Zum Inhalt springen

Passwort vergessen?

Jetzt registrieren

herr-der-ringe-film.de

Mittelerde & andere phantastische Welten » Kreativschmiede » Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige

Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Faramir II

Nachdem die ganze Kompanie wieder an Bord war, ließ Faramir die beiden Gäste in seine Kajüte führen. Boromir (oder der Mann, der wie Boromir aussah) wurde aufs Bett gelegt. Auf Faramirs Geheiß wurde ein Heiler herbei gerufen, der das verletzte Bein des Mannes wusch und neu verband. Seine Tochter (aufgrund der Ähnlichkeit nahm Faramir an, dass das Mädchen seine Tochter war) zeigte auf ihren offen Mund und ihren Bauch.

"Ich verstehe, du hast Hunger", sagte Faramir und klatschte in die Hände. "Bringt Speisen und Getränke für die Gäste!" Bald darauf wurden Wasser, Brot, Butter, Käse und Früchte in die Kajüte gebracht. Faramir bot dem Mädchen einen Stuhl an, ebenso dem Mann, der mit Hilfe des Heilers vom Bett aufstand. Beide aßen viel und man merkte, dass sie schon einige Zeit kein reichliches Mahl erhalten hatten.

Faramir leistete ihnen zunächst Gesellschaft und fragte sich, wen er da gerettet hatte: Dieser Mann sah Boromir zwar verblüffend ähnlich, doch er war wohl ein Mensch dieser Welt. Außerdem hatte er eine Tochter – oder vielleicht sogar zwei Töchter? Faramir erinnerte sich an das rothaarige Mädchen, das in den Kuppelbau gezerrt worden war. Hat sie nach ihrem Vater geschrien? Seine Hoffnung, dass Boromir von den Toten wiedergekehrt war, hatte sich verflüchtigt.

Schließlich ging Faramir an Deck, um nach dem Rechten zu sehen. Das Schiff befand sich mittlerweile auf dem offenen Meer. Am Horizont waren im Westen noch die Türme der roten Festung zu sehen. Der Truchsess schaute zur Mithrellas, wo Elphir ihm zuwinkte. Er gab das Zeichen zu langsamer Fahrt und zuckte fragend mit den Schultern.

"Also gut!", sagte Faramir und nickte. Er gab den Befehl, langsamer zu rudern, da sie scheinbar nicht verfolgt wurden. Anschließend ging er wieder in die Kajüte und setzte sich zu seinen Gästen.

Der Truchsess zeigte auf sich selbst und sagte: "Faramir!" Dann zeigte er auf den Mann, der wie Boromir aussah. Dieser verstand und sagte: "Eddard! Eddard Stark!" Er legte seine Hand auf den Arm des Mädchens und sagte: "Arya! Arya Stark!" Dann sagte er noch einige Worte, die Faramir nicht verstand, doch er vermutete, dass er damit ausdrücken wollte, dass sie seine Tochter war.

Faramir überlegte, wie er seinen Gästen mehr über sich sagen könnte und stand auf. Er holte eine Karte vom Nordwesten von Mittelerde und legte sie auf den Tisch. Eddard und Arya schauten neugierig und verwundert auf die Karte. Faramir zeigte auf sein Heimatland. "Gondor!" sagte er. "Da kommen wir her. Hier ist Minas Tirith. Und hier: Ithilien. Hier Dol Amroth!"

Eddard schüttelte den Kopf. Er machte mit seiner Hand eine ratlose Bewegung über der Karte und fragte: "Westeros? Essos?" Dann zeigte er nach draußen und sagte: "Westeros!" Faramir schloss daraus, dass dies der Name des Landes war. Und er war sich nun endgültig sicher, dass dieser Mann nicht sein Bruder war, sondern tatsächlich ein Mensch dieser Welt. Aber wie ist es möglich, dass zwei Menschen in zwei verschiedenen Welten sich in Aussehen und Stimme völlig gleichen?

Doch ehe er weiter darüber nachdenken konnte, hörte er von draußen einen Alarmruf. Er eilte zur Tür und ging hinaus. Arya Stark sprang auf und folgte ihm.

An Decke sah Faramir, dass seine Männer nach Westen in die Richtung der Stadt blickten. Dort waren entfernt drei Segel zu entdecken. "Also doch!", rief Faramir. "Wir werden verfolgt!" Auch Arya Stark schien beunruhigt. Sie eilte zurück in die Kajüte.

"Rudern!", befahl Faramir. "So schnell es geht. Gebt auch der Mithrellas das Zeichen!" Faramir sah, dass auf dem anderen Schiff Elphir zu rudern befahl. Sogleich begannen die Seeleute auf beiden Schiffen zu rudern. Unterdessen humpelte Eddard Stark von seiner Tochter gestützt an Deck. Sie kamen zu Faramir, der die Verfolger beobachtete. Zunächst schien der Vorsprung der beiden Schiffe aus Gondor zu wachsen. Nach einiger Zeit bekam Faramir aber den Eindruck, dass die Verfolger wieder näher kämen.

"Sie sind nicht so schwer beladen wie wir", murmelte Faramir und rief laut: "Schneller rudern!" Alle Schiffe aus Gondor waren vor ihrer Abfahrt mit großen Vorräten für eine lange Reise beladen worden.

Die Verfolger kamen immer näher. Es waren Galeeren mit gelben Segeln. Faramir schaute zu seinen Gästen und bemerkte, dass Vater und Tochter sich aufgeregt unterhielten. Sie schienen zu wissen, wer ihre Verfolger waren. "Ihr beide geht besser zurück in die Kajüte!" sagte Faramir und zeigte zur Tür. Eddard Stark verstand Faramirs Geste und humpelte in die Kabine. Arya Stark folgte ihm widerwillig.

"Macht euch bereit zum Gefecht!", befahl Faramir seinen Männern. Er rechnete damit, dass die Verfolger sie angreifen würden. Mittlerweile waren die drei Schiffe so nahe, dass Faramir das Wappen auf den Segeln erkennen konnte: Es war ein schwarzer Hirsch auf gelbem Grund.

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


- Heermeister von Gondor
- Vorleser des Roten Buches
- Zitatewerfer der krassen Herde
- Facebook-Verweigerer
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

AHUUUUU! Der vertraute Klang von Signalhörnern erschallte plötzlich – doch er kam nicht von den verfolgenden Schiffen im Westen, sondern aus östlicher Richtung. Faramir drehte sich um und sah, dass ihnen die Flotte Gondors entgegenkam, allen voran die Ancalime, König Elessars Flaggschiff. Die Männer auf der Finduilas und der Mithrellas brachen in Jubel aus. Faramir atmete erleichtert auf. Er ließ das Signal erwidern, dann blickte er wieder zu den Verfolgern.

Zunächst kamen die drei Galeeren mit dem Wappen des Hirsches immer noch näher. Doch dann wurden sie langsamer und wendeten. Sie hatten angesichts der fremden Flotte die Verfolgung aufgegeben und ruderten fluchtartig nach Westen, während die Männer Gondors wieder jubelten. Faramir gab den Befehl, langsamer zu fahren.

Angelockt von den Jubelrufen kamen auch Eddard und Arya wieder aus der Kajüte. Faramir ging ihnen entgegen. "Seht, unser König ist zu unserer Hilfe gekommen!" Er zeigte auf die Ancalime. Vater und Tochter blickten auf das Wappen Gondors auf dem schwarzen Segel: Der Weiße Baum, über ihm sieben Sterne und die hohe Krone. Das Wappen schien ihnen zu gefallen, denn sie begannen, angeregt zu diskutieren und schienen dabei erfreut. Faramir ließ dem Flaggschiff signalisieren, dass er an Bord kommen wollte. Nach einigen weiteren Hornstößen hielt die Flotte Gondors an.

"Kommt!", sagte Faramir zu seinen beiden Gästen. "Ich stelle Euch unserem König vor!" Sie bestiegen ein Beiboot, das ins Wasser herabgelassen wurde und fuhren zur Ancalime. Über eine Strickleiter kamen sie auf das Flaggschiff Gondors. Faramir führte Eddard und Arya zum König, der an Deck auf einem Stuhl saß. Als er Faramirs Gäste sah, erhob er sich.

"Boromir!", rief Elessar völlig verblüfft. "Wie ist das möglich? Ich war doch selbst dabei, als du gestorben bist!"

Doch Eddard schüttelte heftig den Kopf, zeigte auf sich und sagte: "Eddard Stark!"

"Aber Boromir! Erkennst du mich denn nicht? Ich bin es, Aragorn!" Elessar nannte seinen alten Namen, unter dem Boromir ihn gekannt hatte.

"Herr, das ist nicht Boromir!", mischte sich Faramir ein. "Das ist Eddard Stark, ein Mensch dieser Welt. Das Mädchen ist seine Tochter Arya Stark. Sie verstehen unsere Sprache nicht."

"Aber diese Ähnlichkeit, Faramir! Seine Stimme, sein Gesicht! Aber was ist mit seinem Bein geschehen?" Er klatschte in die Hände und sogleich wurden Stühle für die Gäste gebracht. Sie setzten sich.

"Faramir, wie kam es dazu, dass Boro… dass Eddard Stark und seine Tochter auf deinem Schiff mitgefahren sind und warum wurdet ihr verfolgt?" Faramir berichtete darauf, wie er mit seinen Männern in die Stadt eingedrungen war und sich wie im Traum vorhergesehen zu dem großen Kuppelbau begeben hatte, wo er Eddard Starks Hinrichtung verhindert hatte und wie sie aus der Stadt geflohen waren.

"Mir wurde die Enthauptung, die du verhindert hast, gezeigt!", entfuhr es dem König, als Faramir seinen Bericht beendet hatte. "In meinem verzauberten Traum habe ich gesehen, wie einem Mann, der mir bekannt vorkam, vor einer Menschenmenge der Kopf abgeschlagen wurde. Manwe sagte mir, dass in dieser Welt ehrenwerte Leute heimtückisch ermordet würden, wenn wir nicht eingreifen! Eines dieser Verbrechen hast du bereits verhindert, Faramir!"

Elessar nickte Faramir zu. "Gut gemacht, Truchsess! Du hast das Richtige getan und einen ehrenwerten Mann gerettet, auch wenn er nicht dein Bruder ist, sondern ihm nur verblüffend ähnlich sieht."

Dass Elessar seinen verzauberten Traum erwähnte, erinnerte Faramir an den seinen. "Herr, in meinem Traum erfuhr ich, dass ich in jener großen Stadt jemanden finden würde, der meine Hilfe benötigt und der uns im Gegenzug helfen könnte. Zweifellos ist Eddard Stark dieser Mann!"

"Ja, fürwahr!", stimmte Elessar zu. "Zunächst sollten wir wissen, wohin wir ihn bringen sollten, nachdem du ihn aus den Klauen dieses bösartigen Kindkönigs gerettet hast."

Er stand auf. "Herr Eddard Stark, wohin sollen wir uns wenden? Nach Norden, Osten, Westen, Süden?" Er wies mit seinen Armen in die jeweiligen Himmelsrichtungen. Eddard Stark schien zu verstehen, denn er zeigte nach Nordosten und sagte einige Worte, wobei er das Wort "Stannis" betonte.

"Stannis? Ist das ein Ort?", fragte Elessar.

Eddard deutete eine Verneigung gegenüber Elessar an, zeigte auf dessen Krone, wandte sich dann nach Nordosten und deutete nochmal eine Verneigung an und sagte dabei wieder: "Stannis!"

"Ich denke, Stannis ist der Name seines Königs!", mutmaßte Faramir. "wir finden ihn im Nordosten!"

"Nun denn, dann fahren wir zu Stannis!", beschloss Elessar. "Faramir, Eddard Stark und seine Tochter bleiben deine Gäste. Bringe sie also zurück auf dein Schiff. Und noch etwas: Versuche, während der Reise, ihre Sprache zu lernen, auch wenn es schwierig ist!"

"Sehr wohl, Herr! Das ist ohnehin meine Absicht."

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


- Heermeister von Gondor
- Vorleser des Roten Buches
- Zitatewerfer der krassen Herde
- Facebook-Verweigerer
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Cersei I

Der Tag war ganz und gar nicht so verlaufen, wie es sich Cersei vorgestellt hatte. Dabei hatte er doch zunächst wie geplant begonnen: Eddard Stark hatte seinen Verrat zugegeben und Joffrey als rechtmäßigen König anerkannt. Aber danach war alles furchtbar schiefgegangen.

Es fing damit an, dass Joffrey Eddard Stark zum Tode statt zum Dienst in der Nachtwache verurteilt hatte. Cersei hatte dagegen ebenso protestiert wie Varys und der Hohe Septon, doch Joffrey hatte sich nicht darum gekümmert, sondern Ilyn Payn die Hinrichtung befohlen. Doch gerade als der Henker mit Eddards Stark Schwert ausholte, wurde er plötzlich von einem Pfeil getroffen und mit einem weiteren Pfeilschuss getötet.

Wie aus dem Nichts waren fremde Krieger aufgetaucht und während der Hofstaat Zuflucht in der Großen Septe suchte, hatten sie sich mit Eddard Stark davongemacht. Aber wie konnten diese Fremden in die Stadt eindringen und wieder entkommen? Wer waren sie überhaupt und wer hatte sie geschickt?

Nachdem die Fremden auf zwei Schiffen in die Schwarzwasserbucht geflohen waren, hatte Cersei die Verfolgung durch drei Galeeren der königlichen Flotte befohlen. Am Abend waren die drei Schiffe zurückgekehrt – ohne Gefangene, aber mit der beunruhigenden Meldung, dass sich in der Bucht eine fremde Flotte von etwa vierzig bis fünfzig Schiffen der Stadt näherte.

Cersei berief darauf sofort eine Sitzung des Kleinen Rates ein. Die Gesichter der Mitglieder waren ernst, als sich der Rat versammelte. Selbst Lord Petyr Baelish, der meist ein verschmitztes, spöttisches Lächeln auf den Lippen hatte, wirkte beunruhigt. Cersei eröffnete die Sitzung und wandte sich zunächst an den Kommandanten der Stadtwache:

"Lord Slynt, eine feindliche Flotte befindet sich in der Schwarzwasserbucht. Ist die Stadtwache bereit zum Kampf?"

"Unbedingt, Euer Gnaden!", antwortete Janos Slynt selbstbewusst und leichtfertig. "Wir werden jeden Angriff auf Königsmund erfolgreich abwehren!"

"Das ist beruhigend, Lord Slynt", sagte Cersei, die freilich den Eindruck hatte, dass der Kommandant die Bedrohung durch die fremde Flotte nicht ernstnahm. "Wie viele der fremden Eindringlinge konntet Ihr töten oder gefangen nehmen? Habt Ihr die Gefangenen schon befragt?"

Janos Slynt lief rot an, als die Königin ihm diese Fragen stellte und antwortete dann stotternd: "Äh, nein Euer Gnaden… Wir konnten keinen befragen… Sie sind alle entkommen…Leider."

Und diesen unfähigen Schwachkopf haben wir zum Lord von Harrenhal gemacht!, dachte Cersei. Sie wandte sich an den Meister der Flüsterer:

"Lord Varys, was habt Ihr in der Zwischenzeit über diese Fremden herausgefunden? Woher kommen sie und wer hat sie geschickt?"

"Ich fürchte, diese Fragen kann ich noch nicht beantworten, Euer Gnaden", antwortete Varys. "Einige meiner Vögelchen haben die Fremden zwar gesehen und sie auch sprechen gehört, doch leider kein Wort verstanden, da sie eine gänzlich fremde Sprache sprechen."

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


- Heermeister von Gondor
- Vorleser des Roten Buches
- Zitatewerfer der krassen Herde
- Facebook-Verweigerer
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

"Wie? Der große Lord Varys hat nichts herausgefunden?", fragte Kleinfinger spöttisch nach. "Ihr enttäuscht mich, mein Freund!"

"Ihr irrt Euch, Lord Baelish!", widersprach Varys ärgerlich. "Ich habe sehr wohl einiges herausgefunden. Diese Fremden kamen mit zwei Schiffen, wobei die Besatzung des ersten Schiffes am Hafen für einiges Aufsehen sorgte, weil niemand sie verstehen konnte. Ein Kaufmann, der zuerst versucht hatte, mit ihnen zu sprechen, ließ einen Maester rufen, um sich mit ihnen zu verständigen. Aber es nützte alles nichts…"

"Das ist alles schon bekannt, Lord Varys! Doch ich will wissen, wie die Fremden in die Stadt eindringen und wieder entkommen konnten!", unterbrach ihn Cersei.

"Dazu komme ich jetzt, Euer Gnaden", fuhr Varys fort. "Da sich alle Aufmerksamkeit auf das erste Schiff richtete, konnten Männer vom zweiten Schiff in die Stadt eindringen, wobei sie die Wache am Schlammtor erfolgreich bestachen."

"Was?", rief Pycelle empört. "Es gibt bestechliche Stadtwachen? Das ist ja unerhört! Diese Wache muss gefunden und bestraft werden!" Janos Slynt lief noch röter an, während Kleinfinger spöttisch grinste und Cersei die Augen verdrehte.

"Ja, selbstverständlich!", sagte sie ärgerlich, "Aber wir haben gerade andere Sorgen! Macht weiter, Lord Varys, wie entkamen die Fremden aus der Stadt, wo doch eine ganze Kompanie der Stadtwache im Hafen war?"

"Sie war dort, ja", antwortete Varys, "aber meine Vögelchen berichteten mir, dass diese Kompanie auf dem Platz der Fischhändler mehr oder weniger an den Fremden vorbei gestürmt ist, da sie durch das von Lord Slynt befohlene Signal als Verstärkung zur Großen Septe gerufen wurde."

"Wie?", rief Janos Slynt und rang um Fassung. "Ihr… Ihr…Ihr wollt mir die Schuld geben, dass die Fremden entkommen sind?! Alles was ich tat, diente alleine der Sicherheit des Königs!"

Cersei schnaubte verächtlich, doch sie sagte erstmal kein böses Wort gegen Slynt. Sie hatte zwar wenig für den unfähigen und korrupten Kommandanten der Goldröcke übrig, aber sie hatte nicht vergessen, dass er es gewesen war, der ihre Macht durch seinen Verrat an Eddard Stark und die Ermordung der Männer aus Winterfell gerettet hatte.

"Dafür sind wir Euch auch dankbar, Lord Slynt!", sagte Kleinfinger. "Wir können jetzt nicht mehr ändern, dass die fremden Söldner fort sind. Aber wer hat sie hierher geschickt, um Eddard Stark zu befreien? War es Lord Stannis oder Lord Renly? Oder am Ende der junge Robb Stark?"

"Das ist mit Sicherheit das Werk von Stannis!", antwortete Cersei. "Er hat als Meister der Schiffe die meisten Kontakte nach Essos, wo er diese Söldner zweifellos angeheuert hat – er hat auf jeden Fall mehr Kontakte als Renly, von dem Wolfswelpen ganz zu schweigen! Stannis ist der Gefährlichste unter diesen Verrätern und Eddard Stark unterstützt seinen Anspruch – ihr alle habt es gehört!" Die Männer nickten, denn sie waren alle dabei gewesen, als Eddard Stark im Thronsaal Stannis als "wahren Erben" von Robert bezeichnet hatte – wenige Augenblicke, bevor er festgenommen und in den Kerker geworfen worden war.

Cersei sah das Nicken der Männer und dachte gleichzeitig daran, wie nutzlos sie doch alle angesichts der Bedrohung durch die fremde Flotte waren. Stannis‘ Flotte, dachte sie. Und wenn Renly tatsächlich in Rosengarten ist und die Unterstützung der Tyrells gewinnt… Vater muss mit seinem Heer zu uns kommen! Außerdem brauchen wir Seefeuer – viel Seefeuer!

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


- Heermeister von Gondor
- Vorleser des Roten Buches
- Zitatewerfer der krassen Herde
- Facebook-Verweigerer
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

An dieser Stelle ein Tipp für Leser, die A Song of Ice and Fire nur im englischen Original gelesen haben und in meiner Geschichte vielleicht über ungewohnte Namen und Bezeichnungen wie Rosengarten (Highgarden) oder Seefeuer (Wildfire) stolpern: Zum Nachschauen empfehle ich das Wiki von Eis und Feuer, wo in den Artikeln auch die Originalnamen genannt und die entsprechenden Artikel aus dem Wiki of Ice and Fire verlinkt sind.

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


- Heermeister von Gondor
- Vorleser des Roten Buches
- Zitatewerfer der krassen Herde
- Facebook-Verweigerer
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht
Zusatzinformationen
Thread drucken