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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI

DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Eruanne]

Die beiden Männer gingen langsam in Richtung des Tores zum Waldlandreich. Ardagast plauderte kurz mit den Wachen, welche schließlich das gewaltige Tor öffneten und ehe die beiden dieses durchschritten haben, schloss es sich auch wieder. Der Zauberer blickte zu Grimm hinüber. ''Jetzt liegt es nicht mehr in unserer Hand'', sagte er zu dem Breeländer. Der Zauberer nahm seine rechte Hand in den Mund und pfiff kurz und laut. Daraufhin trabte sein silbernes Pferd um die Ecke und begrüßte die beiden. ''Immerhin müssen wir nicht zu Fuß gehen'', scherzte er und setzte sich schließlich auf. Grimm hüpfte ebenfalls auf den Rücken des Tieres und daraufhin verschwanden sie in der Dunkelheit des Waldes. Unglücklicherweise sahen sie nicht die Gruppe Orks, welche sich im Gebüsch versteckt hatte. ''Die Tore sind versperrt'', grunzte der eine Ork enttäuscht. ''Nicht alle...folgt mir!'', entgegnete Bolg siegessicher, schlug seinen Streitkolben in die Hand und ging voraus. Daraufhin verschwand die Schar ebenfalls in der Dunkelheit des Waldes.



Et Eärello Endorenna utúlien. Sinome maruvan ar Hildinyar tenn' Ambar-metta.
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Pado gab Grimm noch schnell den Bogen seines Vaters: "Bitte pass auf ihn auf! Den Fluss würde er wohl nicht überleben!" Dann nickte er dem langbeinigen Freund kurz zu und wandte sich mit Bilbo zum Gehen. Nun zählte es! An ihm und Bilbo hing der Erfolg oder Misserfolg der ganzen Reise. Einen kurzen Moment wurde dem Jungen regelrecht übel von der Verantwortung, doch dann brach sich seine abenteuerliche Tookseite Bahn und er grinste seinen Cousin herausfordernd an. Bilbo quittierte das nur mit einer hochgezogenen Augenbraue.

Vorsichtig schlichen die beiden durch die Höhlen. Bilbo hatte wirklich die absonderlichsten Wege gefunden. Pado fragte sich stellenweise, ob in ganz früher Zeit die Elben nicht Hobbitbedienstete gehabt hatten, so schmal und niedrig manche Gänge waren. Diesen Gedankengang müsste er irgendwann einmal mit seinem Vater diskutieren. Nach einigen notwendigen Stopps um ungesehen bestimmte Gänge zu überqueren, kamen sie schließlich an dem Gang heraus, der zu den Kerkern führte. Gerade wollte Bilbo Pado signalisieren, hier zu warten, damit er nach den Schlüsseln sehen konnte, da sah Pado den Hüter der Schlüssel aus den Tiefen der unterirdischen Höhlen nach oben steigen. Er schüttelte Bilbo am Arm und deutete hinunter. Bilbo grinste und flüsterte ihm leise zu: „Bleib du hier ich werde ihm folgen, irgendwie werde ich an die Schlüssel herankommen!“

In diesem Moment erscholl von oben ein Ruf: „Elros, gut, dass du heraufkommst, ich habe eine neue Flasche Dorwinion geöffnet. Wenn schon die anderen oben feiern, können wir uns wenigstens einen kleinen Schluck im Weinkeller genehmigen!“ Die beiden Hobbits grinsten sich an, sehr gut – sollten die Elben es nicht nur bei einem kleinen Schluck belassen, wäre ihre Arbeit ein ganzes Stück leichter. Als Elros an ihrem Versteck vorbei war, gab Bilbo dem Jungen einen kurzen Klaps auf die Schulter und folgte dann vorsichtig dem Elben nach oben. Pado hatte nur kurz Richtung Kerker geschaut, da war sein Cousin schon verschwunden. Nachdenklich schaute er weiter den Gang hinauf. Irgendetwas war merkwürdig an der Art, wie Bilbo mit der Umgebung zu verschmelzen schien, dass man ihn praktisch nicht mehr sehen konnte. Wäre es Ardagast gewesen, hätte er an Magie geglaubt, aber Magie und Hobbits passten so gar nicht zusammen…

Der Junge merkte bald, dass sein Cousin nicht so schnell wieder zurückkam. Langeweile überkam ihn, daher machte er sich vorsichtig auf den Weg hinunter in Richtung Kerker, um zu schauen, ob Elros der einzige Wächter dort unten gewesen war. Mehr brauchte es ja eigentlich nicht. Die Gefangenen waren ja gut weggesperrt. Und tatsächlich als er an der höchsten Stelle der Kerker stand und nach unten sah, war wirklich niemand mehr zu sehen. Hoffentlich blieb das so. So huschte er wieder nach oben und sah sich auch die Strecke zum Weinkeller an. Glücklicherweise war auch dieser auf einer recht niedrigen Ebene angesiedelt, so dass sie gar nicht weit in die oberen Höhlen hinaufsteigen mussten. Niemand schien hier unten unterwegs zu sein.

Die Geräusche von oben deuteten darauf hin, dass das Fest seinen Höhepunkt erreichte. Pado musste ein wenig grinsen. Offensichtlich gab es da bei Elben reichliche Unterschiede. Wie pikiert hatten Elrond und die Seinen das laute ausufernde Gesinge der Zwerge beobachtet. Doch hier konnte er deutlich hören, dass auch Elben interessante Trinklieder kannten. An die Wand gelehnt, lauschte er aufmerksam den Texten, die seine Tante Rubella sicherlich als nicht jugendfrei gebrandmarkt hätte. Da spürte er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter. Er zuckte zusammen und wirbelte mit gezogenem Messer herum. Aber es war glücklicherweise nur Bilbo, der mit einem schiefen Grinsen einen Schlüsselring hochhielt. „Es hat zwar gedauert, bis die Elben soweit abgefüllt waren, dass ich den gefahrlos mitgehen lassen konnte, aber jetzt wandern sie schon in Traumeslanden!“
„Na, dann auf zu den Kerkern, Zwerge in Fässer füllen!“, lachte der Junge und wie der Wind sprinteten sie die Treppen zum Kerker hinunter. Auf dem Weg dorthin, teilten sie sich die Schlüssel auf, die freundlicherweise markiert waren. So würden sie schneller ihre Bundesgenossen befreien können.

"...Der Tag bricht sicher gleich an!" Bofurs Stimme schallte ihnen entgegen, als sie am Ende der Treppe ankamen. Die Stimme des sonst so fröhlichen Zwerg klang reichlich frustriert. "Wir werden den Berg niemals erreichen, oder?", das war wohl der junge Ori. Er klang, als habe er alle Hoffnung aufgegeben. Bilbo grinste Pado an und marschierte schlüsselrasselnd zielgenau auf die Zelle des Königs zu: "Solange ihr hier drin sitzt, sicher nicht!" Wie ein Mann sprangen die Gefangenen auf und spähten durch die Gitterstäbe. "Bilbo!", rief der alte Balin freudig. "Pschscht!", machten beide Hobbits gleichzeitig. "Hier sind doch überall Wachen!" Bilbo drehte den ersten Schlüssel im Schloss herum. Thorin trat sofort mit einem erleichterten Lächeln im Gesicht hinaus auf den Treppenabsatz.

Pado fand als erstes Kara, die sich mit dem Zwerg mit der aufwendigen Friseur, Norwin oder wie er doch gleich hieß, die Zelle teilte. „Hallo, meine Freunde, Zeit diese freundliche Herberge zu verlassen! Aber leise!“

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!

Geändert durch PadogasTook (30.03.2017 10:33)

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Dwalin hatte Ailin freundlicherweise die einzige Pritsche in der Zelle überlassen und sich auf dem Boden sitzend an die Wand gelehnt, um etwas zu dösen.
Obwohl die Zwergin auf ihrem Mantel lag, war die Liege alles andere als bequem, ihr Gepäck und damit die Decke war samt den Waffen konfisziert worden. All das bescherte Ailin einen eher unruhigen Schlummer und so war sie sofort wach, als Bofur und Ori ihre Gefangenschaft beklagten. Woher Bofur wissen wollte, wann genau es Morgen war, blieb ein Rätsel. Zwerge hatten zwar untertage mehr Zeitgefühl als Menschen, aber in diesen fremden elbischen Hallen fiel kaum natürliches Licht durch Schächte, an dessen Intensität man so etwas hätte ablesen können, anders als bei den zwergischen Bauten. Stattdessen hingen überall Laternen, die ein goldenes Licht verbreiteten, aber keine Rückschlüsse auf die Tageszeit zuließen. Wahrscheinlich aber war es Bofurs Magen, der den Sonnenaufgang anzeigte. Soweit Ailin wusste, war der lebensfrohe Zwerg vor der Reise Minenarbeiter gewesen, und die begannen kurz nach Sonnenaufgang ihr Tagwerk und pflegten davor ordentlich zu frühstücken.
Noch während die Zwergin darüber nachsann, näherten sich Schritte und als sie den Kopf hob, erblickte sie.... BILBO... mit den Zellenschlüsseln in den Händen!!!
Sie riss die Augen auf, im gleichen Moment sprang Dwalin empor und war einen Augenblick später schon hinter ihr, ebenfalls nach dem Hobbit Ausschau haltend.
"Da soll mich doch Durins Hammer auf die Zehen treffen!" murmelte der Krieger, ebenso überrascht wie seine Zellengefährtin. "Der verdammte Hobbit hats wirklich geschafft! Gandalf hatte doch Recht, er IST ein Meisterdieb!" Wer den Spitzohren die Schlüssel unter der Nase wegstehlen konnte, der würde wohl auch ungesehen zu Smaug hinunter kommen. Schon war Bilbo an der Tür und schloss sie auf.
Ailin überlegte noch einen Augenblick, ob sie ihren Mantel mitnehmen sollte, entschied sich aber dagegen, sie mussten schnell, leise und beweglich sein, wollten sie hier rauskommen. Sie vergewisserte sich noch einmal, dass sie die reparierte Kette aus den Trollhort und Grimms geschnitzte Figur in der Innentasche ihrer Tunika hatte, dann trat sie an Dwalin vorbei hinaus aus der Zelle, denn der Krieger deutete mit einer Handgeste ein "Nach dir!" an. Während Ailin Bilbo überschwänglich die Hand schüttelte und ihm dankte, folgte der Krieger ihr wortlos aus der Zelle und begnügte sich damit, dem Hobbit einen dankenden Blick zuzuwerfen. Kaum waren sie draußen, sah Ailin, dass auch Pado mit weiteren Schlüsseln zugange war, der König stand bereits wartend vor seiner Zelle, während die beiden Halblinge mehr und mehr der Kameraden befreiten. Auf einmal war der Tag nicht mehr halb so trostlos, wie er angefangen hatte. Und von oben waren keine Geräusche zu vernehmen außer die entfernten Laute des Festes. Das Glück war ihnen offenbar hold.

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Kára traute ihren Augen nicht, als sich die Zellentür plötzlich öffnete.
"Pado! Bei Durins Barte, wo kommst du denn her?"
Fast wäre sie ihm um den Hals gefallen, doch der Hobbit machte deutlich, dass die Zeit drängte. Fragen mussten wohl später gestellt werden. Nori ließ ihr gönnerhaft den Vortritt beim Verlassen der Zelle und machte sich dann direkt auf, um zu seinen Brüdern zu laufen. Pado folgte ihm hastig und schloss die Tür auf, hinter der Dori und Ori schon ungeduldig warteten.
Kára erblickte Ailin und beeilte sich zu ihr zu kommen.
"Es scheint, als hätte Mahal uns ein großes Geschenk gemacht, als er uns den Hobbit geschickt hat!" sagte sie und freute sich, als sie aus den Augenwinkeln sah, wie Nori seinen jüngeren Bruder in die Arme schloss.
"Hervorragend, endlich in Freiheit!" rief Bofur, nur um sich dann am Kopf zu kratzen. "Und wie kommen wir jetzt ungesehen bis zum Tor und dadurch hinaus?"

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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"I belong with my brother!"
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

"Das frage ich mich auch" murmelte Ailin und ihre Laune sank. Zwerge waren nicht eben für ihre Unhörbarkeit berühmt, und die Elben hatten scharfe Ohren. Außerdem waren die oberen Etagen arg bevölkert, gerade heute wegen des Festes.
Während Ailin ungeduldig wartete, dass man ihren Bruder befreite, grübelte sie ergebnislos über eine Lösung nach. "Vielleicht sollte Arda uns alle in Mäuse verwandeln, damit wir ungesehen rauskommen! Wo ist der Zauberer, wenn man ihn braucht!" fügte sie vernehmlicher hinzu und sah Kára zweifelnd an: "So lange wir uns nicht unsichtbar machen können, kommen wir nicht mal bis zum Tor, fürchte ich. Und Waffen, mit denen wir uns durchkämpfen könnten oder es wenigstens versuchen, haben wir auch nicht! Ob die Hobbits da wohl eine Idee haben?"

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Pado, der gerade die Tür zu Finbars und Kilis Tür aufschloss, hörte Ailin: "Natürlich befreien wir euch, nur um euch direkt wieder in die Arme der Elben zu treiben!" Er schüttelte etwas den Kopf und trat zur Seite um die beiden jungen Zwerge herauszulassen. "Natürlich haben wir einen Plan! Einfach mal abwarten und vor allem leise sein!"

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Kára hoffte, dass Pado Recht hatte und sie nicht alle in falscher Sicherheit wiegen wollte. In diesem Moment waren alle einfach nur froh, nicht mehr hinter verschlossenen Türen zu sitzen. Kili wurde von Fili mit einem herzlichen Schlag auf die Schulter begrüßt. Kára konnte sich nur zu gut vorstellen, wie sehr die beiden Brüder einander vermisst hatten, obwohl Kili natürlich beste Gesellschaft gehabt hatte. Apropos Gesellschaft... unwillkürlich versuchte sie mit der Wand zu verschmelzen, als sie Finbar sah. Seine Sprüche waren ihr noch in guter Erinnerung und sie hatte gerade absolut kein Bedürfnis, ihm in die Augen zu sehen.
Sie wandte sich schnell an Bofur.
"Bilbo und Pado haben bestimmt einen Plan", sagte sie mehr zu ihrer eigenen Beruhigung als zu seiner. "Es steckt doch mehr in unseren Hobbits, als man auf den ersten Blick erwartet."
Bofur nickte und guckte dennoch skeptisch.
Inzwischen war auch der letzte Zwerg befreit und - Kára konnte es kaum glauben - noch keine Wache war aufgetaucht und hatte Alarm geschlagen. Doch wie sollte es nun weitergehen?

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

"He!", zischte Elva so laut sie sich traute, als einer der beiden bartlosen Zwerge mit den Schlüsseln gerade in der Nähe ihrer Zelle war. "Was ist mit mir? Ihr würdet doch ein armes Seestadtmädchen nicht allein hier zurücklassen, oder?"

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May the force be with you.
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Pado sah zu Bilbo hinüber und dann zu den Zwergen. "Wer ist die Frau? Was macht sie hier? Sollen wir sie mitnehmen? Ihr wisst mehr über sie als Bilbo und ich!" Er selbst war der Meinung, dass niemand in den Kerkern des Elbenkönigs vermodern sollte. Aber wer weiß, was die junge Frau auf dem Kerbholz hatte.

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Die beiden Jäger pirschten durch das Unterholz und hielten ihre wachen Augen und Ohren offen für ihre mögliche Beute. Sie waren vor Sonnenaufgang, als es gerade mit Dämmern begann, losgezogen, um den König einen Braten vortischen zu können.
Wegen dem mehrtägigen Sternenfest war das frische Fleisch knapp geworden und da Legolas Interesse an seiner Armbrust gezeigt hatte, konnte Ascarion mit ihrem Jagdausflug zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sie waren dem Flusslauf in entgegen gesetzter Richtung nach Norden gefolgt, da in dieser Gegend noch viel Wild lebte, wie Legolas ihm versichert hatte. Die Rudel waren aus dem Süden geflüchtet, nachdem sich dort immer mehr feindliche Kreaturen angesiedelt hatten.
Die beiden kletterten gerade an den Stämmen der großen Buchen entlang, als eine Bewegung im Dickicht Ascarions Aufmerksamkeit weckte. Er hielt inne und deutete auf die Stelle. Legolas verstand sofort und nickte zu Ascarions Armbrust. Vorsichtig übergab er ihm diese. Sie war bereits mit vier Bolzen gespannt.
Legolas schaute durch das Visier und suchte die richtige Stelle. Dann gab er Ascarion ein Signal. Der Noldor hatte schon den Stein hervor geholt, den er jetzt in weitem Bogen auf die gegenüberliegende Seite schmiss. Das Reh im Dickicht reagierte sofort und sprang in die andere Richtung auf die freie Fläche zu, die Legolas bereits anvisiert hatte.
„Wuuuuusch“ Der Bolzen sauste durch die Luft und drang tief in die Brust des Tieres ein, dieses zuckte kurz schmerzvoll zusammen und fiel stolpernd zu Boden. Die beiden Elben kletterten den Baumstamm hinunter und traten auf das nun tote Reh zu. „Die Präzision ist bemerkenswert“, sagte Legolas überrascht.
Ascarion, der sich hingekniet hatte, um den Bolzen aus dem Tier zu ziehen, antwortete: „Und die Pfeile fliegen schneller als bei einem gewöhnlichen Bogen“. Er stand auf und wischte das Blut mit einem Tuch weg.
„Jedoch würde ich im Kampf nicht auf meinen verzichten wollen. Man hat praktisch keine Nachladezeit“, sagte Legolas und begutachtete die Armbrust von allen Seiten. „Man gewöhnt sich daran“, antwortete Ascarion schulterzuckend und hievte das Reh auf seinen Rücken. „Das würde ich zu gerne sehen“, meinte Legolas belustigt. „Aber fordern wir das Schicksal nicht heraus!“.

—(•· To be forgotten is worse than death ·•)—
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