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sphnix

Gefährte

Re: Trattoria [Re: Pyr]

Vielleicht hat der Briefträger den Inhalt gestohlen

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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Najade

Gefährte

Re: Trattoria [Re: sphnix]

Ick seh immer noch nischts

.
.
Die dekorative Najade ist dekorativ! Die blonde Najade ist blond!
.
.
"And what good is it to me that you're here now? Where were you twenty years ago, ten years ago? How dare you, how dare you come to me now, when I am this?[...] I wish you had never come. Why did you come now?"
― Peter S. Beagle, The Last Unicorn
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mohrchen

Gefährte

Re: Trattoria [Re: Najade]

Najade schrieb:
Ick seh immer noch nischts

nüschts! Es muss heißen nüschts.

Gruß, Thilo.

Never take your liberty for granted, and be careful whom you vote for because it may be the last election you'll ever have.
-- Garry Kasparov

Terroristen sind NIEMALS Gläubige. Terroristen sind IMMER kranke Arschlöcher!
-- Ralf Ruthe

Geändert durch mohrchen (08.10.2018 19:22)

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sphnix

Gefährte

Re: Trattoria [Re: mohrchen]

Caddy!
Wie heißt der Text, in dem Popper andere Autoren deformiert & dann "widerlegt"?

Man liest nie mit dem Herzen gut.

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Caddy

Gefährte

Re: Trattoria [Re: sphnix]

Das müsste Wider die großen Worte gewesen sein. Ich hatte den Zitierteil allerdings umfangreicher in Erinnerung – ich kann nicht sagen, ob ich mich falsch erinnere oder ob gerade aus diesem Teil etwas gekürzt wurde (denn dass der Text gekürzt ist, wird ja explizit ausgewiesen).

Look at the octopus. Look into his great inhuman eyes.
~ William S. Burroughs, »Octopus«

E Caddy come corpo morto cade.
~ Dante Alighieri, Commedia
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sphnix

Gefährte

Re: Trattoria [Re: Caddy]

danke jedenfalls

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Gotmok

Gefährte

Re: Trattoria [Re: sphnix]

Das war ja eine unautorisierte Version, von Popper selbst dann in der Aufsatzsammlung "Auf der Suche nach einer besseren Welt" unter dem Titel "Gegen die großen Worte" noch mal selbst und in überarbeiteter Form veröffentlicht.
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sphnix

Gefährte

Re: Trattoria [Re: Caddy]

Caddy schrieb:
Das müsste Wider die großen Worte gewesen sein. Ich hatte den Zitierteil allerdings umfangreicher in Erinnerung – ich kann nicht sagen, ob ich mich falsch erinnere oder ob gerade aus diesem Teil etwas gekürzt wurde (denn dass der Text gekürzt ist, wird ja explizit ausgewiesen).



... und allein der Untertitel ist schon die reine Freude

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Pyr

Gefährte

Re: Trattoria [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Caddy schrieb:
Das müsste Wider die großen Worte gewesen sein. Ich hatte den Zitierteil allerdings umfangreicher in Erinnerung – ich kann nicht sagen, ob ich mich falsch erinnere oder ob gerade aus diesem Teil etwas gekürzt wurde (denn dass der Text gekürzt ist, wird ja explizit ausgewiesen).



... und allein der Untertitel ist schon die reine Freude


Adorno schrieb:

Lücken. - Die Aufforderung, man solle sich der intellektuellen Redlichkeit befleißigen, läuft meist auf die Sabotage der Gedanken heraus. Ihr Sinn ist, den Schriftsteller dazu anzuhalten, alle Schritte explizit darzustellen, die ihn zu seiner Aussage geführt haben, und so jeden Leser zu befähigen, den Prozeß nachzuvollziehen und womöglich - im akademischen Betrieb - zu duplizieren. Das arbeitet nicht bloß mit der liberalen Fiktion der beliebigen, allgemeinen Kommunizierbarkeit eines jeden Gedankens und hemmt dessen sachlich angemessenen Ausdruck, sondern ist falsch auch als Prinzip der Darstellung selber. Denn der Wert eines Gedankens mißt sich an seiner Distanz von der Kontinuität des Bekannten. Er nimmt objektiv mit der Herabsetzung dieser Distanz ab; je mehr er sich dem vorgegebenen Standard annähert, um so mehr schwindet seine antithetische Funktion, und nur in ihr, im offenbaren Verhältnis zu seinem Gegensatz, nicht in seinem isolierten Dasein liegt sein Anspruch begründet. Texte, die ängstlich jeden Schritt bruchlos nachzuzeichnen unternehmen, verfallen denn auch unweigerlich dem Banalen und einer Langeweile, die sich nicht nur auf die Spannung bei der Lektüre, sondern auf ihre eigene Substanz bezieht. [...] Aber weit darüber hinaus ist die Forderung nach intellektueller Redlichkeit selber unredlich. Gäbe man ihr selbst einmal die fragwürdige Anweisung zu, die Darstellung solle den Denkprozeß abbilden, so wäre dieser Prozeß so wenig einer des diskursiven Fortschreitens von Stufe zu Stufe, wie umgekehrt dem Erkennenden seine Einsichten vom Himmel fallen. Erkannt wird vielmehr in einem Geflecht von Vorurteilen, Anschauungen, Innervationen, Selbstkorrekturen, Vorausnahmen und Übertreibungen, kurz in der dichten, fundierten, aber keineswegs an allen Stellen transparenten Erfahrung. Von ihr gibt die Cartesianische Regel, man solle sich nur den Gegenständen zuwenden, »zu deren klarer und unzweifelhafter Erkenntnis unser Geist auszureichen scheine«, samt aller Ordnung und Disposition, worauf sie sich bezieht, einen so falschen Begriff wie die ihr entgegengesetzte und im innersten verwandte Lehre von der Wesensschau. Verleugnet diese das logische Recht, das trotz allem in jedem Gedanken sich geltend macht, so nimmt jene es in seiner Unmittelbarkeit, bezogen auf jeden einzelnen intellektuellen Akt und nicht vermittelt durch den Strom des ganzen Bewußtseinslebens des Erkennenden. Darin aber liegt zugleich das Eingeständnis der tiefsten Unzulänglichkeit. Denn wenn die redlichen Gedanken unweigerlich auf bloße Wiederholung, sei's des Vorfindlichen, sei's der kategorialen Formen hinauslaufen, so bleibt der Gedanke, der der Beziehung zu seinem Gegenstand zuliebe auf die volle Durchsichtigkeit seiner logischen Genesis verzichtet, allemal etwas schuldig. Er bricht das Versprechen, das mit der Form des Urteils selber gesetzt ist. Diese Unzulänglichkeit gleicht der der Linie des Lebens, die verbogen, abgelenkt, enttäuschend gegenüber ihren Prämissen verläuft und doch einzig in diesem Verlauf, indem sie stets weniger ist, als sie sein sollte, unter den gegebenen Bedingungen der Existenz eine unreglementierte zu vertreten vermag. Erfüllte Leben geradenwegs seine Bestimmung, so würde es sie verfehlen. Wer alt und im Bewußtsein des gleichsam schuldenlosen Gelingens stürbe, wäre insgeheim der Musterknabe, der mit unsichtbarem Ranzen auf dem Rücken alle Stadien ohne Lücken absolviert. Jedem Gedanken jedoch, der nicht müßig ist, bleibt wie ein Mal die Unmöglichkeit der vollen Legitimation einbeschrieben, so wie wir im Traum davon wissen, daß es Mathematikstunden gibt, die wir um eines seligen Morgens im Bett willen versäumten, und die nie mehr sich einholen lassen. Der Gedanke wartet darauf, daß eines Tages die Erinnerung ans Versäumte ihn aufweckt und ihn in die Lehre verwandelt.



(Minima Moralia)

Gommorah is a nursery rhyme
you won't find in the book.
It's written on your city's face,
just stop and take a look.

(Sixto Rodriguez)


In ihrem Schweigen gegen die Erlebnisberichte der Individuen wird die Totalität das letzte Wort behalten.

Geändert durch Pyr (12.10.2018 16:04)

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sphnix

Gefährte

Re: Trattoria [Re: sphnix]

sphnix schrieb:
Caddy schrieb:
Das müsste Wider die großen Worte gewesen sein. Ich hatte den Zitierteil allerdings umfangreicher in Erinnerung – ich kann nicht sagen, ob ich mich falsch erinnere oder ob gerade aus diesem Teil etwas gekürzt wurde (denn dass der Text gekürzt ist, wird ja explizit ausgewiesen).



... und allein der Untertitel ist schon die reine Freude



Und auch der Artikel ist eine Freude (in beiden Fassungen).
Um aus diesem Satz (beispielsweise)

Adorno begreift die Gesellschaft in Kategorien, die ihre Herkunft aus der Logik Hegels nicht verleugnen.

diesen

Poppers Übersetzung Adorno verwendet eine an Hegel erinnernde Ausdrucksweise.

zu machen, muss man entweder Scheuklappen von Kissendicke tragen oder aber einfach von der reinen Diffamierungslust getrieben sein.

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