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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Gerade gelesen & schon zu einem Urteil gekommen! - Lektüren Nr. 2

Corydoras

Gefährte

Re: Zuletzt gelesen [Re: Corydoras]

Mountain of Black Glass von Tad Williams
(Buch 3 der Otherland Serie)

Nuuun, so langsam wird es spannend und es gibt ein paar Antworten auf bereits seit langem gestellte Fragen. Noch hat sich aber nicht alles geklärt, immerhin gibt es ja noch ein Buch.

Hier wird einmal kurz die Kalevala erwähnt, was mich sehr gefreut hat Außerdem benutzt jemand das Wort "meme". Ich glaube nicht, dass das Ende der 90er im Zusammenhang mit dem Internet bereits in Verwendung war. Wow!

Bezüglich des umfangreichen Handlungsstrangs in Troja bin ich wahnsinnig froh, den Film mit Brad Pitt gesehen zu haben, sonst hätte ich null Ahnung von der Story. So war ich aber dennoch im Bilde.
Der Tolkien Moment in diesem Buch hat sich eigentlich unglaublich offensichtlich angekündigt, umso mehr hat es mich geärgert, dass ich ihn nicht kommen sah.

Generell nimmt dieses dritte Buch aber für meinen Geschmack zu oft eine esoterische Wendung. Otherland hat so schön technisch und glaubhaft begonnen, jetzt driftet es mir zu oft in fantastische Elemente ab. Zu viele davon mag ich persönlich nicht so unbedingt, vor allem wenn - wie hier - moderne Menschen involviert sind.

Nichtsdestotrotz - Buch 4 wartet schon! Jetzt bin ich wirklich gespannt wies ausgeht.

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Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too?

Heirs of Durin
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Sarwen

Gefährte

Re: Zuletzt gelesen [Re: Corydoras]

Harry Poter und der Gefangene von Askaban
Habe den 3.Band in der wunderschönen Schmuckausgabe wieder gelesen.
Und finde die Geschichte herrlich erzählt,Jim Kay hat wieder einmal wunderschöne Illustrationen wie in den vorigen Bände gezeichnet.
Freue mich auf den 4.Band in der Schmuckausgabe.

Nin o Chithaeglir,lasto beth daer:
Rimmo nin Bruigen dan in Ulaer!
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Corydoras

Gefährte

Re: Zuletzt gelesen [Re: Sarwen]

Sea of Silver Light von Tad Williams
(Buch 4 der Otherland Serie)

*seufz*
Es ist mir unerklärlich, wie Tad Williams die Serie am Ende so an die Wand fahren konnte. Das erste Buch war unglaublich interessant und sehr technisch und realistisch, das hat mir mit Abstand am besten gefallen. Dann irrt man 3 Bücher lang völlig ohne Plan durch die Gegend, während alles immer unrealistischer wird und Tad Williams die Regeln seiner eigenen Welt vegisst bzw. über den Haufen wirft.

Und ganz am Ende sagt eine jener Personen, die drei Bücher lang planlos durch die Gegend liefen, ohne auch nur eine einzige Entdeckung gemacht zu haben: "Ach, auf einmal weiß ich wie die ganze Welt funktioniert und ich erzähle euch davon jetzt über 100 Seiten in der feinsten Erklärbär-Technik." Und der Inhalt dieses Weltenbaus ist leider auch... eher dumm. Jedenfalls wird dann deutlich, dass Tad Williams leider nicht wirklich weiß, wie ein Computer funktioniert.

SPOILER
Bis man dort ist, jagt eine Deus ex machina die nächste und fast jede handelnde Person war zumindest einmal tot und kam dann doch wieder. Und am Ende angelangt merkt man dann, dass die 3,5 Bücher davor irgendwie keinerlei Bedeutung für die Geschichte hatten. Das ist höchst unbefriedigend.


Fazit: Das erste Buch war Weltklasse. Den Rest kann ich leider nicht weiterempfehlen.

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Heirs of Durin

Geändert durch Corydoras (10.06.2018 23:15)

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Ridcully

Erzkanzler

Re: Zuletzt gelesen [Re: Corydoras]

@Otherland: Ist schon länger her, daß ich es gelesen habe und fand das Ende auch extrem unbefriedigend. Vor allem, daß im letzten Band noch mal viele neue Plots aufgemacht wurden, von denen vorher nie die Rede war.

Wo wir gerade bei unbefriedigenden Büchern sind:

Der Berg von Dan Simmons

Terror von ihm fand ich gut, also dachte ich, lies das mal, klingt als ob es in eine ähnliche Richtung geht.

Der Plot hängt sich am Tod von Mallory und Irvine am Everest 1924 auf, wobei hier aber noch jemand auf einer unabhängigen Privatexpediton umgekommen ist.
Ein Jahr später kommt eine geheime kleine Expedition am Everest an, um nach Spuren zu suchen.
Das ganze ist als Ich-Erzählung von einem der Teilnehmer geschrieben.

Sieht man am Anfang noch über die mehr oder minder kleinen Fehler der Handlung hinweg (vor allem, daß 1924 mal eben zwei Leute alleine ohne große Expeditonshilfe am Everest auf über 8000m unterwegs sein wollen), schlagen einen die letzten 200 Seiten geradezu in's Gesicht und man denkt sich, daß kann er doch nicht ernst meinen.
Den Schluß hab ich nur noch mit Grausen und Fremdschämen für den Autor gelesen.

SPOILER
Es stellt sich raus, daß der ein Jahr vorher verunglückte Engländer sich am Berg mit einem österreichischen Spion treffen wollte (super Platz btw.), und von diesem Pornobilder von Hitler erhalten hat.
Die Nazis haben auch ein paar Kletterer am Berg, erschießen die beiden, kommen aber nicht an die Bilder und sind nächstes Jahr natürlich auch wieder da, um als Yetis verkleidet das Basislager unserer Helden zu verwüsten.
Unsere Helden flüchten auf den Everest, finden natürlich alle Leichen vom letzten Jahr und bringen die Bilder an sich.
Es kommt zum Endkampf auf 8600m Höhe(!), die Nazis sind alle Tod, die Gruppe trennt sich, der Erzähler geht zurück nach Tibet, während ein Teil der Gruppe (natürtlich ein Mann und eine Frau) den Everest überschreiten und nach Nepal absteigen.
Die Bilder werden an Churchill übergeben, der sie aber nicht etwa beutzt, um Hitlers Aufstieg zu verhindern, sond nur, um Hitler zu drohen, die Bilder zu veröffentlichen, sollte er 1940 weiter England angreifen.



Was soll ich sagen, so einen unglaublichen Schrott habe ich bis jetzt nur in irgendwelchen Billigtrashfilmen gesehen.

Bitte das Buch in der nächsten Gletscherspalte versenken, Danke.

Tolkien-Rittermahl-Veteran Burg Gleiberg 2000
Diplom-Muschelschubbser & Fußgänger der Riddermark
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Corydoras

Gefährte

Re: Zuletzt gelesen [Re: Ridcully]

Das klingt ja schon faszinierend.

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Heirs of Durin
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Ridcully

Erzkanzler

Re: Zuletzt gelesen [Re: Corydoras]

Corydoras schrieb:
Das klingt ja schon faszinierend.



Das Schlimme ist, daß die ersten 500 Seiten wie ein klassischer Bergsteigerroman aufgebaut sind, mit teilweise sehr detailverliebten Beschreibungen der ausrüstung und von Klettertechniken und es wird auch immer wieder darauf hingewiesen, wie extrem schwer alles in über 8000m Höhe ist -
Und mit den letzten 200 Seiten wird dann dem Leser ein riesiges "Scheiß was auf Logik und das was ich vorher erzählt habe" zugeworfen.

Vor allem das das ganze auf 8600m spielt, aber die Charaktere reden und verhalten sich so, als ob sie irgendwo in den Alpen wären.
Spätestens seit Messner und Krakauer sollte man doch wissen, was da oben möglich ist - nämlich nicht viel

SPOILER
Da wären mir sogar Yetis als Gegner lieber gewesen - so fühlt sich das alles an wie ein Billig-Trash-Version von Indiana Jones


Tolkien-Rittermahl-Veteran Burg Gleiberg 2000
Diplom-Muschelschubbser & Fußgänger der Riddermark

Geändert durch Ridcully (11.06.2018 10:13)

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Sarwen

Gefährte

Re: Zuletzt gelesen [Re: Ridcully]

Scythe - Die Hüter des Todes
Der 1.Band von Neil Shusterman große Trilogie,spielt es ab 2042 wo die Menschheit unsterblich sind.
Da es ansonsten auf der Erde zu viele Menschen geben würde.
Gibt es die Scythe (so ähnlich wie Sensemänner).
Citra und Rowan werden zu Scythe ausgebildet,die von ihren Lehrmeister die Kunst der Nachlesen unterricht werden.
In dem Buch erfährt man,das alle Menschen Naniten im Körper haben wenn sie eine tödliche Verletzungen erlitten.
Die Erde wird von einem Thunderhead überwacht.eine Art Computer.
Hatte am Anfang des Buchs eine art Schwierigkeiten aber im Verlauf der Geschichte wurde es leichter.

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Corydoras

Gefährte

Re: Zuletzt gelesen [Re: Sarwen]

Dragon's Egg von Robert L. Forward

Das Buch wurde 1980 veröffentlicht und spielt 2020 und 2050, was zu skurrilen Situationen wie den Fortbestand der Sowjetunion führt. Außerdem ist es lustig, wie sich ein Mensch der späten 70er Jahre Computer der Zukunft vorstellt...

Zum Plot:
2020 wird am Ende vom Sternbild Draco ein neuer Neutronenstern entdeckt und aufgrund der nahen Sternformation Dragon's Egg getauft. 2050 unternehmen Menschen eine Expedition zu diesem Neutronenstern und entdecken dabei, dass er von intelligenten Wesen, den Cheela, bewohnt wird. Der Großteil des Buches handelt von der Entwicklung der Cheela Zivilisation bis hin zu Kontaktaufnahme und Treffen mit den Menschen.

Es ist ein gut recherchierter Hard Science Fiction Roman, der ergründet, wie Leben auf einem Neutronenstern mit all seinen außergewöhnlichen physikalischen Eigenschaften aussehen müsste. Dragon's Egg misst nur 20km im Durchmesser und dreht sich fünfmal in der Sekunde um sich selbst. Die Gravitation ist millionenfach höher als auf der Erde, was eine extreme Dichte und einer Atmosphäre von nur 5 cm Höhe zur Folge hat. Außerdem wirkt das Magnetfeld extrem stark. Demnach haben die Cheela eine Größe von einem Sesamkorn, wiegen aber ähnlich wie Menschen durchschnittlich 70kg und haben keine feste Form, sind aber aufgrund der Gravitation meistens flach. Ich habe sie mir immer wie Barbapapas vorgestellt, die ihr Form auch je nach Gegebenheiten anpassen.

Das interessanteste ist allerdings, dass ein Tag auf Dragon's Egg 0,2 Sekunden dauert und die Cheela demnach 1 Million mal schneller leben als Menschen. Kommunikation stellt sich daher als schwierig heraus und binnen weniger Tage haben die Cheela die Menschen in ihrer technischen Entwicklung auch schon überholt.

Sehr interessant, sehr lustig, und die Perspektive aus 1980 gibt dem Buch einen besonderen Touch.

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Sarwen

Gefährte

Re: Zuletzt gelesen [Re: Corydoras]

Elfenlicht - Märtyrerkunst
in der Geschichte geht es um Elfen,wo in der Nordischen Mythlogie gerne geredet wird.
Die Autorin hat sich die Elfen so wie Tolkiens Elben angegleicht mit einer Elfensprache.
Ayleen lebt mit ihrem Vater im Elfenwald,wo es von einer Königin regiert wird.
Da sie als einzie Tochter in einer Adelsfamilie hineingeboren wird.
Scheut sie sich nicht davor die Wahrheit zusagen,wo sie deswegen vom Volk und sogar von ihrem Vater gehasst wird.
ihr Vater schlägt sie auch,wenn sie ihm nicht nach seinem Willen gehorcht.
Das in der Geschichte,das öfter passiert konnte ich Ayleen nicht verstehen wie sie ihn immer noch lieben konnte.
Die Autorin schrieb auch wie Naturverbunden die Elfen sind.
Am Ende des Buches,wurde es emotional aber auch spannend wie es im 2.Band weitergeht.

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