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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Faust II. Eine verteufelte Sache.

sphnix

Gefährte

Re: Faust II. Eine verteufelte Sache. [Re: Hisimir]



Keli, hier:
https://gutenberg.spiegel.de/buch/der-tragodie-zweiter-teil-3645/1

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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ratatoeskr

Gefährte

Re: Faust II. Eine verteufelte Sache. [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
und verschied wahrscheinlich eher nicht mit den Worte „Mehr Licht“



Dabei oft übersehen: Goethe war Hesse ( Vgl. auch Reime wie Mädgen- Gretchen, die nur mit "Gretsche, mei Mädsche" wirklich rein werden - ein häufig unterschätzter Faktor für die Beliebtheit von Büttenreden in Hessen, Rheinland, Ruhrpott ist die tatsache, dass 95% aller möglichen Reimwörter auf -ä oder -sche enden). Da Goethe Hesse war, verlangte ihn nicht nach mehr Be- oder Erleuchtung, sodnern er kam im Todeshauch nciht mehr dazu, seine Klage über die Bettstatt zu vollenden: "Mer licht so schlecht!"
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sphnix

Gefährte

Re: Faust II. Eine verteufelte Sache. [Re: ratatoeskr]

Eine schöne Geschicht, mit der der Schülter Eichhorn allerdings nur seinen bedauerlichen Mangel an Textkenntnis zu kaschieren versucht!


Schaffen wir alle die folgende Szene bis nächstes WE?

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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Keligone

Nebelläuferin

Re: Faust II. Eine verteufelte Sache. [Re: sphnix]

Ich bin mal wieder zu spät und habe den Text nicht gelesen. Genau wie in der Schule.

Aber danke für den Link, ich werde ihn mir heute Abend zu Gemüte führen.

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Keks

Gefährte

Re: Faust II. Eine verteufelte Sache. [Re: Keligone]

Ich schaff leider unter der Woche gar nix

Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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sphnix

Gefährte

Re: Faust II. Eine verteufelte Sache. [Re: Keks]

Dann ist das Wochende doch sehr gut für dich

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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Hisimir

Gefährte

Re: Faust II. Eine verteufelte Sache. [Re: sphnix]

In der nächsten Szene wird dann eins meiner liebsten Goethezitate auftauchen.

Ehre das Gimp!
아미
Sie hören gern, zum Schaden froh gewandt,
Gehorchen gern, weil sie uns gern betrügen;
Sie stellen wie vom Himmel sich gesandt,
Und lispeln englisch, wenn sie lügen.
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ratatoeskr

Gefährte

Re: Faust II. Eine verteufelte Sache. [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Eine schöne Geschicht, mit der der Schülter Eichhorn allerdings nur seinen bedauerlichen Mangel an Textkenntnis zu kaschieren versucht!




Naja, ich habs vorher schon nochmal gelesen, so isses ja ned. ich darf unphilologisch zusammenfassen:

"Herzlich willkommen in Teil II! Zu Lebzeiten schon auf dem Weg zum Klassiker, legen wir hier nochmal ordentlich nach. Es beginnt so ähnlich wie Teil I, damit auch alle wieder in den Flow kommen. Aber: Hier ist alles mindestens eine Nummer größer! Ein Hauch von Romantik durchweht zwar die Verse, aber wir sind immer noch in der Klassik, und zwar volle Kanne. Und wer auch nur die Hälfte der mythologischen Bezüge in dem Text gefunden hat, der muss ja wohl absolut einsehen, das ich, der große JWvG, aber sowas von gebüldet bin (und kann sich in der wohligen Gewissheit wiegen: Er, der Leser, ahts schon auch ziemlich drauf). Nur: ich kanns halt auch noch so verpacken, dass es schon auch irgendwie richtig geil rüberkommt. Also lehnt euch zurück und macht euch auf was gefasst - es wird witzig, geistreich, doppel- bis trippelbödig, immer wieder mal politisch unverschämt (ohne der werthen Obrigkeit, deren gnädig offenes Münzsäckel mir große Freude thuet, würkhlich gram sein zu wollen), absolut gigantisch und wird mir ein Denkmal für alle Zeit setzen. Viel Spaß!"
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Keligone

Nebelläuferin

Re: Faust II. Eine verteufelte Sache. [Re: ratatoeskr]

Gestern habe ich mir das fast fünfstündige Theaterstück mit Bruno Ganz als Faust nochmal angesehen, um den zweiten Teil in Zusammenhang mit dem ersten setzen zu können. Leider habe ich den Schluss nicht mehr mitbekommen, weil ich eingeschlafen bin.

Zum Beginn des Teil II:
Das fängt ja gut an: Ellenlange Gedichte, die über die Natur schwelgen. In einem Roman hätte ich das aus Langeweile einfach übersprungen, hier aber besteht ja alles nur aus Gedicht.
Was sofort auffällt: Faust scheint alles Vorangegangene schlicht vergessen zu haben. War er zu Beginn des ersten Teils noch schwer depressiv, desillusioniert und lebensmüde, so erlebt er jetzt scheinbar seinen zweiten Frühling.
Die Helligkeit der Sonne erträgt er aber nicht. Vielleicht ist das ein Abglanz seines schlechten Gewissens. Zu viel Helligkeit könnte seine vorangegangenen Missetaten sichtbar machen (Schwängerung einer 14-Jährigen, Auslöschung derer Familie und sie dann irgendwie einfach vergessen). Bloß nicht zuviel Licht darauf lenken, lieber nicht genauer drüber nachdenken.

Ich kenne das aber auch, dass ich mir Frühling wünsche, mir die Sonne dann aber fast auf die Nerven geht...

Frage: Ist er im zweiten Teil eigentlich noch "jung gezaubert"?

Ich muss jetzt erstmal den ersten Teil zu Ende gucken.

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sphnix

Gefährte

Re: Faust II. Eine verteufelte Sache. [Re: Hisimir]

ratatoeskr schrieb:
sphnix schrieb:
Eine schöne Geschicht, mit der der Schülter Eichhorn allerdings nur seinen bedauerlichen Mangel an Textkenntnis zu kaschieren versucht!




Naja, ich habs vorher schon nochmal gelesen, so isses ja ned. ich darf unphilologisch zusammenfassen:

"Herzlich willkommen in Teil II! Zu Lebzeiten schon auf dem Weg zum Klassiker, legen wir hier nochmal ordentlich nach. Es beginnt so ähnlich wie Teil I, damit auch alle wieder in den Flow kommen. Aber: Hier ist alles mindestens eine Nummer größer! Ein Hauch von Romantik durchweht zwar die Verse, aber wir sind immer noch in der Klassik, und zwar volle Kanne. Und wer auch nur die Hälfte der mythologischen Bezüge in dem Text gefunden hat, der muss ja wohl absolut einsehen, das ich, der große JWvG, aber sowas von gebüldet bin (und kann sich in der wohligen Gewissheit wiegen: Er, der Leser, ahts schon auch ziemlich drauf). Nur: ich kanns halt auch noch so verpacken, dass es schon auch irgendwie richtig geil rüberkommt. Also lehnt euch zurück und macht euch auf was gefasst - es wird witzig, geistreich, doppel- bis trippelbödig, immer wieder mal politisch unverschämt (ohne der werthen Obrigkeit, deren gnädig offenes Münzsäckel mir große Freude thuet, würkhlich gram sein zu wollen), absolut gigantisch und wird mir ein Denkmal für alle Zeit setzen. Viel Spaß!"

Fies.
Keliope schrieb:
Gestern habe ich mir das fast fünfstündige Theaterstück mit Bruno Ganz als Faust nochmal angesehen, um den zweiten Teil in Zusammenhang mit dem ersten setzen zu können. Leider habe ich den Schluss nicht mehr mitbekommen, weil ich eingeschlafen bin.




Gretchen stirbt!

Ich hab die Aufführung seinerzeit ja noch auf Video aufgenommen. Wobei ich beim heutigen Reinklicken auf Youtube eher genervt von der konventionell-uninspirierten Konstümfilminszenierung und der Sprechweise war.



In Bezug auf:
Das fängt ja gut an: Ellenlange Gedichte, die über die Natur schwelgen.



Das ist kein Gedicht, das ist nur gereimt!


In Bezug auf:
Was sofort auffällt: Faust scheint alles Vorangegangene schlicht vergessen zu haben. War er zu Beginn des ersten Teils noch schwer depressiv, desillusioniert und lebensmüde, so erlebt er jetzt scheinbar seinen zweiten Frühling.




Naja, er hat es nicht gleich vergessen, das Vergessen wird ja geade durch Naturgeister, Lethe usw. hergestellt.

In Bezug auf:

Die Helligkeit der Sonne erträgt er aber nicht. Vielleicht ist das ein Abglanz seines schlechten Gewissens. Zu viel Helligkeit könnte seine vorangegangenen Missetaten sichtbar machen (Schwängerung einer 14-Jährigen, Auslöschung derer Familie und sie dann irgendwie einfach vergessen). Bloß nicht zuviel Licht darauf lenken, lieber nicht genauer drüber nachdenken.



Halte ich - auch hinsichtlich dessen, was mir der Kommentarband verrät - für etwas zu persönlich-psychologisch gelesen.

Und: Ich halte übrigens das mir der Auslöschung der Familie auch für so nicht richtig, bzw.: das tut ja nicht Faust. Gretchen, selbst ihrerseits eine Mörderin, wird von Henker getötet, Valentin von Mephisto. Unklar ist höchstens, ob Faust weiß, dass das Schlafmittel die Mutter töten kann/wird oder nicht.

Gretchen ist übrigens nicht 14, sondern über 14; wieviel darüber, sagt der Text meines Wissens nicht, oder hab ich da was überlesen, kam das in der Aufführung vor?

In Bezug auf:
Frage: Ist er im zweiten Teil eigentlich noch "jung gezaubert"?




Ich würde sagen: ja.


In Bezug auf:

Ich muss jetzt erstmal den ersten Teil zu Ende gucken.



Verdammt, hab ich dich jetzt verspoilert?



Hisimir schrieb:
In der nächsten Szene wird dann eins meiner liebsten Goethezitate auftauchen.



Natur ist Sünde, Geist ist Teufel?

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