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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Gerade gelesen | No. 23

keh

Gefährte

Re: Gute Bücher, schlechte Bücher [Re: keh]

Ja, bin durch. Ja, ist großteils langweilig. Ich hab den Eindruck, dass es für die Autorin einfach therapeutisches Schreiben war, das sie dann veröffentlicht hat. Ich versteh's schon irgendwie, aber habe mich im Endeffekt gefragt, warum ich mir die Zeit genommen habe, ihr da zu folgen, denn für mich war nix drin.

>> deluded feminist <<

There was a loop-hole in my dreaming, so I got out of it.

"People mutht be amuthed." (Dickens, Hard Times)

Know your paradoxes.
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Aquilegia

Gefährte

Re: Gerade gelesen | No. 23 [Re: keh]

Here I am (Jonathan Safran Foer)

Vor längerer Zeit auf meine Leseliste gepackt. Vor zwei Monaten aus den USA mitgebracht bekommen.

Und diesmal ganz unverspoilert losgelesen. Ich hatte zwar das Buch vorgemerkt, weil ich wohl irgendwo eine Empfehlung gelesen hatte, aber näheres hatte ich vergessen.

Von Safran Foer hatte ich vorher nur Incredibly Loud... gelesen, und die Verfilmung von Alles ist erleuchtet gesehen. Hat mich beides nicht überwältigt (aber hat mir gefallen).


Aber dieses Buch: Nicht jede Seite, jeder Satz ein Meisterwerk, aber in der Gesamtheit sehr, sehr gut.

Manche Bilder fand ich nicht gelungen, manche Szenen zu abschweifend, manche Dialoge zu künstlich.
Und dann sind darin wieder Sätze und Erkenntnisse, die man sich rahmen und an die Wand hängen möchte. Die so wahrhaftig und schmerzhaft sind, dass mir die Tränen aufgestiegen sind.

Worum geht es in dem Buch?

Der Protagonist Jacob Bloch lebt ein Leben als Vater, Ehemann, Sohn. Er scheitert an vielem, analysiert sein Scheitern, analysiert die Menschen um ihn herum akribisch genau. Ein brillanter Kopf, der doch nicht erreicht, was er erreichen könnte, seine Unzulänglichkeiten beschreibt. Und dem überdeutlich bewusst ist, was dies für ihn und für alle anderen bedeutet, wie vergänglich und vorübergehend letztendlich alles im Leben ist.

Eine große Rolle spielt dabei sein Jüdisch-Sein, was interessant zu lesen war. Ich würde nicht behaupten, dass ich dadurch die Weltsicht „westlicher“ Juden besser verstehen würde – es geht nur um diesen Menschen, um diese Familie. Und ich weiß auch nicht, wie sehr der Autor selbst durchscheint. Ist das wirklich das Bild, das Juden (in den USA) von sich haben? Dass alles auf jahrtausendalten Traditionen fußt, dass alles ein durchgehendes Band darstellt, dass sie als auserwähltes Volk eine besondere Rolle innehaben?

Und das ist auch der Aspekt, bei dem ich nicht genau weiß, warum der Autor neben der Familiengeschichte auch die Weltgeschichte hineinbringen musste. Ich hätte das Buch überzeugender gefunden ohne diese fiktive Wendung, aber Safran Foer augenscheinlich nicht.

Ansonsten ist das Buch ganz im Jetzt verortet. Referenzen wie die NSA, snapchat, ertrunkene syrische Kinder, der ungenannte – weil noch unbekannte - Nachfolger von Präsident Obama machen das immer wieder klar.

Der Titel des Buchs ist übrigens auf die Worte von Abraham bezogen, als er seinen Sohn Isaak opfern will.

Wer ein Buch lesen will, das nicht nur unterhält und dahinplätschert, sondern auch dahin geht, wo es wehtut, dem kann ich es unbedingt empfehlen.

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Tread softly because you tread on my dreams
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Sarwen

Gefährte

Re: Gerade gelesen | No. 23 [Re: Aquilegia]

Der Drachenbein Thron - Das Geheimnis der grossen Schwerter Tad Williams
Da es in den Buchhandlungen,der Fantasyabteilungen die Bücher so sichtbar liegen.
Musste ich das 1.Buch kaufen,der Autor wurde auch als den amerikanischen Tolkien bezeichnet.
Bin schon im 2.Teil wo Simon der Hauptcharakter jetzt ein Pilgrim ist.
Das Buch ließt sich wie Herr der Ringe und Das Lied von Eis und Feuer.
Selbst George R.R. Martin schreibt auf dem Buchrücken.
Das er von diesen Werl inspiert war um "Game of Thrones" zu schreiben.
Es kommt in der Geschichte auch ein roter Komet vor,und ein Knochengarten.

Nin o Chithaeglir,lasto beth daer:
Rimmo nin Bruigen dan in Ulaer!
Nin o Chithaeglir,lasto bethe daer:
Rimmo nin Bruinen dan in Ulaer! ~ Arwen

* Team Mirkwood *
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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Gerade gelesen | No. 23 [Re: Sarwen]

House of God - Samuel Shem

Es geht um ein amerikanisches Krankenhaus, in dem die Medizinstudenten am Ende ihres Studiums ihr praktisches Jahr ableisten.
Aber statt der medizinischen Helden, die man immer im Fernsehen vorgesetzt bekommt, beschreibt Shem wie die jungen Ärzte, mache davon idealistisch, am Krankenhausalltag langsam zugrunde gehen, wie sie versuchen, dem Druck durch Zynismus, Sex, Resignation und totalem, emotionalen Rückzug standzuhalten.
Der Stil war ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber es liest sich doch ganz gut.

~~**~~**~~**~~
Wenn du fliegen willst, musst du loslassen, was dich runterzieht
~~°°~~°°~~°°~~
Und was wir heute nicht gesehn, das ruft uns morgen, fortzugehn
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sphinx

Gefährte

Re: Gerade gelesen | No. 23 [Re: NaugrimNogrod]

Hat jemand den Blumenberg-Roman von Lewitscharoff gelesen und kann was Kluges dazu sagen?
Ich sitze gerade aus universitären Gründen daran, finde ihn bislang nicht ganz so entsetzlich wie das andere L.-Buch, das ich mal lesen musste, aber dafür stelle ich fest, dass mich 80erjahre-Studenten mehr interessieren als ein Philosoph, dem ich etwas mißtraue, mitsamt seinem Löwen.

(Ich kann aber auch gleich noch dir Frage anschließen, ob jmd. ein intellektuelles Verhältnis zu Blumenberg hat)


Das Leben das ich akzeptiere, ist das schlimmste Argument gegen mich selbst.
(Crevel)

All you need in order to break the silence is a second life
(InspiroBot)
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