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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII

RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aerlinn2]

Kára überlegte, ob es Finn wohl lieber war, wenn sie schwieg, oder ob sie weiterreden sollte, einfach um die bleierne Stille mit nichtssagenden Worten zu füllen. Sie könnte von Sváfnir erzählen... aber Finn hatte gerade seine Schwester verloren. Womöglich wollte er dann nicht auch noch hören, wie jemand von Geschwistern erzählte. Oder generell von der Familie anderer Zwerge. Doch ehe Kára sich für Reden oder nicht Reden entscheiden konnte, fiel ein Schatten über die kleine Gruppe.
Alle schauten auf. Es waren zwei Zwerge aus den Eisenbergen, wie unschwer an ihren Rüstungen zu erkennen war. Hochranging, schoss Kára durch den Kopf, als sie die zahlreichen Abzeichen entdeckte. Es war nicht Dain persönlich, aber es waren auch keine einfachen Fußsoldaten.
Der ältere der beiden blickte von einem zum anderen.
"Wir suchen den Bruder von... Ailin?" Es klang fragend, und Kára spürte Finbar zusammenzucken. "Ich nehme an, das bist du? Und wurde gesagt, dass wir dich vermutlich hier finden," fügte der Zwerg mit Blick auf Finbar hinzu, welcher nickte. "Mein aufrichtiges Beileid. Deine Schwester wird als Heldin in die Geschichte des Erebor einziehen. <als Verwandte des Königs steht es ihr selbstverständlich zu, in den heiligen Haallen beerdigt zu werden. Es ist dein Recht als ihr Bruder, ein paar Worte zu sagen bei der Beerdigung."
"Es ist aber keine Pflicht," ergänzte der jüngere schnell. Offensichtlich war ihm nicht entgangen, dass Finbars Gesicht noch ein wenig fahler geworden war. "Es ist noch ein bisschen Zeit."
Beide nickten noch einmal respektvoll und drehten sich dann um. Kára musterte Finbar von der Seite. Das war keine einfache Aufgabe und sie wollte wahrlich nicht mit ihm tauschen.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Wie vom Blitz getroffen saß Finbar da und sah den beiden Offizieren nach. Reden bei der Beerdigung seiner Schwester? Was sollte er sagen? Was gab es zu sagen, was er ihr nicht schon gesagt hatte in den Stunden, die er allein unten in der Leichenhalle bei ihr verbracht hatte? Leere Worte, die nicht von Herzen kamen, geeignet, den Anschein von Trost und Hoffnung trotz allem aufrecht zu erhalten, aber nicht das, was er wirklich fühlte. Denn wenn er sagte, was er fühlte, dann würde er für jeden einzelnen von ihnen das kleine Feuer, das gerade wieder in ihnen zu brennen angefangen hatte, löschen.
Ganz langsam drehte er seinen Kopf zu Kára. "Ich... ich kann das nicht!"

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Khagam menu penu shirumund!

Finbar
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Während die anderen noch zusammen saßen, wanderte Dwalin ruhelos durch die Gänge. Er rechtfertigte es vor sich selbst damit, dass er den Fortgang der Bestattungsvorbereitungen überwachen wollte. In Wahrheit jedoch lag die Verantwortung dafür in den Händen Balins und Dains Offizieren. Er ertrug es nur nicht, irgendwo herumzusitzen und zu viel nachzudenken.
Über den Tod von Fili und Kili. Den von Ailin. Und den von Thorin. Immer wieder schlichen sich ungebetene Bilder in seinen Kopf. Von Azog, der über Thorin stand. Von den Orks in seinem Weg...
Wenn er sie nicht getötet, sondern einfach über den Haufen gerannt hätte. Dann wäre er vielleicht schneller gewesen. Hätte Azog zur Seite stossen können, ehe...
Ihm war sehr wohl bewusst, dass er selbst dann vermutlich nicht mehr hier wäre. Der bleiche Ork hätte sich seine Rache nicht so leicht nehmen lassen. Dwalin ertappte sich bei dem Gedanken, dass er lieber gestorben wäre, um seine Freunde zu retten. Doch stattdessen lief er hier herum und die, die er beschützen hatte wollen, waren tot. Nicht einen von ihnen hatte er retten können, nicht einmal seine entfernte Base Ailin. Er, der berühmte Krieger. Es war nicht fair.
In seinen düsteren Gedanken gefangen, über sah er beinahe seinen Bruder, der bei Frotha stand und ihr einen kleinen Gegenstand ueberreichte. Er hörte gerade noch, wie Balin erklärte: " Die Schnitzerei ist stark beschädigt, sieht nach einem Pfeiltreffer aus. Ich weiss nicht, was sie deiner Cousine bedeutet hat noch woher sie stammt, aber vielleicht möchte Finbar sie haben. Ailin hatte sie in ihrer Tasche, als wir sie für die Bestattung vorbereiteten." Dwalin sah zu, wie Frotha die Figur an sich nahm, dann gesellte sich Balin zu ihm. Auch wenn sein Bruder beschäftigt umherging und den Anschein von Gefasstheit erweckte, liess sich Dwalin nicht täuschen. Balin war in den letzten Stunden um Jahre gealtert, und die Trauer spiegelte sich in seinen gütigen Augen.
"Ich habe veranlasst, dass Ailin zusammen mit den anderen im Berg bestattet wird" eröffnete der Aeltere das Gespräch. "Dain gab mir freie Hand. Jeder, der mit Thorin auf diese Reise ging und für unsere Heimat sein Leben ließ, verdient diese Ehre. Zudem war sie aus der königlichen Familie, wenn auch nicht nahe verwandt. ". Dwalin nickte zustimmend, bevor er den Blick seines aelteren Bruders fühlte. " Ich sage es nicht gern, Dwalin, aber Dain hat mich zum Berater ernannt, weil ich den Erebor noch von früher kenne und ihm zur Hand gehen soll." Balin zögerte kurz und fuhr dann fort. " Ich kann in absehbarer Zeit hier nicht weg. Und jemand muss in die Blauen Berge reisen und..." Er brach ab, doch Dwalin hatte bereits verstanden. Er hatte gewusst, dass es so kommen würde. "Ich ueberbringe Dis die Nachricht, Bruder..." ' Auch wenn es das Letzte ist, was ich mir wünschte, tun zu müssen' setzte er in Gedanken dazu. Balin seufzte und legte ihm die Hand auf die Schulter, bevor er einen bläulich glänzenden, mit Angerthas beschriebenen Stein aus der Tasche zog. "Kili hatte ihn in der Hand, als er gefunden wurde. Filis Stein war in seiner Tasche. Bring sie beide zurück zu Dis, Bruder!" Dwalin nickte stumm. Die Runensteine, die sie den Brüdern als Talisman mit auf die Reise gegeben hatte, waren das Letzte, was Thorins Schwester von ihren Söhnen bleiben würde. Dwalins Hand umschloss die getriebene goldene Haarperle, die er aus Thorins Haar gelöst hatte. Dis sollte auch ein Andenken an ihren geliebten Bruder bekommen...

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Kára drückte leicht Finbars Unterarm.
"Du hast gehört, was er gesagt hat. Du musst das nicht tun. Ich schätze, es will einfach niemand, dass du dich übergangen fühlst."
Sie konnte Finbars Angst verstehen. Es war eine Sache, vor Freunden zu sprechen, aber vor Fremden, die Ailin nie gekannt hatten?
Bofur hob seinen Krug. Etwas enttäuscht blickte er hinein, als er feststellte, dass er leer war.
"Warum ist der Schnaps immer alle?" Er räusperte sich. "Finbar, es ist wie Kára sagt, niemand zwingt dich. Aber wenn du dich entscheidest, dass du es möchtest, dann sind wir an deiner Seite. Wir stehen das mit dir durch, Junge."

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Musik

Schlussendlich begann die Beisetzung der Toten in den Hallen des Erebors. Gleichzeitig hatten sich alle Überlebenden aus Thal mit Blick zum Berg versammelt, um den Toten von dort aus zu gedenken, denn im Erebor war nicht genügend Platz für alle. Zu den Ehren der Gefallenen bliesen die Seestädter dafür ein Trauerlied. In der großen Halle hatten sich alle Zwerge, inklusive dem neuen König Dain Eisenfuß versammelt und schauten in Reih und Glied auf die fünf Katafalke herab, auf denen die Toten aufgebahrt waren. In der Mitte lag Thorin, der mit Orcrist und dem Arkenstein beerdigt werden sollte. Der Stein funkelte in schillernden Farben wie eh und je, auch wenn die Linie der Zwerge um Thror, deren Schicksal an den Stein gebunden war, mit dem Tode Thorins erloschen war. Daneben lagen seine Neffen Fili und Kili und aussen waren je Borin und Ailin aufgebahrt. Die beiden Gruppen, welche sich damals zur Rückeroberung des Erebors aufgemacht hatten, gingen langsam an den Toten vorbei um sich von ihnen zu verabschieden. Etwas abseits standen die drei Zauberer Gandalf, Radagast und Ardagast, sowie der Hautwechsler Beorn und beobachteten die Verabschiedung von den Toten. Ardagast blickte mit traurigen Augen zu ihnen hinüber und atmete einmal tief ein. Er war sich nicht sicher, was ihn trauriger machte, der Verlust der Zwerge, die dort reglos lagen, oder die Trauer derer, die um sie herumstanden. Er konnte sich nur zu gut in sie hineinversetzen. Ardagast nickte wortlos zu seinen Kollegen und stampfte dann ebenfalls in Richtung der Toten um sich zu verabschieden. Gandalf hatte dies bereits zuvor getan und würde später noch ein paar Worte an alle richten.

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Langsam bewegte Kára sich um die steinernen Bahren herum. Es war ein eigenartiges Gefühl. Sie spürte den Boden nicht unter den dicken Sohlen, als sei eine dünne Luftschicht zwischen ihr und dem Stein, und gleichzeitig glaubte sie jede einzelne Rille, jede Unebenheit, jeden feinen Riss in den schweren Platten bis in ihre Haarwurzeln zu merken. Es war so unwirklich.
Natürlich erinnerte sie sich an die Beisetzung ihrer Mutter. Die Trauer, die Hilflosigkeit, en Schmerz in den Augen ihres Vaters. Aber es war nur eine kleine Trauergesellschaft gewesen. Das hier war... größer. Der Schmerz war anders, aber nicht weniger real.
Kára hatte Thorin nie wirklich gekannt, dessen war sie sich bewusst. Aber er hatte Eindruck hinterlassen, dieser stolze, willensstarke Zwergenkönig; er hatte den vertriebenen Zwergen eine Chance gegeben, in die Heimat zurückzukehren; und vor allem hatte er dafür gesorgt, dass Kára diese Reise gemacht hatte. Und auch wenn es nicht immer eine schöne Reise gewesen war, auch wenn sie unterwegs viel verloren hatten - und war der Preis nicht vielleicht doch zu hoch gewesen? - und sie nun, am vermeintlichen Ziel der Reise, nicht einmal wusste, ob sie bleiben wollte, so hatte sie doch auch viel geschenkt bekommen. Ein neues Verständnis für ihren Vater. Eine tiefere Zuneigung zu ihrer Familie, von der sie erst so lange getrennt sein musste, um sie nah haben zu wollen. Neue Freunde, die in ihr Leben gekommen waren - manche kamen geschlichen, andere hereingepoltert -, die sie nicht mehr missen wollte. Für all das bedankte sie sich im Stillen bei Thorin, während sie mit gesenktem Blick auf den Arkenstein schaute.

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Pado und Isengar waren mit Ardagast den Gruppen an Zwergen gefolgt. Er vertraute darauf, dass diese wussten, wo die große Halle der Toten war. Auch wenn die wenigsten den Erebor vor dem gestrigen Tag je betreten hatten. Tief hinab ging es in den Berg, tiefer als Pado bisher gekommen war. In diesen Bereichen des Berges war manche Wand noch roh und unverziert, noch gar nicht so recht zwergisch. Schließlich kamen sie durch einen großen Durchgang, der eigentlich nur eine sehr große Felsspalte war und dort blieb Pado erst einmal voller Erstaunen stehen. Eine riesige Halle erstreckte sich stufig wie ein Amphitheater vor ihm in der Tiefe, in deren Mitte zwei riesige Zwergenstatuen eine Art übergroßes Tablett zwischen sich trugen. Auf diesem Tablett waren fünf Katafalke zu sehen, auf denen die zu ehrenden Toten lagen. Rund um diese Mitte bevölkerten immer mehr Zwerge die Stufen des Amphitheaterrundes.

Unten angekommen wollte der Hobbit sich einen Platz zwischen den wartenden Zwergen suchen, doch Ardagast winkte ihn zu sich und Gandalf. Die Zauberer, auch Radagast, standen neben einer der beiden Statuen und beobachteten ihre Reisegefährten, die zwischen den Katafalken herumgingen, um sich nun ein für allemal von den Gefallenen zu verabschieden. Der Zauberer bedeutete Pado, dass er auch zu den Freunden stoßen durfte.
Ehrfürchtig wanderte er zwischen den anderen umher. Dort stand Bofur bei Kili und ihm liefen ungehindert die Tränen über die Wangen. Dwalin dagegen stand mit versteinerter Mine bei Thorin. Doch Pado hatte genug von Dwalin gesehen, um zu wissen, dass es in dem Zwerg zappenduster aussah, trotz der vielen Kerzen, die die Szene erhellten. Bilbo sah der Junge nur von hinten bei dem gefallenen Freund stehen, aber dessen zuckende Schultern sagten alles. Pado atmete tief ein, seinen Cousin so zu sehen, ließ ihn sich wieder einmal darüber wundern, wie nahe der bücherliebende Hobbit und der kämpferische König sich gestanden hatten.

Neben Fili lag Borin und als Pado an dessen Katafalk trat, durchfuhr ihn ein Schauer, zu deutlich stand ihm noch Borins heldenhafter Untergang in der Schlacht vor Augen. Oh, dieser uralte, taube, launische Kämpe! Auch wenn der Junge merkte, wie ihm die Tränen über die Wangen kullerten, stahl sich ein kleines schräges Grinsen auf sein Gesicht! „Lebewohl, mein Adoptivonkel! Schade, dass wir wohl nie in Mandoshallen anstoßen werden!“ Kurz verbeugte er sich vor dem Alten, dann ging er weiter, dorthin, wo er am wenigsten aber auch am meisten wollte.

Ailin - eigentlich hatte er sich schon auf dem Rabenberg von ihr verabschiedet. Doch sie hier liegen zu sehen, in einer Reihe mit Thorin, Fili, Kili und Borin, so wunderschön zurechtgemacht, wie er sie im Leben nie gesehen hatte, versetzte ihm einen heftigen Stich. Ein kieksendes Schluchzen entfuhr ihm. Es war der Moment, als der Junge erkannte, dass seine kleinen Flirtereien mit Ailin doch tiefer gegangen waren, als er selbst es gedacht hatte. Vorsichtig spähte er zu Finbar. Nein, dieser war zu sehr mit seinen eigenen Gefühlen beschäftigt, als dass er etwas gemerkt hätte. Und das sollte auch so bleiben. Pado würde diese Gedanken nie, wirklich nie jemandem mitteilen. Tief in sich verschloss er diese, straffte sich kurz und trat von Ailins Katafalk zurück!

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Auch Ardagast verabschiedete sich auf seine Weise von den Toten. Er selbst hatte nie viel mit Thorin oder seinen Neffen zu tun gehabt, doch verstand er, dass es ein schmerzlicher Verlust für die Zwerge war, ihren König zu verlieren. Und auch wenn er mit dem Leben dafür bezahlen musste, so war seine Mission dennoch erfolgreich. Der Erebor wurde zurückerobert, Smaug vernichtet und der Feind vernichtend geschlagen. Bei Ailin war dies anders. Zu ihr hatte er in all den Monaten eine persönliche Beziehung aufgebaut und es schmerzte ihn sehr, sie dort so reglos liegen zu sehen. Unterstützend legte er seine Hand auf die Schulter Pados, während auch ihm eine Träne über die Wange lief. ''Rasup gamat, Ailin, Tak khaz meliku suz yenetu. Menu Uznubund'', sagte er leise zu ihr und senkte respektvoll sein Haupt. Oft war ihm auf dieser Reise aufgefallen, dass ihr viel an ihrem Ziel lag. Er verstand nie so recht, warum dies der Fall war - war sie doch viel zu jung und kannte nur die Legenden um den Erebor - aber sie hatte sicherlich ihre eigenen Gründe gehabt. Und auch sie musste für diesen Traum ihr Leben lassen. ''Möge sie den Weg in die Hallen finden'', sagte der Zauberer abschließend und ging langsam wieder zurück zu Gandalf.

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

'Ich werde deiner Schwester beistehen, Thorin. Das ist das Letzte, was ich für dich tun kann, Bruder.' Irritiert hob Dwalin den Kopf, als ein helles Schluchzen ihn aus seiner stummen Zwiesprache mit dem toten Freund riss. Pado.. Er stand nahe bei Ailin und sein Gesicht trug einen Ausdruck, den Dwalin noch nie bei ihm gesehen hatte. Er erinnerte ihn an Ailins Gesicht, als sie Thorin und Azog im Zweikampf ueberraschten. Rasch warf der Krieger einen Blick zu Ailins Bruder, doch der war in seiner eigenen Trauer gefangen und hatte nichts bemerkt. Lautlos trat Dwalin zu dem Hobbit und legte ihm kurz die Hand auf die Schulter, was den Jungen leicht zusammenzucken ließ. Dwalin gab ihm mit einem Blick zu verstehen, dass sein Geheimnis bei ihm sicher war.
Dann trat er zu seiner jungen Verwandten. Ailins feuerrote Mähne floss sauber gebürstet über ihre Schultern, eine ziselierte Perle schmückte den Bartzopf und ihr Schwert lag an ihrer Seite.
Wäre sie nicht ihrem Traum gefolgt und auf diese Reise gegangen, sie hätte so manchem jungen Heissporn den Kopf verdrehen können..
'Leb wohl, Ailin. Ich denke, du hast deinen Weg gefunden...'
Dwalin wandte sich zu Fili. Dieser war immer sein bester Schüler gewesen. Und der Erbe Thorins, dessen Linie hier endete.
'Gruess Onkel Frerin von mir'
Mit diesem Gedanken passierte der Krieger den mittleren Katafalk, wo sein Bruder weinend Abschied nahm, ohne Balin in seiner Trauer zu stören.
Er trat zu Kili. Beim Anblick der noch immer störrischen Locken fielen ihm Dutzende Gelegenheiten ein, wo der Junge über die Stränge geschlagen hatte und von seiner Mutter und seinem Onkel hart gerügt worden war. Kili war schon als Kleinkind ein Rebell gewesen. Mehr als einmal war er viel zu lange fortgeblieben. Von der besorgten Dis auf die Suche geschickt, hatte Dwalin den Jungen schließlich in völliger Dunkelheit in einer Felsenhöhle entdeckt.. zusammengerollt auf seinem Mantel, schlafend. Wie erleichtert war Dis gewesen, als Dwalin, das schlafende Kind auf den Armen, in ihre Kammer trat, während Thorin die bereits angesetzte Suchaktion wieder abblies. Diesmal würde Dis Sohn nicht zurückkehren...
'Ich hoffe, dein Bruder passt auf dich auf, Junge!' Vermutlich wuerde Kili selbst in Durins Hallen noch Unsinn anstellen, wenn man ihn liesse.
Der Letzte in der Reihe war der alte Borin. Trotz mehrerer sichtbarer Verletzungen wirkte das Gesicht des alten Kaempen friedlich und gelöst. Er hatte wohl gefunden, was er gesucht hatte.
'Trink nicht das ganze Ale weg, Borin! Lass mir was übrig, hörst du?' Wenn er dann mal irgendwann wieder mit seinen Freunden vereint sein würde, würden sie mächtig einen bechern!
Doch Mahal mochte wissen, wie lange das dauern würde, jetzt, wo der Krieg zu Ende war..
Mit diesem Gedanken kehrte Dwalin zu Thorin zurück.
Ein letztes Mal streifte sein Blick über das Gesicht des langjährigen Freundes und Weggefährten.
'Ich werde den Erebor nur noch einmal verlassen, um Dis die Nachricht zu überbringen. Dann kehre ich zurück und bei Mahal, ich werde unsere Heimat schützen, so lange ich lebe. Das verspreche ich dir, mein Freund! Leb wohl, Thorin. Wir sehen uns wieder in Durins Hallen, mein Bruder'.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Grimm wurde die Ehre zuteil an der Beerdigung teilnehmen zu dürfen. Da er zu Ailinns Gefährten gehört hatte, durfte er von ihr Abechied nehmen. Trotzdem verabschiedete er sich auch von Thorin, Kili und Fili. Die drei hatten tapfer gekämpft und ihrem Volk das alte zu Hause zurück gegeben. Auch Borin erwies er seinen Respekt. Selten hatte er einen so kauzigen Alten erlebt.

Dann stand er vor Ailin. Er konnte seine Gefühle nicht in Worte fassen. Er hatte ihr das Leben gerettet und doch hatte sie diese Reise zum Schluss das Leben gekostet. Er stellte eine kleine Steinfigur zu ihren Füßen. Sie zeigte Ailinn. Grimm hatte sie in mühevoller Kleinarbeit nachts fertig gestellt, während er tagsüber in Thal aushalf und bereits die Steine inspizierte. „Leb wohl kämpferische kleine Ailinn. Mögest du Frieden in den Hallen deiner Vorfahren finden.“ und möge Finbar Frieden in sich selbst finden, fügte er in Gedanken hinzu. Dann ging er zu Pado und nickte dem Hobbit zu.

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


Gründungsmitglied des Clubs der "langhaarige, bärtige Männer-Bevorzugerinnen"
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