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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Off Topic » Wer die Wahl hat...

Inken

Gefährte

Unkommentierte lange Zitate [Re: Papierdrache]

Papierdrache schrieb:
Wie von mir erwartet - in Kenntnis der Vorgänge hier im Forum aus 2015/2016 - wird dieser meinige Beitrag "missverstanden" und das Schubladendenken hat wieder eingesetzt.


Warum Schubladendenken?

Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass Menschen sich weiterentwickeln. Und ich bin immer neugierig darauf, wie ein paar Jahre später ein Mensch nun denkt und empfindet.

Aber: Ellenlange Beiträge ohne Zitatzeichen - aus denen also nicht hervorgeht, wer die Texte geschrieben hat, Du oder jemand anders . die lese ich nicht. Sie empfinde ich als Zumutung.

Und selbst wenn Zitatzeichen dagewesen wären und ich also wüsste, wie der Mensch heißt, der da seitenlang zitiert wird:
lese ich das grundsätzlich auch nicht, weil der Zitierende vorher nicht zusammengefasst fast, was dieser Text im Einzelnen belegen soll.

Dass Du jetzt selbstmitleidig den anderen die Schuld dafür gibst, dass man auf die Fremd-Texte nicht eingehen kann, ist jetzt allerdings wieder traurig.
Du unterstellst, während sonst hier niemand unterstellt hat.

Eine Frage vielleicht noch:
Sollten diese Texte Deine eigene Meinung untermauern, oder sollten sie zeigen, dass man so auf keinen Fall denken darf, nach Deiner Ansicht?
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Berzelmayr

Gefährte

Re: Wer die Wahl hat... [Re: sir_gabi]

sir_gabi schrieb:
Besonders, wenn es so vollkommen unkommentiert bleibt. Ok, Papierdrache mag die Bundeskanzlerin und die Politik der GroKo nicht ... das haben nun, denke ich, alle verstanden.


Hattest du nicht vor zwei Jahren mal gesagt, dass du nun durch den Zuzug der Flüchtlinge im Gegensatz zu früher glauben würdest, nicht mehr bis zum Umfallen arbeiten zu müssen, weil quasi nun jemand da wäre, der dir die Rente erarbeiten würde? Ich weiß nicht, ob du wegen dieser Sache immer noch so optimistisch bist.

In Bezug auf:

„Rentenalter muss steigen, um Flüchtlinge zu ernähren“

Die Deutschen sollen nach Meinung von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn länger arbeiten, um die Kosten der Flüchtlingsintegration stemmen zu können. Auch der Mindestlohn müsse abgeschafft werden.


https://www.welt.de/wirtschaft/article14...book.shared.web
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sir_gabi

Gefährte

Re: Wer die Wahl hat... [Re: Berzelmayr]

Berzelmayr schrieb:
sir_gabi schrieb:
Besonders, wenn es so vollkommen unkommentiert bleibt. Ok, Papierdrache mag die Bundeskanzlerin und die Politik der GroKo nicht ... das haben nun, denke ich, alle verstanden.


Hattest du nicht vor zwei Jahren mal gesagt, dass du nun durch den Zuzug der Flüchtlinge im Gegensatz zu früher glauben würdest, nicht mehr bis zum Umfallen arbeiten zu müssen, weil quasi nun jemand da wäre, der dir die Rente erarbeiten würde? Ich weiß nicht, ob du wegen dieser Sache immer noch so optimistisch bist.

In Bezug auf:

„Rentenalter muss steigen, um Flüchtlinge zu ernähren“

Die Deutschen sollen nach Meinung von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn länger arbeiten, um die Kosten der Flüchtlingsintegration stemmen zu können. Auch der Mindestlohn müsse abgeschafft werden.


https://www.welt.de/wirtschaft/article14...book.shared.web



Ja genau, die Hoffnung hatte ich. Allerdings ist ja die Flüchtlingswelle seit 2015 auch schon wieder abgeebbt. Deshalb gibt es gar nicht die "Masse" an neuer potentieller Arbeitskraft.

Die Aussagen des verlinkten Artikels sind doch auch nur Wasser auf den Mühlen der Flüchtlingsgegner. Das Problem der länger lebenden Gesellschaft und des Demographie-Wandels ist kein Problem der Flüchtlinge, sondern der hier lebenden Gesellschaft. Keiner wagt sich da richtig ran, weil offenbar niemandem ein "Allheilmittel" eingefallen ist. Und so vertagt man das Jahr um Jahr, bis die ersten Probleme kommen.

Wenn ich meinen Lohnbescheid bekomme, denke ich auch jedes Mal: Ach wie schön wäre das, wenn ich mal das Brutto-Gehalt bekommen würde. Oder wenigstens die Jahresprämie. Dass ich dann dennoch von meinem Netto-Gehalt auch noch Geld für das Alter zurücklegen soll, ist eben das Doofe. Jetzt könnte ich nämlich mit dem Geld noch Dinge machen, die mein Leben abseits der Arbeit lebenswerter machen. Wer weiß, wie es mir im Alter geht und ob ich da noch körperlich und geistig so rüstig bin, um das auszukosten.

Neben den schlecht bezahlten Jobs im sozialen Bereich, haben wir auch ein anderes massives Problem: Viele, die Arbeit haben, arbeiten einfach zu viel. Nicht nur, dass sie zu viele Überstunden machen, sie pumpen sich auf Arbeit völlig leer, weil natürlich die Angst vor dem Job-Verlust da ist, falls sie das nicht tun, aber auch weil sie selbst den Anspruch an sich legen: Du musst das jetzt leisten.

Das ging mir jetzt auch drei Jahre so, dass ich eigentlich zu viel gearbeitet habe und es nicht mal mitbekommen habe, weil mir mein Job halt auch viel Spaß macht. Allerdings kam ich abends immer total ausgelaugt nach hause und hatte keinen Elan, Leute zu treffen, mir ein neues soziales Umfeld aufzubauen, Hobbies nachzugehen. Auch das Wochenende war ausschließlich zur Erholung gedacht und nicht, um das Leben irgendwie zu genießen ... Da ich die Arbeit ja die ganze Zeit sehr zufriedenstellend erledigt habe, war es auch sehr schwierig meinem Chef zu vermitteln, dass ich jetzt Unterstützung brauche und eine zweite Stelle ausgeschrieben werden muss. Da sollte ich dann plötzlich noch mehr Arbeitsfelder suchen, die dann der/die Neue abdecken soll, obwohl ich ja jemand für das Arbeitspensum wollte, das ich bisher allein erledigte.

Deshalb ist auch die Aussicht, dass man bis 70 Jahre oder mehr einmal arbeiten muss, nicht gerade eine Wunschvorstellung. Weil man dann ja auch nicht die Kraft (geistig wie physisch) für soviel Arbeit hat. Auch am Schreibtisch nicht ...

In großen Firmen könnten z. B. die Gehälter umverteilt werden, damit mehr Leute eingestellt werden können. Warum Manager Millionen verdienen und ein Ingenieur o.ä. "nur" 30 000 - 40 000 € erschließt sich mir nicht. Meinetwegen kann so ein Manager 10 oder 20 Tausend € mehr verdienen, aber doch keine Million(en) mehr. Ohne einen Manager zu kennen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand ein Millionen-Gehalt tatsächlich mit Arbeitskraft erarbeiten kann.

In Deutschland ist man in diesem "höher-schneller-weiter"-Modus gefangen. Aber wir sind jetzt eben auf diesem richtig guten wirtschaftlichen Stand, dass wir eben JETZT mal diese drängenden Probleme in Angriff nehmen sollten. Denn jetzt würde uns eine Mehrbelastung (und ohne eine Mehrbelastung des Steuerzahlers wird es nicht gehen) weniger schmerzen, als in ein paar Jahren, wenn wir wegen der Digitalisierung des Arbeitslebens wieder steigende Arbeitslosenzahlen haben. Denn dann ist es ja wieder eine höhere Mehrbelastung für die, die noch in Arbeit sind.

Die Flüchtlinge spielen dabei jedenfalls eine ganz untergeordnete Rolle und es ist einfach nur Populismus, denen jetzt die Probleme zuzuschieben, die wir auch so bekommen hätten.

Mads Mikkelsen — der coolste Däne seit Hamlet!
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Pyr

Gefährte

Re: Wer die Wahl hat... [Re: Berzelmayr]

Berzelmayr schrieb:
In Bezug auf:

„Rentenalter muss steigen, um Flüchtlinge zu ernähren“

Die Deutschen sollen nach Meinung von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn länger arbeiten, um die Kosten der Flüchtlingsintegration stemmen zu können. Auch der Mindestlohn müsse abgeschafft werden.


https://www.welt.de/wirtschaft/article14...book.shared.web



Ich wage die Behauptung, dass für Sinn im Zweifelsfall noch die Qualität seines Frühstücks ein hinreichender Anlass sein dürfte, diese Forderungen auszusprechen.

"Weit schlimmer als der Zustand, in dem nur das Schlechte gefressen wird, ist der Zustand, in dem schon alles gefressen wird."

(Bert Brecht; 'Theater als geistige Angelegenheit')
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mohrchen

Gefährte

Re: Wer die Wahl hat... [Re: Berzelmayr]

https://www.welt.de/wirtschaft/article14...book.shared.web

In Bezug auf:
Konkret forderte er, den Mindestlohn abzuschaffen, weil nur so genug Jobs für die Flüchtlinge entstünden.


Früher wurde das auch über Kündigungsschutz gesagt und die Gesetze gelockert. Hat irgendwie nicht wirklich mehr Jobs gebracht, oder?

In Bezug auf:
Sinn weiter: "Wenn die Zuwandernden keine Stellen kriegen, werden sie nicht integriert, und dann werden wir erhebliche Spannungen in der Gesellschaft bekommen. Dann kippt die Stimmung erst recht"

Aktuell dürfen die meisten doch gar nicht arbeiten, also ist das Argument schlicht falsch.

In Bezug auf:
Nach Einschätzung von Sinn wird durch die Zuwanderung Druck auf die Löhne in Deutschland ausgeübt, wodurch die sozialen Unterschiede zunähmen. "Wenn Geringqualifizierte zuwandern, wird die Einkommensverteilung ungleicher. Das ist immer so. Und es wird immer teurer, das durch den Sozialstaat auszugleichen. Insofern drohen uns amerikanische Verhältnisse."

Umgekehrt: Wenn Geringqualifizierte ohne eine Lohnuntergrenze bezahlt werden, dann wird die Einkommensverteilung immer ungleicher. Das ist in Deutschland schon vor 2015 passiert. Die 1,5 Millionen tragen da keinen Deut zu bei!

Gruß, Thilo.

Umfrage: Wer Waffenexporte verdoppelt hat, sollte in Flüchtlingsdebatte besser das Maul halten
-- Der Postillon

Terroristen sind NIEMALS Gläubige. Terroristen sind IMMER kranke Arschlöcher!
-- Ralf Ruthe
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Keks

Gefährte

Re: Wer die Wahl hat... [Re: mohrchen]

mohrchen schrieb:
In Bezug auf:
Sinn weiter: "Wenn die Zuwandernden keine Stellen kriegen, werden sie nicht integriert, und dann werden wir erhebliche Spannungen in der Gesellschaft bekommen. Dann kippt die Stimmung erst recht"

Aktuell dürfen die meisten doch gar nicht arbeiten, also ist das Argument schlicht falsch.




Das stimmt so allerdings nicht. Anerkannte Flüchtlinge dürfen sofort arbeiten, und Menschen, bei denen das Asylverfahren noch läuft, können sich nach Ablauf von drei Monaten einen Job suchen und konkret für den eine Arbeitserlaubnis beantragen (die meines Wissens üblicherweise auch erteilt wird, obwohl es natürlich lästiger bürokratischer Aufwand ist und in einigen Bundesländern auch noch eine "Vorrangprüfung" stattfinden muss, ob nicht ein Deutscher oder EU-Bürger für den Job zur Verfügung stünde). Viele finden nur einfach keinen Job, was wiederum ganz unterschiedliche Gründe hat.
All das ändert aber natürlich trotzdem nichts daran, dass Herr Sinn wenig ... äh, ich verkneife mir an dieser Stelle einen Namenskalauer ... kluges sagt.

Pero este no es el mundo que yo quiero.

Ich finde tackern super. Ich finde, man sollte viel mehr tackern.
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Re: Ali: Fear Eats the Soul [Re: Papierdrache]

Papierdrache schrieb:
Ich verabschiede mich mit einem offenen Brief an Wolf Biermann


Oh ich wusste bisher nicht dass du weiblich UND CDU-Politikerin bist!




Der einfachste Weg führt aufs Abstellgleis
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Gyrdoin

Gefährte

Re: Wer die Wahl hat... [Re: Pyr]

Pyr schrieb:
Berzelmayr schrieb:
In Bezug auf:

„Rentenalter muss steigen, um Flüchtlinge zu ernähren“

Die Deutschen sollen nach Meinung von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn länger arbeiten, um die Kosten der Flüchtlingsintegration stemmen zu können. Auch der Mindestlohn müsse abgeschafft werden.


https://www.welt.de/wirtschaft/article14...book.shared.web



Ich wage die Behauptung, dass für Sinn im Zweifelsfall noch die Qualität seines Frühstücks ein hinreichender Anlass sein dürfte, diese Forderungen auszusprechen.




I second that.

Professor Anti-Mindestlohn ist gegen Lohndumping? Verkehrte Welt.

Die Welt ist dazu da, um von uns kaputt gedacht zu werden.
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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Wer die Wahl hat... [Re: Gyrdoin]

Die gestrige Wahl in Niedersachsen hat gezeigt, dass die SPD tatsächlich noch lebt. Erfreulich, dass bei den Niedersachsen die Bäume der AfD nicht in den Himmel wachsen - anders als bei der FPÖ.

Österreich rückt noch weiter nach rechts - nicht nur durch das starke Abschneiden der FPÖ. Und was zum Henker ist mit den österreichischen Grünen, die zwei Drittel ihrer Stimmen verloren haben?

Gondor hilft Westeros

"Ich würde dieses Ding nicht nehmen, und wenn ich es auf der Straße fände."


- Heermeister von Gondor
- Vorleser des Roten Buches
- Zitatewerfer der krassen Herde
- Facebook-Verweigerer
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_Mat_

Gefährte

Re: Wer die Wahl hat... [Re: Buchfaramir]

Buchfaramir schrieb:
Und was zum Henker ist mit den österreichischen Grünen, die zwei Drittel ihrer Stimmen verloren haben?



Hätten sie sich mal mit Peter Pilz nicht überworfen, dann hätten sie ihre 4 % sicherlich noch gepackt.

X is back
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