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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I

DerDunkelgraue

Gefährte

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth



Kapitel I

RPG Grundregeln:
- Vorlage sind die Filme und das Hobbit-RPG. Es ist in Ordnung innerhalb gewisser Grenzen und bei Bedarf vom Canon abzuweichen. Es ist aber beispielsweise nicht erlaubt Thorin oder sonst wen von den Toten auferstehen zu lassen

- Unsere Charaktere stehen immer an erster Stelle vor den Tolkien-Charakteren

- Es ist nicht erlaubt einen anderen Charakter ohne Zustimmung des Schreibers zu töten oder so schwer zu verletzen, dass es den Charakter für lange Zeit ausser Gefecht setzt. Das muss dem Schreiber überlassen werden. Beispiel: Wenn Ardagast einen Charakter ausknockt, kannst du als Schreiber entscheiden, ob du deinem Charakter dann eine Beule verpasst, oder ein Schädeltrauma oder was noch Schlimmeres. Ich hingegen darf das aber nicht

Charaktere:
Ardagast der Dunkelgraue - Zauberer - DerDunkelgraue/Kevin
Bragi - Zwerg - Aidean/Franka
Naín - Zwerg - Hisimir/Lukas
Alaric - Zwerg - Melian/Anja
Sváfnir - Zwerg - RoisinDubh/Katja
Padogas Tuk - Hobbit - PadogasTook/Martina
Mirabella Brandybock - Hobbit - Aerlinn2/Mia
Emiras - Mensch - Aryamiril/Zia
Ilumiel - Elbin - Ilumiel/Monika
Balin
Oin
Ori

Plot:
Das RPG ist eine Fortsetzung des Hobbit-RPGs. König Dain organisierte auf Vorschlag Balins eine Versammlung der Zwergenfürsten im Erebor. Dabei wurde gegen Dains Einwände bestimmt, dass eine kleine Gruppe Zwerge nach Moria reisen soll, um das lang verlorene Zwergenkönigreich zurückzuerobern und neu zu besiedeln. Dies war ein lang ersehnter Wunsch Balins, der es als seine letzte große Mission ansah.

Links:
RPG-Diskussionen
Hobbit-RPG 2
Herr der Ringe-RPG
Herr der Ringe-RPG Appendix
Hobbit-RPG 1
Galaxy-RPG
Western-RPG
Western-RPG Diskussionen



Et Eärello Endorenna utúlien. Sinome maruvan ar Hildinyar tenn' Ambar-metta.

P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

R.I.P. Ian Holm
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

''Moria! Du fürchtest dich vor diesen Minen. Die Zwerge haben zu gierig und zu tief geschürft. Du weißt, was sie aufgeweckt haben in der Dunkelheit von Khazad-dûm: Schatten und Flamme.''



Jahr 3019, DZ.:
''Hier ruht Balin, Sohn des Fundin. Herr von Moria'', las Gandalf laut vor, als er die großen eingemeißelten Schriftzeichen, auf dem mit grellen Sonnenstrahlen beleuchteten Sarkophag im Zentrum der Kammer von Mazarbul, näher betrachtete. Durch ein Loch in der dicken Bergwand konnte das Tageslicht selbst diesen dunklen Ort, der sich tief im inneren des Berges befand, erreichen. ''Er ist also tot. Wie ich es befürchtet hatte'', setzte er mit Bedauern in der Stimme hinzu. Überrascht hatte es den Zauberer nicht. Gimli kniete trauernd vor Balins Steinsarg und schickte dabei Gebete an die Valar. Der Rest der Gemeinschaft des Ringes stand still daneben. Der graue Zauberer sah sich ein wenig um und dabei fiel ihm ein großer Wälzer auf, der von den Armen eines Skeletts, welches mit dem Rücken an dem Sarkophag gelehnt, fest umschlossen war. Die Gebeine hielten das Buch mit aller Kraft fest, als wollte der Zwerg unbedingt vor seinem Tode sicherstellen, dass es für die Nachwelt überlebte, auch wenn er für sich selbst keine Hoffnung mehr hatte, mit dem Leben davon zu kommen. Der Zauberer drückte Pippin seinen Hut und Zauberstab in die Hände und griff dann nach dem eingestaubten Buch. Beim Aufheben fiel nicht nur allerlei Dreck, sondern auch einige Seiten, heraus. Er blätterte zu den letzten beschriebenen Seiten und pustete dann den Staub weg, der sich darauf abgelegt hatte. Dann fuhr er langsam mit dem Finger über die Buchstaben. ''Sie haben die Brücke und die zweite Halle eingenommen. Wir haben die Tore verschlossen, können sie aber nicht lange halten. Der Boden bebt. Trommeln. Trommeln in der Tiefe!'', las der Zauberer langsam und betont vor. Er blätterte dann auf die letzte Seite um. ''Wir können nicht hinaus! Ein Schatten bewegt sich in der Dunkelheit. Wir können nicht hinaus! Sie kommen!''

Dreißig Jahre früher. Jahr 2989, DZ.:
Erebor: Der ganze Stolz der Zwerge. Beinahe ein halbes Jahrhundert war es nun her, dass Thorin und seine Gemeinschaft dieses prachtvolle Reich zurückerobert hatten. Es war das letzte, große Königreich der Khazad in Mittelerde. Ardagast sah beeindruckt zum gewaltigen, im Sonnenlicht grün schimmernden Tor, hinauf, welches sich gefühlt über die ganze Bergwand bis zum Gipfel des einsamen Berges erstreckte. Es war immer wieder ein Erlebnis an diesen Ort zu kommen, erst recht nach so langer Zeit. Eines musste er den Zwergen bei all ihren Makeln lassen: Sie waren fähige Baumeister und das stellten sie überall in Mittelerde unter Beweis. Der Zauberer hatte sich vor einiger Zeit auf den Weg gemacht, um wieder die Wunder des Düsterwalds zu erblicken, Thal zu besuchen und den einsamen Berg wiederzusehen. Nun hatte er sein Ziel endlich erreicht.

Ardagast stand mit etwa sechs Fuß mannshoch. Wie auch die anderen Istari, trat er in Gestalt eines alten Mannes auf. Er hatte einen langen grauen Bart und lange graue Haare, die nicht unbedingt gepflegt aussahen. Er trug eine anthrazitfarbene Tunika mit Umhang, welche schon bessere Tage gesehen hatten. Auf der Tunika waren verschiedene Muster von Vögeln und Pflanzen eingearbeitet. Ausserdem trug er eine Tasche mit nützlichen Utensilien bei sich, sowie einen blauen Gürtel mit Schwert und dazugehöriger Scheide. Seine wichtigste Waffe und zugleich seinen treusten Freund durfte man jedoch nicht vergessen: Sein Zauberstab. Dieser hatte eine grau-weiße Farbe und die Krone war im Stil der Bögen von Bruchtal gehalten, wurde er ja dort einst gefertigt und ihm als Geschenk überreicht. Darüber hinaus befand sich in der Mitte der Krone ein weißer Kristall.

Der Zauberer bewunderte weiterhin das schöne Tor und beachtete das rege Treiben durch Kaufleute, Wachen, Diplomaten und allerlei anderer Leute, um ihn herum, nicht weiter, bis er plötzlich angesprochen wurde. ''Ihr da!'', ertönte eine Stimme von irgendwo, doch der Zauberer schenkte ihr keine weitere Aufmerksamkeit und bewunderte stattdessen lieber weiter das Tor. Dann spürte er jedoch, wie ihm etwas hartes in die Bauchgegend drückte. ''IHR DA! Alter Mann!'', meckerte der Fremde lauter, woraufhin Ardagast verwundert den Kopf senkte und leicht verärgert geradeaus sah. Doch noch immer konnte er nichts erkennen. Dann senkte er seinen Kopf weiter und wurde fündig. Vor ihm stand ein jüngerer Zwerg, in schwerer Rüstung, der ihn mit der Rückseite seiner Axt angestupst hatte. Der Zauberer lächelte den Zwerg an, in Erwartung in den Berg zu eskortiert zu werden, doch seine Miene änderte sich schlagartig, als dieser anfing weiter zu meckern. ''Ja, genau. Ihr da! Ihr könnt Euch hier nicht einfach rumtreiben und den Leuten den Weg versperren. Hier kommen Kaufleute und andere wichtige Personen durch. Alte Herumtreiber wie Euch brauchen wir hier nicht! Also husch, husch, ab nach Thal, da sind Leute wie Ihr bestimmt willkommen. Hier setzen wir andere Maßstäbe!'', meckerte der Wachmann und zeigte mit seiner Axt in Richtung der Menschenstadt zu Ardagasts Linken. Ardagasts Blick folgte der Waffe und ruhte für einen Moment auf der Stadt. Dann atmete er tief durch und sah wieder zu dem ungeduldigen Zwerg herunter. Der Gesichtsausdruck des Alten verfinsterte sich, seine Stirn runzelte sich, sein Kopf wurde rot und man konnte meinen, das Rauch aus seinen Ohren und Nasenlöchern aufstieg. Doch kurz darauf legte sich das drohende Erdbeben wieder.

Tief durchatmen Ardagast, tief durchatmen! Denk dran, was Gandalf gesagt hat. Halte deine Emotionen im Zaum und du erreichst dein Ziel viel einfacher.

Er atmete normal aus und beruhigte sich wieder. Dann sah er den Zwerg freundlich an, der ihn jedoch noch immer böse anfunkelte. Ardagast wollte eigentlich etwas sagen, doch wurde noch vor dem ersten Wort von seinem Gegenüber unterbrochen. ''Bist du taub auf den Ohren oder einfach nur schwer von Begriff? Verschwinde von hier!’’ Er zeigte mit seinen dicken Wurstfingern auf den alten Graubart. Er atmete erneut normal aus und schloss für einen Moment die Augen, als wolle er sich wieder beruhigen. Egal! Ardagast schlug blitzschnell die Hand des Zwergs zur Seite, sodass diesem glatt die Axt herunterfiel, und packte ihn am Kragen. Der Zauberer schüttelte ihn kräftig durch. ''WAS GLAUBST DU EIGENTLICH, WER VOR DIR STEHT????'', brüllte er so laut, dass die Haare des Zwergs nach hinten gepustet wurden. ''ICH BIN EIN ZAUBERER!!!!''. Kurz darauf bemerkte er, dass er von mehreren Wachen umzingelt war und Waffen auf ihn gerichtet wurden. Darüber hinaus hatte er alle Blicke vor dem Tor auf sich gezogen, sodass erstmal nichts mehr voran ging. Ein grauhaariger, älterer Zwerg, der eine besonders geschmückte Rüstung trug, trat an ihn heran. ''Lass meinen Jungen sofort los, Langbein, oder das wird das Letzte sein, was du tust!'', befahl er, woraufhin Ardagast widerwillig von seinem Opfer abließ. Da er ihn jedoch in der Luft festhielt, landete der Zwerg total benommen auf seinem Hosenboden und blieb dort erst einmal benebelt sitzen. ''Und jetzt erklärt Ihr mir mal, was bei Mandos hier los ist! Und zwar schnell, sonst sperr ich Euch weg, ist das klar?’’, drohte der Hauptmann mit finsterer Miene.

Ardagast funkelte den Zwerg böse an und hob dann seinen Zauberstab, unter den Habichtsaugen des Hauptmanns, vorsichtig wieder vom Boden auf. Er räusperte sich und begann dann zu erzählen. ’’Ich war gerade auf dem Weg zum Erebor und bewunderte dieses Meisterwerk zwergischer Baukunst, als dieser Sohn eines Trolls, den nur eine taubblinde Trollmutter lieben könnte, mich störte und beleidigte. Absolut grundlos, will ich noch hinzufügen!’’, erklärte er noch leicht angesäuert und starrte böse auf den benommenen Zwerg am Boden. Nun wurde die Miene des Hauptmanns finsterer. ''Was habt Ihr da gerade über meinen Dalin gesagt?'', fragte er rhetorisch und musste bereits von seinen Männern zurückgehalten werden, dem Zauberer nicht an den Kragen zu gehen. Eine der Wachen wand sich dann vorsichtig an Ardagast. ''Vorsicht, der Zwerg da ist sein Sohn. Es wäre nicht unbedingt ratsam, ihn weiter zu beleidigen!’’ Der Zauberer blickte verwirrt zu der Wache. ''Ich wusste doch, dass etwas an ihm komisch aussieht! Diese kurzen, dicken Beine können nur von einem Gnom sein! Nun, wie dem auch sei, ich bin ein Zauberer und friedlicher Besucher an diesem Ort. Ich habe viel für den Erebor geleistet und habe eine solche Begrüßung von solch einem Tölpel, dessen Vater wohl ein Ork gewesen sein musste, wahrlich nicht verdient! Und selbst ein Ork hätte sich für solch einen Sohn geschämt, möchte ich noch hinzufügen!'' Jetzt drehte der Hauptmann völlig durch und wollte Ardagast angreifen, doch seine Männer konnten ihn in letzter Not und mit gebündelten Kräften zurückhalten. ''Was ist denn mit dem da los? Hat er heute was falsches gegessen?'', fragte der Zauberer verständnislos und wand sich an eine der Wachen, die mittlerweile nicht mehr ihre Waffen auf ihn gerichtet hatten, sondern vielmehr damit beschäftigt waren, ihren Hauptmann davon abzuhalten, Ardagast einen Kopf kürzer zu machen. Dalin hingegen hatte sich mittlerweile etwas beruhigt und stand wieder auf seinen Füßen. Er stülpte sich langsam seine nicht vorhandenen Ärmel zurück und baute sich bedrohlich vor dem Zauberer auf. ''Na warte, alter Knacker. Mein Vater und ich verarbeiten dich zu Kleinholz!'' Ardagast wand sich an Dalin. ''Welcher Vater? Ich sehe keine Orks in der nähe!’’, sagte er und sah sich in der Gegend um.

Bevor dann die erste Faust flog, hörten sie alle von hinten die bekannte Stimme. ''Haltet ein mit dem Wahnsinn!'', rief Balin. Der weißhaarige, und mittlerweile sehr gealterte Khazad quetschte sich eilig durch die Reihen der Wachen hindurch. Dann stellte er sich zwischen jene und Ardagast. ''Legt eure Waffen nieder, Männer. Das ist Ardagast der Dunkelgraue. Er ist einer jener, die damals dabei halfen, den Erebor zurückzuerobern und damit ein Held!’' Daraufhin beruhigten sich Dalin und sein Vater wieder. Im Gegenteil, der jüngere Zwerg stellte sich nun langsam hinter seinen Vater, in der Hoffnung keine Aufmerksamkeit mehr auf sich zu ziehen, während Ardagast nur süffisant Grinste. ''So gehen wir aber nicht mit unseren Gästen um! Erst recht nicht mit jenen, die wir in Ehren halten!'', sagte der alte Zwerg und wand sich dann an Ardagast. ''Entschuldige bitte, alter Freund. Man hat dich anscheinend nicht erkannt'', sagte er und warf dann nochmal einen bösen Blick zu den Wachen. ''Ach, Schwamm drüber!'', scherzte der Zauberer. Balin nickte freundlich und klopfte dem Zauberer auf den Rücken. ''Komm mit! Nun wirst du die wahre Gastfreundschaft der Zwerge kennenlernen! Prasselnde Kaminfeuer, Malzbier und gut abgehangenes Fleisch! Und dann reden wir über die guten, alten Zeiten!'' Das musste er sich nicht zweimal sagen lassen. Ardagast nickte freudig und ging dann zusammen mit Balin durch das Tor des Erebors.

Am Abend des gleichen Tages saßen die beiden Freunde in Balins Hallen und wärmten sich an einem Feuer. Sie tranken Bier und ließen sich ihr Abendessen schmecken. Der Zauberer hatte den Tag damit verbracht, den Erebor zu erkunden und traf dabei auch König Dain und andere wichtige Zwerge. Es war beeindruckend, was sie hier geleistet hatten. Von der einstigen Bruchbude war nichts mehr übrig und nach Drache roch es auch schon lange nicht mehr. Das alte Zwergenreich strahlte wie zu seinen besten Zeiten, bevor Smaug die Herrschaft übernahm. ''So in etwa habe ich den Erebor von früher auch in Erinnerung. Ihr habt hier alle gute Arbeit geleistet. Thorin wäre darauf mit Sicherheit stolz gewesen. Schade, dass er es nicht mehr miterleben konnte’’, lobte Ardagast die Bemühungen der Zwerge. Dann zog er genüsslich an seiner Pfeife und nahm einen Schluck Bier. ''Danke. Es war viel Arbeit! Es kann sich wirklich sehen lassen und sieht nicht mehr aus wie ein Trollhort'', scherzte Balin. ''Und riecht auch nicht mehr so'', fügte der Zauberer hinzu und beide lachten herzlich. ''Ardagast, es ist wahrlich ein Glücksfall, dass Mandos dich ausgerechnet jetzt zu uns geführt hat! Und ich meine damit nicht nur, dass es gut ist, dich wiederzusehen, was natürlich auch stimmt, sondern vielmehr könnte ich wirklich deine Hilfe bei etwas gebrauchen!'', erklärte der Zwerg geheimniskrämerisch, wie es Zwerge nun einmal waren.

Ardagast hob verdächtig seine Augenbraue. Was sollte denn jetzt kommen? ''Nein, ich denke nicht, dass ich einen dritten Berg von einem Drachen befreien werde, Balin…'', antwortete der Zauberer halb ernst. Balin sah ihn verwirrt an. ''Einen dritten Berg? Du meinst einen zweiten, oder?''. Daraufhin blieb Ardagast beinahe das Essen im Halse stecken und ihm lief es kalt den Rücken herunter. ''Äh, klar meinte ich das! Wie bitte komme ich auf einen dritten Berg?! Aber du weißt ja wie ich manchmal bin. Man nennt mich ja nicht umsonst Ardagast den Verwirrten! Natürlich meine ich einen zweiten Berg…keinen dritten!'', antwortete er und drehte dabei seinen Zeigefinger vor seinem Kopf im Kreis. Balin ließ den Blick einen Moment ungläubig auf dem Zauberer ruhen, ging dann aber nicht weiter darauf ein, da er wahrlich Wichtigeres zu tun hatte. ''Nein, so schlimm ist es nicht…'' Ardagast atmete erleichtert durch. ''Zum Glück. Dann höre ich mir gerne an, was du zu sagen hast, Balin’', antwortete er gespannt. ''…aber fast'', setzte dieser hinzu und dämpfte damit gleich wieder die Erwartungen. ''Jetzt spann mich gefälligst nicht so auf die Folter!'', maulte Ardagast und zeigte dabei an, dass er endlich mit der Sprache herausrücken sollte. Balin nickte. ''Bevor ich dir es erzähle brauche ich dein heiliges Ehrenwort, dass du für dich behältst, was ich dir nun sage! Es ist geheim und nur ganz wenige wissen davon!’’, mahnte der Zwerg. Ardagast nickte. ''Ihr Zwerge und eure Geheimnisse…aber ja, großes Zaubererehrenwort!''

''Unter den Zwergen gibt seit einiger Zeit Überlegungen, ein weiteres, altes Zwergenreich wiederzubesiedeln. König Dain hat diesbezüglich vor Kurzem einen Rat der Zwergenfürsten zusammengerufen. Die Entscheidung war, dass wir bald eine Truppe Zwerge dorthin entsenden. Ich werde sie anführen und dann der neue Stadthalter der Kolonie werden. Sobald sie zurückerobert ist, werden weitere Zwerge entsendet und sie wird neu aufgebaut, wie einst der Erebor. Er dient als großes Beispiel dafür, dass es möglich ist’’, erklärte Balin. ''Interessant'', entgegnete Ardagast knapp. ''Dabei könnte ich deine Hilfe gut gebrauchen. Wenn ich damals eines gelernt habe, dann, dass es sinnvoll ist, einen Zauberer dabei zu haben. Und welch ein Glück, dass Mandos einen während meiner Planungen vor meine Haustüre schickt!'' Ardagast nickte. ''Schöner Zufall, stimmt. Und um welches Zwergenreich handelt es sich hier genau, wenn ich fragen darf?', fragte der Istar neugierig. Er war nicht wirklich davon überzeugt auf eine neue Mission zu gehen und schon gar nicht um den Zwergen wieder bei irgendeinem Himmelfahrtskommando zu helfen. Aber jetzt wollte er zumindest wissen, was Sache war.

''Moria'', antwortete Balin knapp. Für einen Moment war Ardagast sprachlos und rührte sich gar nicht. Stattdessen starrte er den Zwerg nur an. Als Balin jene Worte sprach, bekam der Zauberer eine Gänsehaut und sein Herz drohte aus seiner Brust herauszubrechen. Ein Schatten überkam ihn und er hatte Bilder vor sich, von denen er glaubte, sie längst verdrängt zu haben. Doch dies rief sie nun wieder ganz deutlich vor seinem inneren Auge hervor. Nach einem Moment winkte Balin seine Hand vor Ardagasts Gesicht. ''Hallo? Bist du wie ein Troll zu Stein geworden?'', fragte er ein wenig besorgt. Daraufhin sprang der Istar entsetzt auf. ''Moria? Hast du deinen Verstand völlig verloren?'' Balin hatte in etwa mit so einer Reaktion gerechnet. ''Niemand sagte, es wäre einfach. Aber es ist machbar und ein sehnlicher Wunsch meines Volkes. Mein Wunsch!'' Ardagast schüttelte den Kopf. ''Hör mir zu Balin. Ich sage so etwas keinesfalls leichtfertig. Aber ich fürchte diesen Ort. Ich fürchte die Dunkelheit dort. Das alte Königreich ist verloren! Es ist von Orks eingenommen und in den Tiefen des Berges lauern noch viel gefährlichere Mächte! Mächte, die einen Drachen wie einen zahmen Wurm aussehen lassen!'' Er schüttelte weiter den Kopf. ''Auf keinen Fall kann ich zulassen, dass ihr solch eine törichte Unternehmung startet!'' Balin stand auf und blickte zu dem Zauberer hinauf. ''Ich bin mir über die Gefahren durchaus bewusst, Ardagast. Aber mit oder ohne deine Hilfe, diese Unternehmung wird stattfinden! Aber ich könnte besser schlafen, wenn ich einen Zauberer an meiner Seite wüsste!''

Dieser funkelte Balin wütend an und blickte dann für einige Zeit in das prasselnde Feuer. Wo hatte er ihn da nun wieder reingezogen? ’'Für mich ist es keine Rückeroberung. Für mich ist es eine Rettungsaktion! Ich werde versuchen euch vor dem sicheren Tod zu retten! Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, euch alleine gehen zu lassen!’' Anschießend drehte er sich wieder zu Balin um. ''Ich hoffe du weißt, was du da tust, Balin. Und ich hoffe, dass du damit nicht unser aller Grab schaufelst!'' Der Zwerg nickte. ''Das heißt, dass du mit an Bord bist?'' Der Zauberer nickte widerwillig. ''Unter einer Bedingung!'' Balin horchte aufmerksam. ''Neben deiner Schar Zwerge, möchte ich auch noch einige Leute mitnehmen, denen ich vertraue und bei denen ich glaube, dass sie uns bei diesem Himmelfahrtskommando weiterhelfen können. Auch wenn sie keine Zwerge sind! In der Zwischenzeit solltest du jegliche Informationen über Moria zusammensammeln, die noch in euren Archiven überlebt haben. Wie zum Beispiel eine Karte.’’ Der Zwerg nickte zustimmend und beide Schlugen zustimmend die Hände ein. ''Du hast drei Monate Zeit, Ardagast. Dann treffen wir uns hier und brechen gemeinsam nach Moria auf!’' Der Zauberer nickte ebenfalls. ''Dann gibt es keine Zeit zu verlieren!'', sagte der graubärtige Istar und packte eilig seine Sachen zusammen. Nach getaner Arbeit setzte er sich jedoch wieder an den Esstisch. ''Ach, das kann auch bis morgen früh warten. Erstmal rauche ich meine Pfeife fertig und dann schicke ich noch ein paar Briefe los!'' Balin rollte nur mit dein Augen und setze sich auch wieder an den Tisch.

Am nächsten Morgen war Ardagast früh aufgestanden. Zuerst hatte er jene Briefe geschrieben und diese mit Hilfe einiger Vögel in die Himmelsrichtungen geschickt. Nach getaner Arbeit machte er sich dann auf seinen Weg und verließ den Erebor wieder. Etwas früher, als er ursprünglich gedacht hatte.

Warum nur werde immer ich in irgendwelche waghalsigen Zwergenabenteuer gezogen? WARUM?



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P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

einige Zeit zuvor

Schneller, schneller und immer schneller rannte sie durch den abendlichen Herbstwald. Die untergehende Sonne ließ die bunten Blätter feurig rot und strahlend gelb erleuchten und das Grün des moosbedeckten Bodens schien ihr wie ein weiches, warmes Bett, in das sie sich hineinfallen lassen konnte, sollten ihre Kräfte sie verlassen. Behende sprang sie zum nächsten Ast, hielt sich nur mit einer Hand und griff dann nach einer herabhängenden Weidenrute, an der sie sich über den kleinen Bach schwingen konnte. Sie kannte diesen Wald! Sie kannte jeden Baum und jeden Strauch, jedes Tier, das hier lebte, und auch jene Wesen, die ungesehen bleiben wollten. Sie alle waren Teil ihrer Heimat, Teil ihrer Welt!
Mit einem Sprung erreichte Ilumiel den großen flachen Stein, auf welchem sie vor Stunden ihr Mittagsmahl eingenommen hatte. Einige Nager, die sich an den Überresten gütlich getan hatten, stoben auseinander, als sie in ihrer Mitte landete, blieben jedoch in der Nähe und sahen neugierig zu, wie die Elbin sich hoch aufrichtete, die Nase in den Wind streckte und tief einatmete. Die Luft duftete nach Erde, nach Wald, nach Heimat.
Ilumiel zog ihren Dolch aus der Scheide und schnitt sich ein Stück Apfel von den letzten ihrer Vorräte ab. Kurz musste sie lachen. Der Apfeldoch! Es war noch nicht so lange her, seit dieser Dolch die Kehlen ihrer Feinde durchgeschnitten hatte. Nicht in Elbenjahren gemessen. Sie wischte die Klinge an ihrer Tunika ab und sah über das Dach des Waldes hinweg. In der kurzen Zeit, seit die Spinnen und andere dunkle Wesen hier vertrieben worden waren, hatte er sich erstaunlich gut erholt.
„Ihr seid so etwas gewohnt, nicht wahr, mein Freund?“ sprach sie einen knorrigen Stamm an. „Dass die Mächte der Zeit an euch ziehen und zerren. Und doch überdauert ihr. So, wie wir.“
Ein langgezogenes Horn ertönte und Ilumiel wusste, dass sie zurück musste. Seit Thranduil, Herr des Waldlandreiches und ihr König, seinen Sohn Legolas fortgeschickt hatte, waren die nächtlichen Sperrstunden umso strenger geworden als zuvor. Früher war es stets Legolas gewesen, der noch draussen im Wald geblieben war, und manchmal hatte er sie und Tauriel mitgenommen. Aber nun wurde jeder, der nicht rechtzeitig zurück war, vor der Türe stehen gelassen. Ilumiel hatte nichts gegen eine Nacht im Freien. Der Wald war ihr Zuhause, er würde ihr alles geben, was sie brauchte. Auf die unweigerlich folgenden Strafwachen konnte sie allerdings verzichten.
Mit einem Satz sprang sie auf den nächsten Ast, der sie tragen würde, und machte sich auf den Weg.

An jenem Abend aber war etwas anders als sonst. Das Horn war zum zweiten Mal erschollen und Ilumiel erreichte ausser Atem die große Brücke, als… eine ganze Abordnung ihrer Kameraden in voller Montur herausgelaufen kam und Aufstellung nahmen. Aus ihrer Mitte trat zuletzt Thranduil selbst. Ilumiels Augen wurden groß. Sie konnte sich nicht erinnern, wann der Waldlandkönig das letzte Mal aus dem Schutze seines Baumpalastes getreten war. Im Schutze der abendlichen Schatten trat sie näher und reihte sich inmitten der anderen ein. „Was hat das zu bedeuten?“ flüsterte sie leise.
„Ein Gast kommt.“
„Ein Gast?“ Wie aufregend. Thranduil war nicht unbedingt für seine Gastfreundschaft bekannt. „Wer ist es? Kommt Legolas nach Hause? Oder jemand aus Bruchtal?“
„Ich weiß nicht.“
„Psssst!“ zischte es von weiter rechts.
Und dann trat jemand aus den Bäumen: Er war groß gewachsen, sah älter aus, als sein entschlossener Schritt es vermuten ließ und trug einem Wanderstab mit aufwendiger Spitze. Ilumiels Herz schlug schneller.
„Das… das ist….“
„Ja.“ kam ein kläglicher Ton neben ihr. „Dieser vollkommen verrückte Zauberer!“
„Thorondil!“ Die süffisante Stimme des Elbenkönigs schnitt wie eine Klinge durch die Luft. „Welch eine Ehre, dich hier begrüßen zu dürfen. In meinem Reich!“
Irrte Ilumiel sich oder sagte er das *meinem* mit einer ganz unverkennbaren Betonung?
Neugierig wartete die Elbin ab.


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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (15.11.2019 20:36)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Ardagast senkte respektvoll sein Haupt. ''Die Ehre ist ganz meinerseits, Thranduil Oropherion'', antwortete er freundlich. Daraufhin zeigte Thranduil in Richtung des Eingangs und daraufhin wurden die großen Tore wieder geöffnet. Umringt von Soldaten wurden der Elbenkönig und der Zauberer in Richtung des Thronsaals eskortiert. Der Weg führte über diverse Steinbrücken, die einen nacheinander zum Herzstück des Königreichs führten: dem Thron des Königs. Währenddessen sprachen sie wenig. Stattdessen sah sich der Zauberer um und staunte über die Baukünste der Elben und das jedes Mal auf's Neue, wenn er sie bewundern durfte. Dieses Reich stand dem der Zwerge in Nichts nach. ''Wunderschön und vor allem besser belüftet als die meisten Zwergenreiche'', stellte er mit der Nase schnüffelnd fest. Thranduil sah zugleich erbost zu ihm hinüber. ''Als alle!'', korrigierte er den Zauberer forsch. Ardagast nickte zuerst kleinlaut. ''Natürlich!'', antwortete er schelmisch grinsend.

''Also Thorondil, was bringt Euch auf den weiten Weg hierher in mein Reich? Bestimmt nicht die Baukünste und die Luft, oder?'', fragte der König ungeduldig. ''Die Antwort ist manchmal tatsächliche einfach. Mein Besuch hat wirklich keinen besonderen Grund. Ich bin auf der Durchreise und wollte diesen Ort mal wieder besuchen. Es bot sich einfach an'', erklärte der Zauberer. Thranduil sah ihn nur ungläubig an und setzte sich dann auf seinen hohen Thron, von welchem er auf alle weiter herunterblicken konnte. ''Lasst mich raten...es geht um ein gewisses Zwergenkönigreich nordöstlich von hier, hab ich Recht?'', fragte der Elbenkönig sich der Antwort bereits im Klaren. Ardagast nickte. ''Ja, der Erebor ist auch noch auf meiner Liste. Aber wie ich schon gesagt habe, bin ich wirklich nur auf Reisen und habe keine sonstigen Hintergedanken. Und das Waldlandreich liegt nun mal auf dem Weg in Richtung Thal und Erebor'', erklärte Ardagast und zuckte unschuldig mit den Schultern. Thranduil konnte oder wollte vermutlich die Langeweile in seinem Gesichtsausdruck nicht verbergen und nickte, ohne weiter nachzuhaken. ''Fein, meine Gastfreundschaft soll Euch zuteilwerden. Bleibt solange Ihr wollt und schlagt Euch den Bauch voll!'' Daraufhin zeigte er einer der Wachen, eine Elbin, dass sie den Zauberer in sein Gemach eskortieren sollte. ''Hauptsache ich muss mir keine weiteren Geschichten oder Lügen anhören'', setzte der König leise und mit den Augen rollend hinzu.



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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Ilumiel hatte in den Schatten gestanden, wo sie nicht störte. Natürlich wusste Thranduil, dass sie da war. So etwas wusste er immer. Aber es war nichts Schlimmes. Ilumiel hatte oft genug die Thronwache gemacht, dass Thranduil ihr vertraute. Daher trat sie nun hervor und übernahm die Aufgabe kurzerhand.
"Ja Herr."
Mit einem Nicken zu dem Zauberer, ihr zu folgen, schritt sie die hölzernen Treppen hinab, durch mehrere Bögen hindurch, hinüber in den Gästeflügel. Vor einer prunkvoll verzierten Eichenholztür blieb sie stehen, doch ehe sie den Zauberer eintreten ließ, drehte sie sich zu ihm herum.
"Ihr seid Thorondil. Ich kenne Euch."
Der Zauberer sah aus, als denke er angestrengt nach und Ilumiel half ihm auf die Sprünge.
"Aus der Schlacht am Erebor."

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Ilumiel
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Als der Zauberer der Elbin folgte, stieß Ardagast einen leichten Seufzer aus. Er hatte die Begegnung mit dem König überstanden und das ohne im Kerker zu landen. Da hatte er nochmal Glück im Unglück gehabt. Nach einer Weile erreichten sie endlich die Gemächer für die Gäste. ''Danke, hier kenne ich mich aus'', meinte er und wollte eintreten, doch die Elbin versperrte ihm den Weg und sprach ihn an. Ardagast musterte sie, als sie behauptete, dass sie ihn kannte und allem Anschein nach in der Schlacht der fünf Heere mitgekämpft hatte. Nichtsdestotrotz nickte er freundlich. ''Thorondil nennen mich meist die Elben, ja. Oder Ardagast. Mich kennen viele. Es bedeutet zwar nicht viel, aber ich kann mich weder an Euren Namen, noch an Euer Gesicht erinnern. Wer seid Ihr und was kann ich für Euch tun?'', fragte er neugierig und wartete gespannt auf die Erklärung der Soldatin.



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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Ilumiels Hoffnung bekam einen kurzen Dämpfer. Der Zauberer kannte sie nicht. Nun, wie sollte er auch? Es waren so viele, die in der Schlacht gekämpft hatten, und die wenigsten hatten einen Namen - oder auch nur ein Gesicht. Es war ein Wirrwarr von Helmen, Rüstungen und Waffen gewesen. Kurz erschauderte sie bei der Erinnerung.
"Mein Name ist Ilumiel. Man nennt mich die Tochter der Schatten. Ich ... ich möchte Euch begleiten. Wenn Ihr zum Erebor geht."
Ganz kurz wurden ihre Augen glasig, als schaue sie durch den Zauberer hindurch, aber es war nur die Erinnerung, die sie zu übermannen drohte.
"Ich muss dort nach jemandem suchen. Oder... fragen." verbesserte sie sich, denn Elben waren im Erebor nicht gern gesehen, damals wie heute. Das hatte auch die Zusammenarbeit in der Schlacht nicht bedeutend verändern können.

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Ilumiel
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Jetzt war der Zauberer wirklich sprachlos. Er hatte ja mit allem gerechnet, aber nicht damit. Er runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf, aber nicht als Zeichen der Ablehnung, sondern als wollte er sich selbst wieder wachrütteln. ''BITTE WAS???'', brüllte er laut, woraufhin ihm die Elbin zu verstehen, gab, dass er nicht so schreien sollte. ''Entschuldigt Ill...uvat...wie auch immer, aber ich muss mich wohl verhört haben. Ich habe verstanden, dass Ihr mich zum Erebor begleiten wollt...aber das kann in meinem Alter schon mal passieren. Ich höre eben manchmal nicht mehr so klar und deutlich...'' Dabei versuchte er sein Unverständnis mit einem breiten Grinsen zu überspielen.



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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Ilumiel machte ein verwirrtes Gesicht. Sie hatte Geschichten über diesen Zauberer und auch die anderen gehört, aber sie war nie einem persönlich begegnet. Bis jetzt.
"Ich möchte mit zum Erebor gehen." zischte sie noch einmal, halb flüsternd, damit niemand es hören würde, denn eine solche Bitte würde unter ihren Mitelben sicher zu Fragen und Unmut führen, und halb deutlich, damit Thorondil sie verstehen würde.
"Ich möchte den Einsamen Berg besuchen. Könnt Ihr mich mitnehmen? Ihr müsstet es dem König nur irgendwie klarmachen."

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Ilumiel
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Die Elbin schien das tatsächlich ernst zu meinen, was sie da redete. Sie wollte ihn zum Erebor begleiten. Zum Erebor. Wo Zwerge lebten. Eine Elbin. Dies war einfach zu viel des Guten. Ardagast konnte ein Lachen kaum unterdrücken. Aber sie schien es wirklich ernst zu meinen, das konnte er sehen und wenn eine Elbin schon zu den Zwergen wollte, musste es wohl wirklich etwas Wichtiges sein und nicht nur, weil sie irgendeinem hübschen Zwergenjüngling folgen wollte. ''Warum gehen wir nicht mal rein, setzen uns an einen Tisch und Ihr erzählt mir mal alles langsam und eines nach dem anderen, anstatt gleich mit der Tür in's Haus zu fallen...'', meinte Ardagast. Kurz darauf hatte der Zauberer seinen Umhang, Schwert und Zauberstab abgelegt und holte seine Pfeife heraus. Sie setzten sich an einen Tisch neben einem Kaminfeuer. Während er seine Pfeife stopfte, sah ihn die Elbin ungeduldig an, als wartete sie nur darauf, dass er endlich zur Sache kam. Als er endlich fertig war, zündete er sich die Pfeife an und nahm einen kräftigen Zug. ''Also, dann erzählt mir mal, was wirklich los ist. Warum wollt Ihr unbedingt zum Erebor?''



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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Ilumiel war sich nicht sicher, ob und wieviel von ihrer Geschichte sie dem Zauberer erzählen sollte, aber eines war ihr klar: Ohne Hilfe würde sie den Erebor niemals wiedersehen. Nun, das war nicht ganz richtig. Immerhin war es ja ein riesengroßer Berg. Man konnte ihn eigentlich nicht nicht sehen, aber ihn betreten? Mit den Zwergen sprechen und vielleicht herausfinden, ob ihr Retter noch am Leben war? Das war eine ganz andere Geschichte. Also begann sie:
"Es war mitten während der Schlacht. Wir hatten gefühlt bereits stundenlang erbittert gekämpft und überall sah ich Tote oder Verletzte liegen und noch immer kam der Ansturm der Orks nicht zum Erstehen. Der Boden bebte. Irgendetwas geschah im Inneren der Erde. Von über mir konnte ich diese riesenhaften Fledermäuse kreischen hören und irgendwo preschte ein Wagen durch die Reihen der Kämpfenden. Irgendwie schien alles gleichzeitig zu passieren. Ich konnte nicht gut sehen, weil ich am Kopf verletzt war und das Blut in den Augen mir die Sicht nahm, aber..."
Sie hielt kurz inne. Es würde sich sicherlich albern anhören. Er würde sie einfach auslachen. Zögerlich sah sie in das Gesicht des Zauberers und holte tief Luft.
"Da war ein Zwerg. Er war... ich weiß nicht, wie alt. Es ist bei ihnen immer so schwer zu erkennen. Er trug eine mächtige Rüstung und schwang eine riesige Waffe. Es war in diesem Moment, dass gleich zwei Orks ihre rostigen, krummen Klingen auf mich hinuntersausen ließen, und ich wusste, dass ich sie nicht beide abwehren können würde. Er... Dieser Zwerg rettete mir das Leben und ich würde mich gern dafür bedanken."
Nun waren Ilumiels Gedanken wieder weit, weit entfernt.
"Es ließen so viele ihr Leben an jenem Tag. Und jeder kämpfte für sich selbst. Jeder Mann, jeder Zwerg und jeder Elb. Aber dieser eine... er handelte selbstlos. Ich weiß nicht einmal, ob er überlebt hat. Ich weiß auch nicht, wer er war. Aber vielleicht habe ich Glück und finde ihn, und kann meine Schuld endlich zurückzahlen. Auch, wenn ich nocht nicht weiß, wie."
Ilumiel schwieg eine Weile. So auch der Zauberer. Fast glaubte die Elbin, er sei über ihre Erzählung eingeschlafen, da bewegte er sich endlich.

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (15.11.2019 23:37)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Ardagast hörte sich geduldig die Geschichte der Elbin an, und wäre am Ende dieser auch beinahe eingeschlafen. Er hoffte nur, dass die Elbin es nicht merkte, wie er verzweifelt gegen die Müdigkeit ankämpfte. Der Tag war lang und die Geschichte, obwohl zweifellos schön, nicht unbedingt aufregend gewesen. Am Ende dieser war er zum einen froh, dass sie endlich zu ende war, zum anderen dann aber doch ein wenig erstaunt. Er hatte eigentlich mit allem, aber nicht mit so etwas gerechnet. Während einer Schlacht war man nicht alleine, und doch mutterseelenallein und auf sich alleine gestellt. Wenn ihr also jemand geholfen hatte, dann eher nicht aus der Güte seines Herzens heraus, sondern wohl eher, weil er zur richtigen Zeit, am richtigen Ort war. Ein Jammer, dass Elben so zeitlos waren, denn so konnte Ardagast nicht einschätzen, wie alt sein Gegenüber war. Aber er schätzte, dass sie vermutlich noch nicht viele Schlachten miterlebt hatte. Einerseits wollte er ihr genau das sagen und, dass sie die Dankbarkeit in ihrem Herzen weitertragen, und es auf sich beruhen lassen sollte. Andererseits wollte er ihr Anliegen auch nicht kleinreden, denn es schien ihr ja wirklich eine Herzensangelegenheit zu sein.

''Das ist eine schöne Geschichte, Ilumiel'', sagte er schließlich nach einem Moment der Bedenkzeit und blies den Rauch seiner Pfeife aus. ''Und ich kann verstehen, dass du deinem ''Retter'' gerne deine Dankbarkeit ausdrücken möchtest. Ich will dir jetzt keine Illusionen nehmen, aber ich hoffe dir ist klar, dass jener Zwerg höchstwahrscheinlich tot ist. Vermutlich in der Schlacht gefallen, und wenn nicht, womöglich seither gestorben. Zwerge sind nicht mit mit ewiger Jugend gesegnet und es ist beinahe ein halbes Jahrhundert vergangen. Für dich ist das ein Wimpernschlag. Für Zwerge durchaus ein Viertel Ihres Lebens. Die Wahrscheinlichkeit, dass er ein eher junger Zwerg war, der die Schlacht überlebt hat, ist also nicht unbedingt hoch und genau das wäre deine beste Chance. Und selbst wenn, wie gedenkst du ihn zu finden, bei abertausenden Zwergen im Erebor? Willst du alle Veteranen jener Schlacht in einer Reihe aufstellen lassen, in der Hoffnung, dass der Richtige dabei ist?''



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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

„Nun. Nein. Ich hatte gehofft, dass, wenn ich erst einmal dort bin, dass ich es einfach wissen würde. Wie ein Gefühl oder ein Zeichen.“
Tatsache war: sie hatte sich noch keine Gedanken darüber gemacht, wie sie jenen Zwerg finden sollte, oder auch, was sie zu ihm sagen würde außer Danke. Aber tief im Herzen spürte sie einfach, dass sie es wenigstens versuchen musste.
„Vermutlich hast du Recht, Thorondil.“ seufzte sie. „Das Leben der Zwerge ist kurz und meistens nicht von Kontakt zu anderen Völkern geprägt. Und in jener Schlacht verloren wir so viele! Dennoch kann ich den Drang meines Herzens nicht ignorieren! Nicht, wenn auch nur eine geringe Chance besteht.“
Sie hob den Kopf und sah den Zauberer an. „Kannst du das verstehen?“

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Ilumiel
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Der Zauberer nickte verständnisvoll. Es war unübersehbar, dass dies der Elbin sehr am Herzen lag. Aber eine Erklärung, wie sie das alles wirklich bewerkstelligen wollte, blieb sie schuldig und es schien auch nicht so, als wüsste sie es selbst so recht. ''Ja, ich denke, ich verstehe'', sagte er. ''Aber...wenn ich erst einmal dort bin. Es ist eine Sache etwas zu wollen. Es ist eine andere Sache etwas auch zu tun. Du sagtest, dass du mich begleiten willst. Ich selbst habe da nichts dagegen, aber kein Zwerg wird dich so einfach in den Erebor lassen und wer weiß, ob du soweit überhaupt kommst. Darfst du überhaupt diesen Ort oder den Wald verlassen? Bist du als Soldatin des Waldlandreichs nicht verpflichtet König und Königreich zu bewachen und verteidigen? Ich möchte nicht in die Ungnade deines Königs fallen, weil ich dir beim Desertieren geholfen habe!''



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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Die herunter geschlagenen Augen und das angedeutete Schulterzucken waren Antwort genug. Auch darüber hatte Ilumiel sich noch keine Gedanken gemacht.
„Ich habe schonmal Handelszüge nach Thal begleitet.“ berichtete sie. „Aber wir waren dort nicht sehr willkommen. Nur unsere Waren. Du aber, als großer und mächtiger Zauberer... du könntest den König sicherlich davon überzeugen, dass ich dich begleiten sollte. Und... den König unter dem Berge, dass er mir Einlass gewährt.“
Ilumiel wusste, dass sie den Zauberer zu manipulieren versuchte, aber es war ja nur ein harmloses Spiel mit dessen Stolz. Und immerhin war ihr Anliegen ehrenvoll!

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (16.11.2019 12:16)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Ardagast musste bei der Ausführung der Elbin ein wenig in seinen Bart lachen. Das war der große Plan? ''Ach, nur zwei Könige, die beide noch dazu nicht zu den freundlichsten in Mittelerde gehören. Wenn's weiter nichts ist!'', entgegnete er sarkastisch. Es war sicherlich nicht unbedingt nett, aber die Elbin musste doch selbst wissen, wie albern dieser Vorschlag klang. Beide Könige würden ihn womöglich auslachen und er könnte es ihnen noch nicht einmal übel nehmen. ''Ilumiel, du überschätzt meine Einflusskraft auf Könige...und sei mir bitte nicht böse, die Wichtigkeit deiner Angelegenheit. Die Chancen wären höher, wenn ich dich in den Erebor schmuggeln würde!'', entgegnete Ardagast ablehnend. ''Und Letzteres kommt nicht in Frage! Warum gehst du nicht zu deinem Hauptmann und bittest ihn um eine Freistellung?''



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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

„Damit ich dann auf eigene Faust zum Erebor reisen kann?“ Ilumiel lachte humorlos. „Sei mir bitte nicht böse, Thorondil, aber du überschätzt die gesellschaftlichen Künste der Zwerge! Seit Thorin Eichenschild zurück kehrte wurde kein Elb jemals zu einer Audienz eingelassen. Das hat sich auch mit dem neuen König nicht geändert. Wenn ich in den Erebor gelangen möchte, dann benötige ich einen Fürsprecher.“

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (16.11.2019 13:14)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

''Na, ich wollte dich nicht alleine zum Erebor ziehen lassen, keine Sorge. Wenn du hier die Freigabe erhältst, werde ich am Erebor für dich tun, was ich kann. Darauf hast du mein Wort'', antwortete Ardagast mit einem freundlichen Lächeln. ''Aber sei gewarnt, ich bin zwar Zauberer, aber Wunder kann ich nicht vollbringen!'', fügte er augenzwinkernd hinzu.



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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

„Oh.“ Ilumiels Gesicht erhellte sich und beinahe wäre sie in fast kindliche Vorfreude verfallen, aber sie beherrschte sich und nickte dankbar. „Ich werde Firundel gleich danach fragen. Danke!“

Natürlich verweigerte der Hauptmann ihren Wunsch und natürlich musste Ilumiel sich einen eineinhalbstündigen Vortrag über Elben und Zwerge anhören, und darüber, warum die beiden Völker einander keine Höflichkeitsbesuche abstatteten, ganz besonders nicht hier und ganz besonders nicht allein mit einem Zauberer an ihrer Seite, dem Thranduil kaum über den Weg traute. Nicht damals und nicht heute, trotz ihrer zwischenzeitlichen Zusammenarbeit.
Heimlich rollte die Elbin mit den Augen. Sie wusste das alles. Sie wusste, dass die Zwerge ein seltsames und eigenbrötlerisches Volk waren und dass man bei ihnen nie wissen konnte, ob sie harmlose Reisende als Bedrohung oder gar Feinde ansahen, aber Ilumiel war bereit, es herauszufinden. Und die gemeinsam überstandene Schlacht sollte ihr dabei doch zumindest die Vordertüre öffnen können!

Nun, wie es aussah, öffnet sich gar nichts, denn noch am selben Abend berichtete Firundel Thranduil von ihrem Wunsch und damit waren alle Hoffnungen vollständig zerstört.
So begab Ilumiel sich schweren Herzens am nächsten Morgen zu Ardagast, dankte ihm erneut für seine Bereitschaft, ihr zu helfen, aber berichtete, dass sie nicht mitkommen könne.
Der Zauberer versprach, ihre Geschichte nicht zu vergessen, und sich im Einsamen Berg umzuhören, auch wenn er wenig Hoffnung hatte, etwas über den namenlosen Zwerg herauszufinden.

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (16.11.2019 19:09)

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

„Danke für Eure Anteilnahme!“ – „Ja, es ist eine schwere Zeit!“- „Vielen Dank, dass Ihr gekommen seid!“….

Padogas Took stand in der Tür seines Smials und schüttelte Lobelia Sackheim-Beutlin die Hand: „Danke, dass ihr da wart. Es ist doch immer schön, wenn man in schweren Situationen auf die Verwandten zählen kann!“ Die feine Ironie in seiner Stimme perlte an der älteren Dame ab, wie ein Regentropfen auf einer Fettschicht. Aber etwas anderes hatte er nicht erwartet. Mit einem kleinen Grinsen sah er ihr nach, wie sie den Gartenpfad entlang stapfte.

Kaum hatte er sich wieder herum gedreht, hatte er die nächste Hand in der Seinen. Diesmal war es sein Cousin Carl: „Pado, ich mach mich los! Mit dem Rest kommst du bestimmt jetzt klar, oder?“ Vorsichtig sah er den etwas Älteren an. Pado nickte: „Danke Carl, dass du bei den ganzen Vorbereitungen zu der Beerdigung so viel geholfen hast! Sag deiner Violetta danke, dass sie so viele süße Brötchen gebacken hat. Und gib den Kleinen einen Kuss!“ Carl, der eine Handbreit kleiner war, nickte und grinste: „Ich geb dann jedem einen Kuss und nicht allen zusammen einen!“ „Na, dann wirst du heute Abend nicht mehr fertig! Nummer wieviel ist die kleine Isabella?“ Pado verlor bei der reichen Kinderschar seines Cousins öfters den Überblick. Gefühlt stolperte nach jeder seiner Reisen mindestens ein kleines Straffgürtelchen mehr durch Carls und Violettas Smial. „Wieso es sind doch nur 12 Küsse? Das schaff ich spielend!“, Carl gab ihm einen Klaps auf die Schulter. „Halt die Ohren steif, mein Lieber!“
„Wird schon!“, nickte Padogas. „Ich komm demnächst mal vorbei, um nach Rubella zu schauen!“ Carl zwinkerte ihm zu und machte sich auf den Weg.

Pado drehte sich um und ging zurück in seinen Smial, den Smial, den er bisher mit seinem Vater Isengar geteilt hatte, wenn sie nicht gerade auf Reisen waren. Nachdenklich schaute er durch den großen Ausstellungsraum. Normalerweise standen hier Vitrinen überall durch den Raum verteilt, die die absonderlichen Dinge beherbergten, die er und Isengar überall gesammelt hatten. Irgendwann war der eigentliche Smial dafür zu klein geworden und sie hatten durch diesen Anbau , der halb aus dem Berg ragte, Platz für Ausstellungsraum, kleines Labor und Bibliothek gewonnen. Ja, Pado war ein bisschen stolz darauf. Denn immerhin hatten es die beiden Wandervögel geschafft, dass ihre bodenständigen Mithobbits sich für die Dinge interessierten, die sie von den doch so verdächtig beäugten Reisen mitgebracht hatten. Nicht dass die Auenländer nun generell die Reiselust gepackt hätte, aber man konnte sich bei einem Schrumpfkopf aus Harad so schön gruseln und eine elbische Weinflasche einfach hübsch finden. Und so war aus diesem Anbau ein kleines Museum geworden, das zumindest ein wenig zum Lebensunterhalt der beiden Reisenden beigetragen hatte. Besonders beliebt war die Sonntagsnachmittags-Erzählstunde bei den jüngsten Hobbits gewesen. Wie gebannt hatten sie an den Lippen Isengars gehangen, wenn er die Wunder der Grauen Anfurten beschrieb. Und wenn Pado vom Erebor erzählte, hatten die Kinderaugen geleuchtet.

Doch heute waren alle Vitrinen an die Wand geschoben, um Platz für Tische und Bänke zu machen. Mittlerweile saß niemand mehr daran. Alle Teilnehmer der Trauerfeier waren nach Hause gegangen. Aufräumen war angesagt. Aber dazu war immer noch Zeit. Pado hatte dafür jetzt keine Laune. So ging er erst in das Wohnzimmer. Auch hier standen überall Dinge, die sie mitgebracht hatten. Vieles davon sah noch fremdländischer aus als im großen Saal. Doch manches hatten Isengar und Padogas ihren auenländischen Freunden nicht zumuten wollen. Diese Dinge hier waren teilweise gruseliger oder auch persönlicher, so dass nur die engsten Freunde, sie zu Gesicht bekamen. Jetzt suchte sein Blick etwas Spezielles, etwas, das ihn mit seinem Vater mehr verband als alles andere. Ah ja, da war es ja. Vorsichtig nahm er die kleine Schachtel aus der Vitrine unter dem runden Fenster. „Mein Schatz“ stand mit verblassten Lettern in ungelenker Kinderschrift darauf. Behutsam öffnete der Hobbit die Schachtel. Mehrere irrisierende Glasmurmeln schimmerten im Licht. Eine armlange Schnur aus feiner Wolle war zu einer Art Nest geflochten worden, in dessen Mitte zwei wunderbar grüngemaserte Vogeleier lagen, wohl versteinert in der Zwischenzeit. Daneben eine Brosche, silbern vermutlich unter ihrer angelaufenen Außenschicht. Und dann noch zwei besondere Sammelstücke: Ein mumifizierter Frosch, graugrün und schrumpelig, aber noch eindeutig zu erkennen und ein sehr sauberes Skelett eines kleinen Fisches.
Dies hatte Isengar ihm von seiner langen Reise mitgebracht. Damals als er so lange unterwegs war, dass Pado sich gezwungen gesehen hatte, ihn suchen zu gehen. Nun, auf dem Weg hatte er sich mit Zwergen verbündet, mit Zauberern Freundschaft geschlossen und einen Drachen besiegt, ein Königreich zurückerobert und Freunde verloren. Aber schließlich auch seinen Vater gefunden.

Vorsichtig strich er über jedes einzelne Teil. Schon damals hätte er seinen Vater verlieren können. Wie oft hatte er in den letzten Tagen darüber nachgedacht, dass er schon ein unverschämtes Glück gehabt hatte, dass ihnen noch so viele Jahre gemeinsam vergönnt gewesen waren. Ja, er war traurig darüber, dass Isengar nun vor fast einer Woche gestorben war. Aber er war 128 Jahre alt geworden, nicht ganz so alt wie sein eigener Vater der Alte Took, doch viel hatte nicht mehr gefehlt. Und er war einfach eingeschlafen – alt und lebenssatt! So hatte der alte Herr es selbst noch kurz vor seinem Tod gesagt.

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

"Auf Wiedersehen Mutter, auf Wiedersehen Vater." Jedem der beiden gab die Hobbitdame einen Kuss auf die Wange.
"Nimm es dir nicht zu schwer meine Liebste." "Ich weiß Vater, es war ja schon lange Zeit."
Traurig versuchte sie zu lächeln, während sie ihren dunkelbraunen Überwurf enger um sich zog. Noch einmal streichelte ihre Mutter ihr leicht über die Schulter.
"Komm gut wieder nach Hause Mirabella." "Ihr auch." Und mit diesen Worten half Mirabellas Vater seiner Frau auf den Kutschbock, ehe er selbst aufstieg. Er versuchte seiner Tochter noch ein aufmunterndes Lächeln zu schenken, ehe er das Pony antrieb. Während die Kutsche die Straße hinunterfuhr, schaute Mirabella ihren Eltern hinterher, winkte noch einmal, als sich die Straße um eine Kurve wand, doch statt zu gehen, blieb sie noch einen Moment stehen.
Die Hobbitdame ließ ihren Blick über Hobbingen schweifen und genoss den Moment der Stille, die sie den Tag über vermisst hatte. Jäh unterbrochen wurde das Ganze nur durch sich anbahnende, feste Schritte.
"Schönen Abend noch Lobelia."
Mit diesen Worten drehte sich Mirabella um, dies war so schwungvoll, dass ihr eigener, dunkelgrauer Rock den von Lobelia streifte. Ihr war das egal, da sie heute nicht in noch ein Gespräch mit der Sackheim-Beutlin verwickelt werden wollte, denn sie wusste, Lobelia hätte sich sicherlich abermals bei ihr beschwert, was man alles hätte besser machen können zu Isengars Beerdigung und was gefehlt hatte.
So schlug Mirabella den Weg nach Hause ein, ein wenig enttäuscht, dass ihr auch dieser Moment der Stille nicht gegönnt war, allerdings mit der Gewissheit, dass nun auch der letzte Gast gegangen sein musste.
Zu ihrer Überraschung kam ihr jedoch noch Carl entgegen, worauf sich sogleich ihr Gesicht aufhellte.
"Grüß die Kinder von mir Carl, ich hoffe, sie kommen bald mal wieder vorbei."
Mit einem leichten Zwinkern warf er ein "Die können es doch wie immer kaum erwarten. Machs gut Mirabella" zurück.
Mit einem Lächeln, dass diesmal auch ihre mit Sommersprossen übersäten Wangen erreichte, schritt sie an dem Hobbit vorbei, weiter hinauf zum Smial. Sie ließ sich Zeit, da sie wusste, dass auch Padogas mal einen Moment für sich brauchte und so wartete sie, als sie angekommen war, auf der Türschwelle der offenen Tür ein paar Augenblicke, ehe sie leicht am Türrahmen klopfte, um Padogas nicht zu sehr zu überraschen.




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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Padogas hörte das vorsichtige Klopfen und ein Lächeln zog über seine Wangen. „Komm herein, Mirabella!“ Die junge Hobbitdame trat näher. Pado sah die Sommersprossen auf ihren geröteten Wangen. Die Abendluft schien doch noch etwas frisch zu sein. „Nun, hast du deine Eltern gut auf den Weg gebracht? Es hat mich gefreut, dass sie da waren. Isengar hat sie immer gemocht!“ Während er sprach, strich er immer noch mit den Fingern über die glatten Murmeln in dem Kästchen.

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

"Ja, sie sind auf gutem Weg nach Hause..."
Eigentlich wollte Mirabella noch anfügen, wie sehr auch sie sich gefreut hatte, die beiden mal wieder zu sehen, doch war sie abgelenkt, von dem kleinen Kästchen, welches Padogas in seinen Händen hielt. Sanft trat sie noch einen Schritt näher, um einen genaueren Blick darauf werfen zu können. Oft hatte sie noch nicht die Möglichkeit gehabt, den Inhalt genauer zu begutachten, sie wusste nur, um deren Bedeutung.
"Zieht es dich wieder in die Ferne?"




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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Der ältere Hobbit nickte. „Ja, immer wenn ich in dieses Kästchen schaue, denke ich darüber nach, was das wohl für ein Hobbitjunge im Tal des Anduin gewesen sein mag, der diese Dinge vor langer Zeit mal gesammelt hat. Und schon spüre ich das Kribbeln in den Fußsohlen und möchte losziehen.“
Er sah die junge Dame etwas entschuldigend an: „Ich weiß selbst, dass ich über diesen Jungen nichts mehr herausfinden werde. Vater und ich haben diese Dorfüberreste so gründlich durchforstet und katalogisiert, wie es nur ging. Und manches kennst du ja aus den Vitrinen drüben.“ Er zuckte mit den Schultern: „Aber trotzdem zieht es mich in die Ferne!“

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

"Vielleiicht war er ein Junge wie du einer warst, neugierig, was für Schätze die Welt hat und ist selbst ausgezogen, um neue zu finden."
Leicht zuckte die Hobbitdame mit den Schultern.
Dann lächelte Mirabella sanft, sie kannte das Kribbeln in den Fußsohlen, hatte sie es selbst doch schon seit Jahren, auch wenn sie noch nie die Grenzen des Auenlandes verlassen hatte. In ihrer Jugend waren es ihre Eltern, die sie davon abhielten aufzubrechen in ein Abenteuer, dann, dass sie es sich zur Aufgabe gemacht hatte, sich um ihren Großonkel Isengar zu kümmern und nun? Nun schien maximal sie selbst sich im Weg zu stehen. Doch was konnte Padogas daran hindern wieder loszuziehen, tat er es doch schon seit Jahren, nein, Jahrzehnten.
"Aber wenn deine Füße kribbeln, was hindert dich denn, mal wieder loszuziehen? Ist es dann nicht höchste Zeit?"




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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Pado sah von dem Kästchen auf ein gewisses Funkeln in den Augen: „Nun, nichts. Das stimmt. Aber weißt du, es ist seltsam allein loszuziehen. Ich war es so gewohnt, mit Isengar unterwegs zu sein. Und die wenigen Reisen, die ich ohne ihn gemacht habe, waren nicht weiter als bis Bruchtal oder in die Blauen Berge.“ Er sah ein wenig nachdenklich aus. „Ich habe nie daran gedacht, mit jemand anderem loszuziehen, außer vielleicht vereinzelt mit Bilbo.“

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Nachdenklich sah Mirabella Padogas an.
"Warum wolltest du nie mit jemand anderes los, wenn du doch allein nicht so weit gehst?"
Die Hobbitdame hatte es vorher noch nie wirklich realisiert gehabt, dass er allein noch nie so weit gereist war. Das veränderte ihr Bild von Padogas, hatte sie ihn doch immer als jemand abenteuerlustigen gesehen, der jede gute Chance ergriff, neue Gegenden zu erkunden, aber vielleicht war dies auch nur ihre Projektion von Isengar auf seinen Sohn.




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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

„Allein macht nicht so wirklich viel Spaß!“ Pado sah Mirabella scharf an: „Denke nicht, dass ganz Mittelerde so gut beschützt ist, wie das Auenland! Jenseits von Bree lauern Gefahren, denen du nicht alleine begegnen möchtest. Isengar hat es getan und hätte es ein- oder zweimal fast mit dem Leben bezahlt.“

Er deutete auf den Bogen, der in der Ecke an der Wand stand, der Bogen, der einst Isengar gehört hatte, und den Padogas aus einem Trollhort klauben musste, mit der schrecklichen Befürchtung, dass sein Vater die Begegnung mit den Trollen nicht überlebt hatte. „Du kennst die Geschichte mit den Trollen, sowohl von uns als auch von Bilbo. Alleine mit einem Troll fertig zu werden, wie mein Vater es geschafft hat, da brauchst du mehr Glück als Verstand.“

Er sah die junge Frau einen Moment lang an: „Weißt du, ich wäre gerne auch mit anderen Leuten auf große Fahrt gegangen, wie damals mit Finbar und Ailin, Frotha und Kara, Arda, Ascarion, Grimm und Arrin, aber finde solche Leute erst einmal. Im Auenland suchst du da weitgehend vergeblich. Und selbst wenn ich jemanden gefunden hätte, diese Person hätte Verwandte gehabt, die ihr nahestehen und die dann große Ängste um den Reisenden hätten ausstehen müssen. Denn du weißt nie, wie dein Abenteuer ausgeht.“
Er schluckte kurz: „Ich weiß, wie es mich wahnsinnig gemacht hat, nicht zu wissen, wo mein Vater 4 Jahre lang war. Ob er überhaupt noch lebte oder nicht. Und das wollte ich niemandem antun! Nicht Isengar und nicht anderen!“

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Mirabella hatte die ganzen Schauergeschichten von den Gefahren, die außerhalb des Auenlands lauerten eigentlich immer als diese abgetan, Geschichten eben. Dass die Trolle wirklich so gefährlich waren und nicht nur so gruselig gemacht wurden für die Erzählstunden für die Hobbitkinder, das war ihr vorher nie so bewusst gewesen.
Dennoch minimierte es ihre Abenteuerlust keines wegs, auch wenn sie kaum kämpferisches Geschick besaß. Und als Padogas dann davon erzählte, dass er wirklich nach jemandem suchte, da straffte sich die Hobbitdame. Sie stellte sich gerade hin, richtete sich zu ihrer vollsten Größe auf und straffte ihr schwarzes Mieder ein wenig. Sie hatte keine Verpflichtungen mehr hier im Auenland, ihre Familie im Brandygut sah sie sowieso nur ein paar mal im Jahr, sodass eine Reise keinen Unterschied machen würde und da ihre Familie Tuk im Blut hatte, würde die Gegenwehr gegen ein Abenteuer sowieso nicht groß sein. Außerdem hatte sie das Glück, dass ihre Eltern sich noch um keinen Ehemann um sie bemüht hatten, also weder Mann, noch Kinder, die sie vermissen könnten.
Mann, Kinder...
Bei diesen Worten schaute sie zu Padogas und verlor kurz ein wenig ihre steife Haltung. Pado, der ewige Junggeselle...
Es fiel ihr wie Schuppen von den Augen. Schon manchmal hatte sie sich gefragt, warum Pado nie geheiratet hat, hatte sich doch so manche Hobbitdame für ihn interessiert, denn schließlich war er ein aufregendes Exemplar eines Hobbits, verglichen mit einem Straffgürtel oder Steinbüttel. Er wollte wohl einfach keine Familie, die er zurück lassen musste oder gar ein Kind, dass sich in eigene Gefahr begab, nur um ihn zu suchen, wie er es selbst bei seinem Vater gemacht hatte.
Kurz schluckte Mirabella, ehe sie ihren Rücken wieder durchdrückte.
"Wenn es allein keinen Spaß macht, dann nimm doch mich mit! Du weißt, seit ich hier bei euch lebe, nein eigentlich schon seit ich Isengars erste Geschichte gehört habe, will ich auch mal mehr sehen als das Auenland."
Ein wenig versetzt fügte sie noch hinzu: "Und die einzigen, die sich bei mir Sorgen machen könnten, sind meine Eltern, doch wenn du dabei bist, sind sie bestimmt beruhigter."
Leicht zwinkterte Mirabella Pado zu, auch um die Stimmung wieder ein wenig aufzulockern, schien ihr doch sowieso schon der gesamte Tag ein wenig zu ernst gewesen zu sein.




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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Pado sah Mirabella lange an. Da war er also raus, der Wunsch, den er schon lange in ihr vermutet hatte. Wie oft hatte sie als kleines Hobbitmädchen wie gebannt an seinen und Isengars Lippen gehangen. Und als sie den Anbau an den Smial gemacht hatten und ihr kleines Museum aufgebaut hatten, war Mirabella ganz oft zur Stelle gewesen und hatte geholfen, Funde zu katalogisieren, die Ausstellung aufzubauen. Fast von selbst war es passiert, dass sie sich irgendwie unentbehrlich gemacht hatte und der Anbau auf einmal auch Mirabellas Zimmer beherbergt hatte. Wie oft hatte sie alles gehütet, wenn er und Isengar auf Reisen waren. Und wie oft hatte sie sich in den letzten Jahren um Isengar gekümmert, als diesem die Kraft fehlte noch auf Reisen zu gehen.

Und jetzt – jetzt musste er weder auf Isengar Rücksicht nehmen, noch auf sie, wenn sie mitkäme. Wobei – auf sie musste er dann unterwegs trotzdem achtgeben, soviel Reiseerfahrung, wie sie aufwies. Ein leichter Knoten ballte sich in seinem Magen zusammen. Auf einmal sah er Arrin und Ailin vor sich und Ascarion.

„Hm, Mirabella! Das mit den Gefahren war kein Witz vorhin, das weißt du?“ Er sah die junge Hobbitdame ernst an. „Wieviel Kampferfahrung hast du? Wie könntest du dich verteidigen?“ Aber verflixt, es wäre wirklich eine gute Sache zusammen losziehen zu können.

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Wumms, schon hatte er ihre wunde Stelle getroffen.
"Dass das kein Witz war, das weiß ich", gab sie ein wenig kleinlauter zurück, als sie gehofft hatte. "Und wirklich Kampferfahrung hab ich ja auch nicht, wie du weißt..."
Ihre Stimme wurde immer leiser. Würde Padogas sie doch nicht mitnehmen wollen? Nein, sie musste ihn überzeugen!
Also setzte sie an, mit kräftigem, selbstbewussten Ton: "Aber mit Pfeil und Bogen oder sogar mit Rosskastanien, da kann ich Äpfel schön präzise von den Bäumen holen," dabei schaute sie Pado vielsagend an, da ja er selbst es gewesen war, der ihr den Umgang mit Pfeil und Bogen gelehrt hatte, "und auch mein Stockkampf sollte nur ein wenig eingerostet sein."
Damit spielte sie darauf an, dass sie früher als Kind immer mit den anderen Hobbits, nachdem sie den Geschichten von Isengar, Pado oder Bilbo gelauscht hatten, immer die Szenen nachgespielt hatten, mit Stöckern statt Schwertern verstand sich und da war sie immer die Beste!
"Und wenn dir das nicht reicht, dann können wir ja ein wenig üben, sagt ja niemand, dass wir gleich morgen, unvorbereitet aufbrechen müssen."




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«

Geändert durch Aerlinn2 (16.11.2019 21:49)

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

„Das mit den Rosskastanien hat dir unter Garantie unser lieber Bilbo beigebracht. Er hat da in der Tat ein Händchen für. Und wenn du nur halb so gut dabei bist wie er, ist es schon nicht verkehrt!“
Pado nickte anerkennend. „Ja, mit dem Bogen kannst du dich auch sehen lassen, nur Äpfel sind halt unbewegliche Ziele. Wir werden wohl mal auf die Jagd gehen müssen, damit du an beweglichen Zielen sicherer wirst.“
Pado tippte sich nachdenklich an die Nasenspitze: „Stockkampf? Mit Besen und anderen Kindern? Hm, sicher eine nette Übung, aber sicher nicht Orktauglich. Aber daran werden wir arbeiten.“ Er stand auf und reichte der jungen Frau die Hand. „Abgemacht, wir gehen zusammen auf Abenteuerreise, aber erst nach entsprechenden Vorbereitungen. Nicht dass du so unvorbereitet losstürzst wie Bilbo und ich damals!“

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Wir werden wohl mal auf die Jagd gehen müssen ... daran werden wir arbeiten...
Mirabellas Herz machte einen Sprung, er würde also mit ihr üben, also heißt das... und in diesem Moment sprach Pado das aus, was Mirabella sich seit langem erträumt hatte: zusammen auf Abenteuerreise.
Voller Vorfreude ergriff sie sogleich die Hand des Hobbits, drückte und schüttelte sie, vielleicht mehr als sie sollte, ehe sie sie wieder los ließ.
"Zusammen auf eine Abenteuerreise, großartig!"
Sie strahlte von Ohr zu Ohr.
Mit den Vorbereitungen würde sie gleich morgen anfangen, Listen anfertigen, was sie alles brauchen würden, gucken, was neu besorgt werden musste, so, wie sie Pado bei den Vorbereitungen bei seinen Reisen die letzten Jahre unterstützt hatte, nur würde sie diesmal mitkommen.

Als die Hobbitdame dann später im Bett lag und zu den Sternen aufschaute, vergegenwärtigte sie noch einmal den Tag. Heute morgen noch beim raussuchen ihrer Trauerkleidung und dann der Beerdigung, war es der traurigste Tag in ihrem Leben, war Isengar doch immer mehr ein Großvater für sie gewesen, als es ihre eigenen waren, die sie kaum kennengelernt hatte, und dann heute Abend, bei dem Gespräch mit Pado, verwandelte sich der Tag auf einmal in einen der schönsten.
Zufrieden verlor sich ihr Blick im Sternenzelt, die letzten Gedanken bei Isengar, seinen Reisen und Geschichten, ehe sie einschlief, um selbst eine Reise zu erleben.




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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

„Ich glaube nicht, dass das so eine gute Idee war!“, zischte Rorin mit einem besorgten Blick nach unten.
„Mach dir nicht gleich wieder ins Hemd“, antwortete Bragi mit einem schiefen Grinsen und tauchte den breiten Pinsel in seiner Hand erneut in den Farbeimer. „Und halt das Seil still. Sonst kann ich nicht vernünftig arbeiten!“
Bragi hörte ein helles Kichern und sah nach oben. In der Morgendämmerung konnte er eben dem nervösen Rorin Mimi ausmachen, eine junge, kräftige Zwergendame, die auf dem Kopf der riesigen Statue vor den Toren des Erebor hockten. Zwischen den beiden Zwergen hing ein Seil nach unten, an dem Bragi auf Höhe des großen, steinernen Gesichts angebunden war. Er stützte sich an der massiven Nase ab, um besser nach oben sehen zu können, und winkte Mimi zu. Vor dem schummrig Hintergrund war die junge Zwergin mit ihrer dunklen Haut kaum zu erkennen, doch Bragi konnte ausmachen, dass sie grinste und ihm die Zunge herausstreckte.
„Könntest du dich vielleicht etwas beeilen?“, unterbrach Rorin sie.
Bragi verdrehte die Augen und machte sich wieder an die Arbeit. Diese bestand darin, der großen Statue mit schwarzer Farbe eine Brille aufzumalen.
„Hauptsache, ihr passt auch wirklich auf!“, rief er nach oben, während er sorgfältig einen dicken Kreis um das linke Auge des steinernen Zwergs zog. Mimi und Rorin zogen sich aus seinem Blickfeld zurück. Bragi konnte sich lebhaft vorstellen, wie sich Rorin über ihm nervös umsah und Mimi sich über ihn amüsierte. Ein schiefes Lächeln stahl sich auf seine Lippen. Die Zwerge des Erebor würden Augen machen, wenn sie im Laufe des Morgens sein Kunstwerk zu Gesicht bekamen. Und nicht nur sie, seine Verschönerung würde wahrscheinlich bis nach Thal sichtbar sein.
„Schiebt mal das Seil ein bisschen rüber“, sagte Bragi, während er einen Bogen über die große, graue Nase zog und begann, auch das rechte Auge der Statue zu dekorieren. Mimi und Rorin schienen ihn nicht gehört zu haben, sodass Bragi sich schließlich auf eigene Faust so an der Nase abstützen musste, dass er sein Werk beenden konnte. So gesehen zahlte sich die Arbeit in den Minen, die Bragi die letzten paar Monate über sich hatte ergehen lassen, doch noch aus. So hatte er gelernt, in solchen Situationen die Balance zu halten und präzise arbeiten zu können. Der Gedanke daran, was sein Lehrmeister wohl davon halten würde, wenn er wüsste, wie sein Lehrling seine neuen Fähigkeiten einsetzte, schickte ein spöttisches Schmunzeln auf Bragis Gesicht.
Er beendete den letzten Strich und steckte den Pinsel zurück in den Farbeimer.
„Alles klar Leute, ihr könnt mich jetzt hochziehen!“, rief er nach oben. Eine Weile passierte nichts. Bragi wollte schon erneut rufen, da setzte sich das Seil mit einem Ruck in Bewegung.
„Wurde ja auch langsam Zeit!“, sagte Bragi in genervtem Tonfall, doch er konnte das Kichern darunter kaum verbergen, während er langsam nach oben gezogen wurde. Er konnte noch nicht so ganz glauben, dass er mit dieser Nummer davonkommen würde.
Als er schon fast über die Kante des Helmes gezogen worden war, wurde er ungeduldig und kletterte die letzten paar Meter behände selbst.
„Leute, das wird uns niemand glauben, selbst wenn wir es zugeben würden-“
„Oh, ich kann es schon ganz gut glauben, Bragindur.“
Bragis Augen weiteten sich. Er kannte diese Stimme. Es war so ziemlich die letzte Stimme, die er hier und jetzt hören wollte. Ganz langsam hob er den Blick. Von Mimi und rorin fehlte auf dem Kopf der Statue jede Spur. Stattdessen stand jemand anders vor ihm, das Seil in der Hand. Bragi versuchte sich an einem nervösen Lächeln. „Meister Dwalin. Was für eine herrliche Aussicht dieser Morgen doch bietet...“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

Seit seinem Aufbruch vom Erebor, war Ardagast nun bereits seit einigen Wochen unterwegs und hielt an einer Anhöhe mitten in der Prärie an. In Sichtweite war eine gewaltige, kreisrunde Aussenmauer, in deren Zentrum sich ein gewaltiger, schwarzer Turm befand, dessen scharfe Spitzen, sich hoch in den Himmel erstreckten. Dahinter waren die südlichen Ausläufer des Nebelgebirges und die westlichen Ausläufer des Fangorns zu sehen. Es war ein einzigartiger Ort, dessen Schönheit wohl nur noch von seiner Rätselhaftigkeit übertrumpft wurde. Auch wenn Sarumans Gärten seines Gleichen suchten, kam Ardagast nicht gerne an diesen Ort. Isengard hatte eine seltsame, unbehagliche Ausstrahlung auf ihn. Der graue Zauberer kam mit seinem Pferd zum stehen, da öffnete sich auch schon die Tür des Turms und der weiße Zauberer ging langsam die Treppe herunter. ''Willkommen, mein alter Freund’', begann er mit einem herzlichen Lächeln. ''Welch Anliegen verschafft mir diesen unerwarteten Besuch?'', fügte er jedoch weniger freundlich hinzu. Ardagast senkte respektvoll sein Haupt. ''Sei gegrüßt Saruman'', begrüßte der dunkelgraue Zauberer ihn. ''Ach, ich war nur in der Gegend und wollte dir mal wieder einen Besuch abstatten. Lange ist es her'', antwortete er, ohne gleich mit der Tür in’s Haus zu fallen. ''Lange in der Tat’', antwortete Saruman mit einer ungläubig gehobenen Augenbraue.

Im Turm bot Saruman seinem Gast ein Glas Rotwein an und beide setzten sich in das Arbeitszimmer des Zauberers. Dieses war in ein absolutes Chaos verfallen. Überall lagen Papiere und aufgeschlagene Bücher herum. In der Mitte des Tischs stand ein großer Kerzenleuchter, der genügend Licht spendete um auch in der Dunkelheit noch vernünftig lesen zu können. ’'Sag, hast du irgendwelche Neuigkeiten zu Sauron zu berichten? Was gibt es neues zur Suche nach ihm?’’, fragte Ardagast neugierig, auch wenn er deshalb gar nicht hier war. Saruman, den die Frage etwas überraschte, tat diese jedoch mit einer Handbewegung ab: ''Keine Sorge, mein Freund, es gibt nichts zu befürchten. Sauron ist irgendwo dort draußen und hält sich versteckt!’’ Ardagast nickte, doch beruhigten ihn die Worte nicht. Er beließ es jedoch auf sich, da er wusste, dass er sich lieber nicht in die Angelegenheiten des weißen Zauberers einmischen sollte. ''Ich schätze nicht, dass du nur wegen dieser Frage hierher gekommen bist, Ardagast. Ebensowenig für den Rotwein. Was kann ich für dich tun?’’, fragte er nun schärfer und sichtlich in Hast.

Ardagast stellte sein Glas zur Seite. Scheinbar wollte ihn Saruman schnell wieder loswerden. Ihm war dies nur Recht. ''Wie man unschwer erkennen kann, hast du eine sehr große Bücher- und Dokumentensammlung. Du hast nicht zufällig irgendwelche Informationen bezüglich Moria, oder?’’, fragte der dunkelgraue Zauberer. Sarumans Augenbraue hob sich erneut interessiert nach oben. ''Moria? Was ist dein Interesse an dem verlorenen Zwergenreich?'' Ardagast schüttelte den Kopf. ''Oh, es gibt keinen besonderen Grund. Es ist ein reines akademisches Interesse und ich wollte zuerst an jenen Orten suchen, die am vielversprechendsten sind’’, führte er weiter aus. Saruman glaubte ihm kein Wort, aber hakte auch nicht weiter nach. Der Hüne stand auf und ging seine Regale durch. Daraufhin holte er einen dicken Wälzer hervor und knallte ihn vor Ardagast, sodass der Tisch wackelte. ''Das ist alles, was ich habe'', sagte der weiße Zauberer und setze sich wieder auf seinen Stuhl. Ardagast nahm das Buch in die Hand und blätterte einige Seiten durch. Während er dies tat, ruhten die Augen Sarumans auf ihm, als läse der weiße Zauberer wiederum Ardagast.




Ardagast verweilte noch einige Stunden im Arbeitszimmer und durchforstete das Buch nach allen wichtigen Informationen. Gegen Abend des gleichen Tages machte er sich wieder auf den Weg. Saruman bot ihm an, über Nacht in Isengard zu verweilen, doch Ardagast wusste, dass es sich dabei nicht um einen Vorschlag aus der Güte des Herzens handelte, und so entschied er sich dankend darauf zu verzichten. Es war eine wolkenlose Nacht und der Mond schien hell und klar, sodass der Orthanc einen weiten Mondschatten warf. Unter den scharfen Augen des weißen Zauberers, der zwischenzeitlich die Spitze des Turms erklommen hatte, ritt Ardagast in Eile Richtung Auenland und war schon bald aus der Sichtweite des Auges verschwunden.



Et Eärello Endorenna utúlien. Sinome maruvan ar Hildinyar tenn' Ambar-metta.

P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

R.I.P. Ian Holm
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Hisimir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Es war ein kalter, klarer Wintermorgen. Ein gutes Stück hinter ihnen glitzerte der teilweise zugefrorene lange See im Sonnenschein. Naín blieb stehen und stütze sich auf seinen Krähenschnabel. Vor ihm erhob sich der Erebor majestätisch. Der Anblick war wie immer ein Augenöffner. Doch irgendwas war anders. Sein Blick viel auf die eine Zwergenstatue vor dem Haupttor, dem grimmig dreinblickenden Thorin war eine Brille aufs Gesicht gemahlt worden. Naín schüttelte den Kopf, musste aber ein Grinsen unterdrücken und schaute zu Alaric, der neben ihm stand.

Vor drei Wochen war ein Rabe vom einsamen Berg bei ihm in den Eisenbergen angekommen. In einem Brief rief Dain ihn zu sich und wie vor beinahe 50 Jahren, folgte er dessen Ruf ohne zu zögern. Freilich war diesmal mehr abzuklären gewesen. Seine Nachfolger bei den Wachen war schnell gefunden und so dauerten die Vorbereitungen für die Reise nur einige Tage. Dann war dieser andere Zwerg aufgetaucht, Alaric. Ihn kannte Naín nur flüchtig vom Sehen, doch bat er, mit ihm zum Erebor zu reisen. Da reisen zu zweit besser war als alleine, willigte der weißhaarige Zwerg ein und so waren sie zwei Wochen aufgebrochen, hatten sich zeitgelassen und noch einen kleinen Abstecher nach Esgaroth und Thal gemacht.

"Wir sind da.Wollen wir doch mal sehen, was sich hier so alles verändert hat und ob wir wenigstens diesmal mit einer warmen Mahlzeit und einem schönen Bier begrüßt werden."
Er schulterte seinen Krähenschnabel und ging weiter auf das Tor zu, der halbgefrorene Weg knirschte unter seinen Zwergenstiefeln.

Ehre das Gimp!
아미
Sie hören gern, zum Schaden froh gewandt,
Gehorchen gern, weil sie uns gern betrügen;
Sie stellen wie vom Himmel sich gesandt,
Und lispeln englisch, wenn sie lügen.
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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Hisimir]

Bragi versuchte unauffällig, sich etwas von der schwarzen Farbe aus seinem dunklen Bart zu wischen, mit dem Ergebnis, dass er sie nur noch mehr verschmierte. Mit einem stillen Seufzer gab er es auf und wandte seine Aufmerksamkeit wieder Dwalin zu, der mit schweren Schritten vor ihm auf und ab marschierte.
„Was sollen diese ständigen dummen, respektlosen Scherze, Junge?“, murmelte der große Zwerg kopfschüttelnd.
Bragi setzte eine überraschte Miene auf. „Respektlos? Ganz im Gegenteil, Ich wollte nur helfen! Ich dachte mir lediglich, dass der gute alte Thorin schon so lange da draußen steht und in die Gegend starrt, dass seine Augen inzwischen ganz schlecht geworden sein müssen. Ich dachte, er würde sich bestimmt freuen, Thal mal wieder sehen zu können...“
Dwalin hielt in seinem grimmigen Marsch inne, um Bragi einen finsteren Blick zuzuwerfen. Er hatte wohl nicht übel Lust, dem jungen Zwerg eine Backpfeife zu verpassen.
„Und was war letzte Woche, als du mit deinen beiden Freunden in die Schatzkammer eingebrochen bist, um auf den Goldhaufen zu surfen?“, brummte Dwalin säuerlich.
„Lediglich der Versuch, ein für alle mal zu beweisen, dass die Art und Weise, wie die Schatzkammer derzeit bewacht wird, völlig ineffektiv ist. Wenn ich es da schon ungesehen rein schaffe, was könnte dann erst jemand erreichen, der es wirklich auf die Reichtümer abgesehen hat?“, antwortete Bragi sofort.
Dwalin schnaubte ungläubig. „Und wie erklärst du mir die Woche davor, als der Sockel der Statue von Durin I mit den Worten „Er hat den längsten“ beschmiert wurde?“
„Also das könnt Ihr mir nicht übel nehmen, Meister Dwalin!“, rief Bragi in schlecht gespielter Gekränktheit, „Ich habe offensichtlich seinen Bart gemeint!“
Dwalin konnte sich ein kurzes Zucken seiner Mundwinkel nicht verkneifen. Doch sofort setze er wieder seine finstere Miene auf, sogar noch etwas düsterer als zuvor, als wolle er damit seinen kurzen Ausbruch kompensieren. „Ach, dass du das warst streitest du nicht einmal ab...“, sagte er und verschränkte die Arme vor seiner breiten Brust.
Bragi grinste schief und zuckte mit den Schultern. „Ihr würdet es mir ja doch nicht glauben, wenn ich es versuchen würde.“
Dwalin brummte. „Meinst du wirklich, dass dein Vater solches Verhalten gutgeheißen hätte?“
„Nun, das werden wir wohl nie genau erfahren“, antwortete Bragi etwas schnippischer, als er beabsichtigt hatte.
„Was ist mit deiner Mutter, hm? Urtha kann doch nicht glücklich sein mit dem, was du tust?“, hakte Dwalin weiter nach.
Bragi unterdrückte ein Augenrollen. „Ist sie auch nicht“, gab er zu, „Wenn es nach ihr ginge, hätte ich schon längst einen angesehenen Beruf ergriffen, eine gebärfreudige Zwergin geheiratet, am besten auch schon ein Enkelkind für sie produziert und wäre alles in allem ein produktives Mitglied der Gesellschaft.“
Dwalin sah ihn fragend an, als verstünde er nicht, was genau das Problem an diesem Lebensentwurf sein sollte.
„Dafür bin ich einfach noch nicht bereit“, verteidigte Bragi sich, „Wer weiß, ob ich das jemals sein werde... Ich will nicht mein ganzes Leben lang in irgendeiner langweiligen Miene oder Werkstatt versauern!“
Dwalin schnaubte. „Was willst du dann, Junge?“, fragte er in beinahe spöttischem Ton. „Abenteuer in der weiten Welt erleben?“
Bragi sah trotzig zu ihm auf. „Ja, warum nicht? Wäre eine willkommene Abwechslung.“
Dwalins dröhnendes Lachen hallte von den Wänden wider. „Du weißt gar nichts von der Welt da draußen“, sagte er.
Bragi verschränkte zornig die Arme vor der Brust. „Wie könnte ich auch, wo man mich in diesem verdammten Berg ja geradezu gefangen hält? Glaubt mir, wenn sich die Gelegenheit bieten würde, wäre ich sofort auf und davon!“
Dwalins Lachen verstummte. Für einen unangenehm langen Moment musterte er Bragi scharf. „Dafür bist du noch zu jung“, sagte er schließlich bestimmt, mehr zu sich selbst als zu seinem Gegenüber.
Bragi horchte auf. „Wüsstet Ihr etwa von einer solchen Gelegenheit?“, fragte er ahnungsvoll.
„Nein“, sagte Dwalin etwas zu schnell und mit einem finsteren Blick, der Bragi nur allzu genau verriet, dass er den alten Zwerg ertappt hatte. Sollten die Gerüchte, die seit ein paar Wochen im Erebor die Runde machten, etwa stimmen?
„Meister Dwalin, wenn tatsächlich eine Expedition aus dem Berg geplant ist, dann lasst mich daran teilnehmen!“, rief er überstürzt, ohne sich noch zurückhalten zu können, „Ich kann einiges mehr, als Ihr mir vielleicht zutraut. Ich mag keine meiner Ausbildungen beendet haben, aber glaubt mir, die Dinge, die mir nützlich waren, habe ich auch gelernt und kann sie anwenden!“
„Genug!“, brauste Dwalin auf. „Ich weiß nicht, was du für Gerüchte gehört hast, aber sie gehen dich nichts an.“ Sein Ton machte selbst einem Querulanten wie Bragi klar, dass in dieser Sache fürs erste das letzte Wort gesprochen war.
„Du kannst jetzt gehen“, sagte Dwalin grimmig.
Bragi verzog das Gesicht. „Ihr habt meine Strafe vergessen“, sagte er mit trotzigem Stolz.
Dwalin funkelte ihn böse an. „Bis Sonnenuntergang wirst du die Statue eigenmächtig sauber machen“, sagte er, „Und deine Mutter wird natürlich alles erfahren. Uns jetzt geh mir aus den Augen, Nichtsnutz.“
Bragi schnaubte nur zur Antwort und ging mit tief in den Hosentaschen vergrabenen Händen zur Tür, um sich einen Putzeimer zu holen.

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AlaricSkaldorson

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

Alaric schwankte zwischen Grinsen über den Streich, den sich offenbar irgendwer mit Thorins Statue gemacht hatte, und einem leichten Anflug von Missbilligung, immerhin war besagter König in der Schlacht um den Berg gefallen, und deutlich erinnerte sich Alaric an dessen Begräbnis.
Damals, nach der furchtbaren Schlacht, an die zurückzudenken er eigentlich nicht geplant hatte.
Noch nicht lange waffenfähig war er gewesen, euphorisch seinem Fürsten Dain folgend, der seinem Verwandten zu Hilfe eilte. Für den Ruhm, die Ehre und das Reich Erebor ein paar schmutzige Orks und arrogante Spitzohren zur Hölle jagen. Die Landung auf dem Boden der Realität war hart gewesen. So hart, dass sie alle seine Pläne auf die Kriegerkarriere zerschmettert hatte, genau wie die dornenbewehrte Keule eines von Tausenden Orks seinen linken Ringfinger.
Zum ersten Mal seit fast einem halben Jahrhundert stand er hier, damals der junge Krieger Alaric in seiner ersten Schlacht, heute der Goldschmied, der Silber ziselierte und Gemmen schnitt und das Waffenhandwerk an den Nagel gehängt hatte. Und die Erinnerungen strömten auf ihn ein, liessen sich nicht verdrängen.
Alaric schüttelte kurz den Kopf, was Nain neben ihm auf die verunstaltete Statue beziehen mochte, dann ging er entschlossenen Schrittes weiter. Der tagsüber tauende Schnee bildete Pfützen auf dem Weg, welche die Kälte der Nacht zu Eis gefrieren ließ, und mehr als einmal rutschte der schwere Stiefel Alarics auf der glatten Schicht ab. Die Sonne stieg höher und gewann zunehmend an Kraft, das hohe Tor des Erebor glänzte hell. Und neben dem Weg, aus den Schneeresten, lugten hier und da schmale grüne Blätter mit noch geschlossenen weissen Blüten. Der Frühling würde bald Einzug halten.
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Svafnir

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: AlaricSkaldorson]

Der gleichmäßige Schlag von Metall auf Stein war Musik in Sváfnirs Ohren. Er spürte, wie seine Arme erzitterten, als der Hammer auf die Wand traf. Nicht weit von ihm kloppte Hvredur mit seiner Spitzhacke auf den Stein ein, dass die Splitter flogen. Aus den Augenwinkeln sah er seinen besten Freund Baldur, der die Gesteinsbrocken fachmännisch untersuchte, immer auf der Suche nach den Schätzen des Berges, nach Gold, Edelsteinen und den noch selteneren Erden. Jeder der Zwerge hoffte natürlich, derjenige zu sein, der eine weitere Mithrilader entdeckte. Der ganz große Schlag gelang aber nur selten. Doch auch die anderen Metalle waren wertvoll und wurden abgebaut. Die Loren rollten kontinuierlich, das Rattern war ein monotones Hintergrundgeräusch, das zusammen mit den Hämmern jedem Zwerg zeigte: der Berg war noch nicht erschöpft.
Es gab Arbeit für jeden, seit der Erebor zurückerobert worden war. Sváfnir hatte nicht lange gezögert, als die Kunde vom Tod Smaugs und der großen Schlacht die Blauen Berge erreicht hatte. Die Trauer um die Gefallenen war groß gewesen, aber Sváfnirs Schwester hatte überlebt, und letztendlich hatte auch ihr Vater sich überwinden können, Kára zu folgen.
Sváfnir hatte seinen Beruf direkt wieder aufgenommen. Sirnir, sein Vater, hatte es zwar lange missbilligt, aber auch er musste einsehen, dass die väterliche Schmiede nie die Begeisterung in Sváfnir ausgelöst hatte, die der Bergbau auf ihn ausübte.
Jetzt schweifte Sváfnirs Blick über die Wände, von denen der Schein der Fackeln reflektiert wurde. Ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit, als er das vertraute Glitzern im Stein bemerkte.
„Ich glaube, hier ist etwas!“ rief er und winkte Baldur heran.
Ganz fein zog sich der Ausläufer einer Goldader durch den Stein und verschwand in der Wand vor ihnen.
„Meinst du, wir müssen weiter geradeaus, oder den Gang verbreitern?“
Baldur zog die Nase kraus. Einige andere Zwerge waren auch herangekommen.
„Für mich sieht es so aus, als wäre die Schicht direkt vor uns, nicht neben uns“, sagte Trostann und zwirbelte seinen staubbedeckten Schnurrbart.
„Blödsinn, die Ader läuft hier links rein, wir müssen die Gangrichtung ändern!“ Vakri schien sich ganz sicher, und Sváfnir hatte dasselbe Gefühl.
Der alte Hvrodur, Hvredurs Vater, schüttelte den Kopf.
„Das lohnt sich nicht. Der Gang soll nach Norden gehen, wir sollten nicht abweichen. Der Berg ist stabil, und im Norden liegt eine Diamantmine, so haben es die Seher prophezeit! Mach keinen Blödsinn, Junge!“
Sváfnir rollte die Augen. Er glaubte nicht an Prophezeiungen. Er glaubte an das, was er sehen konnte, und der sah eine Goldader.
„Wir gehen nach Westen“, beschloss er. Er hatte sich in der Vergangenheit den Respekt der anderen Bergarbeiter seiner Truppe verdient – seine Nase lag häufig richtig.
Die Zwerge nickten und nahmen ihre Werkzeuge wieder auf, wenn auch, in Hvrodurs Fall, mit einem Grummeln. Baldur stieß Sváfnir den Ellbogen in die Seite und grinste, so dass seine weißen Zähne sich gegen sein staubiges Gesicht abhoben.
„Der Alte hat schlechte Laune, was? Ich hab gehört, seine Frau hat ihn auf Diät gesetzt und es gibt nur noch Grünzeug für ihn.“
„Sie sollte mal bei sich selbst anfangen, sie hat es gerade nötig.“
Die beiden kicherten wie zwei kleine Zwergenmädchen und verstummten schnell, als Hvredurs Spitzhacke nur ganz knapp an Sváfnir vorbeiflog.
„Tut mir leid, war Absicht!“ rief Hvredur und zeigte warnend mit dem Finger auf die beiden grinsenden Zwerge. „Lasst meine Mutter aus dem Spiel!“
Baldur lachte und schabte vorsichtig ein bisschen Gestein von der Wand ab.
„Ich glaube, die Goldader wird dicker. Im Gegensatz zu Hvredurs Mutter natürlich.“
Sváfnir ließ seinen gewaltigen Hammer auf den Stein herabsausen. Einer der Zwerge stimmte ein Lied an und Sváfnir spürte die Vorfreude auf die Schätze, die noch vor ihnen lagen.

"Wenn der Hammer schlägt" (bis 1:10 min)

Im Berge so tief
Wo der Drache einst schlief
Scheint das Gold in unserem Heim
Dunkel wie die Nacht
Wo der Tag kein Licht gebracht
Wenn der Hammer schlägt
Wenn der Hammer singt
Und die Halle laut erklingt
Wenn der Hammer singt
Und Schätze aus den Wänden bringt
Wenn der Hammer kracht
Und das Königreich erwacht
Wenn der Hammer dröhnt
Donner untertags ertönt
Wenn der Hammer schlägt
Wenn der Hammer schlägtt


Schon nach kurzer Zeit musste Sváfnir einsehen, dass es mal wieder nicht so einfach werden würde wie gedacht. Das Gestein wurde zunehmend unnachgiebiger, und mit jedem Hammerschlag protestierten seine Muskeln mehr. Vakri stöhnte und wischte sich über die schweißbedeckte Stirn.
„Der Berg ist uns nicht gut gesonnen. Schau dir meine Hacke an!“
Tatschlich könnte man deutlich sehen, wie sich die Spitze abgenutzt hatte. Hvrodur grummelte etwas in seinen Bart, was verdächtig nach „Ich hab es doch gesagt“ klang, und sein Sohn war so frustriert, dass er gegen den Stein trat, was natürlich niemandem half und nur dafür sorgte, das Hvredur fluchend auf einem Bein hüpfte und Schimpfworte von sich gab, für die seine Mutter ihm vermutlich selbst das Grünzeug gestrichen hätte, wenn er noch bei ihr wohnen würde.
„Mit normalem Gerät kommen wir nicht weiter“, sagte Baldur und klopfte den Stein ab. Er presste sein rechtes Ohr dagegen und legte gleichzeitig die linke Hand auf die Oberfläche. Kurz war es ganz still. „Ich glaube, die Schicht ist nicht dick.“
„Es wird sich lohnen!“ Sváfnir deutete auf die Goldader, die bereits so dick wie sein Handgelenk war, aber jetzt zu sehr mit dem harten Gestein verschmolzen war, dass sie sich nicht heraushauen ließ. „Ich wette, ein paar Fußbreit vor uns werden wir belohnt!“
Er wechselte einen Blick mit Baldur.
„Mit Wumms?“
„Mit Wumms.“
Manchmal reichten Hämmer einfach nicht aus. Für den Fall war Feuerkraft vonnöten. In jedem Trupp gab es mindestens einen Zwerg, der sich auf Sprengstoffe verstand, und Baldur und Sváfnir hatten schon als Zwergenjungs gerne experimentiert. Besonders Baldur hatte einen siebten Sinn dafür, die Komponenten richtig zusammenzubringen, um die volle Kraft von Feuer und Pulver zu entfalten.
„Ihr wollt hier sprengen?“ Nicht nur Hvrodur war skeptisch. „Die Decke sieht nicht stabil aus, seid ihr sicher? Ihr solltet das vorher mit dem Meister absprechen.“
Sváfnir hasste diese Skeptiker. Er und Baldur wussten, was sie taten.
„Das wird schon klappen. Ich bau den Sprengsatz zusammen, geh in Deckung, zünde die Lunte und bis heute Abend sind wir einen großen Deut reicher.“
„Oder du einen Kopf kürzer.“
„Hvrodur, bitte -“
„Heute bin sowieso ich dran“, unterbrach Baldur die beiden und öffnete bereits seinen Rucksack. Dieser enthielt nicht nur alle Komponenten, sondern auch einen extra verstärkten Stahlhelm und eine zusammenfaltbare Weste aus einer Legierung, die kleine Mengen Mithril enthielt. Sie kostete in etwa so viel, wie Sváfnirs Trupp in einem Jahr verdiente, aber sie war es wert. Baldur zog sie über und musterte die Inhalte der verschiedenen Beutel. Im Kopf schätze er ab wie viel Feuer nötig war. Zu wenig und es wäre Verschwendung, zu viel und alles würde ihnen um die Ohren fliegen.
Sváfnir schaute ihm über die Schulter, hielt sich aber mit Ratschlägen zurück. Er hatte kein Problem damit, die Sprengladung zu setzen und der Explosion nahe zu sein, aber die Rechnerei überließ er dem Jüngeren.
„Alles klar, das sollte passen.“ Baldur nickte den anderen Zwergen zu. „Ihr geht den Gang zurück, so weit wie möglich. Ich werde hier vorne Deckung suchen. Länger möchte ich die Lunte nicht machen, es ist so feucht hier unten, sie könnte ausgehen.“
„Das ist zu riskant, ich sag es euch!“
Bevor er weiter meckern konnte, wurde Hvrodur von seinem Sohn mitgezogen. Sváfnir drückte Baldur kurz die Schulter.
„Mach keine Dummheiten, verstehst du?“
„Wie denn, das ist doch deine Aufgabe. Aber wenn es nicht zu viel verlangt ist, erzähl doch nachher in der Kneipe von meinen Heldentaten. Vorzugsweise wenn Jördis in der Nähe ist.“
Baldur hatte schon lange ein Auge auf die Zwergin geworfen, die hinter der Theke stand. Er, und vermutlich jeder zweite Zwerg im Erebor. Sváfnir selber fiel es schwer, sich nicht in die Reihe ihrer Bewunderer einzureihen. Aber die Freundschaft zu Baldur war ihm wichtiger, und wenn er ehrlich war, war er ohnehin nicht gut genug für sie.
„Du wirst sie so schnell nicht aufgeben, was?“
Baldur schüttelte lachend den Kopf. Dann wurde er ernst.
„Ich geb dir fünf Minuten. Sieh zu, dass du wegkommst.“
Sváfnir nickte und drehte sich um. Schnell lief er den Gang herunter. Innerlich zählte er die Zeit herunter. Er traf auf die restlichen Zwerge und kauerte sich hinter eine Gabelung im Gang. Selbst die Druckwelle sollte so weit nicht kommen. Fünf Minuten. Er merkte, wie er den Atem anhielt.
Ein gewaltiger Krach dröhnte durch den Gang. Die Wände zitterten und Sváfnir glaubte, sein Trommelfell müsste bersten. Kleine Gesteinssplitter rieselten von der Decke und er hob schützend die Hand über seinen Kopf.
Die darauffolgende Stille war unheimlich. Er lauschte nach dem vertrauten Ruf.
„Baldur?“
Er erhob sich aus seiner Kauerstellung und blinzelte den Staub weg.
„Baldur, alles in Ordnung?“
Ein ungutes Gefühl breitete sich in seiner Magengegend aus, als keine Antwort kam. So schnell ihn seine Füße trugen rannte er den Gang entlang. Es erschien ihm endlos weit. Er hörte die Schritte der anderen hinter sich, doch in seinem Kopf hörte er immer nur Hvrodurs Warnung.
Endlich erreichte er die Stelle, wo vor fünfeinhalb Minuten noch eine dicke Wand den Weg versperrt hatte. Der Staub lichtete sich und erlaubte den Blick auf dicke Gesteinsbrocken, von denen einige offenbar aus der Decke gekommen waren, die hier sehr viel höher und zerklüfteter war als noch vor einigen Minuten. Sváfnir erkannte sofort, dass die Sprengung ihren Dienst getan hatte. Im Schein der Grubenlampen schimmerte die gesamte Wand in goldenem Licht. Doch niemand jubelte.
Hinter einem der Gesteinsbrocken lugte ein vertrauter Fuß hervor.
„Verdammt Baldur!“
Sváfnir fiel neben seinem Freund auf die Knie und stieß scharf die Luft aus. Immerhin registrierte er, dass sich Baldurs Brustkorb bewegte. Der Stahlhelm wies eine Delle auf, was erklärte, warum der Jüngere nicht ansprechbar war. Magenziehen bereitete Sváfnir aber der größere Brocken, der Baldurs Bein unter sich begraben hatte.
„Helft mir mal!“
Sofort packten mehrere Hände mit an, um den verletzten Zwerg zu befreien. Als sie den Stein bewegten, fingen Baldurs Augen an zu zucken. Er wimmerte leise und schlug die Augen auf, gerade als die anderen Zwerge es schafften, sein Bein zu befreien.
„Ist alles – ist alles noch dran?“ krächzte er und Sváfnir stieß ein erleichtertes Lachen aus.
„Alles noch dran, was ein Zwerg braucht.“
Er schaute sich lieber nicht an, welchen Schaden Baldurs Bein davongetragen hatte. Das schmerzverzerrte Gesicht seines Freundes und die sorgenvolle Miene von Hvrodur, der ausnahmsweise auf Belehrungen verzichtete, reichten ihm. Er hockte sich so hin, dass er den Blick auf Hvrodur und Trostann versperrte, die anfingen, das Bein zu schienen. Er drückte Baldurs Hand und zwang sich zu einem Lächeln.
„Jordis wird begeistert sein, wenn sie die Geschichte hört.“
„Bestimmt.“
Baldur hob den Kopf ein wenig und schaute über Sváfnirs Schulter hinweg auf die goldene Wand, die freigelegt war.
„Hat sich gelohnt, oder?“ flüsterte er.
„Definitiv.“
Er drehte sich zu Hvrodur um. Der Blick des Älteren war düster und Sváfnir fragte sich, ob er Baldur gerade angelogen hatte. War es das wert gewesen? Sein Magen zog sich gefährlich zusammen bei dem Gedanken, dass sein Freund letztendlich noch Glück gehabt hatte. Hatte er die falsche Entscheidung getroffen? War das Risiko zu hoch gewesen?
„So, wir bringen dich hier erstmal raus. Óin wird sich freuen.“
Gemeinsam stützten Trostann und Sváfnir den Verletzten, als er vorsichtig aufstand. Das Bein war tadellos geschient, dennoch war das schmerzverzerrte Stöhnen nicht zu überhören, als Baldur sich aufrichtete. Es war ein langer Weg nach draußen und Sváfnir atmete erst ein wenig auf, als er seinen Freund in die Hände des Heilers Óin übergab.

Geändert durch Svafnir (17.11.2019 21:36)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Nachdem er Isengard verlassen hatte, war der Zauberer nicht lange durch die Nacht geritten. Diese war zwar auf Grund des klaren Himmels und Vollmondes recht hell, aber dafür sehr kalt. Gerade in den ersten Frühlingsmonaten war es oft nachts und morgens noch so kalt, dass noch Frost gab. Dieser fühlte sich durch den entgegenkommenden Wind wie eisige Klingen auf der Haut an. So entschied er sich an einer geschützten Stelle an den Ausläufern des Nebelgebirges sein Nachtlager aufzuschlagen. Ohne Zweifel hätte er in jener Nacht noch einiges an Weg zurücklegen können, aber sie hatten an diesem Tage schon viele Meilen zurückgelegt und er wusste, dass sein treuer Begleiter sich über eine Rast sicherlich auch nicht beschweren würde. Ardagast hatte vorgehabt die Nord-Süd-Straße direkt bis zum Auenland zu reiten. Dies würde ihn in kurzer Zeit direkt an sein Ziel führen. Er stieg von seinem grauen Pferd ab, sammelte ein paar Holzstücke und baute ein notdürftiges Lagerfeuer zusammen, an welchem sie sich zusammen wärmen konnten. Das Pferd legte sich nach einem üppigen Abendmahl sogleich entspannt neben das prasselnde Feuer und schlief wenig später ein. Der Zauberer setzte sich ebenfalls dazu und lehnte sich an den Oberkörper des Tieres, das ihm eine gemütliche und warme Lehne bot. Dann zündete er sich eine Pfeife an und dachte nach.

Zuerst über Saruman und dessen neuerlich seltsames Verhalten und wie froh er doch war, nicht länger dort geblieben zu sein. Ja, der weiße Zauberer war schon immer ein wenig seltsam und beinahe unfreundlich, oft auch arrogant und manchmal sogar zynisch, aber in den letzten Jahren seit Thorins Rückeroberung des Erebors wurde es eigentlich stetig schlimmer. Man hörte immer weniger von ihm, da sich Saruman immer weiter zurückzog und der Weiße Rat hatte Jahrzehnte nicht mehr getagt.

Dann dachte Ardagast über Moria nach. Alle dies hatte Erinnerungen in ihm ausgelöst, die er eigentlich lange verdrängt geglaubt hatte. Erinnerungen an ein früheres Leben, als er sich noch ''der Dunkelbraune'' nannte. In Gedanken sah er Sauron vor sich, wie er dessen Inkarnation in den Nebelbergen herausforderte. Der lange, tiefe Fall, der Kampf bis zur endlosen Treppe und schließlich das letzte Gefecht auf dem Zirak-Zigil, das beiden Kontrahenten den vermeintlichen Tod brachte. Er hätte nie gedacht, dass er je an diesen Ort zurückkehren würde. An jenen Ort, der sein Ende und gleichzeitig sein Anfang war.*

Zum Schluss blickte er zum Sternenhimmel hinauf. Dort oben sah er einen an jenem Tage besonders hell leuchtenden Stern. Es war ein junger Stern, gerade einmal ein halbes Jahrhundert alt. Ascarion, der ihm über lange Zeit ein treuer Freund gewesen war. Wie oft wünschte er sich noch die Möglichkeit zu haben, den Elben um Rat zu fragen. Was für ein Verlust sein Tod doch gewesen war. Ein Verlust für Mittelerde und ein persönlicher Verlust für Ardagast. Gerade jetzt hätte er seine Hilfe dringend gebrauchen können. Er hoffte wie so oft in den vergangenen Jahrzehnten, dass er den Weg in den Westen gefunden und dort das Leben führen konnte, welches ihm in Mittelerde verwehrt geblieben war. ''Eines Tages, wenn Sauron besiegt und mein Werk vollbracht ist, werden wir uns wiedersehen, mein Freund. Und dann trinken wir einen feinen Wein und reden über die guten, alten Zeiten. Aber dieser Tag ist leider noch fern. Bis dahin kann ich dir noch nicht folgen. Gute Nacht, Ascarion.'' Pünktlich dazu erlosch auch seine Pfeife. Er steckte sie weg und schlief dann neben seinem Pferd ein.

-----------------------

*Siehe:
Post 1
Post 2
Post 3
Post 4
Post 5
Post 6
Post 7
Post 8



Et Eärello Endorenna utúlien. Sinome maruvan ar Hildinyar tenn' Ambar-metta.

P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

R.I.P. Ian Holm
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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Bragi grummelte missmutig und tauchte den Schwamm in den Eimer mit dem schmutzigen Seifenwasser. Die Farbe seiner frühmorgendlichen Aktion war noch nicht ganz getrocknet, trotzdem erforderte es einiges an Schrubberei, bis sie sich vom Stein lösen lies.
Bragi versuchte sich die ganze Misere ein wenig zu versüßen, indem er so kräftig schrubbte, dass hoffentlich auch die über viele Jahre angesetzte Schmutzschicht auf der Statue mit abgehen würde und der große Thorin nach der Putzaktion aussehen würde, als habe er mit abgedeckten Augen zu lange in der Sonne gelegen. Aber vermutlich würde das nur damit enden, dass Dwalin ihn die komplette Statue polieren ließ und, damit der Unterschied nicht auffiel, die auf der anderen Seite des Tores gleich auch noch.
Bragi hielt kurz inne, um sich die lange Nase zu reiben, die von der Kälte draußen schon ganz rot geworden war. Er versuchte, in seinem Kopf nicht die Frage aufkommen zu lassen, ob es das wert gewesen war. Was auch immer ihn davor bewahrte, in diesem finsteren Berg an Langeweile zu sterben, lohnte sich, getan zu werden, beschloss er grimmig.
Wenigstens konnte er so noch ein wenig seine akrobatischen Fähigkeiten verfeinern, die es erforderte, um an dem Steil, an dem er nun schon zum zweiten Mal an diesem Tag hing, die Balance zu halten.
Bragi war dabei, die letzten Reste Farbe vom Stein zu kratzen, als er von oben ein Kichern hörte. Als er den Blick hob, sah er gerade noch eine krause schwarze Locke über dem Helm der Statue verschwinden. Bragi grinste. Schnell steckte der den Schwamm weg, nahm den Eimer mit dem Putzwasser in beide Hände und kippte ihn mit Schwung aus. Mit etwas Glück würde er dort unten jemanden treffen, der gerade auf dem Weg über die Brücke in den Erebor war.
Dann stülpte er sich den Henkel des Eimers über einen Arm und begann flink, das Seil nach oben zu klettern. Oben auf dem Kopf der Statue saß, wie erwartet, Mimi. Die junge Zwergin lächelte schelmisch. „Hast du mal darüber nachgedacht, dich im Berg als professioneller Stauenputzer zu verdingen?“, kicherte sie.
Bragi verdrehte die Augen. „Wenn du und dein hasenfüßiger Bruder mich vor dem Reißausnehmen gewarnt hätten, wäre mir das erspart geblieben“, brummte er.
Mimi zog eine Schnute. „Aber dann hättest du gar nicht so mutig deinen Streich beenden können“, sagte sie übertrieben schmeichelhaft.
„Wie wäre es, wenn du mir als Belohnung für meinen Heldenmut einen Kuss gibst?“, schlug Bragi vor und lächelte gespielt verführerisch.
Mimi hob unbeeindruckt eine Augenbraue. „Wie wäre es, wenn ich dir als Belohnung für deinen Heldenmut für diese Frage keine reinhaue?“
Bragi blinzelte ein paar mal und schluckte. „Klingt fair.“
Er hätte wohl eher seinen Mann gestanden, wenn er nicht gewusst hätte, dass Mimi durchaus in der Lage war, ihren Worten Taten folgen zu lassen.
„Also, was hast du jetzt vor?“, unterbrach Mimi seine Gedanken, „Wars das schon mit deiner Strafe?“
Bragi rieb sich den Nacken. „Nicht so ganz... Dwalin hat angedroht, meiner Mutter alles zu erzählen...“

____________________________________________________

May the force be with you.
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Aryamiril

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

Es war ein kalter Wintertag. Der Wind pfiff durch die Baumkronen der Wälder Ithiliens, als ein plüschiges Häschen neugierig den Kopf aus seinem Bau streckte. Friedlich schaute es sich um, ehe es den Schutz seines Baus verließ und friedlich begann über die Lichtung zu hoppeln. Dabei zuckte es mit seinem kleinen Näschen, streckte seinen Kopf in die Luft und schüttelte sich.
Emiras, ein junger Waldläufer Ithiliens, welcher sich an diesem besagten Wintertag schon früh auf die Jagd begeben hatte und nun hinter einem umgefallenen Baum lauerte, spannte praktisch lautlos einen Pfeil in seinen Bogen und zielte auf das Tier, welches sich gerade nach etwas essbarem umsah.
Er wollte den Pfeil gerade abschießen, da plötzlich hörte er das Knacken von Stiefeln auf totem Holz hinter sich und Emiras sprang auf, drehte sich mit gespannten Bogen um und erkannte seinen gegenüber sofort. Yerik, Sohn von Aldamir, stand vor ihm und hatte erschrocken die Hände erhoben. Augenrollend senkte Emiras seinen Bogen und steckte den Pfeil zurück in seinen Köcher.
„Du bist es nur.“, seufzte er. „Schreckhaft heute?“, scherzte Yerik, schlug Emiras gegen die Schulter und sah den Hasen in seinen Bau verschwinden.
„Wie läuft die Jagd? Das du dich so leicht ablenken lässt. Ich bin enttäuscht, Emiras, Sarims Sohn.“, sagte er und wollte Emiras aufziehen. Was ihm zugegeben auch gelang. Jedoch war Emiras auch froh Yerik wieder zu sehen. Denn Yerik, welcher fünf Jahre älter und mindestens einen Kopf größer war als Emiras, war einige Wochen unterwegs gewesen, um die Grenzen zu bewachen.
„Aldamir sucht nach dir.“, sagte Yerik. Doch Emiras ging nicht weiter darauf ein, setzte sich auf den Baumstamm und sah Yerik fragend an. „Du bist wieder zurück?“
„Scheinst mich ja sehr vermisst zu haben“, sagte Yerik lächelnd, setzte sich neben Emiras und kratzte sich an seinem Bart. „Es war soweit alles ruhig. Und dann hörte ich von Aldamirs Verletzung. Also dachte ich, ich gehe zurück und sehe nach meinem kranken Herrn... und meinem kleinen Bruder natürlich.“ Emiras schmunzelte und war sichtlich stolz von Yerik „Bruder“ genannt zu werden. Das Wort davor überhörte er gekonnt. "Aldamir ist sehr stolz auf dich, Emiras. Schon bald wirst du deine Ausbildung abschließen und mich begleiten können.“ Yerik legte seine Hand auf Emiras Schulter.
„Und jetzt komm. Er meinte es wäre wichtig.“
Die beiden Waldläufer standen auf und machten sich auf den Weg zurück nach Henneth Annûn.

Dort angekommen begleitete Yerik Emiras zu seinem Vater, der auf einem Stein saß und sich von Castamir, seinem engsten Berater, sein Bein verbinden ließ. „Aldamir.“, sagte Emiras und verbeugte sich kurz vor ihm. Yerik tat das Gleiche, ehe er und Castamir von Aldamir fortgeschickt wurde.
„Ich muss mit dir reden, Emiras.“, sprach er. „Heute morgen kam eine Taube hier an. Sie brachte mir diesen Brief.“
Aldamir streckte dem jungen Waldläufer das Stück Pergament entgegen und forderte ihn auf zu lesen.

Lieber Algenbier,

Emiras hob ein Augenbraue und sah zu Aldamir auf. Dieser verdrehte nur die Augen.

dieser Brief ist verfasst von Ardagast dem Dunkelgrauen. Wie Ihr wisst, einem der mächtigsten und weisesten Zauberer in ganz Mittelerde (Manch einer behauptet sogar in der ganzen Welt!). Ich sehe mich gezwungen, Eure Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ihr fragt Euch nun bestimmt, warum der weiseste und mächtigste Zauberer der ganzen Welt ausgerechnet auf Eure Hilfe angewiesen ist. Wäret Ihr der weiseste und mächtigste Zauberer der Welt, wüsstet Ihr das auch. Aber darum bin ich es ja und nicht Ihr. Allerdings weiß ich das leider auch nicht.
Ich bin für eine Unternehmung auf die Dienste eines geschickten und erfahrenen Waldläufers angewiesen. Aber erlaubt mir zuerst, zu erzählen, was es bei dieser Unternehmung auf sich hat.

Es war ein regnerischer Tag. An jenem sonnigen Morgen, als ich am Erebor ankam, fielen schon die ersten Schneeflocken vom Himmel herun...


„Ja bitte tu mir einen Gefallen und überspring seinen Wetterbericht.“, sagte Aldamir und war sichtlich verärgert. Emiras überflog die Stelle des Briefes und setzte fort:

Aber zurück zur eigentlichen Sache: Eigentlich wollte ich den Erebor nur besuchen, um an meine alte Wirkungsstätte wieder zurückzukehren und nach dem Rechten zu sehen. Dort traf ich dann auf Balin, einen mächtigen Zwergenfürsten. Er ist ein alter Bekannter, mit dem ich damals Seite an Seite in der Schlacht der fünf Heere kämpfte. Also eigentlich waren wir zuerst Seite an Seite, dann nicht mehr und dann doch wieder. Es ist eine etwas komplizierte Geschichte, auf die ich aus Zeitgründen nun nicht näher eingehen kann.
Also, es fing im Jahre 2941 des dritten Zeitalters (Auenland-Zeitrechnung 1341) an. Mein treuer Freund Gandalf der Graue erzählte mir von einer geplanten Unternehmung mit Thorin Eichenschild, den Erebor zurückzuerobern. Dazu benötigte er jedoch noch die Dienste eines Meisterdiebs.
Und genau für so etwas ähnliches, benötige ich nun Eure Hilfe. Denn wir wollen nicht den Erebor zurückerobern, sondern ein anderes, ebenso wichtiges Königreich. Mehr kann ich erst erzählen, wenn wir uns am Erebor treffen. Das Treffen findet am 27. Tage des Frühlings statt, also in genau 3 Monaten von heute. All dies ist streng vertraulich. Ich erwarte dort umgehend Eure Ankunft.

Gezeichnet
AG


„AG?“, wiederholte Emiras laut.
„Ardagast der Dunkelgraue. Thorondil der Narr.“, schimpfte Aldamir.
„Bittet mich um Hilfe und kann sich nicht einmal an meinen Namen erinnern.“
Emiras war verwirrt. Er kannte keinen Thorondil und einen Ardagast schon gleich gar nicht und er fragte sich zudem, warum Aldamir wollte, dass er den Brief las. „Werdet ihr ihm helfen?“, fragte Emiras seinen Hauptmann.
„Ob ich ihm helfen werde? Nun, meine Junge. Die Antwort ist nein. Ich kann kaum laufen. Zumal mein Platz hier ist.“
„Was werdet ihr ihm antworten?“, fragte Emiras neugierig.
„Das ich jemand anderen an meiner Stelle schicken werde. Jemand, der mich nie enttäuschen könnte und von dem ich überzeugt bin, dass er dieser Aufgabe gewachsen ist.“
Emiras setzte die Puzzleteile in seinem Kopf zusammen und seine Augen wurden größer.
„Ihr meint doch nicht etwa mich?“
Aldamir nickte dem Jungen zu. „Doch das tue ich.“
Der junge Waldläufer war sichtlich verwirrt und wusste gar nicht so Recht, wie er reagieren, geschweige dem, was er sagen sollte.
Aldamir richtete sich auf. „Emiras. Mein Junge. Du hast mein vollstes Vertrauen und das solltest du auch in dich haben. Du bist stark, mutig und ich bin sehr stolz auf dich. Ich habe dich ausgebildet, seit du ein kleiner Junge warst und ich habe dir alles beigebracht was ich weiß. Und jetzt sieh dich an.“
Emiras bedankte sich bei Aldamir und verbeugte sich kurz.
„Ich weiß, dass du gerade auf der Suche bist nach deinem Platz. Vielleicht wird dir diese Reise helfen, eine Antwort auf diese Frage zu finden.“, sprach Aldamir.
„Aber was ist mit eurem Sohn?“, fragte Emiras. „Was ist mit Yerik?“
„Er hat bereits eine Aufgabe und ich bin mir sicher, dass er es verstehen wird.“, antwortete Aldamir.
Emiras dachte nach und der Hauptmann legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Überlege es dir. Zwingen kann und möchte ich dich nicht. Aber wenn du bereit bist Thorondil zu Helfen und mich auf dieser Reise zu Vertreten, dann soll es so sein und du wirst zum Erebor aufbrechen.“
Emiras jedoch hatte bereits seine Entscheidung getroffen und hob entschlossen den Kopf, ballte seine Fäuste und kniete vor Aldamir nieder.
„Es wäre mir eine Ehre euch auf dieser Reise zu vertreten.“, sprach er.

•°• •°• •°♡°• •°• •°♡°• •°• •°♡°• •°• •°•
people are making apocalypse jokes like there's no tomorrow.

Geändert durch Aryamiril (18.11.2019 15:50)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Am nächsten Morgen öffnete der Zauberer die Augen und wich vor Schreck gleich zurück. Eine Speerspitze war direkt vor seinen Augen. Es dauerte ein paar Sekunden, da hatte er auch mitbekommen, dass er von einer ganzen Meute umzingelt war. Mindestens ein dutzend Männer hatten ihre einfachen Waffen auf ihn gerichtet. Ihrem Aussehen und Gestank nach zu urteilen, waren es die Wildmenschen aus Dunland. Dies wäre nicht unbedingt verwunderlich gewesen, grenzten sowohl Isengard, als auch sein Nachtlager direkt an Dunland. Das Feuer musste sie wohl angelockt haben. Der Zauberer wusste um die Gefahr, hatte sich aber entschieden, diese im Gegenzug für eine warme Nacht auf sich zu nehmen. ''Hat man dir nicht gesagt, dass du lieber nicht nach Dunland kommen sollst, alter Knacker? Weißt du nicht, was wir mit einsamen Reisenden machen?'', fragte der offensichtliche Anführer der Truppe. Er hatte langes, ungepflegtes, lockiges und helles Haar, sein Gesicht war vollständig verdreckt und seine Zähne schief. Jedenfalls jene, die noch übrig waren. Bis auf die Haarfarbe, passte die Beschreibung in etwa auch auf den Rest der Truppe. ''Und jetzt steh ganz langsam auf und komm schön mit uns mit, Alter!'', fügte er hinzu. Ardagast machte eine angewiderte Handbewegung um den Mundgeruch zu vertreiben und richtete sich dann langsam und vorsichtig auf. Sein Pferd tat es ihm gleich.

''Ihr müsst euch wohl irren, ich bin außerhalb der Grenzen eures Landes'', antwortete er beschwichtigend. Der Mann richtete seinen Speer noch bedrohlicher auf Ardagast. ''Wir entscheiden, wo unsere Grenzen sind!'', entgegnete er bedrohlich. ''Ich will euch nichts Böses und wenn ihr mich in Ruhe weiterziehen lasst, dann schwöre ich euch, dass ich nicht nachtragend bin!'' Ardagast verpackte seine Warnung in einem noch freundlichen Tonfall. Ob sie sie auch verstehen würden, war natürlich ein anderes Thema. Daraufhin lachte die ganze Truppe laut. ''Du willst uns nichts Böses? Warte nur, bis wir dich erstmal in unserem Lager haben. Dann wirst du unsere Gastfreundschaft kennenlernen'', schnaubte der Dunländer. Ardagast wagte einen kurzen Blick in den Himmel und sah dort einige dunkle Vögel kreisen. Die Aufruhr im Lager musste sie wohl aufgeschreckt haben. Dann blickte er wieder zu den wilden Menschen. ''Wenn ich dafür jedes Mal eine Goldmünze bekommen würde, wäre ich jetzt reich wie ein Zwergenkönig…'', seufzte der Zauberer. ''Wofür denn?'', fragte ein anderer. ''Wenn irgendjemand mal wieder glaubt, ich wäre ein einfacher und wehrloser alter Mann, den ich dann eines Besseren belehren muss'', antwortete Ardagast nun mit scharfen Blicken. Wieder lachte die Truppe. ''Du bist echt lustig! Ich werde es genießen dich am Spieß zu rösten, du Narr!'', spottete der Anführer.

''Wie bitte?'', fragte Ardagast sein Pferd plötzlich. Dann wand er sich wieder an die Wildmenschen. ''Einen Moment bitte'', sagte er zu ihnen und richtete sich dann wieder an sein Pferd, welches ihn anschnaubte. ''Was hast du gesagt? Nein, das sind keine dreckigen, nichtsnutzigen und stinkigen Tölpel! Böses Mädchen!'', schimpfte Ardagast gespielt. Sein Pferd schnaubte daraufhin. Ardagast wand sich derweil wieder an die Wildmenschen. ''Tut mir leid, manchmal kann sie sich einfach nicht zurückhalten!'' Die Männer knurrten, packten den Zauberer am Kragen und schleppten ihn dort. Sein Pferd wieherte hilflos und stieg hoch, doch auch das half nichts.



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P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

R.I.P. Ian Holm
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Svafnir

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Sváfnir verschnaufte einen Augenblick, als Baldur von Óin in Empfang genommen wurde. Der Heiler war die Ruhe selbst und wies die Zwerge an, den Verletzten auf eine Liege abzulegen. Baldur protestierte nicht einmal, als Óins Gehilfe Alvar begann, die gute Arbeitshose am Bein entlang aufzuschneiden.
Am liebsten hätte Sváfnir, der auf Höhe von Baldurs Schulter neben der Liege stand, den Blick abgewendet. Er mochte es nicht zugeben und erst recht nicht vor Baldur zeigen, aber er hatte Angst. Was, wenn er das Bein verlieren würde?
"Was ist denn passiert?" fragte jemand, und Sváfnir erkannte Ori, einen der Chronisten des Erebors. Wie immer trug er ein dickes Buch und einen Kohlestift mit sich. Allerdings war er wohl eher zu Besuch hier, wie die halbleere Teetasse und einige Krümel in seinem Bart vermuten ließen.
"Ein Unfall im Abschnitt G41. Die Sprengung ist schiefgegangen", antwortete Sváfnir und spürte, wie sich seine Kehle zuzog. "Wir wollten - ich wollte der Goldader folgen und dann ist die Decke - sie war nicht stabil genug. Ich hätte es wissen müssen."
"War nicht deine Schuld", murmelte Baldur. "Hab mich wohl verschätzt."
Aus den Augenwinkeln konnte er die blauschwarzen Prellungen sehen, die Baldurs Bein übersäten. Sein Knie war doppelt so dick wie üblich und schien ihm die größten Schmerzen zu bereiten. Alvar beeilte sich, aus dem großen Vorrat an Mixturen eine starkes Gebräu gegen die Schmerzen vorzubereiten. Zwerge waren natürlich von Natur aus zäh und widerstandsfähiger als alle anderen Zweibeiner Mittelerdes. Auch Baldur winkte zunächst ab.
"Geht schon", sagte er und biss sich im nächsten Moment beinahe auf die Zunge, als Óin begann, das Knie abzutasten.
Sváfnir piekte ihm mit dem Zeigefinger in die Schulter.
"Ich werd's nicht Jördis erzählen."
"Das hat gar nichts - au, verdammte Axt, verdammt!"
Sváfnir verdrehte die Augen und schmunzelte.
"Klar, weil du nie irgendjemandem etwas beweisen musst. Jetzt trink das schon und in zwei Tagen geb ich dir im Goldenen Hammer einen aus."
Óin hob bei diesem Versprechen skeptisch die Augenbrauen, aber Sváfnir bemühte sich, das genauso zu ignorieren wie die immer noch an ihm nagenden Schuldgefühle. Óin war ein Pessimist. Beinahe trotzig ließ Baldur sich nun doch dazu herab, Alvars Gemisch zu trinken. Nach kurzer Zeit fielen seine Augen zu, und Sváfnir ließ sich auf den nächsten Stuhl fallen und vergrub kurz das Gesicht in den Händen. Er spürte Trostanns Hand auf der Schulter.
"Das wird schon wieder. Ist ein zäher Bursche."
Sváfnir nickte und richtete seinen Blick auf Óin und Alvar, die sich ans Werk machten, seinen Freund zu behandeln.
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AlaricSkaldorson

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Die beiden Zwerge stapften über die Brücke vor dem Tor. Nain ging voran, während Alaric bewundernd den Kopf zu der riesigen verwitterten Fürstenstatue neben dem Eingang erhob, die wie eh und je ehrfurchtgebietend das Tor bewachte. Damals, nach der Schlacht, war die Statue auf der anderen Seite zerstört gewesen, die Zwerge Erebors hatten das neue Monument dem gefallenen König Thorin gewidmet. Die neue Statue war nun auch bereits fast ein halbes Jahrhundert alt, und seine Farbe unterschied sich kaum noch von der seines steinernen Nachbarn. Alaric hob den Blick, um zu sehen, wie gut die Steinmetze das Gesicht des stolzen Nachkommens von Thror getroffen hatten und was es mit der vorhin gesehenen Verschönerung auf sich hatte, in diesem Moment traf ihn ein Schwall einer undefinierbaren schwarzen Brühe mitten ins Gesicht, durchnässte seine Haare und durchtränkte seine Kleider.
"Dreimal verdammter Bergtroll, was bei Mahal...??" fluchte Alaric und sprang einen Schritt zur Seite. Das hätte er besser nicht getan: Er rutschte auf einer hart gefrorenen Pfütze aus und krachte mit voller Wucht auf seinen Allerwertesten. Just in dem Moment, in dem sich das Tor öffnete und zwei Wachen heraustraten, um die Ankömmlinge in Augenschein zu nehmen. Verdutzt erblickten sie einen mühsam die Fassung bewahrenden Nain, der vor unterdrücktem Lachen nach Luft schnappte, und den auf seinem Hosenboden in der von geborstenen Eisplatten bedeckten Pfütze sitzenden Alaric, der nun auch noch einen nassen Hintern hatte.
'Verdammte Axt', dachte der und rieb sich seinen schmerzenden Steiss, ' der Tag hätte nicht besser anfangen können!'
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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: AlaricSkaldorson]

Der Winter hatte Einzug gehalten und Ilumiel machte, wie immer, ihren Dienst. Gestern hatte sie unten im Weinkeller die Fässer kontrolliert und die leeren durch die Falltüre und den Waldfluss hinab zurück zum Langen See geschickt, wo der Schiffer sie aufnehmen und zurückbringen würde zum Winzer.
Ab und zu kehrten ihre Gedanken zurück zu ihrem Treffen mit Thorondil. Der Zauberer war aufgebrochen mit guten Worten und einem Klaps auf die Schulter. Davon hatte sie wenig, aber was sollte er auch tun?
Gedankenverloren schritt sie nun durch die diffus beleuchteten Hallen und wäre beinahe gegen eine ihr wohl bekannte Elbin gelaufen, hätte diese sich nicht zuvor laut geräuspert.
Erschrocken sah Ilumiel auf.
„Oh, du bist es.“
„Ja, ich bin es.“ Bestätigte Tauriel. „Was machst du für ein langes Gesicht?“
Ilumiel sah ihre Freundin an und ganz kurz überlegte sie, ob es ratsam wäre, ihr von dem Gespräch mit dem Zauberer zu berichten. Immerhin hatte sie sich sogar einmal in einen Zwerg verliebt! Und nicht nur in irgendeinen, sondern in einen der Prinzen vom Erebor! Aber sie verwarf den Gedanken schnell. Tauriel hatte gerade erst angefangen, ihr altes Leben wieder zu leben. Mit viel Zuspruch und Verständnis war es ihr gelungen, die Trauer zu überwinden, auch wenn wohl die Erinnerung ewig schmerzen würde. Es war nicht an Ilumiel, dies alles wieder heraufzubeschwören!
„Ich war nur in Gedanken!“ überspielte sie daher.
Tauriel machte ein enttäuschtes Gesicht. Offensichtlich hatte sie eine spannendere Antwort erwartet. „Na, vielleicht habe ich etwas, was dich auf schönere Gedanken bringt.“ Sagte sie freundlich. Dann griff sie in ihre Tasche, aus der mehrere Schriftstücke ragten, holte eines hervor und las laut vor:
„An Ilmi, Waldlandreich, Düsterwald, Mittelerde“
Ilumiel sah sie fargend an. „Ilmi?“
Tauriel zuckte mit den Schultern. „Niemand wusste, wer das sein soll, also glauben wir, er ist wohl für dich. Es steht kein Absender dabei.“ Sie gab Ilumiel den Brief und setzte ihren Weg fort, rief aber noch einmal über die Schulter zurück: „Erzähl mir später, was drin stand, ja!?“
Schon wieder in ihre eigenen Gedanken versunken, nickte die Elbin, ehe sie eilig in ihre Gemächer huschte und den Brief öffnete:

Liebe Illuvatar,

Verwirrt sah Ilumiel sich um. Spielte ihr jemand einen seltsamen Streich? Das war… Götterlästerung, was da stand. Verstohlen schob sie mit dem Fuß einen Schemel vor die Tür und fuhr fort:

Dieser Brief ist verfasst von Ardagast dem Dunkelgrauen.
Eigentlich wollte ich dich besuchen um dir die erfreuliche Nachricht selbst zu überbringen. Leider bin ich jedoch verhindert. Das tut mir leid! Zuerst stelle ich dich vor eine ganz besondere Wahl. Basierend darauf, musst du dann entscheiden, wie es weitergeht.
Option 1: Falls du dich an mich erinnerst: ich war der Zauberer, mit dem du vor Kurzem über den Erebor gesprochen hast. Ich habe aufschlussreiche Informationen für dich. Lies bitte weiter!
Option 2: Falls du dich nicht an mich erinnerst: WIE KANNST DU ES WAGEN??? Jetzt habe ich alles umsonst gemacht! Lies nicht weiter und verbrenn diesen Brief umgehend! Wir werden uns nie mehr sehen!

Ilumiel kicherte. Natürlich konnte sie sich erinnern. Ihr Herz schlug ein wenig schneller, als sie weiterlas.

Wenn du nun weiterliest gehe ich davon aus, dass du dich an mich erinnern konntest. Andernfalls gehe ich davon aus, dass du eine dreiste Lügnerin bist!
Option 1: Das freut mich sehr!
Option 2: Schäm dich, einen alten Zauberer so hinter’s Licht zu führen! Wie die Zwerge schon sagen: traue nie einem Elben! Hört, hört!


„Ich führe dich nicht hinter’s Licht, Zauberer! Komm zum Punkt!“ flüsterte Ilumiel.

Ich hatte dir versprochen, dass ich nach einem Zwerg Ausschau halte, der dir einst das Leben gerettet hat, oder in den du dich verliebt hattest, oder so ähnlich. Jedenfalls kann ich dir auf jeden Fall sagen, dass ich am Erebor sehr vielen Zwergen begegnet bin und ich habe eine entscheidende Spur gefunden, die ich dir jetzt mitteilen werde…
Wie bitte? Seht Ihr nicht, dass ich gerade damit beschäftigt bin einen Brief zu schreiben und einer guten Bekannten erzählen werde, was es mit ihrem Lebensretter bzw. Liebhaber auf sich hat? Unerhört ist das! Nein, ich habe jetzt wirklich keine Zeit für ein Frühstück. Bitte lasst mich in Frieden diesen Brief zu Ende schreiben!


Ilumiel runzelte die Stirn. Dieser Zauberer schien ziemlich abgelenkt zu sein, während er schrieb. Aber warum schrieb er…. Aaach, egal… sie wollte wissen, wie es weitergehen würde!

Bitte um Verzeihung, aber ein Diener wollte mir gerade das Frühstück bringen. Ach verflixt! Warum habe ich das denn jetzt hier aufgeschrieben? Soll ich den Brief jetzt nochmal von vorne anfangen? Nein, das wäre wirklich zu aufwendig. Bitte vergiss stattdessen einfach, was ich geschrieben habe! Also, wo war ich? Achja: der Erebor ist wirklich ein schöner Berg. Es hat mich wirklich gefreut, ihn mal wieder gesehen zu haben. Aber genug von den Träumereien eines alten Zauberers, jetzt zum eigentlichen Grund, warum ich dir schreibe. Ich bin für eine Unternehmung auf die Dienste einer geschickten und erfahrenen Elbin angewiesen. Du kennst nicht zufällig eine, die da in Frage käme? Eigentlich wollte ich den Erebor nur besuchen, um dir dabei zu helfen, deine alte Liebe wiederzufinden. Doch dann traf ich stattdessen auf Balin, einen alten Zwerg. Mit ihm habe ich damals Seite an Seite in der Schlacht der fünf Heere gekämpft und ihm mehrmals das Leben gerettet. Aber nichts zu danken! Siehst du? Andere können sowas auch! Jedenfalls benötige ich nun deine Hilfe! Ich benötige einen fähigen Elben (M/W). Es geht um LEBEN UND TOD! Mehr kann ich erst erzählen, wenn wir uns am Erebor treffen. Aber keine Sorge und Eile, es ist nicht so, als ginge es um Leben oder Tod.
Das Treffen findet am 49. Tage des Frühlings statt, also in genau drei Monaten von heute! All dies ist streng vertraulich. Ich erwarte dort schnellstmöglich deine Ankunft.
Gezeichnet AG


„AG?“ Wer war denn nun AG? Ilumiel kratzte sich am Kopf. „Alter Greis?“ Aber so würde der Zauberer sich doch nie selber nennen, oder? Vielleicht bedeutete es „Auf geht’s!“ oder etwas Ähnliches? Ilumiel nahm den Brief noch einmal zur Hand und sah genau hin. Und da fand sie es: ganz oben stellte der Zauberer sich vor: Ardagast, der Dunkelgraue! AG!
Nun, das war nicht unbedingt das, was sie erhofft hatte Eine Unternehmung? Was denn für eine.... aber er hatte etwas herausgefunden! Irgendetwas!!! Mit einem kleinen Jappsen sprang die Elbin von ihrem Bett auf und sah sich um. Sie würde packen müssen. Sie würde Dinge benötigen. Vorräte. Und Waffen. Und eine Karte. Und…. Und sie würde noch einmal zum Hauptmann gehen müssen. Oder besser… direkt zu Thranduil!

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (18.11.2019 21:41)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Die Männer hatten den Zauberer kaum zehn Fuß gezogen, da blieb einer plötzlich stehen, weil er nicht mehr weitergehen konnte. Sein Fuß steckte im Boden fest. Er sah herunter und entdeckte, wie eine Wurzel sich um dessen Bein geschlungen hatte. Er versuchte sich zu befreien, doch hatte nicht die Kraft dazu. ''He wartet mal! Ich stecke fest!'', rief er zu seinen Leuten, woraufhin sich einer umdrehte und sich die Misere ansah. Er holte eine Axt heraus. ''Keine Sorge, das machen wir ganz schnell!'', rief er und schwang diese in die Höhe. Doch bevor er auf die Wurzel einschlagen konnte, schlängelten sich weitere Wurzeln um dessen Beine, sodass er kopfüber nach hinten umfiel und auf den Boden krachte. Seine Axt fiel ihm dabei aus der Hand und landete etwas Abseits, außerhalb der Reichweite seiner Hände. ''Verdammt! Helft uns!'', rief der erste Dunling. ''Hexerei! Schnell weg von hier! Lasst sie einfach zurück'', befahl der Anführer. Doch bevor auch nur einer weitergehen konnte, brachen weitere Wurzeln aus dem Boden heraus und schlängelten sich um die Beine der Dunländer, bis alle feststeckten. Ardagast mussten sie notgedrungen loslassen, sodass dieser auf den Boden fiel. Komischerweise ließen ihn die Wurzeln in Ruhe.

Der Zauberer richtete sich langsam auf und klopfte den Staub und Dreck von seiner Robe. ''Was soll das? Hör auf damit!'', rief einer der Dunländer, als sich weitere Wurzeln um seine Arme schlängelten. Am Ende lagen alle zwölf hilflos auf dem Boden und konnten weder Arme noch Beine rühren. ''Verdammter Teufel! Verflucht seist du!'', rief ein anderer. Ardagast grinste nur und ging zu seinem grauen Pferd zurück. Dieses war noch immer vor Schreck aufgeregt und machte nicht nur große Augen, sondern zitterte auch am ganzen Körper. ''Schhhhh, immer mit der Ruhe! Alles ist gut. Keiner kann uns mehr etwas tun!'', sagte er und streichelte sanft über den Kopf des Tieres. Dann hob er sein Schwert und seinen Zauberstab vom Boden auf und lösche das heruntergebrannte Feuer. ''Hey, du! Bitte mach uns wieder los! Wir lassen dich auch in Ruhe! Ehrenwort!'', brüllte einer in Ardagasts Richtung. Dann stapfte der Zauberer langsam wieder zu den Männern, die noch immer völlig bewegungsunfähig am Boden lagen und sah sie nacheinander aus seiner erhobenen Position an.

''Ich denke, die Lehre, die wir alle heute aus diesem Morgen ziehen sollten ist, dass einen der erste Blick oftmals täuscht. Alte Männer sind nicht unbedingt schwach, sondern möglicherweise mächtige Zauberer, die man lieber in Ruhe gelassen hätte. Hin und wieder ist der erste Blick aber genau richtig. Denn manche Dunländer sind Einfaltspinsel. Und ihr gehört auf jeden Fall in diese Kategorie'', schwadronierte Ardagast. ''Die Frage ist jetzt, lasse ich euch hier am Boden liegen bis die Geier eure Überreste auffressen, oder gebe ich euch noch eine Chance? Schwierige Entscheidung! Was meint ihr dazu?'' Die Männer bettelten ihn förmlich an, sie wieder freizulassen, damit sie keinen jämmerlichen Tod erleiden mussten. ''Ich sehe schon, das Votum ist einstimmig'', sagte der Zauberer und ließ schließlich von ihnen ab, sodass die Wurzeln sich wieder in den Boden verkrochen und zu ihren Bäumen zurückkehren. ''Mein Rat an euch wäre: geht einem ehrlichen Handwerk nach. Leistet gute Dienste und sorgt euch umeinander. Dann erreicht ihr mehr, als durch irgendwelche Verbrechen!'', mahnte er. ''Und wascht euch bei Gelegenheit mal…'', fügte er hinzu.

Einige Zeit später:
Ardagast stieg wieder auf sein Pferd auf und sah sich noch einmal zu den Dunländern um. Diese waren nun alle zusammen in einem festen Netz aus Ästen und Blättern gefangen, welches von einem Ast herunter hing. Ardagast winkte ihnen noch einmal grinsend zu und ritt dann von Dannen. ''Vielleicht hätten wir ihm glauben, und ihn nicht nochmal angreifen sollen, nachdem er uns gesagt hatte, dass er ein mächtiger Zauberer ist…'', meinte einer der Dunelönder schulterzuckend. ''Denkst du, ja?'', maulte der andere und schlug ihm genervt auf den Kopf. ''Jetzt hängen wir hier für alle Zeiten fest…gut gemacht!'', fügte er hinzu.



Et Eärello Endorenna utúlien. Sinome maruvan ar Hildinyar tenn' Ambar-metta.

P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

R.I.P. Ian Holm
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Hisimir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Naín stapfte zusammen mit Alaric auf das Tor zu. Als er nach oben zu Thorins Statue sah, konnte er dort Bewegung erkennen. Vielleicht war der Beschmierer noch nicht fertig mit seiner Untat und so beschleunigte der weißhaarige Zwerg seinen Schritt, um schneller in den Schutz des Berges zu gelangen. Seine Ahnung ließ ihn nicht im Stich. Er hatte kaum ein paar Schritte zurückgelegt, als er hinter sich Wasser auf Zwerg und Zwergenhintern auf Eis treffen hörte. Dazwischen noch ein paar deftige Flüche und so drehte er sich um, um einen klatschnassen, völlig eingesauten Alaric zu entdecken, der auf dem Eis saß, sich den Bart auswrang und fluchte. Er konnte nicht anders und lachte schallend los. Die Wachen, die gerade aus den Toren des Erebor geschritten waren, traten näher und schauten mit finsteren Mienen erst hinauf und dann zu den beiden Neuankömmlingen. Trotz aller Professionalität lockerten sich ihre Mienen ein wenig auf und sie mussten das Lachen unterdrücken.
"Wer seid ihr und was wollt ihr?" fragten sie.
Naín half Alaric auf und drehte sich zu den Wachen um. "Naín zu euren Diensten." sagte er und verbeugte sich. "Ich wurde von Dain II Eisenfuß, König unter dem Berge in den Erebor eingeladen und mein unglückseliger Freund hier will zuerst sicher nichts anderes als ein Handtuch oder ein Bad. Oder beides." Er verbeugte sich kurz und zeigte dann den Brief mit Dains Siegel vor. "Gegen Bier, Schinken und Schwarzbrot hab ich im übrigen auch nichts einzuwenden."
Die Wachen nickten eifrig, als sie den Brief sahen und traten beiseite, um sie einzulassen. Einer der beiden zog an einer Kette, woraufhin kurze Zeit später ein junger Zwerg herbeieilte, um sie in den Berg zu führen.

Ehre das Gimp!
아미
Sie hören gern, zum Schaden froh gewandt,
Gehorchen gern, weil sie uns gern betrügen;
Sie stellen wie vom Himmel sich gesandt,
Und lispeln englisch, wenn sie lügen.
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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Hisimir]

Die Ohrfeige, die Bragi bei Dwalin noch erspart geblieben war, schmerzte jetzt nur umso mehr.
„Was hast du dir dabei gedacht?“, schimpfte seine Mutter Urtha. „Schon wieder so ein dummer Schuljungenstreich. Wie konnte ich nur so einen Lausebengel aufziehen?“
Bragi rieb sich die Wange. „Ich wollte dem alten Thorin doch nur helfen, besser zu seh-“
„Erspar mir die dummen Ausreden!“, fuhr Urtha ihn an. „Junge, Junge... Was soll das bloß? Warum kannst du dich nicht wie deine Schwester benehmen?“, seufzte sie händeringend.
Bragi presste die Lippen zusammen und sah schuldbewusst auf seine Zehenspitzen.
„Ist gut Mutter, ich werde ab jetzt alles wie Dina machen“, sagte er kleinlaut. Urtha sah ihn überrascht an. Bragi erwiderte ihren Blick entschlossen und sagte mit absoluter Ernsthaftigkeit: „Gleich morgen suche ich mir einen respektablen Ehemann und schenke ihm viele gesunde Kinder.“
Einen Augenblick war seine Mutter sprachlos. Erst als Bragi es nicht mehr aushielt und in schnaubendes Kichern ausbrach, verdrehte sie genervt die Augen.
„Du wirst niemals erwachsen werden...“, murmelte sie und warf verzweifelt die Arme in die Luft. „Was soll nur aus dir werden, Junge?“
Bragi verzog das Gesicht. Dieses Gespräch hatte er einfach schon zu oft geführt.
„Ich würde meine Bestimmung schon finden, Mutter. Nur nicht hier in diesem stickigen, langweiligen Berg...“
Urtha ließ die Arme sinken und sah ihren Sohn kopfschüttelnd an. „Sind diese ganzen sinnlosen Streiche also deine Art, mich zu bestrafen? Dafür, dass ich dich bei mir haben will? Dafür, dass ich will, dass du ein gutes, sicheres Leben führst?“
Bragi schnaubte. „Wir haben ja gesehen, was das sichere Leben im Erebor meinem Vater gebracht hat.“ Er hatte noch nicht ganz zuende gesprochen, als die zweite Ohrfeige auf seine Wange knallte.
„So redest du nicht über deinen Vater!“, zischte Urtha mit zornig blitzenden Augen.
Bragi hatte nicht übel Lust, darauf zu bestehen, dass er recht hatte, doch seine brennende Wange belehrte ihn, ausnahmsweise mal nachzugeben, wenn es angebracht war.
„Tut mir leid“, sagte er leise.
Der Zorn verflog aus den Augen seiner Mutter. Sie streichelte ihm sanft über die gerötete Wange. „Versprich mir, dass du so eine Dummheit nicht noch einmal machst“, sagte sie.
Bragi sah zu Boden. „Du hast mir beigebracht, nicht zu lügen.“
Urtha seufzte schwer und ließ ihre Hand sinken. „Ich sollte wohl froh sein, dass wenigstens eine Lektion hängen geblieben ist“, sagte sie trocken.
Bragi zwang sich zu einem schiefen Lächeln. Seine Mutter musterte ihn missmutig. „Du solltest dich waschen gehen. Du hast Farbe im Bart“, sagte sie schließlich.
„Mach ich später, jetzt lohnt es sich noch nicht“, antwortete Bragi.
Urtha sah ihn fragend an. Ein Grinsen breitete sich auf Bragis Gesicht aus. „Einer der Minenarbeiter ist ausgefallen und ob du es glaubst oder nicht, dein nichtsnutziger Sohn ist als Aushilfe angefragt worden.“
Für einen Moment schien Urtha hin und her gerissen zwischen Freude und Sorge. Letztendlich begann sie mit nervös zitternden Fingern, die Tunika ihres Sohnes zurechtzurücken. „Dann gib dir aber Mühe und mach einen guten Eindruck.“ Sie schluckte schwer. „Vielleicht kannst du dann auch in Zukunft wieder dort arbeiten. Aber... passt auf dich auf, ja?“
Bragi nahm die Hände seiner Mutter in die seinen. „Ich mag ein Tagenichts sein, aber ich bin kein Idiot.“ Vor seiner Mutter verzichtete er darauf, klarzustellen, mit wem er sich bei dieser Aussage verglich. „Ich kann schon auf mich selbst aufpassen. “

____________________________________________________

May the force be with you.
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AlaricSkaldorson

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

Oin betastete das dick geschwollene Knie des Bergarbeiters sorgenvoll.
Das Bein war voller Blutergüsse, Prellungen und Quetschungen, doch schlimmer noch war das Gelenk betroffen. Dass der bereits halb betäubte Baldur immer wieder aufstöhnte bei der Untersuchung, war kein gutes Zeichen.
Der junge Kollege des Verunglückten stand daneben und kaute nervös auf seiner Unterlippe, er senkte die Stimme zu einem Flüstern, um Baldur seine Frage nicht hören zu lassen. Leider hatte Oin keine Hand frei für sein Hörrohr, so dass er, obwohl direkt neben Svafnir stehend, nur die Hälfte verstand und sich den Rest denken musste: "Nein, wetten würde ich auf nichts, mein Junge!" Svafnir starrte ihn halb erschrocken, halb verständnislos an, und Oin ging der wahre Sinn von dessen Frage auf: "Ach du meinst, ob das Bein zu retten ist? Nun, vermutlich schon." Oin registrierte das erleichterte Aufatmen des Jüngeren und setzte hinzu: "Zumindest dann, wenn im Knie keine Knochen zersplittert und die Sehnen nur überdehnt und nicht gerissen sind. Die Kniescheibe ist schon mal raus. Und ehe das hier noch dicker wird, muss die wieder rein! Alvar, hol ein Beissleder! Und ihr beiden haltet ihn gut fest. Ich hab keine Lust, bewusstlos geschlagen zu werden von meinem Patienten!"
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Svafnir

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: AlaricSkaldorson]

Sváfnir und Trostann taten, wie Óin befohlen hatte. Sváfnir packte Baldur an der Schulter und fasste seine Hand. Er drückte kurz aufmunternd zu.
"Zähne zusammenbeißen, das wird", sagte er, als Alvar dem Verletzten das Beißleder zwischen die Zähne schob. Das Ding hatte schon unzählige Abdrücke und Sváfnir war sich durchaus bewusst, dass Baldurs Verletzung in der langen Reihe von Óins Einsätzen eher eine der harmloseren war. Irgendwie machte es das aber nicht besser.
Immerhin zeigte Alvars Trank Wirkung. Baldur wimmerte zwar ab und zu leise und bewegte sich unter Sváfnirs festem Griff, aber Óin konnte ungestört seine Arbeit verrichten. Sváfnir beobachtete ihn sorgenvoll.
"Was meinst du, Óin, ist es sehr schlimm?"
Statt zu antworten drückte Óin die Kniescheibe mit Mühe wieder in ihre angestammte Position. Es sah unheimlich aus und Sváfnir, den so schnell nichts aus den Stiefeln kippen ließ, wurde ein wenig flau im Magen. ÓIn hingegen war die Ruhe selbst. Der Zwerg hatte viel Erfahrung und in seinem Leben schon so einiges gesehen. Minenunglücke passierten immer wieder, und dieses war vergleichsweise glimpflich ausgegangen. Baldur lebte noch.
Sváfnir versuchte, sich auf diese Tatsache zu konzentrieren.
"Meinst du, er wird wieder richtig laufen können?" fragte Trostann den Heiler und sorgte dadurch dafür, dass Sváfnir direkt wieder Gewissensbisse bekam. "Óin, was meinst du?"
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Aryamiril

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Das Geräusch von klirrenden Schwertern und ein verärgertes: "Achte auf deine Füße, Juri!", hallte durch die Höhlen Henneth Annûns. Doch nach einer geschickten Drehung aus Emiras Handgelenk, fiel dem Waldläufer das Schwert zu Boden. Juri, erschrocken von Emiras raschen Schachzug, taumelte, stolperte über eine Anhöhung im Felsboden und stürzte zu Boden. Emiras ging auf ihn zu und hielt ihm grinsend sein Schwert an die Kehle. Yerik, der zusammen mit Aldamir und einigen anderen anwesenden Waldläufern den Kampf beobachtet hatte, stand auf und klatschte kurz in die Hände.
"Sehr gut, Emiras.", lobte ihn Aldamir. Emiras senkte sein Schwert und hielt Juri die Hand hin, um ihm aufzuhelfen. Doch dieser schlug sie beleidigt beiseite, griff nach seinem Schwert und richtete sich auf. "Reines Glück.", murmelte er ins seinen Bart, als er sein Schwert zurück in die Scheide steckte.
"Sag nicht du bist ein schlechter Verlierer.", sagte Emiras. Juri warf dem Jungen daraufhin einen bösen Blick zu und ging dann seines Weges. Emiras verbeugte sich kurz vor Aldamir und stellte sich dann zu Luin, einem Waldläufer ungefähr zwei Jahre jünger als er.
Auch dieser klopfte ihm kurz auf die Schulter, ehe er vortrat um sich mit Yerik im Schwertkampf zu messen. Etwas, dass selbst Emiras noch nicht gewagt hatte. Doch Luin, so frech und selbstbewusst wie er war wollte endlich sein Können unter Beweis stellen und forderte Yerik heraus.
Der Kampf dauerte keine Minute, da lag Luin schon entwaffnet am Boden und musste sich das Gelächter der anderen anhören. Emiras jedoch zögerte keine Sekunde daran ihm wieder auf die Beine zu helfen. Luin bedankte sich leise und stellte sich dann beschämt zurück an seinen Platz.
"In Ordnung.", sprach Aldamir und klatschte in die Hand. "Genug für heute."
Die Waldläufer verbeugten sich kurz vor ihrem Hauptmann und gingen.
"Es wird bald dunkel.", stellte Yerik fest. "Ich werde heute Abend draußen am Wasserfall Wache halten. Ich könnte Gesellschaft gebrauchen." Emiras willigte ein und erschien wenig später zur Nachtwache am Wasserfall.

Die beiden Waldläufer setzen sich und ließen ihre Füße am Felsvorsprung hinunter baumeln.
"Ich dachte, dass heute der Tag wäre, an dem du mich herausforderst.", sagte Yerik zu Emiras.
"Das dachte ich auch. Aber du würdest mich doch gewinnen lassen.", scherzte Emiras.
Doch Yerik blieb ernst, schüttelte nachdenklich den Kopf und sah in die schwarze Nacht hinaus.
"Ich lasse niemanden gewinnen. Das wird später auch niemand."
"Na dann mach dich auf Morgen gefasst!", warnte Emiras Yerik und beide versuchten sich einen ernsten Blick zu zu werfen. Doch das misslang ihnen und so mussten sie beide anfangen zu lachen.
"Du hast mir gefehlt, kleiner Bruder.", sagte Yerik und wuschelte Emiras durch seine dunkelbraunen Haare. "Pfff.", entgegnete Emiras und griff nach Yeriks Hand und sie rangelten für einen kurzen Augenblick wie zwei kleine Kinder. Doch dann wurde Yerik wieder Ernst.
"Das habe ich wirklich.", setzte er fort. "Ich hätte dich gerne bei mir gehabt."
"Oh man... das sind eindeutig zu viele Komplimente in letzter Zeit.", sagte Emiras und fuhr sich durch die Haare. "Ich fange an die Zeit zu vermissen, als du mich verabscheut hast."
"Hey.", sagte Yerik, hob seinen Zeigefinger und legte seinen Kopf schräg. "Mach mir bloß kein schlechtes Gewissen."
"Schon gut. War nicht so gemeint.", sagte Emiras.
Eine unangenehme Stille trat ein und es fühlte sich für Emiras an wie eine Ewigkeit.
Sagte er doch aber die Wahrheit. Als Aldamir ihn nach dem Tod seiner Eltern im Alter von zehn Jahren bei sich aufnahm und großzog, schürte Yerik großen Hass auf Emiras. Jedoch nur bis zu jenem Tag, an welchem Emiras für Yerik log und an seiner Stelle bestraft wurde. An diesem Tag erkannte Yerik, dass der Junge, den er so hasste, ihm gar nichts böses will, sondern lediglich jemanden gesucht hatte, der auch für ihn die Backe hinhalten würde... und das im wahrsten Sinne des Wortes.
"Ich habe dich immer für deinen Mut bewundert, Emiras. Und für dein selbstloses Herz.", unterbrach Yerik die Stille. "Und ich dich immer für deine Stärke und Geschick im Kampf.", entgenete Emiras.
Beide nickten und sahen hinauf in den sternenklaren Nachthimmel.
"Du weißt von meiner Reise, nicht wahr?", fragte Emiras Yerik nach ein paar Minuten.
"Das tue ich, ja.", antwortete Yerik. "Würdest du mich ein Stück begleiten? Zum Erebor meine ich."
Emiras sah zu Yerik hinüber. "Natürlich.", antwortete er ohne mit der Wimper zu zucken.

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people are making apocalypse jokes like there's no tomorrow.
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AlaricSkaldorson

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Der Verletzte keuchte und knurrte, gedämpft von dem Lederstück, welches weiteren Schaden, und zwar an seinem Gebiss, verhinderte, während Oin das Knie einrenkte. Alvar hatte es gut gemeint mit der Betäubung, fast zu gut, Oin hatte mit mehr Gegenwehr gerechnet. Baldur war ziemlich hinüber von dem Trank und versuchte sich nur zweimal den harten Händen zu entwinden, die ihn hielten. Als die Kniescheibe wieder da war, wo sie hin gehörte, tastete der Heiler nochmals das Gelenk ab. Durch den Bluterguss war zwar alles arg geschwollen, aber es knirschte nichts und es liessen sich auch keine größeren Unebenheiten ertasten.
"Wohl noch mal Glück gehabt, der Möchtegern-Sprengmeister hier, mit etwas mehr davon kann er das Bein wieder bewegen." antwortete Oin auf die besorgten Nachfragen der Minenarbeiter. "Aber!" fügte er mit mahnend erhobenem Zeigefinger hinzu: "Das mit der Kneipe übermorgen fällt aus! Und Arbeiten für mindestens einen Monat auch. Sonst garantiere ich für nix!" Oin übersah geflissentlich Svafnirs betretene Miene und setzte hinzu: "Wir schienen das Ganze jetzt, nicht dass die Kniescheibe wieder raus springt, so überdehnt wie alles ist! Laufen nur mit Hilfe und nur das Nötigste in nächster Zeit und keinerlei Gekraxel, in der Mine nicht und auch sonst nicht! Schonung und Ruhe!"
Oin öffnete eine Kiste, nahm einen Mörser und einige Gefäße mit Kräutern und Ölen heraus und mischte eine Salbe an, die er großzügig auf den Prellungen und Blutergüssen verteilte, dann befestigte er mit Alvars Hilfe eine Schiene an Baldurs Bein.
"So, die bleibt dran für eine lange Weile. Legt ihn in den Nebenraum aufs Bett, ich muss ihn heute noch beobachten. Die Betäubung war etwas....mmmmh...hoch dosiert. Ich hab das besser selber im Auge. Morgen könnt ihr ihn mit nehmen." Baldur würde ohnehin die nächsten Stunden verschlafen. Besser so.
Oin folgte den Bergleuten, die ihren Kameraden trugen, ins Nebengelass, tastete dessen Puls nochmals und deckte ihn fürsorglich zu. Schon nach wenigen Augenblicken war der Verletzte erschöpft eingeschlafen.
"Geht einen trinken, ihr zwei!" wandte sich der alte Heiler an die Beiden, " und dankt Mahal dem Schöpfer, dass nicht der ganze Gang über euch zusammen gefallen ist!
Und versucht beim nächsten Mal besser nicht, den Erebor zum Einsturz zu bringen, hört ihr?" setzte er zum Abschied hinzu.
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Svafnir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: AlaricSkaldorson]

Sváfnir warf noch einen kurzen Blick auf Baldur, der tief und fest schlief und hoffentlich von dem hübschen Thekenmädchen träumte. Er nahm sich fest vor, Jördis die Geschichte zu erzählen - vielleicht etwas ausgeschmückt. Zwergendamen mochten Heldengeschichten.
Ja, genau das würde er tun. Wenn er mit seiner Entscheidung schon diese Misere herbeigeführt hatte, war das wohl das mindeste.
"Wie siehts aus, das war ja geradezu eine ärztliche Anweisung von Óin, oder?" fragte Trostann beim Hinausgehen. "Trinken?"
Sváfnir runzelte die Stirn.
"Ich komme später nach. Zuerst muss ich wohl unseren Steiger informieren, dass er in nächster Zeit auf einen seiner besten Arbeiter verzichten muss. Vermutlich hat Hvordur zwar eh schon alles erzählt, aber es war meine Schuld. Ich fürchte, da muss ich jetzt durch."
Damit trennten sich ihre Wege und Sváfnir machte sich auf um sich, wie er befürchtete, einen Kopf kürzer machen zu lassen.
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Aryamiril

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

"Möchte noch jemand?", fragte Yerik und sah in die Runde, als Kiran sein Schwert aufhob. Der Waldläufer wurde erneut von Yerik geschlagen, nahm es aber sportlich. "Irgendwann.", sagte er und gab Yerik grinsend einen Handschlag. Dann stellte er sich zurück zu den anderen, um zu sehen, wer Yerik wohl als nächstes Herausfordern würde. Yeriks Blick machte erneut die Runde.
"Niemand?", fragte er, doch keiner von ihnen trat vor. Luin, der einige Tage zuvor von Yerik geschlagen wurde, stupste Emiras am Arm. Doch Emiras schüttelte den Kopf. Er war niemand der den Kampf suchte und wenn er ehrlich war konnte er das Training nicht leiden und trat generell nur vor, wenn er dazu aufgefordert wurde. Yerik zu schlagen würde ihn allerdings zu einem vollwertigen Waldläufer machen und so war der junge Waldläufer hin und her gerissen, entschied sich aber vorerst zurück zu halten und abzu warten was Yerik tun würde.

Da spürte Emiras Yeriks Blick auf ihn ruhen und als er vom Boden aufsah nickte Yerik ihm zu, als könne er dessen Gedanken lesen. Emiras schmunzelte und trat vor. "Besonnen wie immer.", sagte Yerik und grinste Emiras an.
Dieser zog sein Schwert und begab sich in Position. Dann trafen ihre Schwerter aufeinander. Geschickt blockte Emiras Yeriks Schläge ab und wich aus. Sie Beide blieben in Bewegung und Yerik machte es Emiras keines Wegs leicht. Das klirren der aufeinander treffenden Klingen hallte durch die Höhlengänge. "Kommt schon.", warf Aldamir, der wie schon die Tage zuvor beim Training zugesehen hatte, ein. "Schluss mit der Kuschelei.", sagte er fast schon empört. Emiras strich sich seine Haare aus dem Gesicht und holte zum erneuten Schlag aus. Der Kampf wurde nun schneller. Doch Yerik schien Emiras klar überlegen zu sein, bis zu jenem Moment in welchem er einen entscheidenen Fehler machte. Emiras hatte bereits auf eine solche Gelegenheit gewartet und holte ein letztes Mal zum Schlag aus. Die Klingen der Schwerter trafen noch einmal aufeinander, ehe Yeriks Schwert zu Boden fiel. Erstaunt sah Yerik zu Emiras, der sein Schwert zurück in die Scheide steckte und ihn angrinste. Sie verbeugten sich kurz voreinander und sahen dann zu Aldamir, welcher nur nickte und voller Stolz verkündete: "Glückwunsch, Emiras. Hiermit ist deine Ausbildung abgeschlossen."
Ein Jubel hallte durch die Höhlengänge. Yerik und die anderen Waldläufer kamen auf Emiras zu, um ihm auf die Schultern zu klopfen und ihm zu gratulieren.

Es vergingen einige Wochen bis zu jenem Tag, an dem Emiras seine Sachen packte und sich in Begleitung von Yerik zum Erebor auf machte. Aldamir legte Emiras zum Abschied die Hände auf die Schultern. "Ich werde euch nicht enttäuschen.", versicherte Emiras seinem Hauptmann. "Das könntest du nie.", entgegnete dieser. Dann stieg Emiras entschlossen auf sein Pferd und ritt mit Yerik los.
Aldamir hatte ihnen geraten nicht den Weg durch die Totensümpfe zu nehmen und so hielten sie sich südlich-westlich des Fennfelds und Bogen vor den Emyn Muil in Richtung Norden ab. Vier Tage ritten die Beiden gemeinsam, dann kam es dann zum Abschied. Sie stiegen von ihren Pferden und nahmen sich in den Arm. "Das du mir ja gesund zurück kommst.", sagte Yerik. "Sonst mache ich den Zauberer kalt.",
"Nun... der muss mich erst einmal mitnehmen. Schließlich weiß er ja noch nichts von seinem Glück.", entgegnete Emiras, ließ Yerik los und deutete auf seinen Rucksack, in welchem der Brief von Aldamir an Thorondil war. Yerik lachte. "So wie ich meinen Vater kenne hat er etwas überzeugendes hinein geschrieben." Emiras nickte zustimmend und grinste.
"Pass du auch gut auf dich auf.", sprach Emiras und die beiden nahmen sich noch ein letztes Mal in den Arm ehe Emiras auf den Rücken seines Pferdes stieg und seinen Weg alleine fortsetzte.

•°• •°• •°♡°• •°• •°♡°• •°• •°♡°• •°• •°•
people are making apocalypse jokes like there's no tomorrow.

Geändert durch Aryamiril (21.11.2019 16:40)

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Leichtfüßig versuchte Mirabella sich durchs Unterholz zu schleichen.
Knack
Ein kleiner Zweig zerbarst unter ihrem rechten Fuß, als sie einen weiteren Schritt auf das Kaninchen zu machen wollte, um eine bessere Schussbahn zu haben. Nun gut, das mit dem Leichtfüßig klappte noch nicht so gut, aber immerhin schon wesentlich besser, als vor ein paar Wochen. Immerhin schien es aber so, als hätte das Kaninchen sie nicht gehört. Vorsichtig nockte Mirabella den Pfeil auf die Bogensehne und visierte das Kaninchen. Gerade in dem Moment, als sie den Bogen spannte, sah das Kaninchen auf und der Hobbitdame scheinbar direkt ins Gesicht. Für einen Augenblick ließ Mirabella sich ablenken, schaute zurück in das süße, friedliche Gesicht und nur ein Wimpernschlag später zischte ihr Pfeil durchs Unterholz.
Kein Quieken, sondern ein dumpfer Aufprall beendete die Flugbahn, begleitet von einem Rascheln im Unterholz.
Diesmal hatte sie sich nicht von der Schönheit des Tiers ablenken lassen und deswegen verrissen, nein, der Pfeil steckte genau in dem Baumstamm, vor dem eben noch das Kaninchen gesessen hatte, es war zu flink gewesen und Mirabella hatte den kritischen Augenblick verschenkt.
Ein wenig enttäuscht, und weniger leichtfüßig, stapfte sie zu ihrem Pfeil, um diesen aus dem Baumstamm zu ziehen. Dabei schaute sie sich allerdings immer wieder um, nicht in der Hoffnung, dass das Kaninchen zurückkommen würde, sondern eher um Pado zu entdecken, bevor er sich an sie anschleichen konnte.




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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Pado hatte im Moment gar nicht vor, sich an seine junge Schülerin anzuschleichen. Er hatte sich, nachdem er ihr ihre Aufgabe genannt hatte, unauffällig in einem schon blühenden Geheck versteckt, um zu schauen wie sie zurechtkam.
Schon wähnte er den Hasenbraten für den Abend gesichert, doch dann zögerte Mirabella einen halben Wimpernschlag zu lang. Nun, das war schon ganz anderen passiert. Aha, aber aufmerksam war sie. Offensichtlich versuchte sie herauszufinden, wo er war. Nun, er wollte sie etwas verwirren. Leise holte er aus seiner Tasche seine Schleuder und zwei alte verschrumpelte Äpfel. Den ersten schleuderte er flott ins Gebüsch jenseits von der jungen Hobbitdame und als diese von dem Geräusch aufgeschreckt herumwirbelte, traf sie der zweite Apfel an der Schulter.

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Bei dem Geräusch des raschelnden Gebüschs fuhr Mirabella sofort herum. Angespannt starrte sie in das Gebüsch nur um im nächsten Moment einen Schlag an der Schulter zu spüren. Blitzschnell drehte sie sich um, um ins nächste Gebüsch zu starren. Nur im Augenwinkel konnte sie wahrnehmen, dass es ein Apfel gewesen war, der sie getroffen hatte. Vorsichtig hob sie ihn auf, ohne dabei den Blick abzuwenden.
“Verschwendest du jetzt schon dein zweites Frühstück, um mir eine Lektion zu lehren?“
Mit einem Grinsen starrte sie weiterhin in das Gebüsch, mittlerweile ziemlich sicher, wo Pado war, doch wartete Mirabella noch auf eine bestätigende Bewegung, um sich endgültig sicher zu sein, wohin sie den Apfel zurück werfen musste.




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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Pado trat grinsend aus dem Geheck. Einige weiße Blüten hatten sich in Haaren und auf Umhang niedergelassen. „Nun, die willst du nicht mehr essen. Es sind die letzten kleinen Krüppel vom vergangenen Jahr!“ Er griff in seine Tasche und zog ein noch etwas besser erhaltenes Exemplar hervor. „Bitte sehr, stärk dich, dann triffst du dein nächstes Ziel garantiert!“ Er nahm sich selbst ebenfalls einen Apfel. „Vielleicht sollten wir drüben jenseits der Straße unser Glück versuchen. Dort habe ich neulich eine ganze Hasenkolonie gesehen!“ Leise vor sich hin knurpsend gingen die beiden nebeneinander durch das Unterholz. Nur ganz selten hörte man das Knacken eines Ästchens. Ja, Hobbits waren für ihre Leichtfüßigkeit bekannt. Sie waren noch nicht weit auf der anderen Seite der Weststraße in den Wald eingetaucht, da fanden sie auch schon die Stelle, an die Pado gedacht hatte. „Nun, dann versuche dein Glück hier, Mirabella!“ Leise zog der Ältere sich zurück, um der Hobbitdame das Feld zu überlassen.

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AlaricSkaldorson

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Staunend blickte Alaric sich um. Der Anblick war selbst für einen Zwerg ungewöhnlich:
Aus Wasserspeiern, mächtigen Häuptern uralter Zwergenfuersten mit prachtvollen Bärten nachempfunden, plätscherte Wasser in ein felsiges Bassin. Die nur teilweise behauenen Wände rundum glitzerten an manchen Stellen, von Quarzen und Pyrit. Neben dem Schwimmbecken waren Bänke aus dem Stein gemeißelt , verschieden hoch und mit Runenbaendern verziert. Geschmiedete Lampen warfen warmes Licht.
Alaric warf das grosse Handtuch auf eine der Bänke und wandte sich an den jungen Zwerg, der ihn hierher geleitet hatte:
"Donnerwetter! Eure Bäder können sich sehen lassen, sowas haben wir in den Eisenbergen nicht. Nur gewöhnliche Zuber mit Kohlenfeuern. Allerdings ist das Wasser warm." Sein Begleiter lächelte geheimnisvoll: "Warte es ab!" Er hing ein Hemd, eine Hose und eine Tunika aus grober Wolle über die Bank: "Hier, Wechselkleider. Sicher willst du deine....eh..verschmutzte Montur auch waschen!" fügte er mit Blick auf das versaute schwärzlich verfärbte Gewand Alarics hinzu und wandte sich zum Gehen. Alaric rief ihm noch ein "Dankesehr, und vielleicht könnte ich noch ein Warmbier haben, wenns irgend geht?" hinterher.
Dann begann er sich seiner schmutzigen Kleider zu entledigen und stieg anschließend ins Wasser. Zu seiner Überraschung war es angenehm warm. Er watete weiter hinein, das Wasser wurde noch heisser. Und kühler, wenn er sich dem anderen Wasserspeier näherte. "Genial" murmelte Alaric vor sich hin. Der eine Speier schickte kaltes Wasser in das Becken, der andere, wohl gespeist von einer heissen Quelle aus der Tiefe, warmes. Der erloschene Feuerberg, der der Erebor einst gewesen war, hatte noch genug Hitze in seinem Innern, um dieses Meisterwerk zwergischer Handwerkskunst mit heissem Wasser zu versorgen. Wohlig seufzend liess sich Alaric in heisseren Teil des Beckens ins Wasser gleiten, lehnte sich in eine der gemeisselten glatten Mulden und genoss die Wärme. Wegen der frühen Tageszeit war sonst niemand hier, und der Zwerk entspannte dösend eine ganze Weile, ehe er Schritte vernahm. Und dann bog um eine Ecke das schönste Mädchen, das er je gesehen hatte: Lange dicke Flechten, strahlende Augen, ein gelockter Bart mit kleinen Perlen darin und ein bezauberndes Lächeln: "Ich bin Jördis aus der Taverne. Man sagte mir, ich solle ein Warmbier ins Bad bringen für einen durchgefrorenen Reisenden. Das ist dann wohl für dich!' Alaric starrte noch immer auf das bezaubernde Wesen und lief gleichzeitig leicht rot an, als ihm.bewusst wurde, dass er ohne einen Faden am Leib im Becken saß. " Danke. Ich bin Alaric. Stell es bitte da am Rand ab, ja?" brachte er schließlich heraus und wäre am liebsten im steinernen Boden versunken. Mahal, was für eine Schönheit!
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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Kurz hatte Mirabella überlegt, Pado wirklich mit dem Apfel abzuwerfen, doch als sie sein Grinsen sah, warf sie das verschrumpelte Stück Obst nur einmal kurz in die Höhe, um es dann wieder aufzufangen und in ihrer Tasche verschwinden zu lassen, man wusste schließlich nie, wann man Ersatzgeschosse benötigte.
Dankend nahm sie dann Pados frischen Apfel an und biss herzhaft hinein, sodass ihr der Saft entgegentropfte. Köstlich!
Jenseits der Straße zog Mirabella dann erneut ihren Bogen. Während Pado sich einen Beobachtungspunkt suchte, prischte sich Mirabella ein wenig an die gezeigte Stelle heran. Den ein oder anderen Hasen konnte sie schon erblicken, doch hoppelten sie ständig hin und her und kaum einer verharrte in Ruhe.
Dann aber erblickte sie durch ein Gebüsch das graue Fell eines besonders großen Hasen. Er schien gerade zu Essen, denn er bewegte sich kaum. Schnell nutzte Mirabella ihre Chance und ließ den Pfeil ins Unterholz schnellen.




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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Ein lauter und greller Schrei, der sich wie der einer kreischenden Frau anhörte, hallte wie eine Echo durch den Wald, sodass einige Vögel vor Schreck von den Baumwipfeln in alle Himmelsrichtungen davonflogen und die restlichen Hasen eilig in ihren Bau verschwanden. ''Oh, da musst du wohl ein besonders großes Exemplar erwischt haben'', meinte Pado stolz zu ihr, auch wenn es sich eigentlich nicht wie ein Hase anhörte. Und dazu hörten sie kurz darauf allem Anschein nach ein Pferd wiehern. Beide eilten in die Richtung des Schreis um die erlegte Beute genauer zu begutachten. Der ''Hase'' oder auch Ardagast genannt, lag am Boden und wälzte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht im Unterholz. ''AUA!!!!'', brüllte er. Mirabellas Pfeil hatte ihn direkt in sein Hinterteil getroffen. Glücklicherweise wurde der Pfeil durch seine Reisetasche und seine Robe soweit abgehalten, dass es keine tiefe Fleischwunde war, sondern lediglich ein kleiner, aber dennoch ziemlich schmerzhafter Pikser in seiner rechten Gesäßhälfte…Sein Pferd stand derweil daneben und konnte sich ein herzhaftes Wiehern nicht verkneifen.



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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Pado kam als erstes in Sichtweite der Beute und blieb sehr abrupt stehen, als er wahrnahm, was oder wen Mirabella „erlegt“ hatte. Ein Blick genügte um zu erkennen, dass keine Lebensgefahr drohte. Er warf seiner Begleiterin einen kurzen Blick zu. Ihr erster entsetzter Blick wechselte gerade über in erleichterte Zerknirschtheit. Das war nun doch zuviel für Pados Sinn für Humor. Mit einem Prusten, das in haltloses Kichern überging, ging er hinüber zu seinem alten Freund, um ihm mit dem Pfeil zu helfen.Der hatte ihn noch nicht gesehen, weil er mit dem Gesicht in die andere Richtung auf dem Boden lag. Doch sobald er da Kichern hörte, schoß sein Kopf herum.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Ardagast drehte sich blitzschnell um, als er das Kichern hinter sich hörte. Wenn er diese Lausbuben erwischen würde! Der konnte sich auf was gefasst machen! Doch dann sah er plötzlich, dass ein bekanntes Gesicht vor ihm stand. ''Isengar? Was zum Geier machst du denn hier? Hilf mir mal! Irgendwelche Spitzbuben haben mir wohl einen Streich gespielt oder irgendein blinder Jäger hat mich mit seiner Beute verwechselt! Wie dem auch sei, wenn ich den Übeltäter in die Finger kriege, dann kann er was erleben! Dann verwandle ich ihn in ein UNGEHEUER!'', knurrte der Zauberer wütend, und wälzte sich immer noch auf dem Boden wie eine Schildkröte, die die komplett hilflos umgedreht auf ihrem Panzer lag. Mirabella versteckte derweil ihren Bogen hinter sich und bewegte sich langsam und unauffällig hinter Pado, um keine unnötige Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.



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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Auch wenn Pado Ardagasts Angewohnheit kannte, selbst nahe Freunde mit anderen Namen anzureden, durchzuckte es ihn diesmal wie ein Stich, als Isengar angesprochen zu werden. Er schluckte kurz und antwortete dann leise: „Nein, nicht Isengar und auch nie wieder er. Aber ich, Padogas Took Isengarion, werde dir sehr gerne behilflich sein. In deinem fortgeschrittenen Alter schafft man das nicht mehr einfach so selbst! Halt ruhig! Nicht zappeln!“ Fest umschloss er den Pfeil mit der Hand und ehe Ardagast noch zappeln konnte, zog er ihn mit einem Ruck aus Allerwertestem, Gewand und Tasche. Interessiert betrachtete er die Spitze. „Mein Lieber, du hast richtig Glück gehabt! Kaum ein Tröpfchen Blut daran! Normalerweise ist tot, was meine Gehilfin trifft!“ Damit reichte er dem Alten den Pfeil und zog Mirabella hinter sich hervor. „Versprich, sie nicht in ein Ungeheuer zu verwandeln, wenn sie sich nett entschuldigt!“

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Fast schon wollte sich Mirabella bei ihrem Opfer entschuldigen, sah seine Tasche einem Hasenfell doch sehr ähnlich, doch als der Zauberer das Wort 'Ungeheuer' so wütend verlauten ließ, war die Hobbitdame froh, nicht den Schritt nach vorn gewagt zu haben.
Dadurch, dass sie kleiner war als Pado, konnte sie sich vorerst auch gut, mitsamt Bogen und Köcher, hinter ihm verstecken, aber als er sie dann hervorzog, wäre Mirabella am liebsten im Boden versunken, was auch gewiss die bessere Alternative war, anstatt in ein Monster verwandelt zu werden wusste sie doch, dass es sich bei ihrem Gegenüber tatsächlich um einen Zauberer handelte. Schließlich räusperte sich Mirabella leicht.
“Verehrter Herr Ardagast, es tut mir so furchtbar Leid, dass ich euch getroffen habe, ich hoffe, es tut nicht zu sehr weh. Eigendlich wollte ich nur einen Hasen treffen, aber da hat mir eure Tasche durch das Gebüsch hindurch wohl einen Streich gespielt.“
Dabei versuchte die Hobbitdame dem Zauberer ins Gesicht zu schauen, doch hatte sie so ein schlechtes Gewissen, dass ihr Blick zwischen Boden und Zauberer schwankte.




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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Nachdem Pado ihn freundlicherweise aus seiner Misere befreit hatte, stand der Zauberer vor Mirabella, welche sich vermutlich schon ausmalte, was dieser mit ihr anstellen würde. Es musste ein gruseliger Anblick für einen Hobbit sein, wenn ein doppelt so großer, haushoher und düster dreinblickender Zauberer vor einem stand, der weiß Eru was mit einem anstellen konnte. Doch dann lachte der Zauberer laut auf und schlug Mirabella auf die Schulter. ''Ach, Schwamm drüber, Mikrowelle...kann ja den besten mal passieren und so weh hat's gar nicht getan!'', scherzte er herzlich, merkte dann aber bei seiner nächsten Bewegung, dass die kleine Wunde doch noch ein bisschen schmerzte. ''Ausserdem hab ich dafür eigentlich gar keine Zeit. Insofern kannst du dich ja selber in ein Ungeheuer verwandeln, wenn du Schuldgefühle haben solltest'', fügte er hinzu. Als nächstes wand sich dann wieder an Pado. ''Du meine Güte! Sag bloß, du bist wirklich Pado?! Ich hatte dich wahrlich für Isengar gehalten, so alt siehst du mittlerweile aus. Nichts für Ungut, Pado, aber ich hatte dich irgendwie jünger in Erinnerung, was mir jetzt natürlich einen gehörigen Strich durch die Rechnung macht und ich kann mir jemanden anderen suchen, denn du wirst mit Sicherheit nicht mehr geeignet sein!''



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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Erleichtert atmete Mirabella aus und ein leichtes Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht. Zum Glück nahm es der Zauberer ihr nicht allzu böse. Das er sie dann auch noch gleich umbenannte, war ihr dann auch egal, die Geschichten hatte sie schon von Padogas gehört, außerdem war es auch schon ein paar Jahre her, dass sie Ardagast vorgestellt wurde.
Schließlich guckte Mirabella gespannt zu Pado. Würde er das mit dem alten Mann auf sich sitzen lassen und was hatte es mit der Andeutung des Zauberers auf sich? Der Blick dder Hobbitdame zuckte umher von Hobbit zu Zauberer zu Hobbit.




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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Pado musterte den Freund betont von oben bis unten: "Nun, ich weiß nicht, wie das bei euch Zauberern ist, aber wir Hobbits werden in acht Jahren auch acht Jahre älter! Und so lange ist es her, dass wir uns gesehen haben. Isengar war etwa 55 Jahre älter als ich. Also pass auf was du sagst, alter Freund, sonst muss ich mir überlegen, ob ich nicht vergessen habe, wo ich den Alten Tobi aufbewahre!" Gespielt ernst fuchtelte er dem Zauberer vor der langen Nase herum. "Aber sei es drum. Komm erst mal mit zu uns. Dann werden wir dein Hinterteil noch fachkundig verarzten, wenn nötig." Er drehte sich um und strich Arda Pferd freundlich über die Nase. "Und dann kannst du uns erzählen, wofür ich angeblich nicht mehr geeignet bin!"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

''Schon gut, schon gut, nur nicht die Nerven verlieren'', antwortete Ardagast ungewohnt besonnen auf Pados ''Drohung''. ''Ach, mein Hinterteil ist schon in Ordnung, es tut gar nicht me...hr...AUA!!'', fügte er hinzu und ließ erneut einen Schrei aus. ''Ok, vielleicht noch ein Bisschen...'', setzte er kleinlaut dran und sah dann böse zu Mirabella herunter, während er die Zügel seines Pferdes packte und es mitnahm. Er holte zu den beiden Hobbits auf und gesellte sich zu ihnen. Gemeinsam gingen sie durch den Wald in Richtung Hobbingen. ''Tut mir leid, Pado, aber ich kann mich an dieses ''Altern'' nicht gewöhnen, ausserdem siehst du deinem Vater zum verwechseln ähnlich! Da kann man schon mal einen Fehler machen!'', rechtfertigte er sich. ''Wir müssen uns beeilen. Ich stehe unter Zeitdruck!'', mahnte er. ''Aber ich bin mir sicher für einen Zug alten Tobi habe ich noch Zeit!'', setzte er hinzu. Sie waren eine Weile unterwegs, da erreichten sie schon die Grenzen von Hobbingen. Die Sonne schien, es lag ein wunderbarer Frühjahrsduft in der Luft, und die ersten Blumen blühten schon, auch wenn es noch ein wenig kalt war. Für Ardagast war es immer wieder ein Erlebnis und eine Freude hierher zu kommen. Als sie schließlich bei Pado ankamen, band Ardagast erstmal sein Pferd an einer guten Stelle an. Pado gab ihr gleich etwas zu essen, woraufhin sich die Stute mit einem freundlichen Wiehern bedankte. Dann standen sich die drei gegenüber und Ardagast holte mit den Armen weit aus, packte beide und umarmte sie erstmal. Der Zauberer drückte beide kräftig an sich heran und hob sie auch gleich in die Luft. ''Es freut mich dich wiederzusehen, Pado! Wir haben uns viel zu lange nicht gesehen. Und jetzt kann ich es auch mal sagen: ''alter Freund''!'' Als er von beiden abließ, nickte er auch freundlich Mirabella zu. ''Auch schön dich wiederzusehen, Libelle, auch wenn ich mir unser Wiedersehen anders vorgestellt hatte!''



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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Überrascht von Ardagasts doch sehr kräftigen Umarmung, schaute die Hobbitdame den Zauberer ein wenig irritiert an, dazu die abermalige Namensvertauschung, nein, diesmal konnte sie es nicht auf sich sitzen lassen, zumal er ja Paods und Isengars Namen richtig wusste.
"Mirabella, mein Name ist Mirabella."
Sie versuchte den großen Mann anzulächeln, was ihr mit dem Kopf im Nacken auch gelang.
"Aber jetzt sag doch mal, wofür ist Pado angeblich nicht mehr geeignet?"
Es hatte ihr schon den ganzen Weg hier her unter den Nägeln gebrannt und jetzt konnte sie es einfach nicht mehr abwarten.




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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

„Ja, mein lieber Zauberer!“, Pado stellte sich in ähnlicher Positur neben Mirabella und schaute neugierig von unten nach oben, „das würde mich auch brennend interessieren!“ Er sah schräg zu Mirabella hinüber. „Du musst nämlich wissen, dieser Zauberer hier hat mich im zarten Alter von 25 Jahren tatsächlich auf eine hundsgefährliche Abenteuerreise mitgenommen. Für die war ich damals absolut ungeeignet, zugegeben hätte ich das zwar nicht, aber aus der langen Erfahrung heraus gesehen, war es ein wahres Himmelfahrtskommando für einen minderjährigen Jungen!“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

''Ach, Libelle...Novelle...Ausfälle...ist doch alles das Gleiche'', entgegnete der Zauberer Mirabellas Einwand und schmunzelte dann bei Pados Geschichte. Lange war es her und auch wenn sie wahrlich gefährlich war und mit Verlust behaftet, so dachte der Zauberer doch immer wieder gerne daran zurück. Aber dafür war nun keine Zeit. Ardagast blickte die beiden neugierig dreinblickenden Hobbits mit einem vielsagenden Lächeln an. ''Ich bin auf der Suche nach jemandem, der an einem Abenteuer teilnimmt!'', sagte er und betonte dabei vor allem das Wort Abenteuer. ''Oder auch ein Himmelfahrtskommando, wie du es gerade so treffend formuliert hast, mein lieber Pado'', fügte er schmunzelnd hinzu. ''Ihr kennt nicht zufällig jemanden, der dafür in Frage käme, oder?''



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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Pado sah Mirabella an und sie ihn: „Neeeiiin, wie kommst du darauf, dass wir so jemanden kennen könnten?“ Und wieder überkam Pado dieser unwiderstehliche Drang zu kichern.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Als beide gleichzeitig und wie ein Pfeil geschossen das gleiche sagten, war Ardagast etwas verwirrt. Sie kannten also niemanden? Das war also dann die nächste Enttäuschung an diesem Tag! Das wurde ja immer besser. Erst der Pfeil, dann die Verwechslung mit Isengar und Pado und nun auch noch das. Zugegebenermaßen hatte er sich das irgendwie anders ausgemalt...''Tja, dann müsst ihr beiden eben herhalten, denn ich kenne sonst niemanden, außer vielleicht Isengar, aber wenn du schon so alt bist, wie alt ist dann dein Vater erstmal?'', fragte Ardagast und erkannte eine seltsame Reaktion in Pados Gesucht. ''A propos. Wie geht es dem alten Haudegen überhaupt? Wenn ich schon da bin, würde ich ihm auch gerne mal hallo sagen!''



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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Pado schluckte: „Nun, mein Vater war 128, als wir ihn vor ca. 8 Wochen beerdigt haben!“ Er strich sich kurz über die Stirn. „Er starb friedlich, lebenssatt, wie er es schon länger nannte!“ Er drehte sich um und blickte quer durch den Garten des Smials, hin zu der Stelle, wo Isengars Grabstätte lag.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Ardagast schluckte. Hatte er sich eben verhört oder hatte Pado tatsächlich gesagt, dass Isengar nicht mehr lebte? Der Grabstein im Garten bestätigte es in großen Buchstaben. Ardagast atmete schwer und blickte traurig zu Boden. Es war auch kein Trost, dass er das stattliche Hobbitalter von 128 erreichte. Ardagast legte seine Hand auf Pados Schulter. ''Das tut mir wirklich leid, Pado! Mein Beileid!'' Zusammen gingen sie zum Grab des Hobbits, das so winzig war, dass es einem Kind gehören könnte. Es ärgerte den Zauberer, dass er ihn vor dem Tode nicht mehr besucht hatte. Acht Jahre waren einfach zu lange gewesen. Und wieder erkannte er, dass selbst seine große Macht jene, die ihm lieb und teuer waren, nicht schützen konnte. ''Mögest du den Weg in den Westen finden, lieber Isengar. Schade, dass wir uns nicht mehr gesehen haben'', sagte der Zauberer und ertappte sich dann dabei, wie eine Träne über seine Wange lief und schnaubte dann seine feuchte Nase. Er kramte etwas in seiner Tasche herum und holte dann eine seiner Pfeifen hervor, die er vorsichtig auf den Grabstein legte. ''Ruhe in Frieden, mein alter Freund!''

Etwas später saßen die zwei Hobbits und der Zauberer am Esstisch und ließen sich den Vier-Uhr-Tee und Kuchen schmecken. Doch es war eine bedrückte Stimmung in der Luft. ''Wie geht es dir Pado? Kommst du nach dem Verlust hier klar? Kann ich dir bei irgendwas helfen?'', fragte der Zauberer anteilnehmend.



Et Eärello Endorenna utúlien. Sinome maruvan ar Hildinyar tenn' Ambar-metta.

P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

„Nun“, Pado nahm einen Schluck aus seiner Teetasse, „ja, ich vermisse Vater! Aber wir hatten viele tolle Jahre zusammen. Vielleicht erinnerst du dich an unsere Reise, als ich im Trollhort Vaters Bogen fand und fest überzeugt war, ihn verloren zu haben. Damals habe ich mich schon von ihm verabschiedet. Alles was danach kam, war eine Zugabe, ein Geschenk! Und es war ein wirklich großes Geschenk!“ Pado verstummte und starrte in seine Teetasse. „Ich frage mich manchmal, ob wir Hobbits auch in irgendwelchen Hallen Festgelage feiern, wie die Zwerge?“

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Svafnir

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Der ohnehin schon immer etwas grummelige Dáni, der als Steiger die Oberaufsicht über Sváfnirs Minenabschnitt hatte, kochte förmlich vor Wut. Als Sváfnir ihn erreichte, hatte er offensichtlich schon alles gehört und fing direkt an, den jüngeren Zwerg ordentlich zusammenzufalten.
"Un-ver-antwort-lich!!!" Dáni war rot im Gesicht und fuchtelte mit einem Zettel vor Sváfnirs Nase herum. "Es gab eine Anweisung! Du hattest kein Recht, die Tunnelrichtung zu ändern!"
"Aber die anderen -"
"Leichtsinn! Ich denk mir diese Pläne doch nicht zum Spaß aus!"
"Es hat sich aber doch gelohnt, wir haben -"
"Gelohnt? Ich habe einen meiner besten Leute verloren, der ganze Papierkram, die Invalidenrente -"
"Invalidenrente?!" Sváfnir schüttelte sprachlos den Kopf. "Was hat man dir dir denn erzählt?"
Dáni verengte grimmig die Augen.
"Das Bein ist ab, sagt Hvrodur. Was das kostet und was das nach sich zieht..."
Sváfnir räusperte sich.
"Das Bein ist noch dran. Und in ein paar Wochen ist er bestimmt wieder einsatzfähig", fügte er so selbstsicher hinzu wie möglich. Baldur musste wieder vollständig genesen, alles andere war keine Option. "Hvrodur hat Blödsinn erzählt."
"Hm." Dáni schien erst jetzt wieder zu atmen und beruhigte sich ganz langsam. "Wie dem auch sein. Ihr kriegt vorerst Ersatz für ihn."
Nun war es an Sváfnir, skeptisch zu gucken.
"Ersatz?" fragte er und bemühte sich um einen neutralen Tonfall. Niemand konnte Baldur ersetzen.
"Ich habe nach dem jungen Bragi geschickt. Von dem was man hört, kann er ganz brauchbar sein und hat ein wenig harte Arbeit nötig."
Bragi. Ja, den Namen hatte er schon einmal gehört. Begeistert war Sváfnir nicht aber er versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen. Deshalb nickte er nur und wandte sich zum Gehen.

Geändert durch Svafnir (22.11.2019 21:38)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Ardagast nickte. ''Weise Worte'', kommentierte er Pados Zusammenfassung zu Isengar. ''Isengar war in der Tat ein großes Geschenk. Ich wünschte, ich hätte euch nochmal besucht und es ärgert mich umso mehr, dass ich ihn um so eine kurze Zeit verpasst habe. Ich hätte gerne nochmal mit ihm gesprochen...wenn Radagast das erfährt...ihm muss ich die Nachricht auch noch überbringen'', seufzte der Zauberer und nahm einen Schluck vom heißen Tee, den Mirabella freundlicherweise zubereitet hatte. Dann ging er auf Pados Frage ein. ''Es ist sicherlich ein schöner Gedanke'', sagte er lächelnd. ''Mein Gefühl sagt mir, dass du dir um ihn keine Sorgen machen musst. Es geht ihm gut, dessen bin ich mir sicher'', fügte er nach einer kurzen Pause hinzu.



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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Pado hatte Ardagasts Worten sehr genau gelauscht und ihm war die kleine Pause nicht entgangen. Er lächelte und nickte schließlich: „Danke, Arda! Das gibt meinem Herzen Ruhe!“
Damit stand er auf und ging nach hinten in die Vorratskammer. Er kam mit einem Rotwein und einem Säckchen Alten Tobi wieder. Beides bot er Ardagast an und reichte es dann an Mirabella weiter. Als alle versorgt waren, hob er kurz das Glas: „Auf Isengar!“

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Ein Abenteuer und Himmelfahrtskommando, auf das Ardagast sie mitnehmen wollte? Da Pado und Mirabella ja eh demnächst auf ein Abenteuer wollte, würde sich das bestimmt kombinieren lassen, freudig sehnte sie dem Ganzen schon entgegen. Doch als das Gespräch auf Isengar umschwang, wurde Mirabella still. Teilweise bejahte sie Pados Worte mit einem Nicken, sagte sonst aber nichts. Es fühlte sich einfach nicht passend an und schmerzte immer noch.
Deswegen begann Mirabella sich um das leibliche Wohl zu kümmern und sinnierte über die Worte, was mit ihnen nach dem Tod passieren wird. Als die Hobbitdame wieder bei den anderen saß, nahm sie dankend den Rotwein an, lehnte aber den Alten Tobi ab. So erhob auch sie das Glas und stimmte mit ein: “Auf Isengar.“




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Ardagast nickte und hob ebenfalls sein Glas. ''Auf Isengar!'', stimmte er mit ein. Nach einem Moment der Stille erklärte der Zauberer seine dringliche Situation. ''Also, da ihr ja niemanden kennt, der für mein Abenteuer in Frage käme, muss ich dich wohl einfach wieder mitnehmen, Pado!'' Er warf dem Hobbit dabei einen vielsagenden Blick zu, der zu erkennen gab, dass der Zauberer nur auf die Einwilligung des Hobbits wartete. ''Oder soll ich mir irgendeinen fähig aussehenden Hobbits da draußen schnappen und einfach mitnehmen?'', setzte er mit einem Zwinkern hinzu und zeigte nach draußen.



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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

"... und aus all diesen Gründen, die dir auch zuvor schon klar gewesen sein sollten, kann und will ich dir diese Erlaubnis nicht erteilen!"
Tadelnd sah Thranduil auf seine Soldatin hinab. Er war groß, selbst in Elbenmaßstäben gemessen, und so überragte er beinahe alle um einige Zentimeter und es bereitete ihm größte Genugtuung, dies auszuspielen.
Ilumiel hatte sich in der letzten Stunde einen Vortrag darüber anhören dürfen, warum Elben nicht mit Zwergen zusammenarbeiteten, und umgekehrt. Weiterhin, warum Zauberer im Allgemeinen und dieser eine im Besonderen nicht zu den engsten Vertrauten des Königs zählten und er ihnen daher auch niemanden aus dem Waldlandreich für irgendwelche Unternehmungen zur Verfügung stellen würde. Ausserdem habe sie hier zu Hause genügend Pflichten und Aufgaben, und man könne in Zeiten der Ungewissheit, was nun genau mit Sauron geschehen war, auf niemanden verzichten. Ein bisschen war ihre Hoffnung erneut in sich zusammengefallen, aber dann schalt sie sich einen Narren. Was hatte sie auch erwartet? In stiller Annahme des Urteiles beugte sie ein Knie und senkte das Haupt. "Ja Herr." Dann machte sie auf dem Absatz kehrt und begab sich in Richtung des Ausgangs der Halle.

Der König aber zermarterte sich das Hirn. Eine Unternehmung? Eine Mission? Etwas, wofür man im Kampfe ausgebildete Elben brauchte? Was, zum Nauglamir, konnte sich dahinter verbergen? Eine neue Teufelei? Oder nur ein Hirngespinst eines verwirrten Alten? Aber es war nicht zu leugnen: Thranduil war neugierig!

Ilumiel hatte die Halle beinahe hinter sich gelassen, da vernahm sie in deutlich nachdenklichem Tonfall die Stimme ihres Königs: "Ilumiel? Halte ein! Erzähl mir noch einmal, worum es geht..."

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Ilumiel
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Schnappen und einfach mitnehmen, Pado grinste. Ganz so war es damals nicht gewesen. „Nun, ein Abenteuer, ein Himmelfahrtskommando? Große Gefahr, wenig Chance auf Erfolg? Worauf warten wir?“ Er zwinkerte Mirabella kurz zu. „Jetzt aber mal ernsthaft, Ardagast, welcher Drache besetzt diesmal welchen Berg? Und wer ist der Auftraggeber? Du solltest vielleicht etwas genauer werden, wenn du mich engagieren möchtest!“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Immerhin hatte Pado im fortgeschrittenen Alter seinen Enthusiasmus nicht verloren. Ardagast grinste zufrieden. Das war genau die Reaktion, die sich der Zauberer erhofft hatte. Ob er danach immer noch so begeistert sein würde, blieb abzuwarten. ’’Also, wo fange ich an...'', begann der Zauberer und dunkelte den Raum ab, sodass kein Tageslicht mehr hereinkam und lediglich die Kerzen ein schwaches Licht spendeten. Aber es reichte aus. ''Kein Drache...aber mit einem Berg liegst du gar nicht so falsch, Pado'', erklärte der Zauberer. ''Bevor ich euch erzähle, um was es geht, brauche ich euer Versprechen, dass ihr alles für euch behaltet. Kein Wort darf diese vier Wände verlassen!'' Beide nickten.

Musik

''Vor mehreren Wochen stattete ich dem Erebor einen lang geplanten und ersehnten Besuch ab. Was allerdings nicht geplant war, war ein unerwartetes Wiedersehen mit Balin. Ihm geht es trotz weit fortgeschrittenem Alter sehr gut und ich soll dich von ihm grüßen. Er erzählte mir von einer geplanten Expedition der Zwerge, um ein altes und verlorenes Königreich zurückzuerobern: Khazad-dûm. In der gemeinen Sprache wird es Moria oder Zwergenbinge genannt. Er bat mich daran teilzunehmen, da er die Dienste eines Zauberers gut gebrauchen könnte. Ich hatte versucht es ihm auszureden, aber du weißt ja wie Zwerge sind. Er ließ sich nicht davon abbringen und so willigte ich ein unter der Bedingung, dass ich meine eigene Gruppe zusammenstellen und mitnehmen darf. Ich möchte sicherstellen, dass diese Expedition eben kein Himmelfahrtskommando wird. Er willigte ein. Bevor ich zum Auenland aufbrach, habe ich bereits einigen fähigen Leuten geschrieben, welche die Mission hoffentlich tatkräftig unterstützen werden und ich hatte gehofft, dass ich auch einen Hobbit dazu bewegen könnte, sich der Unternehmung anzuschließen. Denn wenn ich eines gelernt habe, dann, dass nicht nur Zauberer, sondern auch Hobbits über Erfolg und Misserfolg einer solchen Mission entscheiden können!'', berichtete er sorgfältig.

Bevor er Pado oder Mirabella antworten ließ, erzählte er weiter. ''Nun, Pado. Es ist so und ich möchte dir da auch nichts vormachen, diese Mission ist mindestens genauso gefährlich und töricht, wie die, den Erebor zurückzuerobern, wenn nicht sogar schlimmer. Moria ist ein verlorener und schrecklicher Ort. Ich war bereits einmal dort und ich sehne mich keinesfalls danach, dorthin zurückzukehren. Im Gegenteil. Du denkst dir vermutlich, dass es ohne Drachen schon nicht so schlimm sein wird. Und verdenken könnte ich dir das nicht, denn woher sollst du es auch besser wissen. Aber hör jetzt genau zu, Pado. Zusätzlich zu meinem eigenen, ebenfalls beschränkten Wissen über das alte Königreich, habe ich zwischenzeitlich neue Informationen sammeln können. Es ist überflutet von Orks und diese werden es wohl kaum einfach hergeben. Es gibt kaum mehr erhaltene Karten und so werden wir sehr wahrscheinlich blind durch den Berg gehen, in der Hoffnung die Orks möglichst zu überraschen und so von innen heraus zu schlagen'', erklärte er weiter. Pado wollte erneut etwas sagen, doch Ardagast unterbrach ihn wieder, da er das wichtigste noch nicht erzählt hatte.

''Da ist noch mehr. Nicht nur Orks, sondern Höhlentrolle leben dort. Teilweise auch als Sklaven der Orks. Du erinnerst dich an die Schlacht damals und an die Trolle, die dort kämpften. An ihrer zerstörerischen Kräfte. Darüber hinaus gibt es an den dunklen Orten noch ältere und gefährlichere Geschöpfe, als Orks oder Trolle. Lange vergessen und aus einem anderen Zeitalter, als Götter und Drachen große Schlachten geschlagen haben. Einst war Moria ein stolzes Königreich der Zwerge. Doch in ihrer nimmersatten Gier, haben die Zwerge zu tief gegraben und ein Wesen erweckt, das besser weiter geschlafen hätte. Schatten und Flamme. Ein Balrog. Ein Dämon aus der alten Welt. Verstehe Pado, es gibt Mächte in dieser Welt, die sind auch mir überlegen. Und es gibt jene Mächte, mit denen ich mich bisher nicht messen konnte. Und selbst ich bin nicht erpicht darauf, das herauszufinden. Du siehst also, es wird ganz sicher kein Spaziergang!'', erklärte er abschließend und wartete nun auf eine Reaktion des Hobbits. ''Ich würde es dir nicht verdenken, wenn du lieber hier bleiben würdest. Es ist kein Ort für einen Hobbit und ich kann weder deine Sicherheit, noch dein Überleben garantieren!''



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R.I.P. Ian Holm
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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Bragi stapfte mit einer Spitzhacke über der Schulter auf Dáni zu, um sich zum Dienst zu melden. Gerade als er den Steiger erreicht hatte, beendete dieser ein allem Anschein nach eher unangenehmes Gespräch mit einem seiner Arbeiter. Er kam Bragi vage bekannt vor. Wahrscheinlich hatte er ihn hier in den Mienen schon einmal gesehen, als er in der Ausbildung gewesen war. Er kramte einen Moment in seinem Gedächtnis.
"Svafnir", grüßte er den anderen schließlich mit einem freundlichen Kopfnicken.

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Svafnir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

"Du must Bragi sein", erwiderte Sváfnir und schaute den jungen Zwerg abschätzend an. "Lange nicht gesehen.
Dáni trat vor und haute Bragi schwungvoll die Hand auf die Schulter, so dass dieser ein wenig in die Knie ging.
"Willkommen! Hoffe du hast was drauf. Der hier -" er deutete auf Sváfnir, "wird dir helfen, wenn irgendetwas unklar ist."
Sváfnur nickte und unterdrückte einen Seufzer. Er hatte keine Lust, Babysitter zu spielen. Mann konnte nur hoffen, dass Bragi besser war als sein Vater. Dessen Geschichte kannte jeder Zwerg, der hier arbeitete.
Dáni drückte Bragi einen kleinen Stapel Papier in die Hand.
"Das muss ausgefüllt werden bis morgen. Das übliche, persönliche Angaben, Notfallkontakt, Einverständniserklärung, dass ich das alles an den Schatzmeister weiterleiten darf zwecks deiner Entlohnung... das übliche eben."
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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Bragi nahm kommentarlos die Papiere entgegen und stopfte sie in seine Tunika. So etwas hatte er schon einmal unterschreiben müssen, als er in seiner nicht übermäßig langwierigen Ausbildung in den Mienen gewesen war. Mit einem Blick auf Svafnir fragte er sich, ob der ältere Zwerg sich wohl daran erinnerte. Bragi hatte damals nicht einsehen wollen, warum er weiter in den Mienen rumhängen sollte, nachdem er dort schon alles gelernt hatte, was er für nützlich hielt. Nach der dritten hitzigen und völlig fruchtlosen Diskussion mit seinem Lehrmeister über dieses Thema hatte man entschieden, Bragi einfach gehen zu lassen, statt auf den unvermeidlichen Moment zu warten, in dem der Ausbilder genug hatte unf mit einer Spitzhacke auf den selbstgefälligen kleinen Klugscheißer losging. Bragi musste fast grinsen, wenn er daran dachte. Es war nicht die schlimmste Lehre, die er angefangen hatte.

Bragi schlurfte Svafnir hinterher den dunklen Gang entlang in die Minen. Der andere Zwerg machte keinen besonders begeisterten Eindruck, doch Bragi konnte es ihm nicht wirklich verübeln.
"Tut mir leid, was mit Baldur passiert ist", sagte er beiläufig, aber mit ernster Anteilnahme.

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Svafnir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

Sváfnir zuckte zusammen, als Bragi plötzlich sprach.
"Sowas passiert. Wenn du im Berg arbeiten würdest, wüsstest du das. Baldur wird wieder." Und ich habe draus gelernt, fügte er gedanklich hinzu. Vor allem, dass das Leben aller hier unten innerhalb eines Wimpernschlags vorbei sein konnte.
Erst jetzt schaute er Bragi an.
"Was hast du denn die ganze Zeit gemacht? Ich erinnere mich dunkel, dass du auch mal hier warst. Wolltest in die Fußstapfen deines alten Herrn treten oder was?"
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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Bragi antwortete mit einem schnaubenden Lachen. "Wohl eher nicht. Ich bilde mir ein, aus den Fehlern meines Vaters gelernt zu haben."
Er hob den Blick und sah sich etwas in dem langen, finsteren Gang um. An eines erinnerte er sich aus seiner Lehre noch sehr genau: viele der Gefahren einer Miene ließen sich umgehen, wenn man sich einfach nicht allzu dumm anstellte. Es schien allerdings auch genug Zwerge zu geben, die diese Lektion nie gelernt hatten. Bragi hoffte insgeheim, dass die anderen Arbeiter im Stollen die Verbindung zwischen ihm und seinem Vater nicht ganz so schnell zogen wie Svafnir.
"Glaub mir, ich könnte mir schöneres vorstellen, als wieder hier unten zu schuften, aber ab und zu muss ich nun einmal auch Geld verdienen", sagte er, "Aber keine Sorge, so schlecht ist mein Gedächtnis nicht, ich kann mich schon noch daran erinnern,wie hier alles abläuft. Du brauchst mich nicht bemuttern. Zeig mir einfach, woran ich arbeiten muss. Den Rest krieg ich allein auf die Reihe."

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Svafnir

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

Sváfnir zuckte mit den Achseln.
"Umso besser. Du hast zwar immer noch nicht erzählt, was du vorher gemacht hast, aber das werden wir schon rauskriegen. Und vielleicht macht es dir hier ja doch Spaß."
Er führte Bragi zu dem Abschnitt, in dem das Unglück passiert war. Hvrodur und Hvredur waren noch dort und hatten dankenswerterweise bereits einiges an Schutt weggeräumt. Sváfnir gab ihnen eine knappe Zusammenfassung, wie es Baldur bei Óin ergangen war, und deutete dann auf Bragi.
"Das ist Bragi, unser Ersatz für Baldur. Bragi, das sind Hvrodur und Hvredur. Und hier siehst du den Grund für den Unfall."
Vor ihnen lag unübersehbar die mit Gold durchzogene Wand, an der sie sich weiter vorarbeiten würden. Vorerst galt es aber, weitere Unfälle zu vermeiden.
"Wir sollten die Decke abstützen. Ich kenne Baldur, er hat sich nicht verrechnet beim Sprengstoff. Aber die Decke ist hier instabiler als weiter vorne."
Hvrodur nickte zustimmend. "Erst sichern, dann gehen wir weiter vor", sagte er zu Bragi und klopfte ihm auf die Schulter. "Willkommen in unserer Runde. Schauen wir mal, was du kannst."
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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Bragi nickte knapp und machte sich, nicht unbedingt eifrig, aber zumindest tüchtig genug, an die Arbeit.
Hvrodur und Hvredur schafften dicke Holzbalken heran und Bragi half Svafnir dabei, diese zu einem stabilen Gerüst zusammenzusetzen.
Sich über die Architektur und Statik ihrer Konstruktion Gedanken zu machen hielt ihn geistig angenehm beschäftigt und gefiel ihm fürs erste deutlich besser als das stumpfe Gehacke im Gestein, das er noch aus seiner kurzen Ausbildungszeit kannte und das ihm auch an diesem Tag sicherlich noch bevorstand.
Ab und zu machte er sogar mal einen Vorschlag, der vom klassischen Bauplan der Tunnelgerüste abwich, von dem er sich aber mehr Stabilität oder eine unkompliziertere Konstruktion erwartete.
Ein paar mal brannte es ihm auf den Lippen, nach dem Unfall zu fragen, doch auch wenn die meisten es ihm nicht zutrauten, hatte er durchaus genug Taktgefühl zu wissen, in welcher Situation er bestimmte Fragen lieber für sich behielt und wann er sich für einen Tag schon genug Ärger eingehandelt hatte.
"Wie lange arbeitest du schon hier in den Minen?", fragte er Svafnir schließlich im Plauderton, während er einen Balken in Position hielt, damit der andere ihn festnageln konnte.

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Svafnir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

"Mein Vater und ich sind ein paar Jahre nach der Rückeroberung nachgekommen. Ich gebe zu, ich hab meine Schwester vermisst... Aber es war nicht so leicht, unseren Vater zu überzeugen, und ich mochte ihn nicht allein lassen. Aber eine Schmiede kann er auch hier haben, hab ich ihm gesagt. Und seitdem bin ich hier." Er lächelte bei der Erinnerung an die Anfangszeit. "Mein Vater hat einen neuen Versuch unternommen, mich in die Schmiede zu kriegen, und bei Mahal, ich hab es versucht. Aber das ist nichts für mich."
Er schwang den Hammer und haute den Nagel in den Balken.
"Hier weiß man nie, was der nächste Tag bringt. Das mag ich."
Grinsend fügte er hinzu: "Und es gibt pünktlich Feierabend. Der Berg rennt schließlich nicht weg, und will auch nicht kurz vor knapp noch schnell etwas erledigt haben oder zieht seinen Auftrag zurück. Das mag ich auch."
Es ließ genug Zeit für andere Dinge. Er war regelmäßig zu Besuch bei Dwalin, der ihn in der Kriegskunst unterrichtete, und der ihm einmal bescheinigt hatte, kein absolut hoffnungsloser Fall zu sein - ein Kompliment, wie er später herausfand.
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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Bragi ließ den Balken los, nachdem Svafnir ihn festgenagelt hatte.
"Ich glaube, ich kenne deinen Vater sogar. Meine Mutter kauft manchmal bei ihm ein", sagte er beiläufig, während er sich mit schräg gelegtem Kopf ihr Bauwerk anschaute.
"Aber schön, dass du in der Mine offenbar deine Bestimmung gefunden hast."
Dass er selbst die Arbeit in den Stollen für den Aufwand und die Gefahr nicht wert hielt, sagte er lieber nicht laut. Svafnir wusste schon, dass er nicht freiwillig hier war und das musste genügen.
"Kommt in diesem Berg ja nicht allzu oft vor, dass akzeptiert wird, wenn die Söhne und Töchter nicht dem Weg folgen, den ihre Eltern für sie vorgesehen haben", konnte er sich allerdings nicht verkneifen beizusteuern.

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Hisimir

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Nachdem der junge Zwerg ihm eine schnelle Beschreibung zu Naíns Wohnkammer gegeben hatte und mit Alaric zu den Bädern verschwunden war, stand Naín in der Eingangshalle des einsamen Bergs und bestaunte dessen Schönheit. Nach der Schlacht der fünf Heere war dafür keine Zeit gewesen und die Stimmung war trotz des Sieges doch recht gedämpft gewesen, schließlich war viele tapfere Krieger gefallen. Er lief los, um sich die Wunder des Berges näher anzuschauen und doch immer wieder glitten seine Gedanken zurück zu jenem Tag der Schlacht. Dem Lärm, dem Blut und Gestank von Gedärmen, Schweiß und Angst. An diesem Tage hatte er erfahren, dass auch die feinen Elben stanken, wenn es hard auf hard kam. Kein graziöser Tod, sondern die harte und brutale Realität, wie sie auch Zwerge und Menschen erleben musste.

Schließlich lenkten ihn seine Schritte zu einer Taverne, wo er sich einige Humpen Bier bestellte, um den Staub der Straße aus seiner Kehle zu spülen. Dazu gab es feines Fleisch, deftiges Brot und herrlichen Käse.
Schließlich stapfte er leicht angetrunken, vollgestopft und glücklich zu seiner Schlafkammer, wo er glücklich und zufrieden in sein Bett fiel und einschlief.

Ehre das Gimp!
아미
Sie hören gern, zum Schaden froh gewandt,
Gehorchen gern, weil sie uns gern betrügen;
Sie stellen wie vom Himmel sich gesandt,
Und lispeln englisch, wenn sie lügen.
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Hisimir]

Pado hatte gebannt Ardagasts Schilderung zugehört. Im Gegensatz zu vielen seiner Landsleute hatte er in der Tat schon von Moria, der Zwergenbinge gehört. Und als Hobbit, der sich für alte Dinge interessierte, war dies natürlich ein sehr interessantes Vorhaben. Doch die von Ardagast geschilderten Gefahren, waren nicht zu unterschätzen. Orks und Trolle waren schon nicht so gut in größeren Mengen. Aber dieser Ballrock hörte sich nicht erstrebenswert an. „Sag, mein zauberischer Freund, wenn DU schon nicht weißt, ob du dich diesem Ballrock stellen kannst, was genau meinst du denn, dass ich dort ausrichten kann? Klar ich kann ihn mit Apfelkripsen abschießen, aber wäre es nicht passender unseren alten Kumpel Gandalf zu fragen?“ Er warf Mirabella einen kurzen Blick zu. Was sie wohl davon hielt?

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Ardagast konnte ein Grinsen bei Pados Ausführungen nicht unterdrücken. ''Keine Sorge, Pado. Ich will dich nicht mitnehmen, weil ich dich als Schild gegen einen uralten und übermächtigen Feind einsetzen will. Keiner erwartet von dir, oder von irgendjemandem, sich einem Balrog zu stellen. Glaub mir eines, wenn wir ihn tatsächlich wecken, dann kann uns nichts und niemand mehr beschützen! Die Idee ist vielmehr, dass wir seine Aufmerksamkeit, und die der anderen Feinde dort, eben nicht auf uns ziehen!'', erklärte Ardagast und klopfte Pado auf die Schulter. ''Mein tapferer Hobbit...genau da kommst du nämlich in's Spiel. Wir sind in Moria auf jemanden angewiesen, der mucksmäuschenstill schleichen und möglicherweise durch enge Spalten klettern kann. Einen Hobbit eben! Und das kannst du wie kein Zweiter, will ich meinen!'', fügte der Zauberer hinzu.



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P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

R.I.P. Ian Holm
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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Ein bisschen Angst hatte Mirabella bei der Schilderung des Zauberers doch bekommen, aber es reizte sie dennoch das Abenteuer. Wenn außerdem Pado mitgehen würde, und danach sah es gerade schwer aus, dann müsste Mirabella noch viel länger auf ein Abenteuer warten, also musste sie einfach mit.
“Ich glaube es ist immer gut einen Reservehobbit dabei zu haben, du weißt schon, wenn der eine ein wenig zu viel zum zweiten Frühstück gegessen hat und deswegen die Westenknöpfe abspringen würden, wenn er durch eine enge Spalte klettern müsste.“
Mit diesen Worten setzte sich Mirabella noch ein wenig aufrechter und mit geschwellter Brust hin. Sie war absichtlich nicht auf die Leichtfüßigkeit eingegangen und daran, wie gut sie sich anschleichen konnte, da sie Ardagast nicht an seinen womöglich schmerzenden Hintern erinnern wollte.
“Deswegen würde ich vorschlagen, dass du nicht nur Pado mitnimmst, sondern auch mich. Wir waren sowieso gerade bei den Vorbereitungen für eine Reise, da würde das ja nur gelegen kommen, wenn du eh sagst, dass wir die Gefahren vermeiden wollen.“




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Pado sah seine junge Verwandte mit halb belustigtem halb empörtem Blick an. „Hast du grad angedeutet, ich sei zu dick um durch enge Spalten zu krabbeln?“ Er warf Ardagast einen schnellen Blick zu. Vielleicht sollte der diese freche junge Dame doch mal kurz in ein Ungeheuer verwandeln. „Ich, der einzige Hobbit jenseits der 50, der noch in die Klamotten passt, die er bei seiner Vollährigkeitsfeier getragen hat!“
Als er Mirabellas leichtes Grinsen sah, nickte er nachdrücklich: „Ich kann es euch beweisen, wenn ihr Wert drauf legt!“ Kopfschüttelnd griff er noch einmal nach der Weinflasche und wandte sich dann an Ardagast: „Aber ansonsten hat diese freche junge Krabbe recht. Wir waren in der Tat dabei uns zu einer Reise zu rüsten und haben schon einige Vorbereitungen dafür getroffen. Wenn du also einen „Reserve“-Hobbit mitnehmen möchtest, ich kann für ihr helles Köpfchen bürgen, wenn auch nicht für ihre lose Zunge!“

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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Svafnir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Sváfnir konnte sich bei Bragis letztem Kommentar ein Grinsen nicht verkneifen. Vielleicht hatten sie doch mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick schien.
"Wir werden nachher bestimmt noch ein, zwei Bier trinken gehen. Ich werde zwar erst bei Baldur vorbeischauen, aber auf den Schreck heute... schließ dich ruhig an, wenn du magst."
Genaugenommen war ihm nach etwas stärkerem als Bier. An manchen Tagen war das einfach nötig.
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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Bragi lächelte schief.
"Gern doch", sagte er und reichte Svafnir einen weiteren Balken.
Eine Weile arbeiteten sie noch weiter, bis die Decke ausreichenden stabilisiert war und die Weiterarbeit in dem Stollen wieder einigermaßen sicher war.
Ein bisschen hatte Bragi darauf gehofft, dass sie so lange für den Bau brauchen würden, dass er an diesem Tag nicht noch die Spitzhacke schwingen müssen würde, doch das Glück war ihm wohl nicht hold und so begann er zusammen mit den anderen Bergmännern mit der mühevollen, monotonen Hackerei im Berg.

____________________________________________________

May the force be with you.
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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Mirabella musste sich das Kiechern verkneifen, als Pado sie durchschaute. Ganz traute sie Pado dennoch nicht, hatte er doch über die letzten Jahre in denen er nicht mehr gereist war, ein klein wenig zugelegt, aber nur so viel, dass manche Weste nun richtig saß, statt ein wenig zu locker, wie manchmal nach seinen Reisen.
Bei den Worten 'freche Krabbe' war es dann an der Hobbitdame gespielt empört zu gucken, allerdings wechselte ihr Gesichtsausdruck schnell zu einem begeisterten Nicken und antwortete dann keck: "Aber wenn wir eh nur auf Orks oder so einen Ballrock treffen können, dann sollte mir die lose Zunge ja nicht zum Verhängnis werden."
Grinsend sah sie den Zauberer an, ob er das auch so sah und sie mitnehmen würde.




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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Reservehobbit? Das war natürlich ein Stichwort, dass Ardagast noch nicht bedacht hatte. Bei der letzten Unternehmung hatten sie auch zwei Hobbits, Pado und Bilbo. Warum also nicht? Da musste der Zauberer auch nicht lange überlegen. Um ehrlich zu sein verwirrte es ihn mehr, dass beide so Feuer und Flamme - oder besser gesagt Schatten und Flamme - waren mitzugehen und das, nachdem er ihnen erzählt hatte, welche Gefahren dort lauerten. So konnte er dann nur herzlich lachen und sah die beiden Hobbits mit Stolz erfülltem Gesicht an. ''Auch nach so vielen Jahren könnt ihr Hobbits einen alten Zauberer wahrlich noch immer überraschen! Willkommen an Bord ihr beiden!'', sagte er erfreut und hob sein Weinglas zum Anstoßen hoch. Dann schlürfte er eilig den restlichen Wein im Glas herunter und stellte es auf den Tisch. ''Dann packt mal alles zusammen, denn wir brechen noch heute auf. Es gibt keine Zeit zu verlieren!'' Er blickte in die überraschten Gesichter der beiden. ''Na los! Oder muss ich euch in einen Sack verschnürt an mein Pferd hängen?''



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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

„Bei allem Respekt, Arda, auch wenn wir schon einiges vorbereitet haben, geht das nicht ganz so schnell. Ich muss Carl noch die Verantwortung für das ganze Anwesen übertragen. Und bis wir fertig wären, wäre es später Abend. lass uns eher morgen mit dem ersten Tageslicht starten. Das macht mehr Sinn!“ Pado ließ sich zwar immer noch gerne in Abenteuer hineinziehen, aber er hatte einfach mehr Verantwortung als früher.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Ardagast holte nach Pados Ansage wortlos seine Pfeife heraus und stopfte sie langsam. Dann zündete er sie an und steckte sie in seinen rechten Mundwinkel. Daraufhin nahm er genüsslich einige Züge. Auf Grund des vollen Mundes murmelte er dann etwas wie: ''Nur keine Eile...ist ja nicht so, als ginge es um Leben oder Tod...aber für eine Pfeife ist schon noch Zeit! Morgen Früh dann aber pünktlich vor dem ersten Licht des Tages!'' Bevor ein Hobbit fragen konnte, setzte er noch dazu: ''Das heißt, vor dem ersten Frühstück! Damit müsst ihr euch dann unterwegs begnügen! Der Weg ist lang und wir können uns wirklich keine weiteren Aufschübe erlauben!''



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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

So schnell sollte es losgehen? Da war Mirabella doch etwas überrascht und froh, dass Pado wenigstens den nächsten Morgen als Aufbruchzeit raushandeln konnte.
Wie nach einem Startschuss bei einem Wettrennen stand Mirabella auf, allerdings leerte sie erst ihr Weinglas, und begann zuerst damit, das Proviant zusammen zu suchen, damit sie, falls etwas fehlte, noch schnell auf den Markt gehen konnte. Währenddessen murmelte sie nur Dinge in ihren nicht vorhandenen Bart wie "die Planung von ein paar Wochen an einem Abend umsetzten, na das kann ja lustig werden ... zum Glück hatten wir die Vorräte schon so aufbereitet, dass wir das meiste haben ..."
Schließlich flüsterte sie dann, außer Hörweite des Zauberers zu Pado: "Ich weiß ja nicht, was du davon hältst, aber ohne Frühstück will ich nicht losreisen, dann steh ich doch lieber mitten in der Nacht auf, aber ohne was ordentliches im Magen kann man doch nicht in ein Abenteuer ziehen!"




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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Ilumiel saß auf dem Rande des Brunnens am Marktplatz in Thal. Die Menschenstadt war geschäftig heute Morgen, denn ein Feiertag zog herauf und so war der Markt überfüllt mit Menschen, die hierhin und dorthin liefen. Kinder zogen ihre Eltern zu Süßigkeitenständen, Väter begutachteten das Federvieh und die Alten trafen sich bei einer Runde Selbstgebranntem. Hunde, Katzen und Nagetiere flitzten zwischen den Füßen hin und her und versuchten, den einen oder anderen herunterfallenden Krümel zu erhaschen, ohne dabei versehentlich getreten zu werden, und zwischendurch konnte man sogar ein paar Zwerge sehen, die mit schweren Stiefeln und langen Bärten zwischen den Menschen umher stapften.
Ilumiel liebte diese Stadt! Sie war noch nicht oft hier gewesen, und wenn, dann immer mit einer ganzen Abordnung ihrer Mitelben. Es war dann ein großes Ereignis. Fahnen wurden geschwenkt und Posaunen ertönten. Der König wollte es so. Wo immer die Elben aus dem Waldlandreich auftauchten, sollten sie gebührend empfangen werden. Die Menschen störte es nicht. Sie waren froh über den Anteil, den die Elben zum Handel beisteuerten. Die Zwerge dagegen.... Nun, die meisten spuckten aus und machten sich dann grummelnd und brummend aus dem Staub. Noch nie hatte Ilumiel es geschafft, eine Unterhaltung oder gar ein nettes Zusammensitzen und Plaudern zu arrangieren.
Heute aber.... heute war sie allein! Am Abend war sie in der Stadt angekommen. Vom Waldlandreich aus war es nicht so weit und nachdem sie alle Erlaubnisse erteilt bekommen hatte, und noch einige mehr, die sie als Botschafterin des Königs auswiesen, hatte sie auch keine Mühe gehabt, eine Unterkunft zu finden. Der Wirt hatte nicht schlecht geschaut, als sie ihre Kapuze gelüftet hatte und darunter die spitzen Elbenohren und das anmutige Gesicht zum Vorschein gekommen waren.
"Oh, eine...., aber...., ganz allein??? Wie? Wo? Was!?"
"Habt keine Angst, Herr Wirt." hatte Ilumiel mit heller Stimme gelacht. "Ich bin nur ein Gast wie jeder andere."
"Jawohl, Herrin..., äh, Madame,... äh....?"
"Ilumiel ist mein Name."
"Jawohl." Er hatte sich herumgedreht und der Magd zugerufen, dass sie unbedingt Zimmer Nr. 3 noch einmal gründlich säubern müsse. "Und schau auch unter die Betten dieses Mal!"
Ilumiel hatte in sich hinein gegrinst und dankbar genickt, als sie schließlich den Schlüssel bekommen hatte.
Tja, und nun? Nun zeigte sie sich hier und da, machte bekannt, dass sie in Thal war und einen Zauberer zu treffen gedachte, sprach mit diesem und mit jenem und wartete ab, ob irgend etwas geschehen würde.
Denn allein zum Erebor zu gehen, das hatte Thranduil ihr unter allen Umständen untersagt.
"Ich werde nicht auch nur ein einziges weiteres Leben der meinen in Gefahr bringen an diesem Berg!" hatte er gepoltert. "Du gehst mit Thorondil, oder du gehst überhaupt nicht!"

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (26.11.2019 11:07)

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Und so fing es an. Die Hobbits arbeiteten flott und gut abgestimmt, hatten sie doch schon mehrere Reisen gemeinsam vorbereitet. Der einzige Unterschied war diesmal, dass früh am nächsten Morgen auch Mirabella gestiefelt und gerüstet mit am Frühstückstisch saß. Und auch Carl, Pados Cousin, war da, speiste natürlich im Kerzenschein mit und bekam von den beiden Reisefertigen genau Anweisungen. „Du weißt, welcher Schlüssel für welche Tür ist? Und immer zuerst den Riegel im Ausstellungsraum von innen verschließen und dann durch die Wohnung rausgehen!“ Pado zählte verschiedene Dinge auf, die seiner Meinung nach wichtig waren. Aber an irgendeinem Punkt unterbrach in Carl: „Pado, wie oft habe ich das schon gemacht? Mirabella war ja ab und zu auch so mal nicht da, wenn du und Isengar unterwegs wart. Ich habe von ihr eine komplette Liste bekommen. Also spar dir den Atem für das Beladen eurer Ponys!“
Pado nickte: „Danke Carl, ich weiß das zu schätzen!“ Dann wandte er sich an Mirabella: „ich war ja versucht unseren Zauberer ohne Frühstück mitzunehmen, aber ich will nicht fies sein. Gehst du grad mal rüber ins Gästezimmer und weckst das Langbein auf?“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Nachdem Mirabella Ardagast mit Müh und Not aufgeweckt hatte, saß der Zauberer mit nasser Robe am Esstisch und schmollte. ''Mir in den Hintern zu schießen hat wohl nicht gereicht, was?'', murmelte er in seinen Bart hinein, während er sich von dem Schreck erholte. Tatsache war, dass Mirabella den tiefschlafenden Zauberer einfach nicht aufwecken konnte und selbst mit Pados Hilfe gelang es erst nicht, diesen zum Aufstehen zu bewegen. Und das, obwohl es doch gerade er war, der gestern solche Eile geboten hatte. Pado hatte dann die zündende Idee gehabt ihm einen Eimer Wasser über's Gesicht zu kippen, was auch seine Wirkung nicht verfehlt hatte. Nachdem sich alle gestärkt hatten, verabschiedeten sie sich von Carl, nahmen ihre Reittiere am Zügel und setzen sich auf diese. Ardagast wickelte sich eng in seinen Reiseumhang um sich etwas zu wärmen, denn es war morgens noch immer so kühl, dass Frost die Landschaft befiel. Und damit waren sie auch schon unterwegs auf ihrer mehrwöchigen Reise in Richtung Erebor.



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AlaricSkaldorson

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

"Da bist du ja! Genau dich hab ich gesucht!"
Bofur, der gerade seine Werkstatt betreten wollte und die Klinke schon in der Hand hatte, drehte sich um. Hinter ihm stand, Haar und Bart noch feucht vom Bade, ein grinsender Alaric. Es war schon einige Jahre her, dass sie sich in den Eisenbergen gesehen hatten.
"Man sagte mir, ich könne dich hier finden.
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Svafnir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: AlaricSkaldorson]

Bofur brauchte einen kurzen Moment, um den Gesicht einen Namen zuzuordnen.
"Alastair? Nein, warte, Aramis, nein..."
"Alaric", half ihm der andere auf die Sprünge. Da klingelte etwas.
"Alaric, aber sicher. Lange ist's her! Was führt dich in unsere bescheidenen Hallen?"
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AlaricSkaldorson

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

"Ich hab einen Spezialauftrag für dich. Oder für deinen Cousin, falls es dir zu schwierig ist. Bifur lebt doch noch hier, oder?"
Mit diesen Worten traten die beiden Zwerge in die Werkstatt.
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Svafnir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: AlaricSkaldorson]

Bofur nickte und konnte sich ein glückliches Lächeln nicht verkneifen.
"Ja, Bifur und ich schmeißen den Laden zusammen. Ich kann es mir kaum anders vorstellen."
Er erinnerte sich noch zu gut an die Vergangenheit mit Bifur. Es war nicht immer einfach gewesen nach seiner schweren Verletzung. Viele vermeintliche Freunde hatten sich abgewandt, weil sie mit seiner Art nicht zurechtkamen. Aber Bofur hatte das nie gestört. Er hatte ihn einfach behandelt wie jeden anderen Zwerg auch - mit einer großen Portion Humor und zwergischer Direktheit.
Aus irgendeinem Grund, den wohl nur Mahal selber kannte, war die furchtbare Schlacht um den Erebor für Bifur ein positiver Wendepunkt gewesen.
Jetzt allerdings war von seinem Cousin nichts zu sehen. Der hatte sich bereits vor einer halben Stunde aus dem Staub gemacht.
"Spezialauftrag, hm? Was soll das sein?"
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AlaricSkaldorson

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

"Donnerwetter, DAS nenn ich mal ne Werkstatt!"
Staunend sah sich Alaric in Bofurs Refugium um und betrachtete die vielen Werkzeuge in ihren Halterungen an der Wand und wunderschön geschnitzte Spielzeuge auf Wandborden. Die beiden Handwerker schienen gut zu tun zu haben.
'Freut mich außerordentlich, dass es Bifur so gut geht und er seit damals auch wieder sprechen kann. Hatte die Schlacht wenigstens für einen was Gutes!"
Alaric erinnerte sich noch lebhaft an die Wochen seiner Genesung hier im Erebor. Als er den Finger verloren hatte und um seine ganze Hand fürchten musste.
'Weisst du noch, wie du mich wieder aufgebaut hast damals? Als dann endlich fest stand, dass die Hand gerettet ist, und ich versuchte, das Schalmeienspiel neu zu erlernen?"
Alaric war frustriert gewesen, und hatte befürchtet, es nie wieder zu seiner früheren Meisterschaft auf dem Instrument zu bringen.
Bofur war es gewesen, der ihn ermutigt, mit ihm geübt und ihm schlussendlich die spezielle Schalmei mit neun Grifflöchern geschenkt hatte, die Alaric immer in Ehren gehalten hatte. Bisher...
Der Zwerg griff in seine Tasche und zog mit traurigem Ausdruck die in zwei Teile zerbrochene Schalmei hervor: "Mein nichtsnutziger Neffe hat das Mundstück ruiniert. Ich hab ihm verboten, meine Schalmei zu nehmen. Aber wie Zwerglinge in dem Alter nun mal sind." Er seufzte. "Und mein belustigender Unfall direkt vorm Tor, von dem du vielleicht schon gehört hast, hat ihr den Rest gegeben!" Traurig schaute er auf die Überreste der Flöte hinab. "Kannst du oder Bifur mir eine neue bauen? Unser Drechsler und Schnitzer hat wenig Ahnung von Instrumentenbau und eine so besondere Schalmei traut er sich nicht zu."
Für diesen Auftrag war er immerhin hierher gewandert. Erwartungsvoll schaute er seinen alten Kollegen an.
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Svafnir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: AlaricSkaldorson]

Bofur begutachtete das zerbrochene Instrument. Er erinnerte sich noch gut daran, wie er sie für Alaric gebaut hatte. Er war ja selber ein Zwerg, der Musik über alles liebte und jedes Instrument spielte, das er in die Finger bekam. Die Vorstellung, dies nicht mehr tun zu können, war ihm ein Graus.
"Da ist wohl wirklich nichts mehr zu retten, was ein Jammer!" Er zog die Stirn kraus. "Aber ich hoffe, du hast es nicht allzu eilig. Wir sind ziemlich gut gebucht zur Zeit. Bombus Kinderschar alleine könnte den Laden am laufen halten, er verwöhnt sie wirklich zu sehr. Du musst dich wohl hinten anstellen."
Bei Alarics Gesichtsausdruck grinste er.
"Ich mach nur Spaß. Du hast natürlich oberste Priorität. Aber es wird trotzdem dauern. Bitte sag, dass du es nicht eilig hast."
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AlaricSkaldorson

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Alarics enttäuschter Gesichtsausdruck wandelte sich zu einem Grinsen.
"Eilig? Wo denkst du hin? Ich muss mir genauestens ansehen, was ihr so aus dem Erebor gemacht habt in einem halben Jahrhundert! Das war ja damals der reinste Schotterhaufen hier nach Smaug! Die Bäder sind schon mal der Hammer. Hätte ich gern zu Hause."
Er schlug Bofur kameradschaftlich auf die Schulter: "Aber lass dir nicht zu viel Zeit! Ich bin begierig drauf, die neue Schalmei auszuprobieren. Und dann mischen wir zwei die Taverne auf, der Neunfingerbarde und Bofur der Trollreiter."
Nur zu gut erinnerte sich Alaric an des anderen irrwitziges Geschehnis mit dem Kampftroll in der Schlacht.
Ihm fiel noch etwas ein: "Sag mal, dein loechriger alter Hut, lebt der eigentlich noch?"
Ohne seine Kopfbedeckung war Bofur fast nie zu sehen gewesen, doch jetzt trug er das Relikt nicht.
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Svafnir

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: AlaricSkaldorson]

Bofur lachte. "Dreh dich mal um!"
Da lag der alte Hut im Regal, mittlerweile deutlich vom Leben gezeichnet. Seit er Bofur einmal auf dem Kopf zerfallen war, hatte er ihn ein letztes Mal geflickt und ihm nun diesen Ehrenplatz zugeteilt.
"Hat einiges gesehen, der alte Junge. Wie wir auch, was? Wir müssen auf jeden Fall einen heben, auf die alten Zeiten!"
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Aryamiril

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Die Tage zogen vorbei wie die Wolken am Himmel.
Emiras Vorräte neigten sich langsam dem Ende zu. Es gab in der Steppe, die er gefühlt seit einer Ewigkeit durchquerte, kaum etwas zu jagen und so begann Emiras die Wälder Ithiliens förmlich zu vermissen. Zum Düsterwald, welcher sich stets zu seiner linken befand, hielt der junge Waldläufer einen großzügigen Abstand, hatte er doch von der gefährlichen Magie dieses Waldes gehört.
In der Ferne ragte ein Berg in den Himmel. Emiras war seinem Ziel also sehr nah.
Er saß gemütlich auf dem Rücken seines Pferdes und hatte die Kapuze seines Umhangs tief ins Gesicht gezogen. Wenig später erkannte er am Flussufer des Celduin einen Wagen, an welchen Pferde gespannt waren. Große, braune Holzfässer waren auf ihm geladen. Das mussten Weinhändler aus Dorwinion sein. Emiras ritt an ihnen vorbei und ließ sein Pferd am Flussufer trinken.

Am frühen Nachmittag erreichte der junge Waldläufer endlich sein Ziel.
Vor dem Tor des einsamen Berges stieg er von seinem Pferd und trat näher an das Tor heran.
„Halt! Ihr da. Stehen bleiben.“, rief eine Stimme dem Waldläufer zu und obwohl Emiras noch nie einen Zwerg gesehen hatte, so war er sich doch ziemlich sicher, dass dieser kleine, mürrisch grinsende, bärtige Kerl, der mit einer Axt in der Hand geradewegs auf ihn zu marschierte, einer war.
„Wer seid ihr und was wollt ihr hier?“, fragte der Zwerg und musterte Emiras von oben bis unten.
Dieser zog in aller Ruhe seine Kapuze vom Kopf. „Mein Name ist Aldamir.“, log Emiras und hoffte unter diesem Namen bereits erwartet zu werden. Doch der Zwerg warf ihm nur einen fragenden Blick zu.
„Ich bin Hauptmann der Waldläufer aus Ithilien. Thorondil bat mich zum Erebor zu kommen.“, ergänzte Emiras.
„Thoro wer?“, fragte der Zwerg und begann zu lachen. „Hier gibt es keinen der so heißt.“
Der Zwerg hob seine Axt. „Und einen Ardagast?“, fragte Emiras, doch der Zwerg schüttelte den Kopf.
„Den gibt es hier auch nicht.“, antwortete er. „Ich schlage vor, ihr setzt euch wieder auf euren Gaul und verschwindet.“
Emiras Blick verfinsterte sich. Doch der Zwerg blieb stur und deutete mit der Axt auf das Pferd, welches der junge Waldläufer an den Zügeln hielt.
„Gibt es hier keinen, der ihn kennen könnte?“, fragte Emiras, doch der Zwerg schwieg.
Emiras seufzte. Es war hoffnungslos. Der Zwerg konnte ihm nicht weiterhelfen.
Er schien von nichts zu wissen.
Emiras stieg auf sein Pferd und beschloss nach Thal zu reiten, um dort ein paar Tage auszuharren und es später erneut zu versuchen. Etwas anderes blieb ihm wohl auch nicht übrig... außer den langen Weg nach Hause anzutreten. Doch das kam für Emiras nicht in Frage.

Es vergingen Tage und Nächte. Die Wachen am Erebor fingen an sich über Emiras lustig zu machen und so verlor der Junge langsam aber sicher die Hoffnung diesen Zauberer jemals anzutreffen. Die Gedanken des jungen Waldläufers kreisten umher an jenem Abend, als er im Schankraum eines Gutshauses in Thal saß und einen Krug Bier vor sich auf dem Tisch stehen hatte.
Er entschied es nur noch einmal am Erebor zu versuchen, ehe er die Heimreise antreten würde.
Er hob gerade seinen Krug, um den letzten Schluck von seinem Bier zu nehmen, da spürte er schon wieder einen auf ihn ruhenden Blick. Er wurde beobachtet. Und das schon seit Tagen. Sein Blick wanderte durch den Raum, bis er auf eine junge Frau fiel, die an der Theke saß und ihn geradewegs anstarrte.
Sie hatte schneeweiße Haut und ein Blick auf ihre Ohren verriet bereits den Grund dafür. Eine Elbin, die ihren Blick nicht von ihm löste. Emiras sah sich im Schankraum um. Sie war allein.
Eine Elbin allein in einer Menschenstadt. Verdächtig.
Emiras behielt sie im Auge und starrte zurück.
Nach einer Weile stand die Elbin auf und ging auf Emiras zu... und dieser befand sich in Alarmbereitschaft.

•°• •°• •°♡°• •°• •°♡°• •°• •°♡°• •°• •°•
people are making apocalypse jokes like there's no tomorrow.
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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

"Ich habe dich beobachtet!"
Ilumiel machte keine Umschweife. Es wäre auch umsonst gewesen, denn natürlich hatte auch sie den Blick des jungen Menschen bemerkt. Schon am Tag ihrer Ankunft hatte sie ihn hier in der Stadt gesehen, und seitdem an jedem weiteren Tag. Er ging mal hierhin, mal dorthin, dann nahm er sein Pferd und ging davon, nur um abends schlecht gelaunt zurückzukehren, eine Mahlzeit im Wirtshaus einzunehmen, und in den oberen Etagen zu verschwinden. Er blieb nie, um lange zu feiern. Und er schien niemanden hier zu kennen. Er war immer allein.
Ilumiel fand das interessant und so hatte sie ihn beobachtet, und am 3. Tage hatte sie herausgefunden, dass erh tagtäglich das große Tor aufsuchte und vermutlich um Einlass bat. Aber man wies ihn jedesmal ab.
Die Elbin war furchtbar neugierig, aber weil man ihr aufgetragen hatte, nicht jedermann zu vertrauen, ganz besonders, wenn es Nicht-Elben waren, beobachtete sie nur weiter.

Heute aber war der erste Tag, an dem auch er auf sie aufmerksam geworden war, und somit fand die Elbin, dass es an der Zeit war, Bekanntschaft zu schließen.
"Du suchst einen Weg in den Erebor hinein." erklärte sie weiter, ohne dass es eine Frage gewesen wäre. "Ich frage mich, warum? Du bist ein Mensch. Kein Händler, wie es aussieht. Was ist dein Geschäft mit den Zwergen?"
Ilumiel lächelte freundlich und ihre Augen glitzerten. Es kam ihr gar nicht in den Sinn, dass ihre vielen Fragen vielleicht brüsk oder gar hochnäsig erscheinen könnten. Sie fragte einfach, was sie wissen wollte.

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (27.11.2019 13:49)

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Aryamiril

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Die Elbin setzte sich an den Tisch und fiel sogleich mit der Tür ins Haus.
"Ich wüsste nicht, was euch das angehen würde.", sagte Emiras und bereute es wenige Augenblicke später. Denn seit Wochen wollte niemand mit Emiras sprechen. Alle gingen ihm aus dem Weg und fürchteten sich vor ihm.
Alle... bis auf diese Elbin, die trotz Emiras abwimmelnder Worte immernoch vor ihm saß. Emiras seufzte.
"Ich bin dem Hilferuf eines... alten Freundes gefolgt. Doch so wie es aussieht, ist er nicht mehr auf meine Hilfe angewiesen. Er ist zumindest nicht dort, wo ich mich mit ihm hätte treffen sollen...", gab Emiras niedergeschlagen zu. "Und was ist mit dir?", fragte er einige Augenblicke später die Elbin.
"Du bist eine Elbin und so wie ich das sehe ganz allein in dieser Stadt. Was führt dich hierher?"

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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Ilumiel nickte. "Mein Name ist Ilumiel. Ich komme aus dem Waldlandreich, falls du das kennst. Je nachdem, woher du kommst, müsstest du daran vorbei gekommen sein. Und ich warte auf Kunde von... einem Freund."
Es schien Ilumiel sicherer, nicht allzu viel zu berichten. Immerhin hatte auch ihr Gegenüber eher kryptisch gesprochen. Sie besah sich den jungen Mann genauer. Er schien fit und bei Verstand zu sein, wenn auch ein wenig abweisend zu Beginn. Er trug ordentliche Kleidung und hatte sich zumindest die Hände und das Gesicht gewaschen, ehe er zum Essen gegangen war. Die Elbin beschloss, dass er zumindest kein Herumtreiber sein konnte.
"Dieses Treffen? Es soll am Erebor stattfinden?" Sie grinste ein wenig. "Sei mir nicht böse, aber... mit jedem Tag, an dem du tatenlos hierher zurückkehrst, scheinst du ungeduldiger zu werden. Wie lange wartest du denn schon auf diesen Freund?"

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Ilumiel
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Svafnir

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Irgendwann war auch die Schicht im Berg beendet. Sváfnir hatte es eilig loszukommen und nach Baldur zu schauen. Er kündigte an, den anderen in die Taverne zu folgen, und so trennten sich vorerst ihre Wege.
Bei Óin angekommen begrüßte ihn der Heiler sofort und zeigte auf eine der abgetrennten Nischen.
"Er ist vorhin aufgewacht. Seine Mutter war da, aber du hast sie verpasst."
Das waren beides gute Neuigkeiten. Sváfnir hatte keine Lust, sich Vorwürfe anhören zu müssen von Baldurs Familie. Er hatte auch so schon ein schlechtes Gewissen.
Als er an Baldurs Liege ankam, hatte dieser die Augen geschlossen, wurde aber sofort munter, als Sváfnir sich etwas geräuschvoll auf den kleinen Schemel setzte.
"Feierabend?"
"Ja, endlich." Sváfnir schluckte und ließ seinen Blick über die Bettdecke gleiten, unter der sich Baldurs Bein abzeichnete. Sein Freund war immer noch blass um die Nase und sah müde aus. "Wie geht's dir?"
Baldur zuckte mit den Achseln.
"Das Bein ist noch dran. Ich hab Glück gehabt. Gib mir ein paar Tage und ich bin wieder einsatzfähig."
In seiner Stimme schwang dennoch Frustration mit. Sváfnir fuhr sich mit der Hand durch den kurzen Bart und seufzte.
"Ich wiederhole mich wenn ich sage, dass du niemandem etwas beweisen musst."
Baldur lachte tonlos und mit ernstem Gesichtsausdruck.
"Was soll ich sagen, Sváf? Es tut weh, vielleicht bleibt es lahm und ich sitz den Rest meines Lebens am Schreibtisch und schreibe stumpfsinniges Zeug, bis mein Kopf explodiert."
"Baldur -"
"Aber ich lebe noch. Das ist nicht so schlecht."
Sváfnir versuchte vergeblich, den Kloß in seinem Hals herunterzuschlucken.
"Die Idee war so falsch, ich hätte das nie entscheiden dürfen. Und jetzt schau, was herausgekommen ist."
Er biss sich auf die Unterlippe und zuckte zusammen, als der Baldurs Hand auf seinem Unterarm spürte.
"Glaubst du wirklich, ich hätte das gemacht, wenn ich auch nur den geringsten Zweifel gehabt hätte? Ich vertrau dir und das aus gutem Grund. Das ganze war Pech. Aule hat kurz weggeschaut und schon ist es passiert. Das kann niemand vorhersehen." Er holte kurz Luft, das Reden schien ihn müde zu machen. "Du hast keine Schuld, Sváf. Lass dir nichts anderes einreden."
Das war leichter gesagt als getan, wenn die Stimmen in seinem Kopf so laut waren. Und neben den Selbstvorwürfen war da auch die kleine Stimme, die ihn daran erinnerte, dass es auch ihn selbst hätte treffen können. Er arbeitete schon so lange im Berg, dass er manchmal vergaß, wie gefährlich es sein konnte. Kein Zwerg scheute diese Gefahr und Sváfnir genoss den Nervenkitzel sogar. Und trotzdem... es machte nachdenklich.
"Kann ich dir irgendwie helfen?" fragte er und versuchte, seiner Stimme einen fröhlicheren Tonfall zu verpassen. "Ich könnte dich in die Taverne tragen."
Ein missbillgendes Räuspern von Óin ließ die beiden jüngeren Zwerge schuldbewusst zusammenzucken.
"Keine Taverne. Nicht heute, nicht morgen, und übermorgen sehen wir weiter." Sváfnir hatte manchmal den Eindruck, dass der alte Óin an selektiver Taubheit litt. Er hörte nur das, was er wollte, und allzu häufig vor allem das, was er nicht hören sollte. "Du hast Glück gehabt, Junge. Fordere es nicht zu früh wieder heraus. Das Bein braucht Ruhe, die Schwellung muss abklingen, und ein paar Knochen müssen wieder zusammenwachsen." Er wandte sich an Sváfnir und hob drohend den Finger. "Keine Ausflüge!"
Sváfnir nickte folgsam.
"Ich komme morgen wieder. Erhol dich ein bisschen."
Damit verabschiedete er sich von seinem Freund und war froh, auf dem Weg hinaus niemandem aus seiner Familie zu begegnen. Er machte sich auf, um den Rest der Truppe in der Kneipe zu treffen und hoffentlich bei Jördis ein gutes Wort einlegen zu können. Vielleicht würde sie Baldur ja besuchen. Damit würde er zumindest einen Teil seiner Schuld begleichen können.
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Aryamiril

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

"Eine gefühlte Ewigkeit.", sagte Emiras und kratze sich am Hinterkopf.
Er wusste immer noch nicht so wirklich, wie er mit dieser Situation umgehen sollte.
Ihm war nicht wirklich nach reden zu mute, wollte aber gleichzeitig auch nicht allein sein.
Er war nur nicht wirklich gut was Gespräche mit Fremden anging... war er doch eher ein Einzelgänger. Die Elbin musterte ihn von oben bis unten. Emiras spürte, dass sie beide etwas gemeinsam hatten. Irgendwas in ihm sagte, dass er der Elbin trauen konnte. Ob das nun ein naiver Gedanke war oder nicht, aber was hatte Emiras noch zu verlieren.
"Wann wird euer Freund eintreffen?", fragte Emiras und unterbrach die Stille, die zwischen den Beiden eingetreten war.

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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

"Oh, er ist ein Zauberer. Wer weiß schon, wann die ankommen!" lachte Ilumiel. Sie hatte ohnehin überall erzählt, auf wen sie hier wartete, also konnte der Kleine hier es wohl ruhig auch wissen.
"Eigentlich sollte er schon vor 5 Tagen hier sein. Nun ja, ich bin sicher, er wurde irgendwo aufgehalten."
Noch einmal musterte sie den Menschen. "Wie heißt du und wo kommst du her?"

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Ilumiel
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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Bragi saß mit Hvrodur und Hvredur und einem Zwerg, der ihm als Trostann vorgestellt worden war, an einem Tisch in der stickigen, lauten Taverne und hob seinen Bierkrug, um mit den anderen Minenarbeitern anzustoßen.
"Bin ich froh, dass dieser Tag zuende ist", seufzte Bragi mit einem Grinsen, "Ich weiß wirklich nicht, wie ihr sowas jeden Tag machen könnt."
Hvrodur schnaubte und musterte den jungen Zwerg. "Du bist eben kein echter Bergmann", sagte der Alte.
Bragi zog eine Augenbraue hoch. "Willst du etwa andeuten, dass ich nicht so stark wäre wie eurereins?", fragte er mit einer Spur gespielter Empörung in der Stimme.
Hvredur lachte auf. "Nichts für ungut, Jungchen. Aber dich könnte ich mit einer Hand hochheben und durch den ganzen Raum schleudern."
Sein Bierkrug klirrte gefährlich, als Bragi seinen Ellenbogen auf den Tisch knallte und Hvredur seine Hand entgegenstreckte. "Beweis es", zischte er mit einem übermütigen Lächeln.
Hvredur verschluckte sich an seinem Bier. "Willst du dich wirklich so demütigen lassen?", hustete er. Trostann sah mit amüsiertem Blick zu, wie Hvrodur seinem Sohn auf den Rücken klopfte.
"Also ich wäre ja für eine kleine Show zu haben", sagte er und sah gespannt zwischen Hvredur und Bragi, der dem anderen noch immer seinen Arm hinstreckte, hin und her.
Hvredurs Augen verengten sich zu Schlitzen, als er ebenfalls seinen Ellenbogen auf dem Tisch abstützte und Bragis Hand packte. Trostann, der sich offenbar spontan selbst zum Schiedsrichter erklärt hatte, gab das Startsignal und das Armdrücken begann.
Bragi war sich natürlich wohl bewusst, dass er gegen einen Muskelprotz wie Hvredur keine Chance hatte. Er war sich nicht einmal sicher, ob er gegen dessen alten Vater lange durchgehalten hätte.
Obwohl er also damit rechnete, überraschte es ihn doch ein wenig, wie stark Hvredur zudrücken konnte. Fast augenblicklich begannen seine Muskeln zu brennen bei dem Versuch, gegen die unbändige Kraft seines Gegners standzuhalten. Er hatte nicht viel Zeit. Schon begann sich sein Arm langsam dem Tisch entgegen zu neigen. Wenn er handeln wollte, musste er es jetzt tun.
Das siegessichere Blitzen in Hvredurs Blick folgte Bragi, als dieser plötzlich den Blick abwandte und mit weit aufgerissenen Augen über Hvredurs Schulter hinweg starrend rief: "Bei den Göttern, Jördis! Was für ein freizügiges Kleid du heute trägst!"
Hvredur fuhr sofort herum, um in die Richtung zu sehen, in die Bragi starrte. Und nicht nur er, Trostann sprang auf und warf seinen Stuhl um und sogar Hvrodur blickte sich suchend um. Doch sie alle starrten ins Leere.
Bragi spürte genau, wie die Spannung in der Hand seines Gegners kurz nachgab und nutzte seine Chance. Hvredur hatte sich noch nicht einmal ganz zurück gedreht, als sein Arm auf den Tisch knallte. Ungläubig sah er Bragis schelmisches Grinsen. Einen Augenblick herrschte völlige Stille. Dann brach Trostann in schallendes Gelächter aus. Hvredurs Blick mäanderte noch eine Weile zwischen Unglauben, Empörung und Zorn, doch schließlich konnte auch er ein Schmunzeln nicht mehr unterdrücken.
"Du mieser kleiner Trickser", murmelte er und schüttelte den Kopf.
Bragi zuckte entschuldigend mit den Schultern. "Manch einer hat seine Stärke in den Armen und manch anderer hat sie im Köpfchen."

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Aryamiril

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Emiras Augen wurden größer. Die Elbin wartete auf einen Zauberer?
Er versuchte sich seine Erleichterung nicht anmerken zu lassen. Zumal er sich nicht zu früh freuen sollte. Wer weiß wie viele Zauberer zum Erebor kommen.
Emiras überlegte, wie er auf die Frage der Elbin, die sich selbst als Ilumiel vorgestellt hatte, antworten sollte.
"Ich komme aus dem Süden.", sagte er schließlich. "Mein Name ist Emiras."
Die Elbin schenkte ihm ein lächeln. Sie war eine wahre Schönheit.
Emiras dachte nach. Sollte er sie auf den Zauberer ansprechen?
Sollte er dieses Risiko eingehen?
Emiras seufzte.
"Ihr wartet also auf einen Zauberer." Ilumiel nickte.
"Das tue ich auch.", sagte Emiras und wartete gespannt auf die Reaktion der Elbin.

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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

"Tatsächlich?"
Nun war es an Ilumiel, die Stirn zu runzeln. Soweit sie wusste, gab es nicht übermäßig viele Zauberer in Mittelerde, aber es wäre doch ein ziemlich großer Zufall, wenn sie hier auf denselben warten würden. Oder? Ardagast hate immerhin von einer Mission geschrieben, und auch wenn Ilumiel hauptsächlich des Kontaktes zum Erebor wegen hierher gekommen war, konnte es doch gut sein, dass er auch andere hierher gerufen hatte.
Noch einmal musterte sie den jungen Mann. Sie konnte sich vorstellen, dass er vielleicht kämpfen konnte, auch wenn sie ihm äußerlich jetzt keine anderen Superfähigkeiten ansah.
"Also gut, Emiras aus dem Süden. Ich warte auf Thorondil, auch bekannt als Ardagast, der Graue. Er hat versprochen, mich hier zu treffen und mir Einlass in den Erebor zu verschaffen. Ich warte seit 5 Tagen, aber bisher ist er nicht erschienen. Wie lange bist du schon hier?"

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Pado trieb sein Pony etwas an. Der Aufstieg nach Thal war immer recht steil, weswegen er das Tier die eigene Geschwindigkeit hatte wählen lassen. Aber sie waren jetzt kurz vor der Stelle, wo man den ersten Blick auf Thal und den Eingang des Erebors werfen konnte und das war einfach ein ganz besonderer Anblick. Er konnte es kaum erwarten wie Mirabella darauf reagieren würde.

Es hatte ihm bisher auf der Reise schon viel Spaß gemacht, immer wieder ihr Erstaunen und ihre Verzückung zu sehen, wenn sie an Stellen kamen, die die junge Frau bisher nur aus Erzählungen kannte, sei es in Bruchtal, im Nebelgebirge oder bei Beorn.

Und dann ritten Ardagast, Mirabella und Pado über die Kante und das ganze fantastische Panorama lag vor ihnen. Pados Herz machte einen kleinen Sprung. So viele Erinnerungen kamen hoch! Einen Moment hielt er an um die Szene in sich aufzusaugen. Thal und der Eingang des Erebors erstrahlten im Sonnenschein in von ihm bisher nie gekannten Glanz. Er merkte wie ihm ein paar Tränen der Ergriffenheit in die Augen stiegen. Lange war es her!

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Ardagast stieg von seiner grauen Stute ab und blickte beeindruckt auf die ehemalige Einöde Smaugs. Alles hatte sich in den letzten Jahrzehnten prächtig entwickelt und war längst nicht mehr ein Schatten seiner selbst. Der Berg strahlte wieder in vollem Glanz und Thal war wieder die stolze Handelsstadt, die sie einst war. Auch wenn der Zauberer erst vor wenigen Monaten hier war, so beeindruckte ihn dieser Anblick immer wieder auf's Neue. Gleichzeitig ging Mirabellas Staunen und Pados Sentimentalität nicht an ihm vorbei. Er legte seine Hand auf die Schulter des Hobbits. ''Lange ist's her!'' Während die beiden Hobbits an der Anhöhe standen, ging der Zauberer zu seiner Stute zurück, um sich etwas zum Essen zu holen. Als er in seiner Tasche herumwühlte, erkannte er im Augenwinkel einige Reiter in der Ferne. Auf die Entfernung konnte er sie nicht klar erkennen, aber es schienen wohl drei Menschen zu sein. Vermutlich waren sie ebenfalls nach Thal unterwegs. Als er endlich fündig wurde, holte er einen Apfel heraus, biss herzhaft in diesen hinein und stellte sich wieder zu den Hobbits.



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P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

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Aryamiril

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Emiras grinste. Der Elbin schien seine Antwort nicht auszureichen und so stellte sie ihm ihre Frage erneut.
"Nun, Illumiel aus dem Waldlandreich.", begann er mit einem lächeln auf den Lippen. "Wir scheinen auf die selbe Person zu warten."
Ilumiels Augen, die im Kerzenschein des Schankraums funkelten wie die Sterne am Nachthimmel, wurden größer. "Er schrieb mir einen Brief und bat mich um Hilfe. Am 27. Tage des Frühlings sollte ich am Erebor erscheinen. Gut... ich war bereits am 26. Tag dort, aber die Zwerge am Tor sagten mir, dass sie keinen mit dem Namen Thorondil kannten. Und von einem Ardagast hatten sie ebenfalls noch nichts gehört.", sagte Emiras. "Ich hab aufgehört zu zählen, wie lange genau ich schon hier bin... und es ist glaube ich auch besser so. Ich war so lange unterwegs und dann vor geschlossenen Türen zu stehen... das ließ mich zweifeln.", setzte Emiras fort und Ilumiel lauschte gespannt seinen Worten. Die Elbin schenkte ihm neue Hoffnung. Er wusste nun, dass Thorondil auf dem Weg hierher war und das ließ Emiras aufatmen. Ilumiel schien dies zu bemerken und lächelte.
"Dann wisst ihr von der Unternehmung?", fragte Emiras seine vielleicht zukünftige Gefährtin.

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Geändert durch Aryamiril (28.11.2019 20:59)

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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Ilumiel geriet ins Grübeln. Sie wusste, dass Emiras schon ein paar Tage hier war, aber... dass er so lange schon wartete, davon hatte sie ja keine Ahnung gehabt.
"Am 27. Tag, sagst du?" fragte sie wieder, ohne die Frage des Menschen zu beantworten. "Aber... ich sollte erst am 49. Tag des Frühlings hier sein. Also... quasi jetzt. Warum... was hätte denn der Zauberer für einen Grund, dich an einem anderen Tag hierher zu bestellen als mich?"
Es wollte nicht in Ilumiels Kopf, was da wohl geschehen war. Kurzerhand beschloss sie, am nächsten Tag ganz einfach mit Emiras mitzugehen, wenn er sein Glück erneut versuchen würde. Thranduil hatte zwar gesagt, sie solle nur mit Thorondil gehen, aber immerhin hatte man Emiras bisher nicht in den Kerker geworfen... oder mit Pfeilen gespickt. Warum sollte man es dann mit ihr tun, wenn sie mit ihm gemeinsam auftauchte?
"Es freut mich, dich kennenzulernen, Emiras." Ein wenig steif reichte sie ihm die Hand über den Tisch. "Und da wir ja offensichtlich derselben Unternehmung angehören, umso mehr. Wann treffen wir uns morgen, um zum Erebor aufzubrechen?"

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Ilumiel
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Aryamiril

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Emiras zögerte kurz, ehe er Ilumiel die Hand reichte.
"Ich schlage vor nach dem Frühstück.", antwortete er auf ihre Frage und lächelte. "Und die Freude ist ganz meinerseits, Ilumiel." Dann schüttelten sie sich die Hand und Emiras wünschte der Elbin noch eine gute Nacht, bevor er aufstand und nach oben in sein Zimmer ging.
Er legte sich in sein Bett und atmete noch einmal tief ein und aus. Dann schlief er ein.

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Mit weit augerissenen Augen sog Mirabella den Anblick des Berges und der davor liegenden Stadt frömlich in sich auf. So viele Geschichten hatte sie über diesen Ort gehört, die sich alle gleichzeitig in ihr Bewusstsein drängten. Natürlich hatte sie auch in Bruchtal gestaunt, vorallem als sie zum ersten Mal einen Elben erblickte, doch dieser Ort hier hatte doch eine größere Bedeutung für sie. Der Großteil der Geschichten, die Pado und Isengar erzählt hatten, hatten ihren Schauplatz hier.
Stundenlang hätte die Hobbitdame da so stehen können, doch wurde sie durch das laute Knacken, welches vom Zauberer kam, als er von seinem Apfel abbiss, wieder zurück aus ihren Gedanken in die Realität geholt. Immer noch mit einem staunenden Gesichtsausdruck wanderte ihr Blick schließlich zu Pado, dessen Blick noch auf der Landschaft ruhte.
"Ihr habt in euren Geschichten jwahrlich nicht übertrieben, wie beeindruckend der Anblick ist."
Und schon erinnerte sich Mirabella wieder an die Erzählungen, als Pado geholfen hatte, den einsamen Berg von dem Drachen zu befreien, damals musste hier alles noch verwüstet ausgesehen haben. Kurz sponn sie die Gedanken weiter, doch blieb sie an einem Punkt hängen.
"Warst du seit der großen Schlacht eigentlich noch einmal hier gewesen?"




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Pado tauchte aus einem Wust an Erinnerungen auf, als er Mirabellas Frage hörte. Er nickte: „Ja, ein paar Jahre nach unserem Abenteuer sind Isengar und ich noch einmal hier gewesen. Um alte Freunde zu besuchen. Doch das ist mittlerweile auch wieder lange her. Es hat uns dann oft in andere Gegenden gezogen. Und diese Pracht sowohl von Thal als auch vom Berg habe ich selbst auch noch nicht gesehen.“ Seine Augen leuchteten, als er alle Eindrücke aufsog. „Und es riecht so viel besser als damals!“, er lachte, „erst roch es nach Drache und verbrannten Dingen und dann nach Blut und Tod! Aber jetzt, schau dir die vielen Blüten an! Es ist wunderschön!“

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

''In der Tat'', stimmte Ardagast zu und lächelte die beiden Hobbits an. Sie verweilten noch einige Momente an diesem Ort und ließen den atemberaubenden Ausblick auf sich wirken. Anschließend stiegen sie wieder auf ihre Reittiere und machten sich auf in Richtung Thal, ihrem ersten Ziel. Noch bevor einer der Hobbits die Frage stellen konnte, beantwortete Ardagast diese selbst. ''Der Erebor ist das eigentliche Ziel, ja und da wollen wir auch noch hin, aber wir haben vorher noch etwas vor. Jemanden besuchen!'', erklärte er geheimniskrämerisch. Nach einiger Zeit erreichten sie schließlich das Stadttor und blieben davor stehen.

''Auferstanden aus Ruinen! Willkommen in der Handelsstadt Thal! Hier findet ihr die seltensten und edelsten Güter, sowie die seltsamsten Gestalten aus allen Ecken und Enden Mittelerdes!'' Er wand sich nochmal besonders an Mirabella. ''Aber keine Sorge, die meisten von denen sind harmlos!'' In der Tat war es einer der wenigen Orte Mittelerdes, an dem ein Zauberer und zwei Hobbits nicht auffielen, wie ein Elb unter einer Schar Zwerge. Sie ließen ihre Reittiere im Stall und machten dann als erstes am Wirtshaus halt.

Bevor sie eintraten, kamen ihnen schon bekannte Gesichter entgegen. Eine Elbin mit braunem, langem Haar und ein Mensch, mit sehr dunklen, schulterlangen Haaren. Zweifellos jene, um deren Anwesenheit er gebeten hatte. Beide waren allem Anschein nach aufbruchsbereit. Diese blieben vor Schreck stehen und machten erstmal große Augen vor dem Zauberer und den Hobbits, so in etwa, als hätten sie ein Gespenst gesehen. Der Zauberer grinste zufrieden. ''Ah, wunderbar. Ihr seid also schon fertig und pünktlich! So stelle ich mir das vor. Ich hoffe, ihr musstet nicht zu lange warten. Aldamir und Ilumiel, darf ich euch Padogas und Citronella vorstellen!'' Dann sah er zu den Hobbits hinunter. ''Pado und Mortadella, Aldamir und Ilumiel'' Der Zauberer ließ dann seinen Blick für einen Moment auf dem Waldläufer ruhen und runzelte dann die Stirn. ''Aldamir, du siehst ein wenig jünger aus, als ich dich in Erinnerung hatte…'' Als nächstes wand er sich an die Elbin. ''Warum bist du eigentlich hier? Hast du meinen Brief nicht bekommen? Da stand doch alles drin, was du wissen wolltest!'' Dann murmelte er noch in seinen Bart, aber so laut, dass es sowieso jeder hören konnte, erst recht eine Elbin: ''Außerdem hatte ich dich doch darum gebeten, eine fähige Elbin zu schicken!''



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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Zunächst noch war Ilumiel aufgeregt gewesen. Heute würde sie an die Tore des Erebor klopfen. Sie hatte sich fertig gemacht, ihren Bogen genommen, sicher ist sicher, und hatte dann Emiras im Stall getroffen, wo er sein Pferd gesattelt hatte. Gemeinsam liefen sie dann durch die Stadt, hinunter zum Tor und am Wirtshaus vorbei, da kam ihnen allerdings zu ihrer beider Überraschung der Zauberer entgegen, in Begleitung zweier Hobbits. Es war lange her. dass Ilumiel Hobbits gesehen, bzw. von ihnen gehört hatte. Sie konnte nicht sicher sein, ob sie damals in der Schlacht wirklich einen gesehen hatte, oder ob es vielleicht nur ein schmächtiger Zwerg mit einer Haarwachstumsstörung gewesen war.
Freudig und neugierig sah sie auf die Neuankömmlinge, ihre Laune wurde jedoch mit jedem Wort, dass Thorondil von sich gab, skeptischer und mürrischer.
Schließlich, ohne die letzten Worte des Zauberers zu würdigen, drehte sie sich zu Emiras um und schlug ihm mit der Hand gegen die Brust.
"LÜGNER!" fauchte sie anklagend. "Du hast gesagt, dass du Emiras heißt! Ich habe dir vertraut!"

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (30.11.2019 09:45)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Ardagast hob überrascht die Augenbraue. Mit der Elbin sollte man sich wohl lieber nicht anlegen, soviel war klar. Er war froh, dass dies nicht seine Brust war, denn Emiras musste mit schmerzverzerrtem Gesicht ein wenig zurückweichen. Dann sah auch der Zauberer anklagend zu ihm. Anscheinend hatte dieser die Elbin angelogen und sich unter einem anderen Namen ausgegeben. Und das war nun wirklich keine Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit! Ardagast war aber ein wenig verwundert darüber, denn Aldamir galt weit über die Grenzen Gondors reichend, als absolut vertrauenswürdige und ehrliche Person.



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Aryamiril

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Emiras, überrascht vom Schlag der Elbin und ihrer Stärke, stolperte rückwärts. Sein Pferd riss erschrocken den Kopf hoch. Emiras beruhigte es und wandte sich dann an die Elbin.
„Ich kann das erklären.“, sagte er, holte den Brief, welchen Aldamir ihm mitgegeben hatte, hervor und sah zu Thorondil. „Mein Name ist Emiras, Sarims Sohn.“, begann er. „Und alles weiter steht hier drin.“
Emiras deutete auf den Brief in seiner Hand, welchen er nun dem Zauberer entgegen streckte.
"Ich mag vieles sein. EIn Lügner jedoch bin ich nicht.", fügte er noch hinzu und sah zu Ilumiel hinüber.
Thorondil nahm den Brief und sah den Waldläufer fragend an.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Ardagast nahm das Schriftstück mit einem fragenden Gesichtsausdruck entgegen. Jetzt war er gespannt, was es mit diesem ''Emiras'' auf sich hatte. Er entfernte die Schnur, die es zusammenhielt, und rollte es zum Lesen aus und las den Brief dann laut vor, sodass es jeder hören konnte.

Thorondil,

dieser Brief wurde verfasst von Aldamir, Sohn des Rimalda, Hauptmann der Waldläufer Ithiliens.


''Soweit, so gut. Immerhin wissen wir nun, wer den Brief geschrieben hat und auch, dass er für mich gedacht ist. Und da er sich hier direkt vorstellt, kann es auch nur die Wahrheit sein, denn ich stelle mich auch immer so in meinen Briefen vor! Das machen also nur ehrliche Leute!'', sagte er nickend. ''Obwohl ein Wetterbericht durchaus wünschenswert gewesen wäre, aber wir wollen mal nicht zu kleinlich sein'', mahnte er an und laß weiter.

Es erfreut mich von euch zu hören, bin ich doch davon ausgegangen, dass ihr euch nach dieser Schlacht am Erebor endgültig in den Ruhestand begeben hättet.

Ardagast lachte. ''Ich und Ruhestand? Ach, dieser Witzbold. Immer einen auf Lager, ja, so kennt man Aldamir! Wir sind gute Freunde, da macht man schon mal solche Scherze! Wieder ein Beweis, dass dieser Brief nur von Aldamir stammen kann!'' Dann laß er weiter, doch schlagartig veränderte sich sein Gesichtsausdruck.

Viele Jahre sind vergangen und nie hörte ich etwas von euch.

''Gute Freunde…sagte ich ja…'', räusperte sich der Zauberer kurz und laß weiter.

Ihr könnt euch nicht einmal an meinen Namen erinnern, erwartet nun aber von mir eurem Hilferuf, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, zu folgen?! Ihr mögt vielleicht der weisseste Zauberer in Mittelerde sein, auch wenn ich zugeben muss solch einen Titel noch nie in Verbindung mit eurem Namen gehört zu haben, aber ein guter Freund seid ihr nicht.
Vielleicht habt ihr es deshalb nötig euch hinter diesen Titeln zu verstecken... wer weiß.

Ardagast wurde sichtlich rot im Gesicht, laß aber weiter, ohne etwas dazu zu sagen.

Und bevor ihr euch voller Zorn an dem Jungen auslasst, welcher euch diesen Brief übergeben hat, möchte ich euch erklären, wieso eben dieser vor euch steht. Sein Name ist Emiras und er ist der Sohn meines verstorbenen Bruders Sarim. Ich habe ihn persönlich auserwählt mich in eurem Unterfangen zu vertreten. Wieso? Nun zum einen, weil ich verletzt bin und kaum aufrecht stehen kann und zum anderen, weil ich mich, im Vergleich zu euch, in Grund und Boden schämen würde zu vergessen, was andere für mich getan haben.

Langsam stieg auch Rauch aus den Ohren des Zauberers auf. Doch auch hier laß er weiter, ohne etwas zu sagen. Emiras, dem das nicht entgangen war, wich sicherheitshalber einige Schritte zurück, als Pado diesem in Zeichensprache zu verstehen geben wollte, dass er sich wohl besser aus dem Staub machen sollte, solange er noch konnte.

Emiras mag jung sein, ja... aber ihr werdet seine Fähigkeiten auf dieser Reise brauchen.
Gebt ihm die Chance sich zu beweisen, Thorondil.
Ich ließ ihn mit einem lachendem und einem weinenden Auge ziehen.
Versprecht mir ihn zu beschützen, so wie er es tun wird.

Gezeichnet
Aldamir


Ardagast, dessen Augen, Haare und Bart mittlerweile im übertragenen Sinne in Flammen standen, zerknüllte das Stück Papier in seinen Händen, hob dann langsam seinen Kopf und sah Emiras tief in die Augen. Der Zauberer atmete kurz tief ein und wieder aus. Danach nahm sein Gesicht wieder eine normale Farbe an. Als nächstes warf er den zerknüllten Brief an Emiras Kopf. ''Das kann gar nicht stimmen, denn Aldamir und ich sind wahrlich gute Freunde und solche Unwahrheiten würde er mir niemals über einen Zauberer schreiben! Woher soll ich wissen, dass du das nicht selbst geschrieben hast, ''Emiras''? Falls das überhaupt dein Name ist!''



Et Eärello Endorenna utúlien. Sinome maruvan ar Hildinyar tenn' Ambar-metta.

P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

R.I.P. Ian Holm
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Aryamiril

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

"Ach haltet doch die Klappe.", fuhr es aus dem sonst so ruhigen und besonnenen Emiras heraus. Er war wütend und bereit diese Wut an Thorondil auszulassen.
"Seit drei Wochen sitze ich hier rum und warte auf euch.
Alles nur weil ihr ach so toller Zauberer das falsche Datum in den Brief geschrieben habt!"
Es brach förmlich aus dem Jungen heraus. Der ganze Frust der letzten Wochen. Alles kam wieder hoch.
"Wenn Aldamir wirklich euer Freund wäre und euch etwas an dieser Freundschaft liegen würde, so hättet ihr euch zweimal überlegt, was ihr in euren Brief schreibt."
Emiras war noch lange nicht fertig, aber er entschied hier zum Ende zu kommen.
"Aber wisst ihr was? Eins weiß ich jetzt zumindest gabz genau... und zwar, dass Aldamir mit jedem Wort über euch Recht hatte! Und wenn ihr meine Dienste nicht wollt, so lasst mich zurück nach Ihtilien reiten."

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Genervt hatte Mirabella nur ihren Namen nuschelnd korrigiert. Sie wollte die Vorstellung nicht unterbrechen und wusste doch, dass es der Zauberer doch nicht lernen würde. Zu oft war er in den letzten Wochen mit den kuriosesten Namen um die Ecke gekommen, sodass sich Mirabella nicht mehr aufregte, sondern es sie nur noch anstrengte.
Dennoch hatte sie die Elbin und den Menschen freundlich angelächelt, denn Unterstützung war doch immer gut. Als Adragast dann den Brief vorließ, konnte Mirabella nur den Kopf schütteln, sowohl über Ardagast, als auch über diesen ominösen Aldamir, dem wohl hätte klar sein müssen, dass dieser Ardagasts Meinung gegenüber Emiras nicht gerade positiv beeinflussen würde. Sie für ihren Teil glaube jedoch, dass Emiras der war, für den er sich ausgab und der Brief echt war, deswegen war das Ganze auch gewiss nicht Emiras Schuld!
Deswegen wandt sich die Hobbitdame an den Zauberer mit einem solch scharfen Ton, den man von ihr sonst gar nicht kannte: "Jetzt sei doch nicht so unfreudlich und lieber froh, dass wir Unterstützung bekommen, vorallem wenn das stimmt, dass du ihn vor drei Wochen hast antanzen lassen und jetzt selbst so spät kommst, da solltest du dich lieber entschuldigen, als ihn hier anzupflaumen!"
Und da sie in den letzten Wochen auch einiges über den Zauberer gelernt hatte, musste sie sich abschließend auch noch auf seine Seite stellen, damit sie es sich mit ihm nicht wieder verspielte. Also fuhr sie nun auch Emiras an, allerdings in einem wesentlich milderen Ton.
"Und ihr, ihr solltet höflicher mit einem Zauberer umgehen, auch wenn er drei Wochen zu spät hier ankommt, schließlich hat auch er viel zu tun."
Kurz pausierte die Hobbitdame, ehe sie freundlicher nachsetzte: "Und jetzt hört auf mit dem eingeschnappt sein und lasst uns lieber endlich ins Wirtshaus gehen und über einem schönen Mittag weiter reden!"
Da die Hobbits zusammen mit dem Zauberer schon frühzeitig heute morgen aufgebrochen waren, war Mirabella nicht ganz bewusst, dass es noch nicht Mittags war, sondern noch früher am Vormittag, trotzdem hatte sie schon wieder einen gesunden Appetit, sodass sie eine Mahlzeit vertragen konnte.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Zuerst wollte Ardagast Emiras für dessen vorlaute Zunge an die Gurgel gehen, dann Mirabella für ihre...und so konnte er sich am Ende gar nicht entscheiden, wen er nun einen Kopf kürzer machen sollte und blickte stattdessen die ganze Zeit abwechselnd zu ihm und ihr. Als die Hobbitdame ihn dann jedoch unerwarteterweise halbwegs verteidigte, war ihm klar, dass er sich doch lieber Emiras vorknöpfen musste! ''Ein Zauberer kommt niemals zu spät, Mirabella Brandybock! Ebensowenig kommt er zu früh! Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt!'', sagte er zu der Hobbitdame und schob diese hinter such, die wohl erstaunt genug war, dass er ihren Namen richtig sagen konnte. Dann stellte er sich mit runzelnder Stirn vor den Waldläufer und musterte diesen mit einem abschätzenden Blick. Er sah wirklich verzweifelt und wütend aus und allem Anschein nach, war dies Ardagasts Schuld, wie sich der Zauberer dann doch zähneknirschend eingestehen musste. ''Ok, nehmen wir mal an, ich glaube dir, ''Emiras''!'', begann er und setzte dann in einem sanfteren Ton dazu. ''Es tut mir leid, dass ich das Datum vertauscht habe und, dass du hier solange unwissend warten musstest! Glaub mir eines, es wird ganz sicher nicht wieder vorkommen, dass du einen Brief von mir zu dieser Mission bekommst, der das falsche Datum enthält, in Ordnung?'' Ohne den Menschen überhaupt antworten zu lassen, klopfte er ihm zufrieden auf die Schulter. ''Na also, geht doch. Dann geh mal vor, Mandarine und bestell einen Tisch für uns. Ich könnte auch was essen!'' Dann wand er sich wieder an Emiras. ''Und nach einem guten Essen sind wir auch alle nicht mehr so mürrisch, nicht wahr?'', sagte er mit einem leicht provozierenden Unterton.



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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

"Mittagessen?" fragte Ilumiel verwundert in Mirabellas Richtung. "Wir haben gerade erst gefrühstückt."
"Wir auch. Na und?"
Ein wenig perplex sah die Elbin die Hobbitdame an. Sie konnte nicht gut einschätzen, ob sie noch jung war oder schon älter, aber ihre offene und mutige Art gefiel Ilumiel und so konnte sie nicht anders, als kurz loszulachen.
"Na weil... weil wir nicht schon wieder essen müssen."
"Wer redet denn von müssen?"
Wieder lachte Ilumiel und mit einem Male hatte sie das Gefühl, als könne sie diese neue Gefährtin gut leiden.

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (30.11.2019 20:51)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Ardagast lachte ebenfalls und legte dann die Hand sanft auf Mirabellas Schulter. ''Wenn du eines über Hobbits lernen wirst, Illu, dann, dass sie immer und überall essen können!''



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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Mit einem breiten Grinsen ging Mirabella ins Wirtshaus, um den erst besten Tisch in Beschlag zu nehmen. Sie lächelte nicht nur über Ardagasts letzte Worte sondern auch darüber, dass sie es geschafft hatte die Stimmung aufzuheitern und dass es gleich, hoffentlich gutes, Essen geben würde.




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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Pado hatte die Diskussion mit einer gewissen nostalgischen Belustigung verfolgt. Das war soo original Ardagast! Während sie Mirabella zum Gasthaus folgten, wandte er sich an Emiras: „Gewöhn dich dran, Junge!“ meinte er leise, „unser Zauberer ist etwas speziell. Aber er hat es drauf!“ Er grinste, „Vor allem hat er es drauf einen auf die Palme zu bringen! Aber merke dir, sobald er anfängt, dich als Orkspitzel zu verdächtigen, weißt du, dass du zu seinen Gefährten gehörst!“

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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AlaricSkaldorson

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Alaric betrat die in Rauchschwaden gehüllte, von lauten Gesprächen und Gelächter erfüllte Taverne, wo er Bofur wiederzutreffen hoffte, nachdem er den ganzen Tag die neu erstandene Pracht des Erebor bewundert hatte. Der Gesuchte schien aber noch nicht da zu sein.
Der Zwerg wandte sich dem Tresen zu und registrierte erfreut, wer da das Bier zapfte: die Schönheit von heute Morgen, Jördis!
Erfreut stapfte er an die Theke und bestellte ein großes Malzbier. Sein Herz machte einen Sprung, als die Schöne ihm lächelnd zuzwinkerte. Schon nach wenigen Augenblicken stellte sie ihm einen Humpen hin, dabei berührten sich ihre Hände kurz, und Alaric wurde es heiss. Was an der Wärme in der Kneipe liegen mochte. Oder auch nicht...
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Svafnir

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: AlaricSkaldorson]

Sváfnir betrat die Taverne gerade rechtzeitig, um seine Kumpel schallend lachend vorzufinden. Der Neue - Bragi - war mitten unter ihnen und sah sehr zufrieden aus. Trostann hingegen war hochrot im Gesicht und zeigte sofort mit dem Finger auf Bragi, als Sváfnir sich zu der Gruppe gesellte.
"Pass auf, wenn du dich mit ihm anlegst!"
Sváfnir ahnte, dass es eine Geschichte dazu gab, fragte aber vorerst nicht nach. Es dauerte nur einen Augenblick, da landete ein Bierkrug vor seiner Nase. Er musste nicht hochschauen, um zu wissen, wer ihn gebracht hatte. Hvredur strich ich auffällig über seinen langen Bart, Trostann lächelte plötzlich.
"Danke, Jördis."
Die hübsche Zwergin lächelte und Sváfnir musste gestehen, dass auch sein Herz anfing schneller zu klopfen.
"Wo ist dein Freund, wie heißt er noch, Balko?"
"Baldur", korrigierte Sváfnir sie und ignorierte geflissentlich, dass der Arme offensichtlich noch nicht so viel Eindruck gemacht hatte, dass sie sich seinen Namen merken konnte. Das ließ sich ja ändern.
"Wie geht es ihm denn eigentlich?" fragte Trostann. Sváfnir setzte einen ernsten Gesichtsausdruck auf und bemühte sich, seine Stimme möglichst düster klingen zu lassen.
"Nicht gut, fürchte ich. Der arme Baldur, so wird er für seinen Heldenmut belohnt..."
Jördis, die gerade im Begriff war zu gehen, hielt inne.
"Was ist denn passiert? Ich habe nur gehört, dass es einen Unfall gegeben hat. War er das?"
"Ich habe mich bei der Sprengladung verschätzt", antwortete Sváfnir und trat Hvredur unter dem Tisch gegen das Schienbein, als der ihn unterbrechen wollte. "Baldur meinte, es sei zu viel, und natürlich hatte er Recht. Er ist so klug! Aber ich wolte nicht hören, und als wir gezündet haben kam die Decke herunter. Er hat... er hat sich über mich geworfen, um mich zu schützen..."
Trostanns Mundwinkel zuckten, als Sváfnir es fertigbrachte mit erstickter Stimme zu sprechen. Jördis' Augen wurden weit.
"Er hat mir das Leben gerettet und beinahe mit seinem bezahlt."
"Ist das wahr?"
"Schau mich an, keinen Kratzer. Aber Baldur... Óin konnte sein Bein gerade noch retten. Aber es... es geht ihm nicht gut und er ist so allein im Krankenlager..."
Er ließ den Rest des Satzes in der Luft hängen. Die anderen Zwerge nickten einträchtig, was Sváfnir ihnen hoch anrechnete, hatten sie doch alle etwas für Jördis übrig. Er zuckte zusammen, als die Zwergin plötzlich seine Hand nahm.
"Das muss schwer für dich sein. Ihr steht euch doch so nahe. Wen du ihn siehst, richte ihm doch meine Genesungswünsche aus."
Damit presste sie ihre Lippen kurz auf Sváfnirs Wange und der junge Zwerg konnte förmlich spüren, wie er rot anlief.
"Natürlich, ja... also, so?" Er und Baldur standen sich wirklich nahe, aber küssen wollte er ihn nicht. Glaubte Jördis das etwa? "Vielleicht könntest du... also, er würde sich freuen."
Innerlich wollte er sich am liebsten ohrfeigen für diese Stammelei. Er war doch sonst nicht so! Jördis zwinkerte ihm zu.
"So heldenhaft, wie er dein Leben gerettet hat, ist das doch das mindeste, meinst du nicht?"
Sie hatte in natürlich durchschaut.
Jördis schaute mit einem zu freundlichen Lächeln in die Runde.
"Kann ich euch sonst noch etwas bringen?"
Die anderen schüttelten feixend die Köpfe. Jördis drehte sich um und ging zurück zum Tresen. Sváfnir schaute ihr nach, wie sie mit einem ihm unbekannten Zwerg sprach und dabei mit den Fingern durch ihr Haar fuhr. Sváfnir seufzte und wandte sich seinem Bier zu. Vermutlich würde Baldur es noch schwerer haben als gedacht.

Geändert durch Svafnir (01.12.2019 22:39)

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Bragi konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als er Svafnirs Geschichte hörte. Er mochte diesen Bergmann immer mehr. Es war schon manchmal beeindruckend, was die jungen Zwerge sich so alles einfallen ließen, um bei der Damenwelt Eindruck zu machen.
Während es langsam später wurde füllte sich die Taverne immer mehr. Inzwischen waren so gut wie alle Tische besetzt und das Durcheinander der Stimmen rauschte wie ein Ozean. Bragi warf einen prüfenden Blick in Richtung des Tresens. So voll wie es war, würde Jördis es nicht mehr lange allein schaffen, alle Gäste zu bedienen, schon gar nicht, da gefühlt jeder Mann im Raum versuchte, sie in ein Gespräch zu verwickeln. Wenn sie es nicht schon getan hatte würde sie bald nach einer Aushilfe schicken. Und Bragi wusste, wer das sein würde.
Mimi verdrehte die Augen, musste aber grinsen, als sie kurze Zeit später die Taverne betrat und Bragi sah, der ihr erwartungsvoll zuwinkte. Den jungen Zwerg gekonnt ignorierend gesellte sie sich zu Jördis hinter den Tresen und begann, sich ihre Schürze umzubinden.
Bragi griff nach seinem Bierkrug, während er die Bergarbeiter an seinem Tisch dabei beobachtete, wie sie dem Zwerg, der an der Bar gerade mit Jördis redete, giftige Blicke zuwarf.
"Was sollen die langen Gesichter, Leute?", fragte Bragi laut und riss mehr als einen seiner Tischgenossen unangenehm aus seinen Gedanken. "Vom Anstarren wird sie euch auch nicht wohlgesonnener werden", fügte er mit einem Zwinkern hinzu, während er aufstand und sich auf seinen Stuhl stellte.
"RUHE!", brüllte er durch den Raum. Verblüffte Stille breitete sich in der Taverne aus, als alle Augen sich auf den Rufer richteten. Mimis Gesicht zeigte die merkwürdige Mischung aus freudiger Erwartung und leichter Sorge, die sie immer zeigte, wenn sie glaubte, dass Bragi gleich etwas dummes tun würde.
"Es sind heute abend doch sicherlich ein paar Musiker anwesend, nicht wahr?", rief Bragi in den Raum.
"Aye!", kam es von einem halben Dutzend Tische.
Bragi lächelte. "Dann seid doch so gut und spielt uns ein paar Takte, damit wir unsere allseits geschätzten Damen zum Tanz bitten können."
Er zeigte mit einer vagen Geste auf Mimi und Jördis an der Bar und die wenigen Zwergenfrauen, die als Gäste anwesend waren. Einige von ihnen sprangen auf Bragis Vorschlag sofort auf und zogen Männer von ihren Tischen kichernd mit sich auf die kleine freie Fläche vor dem Tresen, während die angesprochenen Musiker ihre Instrumente hervorholten und zu stimmen begannen.
Zufrieden stieg Bragi von seinem Stuhl. Er warf einen Blick auf die verblüfften Zwerge an seinem Tisch und dann einen auf Jördis. "Wer zuerst kommt...", sagte er bedeutungsvoll und ging auf die Bar zu. Er genoss den Schreckmoment, den er den anderen damit bereitet haben musste, dass sie kurz dachten, er würde sich eiskalt Jördis für den Tanz schnappen, doch er ging zielstrebig auf Mimi zu und bot ihr seine Hand an.
Die junge Zwergendame schüttelte den Kopf. "Es ist schon manchmal beeindruckend, was ihr jungen Zwerge euch so alles einfallen lasst, um bei der Damenwelt Eindruck zu machen."
Bragi grinste, als sie ihre Hand in seine legte. "Ganz meine Meinung."

____________________________________________________

May the force be with you.

Geändert durch Aidean (01.12.2019 23:11)

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AlaricSkaldorson

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Alaric genoss sein Bier und beobachtete weiter die hübsche Bedienung, die einen Tisch lärmende Minenarbeiter versorgte. Ein weiterer trat hinzu und verwickelte Jördis in ein Gespräch. Alaric spitzte die Ohren, verstand über dem Lärm in der Wirtschaft jedoch nichts.
Nur eines bekam er mit. Etwas, was ihm nicht sonderlich gefiel: Das Mädchen beugte sich zu dem Neuankömmling und küsste ihn auf die Wange. Die Hoffnung, es könnte sich bei dem anderen um einen Bruder oder Cousin von Jördis handeln, zerschlug sich jäh, als der Zwerg nach dem Kuss knallrot an lief.
Aha, ein Konkurrent! Und scheinbar war er ihr nicht unsympathisch, sonst hätte sie ihn nicht geküsst! Mmmmmmmpppfff...
Ärgerlich ergriff Alaric seinen Humpen und stürzte das Bier hinunter.
Nur Augenblicke später stand Jördis wieder vor ihm und schob ihm einen neuen hin.
Lächelte ihm zu, strich sich durch das Haar und fragte ihn nach seinem ersten Tag im Erebor, ohne den Nebenbuhler noch zu beachten. Alaric wusste nicht mehr, woran er war, schwankend zwischen Eifersucht und Hoffnung. Schließlich beschloss er, den Abend einfach zu geniessen, komme, was wolle, zumal Bofur noch immer nicht aufgetaucht war. Heute war heute. Und morgen würde man weiter sehen..
Und dann wurde nach Musik gerufen. Kurz ärgerte sich Alaric von Neuem. Hätte er doch einen unerwarteten Trumpf im Ärmel gehabt, wenn, ja wenn die verdammte Schalmei schon fertig wäre! Andererseits: Wer spielte, konnte nicht tanzen! Mit leicht hochgezogener Augenbraue schaute er Jördis fragend an und nickte zur Tanzfläche hin. Nun würde sich zeigen, ob sie ihn sympathisch fand!
..
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Die zufällig zusammengefundene Gruppe, nahm derweil auf dem von Mirabella besetzten Tisch, der sich in der Ecke des Schankraums befand, Platz. Ardagast lehnte seinen Zauberstab vorsichtig an die Wand und nahm dann an einem der Stühle Platz, während sich die Hobbits zusammen auf eine Bank an der Wand setzten. Alle, bis auf die Elbin und den Waldläufer, bestellten sich etwas zu trinken und zu essen. Der Zauberer bekam ein Glas Wasser, sowie einen Teller mit Brot und Käse. Auch den Hobbits schien ihr Essen zu schmecken. Als erstes wand sich der Zauberer an die Elbin. ''Willst du etwa nichts essen, meine liebe? Ich weiß ja, dass ihr Elben nichts außer Lembas verdrückt, aber vielleicht willst du ja mal was anderes ausprobieren, wo du mal die Gelegenheit dazu hast!'' Als nächstes wand er sich an Emiras, der allem Anschein nach, noch immer keine allzu gute Laune besaß. ''Ich nehme deine Entschuldigung an!'', sagte Ardagast und biss dann ein Stück von seinem Brot ab. Der Waldläufer verstand offenbar nicht so recht, was der Zauberer damit meinte. ''Na, zum einen im Namen Wladimirs für seine unschönen Worte und zum anderen für deinen Wutausbruch vorhin, Bandobras. Nicht jeder kann ein besonnener und weiser Zauberer sein, so wie ich! Aber es liegt in meiner Natur, dass ich anderen nicht lange böse sein kann. Ich habe gelernt zu verzeihen! Und wenn wir nun lange zusammen auf Reisen sein wollen, dann kann ja zwischen uns nicht so ein Elefant im Raum stehen'', erklärte Ardagast und ging sogleich zum nächsten, völlig zusammenhanglosen Thema über. ''Hab ich euch eigentlich mal davon erzählt, dass es im Süden von Mittelerde sogar haushohe Elefanten gibt, die man dort Mûmakil nennt? Du als Gondorrim kennst die sogar vielleicht, Entengras!'', erzählte er an Emiras gewandt.



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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

„Nun!“ Pado schmunzelte, als er die Mumakil erwähnt fand, „du hast sie nicht nur erwähnt, mein Lieber! Ich kann mich noch sehr lebhaft an eine Gegebenheit erinnern, als Isengar und ich von dir zu einer Reise in den Süden eingeladen worden sind!“ Sein Grinsen wurde breiter. „Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es hatte etwas mit einem Urwald und einem angeblichen Baumstamm, an dem ein gewisser Zauberer sich festhielt um einen Stein aus seinem Schuh zu entfernen, zu tun...“ Er zwinkerte Ardagast schelmisch zu.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Ardagast drehte sich blitzschnell zu Pado um und sah diesen überrascht an. Mit breiter Brust machte er sich noch größer und bedrohlicher. ''WOHER weißt du davon?? Bist du etwa ein ORKSPITZEL???'', maulte der Zauberer erbost und war kurz davor, den Hobbit zu packen und ihn über den Tisch zu sich zu ziehen. Wenig später fiel ihm jedoch wieder ein, dass die beiden Hobbits ja dabei waren, als ihm dieses Missgeschick passierte. Daraufhin ließ er die in sich angestaute Luft wieder raus und setzte sich wieder normal hin. ''Achja, jetzt weiß ich's wieder, da waren wir ja zusammen...'', setzte er sich nachdenklich am Kopf kratzend hinzu. ''Es stellte sich heraus, dass der Baumstamm gar keiner war und nicht nur ziemlich leicht nachgab, sondern sich dann auch noch plötzlich auf uns zubewegte! Und nicht nur das, es waren ganz viele Baumstämme, die dann hinter uns herwaren!''



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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

„In der Tat, man könnte sagen wir haben den Wald vor lauter Mumakils nicht gesehen!“, stimmte Pado zu. „Vater und ich hatten es ja ganz gut, weil wir deutlich kleiner sind. Wir konnten uns bald seitlich verdrücken, aber wir hatten unsere liebe Not dich wiederzufinden. Denn die Mumakilherde hatte dich bis ans Wasserloch von Neferesh getrieben.“ Der Hobbit grinste. „Glücklicherweise konntest du da im wahrsten Sinne untertauchen.“

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Geändert durch PadogasTook (02.12.2019 09:32)

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Aryamiril

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Emiras schwieg.
Er hatte nichts mehr zu sagen und das wollte er auch nicht.
So hatte er sich den Start dieser Reise gewiss nicht vorgestellt. Der Zauberer sollte sich in Acht nehmen. Emiras war zwar dafür bekannt ruhig und geduldig zu sein. Doch tief in ihm gab es diesen kleinen Funken, der von der einen auf die andere Sekunde ein Feuer entfachen konnte. Dies brachte dem jungen Waldläufer oft so manchen Ärger ein... auch wenn er sich selbst oder andere (vorallem andere) stets nur verteidigte.
Und genau das tat er auch vorhin vor dem Gutshaus.
Man beschuldigte ihn ein Lügner zu sein und gleichzeitig wurde über seinen Hauptmann, welcher für Emiras viel mehr bedeutete als nur das, gespottet.
Das verletzte Emiras und machte ihn wütend.

Der Zauberer wollte das Thema wechseln und sprach nun von den Mumakils, die Emiras natürlich kannte. Doch er mischte sich in das Gespräch zwischen dem Zauberer und dem Hobbit nicht ein. Schweigend saß er da und sah immer mal wieder zu Ilumiel auf, die sich wie am Abend zuvor auf einen Stuhl ihm gegenüber setzte... auch wenn sich Emiras sicher war, dass es von ihr an diesem Morgen nicht beabsichtigt war.

•°• •°• •°♡°• •°• •°♡°• •°• •°♡°• •°• •°•
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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Ilumiel fühlte Verwirrung. Irgendetwas war hier bedeutend schief gelaufen! Unter ihren Wimpern hervor sah sie Emiras an, dem sie Unrecht getan hatte. Es tat ihr leid, aber sie hatte ja nicht gewusst, was nun stimmte, und wenn man einem Zauberer nicht vertrauen konnte, wem denn dann?
Kurzerhand griff sie nach Emiras' Hand und sah auf, als sie merkte, dass er zurück schreckte. Sie griff erneut zu und dieses Mal ließ der junge Mensch es zu. Erleichtert lächelte Ilumiel ihn an und hoffte, dass er verstehen würde, dass sie ihn nicht hatte kränken wollen.
*Wir müssen hier zusammenhalten!* sagten ihre Augen.

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (03.12.2019 12:06)

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AlaricSkaldorson

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Jördis schob zwei wartenden Zwergen je einen vollen Humpen zu und Alarics Hoffnung sank. Doch dann band das Mädchen mit den Worten "Verdursten wird jetzt hoffentlich keiner!" schnell ihre Schürze ab, umrundete den Tresen und ergriff Alarics Hand: "Auf gehts! Einer geht immer!" Der überraschte Zwerg wurde zur Tanzfläche gezogen und Momente später wirbelte er mit Jördis zu einer schnellen, mitreissenden Melodie im Kreise herum. Die Besucher der Taverne pfiffen und stampften den Takt mit ihren schweren Stiefeln mit. Nur einer starrte bewegungslos und wenig amüsiert auf das tanzende Paar: der junge Zwerg von vorhin. Immer, wenn Alaric im Vorbeitanzen einen Blick auf ihn werfen konnte, war die Miene des Rivalen finsterer als zuvor.
'Nun', dachte Alaric amüsiert, ' jetzt hab ICH die Nase vorn, Freundchen!' und zwinkerte dem anderen frech zu.
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

''Ja, so lange musste ich noch nie meine Luft anhalten'', setzte der Zauberer lachend hinzu. ''Ich musste weit und tief tauchen, weil die ollen Dickhäuter eben gerne und weit schwimmen. Im Tauchen sind sie aber nicht so gut!'' Ardagast grinste. Es war schön wieder auf Abenteuer zu gehen und erst Recht mit Pado. Doch das das Fehlen seines Vaters war unübersehbar. Es war ein ständiger Begleiter. Doch der Zauberer war sich sicher, dass Mirabella die großen Fußstapfen sicherlich gut füllen würde. Ardagast nickte anerkennend zu der Hobbitdame hinüber, die sich auf der Hinreise, auch wenn diese relativ ereignislos blieb, sehr gut bewiesen hatte. Dann zündete er sich eine Pfeife an und leerte sein Wasserglas, welches er gleich wieder füllen ließ.



Et Eärello Endorenna utúlien. Sinome maruvan ar Hildinyar tenn' Ambar-metta.

P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

So gerne Mimi Bragi auch neckte und schwer zu haben spielte, konnte sie doch kaum verbergen, wie gern sie tanzte. Bragi wusste das nur allzu gut. Ein Lächeln stahl sich auf die Lippen seiner Tanzpartnerin, während sie im Takt der fröhlichen Polka, die die Musiker angestimmt hatten, über die Tanzfläche wirbelten.
Zwischen den tanzenden Paaren entdeckte Bragi auch Jördis, die sich offenbar den Zwerg von der Bar ausgesucht hatte. Als Bragi an seinem Tisch vorbeikam, warf er den schmollenden Bergmännern einen kurzen, entschuldigenden Blick zu. Sie waren wohl einfach nicht schnell genug gewesen. Pech gehabt.
"Au!", fauchte Mimi und sah ihren Partner, der ihr in seiner Abgelenktheit gerade auf den Fuß getreten war, böse an.
"Tschuldige", murmelte Bragi und verzog das Gesicht zu einer peinlich berührten Grimasse, die Mimi gleich wieder zum Lächeln brachte.
"Tollpatsch", kicherte sie.
Bragi schaffte es ohne einen weiteren Unfall durch den Tanz und als er sich nach der letzten Note der Musik vor Mimi verbeugte, knickste sie sogar grinsend zurück.
Bragi war überaus zufrieden mit sich selbst, als er an den Tisch zurückkehrte und sich mit einem Seufzen auf seinen Stuhl fallen ließ.
"Was war denn los mit euch?", fragte er in die Runde, "Keine Lust zu tanzen, oder was?"

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AlaricSkaldorson

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

Ein wenig ausser Atem langte Jördis wieder am Tresen an, gefolgt von Alaric. der lächelnd seinen Krug ergriff und ihr hin hielt: "Nimm einen Schluck! Tanzen macht durstig. Und Arbeiten erst recht!" Die Zwergin schnappte sich den Humpen und trank einen langen Zug, wobei sie Alaric schelmisch anlächelte. Ehe sie wieder zurück hinter die Theke eilte, um die durstigen Gäste nicht länger warten zu lassen.
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Svafnir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: AlaricSkaldorson]

Sváfnir passte es gar nicht, dass Jördis ausgerechnet bei diesem Fremden so aufgeschlossen war. Es war eine Sache, dass sie ihn links liegen ließ, es gab genügend Andere, die weniger abweisend waren. Aber das hier ging ihm gewaltig gegen den Strich. Als das Lied zuende war und die beiden den Tanz beendet hatten, juckte es ihm in den Fingern zu dem Fremden herüberzugehen. Nur um ein paar freundliche Worte zu wechseln, natürlich.
Gerade als er geräuschvoll den Stuhl zurückschob, tauchte plötzlich ein Schatten über ihm auf.
"Sváfnir?"
"Ori, was gibt's?"
Der ältere Zwerg bedeutete ihm, sich mit ihm ein Stück beiseite zu stellen. Die anderen Zwerge am Tisch kümmerten sich wenig darum, zumal Jördis gerade die nächste Runde brachte.
"Was ist los, Ori?"
"Balin schickt mich. Er meint, du bist richtig für sein Vorhaben."
Irritiert schaute Sváfnir ihn an.
"Vorhaben? Was meinst du?"
Aber Ori verriet keine Details. Er nannte ihm nur den Ort die Uhrzeit, ehe er sich verabschiedete. Sváfnir ging etwas ratlos zurück an den Tisch und winkte nur ab, als die anderen Zwerge neugierig fragten. Was immer es war, wenn es von Balin kam musste es wichtig sein. Es blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als der Einladudng zu folgen.
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Svafnir]

Die neu zusammengefundene Gruppe um den Zauberer Ardagast, den Waldläufer Emiras, die Elbin Ilumiel und die beiden Hobbits Padogas und Mirabella verbrachten noch einige Zeit im Gasthaus, ehe sie sich mit gestärktem Magen, in Richtung Erebor aufmachten. Das gemeinsame zweite Frühstück hob die Stimmung in der Gemeinschaft doch erheblich. Allerdings stand vor ihnen nun eine besonders schwierige Aufgabe. Der kunterbunte Mix musste nun irgendwie in den Erebor gelangen. Als sie das Tor erreichten, drehte sich der Zauberer noch einmal zu allen um, sprach aber eigentlich nur die Elbin an. ''Jetzt hör mir gut zu: Die Zwerge und Elben können sich immer noch nicht riechen, wie du sicherlich nicht vergessen hast. Dich in den Berg zu bringen, wird keine einfache Sache! Also nicke einfach nur freundlich und halt dich im Hintergrund, ohne Aufmerksamkeit zu erregen! Und erwähne bloß nicht, warum du eigentlich hier bist! Und über das Waldlandreich und Thranduil sagst du auch nichts! In der Tat wäre es am besten, wenn du gar nicht erst den Mund aufmachst, Ilumiel…’' Die Elbin nickte, auch wenn es unübersehbar war, dass sie damit nicht so recht einverstanden war. Die Wachen taten es zwar nicht gerne, aber die Wachen ließen die Gruppe dann ohne Probleme passieren, als Ardagast erklärte, dass Balin bereits auf ihn wartete. Was nicht einmal gelogen war, allerdings ließ Ardagast bewusst wichtige Punkte der Geschichte aus.

Musik

Als die Gruppe dann das Tor durchschritt und den ersten Blick auf das Königreich warf, kam selbst die Elbin nicht umhin das Meisterwerk mit großen Augen zu bestaunen. ''Willkommen im großen Reich und der Zwergenstadt Erebor!'', sagte der Zauberer und staunte selbst wieder auf’s Neue über den Anblick, der sich ihm hier bot. Etwas später traf die Gruppe dann auf jenen Fürsten namens Balin, der ihnen ihre Gemächer zeigte. Alle waren nebeneinander. Selbst der sonst so sanftmütige Balin konnte aber nicht unerwähnt lassen, wie unzufrieden er damit war, dass Ardagast außenstehende mitgebracht hatte, und ausgerechnet einen Elb, auch wenn dies von Anfang an die Abmachung und Bedingung für Ardagasts Hilfe gewesen war. So konnte er es ebenfalls nicht unausgesprochen lassen, dass Ardagast die volle Verantwortung für die Fremdländer trug und für jedwede Zuwiderhandlung jener auch zur Rechenschaft gezogen werden würde.

Etwas später am gleichen Tag, fanden sich dann alle an einem abgelegenen und abgeschotteten Raum in der Universität des Erebors wieder. Nach mehreren langen Monaten, konnte es nun endlich losgehen. Auch wenn Ardagast von Anfang an gegen diese Unternehmung war, so spürte er dennoch einen gewissen Nervenkitzel in seinen Fingerspitzen. Eventuell war diese Unternehmung doch nicht zum Scheitern verurteilt.

Alle Zwege und auch die übrigen Mitglieder hatten sich in der Halle der Universität des Erebors eingefunden und nahmen ihre Plätze in mehreren Bankreihen ein. Balin und Ardagast standen vor einer großen Tafel und vor ihnen war ein Pult, auf dem mehrere Pergamente ausgerollt lagen. Der Zauberer stellte sich derweil etwas abseits und ließ Balin beginnen. ''Seid gegrüßt, vor allem unsere Gäste aus anderen Ländern'', begann er und kam dann gleich zur Sache. ''Ihr seid alle hier, weil ihr dazu auserwählt worden seid, an einer Expedition teilzunehmen. Wie ihr wohl alle wisst, hat der Rat der Zwerge vor einigen Monaten beschlossen, das verlorene Königreich Moria zurückzuerobern. Jetzt, da wir den Erebor wieder als Königreich etabliert haben, gilt es nun das nächste Königreich zurückzuerobern. Wer glaubt, dass es sich dabei um eine äußerst gefährliche Unternehmung handelt, der hat Recht! Alle von euch wurden auf Grund ihrer besonderen Fähigkeiten ausgewählt. Oin wird uns als Arzt begleiten. Ori wird Buch über unsere Unternehmung führen und alles notieren und für die Nachwelt hinterlassen. Sváfnir ist als erfahrener Bergarbeiter für den Abbau und die Sprengung von Gestein verantwortlich, für den Fall, dass einige Wege nicht mehr passierbar sind. Darüber hinaus darf ich Naín von den Eisenbergen als erfahrenen Krieger begrüßen. Es erfüllt uns mit Stolz, dass unsere Brüder der Eisenberge uns unterstützen!’’ Nach einer kurzen Pause fuhr der Zwerg fort. Er breitete eine Karte Mittelerdes auf der Tafel aus, die einen roten Weg zeigte.



Der alte Zwerg nahm dabei einen Zeigestock in die Hand und fuhr langsam den Weg entlang. ''Wie jeder wissen sollte, beginnen wir hier am Erebor. Von dort aus gehen wir gerade in den Süden bis zur alten Waldstraße, welche wir nutzen, um durch den Wald zu kommen. Danach geht es wieder nach Süden in Richtung Schattenbachtal, von wo aus wir schließlich den Eingang nach Moria nehmen. Dies sind etwa 600 Meilen. Je nachdem, wie schnell wir vorankommen, wird dies etwa zwei und vier Wochen an Reisedauer in Anspruch nehmen. Möglicherweise auch mehr. Wir erwarten bis zum Schattenbachtal keine besonderen Vorkommnisse’’, erklärte er und breitete dann eine weitere Karte über der von Mittelerde aus. Es war eine alte und ziemlich schlecht erhaltene Karte von Moria, wo ebenfalls ein Weg in rot eingezeichnet war.



''Wir kommen zum Osttor, dem Haupteingang herein und machen uns dann von der Eingangshalle auf den Weg über die Brücke von Khazad-dûm zur nächsten Halle. Von dort aus nehmen wir einige hohe Treppen, die hoffentlich noch gut erhalten sind, bis zur Kammer von Mazarbul und der 21. Halle, welche vorerst unser Ziel darstellen. Von dort aus müssen wir dann etwaige Orkkolonien vernichten oder vertreiben. Und damit kommen wir auch schon zu Ardagast und dessen Teil’’, erklärte er und übergab dann das Wort und den Zeigestab an den Zauberer.

Der Zauberer räusperte sich. ''Sollten wir unbeschadet so weit kommen, wie Balin eben erzählte, haben wir hauptsächlich mit Moria-Orks oder auch Bilwisse genannt, zu tun. Die meisten von euch werden noch keine Bekanntschaft mit ihnen gemacht haben. Diese sind anders, als gewöhnliche Orks. Sie sind kleiner und körperlich weniger stark als normale Orks, dafür aber wesentlich flinker. Sie haben große Augen und sind an das Sehen in der Dunkelheit perfekt angepasst. Sie können daher problemlos in völliger Finsternis überleben. Hofft also darauf, dass uns niemals das Licht ausgeht! Außerdem sind sie dazu in der Lage, senkrechte Wände wie Spinnen hochzuklettern. Sie können also von überall kommen. Auch von oben! Haltet also immer eure Augen und Ohren offen. Es ist unklar, wieviele Moria-Orks dort leben, aber wir sollten mit einer großen Anzahl rechnen und es wird nicht leicht werden, diese zu überwinden. Unsere beste Möglichkeit ist, erstmal möglichst ungesehen durchzukommen und wenig Aufmerksamkeit zu erregen. Darüber hinaus halten eine Moria-Orks Trolle und mit denen wollen wir erst recht keine Bekanntschaft machen. Es ist auch durchaus möglich, dass es ganze Trollnester gibt. Wir werden uns überraschen lassen müssen, da schon lange niemand mehr einen Fuß in das alte Königreich hineingesetzt hat. Das sind womöglich die Hauptfeinde, mit denen wir es zu tun bekommen. Aber seid immer wachsam, denn in den dunklen Ecken der Welt gibt es noch ältere und gefährlichere Wesen als Orks oder Trolle. Und ihr hofft besser alle, dass wir keine davon im Nacken haben werden!’’

Balin übernahm wieder das Wort. ''Noch hat jeder hier die Möglichkeit auszusteigen. Solltet ihr aber mitmachen wollen, so muss ich euch nun bitten, eure Verträge zu unterschreiben. Diese binden euch daran, die Unternehmung bis zum Ende zu unterstützen und ihr werdet erst dann aus dem Vertrag entlassen, wenn Moria zurückerobert ist, oder die Rückeroberung aus irgendeinem Grund scheitern sollte’’, erklärte er gründlich, während einige Diener den Teilnehmern ihre Verträge, sowie Federn und Fässer mit Tinte aushändigten. ''In den Verträgen werden weitere Einzelheiten erwähnt, wie Entschädigung im Falle des Todes oder Verletzung, Geheimhaltung der Unternehmung, Bezahlung und so weiter und sofort!'', fügte er hinzu. Dann wanden sich Balin und Ardagast gemeinsam an die Gruppe. ''Wir brechen in einer Woche auf. Gibt es noch irgendwelche offenen Fragen für mich oder Ardagast? Jetzt wäre der beste Zeitpunkt dafür!'', fragte Balin in die Runde.



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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Es war also wahr. Balin stellte eine Truppe für eine Mission zusammen.
Selbst als er das Gespräch zwischen Ori und Svafnir am Vorabend belauscht hatte, hatte Bragi es noch nicht ganz glauben können. Der Versuch, aus dem Bergmann etwas herauszubekommen, war sofort abgewürgt worden. In der Nacht hatte Bragi kaum ein Auge zugemacht. So einfach würde er nicht aufgeben, bis er die Wahrheit wusste.
Nun, wo er hinter einer der breiten Säulen in der Universität des Erebor stand, gab es keine Zweifel mehr. Er hörte jedes Wort, dass Balin und das graubärtige Langbein sagten.
Moria. Bragi spürte sein Herz in seiner Brust schlagen. Die alte Zwergenstadt in den Nebelbergen sollte zurückerobert werden. Das war genau das Abendteuer, von dem er immer geträumt hatte. Kurz überkam ihn eine Welle von Zorn. Das also hatte Dwalin ihm verheimlichen wollen.
Bragi konnte hören, wie Balin begann, die Karte von Moria zu erklären. Er zögerte einen Moment, doch er konnte sich nicht zurückhalten. Er musste diese Karte sehen. Mit dem bisschen an Vorsicht, dass er in seiner Aufregung noch zustande brachte, beugte Bragi sich vor, sodass er um die Säule herum die Versammlung in der Mitte des Saals und die Tafel sehen konnte, die vor ihnen aufgebaut war.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

Während Balin die Frage eines Zuhörers zu etwaigen Verpflegungen und der notwendigen Ausrüstung auf der Reise beantwortete, sah Ardagast sich ein wenig gelangweilt im Saal um. Er hatte schon vorher das Gefühl gehabt, dass sie nicht alleine waren, doch sehen konnte er nichts. Bis jetzt! Für den Hauch einer Sekunde, konnte er einen Blick auf einen ungebetenen Gast erhaschen. Auf die Entfernung zu den oberen Sitzreihen konnte er nicht direkt erkennen, um wen es sich handelte, aber möglicherweise war es ja ein Spion! Auszuschließen war natürlich nichts, auch wenn Ardagast sich sicher war, dass er das Geheimnis gut für sich bewahrt hatte. Gut, er hatte es dem einen Händler in Thal erzählt und dem anderen Vagabunden auf seiner Reise nach Isengard. Aber ansonsten eigentlich niemandem… Aber abgesehen davon handelte es sich bei diesen Leuten auch wahrlich um absolut vertrauenswürdige Leute, die niemals etwas weitererzählen würden. Erst recht nicht, da sie der Zauberer ja genau darum gebeten hatte. Eilig wechselte er den Blick zu Dwalin, der der Sitzung etwas abseits beigewohnt hatte, auch wenn er selbst nicht an der Unternehmung teilnehmen würde. Mit seinen Augen versuchte Ardagast dem Krieger zu verstehen zu geben, dass sich ein Eindringling im Saal befand. Der Bruder Balins stand näher an diesem dran und hatte wohl größere Chancen ihn zu ergreifen. Dwalin verstand schnell was der Zauberer von ihm wollte und sah sich daraufhin unauffällig um. Sofort hatte er die Lage erkannt. Er runzelte die Stirn und rollte mit den Augen. Das war ja mal wieder klar! Mit eiligen, und für einen Zwerg relativ leisen Schritten, ging er zum Übeltäter und baute er sich dann geräuschlos hinter Bragi auf. Er packte den Zwerg blitzschnell am Kragen und zog ihn dann nach oben. ''Na, wen haben wir denn hier?'', fragte der Glatzkopf so laut, dass es jeder hören konnte. Ziemlich schnell zogen beide alle Blicke im Saal auf sich. ''Allem Anschein nach wohl ein Orkspitzel!'', antwortete der Zauberer in Dwalins Richtung nickend.



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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Pado musterte den jungen Zwerg mit einem breiten Grinsen. Oh, es kamen Erinnerungen zurück. Auch er hatte einst lauschend geheimen Beratungen beigewohnt, damals in Beutelsend vor Bilbos Fenster und auch ihn hatte der Zauberer damals ertappt. Der Zwerg konnte nicht viel älter sein als er selbst damals. Na, mal schauen wie der sich aus der Affäre zog. Er zwinkerte Mirabella zu. Sie kannte seine Geschichte von damals. Ob sie auch die Parallele sah? Gemütlich lehnte sich Pado zurück. Das würde jetzt ein wunderbares Theater werden.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Bragis Füße kratzten haltlos über den Boden, als Dwalin ihm unsanft am Kragen vor die versammelte Mannschaft schleifte.
"Hey, was soll das? Ich hab doch gar nichts gemacht!", fauchte Bragi und riss sich los.
Dwalin lachte auf. "Nichts außer dich in eine geheime Versammlung zu schleichen..."
Bragi verschränkte trotzig die Arme vor der Brust. "Davon wusste ich nichts", log er prompt, "Ich kam nur in die Universität, um zu lernen."
Balin verdrehte die Augen. "Du bist gar nicht in der Universität eingeschrieben, Junge", sagte er trocken.
"Ha!", rief Bragi triumphierend, "Bin ich sehr wohl! Seit...", er überlegte kurz, "Seit sieben Semestern, wenn ich richtig gerechnet habe. Ich bin nur nicht übermäßig regelmäßig zu Vorlesungen gewesen...", gab er zu.
Dwalin schüttelte den Kopf. "Und da dachtest du, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt dafür?"
"Ihr habt mir doch selbst gesagt, ich solle mich endlich um eine Ausbildung bemühen, Meister Dwalin. Ich habe lediglich Euren weisen Rat befolgt", antwortete Bragi sofort.
"Du bist auch nie um eine Antwort verlegen", murmelte Dwalin kopfschüttelnd.
Ein kleines Grinsen erschien auf Bragis Gesicht. Er warf einen schnellen Blick auf die versammelte Mannschaft, die ihn und Dwalin anstarrte. Seine Augen weiteten sich und das Lächeln wich von seinen Lippen.
"Ihr habt einen Elb und zwei Kinder angeheuert und mich nicht gefragt?", rief er empört.

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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

Ilumiel hatte bis jetzt schweigend zugehört. Ganz genau hatte sie sich an die Anweisungen Thorondils gehalten, und an die Thranduils. Der Erebor war unglaublich! Hatte sie ihn beim ersten Mal nur von aussen gesehen, so erstrahlte seine Größe und seine Kraft erst von innen im ganzen Bilde. Die Elbin war sichtlich beeindruckt.
Noch beeindruckter war sie von all den Zwergen, die hier herumliefen. Es war natürlich zu erwarten gewesen, aber Ilumiel hatte immernoch keine weiteren Informationen über ihren Retter und so sah sie jeden einzelnen der Zwerge ganz genau an. Manche hatten zu lange Nasen, andere zu lange Bärte oder nicht die richtige Haarfarbe, aber im Grunde glichen sie sich alle irgendwie und bald schon wurde der Elbin klar, dass sie auf ziemlich hoffnungslosem Posten stand mit ihrer Suche. Sie würde Thorondil noch weiter ausfragen müssen.
Sehr genau hörte sie auch zu, als es um die Planung der Reise ging. Moria - das also war das Ziel. Interessant! Konzentriert besah sie sich die Karten und prägte sich ein, was sie konnte.
Und dann kam plötzlich Tumult auf.... ein junger Zwerg hatte sich eingeschlichen und schon gab es großes Tohuwabohu und Diskussionen. Ilumiel blieb besser im Hintergrund, aber auch diesen Zwerg sah sie sich ganz genau an.

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Ilumiel
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

Ardagast schmunzelte in Pados Richtung, als der Zwerg von Dwalin zu Balin gezogen wurde und vor versammelter Mannschaft zusammengestaucht und ausgefragt wurde. Auch dem Zauberer waren die Parallelen zu damals natürlich nicht entgangen. Offenbar handelte es sich um einen bereits weitreichend bekannten Unruhestifter. Erstmal hörte sich der Zauberer das ''Verhör'' der Brüder an und hielt sich eher im Hintergrund. Natürlich war es offensichtlich, dass dieser Zwerg sich von einer Notlüge in die nächste rettete, aber gerade wie selbstüberzeugt und furchtlos gegenüber etwaiger Konsequenzen er dies getan hatte, verdiente doch ein gewisser Weise Respekt und Anerkennung. ''Das war's! Einmal zu viel! Wir sollten ihn einsperren, Balin! Anders lernt der Junge nichts mehr und glaubt, er kann sich immer und überall rausreden! Es reicht!'', schnaubte Dwalin und ging auf Bragis Einwand gar nicht ein. Balin schien zu überlegen. Sein Bruder hatte sicherlich nicht Unrecht.



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Aryamiril

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Emiras sah schmunzelnd von seinem Vertrag auf, als sie den jungen Zwerg ausquetschen. Der Waldläufer hatte sich in eine Bank weiter hinten in der Universität zurück gezogen und musterte einen seiner neuen Gefährten nach dem anderen. Eine bunte Truppe waren sie und es war von Hobbit bis Zauberer alles vertreten.
Seine dunkelbraunen Haare hingen ihm ins Gesicht, als er seinen Blick wieder auf das Stück Pergament in seinen Händen fiel. Diese Reise klang zwar gefährlich und die Überlebenschancen könnten schlechter nicht stehen...
aber Emiras hatte zum ersten Mal das Gefühl wirklich eine Aufgabe zu haben und er fühlte sich dieser gewachsen. Lange hatte er auf eine solche Chance warten müssen.
Und was hatte er schon zu verlieren?!

Da plötzlich wurde es wieder lauter. Die Zwerge hatten wohl vor den uneingeladenen Gast einzusperren.
Emiras sah auf und hätte dem jungen Zwerg am liebsten aus der Patsche geholfen, erinnerte ihn dieser doch stark an Luin, seinem besten Freund, welcher ebenfalls ein pfiffiges Kerlchen war und eine Begabung hatte, was Notlügen anging. Manchmal hasste sich Emiras für sein selbstloses Herz... wurde er doch aber stets dafür bewundert. Der Zwerg mit dem kahlen Haupt packte den Jungen grob. Was würde jetzt geschehen?

•°• •°• •°♡°• •°• •°♡°• •°• •°♡°• •°• •°•
people are making apocalypse jokes like there's no tomorrow.
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Hisimir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Die Zeit im Erebor war wie im Fluge für Naín vergangen. Er war viel allein durch die Stadt gegangen, um ihre Schönheit zu bestaunen und hatte sich aber auch immer wieder mit alten Freunden und Mitstreitern getroffen, auf die alten Zeiten angestoßen, viel geredet, mehr gegessen und am allermeisten getrunken.
Endlich war es soweit gewesen und Balin hatte ihn zu der Missionsbesprechung eingeladen.
Moria war also das Ziel. Als er das hörte verschränkte der weißhaarige Zwerg die Arme vor der mächtigen Brust, ließ sich aber sonst nicht anmerken, wie beunruhigt er war. Das war etwas ganz anderes als Erebor. Warum nicht gleich Gundabad zurückerobern?
Gerade wollte er noch eine Frage zu der Reise stellen, als sie unterbrochen wurden, weil Dwalin einen lauschenden, jungen Zwerg entdeckte. Offenbar war der schon häufiger durch Tunichtguthaftes Verhalten aufgefallen. Vielleicht war es sogar dieser Zwerg gewesen, der Thorins Statue beschmiert hatte.
'Aber kreativ ist der Kerl' dachte Naín, als er sich die Entschuldigungen anhörte.
Nachdenklich wiegte er seinen Kopf hin und her, als Dwalin Balin vorschlug, den Zwerg einzusperren.
"Das klingt nicht so, als würdet ihr ihn zum ersten Mal bei so einem Streich erwischen, Meister Dwalin." mischte er sich ein. "Wenn so junge Zwerge nicht wissen wohin mit ihrer Energie, dann stellen sie häufig Unfug an, bei uns in den Eisenbergen schicken wir solche dann immer auf Tunnelexpeditionen." Er sah grimmig von Dwalin, zu Balin und zurück zu dem jungen Zwerg. "Nehmen wir ihn mit, dann kann er hier keinen Unfug mehr anstellen, wir haben ihn im Auge und seine Kreativität mag vielleicht von Nutzen sein." Naín machte eine kurze Pause, dann fügte er schelmisch hinzu:" Zur Not macht er sich auch sicher gut als Pfeilfänger.", und zwinkerte.

Ehre das Gimp!
아미
Sie hören gern, zum Schaden froh gewandt,
Gehorchen gern, weil sie uns gern betrügen;
Sie stellen wie vom Himmel sich gesandt,
Und lispeln englisch, wenn sie lügen.
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Hisimir]

Der ältere Zwerg von den Eisenbergen sprach das aus, was sich der Zauberer auch dachte. Jetzt wusste der Junge sowieso schon, worum es ging und schien ja ganz erpicht darauf zu sein, sie zu begleiten. Warum dann nicht jemanden mitnehmen, der auch wirklich will? Ihn einzusperren wäre wohl für alle eine Verschwendung gewesen. So stellte sich der Zauberer neben den jungen Zwerg und legte seine Hand auf dessen Schulter. ''Ich denke auch, dass er uns durchaus noch von Nutzen sein könnte und er selbst könnte sich beweisen und zeigen, was in ihm steckt!'' Dann sah er zwinkernd zu Balin, der dem Vorschlag wohl nicht abgeneigt zu sein schien, auch wenn sein Bruder alles andere als begeistert war. Dieser schnaubte. ''Ihn für seinen Ungehorsam auch noch zu belohnen, ich glaub's nicht! Balin, das kannst du nicht machen!''



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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Mirabella war fasziniert vom Erebor. Schon beim Hereingehen musste sie immer wieder von Pado angestupst werden, damit sie nicht den Anschluss verlierte und hier in der Universität hatte sie zu tun gehabt, Balins Worten ordentlich zu folgen, weil sie von diesem Ort immer noch abgelenkt war. Dann las sie ganz genau den Vertrag durch, entzückt darüber, dass sie sogar bezahlt werden sollten für dieses Abenteuer, bekam sie erst ein wenig zu spät mit, dass ein ungebetener Gast im Raum war. Während die Hobbitdame hin und her schaute, sah sie, dass Pado ihr zuzwinkerte und sie musste Grinsen, erinnerte sie sich doch gerade daran, dass es Pado vor vielen Jahren ähnlich ergangen war, wie diesem Zwerg, zumindest was die Neugierde anging und wenn Mirabella nicht geladen worden wäre, dann hätte es auch sie selbst sein können, die jetzt zur Mitreise verdonnert wurde.
Leicht lehnte sie sich zu Pado hinüber und flüsterte ihm zu: "Was bin ich froh, dass wir eingeladen waren und nicht auch so ein Donnerwetter bekommen haben."




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

„Ach, solche Donnerwetter sind manchmal ganz erfrischend! Sonst ist die Luft in diesen altehrwürdigen Hallen so weisheitsschwanger, dass es kaum auszuhalten ist!“ Padogas grinste immer noch. Den jungen Zwerg wollte er unbedingt dabei haben.
Er trat zu den anderen, die fleißig diskutierten, und wandte sich an Dwalin: „Alter Freund, erinnere dich an einen jungen Hobbit, der ähnlich naseweis war, wie dieser Kollege hier. Und bevor er uns heimlich nachschleicht, und das wird er totsicher tun, vertrau mir, nehmen wir ihn doch besser ganz offiziell mit!“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Dwalin verschränkte die Arme. Da konnten sich alle noch so sehr für den frechen Gartenzwerg einsetzen, ihn würden sie damit nicht rumkriegen. Erneut sah er eindringlich zu seinem Bruder. ''Balin, dein weiches Herz wirst du nochmal irgendwann bereuen. Lass dich nicht von denen einlullen. Der gehört ne Woche in's Gefängnis, damit er endlich mal Konsequenzen spürt und vielleicht was draus lernt!'' Balin ging in sich und wog das Für und Wider ab. Nach einem Moment wand er sich dann an alle. ''Gebt ihm einen Vertrag. Er kommt mit'', sagte er und sah bereits das Leuchten in Bragis Augen. ''ABER!'', setzte er mahnend hinzu und wand sich direkt an Bragi. ''Du bekommst einen besonderen Vertrag und keine Bezahlung! Die Mission ist deine Strafe und nur wenn du sie erfolgreich beendest, dich benimmst und das tust, was man dir sagt, bist du rehabilitiert. Wenn nicht, musst du in's Gefängnis, wenn wir zurück sind! Das ist mein Angebot. Ansonsten kannst du gleich in's Gefängnis und nicht nur für eine Woche!''



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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Bragis Lippen zogen sich zu einem breiten, triumphierenden Grinsen, das er Dwalin nur zu gern präsentierte.
"Na dann gebt mir mal diesen Vertrag", sagte er sorglos und streckte die Hand aus.
Dwalin war vor Wut rot angelaufen. "Den Teil mit 'dich benehmen und machen was man dir sagt' hast du überhört?", fragte er grimmig.
Bragi zwinkerte ihm schelmisch zu. Er genoss es ungemein, Dwalin in dieser Sache zum Nachgeben gezwungen zu haben. Geschah dem alten Griesgram recht, nachdem er Bragi so krampfhaft von dieser Mission fernzuhalten versucht hatte.
Balin reichte Bragi eine Rolle Pergament, doch bevor der junge Zwerg sie nehmen konnte, schnappte Dwalin sie seinem Bruder aus der Hand.
"Nicht so hastig, Junge", sagte er. Das siegessichere Glänzen in seinen Augen ließ Bragi nichts gutes ahnen.
"Mein lieber Bruder, da hat unser guter Bragi doch glatt vergessen dir zu sagen, dass er noch minderjährig ist", sagte Dwalin, jedes einzelne Wort auskostend, "Diesen Vertrag wirst du Urtha vorlegen müssen."
Die Enttäuschung stand Bragi ins Gesicht geschrieben. Seine Mutter würde dem niemals zustimmen.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

''Dann solltest du besser keine Zeit verlieren, es sei denn du möchtest die nächste Zeit im Knast verbringen!'', fügte Balin an und zeigte in Richtung des Ausgangs. ''Dwalin, geh bitte mit ihm mit und pass auf, dass er nichts dummes macht. Wenn Utha den Vertrag nicht unterschreibt, liefere Bragi direkt im Gefängnis ab. Da kann er dann erstmal bis auf Weiteres schlafen!'' Der Krieger schubste ihn unsanft in Richtung Ausgang. ''Los, beweg dich!''



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Aryamiril

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Bragi, der junge Zwerg, wurde abgeführt und Emiras sah ihm hinterher, bis er nicht mehr zu sehen war. Dann fuhr er sich durch die Haare, stütze sich mit dem Ellenbogen auf dem Tisch ab, setzte das Kinn auf seine Handfläche
und sah in die Runde. Es war für einige Augenblicke mucksmäuschenstill geworden. Da räusperte sich der Zauberer und holte gerade Luft. Doch ehe er etwas sagen konnte, hatte bereits Emiras die Stille unterbrochen.
"Eine Woche.", wiederholte er. "Ganz sicher?"
Sein ernster Blick blieb wanderte zu Thorondil.
"Klingt ganz danach." Emiras schmunzelte.
"Wo treffen wir uns?", hakte der Waldläufer nach und hoffte, dass das Treffen beendet und es heute noch keine Vorstellungsrunde geben würde.

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Geändert durch Aryamiril (06.12.2019 06:10)

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Svafnir

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Sváfnir konnte kaum glauben, was er hörte. Khazad-dûm! Das alte Zwergenreich... er kannte es natürlich nur aus Geschichten. Jeder Zwerg wusste um die einstige Pracht des Königreichs, aber jeder kannte auch die schrecklichen Geschichten vergangener Schlachten.
Ein Schauer lief ihm den Rücken herunter. Das war die Gelegenheit für ihn, sich zu beweisen. Es erfüllte ihn mit Stolz, dass Balin ihn ausgewählt hatte. Vielleicht hatte Dwalin ein gutes Wort für ihn eingelegt? Es wunderte ihn, dass Dwalin selber nicht Teil der Unternehmung sein würde. Vielleicht fühlte er sich zu alt.
Oder er hatte bereits gewusst, welche Gesellschaft ihn erwarten würde. Elben und Menschen und... Hobbits? Er fragte sich, was Balin sich dabei gedacht hatte. Aber was machte es schon? Er würde mitgehen, das war so sicher wie die Tatsache, dass Elben keine Bärte wuchsen.
Einzig der Gedanke, dass es schon so bald losgehen sollte, erfüllte ihn neben Vorfreude auch mit etwas Wehmut. Die Vorstellung ohne seinen besten Freund in dieses Abenteuer zu ziehen missfiel ihm. Doch bei dieser kurzen Zeitplanung bestand keine Chance, dass Baldur rechtzeitig wieder genesen würde. Stattdessen würde Bragi mitkommen, ausgerechnet dieser Grünschnabel.
Sváfnir verschränkte die Arme vor der Brust und lauschte aufmerksam der weiteren Planung.
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Balin wand sich an den Waldläufer, dessen Name ihm in diesem Moment entfallen war. ''Wir treffen uns in genau einer Woche vor Sonnenaufgang an einem der Seiteneingänge zum Erebor. Da wir keine Ausrüstung für Menschen, oder Elben haben, reicht es, wenn ihr beide und Ardagast dann da seid. Alle Zwerge müssen sich ein paar Stunden vorher in der Waffenkammer melden! Eventuell haben wir auch etwas für euch Hobbits. Ihr seid also auch eingeladen vorher zur Waffenkammer zu kommen, wenn ihr etwas braucht'', erklärte der alte Zwergenfürst. 'Falls sonst noch jemand irgendwelche Fragen hat, wäre jetzt der beste Zeitpunkt'', setzte er an alle gewandt hinzu.



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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Bragi beschwerte sich nicht einmal mehr, als Dwalin ihn unanft in die Zelle schubste.
Seit dem Moment, in dem Balin sie beide geschickt hatte, um Urthas Erlaubnis einzuholen, hatte er gewusst, dass es so enden würde. Er hätte Dwalin beinahe vorgeschlagen, sich den Umweg zu sparen und direkt in den Kerker abzubiegen.
"Ich hoffe, die Tatsache dass deine Mutter dich lieber in einer Zelle als draußen in einem ungewissen Abenteuer sieht, gibt dir zu denken", sagte Dwalin ernst, bevor er die Gittertür hinter Bragi schloss.
Bragi verschränkte trotzig die Arme vor der Brust. "Tut es", murmelte er, "Es gibt mir zu denken, dass es niemanden interessiert, was ich will..."
Seine Kiefer mahlten zornig aufeinander. Direkt vor seiner Nase lag das große Abenteuer, von dem er sein ganzes Leben lang geträumt hatte und auf das er sich jahrelang vorbereitet hatte und nun, da es soweit war, sperrte man ihn einfach weg.
Plötzlich brach es aus Bragi heraus und mit einem wütenden Schrei trat er gegen die Gitterstäbe. Das Metall beantwortete seinem Ausbruch nur mit einem zittrigen Summen. Der pulsierende Schmerz in seinem Fuß half Bragi wenigstens, seinen Zorn etwas zu besänftigen. Er musste nachdenken. Er würde sicherlich nicht brav hier warten, bis seine vielleicht einzige Chance, den Erebor jemals zu verlassen, ihm durch die Finger glitt.

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Aryamiril

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aidean]

"Scheint nicht so.", sagte Emiras und unterbrach die in der Universität eingetretene Stille. Er stand auf, nahm den Vertrag und legte ihn Balin vor die Nase auf den Tisch.
"Dann bis in einer Woche.", sagte er, grinste und nach einem letzten kurzen Blickwechsel mit seinen Gefährten verließ Emiras, mit seiner Kapuze über den Kopf gezogen, die Universität.
Der Erebor war gigantisch. Der junge Waldläufer hatte Geschichten über ihn gehört und auch in Thal schwärmten Händler und Zwerge von seiner Schönheit.
Für Emiras würde es jedoch eine lange Woche werden.
Er vermisste den Wald jetzt schon... den Vogelgesang und das Geräusch des Wassers, welches durch kleine Bäche floss.
Er war noch nicht weit gelaufen, da bemerkte er schon wieder die auf ihn gerichteten Blicke... stets abschätzend und eingeschüchtert. Emiras lächelte die Zwerge, die seinen Weg kreuzten, zu und machte sich nicht viel daraus. Da fiel ihm Ilumiel ein. Wenn schon er solch große Aufmerksamkeit auf sich zieht... wie wäre das dann erst bei ihr?
Emiras blieb stehen. Sollte er auf sie warten?
Er mochte ihre Gesellschaft und so entschied er sich kurz vor dem Eingang der Universität auf die Elbin zu warten.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Balin sah dem Waldläufer hinterher. ''Der scheint es ja eilig zu haben'', sagte er zu Ardagast und wand sich dann wieder an alle. ''Ich bin die nächsten Stunden noch hier, also wenn noch jemand Fragen hat, stehe ich zur Verfügung'', sagte er. Ardagast nickte Balin freundlich zu und sah dann Emiras nach. Bevor die Elbin, welche wohl noch mit ihrem Vertrag beschäftigt war, ebenfalls verschwinden konnte, wand er sich nochmal an sie, um mit ihr ein Wörtchen zu reden. ''Denk dran, was ich dir heute Morgen gesagt habe. Ich rate dir nirgends alleine hinzugehen. Auch wenn du geduldet bist, ersparst du dir vermutlich eine Menge Ärger. Falls ich dir helfen kann, so bin ich höchstwahrscheinlich in meinem Quartier, oder woanders…mal sehen'', sagte er mit einem freundlichen Lächeln zu Ilumiel. Dann verließ auch der Zauberer den Saal und traf am Ausgang der Universität Emiras, der wohl nicht recht wusste, was er machen wollte, so wie er dort rumstand. ''Am besten bleiben du und Ilumiel zusammen. Das ist wohl für euch beide besser, vor allem aber für sie. Im Notfall erwähnt einfach Balin, dann wird schon alles gut gehen!'' Er nickte dem Menschen freundlich zu und ging dann in Richtung seines Quartiers. Er hatte noch etwas vor an diesem Tag. Gleichzeitig fragte er sich, was wohl mit dem Unruhestifter passiert war. Ob dieser wohl die Erlaubnis bekommen hatte oder doch im Gefängnis gelandet war? Eventuell würde er sich diesbezüglich etwas später mal selbst erkundigen.



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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

An Rüstung hatte Mirabella gar nicht gedacht, umso dankbarer war sie, als Balin dies ansprach und Hoffnung gab, dass es auch was in Hobbit-Größe geben würde.
Eine Woche Zeit... dachte die Hobbitdame und sah zu Pado.
"Magst du mir dann in der nächsten Woche Thal und den Erebor zeigen, sodass ich auch endlich mal den Geschichten den Orten zuordnen kann?"
Leicht begannen ihre Augen zu leuchten, hatte sie sich darauf doch schon die ganze Reise lang gefreut, seit Ardagast gesagt hatte, dass es zum Erebor ging.
"Und vielleicht begegnen wir unterwegs ja noch ein paar deiner Kameraden von früher."
Der Gedanke an neue Geschichten erfüllte die Hobbitdame mit Freude. Neue Orte und neue Geschichten, so hatte sich Mirabella ein Abenteuer vorgestellt.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aerlinn2]

Pado nickte Mirabella zu: „Darauf kannst du wetten, dass wir diese Woche gut nutzen werden. Ich werde dich in jeden Winkel schleppen, vor die geheime Tür, auf den Rabenberg, in die Schatzkammer, wenn sie mich lassen, und wir werden die Toten ehren. Und in Thal schauen wir mal, ob wir Bain und seine Schwestern finden. Ha, die werden schon Enkelkinder haben, verrückt.“ Melancholisch schaute er Mirabella an: „Hm, dass Grimm noch lebt, ist eher unwahrscheinlich, aber wohl seine Kinder!“
Doch dann kam wieder sein fröhliches Grinsen hervor: „Komm mit, Mirabella, wir haben direkt Gelegenheit, um einen alten Bekannten zu begrüßen, auch wenn ich ihn fast nicht erkannt hätte,“ Er zog Mirabella durch die im Aufbruch befindliche Menge: „Na, wenn das nicht der kleine Svafnir ist“, grinsend streckte er dem Zwerg die Hand hin. „Ich weiß gar nicht, ob du mich erkennst. Bei mir hat es auch einen Moment gedauert, bis ich diesen bärenstarken Zwerg mit dem kleinen Bruder von Karas Hochzeit in Verbindung gebracht habe!“ Fröhlich zwinkerte er Svafnir zu, der ihn etwas irritiert anstarrte.

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: PadogasTook]

Ilumiel war ziemlich erleichtert, als sie hörte, dass Emiras in ihrer Nähe bleiben würde. Der Erebor war beeindruckend, ja, aber er war auch beeindruckend... seltsam. Die Zwerge beäugten sie skeptisch, wohin sie auch ging, und selbst wenn sie ihnen freundlich zunickte, erhielt sie meistens keine, oder zumindest keine höfliche, Reaktion.
So bat sie Emiras, sie als erstes auf den großen Balkon über dem mächtigen Tor zu begleiten. Sie fühlte sich eingesperrt im Berg. Es gab kaum Fenster und kein Sonnenlicht erreichte das Innere der Hallen. Draußen konnte sie erst einmal durchatmen. Sie sah in die Ferne und plötzlich erinnerte sie sich an etwas, das sie auf dem Weg hierher gesehen hatte.
„Hey Emiras? Hast du heute früh auch die drei Reiter gesehen?“
Der junge Mensch schüttelte den Kopf und Ilumiel zuckte mit den Schultern.“ Vielleicht nur jemand auf der Durchreise.“

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (07.12.2019 18:19)

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Aryamiril

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Emiras war sichtlich froh, als Ilumiel ihn bat sie auf den Balkon über dem Tor zu begleiten. Sie beide brauchten den Himmel über ihren Köpfen, den Wind, der Ihnen um die Nase wehte und die Sonnenstrahlen, die sie wärmten.
Ilumiel fragte ihn plötzlich nach Reitern und ob er sie gesehen hatte. Doch er konnte nur mit dem Kopf schütteln. Aber es machte Emiras neugierig denn bei so vielen Reitern die es hier gab, schienen Ilumiel diese drei besonders aufgefallen zu sein.
"Reiter sagst du?", hakte Emiras nach und sah zu der Elbin hinüber. "Wo hast du sie gesehen?"

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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

„Dort drüben.“ Die Elbin streckte einen Arm aus und deutete in die Richtung eines entfernten Hügels. Aus den Augenwinkeln konnte sie erkennen, wie Emiras mit einer Hand seine Augen schirmte und angestrengt in die Richtung schaute, und plötzlich wurde es ihr klar: der Hügel war ziemlich weit entfernt und das, was darauf war, für menschliche Augen möglicherweise nicht zu erkennen. Immer wieder erstaunte es sie, wie wenig entwickelt die Sinne der meisten Bewohner dieser Welt doch waren. Sie lächelte Emiras an und beschrieb: „Sie waren zu dritt und alle dunkel gekleidet, mit Kapuzen über ihren Köpfen. Sie standen dort am Hang und haben zum Berg herüber gesehen.“
Sie schauderte ein wenig, aber ob es an der kühlen Luft lag oder an der Erinnerung vermochte sie selbst nicht zu entscheiden.

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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (07.12.2019 20:56)

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Aryamiril

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

"Du hast scharfe Augen, Ilumiel.", sagte Emiras und war erstaunt über die Fähigkeit seiner Gefährtin. Er drehte sich zu ihr und lächelte. Doch Ilumiel war wie versteinert. Ihre Finger krallten sich am Gestein fest, während sie den Punkt auf dem Hügel anstarrte. "Ist alles in Ordnung?", fragte Emiras vorsichtig. Die Elbin jedoch reagierte nicht. Emiras spürte eine gewisse Art der Furcht in den Augen der Elbin, die weiterhin diesen Hügel anstarrte. "Wollt ihr darüber reden?", fragte Emiras und hoffte Ilumiel damit nicht zu Nahe getreten zu sein.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Aryamiril]

Ardagast schaute nur kurz in seinem Quartier vorbei, welches sich genau in der Mitte zwischen denen seiner Gefährten befand. Dort holte er ein Buch mit mehreren Karten des Erebors und steckte dieses in seine Tasche, um sich nachher nicht zu verlaufen. Es war zwar alles meist ausgeschildert, aber man konnte sich nicht immer darauf verlassen, dass alle Schilder aktuell waren. Mit seinen vielen Treppen, Gängen und Hallen war dieses Königreich ein wahres Labyrinth. Der Zauberer hatte wirklich keine Lust irgendeinen schlecht gelaunten Zwerg nach dem Weg fragen zu müssen. Sicher war also sicher. Als erstes kam er an Halle des Königs vorbei. In der Mitte befand sich der wiederaufgebaute Thron des Königs unter dem Berge. Die Baumeister der Zwerge hatten den Thron genau dem nachempfunden, auf dem Thrór damals gesessen hatte. vom gewaltigen und verzierten Thron schlängelte sich ein immer breiter werdender Kegel aus grün schimmerndem Gestein, durchzogen mit Goldadern, bis zur Decke hinauf. Es sah wirklich täuschend echt wie damals aus. An den Seiten der großen Halle befanden sich gewaltige Statuen, die wohl die früheren Könige zeigen sollten, wie der Zauberer vermutete. Geradeaus am einen Ende befand sich das Tor zur Schatzkammer und am anderen Ende das Eingangstor des Erebors.



Von dort aus machte er sich zu den Hochöfen auf, welche sein eigentliches Ziel darstellten. Es war ein durchaus weiter Marsch bis dorthin, und man spürte bereits die große Hitze, ehe man überhaupt nur einen Funken des Feuers dort sehen konnte. Als er dort ankam, sah er, wie die vielen Öfen in vollem Gange waren. Ardagast stand auf einem Balkon, von welchem aus er alles gut überblicken konnte. Weiter unten schufteten die Arbeiter fleißig. Von hier oben sahen sie alle winzig aus. Es war einer der Hauptorte, an dem sie damals gegen Smaug kämpften. Ardagast erinnerte sich daran, als wäre es heute gewesen. Damals hätte der Drache ihn beinahe erwischt, wenn Pado ihn nicht in letzter Sekunde vor dem Feuer des Ungetüms gerettet hätte.*

Der Zauberer verweilte noch einige Zeit hier und beobachtete das beeindruckende Schauspiel, dass sich ihm bot. Erst als die Wärme unerträglich für ihn wurde, entschied er sich weiterzugehen. Auf seinem Weg zurück kam er an einer großen Schlucht vorbei, welche so weit in die Tiefe reichte, dass es unmöglich war, den Grund zu sehen. Lediglich die kleinen Lichter jener Zwerge, die dort fleißig Gold abbauten, konnte er sehen.



Der Anblick erinnerte ihn sehr an Moria. Auch dort waren gewaltige Schluchten, welche sich bis in die Finsternis erstreckten. Er erinnerte sich zu gut daran. Vor allem, wie er sich damals gefühlt hatte, als er selbst dort war. Bald schon würde er wieder dort sein. Und anders als der Erebor, war Moria seit Ewigkeiten verlassen. Ein eisiger Schauder rann ihm den Rücken herunter und ging bis in Mark und Bein. Er spürte die Kälte und Hitze Morias zugleich. Wie damals. Immerhin war er dieses Mal nicht alleine dort. Immerhin. Ardagast war so in Gedanken versunken, dass er gar nicht bemerkte, wie einer der Zwerge, der an der Bergwand Gold abbaute, beinahe in die Tiefe gestützt wäre, hätte er sich nicht noch im letzten Moment an der Felswand festhalten können. Ein Seil seiner Abseilplattform war gerissen und das andere gab kurz darauf ebenfalls nach. Doch glücklicherweise konnte er kurz darauf gerettet werden. Erst der laute Schrei hatte Ardagast aus seinen Gedanken gerissen. ''Hoffen wir mal, dass es keinem von uns so ergehen wird'', meinte er zu sich selbst und ging dann wieder weiter.

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*Siehe:
Post 1
Post 2
Post 3
Post 4



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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

"Oh, es ist nichts." versicherte die Elbin mit einem leichten Lächeln. "Nur... ein Gefühl."
Sie drehte sich wieder zu Emiras herum, in dem versuch, die Unterhaltung in eine angenehmere Richtung zu lenken.
"So, du bist einer der Waldläufer? Du musst dein Handwerk wohl verstehen, wenn man dich schickt, um die Rolle des Anführers zu vertreten?"
Insgeheim machte Ilumiel sich bereits gedankliche Notizen über jedes Mitglied dieser Unternehmung. Sie wusste, dass die Fragen kommen würden, und sie wollte vorbereitet sein.

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Ilumiel
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Aryamiril

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