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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI

DerDunkelgraue

Gefährte

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time



Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V

I. RPG Grundregeln:

- Vorlage sind die Filme. Wir müssen uns aber nicht streng daran halten, sondern können nach Bedarf abweichen
- Alles muss Tolkiens und Jacksons Canon entsprechen, also keine übernatürlichen Dinge ausdenken, die nicht zu Mittelerde passen
- Unsere Charas stehen immer an erster Stelle vor den Tolkien-Charakteren

II. Charaktere:

Hauptcharaktere:
Ailin - Zwergin
Finbar - Zwerg
Kára - Zwergin
Frótha - Zwergin
Borin - Zwerg
Padogas Tuk - Hobbit
Grimm - Mensch (männlich)
Arrin - Mensch (männlich)
Ascarion - Elb

Nebencharaktere:
Ardagast der Dunkelgraue - Zauberer
Úrondur - Unbekannt (männlich)
Isengar - Hobbit

Temporär/Permanent ausgestiegen:
Faron - Mensch (männlich)
Arika - Dunadan (weiblich)
Rayne - Dunadan (weiblich)

III. Plot:

"Und so geschah es eines Tages, dass 13 Zwerge und der Zauberer Gandalf vor Bilbos Tür standen und ihn mit in ein Abenteuer voller Elben, Orks, Trolle, Riesenspinnen und Drachen zogen. Doch unsere Geschichte beleuchtet die Ereignisse des kleinen Hobbits aus der Sicht anderer Charaktere, deren Interesse ebenfalls darin bestand den Erebor aufzusuchen und den Schatz zurück zu erobern. Geführt von Ardagast, einem anderen Zauberer, bildete sich eine weitere Gruppe, die mit in das Abenteuer hineingezogen wird..." - Damaris

IV. Tolkien-Charaktere:

Bain - Aerlinn
Bard - Aidean
Bilbo - Aerlinn, Damaris
Dwalin - Melian
Elrond - DerDunkelgraue, Kayley
Fili - Aidean, RoisinDubh
Kili - Kayley
Legolas - Damaris
Smaug - Melian, DerDunkelgraue
Thorin - Kayley
Thranduil - Elendorie
Gandalf, Radagast, Saruman, Sauron, Beorn - DerDunkelgraue

Der Herr der Ringe-RPG
Der Herr der Ringe-RPG - Diskussionen

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Ascarion hatte sich im Hintergrund aufgehalten und missbilligend die Zwerge bei ihrem Versuch die Brücke zu überqueren beobachtet. Die Keifzwergin ließ wirklich keine Gelegenheit aus sich in Schwierigkeiten zu bringen. Schon seit dem Auenland war sie auf Hilfe angewiesen und der Elb hatte eigentlich erwartet, dass sich ihre Unbeholfenheit mit der Zeit bessern würde.
Da er nicht einsah, den Zwergen zu Hilfe zu kommen und diese ohnehin schon genug Helfer hatten, trat er in der Zwischenzeit an das Ufer heran und musterte das schwarze Wasser. Welche Wirkungen konnte es auslösen und wie gefährlich waren womöglich ein paar Schlücke, wenn schon die bloße Berührung einen Zwergen ausknocken konnte?
Der Elb holte eine seiner kleineren Feldflaschen hervor und schüttete die Flüssigkeit darin aus, ehe er sich hinkniete und vorsichtig das dunkle Wasser des Flusses schöpfte. Er achtete darauf, dass seine Finger nicht nass wurden und drückte nur den Flaschenhals in die Tiefe. Als die Flasche voll war, zog er seinen Dolch und ritzte eine elbische Rune in das Leder und ließ sie zufrieden in seiner Provianttasche verschwinden.
Inzwischen hatten es die Zwergengeschwister über die Brücke geschafft und Kara rief, dass sie nun kommen konnten. Ascarion wartete bis die Verbliebenen vorsichtig über die Stämme balanciert waren und schloss sich ihnen an. Elben waren von Natur aus sehr leichtfüßig und hinterließen kaum Fußabdrücke im Schnee und im Sand und so war es ein leichtes für Ascarion über die improvisierte Brücke zu gehen. Nicht ein Ast knarzte als er sein Gewicht darauf verlagerte und mit einem geschmeidigen Sprung landete er schließlich auf dem harten Boden der anderen Flussseite.
Die anderen hatten sich bereits um die ohnmächtige Zwergin versammelt und versuchten sie vergeblich aufzuwecken. Ascarion trat heran und sagte: „Wir müssen weiter. Die ganze Flussüberquerung hat uns nur wieder unnötige Zeit gekostet. Zeit die wir nicht haben. Wenn sie nicht aufwacht, bauen wir eine Trage. Besser als hier weiter zu verweilen.“ Noch immer zogen dichte Nebelschwaden empor, die die Gefährten weiter paralysieren konnten und würde erst einmal die Nacht herein brechen, dann war die Gefahr hier zu bleiben noch größer. Wer wusste schon, welche Geschöpfe mit der Dämmerung kamen?

—(•· To be forgotten is worse than death ·•)—
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

''Trage?'', sagte Borin, der sich mittlerweile wieder beruhigt hatte und dessen Schmerzen etwas geringer waren, als zuvor. ''Da sagt doch das Langbein mit den spitzen Ohren glatt, wir sollten eine Trage bauen und noch mehr Zeit verschwenden!'', fügte er spöttisch hinzu, packte Ailin und schlug sie sich über die Schulter als wäre sie ein erlegtes Reh. Dann stapfte der Zwerg nach vorne. ''Na, worauf warten wir noch?'', fragte er die Gruppe, die den alten Zwerg durchaus verwirrt ansahen. Der Nachmittag hatte bereits angebrochen und sie konnten sich keine weitere Verzögerung mehr leisten. Sobald die Nacht anbrach, mussten sie ein vernünftiges Lager aufgeschlagen haben, soviel war klar. ''Und das ist genau der Grund, warum Frauen auf einer solchen Unternehmung nichts zu suchen haben!'', grunzte er noch abschließend zu Finbar hinüber.

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Kára war sehr froh, dass Borin ihnen die Entscheidung abgenommen hatte, bevor eine lange Diskussion entstehen konnte. Sie wollte so schnell wie möglich von dem Fluss fort.
Gerade als sie Borin für seinen Einsatz danken wollte, sagte der allerdings etwas, das ihre Freundlichkeit direkt wieder verpuffen ließ.
"Wie bitte?" rief sie empört, ehe Finbar antworten konnte. "Das sagt derjenige, der in seine eigene verdammte Orkfalle gestolpert ist! Ailins Missgeschick hätte jedem passieren können, sei froh, dass wir jetzt nur sie tragen müssen." In ihrem Ärger fiel ihr gar nicht auf, dass es sonst überhaupt nicht ihre Art war, Ailin zu verteidigen. Sie und Ailin mochten nicht die besten Freundinnen sein, aber so eine Aussage konnte sie unmöglich so stehen lassen.
Demonstrativ ließ sie sich ans Ende der Gruppe fallen, um nicht in Borins Nähe laufen zu müssen.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

~~~

"I belong with my brother!"
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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Finbar sah nur resignierend zu Borin hinüber. Tatsächlich hatte Ailin es wieder geschafft, in Schwierigkeiten zu geraten, wo eigentlich keine hätten sein dürfen und langsam aber sicher war er es leid, Diskussionen darüber zu führen, ob oder ob nicht Zwerginnen für diese Reise geeignet waren. Ausserdem war er dankbar dafür, dass Borin die Schlafende direkt aufhob und zu tragen bereit war. Das hatte sonst keiner der Anwesenden angeboten.
Seufzend schulterte er Ailins Ausrüstung und wollte schon losgehen, als Kára auf ihrem Weg nach hinten an ihm vorbei kam. Eilig hielt er sie mit einem Arm auf.
"Warte mal, Kára. Ich wollte noch.... also, ich wollte Danke sagen. Für eben. Und ja, du hast Recht, das hätte ich gleich tun müssen. Ich habe nur... also... " Er nickte zu Ailin hinüber und schaffte dann sogar ein kurzes Grinsen. "Immer, wenn es ihr schlecht geht, funktioniert mein Gehirn nicht so, wie es soll, weißt du."

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Khagam menu penu shirumund!

Finbar

Geändert durch Finbar (12.12.2016 12:56)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Borins Kopf schien beinahe zu Platzen, als seine Stirn erneut rot wurde und aus seinen Ohren weißer Rauch aufstieg. Dann drehte er sich um und stapfte mit Erdbebenschritten voraus, bis er von Ascarion wieder überholt wurde. ''Meine Orkfalle war grandios! So grandios, dass selbst ich hineinfiel und das will was heißen! Ich bin nämlich ein Zwerg und habe die Augen eines Fuchses und die Ohren eines Habichts!'', sagte er wütend vor sich hin und knallte dabei mit seinem Gesicht mit voller Wucht gegen einen Ast, der zu weit unten war. Doch der Ast brach dabei ab und der Zwerg ging unbeirrt weiter. ''Und den Schädel eines Ochsen!'', fügte er hinzu. ''Wir können wirklich froh sein, dass wir nicht auch noch die andere Zwergin tragen müssen, da hat sie wirklich Recht'', sagte er und schielte dabei zu Ascarion hinauf. Das Langbein mit den spitzen Ohren war wenigstens nützlich und nicht so hilflos, wie die Beute, die er auf seinen Schultern trug.

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Nachdem alle mehr oder weniger gut auf der anderen Flussseite angekommen waren, hatte Pado grinsend den Zwergen gelauscht. Borin wieder - die Ohren eines Habichts! "Na, solange er nicht den Geruch eines Stinktiers hat, soll es mir recht sein!", meinte er leise zu Grimm und Arrin. Dann folgte er den anderen auf dem nur schwer sichtbaren Elbenpfad.

Sie kamen nun eine Zeit lang recht zügig voran, wenn man davon absah, dass Borin immer wieder einmal mit der überstehenden Ailin an den unterschiedlichsten Pflanzenteilen hängen blieb. Es wurde im Wald schon lamgsam dämmrig, als sie schließlich an eine Stelle kamen, wo der Pfad plötzlich zu verschwinden schien. Es gab Lücken im Unterholz in die verschiedensten Richtungen, aber nichts, was wirklich einem Pfad gleichen wollte.

Ratlos blickten sich die Gefährten um und gingen in die unterschiedlichen Lücken hinein, um zu sehen welches die wahrscheinlichste Richtung war. Doch die Dämmerung wurde nun schneller dunkler. Pado legte daher Finbar einen Hand auf die Schulter und meinte, als der Zwerg sich zu ihm umwandte: "Finbar, ich glaube, es macht keinen Sinn jetzt noch weiter nach dem Weg zu suchen. Lass uns lieber ein Lager einrichten solange wir noch ein bisschen sehen können!"

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Musik - A Necromancer (Bonus Track) - DOS

Je näher sie der Festung kamen, desto mehr spürten die Zauberer und der Hobbit, wie die Macht dort größer wurde. Es war kein Vergleich mehr zu Radagasts Besuch vor wenigen Monaten und erst recht keiner mehr zu Gandalfs erstem Besuch zur Jahrtausendwende, stellen die Zauberer mit Beunruhigung fest. Sie hielten etwas abseits des Bollweks an und stiegen den kleinen Hügel hinauf, an dessen Ende sich eine Brücke befand. Sie blickten mit großen Augen und Ehrfurcht auf die blau-graue schimmernde Ruine. Ardagast sah sie nun zum ersten Mal aus der Nähe. ''Dol Guldur. Der Hügel der dunklen Magie’’, sagte Gandalf mit einem furchtsamen, aber ernsten Gesichtsausdruck. Radagasts fasste Isengar an die Schulter und blickte dabei zu Gandalf hoch. Eine nette Geste, jedoch verfehlte sie dabei wohl ihr eigentliches Ziel: den Hobbit zu beruhigen. Man sah dem brauen Zauberer an, dass seine Beine zitterten und drohten nachzugeben und das war wahrlich kein gutes Zeichen. Ardagast wusste hingegen, dass er entschlossen sein musste, egal welche Furcht er zu haben schien und versuchte gar nicht daran zu denken. Er musste dort hineingehen um endgültig Gewissheit zu haben. In jenem Fall heiligte der Zweck die Mittel.

''Sie wirkt so verlassen’’, stellte Radagast - der sich wieder etwas beruhigt hatte - zu seiner Verwunderung fest. ''Ich denke, dass sie so aussehen soll. Auf ihr liegt ein Zauber der Verborgenheit. Im Inneren wird sie ihr wahres Gesicht zeigen!’’, entgegnete Gandalf mit konzentriertem Blick auf die Feste und fügte schließlich nachdenklich hinzu: ''Er ist scheinbar noch nicht mächtig genug um sich zu offenbaren!'' Gandalf machte einige Schritte in Richtung der Brücke und Ardagast folgte ihm. Dann drehte sich Gandalf um. ''Nein, ich gehe alleine hinein! Unter keinen Umständen folgt ihr mir! Ihr beide müsst eine Nachricht an den Weißen Rat überbringen. Sagt ihnen, wir müssen ihn zum Handeln zwingen!’’, ordnete er voller Tatendrang an. Ardagast schaute ihm tief in die Augen und legte seine Hand auf die Gandalfs Schulter. ''Niemals! Ich lasse dich unter keinen Umständen dort alleine hineingehen, Olórin! Wir kamen vor zweitausend Jahren zusammen auf einem Schiff nach Mittelerde und wir gehen zusammen dort hinein oder gar nicht! Es hat mehr als ausgereicht, dass ein Zauberer auf dem Weg hierher gestorben ist. Ich lasse nicht zu, dass sich das wiederholt! Radagast braucht meine Hilfe nicht um die Nachricht zu überbringen, du aber schon!’’, sagte er mit aller Deutlichkeit und schien sich nicht von seinem Vorhaben abbringen zu lassen. Gandalf überlegte kurz und nickte. ''Vielleicht ist es tatsächlich besser, wenn wir das Bollwerk gemeinsam erkunden’’, entgegnete er mit aller Dankbarkeit.

Radagast war sichtlich erleichtert, dass von ihm nicht erwartet wurde, diesen Ort erneut zu betreten. Aber in seinem Blick spiegelte sich auch Wehmut wieder. Denn er wollte seine Freunde nicht alleine lassen und schon gar nicht, dass ihnen etwas zustößt. Die beiden grauen Zauberer gingen nun hintereinander auf die Brücke und waren bereits völlig auf ihr Ziel fixiert. In völliger Konzentration. Radagast drehte sich noch einmal eilig um rief ihnen verzweifelt hinterher: ''Was wenn es eine Falle ist?'' Gandalf drehte sich um und erwiderte: ''Geh und folge uns nicht. Bring die Nachricht an den Weißen Rat!''

''Ja, ja'', murmelte Radagast seufzend. Er drehte sich kopfschüttelnd um und ging zusammen mit Isengar zu seinem Schlitten zurück. Gandalf zog sein Schwert und fügte noch hinzu: ''Es ist zweifellos eine Falle!’’ Zusammen gingen sie über eine lange Brücke. Auf der einen Seite die abgestorbene und tote Landschaft und auf der anderen Seite die dunkle Festung. Der Eingang war nichts weiter als ein Steinbogen ohne eigentliches Tor. Es war offen und jeder, der hier Zuflucht suchte würde gnadenlos dafür bestraft werden. Die Unheimlichkeit war unbeschreiblich von aussen, aber sie war noch gewaltiger von innen. Beide Zauberer spürten dies als müssten sie einen Felsen hinter sich ziehen. Nichts schien furchteinflößender ausser direkt nach Mordor zu gehen. Und dennoch war dieser Aussenposten wieder erstaunlich friedlich und ruhig. Als würde etwas auf sie warten. Wie ein Frosch, der unter Wasser auf eine ahnungslose Fliege lauert. Das Blut schien schier in ihren Adern zu gefrieren und der Puls schlug immer höher und schneller. Denn das was sie nicht sehen konnten, machte ihnen umso mehr Angst.

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thilwen

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Isengar hatte im Laufe der rasenden Fahrt immer mehr eine Unruhe in sich gespürt. Und als er den ersten Blick aus der Ferne auf die dunkle Festung von Dol Guldur warf, wusste er woher diese Unruhe kam. Noch nie hatte er ein derart gruseliges Gemäuer gesehen. Eine Ruine, die irgendwie durch eine Verbindung von Stein, Wurzel und Eisen zusammengehalten wurde. Ein unnatürliches Gebilde. Es wirkte wie eine gequälte Kreatur. Doch es war nicht der Anblick allein, der den Hobbit schaudern ließ, es war die Atmosphäre, die durch jeden einzelnen Stein zu sickern schien. Isengar war auf seiner Wanderung einmal in die Hügelgräberhöhen geraten und hatte dort schon eine grundlegende Bosheit gespürt. Doch das war kein Vergleich zu diesem Ort hier. „Dol Guldur! Der Ort der Dunklen Magie!“ so nannte es Gandalf gerade und das war wahrlich die richtige Bezeichnung dafür.

Nein, keine 15 Rhosgobelkaninchen würden ihn da hinein bringen. Und wenn er die bebende Hand Radagasts auf seiner Schulter spürte, dann war auch dieser Zauberer mehr als dankbar, dass er nicht mit in diese dunkle Festung musste. Um so mehr respektierte der Hobbit Gandalf, der schon einmal darin gewesen war und es trotzdem noch einmal wagte, und Ardagast, der sich nicht abschrecken ließ. Und das obwohl allen klar war, dass das eine Falle war, so klar wie Rubellas klare Kloßbrühe!
Isengar konnte kaum den Blick abwenden, als die beiden grauen Zauberer, die Brücke, die zum Eingang führte, überquerten. „Alles Glück der Welt mit euch“, murmelte er leise. Und Radagast, der mit weitaufgerissenen Augen neben ihm stand, nickte leise dazu.

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„Wie dem auch sei - Man braucht Leute mit Verstand für diese Abenteuer - was auch immer - Geschichte!"
"Dann wirst Du gewiss nicht ausgewählt, Pip!"
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: thilwen]

''Vollkommen richtig!'', sagte Borin und ließ Ailin fallen wie eine heiße Kartoffel. Die schlafende Zwergin knallte wie ein Sack auf den weichen Waldboden und Borin setzte sich auf einen umgefallenen Ast. ''Wird Zeit für eine schöne Mahlzeit!'', sagte er, ließ seinen Rucksack fallen und packte seine Schaufel. ''In der Zwischenzeit werde ich mal die Möglichkeit nutzen und eine Orkgrube ausgraben! Mahal weiß, so etwas können wir wahrlich gebrauchen in diesem finsteren Wald!'', sagte er und spazierte dann voller Tatendrang zum nächsten Baum und begann mit dem ersten Stich in den Boden.

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Finbar war noch hin und her gerissen von dem Wunsch, weiterzugehen und der Einsicht, dass sie hier langsam nichts mehr sehen konnten, da erregte ein dumpfes Poltern seine Aufmerksamkeit. Gerade noch konnte er seine Schwester auf dem Boden aufschlagen und Kára sofort zu ihr eilen sehen.
Verärgert warf er den Rucksack auf den Boden und stapfte zu Borin hinüber, der schon wieder so eine alberne Grube ausheben wollte. Kurzerhand packte er den nichts ahnenden Alten am Kragen, zog ihn erst zu sich heran und drückte ihn dann mit ganzer Kraft mit dem Rücken gegen den Baum, den er sich dieses Mal zum Buddeln ausgesucht hatte.
"Jetzt pass mal auf, Borin, ich schätze es nicht, wenn man meine Schwester auf den Boden schmeißt wie einen Sack Getreide, ist das klar!?" zischte er.

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Finbar

Geändert durch Finbar (14.12.2016 00:15)

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Schon wieder dieser verdammte Ork!
Oder war es ein anderer?
Aber eigentlich war das völlig egal, wer sie da davonschleppte, zu welch gräulichem Schicksal auch immer. Und dass es kein Freund war, der sie davontrug, war schnell klar, wurde sie doch unsanft über die Schulter geworfen wie ein erlegtes Wildbret und hing kopfunter. Zudem knallte sie öfter mit dem Arm oder Kopf gegen überhängende Zweige und Äste, Brombeerranken verhakten sich in ihren Haaren und rissen sie am Bart und Brennesseln streiften ihr Gesicht. Der Traum war so real, dass Ailin sich eigentlich sicher war, sie wäre wach...zumindest halbwegs. Hatte ihr Bruder sie dem widerlichen Ork überlassen? Das konnte doch nicht sein?
Doch der Alptraum nahm kein Ende, die Widrigkeiten des Weges ebensowenig und Ailin taumelte zwischen Wachtraum und Schlaf hin und her.
Gerade tauchte sie langsam wieder auf aus den grauen Traumschwaden, da ließ der Ork sein Opfer gnadenlos fallen und mit dem Kopf zuerst knallte die Zwergin auf eine Wurzel, die aus dem weichen Waldboden ragte.
Die Welt um sie herum, deren sie sich gerade langsam bewusst zu werden begann, versank erneut in Dunkelheit.

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

"Ailin? Ailin!"
Kára kniete neben der Zwergin und hob vorsichtig ihren Kopf ein wenig an. Doch zu ihrer Erleichterung sah sie keine Verletzungen, auch wenn das dichte Zwergenhaar natürlich einiges verdecken konnte. Aber vorerst sah es aus, als sei der Aufprall weniger hart gewesen als das laute Rumpsen hatte vermuten lassen.
Sie zupfte ein paar Blätter aus Ailins Bart und seufzte, während im Hintergrund Finbar dem alten Borin zur Seite gezogen hatte. Hoffentlich bedankte er sich bei ihm dafür, dass er Ailin die ganze Zeit ohne zu murren getragen hatte! Doch der grimmige Blick, den Kára noch sah, bevor sie sich Ailin zuwandte, sagte etwas anderes.
"Besonders rücksichtsvoll war Borin allerdings tatsächlich nicht", sagte sie mit einem leichten Grinsen und pflückte eine armlange Ranke aus Ailins Haaren. "Verdammt, Ailin, sieh zu, dass du aufwachst, dein Bruder macht sich Sorgen!"
Für einen kurzen Moment wurde Ailins blasses Gesicht zu Sváfnirs, und Kára erschauderte bei dem Gedanken, dass ihr kleiner Bruder hier liegen würde, wenn er damals - wie lang war ihre Abreise her? - stur gewesen und mitgekommen wäre.
"Bitte, Ailin, es reicht!"

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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"I belong with my brother!"
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

''Vielleicht hättest du sie lieber tragen sollen. Als ihr Bruder'', entgegnete Borin mit einem grimmigen Gesichtsausdruck. ''Aber du warst ja mehr damit beschäftigt dich von deiner schwierigen Brückenüberquerung zu erholen'', fügte der alte Zwerg spöttisch hinzu. ''Und sowas will ein Zwerg und ein Anführer sein. Nun, ich bin nicht beeindruckt'', sagte der Alte, riss sich von den Griffen des jungen Zwergen los, drehte sich wieder um und begann weiter an seiner Grube zu graben. ''Du könntest dich ja nützlich machen und mir helfen. Oder dich um das Essen kümmern. Oder um deine Schwester. Oder du stehst weiter hier rum und machst einen auf dicke Hose! Deine Entscheidung, Finbar...''

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Unwillkürlich zuckte Finbar ein wenig zusammen bei den harschen Worten des Alten. Tatsächlich war er unterwegs so sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen, dass er nicht einmal auf die Idee gekommen war, Borin abzulösen. Aber das Tragen schien dem Alten auch nicht schwergefallen zu sein und war es denn so schwer, ein wenig sanfter mit seinen Mitzwergen umzugehen? Finbars Stolz und Zorn gewannen die Überhand und ärgerlich antwortete er:
"Weißt du was, Borin? Du wirst sie nicht mehr anfassen! Und deine blöde Grube kannst du alleine bauen! Wahrscheinlich fällst du morgen dann auch selbst wieder hinein!"
Borin setzte schon zu einer Antwort an, doch Finbar ließ ihn gar nicht zu Wort kommen.
"Nur weil du niemanden mehr hast, der sich um dein Wohl schert, heißt das nicht, dass wir alle so kalt und rücksichtslos sein müssen!"
Damit drehte er sich herum und rief laut: "Baut ein Lager auf! Macht ein Feuer! Ailin soll heute Nacht nicht frie...!"
Zu mehr kam er nicht....

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Finbar

Geändert durch Finbar (14.12.2016 09:59)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Als Finbar sich mit den Worten, der alte Zwerg hätte niemanden mehr, der sich um ihn scherte, umdrehte, sah Borin rot. Seine Stirn dampfte und Rauch stieg von seinen Ohren auf. Mit seinen Stiefeln schabte er den Boden auf und innerlich bereitete er sich bereits auf einen Angriff auf Finbar vor. Dann warf er seine Schaufel zur Seite. ''LANGSAM HABE ICH GENUG VON DEINER RESPEKTLOSIGKEIT!!!!!'', schnauzte er wütend, rannte auf Finbar zu und packte den Zwerg von hinten. Beide knallten daraufhin auf den Boden. Der alte Zwerg drehte den jüngeren Zwerg um und schlug ihm dann zuerst mit der Faust ins Gesicht und dann gab er ihm noch eine, für Borins Verhältnisse, ''leichte'' Kopfnuss. Über Finbar gebeugt, packte er diesen am Kragen: ''Nimm das zurück oder du kriegst die Tracht Prügel deines Lebens!'', knurrte der Greis.

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Finbar sah rot! War er eben noch zu überrascht gewesen, um sich zu verteidigen, stürzte er nun mit einem unartikulierten Schrei vor, packte seinerseits den alten Borin und versuchte, ihn kurzerhand von sich herunter zu schubsen. Borin aber hielt fest und so rollten die beiden Zwerge hin und her, während jeder versuchte, die Oberhand zu gewinnen. Schließlich rappelten sie sich auf und das Ganze verwandelte sich von einer Rauferei in einen Faustkampf. Einige Male traf Finbars Faust Kopf und Schultern des Älteren und nicht weniger häufig musste er dessen überraschend zielgenaue Treffer einstecken, doch beide schienen in ihrer Wut den Schmerz kaum zu spüren. Keuchend, blutend und einander beleidigend kämpften sie verbissen miteinander, und trotz Finbars Jugend und seiner Kraft war er dem alten Borin an Erfahrung und Kampfgeschick unterlegen, sodass sich sobald kein Sieger ermitteln ließ.
Langsam wurde es dunkler.

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Finbar

Geändert durch Finbar (14.12.2016 11:48)

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado wünschte sich er hätte Wasser dabei, um es den beiden Streithähnen über die blutenden Schädel zu schütten. Was war nur in diese Zwerge gefahren? Hatten sie nicht so schon genug Probleme? Da sah er zwischen den Bäumen im schwindenden Licht etwas glitzern. "Kara, komm mal mit!" Eindringlich schüttelte er die Zwergin am Arm, die sich noch über Ailin beugte. Als diese ihren ungläubigen Blick von den Kämpfenden abwandte, deutete er zwischen die Bäume: "Da sieht es nach Wasser aus. Das können wir in mehrfacher Hinsicht brauchen!" Kara grinste und gemeinsam liefen sie auf das Glitzern zu. Es handelte sich tatsächlich um eine Quelle. Pado näherte sich dem Wasser vorsichtig und schnüffelte kurz daran. Es roch in Ordnung und er bekam auch keine seltsamen Halluzinationen davon.

Gemeinsam füllten die beiden die Wasserschläuche bis zum Rand und hasteten zurück auf die Lichtung. Der Kampf hatte etwas von seiner Spritzigkeit verloren und an Verbissenheit gewonnen. Pado schüttelte nur wieder den Kopf: "Also wirklich, ihr seid doch alles Zwerge auf einer gemeinsamen Mission, wie kann man sich da so den Schädel blutig schlagen. Ihr braucht wahrlich keine Feinde mehr!" Er sagte es zu niemand im speziellen, war sich aber sicher, dass es nur die unbeteiligten Zwerge gehört hatten. Also ging er jetzt so nah er sich wagte an die beiden Kämpfenden heran, die sich derzeit verbissen umklammert hielten. Das lieferte Pado sie Gelegenheit, die er brauchte. Er spritzte den Beiden das Wasser aus seinem Schlach mit scharfem Strahl direkt ins Gesicht und bekam aus den Augenwinleln mit, wie Kara neben ihm dasselbe machte. prustend ließen die beiden Hitzköpfe von einander ab.

"Sagt mal geht's noch?" Pado ließ seinem ganz Zorn über diese idiotische Balgerei in seine Stimme fließen.

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Erschrocken fuhr Finbar auf, als das kühle Wasser ihn traf. Böse funkelte er Pado, der ihn wohl erwischt hatte, an. Borin, der ebenso überrascht war, ließ von ihm ab und für einen Moment senkten beide Streithähne die Fäuste und wischten sich das Wasser, gemischt mit Blut und Schweiß, aus dem Gesicht. Finbar spürte jeden Muskel in seinem Körper - und jeden blauen Fleck, den er morgen haben würde! Seine Lippe war aufgeplatzt und sein rechtes Auge schwoll langsam zu. Keuchend sah er zu Borin auf. Der Alte sah aus wie eine Vogelscheuche, mit zersaustem Haar, einer blutigen Nase und etlichen Schrammen im Gesicht, die ihm wohl der Waldboden beim Raufen zugefügt hatte. Auch er keuchte erschöpft.
Sich der Sinnlosigkeit dieses Kampfes langsam bewusst werdend, nickte Finbar ihm zu und gab zu: "Für einen alten Greis schlägst du ganz schön zu!"
Borin schien das zu freuen, denn er begann zu grinsen und kommentierte: "Und du hast einen ziemlichen Wumms auf der rechten Geraden!"
Beinahe hätten die Zwerge sich auch die Hand gegeben und den Kampf damit beendet, da setzte Borin hinzu: "Für einen nichtsnutzigen Zwergling!"
...
Es dauerte ganze zwei Sekunden, da lagen sich beide erneut in den Haaren, schlugen und traten, kniffen und stießen, taumelten gegen Bäume und fielen in das dichte Unterholz...

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Finbar
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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Kára hatte entgeistert zugesehen, wie Finbar und Borin sich gegenseitig an die Gurgel gingen. Als wenn sie gerade keine anderen Probleme hatten! Besonders von Finbar hatte sie mehr Besonnenheit erwartet. Deshalb folgte sie Pado nur zu gerne und konnte sich ein zufriedenes Grinsen nicht verkneifen, als die beiden Streithähne triefend nass vor ihnen standen.
Fast hätte sie gelacht, als Pado die beiden gestandenen Zwerge zusammenfaltete. Das war den beiden garantiert noch nie passiert!
Das Lachen verging ihr allerdings, als die beiden Zwerge es nur für einen Augenblick schafften, Frieden zu schließen, nur um sich im nächsten Moment weiter zu prügeln.
"Männer!" entfuhr es ihr wütend. Sie hatte nicht die geringste Lust, sich weiter um Finbar und Borin zu kümmern. Hauptsache, die beiden fielen nicht auch noch in irgendeinen Fluss!
"Herzlichen Glückwunsch" sagte sie an Ailin gewandt, die sie natürlich nicht hören konnte. "Deine männliche Verwandtschaft hat offensichtlich den Verstand verloren."

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Mittlerweile hatte sich die Prügelei von einer Auseinandersetzung in eine Herzensangelegenheit verwandelt, denn sowohl Borin, als auch Finbar, schien die Prügelei zu gefallen. Ein Schlag in's Gesicht, einen in die Magengrube, den nächsten gegen die Schulter. Ja, so musste eine Schlägerei sein! ''So...'', sagte Borin und schlug Finbar gegen das Kinn. ''...stelle ich mir...'', fügte er hinzu, ehe er eine Kopfnuss des jüngeren Zwerges erhielt. ''...eine...'', rief der Greis, als er Finbar auf gegen die Brust schlug. ''...gute Prügelei...'', sagte er und spuckte Blut aus, als Finbars Faust gegen seine Backe schmetterte. ''...vor!''

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Pado hatte sich schulterzuckend abgewandt. Dann halt nicht. Er sammelte stattdessen Zweige ein und versuchte ein Feuer anzuzünden, was ihm nicht recht gelingen wollte - zuviel Wasser in der Umgebung. Pado wandte sich an Arrin: "Du warst ja recht still den ganzen Tag. Wie steht es mit deinem Arm? Meinst du, du kannst etwas Feuer machen? Es will bei mir nicht so recht klappen!"

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht krümmte Finbar sich nach einem Schlag in seine Magengrube. Es gab keinen Ort an seinem Körper, der nicht wehtat, aber lange hatte er sich nicht mehr so befreit gefühlt.
Sein rechter Haken ließ Borins Kopf zurückfliegen. "Es geht...", begann er, während der ältere Zwerg mit einem heftigen Schwinger konterte. "...doch nichts..."Mit etwas Mühe fing er seinen Sturz nach hinten an einem dicken Baumstamm ab und stürzte sich mit dem Kopf voran erneut in den Kampf. "...über ein anständiges..." Im selben Moment, in dem Finbars Schädel sich in den Brustkorb Borins bohrte und diesen nach hinten schleuderte, riss der Alte sein Knie nach oben. Finbars Nase knirschte gefährlich. "... Training am Abend!"
Finbar landete auf dem Hosenboden. Seine Bewegungen waren langsamer geworden. Er konnte in der Dunkelheit kaum noch etwas erkennen und seine Muskeln wollten ihm nicht mehr so richtig gehorchen. Borin schien es ähnlich zu gehen, denn anstatt erneut auf ihn loszugehen, ließ dieser sich wie ein Sack neben den Zwerg plumpsen und legte ihm den Arm um die Schultern. Ziemlich fest. So fest, dass Finbar sich schließlich in einer Art Schwitzkasten wiederfand. Kurzerhand hieb er mit der Faust gegen die Niere des Alten. Der stöhnte auf, ließ los und ließ sich dann nach hinten fallen. Finbar sackte neben ihm zusammen und konzentrierte sich auf das Atmen. Er konnte einfach nicht mehr weitermachen.

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Finbar
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

''Du kämpfst wie ein Mädchen'', stieß Borin schwer atmend hervor und spuckte dabei erneut Blut aus seinem Mund aus. Dafür erhielt er einen Ellenbogen in die Magengrube. ''Und du wie ein alter Knacker'', konterte Finbar, als beide reglungslos nebeneinander lagen und zu den Baumkronen sahen. ''Ich glaube, soviel Spaß hatte ich lange nicht mehr'', sagte der Alte hustend und fasste sich an sein geschwollenes Gesicht. ''Vielleicht sollten wir zu den anderen gehen, da drüben ist schon ein Lagerfeuer'', sagte Finbar, der kaum mehr seinen Kopf oder Arm heben konnte, versuchte aber dennoch in die Richtung zu zeigen. ''Geh ruhig, ich komm später nach. Sobald ich mich wieder bewegen kann'', erklärte der alte Zwerg bewegungslos.

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado musste ihn zweimal ansprechen, bevor Arrin reagierte. Der wilde Schlagabtausch zwischen den beiden Zwergen hatte ihn zu sehr in seinen Bann gezogen. Unfassbar, dass die beiden Dickschädel es selbst hier, wo ihrer Gruppe jedes Tier, jeder Baum, ja sogar die Luft selbst feindlich gesinnt zu sein schien, nicht lassen konnten, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.
Kopfschüttelnd wandte der Gaukler sich von dem Geschehen ab, als Finbar und Borin nur noch keuchend am Boden lagen.
"Es geht schon", antwortete er dem Hobbit mit einem Blick auf seinen Arm, "Es ist nur dieser verfluchte Wald...", fügte er in einem Ton hinzu, der andeutete, dass Pado wissen würde, wovon er sprach.
Auf die Frage nach dem Feuer zuckte Arrin unwillkürlich zusammen. Seit die Flammen, die ihn vor dem Warg gerettet hatten, auch nach ihm selbst gegriffen hatten, erfüllte ihn ein vorher unbekanntes Unbehagen, wenn er in der Nähe eines Feuers war.
Fast war es, als fühlte er sich von einem alten Freund betrogen. Er konnte dem Feuer nicht mehr trauen, zumindest nicht mehr so wie früher, als er den Flammen ihre seltenen, kleinen Bisse nach ihrem Meister noch mit einem Lächeln hatte verzeihen können. Das Feuer war ein gefährlicher Freund, das hatte er nie vergessen, doch glaubte er immer, es zähmen zu können. Nun war dieser Glaube unwiederruflich erschüttert.
Langsam zog Arrin seinen einzigen noch nicht ramponierten Handschuh aus. Die entblößte linke Hand verbarg er unter seinem Mantel.
Er warf Pado den Handschuh zu.
"Du warst doch so fasziniert von meinen Tricks. Versuch es doch selbst mal. Zieh den Handschuh an und mach einfach, was ich gemacht hab."

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May the force be with you.

Geändert durch Aidean (14.12.2016 22:06)

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Pado fing den Handschuh auf und sah ihn interessiert an. Er schien im ersten Moment ein ganz normaler Handschuh zu sein. Aber an den Fingerspitzen war er doch etwas rauher und dunkler. "Hm", Pado sah den Gaukler etwas unsicher an, während er den Handschuh überstreifte, "jetzt einfach schnipsen und ans Moos halten?" Als der Gaukler nickte, zuckte der Hobbit mit den Schultern und startete den ersten Versuch. Es fühlte sich komisch an, mit einem Handschuh zu schnipsen. Entsprechend misslang auch der erste Versuch genauso gründlich wie der zweite und der dritte. Doch beim 4. entstand das erste Fünkchen, das aber noch nicht das Holz traf. Mit dem fünften Versuch schaffte er es endlich den Funken großgenug zu bekommen und ihn an die richtige Stelle zu befördern. Noch ein bisschen pusten und schon waren die ersten Flämmchen am hochzüngeln. "Tolle Sache!", Pado beäugte den Handschuh noch einmal interessiert und reichte ihn dann Arrin wieder zurück: "Danke, Arrin. Bei Gelegenheit erzählst du mir mal, wie das funktioniert. Denn zaubern kann zumindest ich ganz sicher nicht!"

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Irgendwann waren alle um das wärmende Feuer versammelt. Man reichte einander Nüsse und trockenes Obst von Beorn, ruhte sich aus, aß und unterhielt sich. Auch die beiden Zwerge hatten es geschafft, sich ins Lager zu schleppen und saßen leidend in der Runde. Finbar hatte einen Blick auf Ailin geworfen, doch die schlief noch immer tief und fest, also hatte er sich so nahe an sie heran gesetzt, dass sie ihn spüren musste, wenn sie zu sich kam. Womöglich würde die Nähe eines Vertrauten helfen. Kára hatte ihm geholfen, die etwas offensichtlicheren Wunden zu versorgen, nachdem Frótha nur einen mißbilligenden Blick darauf geworfen hatte und weiter gegangen war.
Erschöpft biss Finbar in einen Apfel hinein, zuckte jedoch sogleich zusammen, als seine aufgeplatzte Lippe das saure Innere der Frucht berührte und sein violett und blau schimmernder Kiefer beim Aufbeißen schmerzlich verkündete, dass Kauen und Beißen momentan nicht auf dem Programm standen.
Frustriert zog der Zwerg Ailins Decke und sein Bärenfell über seine Schwester und sich und lauschte den Geräuschen der Nacht.

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Finbar
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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Es hätte nicht mehr lange gedauert, da wäre Frótha selbst zwischen die beiden Streithähne gegangen, doch glücklicherweise kam es nicht so weit. So hatte die Zwergin Feuerholz gesammelt, immer in der Nähe des Lagers und darauf geachtet, dass sich niemand zu weit entfernte. Spätestens nach dem Fluss war sie sehr stark darauf bedacht, dass die Gruppe zusammen blieb, sodass nicht irgendwo jemand umkippte, also behielt sie möglichst alle immer im Auge.
Umso angespannter saß sie am Feuer, kaute auf ihrem Trockenfleisch herum und beobachtete ihre Gefährten. Besonders auf ihrem Cousin hatte sie ein besonderes Augenmerk, denn sie wusste jetzt schon, dass die nächsten Tage für ihn kein Zuckerschlecken werden würden und schlecht konditionierte Zwerge waren das letzte, was sie gebrauchen konnte. Das war auch der Grund, warum sich die Zwergin als erste Nachtwache meldete. Sie konnte sowieso nicht schlafen und so saß sie am Feuer mit geschärften Sinnen, darauf wartend, dass die Zeit und somit auch die Nacht verstrich.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Es dauerte nicht lange, bis Borin einschlief. Denn so sehr hatte er sich lange nicht angestrengt. Aber es war gut. Denn nur so konnte man auf der Höhe bleiben und sein Niveau halten. Anderen Zwerge wären schon längst gestorben, würden sie sich nicht so fit halten, wie der alte Greis. Und da hätte ihn auch niemand von abhalten können, es sei denn jener hätte sich eine zweite Tracht Prügel abholen wollen. Der Greis wäre dem Wunsch sicherlich gerne nachgekommen. Schnarch. Rülps. Pups. Immer abwechselnd. Ja, so zeichnete sich Borins Schlaf aus, zusätzlich dazu, dass sich der alte Zwerg immer wieder von einer Seite zur anderen drehte und damit sicherlich nicht nur einem der Gefährten den Schlaf raubte oder diesen zumindest hinauszögerte.

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Kára hatte sich arg zusammenreißen müssen, um Finbar nicht deutlich zu sagen, was sie von der Prügelei hielt. In einer Taverne in den Blauen Bergen wäre das ganze kaum der Rede wert gewesen, Zwerge waren rauhe Gesellen und regelten Streitigkeiten gerne mal mit vollem Körpereinsatz. Dabei sah es meistens schlimmer aus als es war, schließlich waren Mahals Kinder aus Stein gemacht und konnten mehr wegstecken als die Langbeine, geschweige denn Hobbits. Aber hier, in diesem düsteren Wald und mit einer bewusstlosen Gefährtin, hatten sie wahrlich andere Probleme! Doch sie hatte die Gedanken für sich behalten. Das sollte Frótha übernehmen, wenn sie wollte, schließlich war sie seine Cousine und viele Jahre älter.
Zugegeben, ein kleines bisschen Mitleid empfand Kára dann doch für Finbar, als dieser sich den offensichtlich schmerzenden Kiefer hielt und den angebissenen Apfel zur Seite legte. Am kommenden Morgen würde er bestimmt jeden Knochen spüren.
Selber Schuld! Mitleid verdient er wahrlich nicht! erinnerte sie sich.

Sie war froh, dass Frótha die erste Wache übernahm. Der Tag war lang und anstrengend gewesen und sie sehnte sich nach einer guten Mütze Schlaf. Sie suchte sich eine Ecke, in der sie sich in ihren Umhang wickelte und die Augen zumachte.
"Hrrr.... hrrrr...pffff..."
"Es darf nicht wahr sein!" stöhnte Kára leise und rappelte sich direkt wieder auf. Sie brauchte nicht lange, um den Urheber der nächtlichen Geräuschkulisse zu finden. "Borin! Verdammt, Borin, ernsthaft?!"
Sie war sehr versucht, aufzustehen und den alten Zwerg wachzurütteln, um wenigstens eine kleine Chance zu bekommen vor ihm einzuschlafen. Im schwachen Schein des Feuers sah sie, dass neben Frótha noch eine zweite Person wach zu sein.
"Wenn wir jetzt eine Orkfalle hätten, könnten wir ihn einfach reinwerfen", flüsterte sie und suchte genervt nach etwas, das sie sich in die Ohren stopfen konnte, um das Geschnarche des alten Zwerges auszublenden.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Post 1

Musik

Zögerlich traten sie durch das Tor und sahen sich etwas im Vorhof um. An allen Seiten schienen Treppen in das Ungewisse zu führen. An einigen Stellen waren Totenköpfe angebracht und Skelette waren die Überreste von gefolterten Seelen, die in rostigen Metallkäfigen dahin faulten. Grausige Statuen warnten Eindringlinge. Der Anblick war wahrlich kein schöner. Nachdem beide Zauberer die Lage sondierten, entschieden sie sich dazu vorerst getrennte Wege zu gehen. ''Ich folge dem Weg geradeaus und du nimmst am besten den Weg nach unten in das Verlies’’, ordnete Gandalf an. Ardagast nickte und fügte sarkastisch hinzu: ‘‘Das ist die Rache für die Hohen Schluchten, ja?’’ Gandalf grinste böse und ging seinen Weg. Als erstes passierte er durch einen geraden Gang, der nach einigen Schritten zu einer Abzweigung führte. Was der Zauberer jedoch nicht bemerkte, war eine dunkle Gestalt, die sich weiter hinten im Verborgenen hielt und ein spitzes und rostiges Messer gezückt hatte.

Es war eine schmale Treppe dort hinunter in das Verlies und an jeder Ecke fühlte Ardagast wie er erdrückt wurde. Durch die Dunkelheit, die Feuchtigkeit, die eigene Angst und das Gefühl, dass überall eine Gefahr lauern konnte. Das Licht seines Stabes war notwendig, damit er überhaupt etwas sehen konnte, denn es war stockdunkel. Er musste jedoch Acht geben, es nicht zu hell werden zu lassen, denn sonst würde er womöglich unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. An der Decke wimmelte es von Spinnengewebe und anderen Untieren, die aus allen Spalten gekrochen kamen. Als er schließlich langsam und vorsichtig die Treppe runterkam sah er eine wahre Unterwelt. So weit das Auge reichte waren Treppen, verdorrte, tote Bäume und Dornenranken, deren Stacheln die Größe von Drachenzähnen hatten und die sich durch die ganze Festung schlängelten wie eine Schlange, die ihre Beute erdrücken wollte. Er wagte einen flüchtigen Blick herunter und konnte nicht einmal den Grund erkennen. Dort war nichts als Nebel, der wie ein Schleier vor dem Ungewissen war. Langsam ging er eine weitere Treppe herunter, die jedoch auf beiden Seiten offen war und es damit ermöglichte, durch einen falschen Schritt sehr schnell das Zeitliche zu segnen.

Am Ende dieser Treppe hatte der Zauberer zwei Möglichkeiten: Entweder folgte er der Treppen weiter herunter, in der Hoffnung den Boden zu finden, oder aber er ging in einen schmalen, dunklen Schacht hinein. Nach kurzer Zeit entschied er sich für den Schacht. ''Die Zauberer sind gekommen'', sagte eine tiefe, unbekannte Stimme in schwarzer Sprache. ''Sie werden uns finden'', entgegnete eine zweite, ängstlicher klingende Stimme. Die erste Stimme antwortete: ''Ja, das werden sie!'' Kurz darauf erreichte Ardagast eine lange, schmale Kammer voller rostiger Zellen, die an der rechten Seite angebracht waren. Auf der anderen Seite war nur eine Steinwand. Die Kammer erstreckte sich sehr weit. ''Was mag hier wohl gefangen gehalten worden sein?’’, fragte er sich leise. Die erste Zelle war leer. Es war lediglich ein winziges Loch aus Stein, mit rostigen Gitterstäben davor.

Er ging langsam und mit sicherem Abstand an den anderen Zellen vorbei um diese zu überprüfen. Es war so still, dass er seinen eigenen Atem hörte und ab und zu Wassertropfen, die von der Decke nach unten tropften. Nach jedem Tropfen schlug sein Puls hoch. Als er die Zellen überprüft hatte, konnte er sich sicher sein, dass dort niemand war. Das einzig seltsame an einer Zelle war, dass eine der rostigen Ketten, die von oben runterhingen, ganz leicht hin und her wackelte. Doch es war kein Luftzug zu spüren, der eventuell dafür verantwortlich hätte sein können. War hier erst vor kurzem jemand? Er starrte weiter auf die Kette, die ihn aus irgendeinem Grund in ihren Bann zog und langsam eine Symbiose mit seinem Herzschlag einging. Sie wackelte hin und her, hin und her und klirrte ein wenig dabei. Auf einmal hörte er ein lautes Knacksen hinter sich. Er erschrak und drehte sich um. Dunkelheit umgab ihn.

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Pado hatte sich genau wie Kara, die nicht weit von ihm entfernt lag, hin und her gewälzt und versucht das Geräuschgewitter, das Borin auf sie herniederfahren ließ zu ignorieren. Der Kerl war schon ab und an eine Plage. Und als er sie jetzt "Wenn wir jetzt eine Orkfalle hätten, könnten wir ihn einfach reinwerfen", flüstern hörte, konnte er nicht mehr an sich halten und prustete los, "Kara, das ist unbezahlbar!" Die ganze Überdrehtheit, die der Tag in diesem Wald in ihm aufgestaut hatte, brach sich Bahn. Es tat ihm leid, falls er irgendeinen schon schlafenden Zwerg damit weckte, aber er konnte seine Lachattacke nicht unter Kontrolle bekommen. Kara sah ihn erst kurz irritiert an, nur um dann in sein Gelächter einzustimmen. Einige Gefährten rappelten sich kurz auf, um zu sehen, was so lustig war, drehten sich aber bald wieder um, in dem Versuch in den Schlaf zu finden.


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Geändert durch PadogasTook (16.12.2016 20:41)

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Finbar schlief tief und fest und träumte von dunklen Stollen, von funkelnden Edelsteinen und von einem reich gedeckten Tisch!
Weder Borins Schnarchen noch Pado's Lachen bekam er mit.
Auf seinem Gesicht erschien ein zufriedenes Lächeln, als er gerade davon träumte, sich ein knuspriges Hühnerbein in den Mund zu stecken. Und als schließlich Kára in seinem Unterbewußtsein auftauchte und ihm mit auffallend wenig Kleidung am Leib den nächsten Gang, einen saftigen Rostbraten, vor die Nase stellte, verwandelte sich das Lächeln in ein wohlgefälliges Grinsen.
Ja, Finbar schlief gut in dieser Nacht.

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Finbar

Geändert durch Finbar (16.12.2016 21:03)

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Während Frótha in ihre Decke gehüllt am Feuer saß und ihren Blick immer wieder schweifen ließ stellte sie einmal mehr fest, dass sie froh war, jetzt nicht auf Krampf schlafen zu müssen, denn bei Borins unruhigem Schlaf schien es den meisten deutlich schwer zu fallen, selbst Schlaf zu finden. So belächelte sie Káras Kommentar und auch das Prusten von Padogas, während sie ins Feuer sah. Als sich ihr Blick wieder aufrichtete sah sie, dass sich Ascarion mittlerweile ein wenig abseits gesetzt hatte und nur noch Grimm mit ihr am Feuer saß.
Fróthas Gesichtsausdruck war weich, für ihre Verhältnisse, und es schien als wäre sie froh, nicht allein am Feuer sitzen zu müssen in diesem viel zu düsteren Wald.




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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Schnarch. ''Rukhsul menu!'', grunzte Borin laut im Schlaf und boxte dabei mit seiner Faust gegen eine Wurzel, die aus dem Waldboden kam. Rülps. ''Ich breche dir alle Knochen!'', schrie er als nächstes und trat mit seinem Fuß in die Luft. Pups. ''Ahhh...das tat gut!'' Borins Schlaf zeichnete sich durch vieles aus, aber Ruhe und Friedlichkeit war es zweifellos nicht. Schnarch. Es schien aber so, als hätte der Alte eine lebhafte Phantasie und klare Träume. Das war nicht selbstverständlich bei den Senioren unter den Zwergen. Rülps. ''Finster...menu shirumund'', rief er schließlich abschließend und schlug dabei erneut einen Haken in die Luft. Zum Glück hatte sich niemand neben den Greis gelegt, denn das wäre diesem teuer zu stehen gekommen. Pups.

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Káras Lachen verebbte langsam. Eine Weile beobachtete sie Borin noch, den die Prügelei offensichtlich bis in den Schlaf verfolgte. Finbar, der in einer anderen Ecke lag, war wiederum komplett ruhig - ob der Alte den Jüngeren wohl doch geschafft hatte? Borin schien auf jeden Fall, im Gegensatz zu Finbar, selbst im Schlaf noch zu viel Energie zu haben. Grinsend nahm sie sich vor, Finn am nächsten Morgen auf diese Tatsache hinzuweisen.
Aber bis dahin musste sie selber noch ein bisschen Schlaf finden.
"Falls etwas ist, rüttel mich wach!" rief sie Frótha zu, ehe sie notgedrungen ein paar Laubblätter vom Boden kratzte und sich in die Ohren stopfte.
"Schon besser", gähnte sie und schloss die Augen.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Pado hatte nach seiner Lachattacke trotz Borins Geräuschkonzert recht schnell in den Schlaf gefunden. Doch er schlief unruhig. Merkwürdige Bilder zogen durch seinen Schlaf. Bäume, von denen Vorhänge von Moos, Lianen und Spinnweben herunterhingen, verfolgten und umkreisten ihn. Er schien keine Luft zu bekommen. Kichernd standen irgendwelche Miniaturorks um ihn herum und freuten sich daran, wie er nach Luft japste, piecksten ihn dabei immer wieder mit ihrem Speeren in die Seite. Plötzlich wurde er an der Schulter gepackt und rüde gerüttelt. Pado riss das Messer aus der Scheide um den Angreifer abzuwehren. - Kurz bevor er das Messer Finbars Kehle versenkt hätte, hatte dieser ihn mit eisernem Griff beim Handgelenk gepackt und das Messer zu Seite gebogen.
"Bist du von allen guten Geistern verlassen, Pado!", knurrte der Zwerg. Der Hobbit schüttelte noch irritiert den Kopf, als könne er so das Traumbild abschütteln. Doch dann nickte er kurz und Finbar ließ sein Handgelenk los. "Deine Wache jetzt!", brummte der Zwerg im Aufrichten, "ist vielleicht besser du bist wach als in solchen Träumen! Weck alle, wenn es dämmert!" Damit wandte er sich ab und stapfte zu seinem Platz neben Ailin. Als Pado an ihm vorbeiging, um seinen Wachposten einzunehmen, hörte er noch ein leises : "Aber schnell bist du geworden!"

Der Junge ließ sich grinsend auf einem Wurzelstock nieder und spähte in den Wald, Moos, Lianen und Spinnweben auch hier, aber glücklicherweise keine Orklinge. Das war ja im Vergleich fast langweilig. Aber als er länger in die Stille des ganz frühen Morgens saß, meinte er in der Ferne ein nagendes Geräusch zu hören. Es war fast an der Grenze des Hörbaren, aber es erinnerte ihn an den Holzwurm, der einmal eine Zeitlang seinen Schrank zu Hause bewohnt hatte. Kein Geräusch wegen dem er jetzt irgendjemanden aus dem Schlaf gerissen hätte, aber er würde es am Morgen zumindest mal mit Ascarion bereden.

Als er so langsam die verschiedenen Dinge in der Umgebung unterscheiden konnte, legte er etwas Holz in die Glut und begann seine Gefährten wachzurütteln. Von ihm aus konnten sie bald weiterziehen. je eher sie den Wald mit seiner gruseligen Umgebung und seinen komischen Träumen und Halluzinationen verließen, desto lieber war es ihm.

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Der frühe Morgen ließ die Konturen der Bäume gespenstisch aus der Dunkelheit auftauchen.
Noch konnte man kaum Einzelheiten erkennen.
Nur das flackernde Feuer warf ein etwas helleres Licht.
Offenbar hatte man sie während ihrer Ohnmacht aus der Gewalt der Orks befreit, denn ihr Bruder lag nicht weit von ihr entfernt in seinen Mantel gewickelt und schlief.
Ailin blinzelte, um sicherzugehen, sie traute ihren Sinnen noch nicht ganz. Doch Finbar blieb Finbar.
Erleichtert atmete die Zwergin auf. Sie war gerettet! Auch wenn ihr Kopf schwamm und sich ganz leicht anfühlte. Aber sie war den Orks entkommen, und der Sturz in die Tiefe war augenscheinlich eine Wahnvorstellung ihrer Ohnmacht gewesen.
Gerade wollte Ailin sich aufsetzen, da näherte sich aus der Dunkelheit eine untersetzte Gestalt.
Und beugte sich über ihren Bruder...fasste ihn an der Schulter und...
Mit einem Schrei sprang die Zwergin hoch und stürzte sich auf den Angreifer.
Diese widerlichen Orks durften ihren Bruder nicht im Schlaf ermorden!.
"Khazâd ai-menu!" brüllte sie oder besser, wollte sie brüllen, doch es kam nur ein Krächzen zustande.
Ihre viel zu lange nicht mehr benutzten Beine wollten nachgeben, der Wald drehte sich um sie und die Kreatur vor ihr verschwamm vor ihren Augen, als ihr Kreislauf wegsackte durch die ungewohnte Anstrengung nach dem langen unnatürlichen Schlaf.
Mit dem Mut der Verzweiflung warf sie sich dennoch nach vorn und riss den Ork von ihrem Bruder herunter. Unbewaffnet versuchte sie den Gegner zu greifen, doch ihre Hände waren halb taub, und auch ihre Beine versagten den Dienst. In einem verworrenen Knäuel von Armen und Beinen gingen die beiden Rivalen zu Boden und Ailin wusste, dass sie nicht mehr in der Lage war, sich zu wehren. Wenigstens war ihr Bruder für den Moment gerettet. Egal, was mit ihr geschah...

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Pado wusste kaum wie ihm geschah. Im einen Moment beugte er sich über Finbar, um ihn befehlsgemäß im Morgengrauen zu wecken. Im nächsten knallte er mit Wucht auf den Boden und fand sich in einem Gewirr von Armen, Beinen und - Haaren? - wieder. Was hatte ihn da angegriffen? Mit aller ihm zu Gebote stehender Kraft erwehrte er sich des Angriffs und tatsächlich sein Widersacher schien sich weniger zu wehren. Er schaffte es die Oberhand zu bekommen und sich rittlings auf den Angreifer draufzusetzen.

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Der Ork war klein und eher drahtig, doch weil ihre Gliedmaßen ihr nicht richtig gehorchen wollten, bekam er über die kräftigere Zwergin schnell die Oberhand.
Schließlich setzte er sich mit seinem ganzen Gewicht auf sie und nagelte sie am Boden fest, so dass Ailin sich kaum mehr wehren konnte.
Keuchend versuchte sie sich aufzubäumen und den Angreifer abzuwerfen, doch der Schwindel in ihrem Kopf und die Gefühllosigkeit ihrer Glieder verstärkten sich immer mehr und sie sank erfolglos wieder zurück, dem Gegner ausgeliefert.
Dieser hielt ihre Arme gepackt und war weit über sie gebeugt, so dass der Schatten sein Gesicht verdeckte. Nun aber richtete er sich auf, ohne sein Gewicht zu verlagern.
Ailin hob den Blick, um ihrem Bezwinger in die Augen zu sehen und zu erfahren, wer sie da zu Mahal schicken würde, doch im Schein des Feuers verwandelte sich das Gesicht des Angreifers plötzlich in sehr bekannte Züge.
Sie schüttelte den Kopf, um die Täuschung abzuschütteln, doch der Anblick vor ihren Augen veränderte sich nicht:
Ein bartloses Gesicht, lockiges Haar...
"PADO????" krächzte die Zwergin.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Grunzend drehte Finbar sich herum und zog das Bärenfell noch ein wenig fester um seine Schultern. Was sollte denn der Lärm und Aufruhr so früh? Langsam zu sich kommend kratzte er sich am Kopf, rieb sich die Augen, wobei er bemerkte, dass das eine noch immer hübsch zugeschwollen und vermutlich grün-blau-violett war, setzte sich auf und sah sich schläfrig um.
Ein heruntergebranntes Feuer.
Kára, deren hellbrauner Schopf unter ihrer Decke hervor lunste. Finbar grinste.
Ascarion, der in seiner Meditationspose an einem Baum gelehnt dasaß.
Eine Axt, die an einem Baumstamm lehnte. Oh, war das seine?
Pado, der auf Ailin saß.
Ein achtlos daliegender Rucksack.... Mit einem Ruck schnellte Finbars Kopf noch einmal zurück
PADO, DER AUF AILIN SAß!!! Seine Augen weiteten sich und ein unbändiger Zorn stieg in Finbar auf. Bevor er noch etwas sagen konnte, stieß Ailin ein keuchendes. "Oh, Pado!" hervor, und das war das Ende von Finbars klaren Gedanken!
In einer einzigen Bewegung warf er das Fell zur Seite, sprang auf die Füße, wobei er den heftigen Protest seines von gestern Abend geschundenen Körpers ignorierte, ergriff den Hobbit an der Schulter und riss ihn herum und von seiner Schwester runter. Sogleich setzte er nach, packte Pado am Kragen, zog ihn hoch und verpasste ihm einen rechten Schwinger, der sich gewaschen hatte. Der Kleinere flog nur so von ihm fort und landete auf dem Boden, wo er sogleich begann, sich aufzurappeln, doch Finbar war bereit. Mit erhobenen Fäusten und zornesrotem Kopf stand er vor dem Hobbit und brüllte: "Ich bringe dich um, Pado! Ich werde es tun! Jetzt bist du zu weit gegangen! Na los, komm hoch! Ich werde dich einfach zerquetschen!"

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Finbar

Geändert durch Finbar (20.12.2016 22:39)

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado hatte kaum begriffen, dass es Ailin war, die ihn angegriffen hatte, da wurde er rücklings gepackt und eine Faust verpasste ihm einen Schlag, dass ihm hören und sehen verging, während er unsanft auf seinem Hinterteil landete. Ehe er sich auch nur richtig aufgerichtet hatte, fand er sich Aug in Aug mit einem wutschnaubenden Finbar, dem die Mordlust aus den Augen blitzte. Was was war heute morgen nur mit diesen Zwergen los? Erst Ailin, jetzt Finbar! Hatten die sich gegen ihn verschworen?

"Finbar, spinnst du? Was ist denn in dich gefahren? Wenn es wegen dem Messer beim Wachwechsel ist. Es tut mir leid, ich war gerade mitten in einem Angriff im Traum..." weiter kam er nicht.

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Geändert durch PadogasTook (20.12.2016 22:23)

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Was bei Durin???
Gerade hatte Ailin begriffen, dass der Angreifer gar kein Angreifer war, sondern nur Pado, da fuhr ihr Bruder hoch und auf den Halbling wie ein Warg auf ein Lamm.
Innerhalb von Augenblicken flog Pado durch die Luft, getroffen von einem Hieb des Zwerges, der Drohungen ausstieß, bei denen Ailin das Blut in den Adern gefor.
Obwohl sie noch immer halb benommen war und keinesfalls in der Lage, aufzuspringen und in den plötzlich ausgebrochenen Kampf einzugreifen, rappelte sie sich zumindest in sitzende Position und brüllte, so laut sie konnte:
"Hör auf Finbar!!! Pado hat nichts getan!!! FINN!!!!" Doch ihr Bruder schien blind vor Raserei ihre Worte gar nicht zu hören.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Finbar hörte gar nicht zu, weder, was seine Schwester sagte, noch die Erklärungen des Hobbits erreichten ihn. Wenn der sich allerdings nicht einmal verteidigen wollte, nun, dann war das seine eigene Schuld! Und schon bekam er eine linke Gerade direkt auf die Nase und prallte erneut zurück. Finbar setzte nach, packte den benommenen Hobbit und legte ihm beide Hände um den schmalen Hals.
"Ich bring dich um, Kleiner!" drohte er erneut, während er zuzudrücken begann.

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Finbar
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado japste, und war kaum noch eines klaren Gedankens mehr fähig. Purer Überlebenswille schaffte es, dass er seine Hand um sein Messer schloss und mit einem mühsamen Ruck aus der Scheide und quer über die Rückseite von Finbars rechten Umterarm zog. Das brachte den rasenden Zwerg wenigstens dazu seinen Klammergriff zu lockern, dass der Hobbit wieder Luft holen konnte. Dadurch gewann er wieder etwas Kraft und mit einem Ruck zog er die Bewegung weiter durch und schlug dem Zwerg das Heft des Messers gegen den Unterkiefer. Nun taumelte Finbar etwas zurück und Pado sprang direkt außer Reichweite des wütenden Zwerges. "Finbar, was bei aller irrer Wiesenspringlinger Namen ist denn in dich gefahren?", keuchte er und behielt seinen Gegner vorsichtig mit vorgestrecktem Messer im Auge.

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Kára hörte dumpfe Geräusche, die durch das dicht gepresste Laub an ihr Ohr drangen. Stimmen, Geschrei... verwirrt blinzelte sie, rieb sich die Augen und pulte die selbstgebastelten Lärmschützer aus ihren Ohren.
"Ich bringe dich um Kleiner!"
Erschrocken fuhr sie auf. Das war Finbars Stimme! Wurden sie angegriffen, waren Orks da? Kleine Orks?
Ihr Blick fiel auf Finbar - doch da waren keine Orks. Da waren nur Pado und Ailin, und der kleine Hobbit zappelte im festen Griff des Zwergen.
"Finbar!" schrie sie entsetzt auf und versuchte, sich aus ihrem Umhang zu schälen und sich aufzurappeln. Sie realisierte kaum, dass Ailin endlich wach war. "Finbar, bist du wahnsinnig?"
In dem Moment befreite Pado sich irgendwie und hielt plötzlich ein Messer in der Hand, das er auf Finbar richtete. Kára stolperte, endlich aus dem Umhang befreit, zu dem Grüppchen.
"Was ist passiert, in Durins Namen, seid ihr jetzt beide verrückt?"

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Überrascht riss Finbar seine Hand zurück, als die scharfe Schneide des Messers seine Haut einritzte. Und dann hatte Pado auch noch die Frechheit, die Waffe auf ihn zu richten!
"So, du willst also feige kämpfen?" höhnte Finbar wütend, während er achtgab, genügend Abstand zu dem Messer einzuhalten. Er wollte ungern mit einer Stichwunde im Bauch enden.
"Mit Waffen gegen einen Unbewaffneten! Da zeigt sich der Mut der Hobbits, nehme ich an!"

Im selben Moment erschien Kára neben ihnen und verlangte Erklärungen, doch Finbar war viel zu beschäftigt, um zu antworten.

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Finbar

Geändert durch Finbar (20.12.2016 22:53)

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

"Ich hab Pado für nen Ork gehalten und ihn angegriffen!" erklärte Ailin, froh, dass Kára wach geworden und willens war, einzugrefen.
"Wir landeten auf dem Boden, und als Finn aufwachte, dachte er, dass .... Na du weißt schon..." fügte sie pikiert hinzu. "Es ist alles ein Irrtum!" Bei ihren Worten versuchte Ailin, sich aufzurappeln, kam auch irgendwie auf die Füße, aber taumelte haltlos umher und stützte sich haltsuchend auf Káras Arm ab.
Pado hatte mittlerweile ein Messer in der Hand und die Situation spitzte sich immer mehr zu.
"FINN! Ich kann alles erklären!!!"

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado wurde es jetzt zu bunt. Feige? Er? "Wer hat mich denn hinterrücks angegriffen, ohne, dass ich auch nur irgendwas schlimmeres gemacht habe, als des werten Herrn Zwergs eigene Befehle auszuführen?" Er trat einen Schritt vor: "Und du bist nen halben Kopf größer und doppelt so schwer wie ich! Nennt man das bei Euch fair kämpfen?"

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Laute Schreie rissen Arrin aus unruhigem Schlaf. Erschrocken fuhr er hoch und sah gerade noch, wie kaum fünf Schritte von ihm entfernt Finbar seine Hände um den dünnen Hals des kleinen Hobbits schloss, bevor Kara und Ailin dazwischengingen und ihm die Sicht versperrten.
Mit hastig pochendem Herzen sprang Arrin auf die Füße und stolperte von dem wilden, lauten Kampf zwischen dem rasenden Zwerg und dem erschrockenen Hobbit zurück, bis er beinahe rückwärts in die Feuerstelle stolperte.
"Was in aller Götter Namen ist hier los?", keuchte er und starrte Finbar fassungslos an, "Hat er jetzt völlig den Verstand verloren?"
Sicherheitshalber brachte er gleich noch ein paar Schritte mehr Abstand zwischen sich und den durchdrehenden Zwerg.

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Frótha hatte unruhig geschlafen und das nicht nur wegen Borin. Abermals hatte sie Alpträume gehabt und die Tatsache das sie in diesem unliebsamen Wald waren machte es nicht besser. Schließlich war die Zwergin aufgeschreckt und nahm fast sofort eine sitzende Position ein, mit einer ihrer kleinen Äxte in der Hand, welche sich noch kurz zuvor unter ihrem Kissen befunden hatte. Schnell und ein wenig panisch sah sie sich um und sah sogleich wie sich Finbar und Pado gegenüber standen, sich bedrohend. Erst jetzt drangen auch die Stimmen an ihre Ohren.
"Finbar Finins Sohn, was soll das werden?"
Mit der Axt in der Hand war die Zwergin aufgesprungen und ihre Stimme war laut und deutlich zu hören, fast schon durchdringend, es schien fast so, als würde sie öfter so sprechen. Mit schnellen Schritten war auch sie bei den beiden und stellte sich zwischen sie, darauf bedacht Ailin und Kara ein wenig bei Seite zu schieben, damit sie aus der eventuellen Kampflinie waren.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Erbost über Pados Worte wollte Finbar gerade wieder angreifen, da hielt er inne. Was nämlich die Rufe der anderen nicht geschafft hatten, gelang schließlich Fróthas Stimme: sie drang zu Finbar durch. Der Tonfall, die Schärfe... der Zwerg war es gewohnt, dem Folge zu leisten.
Aufmerksam sah er sich um und wurde schließlich gewahr, dass sich mittlerweile beinahe alle Gefährten um ihn und den Hobbit versammelt hatten. Auch seine Base, die ihn sichtlich erzürnt anfunkelte.
Einige Male schaute er von Pado zu Ailin und wieder zu Frótha zurück. Was war eigentlich wirklich geschehen? Er konnte es selbst nicht einmal mehr erklären. Was er allerdings genau wusste, war, dass dieser Wald ihn fürchterlich aggressiv machte. Und dass er bereit gewesen war, dem Hobbit echten Schaden anzutun.
"Ich..." begann er stammelnd auf der Suche nach einer Erklärung, doch er fand keine und so brach er ab, drehte sich mit einem Ruck herum und verschwand zwischen den Bäumen.

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Finbar
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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Kára atmete auf. Was auch immer vorgefallen war, die Situation schien vorerst entschärft. Trotzdem blieb en ungutes Gefühl. Aus Ailins Worten hatte sie sich zumindest Bruchstücke zusammenreimen können. Eines war klar, anzügliche Witze, die auch nur ansatzweise Ailin und irgendwelche Hobbits beinhalteten, sollten sich alle in nächster Zeit sparen.
Finbars Aggressivität erschreckte sie. Dies war kein Orkangriff gewesen, sondern offensichtlich ein einfaches Missverständnis, und beinahe wäre es Pado zum Verhängnis geworden. Die Prügelei mit Borin war noch harmlos gewesen, ein Spaß unter Zwergen. Doch heute war die Wut in Finbars Augen so deutlich gewesen, dass es Kara selbst in der Erinnerung einen Schauer über den Rücken jagte. Wenn Frótha nicht eingegriffen hätte...
"Pado, bist du in Ordnung?" fragte sie den Hobbit besorgt. Im Hintergrund hörte sie das Rascheln der Blätter, als Finbar sich von der Gruppe entfernte. Es lag an Ailin oder Frótha, sich um ihn zu kümmern.

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Puuuuuuuhhhhh!
Frótha hatte es geschafft! Ailin atmete erleichtert auf. Pado schien in Ordnung zu sein, soweit man das beurteilen konnte. Ailins Sorge galt demnach ihrem Bruder, der völlig verstört, so schien es, in den Wald stapfte.
Noch immer schwamm der Kopf der Zwergin, und ihre Knie waren noch weich. Nach dem magischen langen Schlaf war noch nicht alles, wie es sein sollte.
Aber vielleicht lag das ja auch an dem Wald an sich.
Entschlossen ließ Ailin die anderen stehen und folgte Finbar. Sie musste das Missverständnis aufklären.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Arrin schüttelte fassungslos den Kopf.
"Und ich dachte, ich würde den Verstand verlieren...", murmelte er zu sich selbst, als er langsam begann, seine Sachen einzupacken und das Lager abzubrechen.
Sie mussten diesen verdammten Wald so schnell wie möglich verlassen...

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Pado atmete tief aus und ließ das Messer sinken, als Finbar abrupt im Wald verschwand. Erst jetzt merkte er, dass seine Hände zitterten. Diese Attacken am frühen Morgen hatten ihn fast mehr erschreckt, als ein Orkangriff, waren sie doch von zwei Freunden gestartet worden, denen er unter normalen Umständen sein Leben anvertrauen würde. Auch Ailin verschwand gerade im Wald. "Pado, bist du in Ordnung?" Er atmete nochmal tief durch, steckte sein Messer wieder in die Scheide und wandte sich an Kara: "Ja, eigentlich schon, aber verdammt nochmal, was ist denn in die Zwillinge heute morgen gefahren? Liegt das nur in der Familie oder hast du auch das Bedürfnis einen harmlosen Hobbit anzufallen, Kara?" Langsam begann er sein Gepäck einzuräumen. "Wir müssen raus aus diesem Wald und zwar so schnell wie möglich!" Er warf einen Blick hinüber zu Ascarion, der mit unbewegter Mine dem Tumult zugesehen hatte.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Schnaubend und nur mühsam kontrolliert war Finbar in den Wald hinein gestapft. Äste und Blattwerk stieß er einfach beiseite, Unterholz trampelte er nieder. Ein dickes Tier fuhr aus einem kleinen Busch auf und fauchte ihn wütend an, doch der Zwerg bemerkte es nicht einmal. Er wusste nicht, wohin er ging. Er wusste auch nicht, in welche Richtung er ging, denn die Sonne hatten sie schon nicht mehr gesehen, seit sie diesen Wald betreten hatten. Er wusste nur, dass er von den anderen weg musste. Vor allem von Pado! Was war nur in ihn gefahren? Sicher, Pado hatte sich Ailin gegenüber schon zuvor seltsam verhalten, aber er hatte es doch erklärt, damals vor Beorns Haus. Er hatte sein Wort gegeben, dass da nichts war.
Hörbar knirschte Finbar mit den Zähnen.
Und dennoch hatte er heute früh etwas anderes gesehen! Wieder stieg die Wut empor. Dieser kleine Lügenbold würde schon noch bekommen, was er verdiente...
Finbar erschrak vor seinen eigenen Gedanken. Das war doch nicht er, der da in seinem Kopf die Führung inne hatte! Tief ausatmend rieb er sich mit einer Hand über das Gesicht und ließ sich langsam auf einen umgestürzten Baumstamm sinken.
Er würde doch niemals einem der Gefährten bewusst derart großen Schaden zufügen.... oder doch?

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Geändert durch Finbar (27.12.2016 22:28)

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Da saß er, das Gesicht in den Händen vergraben.
Langsam trat sie an ihn heran. Er hatte sie nicht kommen gehört, ungewöhnlich für seine sonstige Achtsamkeit.
Sie legte ihm ihre Hand auf den Arm:
"Es ist nicht, wie du denkst, Finbar!"

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Er erschrak, konnte sich aber gerade noch bremsen, als er Ailin erkannte. Langsam entspannten sich seine Muskeln wieder. Er sah sie nicht an, der Waldboden machte ihn wenigstens nicht zornig.
"So?" knurrte er. "Und wie ist es dann?"

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

"Ich bin aufgewacht nach einem verworrenen gräßlichen Traum, in dem ich von Orks verschleppt wurde." erklärte Ailin. "Und dann sah ich Pado sich über dich beugen. Und hab ihn für nen Ork gehalten, der dich umbringen will. Bin auf ihn losgegangen, aber irgendwie gehorchten mir meine Beine nicht richtig. Tun sie jetzt noch nicht... " Ailin schüttelte den Kopf: "Ich hab keine Ahnung, wie lange ich geschlafen hab, irgendwas stimmt nicht mit mir. Mit diesem Wald. Das Letzte, an was ich mich erinnere, ist der komische Bach ohne Brücke. Und dann der Ork, der dich angriff, zumindest dachte ich das." Sie seufzte und strich sich durch die Haare: "Ich hab Pado erst erkannt, als er mich zu Boden gerungen hatte und ich unter ihm lag! Das ist die ganze Geschichte!"

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Finbar schnaubte. Ailins Geschichte machte so viel oder so wenig Sinn wie alles andere, was hier geschah, auch. Vielleicht war es besser, sie einfach hinzunehmen, wie sie war.
"Du bist nicht aufgewacht, als ich dich rief, Ailin. Du..." Er zögerte. "Es schien als wolltest du nicht zurückkommen."
Endlich hob er den Kopf und sah die Zwergin an. Sie sah noch immer müde und mitgenommen aus. "Ich habe mitbekommen, was du im Wasser gesehen hast. Wen du sahst. Du wolltest bei ihnen bleiben, hab ich Recht?"

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Geändert durch Finbar (27.12.2016 22:44)

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Kára schaute unschlüssig zwischen dem Dickicht, in dem Finbar und Ailin verschwunden waren, und Pado hin und her.
"Nein, Pado, ich habe nicht vor auf jemanden loszugehen. Noch nicht. Du hast Recht, wir sollten hier so schnell wie möglich verschwinden. Aber die beiden..."
Sie hob die Schultern.
"Mahal weiß, wie lange sie brauchen, um das zu klären. Ich werde sie nicht zurückholen."
Frustriert ging sie zu ihrer Schlafstätte zurück. Erst jetz fiel ihr auf, dass sie bei ihrem raschen Aufstehen glatt ihr Schwert vergessen hatte. Es lag immer noch auf dem Boden. Was für ein Anfängerfehler! Das durfte ihr kein zweites Mal passieren. Mit grimmigen Blick ließ sie sich zu Boden sinken und fing an, ihre Sachen zu packen.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

"Na, ich ganz sicher auch nicht!", murmelte Pado. Die Beiden mochte holen, wer wollte. Er würde erst einmal einen großen Bogen um Finins Kinder machen. Vorsichtig befühlte er sein Kinn. Der eine Treffer hatte ganz fies gesessen. Bestimmt würde sein Kinn blau anlaufen. Nun, ein bisschen Tarnung konnte nichts schaden. Nachdem er alles gepackt hatte, setzte er sich auf seinen Rucksack und kaute auf einigen Trockenfrüchten herum. Wann sie aufbrechen würden, stand wohl in den Sternen.

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

"NEIN!" Ailin schüttelte vehement den Kopf. "Das ist nicht wahr! Ja, ich hab sie gesehen, und sie rief nach mir. Und ich hab sie versucht festzuhalten. Genau wie damals. Ich wollte sie nicht loslassen, sie nicht verlieren!" Die Zwergin starrte ins Leere. "Aber ich konnte nichts tun... Doch ich wollte ihnen nicht folgen! Damals nicht und heute nicht... " Ailin wandte den Blick wieder ihrem Bruder zu. "Du und Vater, ihr seid alles, was ich noch habe. Ich werde dich nicht verlassen.... Nadadith... niemals..." Mit diesen Worten kniete sich Ailin vor Finbar auf den Boden und legte ihre Stirn an seine, in einer zärtlichen und verstehenden Geste, die nicht für fremde Augen bestimmt war. Einen Moment verharrten die Zwillinge so, fernab des Lagers, im grauen Zwielicht eines düsteren Morgens..

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Finbar blieb für einen Moment still. Verloren in seinen eigenen Gedanken. Und wissend, dass ihr dieselben waren. Nach all der Zeit, die seither vergangen war, hatten sie die schrecklichen Geschehnisse von damals offenbar noch immer nicht überwunden. Gedankenverloren zupfte er am Bernsteinanhänger seiner Kette. Wenn er doch nur schneller gewesen wäre. Wenn er doch nur... Aber es war nicht so! Er hatte versagt und sie hatten das Wertvollste verloren.
Sanft strich er Ailin über das Haar. "Es tut mir leid, Ailin. Ich werde dich beschützen, das weißt du. Ich werde dich immer beschützen!"

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

"Das weiß ich doch, nadadith, das weiß ich!" Ailin schlang die Arme um ihren Bruder und drückte ihn fest.
Erschrocken spürte sie, wie Finbar zusammenzuckte. Sie löste sich von ihm und schob ihn ein Stück von sich weg, um ihn anzusehen. Mittlerweile war es richtig hell geworden, und das Licht offenbarte, dass es mit Finn offenbar nicht ganz zum Besten stand: Ein Auge war zugeschwollen und schillerte in allen grünen, blauen und schwarzen Schattierungen eines Labradorits. Ein Bluterguss zierte seine andere Wange und auf der Stirn prangte eine dicke Beule. Mahal, Pado konnte doch unmöglich SO zugeschlagen haben!!!!
Ailin betastete Finbars Ohr, welches ebenfalls rot und merklich größer als gewöhnlich war, was diesen erneut zusammenzucken ließ.
Bis eben hatte die Zwergin noch vermutet, die Entführung durch die Orks sei am Ende bloß ein Traum gewesen, doch der Anblick ihres Bruders belehrte sie eines Besseren. Augenscheinlich hatte er gekämpft wie ein Berserker, um sie aus den Händen der Bestien zu befreien.
"Bei Durins langem Barte, diese verdammten Orks haben dich ja zugerichtet, nadadith!" Vorsichtig strich sie ihm über die geschwollene Wange. "Und wie immer hast du mich gerettet und nicht an dich gedacht! Was würde ich nur ohne dich machen?"

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Die wohltuende Wärme und Geborgenheit, die Finbar eben noch in der Umarmung seiner Schwester genossen hatte, verwandelten sich bei ihren nächsten Worten schnell in Unbehagen.
"Orks? Äh ja... die Orks."
Wie sollte er Ailin nur erklären, dass ein kindischer Streit mit Borin der Grund für sein Aussehen war? Aber er wollte sie auch nicht in falschem Glauben lassen.
"Ach, weißt du, wenn es nur Orks gewesen wären, Schwesterchen! Aber komm, lass uns ins Lager zurückgehen, oder?"
Schnell versuchte er, das Thema zu wechseln, und Ailin von den blauen Flecken abzulenken.

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Finbar
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

"NUR ORKS??? Was bei Mahal soll das heißen, Bruder?" Prüfend fasste Ailin Finbar am Kinn, nur um zu merken, dass sie schon wieder eine malträtierte Stelle erwischt hatte. Von der Lippe ganz zu schweigen, wie sie nun sah.
"Hat dich ein Troll vermöbelt? Wenn ich mir dich so ansehe, glaube ich das fast. Es ist vermutlich einfacher, eine Stelle an dir aufzuzählen, die NICHT grün und blau ist!" fügte sie leicht vorwurfsvoll hinzu.
"Was machst du nur für Sachen, Finn?"
Offenbar konnte man ihren Bruder nicht aus den Augen lassen, sonst geschah ihm ein Unglück...

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Langsam ein wenig von der eingehenden Befragung genervt zog Finbar einen Kopf zurück und aus Ailins Griff.
"Nein, es war kein Troll, es war... hmmm.... Du solltest den anderen mal sehen!"
Ein tiefes Seufzen folgte und Finbar beschloss, dass er wenigstens einen Teil der Wahrheit sagen wollte.
"Es ist dieser Wald, Ailin. Ich glaube, er macht mich wahnsinnig! Jemand muss nur etwas Falsches sagen und schon explodiere ich. Du hast ja gesehen, was ich mit Pado angestellt habe."
Ein wenig beschämt ließ der Zwerg den Kopf hängen.
"Was ist mit dir? Spürst du es nicht? Diese.... Boshaftigkeit? Diesen Zorn, der hier auf allem zu liegen scheint?"

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Finbar
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Welchen anderen?
Ailin war verwirrt, ließ es aber auf sich beruhen.
Stattdessen dachte sie über Finbars andere Frage nach.
"Naja, ich bin ja noch nicht lange genug wieder wach Finn, um hier im Wald viel gespürt zu haben. Der Fluss, er gaukelte mir Dinge vor, die nicht da waren. Und offenbar nicht nur mir!" Sie dachte kurz an die seltsamen Reaktionen mancher Gefährten. "Ich fühle mich beobachtet und ich fühle mich unwohl. Aber Bosheit spüre ich keine hier..." Sie sah um sich. " Eher habe ich das Gefühl, etwas lauert auf uns. Komm, Finn, lass uns zurück zum Lager gehen! Ich will hier weg!"
Mit diesen Worten ergriff sie ihren Bruder am Arm und zog ihn Richtung Lagerplatz.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Alarmiert sah Finbar sich um, während er sich schon von seiner Schwester wegführen ließ. Hatte sie womöglich Recht? Wurden sie beobachtet? Und falls dem so wäre: Was war mit den Gefährten im Lager? Einen Augenblick noch starrte er konzentriert in den dichten Wald hinein, doch kein Umriss wollte sich aus dem Grün schälen und mit Ausnahme eines ganz sachten Lüftchens war auch keine Bewegung zu erkennen.
Schließlich wandte auch er sich um und gemeinsam liefen sie zurück.

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Finbar
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Als sie das Lager betraten, waren die Gefährten offenbar am Packen.
Nur der alte Borin saß noch untätig am Boden, wie gerade erst erwacht.
Ailin passierte den greisen Zwerg, um zu ihrem Schlafplatz zu gelangen und ebenfalls einzupacken, und warf im Vorbeigehen einen Blick ins Gesicht des Alten.
Ihr Schritt stockte, als die die blauen Flecken und Blutergüsse sah, die dessen Gesicht zierten. Ihr Blick wanderte von Borin zu Finbar und wieder zurück und langsam schwante ihr die Wahrheit, auch wenn sie sich keinen Reim auf das Warum machen konnte.
Sich zu ihrem Bruder umwendend bemerkte sie:
"Steinschlag und Bergrutsch, Borin sieht ja genauso zerschunden aus wie du, Bruder!" Ironisch fügte sie hinzu. "Ganz so, als hätte er sich ebenfalls mit Orks und Trollen geprügelt.."
Vielleicht würde ihr mal einer erklären, was hier vorgefallen war, während sie geschlafen hatte?!
Männer! Keinen Augenblick konnte man die alleine lassen, ohne dass sie irgendwelchen Unsinn anstellten!

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Kára war erleichtert, als die Geschwister zurückkamen. Noch einen Zwischenfall konnten sie wahrlich nicht gebrauchen. Sie hörte Ailins Kommentar und grinste säuerlich.
"Oh ja, die Orks und Trolle... wenn wir unsere tapferen Zwergenmänner nicht hätten, hätten die uns zum Frühstück verspeist. Wie gut, dass wir so schlagkräftige Kerle dabei haben!"
Sie zurrte den Riemen fest, der ihren Rucksack verschloss.
"Borin, du wackerer Held, ist dir zu helfen oder schaffst du es, deine Sachen selber zu packen?" fragte sie mit übertriebener Liebenswürdigkeit. Sie wollte wirklich schnell weg von diesem Ort und raus aus dem Wald. Finbars Ausraster beunruhigte und verärgerte sie gleichermaßen. Lag es an dem Schatten, der über diesem Wald zu liegen schien?

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

~~~

"I belong with my brother!"
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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Frótha war mit rollenden Augen zurück zu ihren Schlafplatz gegangen und machte sich daran, ihre Sachen zusammen zu packen.
Durch diesen Wald wurde ihr Cousin wirklich anstrengend. So würdigte sie ihm auch kaum eines Blickes, als er und Ailin wieder kamen. Stattdessen kümmerte sie sich darum, den Lagerplatz wieder dem Waldboden gleich zu machen, sodass sie nicht allzu viele Spuren hinterließen.
Abmarschbereit schob sich die Zwergin noch ein wenig Trockenfleisch in den Mund und schaute, wer denn heute am langsamsten beim Zusammenpacken war.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«

Geändert durch Aerlinn2 (01.01.2017 09:15)

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Das Lager war abgebrochen und die Gefährten machten sich auf den Weg.
Der Wald war genauso düster und unheimlich wie am vorherigen Tag. Oder der vorherigen Nacht, Arrin konnte nicht sagen, welche Tageszeit es war.
Der Gaukler hatte sich hinter den Zwergen in die Gruppe eingereiht. Borin wollte er nicht im Rücken haben und Finbar seit der Aktion am Morgen schon gar nicht. Immer wieder warf er dem jungen Zwerg misstrauische Blicke zu, doch er schien sich und seine Aggressionen nach der Aussprache mit seiner Schwester wieder einigermaßen im Griff zu haben.
Obwohl sie noch keine ganze Stunde unterwegs sein konnten, fühlte Arrin bald, wie seine Augenlider schwer zu werden begannen. Das schummrige Halbdunkel des Waldes drückte ihn wie eine schwere Last nieder. Seine Füße schleiften matt über den Boden.
Auch die anderen schienen langsamer zu werden, zumindest beklagte sich niemand, Arrin würde nicht mithalten können. Eine Weile liefen sie so schweigend durch den finsteren Wald, doch ob es ein paar Stunden oder ein ganzer Tag war, vermochte Arrin nicht zu sagen. Er hatte jegliches Zeitgefühl verloren.
"Hab ich diesen Baum nicht schon einmal gesehen?", murmelte er mehr zu sich selbst als zu seinen Gefährten, als sie an einer alten, verkrüppelten Eiche vorbeikamen, die ihm unheilvoll bekannt vorkam.
"Sind wir hier nicht schon mal gewesen?"

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May the force be with you.
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Ailin hob den Blick, als sie die Stimme des Gauklers vernahm.
Sie sah um sich, konnte jedoch nicht erkennen, welchen Baum der Mann meinte.
"Keine Ahnung, die Bäume sehen doch alle gleich aus!" warf sie kurz angebunden ein. "Und wir können keinen Baum schon mal gesehen haben, wir sind ja schon Stunden von unserem Lager weg gelaufen!"
Der Zwergin taten die Beine weh, irgendwie schien sie doch länger geschlafen zu haben als nur ein paar Stunden und eine Nacht, befürchtete sie, ihr Körper reagierte nicht normal heute. Außerdem hatte sie gewaltigen Hunger, obwohl sie vorhin ein wenig gegessen hatte, bevor sie aufgebrochen waren.
Sie wandte sich an Frótha, die vor ihr lief: "Sag mal, Cousine, wie lange hab ich eigentlich geschlafen? Ich erinnere mich nur noch an den Fluss und dann an heute morgen."

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Frótha drehte sich kaum um, als sie zu ihrer Cousine sprach: "Nunja, du hast nur ein wenig Marsch und die Zeit des Schlafens verpasst."
Etwas leiser und grummeliger fügte sie schließlich hinzu: "Ich kann dir nicht sagen, wie lange das war, denn in diesem Wald hab ich schon fast von Anfang an jegliches Zeitgefühl verloren..."
Man sah, wie die Zwergin konzentriert auf den Weg achtete, auf jeden Baum, fast schon jedes Blatt, so als würde sie versuchen sich an der Realität festzuhalten um nicht den Verstand zu verlieren.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Wenn sogar ihre Cousine schon im wachen Zustand kein Zeitgefühl mehr hatte, dann war mit diesem Wald gewaltig etwas nicht in Ordnung.
Ihren Bruder machte er aggressiv, ihr selber gaukelte er Sachen vor, die es gar nicht gab, und ließ sie zur unpassendsten Zeit einschlafen. Wurde Zeit, dass sie diese verfluchten Bäume mit ihren Schatten hinter sich ließen!
Im Moment war der "Weg" aus verwitterten Steinen, Wurzeln und Laub etwas breiter und deutlicher zu sehen, darum ließ sich Ailin etwas zurückfallen, bis Kára sie einholte und sie auf einer Höhe waren.
Wenn ihr keiner der Beteiligten etwas freiwillig erzählte, dann musste sie wohl nachfragen.
"Sag mal, Kára" begann die Zwergin, "So wie Finn und Borin aussehen, waren sie es, die einander verprügelt haben. Es sei denn, es gab doch einen Orkangriff, den ich verschlafen hab." fügte sie säuerlich grinsend hinzu. "Was bei Mahal war der Grund dafür???" Ailin konnte sich keinen Reim darauf machen und hoffte, Kára würde sie aufklären.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Post 1
Post 2

Musik

Gandalf war zur gleichen Zeit weiter oben in diesem Bollwerk. Dort war es zwar etwas heller und nicht ganz so einengend, aber mitnichten gemütlicher. Erstaunt war er über die Veränderung, die in dieser Festung stattgefunden hatte, seit er dort vor einem Millennium war. Sie war verwahrlost und runtergekommen. Doch während die Ranken mit ihren mächtigen Dornen noch eine natürliche Erklärung zur Folge haben könnten, konnten rostigen Metallspitzen und Verzierungen, die rostigen Käfige und die Gebeine, die überall angebracht waren, nicht natürlich sein. Es erinnerte ihn an die Geschichte Minas Ithils. Einst war sie ein prächtiger Aussenposten Gondors, der durch schwarze Magie in ein boshaftes Bollwerk verwandelt wurde. War hier die gleiche Macht am Werke? Oder gar eine noch größere und gefährlichere? Er streifte weiter durch enge Gänge und musste über eine schmalen Brücke, die sich scheinbar in der Mitte der Festung befand. Dort offenbarte dieser Ort seine wirkliche Größe. Eigentlich hätte er schon längst auf der anderen Seite sein müssen, so wie er ihn in Erinnerung hatte. Doch diese Festung war riesig. Und der Nebel, der gelegentlich über dem Boden schwebte, machte es nicht besser. Der Zauberer konnte kaum mehr als zwanzig Schritt weit sehen.

Er kam nun an so etwas wie einem Zentrum an, sofern diese Ruine nicht noch größer war. Treppen erstreckten sich in alle Richtungen von dort aus. Er sah sich um, doch konnte nichts entdecken, ausser, dass die Türme neben ihm weit in den Himmel ragten. Er hob seinen Stab etwas nach oben in die Luft und sprach einen Zauberspruch. ''Cé ná ulco sís nurtaina…I ettuluvas caninye! Cánin i sá tanuvaxe’’, schrie er laut und schlug seinen Stab mit aller Kraft auf den Boden. Eine Lichtwelle, die in der Krone seines Stabes ihren Ursprung fand, peitschte gegen die Wände und Säulen. Doch sie vermochte nichts zu offenbaren. Der Zauberer ging nun etwas weiter und untersuchte andere Gänge und Plätze. Nirgends konnte er etwas finden. Alles war wie verlassen. Doch dieses Mal konnte ihm dieser Ort nichts vormachen. Hier musste etwas sein, es war zu offensichtlich und er würde nicht Ruhe geben ehe er im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkel brachte. Gandalf blieb stehen und sah sich erneut um. Auf einmal hörte er ein Geräusch auf der rechten Seite. Sofort drehte er seinen Kopf in die Richtung aus der es kam, doch dort war nichts ausser ein dunkler Gang, durch den er nicht durchsehen konnte. Es war nun Vorsicht geboten. Ein anderes Geräusch hörte er hinter sich. Doch als er sich umdrehte, war auch dort auch nichts. War hier ein fauler Zauber am Werkte oder spielten ihm seine Sinne einen Streich? Er drehte sich noch einmal auf die Seite um, wo er das erste Geräusch hörte und schreckte einen Schritt zurück. Nichtsahnend sah er sich weiter um als die Angst sich in ihm ausbreitete. Das Schlimme war, dass er nicht wusste ob das wirklich passierte, ob ihm seine Angst Streiche spielte oder aber ob es das Werk des Bösen ist.

Er hob seinen Stab erneut und schrie: ''Cé ná ulco sís nurtaina...’’ Wumm! Er konnte den Zauber nicht zu ende sprechen, denn von einem Schacht weiter oben sprang eine Kreatur mit einem scharfen Messer in der Hand direkt auf Gandalf herunter und warf ihn zu Boden. Der Feind verletzte ihn beinahe, doch der Zauberer konnte ihn abschütteln. Gandalf richtete sich wieder auf, doch sofort attackierte ihn der Unbekannte wieder, sprang in seine Richtung, schlug mit dem Messer auf ihn zu und traf ihn beinahe im Gesicht. Gandalf duckte sich und holte ihn mit seinem Stab von den Beinen. Dem Zauberer war bewusst geworden, dass er nun sehr vorsichtig sein musste. Noch einmal würde er vielleicht nicht so glücklich sein. Wieder attackierte das Wesen Gandalf. Der Zauberer versuchte es mit seinem Stab zu treffen, doch der Angreifer duckte sich gekonnt weg und sprang erneut auf den grauen Zauberer zu. Mit Müh und Not konnte Gandalf ihn jedoch wieder abschütteln. Schließlich machte der Feind eine falsche Bewegung und wurde von Gandalfs Stab am Kopf getroffen. Er wurde dabei nach hinten geschleudert und gegen eine Wand geschmettert.

Unnachgiebig richtete er sich wieder auf und sprang ihn erneut an. Gandalf warf den Angreifer daraufhin gegen einen Stein, wo sich dieser den Kopf aufschlug. Die Kreatur lag reglos auf dem Boden. Gandalf betrachtete sie mit etwas Abstand. Der Größe und Form nach zu urteilen musste es ein Zwerg gewesen sein. Langsam näherte er sich: Die Haare waren grau-weiß und wild durcheinander, ebenso wie der Bart. Sie hatte jedoch einen seltsamen Umhang an. Das Muster war ebenfalls eindeutig zwergisch und dem Stil nach zu urteilen wohl aus dem Erebor. Konnte es sich tatsächlich um einen Zwerg des einsamen Berges handeln? Und wenn ja, welchen? Er beugte sich herunter um ihn noch genauer zu betrachten. Auf einmal machte der seine Augen auf und starrte Gandalf an. Dieser erschrak und wich zurück. Der Zwerg starrte ihn weiter an und richtete sich auf. Seine Augen glühten leicht rötlich und es schien als ob ein leichter Dampf von ihnen aufstieg. Gandalf traute seinen Augen nicht. Für einen kurzen Moment starrten sich die beiden an. Gandalf war sichtlich nervös und angespannt. War das das Werk des Nekromanten? Der Zwerg lief mit gezücktem Messer rasant auf ihn zu.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Genervt und ungewöhnlich still wandere Borin zwischen den Mitgliedern der Gruppe durch den Wald. Er hatte zwar geschlafen, aber keinen schönen oder erholsamen Schlaf gehabt. Er blieb in seinen eigenen Gedanken und hatte keine Lust sich mit anderen Mitgliedern der Gruppe zu unterhalten. Erst Recht nicht, weil einige offenbar schon wieder glaubten sie würden sich im Kreise drehen. Wie soll man in einem Wald denn wissen, dass man ausgerechnet diesen Baum schon einmal gesehen hatte? Reinster Irrsinn! Nein, der alte Zwerg vertraute, dass sie dieser Elb dort schon nicht abseits des Weges führen würde. Immerhin waren doch Elben solche pflanzenverliebten...Pflanzenfresser? Machte zwar keinen Sinn im Kopf des Zwerges, aber immerhin hieß das, dass sich der Elb schon auskennen würde. Und wenn nicht, so war er eben Schuld, wie immer. Denn er war schließlich ein Spitzohr. Die Wunden, die ihm der Zwergenjüngling zugefügt hatte, heilten beachtlich in dieser kurzen Zeit und man konnte schon kaum noch erkennen, dass sie sich grün und blau geschlagen haben. Wenn ich mich mit Dwalin geschlagen hätte, dann sähe das anders aus! Der ''Zwerg'' mit dem kurzen Bart hatte eben einfach keinen Wumms in der Faust. ''Hey Borin, alles in Ordnung?'', fragte ihn Borin soeben. Der Zwerg sah Borin verwirrt an. ''Moment mal! Du bist ja ich! Wer bin denn dann ich? Du?'', antwortete der Greis verwirrt zu sich selbst. ''Ich bin nicht du! Ich bin ich, Borin!'', entgegnete der zweite Borin. ''Sag ich doch! Du bist Borin! Aber ich bin doch eigentlich Borin!'', sagte der erste Borin. ''Du bist Borin, richtig, aber ich nicht, Borin'', erwiderte der zweite Borin. ''Ja, aber wenn du nicht Borin bist und ich schon, warum siehst du dann aus wie Borin und nich nicht? Sehe ich noch so aus? Ich kann mich ja nicht selbst sehen! Meine Hände sehen aber schon noch wie meine Hände aus...und warum ist da eigentlich ein Spinnennetz?'', fragte sich der Zwerg und sah auf das weiße Gewebe, welches sich an dem Baumstamm neben ihm befand. ''Ob es hier Spinnen gibt? Was meinst du Borin?'', fragte er den zweiten Borin.

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Kára zuckte die Schultern auf Ailins Frage.
"Genau weiß ich es nicht. Ich vermute, es ging um dich - und nein, nicht wie bei Pado!" fügte sie schnell hinzu, als sie Ailins irritierten Blick bemerkte. "Borin hat dich getragen und als wir Pause gemacht haben, hat Finn ihn zur Seite gezogen. Und dann... dann haben Pado und ich die beiden mit Wasser begossen und sie haben angefangen, sich zu prügeln. Nein, Moment, andersherum."
Verwirrt kratzte sie sich am Kopf.
"Und dann waren sie weg. Und plötzlich wieder da."
Aus irgendeinem Grund verschwammen die Bilder vor ihrem inneren Auge. Über alles legte sich ein milchig-weißer Schleier. Sie schüttelte den Kopf.
"Verfluchter Wald!"
Sie rieb sich die Augen - und erstarrte. Ihre Haut fühlte sich komisch an. War das ein Zauber? Eine Orkteufelei? Ihre Finger klebten. Hektisch fuhr sie sich über das Gesicht. Kein Zauber, merkte sie, als die zähe Substanz an ihrem Bart ziepte. Im selben Moment stolperte sie und konnte sich gerade noch an Ailin festhalten. Sie drehte sich um.
"Verdammte Wurzel! Verdammte haarige Wurzel? Was -?"
Kára hatte noch nicht viel gesehen von der Welt, aber selbst sie konnte sehen, dass der Übeltäter keine Pflanze gewesen war. Es war ein langes, dickes, haariges Spinnenbein, das zu einer riesigen, haarigen und - Mahal sei gedankt - offensichtlich toten Spinne gehörte.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Ailin erschrak, als Kára fast hinschlug und sich an ihr festhielt. Im Gespräch hatte sie nicht mehr auf die Umgebung geachtet und sah jetzt erst, dass viele Bäume und Büsche mit weißen, klebrigen Netzen überzogen waren. Und zwar Netzen mit viel dickeren Fäden, als sie sie kannte.
Ailin hatte die kriechenden Kreaturen, die in dunklen, feuchten Stollen hausten und überall ihre Netze spannten, noch nie sonderlich gemocht. Doch das Vieh, dass da tot neben dem Weg lag und dessen haariges Bein Kára zum Straucheln gebracht hatte, brachte ihre Nackenhaare zum Sträuben.
Reflexartig zerrte sie Kára einen Schritt weg von der toten Spinne, während Gänsehaut über ihre Arme rann.
"Bei Morgoth und all seinen üblen Kreaturen, was IST das???" Sie schüttelte den Kopf und starrte das Riesenvieh entsetzt an. "Die können doch unmöglich SO groß werden! Und wenn doch, was bei Mahal fressen die?" Die letzte Frage löste in ihrem Kopf einige schauderhafte Bilder aus, von eingesponnenen Rehenund Füchsen, und sie führte den Gedanken lieber nicht weiter fort.
Stattdessen blickte sie sich wachsam um. Na klasse: Weiter vorne spannten sich offenbar noch mehr Netze zwischen den Bäumen! Dieser Wald war wahrlich verflucht!

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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Ascarion war weiter vorne gelaufen und hatte sich mit einem wachsamen Blick die Spinnennetze angesehen, die um die Äste und Dickichte herum gewoben waren. Er wusste, dass weiter im Süden Riesenspinnen lebten, doch hätte er es nicht für möglich gehalten, dass sich Ungoliants Brut soweit in den Norden hinauf wagen würde. Dies hier war immerhin Elbengebiet, auch wenn Thranduil mit seinem Volk sehr zurückgezogen lebte. Seine Augen glitten den Weg entlang und darüber hinaus und dort im fahlen Licht zwischen den dicken Baumstämmen sah er weiße, aufgebrochene Schalen. Hinter ihm hörte er Ailins aufgeregte Stimme durch den Wald hallen. „Ruhig jetzt“, befahl er und zückte seine Armbrust. Langsam überquerte er den Pfad und näherte sich den kokonähnlichen Hüllen. Die Gefährten folgten ihm leise, bis er Pado „bei Bullenrasslers Golfschläger“ sagen hörte. Vor ihnen erstreckte sich ein unglaublicher Anblick. Mehrere Riesenspinnen lagen tot ausgestreckt zwischen den Bäumen. Spinnennetze hingen zerrissen an den Ästen. Der laubige Boden war aufgewühlt und mit schwarzem Blut der Achtbeiner besprenkelt. Selbst ein Blinder würde erkennen, dass hier ein Kampf stattgefunden hatte. Ascarion trat gegen die Schalen und meinte: „Das sind dreizehn Spinnenkokons“. Er kniete sich nieder und zerrieb das schwarze Blut zwischen seinen Fingern. „Der Kampf ist schon ein paar Stunden her. Wir sollten uns umsehen, ehe wir ihre Spur verfolgen“.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

''Be meinem Barte!'', stieß Borin erstaunt heraus, als er den Spinnenfriedhof vor sich sah und die Bäume, die kaum zu sehen waren durch die dicken, weißen Spinnweben, die sich über das ganze Sichtfeld streckten. Sie waren in's Reich der Spinnen gekommen, soviel stand fest. Instinktiv packte er seine Streitaxt am Rücken und hielt sie fest und sicher in den Händen. Man konnte hier nicht vorsichtig genug sein, soviel war klar. ''He, Langbein...ESC...Wie war der Name noch gleich? Acordion? Arcadeon? Wie auch immer. Was ist das hier? Bei Manahl ich habe schon Spinnen gesehen, aber solch eine Brut ist mir noch nicht unter die Augen gekommen! Zum Glück!'', fragte er Ascarion und blickte mit Sorge zu ihm hoch.

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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Ascarion trat zu der nächstliegenden Spinne heran und musterte ihre Erscheinung. Sie hatte viele Augenpaare, haarige lange Beine und zusammen mit ihrem gewaltigen, schwarzen Körper gehörte sie und die anderen Riesenspinnen zu den wohl größten Kreaturen Mittelerdes. "Sie stammen von Ungoliants Sippe ab, der einst mächtigsten Spinne dieser Welt. Sie hatte sich einst vor langer Zeit mit dem dunklem Herrscher Morgoth verbündet und großen Schaden in der Welt der Unsterblichen angerichtet, ehe sie nach Mittelerde geflohen und verschwunden war."
Zwei der langen Beine zuckten reflexartig, als Ascarion die Spinne berührt hatte und Borin hob seine fest umklammerte Axt, bereit um zuzuschlagen. Ein schwaches Klackern stieß das Geschöpf aus, doch sie war zu schwach um sich zu rühren, und als der Elb seinen Dolch in sie hinein stieß, war nur noch ein leises Zischen zu vernehmen und dann nichts mehr. "Diese hier scheinen die letzten der dämonischen Wesen zu sein, die aus der Dunkelheit krochen und sich hier in den Wäldern und Bergen vermehrten. Thorins Gruppe muss großes Glück gehabt haben ihnen alle zu entkommen". Nachdenklich musterte er die aufgebrochenen Kokons und fragte sich, wer ihnen zu Hilfe geeilt war.

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

"Ein paar Stunden? Da haben wir die Gruppe ja recht gut eingeholt", sagte Kára und musterte die Kampfspuren. Immerhin schienen alle Gefährten Thorins entkommen zu sein, trotzdem machte sie sich Sorgen, ob alle unbeschadet davongekommen waren.
"Meinst du, hier könnten noch mehr dieser Biester herumlungern?" fragte sie Ascarion und blickte misstrauisch nach links und rechts. Bei der Bewegung ziepte es noch immer am Kinn und sie verfluchte sich selbst für ihre Unachtsamkeit. Sie versuchte die Reste des Spinnenetzes aus den feinen Härchen zu entfernen, allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Zu gegebener Zeit würde sie versuchen müssen, das klebrige Zeug auszuwaschen. Doch gerade hatten sie offensichtlich andere Sorgen. Fast meinte sie Getrappel und Klappern im Wald zu hören, doch vermutlich spielte ihr Kopf ihr einen Streich.

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

"Möglicherweise", antwortete Ascarion. "Vergewissern wir uns, dass alle Spinnen tot sind und verschwinden dann von hier, bevor die Nacht hereinbricht und weitere mit der Dunkelheit kommen". Und damit stieg der Elb durch die Bäume hindurch und suchte nach dem nächsten haarigen, reglosen Tierkörper.

—(•· To be forgotten is worse than death ·•)—
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

Ailin machte einen Satz rückwärts, als die Spinne sich bewegte, und stieß ein erleuchtertes Seufzen aus, als Ascarion sie endgültig erledigte.
Borin schien ebenfalls total schockiert zu sein, so sehr, dass er nicht nur den unaussprechlichen Namen des Elben, sondern sogar den seines eigenen Schöpfers durcheinanderbrachte, was die Zwergin beruhigte, lag es doch offenbar nicht an ihrer Jugend und Unerfahrenheit, dass diese Riesenbiester sie so entsetzten.
Morgoths Werk, den Worten des Elben nach zu schließen. Also doch böse Magie!
Dennoch schienen nicht alle von Thorins Trupp von den Spinnen gefangen worden zu sein, da es nur 13 Kokons waren. Thorins Gruppe aber bestand aus 15 Personen.
Ailin bewegte sich um einen dicken Baum herum, da lagen die abgestreiften Reste eines weiteren Kokons, etwas abseits der anderen. Nummer 14. Wahrscheinlich war der Zauberer Gandalf von allen am wenigsten benebelt von diesem verdammten Wald und hatte die anderen befreit. Hatte er ganz allein die Spinnen getötet? Das erschien ziemlich unwahrscheinlich, sogar für einen Zauberer.
Doch die Zwergin war keine Spurenleserin. Antworten darauf würden sie erst bekommen, wenn sie die andere Gruppe endlich einholten. Mahal sei Dank schien keiner zu Schaden gekommen zu sein, denn Spinnen fraßen ihre Opfer nicht auf und nichts deutete darauf hin, dass einer nicht entlkommen war. Nur tote Spinnen und ihre Netze.
Neben einer der Kreaturen lag eine kurze, kleine Axt, die wohl im Todeskampf sich aus ihrem Körper gelöst hatte. Ailin trat vorsichtig näher und hob die Waffe mit gesträubten Nackenhaaren hoch, immer die Spinne im Blick haltend. Die Schneide war voll schwarzem Blut. Angeekelt wischte Ailin sie in einem Moosbüschel ab und betrachtete sie genauer: Zwergische Arbeit, eindeutig eine Wurfaxt. Wenn die mal nicht zum Einmannarsenal Filis gehörte, dann wollte sie ein Spitzohr sein!

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

''Mal überlegen'', sagte Borin und blickte konzentriert auf die übrig gebliebenen Särge aus Spinnweben. ''Hier sind insgesamt dreizehn Geflechte. Thorins Gruppe besteht aus dreizehn Zwergen'', fügte Borin hinzu und sah nachdenklich in die Ferne, während er sich mit seiner linken Hand durch den Bart strich. ''Nein, das ist zu weit hergeholt. Ich glaube, dass es hier noch eine dritte Gruppe von Zwergen gibt! Vermutlich sind die ebenfalls Thorin nachgereist! Bestimmt angeführt von diesem unfreundlichen Dorin aus den Ered Luin!'' Moment mal, das ist ja mein eigener Sohn... Fügte er in Gedanken hinzu. ''Wie dem auch sei, es kann sich jedenfalls unmöglich um Thor...'' Schlagartig hielt er die Luft an, als plötzlich eine der Spinnen Ailin ans Bein fasste und diese wegzog. Jetzt hatten sie den Salat!

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Arrin stieß einen erschrockenen Schrei aus, als die Spinne nach Ailin schnappte. Er stolperte nach hinten, blieb mit dem Fuß an etwas hängen und fiel.
Der Aufschlag war überraschend weich. Nur ein kurzer Schmerz zuckte durch Arrins verletzten Arm, sonst passierte ihm nichts. Als er aufsah bemerkte er, dass Grimm ihn mit erschrocken aufgerissenen Augen anstarrte.
"Geht schon", murmelte Arrin zur Beruhigung und wollte sich gleich aufrappeln, um seine Worte zu beweisen.
Er stütze sich mit seinem gesunden Arm ab... an etwas klebrigem...
Erst jetzt wurde Arrin klar, warum Grimm so bestürzt geschaut hatte. Er war in einem der Spinnennetze gelandet.
Mühsam die in ihm aufkommende Panik niederringend versuchte Arrin sich loszureißen, doch die klebrigen Spinnenweben hielten seine Arme und Beine unnachgiebig fest.

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Borin schwafelte irgendwas Unsinniges über eine weitere Gruppe Zwerge. Doch ehe Ailin etwas darauf entgegnen konnte, wurde sie am Bein gepackt und weggerissen.
"Kára, das ist nicht witzig, was soll....." Sie verstummte und starrte entsetzt auf die spitze Klaue, die sich schmerzhaft in ihre Wade drückte, trotz der dicken Stiefel. Oberhalb der Klaue begann ein mit borstigen Haaren besetztes Beim, das länger wie Ailin war und an dem Bein hing.....
"WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHH!!! HILFEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!" brüllte Ailin und versuchte ihr Bein mit Treten und Strampeln zu befreien, doch die Spinne ließ nicht los.
Stattdessen bohrte sie eine zweite Klaue durch ihren Ärmel und nagelte sie regelrecht am Waldboden fest. Riesige traubenförmige Augen glitzerten hoch über der Zwergin, als das Monster sich ihrem Opfer zuwandte. Die Mundwerkzeuge des Viehs, genauso haarig wie der Rest des Ungeheuers, kamen bedrohlich näher und Ailin schrie noch lauter vor Angst. Plötzlich fühlte sie etwas Hartes in ihrer Hand.
Mahal, Filis Axt! Die hatte sie ganz vergessen. Als das Maul der Spinne noch näher kam, hieb Ailin mit dem Mut der Verzweiflung danach und traf einen der haarigen Fortsätze. Die Spinne stieß ein lautes Quietschen aus, was Ailin durch Mark und Bein ging, ließ jedoch nicht ab von ihr. Noch einmal holte die Zwergin aus und diesmal hatte sie mehr Glück: Das Ungeheuer stieß ein Brüllen und Kreischen aus, das in den Ohren wehtat, als die Axt eines ihre Augen traf. Es fuhr zurück und begann sich wie rasend im Kreis zu drehen und drohte dabei Ailin mit ihrem Gewicht zu zerquetschen und ihren Klauen aufzuspießen..

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Bei Manahl! ''Baruk Khazâd! Khazâd ai-mênu!'', brüllte Borin laut, warf seine Axt zur Seite, ließ seinen Rucksack fallen und lief einige Schritte in Richtung der Spinne. Als diese von Ailins Axt im Gesicht getroffen wurde, hob der Greis ab und landete kurz darauf auf dem Rücken des Untiers. Mit kräftigen Fäusten schlug er auf den Kopf und den Rücken des Scheusals ein. ''Schnell, zieht sie von da unten weg!'', rief er zu den anderen und versuchte die Spinne so gut es ging von der Zwergin abzulenken. ''Gelek mênu caragu rukhs!!!'', rief er zu der Spinne und schmetterte seine Faust auf deren Hinterkopf.

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

"Ailin!"
Kára stieß einen erschrockenen Schrei aus, als die Zwergin plötzlich von einem gar nicht mehr so toten Ungeheuer gepackt wurde. Immerhin konnte Ailin sich mit der Axt wehren, doch die Spinne wurde in ihrem Schmerz nun zu einer blinden, trampelnden Bestie. Nicht weit entfernt zappelte Arrin in einem Spinnennetz. Kára zog ihr Schwert, wusste aber nicht wirklich, was sie tun sollte, um Ailin zu helfen. Blindlings zur Rettung stürzen wäre ein Selbstmordkommando.
Natürlich tat Borin nun genau das. Für ein paar wertvolle Sekunden konnte er das Ungetüm ablenken. Kára wechselte einen Blick mit Finbar. Gemeinsam stürmten die beiden nach vorne. Kára duckte sich unter einem haarigen Bein hindurch. Finbar packte Ailins rechten, Kára den linken Arm.
"Los, schnell weg!" keuchte Kára und hoffte, dass Borin die Spinne noch ein bisschen länger in Schach halten konnte.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

~~~

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Rumms! Wieder krachte eines der langen Beine neben ihr zu Boden und verfehlte sie nur um Haaresbreite. Ailin warf sich in die Gegenrichtung, dabei immer noch die Axt umklammernd, die ihr die letzte Rettung schien. Und prallte gegen das nächste haarige Bein! Wieso hatten diese Dinger nur so viele Beine!!!
Ailin hackte blindlinks in das Bein vor ihr, was einen wütenden Schrei der Spinne zur Folge hatte.
Im selben Momant wurde sie an beiden Armen gepackt und irgendetwas zog heftig an ihr.
Bei Morgoth, nicht NOCH so ein Vieh!!! Bitte!!!

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Pado schaute entsetzt zwischen Ailin und Arrin hin und her. Vor normalen Spinnen hatte er keine Angst, aber diese Monsterviecher waren ein ganz anderes Kaliber. Und diese Klebefäden waren noch viel gruseliger als die komische Weide im Alten Wald. Ailin hatte offensichtlichnschon reichlich Hilfe, daher wandte er sich Arrin zu, der in dem klebrigen Netz zappelte und versuchte sich zu befreien. Er zog sein Messer und fing an auf die Spinnwebseile einzuschlagen. Ein mühsames Unterfangen, wie er sehr schnell feststellte, denn diese Weben waren unerwartet fest. Doch nach und nach schaffte er es die Klebestreifen zu kappen. "Arrin, halt bloß still. Sonst kann ich nicht für deine Körperteile garantieren!"

Es waren nur noch zwei Spinnweben zu durchtrennen, da merkte Pado, wie sich Arrins Augen plötzlich weiteten. Pado stutzte einen Moment, er hatte den Gaukler doch nicht etwa wirklich erwischt? Doch dann folgte er dessen Blick in die Zweige. Und erstarrte mitten in der Bewegung...

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Arrins Herz schlug ihm bis zum Hals.
Seine Augen waren auf die riesige Spinne fixiert, die Ailin angriff. Das Monster konnte nur einem Albtraum entsprungen sein. Pados warnende Worte hörte er kaum.
Erst als er fast vollständig befreit war und Borin und Kara der gigantischen Spinne Herr zu werden schienen, riskierte Arrin, seinen Blick abzuwenden und Pado anzusehen. Oder eher das Monster, das sich über dem kleinen Hobbit aus dem Baum fallen ließ.
Pado folgte seinem Blick und erstarrte.
Im letzten Augenblick riss Arrin sich von den zwei verbleibenden Spinnenweben los, schnappte reflexartig nach dem Hobbit und rollte sich zur Seite.
Die Spinne krachte mit einem schrillen Kreischen auf die Stelle, an der vor weniger als einem halben Augenblick noch Arrin und Pado gewesen waren.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Finbar verstand Káras Aufforderung sofort und in Windeseile hatten sie Ailin unter den hackenden und stampfenden Beinen der Riesenspinne hervor gezogen. Gerade wollte der Zwerg sich zu seiner Schwester hinab beugen, da kam Borin mit einem Schrei ebenfalls zu ihnen geflogen und landete unsanft auf dem Boden. Die bockende und speiende Spinne hatte ihn abgeworfen.
Grimmig griff Finbar seine Axt und half Borin auf die Beine.
"Von zwei Seiten!" rief er dem Älteren zu, der sofort verstand, und gemeinsam stürmten sie auf das Monstrum zu.

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Finbar
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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Ehe sie sichs versah, wurde Ailin weggezogen und zum Glück hatte sie die Hand mit der Axt nicht frei, um um sich zu schlagen, denn plötzlich tauchten Káras und Finbars Gesichter über ihr auf, die sie augenscheinlich gerettet hatten. Und dann krachte neben ihr der alte Borin auf den Boden, dessen Stimme sie während des Spinnenkampfes aus nächster Nähe gehört hatte. Offenbar war er die Spinne angesprungen, um ihr zu helfen.
Und schon war ihr Bruder bei dem Alten und zog ihn hoch, während sich Kára zu Ailin beugte und sich nach ihrem Zustand erkundigte.
"Alles klar soweit......hoffe ich mal..." keuchte Ailin, setzte sich auf und sah gerade noch, wie Borin und Finn mit gezückten Waffen auf die Spinne zurannten..

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado japste einmal kurz nach Luft als Arrin ihn hinter sich herzog wie seine kleine Cousine Liliana ihren Stoffhund Flocki und er mit einem Schlag auf der Brust landete. Doch es war keine Zeit für tieferes Luftholen. Blitzschnell waren die beiden wieder auf den Beinen, denn die Gefahr war noch nicht vorüber! Die Spinne, zwar auch kurz außer Gefecht, wandte sich wieder den beiden zu. Wie ein Blitz durchzuckte Pado die Idee: "Arrin, Feuer! Aber schnell wie der Wind!"

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Die Spinne schien einen Moment benommen von dem Aufprall.
Arrin stolperte rückwärts. Beim ersten mal hörte er den Hobbit kaum. Erst als Pado sich wiederholte, reagierte er.
"Wie soll ich jetzt Feuer machen?", fauchte er angespannt, "Ich kann es ja nicht einfach herzaubern!"

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

"Wo ist dein Handschuh?", fragte Pado hektisch.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Schnell zog Arrin den Handschuh aus seinem Gürtel und warf ihn Pado hin.
"Funken nützen uns nichts, wenn..."
Weiter kam er nicht, bevor er sich aus dem Weg ducken musste, als die Spinne nach ihm schnappte und ihn nur um eine Handbreite verfehlte.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Pado zog innerlich fluchend den Handschuh über. Was hatte der Feuerkünstler nur auf einmal, dass er nicht selbst das Feuer zündete. Mit einem waagemutigen Sprung setzte er auf die Spinne zu, die sich wieder an Arrin heran machte, schnippte mit den Fingern, ja, Mist, Funken nützten alleine nichts, wusste er auch. Doch beim nächsten Schnipp klappte es deutlich besser. Und er hatte gut gezielt - nun, in der Tat war es eher Glück als Können - der Funke traf das eine der empfindlichen Augen und die Spinne tat mit einem spitzen Schrei einen Satz zurück. Pado setzte direkt nach und startete einen weiteren Versuch. Die feinen Härchen und Tentakeln, die die Spinne auf dem Kopf hatte, fingen Feuer und das langbeinige Untier verschwand mit lautem Qietschen im Wald. Pado ließ sich schwer atmend auf den Boden plumpsen und sah dann Arrin an: "Was ist los mit dir? Angst vor Feuer auf einmal oder was? Oder kannst du das nur mit der noch verletzten Hand?"

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Arrin antwortete nur mit einem finsteren Blick.
Was hätte er Pado auch sagen sollen? Dass er Angst hatte? Dass er ein Feigling war? Wenn der Hobbit da noch nicht selbst drauf gekommen war, war er ein Idiot.
Wortlos nahm er den Handschuh, den Pado ihm hinhielt. Der Hobbit sah ihn fragend an.
"Nichts von alledem wäre nötig, wenn wir die alte Waldstraße genommen hätten", murmelte Arrin bissig.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

''Lass mich los!'', stieß Borin genervt heraus und schüttelte sich von Finbar los. ''Ich brauche deine Hilfe zum Aufstehen nicht!'', schnauzte er den Jüngling an und packte dann seine Streitaxt, die noch immer am Boden lag. ''Dieses Mal hau gefälligst richtig zu!'', entgegnete er auf Finbars ''Anweisung'' und gemeinsam stürzten sie sich auf die halbblinde Spinne. ''BARUK KHAZÂD!!!'', brüllte der alte Zwerg und schmetterte seine Axt mit voller Wucht auf den Kopf des Tieres. Auch Finbars Axt bohrte sich in das Fleisch des Monstrums und unter einem grillen Schrei sackte das Spinnenvieh zusammen und lag dann nur noch leblos auf dem Boden. Beide zogen ihre verschleimten Äxte aus dem Feind heraus und Borin versuchte auch sogleich die Klinge mit einem Blatt zu reinigen, dass er vom Boden aufhob. Danach stellte er sich auf den leblosen Körper der Spinne und hob seine Arme und seine Axt in die Höhe. ''KHAZÂD AI-MÊNU!!!!!!'', brüllte er in den ganzen Wald hinein. Die Zwerge waren gekommen und das sollte auch jeder wissen!

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Pado sah den Gaukler einen Moment nachdenklich an und so langsam dämmerte ihm, was mit Arrin los war. "Tja, da hast du wohl recht. Aber was nützt es, jetzt noch darüber nachzudenken. Wir sind jetzt hier und müssen mit dem bescheuerten Wald und seinen Gefahren klarkommen!" Er zuckte mit den Schultern und musterte dann gründlich die Umgebung. Fürs erste schienen sie die Spinnen vertrieben zu haben, aber für wie lange?

Dann wandte er sich wieder an den jungen Mann neben sich und legte seine Hand auf Arrins, die immer noch den Handschuh hielt: "Arrin, wenn du weiterhin der fantastische Feuerspieler bleiben willst, der du bist, dann solltest du dich wieder ans Feuermachen heranwagen! Ich kann verstehen, dass dich das Erlebnis vor Beorns Hütte erschreckt hat. Aber du bist immer noch der geniale Feuerbeschwörer, als den ich dich in Bree und in Bruchtal erlebt habe, also wirst du doch dieses duselige Feuerchen, das aus dem Handschuh kommt, bezähmen können." Der Hobbit erhob sich und gab Arrin einen Klaps auf die Schulter: "Mein Vater sagt immer, wenn du vom Pferd fällst, steig direkt wieder auf! - Brauchst ja nicht direkt wieder nem feuerspeienden Drachen Konkurrenz machen!"

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Plötzlich konnte Arrin nicht mehr an sich halten und stieß den Hobbit grob von sich.
"Und was glaubst du ist ein Gaukler wert, mit nur einem Arm?", fauchte er wütend.
Pado sah ihn erschrocken an.
Mit ein paar Atemzügen schaffte Arrin es gerade so, sich weit genug zu beruhigen, um sich zu dem Hobbit herunterzubeugen und so leise zu sprechen, dass die anderen ihn nicht hören konnten.
"Sieh her", befahl er zornig und streckte Pado seinen verletzten Arm entgegen. Der dünne Verband endete an seinem Handgelenk und gab den Blick auf die vollständig vernarbte Hand frei.
"Ich kann sie nicht mehr bewegen", flüsterte Arrin durchdringend, "Nicht einen einzigen Finger."
Er versuchte die Hand zur Faust zu ballen, doch bis auf ein kurzes Zucken der Fingerspitzen rührte sich nichts.
"Wie soll ich damit jonglieren, hm? Wie soll ich das Feuer tanzen lassen, was glaubst du?"
Langsam schüttelte Arrin den Kopf. "Feuerfinger ist tot."
Und zurückgelassen hat er nur den erbärmlich Feigling, der ihn als Maske benutzt hat.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Grimm wollte gerade auf Arrin zugehen und ihm helfen, als er hinter sich ein Geräusch hörte, dass verdächtig nach einer Spinne klang. Ein Teil von ihm wollte sich nicht umdrehen, weil er ahnte, dass das was er sehen würde, ihn noch tief in seine Träume verfolgen würde. Trotzdem hatte er keine Wahl, wollte er nicht gefressen werden. Und das war nun wahrlich kein schöner Tod. Also drehte sich der Breeländer um und starrte das Biest einen Moment an. Gott sei Dank war Frotha in seiner Nähe, die ihm kurz zunickte und die Axt bereit zum Angriff schwang. Ob er sich dem Biest alleine hätte stellen wollen, konnte er nicht wirklich bejahen. Grimm ging zum Angriff über und erwischte das Vieh am Kopf. Der Rabenschnabel donnerte mit aller Wucht seitlich dagegen. Die Zwergin hieb unterdessen auf die Beine ein und erwischte die Spinne extrem heftig. Benommen von dem Schlag Grimms und den Axthieben der Zwergin, sackte die Spinne leicht nach unten, so dass Frotha ihr besser die Beine abschlagen konnte. Grimm lies seine Waffe noch ein paar Mal auf den Kopf sausen, bis dieser nur noch ein breiartiger Klumpen war. Er konnte nicht wieder aufhören zuzuschlagen. Es war Frothas laute und scharfe Stimme die ihn zurück holte. Grimm sah die Zwergin verwundert an. Als er dann erkannte was er angerichtet hatte, zuckte er nur mit den Schultern und setze ein schiefes Grinsen auf. "Ich hasse Spinnen."

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


Gründungsmitglied des Clubs der "langhaarige, bärtige Männer-Bevorzugerinnen"

Geändert durch Eruanne (03.01.2017 20:12)

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Eruanne]

"Das war knapp", atmete Kára erleichtert auf. Zwei tote Ungeheuer lagen auf dem laubbedeckten Boden, eine dritte konnte man nur noch in der Ferne durchs Unterholz rascheln hören. Sie musterte Ailin kritisch.
"Bist du in Ordnung? Oder hat dich das Biest verletzt?"
Zu ihrem Ärger hatten sich jetzt auch noch einige Blätter in den Spinnennetzresten verfangen. Beim Versuch sie abzuziehen zogen sie lange, dünne, silbrige Fäden, die Kára mit ihrem Messer durchtrennte. Sie hoffte inständig, dass sich das klebrige Zeug aus ihrem Bart herauswaschen lassen würde. Ihr grauste bei dem Gedanken, dort das Messer ansetzen zu müssen.
"Hoffentlich war es das jetzt mit unliebsamen Begegnungen!"

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Ailin wandte den Blick erleichtert von Borin und Finn, die der Spinne den Garaus gemacht hatten, zu Kára, die sie besorgt anblickte.
"Nein, alles gut, ich bin okay.." Gut, die Klaue der Spinne hatte wohl auf ihrer Wade einen blauen Striemen hinterlassen, so wie es sich anfühlte. Und ihr linker Unterarm brannte, offenbar hatte die sägeblattartige Klaue nicht nur den Ärmel erwischt, aber das war nicht der Rede wert verglichen mit der Gefahr, ausgesaugt zu werden, der sie gerade entkommen war.
Die Zwergin rappelte sich auf die Beine und blickte sich um:
Zwei tote Spinnen lagen am Boden. Augenscheinlich hatte noch eines der Monster angegriffen. Grimm wischte gerade seinen Rabenschnabel im Moos ab und auch Frótha säuberte ihre Axt.
Sie sollten möglichst schnell von hier verschwinden, dachte Ailin und wandte sich in Richtung des Weges, von dem sie auf dem Kampf abgekommen waren und wo noch mehr tote Spinnen lagen, die Thorins Gruppe wohl getötet hatte.
Als sie den Kopf wandte, erstarrte sie. Und dann registrierte sie das Knistern, das sie bisher zwischen dem Rauschen der Blätter im stärker werdenden Wind nicht wahrgenommen hatte.
Da vorn waren die Netze, viele Netze, wohl so etwas wie ein Nest der Spinnen, dort lagen die leeren Kokons. Doch davon war jetzt nichts mehr zu sehen. Beissender Rauch stieg zwischend en Bäumen auf, und dazwischen loderten rote Flammen, verschlangen die Netze, leckten an den Stämmen der Bäume und setzten das trockene Gras und Laub auf dem Boden in Brand. Auch das Blattwerk weiter oben rauchte und war teilweise bereits in Flammen aufgegangen.
Ailin starrte sekundenlang reglos auf das sich ausbreitende Inferno. Die Flammen wurden vom Wind angefacht und verbreiteten sich immer schneller.
"Seht! Der Wald brennt!" Erschrocken erhob sie die Stimme. "Wie ist das passiert? Hier ist doch nirgends Feuer???" So unerklärlich der Brand war, so bedrohlich war er auch. Und er befand sich genau in der Richtung, in die sie gehen mussten.
"Wie bei Durin sollen wir da durchkommen? Wir sollten doch auf dem Weg bleiben!" Der Gedanke kam plötzlich und verstärkte Ailins Schrecken noch..

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Finbar, der gerade mit seiner schmierigen Axt in der Hand ein versöhnliches Lächeln in Richtung des noch immer auf der toten Spinne posierenden Borin geschickt hatte, drehte sich verwirrt um, als der stechende Geruch von Feuer und Rauch auch seine Nase erreichte.
"Was bei Mahal...?" begann er, doch dann loderten schon die ersten Flammen vor ihm auf, verschlangen Blattwerk und kleinere Ästchen und leckten bereits an den dicken Stämmen der Bäume ringsum.
Er sah sich um und bemerkte, dass auch die übrigen Gefährten die Gefahr erkannt hatten und ein jeder eilig seine Sachen zusammenpackte.
Durch das Knistern hörte er die Worte seiner Schwester. War sie verrückt geworden? Selbst wenn das Feuer nicht den gesamten Wald niederbrennen würde, so würde es doch vor einer Truppe Zwerge, Menschen, Elben und Hobbits ganz sicher nicht haltmachen!
Mit zwei Schritten war er bei Ailin und zog sie am Handgelenk in die andere Richtung.
"Vergiss den Weg! Wir sollten doch am Leben bleiben!" rief er. "Kommt schon!"
Dann musste Ascarion eben einen anderen Weg durch den Wald finden!

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Finbar

Geändert durch Finbar (03.01.2017 14:21)

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado war ziemlich betroffen von Arrins Worten, hatte er doch nicht geahnt, dass die Auswirkungen von dessen Verletzung so dramatisch waren. Ja, die Wunde hatte am Anfang sehr gruselig ausgesehen, aber taten das Wunden nicht immer? Und nachdem sie geheilt waren, blieben Narben zurück, ja, aber dass diese so massive Auswirkungen hatten? Pado schalt sich innerlich einen Dummkopf. Bloß weil er so etwas noch nicht erlebt hatte, hieß das nicht, dass es nicht vorkommen konnte. Er war wirklich so naiv. Obwohl - die Verletzung war ja noch nicht so lange her. Vielleicht konnte sich ja noch etwas bessern. Gerade wollte der Junge sich mit dieser Hoffnung an den Gaukler wenden, da hörte er Ailins Ruf: "Seht, der Wald brennt!"

Der Hobbit wirbelte herum und blickte in dichten Rauch. Oh, je, das hatte doch wohl nicht er angerichtet, als er die Spinne vertrieben hatte? Oh, was für eine baumverwirbelte Eichhörnchenkacke! Er warf einen schuldbewussten Blick in Arrins Richtung und eilte hinter dem Gaukler und den Zwergen her, die versuchten dem Rauch zu entfliehen.

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Arrin warf dem Hobbit einen vorwurfsvollen Blick zu, bevor er den anderen hinterher in den Wald lief, weg von dem Weg, auf dem zu bleiben man sie ausdrücklich ermahnt hatte.

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Ascarion war durch die von Netzen überzogenen Bäume gestapft und hatte nach weiteren Spinnen Ausschau gehalten. Er bückte sich gerade unter einem breiten Stamm hindurch, als er auf der anderen Seite ein hell schimmerndes Schalentier entdeckte. Langsam und mit seinem Dolch in der Hand näherte er sich der Kreatur, doch stellte er schnell fest, dass die Krabbe tot war. Sie hatte tiefe Stiche in ihren Gliedern, zwei der vorderen Kieferklauen waren vollständig abgetrennt worden und mitten auf ihrer Schale klaffte ein tiefes mit Blut geronnenes Loch. Sie hatte wohl das Pech gehabt einem der Zwerge über den Weg zu krabbeln, auch wenn er sich kaum vorstellen konnte, dass diese Kreatur bösartige Absichten hegte.
Der Elb verweilte noch einem Moment bei dem Tier. Er hatte ein eigenartiges Gefühl. Es wirkte wie ein Echo auf seinen Körper und Geist und erinnerte ihn an den See tief unter dem Nebelgebirge zurück.
Rufe ließen ihn schließlich aufhorchen. Rasch eilte er zurück zu der Gruppe und erfasste die Situation. Die Gefährten hatten zwei der noch lebenden Spinnen getötet, doch aus der ihm noch unerklärten Ursache war ein Flächenbrand entfacht, der ihnen den Weg zurück zum Pfad abzweigte.
Bevor die gefährlichen Flammen, die sich rasch über die Netze hinweg ausbreiteten, sie erreichen würden, hatte Finbar eine andere Richtung eingeschlagen. Leichtfüßig war der Elb an den Gefährten vorbei gesprintet, um zu dem Zwergen aufzuschließen. „Zwei Meilen höchstens“, schätzte Ascarion. „Dann müssen wir über die östliche Richtung wieder auf den Pfad gelangen“. Darüber wieder den Weg zu finden, machte sich der Elb keine Gedanken. Viel mehr beunruhigte ihn die Dämmerung, die kaum merkbar über die Wipfel stieg.

—(•· To be forgotten is worse than death ·•)—
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

Post 1
Post 2
Post 3

Musik weiter von vorigem Post

Ardagast drehte sich um, doch da war niemand. Das Knacksen musste aber von jemandem verursacht worden sein. Er machte einen Schritt nach vorne und wumms, fiel ein Skelett von der Decke herunter und krachte ihm direkt vor die Füße. Erschrocken wich er zurück und hielt sich an der Wand hinter ihm fest. Er atmete schwer und sein Puls war ins unendliche gestiegen. ''Das war knapp'', sagte er und blickte zu den verfaulten Gebeinen auf dem Boden hinunter. Ein schmaler Gang führte von der langen Kammer in die Dunkelheit. ''Was mag sich dort wohl verborgen haben?’', fragte er sich nachdenklich. Er entschied sich dem auf den Grund zu gehen, denn er war nicht in die Festung gekommen um einfach wieder umzudrehen. Obwohl sich dieser Gedanke immer schöner anhörte, je länger er sich in Dol Guldur aufhielt.

Der Zauberer ging diesen schmalen Gang entlang, der ihn zu einer weiteren Treppe führte. Diese reichte eine Etage weiter nach unten. Ardagast war so angespannt, dass er gar nicht an Gandalf dachte, der weiter oben um sein Leben kämpfen musste. Am Ende der Treppe war er ganz unten angekommen. Dort war wieder ein schmaler Innenraum. Genauso lang und eng. Er wollte etwas mehr Licht riskieren, doch hörte im gleichen Augenblick wieder ein Knacken hinter sich. Erschrocken drehte er sich um und sah etwas, das er nicht für möglich hielt. Dort saß auf einem Hocker aus Stein ein riesiges Wesen. Ein in Blut getränkter Bart zierte sein entstelltes Gesicht und seine Rüstung war aus Knochen und verrosteten Metallplatten gefertigt. Er schliff seine Keule aus Wirbeln, die er wohl als Kampfwaffe einsetzte. Sein Kopf war ebenfalls mit Metallplatten verziert bzw. verunstaltet und seine Haut war blass. Ein schrecklicher Anblick. Ardagast wich einen Schritt zurück und blickte gespannt auf das Wesen. Es musste sich wohl um einen Ork handeln. Aber kein gewöhnlicher Ork war so groß und hatte eine so bleiche Haut. Er kannte nur einen Ork, auf den diese Beschreibung passte: Azog der Schänder.

Der Ork schien ihn entweder noch nicht entdeckt zu haben oder nicht zu beachten. Das vermochte er nicht zu erkennen. Ardagast wollte ihn ansprechen, doch in dem Moment stand er auf, schlug die Keule in seine Hände, hob seinen Kopf und blickte mit starren Augen auf ihn. Sie schienen den Zauberer förmlich zu durchringen. Ardagast hielt seinen Zauberstab fester und in die Richtung des Orks. Er sprach ihn konzentriert und mit lauter Stimme an, welche in den Gängen hallte: ''Was wird hier gespielt? Wo ist dein Meister? Wo hat er sich versteckt?’' Der Ork reagierte zuerst nicht darauf. Dann jedoch kam ihm ein knappes Lächeln aus, dass sich sofort in tiefes Grunzen oder Knurren veränderte. Der Zauberer wusste, mit welcher Antwort er zu rechnen hatte. Wohlwissend, dass Orks Licht zu wider ist, ließ er seinen Stab greller leuchten um den ganzen Schacht betrachten zu können.

Der Ork wich einen Schritt zurück und hielt sich einen Arm schützend vor die Augen. Doch keine Sekunde später lief er brüllend auf ihn zu und schwang seine Keule in Ardagasts Richtung. Der Zauberer wich aus, der Ork traf nur den Boden, welcher jedoch durch den Aufprall zersplitterte. Der Boden schien zu beben. Ardagast schwang seinen Stab und traf das Scheusal am Rücken. Ein wenig schwarzes Blut floss, doch das beeindruckte den Riesen nicht. Noch bevor der Ork ein weiteres Mal seine Klinge schwingen konnte, hielt Ardagast seinen Stab in seine Richtung. Der Ork konnte sich nicht mehr bewegen und wurde nach hinten gedrückt. Als wäre eine unsichtbare Wand zwischen den beiden. ''Wo ist dein Meister? Wo ist er?’’, schrie der Zauberer ihn an.

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Kára war froh, dass Ascarion die Gruppe führte. Sie selber hätte nicht sagen können, in welche Richtung sie am besten laufen mussten. Zwerge waren einfach nicht für den Wald gemacht! Natürlich gab es auch ohne die Sonne Möglichkeiten, sich im Wald zu orientieren - sie erinnerte sich dunkel daran, dass das Moos an Bäumen auf der dem Westen zugewandten Seite wuchs, oder war es Norden? Sicher war sie sich nicht und überhaupt traute sie diesem Wald mittlerweile alles zu, so dass es sie nicht wundern würde, wenn die Bäume verirrte Zwerge absichtlich in die Irre führen würden.
Nein, auf ihren eigenen Orientierungssinn wollte sie sich gewiss nicht verlassen.
"Hauptsache, die Spinnenbiester laufen nicht in dieselbe Richtung wie wir!" murmelte sie und warf einen Blick zurück. Doch bis jetzt war dort nichts zu sehen bis auf den hellen Schein des Feuers und den Rauch, der durch die dichten Baumkronen gen Himmel stieg.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Frótha war äußerst vorsichtig bei den Schritten, die sie bei den Spinnennetzen tat, denn da sie diese bereits im normalen Format als lästig empfand, würden diese hier garantiert um Längen schlimmer sein. Dieser Verdacht bestätigte sich auch schnell, als ihr Blick Kára fand. Nur einen Augenblick später hatte sie bereits ihre Axt in den Händen und setzte die ankommende Spinne gemeinsam mit Grimm außer Gefecht, wobei sich in ihrem Kopf das Wort Matsch passender anhörte, denn genau das tat der Mensch. Frótha war überrascht bei der heftigen Reaktion Grimms, doch hatte sie kaum einen Moment Zeit um darauf zu reagieren, denn da roch sie es bereits. Darauf achtend, dass alle mitkamen lief sie als letztes los und ja, sie hatte tatsächlich auf den Elben gewartet, denn irgendwie ahnte sie, dass sie ohne ihn wohl schwerlich wieder zum Weg zurück finden würden.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Borin stand noch auf dem besiegten Gegner, als auch er erkannte, dass plötzlich ein Waldbrand entfacht wurde. Ein seltsames Schauspiel spielte sich da vor ihren Augen ab, denn die Netze entzündeten sich binnen Sekunden und infizierten die Bäume daneben mit Feuer und Flamme. ''Bei Manahal!'', rief er mit großen Augen. Schnell packte er noch seinen Rucksack und rannte mit seiner Axt in der Hand den anderen hinterher. Jetzt war etwas Eile geboten, denn das Feuer würde jeden in einem meilenweiten Umkreis anlocken. ''Dein Wort in Mahanals Ohren, Langbein!'', rief er zu Ascarion vor und versuchte mit der Gruppe Schritt zu halten.

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Finbar rannte, so schnell ihn seine Beine tragen konnten. Und Ailin zerrte er einfach mit sich mit. Nach wenigen Minuten jedoch legte sich die anfängliche Panik und der Zwerg nahm sich einen Augenblick Zeit, um sich umzusehen, ob alle da waren.
Ailin, Frótha und Kára rannten direkt bei ihm und überholten ihn jetzt, da er sein Tempo etwas drosselte. Gleich dahinter hastete Borin keuchend vorüber. Ascarion war bereits weiter vorn, so auch Grimm, den Finbar zuvor schon hatte vorbeilaufen sehen. Kein Wunder, ihre langen Beine trugen die Menschen schneller durch den Wald als die stämmigen Zwerge. Wo steckte eigentlich der Gaukler? Ah, mit ein wenig Abstand zu Borin folgte dieser sogar relativ leichtfüßig. Womöglich musste er in seinem Leben schon häufig mal davonlaufen, schoss es Finbar durch den Kopf.
Und noch weiter hinten entdeckte der Zwerg schließlich den letzten ihrer Gruppe: Padogas. Mit deutlich kleineren Schritten und angestrengt den Büschen und Sträuchern im Unterholz ausweichend schaffte der Hobbit es kaum, mitzuhalten. Wenn sie in diesem Tempo weiterhetzten, würden sie ihn bald verlieren.
Grimmig verlangsamte Finbar sein Tempo noch mehr und ließ Arrin passieren. Eigentlich wollte er sich jetzt nicht um Pado kümmern. Zu frisch war das Bild in seinem Kopf. Zu unangenehm der Gedanke, dass Ailin Recht haben und alles nur ein Mißverständnis gewesen sein könnte.
Als Pado schließlich auf seiner Höhe war, lief er daher relativ unschlüssig neben diesem her und murmelte währenddessen: "Lauf schneller, Pado. Sonst verlieren wir die anderen!"

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Finbar

Geändert durch Finbar (05.01.2017 21:22)

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Verdammt, bisher hatte Pado noch nie Probleme gehabt mit den anderen mitzuhalten. Aber sie hatten es auch noch selten so brandeilig gehabt. Und er merkte gerade, dass er an diesem Morgen mehrfach eins auf die Birne bekommen hatte. Nach und nach überholten ihn diejenigen, die hinter ihm waren und er war schließlich das Schlusslicht. Zusätzlich hatte er auch noch einen Zweig genau auf die Stelle bekommen, die Finbar heute morgen so treffsicher bearbeitet hatte. Der Tag war heute definitiv grottendoof. Missmutig versuchte er nicht den Anschluss zu verlieren, was mit dem ganzen Grünzeug, das in den Weg hing und dem Qualm gar nicht so einfach war. Gerade als er befürchtete die anderen endgültig verloren zu haben, sah er Finbar entgegen kommen. Nicht sicher ob er erleichtert oder erschrocken sein sollte, rannte er einfach weiter. Finbar hielt sich neben ihm und feuerte ihn an. Pado schüttelte den Kopf, doch das tat seinen immer stärker werdenden Schmerzen im Kiefer auch nicht gut.

Etwas unsicher spähte er zu dem neben ihm rennenden Zwerg. Was hatte Finbar bewogen auf ihn zu warten? "Finbar," keuchte er im Rennen, "Was wird das jetzt? Beschützt du mich vor dem Feuer oder wartest du auf eine Gelegenheit, mir wieder eine runterzuhauen?" Beides fand er nicht sehr abwegig, je nachdem welchen Finbar er gerade neben sich hatte. Finbar, den Freund oder Finbar, die Knalltüte von heute morgen.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Schwer atmend folgte Arrin den anderen. Zwar war er noch lange nicht außer Atem, doch sein Gepäck machte es ihm schwer, über Steine und heruntergefallene Äste zu springen, die ihren Weg so zahlreich sprenkelten, als wolle der Wald es den Gefährten absichtlich schwer machen, um sie dafür zu bestrafen, ihren Pfad verlassen zu haben.
Aus dem Augenwinkel sah Arrin, wie Finbar sich hinter ihn zurückfallen ließ. An einer kurzen Stelle ohne tückische Stolperfallen wandte der Gaukler sich flüchtig um und sah, dass der Zwerg nun neben Pado lief, der schon ein ganzes Stück zurückgefallen war.
Einen Moment zögerte Arrin und war drauf und dran, ebenfalls langsamer zu werden, um den Hobbit nicht zurückzulassen. Doch schließlich beschleunigte er stattdessen seinen Schritt, um bei der Gruppe zu bleiben. Er konnte sich jetzt nicht um Pado kümmern.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Autsch. Finbar machte ein zerknirschtes Gesicht. Das hatte er vermutlich verdient. Aber warum hatte Pado auch auf Ailin.... Finbar zwang sich, nicht mehr daran zu denken.
"Ich beschütze dich erst, und wenn du dann noch immer drum bettelst, kann ich dir auch gern noch eine runterhauen, Kleiner!" gab er ein wenig heftiger als geplant zurück. Aus den Augenwinkeln sah er die Schwellung, die der Hobbit davongetragen hatte und auf einmal fühlte er sich gar nicht mehr so im Recht. Immerhin war er größer und älter und deutlich stärker als Pado. Zudem hatte er nicht einmal gefragt, was eigentlich wirklich passiert war. Mit einem kurzen Seufzer blieb Finbar stehen und packte auch den Hobbit am Arm, sodass dieser anhalten musste.
Das Feuer hatte dahinten genügend Nahrung, es würde sich, wenn nicht auf einmal ein Sturm aufzog, nicht mehr so schnell weiter bewegen. Und das war in diesem dichten Wald nicht anzunehmen.
Einige Male atmete der Zwerg tief durch, um wieder zu Atem zu kommen, dann wendete er sich an den keuchenden und gebückt dastehenden Hobbit.
"Dass ich dich geschlagen habe, tut mir leid, Kleiner. Aber ich wurde wach und du saßt auf meiner Schwester! Rittlings! Was bitte sollte ich da denken? Besonders nach unserem Gespräch davor!? Welchen vernünftigen Grund gibt es denn für einen Hobbit wie dich, einer Zwergin wie ihr so nachzustellen? Sie wird dich niemals wählen, Pado. Du bist ein Hobbit! Und... du bist zu klein!"

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Finbar
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado war keuchend stehen geblieben, als Finbar ihn am Arm gepackt hatte. Pause - gut - einfach weiteratmen. Finbar konnte ihm auch erst eine scheuern, wenn er wieder Luft bekam und das Feuer schien weitgenug entfernt für eine kleine Pause. Also richtete er sich wieder auf, sobald er wieder schnaufen konnte. Sein erster Blick fiel auf Arrin, der auf sie zu warten schien, aber dann doch weiterlief als er merkte, dass sie stehen blieben. Mit ihm musste er auch nochmal ein klärendes Wort reden, aber jetzt erst einmal Finbar. Immerhin hatte der sich entschuldigt - im ersten Satz, um mit dem zweiten die Entschuldigung wieder zunichte zu machen. Pado dämmerte gerade, was Finbar da andeutete. Er öffnete den Mund, nur um ihn direkt wieder zu schließen. Erst im zweiten Anlauf bekam er ein Wort heraus: "Das ist jetzt nicht wahr, Finbar! Was, bitte schön, denkst du, was heute morgen los war?" Er sah den Zwerg gerade aus an. "Willst du allen Ernstes andeuten, ich hätte mich an deine Schwester rangemacht? Was denkst du eigentlich, was ich für ein verdammtes Arschloch ich bin? Ich hab dir mein Wort gegeben, dass ich nichts von deiner Schwester will!" Pado blitzte den Zwerg empört an.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Völlig ausser Atem wurde nun auch Borin langsamer und blieb schließlich nach vorne gebeugt stehen. ''Tief durchatmen, das ist der Trick. Tief durchatmen!'', sagte er zu sich selbst und rief dann zu denen, die weiter vorne waren: ''Ich gehe erst weiter, wenn wir eine Verschnaufpause eingelegt haben! Zwerge sind nicht für Langstreckenläufe gebaut. Wir sind geborgene Sprinter! Mordsgefährlich auf Kurzstrecken! Da macht uns keiner was vor!'', sagte er und siehe da, auch die anderen kamen langsam zu stehen und wandten sich zu den Zurückgebliebenen. Immerhin sollten sie sich keinesfalls im Wald verlieren und da musste sich die Gruppe vielleicht erstmal wieder sammeln, bevor es weitergehen konnte.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

"Ja genau! Dein Wort hast du mir gegeben! Und keine zwei Tage später erwische ich dich auf ihr sitzend!" herrschte Finbar zurück, bevor ihm aufging, welche heftigen Worte Pado da gerade benutzt hatte. Das sah ihm ja gar nicht ähnlich. Aber die Bestürzung war offensichtlich nicht gespielt und so ertappte Finbar sich bei dem Gedanken, dass möglicherweise doch alles eine Erklärung haben könnte.
"Und ausserdem bist du ein Hobbit und Hobbits sollten nicht solche Schimpfwörter benutzen!" rutschte es ihm heraus, noch ehe er sich bremsen konnte.

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Finbar

Geändert durch Finbar (05.01.2017 22:21)

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Kurz hinter Borin kam auch Arrin schnaufend zum Stehen.
"Finbar und... Pado sind.... stehen geblieben...", er atmete eine paar Mal kräftig ein, "Weiß nicht warum..."

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Kára war froh, kurz verschnaufen zu können. Der Sprint über unwegsame Waldpfade war anstrengend gewesen. Doch immer noch besser, als den Flammentod zu finden!
Automatisch schossen Bilder in ihren Kopf, Bilder von flüchtenden Zwergen, brennenden Bäumen, und einer geflügelten Bestie, deren Flügelschlag den Wind das Fürchten lehrte.
Und knisternd im Gehölz erwacht
Ein Brand. Von Winden angefacht,
Zum Himmel rot die Flamme loht.
Bergwald befackelte die Nacht.

Trotz der Hitze bekam sie eine Gänsehaut. Ihr Blick fiel auf Finbar und Pado, die etwas zurückgefallen waren und diskutierten. Um sich von ihrer Furcht abzulenken, raunte sie Ailin zu: "Meinst du, die beiden handeln gerade die Mitgift für dich aus?"
Es war ein lahmer Versuch, den Ernst der Lage mit einem Witz zu überspielen.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Borin sah, wie Arrin, der Gaukler, etwas hinter ihm ebenfalls zum Stehen kam und irgendwelche Worte in seine Richtung sagte. Doch so wirklich verstehen konnte es der Greis unter seinen lauten Atemzügen nicht. Er ging einige Schritte auf den jungen Mann zu und klopfte ihm etwas heftig auf die Schulter. ''Für einen angeschlagenen Zwerg hältst du dich ganz schön gut, Junge! Aber so sind wir eben. Nicht kaputtzukriegen, was?''

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

"Dann gib einem Hobbit keinen Anlass solche Worte zu benutzen!", fauchte der Junge aufgebracht zurück. "Und was das auf deiner Schwester sitzen angeht, das war schwere Arbeit!" Als Pado sah, dass Finbar sich schon wieder begann aufzuplustern, schüttelte er den Kopf: "Ach, du verdammter Irrläufer! Darf ich dir mal schildern, was aus meiner Sicht heut morgen passiert ist, bevor du schon wieder ausrastest?" Als Finbar mit finsterer Mine sein Einverständnis signalisierte, fuhr der Hobbit fort: "Wie befohlen, wollte ich dich im Morgengrauen wecken. Als ich mich über dich beugte, sprang mich von hinten ein haariges Etwas an, rang mich zu Boden, so dass ich alle Mühe hatte mich dessen Klammergriff zu entwinden. Gerade hatte ich es geschafft die Oberhand über meinen Angreifer zu gewinnen, indem ich mich auf ihn setzte und seine Hände mit meinen blockierte, da wurde ich von hinten gepackt, herumgewirbelt und bekam eine verpasst, dass mir Hören und Sehen verging." Er funkelte Finbar immer noch an. "Ganz ehrlich, an die erotischen Reize dieser Situation hatte ich leider keinerlei Zeit zu denken!"

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Geändert durch PadogasTook (05.01.2017 22:45)

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Arrin runzelte die Stirn und trat ein paar Schritte von Borin weg, um sich nicht noch ein Rückenklopfen gefallen lassen zu müssen.
Den Zwerg auf seine Verwechslungen hinzuweisen aber hatte sich inzwischen als ebenso wirkungslos wie bei Ardagast herausgestellt (auch was alles andere anging erinnerte der alte Zwerg Arrin bemerkenswert an den wirren Zauberer), also versuchte er es gar nicht erst und ließ Borin in seinem Irrglauben.
Im Moment hatten sie wirklich wichtigere Probleme.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Knurrend grübelte Finbar kurz über diese Schilderung nach. Pado hatte ihn wecken sollen, das stimmte schon. Aber warum sollte Ailin ihn von hinten umklammern? Und wieso.... ahhhhh, daher wehte der Wind! Blitzschnell packte der Zwerg den Hobbit erneut am Kragen, zog ihn zu sich heran und zischte zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor: "Willst du etwa behaupten, meine Schwester hätte dich angemacht??? Na warte, du kleiner Lügenbold, dir werde ich.....!"
Doch im selben Moment, in dem Finbar seine Hand erhob und Pado sich verzweifelt versuchte, aus seinem Griff zu ducken, wurde dem Zwerg gewahr, dass an der Geschichte durchaus etwas dran sein konnte. Genauso hatte Ailin es auch berichtet. Sie hatte geträumt und.... Langsam ließ er seine Hand wieder sinken.
"Sie hat dich im Halbschlaf für einen Ork gehalten. Sie wollte mich beschützen."
Endlich entließ der Zwerg Pado aus seinem Griff.
"Du hast Recht, Kleiner. Ich muss verrückt geworden sein zu denken, dass du... und nachdem du es mir versprochen hattest ... aber als ich euch da so sah... du über ihr... und dann... "
Finbar schnaubte kurz. Im Unrecht zu sein war kein angenehmes Gefühl, auch wenn er nur Ailins Wohl im Sinn gehabt hatte.
"Ich habe wohl nicht wirklich darüber nachgedacht, was ich tue." endete er ein wenig lahm.

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Geändert durch Finbar (05.01.2017 22:49)

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado merkte, dass Finbar endlich verstanden hatte, was los war. Das nämlich nichts los war! Wurde aber auch höchste Zeit. Immer noch leicht grimmig meinte er: "Haben wir das jetzt ein für allemal hinter uns oder muss ich damit rechnen, beim nächsten Mal, wenn ich ein Wort mit deiner Schwester wechsele, wieder ne Faust auf der Nase zu spüren. Denn auf dieser Reise lässt es sich unter 9 Gefährten nun mal nicht vermeiden, dass ich hin und wieder mit ihr zutun habe werde!" Er hob eine Augenbraue: "Und glaub mir, deine Schwester ist durchaus in der Lage sich selbst zu verteidigen. Als ich eben sagte, mich auf sie zu setzen war schwere Arbeit, dann meinte ich das auch so. Wäre sie nicht so schlaftrunken gewesen, hätte ich keinerlei Chance gegen sie gehabt." Er schüttelte den Kopf. "Ihr Zwerge wisst ganz offensichtlich nicht welche Kraft ihr habt." Mit diesen Worten wandte er sich um und sah, dass die restliche Truppe anscheinend auf sie gewartet hatte. Luftschnappen schien wohl bei allen angesagt zu sein nach dieser Jagd.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Aufatmend, dass Pado offenbar nicht allzu nachtragend sein würde, erlaubte Finbar sich ein kurzes Grinsen.
"Sie ist bloß ein Mädchen... wie schwer kann das schon gewesen sein?" raunte er dem Hobbit hinterher. "Aber besser wäre es, ihr erledigt eure Angelegenheiten mit einer Armeslänge Abstand."
Pados ungläubigem Blick schenkte er bloß ein Zwinkern, dann schlug er dem Hobbit gutmütig - und relativ sanft - auf den Rücken und gemeinsam holten sie zu den anderen auf.

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Finbar
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Zwerge! - Pado schüttelte grinsend den Kopf und ging mit Finbar zu den anderen zurück.

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

"Ich glaube, sie sind sich einig geworden", fügte Kára grinsend hinzu und ignorierte, dass Ailin schon bei ihrer ersten Begegnung die Augen verengt hatte.

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Ailin hatte von ferne Finn und Pado genau beobachtet und war erleichtert, dass es im Gegensatz zum Morgen diesmal ein gutes Ende nahm: Ihr Bruder klopfte dem Hobbit grinsend auf die Schulter.
Kára mit ihren abstrusen Ideen warf sie ein schiefes Grinsen zu: "Einig schon, aber sicher nicht über irgendeine Mitgift!" bekräftigte sie. "Außerdem hab ich da auch ein Wörtchen mitzureden. Oder würdest du dich einfach mit jedem Dahergelaufenen vermählen lassen? Ich glaub nicht. Und Pado ist sicher niedlich und lustig und überhaupt ein angenehmer Gefährte, aber ich heirate ganz sicher keinen bartlosen schmalbrüstigen Halbling!" grinste sie der anderen zu.
Vielleicht hätte sie noch mehr gesagt, doch der auffrischende Wind begann sich zu drehen und wehte dichten Rauch in ihre Richtung, der Ailin husten ließ.
"Finn! Pado! Los, kommt weiter!" rief sie den Nachzüglern zu. Rasten konnten sie später, wenn sie weiter von diesem Waldbrand entfernt waren!

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Die Gruppe war noch etwa eine halbe Stunde mit schnellen Schritten unterwegs, ehe sie den Waldbrand aus den Augen verloren hatten. Mittlerweile war es dunkel im Wald geworden und man konnte erahnen, dass sich die Sonne wahrlich bald verabschieden würde. Der Elb rief zum Nachtlager auf und das gab Borin auch mal einen Moment zum Durchatmen. Die kurze Pause vorhin hatte nicht gereicht. Bei Mahanal, wer war denn für diesen Waldbrand wieder verantwortlich? Borin nahm sich vor dieser Person gehörig die Leviten zu lesen, sobald er herausfand wer es war. Alsbald saßen alle am Nachtlager und sahen in das kleine Lagerfeuer, dass sie entzündet hatten.

Borin ergriff das Wort. ''Habe ich euch schon mal die Geschichte erzählt, warum Zwerge nicht auf Pferden reiten?'', fragte Borin in die Runde, doch als Antwort erhielt er nur Kopfschütteln und Schulterzucken, selbst von den Zwergen. ''Die meisten glauben, dass es daran liegt, dass Pferde zu groß sind für Zwerge. Blödsinn!'', erklärte Borin und lehnte sich zurück. ''Als ich vor vielen Jahren noch ein kleiner Zwergenjunge war, der im Schlamm spielte, andere Zwerge verhaute und den Orks das Fürchten lehrte, da geschah etwas schreckliches!'', fügte er hinzu und blickte in’s Feuer. ''Ich war damals oft bei meiner Großmutter, denn meine Mutter starb früh und mein Vater war oft auf Reisen. Doch eines Tages, ich kann nicht älter als neun oder zehn gewesen sein. Nein, ich war elf. Nein, ich kann nicht elf gewesen sein, ich war schon in der Ausbildung!''

Nach einer kurzen Pause um seine Gedanken zu sammeln, kam der alte Zwerg wieder auf den Punkt. ''Meine Großmutter wurde heimtückisch vergiftet!'', erklärte der Zwerg weiter. ''Mörder! Mörder'', ich kann ihre Schreie noch heute hören, als wäre es gestern gewesen! Doch wer war der Mörder? Der Sohn? Der Ehemann? Die Tochter? Oder doch der Onkel dritten Grades mütterlicherseits?'', fragte er in die Runde, doch niemand konnte es wissen. Woher auch? ''Nein, es war das Pferd! Denn Pferde sind schreckliche Menschen!'' Und damit löste er auch das große Rätsel auf. ''Und darum reiten Zwerge auch nicht auf Pferden!''

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

"Ein PFERD hat deine Großmutter vergiftet?" Ailin schüttelte ungläubig den Kopf. Der alte Borin erzählte wieder mal haarsträubende Geschichten. Mit dem hatten sie ja einen Fang gemacht! Der war ja fast genauso verwirrt wie Ardagast. Sogar den Namen des großen Schöpfers der Zwerge warf er ständig durcheinander. Das war genau genommen eine Schande, die man nicht so stehen lassen konnte. Aber Borin war alt und alte Leute waren zuweilen seltsam. Achten musste man sie dennoch.
"Wie das?" hakte sie weiter nach. "Hatte es zuviel Kohl gefressen und schlief deine Großmutter im Stall und ist an den Fürzen erstickt über Nacht???" Das war die einzige Idee die Ailin dazu hatte, allerdings ergab die auch nur im Ansatz Sinn.
Neugierig auf die Version Borins hob Ailin den Kopf. Da traf ein dicker Tropfen ihre Nase und Sekunden später platschte ein heftiger Regenguss aufs dichte Blätterdach über ihnen, den das Laub...Mahal sei Dank...ziemlich gut abhielt.
Ailin warf einen Blick zurück in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Das rötlich Glühen des Himmels war schwächer geworden, seit sie das Lager aufgeschlagen hatten, der drehende Wind hatte wohl das Feuer in die Gegenrichtung getrieben und ihm damit die Nahrung entzogen. Und der Regen kam gerade recht, eine weitere Ausbreitung in ihre Richtung zu verhindern. Je eher der Brand erlosch, desto geringer war die Gefahr, dass auch der von Ascarion erwähnte Weg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Und damit waren sie hoffentlich bald wieder auf dem Pfad. Schließlich hatten sie die anderen fast eingeholt und es wäre nicht schlecht, wenn sie sie endlich erreichen würden. Viel zu lange schon rannten sie Thorins Gruppe durch halb Mittelerde hinterher. Es wurde Zeit, dass sie sich anschließen konnten.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Borin sah Ailin mit ernster Miene an und zog dann seine Kapuze etwas über den Kopf, damit er nicht zu nass wurde. ''Es hat den Tee von meiner Großmutter vergiftet!''

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

"Den Tee?? Ein Pferd?? Okayyyyyyyy....."
Ailin kam aus dem Kopfschütteln kaum mehr heraus über den wunderlichen Alten.
Sie hoffte inständig, sie selber würde nicht mal so werden...in 200 Jahren...

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

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Musik

Gandalfs Hut war in der Zwischenzeit auf den Boden gefallen und daneben kämpfte der Istar gegen den Zwerg. Dieser war durch seine geringe Körpergröße schnell und agil, sodass es schwierig war ihn richtig zu treffen. Er versuchte ihn erneut mit einer Drehung des Stabes wegzuschleudern, doch sein Gegner wich aus und traf Gandalf mit dem Messer erneut beinahe im Gesicht. Als er Gandalf jedoch wieder zu nahe kam trat dieser ihn mit einem Satz seines Fußes nach hinten. Der Zwerg fiel dabei durch eine Ansammlung von Dornenranken und stürzte eine Etage weiter nach unten. Gandalf nahm sofort die Verfolgung auf und betrat einen langen, dunklen Schacht, der Verbindungen zu anderen Schächten zu haben schien: Ein Labyrinth in einem Labyrinth. Am Ende befand sich ein Eisengitter. Rostige Ketten hingen von der niedrigen Decke herunter und messerscharfe Zacken waren an den Kanten der Eingänge abgebracht. Verfaulte Skelette und Totenköpfe zierten den Boden.

Konzentriert und vorsichtig ging der Zauberer durch das Labyrinth. Einen Gang nach dem anderen durchsuchte er. Der Zwerg schien verschwunden. Er lehnte sich für einen Moment an eine Ecke und atmete durch. Doch dann hörte er ein Geräusch von hinten und drehte sich um. Wieder nichts. Diese Kreatur spielte Versteck mit ihm und dies machte Gandalf immer nervöser. Ein Geräusch hier, ein Schatten da. Er eilte durch die Gänge. Wieder ein Geräusch. Abermals drehte er sich um und dort war wieder nichts. Er lief weiter durch den nächsten Gang. Zu allem Überfluss stieß er sich eine Kleine Wunde an einer der Zacken. Mit schmerzverzerrtem Gesicht hielt er sich kurz die Hand auf die Schulter. Und dann geschah es: Der Zwerg sprang den Zauberer von der Seite aus an und rang ihn zu Boden. Dann schleuderte Gandalf seinen Feind gegen die nächste Wand und überwältigte ihn. Er hielt seine Hand auf dessen Stirn und murmelte dabei einen Zauberspruch, während der Unbekannte wild zappelte und sich zu wehren versuchte. Kurz darauf ließ er jedoch ab und beruhigte sich wieder.

Mit Verwunderung und Trauer sahen sich beide Kontrahenten an, als ihnen klar wurde, dass sie einander nicht unbekannt waren. ''Thrain. Sohn des Thror?'', fragte Gandalf verwundert und mit schwacher Stimme. ''Mein alter Freund'', fügte er traurig hinzu als er Gewissheit hatte. Der Zwerg war alt und schwach geworden. Es schien nichts übrig zu sein, von jenem stolzen Krieger, den Gandalf einst kennenlernte. Und das sah man ihm auch an. ''Gandalf'', entgegnete dieser und richtete sich auf. ''Eine Lebzeit. Ich bin hier bereits eine Lebzeit'', fügte Thrain mit schwacher Stimme hinzu. ''Es tut mir so leid. Ich hielt dich für tot'', entgegnete der Zauberer. ''Ich hatte einen Sohn'', stelle der tot geglaubte Zwerg fest und vor seinem inneren Auge erschienen Erinnerungen an die Schlacht von Azanulbizar. ''Thorin'', fügte er hinzu. ''Und du wirst ihn wiedersehen, mein Freund'', entgegnete Gandalf sicher. ''Komm, wir müssen fort'', fügte er hinzu und half ihm hoch.

Danach streiften beide durch die Festung auf der Suche nach einem Ausgang. ''Die Orks hatten Moria eingenommen. Krieg. Es herrschte Krieg. Ich war umzingelt'', erklärte der Zwerg mit einem schockierten Gesichtsausdruck, als immer mehr Erinnerungen an die Vergangenheit hochkamen. Daraufhin blickte Gandalf auf die Hände des Zwerges. Es offenbarte sich ein fehlender Finger. Es waren vier, statt fünf Finger an der Hand des Zwerges. ''Sie haben ihn gestohlen, Gandalf'', stotterte Thrain. ''Den letzten der Sieben'', antwortete Gandalf mit sorgsamem Gesichtsausdruck. Er hatte also Recht mit dem, was er Saruman zu erklären versuchte. ''Komm, bringen wir dich hier raus'', entschied Gandalf und wollte losgehen. ''Es gibt keinen Weg hinaus'', entgegnete der Zwerg verwirrt. ''Sie werden dich aufhalten!'', fügte er hinzu und zeigte auf eine Mauer. ''Die Schlangen werden dich aufhalten!'' Gandalf blickte neben sich und sah wie die Dornenranken an ihn heran schlängelten. ''Das ist eine Illusion'', sagte Gandalf unbeeindruckt und schlug seinen Stab gegen die Mauer. Daraufhin offenbarte sich eine Mauer ohne jene Ranken. ''Nur eine Illusion'', fügte er hinzu um Thrain zu beruhigen.

Doch da war etwas. Die Haare auf Gandalfs Rücken begannen sich aufzustellen. ''Was haben sie dir angetan?'', fragte er schockiert über den Zustand seines Freundes. ''Ich habe ihnen nichts verraten. Sie haben versucht mich zu zwingen, aber ich habe kein Wort gesagt!'', erklärte der sichtlich verwirrte Zwerg. ''Hast du sie gut verwahrt, Gandalf? Die Karte und den Schlüssel?'', fragte er. ''Ich habe sie Thorin gegeben. Du wärst stolz auf ihm. Er will den Erebor zurückerobern!'', erklärte Gandalf mit einem Lächeln und klopfte auf die Schulter seines Freundes. ''Erebor?'', fragte Thrain schockiert und wich zurück. ''Er will den Arkenstein zurückholen. Die sieben Heere der Zwerge werden einem neuen König folgen!'', fügte Gandalf mit freudigen Gesichtsausdruck hinzu. ''Nein! Thorin darf dem Erebor nicht zu nahe kommen! Niemand darf diesen Berg betreten!'', schimpfte Thrain mit ernster Miene.

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Durch die Spinnenweben, die sich noch über viele Meilen in den Wald hinein erstreckten, hatten die Gefährten noch eine ganze Weile mit dem Brand im Rücken zu kämpfen. Erst als sich die Nacht über sie legte, und man den Trampelpfad, den Ascarion kurz zuvor gefunden hatte, trotz Elbenaugen kaum noch folgen konnte, waren sie gezwungen, hier in der Wildnis ihr Nachtlager aufzuschlagen.
Der Elb hatte bemerkt, dass sie seit einer Weile bergab liefen, doch die Senke war kaum einem aufgefallen, da die Bäume immer noch in weite Höhe ragten und man wegen den großen Wurzeln und Stämmen, über die sie springen mussten, sowieso nicht wirklich auf die Steigung des Weges achten konnte.
Im Schatten eines besonders großen Baumstammes, hatten sie sich schließlich um ein kleines Lagerfeuer gesetzt und geruht. Der alte Borin hatte noch eine seltsame Geschichte erzählt, warum Zwerge nicht ritten, auf die nur Stirnrunzeln, verdrehte Augen und ein ungläubiges Lachen folgten, dann wurde es langsam ruhig. Frotha hatte sich zwar bereit erklärt Wache zu halten, dennoch wagte es Ascarion nicht die Augen zu schließen. Seine Armbrust lag mit vier Pfeilen gespannt neben ihm und auch sein scharfes Schwert hatte er bereits aus der Scheide gezogen und in Griffnähe behalten. Doch die Nacht blieb ruhig.
Nur der Regen prasselte unnachgiebig auf sie herab und ließ erst spät in der Nacht nach. Vereinzelt hatte man Tiere durch den Wald rascheln hören, auf der Suche nach einem trockenen Plätzchen, doch hatte keines die Absicht gehegt die Gefährten anzugreifen. Der kalte Wind war immer wieder durch die Blätterwand weit über ihnen gefegt und einmal hatte sich Finbar im Flüsterton mit Frotha unterhalten, der sie irgendwann abgelöst hatte. Doch das war alles gewesen.
Am Morgen hatten die Gefährten noch in Ruhe gefrühstückt. Da Ascarion bereits in der Nacht noch etwas gegessen hatte, hatte er die Zeit genutzt, um sich einen Überblick über ihren Aufenthalt zu verschaffen. Sie waren doch weiter in den Süden gelangt, als er vorgehabt hatte. Die zwei Meilen, die er am Tag zuvor noch geschätzt hatte, dürften sich inzwischen verdreifacht haben. Der veraltete Pfad, an dessen Wegesrand sie gerastet hatten, führte sie zwar weiter in südliche Richtung, doch schlug er auch nach Osten ein, weshalb Ascarion vorschlug, ihm noch eine Weile zu folgen statt umzukehren oder sich wild durch die Dickichte zu schlagen. Da es keine Einwände gab und ihm auch Finbar nach kurzem Überlegen zunickte, machten sie sich schließlich wieder auf den Weg.
Die Bäume hier wuchsen noch dichter als um den Elbenweg herum, und manche hatten so viele weitreichende Äste, dass man kaum einschätzen konnte, wo der eine Baum begann und der andere endete. Dadurch erschwerte es die Sonne ihre Strahlen zu ihnen hindurch zu schicken, doch Ascarion vermutete, dass die Wolkenfront, die in der Nacht noch den Regen gebracht hatte, noch nicht davon gezogen war. Nur vereinzelt sah man etwas Licht durch die Blätterlöcher über ihnen fallen, doch da der Pfad unsicher genug war, achteten die Gefährten lieber auf ihre Füße. Dadurch dass es hier unten so düster war, begegneten sie kaum Tiere. Nur Vögel hörte man in ihren Nestern zwitschern, was ein gutes Zeichen war. Würden hier noch andere bedrohliche Kreaturen hausen, wären die Vögel längst weiter gezogen.
Nach einer Weile veränderte sich ihre Umgebung. Sie waren noch immer bergab gelaufen und hatten einen Vorsprung erreicht, der ihnen einen Blick über den Wald schenkte, weil dieser dahinter stark abfiel. Ascarion hatte die anderen herbei gewunken, denn es war wahrlich ein schöner Anblick nach den letzten düsteren Tagen, denn durch die steinige Plattform konnten sie einen Blick auf den bewölkten Himmel erhaschen und das kleine Tal, dass sich vor ihnen erstreckte. Bis zum Horizont reichte der Düsterwald, sie mussten sich also tief im Herzen befinden. Zu ihrer Linken führte der Trampelpfad weiter nach Osten.
Gerade als Ascarion die Gruppe darauf hinweisen wollte, hörte er schwache Rufe das Tal hinauf hallen. Zuerst war er sich nicht sicher gewesen, ob die Vögel ihm einen Streich gespielt hatten, doch da war es wieder. Dieses Mal deutlicher, sodass auch die anderen aufhorchten. Rufe, die eine unmissverständliche Botschaft schickten. „HILFE!“

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

Borin kam nicht darum herum zu denken, dass sie irgendwie in die falsche Richtung liefen. Mit misstrauischen Augen sah er zu Ascarion hoch, von dem er mittlerweile als Führer nicht mehr ganz so überzeugt war wie noch am Morgen. Aber sei es drum, Borin könnte die Gruppe nicht führen, denn diesen Wald kannte er nicht und schon gar nicht wusste er sich hier zu orientieren. Zwerge waren keine Waldwesen! Sie stolzierten nicht über das Laub und hüpften nicht über die Wurzeln. Nein, Zwerge bauten Tunnel in Bergen in denen man sich normal und auf einer geraden Ebene fortbewegen konnte! Als sie dann endlich einmal an einer Stelle ankamen, die einen Blick aus dem Wald heraus erlaubte, traute der Alte seinen Augen nicht. Dieser Wald war ja gewaltig! So weit das Auge reichte, bis zum Horizont reichte der Wald und noch dazu in alle Richtungen. Um was für ein Werk handelte es sich hier? Wer würde so einen finsteren und riesigen Ort erschaffen? Ganz sicher nicht Hanamal! ''Ich glaube da ruft jemand um Hilfe'', stellte er schließlich fest. Ja, Borin war schon spitzfindig. ''Vielleicht sollten wir runtergehen und nachsehen. Schlimmer als Spinnen kann es wohl kaum sein!'', fügte er hinzu und sah erwartungsvoll zu den anderen.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Finbar hatte sich gerade endlich einmal wieder normal mit Kára und Ailin unterhalten, als Ascarion vor ihm und dann auch Borin plötzlich stehenblieben. Noch während Borin dich herumdrehte und zu sprechen begann, lief der jüngere Zwerg daher einfach gegen ihn. Verwundert sah er auf.
"Hm? Was?"
Und dann lauschte auch er.
"Da ruft einer was!"

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

"Eine", korrigierte Ascarion den Zwergen. "Und nun?". Wäre er mit seinen Gleichgesinnten unterwegs gewesen, wäre er mit gezogener Waffe und ohne nachzudenken den Hügel hinunter geeilt. Mit diesen Gefährten war er sich allerdings nicht so sicher. "Vielleicht sollten nur die Kämpfer nachgehen sehen?"

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

''Lasst mich durch!'', sagte Borin und drängelte sich an den anderen vorbei und stand schließlich noch vor Ascarion. Er schlug seine Axt in die Hände und sah zu ihm hoch. ''Ich, ich! Zu den Kämpfern gehöre ich!'', sagte er zu Ascarion und blickte mit entschlossenem Gesichtsausdruck den Hang hinunter! Komme was wolle, Borin war immer bereit!

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Der Blick über das Tal löste in Arrin alles andere als Begeisterung aus. Der dunkle Wald reichte bis an den Horizont. Ein Ende war nicht in Sicht.
"So weit noch?", murmelte er mit einer Spur aufkeimender Verzweiflung in der Stimme. Nicht zum ersten mal dachte er darüber nach, wie wahrscheinlich es wohl war, dass er diesen Wald lebend verlassen würde.
Die Hilferufe hörte er erst gar nicht. Oder villeicht wollte er sie auch nicht hören, denn nach allem was in diesem Wald schon auf sie gelauert hatte war es unwahrscheinlich, dass dort unten etwas Gutes auf die Gruppe wartete.
"Und was wenn die Zurückbleibenden hier oben angegriffen werden, während unsere Krieger weg sind?", fragte Arrin schärfer als beabsichtigt. "Ich bin dafür, dass Ascarion die Lage da unten auskundschaftet, bevor sich alle blind in das hinein stürzen, was da auch sein mag..."

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Pado konnte nicht umhin Arrin zuzustimmen. Aber völlig unbeantwortet wollte er solch einen Hilferuf auch nicht lassen. Wer weiß, welche arme Seele in ähnlicher Not war, wie sie gestern mit den Spinnen. "Ich denke auch, dass da eher Kundschafter als Krieger hinschleichen sollten!" Er konnte sich wirklich nicht vorstellen, wie ein Borin unbemerkt dorthinschleichen sollte. Da war Ascarion besser geeignet - und er selbst evtl. auch. Bis auf, dass er nicht so gut darin wäre, dann zu entscheiden, was zu tun wäre.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

''Papperlapapp!'', sagte Borin und tat Arrins und Padoas' Vorschlag ab. So langsam glaubte er, dass der Zwerg wohl doch kein Zwerg war, so unsicher und feige wie er sich immer gab. Zuerst dachte der Greis, dass es womöglich so war, weil er sich verletzt hatte, aber selbst da spielte man sich doch nicht wie eine Diva auf! Borin blickte zu Ascarion hoch. ''Was sagst du, Langbein? Gehen wir zusammen runter und erkunden die Lage? Die anderen können ja gerne hier warten und Däumchen drehen!'', sagte er voller Motivation zu dem Elben, der mit einem Nicken erwiderte, dass er einverstanden war. ''Das wird ein Spaß! Nach dir'', sagte Borin, ließ seinen Rucksack auf den Boden fallen und lief dem Elben hinterher, der mit schnellen, aber leisen Schritten den Hang hinunterlief. ''Passt bloß auf, hier kommt ein Zwerg und der wird jedwedem Gegner das Fürchten lehren!'', rief der Alte und handelte sich dafür eine Mahnung von Ascarion ein. ''Psst!'', sagte dieser und hielt sich den Finger auf die Lippen. ''Oh ja, richtig. So funktioniert ja anschleichen. Keine Königsdisziplin der Zwerge, wie du vielleicht verstehen kannst'', antwortete Borin und folge Ascarion so unauffällig wie er konnte. Er war bereit. Seine Axt war bereit und hoffentlich war der Elb und seine Armbrust auch bereit. Komme was wolle!

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Kára folgte dem ungleichen Duo Borin und Ascarion mit ihrem Blick. Natürlich mussten sie nachschauen, wer da um Hilfe gerufen hatte. Das war Ehrensache. Trotzdem hatte sie ein mulmiges Gefühl. Wenn es eine Trickserei des Waldes war, um unbedarfte Wanderer vom Weg abzubringen? Geschichten aus der Kindheit kamen ihr in den Sinn, von Lichtern im Moor, die einen im Dunkeln vermeintlich den Weg leuchteten und einen tatsächlich aber in den Sumpf lockten. Ihr Bruder behauptete, ein alter Mann in der Schenke hätte ihm von Frauen erzählt, deren Stimmen Männer ins Meer lockten und ganze Schiffe gegen die Felsen trümmern lassen konnten. (Noch ein Grund mehr, den festen Boden dem Wasser vorzuziehen!)
"Hoffentlich geht das gut. Dieser Wald scheint kein Ende zu nehmen und je länger wir warten... naja desto länger sind wir mittendrin."

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

~~~

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Arrin sah dem Elb und dem Zwerg noch einen Moment hinterher, dann wandte er sich kopfschüttelnd ab.
"Warum hört eigentlich nie jemand auf mich?", murmelte er grimmig, "Das alles hier hätte uns erspart bleiben können, wenn wir die Waldstraße genommen hätten..."

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Ohne lange zu zögern packte Finbar seine Axt und machte sich auf, den beiden zu folgen.
"Ein Elb und ein Greis stürzen sich in die Gefahr und ich bleibe hier oben? Das glaubt ihr doch nicht im Ernst!" grummelte er. Sollten doch Frótha und Grimm die Schwächlinge und die Mädchen beschützen - er würde sehen, wer da Hilfe benötigte!
Und damit stapfte auch er los.

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Finbar
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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Ailin atmete gerade auf, als Ascarion und Borin loseilten...letzterer viel zu laut für einen Kundschafter..
Er war halt ein Zwerg! Und wenigstens geriet ihr Bruder diesmal nicht in Gefahr.
Gerade als sie das dachte....Steinschlag und Bergrutsch!...stürmte Finbar hinter den Beiden her und am liebsten hätte Ailin Finn mit Gewalt zurückgehalten. Sie wusste aber sehr gut. dass er sich nicht würde zurückhalten lassen. Und mitgehen kam nicht in Frage, sie hatte keinerlei Erfahrung im Anschleichen...
Widerstrebend blieg sie stehen und hoffte, es wäre keine Falle und alles ginge gut.

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Der Einwand des Gauklers war berechtigt und zwar so sehr, dass Frótha für sich selbst entschied, bei den restlichen Gefährten zu bleiben, außerdem wusste sie, dass sie im Schleichen nie die Beste gewesen war, also noch ein Grund, dem Elben und Borin nicht zu folgen.
Als ihr Cousin dann losstapfte, packte sie ihn im letzten Moment am Arm und riss ihn ein wenig zurück, ehe sie sich zu Finbar vorbeugte.
"Jetzt reiß dich mal zusammen, ich dachte du hast gelernt, wie man ordentlich schleicht!"
Mit diesen Worten ließ Frótha ihn wieder grob los, um ihn gehen zu lassen. In der selben Bewegung jedoch, zog sie ihre Streitaxt vom Rücken, um bereit zu sein, falls sie doch angegriffen werden sollte, auch wenn sie es nicht hoffte.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Finbar starrte Frótha einen Moment lang an. Eine heftige Erwiderung lag ihm auf der Zunge, bis ihm einfiel, wer da gerade mit ihm gesprochen hatte. Frótha wusste, was sie tat. Und Fróthas Vorschläge sollte man beherzigen, wenn man am Leben bleiben wollte. Einsichtig nickte er und machte sich, diesmal deutlich leiser und vorsichtiger, erneut an den Abstieg.
Ascarion und Borin hatten schon einiges an Weg gutgemacht, doch das machte nichts, denn Borin war noch immer am Reden und raschelte so laut durch's Unterholz, dass es ein Leichtes war, ihnen zu folgen.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Oh, Mann, anschleichen war wirklich etwas anderes. Pado schüttelte den Kopf, als er die Zwerge durch das Unterholz brechen hörte. Aber gut, mochten sie es so machen. Frotha versuchte noch Finbar zum leiseren Schleichen zu bringen, mit nur sehr zweifelhaftem Erfolg. Immer noch war er deutlich zu hören. "Und so etwas nennt Ihr anschleichen?", fragte er die Zwergenkriegerin mit erhobener Augenbraue.

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Der Gesichtsausdruck der Zwergin wurde etwas sanfter, als sie sich zu dem Hobbit umdrehte.
"Nein, aber die meisten von uns sind für so etwas wie schleichen nicht gemacht. Wir sind Gebirge gewohnt, Steine als Untergrund, kein Geröll, sondern feste Wege, da ist das Schleichen einfach, selbst für uns und die wenigen Male, die ein Zwerg in seiner Ausbildung zum Krieger draußen ist, wird wichtigeres geübt, als das Schleichen in einem Wald."
Während Frótha die Ausschweifungen gemacht hatte, zuckte ihr Kopf nicht einmal und ihr Blick blieb auf Pado liegen, schließlich hörte man nur das Raschlen der beiden Zwerge und keine Geräusche aus anderen Richtungen.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

"Nun, dann geben sie wohl grad ihr Bestes." Pado zuckte mit den Schultern, "hoffen wir nur, dass sich niemand an UNS anschleicht, während wir ihren Anschleichversuchen lauschen!"

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

"Deswegen sollten wir alle unsere Augen offen halten und möglichst wenig reden."
Bei diesen Worten senkte Frótha ihre Stimme erheblich und ging anschließend wieder ein paar Schritte von der Gruppe weg, um ein wenig mehr Gebiet im Auge behalten zu können und so waren auch nicht die Geräusche der Gruppe im Vordergrund, sondern die des Waldes und hoffentlich auch die eines eventuellen Angreifers.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

''Was bei Habal machst du denn schon wieder hier?'', fragte Borin, als er auf einmal Finbar neben sich auftauchen sah. ''Nicht einmal kann man etwas den Erwachsenen überlassen. Nein, immer muss der kleine Grünschnabel seine Nase überall reinstecken!'', grunzte Borin angenervt. Innerlich freute er sich schon auf das nächste Drama mit den Zwergenzwillingen, welches sich anbahnte, waren sie schließlich offenbar getrennt. ''Acordel und ich hätten das schon allein geschafft'', fügte er hinzu und blickte dann wieder nach vorne. ''Dann sieh wenigstens zu, dass du dich nützlich machst und hau dieses Mal richtig zu, nicht so mädchenhaft wie gestern!''

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Instinktiv drehte sich die Zwergin in die Richtung, aus der die Geräusche kamen, doch nur den Bruchteil eines Augentlickes später stellte sie fest, dass dieses Geräusch eine Stimme war, eine ihr gut bekannte Stimme. Natürlich war es Borin, der wohl nur selten den Mund halten konnte.
Wieder entspannter drehte sich die Zwergin bewusst weg aus der Richtung, aus der das Geräusch kam, denn es war unwahrscheinlich, dass von dort ein Gegner kommen könnte.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

"Pffft!" Finbar machte einen schnaubenden Laut und drückte mit einem Finger gegen die noch immer blau schimmernde Nase des älteren Zwerges. Dieser zuckte schmerzhaft zurück. Offensichtlich hatte zumindest dieser Schlag wehgetan!
Finbar lächelte selbstzufrieden, doch da kam bereits ein geflüstertes: "Seid endlich still!" von Ascarion.
Der Zwerg versuchte, sich weiter vor zu drängeln, um vielleicht einen Blick zu erheischen, doch er konnte in dem dichten Grün nichts erkennen. Ascarion war stehengeblieben und schaute ebenfalls konzentriert nach vorn.
"Was ist? Siehst du etwas?"
Finbar fiel auf, dass die Hilferufe verstummt waren.

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Finbar
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Pado nickte als Frotha zur Aufmerksamkeit aufrief. Er machte seinen Bogen bereit und legte einen Pfeil bereit. Dann begab auch er sich an einen Außenbereich der Lichtung, auf der sie warteten, und versuchte Umgebungsgeräusche jenseits der Zwerge wahrzunehmen. Ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen, nachdem Borin wieder zu sprechen begonnen hatte.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

''Das nächste Mal, wenn du mich anfasst, breche ich dir den Finger ab'', knurrte Borin und gab dem anderen Zwerg einen Schlag auf die Schulter. ''Und jetzt sei still'', sagte er und wand sich an Ascarion. ''Was siehst du da oben? Ich hoffe, dass wenigstens die Luft da besser ist als hier unten!''

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Arrin verdrehte die Augen.
"Wenn wir Glück haben, greift uns etwas an, das genau so rafiniert schleichen kann wie Borin...", murmelte er.
Er verschränkte die Arme vor der Brust und stellte sich so an den Rand der Lichtung, dass er das Feld zwischen Frotha und Pado im Blick hatte.

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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Sie hatten inzwischen die Senke unterhalb des Waldabfalles erreicht und schritten vorsichtig durch die Bäume, die sich von den üblichen im Wald unterschieden. Diese wirkten älter und verdorrter und von oben ragten viele Lianen und Schlingpflanzen herab, die in der Höhe dem Lichtmangel am Boden entgingen. Ascarion hatte so etwas nur in seiner Jugend gesehen und schaute deshalb beeindruckt zu den Bäumen hinauf, ohne ihr eigentliches Ziel aus den Augen zu verlieren. Borin und Finbar schienen sich zwar kaum Mühe zu geben, sich unbemerkt an die noch ungeklärte Lage heran zu schleichen, doch immerhin hatten beide ihre Äxte gezückt und würden dem Elben im Kampf unterstützen, sollte es zu einer Auseinandersetzung mit ihren Waffen kommen. Sie waren kaum eine halbe Meile gegangen und auch wenn die Rufe verstummt waren, wusste Ascarion, dass sie nun in der Nähe ihrer Quelle waren. Er schärfte seine Augen und suchte das Dickicht vor ihnen ab und blieb abrupt stehen. Auf die Frage der Zwerge antwortete der Elb leise: „Dort vorne an dem Baumstamm... Da liegt eine Frau“. Er hob seine Armbrust und näherte sich langsam. Zwar glaubte er kaum, dass von ihr Gefahr ausging, aber es konnte immer noch ein Überraschungsangriff hinter dem nächsten Baum auf sie warten.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

''Eine Frau? Was bei Abendmahl macht denn eine Frau hier mitten im Wald?'', fragte sich Borin und quetschte sich an Ascarion und den Bäumen vorbei und stand schließlich wenige Schritte von der Frau entfernt. Borin nahm seine Brille heraus und setzte sie sich auf die Nase. Dann warf er einen Blick auf sie. Ihrer Größe und Körperform nach zu urteilen war sie wohl eine junge Menschenfrau, mit schwarzen, langen Haaren und einfacher Kleidung. Sie lag dort, einsam und alleine auf dem Waldboden und weinte vor sich hin. Sie hatte die drei wohl gar nicht bemerkt, so sehr war sie mit sich selbst beschäftigt. Borin blickte verwirrt zuerst zu Finbar und dann zu Ascarion hoch und zügelte schließlich seine Axt. ''Wenn die gefährlich sein soll, will ich kein Zwerg sein. Aber was macht sie hier mitten im Wald und ganz alleine?'', fragte er mehr sich selbst als irgendjemanden. Wer sollte auch schon eine Antwort wissen, ausser die Dame selbst.

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Als sich die drei der Frau näherten und Borin seine Brille zückte, um sich diese genauer anzusehen, stapfte Ascarion schnell mit seiner Armbrust durch die umliegenden Bäume, doch außer aufgeschreckte Vögel, die davon flatterten, versteckte sich keiner hinter den Büschen. Gerade als der Elb auch an die Frau heran trat und der alte Zwerg das Wort ergriff, hob diese erschrocken ihren Kopf. Sie hatte rotunterlaufene, verquollene Augen und schluchzte so sehr, dass sie die drei erst bemerkt hatte, als diese direkt vor ihr standen. "Oh G-Gott, oh Gott sei Dank", schluchzte sie und versuchte sich am Baumstamm hochzuziehen. "Ich-Ich dachte, es kommt....kommt gar, gar niemand", stammelte sie und warf sich Borin direkt um den Hals und ihr Schluchzen vermischte sich mit einem irren Lachen.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

''Gern...geschehen'', antwortete der Zwerg zögerlich, auch wenn er nicht ganz verstand wofür das Danke war. Sie hatten ja noch gar nichts gemacht. Und Hilfe rufen wurde an diesem Ort wohl auch selten mit Glück belohnt. Eilig befreite er sich aus den Fängen der Frau und versuchte etwas Abstand zu ihr zu gewinnen. ''Wer bist du und vor allem, was machst du hier ganz alleine im Wald?'', fragte der Greis.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

Ein wenig verwirrt stand Finbar mit noch immer kampfbereit erhobener Axt daneben und beobachtete das Schauspiel. Das Schluchzen der Frau sowie ihre Worte hatten ihn die Augen verdrehen lassen - schon wieder jemand, der gerettet werden musste. Vor wem oder was diesmal mochte Mahal wissen. Kopfschüttelnd wartete er ab, was die anderen wohl dazu sagen würden.

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Finbar
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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Als sich Borin eilig aus der Umarmung gelöst hatte, war das Schluchzen der Frau verstummt. "El-Elsa", antwortete sie aufgeregt. Mit großen Augen sah sie zwischen den dreien hin und her und sagte dann: "Und ich bin nicht- nicht allein...Mein Mann! Ihr müsst ihm helf-helfen" und damit begann sie wieder zu wimmern. Dabei fiel ihr Blick auf Ascarion, seine hochgewachsene Gestalt und schließlich seine spitze Ohren. "Du bist ein Elb", sagte sie überzeugt und ihr erfuhr erneut ein Lachen. "Du.... ihr.... ihr könnt ihm helfen, richtig? Jemand muss ihm helfen.... mir helfen, ihn zu befreien!"

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Geändert durch Damaris (08.01.2017 15:08)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

Borin hob die Augenbraue. Wenn er sich eben nicht verhört hatte, dann war die Frau offenbar nicht alleine. Allerdings war ihr Mann wohl verschwunden oder gefangen genommen oder was auch immer. Borins Nackenhaare sträubten sich. Irgendwas stimmte hier doch nicht. ''Immer mit der Ruhe, junge Frau. Mein Name ist Borin, das sind meine Kumpanen Finbar und Ascariasis'', erklärte Borin und nickte der Frau freundlich zu. ''Und wir werden unser Möglichstes tun um zu helfen, sofern es in unserer Macht liegt'', fügte er hinzu. ''Finbar, warum machst du dich nicht mal nützlich und holst die anderen herunter. Die Luft scheint ja rein zu sein'', sagte er zu dem Zwerg neben sich.

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

"Finbar, warum tust du nicht dies? Finbar, warum tust du nicht das?" äffte der Zwerg Borins Aufforderung in unmißverständlich mißbilligendem Tonfall nach.
"Warum läufst du nicht selbst zurück und holst die anderen, hmmm?"
"Und außerdem", setzte er sofort hinzu, noch ehe Borin etwas sagen konnte, "brauchen wir uns nicht schon wieder irgendjemanden Dahergelaufenen ans Bein binden! Die letzten drei Streuner, die wir aufgenommen haben, sind auch einfach verschwunden, als es ihnen zu anstrengend wurde! Und bei Arrin ist es auch nur noch eine Frage der Zeit, wann der aufgibt!"

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Finbar
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Borin sah Finbar mit finster Miene an. ''Was für ein Zwerg bist du eigentlich?'', fragte er ihn, doch erhielt nur ein Schulterzucken als Antwort. ''Willst anderen, die in Not sind, nicht helfen und gehorchst den Älteren nicht?'', fragte Borin nochmal konkreter. ''Wärst du mein Sohn, dann hätte ich dir soeben die Ohren langgezogen und deine Bart abgeschnitten!'', fügte er hinzu ohne Finbar antworten zu lassen. ''Obwohl es bei dir nicht zu viel zum abschneiden gibt'', setzte er noch nach und packte den Zwergenjüngling am Kragen. ''Wenn du dich nicht augenblicklich in Bewegung setzt und die anderen holst, dann trete ich dich da hoch!''

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Finbar schluckte. Irgendwie erinnerten Borins Worte ihn gerade sehr ungemütlich an das, was sein Großvater immer gesagt hatte. Und gleich darauf waren meist bleibende Lektionen gefolgt. Besänftigend hob er die Hände.
"Ist ja gut, ist ja gut. Beruhige dich! Ich gehe schon!"
Mit einem letzten verdrossenen Blick auf die Frau drehte er sich um und kletterte einige Meter zurück den Hang hinauf. Dann blieb er stehen, machte mit den Händen einen Trichter vor dem Mund und rief, so laut er konnte: "KOMMT RUNTER! ES IST SICHER!"
In sich hinein kichernd, weil Borin es so sicher nicht gemeint hatte, lauschte der Zwerg einen Augenblick, bis eine Antwort von Frótha kam. Sie waren also auf dem Weg. Gut.
Dann ging er zurück zu den anderen.

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Finbar
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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

"Na immerhin", sagte Kára und folgte Frótha, die auf Finbars Rufen als erste losgegangen war. Hatten die anderen drei tatsächlich jemanden gefunden? Sie war ziemlich neugierig, hoffte allerdings zugleich, dass die unbekannte Person die Gruppe nicht länger als nötig aufhalten würde.
Die zurückgebliebenen Gefährten bahnten sich einer nach dem anderen den Weg, der ausnahamsweise nicht zu übersehen war. Elben mochten leichtfüßig durch die Welt springen, aber zwei bewaffnete Zwerge hinterließen Spuren. Schon bald holten sie die anderen ein. Ascarion, Finbar, Borin und - eine Menschenfrau?
"Wer ist das?" fragte Kára Finbar und musterte die Frau kritisch von der Seite.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Arrin zuckte zusammen, als er die laute Stimme in seinem Rücken hörte. Erst einen Moment später bemerkte er erleichtert, dass es Finbars Stimme war und die anderen Gefährten nach unten kommen konnten.
Ascarion und die beiden Zwerge hatten also eine Frau gefunden. Mitten im düstersten, gruseligsten, verfluchtesten Wald Mittelerdes. Irgendetwas war hier faul...
Mit misstrauischem Blick musterte Arrin die Frau. Sie war verängstigt, klammerte sich verzweifelt an Ascarion und faselte etwas von ihrem Mann.
Konnte das ein Trick sein? Arrin konnte sich nicht vorstellen, warum oder wofür.
Es schien ihm am besten, abzuwarten und sich im Hintergrund zu halten.

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Ailin war erleichtert, dass offenbar keine Gefahr bestand.
Zumindest im Moment.
Aber sie hatte ein ungutes Gefühl in der Magengrube bei den Erklärungen der Fremden über ihren Mann.
Wer weiß, wo der gefangen war und wovon? Spinnen? Orks? Oder noch Schlimmeres? Sie waren gerade erst einer weiteren Gefahr entronnen.
"Wir müssen doch die andere Gruppe einholen! Und den Weg wiederfinden!" wandte sie zögernd ein, verstummte aber, als die Fremde weiter haltlos schluchzte.
Wie würde sie sich fühlen, wäre Finbar in solchen Schwierigkeiten?
"Wo ist denn ihr Mann und was genau ist passiert?"
Fragend sah sie die drei Kundschafter an..

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Finbar zuckte mit den Schultern.
"Fragt ihn." Er nickte in Borins Richtung und beantwortete damit Káras und Ailins Fragen zugleich.

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Finbar
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Borin zuckte mit den Schultern. "Fragt sie." Er nickte in die Richtung der Frau und beantwortete damit Káras und Ailins Fragen zugleich.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Pado hielt immer noch den Bogen locker in der Hand, während er hinter Grimm den Berg hinunter ging. Als sie unten die Situation begriffen, grinste Pado den großen Mann an: "Um was wetten wir, dass bald wieder deine Trägerqualitäten gefragt sein werden?" Grimm kniff mit einem angedeuteten Schmunzeln die Lippen zusammen. "Verschrei es nicht!"
Gespannt warteten sie, dass Elsa mehr von ihrem Schicksal verriet.

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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Elsa machte große Augen, als ein weiteres halbes Dutzend von der Gruppe erschien und sah abwechselnd unsicher in deren Gesichter. Dann wandte sie sich wieder an Borin. "Er - Er wurde dort drüben eingesperrt" Sie zeigte zittrig in östliche Richtung. "In den Rui- Ruinen, wo wir Sch-Schutz suchen wollten". Ascarion horchte auf. Ruinen hier mitten im Düsterwald? Davon hatte er noch nie gehört. Gerade als der Elb einen vielsagenden Blick zu Borin und Finbar warf, kreischte die Frau auf. "Bittteee. Helft uns! Er ist gestürzt und in eine Zelle gefall-gefallen. Ich schwö-hörs!"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

Borin blickte verwirrt zu Ascarion. Zuerst wurde er gefangen genommen und dann wäre er selbst reingefallen. Das passte doch hinten und vorne nicht zusammen. Seine Nackenhaare legten sich noch immer nicht zur Ruhe. Borin wand sich wieder der Frau zu. ''Zuerst wurde er eingesperrt, dann ist er selbst reingefallen. Was denn nun? Und was ist das für eine Ruine? Vor was wolltet ihr Schutz suchen? Mit welchen Gefahren müssen wir rechnen? Feinde? Fallen?'', fragte er mit einer ernsten Miene. ''Wenn du willst, dass wir helfen, dann musst du uns schon genau erklären was los ist also krieg dich wieder ein'', fügte er genervt hinzu. Instinktiv packte er seine Axt fester. Das roch wirklich faul, das konnte selbst er erkennen.

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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Zuerst legte die Frau ihr Gesicht in ihre Hände und schluchzte. Dann irgendwann sagte sie gedämpft: "Es ging alles so schn-schnell. Wir mussten fliehen und fanden die Rui-Ruinen und... Es ist ein Labyrinth. Wir verirrten uns und er, er tappte in eine Falle und fiel in eine Zelle und... und". Ihr Gesicht verzog sich schmerzverzerrt. "Irgendein Mechanismus, der ihn einsperrte. Ich weiß es niiiicht, er kam nicht mehr heraus und ich musste los, los um Essen zu besorgen und, und Hilfe zu holen." Hoffnungsvoll sah sie auf. "Und jetzt seid ihr hier. Ihr könnt mir helfen, ihn zu befreien, ja das könnt ihr, nicht wahr???"
Ascarion verzog keine Miene, als Elsa schilderte, was ihnen vorgefallen war. Jedoch machte ihn die Ruine neugierig. Abschätzend sah er zu Finbar und machte eine unauffällige Geste, die bedeutete "Wir sollten nachsehen gehen".

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

"Hmpf!" machte Finbar, während er den Elben mit einem mürrischen Blick bedachte. Aber er hatte dessen Geste wohl gesehen und auch richtig gedeutet. Ascarion wollte an diesen Ort, aber auch er war skeptisch, was die Frau betraf.
Nun gut, immerhin war er damit nicht allein.
Und auch Borin musste der Zwerg nun unweigerlich Recht geben. Was für eine Art Zwerg wäre er, wenn dort wirklich jemand in Not geraten war, und er einfach vorbeiging?

"Also?" seufzte er schließlich in Richtung der heulenden Frau. "Wo müssen wir entlang?"

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Finbar

Geändert durch Finbar (09.01.2017 12:19)

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Finbar]

Kára lauschte den von Schluchzern unterbrochenen Ausführungen der Frau mit steigendem Unwohlsein.
"Ruinen? Zellen? Die Spinnen können das wohl kaum gebaut haben. Also wer oder was lebt hier oder hat hier gelebt?"
Sie konnte sich kaum vorstellen, dass sich jemand freiwillig in diesem Wald niederlassen würde. Aber wenn es wirklich Ruinen waren, konnten diese natürlich Jahrhunderte alt sein. Vielleicht stammten sie aus einer Zeit, als der Wald nicht so düster gewesen war wie jetzt?
Doch die dringenste Frage war wohl tatsächlich die nach dem Aufenthaltsort des vermissten Mannes. Auch wenn Kára eigentlich gerne den Wald so schnell wie möglich verlassen hätte: es verstieß gegen die Ehre eines jeden Zwerges, Hilfsbedürftige im Stich zu lassen. Das mochten Spitzohren tun, aber kein anständiges Kind des großen Schmieds.

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Die Erklärungen der Frau waren etwas verworren.
Ailin kratzte sich am Kopf und ihr Unwohlsein stieg.
Die ganze Geschichte ergab irgendwie keinen wirklichen Sinn. Aber das Paar in diesem Wald im Stich lassen kam auch nicht in Frage. Zwerge mochten eigenbrötlerisch, heimlichtuerisch und stur sein, aber sie verweigerten niemandem Hilfe, der sie darum bat.
Káras Fragen waren einige von denen, die ihr selber auf dem Herzen lagen und die erst mal beantwortet werden mussten, ehe sich einer in erneute Gefahr begab.
Also schickte sie hinterher:
"Wie weit von hier sind diese Ruinen und vor allem, wovor musstet ihr fliehen, als dein Mann da hinein geriet?"
Auch Spinnen? Oder gar etwas noch Gefährlicheres?
Gespannt wartete Ailin auf eine zufriedenstellende Erklärung.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Arrin schnaubte.
"Das ist nicht euer Ernst", sagte er laut, "Wir wissen nicht, wer sie ist, ob sie die Wahrheit sagt, was sie überhaupt in diesem Wald zu suchen hat! Macht euch das nicht misstrauisch?"
Er sah ungläubig in die Runde.
"Was wenn das eine Falle ist?"

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

"Es ist ganz zweifellos eine Falle." raunte Finbar dem Gaukler zu. "Aber wir müssen trotzdem nachsehen, denkst du nicht?"
Wie jedem hier war auch ihm die Vorstellung, in eine ungewisse Gefahr zu laufen, zuwider.

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Finbar

Geändert durch Finbar (09.01.2017 15:58)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

''Natürlich sind wir alle misstrauisch, du Vogel'', schnauzte Borin Arrin an. Diese Überheblichkeit, die der vermeintliche Zwerg an den Tag legte, schmeckte dem Greis gar nicht. ''Aber unsere Ehre gebietet es zu helfen. Wenn das bei wo auch immer du herkommst, anders ist, dann sei es so. Ich helfe mit und ein jeder Zwerg, der sich Zwerg nennen will, muss das ebenso tun!'', fügte er hinzu. ''Und eine Falle wird nichts helfen gegen uns. Wir sind die Zwerge von Durins Volk und da kann kommen was will!''

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

"Genau!", Pado war ganz angetan von Borins Rede. Erst nach einem Moment merkte er, dass er auch schon anfing sich als Zwerg von Durins Volk zu sehen. Borin hatte es wirklich geschafft! Aber nein, er war ein Hobbit aus dem Auenland, aber auch diese ließen hilfsbedürftige Frauen nicht einfach im Wald zurück. Aber er nahm sich vor, dass er seinen Bogen so bald nicht aus der Hand legen würde.
"Wenn es eine Falle ist," meinte er zu Kara, " dann ist das aber eine dumme Idee sie hier aufzubauen. Woher sollte sie wissen, dass wir hier mitten im Düsterwald, jenseits der großen Wege, vorbeikommen würden."

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Anerkennend nickte Ailin Pado zu!
"Richtig Pado! Wer hier jemandem auflauern will, der kann eher damit rechnen, ganz lange niemand zu fangen! Hier ist doch keiner. Zumindest im Normalfall nicht" Sie warf Arrin einen Blick zu.
"Und genau darum glaube ich nicht, dass sie lügt!"
Trotzdem mussten sie sehr vorsichtig sein.

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Arrin verdrehte die Augen bei Borins Rede. Und dass Pado auch noch so darauf anzuspringen schien... er hätte dem Hobbit eigentlich mehr Verstand zugetraut.
"Und was sie hier mitten im Wald überhaupt zu suchen hat interessiert euch gar nicht?", fauchte er mit einer scharfen Handbewegung in Richtung der Frau, "Wer bitte geht hier freiwillig rein?"
Abgesehen von einer Truppe lebensmüder Zwerge, schoss es ihm durch den Kopf.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Borin wand sich an die Frau. ''Das habe ich vorhin auch schon gefragt und auf eine Antwort warte ich bis jetzt. Was machen du und dein Mann überhaupt hier im Wald? Welch Wahnsinn trieb euch dort hinein?'', fragte der Greis und sah dann wieder zu Arrin hinüber. Der ''Zwerg'' brauchte sich nicht einbilden er wäre der einzige hier, der der ganzen Sache misstrauisch gegenüber stand. Es war eine der obersten Aufgaben eines Zwergen jede Situation mit einem kritischen Auge zu betrachten.

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Ängstlich sah die Frau zu Arrin und dann ganz aufgeregt zu Ailin und nickte wild mit dem Kopf, als diese sie in Schutz nahm. "Wir sind Händler aus S-S-Seestadt. Und wir waren mit unserer Kutsche auf der alt- alten Waldstraße unterwegs". Zerstreut schüttelte sie den Kopf und verzog dann ihre Miene vor lauter Furcht, als sie zurück dachte. "Und dann lauerten sie in der Ferne. Or-Orks! Sie waren auf der S-Straße und wir mussten die Kutsche und all unsere Güter zurück lassen, als wir in den Wald flohen". Wieder begann sie zu weinen.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

Borin trat näher an die Frau heran und packte sie an den Schultern. ''Konzentriere dich, Mädel!'', rief er zu ihr hoch und wollte sie schon durchschütteln, hatte sich jedoch soweit unter Kontrolle. ''Jetzt hör mir ganz genau zu. Welche Gefahren erwarten uns in dieser Ruine? Feinde? Fallen?'', fragte der Greis erneut und fügte in sanfterem Ton hinzu. ''Wenn du deinen Mann wiedersehen willst, dann erzähl uns alles was du weißt. Versuche dich zu erinnern!''

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Die Frau schlotterte und war kurz davor wieder loszuheulen, doch Borins Worte schüchterten sie nun so ein, dass sie es nicht wagte, etwas falsches zu sagen. "Keine Feinde. Nein, nein! Die Orks sind uns nicht gefolgt. Nur die Ru-Ruine ist alt und man muss vorsichtig sein, wo man hintritt". Sie schüttelte den Kopf und eine Träne besprenkelte ihre Wange. "Mein Mann wollte sich doch nur verstecken... Bitte, ich bring euch zu ihm!"

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

Borin nickte und ließ seine Hände von der Fremden. ''Wir holen ihn lebend da raus!'' Dann sah er zuerst zu Finbar und Ascarion und dann wieder zu der Frau. ''Nach dir'', sagte er und ließ die Frau vorausgehen. Als sich die Gruppe hinter ihr einreihte, wand er sich an Finbar. ''Halt deine Augen und Ohren offen, Junge!''

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Finbar nickte. Borin schien die Frau ja einigermaßen im Griff zu haben, also sah er keine Veranlassung der Leitung des Älteren nicht zu folgen. Er postierte sich gehorsam hinter den anderen, von wo er am besten alles überschauen konnte.

Arrin, der noch immer vor sich hin schimpfte, brachte ihn beinahe zum Lachen, aber Finbar teilte die Auffassung des Gauklers. Irgendetwas war nicht so, wie diese Frau es sie alle Glauben machen wollte!
"Hey", stieß er den Menschen an der Schulter an, "wenn die Orks ihnen gar nicht gefolgt sind, wovor sollte er sich dann versteckt haben müssen?"

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Finbar

Geändert durch Finbar (09.01.2017 22:48)

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Auch wenn Pado darauf hingewiesen hatte, dass eine Falle hier aufzubauen seltsam wäre, fühlte er sich doch ausgesprochen unwohl, als sie aufbrachen. "Wie ein Fisch, der gerade den Köder geschluckt hat!", murmelte er vor sich hin. "Nur wüsste ich nicht, wer der Angler sein könnte!" Als Grimm ihn fragend von der Seite ansah, setzte er hinzu: "Dieser Wald macht einen richtig paranoid! Ich wünschte, wir wären bald hier raus." Doch erst einmal stapften sie durch wieder dichter werdendes Unterholz.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Arrin gefiel es gar nicht, dass die Gruppe schon wieder dabei war, kopflos in die nächstbeste Gefahr zu stolpern.
Immer wieder sah er sich misstrauisch um, suchte die Umgebung nach lauernden Gefahren ab und passte auf, nicht der Letzte in der Gruppe zu sein.
Hinter jedem Baumstamm vermutete er einen Ork, in jeder Baumkrone eine riesige Spinne.
"Ich hab da ein ganz mieses Gefühl", murmelte er.

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Die Zwergin hatte ihre Axt fest in den Händen, während sie noch vor Finbar am Ende der Gruppe der Menschenfrau folgte. Sie konnte es nicht ganz lassen, von hinten einen Überblick über die Gruppe haben zu wollen, doch wollte sie ihrem Cousin auch nicht die Motivation nehmen, Verantwortung zu übernehmen, weswegen sie entschieden hatte noch vor dem Gaukler zu gehen, damit es nicht allzu offensichtlich war.
Das Ganze war ihr ganz und gar nicht geheuer, wer wusste schon, was dort auf sie warten würde, doch blieb ihr ja keine andere Wahl. Außerdem hatten sie sich jetzt schon mehrfach im kämpfen bewährt, sodass sie hoffentlich auch einen weiteren Kampf überstehen sollten, falls es soweit kommen sollte.
So ging Frótha also knapp vor dem Gaukler und brummte nur zustimmend, als sie sein Gemurmel hörte, doch es ließ sich ja nicht ändern.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«

Geändert durch Aerlinn2 (10.01.2017 15:40)

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Grimm lief diesmal in der Mitte. Er konnte Arrin verstehen, war es doch nicht unbedingt üblich ausgerechnet hier eine Frau zu finden. Zumal ihre Geschichte, wie von den anderen ebenfalls bemerkt, nicht stimmen konnte. Zumindest warf es Fragen auf. Grimm hielt den Rabenschnabel fest in den Händen, bereit der Gefahr ins Auge zu sehen, sollte sein Gefühl ihm recht geben.

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


Gründungsmitglied des Clubs der "langhaarige, bärtige Männer-Bevorzugerinnen"

Geändert durch Eruanne (11.01.2017 18:27)

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Eruanne]

"Wie weit ist es noch bis zu diesen Ruinen?" fragte Kára ungeduldig. Es kam ihr vor, als sei die Gruppe schon ewig unterwegs, ohne weitergekommen zu sein. Jeder Baum sah aus wie der andere. Möglicherweise waren auch erst wenige Minuten vergangen, doch es fühlte sich nicht so an.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Auch Arrin hätte gern gewusst, wie lange sie noch unterwegs sein würden, doch irgendetwas sagte ihm, dass sie ihrem Ziel immer näher kamen.
Wurde die Luft stickiger? Oder war es seine Kehle, die sich zuschnürte? War es nur das Gefühl, von allen Seiten beobachtet zu werden? Oder steckte etwas ganz anderes dahinter?

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

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Der große Ork lachte über Ardagasts Frage und wollte ihn erneut angreifen. Doch Ardagast hielt seinen Stab immer noch in die Richtung des Orks und hinderte ihn so daran ihm zu nahe zu kommen. Er schrie noch lauter: ''Wer bist du? Wo ist er?’’ Der Ork antwortete in schwarzer Sprache: ''Ich bin der Wärter des Kerkers! Und mein Meister ist Überall! Wir sind Legionen!'', erklärte der Ork mit einem boshaften Grinsen. ''Du bist zu spät Zauberer!’’, fügte er hinzu. Ardagast machte große Augen. Hatte der Ork gerade Legionen gesagt? ''Also ist es wie Gandalf sagte. Der Feind bereitet sich auf den Krieg vor'', sagte Ardagast zu sich selbst und achtete dabei nicht auf den Ork.

Der Wärter wollte die Gunst der Stunde nutzen und zum letzten Schlag ausholen. Ardagast wich allerdings im letzten Moment zur Seite aus, schmetterte das untere Ende des Stabes gegen den Kopf des Orks und drängte ihn erneut mit seiner Magie zurück. Er ließ seinen Stab für einen Moment noch heller aufleuchten um seinen Widersacher zu blenden. Das Licht breitete sich umgehend aus und leuchtete kurz grell wie die Sonne. Der Ork wich einen Schritt zurück und taumelte benommen hin und her. Ardagast nutzte die Chance und rannte an ihm vorbei. Alle Treppen wieder hoch, den Schacht entlang, an den Zellen vorbei und schließlich kam er wieder in der Unterwelt an. Auch hier ging er die Treppen wieder hoch, bis er endlich wieder ganz oben ankam. Von weiter unten hörte er den Hünen schreien und fluchen. Doch darauf konnte er keinen Gedanken verschwenden. Wo befand sich Gandalf?

Thrain führte Gandalf zur gleichen Zeit durch die Festung. ''Er erwartet sie schon, Gandalf! Sie sind verbündet! Der Drache und der Eine!'', erklärte Thrain, während er Gandalf weiter durch die schmalen Gänge der Festung führte. ''Ich zeige sie dir! Die magische Kugel!'', sagte der Zwerg, doch Gandalf konnte sich darauf keinen wirklichen Reim bilden. Daraufhin erreichten sie einen großen Innenhof. Alle Treppen schienen sich dort zu vereinen und zusammenzukommen. In der Mitte war eine zerstörte Statue, die eine graue und unscheinbare Kugel auf der Handfläche hielt. Der Zwerg führte den Zauberer zu ihr. ''Ich habe gesehen wie er sie hier abgelegt hat, der schwarze Mann! Wie sie sich unterhielten über das Ende der Welt!'', sagte Thrain, doch Gandalf konnte darin noch immer keinen wirklichen Sinn erkennen.

''Der schwarze Mann?'', stieß er hervor und als er die Worte selber wiederholte erkannte er auch, wer gemeint war. ''Der Schatten'', stellte er mit Beunruhigung fest und blickte erneut zur Statue. Als er die Kugel vor sich sah, zögerte er sie anzufassen. ''Das ist einer der Palantíri. Die sehenden Steine'', sagte er überrascht und leise vor sich hin. Gandalf entschied sich schließlich die Hand darauf zu legen. Als seine Haut die kalte, graue Steinkugel berührte, zogen auf einmal dunkle Wolken darin auf und der Rand entzündete sich in Flammen.

Der graue Zauberer schloss die Augen und sah Bilder vor sich. Dunkle, böse Bilder. Ganz genau konnte er nicht erkennen, was passierte, doch mit der Zeit wurde es klarer und er sah eine gewaltige Schlacht vor einem Berg. Über den grauen Rauchwolken sah er ein kolossales Wesen schweben, das jedoch nur Schemenhaft zu erkennen war. Es flog über dem Himmel und auf das Schlachtfeld zu. Aus dem Maul spie es eine riesige Flamme, die eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Erschrocken zog Gandalf die Hand zurück und wich einige Schritte nach hinten aus um Abstand von dem Palantír zu gewinnen. Die Wolken verzogen sich und das Feuer verschwand. Der sehende Stein kehrte wieder zu seiner unscheinbaren Form zurück. ''Was hast du gesehen?'', fragte Thrain, doch Gandalf antwortete nicht und starrte nur beunruhigt ins Nichts. Er musste erstmal alles verarbeiten und konnte nicht zuhören. ''Schnell! Wir müssen uns beeilen'', drängte Thrain und zog dabei an Gandalfs Robe.

Der Zauberer hatte nicht einmal mehr Zeit zu reagieren, da spürte er einen schrecklichen Schmerz im Unterleib, als er von einer gewaltigen Keule getroffen und nach hinten geschleudert wurde. Unter einem grässlichen Lachen richtete sich der Zauberer wieder auf, packte seinen Zauberstab und blickte in die Augen des Feindes, der ihn soeben überraschte: Azog der Schänder. Und er war nicht alleine. Überraschenderweise kamen von allen Seiten Orks auf die beiden zu und umzingelten sie. Heerscharen. Und nicht nur Orks, weiter unten in der Festung waren auch Warge und Fledermäuse. Gandalfs Atem stockte. ''Also doch’’, sagte der Zauberer bei dem Anblick, der sich ihm bot. Die Orks kamen nun immer näher. Weiter hinten konnte der Zauberer weitere Orks erkennen. Es wurden immer mehr und einige von ihnen ritten sogar auf Zähne fletschenden und knurrenden Wargen. Wie sollten sie da wieder herauskommen?

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Sie waren vielleicht eine halbe Stunde gegangen, ohne dass die Gefährten viel Worte miteinander wechselten. Sie wollten sich lieber auf ihren Weg und mögliche unliebsame Überraschungen konzentrieren, doch keiner sprang unerwartet aus dem Dickicht oder richtete die Waffen auf sie. Elsa hatte kaum einen Blick zurück geworfen, sondern sie so schnell es ging durch den Wald gehetzt. Immer wieder hörte man ein schrilles Lachen zwischen dem anhaltenden Schluchzen, dass von ihr ausging, als könnte sie ihr Glück kaum fassen, mit gefundener Hilfe zu ihrem Liebenden zurückzukehren.
Die Gruppe musste inzwischen den Tiefpunkt des Tales erreicht haben. Hier wuchsen die Bäume viele Klafter in die Höhe und die Stämme waren so dick, dass gerade einmal die Zwerge drum herum passten, wenn sie sich alle an den Händen hielten. Den Pfad hatten sie längst verlassen, doch hier unten hatten sie keine Schwierigkeit durch die Bäume hindurch zu gehen.
Und dann, noch bevor Elsa anhielt und mit dem Finger nach vorne zeigte, da sah Ascarion die Ruine*. Oder viel mehr das was von ihr übrig war. Auch die anderen hatten das uralte Bauwerk schließlich erblickt und hier und dort hörte man ein „Oh“ oder „Wow“ oder ein „Hmpf sie hatte wohl Recht“, als sie sich langsam näherten. Die Ruine lag unscheinbar in der Senke, die von vielen großen Bäumen umringt war, fast so, als wollten diese sie schützen. In der Mitte gab es eine große Öffnung, womöglich befand sich dort einmal das Eingangstor.
Jetzt wuchs ein riesiger Baum darüber, der seine gewaltigen Wurzeln wie Pranken um das Gestein gelegt hatte. Ascarion schätzte laut die Blütezeit der Ruine auf die Altvorderenzeit zurück, doch sicher war er sich nicht. Der Baukunst nach zu urteilen war hier ein anderes Volk der Elben am Werk gewesen. Vielleicht lebten hier einst die Avari, die Widerstrebenden, die sich nie der Großen Wanderung nach Westen anschlossen.
Die Mauern waren mit abstrakten Gesichtern und Hieroglyphen verziert, die selbst der Elb nicht lesen konnte. Er strich vorsichtig über das zerfallene Gestein und murmelte: „Wer hätte gedacht, dass man mich noch überraschen kann“. Dann wandte er sich wieder den anderen zu, die entweder genauso erstaunt die Überreste des Tempels beäugten oder ihr Gesicht verzogen, bei dem Gedanken diese Mauern betreten zu müssen.

*Ta Prohm

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Damaris]

Beeindruckt schaute Kára an den Steinen der Ruine herauf. Der Felsen war verwittert und an vielen Stellen mit Moos überzogen, das im Schatten des mächtigen, alles überragenden Baums einen Platz zum Leben gefunden hatte. Bildhauereien hatten den Kräften des Wetters Widerstand geleistet, wenn auch die Zeit ihre Spuren hinterlassen hatte. Noch immer ließ sich erahnen, mit welch filigraner Handarbeit diese Kunstwerke einst geschaffen worden waren. Wer immer dieses Bauwerk erschaffen hatte, er hatte es verstanden mit den Steinen umzugehen.
"Wie alt mag die Ruine sein?" fragte sie Ascarion, der die Mauern näher begutachtet hatte. "Wer hat hier einst gelebt?"

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

''Wen interessiert das schon'', meckerte Borin und drängte sich nach vorne. ''Wir sind hier nicht zum Spaß, sondern wollen jemanden retten und dann schleunigst fort von hier!'', fügte er hinzu und wand sich dann wieder an die Frau. ''Also, wo ist denn nun dein Mann?'', fragte er sie ungeduldig.

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Zwerge hatten das hier nicht gebaut, das war eindeutig!
Viel zu filigran und verspielt. Dazu oberirdisch.
Dennoch konnte Ailin nicht umhin, die Fertigkeiten der Steinmetze zu bewundern, wenngleich von dem Gebäude nur noch Ruinen geblieben waren.
Ob die Spitzohren das gebaut hatten? Mmmhh, wenn ja, dann hatten sie mehr drauf als sie ihnen zugetraut hatte, das war ihr schon in Bruchtal aufgefallen.
Doch das hier war anders und es war auch ein wenig unheimlich.
Wo mochte der Vermisste stecken?

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Ailin]

Immer noch voller Wachsamkeit marschierte Pado mit den anderen durch den Wald immer weiter hinab in die Senke. Auch wenn er den Bogen nicht mehr im Anschlag hatte, hielt er doch Bogen und Pfeil locker verbunden, sicher war sicher. Doch als sie schließlich die Ruinen am Talboden erreichten, wich Pados Wachsamkeit seiner Verblüffung. Er hätte ja vieles erwartet in diesem Wald, aber sicher nicht diesen Anblick. Bäume und Ruinen schienen über die vielen Jahre hinweg eine Einheit geworden zu sein. An manchen Stellen konnte der Junge kaum unterscheiden, ob es sich um Baum oder Gestein handelte. Die Steinmetzarbeiten wirkten irgendwie - hm, Pado suchte das passende Wort! Vater hatte doch so einen gruselig schönen Begriff für so etwas gehabt, den er damals erst gar nicht begriffen hatte - ah ja , archaisch! Jetzt erst begriff der Hobbit so richtig, was sein Vater ihm damals hatte erklären wollen.
Staunend lief er hin und her und betrachtete die Reliefe und Wurzelgemälde. Doch dann hörte er Borins Worte und wandte sich wieder seinen Gefährten zu, die erwartungsvoll die Frau umringten. "Also, ich glaube nicht, dass es weise ist, wenn wir uns alle einfach in dieses Baum-Stein-Gewirr hineinwerfen. Vielleicht sollten ein paar vorsichtig erkunden und andere die Umgebung beobachten. Wenn es hier wirklich irgendwo Orks gibt..."

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

Frótha hatte aufmerksam alles im Blick behalten und auch als sie bei den Ruinen angekommen waren, musterte sie diese eingehend und versuchte das Erstaunen nicht die Überhand gewinnen zu lassen. Sie sahen alt und verlassen aus, ja, doch wollte sie kaum glauben, dass sich hier Orks zu schaffen gemacht hatten, doch was für Wesen mochten sonst Menschen hier in Fallen gefangen halten?
"Es scheint mir nicht so, als würde es hier Orks geben."
Fróthas Blick, der gerade noch über die Ruinen gewandert war, lag jetzt auf Pado und ihre Stimme war bedacht ruhig und leise.
"Wenn es hier Orks geben würde, dann sähe es hier nicht mehr so idyllisch aus. So wie ich die Biester kenne, hätten sie bereits die Bäume gerodet und die Mauern verunstaltet."
Einen kurzen Moment glitten die Augen der Zwergin wieder über die Bäume und Mauern, während sie eine kurze Pause machte.
"Andererseits wäre es natürlich auch eine gute Tarnung, denn so würde niemand vermuten, dass dort drin Orks hausen, doch im allgemeinen sind sie dafür nicht schlau genug."
Ein wenig grübelnd sah sie kurz noch den Hobbit an, ehe sie wieder versuchte jedes Detail des uralten Bauwerkes zu erfassen.




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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

"Pado hat recht", sagte Arrin und sah sich misstrauisch um, "Wir sollten hier draußen Wachen aufstellen."
Dieser Ort schien auf den ersten Blick vielleicht keine Orkhochburg zu sein, doch in diesem Wald konnte es gut sein, dass hier stattdessen noch viel schlimmere Wesen lauerten.
Was auch immer dem Mann dieser Elsa angeblich hier wiederfahren war, Arrin war nicht erpicht darauf, dass das auch ihm passierte.

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aidean]

Auch wenn es Frótha hier draußen nicht sonderlich gefährlich fand, war der nochmalige Einwand, draußen Wachen aufzustellen, nicht so unsinnig. Also schaute sie sich kurz nochmal in der Gruppe um, ehe sie sich dem Gaukler zuwandte.
"Nun gut, dann bleibst du am besten draußen, so wie Pado, Ailin und Kára. Was auch immer da drinnen lauern könnte, ihr könntet wohl am wenigstens gegen es kämpfen."
Dann wandte sie sich an Grimm.
"Mir wäre es lieb, wenn du auch hier mit draußen wartest, falls doch etwas passieren sollte."
Mit Blick zu den Leuten, die draußen warten sollten fügte sie noch an: "Und falls euch irgendwas komisch vorkommt, dann ruft einfach, ebenso werden wir euch nachholen, falls wir euch brauchen sollten."
Schon fast hatte sich Frótha zum gehen gewandt, da schaute sie nochmal zu den fünf.
"Wobei rufen vielleicht zu auffällig ist, pfeift lieber zweimal wie eine Schleiereule und einmal wie eine Schneeeule."
Bedeutsam schaute sie noch einmal zu Ailin und Kára, ehe sich die Zwergin mit Blick zu Borin, Finbar und Ascarion zum Gehen wandte in Richtung Eingang zu dem uralten Bauwerk.




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Geändert durch Aerlinn2 (15.01.2017 11:11)

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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

"Dieser Tempel könnte zehntausend Jahre alt sein", sagte Ascarion zu Kara. "Welches der alten Elbenvölker ihn errichtet hat, vermag ich kaum zu erraten. Aber vielleicht bietet das Innere eine Antwort."
Elsa hatte ungeduldig gewartet, bis die Gruppe entschieden hatte, wie sie vorgehen sollten und wer zurück bleiben würde. Als Frotha mit ihren Anweisungen fertig war, sagte die Frau fast verärgert: "Und nun schnell, wir müssen ihn endlich befreien. Er fragt sich sicher schon wo ich bleibe". Da der Haupteingang durch den riesigen verwurzelten Baum versperrt war, sprang sie entlang der Mauer, bis sie vor einer fensterartigen Öffnung, ein paar Fuß höher, stehen blieb und sich an einer Wurzel hinauf zog und im Inneren verschwand. Der Elb sah zu den drei Zwergen herab und sagte mit belustigtem Unterton: "Nach euch".

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: Aerlinn2]

Pado sah Frotha perplex nach. Wie um alles in der Welt riefen Schnee- und Schleiereulen? Er hätte einen Uhu nachmachen können, aber das?
Hilfesuchend sah er in die Runde der verbliebenen Gefährten. "Ich hoffe, irgendwer von uns weiß, wie diese Vögel rufen!" Und aus irgendeinem Grund blieb sein Blick an Arrin hängen. Ein guter Geschichtenerzähler wie er hatte das doch bestimmt im Repertoire.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: PadogasTook]

''Passt ja gut auf meine Sachen auf!'', sagte Borin zu denen, die nicht mit hineingehen würden, und ließ seinen Rucksack zu Boden fallen. Der alte Zwerg packte eine seiner mittleren Äxte, die gleichzeitig auch eine Spitzhacke war, und legte seine große Streitaxt zu seinen Habseligkeiten. Sie würde ihm dort nur im Weg umgehen und möglicherweise gab es ja auch etwas zum Abbauen. ''Ubzar ni Kâmin'', sagte er zu den Zwergen und folgte schließlich der Frau, hinein in den Tempel.

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: DerDunkelgraue]

Kára wäre gerne mit hineingegangen, um die Ruine von innen zu sehen. Aber natürlich hatte Frótha Recht, wer wusste schon, was sie im Inneren erwartete?
"Wenn es dort drinnen ruhig ist, würde ich ja zu gerne einmal hineinsehen", raunte sie Ailin zu, noch ehe der andere Teil der Gruppe in den Ruinen verschwunden war. "Wir haben ohnehin Zeit verloren, da kommt es auch nicht mehr drauf an. Und eine Schneeeule hört sich so an," fügte sie an Pado gewandt hinzu. Sie legte die Handflächen zu einer Halbkugel zusammen und verschloss sie mit den Daumen, so dass nur eine winzie Öffnung blieb. Auf diese legte sie die Lippen und blies vorsichtig hinein. Ein kurzer Ton erklang und Kára zwinkerte Pado zu. "Was lernt ihr eigentlich im Auenland?"

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VI [Re: RoisinDubh]

Ailin grinste Kára zu: "Ne schöne Schnee-Eule gibst du ab!"
Fróthas andere Vogelstimme zu imitieren war nicht ganz so leicht.
Dennoch versuchte sich Ailin an dem hohen, schrillem Kreischen der Schleiereule:
http://www.vogelstimmen.info/Vogelstimmen_GRATIS/Schleiereule_Tyto_alba_G_AMPLE-E0701R.mp3
"Naja, hab ich auch schon bessere gehört.." gab sie zu. "Aber es erfüllt seinen Zweck!" fügte sie hinzu, als Fròtha, die gerade in der Öffnung der Ruine verschwunden war, den Kopf daraus hervorstreckte und sie alarmiert ansah. "Alles klar hier, Cousinchen! Nur ne Trockenübung!" rief sie der anderen zu.
In Wahrheit war ihr mulmig zumute. Wenn nur ihr Bruder unbeschadet wieder auftauchte..

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Aidean

Gefährte