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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI

RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Kára zuckte die Schultern auf Ailins Frage.
"Genau weiß ich es nicht. Ich vermute, es ging um dich - und nein, nicht wie bei Pado!" fügte sie schnell hinzu, als sie Ailins irritierten Blick bemerkte. "Borin hat dich getragen und als wir Pause gemacht haben, hat Finn ihn zur Seite gezogen. Und dann... dann haben Pado und ich die beiden mit Wasser begossen und sie haben angefangen, sich zu prügeln. Nein, Moment, andersherum."
Verwirrt kratzte sie sich am Kopf.
"Und dann waren sie weg. Und plötzlich wieder da."
Aus irgendeinem Grund verschwammen die Bilder vor ihrem inneren Auge. Über alles legte sich ein milchig-weißer Schleier. Sie schüttelte den Kopf.
"Verfluchter Wald!"
Sie rieb sich die Augen - und erstarrte. Ihre Haut fühlte sich komisch an. War das ein Zauber? Eine Orkteufelei? Ihre Finger klebten. Hektisch fuhr sie sich über das Gesicht. Kein Zauber, merkte sie, als die zähe Substanz an ihrem Bart ziepte. Im selben Moment stolperte sie und konnte sich gerade noch an Ailin festhalten. Sie drehte sich um.
"Verdammte Wurzel! Verdammte haarige Wurzel? Was -?"
Kára hatte noch nicht viel gesehen von der Welt, aber selbst sie konnte sehen, dass der Übeltäter keine Pflanze gewesen war. Es war ein langes, dickes, haariges Spinnenbein, das zu einer riesigen, haarigen und - Mahal sei gedankt - offensichtlich toten Spinne gehörte.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

~~~

"I belong with my brother!"
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Ailin erschrak, als Kára fast hinschlug und sich an ihr festhielt. Im Gespräch hatte sie nicht mehr auf die Umgebung geachtet und sah jetzt erst, dass viele Bäume und Büsche mit weißen, klebrigen Netzen überzogen waren. Und zwar Netzen mit viel dickeren Fäden, als sie sie kannte.
Ailin hatte die kriechenden Kreaturen, die in dunklen, feuchten Stollen hausten und überall ihre Netze spannten, noch nie sonderlich gemocht. Doch das Vieh, dass da tot neben dem Weg lag und dessen haariges Bein Kára zum Straucheln gebracht hatte, brachte ihre Nackenhaare zum Sträuben.
Reflexartig zerrte sie Kára einen Schritt weg von der toten Spinne, während Gänsehaut über ihre Arme rann.
"Bei Morgoth und all seinen üblen Kreaturen, was IST das???" Sie schüttelte den Kopf und starrte das Riesenvieh entsetzt an. "Die können doch unmöglich SO groß werden! Und wenn doch, was bei Mahal fressen die?" Die letzte Frage löste in ihrem Kopf einige schauderhafte Bilder aus, von eingesponnenen Rehenund Füchsen, und sie führte den Gedanken lieber nicht weiter fort.
Stattdessen blickte sie sich wachsam um. Na klasse: Weiter vorne spannten sich offenbar noch mehr Netze zwischen den Bäumen! Dieser Wald war wahrlich verflucht!

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Ascarion war weiter vorne gelaufen und hatte sich mit einem wachsamen Blick die Spinnennetze angesehen, die um die Äste und Dickichte herum gewoben waren. Er wusste, dass weiter im Süden Riesenspinnen lebten, doch hätte er es nicht für möglich gehalten, dass sich Ungoliants Brut soweit in den Norden hinauf wagen würde. Dies hier war immerhin Elbengebiet, auch wenn Thranduil mit seinem Volk sehr zurückgezogen lebte. Seine Augen glitten den Weg entlang und darüber hinaus und dort im fahlen Licht zwischen den dicken Baumstämmen sah er weiße, aufgebrochene Schalen. Hinter ihm hörte er Ailins aufgeregte Stimme durch den Wald hallen. „Ruhig jetzt“, befahl er und zückte seine Armbrust. Langsam überquerte er den Pfad und näherte sich den kokonähnlichen Hüllen. Die Gefährten folgten ihm leise, bis er Pado „bei Bullenrasslers Golfschläger“ sagen hörte. Vor ihnen erstreckte sich ein unglaublicher Anblick. Mehrere Riesenspinnen lagen tot ausgestreckt zwischen den Bäumen. Spinnennetze hingen zerrissen an den Ästen. Der laubige Boden war aufgewühlt und mit schwarzem Blut der Achtbeiner besprenkelt. Selbst ein Blinder würde erkennen, dass hier ein Kampf stattgefunden hatte. Ascarion trat gegen die Schalen und meinte: „Das sind dreizehn Spinnenkokons“. Er kniete sich nieder und zerrieb das schwarze Blut zwischen seinen Fingern. „Der Kampf ist schon ein paar Stunden her. Wir sollten uns umsehen, ehe wir ihre Spur verfolgen“.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

''Be meinem Barte!'', stieß Borin erstaunt heraus, als er den Spinnenfriedhof vor sich sah und die Bäume, die kaum zu sehen waren durch die dicken, weißen Spinnweben, die sich über das ganze Sichtfeld streckten. Sie waren in's Reich der Spinnen gekommen, soviel stand fest. Instinktiv packte er seine Streitaxt am Rücken und hielt sie fest und sicher in den Händen. Man konnte hier nicht vorsichtig genug sein, soviel war klar. ''He, Langbein...ESC...Wie war der Name noch gleich? Acordion? Arcadeon? Wie auch immer. Was ist das hier? Bei Manahl ich habe schon Spinnen gesehen, aber solch eine Brut ist mir noch nicht unter die Augen gekommen! Zum Glück!'', fragte er Ascarion und blickte mit Sorge zu ihm hoch.

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Ascarion trat zu der nächstliegenden Spinne heran und musterte ihre Erscheinung. Sie hatte viele Augenpaare, haarige lange Beine und zusammen mit ihrem gewaltigen, schwarzen Körper gehörte sie und die anderen Riesenspinnen zu den wohl größten Kreaturen Mittelerdes. "Sie stammen von Ungoliants Sippe ab, der einst mächtigsten Spinne dieser Welt. Sie hatte sich einst vor langer Zeit mit dem dunklem Herrscher Morgoth verbündet und großen Schaden in der Welt der Unsterblichen angerichtet, ehe sie nach Mittelerde geflohen und verschwunden war."
Zwei der langen Beine zuckten reflexartig, als Ascarion die Spinne berührt hatte und Borin hob seine fest umklammerte Axt, bereit um zuzuschlagen. Ein schwaches Klackern stieß das Geschöpf aus, doch sie war zu schwach um sich zu rühren, und als der Elb seinen Dolch in sie hinein stieß, war nur noch ein leises Zischen zu vernehmen und dann nichts mehr. "Diese hier scheinen die letzten der dämonischen Wesen zu sein, die aus der Dunkelheit krochen und sich hier in den Wäldern und Bergen vermehrten. Thorins Gruppe muss großes Glück gehabt haben ihnen alle zu entkommen". Nachdenklich musterte er die aufgebrochenen Kokons und fragte sich, wer ihnen zu Hilfe geeilt war.

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

"Ein paar Stunden? Da haben wir die Gruppe ja recht gut eingeholt", sagte Kára und musterte die Kampfspuren. Immerhin schienen alle Gefährten Thorins entkommen zu sein, trotzdem machte sie sich Sorgen, ob alle unbeschadet davongekommen waren.
"Meinst du, hier könnten noch mehr dieser Biester herumlungern?" fragte sie Ascarion und blickte misstrauisch nach links und rechts. Bei der Bewegung ziepte es noch immer am Kinn und sie verfluchte sich selbst für ihre Unachtsamkeit. Sie versuchte die Reste des Spinnenetzes aus den feinen Härchen zu entfernen, allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Zu gegebener Zeit würde sie versuchen müssen, das klebrige Zeug auszuwaschen. Doch gerade hatten sie offensichtlich andere Sorgen. Fast meinte sie Getrappel und Klappern im Wald zu hören, doch vermutlich spielte ihr Kopf ihr einen Streich.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

"Möglicherweise", antwortete Ascarion. "Vergewissern wir uns, dass alle Spinnen tot sind und verschwinden dann von hier, bevor die Nacht hereinbricht und weitere mit der Dunkelheit kommen". Und damit stieg der Elb durch die Bäume hindurch und suchte nach dem nächsten haarigen, reglosen Tierkörper.

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

Ailin machte einen Satz rückwärts, als die Spinne sich bewegte, und stieß ein erleuchtertes Seufzen aus, als Ascarion sie endgültig erledigte.
Borin schien ebenfalls total schockiert zu sein, so sehr, dass er nicht nur den unaussprechlichen Namen des Elben, sondern sogar den seines eigenen Schöpfers durcheinanderbrachte, was die Zwergin beruhigte, lag es doch offenbar nicht an ihrer Jugend und Unerfahrenheit, dass diese Riesenbiester sie so entsetzten.
Morgoths Werk, den Worten des Elben nach zu schließen. Also doch böse Magie!
Dennoch schienen nicht alle von Thorins Trupp von den Spinnen gefangen worden zu sein, da es nur 13 Kokons waren. Thorins Gruppe aber bestand aus 15 Personen.
Ailin bewegte sich um einen dicken Baum herum, da lagen die abgestreiften Reste eines weiteren Kokons, etwas abseits der anderen. Nummer 14. Wahrscheinlich war der Zauberer Gandalf von allen am wenigsten benebelt von diesem verdammten Wald und hatte die anderen befreit. Hatte er ganz allein die Spinnen getötet? Das erschien ziemlich unwahrscheinlich, sogar für einen Zauberer.
Doch die Zwergin war keine Spurenleserin. Antworten darauf würden sie erst bekommen, wenn sie die andere Gruppe endlich einholten. Mahal sei Dank schien keiner zu Schaden gekommen zu sein, denn Spinnen fraßen ihre Opfer nicht auf und nichts deutete darauf hin, dass einer nicht entlkommen war. Nur tote Spinnen und ihre Netze.
Neben einer der Kreaturen lag eine kurze, kleine Axt, die wohl im Todeskampf sich aus ihrem Körper gelöst hatte. Ailin trat vorsichtig näher und hob die Waffe mit gesträubten Nackenhaaren hoch, immer die Spinne im Blick haltend. Die Schneide war voll schwarzem Blut. Angeekelt wischte Ailin sie in einem Moosbüschel ab und betrachtete sie genauer: Zwergische Arbeit, eindeutig eine Wurfaxt. Wenn die mal nicht zum Einmannarsenal Filis gehörte, dann wollte sie ein Spitzohr sein!

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

''Mal überlegen'', sagte Borin und blickte konzentriert auf die übrig gebliebenen Särge aus Spinnweben. ''Hier sind insgesamt dreizehn Geflechte. Thorins Gruppe besteht aus dreizehn Zwergen'', fügte Borin hinzu und sah nachdenklich in die Ferne, während er sich mit seiner linken Hand durch den Bart strich. ''Nein, das ist zu weit hergeholt. Ich glaube, dass es hier noch eine dritte Gruppe von Zwergen gibt! Vermutlich sind die ebenfalls Thorin nachgereist! Bestimmt angeführt von diesem unfreundlichen Dorin aus den Ered Luin!'' Moment mal, das ist ja mein eigener Sohn... Fügte er in Gedanken hinzu. ''Wie dem auch sei, es kann sich jedenfalls unmöglich um Thor...'' Schlagartig hielt er die Luft an, als plötzlich eine der Spinnen Ailin ans Bein fasste und diese wegzog. Jetzt hatten sie den Salat!

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Arrin stieß einen erschrockenen Schrei aus, als die Spinne nach Ailin schnappte. Er stolperte nach hinten, blieb mit dem Fuß an etwas hängen und fiel.
Der Aufschlag war überraschend weich. Nur ein kurzer Schmerz zuckte durch Arrins verletzten Arm, sonst passierte ihm nichts. Als er aufsah bemerkte er, dass Grimm ihn mit erschrocken aufgerissenen Augen anstarrte.
"Geht schon", murmelte Arrin zur Beruhigung und wollte sich gleich aufrappeln, um seine Worte zu beweisen.
Er stütze sich mit seinem gesunden Arm ab... an etwas klebrigem...
Erst jetzt wurde Arrin klar, warum Grimm so bestürzt geschaut hatte. Er war in einem der Spinnennetze gelandet.
Mühsam die in ihm aufkommende Panik niederringend versuchte Arrin sich loszureißen, doch die klebrigen Spinnenweben hielten seine Arme und Beine unnachgiebig fest.

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May the force be with you.
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