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Spiel & Spaß » Das Mathom-Haus » konkrete User konkret gefragt

sphnix

Gefährte

Re: Trattoria [Re: sphnix]

Morion!
Ich finde, wenn du siech darniederliegst, könnteste du die Zeit nutzen, um ein paar spannende Episoden oder Fragestellungen aus deinem Leben zu posten.


Verdammt, das war keine Frage.
Ehm.
egal.


Man liest nie mit dem Herzen gut.

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Pyr

Gefährte

Re: Trattoria [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Caddy schrieb:
Das müsste Wider die großen Worte gewesen sein. Ich hatte den Zitierteil allerdings umfangreicher in Erinnerung – ich kann nicht sagen, ob ich mich falsch erinnere oder ob gerade aus diesem Teil etwas gekürzt wurde (denn dass der Text gekürzt ist, wird ja explizit ausgewiesen).



... und allein der Untertitel ist schon die reine Freude



Ich glaube, Popper, wenn er den Blick auf die Gesellschaft als Ganzes richtete, wäre Adrian Veidt.

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
just stop and take a look.

(Sixto Rodriguez)


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.
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Gotmok

Gefährte

Re: Trattoria [Re: Pyr]

Pyr schrieb:
sphnix schrieb:
Caddy schrieb:
Das müsste Wider die großen Worte gewesen sein. Ich hatte den Zitierteil allerdings umfangreicher in Erinnerung – ich kann nicht sagen, ob ich mich falsch erinnere oder ob gerade aus diesem Teil etwas gekürzt wurde (denn dass der Text gekürzt ist, wird ja explizit ausgewiesen).



... und allein der Untertitel ist schon die reine Freude


Adorno schrieb:

Lücken. - Die Aufforderung, man solle sich der intellektuellen Redlichkeit befleißigen, läuft meist auf die Sabotage der Gedanken heraus. Ihr Sinn ist, den Schriftsteller dazu anzuhalten, alle Schritte explizit darzustellen, die ihn zu seiner Aussage geführt haben, und so jeden Leser zu befähigen, den Prozeß nachzuvollziehen und womöglich - im akademischen Betrieb - zu duplizieren. Das arbeitet nicht bloß mit der liberalen Fiktion der beliebigen, allgemeinen Kommunizierbarkeit eines jeden Gedankens und hemmt dessen sachlich angemessenen Ausdruck, sondern ist falsch auch als Prinzip der Darstellung selber. Denn der Wert eines Gedankens mißt sich an seiner Distanz von der Kontinuität des Bekannten. Er nimmt objektiv mit der Herabsetzung dieser Distanz ab; je mehr er sich dem vorgegebenen Standard annähert, um so mehr schwindet seine antithetische Funktion, und nur in ihr, im offenbaren Verhältnis zu seinem Gegensatz, nicht in seinem isolierten Dasein liegt sein Anspruch begründet. Texte, die ängstlich jeden Schritt bruchlos nachzuzeichnen unternehmen, verfallen denn auch unweigerlich dem Banalen und einer Langeweile, die sich nicht nur auf die Spannung bei der Lektüre, sondern auf ihre eigene Substanz bezieht. [...] Aber weit darüber hinaus ist die Forderung nach intellektueller Redlichkeit selber unredlich. Gäbe man ihr selbst einmal die fragwürdige Anweisung zu, die Darstellung solle den Denkprozeß abbilden, so wäre dieser Prozeß so wenig einer des diskursiven Fortschreitens von Stufe zu Stufe, wie umgekehrt dem Erkennenden seine Einsichten vom Himmel fallen. Erkannt wird vielmehr in einem Geflecht von Vorurteilen, Anschauungen, Innervationen, Selbstkorrekturen, Vorausnahmen und Übertreibungen, kurz in der dichten, fundierten, aber keineswegs an allen Stellen transparenten Erfahrung. Von ihr gibt die Cartesianische Regel, man solle sich nur den Gegenständen zuwenden, »zu deren klarer und unzweifelhafter Erkenntnis unser Geist auszureichen scheine«, samt aller Ordnung und Disposition, worauf sie sich bezieht, einen so falschen Begriff wie die ihr entgegengesetzte und im innersten verwandte Lehre von der Wesensschau. Verleugnet diese das logische Recht, das trotz allem in jedem Gedanken sich geltend macht, so nimmt jene es in seiner Unmittelbarkeit, bezogen auf jeden einzelnen intellektuellen Akt und nicht vermittelt durch den Strom des ganzen Bewußtseinslebens des Erkennenden. Darin aber liegt zugleich das Eingeständnis der tiefsten Unzulänglichkeit. Denn wenn die redlichen Gedanken unweigerlich auf bloße Wiederholung, sei's des Vorfindlichen, sei's der kategorialen Formen hinauslaufen, so bleibt der Gedanke, der der Beziehung zu seinem Gegenstand zuliebe auf die volle Durchsichtigkeit seiner logischen Genesis verzichtet, allemal etwas schuldig. Er bricht das Versprechen, das mit der Form des Urteils selber gesetzt ist. Diese Unzulänglichkeit gleicht der der Linie des Lebens, die verbogen, abgelenkt, enttäuschend gegenüber ihren Prämissen verläuft und doch einzig in diesem Verlauf, indem sie stets weniger ist, als sie sein sollte, unter den gegebenen Bedingungen der Existenz eine unreglementierte zu vertreten vermag. Erfüllte Leben geradenwegs seine Bestimmung, so würde es sie verfehlen. Wer alt und im Bewußtsein des gleichsam schuldenlosen Gelingens stürbe, wäre insgeheim der Musterknabe, der mit unsichtbarem Ranzen auf dem Rücken alle Stadien ohne Lücken absolviert. Jedem Gedanken jedoch, der nicht müßig ist, bleibt wie ein Mal die Unmöglichkeit der vollen Legitimation einbeschrieben, so wie wir im Traum davon wissen, daß es Mathematikstunden gibt, die wir um eines seligen Morgens im Bett willen versäumten, und die nie mehr sich einholen lassen. Der Gedanke wartet darauf, daß eines Tages die Erinnerung ans Versäumte ihn aufweckt und ihn in die Lehre verwandelt.



(Minima Moralia)



Du scheinst ja lieber deine Gurus zu zitieren und zu paraphrasieren als selber zu denken. Von daher: Wegtreten, setzen, sechs.
Diesen Adorno-Quatsch könnte ich mir bei Gelegenheit schon mal zur Brust nehmen, allerdings dürfte das hier wohl eher verschwendete Zeit und Mühe sein. Auf jeden Fall scheint mir Adorno durchaus der passende Guru für dich zu sein.

sphnix schrieb:
Um aus diesem Satz (beispielsweise)

Adorno begreift die Gesellschaft in Kategorien, die ihre Herkunft aus der Logik Hegels nicht verleugnen.

diesen

Poppers Übersetzung Adorno verwendet eine an Hegel erinnernde Ausdrucksweise.

zu machen, muss man entweder Scheuklappen von Kissendicke tragen oder aber einfach von der reinen Diffamierungslust getrieben sein



Die Übersetzung ist tatsächlich mißlungen. Habermas sagt, dass Adornos auf die Gesellschaft bezogene Kategorien von Hegels Logik stammen und dass Adorno das nicht bestreitet (wörtlich, dass die Kategorien selbst das nicht bestreiten bzw. "verleugnen", aber dass das genauso gemeint war ist wohl eher abwegig). Poppers Satz sagt nur, dass Adornos Ausdrucksweise (unspezifiziert) an Hegel ERINNERT, also dieser wohl ähnlich ist, was ja nicht das gleiche ist wie von Hegel bzw. aus seiner Logik zu stammen.

Bei Popper hatte ich den Eindruck, dass er im Alter stark nachgelassen hat. In der "Logik der Forschung" war das schon ein anderes Niveau, auch wenn ich das Buch nicht so wahnsinnig spannend fand.
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sphnix

Gefährte

Re: Trattoria [Re: Gotmok]

Keks!
Wer ist eigentlich so dein Guru?

Morion!
Und wer deiner?

Keli!
Hast du auch einen?

Gotmok!
Welches Shampoo benutzt du eigentlich am liebsten?

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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Morion

Gefährte

Re: Trattoria [Re: sphnix]

https://de.wikipedia.org/wiki/Kang_Guru

Ceterum censeo dass Tabu die bessere Alternative gewesen wäre.
Quiek! Quiek! Quiek!
Ist das Satire oder kann das weg?
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sphnix

Gefährte

Re: Trattoria [Re: Morion]


... jetzt ahne ich den des Kekses!

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Keks

Gefährte

Re: Trattoria [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Keks!
Wer ist eigentlich so dein Guru?



Deine Mutter.
(Wundert Dich das?)

Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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sphnix

Gefährte

Re: Trattoria [Re: Keks]

Ja. Ich dachte, das Känguruh!

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Keligone

Nebelläuferin

Re: Trattoria [Re: sphnix]

sphnix schrieb:

Keli!
Hast du auch einen?



Ich hab immer mindestens zwei, die sich gegenseitig widersprechen.

I'm so sorry to interrupt your scrolling
but I just wanted to let you know that in all of my 900 years of travelling through space and time
I have never met anyone who wasn't important.
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sphnix

Gefährte

Re: Trattoria [Re: Keligone]

welche?

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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