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Mittelerde & andere phantastische Welten » Kreativschmiede » Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige

Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

"Herr, lasse dein Licht über uns leuchten!", rief Melisandre.

"Denn die Nacht ist dunkel und voller Schrecken", antworteten Selyse und ihre Getreuen. "Denn die Nacht ist dunkel und voller Schrecken!", wiederholte Stannis. Er zog den Handschuh aus und ließ ihn fallen. Lichtbringer glühte immer noch rötlich, aber die Flammen, die das Schwert eingehüllt hatten, schwanden langsam und erstarben.

Stannis nickte Elessar zu, dann nahm er den Arm der Königin, geleitete sie in das Innere von Drachenstein und ließ Lichtbringer in der Erde stecken. Die Rote Frau verweilte noch einen Augenblick und sah den beiden Knappen zu, die das Schwert des Königs in dessen Ledermantel wickelten. Das Schwert des Helden sieht ziemlich mitgenommen aus, dachte Faramir. Er zweifelte, dass dies tatsächlich eine Waffe mit besonderen Fähigkeiten war. Kurz darauf gingen auch Melisandre und die beiden Knappen mit dem Schwert zurück in die Festung.

Faramir blickte zur Seite in die Gesichter von Elessar und Elphir und sah, dass sie ähnlich unbeeindruckt waren wie er. "Aus dem brennenden ist wohl ein verbranntes Schwert geworden", murmelte Elphir spöttisch.

"Sieht so aus", meinte Elessar. "Ich frage mich, was man damit ausrichten kann gegen den wahren Feind. Und doch… Faramir, geh zu Lord Stark und sag ihm, dass ich Stannis morgen sprechen möchte – in einer etwas kleineren Runde: Wir drei mit König Stannis, Lord Stark und Lady Melisandre."

"Sehr wohl!" Faramir fragte sich zwar, warum Elessar die Rote Frau bei der Besprechung dabei haben wollte, aber er tat, wie ihn sein König geheißen und eilte zu Eddard, der sich leise mit Ser Davos unterhielt.

"Verzeiht die Störung, Lord Stark, aber mein König hat ein Anliegen an den Euren." Er teilte ihm Elessars Wunsch mit. Eddard nickte. "Ich werde es Seiner Gnaden mitteilen. Gute Nacht, Fürst Faramir!"

"Gute Nacht, Lord Stark!" Faramir ging wieder zu Elessar und Elphir. Die Männer Gondors machten sich auf den Weg zurück zu den Schiffen.

"Welchen Eindruck hast du von König Stannis, Faramir?", fragte Elessar unterwegs.

"Er ist stolz und stark, scheint mir", antwortete Faramir, "aber auch stur und grimmig. Er erinnert mich ein wenig an…" Faramir hielt kurz inne, dann fuhrt er fort: "Er erinnert mich mehr als nur ein wenig an meinen Vater. Allerdings hat selbst Herr Denethor öfter gelächelt als Stannis."

"Ja, fürwahr!", stimmte Elessar zu. "Immerhin, Herr Denethor war ein guter Herrscher, bevor…" Er brach ab.

"Bevor er am Ende seines Lebens in Wahnsinn verfiel!", beendete Faramir den Satz. "Möge Stannis ein solches Schicksal erspart bleiben. Er eignet sich gewiss zum Herrscher in diesen gefährlichen Zeiten. Sicher mehr als Renly, den Lord Stark als töricht, leichtsinnig und überheblich beschreibt und der gerade mal dreiundzwanzig Jahre zählt. Ich frage mich allerdings, wie sich der Einfluss dieser seltsamen Roten Frau auf Stannis auswirken wird."

"Das frage ich mich auch", sagte Elessar, "doch was immer man von Frau Melisandre und ihren befremdlichen Ritualen halten mag, so weiß sie doch von der Gefahr, die Westeros droht. Darüber müssen wir morgen sprechen. Und über einen Teil meines verzauberten Traumes, den ich bislang noch niemandem enthüllt habe."

Sie gingen schweigend weiter. Als sie bereits im Hafen waren, fragte Elessar: "Faramir, Stannis hat doch eine Tochter? Er hat sie uns weder vorgestellt noch war sie heute bei der Zeremonie zugegen."

"Ja, Prinzessin Sharin", antwortete Faramir. "Sie ist ein gutes und freundliches Kind, obwohl sie von ihrer Mutter wenig Liebe erfährt. Königin Selyse leidet darunter, dass sie Stannis keinen Sohn schenken konnte. Sie scheint sich ihrer Tochter zu schämen und versucht, sie verborgen zu halten. Doch ich habe sie das eine oder andere Mal bei Maester Cressen getroffen. Sie und Arya Stark sind gute Freundinnen geworden."

"Aber warum schämt sich die Königin ihrer Tochter, wenn sie doch ein gutes Kind ist?", fragte Elessar.

"Sharin hatte eine Krankheit namens Grauschuppen, die ein Teil ihres Gesichts entstellt hat."

"Etwa ihre linke Gesichtshälfte?", rief Elessar.

Faramir war verblüfft. "Ja, richtig. Woher…"

"Ich habe sie auch in meinem verzauberten Traum gesehen!", sagte Elessar. "Aber ich möchte jetzt nicht darüber sprechen. Auf jeden Fall muss dieses Kind beschützt werden! Gute Nacht, Faramir!" Er bestieg mit seinen Wachen ein Boot, das ihn zum Flaggschiff brachte.

"Gute Nacht, Herr", sagte Faramir und fragte sich, was der König in seinem Traum gesehen hatte.

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Ich mache aus mehreren Gründen wieder Pause:

Zum einen werde ich einige noch nicht veröffentliche Kapitel aufgrund des Feedbacks meiner Beta-Leser überarbeiten. Außerdem werde ich die Veröffentlichung der Geschichte auf anderen Seiten vorbereiten, denn angesichts des Desinteresses im Forum muss ich mir auch überlegen, ob ich hier weiter poste.

Und schließlich ist bald Fußball-WM, da habe ich sowieso weniger Zeit. Ende Juli geht es hier eventuell weiter.

Gondor hilft Westeros

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