphir.

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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Die beiden Florents knieten vor Stannis nieder: "Euer Gnaden!", sagte der Ältere.

"Euer Gnaden?", wiederholte Stannis zweifelnd. "Bin ich jetzt Euer König, Lord Alester? Habt Ihr nicht meinem Bruder Renly die Treue geschworen? Und Ihr genauso, Ser Imry, obwohl Ihr meiner Gemahlin Bruder seid?" Der jüngere Florent senkte beschämt seinen Blick.

"Ja, das haben wir", gab Lord Alester zu. "Euer Gnaden, ich muss Euch die traurige Nachricht überbringen, dass Euer Bruder Renly tot ist. Er starb an den Wunden, die ihm Ser Gregor Clegane in der Schlacht am Goldweg zufügte."

"Renly ist tot? Ein Schlacht am Goldweg?", rief Stannis überrascht. "Aufstehen, alle beide! Was wisst Ihr über diese Schlacht?"

Lord Alester und Ser Imry erhoben sich. "Die Lannisters wurden besiegt und in die Flucht geschlagen", berichtete Ser Imry. "Lord Tywin ist mit den Überresten seines Heeres in die Westlande geflohen. König Renlys letzter Befehl lautete, sich Euch anzuschließen, Euer Gnaden. Ser Loras Tyrell und Lord Randyll Tarly führen das Heer auf dem Goldweg hierher. Sie sollten bald hier eintreffen."

Zu Elphirs Befremden schien die Nachricht von Renlys Tod bei Stannis kein Entsetzen oder auch nur Trauer auszulösen. Die Miene des Königs war gänzlich unbewegt.

"Soll das heißen, Lord Alester, dass nicht nur Ihr, sondern alle Truppen, die Renly gedient haben, jetzt die meinen sind?", fragte er.

"Ja, Euer Gnaden", antwortete Lord Alester und beugte erneut sein Knie. "Ich schwöre Euch auch für mein Haus und für alle meine Männer Treue bis in den Tod!"

"Ich habe es vernommen", erwiderte Stannis unbeeindruckt. "Steht auf, Lord Alester und sagt mir, wie viele kampffähige Männer Ihr habt."

Lord Alester erhob sich erneut. "Wir haben in den letzten Tagen einige Verluste durch die Wildlings-Söldner des Gnoms erlitten, doch letztlich haben wir sie fortgejagt. Neuntausendfünfhundert Männer wären sofort kampfbereit."

Elphirs Augen weiteten sich. Was für eine Verstärkung! Damit sollte der Sieg gewiss sein!

Stannis aber schien in Gedanken, dann sagte er: "Mylords, wir fahren mit der Flotte in den Fluss – zunächst ans Südufer, um Lord Alesters Männer aufzunehmen und ans Nordufer zu bringen. Wir greifen sowohl am Schlammtor als auch am Königstor an. Wenn sich uns die Reste der feindlichen Flotte entgegenstellen, werden sie vernichtet."

Lord Alester nickte zustimmend. "Ein guter und wagemutiger Plan, Euer Gnaden. Allerdings muss ich Euch warnen: Der Gnom hat schon vor unserer Ankunft sämtliche Kais im Hafen zerstören lassen. Man kann dort mit Booten leichter landen als mit großen Schiffen."

"Gut, dann werdet Ihr mit unseren Booten über den Fluss fahren", entschied Stannis. "Versammelt Eure Männer am Ufer genau gegenüber vom Schlammtor und weiter im Westen."

"Euer Gnaden", mischte sich Ser Imry ein. "Im Hafen sind noch Boote mit Seefeuer. Außerdem sind am Schlammtor mehrere schwere Geschütze aufgestellt. Bei einem Angriff würden Hunderte sterben."

Stannis schaute seinen Schwager finster und entschlossen an: "Tausende!" Ser Imry blickte erschrocken drein, während Stannis ergänzte: "Ihr werdet den Angriff auf das Königstor anführen, Ser!"

"Euer Plan ist großartig, Euer Gnaden!", sagte Lord Alester unterwürfig. "Doch eine Frage hätte ich noch: Sollen wir weiter den Turm belagern, an dem die Sperrkette hing? Er ist von einem Graben umgeben, daher kann er nicht so leicht angegriffen werden."

"Lasst genug Männer zur Bewachung zurück, so dass niemand entkommen kann", antwortete Stannis. "Sobald wir die Stadt erobert haben, werden sich die Männer im Turm auch ergeben."

Er wandte sich an Lord Eddard und Ser Davos: "Wir begeben uns wieder auf die Schiffe!"

Elphir ging mit Melisandre zurück zum Boot, das darauf wieder zur Mithrellas fuhr. "Jetzt geht es so richtig los", brummte er leise.

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Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Tyrion V

Wie erstarrt blickte Tyrion von der Mauer über dem Schlammtor auf den Fluss hinab und sah hilflos dabei zu, wie Stannis' Schiffe die Reste von Joffreys Flotte angriffen und vernichteten. Einige feindliche Galeeren ließen in der Nähe des Schlammtors Boote zu Wasser, die trotz des intensiven Beschusses durch die Verteidiger Männer an Land zu bringen versuchten. Andere Galeeren fuhren weiter flussaufwärts.

Was kann ich jetzt noch tun? fragte sich Tyrion verzweifelt. Was auch immer ich in dieser Schlacht versucht habe, es ist gescheitert und der Feind verwendet unsere tödlichste Waffe gegen uns. Nachdem er widerwillig Joffreys Drängen auf einen Angriff der Flotte nachgegeben hatte, war ihm zunächst noch die Hoffnung geblieben, mit Hilfe des Seefeuers Stannis' Flotte zu schwächen. Doch der Angriff wurde zum Desaster, da das Seefeuer vor allem die eigenen Schiffe verbrannte. Fast die Hälfte der königlichen Flotte war vernichtet. Dass auch acht feindliche Galeeren zerstört worden waren, fiel dagegen kaum ins Gewicht.

Tyrion hatte darauf das Zeichen zum Rückzug gegeben, um wenigstens die andere Hälfte der königlichen Flotte zu retten. Auch hatte er Bronn signalisiert, die Sperrkette hochzuziehen, um Stannis' Schiffen die Einfahrt in den Fluss zu verwehren. Bronn hatte darauf die Ochsen in dem südöstlichen Windenturm angetrieben, die die schwere Kette hochzogen. Tyrion hatte erwartet, dass Stannis sich vom Fluss abwenden und im Norden landen würde und die Verteidiger so etwas Zeit gewinnen und sich dann ebenfalls auf den Kampf am Eisentor konzentrieren könnten. Doch irgendwie hatten es die Söldner in Stannis' Diensten geschafft, das Seefeuer zur Sprengung der Kette zu benutzen. Die große Sperrkette, Bronns geniale Idee und das unter vielen Mühen geschaffene Werk vieler Schmieden war mit einem Schlag zerstört! Damit war auch der Weg in den Fluss für Stannis' Flotte frei.

"Meine Schiffe!" Joffreys Stimme überschlug sich. "Meine Königsländer sinkt. Auch meine Königin Cersei und meine Seeblume!" Er zeigte mit seinem neuen Schwert auf die Galeeren, die dem Angriff der zahlenmäßig weit überlegenen Flotte von Stannis nicht mehr standhalten konnten. Einige der letzten mit Seefeuer beladenen Boote explodierten inmitten des Gefechts und zerstörten Schiffe beider Seiten.

"Das war nicht zu vermeiden", sagte Tyrion zu seinem Neffen. "Unsere Flotte wäre in jedem Fall vernichtet worden."

Von der Flotte war tatsächlich nicht mehr viel übrig. Zwar hatte auch Stannis auf dem Fluss mehr Schiffe verloren als zuvor in der Bucht, doch er hatte noch genug, um das Heer der Florents überzusetzen - das Heer, das in Renlys Diensten stand. Nun machen Stannis und Renly also tatsächlich gemeinsame Sache gegen uns.

Mehr und mehr feindliche Soldaten gelangten vor dem Schlammtor an Land. Zeit für den nächsten Ausfall, dachte Tyrion. Er wandte sich an einen der beiden Meldeläufer, die bei ihm standen: "Sag Lord Jaslyn, wir hätten feindliche Truppen am Ufer." Zu dem zweiten sagte er: "Bitte Ser Arneld, die Huren dreißig Grad nach Westen zu schwenken." In diesem Winkel bekamen die "Huren" genannten drei großen Katapulte eine größere Reichweite, vielleicht sogar über das Wasser.

"Mutter hat mir versprochen, ich dürfte die Huren befehligen", quengelte Joffrey. "Ich würde dafür sorgen, dass Stannis getroffen wird und im Fluss versinkt." Zu Tyrions Missfallen öffnete der junge König das Visier seines Helms.

Tyrion klappte das Visier wieder zu. "Das muss geschlossen bleiben, Euer Gnaden; Eure geliebte Person ist uns allen sehr teuer." Und einen verirrten Pfeil in deinem Auge kann ich überhaupt nicht gebrauchen. "Die Huren gehören Euch, aber Stannis ist noch außer Reichweite." Tatsächlich ankerte Stannis' Flaggschiff am südöstlichen Ufer, ebenso die acht Söldnerschiffe mit dem Schwanenwappen.

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Joffrey eilte davon und wurde von Ser Meryn Trant und Ser Osmund Schwarzkessel begleitet. Kaum war der König fort, eilte Ser Lancel herbei. "Was ist, Vetter?", fragte Tyrion besorgt. "Greifen die Söldner das Eisentor an?"

"Bisher nicht, Mylord", antwortete Lancel. "Aber mehr von ihnen sind an Land gegangen und vor dem Tor aufmarschiert. Einige kleinere Einheiten wurden vor dem Drachentor und dem Alten Tor gesichtet. Sie scheinen noch abzuwarten und ihre Schiffe haben den Beschuss reduziert. Hauptmann Vylarr lässt fragen, ob noch mehr Männer zur Verteidigung der nördlichen Tore abgestellt werden können."

"Unmöglich!", rief Tyrion. "Wir werden hier bereits angegriffen und brauchen jeden Mann. Der König muss das Schlammtor verteidigen, auf dass die Männer nicht den Mut verlieren. Solange die Söldner das Eisentor nicht angreifen…" Er brach ab, als ein Bote keuchend die Treppe hinauf rannte. "Mylord, schnell! Ihre Schiffe haben hunderte Männer auf dem Turnierplatz abgesetzt. Das Königstor wird mit einer Ramme angegriffen!"

Tyrion fluchte, ließ Lancel unverrichteter Dinge stehen und eilte die Treppe hinunter. Podrick Payn erwartete ihn unten mit den Pferden. Tyrion galoppierte auf der Flussgasse davon, Podrick und Ser Mandon Moor folgten dichtauf. Noch bevor sie zum Tor kamen, hörte Tyrion das donnernde Krachen von Holz auf Holz, das nur von einem Rammbock stammen konnte. Der Platz vor dem Torhaus war mit Verwundeten übersät, doch dort standen auch genug Goldröcke und Söldner, um eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. "Formiert Euch!", rief Tyrion, während er zu Boden sprang. Das Tor erzitterte unter einem weiteren Schlag. "Wer hat hier den Befehl? Ihr macht einen Ausfall!"

"Nein." Der größte unter den Soldaten trat aus den Reihen zu Tyrion. Sandor Clegane riss sich mit beiden Händen den versengten und verbeulten Helm vom Kopf. Er hatte eine Risswunde über seinem linken Auge. "Die Anderen sollen Euren Ausfall holen. Und Euch selbst dazu, Gnom."

Ein Söldner trat zu ihm. "Wir waren drei Mal draußen. Die Hälfte unserer Männer ist tot oder verwundet. Um uns herum ist überall Seefeuer explodiert…"

"Wir haben euch nicht angeheuert, um ein Turnier auszutragen!", schimpfte Tyrion. "Ihr werdet Euch jetzt zu einem Ausfall formieren!"

Der Bluthund zog sein Schwert und stieß es in den Boden. Schwankend stützte er sich auf den Knauf. "Ich habe die Hälfte meiner Männer und Pferde verloren. Ich führe niemanden mehr in diese Feuerhölle!"

Ser Mandon Moor trat neben Tyrion. "Die Hand des Königs hat Euch einen Befehl erteilt!"

"Die Hand des Königs kann es sich selbst besorgen." Das Gesicht des Bluthunds war kreidebleich. "Bringt mir was zu trinken!" Ein Offizier der Goldröcke reichte ihm einen Becher. Clegane nahm einen Schluck, spuckte aus und warf den Becher weg. "Wasser? Verfluchtes Wasser. Bringt mir Wein!"

Er ist am Ende. Jetzt konnte Tyrion es erkennen. Die Wunde, das Feuer… er ist erledigt. Jemand anders muss den Ausfall anführen. Aber wer?

Erneut krachte der Rammbock gegen das Tor. Das ist Wahnsinn, dachte Tyrion, aber lieber Wahnsinn als Schande. "Ich werde den Ausfall anführen!" Clegane lachte. "Ihr?"

Tyrion sah den Unglauben auf ihren Gesichtern. "Ser Mandon, Ihr tragt des Königs Banner. Pod, meinen Helm." Der Junge gehorchte eilig. Mit Ser Mandons Hilfe stieg er wieder aufs Pferd. "Formiert euch!", rief er. "Es heißt, ich sei nur ein halber Mann. Aber was seid ihr dann!"

Das beschämte sie. Ein Ritter stieg auf und gesellte sich zu ihnen. Zwei Söldner taten das Gleiche. Dann noch ein paar. Er hatte sie in die Enge gedrängt.

"Kämpft nicht für den König!", rief er. "Kämpft nicht für die Königslande. Kämpft nicht für Ruhm oder Ehre. Dies ist eure Stadt, die Stannis plündern will und dies ist euer Tor, das er einschlägt." Der Rammbock krachte weiter. "Tapfere Männer klopfen da an unsere Tür. Gehen wir sie umbringen!"

Die Männer zogen ihre Schwerter und jubelten Tyrion zu.

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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Faramir VI

Mittlerweile war die Sonne untergegangen und die Nacht umgab die knapp tausend Soldaten, die unter Faramirs Führung nach Südwesten marschierten. Viele von ihnen trugen Fackeln und sie bewegten sich in der Sichtweite der nordwestlichen Stadtmauer, aber auch außerhalb der Reichweite von Pfeilen. In der Ferne war der Lärm der Schlacht zu hören. Schließlich kamen sie zu der Straße, die zum Göttertor führte.

"Wir machen hier das Gleiche wie an den beiden anderen Toren", sagte Faramir zu seinen Offizieren. "Also verteilt die Männer und stellt Fackeln auf!" Sowohl am Drachentor als auch am Alten Tor waren einige Männer zurückgeblieben, die vor den Toren zahlreiche Fackeln aufgestellt hatten, so dass man in der Dunkelheit von der Stadtmauer aus den Eindruck gewinnen konnte, dass sich draußen vor den Toren eine große Streitmacht zum Angriff bereit machte. Tatsächlich wollte Faramir aber mit dieser List möglichst viele feindliche Wachen an den drei nordwestlichen Toren binden, um sie vom Eisentor fernzuhalten, wo König Elessar mit dem Großteil des Heeres angreifen wollte.

Noch während die Männer in Sichtweite des Göttertors Fackeln in den Boden rammten, meldete eine Wache, dass einer der ausgesandten Spähtrupps zurückgekehrt war und eine wichtige Meldung zu machen habe. Faramir hatte Späher in den Norden und Westen geschickt, die nach möglichen Verstärkungen der Lannisters Ausschau halten sollten.

Der Truchsess rief seine Offiziere zu einer Beratung zusammen und ließ den Anführer des Spähtrupps kommen. "Was hast du Wichtiges zu melden, Edaran?"

"Vom Westen, nähert sich ein sehr großes Heer, Herr!", antwortete Edaran, ein erfahrener Waldläufer von Ithilien. "Es ist weniger als eine Wegstunde entfernt."

Faramirs Augen weiteten sich "Wie groß ist dieses Heer? Habt ihr Banner erkennen können?"

"Viele tausende Männer", berichtete Edaran. "Vielleicht sogar mehrere zehntausend. Ein so großes Heer habe ich in meinem Leben nur bei der Belagerung von Minas Tirith gesehen. Auf den meisten Bannern war eine goldene Rose zu sehen."

"Das Heer der Tyrells", schlussfolgerte Faramir. "Sie gehören zu Lord Renly. Habt ihr sonst noch etwas in Erfahrung bringen können?"

Der Offizier nickte. "Wir haben gehört, wie einige von ihnen laut 'Tod den Lannisters' gerufen haben. Wie es scheint, sind diese Leute Feinde unserer Feinde."

"Ja, gewiss…" Einen Augenblick hielt Faramir inne. "Sie haben bereits gegen die Lannisters gekämpft. Aber ob sie deswegen auch unsere Freunde sind?" Er dachte nach. Noch galt die Vereinbarung zwischen Stannis und Renly, dass sie nicht gegeneinander kämpften. Aber wie lange würde das noch halten?

Schließlich wandte er sich an den Ersten Hauptmann der Waldläufer: "Anborn, führe die Männer nach Nordosten bis zum Eisentor und berichte Kommandant Dacil vom Nahen des Tyrell-Heeres. Der König muss auch davon erfahren. Alle Einheiten gehen mit zurück; nur die Weiße Schar und eine Kompanie der Waldläufer unter Mablungs Befehl bleiben bei mir. Ich werde mich zu den Tyrells begeben."

Einige Offiziere wollten Einwände dagegen erheben, dass der Truchsess nur in Begleitung von zwei Kompanien zu einem riesigen Heer gehen würde, von dem noch nicht klar war, ob es Freund oder Feind sei. Doch Faramir ließ darüber keine Diskussion zu, sondern beendete die kurze Beratung.

Nachdem die Einheiten unter Anborns Führung abgezogen waren, gab Faramir der Weißen Schar und Mablungs Kompanie das Zeichen zum Abmarsch. Er ließ Edaran mit seinem Spähtrupp voran gehen, da diese Männer wussten, wo das Heer der Tyrells zu finden war. Sie marschierten zunächst auf dem Königsweg, der vom Göttertor in westliche Richtung verlief, doch als die Straße nach Norden abbog, gingen die Männer von ihr weg nach Südwesten. Nach einer Weile war das Marschieren unzähliger Füße zu hören und am Horizont erschien das Licht von hunderten, ja tausenden von Fackeln. Faramir gab das Zeichen zum Halten.

"Schwenkt Eure Fackeln!", befahl Faramir. "Sie sollen uns bemerken und sehen, dass wir nicht angreifen."

Die Männer taten, was der Truchsess befahl. Die Streitkräfte der Tyrells kamen näher, allerdings schienen einige Abteilungen rechts und links an der Weißen Schar und den Waldläufern vorbei zu marschieren, während die Männer vor ihnen nur langsamer heran kamen. Faramirs Männer hörten auf sein Zeichen mit dem Fackelschwenken auf.

"Sie wollen uns wohl zur Sicherheit umzingeln", meinte Edaran. "Mit Eurer Erlaubnis, Herr, gehe ich zu ihnen, um den Kontakt aufzunehmen."

Faramir nickte. "Einverstanden!" Gerade in der Dunkelheit bestand die Gefahr, dass es beim Aufeinandertreffen von Truppen zu einem blutigen Missverständnis kommen könnte. Bei einem einzelnen Mann war es hingegen unwahrscheinlich, dass er versehentlich angegriffen wurde.

Edaran schritt mit einer Fackel in der Hand voran in Richtung des Heeres. Faramir blickte dem Waldläufer nach, dann sah er, dass das Heer langsamer näher rückte und schließlich anhielt.

"Sind diese Männer uns wirklich wohlgesonnen?", fragte Beregond. "Werden sie sich mit uns verbünden?"

"Sie müssen", sagte Faramir. "Am besten schon für diese Schlacht. Aber spätestens dann, wenn der Machtkampf um den Eisernen Thron vorbei ist und wir in den Krieg gegen den wahren Feind ziehen." Tatsächlich war er aber ähnlich angespannt wie Beregond.

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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Die Minuten vergingen, bis schließlich ein Mann mit einer Fackel herangeschritten kam. Faramir war erleichtert, als er Edaran erkannte.

"Alles ist gut!", meldete der Offizier. "Die Heerführer wollen mit Euch sprechen, Herr! Sie wollen für Stannis in die Schlacht ziehen."

"Die Heerführer?", fragte Faramir. "Nicht Lord Renly - oder König Renly, wie er sich nennt?"

"Das habe ich leider nicht erfahren, Herr", antwortete Edaran. "Die Offiziere des Heeres haben mir nur mitgeteilt, dass ihnen Verbündete von Stannis willkommen seien."

"Also gut, gehen wir!" Faramir schritt mit Edaran voran. Als sie dem Heer näher kamen, sah Faramir, dass viele der Tyrell-Männer mit gezogenen Waffen warteten und ihn misstrauisch anschauten. Sie sind klug und vorsichtig. Noch vertrauen sie uns nicht.

Edaran geleitete ihn zu einer Stelle, wo hinter einer Reihe von Lanzenträgern zwei Männer hoch zu Ross warteten. Der eine war ein grimmiger, kahlköpfiger Mann mit einem kurzen Bart, dessen Wappen den roten Jägersmann der Tarlys zeigte, der andere ein gut aussehender junger Mann mit hellbraunem Haar, der auf seinem Waffenrock die goldene Rose der Tyrells trug.

Faramir gab seinen Männern das Zeichen zum Stehenbleiben und ging alleine weiter. Die Reihe der Lanzenträger öffnete sich vor ihm. Er ging an ihnen vorbei und hielt an.

"Seid gegrüßt, Mylords", sagte er schließlich. "Ich bin Faramir, Denethors Sohn, Fürst von Ithilien, Lord von Emyn Arnen und Hand des Hohen Königs Elessar, der mit König Stannis verbündet ist."

"Sehr erfreut", sagte der junge Mann höflich, aber distanziert. "Ich bin Ser Loras Tyrell von Rosengarten und dies ist…"

"Randyll Tarly, Lord von Hornberg", sagte der andere Heerführer mürrisch. "Was wollt Ihr von uns, Fürst Faramir?"

"Mit Euch das Vorgehen in der Schlacht besprechen, die bereits begonnen hat", antwortete Faramir. "Es ist mir eine Ehre Euch kennenzulernen, Mylords, doch ich dachte, dass König Renly Euer Heer anführt."

"König Renly ist tot!" Ser Loras' Stimme klang traurig und schmerzerfüllt. "Er fiel in der siegreichen Schlacht am Goldweg, in der wir das Heer von Tywin Lannister in die Flucht schlugen. Sein letzter Befehl lautete, dass wir uns König Stannis anschließen."

Die Nachricht von Renlys Tod überraschte Faramir. "Ich spreche Euch mein Beileid aus, Mylords!" Aus dem Tonfall von Ser Loras schloss er, dass dieser Renly sehr geliebt hatte.

"Ja, vielen Dank, kommt zur Sache!", murrte Lord Tarly ungeduldig. "Wir haben keine Zeit, wenn die Schlacht bereits begonnen hat, sondern müssen Stannis unverzüglich beistehen! Wo greift der König an?"

"Mein König greift am Eisentor an", antwortete Faramir ruhig, auch wenn er merkte, dass Randyll Tarly ein nicht besonders angenehmer Mensch war. "Und der Eure am Fluss, wobei ich nicht genau weiß, wie weit er schon vorgedrungen ist."

"Ist das so wichtig?", warf Ser Loras überheblich ein. "Wir haben doch genug Männer, um an allen Toren anzugreifen und die Stadt für Stannis zu erobern."

"Nein!", widersprach Lord Tarly. "Wir dürfen uns nicht verzetteln, sondern sollten nur an ein oder zwei Toren angreifen."

"In der Tat", stimmte Faramir zu. "Der Angriff sollte konzentriert an wenigen Toren erfolgen. Allerdings kann es durchaus hilfreich sein, wenn der Feind glaubt, dass er an noch mehr Toren angegriffen wird."

"Wie wollt Ihr das anstellen?", fragte Ser Loras.

"Dafür habe ich bereits Vorkehrungen getroffen", antwortete Faramir. "Die Zeit mag drängen, Lord Tarly, doch man sollte trotzdem nicht überstürzt in eine Schlacht reiten. Ich würde unser gemeinsames Vorgehen gerne kurz mit Euch beraten."

Ser Loras saß darauf ab. Missmutig folgte Lord Tarly seinem Beispiel.

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