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Mittelerde & andere phantastische Welten » Kreativschmiede » Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige

Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

"Arya!", rief Ned überrascht. Seine jüngere Tochter zog die Klinge aus dem Bein des unglücklichen Mannes, der von einem der fremden Krieger erschlagen wurde. Arya lief zu ihren Vater und umarmte ihn unter Tränen mit ihrem rechten Arm, während sie in der linken Hand immer noch Nadel hielt. Der Anführer der Fremden blickte überrascht auf das Kind, sprach dann aber drängend zu Ned, wobei er heftig gestikulierte. Auch wenn Ned kein Wort verstand, erkannte er doch anhand der Gesten seines Retters, dass er dazu drängte, diesen Ort schnell zu verlassen.

"Vater, wer sind diese Männer?", fragte Arya. "Und warum helfen sie uns?"

"Ich weiß es nicht, Kind", antwortete Ned, "aber der Mann hat Recht. Wir sollten hier weg."

Die Menschenmenge hatte sich zerstreut und die Goldröcke waren getötet worden oder geflohen. Doch Ned ahnte, dass sie bald in größerer Anzahl wiederkommen würden. Er versuchte, einen Schritt zu gehen, doch der Schmerz in seinem Bein ließ ihn aufschreien. Der Anführer der fremden Krieger sah dies und rief zwei seiner Männer herbei, damit sie Ned stützten.

"Meine Herren, bitte nehmt auch mein Schwert mit!", rief Ned und zeigte auf Eis. Der Anführer verstand zumindest die Geste und nahm die valyrische Klinge, die neben dem toten Ilyn Payn lag. Er gab sie einem seiner Männer.

Mit der Hilfe der beiden Krieger, die ihn stützten, humpelte Ned die Stufen hinab. Arya ging an seiner Seite, nachdem sie ihr Schwert wieder in die Scheide gesteckt hatte.

Als er sich umschaute, sah er, dass auf den Stufen und auf dem Platz die Leichen mehrere Goldröcke lagen. Doch auch einige der Leute aus der Menge waren getötet worden. Der Anführer schien darüber nicht erfreut zu sein, denn er schimpfte mit seinen Männern – zumindest hörte es sich so an. Ned fragte sich, woher diese Männer kamen, warum sie ihn gerettet hatten und wohin sie ihn und Arya bringen wollten.

Sie ließen den Platz vor der Septe hinter sich und gingen Visenyas Hügel hinab, wobei sie wegen Neds Verletzung nur langsam vorankamen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ganze Stadtwache über uns herfällt, dachte Ned. Doch zunächst hatten sie Glück; sie begegneten unterwegs zwar einigen Stadtbewohnern, die aber flohen, als sie die blanken Schwerter in den Händen der fremden Krieger erblickten.

Auf dem Platz in der Mitte der Stadt stießen sie auf einen Holzwagen, der von einem Pferd gezogen wurde. Der Anführer erteilte einen Befehl und sofort rannten mehrere Männer zu dem Wagen. Der Fuhrmann ließ seine Peitsche und die Zügel los, sprang von seinem Gefährt und rannte davon. Die Fremden halfen Ned auf den Wagen. Arya stieg auch hinauf und setzte sich neben ihren Vater. Ned seufzte erleichtert, als er sitzen konnte und sein verletztes Bein nicht mehr belasten musste. Einer der Krieger hatte sich auf den Platz des Fuhrmanns gesetzt und trieb das Pferd an, so dass sich der Wagen in Bewegung setzte. Ein anderer legte das Schwert Eis neben Ned.

Geführt von Eddards Retter liefen die fremden Krieger nun deutlich schneller. Zunächst schlugen sie die Straße zum Roten Bergfried ein. "Wohin wollt Ihr?" fragte Ned. Doch niemand antwortete.

"Sie verstehen uns nicht!", seufzte Arya. "Wir verstehen sie auch nicht. Keiner von ihnen spricht die Gemeine Zunge. Sind diese Leute von jenseits der Meeres?"

"Das sind sie gewiss", antwortete Ned, "aber es ist gut, dass sie uns helfen. Schau, wir ändern die Richtung!" Die Fremden bogen nach rechts in den Schlammweg ab und liefen in Richtung des Hafens, während der Wagen in ihrer Mitte fuhr.

"Arya, warum hast du dich in den Kampf eingemischt?", fragte Ned streng. "Das war sehr gefährlich, was du gemacht hast!"

"Aber Vater, ich musste zu deiner Rettung eingreifen!", rief Arya empört. "Auch wenn so einer alter Mann in einem schwarzen Umhang versucht hat, mich festzuhalten. Ich kannte ihn irgendwoher. Er hat mich dann allerdings losgelassen, als in der Menge Panik ausbrach."

"Das war Yoren von der Nachtwache", seufzte Ned. "Du kanntest ihn, weil er mich vor paar Tagen besucht hat. Ich hatte gehofft, er würde dich in Sicherheit bringen. Jetzt kann ich nur hoffen, dass unsere ausländischen Freunde uns sicher aus dieser Stadt bringen."

Sie hatten fast schon den Fischhändlerplatz vor dem Schlammtor erreicht, als von Visenyas Hügel her das Schmettern von lauten Hörnern zu vernehmen war. Sie schlagen Alarm, dachte Ned, gleich sind sie hier und haben uns.

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Über 500 Hits in weniger als zwei Wochen sind ein Indiz dafür, dass die Geschichte tatsächlich gelesen wird. Für mich wäre es allerdings schöner, wenn die Leser auch schreiben würden, was sie von der Geschichte halten. Im Vorwort schrieb ich ja bereits:
In Bezug auf:
Feedback, Kommentare und konstruktive Kritik sind ausdrücklich erwünscht. Ich bitte darum, diese nicht per PM zu schicken, sondern hier im Thread zu posten!

Also liebe Leser, meine Fragen an euch:
Gefällt euch die Geschichte bisher?
Was gefällt euch?
Was gefällt euch weniger?

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Hisimir

Gefährte

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Also mir gefällts sehr gut.
Anfangs habe ich mich gefragt, wie das ganze funktionieren soll, aber du hast die "Weltenreise" geschickt gelöst, wie ich finde.

Ich bin mal gespannt, wie du die Sprachbarriere angehen wirst
Ich musste laut lachen, als Faramir in Ned Boromir erkennt. Da kommt der Einfluss der Serie raus
Du schreibst gut und spannend.
Das wird jetzt so eine herrlich spekulative was-wäre-wenn Geschichte und das sind, wie ich finde, die besten Fanfics.

Ich bin gespannt wie es weitergeht.

No One
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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Hisimir]

Vielen Dank für dein positives Feedback, Hisimir!
Hisimir schrieb:
Ich bin mal gespannt, wie du die Sprachbarriere angehen wirst
Ich musste laut lachen, als Faramir in Ned Boromir erkennt. Da kommt der Einfluss der Serie raus

Mir war es wichtig, dass es am Anfang eine Sprachbarriere gibt, denn es erschien mir in anderen Crossover-Geschichten unplausibel, dass Leute aus völlig verschiedenen Welten die gleiche Sprache sprechen.

Zu der Fanfiction wurde ich durch Órin mit diesem Beitrag inspiriert. So kam ich auf die Idee, dass Faramir der geeignete Retter für Ned Stark wäre.

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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Sansa I

Auch im Inneren der Großen Septe konnte sich Sansa nicht beruhigen. Sie lachte und weinte gleichzeitig, während sie von widersprüchlichen Gefühlen erschüttert wurde. Sie war so glücklich gewesen, als ihr Prinz sie angelächelt hatte: Er würde wie versprochen gnädig sein und das Leben ihres Vaters verschonen. Doch dann hatte er ihn mit seinem Befehl an Ser Ilyn zum Tode verurteilt. Da hatten Sansas Beine nachgegeben und sie war in die Knie gegangen. Sie hatte geschrien, in ihrem Herzen die Götter um Hilfe angefleht und wollte sich abwenden, als Ilyn Payn das Schwert hob, doch sie konnte nicht wegschauen. So hatte sie gesehen, dass nicht ihr Vater, sondern der Henker getötet wurde und auf einmal diese fremden Männer die Goldröcke angriffen.

Ihr Entsetzen war in wilden Jubel umgeschlagen: Die Götter hatten jemanden geschickt, der ihren Vater rettete! Um sie herum war Panik ausgebrochen und die Leute drängten in die Große Septe, doch sie hatte versucht, zu ihrem Vater zu gelangen. Aber sie kam nicht an gegen den Strom der Menschen und dann hatte sie auch noch der Bluthund gepackt und mit in die Septe gezogen. Die Goldröcke schlossen auf Befehl ihres Kommandanten die Türen. Sansa war gefangen, doch sie lachte bei dem Gedanken, dass ihr Vater am Leben war.

"Was gibt es das zu lachen, Tochter des Verräters?", fuhr Joffrey sie an. Er stand einige Schritte entfernt von ihr neben seiner Mutter.

"Mein Vater lebt", antwortete Sansa, "trotz Eures gebrochenen Wortes. Ihr habt versprochen, gnädig zu sein!"

"Das war ich!", erwiderte Joffrey. "Ich wollte diesem Verräter einen sauberen Tod schenken! Aber jetzt wird er gefoltert und gehängt! Und mit ihm deine Mutter und dein Bruder! Deine ganze verräterische Sippe! Am besten fange ich mit dir an, du Hure aus dem Norden – jetzt und hier!" Als Sansa das hörte, lachte sie nicht mehr und fing wieder an zu weinen.

"Euer Gnaden!", protestierte der Hohe Septon. "Wir sind hier in der Großen Septe von Baelor! An diesem heiligen Ort wird niemand getötet. Ein solcher Frevel…"

"Schweigt, Septon!", schrie Joffrey. "Ich bin der König! Ich kann machen, was ich will!"

"Halt den Mund, Dummkopf!", fuhr Cersei ihren Sohn an. "Du wirst Sansa Stark nicht töten! Wir brauchen sie lebendig! Willst du noch mehr Schaden anrichten? Wir hatten doch klar vereinbart, dass du Eddard Stark zur Nachtwache schickst!"

"Wie redest du mit mir, Mutter?", rief Joffrey empört. "Ich bin der König! Ich habe deinen Rat zur Kenntnis genommen, aber ich entscheide selbst, was ich mache! Warum sollte ich diesen Verräter Eddard Stark oder seine Brut schonen?"

"Weil sein Sohn mit einem großen Heer auf dem Weg hierher ist und ein mildes Urteil gegen seinen Vater ihn dazu bewogen hätte, dich als König anzuerkennen, anstatt seinen Aufstand weiter anzustacheln und ihn an die Seite deiner verräterischen Onkel zu treiben! Gewiss hat einer von ihnen diese fremden Krieger geschickt, die uns überfallen haben." Sie wandte sich an den Kommandanten der Goldröcke, der an der Tür stand. "Lord Slynt, wie konnte das passieren, dass Feinde in die Stadt eindringen? Was sind das überhaupt für Männer?"

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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Gondor hilft Westeros (Fanfiction), Band I: Ein anderer Krieg der fünf Könige [Re: Buchfaramir]

Janos Slynt wurde blass. "Ich, äh, weiß es nicht", stammelte er. "Sehr viel habe ich von diesen Männern nicht gesehen, aber sie waren wohl nicht auf Anhieb als Krieger zu erkennen. Vielleicht waren es Männer von Lord Stannis oder von Lord Renly. Vielleicht auch welche von Robb Stark."

Natürlich hat er nicht viel gesehen, dachte Sansa. Sie weinte nicht mehr. Janos Slynt hatte es ja eilig, in die Septe zu fliehen. Aber wie Nordmänner sahen diese Leute nicht aus.

"Ihr seid also völlig ahnungslos!", schimpfte Cersei. "Dann geht hinaus und findet heraus, was das für Männer sind! Und bringt Eddard Stark zurück – lebend!"

"Aber, aber…", stotterte Janos Slynt, "es könnte gefährlich sein, diese Tür zu öffnen. Diese Fremden könnten hinein schießen und das Leben des Königs gefährden! Hier sind wir, äh… seid Ihr in Sicherheit, so lange die Tür zu ist."

Was für ein Feigling! dachte Sansa. Sie war froh, dass sich die Aufmerksamkeit des Königs und seiner Mutter gerade nicht auf sie, sondern den Kommandanten der Goldröcke richtete. Auch war sie der Königin dankbar, dass sie Joffreys Drohung so deutlich widersprochen hatte. Doch Cerseis Worte über Sansa klangen kalt und berechnend. "Wir brauchen sie lebendig." Als ob Sansa kein Mensch wäre, sondern ein Gegenstand. Dabei war die Königin doch immer so freundlich gewesen.

"Ich fürchte mich nicht vor irgendwelchen daher gelaufenen Fremden!", rief Joffrey. "Ebenso wenig vor Verrätern! Robb Stark, Stannis, Renly – ich werde sie alle besiegen und töten! Mit diesen Fremden, die die Hinrichtung des Verräters verhindert habe, fange ich an. Ser Meryn, öffnet die Tür!"

Meryn Trant schritt zur Ausgang, doch auf ein Zeichen von Cersei stellten sich mehrere Wachen zwischen Joffrey und die Tür, bevor Ser Meryn sie öffnete. Er blickte hinaus, drehte sich um und sagte: "Sie sind fort!"

"Was?", rief Janos Slynt und trat zur Tür, nachdem er gerade noch hinter den Wachen gestanden hatte. Nach und nach gingen die Goldröcke hinaus die Lords und Ladies folgten ihnen langsam. Auch Sansa, die immer noch vom Bluthund festgehalten wurde, durfte mit hinaus. Auf den Stufen der Großen Septe und dem Platz lagen mehrere getötete Menschen – die meisten von ihnen waren Goldröcke, einige wenige wohl Leute aus der Menschenmenge, die sich längst verflüchtigt hatte. Auch die Leiche von Ilyn Payn war noch da, nicht aber das Schwert Eis. Von Sansas Vater und den Fremden, die ihn gerettet hatten, fehlte jede Spur.

Oh ihr Götter, habt Dank, dachte Sansa und lächelte. Er ist entkommen.

Janos Slynt blickte sich vorsichtig um und rief dann seinen Männern zu: "Los, ruft Verstärkung herbei! Wir brauchen mehr Männer, um seine Gnaden sicher zum Roten Bergfried zurück zu geleiten und um die feindlichen Eindringlinge aufzuspüren!"

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