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herr-der-ringe-film.de

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sphnix

Gefährte

Gedankenthread. Falls jemand zu denken gedenkt.

Alt:
http://forum.herr-der-ringe-film.de/showflat.php/Cat/0/Number/6026419/an/0/page/0/gonew/1#UNREAD


Letzter Beitrag (ich kopiere Mal, weil aus toten Threads so scheiße zu zitieren ist; falls noch jmd antworten will):

sphnix schrieb:
thehole schrieb:
sphnix schrieb:
Va bene:
thehole schrieb:
sphnix schrieb:
Ich habe es satt, nahezu jede Interaktion als Sonderfall erkaufen zu müssen


Kannst du das näher erläutern? Was meinst du?



Auslöser des Posts war, dass bei der Verabredungseinfädelung mit einer Freundin sich ergeben hat, dass sie entweder Tag a oder Tag b kann, dass das aber ein entweder-oder ist (und es ging um verschiedene Anlässe; war noch ein bissl komplizierter, aber das ist jetzt egal). Als Konkretes ist das nicht weuter dramatisch; aber mir ist daran halt wieder aufgegangen, dass nahezu alle Treffensmöglichkeiten, die ich mit Leuten habe, unter dieser Bedingung stehen, bzw., unter diesem Bedingungsgemengsel. Also: Treffen sind nie* spontan möglich, finden immer unter der Selbstverständlichkeit statt, dass man sich, wenn man sich heute trifft, morgen und übermorgen nicht trifft, und bestehen so gut wie nie daraus, dass man für etwas in Anspruch genommen wird, sind also in diesem Sinne unalltäglich und für die Leute vermutlich meist so etwas wie eine Radtour: Zugleich Freizeit und Anstrengung, also man muss Zeit und Kraft dafür aufwenden und es hat keinen direkten Nutzen für das tägliche Leben. Sprich: Die Freundschaften sind auf schwachsinnige und ihrem Charakter widersprechende Weise unalltäglich, sie sind nichts, was in den Alltag gehört.
Nun gibt es Verhältnisse, bei denen diese Unalltäglichkeit nicht von außen kommt; Verhältnisse, die (auch) aus ihren Konflikten und Ambivalenzen bestehen; also irgendwie auch daraus, dass in ihnen potenziell nach oben kommen kann, was man in und an sich selbst nicht versteht; Verhältnisse, deren Stabilität nicht ausschließlich von einem harmlosen Miteinander-Klarkommen herrührt, sondern auch oder eher vom Entschluss zur Bewältigung und Bearbeitung der Felder, wo man miteinander (und mit sich) nicht klarkommt. Solchen Freundschaften kommt bis zu einem gewissen Grade die Unalltäglichkeit von Innen zu (wie problematisch das auch wiederum ist); und darum meine ich sie nicht. Sie sind aber nicht der Regelfall (sondern leider wiederum auf eine deprimierende Weise selten); der Regelfall sind Freundschaften, bei denen man bis zu einer gewissen Grenze klarkommt und diese Grenze nur selten berührt. In der Sphäre des Klarkommens (in der die Interaktion ja ohnehin meist stattfindet) wäre also "eigentlich" geteilter Alltag möglich; und dass er es nicht ist, wird vor allem durch Faktoren bedingt, die der Freundschaft entweder komplett äußerlich sind, oder aber ihr eigentlich äußerlich sind, aber als "innere" ihr unsinnigerweise zugeschustert werden. Diese Faktoren beider Kategorien sind im Wesentlichen die 3 großen bösen B's (Beruf, Baby, Beziehung); dazu kommt noch das große böse R (Räumliche Distanz). Als komplett äußerliche Faktoren wirken sie insofern, als natürlich bei einer Entfernung von einer halben Stunde bis 7 Stunden Hinweg und Wegweg Treffen eher schwer bis gar nicht spontan machbar sind, auch nichts sind, was man täglich machen kann, und wiederum auch konkrete Unterstützungsdinge nicht zustandekommen können. (Man kann nicht einfach mal für jmd mit einkaufen, wenn der jemand weiter als 5 Ubahnstationen weg wohnt, man kann nicht mal kurz auf das Kind aufpassen, man kann nicht mal kurz für 10 Minuten vorbeischauen, man kann nicht mal jemanden spontan zum Mit-Essen einladen, etc.).
Mit den unsinnigen scheinbar inneren Faktoren meine ich so etwas wie die formale Bestimmung von "Freundschaft". "Freundschaft" existiert ja in einer Logik, in der es außer "Freundschaft" auch noch die diversen anderen, ebenfalls formal bestimmten Beziehungen wie Elternschaft, Sonstige-Familie, Paarbeziehung gibt; und ich habe die Befürchtung, dass es für die meisten Menschen, die diese Kategorien irgendwie als sinnvoll akzeptieren (was ich bekanntermaßen nicht tue) selbstverständlich ist, dass sie sich mit bestimmten Ansprüchen erst an die "Familie" wenden, oder dass "der Partner" Priorität hat usw.
Was unter anderem dazu führt, dass Menschen (Beispielfalls aus dem Sphnixschen Umfeld) des "Partners" wegen ins Ausland gehen** oder zwei Drittel ihrer Freizeit von vornherein auf "Paar"-Aktivitäten festlegen, aus denen der Rest der Welt dann auch vorweg ausgeschlossen bleibt (ebenfalls in vielen Fällen auch nicht substanziell begründet); umgekehrt erlebe ich es auch vergleichsweise selten, dass der "Partner" einem selbst (wenn man schon gegen die Verklumpung von Menschen in Paare machtlos ist) als neuer potenzieller Freund angeboten wird; was wiederum zur Folge hat, dass jeder Freundes-"Partner" eher dazu führt, dass man selbst mit weniger Freunden (oder zumindest reduziertem Interaktionsquantum) dasteht und nicht mit potenziell neuen Interaktionsmenschen.
...
Ich würde vermutlich noch viel dazu zu schreiben haben, aber ich muss ein Paket erjagen gehen. Also soweit erstmal das.





*Ich verwende "nie" und "immer" nicht im Sinne von "niemals-nie", sondern im Sinne von "prinzipiell"; d.h., Ausnahmen sind denkbar, aber halt allenfalls als Ausnahmen
** Nebenbei: Ich werde nie verstehen, dass Menschen Freundeskreise aufgeben/räumlich verlassen, um sich an irgendwelche Menschen anzuhängen, mit denen sie primär erst einmal nur eine diffuse Anziehung verbindet; und die Mehrzahl der unter meinen Blicken stattfindenden "Paarbeziehungen" hat erst einmal keine andere Substanz)



Entschuldige bitte, dass es etwas länger gedauert hat.
Ich kann es nicht nachvollziehen, wie man immer (vgl. dein „nie“) sagen kann, dass nur einer der beiden Termine geht. Da hätte ich ja selbst keine Lust drauf. Na klar kann es sein, dass das mal passiert, auch, dass man mal weniger Zeit/Lust hat sich zu verabreden. Ich selbst hab bei mir da stark ausgeprägte Phasen, in denen ich entweder Menschen leiden kann, oder eben nicht.
sphINx schrieb:
[…]dass man für etwas in Anspruch genommen wird[…]


Was meinst du mit „in Anspruch nehmen“?
sphINx schrieb:
[…]Zugleich Freizeit und Anstrengung, also man muss Zeit und Kraft dafür aufwenden[…]


Kann ich nachvollziehen. Für mich persönlich sind menschliche Kontakte immer mit Kraft aufwinden verbunden. Das heißt aber nicht, dass ich es nicht genießen kann.
sphINx schrieb:
[…]und es hat keinen direkten Nutzen für das tägliche Leben.[…]


Ist das jetzt aus deiner Sicht gemeint, d.h. du brauchst einen Nutzen, oder meinst du, dass die anderen einen Nutzen brauchen und ihn nicht finden?
3Bs: Ja, auch immer fies. Am Anfang der Bs kann ich noch verstehen, dass da ggf. eine gewisse Einarbeitungszeit besteht, aber längerfristig sollte keines der Bs eine Freundschaft beeinträchtigen.
R: Uff, harte Geschichte und mir nur zu gut bekannt. Vermutlich kennen das hier einige.


-----------------------


thehole schrieb:

Entschuldige bitte, dass es etwas länger gedauert hat.




Dito

In Bezug auf:

Was meinst du mit „in Anspruch nehmen“?



Dass man halbwegs selbstverständlich um Hilfe bei der Organisation von Alltag oder bei Ausnahmetätigkeiten gebeten wird.

In Bezug auf:
sphINx schrieb:
[…]Zugleich Freizeit und Anstrengung, also man muss Zeit und Kraft dafür aufwenden[…]


Kann ich nachvollziehen. Für mich persönlich sind menschliche Kontakte immer mit Kraft aufwinden verbunden. Das heißt aber nicht, dass ich es nicht genießen kann.




Für mich gibt es auch kraftaufwendige Interaktionen (keinesfalls die schlechtesten), es gibt aber auch Formen von Interaktion, die das nicht sind oder nicht wären, wenn nicht die Umstände es permanent dazu machen würden.
Beispiel, auch mit obigem Fall verbunden: Wenn ich von jmd gebeten werde, ihm bei Streichen der Wände zu helfen, so gehe ich eigentlich davon aus, dass meine Präsenz für die Person keinen Kraftaufwand darstellt.




In Bezug auf:
sphINx schrieb:
[…]und es hat keinen direkten Nutzen für das tägliche Leben.[…]


Ist das jetzt aus deiner Sicht gemeint, d.h. du brauchst einen Nutzen, oder meinst du, dass die anderen einen Nutzen brauchen und ihn nicht finden?





Eher ersteres, aber nicht in dem Sinne, dass ich einen Nutzen brauche (oder zwanghaft für den anderen darstellen will), sondern einfach in dem Sinne, dass ich es bedrückend finde, dass das in so hohem Maße ausgeschlossen/erschwert ist. Sprich: Ich finde es keinesfalls bedrückend, wenn freundschaftliche Interaktion keinen "Nutzen" für die Beteiligten abwirft; aber ich finde es bedrückend, dass es in so geringem Maß möglich ist, Freundschaft mit "Zusammenarbeit" in irgendeinem Sinne zu verbinden.

In Bezug auf:

3Bs: Ja, auch immer fies. Am Anfang der Bs kann ich noch verstehen, dass da ggf. eine gewisse Einarbeitungszeit besteht, aber längerfristig sollte keines der Bs eine Freundschaft beeinträchtigen.




Abgesehen von den weltanschaulichen Problemen sehe ich hier die Leute tatsächlich nicht frei, da sie ja immer in eine ihnen objektiv vorgegebene Zeitökonomie eingespannt sind, die bestimmte Formen von freundschaftlichem Zusammenwirken verhindert/erschwert.












-----------------------------------------------------------

Gedanke ansonsten:
Ich hab in das Buch
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/s...-a-1216583.html
mal reingeschaut, da es in der Bibliothek rumlag, und habe große, große Vorbehalte dagegen. Kennt das jmd?

Das Leben, das ich akzeptiere, ist das schlimmste Argument gegen mich selbst
(Crevel)
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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Gedankenthread. Falls jemand zu denken gedenkt. [Re: sphnix]

ich hab den alten Gedankenthread ja schon Mitte November in den neuen verlinkt
http://forum.herr-der-ringe-film.de/showflat.php/Cat/0/Number/6036692/an/0/page/0#6036692

~~**~~**~~**~~
Like gravity, karma is so basic we often don’t even notice it
~~°°~~°°~~°°~~
Und was wir heute nicht gesehn, das ruft uns morgen, fortzugehn
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Keliope

Nebelläuferin

Re: Gedankenthread. Falls jemand zu denken gedenkt. [Re: NaugrimNogrod]

Dieser Piepton, der über Schimpfwörter gelegt wird, beleidigt meine Ohren mehr als jedes Schimpfwort.

The rain goes on, on and on again
I'll blame it on the weather man
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sphnix

Gefährte

Re: Gedankenthread. Falls jemand zu denken gedenkt. [Re: Keliope]

ein bisschen Ekel, ein bisschen Nasenschmerzen, ein bisschen Frösteln

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sphnix

Gefährte

Re: Gedankenthread. Falls jemand zu denken gedenkt. [Re: sphnix]

Januar seit über einer Woche kaputt.
Semester auch zuende.
Wachsend: Isolation, Wirkungslosigkeit, Verschuldung
Abnehmend: Leben
Fazit: Ekel

Das Leben, das ich akzeptiere, ist das schlimmste Argument gegen mich selbst
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Amata

Gefährte

Re: Gedankenthread. Falls jemand zu denken gedenkt. [Re: sphnix]

Warum ist dieser Thread eigentlich nocht offen? Brauchen wir jetzt zwei Gedanken-Threads?

"It's all in Hogwarts: A History."
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sphnix

Gefährte

Re: Gedankenthread. Falls jemand zu denken gedenkt. [Re: Amata]

… Kaum, wo doch die Gedanken nicht mal für einen reichen. Aber welches ist der WAHRE ERBE von Sl-- vom alten Thread?

Das Leben, das ich akzeptiere, ist das schlimmste Argument gegen mich selbst
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Pyr

Gefährte

Re: Gedankenthread. Falls jemand zu denken gedenkt. [Re: sphnix]

'Der Wahre Erbe von Si...'?

Der Inhaber dieser Signatur ist ehrenamtlicher Junior-Held und Chef der Polizeidirektion von Rocky Beach. Die Behörde befürwortet jegliche Unterstützung von dritter, vierter und fünfter Seite.
Gezeichnet
Batman


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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sphnix

Gefährte

Re: Gedankenthread. Falls jemand zu denken gedenkt. [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Januar seit über einer Woche kaputt.
Semester auch zuende.
Wachsend: Isolation, Wirkungslosigkeit, Verschuldung
Abnehmend: Leben
Fazit: Ekel


... um nochmal 10% gesteigert, weil die Fußballschweine, ihren martialischen Müll kläffend, wieder mal losgelassen sind.

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sphnix

Gefährte

Re: Gedankenthread. Falls jemand zu denken gedenkt. [Re: sphnix]

Oh, und drei Leute in der Nähe des Compuetrraums haben mich mit "Sie" angesprochen. Ein wunderbares Anzeichen dafür, dass man sein Erscheinungsbild überdenken oder nur noch mit Maske aus dem Haus sollte.

Das Leben, das ich akzeptiere, ist das schlimmste Argument gegen mich selbst
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