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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI

DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Mittlerweile hatte sich die Prügelei von einer Auseinandersetzung in eine Herzensangelegenheit verwandelt, denn sowohl Borin, als auch Finbar, schien die Prügelei zu gefallen. Ein Schlag in's Gesicht, einen in die Magengrube, den nächsten gegen die Schulter. Ja, so musste eine Schlägerei sein! ''So...'', sagte Borin und schlug Finbar gegen das Kinn. ''...stelle ich mir...'', fügte er hinzu, ehe er eine Kopfnuss des jüngeren Zwerges erhielt. ''...eine...'', rief der Greis, als er Finbar auf gegen die Brust schlug. ''...gute Prügelei...'', sagte er und spuckte Blut aus, als Finbars Faust gegen seine Backe schmetterte. ''...vor!''



''This is an Island surrounded by water. Big water. Ocean water.''
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Pado hatte sich schulterzuckend abgewandt. Dann halt nicht. Er sammelte stattdessen Zweige ein und versuchte ein Feuer anzuzünden, was ihm nicht recht gelingen wollte - zuviel Wasser in der Umgebung. Pado wandte sich an Arrin: "Du warst ja recht still den ganzen Tag. Wie steht es mit deinem Arm? Meinst du, du kannst etwas Feuer machen? Es will bei mir nicht so recht klappen!"

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht krümmte Finbar sich nach einem Schlag in seine Magengrube. Es gab keinen Ort an seinem Körper, der nicht wehtat, aber lange hatte er sich nicht mehr so befreit gefühlt.
Sein rechter Haken ließ Borins Kopf zurückfliegen. "Es geht...", begann er, während der ältere Zwerg mit einem heftigen Schwinger konterte. "...doch nichts..."Mit etwas Mühe fing er seinen Sturz nach hinten an einem dicken Baumstamm ab und stürzte sich mit dem Kopf voran erneut in den Kampf. "...über ein anständiges..." Im selben Moment, in dem Finbars Schädel sich in den Brustkorb Borins bohrte und diesen nach hinten schleuderte, riss der Alte sein Knie nach oben. Finbars Nase knirschte gefährlich. "... Training am Abend!"
Finbar landete auf dem Hosenboden. Seine Bewegungen waren langsamer geworden. Er konnte in der Dunkelheit kaum noch etwas erkennen und seine Muskeln wollten ihm nicht mehr so richtig gehorchen. Borin schien es ähnlich zu gehen, denn anstatt erneut auf ihn loszugehen, ließ dieser sich wie ein Sack neben den Zwerg plumpsen und legte ihm den Arm um die Schultern. Ziemlich fest. So fest, dass Finbar sich schließlich in einer Art Schwitzkasten wiederfand. Kurzerhand hieb er mit der Faust gegen die Niere des Alten. Der stöhnte auf, ließ los und ließ sich dann nach hinten fallen. Finbar sackte neben ihm zusammen und konzentrierte sich auf das Atmen. Er konnte einfach nicht mehr weitermachen.

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Finbar
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

''Du kämpfst wie ein Mädchen'', stieß Borin schwer atmend hervor und spuckte dabei erneut Blut aus seinem Mund aus. Dafür erhielt er einen Ellenbogen in die Magengrube. ''Und du wie ein alter Knacker'', konterte Finbar, als beide reglungslos nebeneinander lagen und zu den Baumkronen sahen. ''Ich glaube, soviel Spaß hatte ich lange nicht mehr'', sagte der Alte hustend und fasste sich an sein geschwollenes Gesicht. ''Vielleicht sollten wir zu den anderen gehen, da drüben ist schon ein Lagerfeuer'', sagte Finbar, der kaum mehr seinen Kopf oder Arm heben konnte, versuchte aber dennoch in die Richtung zu zeigen. ''Geh ruhig, ich komm später nach. Sobald ich mich wieder bewegen kann'', erklärte der alte Zwerg bewegungslos.



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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado musste ihn zweimal ansprechen, bevor Arrin reagierte. Der wilde Schlagabtausch zwischen den beiden Zwergen hatte ihn zu sehr in seinen Bann gezogen. Unfassbar, dass die beiden Dickschädel es selbst hier, wo ihrer Gruppe jedes Tier, jeder Baum, ja sogar die Luft selbst feindlich gesinnt zu sein schien, nicht lassen konnten, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.
Kopfschüttelnd wandte der Gaukler sich von dem Geschehen ab, als Finbar und Borin nur noch keuchend am Boden lagen.
"Es geht schon", antwortete er dem Hobbit mit einem Blick auf seinen Arm, "Es ist nur dieser verfluchte Wald...", fügte er in einem Ton hinzu, der andeutete, dass Pado wissen würde, wovon er sprach.
Auf die Frage nach dem Feuer zuckte Arrin unwillkürlich zusammen. Seit die Flammen, die ihn vor dem Warg gerettet hatten, auch nach ihm selbst gegriffen hatten, erfüllte ihn ein vorher unbekanntes Unbehagen, wenn er in der Nähe eines Feuers war.
Fast war es, als fühlte er sich von einem alten Freund betrogen. Er konnte dem Feuer nicht mehr trauen, zumindest nicht mehr so wie früher, als er den Flammen ihre seltenen, kleinen Bisse nach ihrem Meister noch mit einem Lächeln hatte verzeihen können. Das Feuer war ein gefährlicher Freund, das hatte er nie vergessen, doch glaubte er immer, es zähmen zu können. Nun war dieser Glaube unwiederruflich erschüttert.
Langsam zog Arrin seinen einzigen noch nicht ramponierten Handschuh aus. Die entblößte linke Hand verbarg er unter seinem Mantel.
Er warf Pado den Handschuh zu.
"Du warst doch so fasziniert von meinen Tricks. Versuch es doch selbst mal. Zieh den Handschuh an und mach einfach, was ich gemacht hab."

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May the force be with you.

Geändert durch Aidean (14.12.2016 22:06)

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Pado fing den Handschuh auf und sah ihn interessiert an. Er schien im ersten Moment ein ganz normaler Handschuh zu sein. Aber an den Fingerspitzen war er doch etwas rauher und dunkler. "Hm", Pado sah den Gaukler etwas unsicher an, während er den Handschuh überstreifte, "jetzt einfach schnipsen und ans Moos halten?" Als der Gaukler nickte, zuckte der Hobbit mit den Schultern und startete den ersten Versuch. Es fühlte sich komisch an, mit einem Handschuh zu schnipsen. Entsprechend misslang auch der erste Versuch genauso gründlich wie der zweite und der dritte. Doch beim 4. entstand das erste Fünkchen, das aber noch nicht das Holz traf. Mit dem fünften Versuch schaffte er es endlich den Funken großgenug zu bekommen und ihn an die richtige Stelle zu befördern. Noch ein bisschen pusten und schon waren die ersten Flämmchen am hochzüngeln. "Tolle Sache!", Pado beäugte den Handschuh noch einmal interessiert und reichte ihn dann Arrin wieder zurück: "Danke, Arrin. Bei Gelegenheit erzählst du mir mal, wie das funktioniert. Denn zaubern kann zumindest ich ganz sicher nicht!"

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Irgendwann waren alle um das wärmende Feuer versammelt. Man reichte einander Nüsse und trockenes Obst von Beorn, ruhte sich aus, aß und unterhielt sich. Auch die beiden Zwerge hatten es geschafft, sich ins Lager zu schleppen und saßen leidend in der Runde. Finbar hatte einen Blick auf Ailin geworfen, doch die schlief noch immer tief und fest, also hatte er sich so nahe an sie heran gesetzt, dass sie ihn spüren musste, wenn sie zu sich kam. Womöglich würde die Nähe eines Vertrauten helfen. Kára hatte ihm geholfen, die etwas offensichtlicheren Wunden zu versorgen, nachdem Frótha nur einen mißbilligenden Blick darauf geworfen hatte und weiter gegangen war.
Erschöpft biss Finbar in einen Apfel hinein, zuckte jedoch sogleich zusammen, als seine aufgeplatzte Lippe das saure Innere der Frucht berührte und sein violett und blau schimmernder Kiefer beim Aufbeißen schmerzlich verkündete, dass Kauen und Beißen momentan nicht auf dem Programm standen.
Frustriert zog der Zwerg Ailins Decke und sein Bärenfell über seine Schwester und sich und lauschte den Geräuschen der Nacht.

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Finbar
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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Es hätte nicht mehr lange gedauert, da wäre Frótha selbst zwischen die beiden Streithähne gegangen, doch glücklicherweise kam es nicht so weit. So hatte die Zwergin Feuerholz gesammelt, immer in der Nähe des Lagers und darauf geachtet, dass sich niemand zu weit entfernte. Spätestens nach dem Fluss war sie sehr stark darauf bedacht, dass die Gruppe zusammen blieb, sodass nicht irgendwo jemand umkippte, also behielt sie möglichst alle immer im Auge.
Umso angespannter saß sie am Feuer, kaute auf ihrem Trockenfleisch herum und beobachtete ihre Gefährten. Besonders auf ihrem Cousin hatte sie ein besonderes Augenmerk, denn sie wusste jetzt schon, dass die nächsten Tage für ihn kein Zuckerschlecken werden würden und schlecht konditionierte Zwerge waren das letzte, was sie gebrauchen konnte. Das war auch der Grund, warum sich die Zwergin als erste Nachtwache meldete. Sie konnte sowieso nicht schlafen und so saß sie am Feuer mit geschärften Sinnen, darauf wartend, dass die Zeit und somit auch die Nacht verstrich.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Es dauerte nicht lange, bis Borin einschlief. Denn so sehr hatte er sich lange nicht angestrengt. Aber es war gut. Denn nur so konnte man auf der Höhe bleiben und sein Niveau halten. Anderen Zwerge wären schon längst gestorben, würden sie sich nicht so fit halten, wie der alte Greis. Und da hätte ihn auch niemand von abhalten können, es sei denn jener hätte sich eine zweite Tracht Prügel abholen wollen. Der Greis wäre dem Wunsch sicherlich gerne nachgekommen. Schnarch. Rülps. Pups. Immer abwechselnd. Ja, so zeichnete sich Borins Schlaf aus, zusätzlich dazu, dass sich der alte Zwerg immer wieder von einer Seite zur anderen drehte und damit sicherlich nicht nur einem der Gefährten den Schlaf raubte oder diesen zumindest hinauszögerte.



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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Kára hatte sich arg zusammenreißen müssen, um Finbar nicht deutlich zu sagen, was sie von der Prügelei hielt. In einer Taverne in den Blauen Bergen wäre das ganze kaum der Rede wert gewesen, Zwerge waren rauhe Gesellen und regelten Streitigkeiten gerne mal mit vollem Körpereinsatz. Dabei sah es meistens schlimmer aus als es war, schließlich waren Mahals Kinder aus Stein gemacht und konnten mehr wegstecken als die Langbeine, geschweige denn Hobbits. Aber hier, in diesem düsteren Wald und mit einer bewusstlosen Gefährtin, hatten sie wahrlich andere Probleme! Doch sie hatte die Gedanken für sich behalten. Das sollte Frótha übernehmen, wenn sie wollte, schließlich war sie seine Cousine und viele Jahre älter.
Zugegeben, ein kleines bisschen Mitleid empfand Kára dann doch für Finbar, als dieser sich den offensichtlich schmerzenden Kiefer hielt und den angebissenen Apfel zur Seite legte. Am kommenden Morgen würde er bestimmt jeden Knochen spüren.
Selber Schuld! Mitleid verdient er wahrlich nicht! erinnerte sie sich.

Sie war froh, dass Frótha die erste Wache übernahm. Der Tag war lang und anstrengend gewesen und sie sehnte sich nach einer guten Mütze Schlaf. Sie suchte sich eine Ecke, in der sie sich in ihren Umhang wickelte und die Augen zumachte.
"Hrrr.... hrrrr...pffff..."
"Es darf nicht wahr sein!" stöhnte Kára leise und rappelte sich direkt wieder auf. Sie brauchte nicht lange, um den Urheber der nächtlichen Geräuschkulisse zu finden. "Borin! Verdammt, Borin, ernsthaft?!"
Sie war sehr versucht, aufzustehen und den alten Zwerg wachzurütteln, um wenigstens eine kleine Chance zu bekommen vor ihm einzuschlafen. Im schwachen Schein des Feuers sah sie, dass neben Frótha noch eine zweite Person wach zu sein.
"Wenn wir jetzt eine Orkfalle hätten, könnten wir ihn einfach reinwerfen", flüsterte sie und suchte genervt nach etwas, das sie sich in die Ohren stopfen konnte, um das Geschnarche des alten Zwerges auszublenden.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

~~~

"I belong with my brother!"
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