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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II

athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II [Re: athameg]

Diesmal geht es um ein sehr wichtiges Kapitel:

The Lost Prophecy

Der Portkey bringt Harry zurück nach Hogwarts und in Dumbledores Büro. Dumbledore folgt ihm wenig später.

Erst jetzt realisiert Harry wirklich was es für ihn bedeutet dass Sirius tot ist, und seine Trauer äußer sich vor allem in Wut und Aggressivität. Als Dumbledore versucht Verständnis zu signalisieren und über Harrys Gefühle zu sprechen führt das lediglich dazu, dass Harry anfängt aus dem Büro Kleinholz zu machen.

Dumbledore versucht Harry zu erklären was sich in dieser Nacht abgespielt hat und wie das alles geschehen konnte. Harry erfährt dass Kreacher ihn belogen hat und dass Snape derjenige war der den Phönixorden alarmiert hat. Und, das ist neu: Dumbledore gibt erstmals zu, dass sein Vorgehen in vieler Hinsicht falsch war, dass er da Fehler gemacht hat. Mit diesem Kapitel endet die Rolle Dumbledores als unfehlbar weiser alter Zauberer.

Dumbledore spricht auch über die bestehende Verbindung zwischen Harry und Voldemort und kommt der Wahrheit damit so nah wie möglich, obwohl er die Horcrux-Magie weiterhin nicht erwähnt. Er gibt auch nachträglich zu, dass Harrys Okklumentik-Unterricht bei Snape ein Fehler war.

Und endlich wird Harry über die Prophezeiung informiert. Dumbledore erzählt ihm wie diese Prophezeiung zustande kam und zeigt sie ihm im Denkarium. Und er erklärt auch warum er Harry darüber bisher nicht informiert hat: die Belastung schien ihm für ein Kind einfach zu groß.

Die Prophezeiung passt auf zwei Personen: Harry und Neville. Dumbledore geht davon aus, dass Voldemort sich bewusst für Harry als Gegner entschieden hat (ich bin nicht sicher ob er da Recht hat, aber dazu schreibe ich irgendwann diese Woche noch was). - Jetzt muss Harry also mit der Gewissheit zurechtkommen, dass er, wenn er selbt überleben will, irgendwann Voldemort töten muss.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II [Re: athameg]

Harry kommt in Dumbledore Büro an und Schuldgefühle quälen ihn. Wenn er nicht so dumm gewesen wäre auf Voldemorts List hereinzufallen, wenn er auf Hermine gehört hätte, dann wäre Sirius nicht gestorben.

Als Dumbledore ankommt teilt er Harry sofort mit, dass seine Freunde keine bleibende Schäden zurückbehalten werden.
Harry will unbedingt das Büro verlassen, aber Dumbledores lässt ihn nicht gehen und Harry lässt seine Wut an den Besitztümern von Dumbledore aus.
Dumbledore erklärt Harry, dass es seine Schuld war was heute geschehen ist. Harry hätte schon vor langer Zeit einige wichtige Dinge erfahren müssen:
Schon gleich nach dem Tod von Lily und James ahnte Dumbledore, dass durch die Fluchnarbe eine Verbindung zwischen Harry und Voldemort geschaffen wurde.
Dies bestätigte sich schon in Harrys erstem Schuljahr, als die Narbe ihm Warnsignale gab, wenn Voldemort in seiner Nähe war. Dies trat immer deutlicher zutage, als Voldemort in seinem eigenen Körper zurückkehrte.
Voldemort hat erst nach dem Angriff auf Arthur Weasley diese Verbindung erkannt.
Darum hatte Dumbledore Okklumentik-Stunden mit Professor Snape angeordnet.
Dumbledore hat diesen Unterricht nicht selbst gegeben, weil er befürchtete, dass Voldemort Harry dafür benutzen könnte ihn auszuspionieren. Voldemort hätte von Harry Besitz ergriffen und er hätte, wie er heute Nacht bewiesen hatte, damit nicht versucht Dumbledore zu zerstören sondern Harry. Darum hatte Dumbledore in diesem Schuljahr Distanz zu Harry gehalten und jeden Augenkontakt gemieden.

Der Okklumentik-Unterricht war ein Desaster, weil Snape seine Gefühle gegenüber James Potter nicht überwinden konnte. Aber auch, weil Harry nicht übte, wie Snape ihn beauftragte, und es hat Harry auch nicht gekümmert, im Grunde wollte er Okklumentik nicht lernen.

Kreacher hatte Harry belogen, als dieser nach Sirius fragte. Kreacher hatte kurz vor Weihnachten Sirius „raus hier“ dazu benutzt, das Haus zu verlassen und zu den Malfoys zu gehen, seit dieser Zeit diente er zwei Herren.
Malfoy hatte Kreacher beauftragt dafür zu sorgen, dass Sirius nicht in der Nähe war, sobald Harry die Vision hatte und versuchen würde Kontakt mir Sirius aufzunehmen.
Kreacher hatte Seidenschnabel verletzt und Sirius war oben ihm Haus um diesen zu pflegen, als Harry im Feuer nach ihm fragte.

Dumbledore erklärt nun Harry, dass Voldemort ihn wegen einer Prophezeiung unbedingt in der Mysteriumsabteilung haben wollte. Wegen dieser Prophezeiung wollte Voldemort Harry schon als Baby töten.
Dumbledore hat immer wieder gezögert ihn von dieser Prophezeiung zu erzählen, denn er glaubte Harry wäre zu jung um damit belastet zu werden.
Die Prophezeiung wurde von Trelawney vor Dumbledore gemacht und dabei wurden sie belauscht. Aber der Lauscher hat nur den Anfang gehört, bevor er hinausgeschmissen wurde.

Die Prophezeiung hätte zwei Kindern gelten können, Harry Potter und Neville Longbottom.
Aber Voldemort hat sich für Harry entschieden, einen Halbblüter wie Voldemort selber war, und nicht für den Reinblüter.
Voldemort hat dadurch den zweiten Teil der Prophezeiung selbst erst wahrgemacht.

Dumbledore erklärt Harry noch, dass er ihn nicht zum Vertrauensschüler ernannt hat, weil er dachte, Harry würde schon genug Verantwortung tragen.

Geändert durch Eiliane (21.03.2019 16:40)

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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II [Re: Eiliane]

@athameg
Zu: Mit diesem Kapitel endet die Rolle Dumbledores als unfehlbar weiser alter Zauberer.

Das sehe ich nicht so. Dumbledore hat sich selbst nicht als unfehlbar gesehen und das war er auch schon im ersten Buch nicht.

Jahresabschlussfeier, Harrys erstes Schuljahr:

Die große Halle war in Grün und Silber, den Farben Slytherins, geschmückt und hinter dem Hohen Tisch hing ein riesiges Transparent mit der Slytherin-Schlange.
Dumbledore gab die Punktzahl der vier Häuser bekannt und Slytherins jubelte, sie hatten die höchste Punktzahl, was schon durch die Dekoration der Halle bekannt gegeben war.

Dann verteilte Dumbledore noch Punkte an Ron, Hermine, Harry und Neville. Punkte zog Dumbledore aber nicht ab, obwohl die drei Freunde gegen viele Schulregeln verstoßen hatten. Nicht einmal Hermines Angriff auf Neville, was streng verboten ist, führte zu einem Punktabzug.
Dadurch hatten die Gryffindor die höchste Punktzahl und der Hauspokal gehörte ihnen.
Die große Halle erstrahlte in Scharlachrot und Gold.

Dumbledore demütigte damit das Haus Slytherin vor der ganzen Schule.
Damit hat Dumbledore sicher nicht für mehr Verständnis zwischen den Häusern gesorgt, damit hat er den Graben zwischen Gryffindor und Slytherin nur noch vertieft.

Warum hat Dumbledore das gemacht, warum war die Halle schon für Slytherin geschmückt, warum hat er nicht vorher, beim Mittagessen, angekündigt, dass noch Punkte vergeben werden und der Hauspokal-Sieger somit noch nicht feststand?

Wie haben sich die Slytherin da gefühlt, wie Severus Snape, als Hauslehrer. Er musste seine enttäuschten Schüler trösten und die Wütenden beruhigen.
Kein Wunder, dass Snape immer wieder Harry mit seinem Vater James vergleicht und sich das Verhältnis zwischen den beiden immer mehr verschlechterte.
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II [Re: Eiliane]

Zugegeben, du hast Recht. Dumbledore war nie unfehlbar, natürlich nicht, niemand ist das. Allenfalls hat Harry als Kind ihn so gesehen, und darauf fällt man beim Lesen halt leicht herein, weil wir die Geschichte ja nun mal sehr weitgehend aus Harrys Sicht erzählt bekommen.

Und, auch das stimmt: wenn man über diese Abschlussfeier in Band 1 genauer nachdenkt, dann ist das wirklich ein unmögliches Verhalten von Dumbledore, auch wenn es die Gryffindors (und Dumbledore ist auch ein Gryffindor!) natürlich freut. Sicherlich muss man die Verdienste von Harry, Ron und Hermione in diesem Fall anerkennen, und das kann ja auch über dieses Punktesystem geschehen, auch wenn ich mit dem ohnehin nicht sehr glücklich bin. Aber dass da über Hermiones doch recht heftigen Angriff auf Neville so einfach hinweg gegangen wird ist eigentlich nicht vertretbar. Und diese eindeutige Demütigung der Slytherins, die ja zweifellos irgendwas geleistet haben müssen wenn sie so viele Hauspunkte angesammelt haben ist eben auch nicht vertretbar. Und sie wäre so leicht vermeidbar gewesen. Seit den Ereignissen um den Stein der Weisen ist Zeit genug vergangen um die Angelegenheit wesentlich freundlicher zu regeln. Diese Hauspunkte hätten längst vor der Abschlussfeier vergeben sein können.

Aber, um auf das aktuelle Kapitel zurückzukommen: da bringt Dumbledore es ausgesprochen elegant fertig, Harry ehrliche Antworten und Erklärungen zu geben, ohne je auf das dahinter stehende Problem der Horcrux-Magie einzugehen, die er (durchaus verständlich) derzeit nicht zur Sprache bringen will. Eine Parallele dazu gibt es dann in Band 7, im Kapitel "The Prince's Tale", wo es Dumbledore gelingt Snape gleichfalls ehrlich über die Lage zu informieren ohne die Horcrux-Magie zur Sprache zu bringen, von der Snape offenbar niemals irgendwas erfährt.

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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II [Re: athameg]

Um noch einmal auf die Prophezeiung zurückzukommen: Dumbledore sagt, Voldemort habe von den zwei Jungen, auf die diese Prophezeiung zutrifft, Harry als seinen Gegner ausgewählt - das Halbblut, nicht den Reinblüter. Und wenn man Voldemort zu dieser Zeit danach fragen könnte, dann würde er das sehr vermutlich auch bestätigen. Trotzdem vermute ich dass das ursprünglich anders abgelaufen ist. Aber das ist eben das Besondere an Prophezeiungen: sie werden nur dadurch wahr, dass die Leute an sie glauben und sich entsprechend verhalten.

Voldemort glaubt an diese Prophezeiung, und um zu verhüten dass sie eintrifft will er seinen künftigen Gegner schon als Baby töten, wo er noch harmlos ist. Zweifellos forscht er nach, auf wen diese Prophezeiung zutrifft, und ich bin ziemlich sicher, dass er dabei sowohl auf den Namen Harry Potter stößt als auch auf den Namen Neville Longbottom. Und Voldemort ist ja nicht gerade zimperlich wenn es um anderer Leute Leben geht, also liegt es nahe, dass er beide Kinder zu töten versucht, einfach sicherheitshalber. Nun ist aber der Tod dieses zukünftigen Gegners in Voldemorts Denkweise eine wichtige Sache, eine Sache, die er selbst tun und keinem anderen überlassen kann. Also kann er nicht beide Kinder zugleich töten, es muss eine Reihenfolge geben. Zudem dürfte es nicht ganz einfach sein, diese Kinder überhaupt zu finden. Dass die Potters durch den Fidelius-Zauber geschützt wurden, wissen wir. Es ist mehr als naheliegend, dass Dumbledore, der ja von der Prophezeiung und Voldemorts Glauben daran weiß, nicht nur die Potters durch den Fidelius-Zauber schützt, sondern auch die Longbottoms. Also sind beide Familien für Voldemort unauffindbar - bis der Geheimniswahrer der Potters, Peter Pettigrew, deren Wohnort verrät. Damit wird Harry für Voldemort erreichbar, also versucht er ihn zu töten. Und da er bei diesem Versuch scheitert und vorerst kampfunfähig ist, kann er sich gar nicht mehr auf die Suche nach den Longbottoms machen. Purer Zufall, wenn man so will, und eventuell gar keine bewusste Wahl. Aber Harry hat Voldemorts Angriff unwahrscheinlicherweise überlebt, und er ist auch "gezeichnet", mit dieser Narbe, also hält jetzt jeder ihn für denjenigen, der als Gegner Voldemorts ausgewählt wurde.

Wobei diese Narbe natürlich nicht mit dem abgeprallten Avada-Kedavra-Fluch zu tun haben kann, denn der hinterlässt keinerlei sichtbare Spuren, sondern sehr vermutlich damit, dass Voldemort Harry unbewusst und ungewollt zum Horcrux gemacht hat. Auf diese Idee kann natürlich niemand kommen, weil praktisch niemand etwas über Horcrux-Magie weiß. Außer Voldemort kennen sich zu diesem Zeitpunkt da scheinbar nur Dumbledore und Slughorn aus, und ich nehme an, dass Dumbledore es schon hier für möglich hält, dass Harry ein Horcrux sei könnte.

Aber die ganze Sache passt halt so gut zu den Aussagen der Prophezeiung (die Voldemort ja gerade ungeschehen machen wollte!), dass jeder sie entsprechend deutet. Und genau deshalb wird sie wahr: Harry ist der Gegner, der Voldemort besiegen wird. - Allerdings gelingt ihm das nur, weil Neville unmittelbar zuvor den letzten Horcrux, die Schlange Nagini, zerstört....

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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II [Re: athameg]

Die Prophezeiung wird im Frühjahr vor der Geburt von Harry Potter und Neville Longbottom gemacht.
Voldemort erfährt nur den ersten Teil der Prophezeiung:
Einer mit der Macht ihn zu besiegen wird Ende Juli geboren werden, und die Eltern sind ihm bereits drei Mal entkommen, mehr weiß Voldemort nicht.

Diese Voraussage trifft dann auf Neville Longbottom und Harry Potter zu, beide könnten es sein.

Voldemort wartet über ein Jahr, fast fünfzehn Monate, bis er sich entscheidet, dass Harry Potter das vorhergesagte Kind ist. Severus Snape erfährt davon, er bittet Voldemort um Gnade für die Mutter. Snape geht aber auch zu Dumbledore und erzählt ihm, dass Voldemort Harry Potter für das prophezeite Kind hält.

Dumbledore warnt daraufhin die Potters, sie gehen unter den Fidelius-Zauber, der Geheimniswahrer verrät sie nur eine Woche später an Voldemort.


Meine Überlegungen zur Prophezeiung:

Damit sich die Prophezeiung erfüllte waren mehrere Faktoren ausschlaggebend, sonst wäre sie nur eine der unzähligen nicht in Erfüllung gegangenen Prophezeiungen geblieben.

Nur die erste Hälfte der Prophezeiung durfte Voldemort mitgeteilt werden.
Es musste Severus Snape sein der diese an Voldemort weitergab, und Voldemort musste den Sohn von Lily, also Harry Potter, als das vorhergesagte Kind benennen.
Weil Snape Lily so sehr liebte wagte er es, auch wenn der damit den Unmut von Voldemort hervorrufen könnte, um Gnade für Lily zu bitten. Voldemort war bereit diesen Wunsch seines treuen Todessers zu erfüllen und forderte Lily auf, auf die Seite zu treten. Lily aber wollte ihren Sohn beschützen und schirmte ihn mit ihrem Körper ab.
Lily hatte die Wahl zu leben oder zu sterben, Lily aber starb lieber als ihren Sohn aufzugeben, sie opferte sich für ihn.
Lilys Opfertod löste den Schutz für Harry aus.
Der Fluch von Voldemort prallte an Harry ab und hätte Voldemort getötet, wenn dieser keine Horkruxe gehabt hätte.
Auch James starb als er seine Familie vor Voldemort schützen wollte. Aber Voldemort hatte James keine Wahl gelassen, James starb, aber sein Tod war kein Opfer.

Die gesamte Prophezeiung konnte nur Wirklichkeit werden, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt erfolgte.
Als Trelawney ihre Vorhersage vor Dumbledore machte, musste Snape an der Tür lauschen. Aber auch Aberforth musste rechtzeitig den Lauscher entdecken und Snape daran hindern, dass er zu viel hörte.

Denn die „Macht den dunklen Lord zu besiegen“ bekam das „prophezeite“ Kind erst durch Voldemort selbst übertragen.
Von Voldemort erhielt Harry die Fähigkeit Parsel zu sprechen und in seine Gedanken einzudringen.
Diese beiden Fähigkeiten waren nötig um die Horkruxe zu vernichten.
Mit Parsel öffnete Harry das Medaillon und dadurch konnte es zerstört werden.
Erst durch die Gedankenverbindung erfuhr Harry wo auch der letzte Horkruxe war, und das war ausschlaggebend Voldemort zu besiegen.
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II [Re: Eiliane]

Das halte ich für einen ganz wichtigen Gedanken: die Macht den Dunklen Lord zu besiegen, wird im Grunde von Voldemort auf Harry übertragen (Parsel, in Voldemorts Gedanken eindringen, und so weiter). Und zwar gerade deshalb, weil Voldemort zu verhindern versucht dass Harry ihn besiegen kann. Ist schon ironisch, irgendwie.

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mohrchen

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II [Re: athameg]

athameg schrieb:
Aber das ist eben das Besondere an Prophezeiungen: sie werden nur dadurch wahr, dass die Leute an sie glauben und sich entsprechend verhalten.

Nein -- Trelawnys Prophezeiung im dritten Band hört nur Harry, er erzählt sie auch keinem, wenn ich mich richtig entsinne. Trotzdem wird sie wahr: Pettigrew streift seine Fesseln ab und verhilft Voldemort zum Aufstieg.

Gruß, Thilo.

Never take your liberty for granted, and be careful whom you vote for because it may be the last election you'll ever have.
-- Garry Kasparov

Terroristen sind NIEMALS Gläubige. Terroristen sind IMMER kranke Arschlöcher!
-- Ralf Ruthe
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Hisimir

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II [Re: mohrchen]

Er erzählt sie Dumbledore im Nachhinein, aber geschehen ist es dann trotzdem schon ^^

Ehre das Gimp!
아미
Sie hören gern, zum Schaden froh gewandt,
Gehorchen gern, weil sie uns gern betrügen;
Sie stellen wie vom Himmel sich gesandt,
Und lispeln englisch, wenn sie lügen.
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter 5, Teil II [Re: Hisimir]

Stimmt, diese Prophezeiung fällt irgendwie aus dem Rahmen. Denn niemand weiß von ihr oder richtet sich nach ihr, und trotzdem erfüllt sie sich. Das ist sehr ungewöhnlich für eine Prophezeiung in der Literatur, denn die funktionieren ja nun mal schon seit der Ödipus-Sage nach dem Schema: alle versuchen zu verhindern dass die Prophezeiung wahr wird, und gerade deshalb erfüllt sie sich.

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