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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Buchbesprechung Harry Potter, Band 4

athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 [Re: Eiliane]

Stimmt schon, so einfach ist das sicher wirklich nicht, einen volljährigen Mitschüler vorzuschicken.So fürchterlich eng scheinen die Beziehungen zu den Schülern der älteren Jahrgänge ja offenbar nicht zu sein, und außerdem ist es natürlich schon eindeutig illegal, den Anmeldezettel für einen jüngeren Schüler in den Feuerkelch zu werfen, und ein älterer Schüler wird sich da durchaus überlegen, ob das nicht üble Folgen haben könnte, auch für ihn.

Insofern ist es schon glaubhaft, was du schreibst: Dumbledore fragt Harry nur deshalb, ob ein älterer Schüler den Zettel für ihn eingeworfen hat, weil das vielleicht Karkaroff und Maxime ein bisschen beruhigt. Denn genaugenommen denkt Dumbledore ja logisch genug um zu verstehen, dass jemand den Feuerkelch in irgendeiner Weise manipuliert haben muss, und da ist halt die Idee, dass man dem Feuerkelch klar macht, dass diesmal vier Schulen teilnehmen, eine doch recht naheliegende Möglichkeit.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 [Re: athameg]

Im folgenden Kapitel geht es vor allem um die Reaktionen darauf, dass er Feuerkelch Harry als Champion ausgibt.

The Four Champions

Dass Harry als Champion aufgerufen wird, löst naturgemäß ziemlich heftige Reaktionen aus. McGonagall spricht direkt Dumbledore darauf an, aber Dumbledore schickt Harry (sichtlich wenig begeistert) in den Raum, in dem sich die anderen Champions versammelt haben.

Die Schulleiter, einige Lehrer (McGonagall, Snape, später auch Moody) und die Veranstalter (Crouch sen. und Bagman) folgen den Champions in diesen Raum. Maxime und Karkaroff protestieren heftig gegen Harrys Teilnahme, weil ein zusätzlicher Teilnehmer natürlich die Gewinnchancen ihrer Champions schmälert.

"Moody"/Crouch jun. erklärt, auf welche Art es dazu kommen konnte, dass der Feuerkelch einen vierten Namen ausgibt: de Feuerkelch muss getäuscht worden sein, indem man ihm klar gemacht hat, dass diesmal vier Schulen teilnehmen anstatt drei, und Harry ist als einziger Teilnehmer für die vierte Schule gekennzeichnet worden, was sicher stellt, dass er mit Sicherheit ausgelost wird. Also, eins ist klar: jemand wollte Harry unbedingt im Turnier haben, und Harry selbst ist überzeugt davon, dass dies jemand ist, der ihn auf diese Art unauffällig anzugreifen und umzubringen versucht. - "Moody"/Crouch jun. verrät hier sehr viel von seinem Vorgehen, allerdings ist sein Gedankengang durchaus in character für Moody, und er muss klar stellen, dass die Auslosung nicht Harrys Schuld ist, damit Harry nicht eventuell disqualifiziert wird.

Interessant ist es, Crouch sen. zu beobachten, dem es sichtlich nicht gut geht - kein Wunder, denn er steht ja unter dem Imperiusfluch und ist vermutlich damit beauftragt worden, darauf zu bestehen, dass Harry am Turnier teilnimmt. Und offenbar ist er auch verpflichtet worden, am Abend in sein Haus zurückzukehren, zu Voldemort und Wormtail, damit man ihn sicher unter Kontrolle halten kann.

Im Gemeinschaftsraum der Gryffindors wird gefeiert, denn für die Gryffindors ist Harry jetzt natürlich ein Held. Dass er gar nicht ins Turnier wollte, glaubt ihm offenbar so gut wie niemand (Hermione tut es). Ron ist außerordentlich gekränkt. Er geht davon aus, dass Harry einen Weg gefunden hat, den Feuerkelch auszutricksen und seinen Namen einzugeben, und er nimmt es sehr übel, dass Harry ihn nicht darüber informiert hat. Denn Ron würde gern teilnehmen, wegen der Ehre (endlich stände er mal im Mittelpunkt) und natürlich auch wegen des Geldes, das für ihn (weil er keins hat) halt schon sehr wichtig ist. Ein heftiger Streit zwischen Harry und Ron ist damit vorprogrammiert.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 [Re: athameg]

Ich habe immer den Film im Kopf, wo Harry vor dem Turnier ja von allen Seiten Ablehnung erfährt. Da hat mich die Feier im Gryffindor-Gemeinschaftsraum schon überrascht.
Dass Ron gekränkt ist, weil er annimmt, dass Harry einen Weg gefunden hat sich anzumelden und ihm den Weg nicht gesagt hat, verstehe ich.
Dass Ron aber Harry gar nicht glaubt, dass er nicht seinen Namen reingeworfen hat, verstehe ich nicht. Gehört Vertrauen nicht zu einer Freundschaft?
Anscheinend braucht Ron in jedem Band jemanden, mit dem er sich überwerfen kann, im letzten Band war es Hermione.

~~**~~**~~**~~
Like gravity, karma is so basic we often don’t even notice it
~~°°~~°°~~°°~~
Und was wir heute nicht gesehn, das ruft uns morgen, fortzugehn
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Phoenixin

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 [Re: athameg]

Hallo, ich lese hier schon länger mit und mag diese Art der Buchbesprechung sehr. Jetzt habe ich mich registriert, um mitzuschreiben.

Ja, wenn man HP 4 verspoilert liest, wird einem bewusst, wie geschickt und gleichzeitig vorsichtig "Moody" vorgeht. Die Geschichte lebt davon, dass der Erstleser ihn nicht zu früh durchschaut. Trotzdem muss es genug Andeutungen auf "Moodys" Handeln geben, damit Voldemorts Plan am Ende logisch erscheint. Rowling macht das wirklich geschickt. Sie sorgt dafür, dass der Leser den Imperius-Fluch kennenlernt, andererseits begreift man wohl nicht sofort, dass Crouch sen. unter diesem Fluch steht. Durch das Turnier und die Weltmeisterschaft lernt Harry die Personen, die für das Ende von HP 4 wichtig werden, frühzeitig kennnen (Crouch, Winky, Bertha Jorkins wird auch erwähnt), trotzdem erkennt man den Zusammenhang noch nicht.

zu Ron:

Aus Rons Sicht bringt das Turnier zwei Vorteile mit sich: Harry muss nicht an den Prüfungen teilnehmen und hat die Aussicht auf das Preisgeld. Ron hat erlebt wie unzufrieden seine Mutter mit den Prüfungsergebnissen von Fred und George war und erlebt die Nachteile von Armut (Stichwort Festumhang). Er verknüpft mit dem Turnier auch öffentliche Anerkennung, redet von einem "Fototermin". In HP 1 sieht er sich im Spiegel Nerhegeb u. a. als Schulsprecher und Quidditch-Mannschaftskapitän mit Pokal. Der beste Freund kommt da nicht vor... Deshalb ist Rons Reaktion konsequent. Er möchte Erfolg und Anerkennung und glaubt, Harry habe ihn um die Chance gebracht, das zu erreichen. Dies ist (zumindest zeitweise) tatsächlich wichtiger als sein Vertrauen zu Harry. Ich glaube, dieser Streit ist auch für Harrys Gemütsverfassung wichtig. Er kommt völlig unverschuldet in eine missliche Lage und kann nicht auf seinen besten Freund zählen. Außerdem lenkt dieser Streit so wunderbar von der Manipulation des Feuerkelches ab...
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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 [Re: Phoenixin]

@ Naugrim

Doch, dass die Gryffindors Harry feiern, ist eigentlich schon logisch. Wir kennen ja diese starke Rivalität zwischen den Schulhäusern zur Genüge, und dass die Gryffindors sich freuen, wenn einer von ihnen am Turnier teilnimmt, wenn auch unter sehr zweifelhaften Umständen, ist schon nachvollziehbar. Im Film sehen wir die Reaktion der Gryffindors einfach nicht, da sehen wir nur die Reaktion von Slytherin-Schülern, denen das naturgemäß überhaupt nicht passt, und von Cedrics Kumpels (also vermutlich Hufflepuffs), denen es als Cedric-Fans so ähnlich gehen dürfte.

@ Phoenixin

Erst mal: herzlich willkommen! Und ich hoffe, du schreibst weiter mit, denn du hast offenkundig wirklich was zu sagen.


Das jedenfalls stimmt genau: Band 4 ist schon wirklich sehr geschickt aufgebaut, wie bei einem gut gemachten Krimi, wo zwar alle Informationen da sind, aber man durchschaut sie eben nicht gleich als solche.

Und, was Ron betrifft: natürlich hat Naugrim Recht, zu einer Freundschaft gehört Vertrauen, und Ron traut Harry in dieser Sache Harry absolut nicht. Aber man sollte bitte nicht vergessen, dass Ron genau so wenig "nett" ist wie Harry selbst, und dass es bei beiden gute Gründe für dieses nicht-nett-Sein gibt.

Für Ron ist es eben wirklich sehr wichtig, Anerkennung zu finden, erfolgreicher zu sein als seine Brüder, und es ist auch sehr wichtig, Geld genug zu haben. All das könnte er durch einen Turniersieg erreichen. Dass ihm diese Dinge wichtig sind, ist ja auch durchaus nachvollziehbar. Für jemanden, der an ausreichend Geld und ein gewisses Maß an Anerkennung gewöhnt ist, mag das nicht so wichtig sein, aber für Ron ist es halt schon offenkundig extrem wichtig. Ganz wichtig finde ich den Hinweis auf das, was Ron als Elfjähriger im Spiegel Nerhegeb gesehen hat: sich selbst, allein, als Schülersprecher und Quidditchsieger; sein bester Freund kam da nicht vor. Denn Beziehungen zu Menschen sind nichts, was Ron fehlt, er hat eine ausgedehnte Familie, mit der er sich um Grunde ja doch ausgezeichnet versteht; Beziehungen zu Menschen sind für ihn selbstverständlich vorhanden, die braucht er sich nicht extra zu wünschen. Erfolg und Geld dagegen hat er nicht, also geht seine Wunschvorstellung mehr in diese Richtung. Bei Harry ist es ja im Grunde genau umgekehrt: für ihn ist die fehlende Familie das Wichtigste, was er sich wünscht und was er dann auch im Spiegel sieht. Geld und Anerkennung sieht er nicht. Warum auch? Geld hat er genug, und prominent ist er auch, selbst ohne sein eigenes Zutun.

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Sarwen

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 [Re: athameg]

Schon am Anfang dieses Kapitel,als alle Anwesende Harry anstarren.
Kennt wohl jeder, wie Harry sich fühlen muss.
Und zu Ron,kann ich ihn auch verstehen.

Nin o Chithaeglir,lasto beth daer:
Rimmo nin Bruigen dan in Ulaer!
Nin o Chithaeglir,lasto bethe daer:
Rimmo nin Bruinen dan in Ulaer! ~ Arwen
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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 [Re: Sarwen]

Lugo Bagmann teilt den drei Champion mit, dass Harry als vierter Teilnehmer vom Feuerkelch ausgewählt wurde.

Madam Maxime und Karkaroff sind wütend und fühlen sich hintergangen. Sie beschuldigen Dumbledore bei der Alterslinie versagt und so Hogwarts zu zwei Champions verholfen zu haben.

Snape weist die Anschuldigungen gegen Dumbledore heftig zurück. Er beschuldigt Harry Potter dafür verantwortlich zu sein, schon immer hat dieser die Regeln gebrochen.
Wieso sagt er das? Snape weiß doch, dass Harry das nie gekonnt hätte, seine Fähigkeiten dazu nicht ausreichten.

Crouch sen. weist darauf hin, dass nach den Regeln des Trimagischen Turniers, die Schüler, deren Namen der Feuerkelch ausgibt, verpflichtet sind am Turnier teilzunehmen.

Moody erklärt den Anwesenden, dass wohl mit einem ungewöhnlich starken Verwechslungszauber der Feuerkelch genötigt wurde, für eine vierte Schule einen Kandidaten zu wählen und Harrys Name für diese eingeworfen wurde.

Moody/Crouch muss es ja wissen, es ist aber auch die einzige Möglichkeit zum Ziel zu kommen.
Nur wenn Crouch Harry als einzigen Kandidaten für eine vierte Schule einwirft kann er sicher sein, dass Harry ausgewählt wird.
Manipuliert er den Kelch so, dass er einen zweiten Kandidaten für Hogwarts auswählt, kann er nicht sicher sein, dass dieser zweite Harry ist.

Dumbledore weiß das auch. Warum verbietet er dann nicht einfach die Teilnahme von Harry?
Wie Dumbledore schon sagte, wer vom Feuerkelch ausgewählt wird kann es sich nicht noch einmal überlegen, er muss kämpfen, es ist ein bindender magischer Vertrag geschlossen worden.
Wir erfahren nicht was passieren würde, wenn jemand doch zurücktreten würde und sich weigert daran teilzunehmen.

Dumbledore ist sehr besorgt, in Hogwarts ist ein gefährlicher Zauberer, der Harry schaden will. Er weiß nicht wer das ist, aber er kann wahrscheinlich davon ausgehen, dass Harry nur während der drei Aufgaben gefährdet ist. Sonst hätte der sich nicht die Mühe gemacht Harry ins Turnier zu bringen.
Verbietet Dumbledore jedoch Harrys Teilnahme am Turnier, würde der „Feind“ sich eine andere Strategie ausdenken und ein Angriff auf Harry könnte jederzeit geschehen.


Gryffindor feiert und Ron ist gekränkt.
Harry wollte nicht feiern, er machte sich sorgen, warum wollte jemand, dass er am Turnier teilnahm? Damit er sich lächerlich machte oder hatte Moody recht, wünschte jemand ihm den Tod? Da war sein Traum, Voldemort und Wurmschwanz, die seinen Tod planten.
Ron fühlt sich hintergangen und Harry kann nicht verstehen, warum Ron ihm nicht glaubt.
Seit über drei Jahren ist Ron Harrys bester Freund. In dieser Zeit haben sie viele Abenteuer erlebt, und so manche gefährliche Situation überstanden.
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Phoenixin

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 [Re: athameg]

@ athameg

Danke für deine Willkommensworte!

In Bezug auf:
Bei Harry ist es ja im Grunde genau umgekehrt: für ihn ist die fehlende Familie das Wichtigste, was er sich wünscht und was er dann auch im Spiegel sieht. Geld und Anerkennung sieht er nicht. Warum auch? Geld hat er genug, und prominent ist er auch, selbst ohne sein eigenes Zutun.



Du hast absolut Recht. Harrys und Rons Wünsche sind genau gegenteilig. Das hat mir bewusst gemacht, wie sehr dieser Streit von der Biographie und den Lebenserfahrungen der beiden geprägt ist.
Dass Ron einen Weg aus der Armut sucht, kann ich auch verstehen. Aus seiner Sicht ist das Trimagische Turnier eine gute Gelegenheit dafür, nur... Mich erinnert es gerade an gewisse TV-Shows, bei denen ein Preisgeld ausgelobt wird und sich die Kandidaten (vermeintlich) gefährlichen Aufgaben stellen müssen und sich dabei (potentiell) in peinliche Situationen bringen. Auch wenn der Vergleich etwas hinkt, wäre eine (illegale!) Turnierteilnahme einfach nicht mein Mittel zur Armutsbekämpfung.

Interessanterweise denkt Harry in diesem Kapitel auch an den Traum vom Anfang des Buches zurück. Er verdächtigt völlig zu Recht Voldemort und Wurmschwanz, kommt aber nicht auf die Idee, dass Voldemort einen weiteren Komplizen haben könnte. Überhaupt dieser Traum... Durch ihn vermutet Harry erstmalig von Anfang an, dass Voldemort einen Mordplan gegen ihn ausheckt und es geht mehr um das Wie als um das Ob. Für die Spannung des Romans ist es natürlich wichtig, dass Harrys Erinnerungen an den Traum lückenhaft sind und er noch nicht weiß, wie er mit Träumen dieser Art umgehen muss. Ganz grundsätzlich mag ich den Gedanken, dass "das Böse" einen Weg in Harrys Kopf findet... Die Bedrohung wird so immer konkreter.
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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 [Re: Eiliane]

Eiliane schrieb:

Snape weist die Anschuldigungen gegen Dumbledore heftig zurück. Er beschuldigt Harry Potter dafür verantwortlich zu sein, schon immer hat dieser die Regeln gebrochen.
Wieso sagt er das? Snape weiß doch, dass Harry das nie gekonnt hätte, seine Fähigkeiten dazu nicht ausreichten.



Ich glaube, Snape macht das aus zwei ganz unterschiedlichen Gründen, Gefühlen, die sich zum Teil widersprechen.
Zum ersten mag Snape Harry nicht, kann ihn nicht ausstehen. Also kann man ihm wunderbar die Schuld an allem geben, ob er nun schuld ist oder nicht spielt da keine so große Rolle.
Harry bricht in Snapes Augen dauernd die Regeln und kommt immer damit davon, es muss also diesmal wieder so sein.
Zum anderen ist das Turnier gefährlich, sehr gefährlich sogar.
Snape wünscht zwar Harry alles Schlechte, aber nicht den Tod, dazu sieht er doch noch zu viel Lily in Harry. Also will er nicht, dass Harry, der schlechtere Chancen als alle anderen hat, weil seine Fähigkeiten und seine Stärke noch nicht so ausgebildet sind, teilnimmt und den Tod finden könnte.

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Sarwen

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 [Re: Phoenixin]

Phoenixin schrieb:

Interessanterweise denkt Harry in diesem Kapitel auch an den Traum vom Anfang des Buches zurück. Er verdächtigt völlig zu Recht Voldemort und Wurmschwanz, kommt aber nicht auf die Idee, dass Voldemort einen weiteren Komplizen haben könnte. Überhaupt dieser Traum... Durch ihn vermutet Harry erstmalig von Anfang an, dass Voldemort einen Mordplan gegen ihn ausheckt und es geht mehr um das Wie als um das Ob. Für die Spannung des Romans ist es natürlich wichtig, dass Harrys Erinnerungen an den Traum lückenhaft sind und er noch nicht weiß, wie er mit Träumen dieser Art umgehen muss. Ganz grundsätzlich mag ich den Gedanken, dass "das Böse" einen Weg in Harrys Kopf findet... Die Bedrohung wird so immer konkreter.



Über Harrys Gedanke an Lord Voldemort,das es mit Hilfe eines Komplizen war,musste ich auch denken.

@:Phoenixin: Herzlich Willkommen im Forum.

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