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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I

DerDunkelgraue

Gefährte

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth



Kapitel I

RPG Grundregeln:
- Vorlage sind die Filme und das Hobbit-RPG. Es ist in Ordnung innerhalb gewisser Grenzen und bei Bedarf vom Canon abzuweichen. Es ist aber beispielsweise nicht erlaubt Thorin oder sonst wen von den Toten auferstehen zu lassen

- Unsere Charaktere stehen immer an erster Stelle vor den Tolkien-Charakteren

- Es ist nicht erlaubt einen anderen Charakter ohne Zustimmung des Schreibers zu töten oder so schwer zu verletzen, dass es den Charakter für lange Zeit ausser Gefecht setzt. Das muss dem Schreiber überlassen werden. Beispiel: Wenn Ardagast einen Charakter ausknockt, kannst du als Schreiber entscheiden, ob du deinem Charakter dann eine Beule verpasst, oder ein Schädeltrauma oder was noch Schlimmeres. Ich hingegen darf das aber nicht

Charaktere:
Ardagast der Dunkelgraue - Zauberer - DerDunkelgraue/Kevin
Bragi - Zwerg - Aidean/Franka
Naín - Zwerg - Hisimir/Lukas
Alaric - Zwerg - Melian/Anja
Sváfnir - Zwerg - RoisinDubh/Katja
Padogas Tuk - Hobbit - PadogasTook/Martina
Mirabella Brandybock - Hobbit - Aerlinn2/Mia
Emiras - Mensch - Aryamiril/Zia
Ilumiel - Elbin - Ilumiel/Monika
Balin
Oin
Ori

Plot:
Das RPG ist eine Fortsetzung des Hobbit-RPGs. König Dain organisierte auf Vorschlag Balins eine Versammlung der Zwergenfürsten im Erebor. Dabei wurde gegen Dains Einwände bestimmt, dass eine kleine Gruppe Zwerge nach Moria reisen soll, um das lang verlorene Zwergenkönigreich zurückzuerobern und neu zu besiedeln. Dies war ein lang ersehnter Wunsch Balins, der es als seine letzte große Mission ansah.

Links:
RPG-Diskussionen
Hobbit-RPG 2
Herr der Ringe-RPG
Herr der Ringe-RPG Appendix
Hobbit-RPG 1
Galaxy-RPG
Western-RPG
Western-RPG Diskussionen



Et Eärello Endorenna utúlien. Sinome maruvan ar Hildinyar tenn' Ambar-metta.

P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

R.I.P. Ian Holm
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

''Moria! Du fürchtest dich vor diesen Minen. Die Zwerge haben zu gierig und zu tief geschürft. Du weißt, was sie aufgeweckt haben in der Dunkelheit von Khazad-dûm: Schatten und Flamme.''



Jahr 3019, DZ.:
''Hier ruht Balin, Sohn des Fundin. Herr von Moria'', las Gandalf laut vor, als er die großen eingemeißelten Schriftzeichen, auf dem mit grellen Sonnenstrahlen beleuchteten Sarkophag im Zentrum der Kammer von Mazarbul, näher betrachtete. Durch ein Loch in der dicken Bergwand konnte das Tageslicht selbst diesen dunklen Ort, der sich tief im inneren des Berges befand, erreichen. ''Er ist also tot. Wie ich es befürchtet hatte'', setzte er mit Bedauern in der Stimme hinzu. Überrascht hatte es den Zauberer nicht. Gimli kniete trauernd vor Balins Steinsarg und schickte dabei Gebete an die Valar. Der Rest der Gemeinschaft des Ringes stand still daneben. Der graue Zauberer sah sich ein wenig um und dabei fiel ihm ein großer Wälzer auf, der von den Armen eines Skeletts, welches mit dem Rücken an dem Sarkophag gelehnt, fest umschlossen war. Die Gebeine hielten das Buch mit aller Kraft fest, als wollte der Zwerg unbedingt vor seinem Tode sicherstellen, dass es für die Nachwelt überlebte, auch wenn er für sich selbst keine Hoffnung mehr hatte, mit dem Leben davon zu kommen. Der Zauberer drückte Pippin seinen Hut und Zauberstab in die Hände und griff dann nach dem eingestaubten Buch. Beim Aufheben fiel nicht nur allerlei Dreck, sondern auch einige Seiten, heraus. Er blätterte zu den letzten beschriebenen Seiten und pustete dann den Staub weg, der sich darauf abgelegt hatte. Dann fuhr er langsam mit dem Finger über die Buchstaben. ''Sie haben die Brücke und die zweite Halle eingenommen. Wir haben die Tore verschlossen, können sie aber nicht lange halten. Der Boden bebt. Trommeln. Trommeln in der Tiefe!'', las der Zauberer langsam und betont vor. Er blätterte dann auf die letzte Seite um. ''Wir können nicht hinaus! Ein Schatten bewegt sich in der Dunkelheit. Wir können nicht hinaus! Sie kommen!''

Dreißig Jahre früher. Jahr 2989, DZ.:
Erebor: Der ganze Stolz der Zwerge. Beinahe ein halbes Jahrhundert war es nun her, dass Thorin und seine Gemeinschaft dieses prachtvolle Reich zurückerobert hatten. Es war das letzte, große Königreich der Khazad in Mittelerde. Ardagast sah beeindruckt zum gewaltigen, im Sonnenlicht grün schimmernden Tor, hinauf, welches sich gefühlt über die ganze Bergwand bis zum Gipfel des einsamen Berges erstreckte. Es war immer wieder ein Erlebnis an diesen Ort zu kommen, erst recht nach so langer Zeit. Eines musste er den Zwergen bei all ihren Makeln lassen: Sie waren fähige Baumeister und das stellten sie überall in Mittelerde unter Beweis. Der Zauberer hatte sich vor einiger Zeit auf den Weg gemacht, um wieder die Wunder des Düsterwalds zu erblicken, Thal zu besuchen und den einsamen Berg wiederzusehen. Nun hatte er sein Ziel endlich erreicht.

Ardagast stand mit etwa sechs Fuß mannshoch. Wie auch die anderen Istari, trat er in Gestalt eines alten Mannes auf. Er hatte einen langen grauen Bart und lange graue Haare, die nicht unbedingt gepflegt aussahen. Er trug eine anthrazitfarbene Tunika mit Umhang, welche schon bessere Tage gesehen hatten. Auf der Tunika waren verschiedene Muster von Vögeln und Pflanzen eingearbeitet. Ausserdem trug er eine Tasche mit nützlichen Utensilien bei sich, sowie einen blauen Gürtel mit Schwert und dazugehöriger Scheide. Seine wichtigste Waffe und zugleich seinen treusten Freund durfte man jedoch nicht vergessen: Sein Zauberstab. Dieser hatte eine grau-weiße Farbe und die Krone war im Stil der Bögen von Bruchtal gehalten, wurde er ja dort einst gefertigt und ihm als Geschenk überreicht. Darüber hinaus befand sich in der Mitte der Krone ein weißer Kristall.

Der Zauberer bewunderte weiterhin das schöne Tor und beachtete das rege Treiben durch Kaufleute, Wachen, Diplomaten und allerlei anderer Leute, um ihn herum, nicht weiter, bis er plötzlich angesprochen wurde. ''Ihr da!'', ertönte eine Stimme von irgendwo, doch der Zauberer schenkte ihr keine weitere Aufmerksamkeit und bewunderte stattdessen lieber weiter das Tor. Dann spürte er jedoch, wie ihm etwas hartes in die Bauchgegend drückte. ''IHR DA! Alter Mann!'', meckerte der Fremde lauter, woraufhin Ardagast verwundert den Kopf senkte und leicht verärgert geradeaus sah. Doch noch immer konnte er nichts erkennen. Dann senkte er seinen Kopf weiter und wurde fündig. Vor ihm stand ein jüngerer Zwerg, in schwerer Rüstung, der ihn mit der Rückseite seiner Axt angestupst hatte. Der Zauberer lächelte den Zwerg an, in Erwartung in den Berg zu eskortiert zu werden, doch seine Miene änderte sich schlagartig, als dieser anfing weiter zu meckern. ''Ja, genau. Ihr da! Ihr könnt Euch hier nicht einfach rumtreiben und den Leuten den Weg versperren. Hier kommen Kaufleute und andere wichtige Personen durch. Alte Herumtreiber wie Euch brauchen wir hier nicht! Also husch, husch, ab nach Thal, da sind Leute wie Ihr bestimmt willkommen. Hier setzen wir andere Maßstäbe!'', meckerte der Wachmann und zeigte mit seiner Axt in Richtung der Menschenstadt zu Ardagasts Linken. Ardagasts Blick folgte der Waffe und ruhte für einen Moment auf der Stadt. Dann atmete er tief durch und sah wieder zu dem ungeduldigen Zwerg herunter. Der Gesichtsausdruck des Alten verfinsterte sich, seine Stirn runzelte sich, sein Kopf wurde rot und man konnte meinen, das Rauch aus seinen Ohren und Nasenlöchern aufstieg. Doch kurz darauf legte sich das drohende Erdbeben wieder.

Tief durchatmen Ardagast, tief durchatmen! Denk dran, was Gandalf gesagt hat. Halte deine Emotionen im Zaum und du erreichst dein Ziel viel einfacher.

Er atmete normal aus und beruhigte sich wieder. Dann sah er den Zwerg freundlich an, der ihn jedoch noch immer böse anfunkelte. Ardagast wollte eigentlich etwas sagen, doch wurde noch vor dem ersten Wort von seinem Gegenüber unterbrochen. ''Bist du taub auf den Ohren oder einfach nur schwer von Begriff? Verschwinde von hier!’’ Er zeigte mit seinen dicken Wurstfingern auf den alten Graubart. Er atmete erneut normal aus und schloss für einen Moment die Augen, als wolle er sich wieder beruhigen. Egal! Ardagast schlug blitzschnell die Hand des Zwergs zur Seite, sodass diesem glatt die Axt herunterfiel, und packte ihn am Kragen. Der Zauberer schüttelte ihn kräftig durch. ''WAS GLAUBST DU EIGENTLICH, WER VOR DIR STEHT????'', brüllte er so laut, dass die Haare des Zwergs nach hinten gepustet wurden. ''ICH BIN EIN ZAUBERER!!!!''. Kurz darauf bemerkte er, dass er von mehreren Wachen umzingelt war und Waffen auf ihn gerichtet wurden. Darüber hinaus hatte er alle Blicke vor dem Tor auf sich gezogen, sodass erstmal nichts mehr voran ging. Ein grauhaariger, älterer Zwerg, der eine besonders geschmückte Rüstung trug, trat an ihn heran. ''Lass meinen Jungen sofort los, Langbein, oder das wird das Letzte sein, was du tust!'', befahl er, woraufhin Ardagast widerwillig von seinem Opfer abließ. Da er ihn jedoch in der Luft festhielt, landete der Zwerg total benommen auf seinem Hosenboden und blieb dort erst einmal benebelt sitzen. ''Und jetzt erklärt Ihr mir mal, was bei Mandos hier los ist! Und zwar schnell, sonst sperr ich Euch weg, ist das klar?’’, drohte der Hauptmann mit finsterer Miene.

Ardagast funkelte den Zwerg böse an und hob dann seinen Zauberstab, unter den Habichtsaugen des Hauptmanns, vorsichtig wieder vom Boden auf. Er räusperte sich und begann dann zu erzählen. ’’Ich war gerade auf dem Weg zum Erebor und bewunderte dieses Meisterwerk zwergischer Baukunst, als dieser Sohn eines Trolls, den nur eine taubblinde Trollmutter lieben könnte, mich störte und beleidigte. Absolut grundlos, will ich noch hinzufügen!’’, erklärte er noch leicht angesäuert und starrte böse auf den benommenen Zwerg am Boden. Nun wurde die Miene des Hauptmanns finsterer. ''Was habt Ihr da gerade über meinen Dalin gesagt?'', fragte er rhetorisch und musste bereits von seinen Männern zurückgehalten werden, dem Zauberer nicht an den Kragen zu gehen. Eine der Wachen wand sich dann vorsichtig an Ardagast. ''Vorsicht, der Zwerg da ist sein Sohn. Es wäre nicht unbedingt ratsam, ihn weiter zu beleidigen!’’ Der Zauberer blickte verwirrt zu der Wache. ''Ich wusste doch, dass etwas an ihm komisch aussieht! Diese kurzen, dicken Beine können nur von einem Gnom sein! Nun, wie dem auch sei, ich bin ein Zauberer und friedlicher Besucher an diesem Ort. Ich habe viel für den Erebor geleistet und habe eine solche Begrüßung von solch einem Tölpel, dessen Vater wohl ein Ork gewesen sein musste, wahrlich nicht verdient! Und selbst ein Ork hätte sich für solch einen Sohn geschämt, möchte ich noch hinzufügen!'' Jetzt drehte der Hauptmann völlig durch und wollte Ardagast angreifen, doch seine Männer konnten ihn in letzter Not und mit gebündelten Kräften zurückhalten. ''Was ist denn mit dem da los? Hat er heute was falsches gegessen?'', fragte der Zauberer verständnislos und wand sich an eine der Wachen, die mittlerweile nicht mehr ihre Waffen auf ihn gerichtet hatten, sondern vielmehr damit beschäftigt waren, ihren Hauptmann davon abzuhalten, Ardagast einen Kopf kürzer zu machen. Dalin hingegen hatte sich mittlerweile etwas beruhigt und stand wieder auf seinen Füßen. Er stülpte sich langsam seine nicht vorhandenen Ärmel zurück und baute sich bedrohlich vor dem Zauberer auf. ''Na warte, alter Knacker. Mein Vater und ich verarbeiten dich zu Kleinholz!'' Ardagast wand sich an Dalin. ''Welcher Vater? Ich sehe keine Orks in der nähe!’’, sagte er und sah sich in der Gegend um.

Bevor dann die erste Faust flog, hörten sie alle von hinten die bekannte Stimme. ''Haltet ein mit dem Wahnsinn!'', rief Balin. Der weißhaarige, und mittlerweile sehr gealterte Khazad quetschte sich eilig durch die Reihen der Wachen hindurch. Dann stellte er sich zwischen jene und Ardagast. ''Legt eure Waffen nieder, Männer. Das ist Ardagast der Dunkelgraue. Er ist einer jener, die damals dabei halfen, den Erebor zurückzuerobern und damit ein Held!’' Daraufhin beruhigten sich Dalin und sein Vater wieder. Im Gegenteil, der jüngere Zwerg stellte sich nun langsam hinter seinen Vater, in der Hoffnung keine Aufmerksamkeit mehr auf sich zu ziehen, während Ardagast nur süffisant Grinste. ''So gehen wir aber nicht mit unseren Gästen um! Erst recht nicht mit jenen, die wir in Ehren halten!'', sagte der alte Zwerg und wand sich dann an Ardagast. ''Entschuldige bitte, alter Freund. Man hat dich anscheinend nicht erkannt'', sagte er und warf dann nochmal einen bösen Blick zu den Wachen. ''Ach, Schwamm drüber!'', scherzte der Zauberer. Balin nickte freundlich und klopfte dem Zauberer auf den Rücken. ''Komm mit! Nun wirst du die wahre Gastfreundschaft der Zwerge kennenlernen! Prasselnde Kaminfeuer, Malzbier und gut abgehangenes Fleisch! Und dann reden wir über die guten, alten Zeiten!'' Das musste er sich nicht zweimal sagen lassen. Ardagast nickte freudig und ging dann zusammen mit Balin durch das Tor des Erebors.

Am Abend des gleichen Tages saßen die beiden Freunde in Balins Hallen und wärmten sich an einem Feuer. Sie tranken Bier und ließen sich ihr Abendessen schmecken. Der Zauberer hatte den Tag damit verbracht, den Erebor zu erkunden und traf dabei auch König Dain und andere wichtige Zwerge. Es war beeindruckend, was sie hier geleistet hatten. Von der einstigen Bruchbude war nichts mehr übrig und nach Drache roch es auch schon lange nicht mehr. Das alte Zwergenreich strahlte wie zu seinen besten Zeiten, bevor Smaug die Herrschaft übernahm. ''So in etwa habe ich den Erebor von früher auch in Erinnerung. Ihr habt hier alle gute Arbeit geleistet. Thorin wäre darauf mit Sicherheit stolz gewesen. Schade, dass er es nicht mehr miterleben konnte’’, lobte Ardagast die Bemühungen der Zwerge. Dann zog er genüsslich an seiner Pfeife und nahm einen Schluck Bier. ''Danke. Es war viel Arbeit! Es kann sich wirklich sehen lassen und sieht nicht mehr aus wie ein Trollhort'', scherzte Balin. ''Und riecht auch nicht mehr so'', fügte der Zauberer hinzu und beide lachten herzlich. ''Ardagast, es ist wahrlich ein Glücksfall, dass Mandos dich ausgerechnet jetzt zu uns geführt hat! Und ich meine damit nicht nur, dass es gut ist, dich wiederzusehen, was natürlich auch stimmt, sondern vielmehr könnte ich wirklich deine Hilfe bei etwas gebrauchen!'', erklärte der Zwerg geheimniskrämerisch, wie es Zwerge nun einmal waren.

Ardagast hob verdächtig seine Augenbraue. Was sollte denn jetzt kommen? ''Nein, ich denke nicht, dass ich einen dritten Berg von einem Drachen befreien werde, Balin…'', antwortete der Zauberer halb ernst. Balin sah ihn verwirrt an. ''Einen dritten Berg? Du meinst einen zweiten, oder?''. Daraufhin blieb Ardagast beinahe das Essen im Halse stecken und ihm lief es kalt den Rücken herunter. ''Äh, klar meinte ich das! Wie bitte komme ich auf einen dritten Berg?! Aber du weißt ja wie ich manchmal bin. Man nennt mich ja nicht umsonst Ardagast den Verwirrten! Natürlich meine ich einen zweiten Berg…keinen dritten!'', antwortete er und drehte dabei seinen Zeigefinger vor seinem Kopf im Kreis. Balin ließ den Blick einen Moment ungläubig auf dem Zauberer ruhen, ging dann aber nicht weiter darauf ein, da er wahrlich Wichtigeres zu tun hatte. ''Nein, so schlimm ist es nicht…'' Ardagast atmete erleichtert durch. ''Zum Glück. Dann höre ich mir gerne an, was du zu sagen hast, Balin’', antwortete er gespannt. ''…aber fast'', setzte dieser hinzu und dämpfte damit gleich wieder die Erwartungen. ''Jetzt spann mich gefälligst nicht so auf die Folter!'', maulte Ardagast und zeigte dabei an, dass er endlich mit der Sprache herausrücken sollte. Balin nickte. ''Bevor ich dir es erzähle brauche ich dein heiliges Ehrenwort, dass du für dich behältst, was ich dir nun sage! Es ist geheim und nur ganz wenige wissen davon!’’, mahnte der Zwerg. Ardagast nickte. ''Ihr Zwerge und eure Geheimnisse…aber ja, großes Zaubererehrenwort!''

''Unter den Zwergen gibt seit einiger Zeit Überlegungen, ein weiteres, altes Zwergenreich wiederzubesiedeln. König Dain hat diesbezüglich vor Kurzem einen Rat der Zwergenfürsten zusammengerufen. Die Entscheidung war, dass wir bald eine Truppe Zwerge dorthin entsenden. Ich werde sie anführen und dann der neue Stadthalter der Kolonie werden. Sobald sie zurückerobert ist, werden weitere Zwerge entsendet und sie wird neu aufgebaut, wie einst der Erebor. Er dient als großes Beispiel dafür, dass es möglich ist’’, erklärte Balin. ''Interessant'', entgegnete Ardagast knapp. ''Dabei könnte ich deine Hilfe gut gebrauchen. Wenn ich damals eines gelernt habe, dann, dass es sinnvoll ist, einen Zauberer dabei zu haben. Und welch ein Glück, dass Mandos einen während meiner Planungen vor meine Haustüre schickt!'' Ardagast nickte. ''Schöner Zufall, stimmt. Und um welches Zwergenreich handelt es sich hier genau, wenn ich fragen darf?', fragte der Istar neugierig. Er war nicht wirklich davon überzeugt auf eine neue Mission zu gehen und schon gar nicht um den Zwergen wieder bei irgendeinem Himmelfahrtskommando zu helfen. Aber jetzt wollte er zumindest wissen, was Sache war.

''Moria'', antwortete Balin knapp. Für einen Moment war Ardagast sprachlos und rührte sich gar nicht. Stattdessen starrte er den Zwerg nur an. Als Balin jene Worte sprach, bekam der Zauberer eine Gänsehaut und sein Herz drohte aus seiner Brust herauszubrechen. Ein Schatten überkam ihn und er hatte Bilder vor sich, von denen er glaubte, sie längst verdrängt zu haben. Doch dies rief sie nun wieder ganz deutlich vor seinem inneren Auge hervor. Nach einem Moment winkte Balin seine Hand vor Ardagasts Gesicht. ''Hallo? Bist du wie ein Troll zu Stein geworden?'', fragte er ein wenig besorgt. Daraufhin sprang der Istar entsetzt auf. ''Moria? Hast du deinen Verstand völlig verloren?'' Balin hatte in etwa mit so einer Reaktion gerechnet. ''Niemand sagte, es wäre einfach. Aber es ist machbar und ein sehnlicher Wunsch meines Volkes. Mein Wunsch!'' Ardagast schüttelte den Kopf. ''Hör mir zu Balin. Ich sage so etwas keinesfalls leichtfertig. Aber ich fürchte diesen Ort. Ich fürchte die Dunkelheit dort. Das alte Königreich ist verloren! Es ist von Orks eingenommen und in den Tiefen des Berges lauern noch viel gefährlichere Mächte! Mächte, die einen Drachen wie einen zahmen Wurm aussehen lassen!'' Er schüttelte weiter den Kopf. ''Auf keinen Fall kann ich zulassen, dass ihr solch eine törichte Unternehmung startet!'' Balin stand auf und blickte zu dem Zauberer hinauf. ''Ich bin mir über die Gefahren durchaus bewusst, Ardagast. Aber mit oder ohne deine Hilfe, diese Unternehmung wird stattfinden! Aber ich könnte besser schlafen, wenn ich einen Zauberer an meiner Seite wüsste!''

Dieser funkelte Balin wütend an und blickte dann für einige Zeit in das prasselnde Feuer. Wo hatte er ihn da nun wieder reingezogen? ’'Für mich ist es keine Rückeroberung. Für mich ist es eine Rettungsaktion! Ich werde versuchen euch vor dem sicheren Tod zu retten! Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, euch alleine gehen zu lassen!’' Anschießend drehte er sich wieder zu Balin um. ''Ich hoffe du weißt, was du da tust, Balin. Und ich hoffe, dass du damit nicht unser aller Grab schaufelst!'' Der Zwerg nickte. ''Das heißt, dass du mit an Bord bist?'' Der Zauberer nickte widerwillig. ''Unter einer Bedingung!'' Balin horchte aufmerksam. ''Neben deiner Schar Zwerge, möchte ich auch noch einige Leute mitnehmen, denen ich vertraue und bei denen ich glaube, dass sie uns bei diesem Himmelfahrtskommando weiterhelfen können. Auch wenn sie keine Zwerge sind! In der Zwischenzeit solltest du jegliche Informationen über Moria zusammensammeln, die noch in euren Archiven überlebt haben. Wie zum Beispiel eine Karte.’’ Der Zwerg nickte zustimmend und beide Schlugen zustimmend die Hände ein. ''Du hast drei Monate Zeit, Ardagast. Dann treffen wir uns hier und brechen gemeinsam nach Moria auf!’' Der Zauberer nickte ebenfalls. ''Dann gibt es keine Zeit zu verlieren!'', sagte der graubärtige Istar und packte eilig seine Sachen zusammen. Nach getaner Arbeit setzte er sich jedoch wieder an den Esstisch. ''Ach, das kann auch bis morgen früh warten. Erstmal rauche ich meine Pfeife fertig und dann schicke ich noch ein paar Briefe los!'' Balin rollte nur mit dein Augen und setze sich auch wieder an den Tisch.

Am nächsten Morgen war Ardagast früh aufgestanden. Zuerst hatte er jene Briefe geschrieben und diese mit Hilfe einiger Vögel in die Himmelsrichtungen geschickt. Nach getaner Arbeit machte er sich dann auf seinen Weg und verließ den Erebor wieder. Etwas früher, als er ursprünglich gedacht hatte.

Warum nur werde immer ich in irgendwelche waghalsigen Zwergenabenteuer gezogen? WARUM?



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P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

einige Zeit zuvor

Schneller, schneller und immer schneller rannte sie durch den abendlichen Herbstwald. Die untergehende Sonne ließ die bunten Blätter feurig rot und strahlend gelb erleuchten und das Grün des moosbedeckten Bodens schien ihr wie ein weiches, warmes Bett, in das sie sich hineinfallen lassen konnte, sollten ihre Kräfte sie verlassen. Behende sprang sie zum nächsten Ast, hielt sich nur mit einer Hand und griff dann nach einer herabhängenden Weidenrute, an der sie sich über den kleinen Bach schwingen konnte. Sie kannte diesen Wald! Sie kannte jeden Baum und jeden Strauch, jedes Tier, das hier lebte, und auch jene Wesen, die ungesehen bleiben wollten. Sie alle waren Teil ihrer Heimat, Teil ihrer Welt!
Mit einem Sprung erreichte Ilumiel den großen flachen Stein, auf welchem sie vor Stunden ihr Mittagsmahl eingenommen hatte. Einige Nager, die sich an den Überresten gütlich getan hatten, stoben auseinander, als sie in ihrer Mitte landete, blieben jedoch in der Nähe und sahen neugierig zu, wie die Elbin sich hoch aufrichtete, die Nase in den Wind streckte und tief einatmete. Die Luft duftete nach Erde, nach Wald, nach Heimat.
Ilumiel zog ihren Dolch aus der Scheide und schnitt sich ein Stück Apfel von den letzten ihrer Vorräte ab. Kurz musste sie lachen. Der Apfeldoch! Es war noch nicht so lange her, seit dieser Dolch die Kehlen ihrer Feinde durchgeschnitten hatte. Nicht in Elbenjahren gemessen. Sie wischte die Klinge an ihrer Tunika ab und sah über das Dach des Waldes hinweg. In der kurzen Zeit, seit die Spinnen und andere dunkle Wesen hier vertrieben worden waren, hatte er sich erstaunlich gut erholt.
„Ihr seid so etwas gewohnt, nicht wahr, mein Freund?“ sprach sie einen knorrigen Stamm an. „Dass die Mächte der Zeit an euch ziehen und zerren. Und doch überdauert ihr. So, wie wir.“
Ein langgezogenes Horn ertönte und Ilumiel wusste, dass sie zurück musste. Seit Thranduil, Herr des Waldlandreiches und ihr König, seinen Sohn Legolas fortgeschickt hatte, waren die nächtlichen Sperrstunden umso strenger geworden als zuvor. Früher war es stets Legolas gewesen, der noch draussen im Wald geblieben war, und manchmal hatte er sie und Tauriel mitgenommen. Aber nun wurde jeder, der nicht rechtzeitig zurück war, vor der Türe stehen gelassen. Ilumiel hatte nichts gegen eine Nacht im Freien. Der Wald war ihr Zuhause, er würde ihr alles geben, was sie brauchte. Auf die unweigerlich folgenden Strafwachen konnte sie allerdings verzichten.
Mit einem Satz sprang sie auf den nächsten Ast, der sie tragen würde, und machte sich auf den Weg.

An jenem Abend aber war etwas anders als sonst. Das Horn war zum zweiten Mal erschollen und Ilumiel erreichte ausser Atem die große Brücke, als… eine ganze Abordnung ihrer Kameraden in voller Montur herausgelaufen kam und Aufstellung nahmen. Aus ihrer Mitte trat zuletzt Thranduil selbst. Ilumiels Augen wurden groß. Sie konnte sich nicht erinnern, wann der Waldlandkönig das letzte Mal aus dem Schutze seines Baumpalastes getreten war. Im Schutze der abendlichen Schatten trat sie näher und reihte sich inmitten der anderen ein. „Was hat das zu bedeuten?“ flüsterte sie leise.
„Ein Gast kommt.“
„Ein Gast?“ Wie aufregend. Thranduil war nicht unbedingt für seine Gastfreundschaft bekannt. „Wer ist es? Kommt Legolas nach Hause? Oder jemand aus Bruchtal?“
„Ich weiß nicht.“
„Psssst!“ zischte es von weiter rechts.
Und dann trat jemand aus den Bäumen: Er war groß gewachsen, sah älter aus, als sein entschlossener Schritt es vermuten ließ und trug einem Wanderstab mit aufwendiger Spitze. Ilumiels Herz schlug schneller.
„Das… das ist….“
„Ja.“ kam ein kläglicher Ton neben ihr. „Dieser vollkommen verrückte Zauberer!“
„Thorondil!“ Die süffisante Stimme des Elbenkönigs schnitt wie eine Klinge durch die Luft. „Welch eine Ehre, dich hier begrüßen zu dürfen. In meinem Reich!“
Irrte Ilumiel sich oder sagte er das *meinem* mit einer ganz unverkennbaren Betonung?
Neugierig wartete die Elbin ab.


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Ilumiel

Geändert durch Ilumiel (15.11.2019 20:36)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Ardagast senkte respektvoll sein Haupt. ''Die Ehre ist ganz meinerseits, Thranduil Oropherion'', antwortete er freundlich. Daraufhin zeigte Thranduil in Richtung des Eingangs und daraufhin wurden die großen Tore wieder geöffnet. Umringt von Soldaten wurden der Elbenkönig und der Zauberer in Richtung des Thronsaals eskortiert. Der Weg führte über diverse Steinbrücken, die einen nacheinander zum Herzstück des Königreichs führten: dem Thron des Königs. Währenddessen sprachen sie wenig. Stattdessen sah sich der Zauberer um und staunte über die Baukünste der Elben und das jedes Mal auf's Neue, wenn er sie bewundern durfte. Dieses Reich stand dem der Zwerge in Nichts nach. ''Wunderschön und vor allem besser belüftet als die meisten Zwergenreiche'', stellte er mit der Nase schnüffelnd fest. Thranduil sah zugleich erbost zu ihm hinüber. ''Als alle!'', korrigierte er den Zauberer forsch. Ardagast nickte zuerst kleinlaut. ''Natürlich!'', antwortete er schelmisch grinsend.

''Also Thorondil, was bringt Euch auf den weiten Weg hierher in mein Reich? Bestimmt nicht die Baukünste und die Luft, oder?'', fragte der König ungeduldig. ''Die Antwort ist manchmal tatsächliche einfach. Mein Besuch hat wirklich keinen besonderen Grund. Ich bin auf der Durchreise und wollte diesen Ort mal wieder besuchen. Es bot sich einfach an'', erklärte der Zauberer. Thranduil sah ihn nur ungläubig an und setzte sich dann auf seinen hohen Thron, von welchem er auf alle weiter herunterblicken konnte. ''Lasst mich raten...es geht um ein gewisses Zwergenkönigreich nordöstlich von hier, hab ich Recht?'', fragte der Elbenkönig sich der Antwort bereits im Klaren. Ardagast nickte. ''Ja, der Erebor ist auch noch auf meiner Liste. Aber wie ich schon gesagt habe, bin ich wirklich nur auf Reisen und habe keine sonstigen Hintergedanken. Und das Waldlandreich liegt nun mal auf dem Weg in Richtung Thal und Erebor'', erklärte Ardagast und zuckte unschuldig mit den Schultern. Thranduil konnte oder wollte vermutlich die Langeweile in seinem Gesichtsausdruck nicht verbergen und nickte, ohne weiter nachzuhaken. ''Fein, meine Gastfreundschaft soll Euch zuteilwerden. Bleibt solange Ihr wollt und schlagt Euch den Bauch voll!'' Daraufhin zeigte er einer der Wachen, eine Elbin, dass sie den Zauberer in sein Gemach eskortieren sollte. ''Hauptsache ich muss mir keine weiteren Geschichten oder Lügen anhören'', setzte der König leise und mit den Augen rollend hinzu.



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Ilumiel

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Ilumiel hatte in den Schatten gestanden, wo sie nicht störte. Natürlich wusste Thranduil, dass sie da war. So etwas wusste er immer. Aber es war nichts Schlimmes. Ilumiel hatte oft genug die Thronwache gemacht, dass Thranduil ihr vertraute. Daher trat sie nun hervor und übernahm die Aufgabe kurzerhand.
"Ja Herr."
Mit einem Nicken zu dem Zauberer, ihr zu folgen, schritt sie die hölzernen Treppen hinab, durch mehrere Bögen hindurch, hinüber in den Gästeflügel. Vor einer prunkvoll verzierten Eichenholztür blieb sie stehen, doch ehe sie den Zauberer eintreten ließ, drehte sie sich zu ihm herum.
"Ihr seid Thorondil. Ich kenne Euch."
Der Zauberer sah aus, als denke er angestrengt nach und Ilumiel half ihm auf die Sprünge.
"Aus der Schlacht am Erebor."

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Ilumiel
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Als der Zauberer der Elbin folgte, stieß Ardagast einen leichten Seufzer aus. Er hatte die Begegnung mit dem König überstanden und das ohne im Kerker zu landen. Da hatte er nochmal Glück im Unglück gehabt. Nach einer Weile erreichten sie endlich die Gemächer für die Gäste. ''Danke, hier kenne ich mich aus'', meinte er und wollte eintreten, doch die Elbin versperrte ihm den Weg und sprach ihn an. Ardagast musterte sie, als sie behauptete, dass sie ihn kannte und allem Anschein nach in der Schlacht der fünf Heere mitgekämpft hatte. Nichtsdestotrotz nickte er freundlich. ''Thorondil nennen mich meist die Elben, ja. Oder Ardagast. Mich kennen viele. Es bedeutet zwar nicht viel, aber ich kann mich weder an Euren Namen, noch an Euer Gesicht erinnern. Wer seid Ihr und was kann ich für Euch tun?'', fragte er neugierig und wartete gespannt auf die Erklärung der Soldatin.



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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Ilumiels Hoffnung bekam einen kurzen Dämpfer. Der Zauberer kannte sie nicht. Nun, wie sollte er auch? Es waren so viele, die in der Schlacht gekämpft hatten, und die wenigsten hatten einen Namen - oder auch nur ein Gesicht. Es war ein Wirrwarr von Helmen, Rüstungen und Waffen gewesen. Kurz erschauderte sie bei der Erinnerung.
"Mein Name ist Ilumiel. Man nennt mich die Tochter der Schatten. Ich ... ich möchte Euch begleiten. Wenn Ihr zum Erebor geht."
Ganz kurz wurden ihre Augen glasig, als schaue sie durch den Zauberer hindurch, aber es war nur die Erinnerung, die sie zu übermannen drohte.
"Ich muss dort nach jemandem suchen. Oder... fragen." verbesserte sie sich, denn Elben waren im Erebor nicht gern gesehen, damals wie heute. Das hatte auch die Zusammenarbeit in der Schlacht nicht bedeutend verändern können.

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Ilumiel
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Jetzt war der Zauberer wirklich sprachlos. Er hatte ja mit allem gerechnet, aber nicht damit. Er runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf, aber nicht als Zeichen der Ablehnung, sondern als wollte er sich selbst wieder wachrütteln. ''BITTE WAS???'', brüllte er laut, woraufhin ihm die Elbin zu verstehen, gab, dass er nicht so schreien sollte. ''Entschuldigt Ill...uvat...wie auch immer, aber ich muss mich wohl verhört haben. Ich habe verstanden, dass Ihr mich zum Erebor begleiten wollt...aber das kann in meinem Alter schon mal passieren. Ich höre eben manchmal nicht mehr so klar und deutlich...'' Dabei versuchte er sein Unverständnis mit einem breiten Grinsen zu überspielen.



Et Eärello Endorenna utúlien. Sinome maruvan ar Hildinyar tenn' Ambar-metta.

P.S.: Ardagast trägt keinen Hut

R.I.P. Ian Holm
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Ilumiel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Ilumiel machte ein verwirrtes Gesicht. Sie hatte Geschichten über diesen Zauberer und auch die anderen gehört, aber sie war nie einem persönlich begegnet. Bis jetzt.
"Ich möchte mit zum Erebor gehen." zischte sie noch einmal, halb flüsternd, damit niemand es hören würde, denn eine solche Bitte würde unter ihren Mitelben sicher zu Fragen und Unmut führen, und halb deutlich, damit Thorondil sie verstehen würde.
"Ich möchte den Einsamen Berg besuchen. Könnt Ihr mich mitnehmen? Ihr müsstet es dem König nur irgendwie klarmachen."

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Ilumiel
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise nach Moria - Return to Middle-Earth - Kapitel I [Re: Ilumiel]

Die Elbin schien das tatsächlich ernst zu meinen, was sie da redete. Sie wollte ihn zum Erebor begleiten. Zum Erebor. Wo Zwerge lebten. Eine Elbin. Dies war einfach zu viel des Guten. Ardagast konnte ein Lachen kaum unterdrücken. Aber sie schien es wirklich ernst zu meinen, das konnte er sehen und wenn eine Elbin schon zu den Zwergen wollte, musste es wohl wirklich etwas Wichtiges sein und nicht nur, weil sie irgendeinem hübschen Zwergenjüngling folgen wollte. ''Warum gehen wir nicht mal rein, setzen uns an einen Tisch und Ihr erzählt mir mal alles langsam und eines nach dem anderen, anstatt gleich mit der Tür in's Haus zu fallen...'', meinte Ardagast. Kurz darauf hatte der Zauberer seinen Umhang, Schwert und Zauberstab abgelegt und holte seine Pfeife heraus. Sie setzten sich an einen Tisch neben einem Kaminfeuer. Während er seine Pfeife stopfte, sah ihn die Elbin ungeduldig an, als wartete sie nur darauf, dass er endlich zur Sache kam. Als er endlich fertig war, zündete er sich die Pfeife an und nahm einen kräftigen Zug. ''Also, dann erzählt mir mal, was wirklich los ist. Warum wollt Ihr unbedingt zum Erebor?''



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