Zum Inhalt springen

Passwort vergessen?

Jetzt registrieren

herr-der-ringe-film.de

Spiel & Spaß » Das Mathom-Haus » Konkret noch immer. User noch immer. Fragen! Fragen!

Pyr

Gefährte

Re: Spiegel der Begeisterung(sfähigkeit) [Re: Mibora]

Mibora schrieb:
Ich müsste das raussuchen, aber mir kommt es "gefühlt" oft vor.
Nicht nur bei dem letzten Adorno-Zitat wegen der Kunst und Üppigkeit.
Ich habe es jetzt aber besser verstanden. Das sagte ich ja schon.
Ich glaub, ich würde gern mehr von dir hören ohne Adorno oder den Kapitalismus.
Ist nicht möglich, das weiß ich wohl.



Jenun, wenn man sich (kritisch) in Bezug auf etwas ausdrücken möchte, was sowohl tatsächlich(!) umfassend wie allgegenwärtig Form und Inhalt, kurz: Totalität ist* - und wenn dieses Totalitäre(Sic!) gleichzeitig, wie Keks es ja auch schon angedeutet hat, das Alltägliche, Normale und Unsichtbare ist (bzw., das, was aus Selbstverständlichkeit nicht in den Blick genommen wird): Dann lässt sich die unangenehme Geste des Insistierens, des Mit-dem-Finger-Bohrenden nicht immer vermeiden, auch sprachlich nicht. (Auch wenn der inflationäre Gebrauch die Begriffe selbst schon wieder untauglich werden lässt und sie starr, schablonenhaft macht, so dass man sich auf der einen Seite der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu sicher glaubt und auf der anderen sich zu wenig angesprochen fühlt; siehe Fußnote. Die Gefahr/diesen Anwurf darf ich nicht außer Acht lassen, das stimmt. Letztlich lassen sich Fragen des Inhaltes von denen der Form nicht trennen, wo man irgend triftig denken & reden möchte. Das kommt nur einem Bedürfnis nach kurzen, leichtverständlichen Gedanken, die man problemlos im schlauchenden Alltag lesen wie verwenden kann, nicht entgegen.)


*"Bürgerlich" verwende ich übrigens überall dort, wo ich speziell der (unzutreffenden) Assoziation entgegenwirken möchte, welche bei "Kapitalismus" an die irgend eingrenzbare Sphäre von "Börse", "Supermarkt", "Job" und vielleicht noch "Mainstreamkino" denkt, davon aber bei Letztgenanntem schon tendenziell den eigenen Genuss abtrennt und ins "Private" und Innere verlegt, und welche spätestens zuhause, in der "Beziehung", "Familie", "Spiritualität" und der eigenen Psyche im ganz Anderen angekommen zu sein glaubt.

In Bezug auf:
Ich glaub, ich würde gern mehr von dir hören ohne Adorno oder den Kapitalismus.
Ist nicht möglich, das weiß ich wohl.



Aber was wäre das denn dann noch?
(Es ist ja an Autoren/Denken nicht nur speziell Adorno.)

Die Frage ist ernst gemeint, nicht nur in Bezug darauf, dass ich dann keine Welt hätte, über die ich sprechen könnte (und die mich und alle sehr real und umfassend betrifft & bedrückt), sondern auch insofern, als dass das allem von mir hier bereits Gesagtem doch eigentlich den Inhalt & die Besonderheit nehmen müsste. Was wäre das denn, was du speziell von/mit mir gerne erörtern und ausbreiten möchtest?

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
just stop and take a look.

(Sixto Rodriguez)


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.

Geändert durch Pyr (10.11.2019 21:16)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Spiegel der Begeisterung(sfähigkeit) [Re: Pyr]

Angesichts sowohl eines gerade gelesen Textes, aus welchem ich demnächst wohl auch noch verschiedenes zitieren werde, als auch z.B. gerade wieder des Wahlen-Threads im OT:

Ich würde mich gerne über so vieles mit so vielen unterhalten, und das durchaus nicht deswegen, weil ich glaube, bereits alles zu wissen. Im Gegenteil. Die Welt (im schlechten Sinn) ist mir und allen von Beginn an über den Kopf gewachsen, und sie hört damit auch nicht auf. Sich in diesem Dickicht zu orientieren, konkret nicht darin hängen zu bleiben und, utopisch, es konkret oder gar allgemein zu beseitigen, ist ein kontinuierlicher Prozess, eine Anstrengung und eine Anforderung, an welcher/m ich selbstverständlich versage. Gerade deswegen aber ist es überlebensnotwendig, dass man nicht allein bleibt, da man ansonsten psychisch und auch sehr physisch zugrundegeht.
Das ist aber sehr schwer, da ich weder alles weiß oder gelesen habe (oder lese), was ich lesen/wissen sollte und müsste, noch ich annähernd genug (genaugenommen: niemanden) habe, der auch nur über meine eigene Basis verfügt (und nur verschwindend wenige, die anderes/umfassenderes Wissen haben). Selbst, wenn ich von dem Problem des "Das ist mir alles zu lang/schwerverständlich/abgehoben/abwegig/negativ, was du da sagst!" einmal absehe, also wenn ich von Menschen rede, mit denen sich dieses Problem (erst einmal) nicht stellt.
[Dass, und warum ich hier ein Ausdrucks-, Denk- und Handlungsbedürfnis habe, kann ich an dieser Stelle einmal als bekannt voraussetzen, denke ich.]
Ergänze man das darum, dass man in einer Welt lebt, welche einem eben weiterhin über den Kopf wächst und permanent verdummt. Noch einmal: Ich halte mich dieser Welt gegenüber keineswegs für sehr schlau oder wissend.
Ein weiteres Moment ist das, dass diejenigen, mit denen ich mich - gerne und, wie ich denke, notwendigerweise, wütend, konfrontativ und kritisch - auseinandersetzen würde, nicht die CSU- und AfD-Sympathisanten sind, sondern diejenigen, die von letzteren als "links-grün-versiffter Mainstream" (fälschlicherweise, aber nicht nur fälschlicherweise) bezeichnet werden: Also (auch) die Klientel, welche hier im Mathom-Haus bis vor ca. fünf Jahren (auch) über "cultural appropriation", "queer", "diversity" und ähnliches gesprochen hat. Nur ist die hier inzwischen verschwunden oder stumm, und hat mich früher wegen Verstoß gegen die Spielregeln abgekanzelt und ignoriert, und erstickt inzwischen vermutlich auf eigene Weise im Dickicht von Job, Familie und sonstigen Anforderungen, hat also nicht nur keine Lust, sondern auch vermutlich keine Zeit mehr; so wie der Keks, nur ohne entsprechenden Selbstanspruch. Hier nur sah und sehe ich nach wie vor noch am ehesten sowohl eine Notwendigkeit zur Auseinandersetzung, wie auch ein gewisses Maß an gemeinsamem Boden dazu, wenn vielleicht auch erst einmal nicht in Sachen gemeinsamer Wissensbasis, sondern eher (Vielleicht!) in bestimmten Zielsetzungen, oder vielleicht besser: Antrieben.
Ist aber eben auch weggefallen, bzw. war ohnehin nie wirklich da. Und dann steht man vor dem eloquenten Dummgeschwätz der überaus bürgerlichen AfDler, welche wahrscheinlich sogar Grüne oder SPD-Mitglieder sind, und sagt gar nichts, weil man zuviel sagen müsste, weil man viel radikaler und wider die herrschende Vernunft ausgerichtet ist, als es der Vorwurf des "weltfremden linken Gutmenschen" meinen soll, und wird rhetorisch vor die Wahl zwischen zwei Seiten derselben Münze gestellt, und bringt es gerade soeben fertig, die schlimmere Ausprägung von sich zu weisen, und steckt dann eben als "linksliberaler Grüner" mit denen in einem Boot, die einen in Wirklichkeit absaufen lassen, und kann sich eben nicht mal mit denen streiten. (Und möchte sie dann auch wirklich nicht mehr über Trump und "Hate Speech" reden hören, in ihren realen oder ersehnten Spießbürgeridyllen mit recycletem Gender-Orangensaft, und über zu wahrende Grenzen, die real auch schon neben denen ihrer Denkungsart & Work/Life-Balance-Organisationsplanung die ihres Reihenhausgartengrundstücks und ihrer deutschen Kulturnation sind.)

... Sowas denkt man sich, nachdem man nicht ein ganzes Theoriewerk, sondern nur einen ~30-Seiten Essay gelesen hat, welcher schon auf Breitenwirkung hin geschrieben worden sein dürfte, und der denen auf den Leib geschrieben ist, welche nicht mehr mit einem reden, und welche denen, die zumindest hier noch mit mir schreiben, wahrscheinlich zu anstrengend sein dürfte, als dass er in ihrem Alltagsüberleben Zeit und Muße finden könnte.

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
just stop and take a look.

(Sixto Rodriguez)


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mibora

Gefährte

Re: Spiegel der Begeisterung(sfähigkeit) [Re: Pyr]

In Bezug auf:
Ich glaub, ich würde gern mehr von dir hören ohne Adorno oder den Kapitalismus.
Ist nicht möglich, das weiß ich wohl.



Aber was wäre das denn dann noch?
(Es ist ja an Autoren/Denken nicht nur speziell Adorno.)

Die Frage ist ernst gemeint, nicht nur in Bezug darauf, dass ich dann keine Welt hätte, über die ich sprechen könnte (und die mich und alle sehr real und umfassend betrifft & bedrückt), sondern auch insofern, als dass das allem von mir hier bereits Gesagtem doch eigentlich den Inhalt & die Besonderheit nehmen müsste. Was wäre das denn, was du speziell von/mit mir gerne erörtern und ausbreiten möchtest?



Puh, viel Stoff.
Wenn ich das jetzt so lese und darüber nachdenke, kommt mir mein Wunsch ziemlich sinnlos vor.
Immerhin verstehe ich jetzt besser. Nicht dass mir das Geschriebene neu wäre, aber von Zeit zu Zeit tut mir eine Wiederholung einfach gut. Ich hab dann das Gefühl, dich besser zu verstehen. Dann bist du mir irgendwie näher, wenn du verstehst.
Ich kann mich schriftlich nicht so gut ausdrücken und scheitere ja schon an der Zitierfunktion.Das ist eigentlich mein Grund, warum ich relativ selten schreibe. Du bist für mich "ein Stachel im Fleisch". Das tut oft weh und ist auch ziemlich lästig. Und doch, es interessiert mich und ich denke darüber nach.
Das ist jetzt nur als eine schnelle Antwort zu verstehen.

kurze Ergänzung: ich kann bei dir oft nicht unterscheiden, ob du etwas aus einem Buch zitierst, oder ob es deine Gedanken sind. Und obwohl mir klar ist, dass das bei dir zusammengehört, habe ich damit Schwierigkeiten. Bei mir liegt es also nicht an der Länge deiner Beiträge oder an vermeintlicher "Negativität". Das wollte ich noch schnell loswerden.

Geändert durch Mibora (11.11.2019 08:49)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

sphnix

Gefährte

Re: Spiegel der Begeisterung(sfähigkeit) [Re: Mibora]

Mibora schrieb:

Puh, viel Stoff.
Wenn ich das jetzt so lese und darüber nachdenke, kommt mir mein Wunsch ziemlich sinnlos vor.




Mag sein - aber ich würde seine Struktur dennoch gern verstehen.

In Bezug auf:
Ich kann mich schriftlich nicht so gut ausdrücken und scheitere ja schon an der Zitierfunktion.Das ist eigentlich mein Grund, warum ich relativ selten schreibe.



Also ich finde das jetzt ziemlich egal - man ist halt kurz irritiert, und dann merkt man, dass es ein schlichter Zitierfehler ist, und dann isses ziemlich Banane. Kein Grund, nicht zu schreiben.


I've grown tired of holding this pose
I feel more like a stranger each time I come home

Bright Eyes
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mibora

Gefährte

Re: Spiegel der Begeisterung(sfähigkeit) [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Mibora schrieb:

Puh, viel Stoff.
Wenn ich das jetzt so lese und darüber nachdenke, kommt mir mein Wunsch ziemlich sinnlos vor.




Mag sein - aber ich würde seine Struktur dennoch gern verstehen.




Dahinter steckt vorallem das Schreckensbild dieses Satzes:
Was ich bin, ist, was mir angetan wurde und wird, und was zu sein ich nicht bereit bin.
Zitat Pyr

Natürlich verstehe ich den Satz und seine Bedeutung, Aber das kann doch nicht alles sein, oder?
Ich bin doch nicht nur, was mir angetan wurde.
Drum würde mich halt interessieren, was tut ein Pyr so im Leben, um damit klar zu kommen. Was zum überleben? Was gibt Trost? Taugt da überhaupt etwas?
Warum hat er die italienische Sprache versucht zu lernen? Tut er das überhaupt noch?
Welche Bedeutung hat Kunst für ihn? Musik? Nur Rock oder auch mal andere Genres? Baukunst? Hat er seinen Hintern mal in einen Flex-Bus gesetzt, um beispielsweise mal in Florenz herumzulaufen? War er schon mal im Münchner Umland unterwegs? Im Voralpenland? In Venedig oder Rom? War er schon mal in der Gedenkstätte in Dachau? NS-Dokuzentrum in München?

Zugegeben, das ist jetzt eine vogelwilde Mischung an Fragen...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

sphnix

Gefährte

Re: Spiegel der Begeisterung(sfähigkeit) [Re: Mibora]

Mibora schrieb:


Dahinter steckt vorallem das Schreckensbild dieses Satzes:
Was ich bin, ist, was mir angetan wurde und wird, und was zu sein ich nicht bereit bin.
Zitat Pyr

Natürlich verstehe ich den Satz und seine Bedeutung, Aber das kann doch nicht alles sein, oder?
Ich bin doch nicht nur, was mir angetan wurde.




Hmm, ich glaube, du verstehst den Satz auf eine irrige Weise privat, also als Aussage speziell über das Individuum Pyr. Das ist aber, nach allem, was ich dem Geschriebenen entnehmen kann, sicher nicht gemeint.
Es geht vielmehr darum, dass Charakter sich an dem bildet, was man erfährt. Und die Art und Weise, wie menschliches Leben konkret geordnet, organisiert, reglementiert usw. ist, führt unausweichlich dazu, dass das, was man erfährt, in hohem Maße etwas ist, was einem zugefügt wird (bzw.: „Zufügen“ ist etwas, das menschliche Interaktion in hohem Maße durchtränkt). Und das wiederum heißt nichts anderes, als das der eigene Charakter nichts ist, mit dem man sich bedenkenlos identifizieren kann. Ich verstehe nicht, was an dieser Einsicht schreckensbildhaft sein sollte - im Gegenteil: Sie erscheint mir angesichts all der gehirngewaschenen Affirmationsorgien, all dem „Hachdiehach, so bin ich halt, hihi!!!“, all dem „Folge deinen Träumen!“, „Sei du selbst!!“ usw., also angesichts all dem, was den Menschen in seinem fragwürdigen Gewordensein, in der Gefängniszelle seiner Biographie festzunageln bestrebt ist, als einzig möglich Form einer allerdings nicht abschließbaren, sondern immer prozesshaften Befreiung. Insofern verstehe ich auch deinen Einwand, das könne nicht alles sein, nicht sehr gut. Nein, das Geformtsein durch die Umstände ist natürlich nicht „alles“, aber das drückt sich im Satzteil „was zu sein ich nicht bereit bin“ doch bereits aus. Ich bin nicht nur das, was mir angetan wurde, sondern auch das, was sich dagegen wehrt. Aber es wäre ein Milchmädchenglaube, zu meinen, dass der eigene Charakter (die Vorliebe für blaue Augen, schwarzen Kaffee und rote Nägel, quasi) aus sich oder einem „selbst“ heraus wäre, und nicht Ergebnis der Konfrontation mit dem, was auf einen Eindringt, sobald man auf der Welt ist.


I've grown tired of holding this pose
I feel more like a stranger each time I come home

Bright Eyes
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mibora

Gefährte

Re: Spiegel der Begeisterung(sfähigkeit) [Re: sphnix]

Das ist mir doch alles klar. Über so einen Selbstoptimierungsmist müssen wir an dieser Stelle auch nicht reden. Gerne natürlich an anderer Stelle.
Wenn Pyr aber diesen Satz so schreibt, dann will ich diesen schon auch persönlich lesen. Weil er eben auch etwas über den Menschen Pyr aussagt bzw. wie er dem Leben begegnet.

Zitat:
Ich bin nicht nur das, was mir angetan wurde, sondern auch das, was sich dagegen wehrt.

Ja. Und wie wehrt er sich? Indem er den Kapitalismus als Wurzel allen Übels versteht und anklagt? Ja, das hab ich verstanden und oft gelesen. Mein Wunsch war aber, mal was anderes von ihm zu hören/lesen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

sphnix

Gefährte

Re: Spiegel der Begeisterung(sfähigkeit) [Re: Mibora]

Hmm, ich glaube, dann verstehe ich tatsächlich nicht ganz, auf was du hinauswillst.
Bzw., ich verstehe nicht, wie du dann von "Schreckensbild" sprechen kannst.
Übrigens habe ich nicht von Selbstoptimierung geschrieben, sondern von allgegenwärtigen Phrasen, die zur Identifikation mit dem, was man angeblich "ist" auffordern. Das ist ein Unterschied.

(Gegen dein Interesse an Pyrs Tätigkeiten hab ich ja nichts gesagt; nur diesen Punkt - also, deine Annahme, es handle sich beim fraglichen Satz um etwas speziell schrecklich-düsteres - verstehe ich nicht).


I've grown tired of holding this pose
I feel more like a stranger each time I come home

Bright Eyes
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

sphnix

Gefährte

Re: Spiegel der Begeisterung(sfähigkeit) [Re: sphnix]

Nachtrag:
Mibora schrieb:
Indem er den Kapitalismus als Wurzel allen Übels versteht und anklagt?



So, wie das da steht, klingt es irgendwie doch nach einer dämlichen Marotte bzw. einer unreflektierten, pauschalen Zuschreibung vonseiten Pyrs. Ich nehme gar nicht an, dass du das meinst; aber es liest sich so. Und tatsächlich scheint in deiner Wahrnehmung ja die Vielfalt der davon irgendwie betroffenen Facetten des Lebens gar nicht aufzuscheinen.
Aber vielleicht verstehe ich auch nicht ganz, worauf dein Interesse sich richtet.


I've grown tired of holding this pose
I feel more like a stranger each time I come home

Bright Eyes
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Spiegel der Begeisterung(sfähigkeit) [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Nachtrag:
Mibora schrieb:
Indem er den Kapitalismus als Wurzel allen Übels versteht und anklagt?



So, wie das da steht, klingt es irgendwie doch nach einer dämlichen Marotte bzw. einer unreflektierten, pauschalen Zuschreibung vonseiten Pyrs. Ich nehme gar nicht an, dass du das meinst; aber es liest sich so. Und tatsächlich scheint in deiner Wahrnehmung ja die Vielfalt der davon irgendwie betroffenen Facetten des Lebens gar nicht aufzuscheinen.
Aber vielleicht verstehe ich auch nicht ganz, worauf dein Interesse sich richtet.



Ich teile deine Verwirrung, fürchte ich.
Außerdem scheint mir die Fragestellung nach dem Anderen ("Mein Wunsch war aber, mal was anderes von ihm zu hören/lesen.") dann doch den Satz "Bei mir liegt es also nicht an der Länge deiner Beiträge oder an vermeintlicher "Negativität"." zu widerlegen.

Ich muss schauen, wann ich dazu komme, ausführlicher zu antworten, aber vielleicht hat sich bis dahin ja auch schon etwas geklärt.

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
just stop and take a look.

(Sixto Rodriguez)


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht
Zusatzinformationen
Thread drucken