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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Faust II. Eine verteufelte Sache.

Hisimir

Gefährte

Re: Akt 4 - Finale. Jetzt aber. [Re: athameg]

Danke. Die Namen kamen mir nämlich schon bekannt vor, ich konnte sie nur nicht zuordnen.

Ehre das Gimp!
아미
Sie hören gern, zum Schaden froh gewandt,
Gehorchen gern, weil sie uns gern betrügen;
Sie stellen wie vom Himmel sich gesandt,
Und lispeln englisch, wenn sie lügen.
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sphnix

Gefährte

Re: Akt 4 - Finale. Jetzt aber. [Re: Hisimir]

Kelidin!
Wie sieht es bei dir aus?

Sonsten: Ich hab heute die Szene gelesen & handschriftliche Notizen gemacht, wäre also prinzipiell bereit, meine Beitrag halbwegs zeitnah zu liefern.

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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Hisimir

Gefährte

Re: Akt 4 - Finale. Jetzt aber. [Re: sphnix]

Ich bitte darum

Ehre das Gimp!
아미
Sie hören gern, zum Schaden froh gewandt,
Gehorchen gern, weil sie uns gern betrügen;
Sie stellen wie vom Himmel sich gesandt,
Und lispeln englisch, wenn sie lügen.
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sphnix

Gefährte

Bitte gewähret! - Akt 5 [Re: Hisimir]

Keli, schreib am besten deinen Beitrag trotzdem, ehe zu meinen liest; ok?

Also:

---
5. AKT

Den letzten (aber nicht letztgeschriebenen) Akt begann Goethe 1825, er arbeitete aber wohl nicht chronologisch an den Szenen (sagt mein Kommentar). Ferner befindet der Kommentar, dass zwischen dem 4. und 5. Akt (nun auf der Handlungs-, nicht der Produktionsebene) mehrere Jahre, eher Jahrzehnte vergangen seien. Auch wenn der Kaiser Faust im 4. Akt das Land am Meer als Lehen überlässt, ist die Situation, in der wir Faust nun im 5. Akt die erleben, eher die eines alleinigen Herrschers, einer Zentralgewalt, als die eines Lehnsmanns. Auch vom Zehnten, den die Kirche fordern könnte, hört man nichts Bedeutsames mehr.
Während zwischen 4. und 5. Akt ein deutlicher Zeitsprung ist, scheint die gesamte Handlung des 5. Aktes (zumindest die weltliche) an einem einzigen Tag zu spielen.

Ich hab die Szenen bis zur Grablegung nun ja bereits wiedergelesen, und war erstaunt, wie modern die angerufenen Themen/Fragen z.T. sind.

--------------------


1. Szene: Offene Gegend

Ein Wanderer kommt nach langen Jahren wieder an den Ort, wo ein altes Paar ihn einst gerettet hat und findet die beiden noch lebend vor: Philemon und Baucis. Der Kommentar zitiert auf S. 711 den alten Goethe, der bekundete, seine Baucis, sein Philemon seien nicht identisch mit den alten Sagengestalten, sondern nur ähnlich konzipiert und daher hätten die alten Namen gepasst. Genauer kann man hier vielleicht von einer finsteren Travestie des Sagenstoffes sprechen:
Das Sagen-Paar wird dafür belohnt, dass es die (verkleideten) Götte freundlich aufnimmt, sein Haus verwandelt sich inmitten einer Flut, statt überschwemmt zu werden, in einen Tempel, und da die beiden Sagen-Alten den Tod des anderen jeweils nicht miterleben wollen, werden sie beide in Bäume verwandelt (sie in eine Linde, er in eine Eiche). Von Lohn für gute Taten, von Dauerhaftigkeit und Heiligtum wird in Faust II praktisch nichts mehr bleiben.

Vorerst begrüßen die Alten den bekannten Wanderer und bewirten ihn. Via Mauerschau offenbaren sich nun aber die Veränderungen, die in der Gegend stattgefunden haben:
Stand die Hütte früher am Meer, so ist nun zwischen Hütte und Meer ein weites, neugewonnenes Areal. Ein „paradiesisch Bild“ (F, S. 428), befindet Philemon; doch Baucis ist es mit dem Paradiesischen nicht geheuer. Nicht nur ist Faust allem Anschein nach kein angenehmer Nachbar, auch den Landgewinnungsarbeiten haftet etwas Zweifelhaftes an:

„Tags umsonst die Knechte lärmten,
Hack und Schaufel, Schlag um Schlag,
Wo die Flämmchen nächtig schwärmten
Stand ein Damm den andern Tag.
Menschenopfer mußten bluten,
Nachts erscholl des Jammers Qual,
Meerab flossen Feuergluten,
Morgens war es ein Kanal.“

(F, 429/430)

Man kann, sagt der Kommentar (und ich neige dazu, ihm zu folgen), diese Szene einerseits dahingehend auflösen, dass Faust tatsächlich Magie verwendet; andererseits aber auch dahingehend, dass in Baucis Worten eigentlich das Fragwürdige, „Diabolische“ des Fortschrittes samt seiner Maschinen und Projekte eingefangen ist. (bzw.: wenn man sich für erstere Variante auf der Ebene des Textinhaltes entscheidet, kann man gleichwohl die zweite als tieferen Sinn der ersten annehmen). Der Kommentar nennt als Beispiel für Opfer fordernde Projekte des 18. Jahrhunderts einen Kanalbau zwischen Warthe und Netze, der „binnen 16 Monaten fertiggestellt, 1500 Menschen das Leben kostete“ (K, 717)

Interessant ist, dass Baucis‘ Skepsis gegen Fausts Projekt deutlich stärker ist; auch gegen dessen Angebot, sie und ihr Mann könnten, gegen den Preis ihrer Hütte und des Landes, auf seinem Terrain ein gut bekommen, ist sie misstrauischer als er. Philemon ist gegen die heraufdämmernde Bedrohung blind:

„Laßt uns zur Kapelle treten!
Letzten Sonnenblick zu schaun.
Laßt uns läuten, knien, beten!
Und dem alten Gott vertraun.“

(F, 430)

Der letzte Sonnenblick ist es in der Tat; ansonsten lesen sich Philemons Worte für den, der den Text kennt, ziemlich zynisch.

Während ich bei früheren Lektüren mein Augenmerk mehr auf Faust hatte, habe ich jetzt zum ersten Mal bemerkt, wie fabelhaft die Philemo-Baucis-Szenen durchkomponiert sind.

Ich habe nie wenig zu tun die nächsten 2 Wochen, hoffe aber, ich komme in ihrem Verlauf dennoch dazu, die Palast-Szene dito zu besprechen. Wie ist es bei euch?

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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Hisimir

Gefährte

Re: Bitte gewähret! - Akt 5 [Re: sphnix]

Sollte machbar sein

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sphnix

Gefährte

Re: Bitte gewähret! - Akt 5 [Re: Hisimir]

uuund?

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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Hisimir

Gefährte

Re: Bitte gewähret! - Akt 5 [Re: sphnix]

Morgen

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Hisimir

Gefährte

Re: Bitte gewähret! - Akt 5 [Re: Hisimir]

Palast

Es muss viel Zeit vergangen sein, der verjüngte Faust ist auch schon wieder alt.
EIn Schiff fährt in den Hafen und wie bei alten Leuten üblich, ist Faust der Lärm gar nicht recht.
Ihm gehört nicht das ganze Land, die Kirche zum Beispiel hat kleine Enklaven darin und das wurmt ihn.
Das Schiff ist jetzt wirklich da und Mephisto kommt mit ihm zurück und erzählt von dem vollen Erfolg der "Reise" die wohl nicht nur aus Handel, sondern auch aus Piraterie bestand.

Er versucht dem griesgrämigen Faust klar zu machen, wie gut er es hat, wie erfolgreich die Landgewinnung und ihre ganze Unternehmung bis her war, doch Faust ist unruhig, er möchte immer mehr.
Wenn er aber nicht immer weiter, immer mehr wollen würde, dann wäre der Vertrag mit Mephisto ja erfüllt, vielleicht möchte der Teufel ihn deshalb zur Ruhe bequemen.

Erläutert der Kommentar etwas zu Naboths Weinberg? Davon habe ich noch nie gehört.

Pausieren wir nach Orts- oder nach Zeitwechsel? Ich war mir unsicher und machte erst mal Pause, den Rest kann ich dann nachher nachliefern, wenn es gewünscht ist.

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sphnix

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Re: Bitte gewähret! - Akt 5 [Re: Hisimir]

Ich hätte die Grenze bei "Tiefe Nacht" gemacht.

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Hisimir

Gefährte

Re: Bitte gewähret! - Akt 5 [Re: sphnix]

Na dann passt das ja.
Du bist dran

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