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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I

DerDunkelgraue

Gefährte

Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I

Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I

Kapitel I

Charaktere:

Hauptcharaktere:
Henry James ''Lucky'' Thompson - Moni
Paul G. R. ''Grizz'' Johnson - Graui
Othello ''Oddy-O'' O'Sullivan - Martina
Josiah - Franka

Nebencharaktere:
Peacock-Clan

Links:
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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Amerika im Sommer des Jahres 1866: weites, unerforschtes Land, wilde Tiere, wenige Menschen.
Es ist noch nicht so lange her, da kapitulierte General Robert E. Lee mit seiner Südstaatenarmee vor General Grant. Der Krieg ist vorüber. Die Sklaverei wurde umgehend als illegal deklariert. Abraham Lincoln wurde ermordet und mit dem Demokraten Johnson auf dem Stuhl des Präsidenten ist niemand so richtig glücklich. Der Wiederaufbau beginnt. Der Norden leidet unter der mangelnden Versorgung seiner Einwohner, denn die Farmwirtschaft ist der Industrie gewichen und große Städte erwachsen überall. Der Süden leidet unter Armut, weil ihre billigen Arbeitskräfte großteils zwar auf den Plantagen bleiben, plötzlich aber Lohn verlangen. Das Land ist entzweit und es wird dauern, bis es sich erholt hat.
Das alles interessiert die kleine Stadt Santa Rosa mitten in der kargen Wüstenlandschaft New Mexicos allerdings überhaupt nicht. Hier ist der Westen noch wild, das Land ist frei und die Prärie übersäht von Büffeln, wilden Mustangs und jenen Eingeborenen, die die Siedler Indianer nennen.
Die Bestrebungen der Regierung, diese in Reservarte zu drängen und den europäischen Einwanderern so ein gefahrloses Aufbauen einer weißen Gesellschaft in diesem großartigen Land zu ermöglichen, schlugen bislang fehl, sodass es immer wieder zu Übergriffen und Kampfhandlungen kommt, aber auch zu Freundschaft, Handel und Miteinander. Zuletzt kamen Fremde in die Stadt mit Kunde von der Schlacht am Sand Creek oben in Colorado, keine Schlacht eigentlich, mehr ein Massaker an Frauen und Kindern, aber derartige Nachrichten sind nichts Besonderes und es wird vermutet, dass eine gewaltfreie Einigung mit diesen Wilden ein romantischer Traum bleiben wird.
Santa Rosa hat wenig zu bieten: es ist eine Westernstadt wie tausend andere, erbaut aus Holz und Lehm, mit einer staubigen Hauptstraße und ein paar Gassen. Es gibt ein Rathaus, ein Gefängnis mit einem übellaunigen Sheriff, der jeden Trunkenbold, dem er begegnet mit den Worten: „Dies ist eine anständige Stadt!“ einsperrt. Ausserdem natürlich den Saloon, in dem die Farmer der Umgebung zusammenkommen, um über die Geschäfte zu reden oder ihre Probleme in billigem Whiskey zu ersäufen. Man geht einmal im Monat ins Badehaus, wenn man es sich leisten kann, und immer dann, wenn die Hose drückt, in Miss Luna’s Bordell. Frauen haben keinen Zutritt zu diesen Etablissements. Abgesehen natürlich von den hübschen Barmädchen, die einen Mann am Abend alles vergessen lassen, wenn er nur genügend Dollars einstecken hat.

Nun erzählt man sich, dass ein Kerl namens Lucky Henry in der Stadt sei. Man hat schon hin und wieder diesen Namen gehört. Einmal soll er die Postkutsche aus Albuquerque überfallen haben, einmal Gelder an das örtliche Waisenhaus gespendet, einmal soll ihm nach einer Schießerei eine Kugel mitten im Schädel stecken geblieben sein, und einmal habe er sogar mit bloßen Händen gegen einen 3 Meter großen Grizzlybären gekämpft haben. Ja, man kannte Lucky Henry, nur kannte ihn niemand persönlich.
Was aber alle wussten, war: Wenn er in der Stadt war, dann brauchte er Leute für einen Job, und der war erstens sicher nicht einfach, und zweitens ganz sicher gut bezahlt!

Also, heimkehrende Soldaten, befreite Sklaven oder Sklavinnen, ihr leichten Saloonmädchen, ihr Besitzerinnen von Hurenhäusern, ihr Cowboys auf der Suche nach Abenteuern und ihr Outlaws auf der Flucht vor dem Gesetz: Meldet euch bei ihm!





Lucky Henry Thompson saß vor dem Saloon auf dem wackeligen Holzstuhl, den der Saloonbesitzer ihm zur Verfügung gestellt hatte, und paffte seine Zigarre. Die Sonne brannte auf seinen Schädel herab, denn sein Hut lag vor ihm auf dem kleinen Pult, ebenso wie eine fleckige Liste mit einigen wenigen Namen darauf. Henry seufzte. Mehr. Er benötigte mehr Leute! Wenn er dieses Ding wirklich durchziehen wollte, dann brauchte er mindestens 10, wenn nicht 15 Mann, die gewillt waren, einiges zu riskieren. Henry wischte sich mit dem schwarzen Bandana über die schwitzige Stirn. Und wo war dieser Nichtsnutz von seinem Partner eigentlich abgeblieben? Er konnte jetzt gut ein Bier gebrauchen, oder auch einen Whisky, aber dafür würde hier jemand für ihn übernehmen müssen.
Er sah auf, als ein Mann von vielleicht 60 Jahren vor dem Pult auftauchte. „Ich… Ich brauche Arbeit, Mr. Thompson. Man sagt, Sie zahlen gut.“
Henry sah den Mann an. Zittrige Hände, eine rote Nase, Kleidung, die schon bessere Tage gesehen hatte…. War er wirklich schon so verzweifelt?
„Was kannst du denn, alter Mann?“
Schweißperlen standen auf der Oberlippe des Mannes. Ein Knopf fehlte an seinem Hemd.
„Ich… ich war einmal Schmied. Habe die ganze konföderierte Kavallerie mit ordentlichen Eisen versorgt.“
„Na, genutzt hat das ihnen nicht viel, oder?“
Die Augen des Mannes huschten von links nach rechts und zurück und als er schließlich ausatmete, da wurde es Henry beinahe übel.
„Ich habe keinen Platz für Trunkenbolde, Vadder. Meine Männer müssen sich aufeinander verlassen können! Hau ab!“
Enttäuscht über einen weiteren ungeeigneten Kandidaten stand Henry auf und murmelte ein leises: „Not so lucky today, Henry.“

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (08.03.2019 16:31)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

''Noch einen'', sagte ein groß-gewachsener Mann mit einer tiefen Stimme und ließ sich das nächste Glas vom Wirt vollmachen. Er hatte schulterlange, ungepflegte braunblonde Haare und einen mittellangen, ungepflegten Rauschebart. Dazu trug er einfache Arbeitskleidung: Einen braunen, dreckigen Regenmantel, eine braune Hose, die schon bessere Tage gesehen hatte und braune Stiefel. Ausserdem trug er ein beiges Arbeitshemd. Paul G. R. Johnson war sein Name, doch meist nannte man ihn nur Grizz. Gerüchten zufolge, weil er mal einen Grizzly mit bloßen Händen erlegte. Grizz hatte den lieben langen Tag nichts anderes getan als sich einen Drink nach dem anderen im Saloon zu gönnen. Was zum Teufel sollten sie bei dieser Hitze auch anderes machen? Henry hielt womöglich immer noch Ausschau nach neuen Helfern, ein sinnloses Unterfangen, wie Grizz dachte, und hatte so nicht mal jemanden zum Plaudern. Wo auch immer Lucky steckte, er war nicht hier. Grizz goss sich den Alkohol hinunter. Wumms. Es machte einen lauten Knall und das Glas zerbrach, als er es wieder auf den Tisch schmetterte.

''Ach herrje, das tut mir aber leid'', sagte er zynisch und guckte den Wirt unschuldig an. ''Ich glaube, ich brauche ein neues'', setzte er hinzu. ''Ich glaube wirklich, du hattest genug'', sagte dieser und wischte die Scherben, die überall herumlagen, vorsichtig weg. Daraufhin packte er Hüne ihn am Kragen und ballte die Faust bedrohlich. ''Das hast du gar…hicks…nicht…zu entscheiden, Freundchen!'', meckerte der Mann und sah in das verängstigte Gesicht des Wirts. Daraufhin fing er plötzlich lauthals an zu lachen und ließ den Wirt los. ''Du glaubst doch wohl nicht, dass ich den einzigen nützlichen Kerl in dieser Stadt voller Nichtsnutze verhaue?'', scherzte er und zeigte trotzdem auf die leeren Gläser. ''Noch eins!'' Daraufhin tippte ihn jemand von hinten an. ''Was soll denn das bitte heißen? Hier gibts nicht nur Nichtsnutze in der Stadt! Nimm das sofort zurück oder ich hau dir eine rein!'', maulte der Fremde ihn an. Grizz drehte sich daraufhin blitzschnell zu ihm um und stand binnen weniger Sekunden vor ihm. Er war mindestens einen Kopf größer als der Fremde und machte sichtlich Eindruck auf diesen. Doch bevor sich dieser entschuldigen konnte, hatte der Fremde schon Grizz' Faust im Gesicht und fiel postwendend auf den Tisch dahinter, an dem gerade gepokert wurde, und zerbrach diesen. Eine Schlägerei war nun vorprogrammiert.

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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Rrums – ein lauter Donner hallte durch das Tal. Verstörte Geier flogen auf und einige Rinder rasten mit schreckgeweiteten Augen durch die Prärie. Die kleine Blockhütte, die neben einem fast vertrockneten Rinnsal stand, schien von dem Geräusch unbeeindruckt zu sein, doch aus dem noch etwas kleineren Stall daneben drang lautes Wiehern. Etwa 100 Yards auf der anderen Seite des Baches drang eine Staubwolke aus einer breiten Spalte, die in einen kleinen Felshügel führte.

Langsam sanken die Geier wieder auf die Felsen und Saguaros zurück. Hustend taumelte ein alter Mann aus dem Spalt. Wieder an der frischen Luft sank er auf die Knie und atmete tief und keuchend. Er nahm den Hut ab, griff in seine Hosentasche und zog ein kleines geblümtes Taschentuch heraus. Damit wischte er sich den Staub aus dem Gesicht und schnäuzte einmal deftig hinein. Schließlich stopfte er das Tuch wieder zurück und klopfte seinen Hut aus. Vormals braun wirkte dieser nun eher rötlich beige. Der Alte setzte ihn wieder auf sein stark ergrautes und in den oberen Bereich auch stark reduziertes Haupthaar. Schließlich stand er ächzend auf, setzte sich auf den nächsten Felsen und zog eine Miniatur aus der Brusttasche.

„Nun, Maggie, das war schon eine ganz gute Explosion! Aber ich muss doch nochmal mit Dr. Pimple unserem Apotheker darüber sprechen.“ Der Alte sah das schon etwas abgegriffene Bild einer jungen Frau mit roten Locken liebevoll an. „Ja, mo cheann beag, ich bin vorsichtig. Mach dir keine Sorgen!“ Ganz sanft strich er über das kleine Gesicht bevor er das Bild wieder vorsichtig einsteckte. Mit einer kleinen Grimasse richtete er sich auf, machte eine Kniebeuge und lief dann deutlich beweglicher auf die Blockhütte zu. Wenn er lief, hätte ohne Probleme ein Prairiehase zwischen seinen Knien hindurchhüpfen können.

In der Hütte schnappte er sich einen kleinen Beutel, eine Möhre und sein Gewehr und marschierte in den Stall. Dort stand eine kleine dunkelgraue Stute mit wunderschön schwarzer Mähne. „Nun, mein Mädchen! Wie geht es uns heute Morgen?“ Seine knochigen mit vielen Falten und Altersflecken übersäten Hände, strichen der Stute sanft über die weiche Nase und fuhren dann durch die lange Mähne. „Wollen wir uns mal in die Stadt machen, Smokey? Es gibt Dinge zu besorgen.“ Nicht lange danach ritten sie in forschem Trapp durch die staubige Prärie. Auch wenn das Anwesen nicht weit von Santa Rosa entfernt am Anfang der ersten Bergkette lag, hielt der Alte doch die Augen auf. Ab und an kam es doch vor, dass ihm auf seinem halbstündigen Ritt irgendwelche weiße, rote oder schwarze Strauchdiebe vor die Flinte liefen.

Doch heute blieb alles ruhig – zumindest bis er in die staubige Hauptstraße Santa Rosas einbog. Aus dem Saloon drangen Geräusche, die entweder auf laute Umbauaktionen oder auf eine handfeste Schlägerei schließen ließen. Der Alte grinste. Er wusste, dass der Saloon derzeit nicht umgebaut wurde. Wer wohl dort mal wieder sein Mütchen kühlen musste? Der junge Walt, einer der Tunichtgute der Stadt oder doch eher Durchreisende? Und vor dem Saloon saß ein Kerl an einem Pult. Was der wohl da zu suchen hatte? Der Alte zuckte mit den Schultern und lenkte Smokey am Saloon vorbei. Hinter der nächsten Quergasse befand sich sein Ziel, die Apotheke des alten Dr. Pimple.

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Das soll eine Explosion gewesen sein?

Geändert durch Oddy (08.03.2019 21:49)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

''Verdammt, du hast unser Pokerspiel ruiniert, du Penner!'', maulte einer der vier Spieler, die bis vor ein paar Sekunden noch friedlich pokerten. Daraufhin packte er den am Boden liegenden Mann, zog ihn hoch, schlug ihm ebenfalls eine in's Gesicht und warf ihn daraufhin in Grizz' Arme. ''Fall beim nächsten Mal gefälligst woanders hin, ich war am Gewinnen!'', fügte der Pokerspieler hinzu. ''Und ausgerechnet er meint, er wäre KEIN Nichtsnutz'', fügte Grizz sarkastisch hinzu und wischte mit dem Mann den Tresen ab, ehe dieser am Ende dessen bewusstlos auf den Boden krachte. ''Von wegen gewinnen! Ich war am Gewinnen!'', maulte ein anderer Pokerspieler und daraufhin brauch auch zwischen den vier Pokerspielern eine Schlägerei aus, in der es darum ging, wer nun am Gewinnen war.

Nun war auch im ganzen Saloon eine richtige Schlägerei ausgebrochen. Der Wirt suchte derweil hinter seinem Tresen Zuflucht. ''Nicht schon wieder…'', jammerte er verzweifelt. Grizz beugte sich über den Tresen und sah den ängstlichen Wirt an. ''Ich warte immer noch auf meinen nächsten Drink!'', grunze er, wurde dann jedoch von hinten gepackt und weggezogen. Ein älterer Saloongast hatte den Hünen gepackt und angegrinst. ''Ach komm schon, du alter Knacker...was willst du denn…'', begann Grizz, doch bevor er zu Ende sprechen konnte, hatte er schon eine Faust in der Magengrube und anschließend die nächste auf’s Kinn bekommen. Der Bär krümmte sich vor Schmerzen und wollte den alten Mann schon packen und ebenfalls verhauen, doch daraufhin schlug ihm jemand von hinten einen dreibeinigen Holzstuhl auf den Rücken. Wutentbrannt drehte sich der Hüne um und packte den Übeltäter am Kragen. ''Kann ich hier mal eine Schlägerei zu Ende bringen, bevor die nächste angeht????'', knurrte er diesen an und begrub dann seine Faust im Gesicht des Mannes. Diesen ließ er dann bewusstlos auf den Boden fallen. ''So, und nun zu dir, alter Mann'', sagte er und drehte sich wieder zu diesem um, doch der alte Mann war nirgends mehr zu sehen. Nanu. Einen Moment später erkannte Grizz, dass ebenjener ältere Mann bereits bewusstlos vor ihm am Boden lag. Er beugte sich zu diesem runter. ''Wir sind noch nicht fertig, alter Knacker!''

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Ein kurzer, scharfer Pfiff schnitt durch die Luft wie ein Pistolenschuss und sofort setzte sich die kleine Herde in Bewegung. Dicht gedrängt und aufgeregt muhend trotteten die Rinder eins nach dem anderen in ihr Gehege.
Josiah ritt hinter der Herde entlang, hielt die Tiere zusammen und drängte sie langsam, aber bestimmt vorwärts. Die heiße Mittagssonne von New Mexico knallte erbarmungslos auf den ausgetrockneten, staubigen Boden. Josiah wischte sich mit seinem roten Bandana den Schweiß von der Stirn. Sein abgetragenes Hemd klebte feucht an seinem muskulösen Oberkörper und er atmete schwer von der Anstrengung. Harte Arbeit war er weiß Gott gewöhnt, doch diese Hitze war genug, um selbst den stärksten Mann in die Knie zu zwingen.
Doch immerhin hatten sie es fast geschafft. Nur noch ein knappes Dutzend Rinder befanden sich außerhalb der Umzäunung. Das war gut genug, um dem Lehrling ein bisschen Spielraum zu geben.
„Halte die hintere Reihe zusammen, Billy!“, rief Josiah und zog sich etwas zurück, um den Jungen machen zu lassen.
Billy O'Reilly war ein Ire wie er im Buche stand. Rote Locken, eine Hand voll Sommersprossen und so bleiche Haut, dass sie einen blenden konnte, wenn der junge Mann in der Sonne stand. Natürlich tat er gut daran, genau das nicht zu tun. Billy verbrannte schneller als er „Sonnenbrand“ sagen konnte. Eins der wenigen Probleme, mit dem Josiah sich nicht herumzuschlagen brauchte.
Billy war ein lernwilliger Schüler, aber er brauchte noch Übung. Viel Übung.
„Die hintere Reihe sichern, Billy. Wenn dir da einer ausbüxt, kann die ganze Herde zerfallen!“
Billy gab sich größte Mühe, die Rinder zusammenzuhalten, doch er hatte noch Probleme damit, sein Pferd schnell genug zu wenden, um die Herde beständig lenken zu können. Etwas ungeschickt zerrte er an den Zügeln und das Pferd tänzelte widerwillig in die angezeigte Richtung. Irgendwie brachte das Billy kurz auf dem Gleichgewicht. Er taumelte, konnte sich noch im Sattel halten, verlor aber seinen Hut. Josiah seufzte.
Ohne den Schatten spendenden Hut blendete die Sonne Billy sofort und er musste seine Augen mit einer Hand abschirmen. Das gab seinem Pferd genug Freiraum, um zu entscheiden, dass es jetzt keine Lust mehr aufs Rinder hüten hatte, was einem der Rinder wiederum den Freiraum gab, zu entscheiden, das es jetzt keine Lust mehr auf den Stall hatte.
„Verdammt Billy!“, rief Josiah noch, während er schon die übrigen Rinder rasch in das Gehege getrieben und vom Sattel aus das Tor verschlossen hatte.
Mit einer Hand über den Augen sah Billy hilflos dem entflohenen Rind hinterher, das schon ein paar hundert Yards entfernt war. „Sie wird mit umbringen...“, wimmerte er.
Josiah schnaubte. Er riss die Zügel herum und gab seinem Pferd die Sporen. In wenigen Sekunden trieb er das Tier in einen wilden Galopp dem Rind hinterher. Die linke Hand hielt die Zügel, mit der rechen löste er das Lasso vom Sattel. Er hatte das Rind fast eingeholt, als er das Lasso zu schwingen begann. Einmal kreisen, zweimal kreisen, dreimal kreisen. Das Lasso schnellte vorwärts wie ein Peitschenhieb, wand sich zielsicher um den Hals des Rindes und zog sich zu. Das Tier unternahm noch einen Fluchtversuch, doch Josiah legte all seine Kraft in das Lasso. Alle Muskeln in seinen kräftigen Armen spannten sich an. Mit einem Ruck ging das Rind zu Boden.
Billy war von seinem Pferd abgestiegen und hatte sich am Tor zum Gehege bereitgestellt, um das entflohene Rind reinzulassen. Er gab sich Mühe, das musste man ihm lassen.
„Gott segne dich, Josiah! Ich danke dir!“, sagte der Junge, seinen zertrampelten Hut an die Brust gepresst.
Josiah grinste. „Schon gut, Junge. Aber denk dran, ich werd nicht immer da sein, um deinen Arsch aus der Scheiße zu ziehen.“
Billy sah peinlich berührt zu Boden. Es war immer wieder belustigend, wie nervös des den jungen Iren immer noch machte, wenn man vor ihm fluchte. Eine streng katholische Mutter konnte einem eben auch der Wilde Westen nicht so einfach aus dem Kopf treiben.
Auch Josiah trug brav sein kleines Holzkreuz um den Hals, doch seine Mutter hatte bis auf ihr Totenbett geflucht wie ein Rohrspatz. Wenn man sie beschworen hatte, dafür würde sie in die Hölle kommen, hatte sie nur gelacht und geantwortet, da sei sie doch längst.
Trotz der kleinen Unterschiede war ihr gemeinsamer Glaube nicht zuletzt einer der Umstände, der dazu beigetragen hatte, dass Billy inzwischen seinen Widerwillen überwunden hatte, nicht nur mit, sondern unter einem Schwarzen zu arbeiten. Doch den Löwenanteil hatte Josiahs Wissen und Können als Cowboy und Lehrmeister geleistet, um sich von Billy Dankbarkeit und Respekt zu verdienen.
„Setz deinen Hut wieder auf, Billy. Du siehst schon wieder aus wie ein Radieschen“, sagte Josiah und lenkte sein Pferd am Zaun des Rindergeheges entlang gemütlich in Richtung Santa Rosa.
„Die Chefin wird zufrieden sein“, versicherte er Billy, als dieser ihn eingeholt hatte und sie gemeinsam auf die kleine Stadt zuritten. „Alle Rinder sind da, alle kräftig und gesund. Dafür wird sie einen guten Preis bekommen.“
Josiah lächelte zufrieden und entblößte zwei Reihen großer, weißer Zähne. „Wenn wir Glück haben, gibt sie uns einen aus.“
Aus dem Augenwinkel sah er, wie Billy sich reflexartig bekreuzigte.
Mit einem Grinsen auf dem Gesicht schürzte Josiah die Lippen und begann eine seichte Melodie zu pfeifen.
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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Ein anderes Geräusch als das Knarzen von Wagenrädern, das Klappern von Hufeisen auf der staubigen Straße und das verwirrte Geplapper des alten Reverend, der mit Hilfe von Flugblättern, die er jedem in die Hand drückte, der es wollte, sowie auch jedem, der es nicht wollte, das Ende der Welt verkündete, ließ Lucky Henry mit einem Lächeln aufsehen. Langsam zog er die goldene Taschenuhr, die er dem Bürgermeister von Jacksonville gestohlen hatte, an ihrer Kette aus seiner Westentasche und spähte darauf. Beinahe Mittag. Das Lächeln wurde etwas breiter und mit einem Kopfnicken schnappte Henry sich seine Liste und schlenderte zum Salooneingang hinüber. Kurz bevor er ihn erreicht hatte, hielt er inne und ließ den alten Mann, der durch die Schwingtüre getaumelt kam, passieren. Das Geschepper und Gebrüll wurde lauter. Hinzu gesellte sich das Klirren von zerspringenden Gläsern oder Flaschen sowie das Krachen von Inventar.
Henry trat ein und fand sich in einer ordentlichen Schlägerei wieder. Zunächst suchten seine Augen den Schankraum ab, bis sie fanden, was sie suchten. Dann schlenderte er gemächlich zu seinem Ziel hinüber, während er ihm im Weg stehende Cowboys, Städter und auch Trunkenbolde zu dieser oder jener Seite schubste. Lucky Henry bekam keinen einzigen Schalg ab, und es zerbrach auch kein Stuhl auf seinem Rücken, bis er sich gespielt theatralisch neben seinen hünenhaften Freund auf den Boden sinken ließ.
„Wir sind nicht einmal einen vollen Tag in der Stadt und du nimmst den Saloon auseinander?“ fragte er lachend. Grizz schlug einem jungen Mann seinen Ellenbogen gegen die Nase, sodass sofort ein Strom von Blut daraus hervor quoll und der Jüngling mit einem Schmerzenslaut das Weite suchte.
„Gibt’s einen Anlass?“

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I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Grizz streckte unschuldig die Arme in die Höhe. ''Ich gebe ja zu, dass ich zu einer...hicks...vernünftigen Schlägerei nicht nein sage, aber dieses Mal bin ich zur Abwechslung wirklich unschuldig, Lucky'', rechtfertigte sich Grizz wie ein ertappter, zugegebenermaßen ziemlich betrunkener, Junge. Das sah man ihm auch an, denn seine Nase und Backen waren rot wie Feuer und das lag ganz sicher nicht daran, dass er den einen oder anderen Schlag verpasst bekommen hatte. Er wollte schon erklären, was passiert war, doch dann schmetterte wieder irgendjemand, der offenbar noch nicht mitbekommen hatte, dass die Schlägerei vorbei war, einen Holzstuhl gegen Grizz' Rücken. Der Hüne verzog das Gesicht und drehte sich zu dem Übeltäter, ein dünner und kleiner Mann, herum. ''Kann man hier nicht mal einen Satz zu Ende sprechen? Siehst du nicht, dass wir uns unterhalten??'', maulte er so laut, dass der Boden bebte und zeigte mit seinem Finger Richtung Ausgang. Ängstlich und mit eingezogenen Schultern verkroch sich der Mann und suchte das Weite. ''Also, wo war ich...achja, der hat angefangen!'', sagte Grizz und zeigte auf einen bewusstlosen Mann am Ende des Tresen. Dieser hatte sich seither nicht mehr gerühert. ''Darüber lässt sich bestimmt streiten...'', fügte der Wirt hinzu, der nun endlich aus der Deckung kam. Grizz drehte sich postwendend zu ihm um und ballte seine Faust. ''Vielleicht willst du dich ja mit meiner Faust streiten!'', maulte er den Wirt an, der sich so gleich wieder unter den Tresen verzog, und drehte sich dann wieder zu Lucky um. Doch bevor er weitersprach, drehte er sich erneut zum Wirt um. ''Und ich warte immer noch auf meinen nächsten Drink!'' Dann drehte er sich doch wieder zu seinem grinsenden Partner um. ''Wie du siehst, bin ich völlig unschuldig Lucky! Nicht wahr?'', sagte er und sprach dann erneut und drohend den Wirt an. Dieser hob einfach nur den Daumen über den Tresen und sagte nicht sehr überzeugend: ''Ja.''

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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Der alte Cowboy fragte sich immer wieder, wo der Apotheker Dr. Gideon Pimple seine ganzen Kräutchen, Pülverchen und Tröpfchen hernahm, aber eins war sicher, er war ein schlauer und gebildeter Mann. Er hatte sogar Bücher in seinem Wohnraum, ein Luxus, den sich hier nicht viele leisten konnten. Der Alte rutschte erstaunlich gewandt von seiner Stute und band sie fest.
„Gideon, alter Halunke“, begrüßte er den Apotheker beim Eintreten herzlich. „Na, heute schon ein Leben gerettet oder eher eins vergiftet?“
Der Apotheker, der den alten Mann lang genug kannte, meinte trocken: „Beides auf einmal oder was meinst du, wie Medikamente wirken, Oddy-O'?“ Dann musterte er den alten O’Sullivan von oben bis unten: „Warst du wieder in deiner Mine? Der Staub quillt noch aus deinen Ohren und Hosentaschen!“
Irritiert kratzte sich der Alte in den Ohren, betrachtete anschließend seine Fingernägel und versuchte sie notdürftig zu säubern. Schließlich schüttelte er genervt den Kopf: „Das ist jetzt völlig unwichtig, ich will doch nicht zu Miss Luna! Sag mal, du hast mir neulich die Zutaten für diesen neuen Sprengstoff mitgegeben!“
Pimple horchte auf und musterte Oddy-O' noch einmal gründlich. „Du hast ihn wirklich hergestellt? Oddy, du bist wirklich mutig. Ich hatte dir gesagt, dass ich dafür keine Garantie übernehmen kann. Das Patentverfahren hierfür ist noch nicht durch und dieser merkwürdige Geselle Nobel aus Old Europe scheint mir ein rechter Spinner zu sein.“
Der Alte schüttelte den Kopf: „Nein, nein, das ist ein ganz cleveres Bürschchen, das es noch weit bringen wird, glaub mir, das funktioniert ziemlich gut. Aber ich muss noch ein bisschen am Mischungsverhältnis drehen. Und dann wird es eine wunderschöne Explosion geben!“ Seine Augen blitzten vor Freude. „Ach, du hättest diesen Knall hören sollen, es war wundervoll!“
Pimple nickte kritisch: „Ja, aber irgendwann wird diese ganz Pyrotechnik dich das bisschen Leben kosten, was noch dein dürres Knochengerüst zusammenhält.“
„Ach, Unsinn, ich weiß, was ich tue! Ich habe es immerhin mal gelernt drüben in der alten Heimat! Ich war der oberste Sprengmeister in unserem Bergwerk, glaub mir, und da hatten wir noch nicht so feine Dinge, wie es heute gibt.“ Versonnen blickte er in die Ferne, griff abwesend in seine Brusttasche und zog sein Bild heraus: „Ach, Maggie, das waren noch Zeiten, wenn du auf mich in deinem geblümten Kleid gewartet hast, wenn ich völlig verdreckt aus der Mine kam.“
Pimple, der Oddy-O's Marotte kannte, mit seiner verstorbenen Frau alles und jedes zu diskutieren, lächelte verschmitzt und meinte nur: „Nun, deine Maggie würde auch wollen, dass du vorsichtig bist. Also Freund, was brauchst du?“ Was folgte war ein ausführliches Fachgespräch über Vor- und Nachteile bestimmter Ingredentien, was das Zurateziehen eines von Pimples Fachbüchern nach sich zog und schließlich in einem gut verschnürten Päckchen endete.
„So, Mr. O’Sullivan, jetzt geht es ans Bezahlen!“ Dr. Pimple angelte in weiser Voraussicht in seiner Schublade unter dem Tresen nach einer Lupe, „was hast du denn diesmal freigesprengt?“
Oddy-O' nickte und gramte in seinem Beutel. Ah, ja, hier, das müsste es sein. Vorsichtig legte er ein kleines grünes Stück auf den Tresen und betrachtete es mit zusammengekniffenen Augen.
Der Apotheker nahm es hoch und musterte es kurz: „Also mein Lieber, bei aller Freundschaft, das deckt nicht die Kosten, das ist doch nur eine Glasscherbe!“
„Oh, Verzeihung!“, wieder wühlte er in seinem Beutel und brachte ein weiteres grünes Teil zum Vorschein. Wieder betrachtete er es verkniffen.
„Oddy, mein Freund, du brauchst eine Brille, glaub es mir endlich!“ Der Apotheker grinste, schnappte sich den kleinen grünen Edelstein und betrachtete ihn unter der Lupe.
„Ich, eine Brille? Ich kann noch jeden Geier auf 100 yards Entfernung von einem Saguaro herunterholen und diese Präriehunde sind auf der anderen Seite des Baches nicht sicher vor mir! Und du willst mir was von einer Brille erzählen?“ Der alte Ire war ernsthaft beleidigt.
Pimple schüttelte begütigend den Kopf, „Nein, dafür brauchst du keine Brille. Aber in der Nähe siehst du ja noch nicht mal mehr, was du auf dem Teller hast!“
„Ach Quatsch!“, verächtlich wedelte der Alte mit der Hand, „das brauch ich nicht sehen, reicht, dass ich es schmecke!“
Der Apotheker zuckte mit den Schultern und wandte sich wieder dem Stein zu: „Wie du meinst, aber beschwer dich nicht, wenn dich mal einer gewaltig übers Ohr haut, weil er dir nicht, wie ich, sagt, dass dieser Edelstein weit mehr wert ist, als deine Einkäufe von eben! Bei dem Wert wäre eine Brille locker noch drin!“
Doch der ehrenwerte Othello O’Sullivan ließ sich davon nicht überzeugen. Er und eine Brille! Wie sollte er da seiner Maggie noch gegenübertreten können? Ja, ein bisschen eitel war er eben doch. Energisch zog er das blaue Halstuch mit den roten Rosen, das seinen Hals zierte, gerade. Für seine Maggie nur das Beste, auch wenn er mal wieder eine Badewanne von innen sehen sollte…

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Das soll eine Explosion gewesen sein?
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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Josiah pfiff immer noch fröhlich vor sich hin, als Billy und er in gemütlichem Tempo in die Stadt ritten. Eine ältere Dame in einem bunten Rock und zu langen Zöpfen geflochtenem Haar kam ihnen mit einem Korb voller Einkäufe entgegen.
„Buenos dias, Josiah!“, rief sie im vorbeigehen mit einem Lächeln auf dem Gesicht.
„Hola, Maria!“, grüßte Josiah die Mexikanerin freundlich zurück, „Was machen deine Söhne?“
„Ach, Gott hatte Erbarmen. Sogar Jose hat endlich eine Anstellung gefunden!“, rief Maria fröhlich und ging ihrer Wege.
Ein paar Schritte weiter sah Josiah, wie ein kleiner Junge, den er nicht kannte, ihn anstarrte und dann etwas zu seiner Mutter sagte, die neben ihm stand und seine Hand hielt. Die Frau flüsterte ihrem Sohn mit einem merkwürdigen Blick auf Josiah etwas ins Ohr und wandte sich dann schnell ab. Josiah schnaubte, sagte aber nichts.
Auf der Hauptstraße begegneten den beiden Cowboys eine Hand voll Peacock-Abkömmlinge, deren Namen Josiah allesamt vergessen hatte, doch wenn man ausreichend nuschelte, wenn man sie grüßte, bemerkten sie das meistens nicht.
Die Beiden hatten ihr Ziel fast erreicht, als Josiah aus dem Augenwinkel sah, wie Billy sich plötzlich angespannt im Sattel aufrichtete. Er folgte dem Blick des Jungen und entdeckte Thomas Hughes, einen der Farmer vom Stadtrand, auf der anderen Seite der staubigen Straße. Daher wehte also der Wind.
Billy war es immer noch unangenehm, dabei zu sein, wenn Joseph und Hughes sich begegneten, seit er vor einem halben Jahr unfreiwillig miterlebt hatte, wie Hughes Josiah vor der Kirche angespuckt und gesagt hatte, Leute wie ihn sollte man hier nicht erlauben. Josiah hatte ihm mit einem einzigen Schlag seiner großen Faust zwei Zähne ausgeschlagen. Josiah war kein gewaltbereiter Mensch, aber er hatte klare Grenzen dessen, was er akzeptierte und was nicht.
Seitdem hatte Billy Angst, so etwas noch einmal sehen zu müssen. Hughes allerdings schien fürs Erste seine Lektion gelernt zu haben und würdigte Josiah im Vorbeigehen nur mit einem abfälligen Blick.
Schließlich erreichten die beiden Cowboys ihr Ziel. Eines der wenigen zweistöckigen Gebäude von Santa Rosa, auffällig gestrichen in blau mit rosafarbenen Fensterrahmen. Die großen Buchstaben über der Tür waren weiß und leuchtend. Für Josiah waren das nur bedeutungslose Symbole, aber er wusste ja schon, was da stand.
Miss Lunas Paradies
Er und Billy sattelten ab und banden ihre Pferde vor dem Haus an. Dann betraten sie den großen, verrauchten Raum mit den schweren, roten Vorhängen, mit bunten Kissen dekorierten Stühlen aus dunklem Holz und Öllampen mit rotem Glas auf den Tischen.
Um diese Tageszeit war es noch nicht gut besucht und Josiah entdeckte nur einen besetzten Tisch in einer Ecke. Auch im Obergeschoss war es ruhiger als am Abend, wenn auch nicht ganz still.
An der Bar stand Molly und schrubbte lustlos Gläser, winkte aber lächelnd, als sie die beiden Cowboys eintreten sah. Lolita saß am Klavier und klimperte ein paar seichte Noten für den einzigen Gast herunter.
Sofort stimmte Josiah pfeifend in das Lied ein, obwohl er es nicht kannte und sich einfach etwas ausdachte. Lolita warf ihm einen stechenden Blick zu und Josiah grinste sie unschuldig an.
Billy hatte fast sofort nach Betreten des Hauses begonnen, an dem Kreuz um seinen Hals herumzuspielen.
„Lass das!“, zischte Josiah dem Jungen zu, während sie sich an den Tischen vorbei schlängelten, auf die breite, mit einem flauschigen Teppich ausgelegte Treppe in den zweiten Stock zu. „Das wird langsam albern.“
Billy gehorchte widerwillig und steckte seine Hand in die Hosentasche. Josiah schüttelte den Kopf. Er wusste genau, dass Billy dort auch ein Kreuz versteckt hatte.
„Was glaubst du denken die Leute, wenn du dir ausgerechnet hier die Hand in die Hose steckst, Billy?“
Der Junge lief rot an wie eine Tomate und nahm schnell die Hand aus der Tasche. Josiah grinste. Manchmal machte es einfach zu viel Spaß, Billy zu verarschen.
Die Treppe hinauf musste der junge Ire sich sputen, mit seinem Lehrer Schritt zu halten, der aus Gewohnheit immer zwei Stufen auf einmal nahm. Einzelne Stufen waren Josiah einfach nicht hoch genug. Wenn sie auf den Pferden saßen, fiel es nicht so auf, doch Josiah war deutlich größer als Billy. Das war vor allem seinen langen Beinen geschuldet, mit denen er sich auch seinen Beinamen eingefangen hatte.
Long Leg Joe. Josiah musste grinsen, wenn er daran dachte. Ein guter Spitzname.
Aus mehreren Zimmern im Obergeschoss drangen eindeutige Laute, doch Josiah ignorierte es. Er ging zielstrebig auf die Tür am Ende des Ganges zu und klopfte artig, bevor er und Billy eintraten.
Miss Luna saß mit einer Zigarette in der Hand zurückgelehnt in einem gepolsterten Sessel hinter einem Schreibtisch mit Federkiel und jeder Menge Papierkram, mit dem Josiah nichts anfangen konnte, selbst wenn er sich dafür interessiert hätte.
Miss Luna war inzwischen schon einige Jahre älter als ihre leichten Mädchen und ihre Augen umspielten erste kleine Fältchen, doch sie war unbestreitbar noch immer eine Schönheit. Ihr langes, rabenschwarzes Haar fiel in großen Locken in ihr üppiges, aber nicht überladenes Dekolleté, eingefasst in einem überaus elegantes Kleid aus dunkelgrünem Stoff mit weißen Rüschen, dass ihr natürlich ausgezeichnet stand. Ihr dunkler Lippenstift unterstrich wunderbar den olivenen Ton ihrer Haut und das tiefe, hypnotisierende Braun ihrer Augen.
Miss Luna war keine kleine Frau, trotzdem war Josiah mehr als einen Kopf größer als sie. Nichtsdestotrotz hatte sie eine Präsenz, die selbst ihm unweigerlich Respekt einflößte. Diese Frau hatte es geschafft, sich von einer einfachen Straßendirne zur Bordellbesitzerin hochzuarbeiten und mit all dem Geld, dass die Männer ihr und ihren Mädchen hinterherwarfen, hatte sie sich inzwischen als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Stadt etabliert. Und das merkte man ihr an, in jedem Blick ihrer dunklen Augen, mit dem sie ihr Gegenüber auf den ersten Blick völlig zu durchschauen schien und in jedem Wort, das sie mit einer solch ruhigen Sicherheit aussprach, dass es schwer war zu glauben, dass sie sich je in etwas irren oder unsicher sein konnte.
„Na, habt ihr mir gute Neuigkeiten mitgebracht, Jungs?“, fragte sie mit ihrer betörend rauchigen Stimme.
„Die Rinder sind alle im Gehege. Siebzig Stück, alle gesund und stark, Ma'am.“, berichtete Josiah.
Ein zufriedenes Lächeln huschte über Miss Lunas Gesicht. Sie hatte das Angebot für die Rinder aus einem angrenzenden County erhalten, als gerade zwei Tiere von Farmer Brown aus der Nähe von Santa Rosa erste Anzeichen einer Krankheit gezeigt hatten. Eines ihrer Mädchen hatte das zufällig von einem Kunden, der auf der Farm als Hilfskraft arbeitete, gehört. Brown war als mieser Trickser einhellig bekannt und Miss Luna vermutete letztendlich richtig, dass er versuchen würde, die kranken Rinder noch schnell zu verkaufen, bevor man es ihnen richtig anmerkte, und sie dafür auf den Markt brachte, wo er prompt einige Tiere der anderen Farmer ansteckte. Es kamen, alle betroffenen Farmen zusammengenommen, zwar keine hundert Rinder um, doch die wollten ersetzt sein und das Wissen, dass die Krankheit von einer der Farmen aus der Gegend stammen musste, säte genug Misstrauen untereinander, das niemand bei den anderen lokalen Farmern nachkaufen wollte. Da kamen Rinder aus einem anderen County gerade recht.
Und so hatte Miss Luna zugegriffen und Josiah und Billy geschickt, um die Rinder abzuholen. Die Information, dass Brown der Schuldige war, behielt Sie übrigens stillschweigend für sich. Man konnte nie wissen, wann man mal ein gutes Druckmittel gegen jemanden gebrauchen konnte.
„Sehr gut. Billy, du kannst dir deinen Lohn unten bei Molly auszahlen lassen. Und kauf dir einen neuen Hut auf meine Rechnung“, sagte Miss Luna, „Und dann, mein Junge, sei so gut und geh in den Saloon oder die Kirche oder wo auch immer du dich in deiner Freizeit herumtreibst und verbreite schon mal ein bisschen, dass Miss Luna ein paar äußerst begehrenswerte Rinder im Angebot hat. Und stell sicher, dass sie nicht denken, dass du damit meine Mädchen meinst.“ Sie zwinkerte ihm kokett zu.
Billys Gesicht nahm die Farbe seiner Haare an, während er „Ja, Ma'am. Danke Ma'am“ murmelnd den Raum verließ.
Josiah sah ihm kopfschüttelnd nach, bevor er sich wieder Miss Luna zuwandte.
„Wir sollten nicht so gemein zu dem armen Jungen sein.“
Miss Luna lächelte schelmisch. „Würde ich, wenn es nicht so verdammt unterhaltsam wäre...“
Josiah grinste breit und ließ sich auf einen Wink von Miss Luna hin auf einen Stuhl ihr gegenüber sinken.
„Kaffee?“, fragte sie und beugte sich zu einem neben ihr stehenden Tablett mit einer Kanne und zwei Tassen, um einzugießen. Sofort breitete sich der aromatische Geruch in dem Zimmer aus und Josiah zog tief Luft ein. Er mochte ein gutes Glas Whisky so gern wie jeder andere Mann, doch seine wahre Schwäche war guter Kaffee. Miss Luna wusste das. Und Josiah wusste, was es bedeutete, wenn er Kaffee angeboten bekam.
„Also, was darf ich für Sie tun?“, fragte er, die Tasse in der Hand und nach jedem Satz mit tiefen Atemzügen den herrlichen, warmen Duft einsaugend. „Extradienst als Rausschmeißer...? Schulden eintreiben bei irgendeinem Revolverhelden...? Ich hab auch lange keinem Arschloch mehr den Hintern versohlt, weil er schlecht über Sie geredet hat...“
Lächelnd nahm Miss Luna einen Schluck Kaffee. „Lucky Henry ist in der Stadt“, sagte sie schlicht.
Josiah horchte auf. „Das bedeutet, dass er Leute sucht für irgendeine Sache...“
Miss Luna zog die Augenbrauen hoch. „Eine wahrscheinlich sehr lukrative Sache, mein Freund.“
Josiah lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Er ahnte, worauf das Ganze hinauslaufen würde.
„Ich möchte, dass du für mich herausfindest, worum es geht. Biete ihm meine Unterstützung seiner Unternehmung an, wenn er sie braucht. Gegen eine entsprechende Gewinnbeteiligung, versteht sich.“
Josiah nickte langsam. „Die Unterstützung, die Sie anbieten, würde dann neben finanziellen Mitteln auch meine Arbeitskraft einschließen, nehme ich an?“
Miss Luna lächelte verschmitzt. „Guter Junge.“
Josiah seufzte. „Aber erst, wenn ich in Ruhe meinen Kaffee ausgetrunken habe.“
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Thorne Abraham Haywood stöhnte auf. Der Verkauf einiger Rinder stand an und er sollte die Besten achtzig Stück auswählen. Eigentlich machte er diese Arbeit gerne, aber diesmal konnte er nur auf die zwei Frischlinge als Hilfe zugreifen und beide waren noch so grün hinter den Ohren, dass sie wirklich Schiss vor den Rindern hatten. Abe schüttelte den Kopf. Der Tag konnte nur schlecht werden.

Jebediah McPhee und Collin O’Dore standen nervös bei den Pferden. Immerhin das konnten die Frischlinge. Die Pferde satteln. „Abe warte einen Moment.“ Er drehte sich um und sah seinen Boss John Isaac Smith auf ihn zukommen. Dieser war fast sechzig Jahre alt und fidel wie ein junger Mann. Abe verleiherte die Augen. Was zum Henker war denn jetzt schon wieder los. „Was gibts Boss? Wir müssen uns sputen, wenn wir heute noch fertig werden wollen.“ John schüttelte den Kopf. „Das machen Hank und Brady. Du bekommst einen Spezialauftrag.“ Abe grinste. Spezialauftrag versprach mal wieder etwas Abwechslung zum Alltagstrott. Das gefiel ihm. Der Tag würde wohl doch noch ganz interessant werden.

John nahm Abe Beiseite, damit die Frischlinge nichts mitbekamen. „Abe hör zu, es geht um den Verkauf der Rinder. Miss Luna hat da etwas aufgetan und ich habe mich ebenfalls umgehört. Wir können jeder unsere Rinder zu einem guten Preis verkaufen. Ich will aber einen herausragenden Preis, dafür muss ich mit Miss Luna sprechen.“ Abe wurde nervös. Das wurde er immer wenn er ihren Namen hörte. Es gab keinen Menschen vor dem Abe Schiss hatte, aber Miss Luna flößte ihm massiven Respekt ein und wenn er ehrlich war, hatte er auch ein bisschen Angst vor ihr. Das lag an ihren Augen. Abe hatte das Gefühl Miss Luna konnte ihm auf den Grund seiner Seele sehen und er war davon nicht begeistert. „Ich kann heute nicht weg, also musst du das übernehmen. Und ich weiß ja das du einen Stein bei ihr im Brett hast.“ John grinste Abe breit an. „Komm schon Boss, das ist nicht dein Ernst. Reite heute Abend in die Stadt und klär das selber. Ich hab noch massig Arbeit.“ John schüttelte lachend den Kopf. „Sorry Abe. Als dein Boss gebe ich dir den Auftrag zu Miss Luna zu reiten und ihr den Brief zu geben. Sag ihr du brauchst gleich noch eine Rückantwort. Und hier...“ John gab ihm einen zweiten Umschlag. „... als Entschädigung. Mach dir nen schönen Abend.“ Na immerhin lies sich John nicht lumpen. „In Ordnung du hast morgen deine Antwort.“ Abe nickte John zu, pfiff nach Duke und saß auf. Dann machte er sich auf den Weg in die Stadt.

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

"Völlig unschuldig!" wiederholte Henry die Worte seines Kumpanen fröhlich. "Na klar, wie immer!"
Er stellte sich an die Bar und sah sich um. Immernoch prügelte man hier aufeinander ein und immernoch gingen Dinge zu Bruch. Es war nett anzusehen und Henry wollte gerade weitersprechen, da traf ihn eine harte Rechte direkt ins Gesicht. Während noch sein Kopf herumflog, erlosch das Lächeln aus Lucky Henry's Gesicht und die Gutmütigkeit verschwand augenblicklich aus seinem Bewußtsein. Grizz hielt sofort inne und starrte den Mann, der geschlagen hatte, entgeistert an.
Henry dagegen rappelte sich auf und griff nach dem Revolver, der an seiner rechten Hüfte hing.
"Oh nein, oh nein. Das hättest du nicht tun sollen, Junge!" hörte er Grizz murmeln.
Der Mann vor ihm dagegen wurde blass. Eine Prügelei war das eine, wenn aber Waffen ins Spiel kamen, wurde es dreckig und meistens hatten im Anschluss mindestens drei Männer Arbeit: der Sheriff, der Henker und der Bestatter! Heute aber kam es anders.
"Heute ist dein Glückstag, Kleiner!" knurrte Henry den Kerl an, richtete den Revolver zur Decke und ließ drei Schüsse los. Dann erhob er seine Stimme und der tiefe Bariton ließ keinen Zweifel daran, dass er meinte, was er sagte: "Der Spaß ist vorbei! Macht, dass ihr rauskommt! Der erste Mann, der sich woanders hin bewegt als in Richtung der Tür bekommt ein schönes Loch zwischen die Augen verpasst! Mein Freund und ich wollen etwas trinken!"
Zuerst herrschte Stille. Dann aber rappelten die Männer sich eilig auf, nahmen noch ihre gestürzten und bewußtlosen Kollegen mit, und schlurften oder humpelten in Richtung Tür. Niemand wollte heute noch sterben.
"Wenn ihr euch gewaschen und beruhigt habt, kommt am Nachmittag vorbei. Jeder Mann, der harte Arbeit nicht scheut und loyal ist, kann einen Job von mir bekommen!" warf Henry noch hinterher, ehe er sich dem Wirt zuwendete. Er kramte in seiner Jackentasche und holte schließlich eine Geldspange mit einigen Scheinen hervor, die er auf die Bar warf. "Das sollte für die Schäden reichen. Und jetzt hätten wir gern dieses Bier, das mein Kumpel vor einer Ewigkeit schon bestellt hat!" Er grinste freundlich. "Wenn es nicht zu viele Umstände macht."

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (10.03.2019 08:55)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Der Wirt nickte eingeschüchtert und schenkte den beiden dann wie ''befohlen’' sofort ein Bier ein. Das Hünen-Gespann nickte freundlich und nahm die Gläser mit an einen Tisch, der noch nicht zerstört wurde. Grizz wollte sich eigentlich bei Henry bedanken, doch bevor er überhaupt ein Wort sagen konnte platzte auf einmal ein normalgroßer, dünner Mann mittleren Alters, wie wild geworden, durch die Saloontür. ''Er ist hier!'', jammerte er laut, ging dann durch jene Tür, rannte in das nächste Eck und verkroch sich dort. Plötzlich war es totenstill im Saloon und auch in der Stadt hörte man nicht mehr viel, ausser den Ton des Windes. Vor der Schwenktür stand ein hochgewachsener Mann, der durch seine dunkle Bekleidung un die Sonne im Hintergrund, schwer auszumachen war. Deutlich zu sehen war jedoch, dass ihm sein rechter Arm fehlte. Er trug einen schwarzen cowboytypischen Hut, dazu einen schwarzen Mantel, Weste, Hose und eine Plastron-Krawatte in gleicher Farbe, an einem weißen Hemd. Ausserdem hatte er fein polierte, silberne Sporen an seinen ebenfalls schwarzen Stiefeln. Es sah alles sehr gepflegt, hochwertig und teuer aus. Ausserdem zierten drei angesteckte, goldene Sterne seinen Mantel. Einen Schritt dahinter standen zwei weitere Männer, die ebenfalls schwer zu erkennen waren. Die wenigen Augen, die noch im Saloon waren auf die Ankömmlinge gerichtet.

Der Wirt flüsterte daraufhin leise: ''Der Colonel'' und der Mann, der sich im Saloon verkroch: ''Es ist der Linkshänder''. Die beiden Männer traten vor und öffneten die beiden Saloontüren für den offensichtlichen Anführer der Truppe. Nun waren auch sie besser zu erkennen. Ihr Aussehen war nicht weiter erwähnenswert, doch sie trugen ebenfalls drei goldene Sterne auf der Brust. Allerdings nur aufgestickt und nicht aus Metall. Der Mann trat dann herein und ging einige Schritte in Richtung der Bar. Seine Männer warteten an der Tür, als wollten sie den Ausgang versperren. Es war weiterhin totenstill und man hörte nur jene Geräusche, die seine schwarzen Stiefel auf dem Holzboden machten. Klong. Klong. Klong. Als er vor der Bar stand, nahm er seinen Hut ab und offenbarte darunter kurz geschnittene, graue Haare. Er klopfte zweimal auf den Tresen, woraufhin ihm der Wirt eilig und sichtlich nervös ein Glas Whiskey einschenkte, und dafür im Gegenzug eine silber glänzende Münze erhielt. Der dunkel gekleidete Mann goss den Alkohol mit einem Schluck herunter und stellte das Glas dann wieder auf den Holztresen. Als nächstes holte er nacheinander eine große Zigarre und eine Packung Streichhölzer aus der linken Manteltasche hervor. Er nahm die Zigarre in den Mund und reichte dem Wirt die Schachtel, der sie mit zitternden Händen öffnete. Der Mann nahm ein Streichholz heraus, zündete es an und steckte sich daraufhin seine Zigarre an. Er nahm einen kurzen Zug, drehte sich dann um und blies den Rauch genüsslich aus. ''Als ich heute Morgen aufgestanden bin, ahnte ich ja noch nicht, welch ein aufregender Tag heute werden würde, bis ich eine interessante Nachricht von einem meiner Männer erhielt'', sagte der schwarz gekleidete Mann mit einer rauen Stimme und sah sich dabei langsam im Saloon um. Seine scharfen Augen, die einen wie eine Kugel durchdrangen, wanderten von einer Ecke zur anderen. Er steckte die Zigarre in den Mund, holte dann mit seiner linken Hand ein Stück Papier hervor und hielt es hoch.

''Ich zitiere: Also, heimkehrende Soldaten, befreite Sklaven oder Sklavinnen, ihr leichten Saloonmädchen, ihr Besitzerinnen von Hurenhäusern, ihr Cowboys auf der Suche nach Abenteuern und ihr Outlaws auf der Flucht vor dem Gesetz: Meldet euch bei ihm!'', las er langsam, jedoch mit vollem Mund vor. Daraufhin steckte er den Zettel wieder ein. ''Da dachte ich mir doch, hmm, das klingt wahrlich sehr interessant. Wer mag dieser Mann wohl sein? Und viel wichtiger, was hat dieser Mann nur vor und wofür braucht er eine ganze Bande?'', erklärte er neugierig und machte dann einige Schritte auf den Tisch zu, an dem ebenjener Mann saß. Natürlich hatte er ihn sofort erkannt. Dann stand er schließlich vor ihm und sah ihn von seiner erhobenen Position, und mit seinen meerblauen Augen, an. Er legte das Stück Papier auf den Tisch. ’'Und dann fiel mir plötzlich ein, wer dieser Mann sein könnte'', sagte er grinsend und holte ein weiteres Stück Papier aus seiner Tasche. Es war ein Steckbrief mit einer Belohnung von $100. Im Vergleich mit anderen Kriminellen war es nichts Herausragendes, aber auch nicht wenig Geld für die damalige Zeit. ''Na, erkennt jemand, wer das ist?'', fragte er rhetorisch in die Runde und legte den Steckbrief dann auf den Tisch, direkt vor die Nase des Mannes. ''Bestimmt fragst du dich, wer ich bin, Lucky Henry'', begann er mit einem abwertenden Tonfall und ließ den Mann jedoch nicht darauf antworten. Stattdessen blies er ihm den Rauch seiner Zigarre in’s Gesicht. ''Gerne stelle ich mich vor. Mein Name ist Colonel Kevin O’Rourke, ehemaliger Offizier in der Confederate States Army’’, begann er, und betonte letzteres besonders stark. ''Jener Offizier, der niemals eine Schlacht verloren hat! Jener Mann, vor dem selbst die Härtesten kapituliert haben! Jener Anführer, von über fünfzig gut ausgebildeten Männern, die alle nur auf meinen Befehl warten! Jener Kopfgeldjäger, dem niemand jemals entkommt, ob Mann, Frau oder Kind, egal wie sehr sie es auch versuchen! Nichts geschieht hier ohne, dass ich darüber Bescheid weiß! Merke dir diesen Namen'', erklärte O'Rourke vollmundig. ''So, jetzt da wir uns kennen und verstehen, sag mir, was treibt dich in diese Gegend und was hast du vor, ''Lucky'' Henry?'', fragte er ihn, schob dabei seinen Mantel zur Seite und offenbarte seinen silbernen Revolver, der selbst hier im schwachen Licht noch wie ein geschliffener Diamant schimmerte. Paul grunzte daraufhin genervt und ballte seine Faust. Er blickte zuerst hoch zu O’Rourke und dann zu Henry und war schon bereit, seinen Partner von schlimmeren Taten abzuhalten oder ihm im Kampf zur Seite zu stehen. Dessen war er sich nicht ganz sicher. Nun kam es auf Lucky an.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Der schnelle Ritt in die Stadt hatte Thorne gut getan. Doch jetzt wo er sich dieser näherte, kam das mulmige Gefühl zurück. Der Brief brannte in seiner Tasche und Abe wäre froh gewesen wenn er es bereits schon hinter sich hätte.

Gemächlich ritt er in die Stadt und grüßte das ein oder andere bekannte Gesicht. Aus dem Saloon torkelten einige Männer die ziemlich lädiert aussahen. Abe schmunzelte. Eine gute Prügelei wäre auch mal wieder was Feines.

Abe hielt vor Miss Lunas Etablissement und band Blaze fest. „Duke bleib und pass gut auf.“ Der Hund machte es sich im Schatten gemütlich und Abe betrat das Haus. Mollys Gesicht hellte sich auf als sie den neuen Gast erblickte. „Willkommen Fremder, du warst ja schon ewig nicht mehr hier.“ Abe ging zur Bar und gab Molly einen Kuss auf die Wange. Ein Privileg dass sie den wenigsten gestattete. „Verzeih mir Schönheit. Der Boss brauchte mich dringender als Du.“ Molly lachte auf. „Und heute? Du bist früh dran für ein Stelldichein.“ Abe seufzte theatralisch. „Ich bin leider geschäftlich hier. Wichtige Geschäfte.“ Molly tat gespielt traurig. „Du Ärmster. Sollen wir dich ankündigen?“ Abe nickte. „Das wäre ganz wunderbar.“

Molly winkte ein Mädchen heran und flüsterte ihr etwas in Ohr. Diese sah etwas eingeschüchtert aus und lief nach oben. Abe blickte ihr nach, unsicher ob Miss Luna ihn überhaupt empfangen würde. „Du wirst mir doch nicht untreu werden.“ scherzte Molly. Abe wandte sich ihr lächelnd zu. „Nie im Leben mein Schätzchen.“

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Lucky Henry war im ersten Moment ebenso eingenommen von diesem Neuankömmling wie Grizz und der Wirt es waren, und das ärgerte ihn ungemein. Er liebte es nicht, von anderen derart beeindruckt zu werden. Das nahm ihm seinen wichtigsten Vorteil: seinen kühlen Kopf! Und es ließ ihn wie ein Schuljunge aussehen. So schulte er seine Gesichtszüge in etwas, das man wohl Langeweile nennen konnte, während der Colonel sprach, und versuchte, seine Aufregung darüber zu verbergen, dem Mann von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen.
Jetzt gerade fragte er sich, was der beste Handlungsansatz wäre. Sollte er den Mann als Gefahr wahrnehmen oder als Verbündeten? Als Gegner, an dem man sich messen konnte, oder als jemanden, den man besser sofort beseitigte? Sein Blick fiel auf den vermaledeiten Steckbrief, den der Colonel auf den Tisch gelegt hatte. Sein Konterfei war deutlich darauf zu erkennen und die 100 Dollar waren genug Geld, um sich in einem Hinterhalt in einer dunklen Ecke wiederzufinden.
Langsam stand Lucky auf, warf Grizz einen Blick zu, der sagte: Ich hab das im Griff. Halt dich nur bereit, Tu nichts!, und stemmte die Hände in die Hüften, ehe er den Colonel von oben bis unten musterte. Mit Genugtuung erkannte er, dass auch der nicht mochte, derart gemessen zu werden.
"Ich würde Ihnen die Hand reichen, Colonel." brach Henry schließlich das Schweigen, und seine Stimme war leise und klang beinahe gefährlich. Mit einem Kopfnicken deutete er auf den fehlenden rechten Arm. "Aber Sie sind ja etwas indisponiert."
Die Augen des Colonel wurden zu schmalen Schlitzen, aber Henry redete trotz der Gefahr weiter.
"Man erzählt Geschichten über Sie, Colonel. Oder sollte ich lieber Mr. O'Rourke sagen? Die konföderierte Armee existiert schließlich nicht mehr."
Ein Knurren erklang aus des Colonel's Kehle. Allein die Tatsache, dass er noch immer seinen Rang benutzte und die Abzeichen trug, verrieten Henry so viel über den Mann, dass er beinahe lachen musste. Es war zu einfach, ihn zu verärgern.
"Und welche Geschichten sind das?" zischte sein Gegenüber.
"Nun," Henry ließ eine theatralische Pause. "Der Grund, weshalb Sie keine Schlacht verloren haben, und weshalb Ihre Männer niemals vor einem Einsatz zurückschreckten. Der Grund, aus dem Sie auch Ihren Arm verloren haben, Colonel.... Sie sollen ein knallharter Bastard sein, dem der Sieg und der Erfolg seiner Sache über allem stehen, auch über dem Leben seiner Leute! Einer, der durch Terror und Angst herrscht, nicht von der Loyalität seiner Männer! Sie sollen Soldaten ausgepeitscht haben, weil sie sich weigerten, Kriegsgefangene zu erschießen. Amerikanische Bürger! Sie nennen sich einen Anführer? Sie sind ein Diktator, Colonel! Männer wie sie gibt es wie Sand am Meer, und keiner kann sie leiden."
Deutlich sah Henry das Blitzen in den Augen des anderen und wusste, dass er nun vorsichtig sein musste. Gespielt gelassen, während sein Innerstes eigentlich angespannt war wie ein Bogen, griff er nach dem Steckbrief. Nur Grizz konnte sofort erkennen, wie brenzlig die Situation war, wie unwohl Henry sich gerade fühlte. Er nahm ein Streichholz aus seiner Weste und entzündete es an seiner Stiefelsohle. Dann hielt er die Flamme an die unterste Ecke des Steckbriefes und ließ das Schriftstück in Flammen aufgehen.
"Meine Beweggründe gehen Sie nichts an. Ich brauche Männer für ein großes Wohltätigkeitsprojekt. Harte Arbeit und wenig Schlaf. Das ist ohnehin nichts für Sie." Die Asche rieselte zu Boden. "Wenn Sie allerdings einsammeln wollen, Kopfgeldjäger..." Scheinbar unbeeindruckt legte er eine Hand an seinen Revolver. "Dann sagen Sie mir, wann und wo. Ansonsten würde ich jetzt gern mein Bier beenden."

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (10.03.2019 12:00)

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Das Mädchen, das nach oben geschickt worden war, kehrte wenige Augenblicke später zurück.
"Miss Luna ist noch beschäftigt, aber sie wird dich gleich empfangen."
Ein paar Minuten später kam Josiah die Treppe herunter, immer zwei Stufen auf einmal.
"Abe!", rief er fröhlich, "Verzeih mir, dass du warten musstest. Du musst verstehen, es gab Kaffee..."
Grinsend klopfte er dem anderen Mann auf die Schulter. "Sie wird dich jetzt empfangen. Viel Glück, alter Mann."
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Der Colonel hörte sich Henrys Worte geduldig an, auch wenn sie ihm deutlich missfielen und so konnte er gar nicht anders, als ihn mit einem ''Vorsicht, Junge'' zu warnen, bevor er zu weit ging. Er konnte natürlich nicht zugeben, dass sein Gegenüber einige nicht verheilte Wunden entdeckt hatte. Sein fehlender Arm war ein Tabuthema unter seinen Männern und das aus gutem Grund. Der Einarmige oder der Linkshänder waren auch keine Spitznamen, die O’Rourke gerne härte. Spitzfindig war dieser Lucky aber, das musste man ihm lassen und Mut besaß er auch. Er konnte ja nicht wissen, in welcher Gefahr er schwebte, denn draußen warteten bereits weitere Männer von O’Rourkes Bande, die nur auf seinen Befehl warteten und den Saloon dem Erdboden gleich machen würden. Nichtsdestotrotz traute sich sonst niemand so mit ihm zu sprechen. ''Nun, wir alle tun das, was wir für richtig erachten, Lucky. Und über dich erzählen sie, du hättest einen Grizzly mit bloßen Händen erlegt’’, antwortete O’Rourke mit einem geringschätzenden Lächeln und musrterte Henry dabei unbeeindruckt von oben bis unten, als wäre es zweifelsfrei ein Märchen. ''Wir beide wissen anscheinend gut, dass nicht immer alles so ist, wie man es sich Abends im Saloon bei zu viel Alkohol erzählt.'' Dann machte er einen Schritt auf Henry zu und stand ihm direkt gegenüber. Henry war einen Hauch größer, aber im Grunde konnten sie von Angesicht zu Angesicht sehen. ''Sehe ich so aus, als ob ich mir für lächerliche 100 Dollar die Hände schmutzig mache?'', fragte er rhetorisch, trat dabei auf der Asche des Steckbriefs herum und schwenkte zum nächsten Thema um. ''Ein Wohltätigkeitsprojekt also'', wiederholte er Luckys Worte, aber beide wussten, dass er ihm natürlich nichts glaubte. Er ging jedoch auch nicht weiter darauf ein. Abschließend beugte sich O’Rourke langsam zu Henry nach vorne und flüsterte ihm ins Ohr. ''Du bist hier nicht willkommen, Cowboy. Das hier ist mein Land, meine Stadt! Also pass besser auf deinen Rücken auf. Gib mir ja keinen Grund dich zu suchen. Denn finden werde ich dich. Und dann wirst du dir wünschen du wärest nie geboren, genauso wie dein Partner’', flüsterte er leise, ging dann ohne eine Antwort abzuwarten wieder zur Saloontür und verließ das Etablissement zusammen mit seinen beiden Männern. Draußen warteten bereits zwei weitere Männer auf ihren Rössern. Auch sie trugen drei aufgestickte Sterne. O’Rourke wand sich an die beiden. ''Ich will wissen, was sie vorhaben und wo sie hinreiten. Beobachtet sie, aber nur aus dem Hinterhalt. Greift nicht ein, bevor ihr nicht den Befehl dazu habt’’, wies er sie an und beide nickten gehorsam. Dann stieg er auf seinen schwarzen Hengst und ritt mit den zwei anderen Männern davon.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Als das Mädchen herunterkam war Abe schon klar dass er noch warten musste. Das war Miss Lunas Privileg wie er nur zu gut wusste. Als ein paar Minuten später jedoch Josiah herunterkam und von Kaffee sprach musste Abe lachen. Er liebte guten Kaffee genauso. „Danke das werde ich brauchen. Der Boss will ihr ein Geschäft vorschlagen. Du weißt ja was das heißt. Warte einfach auf mich. Vor Morgen gibt sie mir eh keine Antwort mit.“ Abe zwinkerte Josiah zu, dann atmete er tief aus und ging die Stufen nach oben.

Er klopfte an die Tür und hörte ein bestimmtes „Herein“. Abe betrat Miss Lunas Zimmer und verneigte sich höflich. „Guten Tag Miss Luna. Vielen Dank dass ihr mich empfangt.“ Abe blieb stehen und wurde erst Mal von Miss Luna gemustert. „Du hast mehr graue Haare bekommen. Ärgert dich der Alte zu sehr?“ Sie schenkte ihm ein Lächeln. „Dann brauchst du ein bisschen Ablenkung nicht wahr?“ Abe nickte. „Sieht wohl danach aus.“ Miss Luna zeigte auf den Stuhl vor ihrem Tisch. „Setz dich.“ Abe tat wie geheißen. Vor ihm stand ein dampfender Becher. Miss Luna wusste um Abes Vorliebe für guten Kaffee. Sie streckte ihm die Hand auffordernd entgegen. Abe holte den Brief aus seiner Tasche und übergab ihn. Miss Luna öffnete ihn in aller Seelenruhe und begann zu lesen. Abe konnte aus ihrer Miene nicht entziffern ob es gut oder schlecht war, was sie las. Abe hatte nun seinerseits dir Möglichkeit Miss Luna unauffällig anzusehen, während er seinen Kaffee trank. Sie war immer noch eine Schönheit und hätte Abe sie auf der Straße getroffen, hätte er sie um ein Rendezvous gebeten. Aber unter diesen Umständen, war sie eine Frau, der man mit so etwas nicht zu kommen brauchte. Nachdem Miss Luna fertig war, faltete sie den Brief zusammen und lächelte Abe an. „Komm morgen Früh wieder. Dann habe ich eine Antwort für dich. Und amüsiere dich ein bisschen mein Lieber. Molly hat dich sehr vermisst.“ Sie zwinkerte ihm zu. Abe nickte wieder. „Danke Miss Luna, das werde ich sehr gerne machen.“ Abe dachte an den Umschlag mit Geld, das nur darauf wartete ausgegeben zu werden. Er erhob sich, verneigte sich und verließ den Raum. Erst jetzt merkte er, wie er richtig ausatmete. Ja Miss Luna wusste wie man richtig auftreten musste. Abe ging nach unten und hoffte dass Josiah wirklich warten würde. Mit Molly würde er erst später einen Ritt wagen.

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Geändert durch Eruanne (10.03.2019 10:49)

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Molly hatte Josiah ein Glas Whisky angeboten, doch Josiah wollte noch ein wenig den Nachgeschmack des Kaffees genießen. Sein Lohn für das Abholen der Rinderherde war für Miss Lunas Verhältnisse großzügig ausgefallen und Josiah würde sich später im Saloon ein paar Gläser genehmigen.
Trotzdem plauderte er noch ein wenig mit Molly, während er auf Abe wartete. Wegen des auftrags war Josiah fast zwei Wochen weg gewesen und war gespannt auf die Neuigkeiten, von denen Abe zu berichten wusste.
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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Im selben Moment, in dem der Colonel den Saloon verließ, sackten Henry's Schultern einige Inch weit herab, weil er erleichtert ausatmete. Ihm war ganz klar: ein falsches Wort, ein unhöfliches Zwinkern oder auch eine zu voreilige Bewegung und diese ganze Szene hätte ein schnelles und vermutlich unschönes Ende genommen.
Nun aber drehte er sich zu Grizz herum, der ihn mit fragendem Blick ansah.
"Ach, der will nur spielen, keine Angst." besänftigte er den Hünen, wusste aber gleichzeitig, dass dies ganz und gar kein Spiel gewesen war. Dann rang er sich ein Grinsen ab. "Hätten wir ihm verraten sollen, dass die Geschichte wahr ist, und du der Grizzly bist, den ich erledigt habe?"

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Lucky Henry
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Das war wahrlich zu viel für einen Vormittag. Erst eine Schlägerei und dann auch noch beinahe eine Schießerei. Letztere waren so gar nicht sein Hobby, denn Grizz war in allem gut, aber nicht unbedingt im Schießen. Gut, eigentlich war er auch sonst in nichts gut, ausser im Trinken und im Leute verhauen. Grizz atmete schwer, aber erleichtert aus, als der Angebersoldat zum Glück den Saloon wieder verließ. Auch sein Partner war sichtlich erleichtert, auch wenn er es sich nicht anmerken lassen wollte. Aber dazu kannte Grizz Lucky mittlerweile zu gut. Keine Sekunde später hatte der Bär jedoch schon wieder alles vergessen und sah erfreut auf sein Bier herunter. Grizz lachte und hob das Getränk zum Anstoßen hoch. ''Ach, lassen wir ihn doch in der Ungewissheit, dass es doch ein echter Bär war. Das tut bestimmt seinem Ego gut. Der Angeber scheint es ja bitter nötig zu haben'', scherzte er und goss sich das Bier herunter. Er war schon wieder viel zu nüchtern geworden und das musste sich schleunigst ändern! ''Wo hast du dich heute Morgen überhaupt rumgetrieben und hast du schon jemanden gefunden?'', fragte er Lucky neugierig.

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Henry seufzte und schüttelte den Kopf.
"Nicht wirklich, fürchte ich."
Er nahm seine knitterige Liste zur Hand und las vor:
"Jonathan Doles - er ist ein Junge aus dem Ort und meint, er müsse mal etwas anderes sehen als Mami's Küche. Aber ob Mami ihn gehenlassen wird, ist eine ganz andere Frage. Er ist der Älteste von den 5 Doles-Blagen und schmeißt die Farm seit der Vater gestorben ist, fast allein.
Bradley McShaw - ein seltsamer Kerl. Er scheint harte Arbeit gewohnt zu sein, aber da war etwas in seinen Augen, das mich mißtrauisch macht, und du weißt, ich vertraue meinem Gefühl gern.
Und zu guter Letzt: Gregory Happner. Ich wette, dass er bloß mitmachen möchte, um vor seiner Frau zu fliehen. Er wirkt wie ein Weichei.
Niemand von ihnen wäre wirklich bei der Sache und keinem von ihnen würde ich weiter trauen als ich sie werfen kann."
Eindringlich sah er Grizz an, der schon wieder sein ganzes Bier heruntergekippt hatte. "Wir brauchen gute Leute, Grizz, wenn wir das Ding durchziehen wollen. Leute, auf die man sich verlassen kann. Aber wie es scheint, hat Santa Rosa nur Abschaum zu bieten!"
Das war nicht ganz richtig und allzu gut erinnerte Lucky Henry sich an die Zeit, die er früher einmal in der Gegend verbracht hatte. Aber wie es aussah, waren all die guten Männer nicht für ihn zu haben.
Er nahm einen Schluck von seinem Bier, während Grizz bereits das nächste bekam, und zog den Bären dann am Hemd hoch.
"Na los komm. Vielleicht überlegt es sich jemand von den Typen aus dem Saloon anders. Da konnte der eine oder andere ganz gut zuschlagen. Wir versuchen es weiter." Unter Protest zog er Grizz nach draussen, wo das alte Pult und der Stuhl noch immer standen. Mit dem Colonel und seinen Leuten in der Nähe, wollte er seinen Kumpel lieber in seiner Nähe haben, als Rückendeckung sozusagen.

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Lucky Henry
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Abe kam die Treppe herunter und war froh Josiah zu sehen. Wenn er schon den restlichen Tag in der Stadt verbringen musste, dann wenigstens mit jemandem den er leiden konnte. „Wie zu erwarten werde ich morgen meine Antwort bekommen. Ich denke das liegt daran, dass sie Molly glücklich machen möchte.“ Abe zwinkerte der Frau hinter dem Tresen zu und setzte sich neben Josiah. „Du warst lange weg. Schön dass du ausgerechnet heute zurück bist. So wird es wenigstens nicht langweilig. Gab vorhin wohl schon ne schöne Schlägerei im Saloon.“ Abe grinste. Ja vielleicht wäre das was für heute Abend.

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


Gründungsmitglied des Clubs der "langhaarige, bärtige Männer-Bevorzugerinnen"
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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Josiah schnaubte. "Ne Schlägerei? Bah, sowas ist nichts für mich. Aber wenn sie jetzt fertig sind, können wir rübergehen. Miss Luna will, dass ich mir anhöre, was dieser Lucky Henry vorhat, warum er nach Leuten sucht und so. Komm, ich geb dir drüben einen aus."
Molly zog eine Schnute. "Keine Sorge, Kleines. Ich bring ihn dir schon in noch leistungsfähigem Zustand zurück." Er zwinkerte der jungen Frau zu.
Als er und Abe das Bordell verließen, stockte Josiah kurz. "Du glaubst doch nicht, dass dieser Lucky Henry und seine Leute die Schlägerei angefangen haben, oder?"
Abe zog bedeutungsvoll die Augenbrauen hoch. Josiah seufzte. "Hoffentlich haben sie sich jetzt ausgetobt."
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

''Das sind ja tolle Leute...Nur Nichtsnutze, sag ich ja. Ausser der Wirt, der kann wenigstens was Nützliches!'', kommentierte Grizz enttäuscht und resigniert. ''Vielleicht sollten wir General Einhand fragen, der scheint ja genug Leute zu haben und er hätte sicherlich auch ein Interesse an der Sache, wenn du verstehst, was ich meine...'', schlug er spaßeshalber mit einem Augenzwinkern vor, meinte es aber natürlich nicht ernst. Daraufhin wurde er von Lucky aus dem Saloon geschleift. Eilte jedoch schnell wieder rein und holte sich sein Bier vom Wirt ab. ''Ohne mein Bier geht das ja wohl nicht! Du kannst nicht von mir erwarten, den ganzen Tag hier Däumchen zu drehen und auf Leute zu warten, und das auch noch nüchtern! Bei aller Freundschaft, du Zwerg'', maulte er gespielt genervt und nahm Lucky dann kurz, aber nicht ernsthaft, in den Schwitzkasten.

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

"Aaaargh! Lass das!"
Lucky hasste es, wenn Grizz ihm bewies, wer von ihnen der Stärkere war - der bei Weitem Stärkere. Er hatte immer gern die Kontrolle über alles, was in seinem Leben so geschah, aber seit Grizz damals in selbiges hineingestolpert war, war das nicht mehr so einfach. Immer wieder fand er sich in Situationen wieder, in die er damals, als er noch allein agiert hatte, niemals geraten wäre. Grizz war sein Kumpel geworden, hatte ihm mehr als einmal den Hals gerettet, und umgekehrt, aber das bedeutete nicht, dass er ihn einfach so bloßstellen durfte!
"Es sind Leute hier! Lass mich los!" zischte er nun ziemlich genervt. "Wie soll ich als seriöser Arbeitgeber auftreten, wenn du sowas tust, hm???"
Grizz ließ los und eilig schaute Henry sich um, ob irgendjemand ihnen zugesehen hatte. Dann zündete er sich betont lässig eine Zigarre an und paffte drauf los.
"Auf diesen General Einhand sollten wir ein Auge haben. Der Kerl gefällt mir nicht." sagte er schließlich nachdenklich und grinste dann. "Aber der Spitzname ist klasse."

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Lucky Henry
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

''Entschuldige Boss'', maulte Grizz genervt und äffte seinen Kumpel nach, ohne, dass dieser es mitbekam. Der Hüne war der Meinung, dass Lucky manchmal viel zu sehr auf sein äusseres Auftreten bedacht war. Das Problem hatte Grizz glücklicherweise nicht. Er wusste, dass er in dieser Freundschaft nicht der Kopf war, sondern die Muskeln, und das war auch gut so, befand er. ''Mir auch nicht. Ich weiß nicht warum, aber ich glaube nicht, dass wir den Angeber zum letzten Mal gesehen haben'', stellte Grizz beunruhigt fest und goss sich daraufhin erstmal sein restliches Bier herunter. Dann stellte er den leeren Becher auf den Tisch. Der Bär sah sich ein wenig in der Stadt um, doch alles was er sah, war nicht das, was sie brauchten, soviel wusste selbst er. ''Was meinst du Lucky? Stimmt es wirklich, was du über ihn gesagt hast? Ist der wirklich so ein Kriegsverbrecher?''

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Die dünne, scharfe Klinge durchschnitt lautlos die sengende Luft von New Mexico als ein weiteres Wurfmesser sein Ziel in einem bereits von Messerscharten zerpflückten Pfahl fand.
Lynnea verlagerte ihr Gewicht auf das andere Bein als sie ihr Werk betrachtete.
Mehrere silber-blitzende Messer mit verzierten Silbergriffen steckten sauber und in einer geraden Reihe geradewegs nach unten im alten Holz des Pfahls. Zwischen den Klingen fand so gut wie bei allen nicht mal mehr ein kleiner fingerbreit Platz.
Die junge Frau lächelte zufrieden.
Sie war soweit.
Das nächste Mal, wenn Er in der Stadt war würde sie sich ihm anschließen.
Sie war sich zwar nicht sicher wie Er oder auch nur Luna darauf reagieren würden, aber ihre Entscheidung stand bereits fest.
Der Schweiß rann ihr dennoch den Nacken herunter und als Lynnea an sich herab sah fluchte sie leise.
Sie würde ihre Bluse erneut waschen müssen, da diese bereits wieder mehr braun als weiß war, vom Sand und Staub der Prärie völlig verdreckt.
Andererseits würde sie sich wahrscheinlich eh an diesen Zustand gewöhnen müssen, wenn sie diese kleine Stadt endlich hinter sich ließ. Um zu sehen was diese Welt noch alles zu bieten hatte, als das was sie nun seit gut 25 Jahren kannte.
Lynnea zog ein rotes Bandana aus ihrer Jackentasche und wischte sich damit über Stirn und Nacken, froh darüber, dass sie ihr langes gold-blondes Haar schon früh am Morgen zu einem festen Zopf nach hinten geflochten hatte. Ihr schwarzer Stetson, der den Ansatz des Zopfes verbarg sorgte zumindest dafür, dass sie in dieser Hitze nicht einging.
Inzwischen war es beinahe Mittagszeit und Lynnea’s Bauch gab einen protestierenden Laut von sich.
Zeit zurück zu reiten.
So machte sie sich daran ihre Messer aus dem alten Holz zu pflücken, ihre restlichen Sachen zusammen zu packen und Fenrys zu satteln, ihren nachtschwarzen kräftigen Hengst.
Entspannt aber zielstrebig trabten sie dann über den nächsten kleinen Hügel während Lynnea einige große Schlucke von ihrem Wasserschlauch nahm.
Diesen setzte sie allerdings ebenso schnell wieder ab und verstaute ihn als sie eine Gruppe von Reitern entdeckte, die gerade – zum Glück mit dem Rücken zu ihr – aus der Stadt ritten.
Lynneas Augen verengten sich, die relativ große Gruppe von Männern betrachtend, während ihre Hand in ihrer Satteltasche nach einem kleinen Fernglas suchte und es schließlich fand.
Er war nicht dabei. Das konnte sie klar erkennen. Und auch sonst war keiner dabei den sie kannte, was ein seltsam ungutes Gefühl in ihrer Magengegend auslöste.
Der nagende Hunger ließ ganz plötzlich nach.
Langsam steckte sie ihr Fernglas wieder weg und trieb Fenrys weiter den Hügel herunter zum Stall in der Nähe des Bordells wo sie ihrem Hengst erst einmal gewährte ausgiebig zu trinken.
Währenddessen sattelte sie ihn ab und schnippte dem Stalljungen eine Silbermünze zu um den Mund zu halten und sich gut um Fenrys zu kümmern.
Nachdem sie den Sattel im Lager deponiert hatte, verließ sie mit der Satteltasche in der Hand und einer weiteren quer über der Schulter den Stall, auf dem Weg zum Hintereingang vom Bordell, immer an der Rückwand der Häuser entlang.
Es gab nur wenige Leute, die sich hier gelegentlich herumtrieben und noch weniger die den Blick auch nur in diese Richtung schweifen ließen.
Diejenigen die es taten konnte Lynnea gerade an einer Hand und vielleicht einer halben abzählen und waren eher nur selten in der Stadt.
Zwei von diesen Personen hätte sie an diesem Tag ganz sicherlich nicht erwartet zurück in dieser Stadt zu sehen, weshalb sie sich zwingen musste nicht wie angewurzelt stehe zu bleiben als sie am Saloon, auf der gegenüber liegenden Seite, vorbei kam und ausgerechnet die beiden Männer davor sitzend vorfand.
Lynnea fluchte innerlich.
Dieser verdammte Hund.
Es war Monate her seit er das letzte Mal hier gewesen war und nun tauchte er einfach so wieder auf, ohne ein Wort zu sagen.
Sie würde ihm dafür später die Hölle heiß machen.
Dennoch kam sie nicht drum herum sich zumindest ein klein wenig Erleichterung darüber zu gestatten nicht noch länger warten zu müssen.
Just in diesem Augenblick hob der den Kopf und schaute wie aus Zufall genau in ihre Richtung.
Die blauen Augen beider trafen sich und Lynnea warf ihm ein scharfes Lächeln zu als sie ihn mit einem kurzen Neigen des Stetson grüßte bevor sie einfach weiterlief, ohne ein Wort zu sagen, weiter zum Bordell.
Oh, ja. Das würde wohl noch ein interessanter Tag werden.

~ Everybody likes a bad idea when it works! ~ 

~~~~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~

Lynnea

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Henry zuckte mit den Schultern. "Wer weiß schon, was an den Gerüchten dran ist. Ich bin ihm nie begegnet, aber ich kenne genug Männer, die es sind."
Er selbst war wie auch Grizz eine Zeitlang Teil der Confed Army gewesen und er hatte die Uniform mit Stolz getragen. Bis zu jenem Tage, an dem sein Bataillonsführer ihnen eigenmächtig ein anderes Missionsziel bestimmt hatte als das, das der General vorgegeben hatte: statt die schweren Kanonen hinter den Gräben der Union ausser Gefecht zu setzen, waren sie mitten in der Nacht in das kleine Indianerdorf geritten und.... Lucky verdrängte den Gedanken schnell und hoffte, dass Grizz nicht gemerkt hatte, worüber er nachdachte. Es war das Ende ihrer beider Karriere in der Armee gewesen und er war nicht unbedingt traurig darüber, dass sie am Tage der Kapitulation keine Uniform mehr getragen hatte. Seither waren sie gemeinsam durch die Welt gezogen.
"Auf jeden Fall sollten wir.... Heilige Jungfrau Maria, Mutter Gottes!!!" Grizz schaute verwundert zu ihm herüber. Henry's Augen waren groß geworden und er hatte sich mit einer Hand den Hut vom Kopf gezogen, Sein Blick ging in die Ferne und als Grizz diesem folgte, verdrehte er die Augen. Dort hinten sah er Lynn, mit ihrem typischen, schwingenden Gang und dem schnippischen Augenaufschlag. Kein Wunder hatte sie Henry aus dem Konzept gebracht.
"Sie sieht von Mal zu Mal hübscher aus! Verfluchtes Weibsstück!" entfuhr es diesem.

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (10.03.2019 14:50)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Auch Grizz sah Lynn hinterher und beobachtete die schwingenden Hüften mit Freude. Kurz darauf schüttelte er den Kopf. ''Die Hübschen verlieben sich immer in dich und ich muss mich dann mit dem Rest begnügen...und der Spruch, dass bei mir alles lang ist, auch das, was man nicht sieht, zieht auch nicht mehr wie früher'', meckerte Grizz und spuckte genervt auf den Boden. ''Der hat doch noch nie gezogen'', setzte Lucky hinzu und fing sich daraufhin einen bösen Blick von Grizz ein. ''Was ist denn heute mit dir los, Grizz? Du bist doch sonst nicht so angefressen...'', sagte dieser verwundert und gleichzeitig etwas genervt zu seinem Kumpel, woraufhin der Hüne schnaubte. ''Jaja, entschuldige Lucky...die Sonne schlägt mir auf's Gemüt und du weißt, dass so rumsitzen mir nicht so liegt. Ich hol mir noch ein Bier'', grunzte er, stand auf und ging wieder in den Saloon, ehe er kurze Zeit später wieder herauskam. ''Achja, ich glaube, dass du meine Rechnung noch übernehmen müsstest. Ich bin mal wieder blank...'', sagte Grizz schelmisch grinsend und schlug sanft als Dankeschön auf die Schulter seines Kumpels.

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Henry schnaubte. "Ich hab dem Wirt gerade 25 Dollar gegeben für ein paar kümmerliche Gläser, den Zimmermann, der seine Tische richtet und den großen Spiegel, den der Trottel immer wieder aufhängt. Das reicht auch noch für ein paar Biere!"
Ein Mann hatte sich den beiden genähert, zögerlich und offensichtlich unsicher, ob er erwünscht war oder ob nicht. Der Blick seiner Augen traf den ihren nicht, als er vorsichtig aufsah, und auch sonst schien er ein eher nervöser Zeitgenosse zu sein.
"Sie, äh, sie sind der, den sie Lucky Henry nennen, oder?" fragte er.
Henry lachte laut auf und schlug Grizz auf den Rücken. "Na siehst du. Man kennt mich doch noch hier!" Er sah den Mann an. Er war etwas jünger als er selbst und sah aus, als habe er noch nicht unbedingt viel erlebt. "Der bin ich, Kleiner. Und der Große hier ist mein Freund Paul. Womit können wir dir helfen?"
"Naja...." Beeindruckt starrte der junge Mann Grizz' Muskelstränge an. "Ich... ich habe gehört, Sie haben Arbeit."
"Das ist richtig."
"Nun, ich... ich suche Arbeit."
"Soso. Was kannst du denn?"
Ein wenig hilflos zuckte der Kerl mit den Schultern. "Ich... ich kann ganz gut kämpfen."
Grizz lachte laut los, und Henry, der sofort bemerkt hatte, dass dies kein Material für seine Sache sein würde, grinste ebenfalls.
"Ohhhhh, das ist gut. Kämpfer können wir immer gebrauchen, nicht wahr, Grizz?"
Grizz nickte und ließ die Gelenke seiner Finger knacken. "Dann zeig mal, was du kannst."
Auffordernd nickte Henry den Mann zu Grizz hinüber. Noch nie hatte er erlebt, dass ein Gesicht so schnell so blass werden konnte. Grizz dagegen zog schonmal sein Hemd aus.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Endlich mal ein bisschen Action! Dachte sich Grizz und hatte das Hemd schneller ausgezogen, als ein Indianer ''How'' sagen konnte. Darunter waren Arme so dick wie Äste und ein Oberkörper so breit wie ein ganzer Redwood-Stamm. Grizz war es dennoch beinahe peinlich, sich dieser halben Portion überhaupt entgegenzustellen, denn er war natürlich kein Gegner für ihn. ''Komm Junge, ich geb dir den ersten Schlag frei. Hau so fest auf mein Kinn, wie du kannst'', sagte er eifrig und zeigte mit seinem Finger auf das Kinn, dass er extra und wie eine Zielscheibe, in Richtung des Anwärters hielt. Der junge Mann wog wohl einen Moment ab, ob es eine Falle war, oder nicht, holte dann aber doch aus und schlug mit der Faust so fest auf Grizz' Kinn, dass er sich dabei vermutlich die Hand verstauchte und vor Schmerz aufschrie, während es sich für den Hünen eher wie streicheln anfühlte. Grizz jedoch fiel theatralisch und mit einem lauten ''Ahhhh'' auf den Boden und spielte bewusstlos.

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LuckyHenry

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Das belustigte Funkeln in Henry's Augen entging dem Jungen wohl, als dieser ihn sofort anblaffte: "Ey! Du solltest mit ihm kämpfen, und nicht ihn k.o. schlagen! Wer soll denn jetzt meinen Rücken decken und...." Ein Gedanke kam ihm und eilig schob er den Kerl in Richtung Saloon. "Schnell, hol ihm ein frisches Bier, damit er sich nicht so aufregt, wenn er wieder aufwacht."
Mit eifrigem Blick nickte der junge Mann und lief los.
"Und bring mir auch eins mit!" rief Henry ihm hinterher, ehe er sich herumdrehte und mit seiner Stiefelspitze Grizz in die Rippen stupste.
"Steh wieder auf. Da unten ist es so staubig."
Grizz grinste und öffnete erst eines, dann das andere Auge, und als er sah, dass der Junge fort war, rappelte er sich auf.
"Wie war es? War ich überzeugend?"
"Und wie! Der Kleine holt Bier. Schneid hat er ja. Was denkst du? Stellen wir ihn ein?"

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Lucky Henry
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DerDunkelgraue

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Auch wenn es keine richtige Schlägerei war, so hatte es Grizz dennoch Spaß gemacht. Paul zog sich eilig sein Hemd wieder an. ''Mut reicht aber nicht aus. So wie der ist, fängt er sich gleich eine Kugel oder schlimmeres ein'', entgegnete Grizz nicht gerade überzeugt. ''Und sein Schlag war...wie von einem Weib...solche ''Männer'' gibt's doch nur im Märchen, dachte ich'', fügte er hinzu. Dann kam der Junge mit zwei Gläsern Bier aus dem Saloon. ''Bitte sehr, Sir'', sagte er und reichte den beiden den Alkohol. Er war sich sichtlich unsicher, ob er wirklich wie David ein Wunder verbrachte, oder ob das alles nur ein faules Spiel war. ''Das ist nett von dir, Junge'', bedankte sich Grizz. Mit einer Pranke nahm er einen großen Schluck und mit der anderen Klopfte er dem Anwärter auf die Schulter. ''Immerhin das kannst du gut Bier holen. Frag doch mal, ob der Wirt einen Job für dich hat. Frauen wie dich suchen die doch immer in solchen Läden!''

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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Oddy-O' sammelte sein Paket ein und wollte sich gerade von Gideon Pimple verabschieden, da taumelte ein blutender Geselle in die Apotheke. Die beiden älteren Herren musterten ihn interessiert: „Was meinst du, Gideon? Hat er erst eins auf Maul und dann auf die Nase bekommen oder war’s doch eher umgekehrt?“
Pimple kratzte sich am Hinterkopf und meinte: „Hm, ich glaub zu allererst hat sein Hirn ausgesetzt, sonst hätte er sich nicht in so ne Schlägerei hineinziehen lassen!“
Oddy-O' nickte zustimmend: „Wohl wahr! Was ist denn los gewesen im Saloon?“
Der Neuankömmling nuschelte: „Wa diefa Feund von Lucky 'Enwy! Diefa Bär, der Grofe!“ Pimple reichte dem Verletzten ein Tuch und einen Spucknapf: „Raus mit den Zahnresten. Gibt Darmverschlingungen, wenn du die alle runterschluckst. Was Lucky Henry ist tatsächlich in der Stadt?“ Der andere nickte und mit einem Klong-Klong-Klong spuckte er mehrere Zähne aus.
„Na, was der wohl hier möchte? Man hört ja so allerlei über ihn und seinen bärigen Freund!“, meinte Oddy-O'.
„Fucht Leute fü nen Job!“, zischelte der Verletzte.
„Na, is ja n prima Vorgehen, die zukünftigen Angestellten erstmal zu vermöbeln!“, meinte der alte Ire. „Gideon, mach’s gut, ich werd‘ mal nen Blick in den Saloon werfen, das interessiert mich!“
„Geh da jetscht nicht hin. Lucky hat allen Hauschverbot ewteilt!“, schüttelte der Zischler mit dem Kopf.
„Soweit kommt’s noch, das wer dem alten Othello Hausverbot in seinem Haussaloon erteilt, Jungchen!“, sprachs, setzte seinen Hut auf und verschwand mit einem Winken aus der Apotheke.

Eigentlich hatte er ja seiner Kleinen, einen Besuch abstatten wollen. Doch jetzt war die Neugier größer. Die kleine Luna konnt er später noch besuchen… Direkt vor dem Saloon erspähte er schon zwei wirklich große Kerle, die dort im Gespräch versunken schienen.
„Joijoijoi, ihr zwei werft aber mächtig lange Schatten in den Staub!“ begrüßte er sie grinsend. „Man hört, Ihr vermöbelt zukünftige Angestellte! Insofern werde ich mich mal nicht um einen Job bei euch bemühen. Aber Ihr könnt mir bestimmt sagen, ob der Wirt wieder Bier zapft oder ist er noch am zusammenfegen?“

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Das soll eine Explosion gewesen sein?
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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Ein wenig genervt ob der Störung drehte Henry sich herum und beäugte den alten Mann, den er vor sich stehen sah, skeptisch. Er deutete auf sein Bier und antwortete schließlich nicht unfreundlich, aber auch nicht gerade herzlich: "Schmeckt wie Pferdepisse, aber der Wirt nennt es Bier. Wenn du also etwas trinken willst, Pops, lass dich von uns nicht abhalten."
Er wendete sich wieder dem Jungen zu, der immernoch nervös dastand und nicht ganz verstanden hatte, was Grizz ihm so sanft beizubringen versuchte.
"Mr. Lucky, äh, Mr. Henry,.... Thormpson, oder, wie auch immer... Habe ich den Job nun?"
Lucky lachte laut auf und schlug dem Jungen auf die Schulter. "Nein, Junge. Hast du natürlich nicht. Ich suche Männer und keine Weiber! Geht mit dem alten Mann hier und lerne erst einmal, den Menschen in die Augen zu schauen, mit denen du redest. Und wenn du dir ein wenig Rückgrat angeeignet hast, dann komme wieder."

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Lucky Henry
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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

„Komm, Jungchen, du kannst mir mal mein Paket tragen. Dieser ganze Sprengstoff, den der gute Pimple mir gerade gegeben hat, ist auf die Dauer schwer!“ Oddy-O‘ zwinkerte dem großen Duo schelmisch zu, als der Junge in der Tat etwas in die Knie ging, bei einem Gewicht, dass Oddy gerade mal unter einem Arm transportiert hatte.

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LuckyHenry

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Henry ließ es sich nicht anmerken, aber als er das Wort Sprengstoff vernahm, horchte er auf. Den Blick zum Glück immernoch auf Grizz gerichtet, wartete er, bis der Alte und der Junge den Saloon betreten hatten, ehe er sich seine Aufregung anmerken ließ.
"Hast du das gehört, Kumpel?"
"Sprengstoff!"
"Er wird einer von diesen Goldsuchern sein. Und er hat Sprengstoff."
"Und kann offenbar an mehr davon herankommen. Wer ist Pimple?"
Henry zuckte mit den Schultern. "Keine Ahnung. War lange nicht hier." Er legte Grizz einen Arm über die Schulter, was bei dessen Größe nicht ganz einfach war, und steuerte den schon etwas angetrunkenen Hünen in Richtung Schwingtür. "Aber eines weiß ich, mein Freund!" Er deutete mit der freien Hand auf den staubigen Kerl, der gerade auf einen der Barhocker kletterte. "Der da wird unser erster Mitarbeiter! Ob er will oder nicht!"
Gemeinsam betraten sie den Saloon und setzten sich ebenfalls an die Bar. "Hey, ich gebe eine Runde für alle!" verkündete Henry. Es war nicht teuer, denn ausser des Sprengmeisters und des Jungen hatte sich noch niemand zurück in den Saloon getraut. Der Wirt schaute wenig begeistert, dass sie schon wieder da waren, aber schenkte jedem von ihnen einen Whisky aus. Der Junge, eifrig sich zu beweisen, kippte seinen direkt im Ganzen herunter, ebenso wie Grizz. Während Grizz allerdings nur wohlig lächelte, hustete und keuchte der Junge los, sodass der Wirt ihm schließlich ein Glas Wasser hinstellte.
Henry nahm sein Whiskyglas und prostete dem Alten zu, ehe er vorsichtig daran nippte und gleichzeitig das Päckchen beäugte, das neben dem Jungen lag.
"Sie sind Goldsucher, nehme ich an." begann er. "Und Ihrer Erscheinung nach zu urteilen ein glückloser."
Die Proteste, die kamen, erstickte Henry, indem er einfach weitersprach, und zwar so selbstsicher, als wäre alles bereits seit Wochen geklärt: "Nun, die glücklosen Tage sind vorüber, mein Alter. Ab heute arbeiten Sie für Lucky Henry!"

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (10.03.2019 17:05)

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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

„So, tu ich das?“ Oddy-O‘ nippte genüsslich an seinem Whiskey. Er würde nie verstehen, warum Leute das leckere Gebräu immer mit einem Mal wegkippten, als ob sie es vernichten müssten. Genießen musste man es!
„Was genau tu ich denn, Jungchen?“, auch er beäugte sein Gegenüber genau, während er einmal tolerant über das „glücklos“ hinwegging. Die Neugier war größer.

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LuckyHenry

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

"Jungchen....!?" Lucky verzog das Gesicht, aber immerhin wollte er ja etwas von diesem Mann, also sah er dieses eine Mal darüber hinweg. Er drehte kurz den Kopf und über die Schulter hinweg befahl er dem Jungen von vorhin: "Verschwinde Kleiner, hier reden die Männer!"
Der arme Kerl kramte eilig sein Zeug zusammen und verließ den Saloon so schnell es ging, wobei das schadenfrohe "BUH" von Grizz dazu führte, dass er beinahe noch über seine eigenen Füße stolperte.
Henry setzte sich neben den alten Mann.
"Ist das wirklich Sprengstoff da in dem Päckchen?" fragte er, ohne dessen Frage zu beantworten. "Können Sie damit umgehen?"

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Lucky Henry
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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Oddy-O‘ lehnte sich bequem an die Bar, schob den Hut in den Nacken und betrachtete Lucky Henry noch etwas genauer. Ah, Sprengstoff-Interesse. Das versprach interessant zu werden. „Sprengen kann ich wie kein Zweiter. Was glaubt Ihr, wo der ganze Staub auf mir herkommt? Hab’s noch daheim in Irland gelernt.“ Ein weiterer Schluck Whiskey vertrieb zumindest den Staub in seiner Kehle. „Aber da muss man genau wissen, was man tut, sonst wird man nicht alt. Und alt bin ich geworden, hihi!“

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Henry nickte. Das machte durchaus Sinn.
"Ja, sehen Sie, alter Mann, deshalb werden Sie für mich arbeiten. Ich habe nur zwei Schwächen: das eine sind die Mädchen, und das andere... nun, ich hänge an meinem Leben."
"Weiß der Teufel, warum!" grinste Grizz, der sich in das Gespräch einmischte.
Henry grinste verschwörerisch und fuhr fort: "Deshalb brauche ich einen wie Sie. Einen, der diese gefährlichen Dinge für mich übernimmt." Er wies auf seinen Kumpel. "Natürlich könnte ich immer Grizz vorschicken, der überlebt einfach alles, aber er ist danach immer wochenlang mies gelaunt, also... wie wäre es, Alter? Ich zahle gut und wenn Sie wirklich so gut sind, wie Sie sagen, gibt es am Ende vielleicht einen kleinen Bonus."
Er winkte dem Bartender, während er dem Alten Zeit ließ, sein Angebot zu überdenken.
"Noch einen für meinen Freund, ähhhh...!?"

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (10.03.2019 17:48)

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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

„Lass mal gut sein, Junge! Ein Whiskey ist gut für Leib und Seele. Bei zweien bin ich mir da bei meiner Seele nicht mehr so sicher, hihi!“, der Alte schob den Whiskey an Grizz weiter. „Hier, Junge, ist bei dir besser aufgehoben!“
Dann wandte er sich wieder an Lucky. „Was soll denn in die Luft gehen?“

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DerDunkelgraue

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Grizz' Stimmung drehte sich beinahe um 180 Grad, als der alte Knacker erwähnte, er hätte etwas mit Sprengstoff zu tun. Endlich mal kein Taugenichts in dieser Stadt voller Nichtsnutze, dachte er sich und eilte darum auch sofort Lucky hinterher, als dieser in die Bar ging. Es war seltsam, dass sie auf einmal die waren, die sich um jemanden bemühten, anstatt umgekehrt. Der Hüne hielt sich anfangs eher zurück, denn er wusste, dass es Lucky war, der die Goldzunge von ihnen hatte. Er würde da vermutlich nur im Weg stehen und ausserdem war der Alkohol wirklich gut. Und umsonst...besser konnte es nicht laufen. ''Viel wichtiger ist doch, was für dich dabei rausspringt, oder...wie war der Name noch gleich?'', fragte Grizz neugierig, stellte die beiden noch einmal vor und reichte dem alten Mann seine Pranke von Hand. ''Ich bin übrigens Paul, oder auch Grizz genannt, und das ist mein Partner Henry, Lucky genannt'', fügte er freundlich hinzu.

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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Der Alte sprang mit einem Satz vom Barhocker, lupfte den Hut kurz und schlug in Grizz‘ doppelt so große Hand ein: „Verzeiht, Jungs, meine Manieren! Maggie wäre entsetzt. Ich bin Othello O‘Sullivan. Aber alle nennen mich hier in der Gegend Oddy-O‘!“
Darauf schnappte er sich auch Lucky Henrys Hand und schüttelte sie wie einen Pumpenschwengel. „Sehr erfreut!“

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LuckyHenry

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

"Ja, uff, meinerseits." bestätigte Henry, während er sich die Schulter mit der Linken rieb. Dann wurde er aber schnell wieder ernst.
"Also, wir reden natürlich hier nicht über den Auftrag. Ich weiß nicht, ob du schon von uns gehört hast, aber... es ist nichts, was man an die große Glocke hängt, wenn du verstehst. Wer zu viel fragt, bekommt vielleicht unschöne Antworten."
Er konnte sehen, wie sich zwischen Oddy's Augenbrauen eine Furche zeichnete und fügte hinzu: "Aber keine Angst. Es ist nichts Schlimmes. Nicht wirklich. Wir... berichtigen nur ein Unrecht."
Aufmunternd zwinkerte er Oddy zu und setzte dann seine harmloseste Miene auf. Man konnte meinen, dieser Kerl habe noch keiner Fliege etwas zuleide getan, wie er da saß und an seinem Whisky nippte.
"Grizz hier kann Gewalt nicht leiden. Es wird ein sauberer Job. Keine Schweinerei, keine Falltüren. Soviel ist sicher."

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DerDunkelgraue

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

''Vollkommen richtig'', nickte Grizz zustimmend, auch wenn es gelogen war. ''Ich bin ein friedliebender Mensch. Kann keiner Fliege was zuleide tun...gut, ausser die Schlägerei vorhin im Saloon, aber das ist ja was...'', der Hüne unterbrach sofort, als er den bösen Blick von Lucky sah, der ihm zu verstehen geben sollte, dass er lieber den Mund halten sollte. ''Naja, Selbstverteidigung und so. Wenn ich angegriffen werde, muss ich mich ja auch verteidigen...''

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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

„Hm!“ Oddy-O‘ rieb sich nachdenklich über den strubbeligen Backenbart. „Man hört so allerlei. Manches gut, manches weniger...“ Ein weiterer Schluck Whiskey half ihm beim Nachdenken. „Wann soll es denn losgehen? Und wie lange wird‘s etwa dauern? Muss ja wissen, wer nach meinen paar Rindern schaut.“

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LuckyHenry

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Henry horchte auf. Rinder? Hatte der alte Mann etwa auch noch eine Familie zu versorgen? Das könnte ihnen einen Strich durch die Rechnung machen, denn diejenigen, die andere Verpflichtungen hatten, neigten dazu, die Nerven zu verlieren, wenn es hart auf hart kam.
"Das ganze startet in knapp 2 Wochen, wenn wir bis dahin ein vernünftiges Team zusammen haben. Aber ich muss mich auf jeden, der mitmacht, voll und ganz verlassen können, und deshalb sollten alle bereit sein, schon vorher mit mir zu reiten. Was..." Eine genau getimte Pause folgte. "Was wird denn deine liebe Frau dazu sagen, wenn du eine Weile fort musst?"

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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Oddy-O‘ grinste breit über alle Wangen. „Nun, ich muss es natürlich noch mit ihr besprechen, aber ich weiß, wie es ausgehen wird. Sie wird mitkommen wollen, klarer Fall!“ Entschuldigend breitete er die Arme aus und zuckte mit den Schultern. „Kann man nix machen!“

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LuckyHenry

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Entgeistert schaute Henry Grizz an, der ganz langsam den Kopf schüttelte. Henry seufzte bedauernd. Schade, Oddy hätte er wirklich gut gebrauchen können.
"Tut mir leid, Oddy, aber daraus wird nichts. Wir können keine Weiber gebrauchen bei diesem Job. Und schon gar keine Ehefrauen! Du wirst sie hier bei deinen Rindern lassen müssen. Das verstehst du doch sicher!? Es ist immerhin Männerarbeit und wir möchten nicht, dass ihr etwas passiert, falls... sich ein Unfall ereignet."
Henry hoffte, dass das reichen würde, den Alten zu überzeugen, aber so ganz sicher war er schon nicht mehr, ob Oddy eine gute Wahl wäre. Eine Ehefrau, Vieh... der Alte war viel zu verwurzelt, als dass er große Risiken eingehen würde, selbst wenn seine Fähigkeiten ihn eigentlich unentbehrlich machten.

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DerDunkelgraue

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Grizz schüttelte den Kopf und nickte dann vielsagend zu Lucky hinüber. Natürlich. Es musste einen Haken haben. Alles hatte immer einen verdammten Haken! Er klopfte sanft auf die Schulter des alten Mannes, während Henry das aussprach, was ihm auch auf der Zunge gelegen hatte. ''Lucky hat Recht! Diese Unternehmung ist bestimmt nichts für schwache Nerven. Wir können keine ganzen Familienbanden mitnehmen. Als nächstes sollen wir noch irgendwelche Bälger mitnehmen. Sie wird wohl eine Weile ohne dich auskommen müssen, Oddy, genauso wie deine Rinder'', setzte Grizz in gleicher Manier hinzu, ohne auch nur zu ahnen, wovon der Alte wirklich sprach, ebenso wie sein sonst so spitzfindiger Partner.

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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Oddy-O‘ hatte gerade Spaß. Oh, wie würde er sie austricksen: „Nun, ohne meine Maggie läuft hier nichts!“ Mit überkreuzten Armen lehnte er sich wieder gegen die Theke und schüttelte bedauernd den Kopf. Dabei zwinkerte er aus den Augenwinkeln dem Wirt zu, der Maggie natürlich kannte und mühsam ein Grinsen unterdrückte: „Nun, die Herren, wenn ich das mal einwerfen darf. Unser Oddy hier und seine Maggie sind ein unschlagbares Team. Oddy ohne Maggie ist nur halb so gut! Das möchtet Ihr ganz sicher nicht erleben!“
Oddy-O‘ nickte nachdrücklich. „Und wenn ihr sehr anständig und freundlich seid, stelle ich sie euch auch gleich vor!“

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LuckyHenry

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Henry seufzte erneut. Es wäre zu schön gewesen nach diesem erfolglosen Vormittag. Dabei traf sein Blick den von Grizz, der deutlich dessen Gedanken preisgab: Sie wollten diesen Mann dabei haben! Wann traf man schonmal in einer gottverlassenen Stadt wie dieser auf einen Sprengmeister? Und besonders für den Zug war Sprengstoff das erste Mittel ihrer Wahl!!!
"Entschuldigt uns kurz. Wir... müssen uns besprechen!" sagte er höflich und zog den Hünen dann mit sich hinüber zum Piano, das an der rückwärtigen Wand des Saloons stand.
"Was denkst du?" fragte er flüsternd. "Es wäre schon gut, den Alten dabei zu haben. Aber ein ebenso altes Waschweib? Wozu soll die schon nützlich sein?"

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DerDunkelgraue

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

''So wie er das sagt, muss sie ja wohl was ganz besonderes sein, wenn er nicht ohne sie auskommt. Aber ich sehe das genauso wie du, was zum Teufel soll diese olle Tante schon gut sein, ausser vielleicht unsere Wäsche zu waschen???'', antwortete der Hüne ein wenig angesäuert. ''Auf der anderen Seite wäre das schon schön, wenn wir mal gewaschene Klamotten und gutes Essen hätten, wenn wir unterwegs sind...vielleicht kann sie wenigstens das'', fügte er sichtlich abwiegend hinzu. Beide nickten sich daraufhin einstimmig an und gingen wieder zu Oddy um ihm von ihrer Entscheidung zu berichten.

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LuckyHenry

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

"Also, alter Mann. Wir hätten dich wirklich gern dabei. Wenn du so gut bist, wie du sagst, und wenn du dich als loyal erweist, dann darf deine Frau auch mitkommen."
Henry sah, wie ein Leuchten in die Augen des Mannes trat und hob beschwichtigend die Hände.
"Aaaaber nur unter einer Voraussetzung: Während wir gemeinsam unterwegs sind, kocht sie für die Truppe, sie räumt das Lager auf, wenn wir unterwegs sind, und sie kümmert sich um die Wäsche."
Es würde wirklich nett sein, wenn mal jemand anders diese Dinge übernahm. Der Kaffee, den Grizz kochte, war zum Fußnägel aufrollen und sein Lieblingshemd hatte einen Riss, den bisher noch niemand genäht hatte.
Fragend sah er Oddy an. Vielleicht wurde doch noch etwas aus ihrer Zusammenarbeit.

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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Oddy-O‘ hatte der Aufzählung geduldig gelauscht. Dann nahm der den Hut ab und kratzte sich nachdenklich im schütteren Haupthaar: „Ojojoj, da haben wir jetzt aber ein Problem. Maggie ist nicht wie ihr denkt! Das kann ich ihr wirklich nicht zumuten!“

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DerDunkelgraue

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

''Ich wusste es!'', maulte Grizz laut. Jetzt brach es wirklich aus ihm heraus. Ja, er wollte den Alten dabei haben, aber um jeden Preis? Jetzt ging es wirklich zu weit. ''Was zum Henker sollen wir mit einer nichtsnutzigen Frau, die nicht mal kochen und waschen kann????'' Jetzt war den Hünen wirklich die Hutschnur geplatzt. Er packte daraufhin den nächsten Stuhl und warf ihn mit voller Wucht aus dem Saloon raus. ''DANN EBEN OHNE UNSEREN SPRENGSTOFF-OPA!''

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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

„Sprengstoff-Opa! SPRENGSTOFF-OPA!“ Oddy-O‘ baute seine ca. 5‘7‘‘ Körpergröße vor Grizz auf. „Jungchen, nicht in diesem Ton! Ich war schon Sprengmeister, da hast du deiner Ma, höchstens ne Explosion in der Windel geliefert!“

Mit einem Griff in seine Brusttasche zauberte er die Miniatur Maggies hervor und hielt sie dem Bär vor die Nase: „Und sag nicht, dass diese wundervolle Frau ein Nichtsnutz wäre!“

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

So langsam wurde auch Henry ärgerlich. Nun war er dem Mann doch schon so weit entgegen gekommen, wie es nur ging, und der stellte trotzdem noch Forderungen!? Henry war ein geduldiger Mensch, aber irgendwann war auch bei ihm Schluss!
Aber jetzt musste er erst einmal Grizz davon abhalten, noch mehr Mobilar zu Kleinholz zu verarbeiten. Der Bartender machte bereits wimmernde Geräusche. Vorsichtig legte er dem Bären eine Hand auf die Schulter. "Komm Großer, lass gut sein. Es wäre zu schön gewesen!"
Dann wendete er sich zurück an Oddy, packte ihn am Kragen und sagte, gar nicht mehr so freundlich wie noch zuvor: "Und du, alter Mann, verziehst dich. Wer für mich arbeitet, spielt nach meinen Regeln, und nicht nach seinen eigenen!"
Er warf einen kurzen Blick auf das Bild und erkannte eine hübsche Lady mit rotem Haar und einer Figur um sich hinzuknien. Ihre Augen srahlten und Henry hatte Mühe, den Blick abzuwenden. Die war ganz und gar kein Hausmütterchen, das musste er zugeben. Aber ganz sicher war sie auch niemand, der mit einer Bande von Kerlen unterwegs sein sollte. Jedenfalls nicht, wenn Oddy der einzige war, der sie ansehen durfte!
"Und mit vewöhnten Madames können wir nichts anfangen!" fügte Henry daher mürrisch hinzu und schubste Oddy unsanft in Richtung Ausgang.

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Geändert durch LuckyHenry (10.03.2019 20:25)

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DerDunkelgraue

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

''Wie bitte soll ich sie denn sonst nennen, wenn sie nicht mal irgendwas nützliches für unsere Truppe leisten kann, aber gleichzeitig auch noch mitkommen soll??? Wir müssen dann auf deine Frau aufpassen und gleichzeitig faulenzt sie im Camp? Ich bin ja nicht der hellste, aber das ist doch kein vernünftiger Deal! Das erkenne ja sogar ich!'' Grizz redete sich immer mehr in Rage und war schon gewillt den nächsten Stuhl zu packen. Sein Herz schlug wie verrückt, als wolle es gleich aus seiner Brust rausbrechen. Seine Adern waren am ganzen Körper hervorgetreten. ''Tief durchatmen Grizz, tief durchatmen. Langsam und lange Atemzüge, wie es der alte Apotheker gesagt hat'', sagte er zu sich selbst und setzte sich daraufhin erstmal schmollend an die Bar. ''WO BLEIBT MEIN BIER???''

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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Oddy-O‘ schüttelte Henrys Hand von seinem Kragen und wandte sich kurz an Grizz: „Na, auf Maggie kann ich sehr gut selbst aufpassen!“ Dann wandte er sich dem Bild zu und strich liebevoll über Maggies Wangen: „So ungehobelte Kerle, ich hätte dich gar nicht in ihre Gesellschaft bringen dürfen. Ist einfach kein Umgang für dich, Mo ghrá! Komm, wir reiten nach Hause!“ Damit schnappte er sich sein Paket von der Theke und warf den Beiden im Weggehen einen anklagenden Blick zu.

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Verwirrt sah Henry Oddy hinterher, dann zu Grizz hinüber, der sich mühsam wieder abgeregt hatte.
Schließlich vernahm er ein auffälliges Räuspern von hinter der Theke. Immernoch ratlos, was gerade geschehen war, wendete er sich dem Wirt zu und fragte ziemlich angesäuert: "WAS!???"
Der Wirt nickte Oddy hinterher und machte mit dem Zeigefinger eine kreisende Bewegung neben seinem rechten Ohr.
"Oddy... er ist nicht ganz normal."
"Was du nicht sagst!" schnaubte der. "Wieso redet er mit diesem....."
Und dann sah er Grizz an, sah, wie Grizz zurückstarrte und konnte den exakten Moment erkennen, in dem sie beide verstanden, dass Maggie offenbar bloß in diesem Bild exisiterte und nicht echt war - oder, zumindest nicht mehr. Und das wiederum hieß, dass Oddy frei war für ihre Sache!
Die Augen wurden groß, die Münder standen offen und mit einem Ruck liefen sie beide dem alten Mann hinterher und, sich rechts und links von ihm aufbauend, nahm jeder einen Arm und beinahe liebevoll führten sie ihn zurück in den Saloon hinein.
"Oddy.... Oddy, Oddy, Oddy.... das war doch bloß ein Spaß. Unter Freunden. Verstehst du? Selbstverständlich nehmen wir Maggie mit! Gar keine Frage!" versicherte Henry in einer Art Singsang-Stimme. "Nicht war, Grizz?"
Auffordernd sah er seinen Kumpel an.

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (10.03.2019 20:49)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Grizz wusste gar nicht, was er sagen sollte. Es passierte nicht oft, aber ihm hatte es tatsächlich die Sprache verschlagen. Er nickte nur voll zustimmend und brauchte erstmal einen Moment, um seine Gedanken zu sortieren. ''Klaro, sie darf gerne mitkommen. Alles nur ein blöder Scherz...ich war total überzeugend mit meinem Wutausbruch, nicht wahr? Das Schauspieltalent habe ich von meinem Vater, Gott möge ihn selig haben, geerbt'', log er und sah dabei weiter nickend in Luckys Richtung. Hoffentlich hatten sie diesen irren Iren jetzt überzeugt. Das lag jetzt wohl alles auf Messers Schneide. Grizz konnte es immer noch nicht fassen, und je mehr er drüber nachdachte, war er sich nicht sicher, ob sie mit diesen Sprengstoff-Opa wirklich sicher waren. Er hoffte, dass die nächsten Anwärter etwas normaler waren. Da oben, um Kopf.

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Oddy

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Oddy-O‘ schaute kurz auf und musterte die beiden abwechselnd. So ganz sicher war er sich nicht, ob sie der richtige Umgang für seine Liebste waren. „Also, wenn Ihr euch anständig bei Maggie entschuldigt, will ich‘s euch mal glauben!“

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Lucky und Grizz warfen sich einen vielsagenden Blick zu. Beide wollten sich nicht vor einem verdammten Bild entschuldigen...wie sah das denn aus? Grizz hob daraufhin den Zeigefinger in Richtung Oddy ''Entschuldige uns einen Moment, Oddy'', sagte er mit einem aufgesetzten Grinsen und zog Henry in einer Ecke, in der sie sich unterhalten konnten. ''Also, wie du ja auch weißt, habe ich kein Problem damit zu lügen, erst Recht nicht gegenüber diesem Opa da, der anscheinend seinen Verstand auch weggeblasen hat, aber zum Geier nochmal ich entschuldige mich doch nicht bei einem verdammten Bild! Wir machen uns doch hier zum Affen, Lucky!'', grunzte der Hüne und hatte alle Mühe seine Stimme im Zaun zu halten. ''Was schlägst du vor? Kriechen wir jetzt zu ihm zurück wie ein paar armselige Landstreicher oder geben wir ihm doch einen Arschtritt aus der Tür? Denn langsam nervt mich der Alte ganz gewaltig und ich weiß nicht, ob ich das die ganze Zeit durchhalte. Sprengstoff hin oder her'', fügte er hinzu. Grizz war eigentlich ein umgänglicher Mensch, aber Oddy hatte wahrlich ein Nerv bei ihm getroffen.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Abe warf Molly zum Abschied eine Kusshand zu, dann verließ er mit Josiah das Etablissement. „Mach dir darüber keine Gedanken. So wie die anderen aussahen, hat sich dieser Lucky ausgetobt. Bin mal gespannt was er so erzählt.“ Gemeinsam gingen die Männer Richtung Saloon.

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


Gründungsmitglied des Clubs der "langhaarige, bärtige Männer-Bevorzugerinnen"
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LuckyHenry

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Auch Henry hatte sich auf die Lippe beißen müssen, um Oddy nicht direkt wieder hinaus zu befördern. Andererseits... Sprengstoff war schwer zu bekommen, und jemand, der sich damit auskannte, noch viel schwerer.
"Denkst du, ich reiße mich darum, wie ein Trottel dazustehen?" fuhr er Grizz etwas zu laut an, ehe er seine Stimme wieder senkte. "Wenn wir es aber nicht tun, dann sehen wir den Alten nie wieder, und du weißt, wer dann die schweren Sprengstoffkisten wieder aus den Vorratsbunkern der Armee heraus schleppen muss!"
Grizz verzog das Gesicht. Beim letzten Mal hatte genau das ihn beinahe sein Leben und Henry die Freiheit gekostet.
"Wir brauchen ihn. So anstrengend es auch werden mag."
Einen Moment länger noch sah Henry seinen Freund an, ehe er resignierend nickte.
"Na gut. Dann mach ich das für uns beide." Er erhob einen drohenden Finger. "Aber ich schwöre dir, mein Freund, wenn auch nur ein Wort davon an irgendeines Menschen Ohr dringt, den ich kenne, dann.....!!!"
Absichtlich ließ er den Satz offen, ehe er sich mit einer abgehackten Bewegung herumdrehte und zu Oddy zurück stakte.
Er richtete sich auf, sah erst Oddy, dann das Bild der jungen Frau - Maggie - an, und räusperte sich schließlich, ehe er so höflich, wie er nur konnte, zu reden begann: "Mrs. O'Sullivan, ich möchte Sie höflichst um Verzeihung bitten. Mein Partner und ich hatten wirklich nicht beabsichtigt, Sie mit unserem Verhalten oder unseren Worten zu kränken, und..." Henry sah grimmig zu Grizz hinüber, während er spürte, wie ihm eine peinliche Röte in die Wangen stieg. "...und wir fühlten uns geehrt, wenn sie uns diesen Fauxpas nachsehen und uns auf unsere Mission begleiten würden." Er wollte schon aufsehen, da fiel ihm noch etwas ein, und mit einer gequälten Miene setzte er ein respektvolles "Ma'am!" hinterher.
Angespannte Stille herrschte, als alle abwarteten, ob Oddy die Entschuldigung wohl für ausreichend empfinden würde. Den feixenden Wirt würde Henry später noch mit dem Tode bedrohen, sollte diese Geschichte in seinem Saloon die Runde machen, soviel war klar.

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (10.03.2019 21:25)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Grizz hatte schon immer großen Respekt für seinen Freund, aber in diesem Moment noch viel mehr, als sonst. Er hatte sich tatsächlich für ihn im übertragenen Sinne geopfert und das zum Wohle ihrer Mission und der Gemeinschaft. Grizz hatte keine Zweifel, dass Lucky der geborene Anführer dieser Unternehmung war und er hatte auch keine Probleme sich ihm unterzuordnen. Er klopfte ihm lobend auf die Schulter und wand sich Oddy zu. ''Willkommen in unserer Gang'', sagte er und reichte dann jedem ein Bier zum Anstoßen.

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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Oddy beobachtete Maggie genau. ja, es war in Ordnung für sie. „Danke, Henry! Dass hat ihr sehr viel bedeutet. Ihr seid zwei gute Jungs! Es wird uns eine Freude sein, mit euch zu reiten!“
Dann wandte er sich an den Wirt: „Und noch nen Kirschlikör für Maggie!“


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Geändert durch Oddy (10.03.2019 21:39)

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Als Josiah und Abe den Saloon betraten, war er bis auf drei Männer an der Bar völlig leergefegt. Einen davon erkannte Josiah als den alten O'Sullivan. Die anderen beiden kannte er nicht. Einer von ihnen durfte wohl der berüchtigte Lucky Henry sein. Wahrscheinlich der große mit dem buschigen Bart, obwohl der kleinere auch nicht gerade ungefährlich aussah. Sein Begleiter, vielleicht.
Offenbar hatte sich sonst noch niemand getraut, zurück in den Saloon zu kommen. Außer Oddy O' natürlich, aber bei dem brauchte man sie über nichts mehr wundern.
Die Daumen lässig in seinen Gürtel gesteckt schlenderte Josiah mit Abe zur Bar.
"Guten Tag die Herren", grüßte er höflich die beiden Fremden.
"Mr O'Sullivan. Mr. Dantelli." Er nickte Oddy und dem Bartender zu.
"Einen Whisky für mich und eine Tasse Kaffee für Abe, bitte." Josiah hätte schon noch Lust auf eine zweite Tasse Kaffee gehabt, doch die braune Plörre, die Dantelli zusammenbraute, war ungenießbar. Er wunderte sich immer wieder, wie Abe das Gebräu herunterbekam, andererseits blieb Abe auch nicht viel anderes übrig, wenn er im Saloon nicht auf dem Trockenen sitzen wollte.
Dantelli machte sich an die Arbeit und Josiah wandte sich wieder den Fremden zu.
"Mein Name ist Josiah Hobbs. Und das hier ist Mr. Thorne Abraham Haywood. Gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich bei einem von Ihnen beiden um Mr. Henry Thompson handelt, der in der Stadt nach Leuten für eine Unternehmung sucht?"
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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Langsam ließ Henry sein Bierglas sinken, aus dem er gerade getrunken hatte. Langsam genug, um nicht neugierig zu wirken, sondern so, als habe er die Situation vollkommen im Griff. Insgeheim machte er drei Kreuze, dass die beiden Männer nicht schon vorher in den Saloon gekommen waren. Niemand, der bei klarem Verstand war, würde für einen arbeiten, der sich bei einem verdammten Bild entschuldigte!
Still musterte er die Neuankömmlinge. Der eine, das fiel natürlich direkt ins Auge, war dunkelhäutig, noch recht jung und beinahe so groß wie Grizz, wenn auch nicht so muskulös. Es störte Henry ungemein, dass er nicht auf den Mann herab schauen konnte, denn genau das gab ihm meistens einen nicht zu verachtenden psychologischen Vorteil, wenn es um den ersten Eindruck ging. Ansonsten wirkte der Mann recht lässig, ganz und gar nicht so angespannt wie manche, die Henry heute schon kennengelernt hatte.
Der andere war etwas älter als Henry, und auch kleiner. Ein Weißer und der Kleidung nach ein Cowboy oder Rancharbeiter; auch dem Kuhgestank nach zu urteilen.
Langsam wurde die Stille unangenehm, aber in Ruhe betrachtete Henry, wie die beiden reagieren würden. Der eine begann, ein wenig ungeduldig hin und her zu schauen, der andere blieb vollkommen ruhig. Henry war beeindruckt, aber das zeigte er nicht.
"Ich bin Henry. Und ich suche nach Männern." bestätigte er schließlich mit einem Kopfnicken. "Ihr zwei habt Interesse?"

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I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (10.03.2019 22:19)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Als Grizz die beiden Neuankömmlinge sah, war er zuerst ein wenig verwundert, dann aber doch eher positiv überrascht. Die sahen wenigstens so aus, als könnten sie eine Waffe halten und vielleicht nützlich sein. Und der erste Eindruck zählte ja meist. Er musterte sie, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Das Reden überließ er sowieso meist Lucky. Der Weiße war nicht weiter erwähnenswert, ausser, dass er wie ein Kuhstall roch, aber zumindest aussah, als wäre er kein Nichtsnutz. Es war der Neger, der eher einen Eindruck machte. Und das nicht nur wegen seiner Hautfarbe. Allem Anschein nach hatte Grizz das seltene Vergnügen jemandem auf Augenhöhe zu begegnen, auch wenn er der Dunkelhaut in einem Kräftemessen zweifellos überlegen war, so dachte er zumindest. Aber konnte man dem trauen? Er sah fähig aus, ja. Aber mit diesen Leuten hatte Grizz bisher nichts zu tun gehabt, ausser, dass er hin und wieder mal einen auf einer Farm getroffen hatte. An sich nette Leute, aber man erzählte sich auch, sie würden unschuldige Kinder fressen und irgendwelche fremden Götter anbeten. Sein Gefühl sagte ihm, dem war nicht zu trauen, aber lag dies nun nur daran, dass er eine andere Hautfarbe hatte, oder war der wirklich ein zwielichtiger Charakter? Bei der bisherigen Auswahl durften sie wohl nicht wählerisch sein und schlimmer als der verrückte Sprengstoff-Opa würden sie wohl bestimmt nicht sein. Das hoffte er zumindest. ''Paul Johnson, oder auch Grizz genannt, angenehm'', stellte er sich schließlich vor, um nicht unhöflich zu sein.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Josiah war etwas überrascht, als der kleinere der beiden Männer sich als Lucky Henry zu erkennen gab, versuchte sich aber nichts anmerken zu lassen und nickte dem größeren Mann freundlich zu, als dieser sich als Grizz vorstellte, auch wenn der abschätzende Blick des Hünen ihm nicht entgangen war.
"Ich komme im Auftrag von Miss Luna", kam Josiah gleich zur Sache. Dieser Henry schien ihm kein Mensch zu sein, der langes Geschwafel schätzte. "Sie ist an Ihrer Sache interessiert und bietet ihre Unterstützung an. Sowohl finanziell als auch personell." Bei seinem letzten Wort deutete er mit einer vagen Geste auf sich selbst.
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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Ehe er es verhindern konnte, hatte Henry Grizz bereits einen alarmierten Blick zugeworfen. Er hoffte, dass es sonst niemand bemerkt hatte, und setzte ein kleines, wissendes Lächeln auf.
"Miss Luna, soso." Natürlich kannte er Luna. Jeder, der schon einmal in Santa Rosa gewesen war, kannte die Frau. Geschäftstüchtigkeit hatte sie quasi erfunden und mit ihrem scharfen Verstand und den Waffen, die die Natur ihr mitgegeben hatten, war sie den meisten Männern meilenweit voraus. Ganz davon zu schweigen, dass die Dienste ihrer Mädchen immer eine gute Handelsware waren. Wer zu Miss Luna ging, konnte sicher sein, dass er etwas Gutes für sein Geld bekam: saubere Laken und gewaschene Angestellte. Nicht so wie in den billigen Hurenhäusern, die Henry anderswo schon gesehen hatte.
Aber gerade, weil Luna eben auch nicht auf den Kopf gefallen war, knirschte Henry nun mit den Zähnen. Sie kannte ihn und er war einigermaßen sicher, dass sie noch immer nicht allzu gut auf ihn zu sprechen war.
"Warum denkt Miss Luna denn, dass ich ihre Hilfe bräuchte? Und was genau verlangt sie als Gegenleistung für ihre .... Unterstützung?" fragte er, noch immer mit diesem wissenden Lächeln im Gesicht.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Dantelli brachte Josiahs Glas und Abes Tasse. Josiah nahm einen Schluck von seinem Whisky, bevor er fortfuhr.
"Nun, Sie suchen nach fähigen Männern. Und Miss Luna hat größtes Vertrauen in meine Nütlichkeit." Er lächelte. "Und es ist ja allgemein bekannt, dass sie sich bei so etwas nicht irrt."
Er nahm noch einen Schluck, um das einen Augenblick sacken zu lassen.
"Was die Gegenleistung für Miss Lunas Unterstützung angeht, das kommt ganz darauf an, worum es bei dieser Unternehmung eigentlich geht."
Er sah Thompson fragend an, gespannt auf dessen Erklärung.
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

''Nützlichkeit? Kommt drauf an, für wen genau du nützlich bist, Josiah'', kommentierte Grizz und warf dem Mann einen abschätzenden Blick zu, ehe er sich wieder seinen Bier zuwandte. So einfach kaufte selbst er ihnen diese Story nicht ab. Das machte ihn nur noch misstrauischer. Dieser Typ wirkte zu glatt. Es schien alles zu einfach.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Der Vorteil wenn man mit Josiah unterwegs war, war der, dass man nicht für voll genommen wurde und für den Gegenüber damit unsichtbar war. Alles konzentrierte sich auf den Schwarzen und so konnte Abe die beiden im Auge behalten. Immerhin hatten Josiah und er schon öfters erfolgreich diese Nummer abgezogen. Und so entging Abe auch nicht der Blick, den Lucky Henry dem großen Typen namens Grizz zuwarf.

Interessant, dachte sich Abe. Hier scheint etwas vorgefallen zu sein. Er würde mit Josiah sprechen, ob er was darüber wusste.

Abe verfolgte das Gespräch gespannt weiter. Er hatte kein Interesse an dem Job, war aber neugierig wofür ein Mann wie Lucky denn fähige Leute brauchen würde. Abe trank gemählich seinen Kaffee oder besser gesagt sein Spülwasser.

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Henry's vorsichtiges Lächeln wurde zu einem breiten Grinsen und auch, wenn Grizz etwas voreilig geantwortet hatte, wusste Henry genau, woher der Wind wehte.
"Ahhhh, Miss Luna ist also ganz einfach neugierig." spottete er. "Sie hat gehört, dass wir in der Stadt sind und möchte nun wissen, warum." Gelassen nahm er einen weiteren Schluck Bier. "Nun, ich kann es ihr nicht verübeln. Immerhin ist sie bloß eine Frau, eine äußerst clevere, das gebe ich zu, aber immernoch eine Frau."
Mit Genugtuung beobachtete Henry, wie sich Josiah's Gesichtszüge ein wenig verdunkelten - und prompt musste er über dieses unbeabsichtigte, gedankliche Wortspiel lachen. Dennoch: die finanziellen Mittel, die Luna zur Verfügung standen, würden ihm tatsächlich ungemein helfen. Ebenso ihr Einfluss, und, das musste er bei dem Glück, das er bisher bei der Suche nach Männern hatte, ebenso einsehen: die beiden Kerle, die hier vor ihm standen, so sie denn ihm gegenüber ebenso loyal wären wie sie es offenbar für Luna waren.
Er nickte dem anderen zu, der bislang nichts gesagt hatte. "Was ist mit dir? Hast du keine Zunge im Mund oder hat es dir die Sprache verschlagen?" fragte er, ohne auf die Frage nach der Unternehmung genauer einzugehen. Zuerst musste er wissen, dass niemand ihn hier in einen Hinterhalt locken würde. In seinem Hinterkopf schwebte immernoch der Gedanke an den Colonel.

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Lucky Henry
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Abe gefiel es nicht, wie der Typ über Miss Luna sprach. Egal was die beiden für ein Problem miteinander hatten, so sprach man nicht über sie. An Josiahs Körperspannung konnte Abe sehen, dass es ihm genauso ging.

Als Lucky ihn direkt ansprach, musste Abe improvisieren. Immerhin konnte er schlecht sagen, dass er nur neugierig war. „Geld interessiert mich. Ich habe vor ein Mädchen aus Miss Lunas Etablissment zu heiraten und um sie freizubekommen brauche ich Geld. Dafür bekommst du zwei weitere starke Hände, nen guten Reiter, nen guten Schützen und jemand der loyal seinem Arbeitgeber gegenüber ist.“ Abe hoffte dass Josiah sich nichts anmerken lassen würde. Der Gedanke an Molly, ihn und zig Kinder würde seinen Freund sicher zum Lachen bringen.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Josiah wischte sich mit dem Handrücken über den Mund, um das Grinsen zu verbergen, dass Abes rührselige Geschichte unwillkürlich auf seine Lippen schickte.
"Also, meine Herren. Offenbar läuft Ihre Suche ja so erfolgreich, dass sie keinen Bedarf mehr an fähigen, zuverlässigen Männern mit Mumm in den Knochen haben."
Er warf demonstrativ einen langen Blick durch den leeren Saloon, wohl wissend, dass Henry und Grizz mit ihrer Schlägerei einen nicht unerheblich Teil ihrer potentiellen Weggefährten vergrault haben dürften.
"Ganz zu schweigen von Miss Lunas finanziellem Angebot. Ich werde ihr also mitteilen, dass Sie kein Interesse haben."
Josiah meinte es ernst. Miss Luna hatte ihm aufgetragen, nach Lucky Henrys Plan zu fragen, den der offenbar nicht preisgeben wollte, und ihre Hilfe anzubieten, woraufhin der Miss Luna nur mit einem abfälligen Kommentar bedacht hatte. Für Josiah waren die Verhandlungen damit beendet. Schließlich hatte niemand ihm befohlen, sich diesem Henry anzubiedern.
Er stürzte den letzten Schluck aus seinem Whiskyglas herunter und warf Dantelli ein paar Münzen für sein und Abes Getränk hin. Dann setzte er seinen Hut auf.
"Guten Tag, meine Herren." Er tippte sich an den Hut. "Ihnen braucht man ja nicht viel Glück zu wünschen, Henry."
Und damit ging er einfach.

Geändert durch Josiah (11.03.2019 00:22)

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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Oddy-O‘ kannte Josiah und seine abrupte Art. Deswegen wunderte ihn der spontane Abgang nicht. Der alte Irre war froh, dass seine Kleine solch einen guten Beschiützer hatte. Wäre aber schön gewesen, wenn der Schwarze mit von der Partie gewesen wäre. Na, er würde nachher mal bei Miss Luna vorbeischauen. Gespannt wartete er ab, wie Abe sich entscheiden würde. Der und heiraten... er mochte zwar Molly sehr gerne, aber Oddy-O‘ musste doch sehr grinsen, bei der Vorstellung diese beiden vor dem Traualtar zu sehen.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Das soll eine Explosion gewesen sein?

Geändert durch Oddy (11.03.2019 07:01)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Grizz war ein wenig verwirrt über das, was eben geschah. Er für seinen Teil befand, dass der Schwarze doch ein wenig zu schnell aufgab, was nicht unbedingt ein gutes Zeichen war, andererseits auch nicht bedeutete, dass er alles um jeden Preis erfahren musste. Vielleicht waren seine Absichten doch nicht so falsch, wie er zuerst annahm. Und er sah nützlich aus. Beide taten dies. Und wer wusste schon, ob dieser stumme Abe noch mitmachen würde, wenn der Schwarze nicht mitmachte. Grizz warf Lucky einen verwirrten Blick zu und wand sich dann an Abe. ''Dein dunkler Kumpel scheint ja leicht eingeschnappt zu sein, was?'' Daraufhin stand er auf und stellte Josiah den Weg aus dem Saloon zu, bevor dieser heraustreten konnte. Der eine Hüne sah dem anderen Hünen nun von Angesicht zu Angesicht auf Augenhöhe. ''Du wirst wohl gut nachvollziehen können, dass wir hier und heute nicht unseren eigentlichen Plan preisgeben können, Freund'', erklärte er und zeigte dann zu Lucky. ''Ausserdem wirst du auch sicherlich verstehen, dass wir einem geschenkten Gaul schon auch ins Maul schauen wollen'', fügte er hinzu. ''Du und dein kaffeetrinkender, stummer Freund, ihr seht beide fähig aus und wärt bestimmt nützlich für uns. Aber wenn ihr wirklich mitmachen wollt, müsst ihr euch erstmal bei uns beweisen!'' Dann ging er zur Seite und ließ Josiah gewähren. ''Also was nun? Raus oder rein?'', fragte er und zeigte in beide möglichen Richtungen.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Abe veränderte seine Körperspannung merklich und sah mit einmal nicht mehr wie ein einfacher Farmarbeiter aus. „Bis auf Oddy-O sieht euer Gefolge noch sehr mager aus und glaubt mir wir kennen die Leute hier besser als ihr. Ihr sucht fähige Leute keine verdammten Frömmler oder Kinder die mal ein Abenteuer erleben wollen? Richtig?“ Abes Blick ging zu Lucky. Dann sah er wieder Grizz an. „Ich verstehe dass ihr vorsichtig sein müsst, aber ein paar Infos wären vielleicht nicht das verkehrteste und euer Ruf eilt euch voraus. Wenn es so ein lukrativer Job ist...“ Abe grinste in Luckys Richtung. „... ist er sicher auch gefährlich und vermutlich nicht mal legal.“

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Henry sah sich das ganze Drama an und seufzte. Das hatte er heute schon zu oft getan: seufzen. Er fühlte sich älter als er war, und so langsam zweifelte er daran, ob es eine gute Idee gewesen war, ausgerechnet nach Santa Rosa zu kommen. Aber dann fiel sein Blick auf Oddy und er schüttelte den Kopf. Nein, schon allein für den Sprengmeister hatte es sich gelohnt! Und ausserdem lag die Stadt ohnehin auf ihrem Weg. Er warf einen kurzen Blick auf seine Liste. Immerhin ein paar Interessenten standen ja darauf und es war nicht die letzte Stadt, die sie durchqueren würden, nicht der letzte Saloon, in dem sie Leute für ihre Sache suchen konnten.

Mit einem mittlerweile angespannten Blick sah er nun diesem Mr. Haywood in die Augen. Dessen Worte, so wie die vollkommen überzogene Reaktion des jungen Negers zeigten ihm eines deutlich: entweder die beiden waren es nicht gewohnt, mit Männern wie ihm Geschäfte zu machen, oder sie wussten überhaupt nicht, was für ein Mann er eigentlich war.
Das kleine Lächeln war zurück und Henry machte zwei kleine "tü tü"-Laute. Hatte Miss Luna etwa versäumt, ihren Boten zu erzählen, für welche Art von Arbeit man Lucky Henry kannte? Nun, dem konnte Abhilfe geschaffen werden.
Mit einem kurzen Blick zu Josiah hinüber, der immernoch grimmig schauend in der Tür stand und seinen nächsten Schritt wohl zu überlegen schien, holte er tief Luft und wendete sich an Haywood:
"Mein Name ist Henry James Thompson und ich habe keine legalen Geschäfte mehr getätigt, seit ich 8 Jahre alt war und meinen Dad am Galgen habe baumeln sehen. In 4 Staaten ist ein Kopfgeld auf mich ausgesetzt, das hoch genug ist, dass jeder verfluchte Straßenräuber sich liebend gern auf mich stürzen würde. Dasselbe gilt für meinen Partner Grizz hier."
Wieder sah er Josiah an.
"Ihr werdet wohl verstehen, dass wir nicht jedem Dahergelaufenen erzählen können, wie unsere Pläne aussehen. Auch nicht dann, wenn jemand Einflussreiches wie Miss Luna ihn schickt."
Henry schoss der Gedanke durch den Kopf, dass er notfalls später selbst zu Miss Luna gehen und die Sache mit ihr besprechen musste, um an ihre Unterstützung zu gelangen. Wenn er ihr von der Höhe des Profits erzählte, würde sie ihm die beiden Kerle schon zurückschicken, aber... Er verzog das Gesicht. Das wollte er lieber vermeiden.
"Was ich euch sagen kann, ist Folgendes: Wir stellen einen Trupp zusammen für einen Coup. Ein großes Ding, bei dem jede Menge Dollars herausspringen werden. Für jeden von uns." Eindringlich sah er Haywood an, denn der hatte zugegeben, dass es ihm ums Geld ging.
"Wenn alles nach Plan läuft, wird niemand verletzt, oder zumindest liebe ich unsaubere Arbeit nicht, aber die Sache bewegt sich ausserhalb der mittlerweile herrschenden Gesetze, wenn auch nicht ausserhalb moralischer Richtlinien."
Er warf Grizz einen vorsichtigen Blick zu. Wieviel mehr sollte er sagen? Grizz zuckte mit den Schultern.
"Es gibt ein Risiko, das jeder einzelne tragen wird, aber es wird sich am Ende alles auszahlen! Mein Plan ist wasserdicht! Und wer weiß, wenn dieser Job gut läuft, vielleicht kommt man dann in Zukunft wieder mal zusammen."

Henry hielt inne und kratzte sich kurz an der Stirn. "So, mehr werdet ihr nicht hören, ehe ich nicht weiß, ob ihr dabei seid oder ob nicht. Falls ihr es nicht seid und uns verpfeifen geht, habt ihr nicht genügend Informationen, um auch nur einen Deputy-Sheriff aus seinem Sessel zu locken. Falls ihr es seid, setze ich euch auf meine Lohnliste und werde mich davon überzeugen, wie vertrauenswürdig ihr wirklich seid. Erst wenn ich sicher bin, gibt es alle Einzelheiten. Das muss gut genug sein."

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I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (11.03.2019 08:36)

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DerDunkelgraue

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Für Grizz Geschmack hatte Henry ja sogar schon fast zu viel preisgegeben...er hoffte, dass das Gehirn der Unternehmung wirklich wusste, ob das richtig, oder falsch war. Der Hüne hoffte ausserdem, dass der langbeinige Neger und der stumme Kaffeeschlürfer es wirklich wert waren. Wenn sie sich jetzt noch zieren würden, wäre die Sache für Grizz gegessen. Sie kamen ihnen nun wirklich so weit entgegen, dass er fast schon darüber lachen musste und beide waren sicher alles, aber kein wichtiger Sprengstoff-Opa, für den sie sich, und das konnte der Hüne noch immer nicht fassen, bei einem verdammten Bild einer toten Frau entschuldigt haben! Nein, wenn nicht jetzt, dann eben nicht! Der Bär wartete ab, wie es nun weitergehen würde und hoffte, dass die nächsten Anwärter sich nicht ganz so zieren würden, ansonsten könnte es durchaus passieren, dass er heute noch jemanden auf das Krankenbett prügeln würde.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Abe hatte nichts anderes erwartet als er Lucky Henrys Beschreibung von sich hörte. Trotzdem fand er es gut, dass er keinen Frischling vor sich hatte. Und das mit dem Geld klang gut. Er würde es brauchen können um seinen Plan endlich auszuführen. Zehn verdammte Jahre waren es nun. Doch er hatte sich geschworen geduldig zu sein. Und das war er gewesen. Bis auf ein paar Ausgaben hatte er bereits ordentlich Geld angespart. Doch so ein lukrativer Job würde ihn seinem Ziel näher bringen. Nein nicht nur näher, er würde seinen Plan endlich ausführen können. Ein grimmiges Lächeln huschte über sein Gesicht.

„Wann brauchst du eine Antwort? Ich hab noch ein paar Sachen zu klären ehe ich zusagen kann.“ Abe entging Josiahs irritierter Blick nicht. Doch es war ihm egal. Er lebte für diesen einen Plan und jetzt war die beste Gelegenheit.

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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Oddy-O‘ hatte weiter nur beobachtet. Abe hatte sich wohl entschieden. Ihn kannte der Alte zwar auch ein wenig, doch ihm ging es eher um Josiah, den er sehr schätzte. Dieser kam auch gut mit Maggie aus.
Daher ging er nun auf den Schwarzen zu und meinte leise zu ihm: „Josiah, ich weiß, was die beiden für einen Ruf haben. Aber Maggie ist mit ihnen einverstanden. Und du weißt wie wählerisch sie ist!“ Mit einem kurzen Zwinkern gab er dem Cowboy einen kurzen aufmunternden Schlag auf den Oberarm und wandte sich dann wieder seinem Kirschlikör zu.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

"Danke Oddy, das hat mich überzeugt", sagte Josiah, den Sarkasmus soweit zurückhaltend, wie es nur ging.
Er sah Grizz starr in die Augen, bis die Spannung kaum noch auszuhalten war, dann Lächelte er plötzlich, als ob nichts gewesen wäre. Er hatte doch gewusst, dass selbst dieser Henry es sich nicht leisten konnte, um eines dummen Kommentars willen Miss Lunas Hilfe abzulehnen.
"Außerhalb des Gesetzes, nicht ausßerhalb moralischer Richtlinien", wiederholte er Henrys Worte, als er sich umdrehte und zur Bar zurück schlenderte. "Das klingt doch nach etwas, womit man arbeiten kann. Schon klar, dass ihr damit nicht gleich rausrücken wolltet."
Er ließ sich auf einen Barhocker vor Henry fallen. "Wenn du Miss Luna etwas mehr Respekt gezeigt hättest, wäre ich auch brav sitzen geblieben." Er bedeutete Dantelli, ihm noch ein Glas Whisky zu bringen. "Ich bin etwas... sensibel... wenn es um diese Frau geht."
Josiah machte es nichts aus, das zuzugeben. Das wusste hier in Santa Rosa so wie so jeder. Dieder Henry sollte ruhig wissen, woran er bei ihm war.

Geändert durch Josiah (11.03.2019 09:59)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

''Na wunderbar, Schwarzbär'', sagte Grizz sichtlich erfreut, schlug beim zurückschlendern auf die Schulter des Hünen und gab ihm nebenbei auch gleich einen neuen, passenden Spitznamen, wie er fand. Dann wand er sich wieder an den Wirt. ''Siehst du das Glas hier. Warum ist es leer?'', fragte er diesen auffordernd und machte mit seiner Handbewegung vor, was er von ihm nun erwartete. Der Wirt tat wie geheißen und schenkte ihm erneut ein Glas Bier ein. ''Dankesehr! Ab jetzt immer gleich neu auffüllen, wenn dir auffällt. dass es leer ist.'' Der Wirt nickte gehorsam. Als nächstes wand er sich an den stummen Kaffeschlürfer. ''Am besten du klärst deine Angelegenheiten so schnell wie möglich. Zeit ist Geld'', riet er ihm eilig und hob dabei sein Bier zum Anstoß hoch.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Josiah grinste den zotteligen Hünen an. Mit diesem Grizz war offenbar viel leichter auszukommen, als mit seinem Partner.
"Guter Name. Schade, dass ich schon einen hab. Hier in der Gegend nennt man mich Long Leg Joe."
Er prostete Grizz mit seinem Whisky zu.
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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Henry beäugte das Geschehen skeptisch. Offenbar fraß Josiah Luna ja förmlich aus der Hand. Vielleicht war er ihr neuer Spielgefährte, dachte er spöttisch, hütete sich aber, es auszusprechen. Man sagte viel über Luna, aber was hinter ihren geschlossenen Türen vor sich gehen mochte, davon sprach man besser nicht, wenn einem sein Leben lieb war.
Es war gut, dass Grizz die ganze Stimmung ein wenig auflockerte. Gerade dafür war es so unentbehrlich, dass Grizz bei solchen Dingen in der Nähe war: er war der Kumpeltyp. Wo Henry arrogant und verschlossen rüberkam, da erhellte Grizz die Gemüter. Wo Henry der Geheimniskrämer war, lenkte Grizz mit einem Scherz ab. Es war perfekt. Sie waren das perfekte Team.

Viel, viel versöhnlicher als noch zuvor sagte er nun: "Miss Luna ist eine sehr einflussreiche Frau, aber sie neigt dazu, mich zu unterschätzen. Das hat sie schon immer getan. Und sie wartet nicht gern. Ihr beiden solltet ein Bier trinken und dann euren Bericht bei ihr abliefern. Wenn sie einsteigen möchte, dann mache ich eine Liste mit den Materialien, die wir benötigen werden, und eine Kostenaufstellung. Dazu ein Angebot an der Gewinnbeteiligung."
Deutlich konnte Henry erkennen, wie sich etwas in Josiah stäubte, diese Anweisung einfach so anzunehmen. Er konnte es verstehen. Es war mehr ein Test gewesen denn ein wirklicher Befehl, denn noch waren die beiden nicht "seine Männer".
"Eins noch." fügte er hinzu. "Sollten wir bei dieser Sache ins Geschäft kommen, dann will ich jetzt und hier klargestellt haben, dass ich das Sagen habe! Ich bin da draussen der Boss, nicht Luna, und meine Anweisungen werden zu 100% befolgt. Könnt ihr zwei damit leben?"

Nacheinander sah er in die Gesichter der Anwesenden und schloss auch Oddy und zu guter Letzt Grizz mit ein. Von ihm wusste er ganz genau, dass er sich auf ihn verlassen konnte. Bei den anderen... nun, man würde es sehen.

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Lucky Henry
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Wie es aussah, war der Schwarzbär doch ganz in Ordnung. Grizz hoffte, dass es nicht nur gespielt war. Ansonsten konnte es mit diesem Typen sicher ganz witzig werden. Bei Gelegenheit könnte er ihn dann auch mal fragen, ob er wirklich schon mal ein Kind gefressen hatte oder andere Götter anbetete. ''Nichts für Ungut, aber ich habe da so eine Angewohnheit, den Leuten meine eigenen Spitznamen zu geben, Long Leg Joe'', antwortete er und stieß mit ihm an. Dann hörte er sich Luckys Ausführungen an und nickte diesem zustimmend zu. ''Klaro, Boss!''

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Dantelli war im Laufe des Tages schon gut darauf trainiert worden, sofort zu springen, wenn Henry oder Grizz auch nur andeuteten, etwas zu wollen und griff gleich nach einem Bierglas. Doch Josiah lehnte es demonstraiv mit einem "Lass nur, Dante", ab. Noch arbeitete er nicht für Lucky Henry.
Er kippte seinen Whisky herunter und bezahlte.
"Ich werde Miss Luna dein Angebot unterbreiten. Die Listen kannst du ihr nacher selber vorbeibringen. Wenn sie einverstanden ist, bin ich dabei bei eurer Sache. Und dann bist du der Boss, Henry. Keine Frage. Dein Plan, deine Männer, deine Verantwortung."
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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Oddy-O’ nickte ebenfalls bestätigend. „Und dein Sprengstoff, Henry, mein Junge! wenn du ihn mir abkaufst! Aber lass trotzdem die Finger davon, wenn du sie und dein Glück behalten möchtest!“ Mit einem Zwinkern prostete er seinem neuen Boss zu!

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Henry lächelte wieder dieses wissende kleine Lächeln. Da stand kein dummer Baumwollpflücker vor ihm, soviel war klar. Seine Worte entlarvten ihn als spitzfindigen Burschen. Dein Plan - das hatte Henry selbst gesagt. Deine Männer - das hatte er gefordert. Deine Verantwortung - nun, das hatte Long Leg Joe ihm gerade mal so übergebügelt. Aber er hatte natürlich Recht und Henry war bereit, sie zu übernehmen. Das würde sein großes Ding werden! Seine Gelegenheit, ein elendes Unrecht gerade zu biegen. Henry machte sich eine mentale Notiz, dass dieser hier möglicherweise zu mehr zu gebrauchen sein könnte als nur für seine Muskelkraft und sein Schießeisen. Aber erst einmal musste Luna ihn freigeben.

"Dann ist die Sache klar. Wir sind in der Stadt. Habe ich bis...." Er schielte auf seine Taschenuhr, nun, die des Bürgermeisters, und steckte sie dann wieder weg. "...habe ich bis Mitternacht nichts von euch gehört, dann platzt der Deal."

Zufrieden wendete er sich seinem eigenen Bier wieder zu und stieß mit Oddy an. Das Wort "abkaufen" ließ ihn zwar stutzig werden, aber er entschied, jetzt nicht darauf einzugehen. Oddy würde schon in der Spur laufen. Und wenn nicht, dann konnte er den alten Mann mit ein paar Drohungen oder einem blauen Auge sicherlich bei der Stange halten.
Miss Luna würde ebenfalls anbeißen, da war er sicher. Sie würde die Aussicht auf so viel Geld nicht ungenutzt lassen. So gut kannte selbst er sie.
Mit einem Grinsen stieß er Grizz gegen die Schulter. "Wir sollten weitermachen. Wir brauchen noch mehr Männer!"
Er sah seinen Kumpel verschwörerisch an. "Und ich habe noch zutun heute Abend, wenn du verstehst, was....."

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (11.03.2019 10:53)

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Ailin

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Der Junge schlug seinen Poncho zurück und setzte sich auf.
Noch war die Umgebung in die verschwommenen Grautöne des frühen Morgens getaucht, doch ein Blick in den Himmel zeigte kein Woelkchen. Es würde ein weiterer heisser Tag werden.
Was bedeutete, sie mussten dringend an ihr Tagwerk gehen, ehe die Sonne stieg..
Er öffnete die knarzende Schuppentür und trat ein. Normalerweise schlief er in dem Schuppen. Da dieser aber von einem Kunden belegt war, hatte er es vorgezogen, draussen zu nächtigen.
Ohnehin liebte er den Sternenhimmel ueber sich und den Sand der Wüste unter sich. Es machte ihm nichts aus, unter freiem Himmel zu schlafen.
Trotzdem der Sarg geschlossen und vernagelt war, verspürte seine feine Nase einen süßlichen Hauch in der Luft. Kein Wunder bei der herrschenden Hitze! Es wurde Zeit, ihn unter die Erde zu bringen.
Der Junge ergriff Spitzhacke, Spaten und Schaufel und lud sie auf den Wagen, der hinter dem Schuppen stand. Der Braune zupfte noch lustlos an ein paar dürren Grashalmen in seinem Pferch.
Von seinem Boss war noch nichts zu sehen.Was nicht sonderlich verwunderlich war, hatte der Alte doch gestern Abend noch tief in die Whiskeyflasche geschaut...Zeit, ihn aufzuwecken.
Der Junge umrundete die windschiefe Hütte, über deren Tür das an quietschenden Ketten hängende Holzschild mit der eingebrannten Aufschrift "Undertaker" im leichten Wind schaukelte.
Als er eintrat, drehte sich sein Boss mit einem vernehmlichen Ächzen im Bett herum.
"Mr. Callaway, sorry, Sie zu wecken. Aber wir sollten das Grab ausheben, ehe es zu heiss wird!"
" Ich weiß. Aaaaahhhhhh..." Das Aechzen des Alten wurde lauter. "Mein verdammter Rücken bringt mich noch um! Das Grab wäre schon lange fertig, wenn der alte Jim da draussen einen Kopf kleiner gewesen wäre!"
Da war was Wahres dran. Jeder hatte den hünenhaften alten Farmer gekannt, und Mr. Callaway hatte den längsten seiner Särge aufgeladen, um ihn abzuholen. Dennoch war er zu kurz gewesen. Der Junge hatte dessen Füsse aufgestellt, doch der alte Bestatter hatte mit dem Kopf geschüttelt: "Nope, Diego, das wird so nix! In ein paar Stunden ist der steif wie ein Brett und wir kriegen den Deckel nicht mehr zu! Wir werden nicht drum herum kommen, heute noch einen Sarg zu schreinern."
So hatten sie unter den pikierten Blicken der Familie den alten Jim auf den Wagen geladen, der Sargdeckel nur lose aufgelegt, die Stiefel herausragend. Eine alte Pferdedecke kaschierte das Desaster notdürftig.
Statt in der Abendkühle das Grab auszuheben, sägten und hämmerten beide bis tief in die Nacht hinein. Als der Sarg endlich fertig und Jim darin verstaut war, war in James' Whiskeyflasche nicht mehr als ein kleiner Rest geblieben. Der Alte taumelte mehr in sein Bett als er ging...
Der Junge vermutete, dass ihn an diesem Morgen nicht nur der Rücken plagte, sondern auch noch ein gehöriger Hangover dazu kam.
"Geh schon vor und fang an!" grummelte Mr Callaway. "Ich komm dann mit dem Wagen nach."
Der Junge nahm seinen verbeulten Hut vom Haken und wandte sich zur Tür. "Aye, Boss, bin dann mal auf dem Friedhof.."
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Abe trat an Henry heran. Eine Sache musste noch geklärt werden. „Ich glaube ich muss eines noch kurz klar stellen.“ Abe grinste Henry an. „Wenn ich einsteige, dann auf eigene Rechnung. Ich bin keiner von Miss Lunas Jungs. Ich arbeite als Vorarbeiter für Smith und bin ein freier Mann. Bedenke das bitte bei der Aufteilung des Gewinns.“ Abe nickte den beiden Männern zu und schloss sich Josiah an.

Er musste zurück zur Ranch und mit seinem Boss reden, dann seine Sachen packen und zurück zu Miss Luna. Es würde ein harter Ritt werden, aber Smith würde es verstehen. Hoffentlich. Sollte jedoch Miss Luna erfahren was er vorhatte, würde er nicht so glimpflich davonkommen. Und das Gespräch machte ihm mehr Angst als das mit Smith.

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


Gründungsmitglied des Clubs der "langhaarige, bärtige Männer-Bevorzugerinnen"
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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Vor der Tür des Saloons klopfe Josiah Abe auf die Schulter. Viel Glück, mein Freund. Du wirst es brauchen." Er zwinkerte Abe zu und machte sich dann auf den Weg zurück zum Bordell, um bericht zu erstatten.
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Grizz nickte Lucky zustimmend zu. Ja, ihre Liste an Leuten war noch ziemlich kurz. Kürzer als die Liste derer, die sie noch bräuchten, also hatten sie noch einiges vor. Das würde spaßig werden. Eigentlich vertraute er Lucky blind, aber diese Stadt gab bisher wenig her. Entweder meldeten sich Leute, die ungeeignet waren, oder es meldeten sich andere, die zwar geeignet waren, aber einen auf besonders wichtig machten. Auch wenn Schwarzbär und Kaffeschlürfer eigentlich am Ende doch einen ganz guten Eindruck auf ihn machten, für einen ''sensiblen'' Schwarzen und einen stinkenden Stallburschen zumindest...Aber besonders der Kaffeschlürfer hatte es ihm schon ein bisschen angetan, das musste Grizz gestehen. Er war frei, was schon mal gut war, und er war am Geld interessiert und machte daraus auch keinen Hehl. Das bedeutete, dass er vermutlich deutlich vertrauenswürdiger war, als Mr. Long Dong, oder wie auch immer sich der Langbeinige nannte. Grizz musste in Gedanken lachen. Eigentlich auch ein guter Name. Als nächstes fragte er sich, wer wohl länger war...aber wollte er das wirklich herausfinden? Vielleicht waren es aber auch wieder irgendwelche Geschichten, wie dass sie Kinder fressen. Aber vielleicht waren das eben auch nicht einfach nur Geschichten. Grizz brauchte dringend Antworten, so viel war klar. Naja, erstmal tat es auch ein Bier. Zwischenzeitlich wand er sich an Oddy, der sich zwar alles ruhig angesehen hatte, dennoch bereits seinen Wert bewiesen hatte, indem er Josiah umgestimmt hatte. ''Sag mal, Oddy-O', du bist ja angeblich Sprengstoff-Experte und hast doch bestimmt auch ein Bergwerk oder so...hast du denn schon mal was Gutes gefunden? Und können wir vielleicht irgendwann mal einen Ameisenhaufen in die Luft jagen?''

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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Oddy-O‘ sah den Bären ernst an. „Ameisen zertritt man höchstens, aber sprengt sie doch nicht, Jungchen. Du musst aber noch viel über Pyrotechnik lernen!“
Als er sah wie Grizz‘ Gesichtsfarbe langsam ins Rote wechselte, grinste er; „Oh, Junge, sei mal etwas weniger empfindlich. Ein Späßchen muss schon mal drin sein, sonst wird die Welt gar so traurig!“
Er nahm den Hut ab und legte ihn auf die Theke. „Ob ich schon mal was gefunden habe? Oh, man findet vieles. Eisenerz, Silbererz, Steinkohle, viel viel Fels und Staub...“ Andere Dinge wollte er dem Großen nicht so auf die Nase binden.
„Derzeit experimentiere ich viel, denn es gibt Neues in Sachen Sprengstoff! Wenn du magst und ihr noch Zeit habt, gehen wir mal ein zwei Meilen außerhalb der Stadt ein paar Felsen sprengen!“

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Das soll eine Explosion gewesen sein?
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Das war das Stichwort, dass Grizz hören wollte. Eine große Explosion war genau das, was er wollte und ausserdem sollte sich der Sprengstoff-Opa auch beweisen. Das war also so, als tötete man zwei Vögel mit einem Stein. Sein Blick glitt unweigerlich zu Lucky. Der Hüne hoffte, dass sein Partner das gehört hatte. Dann wand er sich wieder an Oddy und klopfte ihm auf die Schulter. ''Klaro haben wir Zeit, scheiß auf die Ameisen, lass uns einen Felsen sprengen! Und vielleicht finden wir dabei auch noch was Wertvolles!'', sagte er mit einem zufriedenen Grinsen. ''Hast du auch mal was Wertvolles gefunden, Oddy? Gold vielleicht? Oder Diamanten?'', fragte er dann etwas deutlicher, da er nicht wollte, dass sich der alte Sprengstoff-Opa einfach so herausreden konnte. Blöderweise passierte dann auf einmal etwas unerwartetes, sodass sie ihre Unterhaltung nicht fortführen konnten.

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Henry horchte auf. Wie es aussah, war der Alte ziemlich selbstsicher, was den Sprengstoff anbelangte. Das war gut. Natürlich würden sie die Fähigkeiten eines jeden hier noch auf die Probe stellen, ehe es richtig losging, aber bei Oddy, so glaubte er langsam, war das vielleicht gar nicht mehr notwendig. Wenn er sogar selbst anbot, seine Sprengkünste vorzuführen.
Langsam und ausserhalb von Oddy's Blickfeld schüttelte er den Kopf, sodass nur Grizz es mitbekam. Heute Abend wollten sie nur nach Leuten suchen. Morgen dann würden sie weitersehen. Das Sprengen hatte Zeit. Dennoch war es gut zu wissen, wie eifrig der Alte war. Wer Felsen sprengen konnte, der schaffte das sicher auch mit... nun, mit anderen Dingen.
Nachdenklich strich Henry sich über den Bart. Dann nahm er seine Liste zur Hand, nahm sein Bierglas und wendete sich noch einmal dem Ausgang zu.
"Ich werde die letzten Stunden Licht noch nutzen. Es muss doch noch ein paar kräftige Kerle in dieser Stadt geben, die nichts zutun haben!" murmelte er und tatsächlich, als er gerade hinaus ging, kam eine ganze Gruppe von Reitern in die Stadt geritten, pfeifend und grölend banden sie ihre Pferde an die Pfosten und überschlugen sich beinahe in einem Wettbewerb darum, wer als erstes den Saloon betreten würde.
"Jackpot!" flüsterte Henry, setzte sich gemütlich auf seinen Stuhl und wartete darauf, dass sein Kumpel drinnen erzählen würde, für was er hier war.

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Lucky Henry
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

''Entschuldige Oddy, wir können später weiterreden'', sagte Grizz, klopfte auf die Schulter des Sprengstoffmeisters und sah sich die Neuankömmlinge etwas genauer an. Drei, vier, sogar fünf Leute kamen in den Saloon hereingestürmt und konnten es gar nicht erwarten bewirtet zu werden. Dass der Saloon noch immer ziemlich leer war, ungewöhnlich bei dieser Tageszeit und Hitze, schienen sie nicht weiter zu bemerken. Alle bestellten nacheinander ein Getränk und schon hatte der Wirt wieder etwas mehr zu tun. Vermutlich war ihm schon langweilig geworden, die ganze Zeit nur Grizz zu bewirten. Sie sahen zumindest einigermaßen kampferprobt und vernünftig aus. Hatten vermutlich einen langen Ritt hinter sich und waren durstig. Vielleicht waren sie wirklich Leute, die ihre Unternehmung gebrauchen konnte. Aber schön, dass Lucky ihm die ganze Arbeit überließ. Danke Boss...dachte er sich zähneknirschend. Er wand sich gespielt an Oddy und zwinkerte ihm zu ''Spiel einfach mit'', flüsterte er. ''Was, ein großer Schatz, sagst du? In wenigen Wochen schon? Alle freiwilligen Mitglieder werden reich und hätten vermutlich bis an's Lebensende ausgesorgt? Ich bin dabei, alter Mann!'', sagte er gespielt und schlug in Oddys Hände ein, in der Hoffnung, dass die Reiter den Köder schluckten.

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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

„Ja, Jungchen!“ Oddy-O‘ verstand sofort, „aber ein paar mehr könnten wir schon sein. Obwohl andererseits bleibt so mehr für jeden von uns!“ Er beugte sich zu Grizz hinüber und murmelte leise: „Den einen mit dem blauen Halstuch kenn ich irgendwoher. Weiß nur nicht, ob das gut oder schlecht ist!“

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Das soll eine Explosion gewesen sein?
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Grizz nickte. So schlecht würden sie schon nicht sein. Erstmal wollte er sehen, ob sie irgendein Interesse hätten, sobald sie die Informationen aufschnappten. ''Ja, wenn wir jetzt nur das Glück hätten und einer Gruppe von vier...vielleicht fünf fähigen Leuten über den Weg laufen würden, das wäre wirklich toll'', antwortete Grizz besonders laut und spann das Spiel der beiden weiter. ''Entschuldigt, ich habe eure Unterhaltung nicht überhört. Um ehrlich zu sein kam es mir beinahe so als wäre das eure Absicht gewesen. Ihr sucht also Leute für ein großes Ding, ja?'', flüsterte einer der Ankömmlinge heimlichtuend.

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Henry grinste in sich hinein, als nach nicht einmal einer halben Stunde gleich fünf Burschen nacheinander zu ihm herantraten. Erst ein wenig zögerlich, dann, nachdem einer von ihnen von hinten geschubst und ein anderer etwas geflüstert hatte, das sich anhörte wie: "Mach schon, Pete, er wird dich schon nicht gleich erschießen!", etwas selbstsicherer; und schließlich stand der erste vor ihm. Henry hatte den Stuhl nach hinten angekippt, sich darin zurückgelehnt und die Beine auf dem Tisch abgelegt. Nun musterte er die Kerle und was er sah, gefiel ihm einigermaßen gut: ungehobelte Gesichter, Hände, die rauhe Arbeit gewohnt waren, Kleidung, die schon bessere Tage gesehen hatte.
"Sie haben Arbeit, sagt der große Mann im Saloon." begann schließlich der erste.
Henry nickte. "Das ist richtig."
"Nun, Mister, meine Freunde und ich, wir sind die Besten, die Sie bekommen können."
Lucky horchte auf. "So? Die Besten in was?"
"In allem." antwortete ein anderer. "Wir haben schon auf einer Ranch gearbeitet, haben Felder bestellt, Vieh gehütet, Rinder getrieben auf einem Cattle-Trail,..."
Der dritte fiel jenem ins Wort: "Wir haben auch schon als Deputies gearbeitet, unten in El Paso. Und als Eisenbahner oben in Abilene."
Nun war der erste wieder an der Reihe. "Mister, es gibt nichts, was wir nicht können. Und wir suchen eine Anstellung."
Henry sah noch einmal auf die 5. 5 auf einen Streich, das wäre zu schön, um wahr zu sein. Aber offenbar waren sie alle eifrig auf Jobsuche, und sie kannten einander, was bedeutete, sie waren weniger anfällig für Streitereien untereinander.
"Kann ich euch denn vertrauen, Jungs?"
Sofort bekundeten sie alle, dass sie noch niemals einen Arbeitgeber im Stich gelassen hätten, und dass Henry jeden fragen könne, von hier bis nach St. Louis. Beinahe musste Henry lachen. Die Kerle waren wirklich verzweifelt. Es war ihnen nicht einmal wichtig, was genau sie tun sollten. Nun, sie machten allesamt eine bessere Figur als alles, was er in dieser Stadt bislang gesehen hatte, wenn man von den beiden letzten Männern einmal absah. Er würde sie testen.
"Schreibt eure Namen in die Liste. Und seid morgen früh bei Sonnenaufgang wieder hier." Henry schob ihnen die Liste hin. "Und Jungs?" Die Kerle sahen zurück. "Ohne Hangover!" mahnte Henry, dann ließ er sie davonziehen und klatschte begeistert in die Hände. So einfach konnte es also sein.

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (11.03.2019 15:50)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Grizz kam aus dem Saloon raus und stellte sich zufrieden lachend neben Lucky und verschränkte die Arme. ''Plötzlich ist die Liste bedeutend länger geworden, was?'', fragte er rhetorisch und ging dann einige Schritte nach vorne, auf die Straße. Nebenan war sein Hengst. Ein riesengroßes, braunes Kaltblut. Ein Tier für schwere Arbeiten. Grizz nutzte es allerdings hauptsächlich zum Reiten, da es für ihn bequemer war, als irgendein Knochengerüst. Die Sonne hatte längst ihren Zenit überschritten. Es würde bald Abend werden. ''Du gehst nachher zu Lynn rüber, was? Ich glaube, dass ich dem Laden auch mal wieder einen Besuch abstatten werde. Da werden sich doch mit Sicherheit drei, vier Frauen für mich finden lassen'', scherzte er und fiel dabei seinen Kumpel in's Wort, ehe dieser einen Einwand einlegen konnte. ''Keine Sorge, du kriegst alles wieder zurück, sobald ich wieder Geld habe, vorzugsweise nach unserer Unternehmung'', beschwichtigte er Henry. Grizz konnte noch nie sehr gut mit Geld umgehen. Meist war es schneller weg, als er es überhaupt verdient hatte. Vielleicht hätte er den stinkenden und stummen Kaffeeschlürfer nach Arbeit fragen sollen.

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Im Endeffekt war der Tag dann doch sehr viel interessanter geworden als Lynnea gedacht hätte.
Bei ihrer Rückkehr ins Bordell hatte sie zwei Stimmen von der Bar aus vernommen, die sie relativ sicher zu Abe und Josiah zuordnen konnte.
Die beiden Männer waren mit Molly in ein Gespräch über das mögliche Vorhaben von Henry vertieft, was Lynnea zum Schmunzeln brachte.
Mit diesen beiden hatten Henry und Grizz zumindest schon mal zwei sehr fähige Männer im Team – vorausgesetzt sie würden sich bei Henry melden.
Lynnea machte sich nicht die Mühe das Gespräch zu Ende zu hören und war schlicht, ohne sich durch irgendwelche Geräusche bemerkbar zu machen, nach oben in ihr Zimmer gelaufen wo sie ihre Satteltasche auf den Stuhl vor ihrem Schminktisch deponiert hatte.
Für einen Moment war sie im Zimmer stehen geblieben, darüber nachdenkend ob sie noch irgendetwas für den Tag brauchte, kam jedoch zu keinem nennenswerten Ergebnis.
Schließlich war Lynnea wieder aus ihrem Zimmer geschlüpft, nur um unten mitzubekommen wie Abe und Josiah das Etablissement verließen mit dem Vorhaben sich bei Henry und Grizz vorzustellen.
Die junge Frau hatte geduldig abgewartet bis die Tür hinten den Männern zugefallen war, um dann zu Molly herunter zu schlendern und sich mit einem kurzen Blick zur Tür an die Bar zu setzten.
„Interessante Neuigkeiten?“, fragte sie, möglichst lässig gestellt während sie Molly ein Lächeln zuwarf.
„Dein Lover ist wieder in der Stadt.“ neckte Molly sie mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen und einem Nicken in Richtung Tür.
Lynnea rollte mit den Augen, „Ich weiß und er ist nicht mein ‚Lover‘. Wir haben nur… sagen wir gewisse ‚Vorzüge‘ die zueinander passen.“ sie zuckte mit den Schultern.
Molly sah sie zur Antwort nur wissend an.
Lynnea seufzte. Die ältere Frau kannte sie einfach zu gut.
Aber hey, wann auch kam denn mal ein Mann in dieses Etablissement, der Anstand besaß, charmant wie gefährlich war und auch noch gut aussah?
Von den Männern, die sie kannte konnte Lynnea all diejenigen, die auf diese Beschreibung passten an einer Hand abzählen.
Eine Frau in diesem Business durfte schließlich auch ihre Vorzüge haben, richtig?
„Du weißt, dass Luna dich nicht einfach gehen lassen wird, oder? Erst recht nicht wegen ihm.“ meinte Molly nur.
Lynnea starrte die Frau vor ihr an. Blinzelte eins, zwei, drei Mal.
Zur Hölle noch eins, woher wusste sie das?
Obwohl…
Warum war Lynnea überhaupt überrascht?
Natürlich wusste Molly was sie vor hatte. Ihre Zeit, die sie in den letzten paar Wochen viel mehr draußen beim Training verbracht hatte anstatt hier waren nicht gerade subtil gewesen.
Natürlich würde Molly nicht lange darüber nachdenken müssen. Und wenn Molly es wusste, dann würde Luna nur darauf warten, dass Lynnea zu ihr kam.
Verdammte Scheiße.
Dennoch, Lynnea musste es tun.
Jetzt war ihre Chance. Vielleicht nicht ihre einzige aber ihre beste Chance.
Die junge Frau konnte sehen, dass Molly sie nur zu gut verstand.
Jedes junge Mädchen träumte davon auch nur einmal im Leben aus dem Leben, aus der Stadt, in der man aufgewachsen war heraus zu kommen und die Welt zu sehen.
Und Lynnea war sowieso schon immer ein Wildfang gewesen.
Die junge Frau sah ihr Gegenüber für ein paar weitere Sekunden forschend an, auf ihrer Wange herumkauend, bis sie schließlich nicke und antwortete, „Ich weiß. Aber ich würde ehrlich gesagt auch nichts anderes von ihr erwarten.“
Sie konnte das schiefe Lächeln nicht unterdrücken, das sich auf ihre Lippen schlich.
Molly erwiderte ihren Ausdruck mit einem Grinsen, „Du hast nen Plan, richtig?“
Diesmal war Lynneas Lächeln so scharf wie eine Rasierklinge – dieses eine Lächeln, welches die eine Gruppe von Männern in die Knie gingen ließ und die anderen vor Angst davonjagte.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Als Josiah das Bordell betrat, fand er Lynnea an der Bar bei Molly vor.
"Na ihr beiden, was tuschelt ihr da?", fragte er grinsend.
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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Perfekt.
Das war es was Lynnea dachte als sie die Tür hinter sich aufgehen hörte und Josiahs Stimme vernahm.
Der Mann kam gerade recht wieder zurück.
Nun musste sie ihre Karten nur noch richtig ausspielen und sie würde für eine ganze Weile eine freie Frau sein.
Nicht, dass sie jemals eine Gefangene gewesen war, doch irgendwann brauchte auch sie mal eine Pause von diesem Leben.
Breit lächelnd drehte Lynnea sich zu ihm um, wohl wissend, dass Molly sie beobachtete, ein kleines Schmunzeln auf dem Lippen und Neugier in den Augen.
"Josiah! Schön dich zu sehen, mein Guter. Wie geht's denn so?" grinste sie, "Tuscheln? Tun wir nicht, das sind wichtige geschäftliche Gespräche!
Aber sag doch mal, was führt dich denn heute her? Ich hab dich ja schon seit mindestens zwei Wochen nicht gesehen." erwartungsvoll sah Lynnea Josiah an.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Lynneas Lächeln wirkte etwas künstlich, auch wenn Josiah nicht genau verstand, warum. Hatte er sie bei irgendetwas erwischt?
"Billy und ich sind heute mit der Rinderherde angekommen. Dann war ich im Auftrag deiner Mutter drüben im Saloon bei diesem Lucky Henry, du hast sicherlich davon gehört. Jetzt muss ich noch Bericht erstatten und dann bin ich durch für heute."
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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Ein wenig in Gedanken versunken kaute Henry auf seiner Unterlippe herum und starrte in die Ferne, bis Grizz Ellenbogen ihn wieder in die Wirklichkeit zurückholte. Mit einem Schnauben kramte er seine Geldklammer hervor und gab Grizz einige der Scheine, die noch darin steckten.
"Wir wissen beide, dass ich die Kohle niemals zurück bekommen werde!" klagte er. "Amüsier dich gut, aber bitte, lass den Laden diesmal ganz, ja? Das Bett, das du beim letzten Mal zerlegt hast, war angeblich aus Mahagoni und unverschämt teuer. Der Waschtisch übrigens auch!"
Forschend sah er seinen Freund an. "Wie haben Eleonore und du es überhaupt geschafft, so.... Ach weißt du? Vergiss es. Ich will es gar nicht wissen! Gib nur Luna keinen Grund dazu, unser Geschäft abzulehnen, okay?"
"Was ist? Kommst du nicht mit?"
Henry schüttelte den Kopf. "Nein. Ich bin nicht einmal sicher, ob Lynn mich sehen möchte. Es war ein... recht plötzlicher Abschied beim letzten Mal, wenn du verstehst? Der Marshall war eingetroffen und dieser Kerl, dem ich den Kopf weggeschossen hatte, war noch nichtmal kalt. Möglich, dass sie noch immer sauer ist. Lynn ist kein Mädchen, das man einfach sitzen lässt."
Als Henry das Grinsen seines Kumpanen sah, wurde er tatsächlich ein wenig verlegen. Wie um alles in der Welt hatte die Kleine ihn so um den Finger wickeln können, wo er doch sonst immun gegen alle Arten von Annäherungsversuchen war? Niemand ging ihm unter die Haut! Nichts und niemand! Also, wie hatte sie es hinbekommen? Er schüttelte den Kopf. Es war ja nicht so, als wären sie ein Paar oder so etwas. Vielleicht würde er sie morgen besuchen. Wenn er seine Crew zusammen hatte.
"Na los, Grizz. Lass dich nicht abhalten. Es ist eine Weile her, dass wir ein anständiges Bordell gesehen haben. Dir platzt sicher schon die Hose. Ich denke, ich nehme ein Bad, und dann warte ich irgendwo auf Nachricht von dem Neger."
Auffordernd sah er Grizz an.

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (11.03.2019 18:09)

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

"Ohja, davon hab ich in der Tat gehört."
Lynneas Lächeln wurde etwas leichter als sie vom Barhocker rutschte und einen Schritt auf Josiah zukam, gerade genug um ihm eine sanfte Hand auf die Schulter zu legen.
"Und genau deswegen möchte ich dich um einen Gefallen - um deine Hilfe - bitten. Denn ich muss aus so ziemlich dem gleichen Grund wie du mit ihr sprechen."
Auch, wenn es vielleicht ein wenig zu offensichtlich war, schenkte Lynnea Josiah ihren schönsten Wimpernaufschlag und ihr strahlenstes Lächeln.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Die Hand auf der Schulter, der Wimpernaufschlag, das Lächeln. Klassische Taktik.
"Oh nein...", murmelte Josiah, "Du willst mit auf diese Unternehmung, nicht wahr?"
Lynneas unschuldiges Lächeln gab ihm recht.
Er schob ihre Hand sanft, aber bestimmt von seiner Schulter und rieb sich mit zwei Fingern den Nasenrücken.
"Ich würde dir ja helfen, aber ganz ehrlich, ich will dich selber nicht dabeihaben! Dieser Henry ist ein zwielichtiger Kerl, sag ich dir. Du weißt ja gar nicht, worauf du dich da einlässt!"
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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Natürlich.
Manchmal vergaß Lynnea, dass Josiah genauso clever war wie sie selbst - wenn auch auf einer anderen Ebene, aber dennoch..
"Jaaa, lustig, dass du das erwähnst...", verdammt, das würde überhaupt nicht lustig werden, fluchte Lynnea innerlich, "Du weißt doch, dass ich im Kämpfen und Schießen ausgebildet worden bin, oder? Und, dass ich verdammt gut im Umgang mit meinem Wurfmessern bin..?", fragte sie, ihn anblinzelnd, beinahe schon ein wenig verlegen.
Von dieser 'Verbindung' zwischen Henry und ihr wussten nur wenige und genau in diesem Moment bereute Lynnea es tatsächlich Josiah noch nie davon erzählt zu haben. Denn selbst, wenn sie auch ihn manchmal für mindestens zwei Wochen am Stück nicht sah, so zählte sie ihn trotzdem zu den wenigen Personen, die sie in dieser Stadt Freunde nannte.
Lynnea musste Josiah nicht lange mit dieser bedeutenden Pause ansehen bis sie die Erkenntnis auf seinem Gesicht erkennen konnte.
Sie zeigte ihm ein schiefes Grinsen, eine Bestätigung, dass er gerade richtig gehört hatte, "Nun, es könnte sein, dass ich ausgerechnet von diesem besagtem 'Lucky Henry' trainiert worden bin."
Bei dem Blick, den Josiah ihr nun gab hätte Lynnea sich irgendwie am liebsten in die nächste Ecke verkrochen, weshalb sie schnell hinzufügte: "Damals allerdings auf Mutters geheiß! Ich schätze mal, dass sie damals schon mein Potential gesehen hat und Henry schlicht am vertrauenswürdigsten war, um Mutter davon zu überzeugen mich den Umgang mit Waffen zu lehren und dieses Potential auszubauen."
Lynnea zuckte schwach mit den Schultern und schaute zu Boden, sich verlegen den Nacken reibend, "Es tut mir leid, dass ich dir noch nie davon erzäht habe."

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Lynnea

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Josiah hob in einer sprachlos Geste die Hände.
"Wie kann es sein, dass mir das in fast zwei Jahren nie jemand gesagt hat?!", fragte er empört. "Hat niemand gedacht, dass das vielleicht wichtig wäre, bevor ich mich mit diesem Kerl anlege?"
Molly sah der Szene von der Bar aus belustigt zu.
"Hast du das gewusst?", fragte Josiah sie anklagend.
Molly antwortete nur mit einem entschuldigenden Schulterzucken.
Josiah seufzte. "Tut mir leid, Kleines. Das wirst du mit deiner Mutter allein ausfechten müssen. Ich kann das nicht entscheiden."
"Komm, Josiah. Sie sie ist erwachsen und hat jedes Recht, zu tun was sie will", versuchte Molly Lynn zu verteidigen.
"Dann hat sie auch das Recht, sich das, was sie will, allein zu erkämpfen", antwortete Josiah grimmig.

Geändert durch Josiah (11.03.2019 19:04)

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Abe holte Blaze, der Gott sei Dank noch gesattelt war und pfiff nach Duke. Es war ein schneller harter Ritt zurück zur Ranch von Smith. Abe stieg ab und übergab sein Pferd an Hank, mit der Bitte sich um ihn zu kümmern und ihn in einer Stunde wieder rittfertig zu haben.

Dann suchte Abe nach John. Da er nicht im Büro war, ging er zum Haupthaus. Je näher er kam umso nervöser wurde er. Was würde sein Boss davon halten, dass er diese Aktion reißen wollte? Begeistert würde er nicht sein. Davon war auszugehen. Aber würde er versuchen es ihm auszureden? Abe wollte gerade klopfen, als Maggie Johns Frau die Tür öffnete. „Abe mein Lieber komm herein. Mit dir haben wir nicht so früh gerechnet.“ Die ältere Frau sah Abe prüfend an. Das war ihm genauso unangenehm wie bei Miss Luna, denn auch Maggie hatte diesen Blick und wusste ebenso um seine Vergangenheit. „Komm rein, ich koche Kaffee.“

Abe betrat das Esszimmer in dem John mit seinem Sohn John Jr. saß. Junior würde nach Seniors Tod die Ranch übernehmen und er machte sich hervorragend. Schon jetzt hatten die Männer Respekt vor ihm. Auch Abe, denn Junior war seit er laufen kann, in die Vorgänge der Ranch involviert. Als Senior Abes Gesichtsausdruck sah, bat er Junior um die Prüfung einiger Vorgänge und schickte ihn hinaus.

„Setz dich und erzähl was passiert ist.“ Maggie brachte den Kaffee und setzte sich dazu. John würde eh mit ihr sprechen und dann würden sie beide ihn ins Gebet nehmen. Da konnte er eben auch gleich Beiden erzählen was los war. Und so berichtete er ihnen von seinem Morgen. John sah ihn ernst an, während Maggie ihre Hand auf seinen Unterarm gelegt hatte. Abe erwartete ein Donnerwetter. Doch stattdessen wurde er überrascht. „Ich verstehe dich Abe. Ich habe eine wunderbare Frau und drei tolle Kinder. Nicht auszumalen was ich tun würde, würde man mir diese nehmen. Trotzdem hatte ich gehofft, dass du hier deinen Frieden gefunden hast. Es tut mir leid das dem nicht so ist.“ Abe bekam ein schlechtes Gewissen. John unterstützte ihn wo er konnte, zahlte mehr als üblich und lies Abe freie Hand Geld dazuzuverdienen, so lange sie legal waren. Und jetzt wollte er etwas machen was eben nicht legal war. Doch Abe lief die Zeit davon. „Es liegt an der letzten Nachricht nicht wahr?“ Maggies Stimme riss ihn aus den Gedanken. Abe nickte. „Es geht zu Ende und ich muss es abschließen. Sonst werde ich nie Frieden finden.“ Maggie nickte verstehend. Sie wusste nicht was sie tun würde wenn ihrer Familie jemand so etwas antun würde. Deshalb war sie froh, dass Abe sich gefangen hatte und alles mit Ruhe anging. Ein kühler Kopf würde sein Leben retten, auch wenn sich Maggie nicht sicher war ob Abe das wollte. „Geh mein Junge, aber sieh zu das du bald zurück kommst. Ich habe keine Lust die Frischlinge alleine großzuziehen.“ John war aufgestanden und sah ihn mit weicher Miene an. Abe ging zu ihm und beide Männer umarmten sich. Es war alles gesagt. „Pass gut auf dich auf Abe.“ Maggie schloss ihn ebenfalls in ihre Arme. Abe drückte sie extra fest, weil er wusste dass sie vor Sorge wohl kaum schlafen würde.

Abe verlies das Haus und ging zu seinem Zimmer im Nebengebäude. Er packte seine Sachen und ging sehr genau durch was er brauchen würde. Nicht zuviel Gepäck aber auch das nötigste. Dann wusch er sich das Gesicht, kämmte sich und legte die Vorarbeiterkleidung an. Wenn er schon reiste, dann gut aussehend. Zuletzt nahm er eine Zeichnung aus einer Schublade. Sie war schon sehr abgegriffen, aber Abe hütete sie wie einen Augapfel. Dafür tat er das was er tat, dafür hatte er alles hinter sich gelassen. Dafür würde er vielleicht sogar sterben. Abe legte die Zeichnung vorsichtig zusammen und steckte sie ein. Vielleicht brachte sie ihm Glück. Er nahm seine Sachen und band diese an Blaze fest. Dann stieg er auf und blickte nicht zurück.

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


Gründungsmitglied des Clubs der "langhaarige, bärtige Männer-Bevorzugerinnen"
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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Lynnea seufzte innerlich.
Sie hätte es kommen sehen müssen.
"Ich weiß, Josiah und es tut mir leid!" Lynnea wagte es nicht zu Molly zu sehen, ihre blauen Augen beständig auf ihren Freund gerichtet dessen Hautfarbe im krassen Kontrast zu der ihren stand und der ihr dennoch so ebenbürtig war und ihr immer wieder aufzeigte wo genau ihre Fehler lagen.
Genauso wie er es jetzt tat.
"Ich bitte dich auch nicht für mich mit Mutter darüber zu diskutieren oder deine Hand für mich ins Feuer zu legen. Das ist allein meine Aufgabe. Ich bitte dich lediglich darum mir eine Chance zu geben. Eine Chance sie davon zu überzeugen, dass ich zurück kommen werde." sie hasste sich beinahe selbst dafür ihn mit einem solchen Ausdruck anzusehen, den man nicht anders als mit dem Wort 'flehend' betiteln konnte.
"Ich hab nicht vor einfach abzuhauen und niemals wieder zu kommen. Alles was ich möchte ist für eine Weile aus dieser Stadt raus. Aus diesem Leben raus. Die Welt sehen und neues lernen." Lynnea schaute von einem Auge zu seinem anderen und zurück, "Ich weiß, du bist sauer. Und ich kann es verstehen und akzeptiere es. Aber ich möchte dich auch bitten mir diese eine Chance zu geben, damit ich es später wieder gut machen kann.
Mutter wird sauer sein. Noch stinkiger als du es jetzt bist und ich weiß, dass es nicht einfach sein wird sie zu überzeugen. Sie wird mich nicht gehen lassen solange sie keine Garantie dafür hat, dass ich sicher bin."
Es war ein kleines, zögerliches aber absolut ehrliches Lächeln, welches sie auf ihre Lippen schleichen ließ, die Hände offen als würde sie ihn umarmen wollen als sie sagte: "Und du bist - in jeglichem Sinne - die Person, der wir beide am meisten vertrauen. Nicht Henry, nicht Grizz, nicht sonstwem - außer vielleicht Abe, aber du weißt ja wie er ist - du bist derjenige dem Mutter die wichtigsten Aufträge anvertraut. Und derjenige dem ich mein Leben anvertrauen würde."
Es tat beinahe schon weh diese Wahrheit auszusprechen.
Lynnea hatte sehr früh sehr schnell gelernt, dass sie sogut wie niemandem vertrauen konnte.
Brauchte man jemanden für nen Auftrag?
Dann erledigte man diesen am besten selbst.
War gerade guter Rat benötigt eine wichtige Entscheidung betreffend?
Verließ man sich besser auf seinen eigenen Instinkt als von anderen in die Irre geleitet oder sogar noch ausgenutzt zu werden.
Brauchte man Rückendeckung? Dann sorgte man lieber selbst dafür, dass nichts schiefgehen konnte und man allen immer einen Schritt voraus war.
Und wenn es um Lynneas eigenes Leben ging?
Verdammt noch eins, aber da gab es von den Männern dieser Stadt nur zwei, denen sie dies zutraute.
Josiah und Abe.

~ Everybody likes a bad idea when it works! ~ 

~~~~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~

Lynnea

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

''Hey, hey hey, wir wissen beide, dass ich meine Schulden ernst nehme, du Jammerlappen. Du kriegst das Geld schon noch zurück, keine Sorge!'', klagte Grizz zurück und haute leicht mit seiner Faust gegen die Schulter seines Kumpels. ''Den Laden lasse ich ganz, versprochen, was die Ladies angeht, kann ich das nicht versprechen'', scherzte der Hüne und schlug dabei schelmisch grinsend mit dem Ellenbogen in Luckys Seite. ''Wenn du verstehst, was ich meine'', fügte er mit einem zwinkern hinzu. Lucky schüttelte dabei nur mit dem Kopf und rollte mit den Augen. Wie sollte er so etwas Offensichtliches auch nicht verstehen?? ''Auch nicht die Frauen, Grizz...'', setzte Lucky hinzu. ''Jaja, schon gut du Nörgler. Hauptsache vorhin beschwerst du dich noch über meine Laune und jetzt ist es umgekehrt, oder wie? Abgesehen davon kann ich nichts dafür, wenn sie mir irgendeinen Marroni oder wie das heißt Bett geben. Das hätten die doch gleich wissen müssen, dass das kaputt gehen könnte. Selbst Schuld, sag ich da nur!''

Als Lucky dann um keine Ausrede verlegen war um das Bordell zu meiden, schüttelte Grizz nur verständnislos mit dem Kopf. ''Willst du mir etwa erzählen, dass Lucky Henry, der große Anführer unserer Truppe, der, der einen ''Bären'' erlegt hat, Angst vor irgendeiner Frau hat? Du sagtest es doch vorhin über Luna selbst: sie ist und bleibt eine Frau. Vor der musst du doch keine Angst haben! Los jetzt, steh auf oder ich trag dich dahin, Freundchen! Ich spendiere dir auch eine der Damen...'', drängte Grizz und ließ seinem Partner kaum eine Wahl. ''...mit deinem Geld...musst du mir nicht zurückgeben. Geht auf's Haus'', fügte er zwinkernd hinzu und zeigte besonders bereitwillig in die Richtung des Bordells. Aber was würde eigentlich aus dem Sprengstoff-Opa werden? Den hatte er in jenem Moment völlig vergessen.

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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Nun, der Sprengstoff-Opa, Oddy-O‘ schüttelte grinsend den Kopf, wenn er daran dachte, hatte eigentlich ebenfalls Miss Lunas Paradies besuchen wollen, nicht aus den offensichtlichen Gründen, versteht sich. Doch er hatte mitbekommen, wie viele Leute heut zu seiner Luna wollten und da hatte er eindeutig keine Lust sich auf die Warteliste setzen zu lassen.
Daher schlenderte er gemütlich zurück zu seiner Stute und machte sich auf den Weg nach Hause. Er hatte noch ein paar Dinge herzurichten, wenn er seine Hütte eine Zeitlang allein lassen wollte. Auch wollte er seine Mine nicht offenstehen lassen in der Zwischenzeit. Und wenn der Bär und Lucky Henry morgen etwas Sprengstoffzauber sehen wollten, musste er noch ein bisschen brauen und mischen. Denn es solte eine schöne Show werden. Also auf ans Werk, pfeifend trabte der Alte durch die Prärie nach Hause.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Das soll eine Explosion gewesen sein?
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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Ein bisschen wehrte sich Henry noch und versuchte sich aus Grizz' Griff zu winden, aber all sein "Mir ist eben nicht danach", "Ich sollte wirklich vorher ein Bad nehmen!" und "Ich hab zu viel Bier getrunken!" verhallte ungehört. Schließlich ließ er sich mitzerren und überlegte sich unterwegs schonmal, was er wohl sagen konnte, wenn er da nun so auftauchte, als gemeiner Kunde, und sie dort wäre. Kurz bevor sie das Bordell erreicht hatten, wurde er immer langsamer, und schließlich kramte er eine Zigarre aus der Hemdtasche und entzündete sie an einem Streichholz.
"Geh schon vor, Grizz. Ich komme gleich nach. Und denk an die Abmachung! Keine Schäden! Menschen oder Dinge!"
Grizz schüttelte bloß mit dem Kopf und ging weiter, während Henry einen tiefen Zug nahm und den Rauch genüsslich wieder aus seinem Mund und der Nase strömen ließ. Es beruhigte ihn ein wenig und nach zwei oder drei weiteren Zügen musste er fast über Grizz' Worte lachen: hatte er wirklich Angst vor einer Frau? Wohl kaum! Was also war es dann, das ihn so nervös werden ließ? Es gab keinen Grund dazu. Die Sache mit Lynn war aus und vorbei. Und eigentlich war da ohnehin nicht viel gewesen!
Sich Zeit lassend für die Zigarre sah er in den Himmel hinauf. Die Nacht brach schon herein. Nur noch wenige Stunden bis Mitternacht.

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (11.03.2019 21:35)

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]


Josiah zog die Augenbrauen hoch. "Ich soll also als dein Aufpasser mitkommen, damit Luna dich gehen lässt, hm?" 
Er seufzte. "Wahrscheinlich soll ich eh mit. Lass mich oben zuerst meinen Teil berichten, dann wird sie mich beauftragen, mich der Unternehmung von diesem Lucky Henry anzuschließen. Danach versuch sie von mir aus damit rumzukriegen, dass ich ja eh dabei wäre oder so. Das ist alles, was ich für dich tun kann und glaub mir, selbst das gefällt mir nicht."
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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Lynnea konnte ihre Erleichterung nicht verbergen.
"Vielen Dank, Josiah! Du bist der Beste!"
Wenn das wirklich funktionieren sollte, dann würde sie dem Mann nen dicken Knutscher auf die Wange drücken, soviel war sicher.
"Es muss dir nicht unbedingt gefallen, ich bin dir einfach nur dankbar wenn du das für mich tun würdest." ebensowenig wie die Erleichterung konnte Lynnea das Grinsen nicht verstecken, das sich auf ihr Gesicht zog.

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Lynnea

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

"Na wunderbar", murmelte Josiah und ließ Lynnea den Vortritt die Treppe hinauf in die Höhle der Löwin.
"Ach ja, Molly. Ich soll dir noch ausrichten, dass Abe noch vorbeikommt, sobald er kann." Molly nickte und wünschte ihm und Lynnea mit einem Augenzwinkern viel Glück da oben.
Miss Luna merkte sofort, dass etwas in der Luft lag, als Josiah und Lynnea zusammen ihr Büro betraten. Trotzdem hörte sie sich ruhig den Bericht ihres Arbeiters an.
Josiah erzählte ihr, was er über Lucky Henrys Plan erfahren hatte und dass dieser ihr noch einige Listen zu erwarteten Ausgaben zukommen lassen würde. Er berichtete auch, dass Abe sich freiwillig gemeldet hatte und wofür er seinen Anteil auszugeben gedachte. Miss Luna nickte wortlos. Sie wusste bescheid über Abe und Molly.
Wie erwartet endete das Gespräch damit, dass Miss Luna entschied, Josiah auf Lucky Henrys Mission zu schicken und den finanziellen Teil mit dem Anführer selbst du klären.
Die ganze Zeit hatte Lynnea schweigend daneben gestanden und nur zugehört, wie Josiah es ihr gesagt hatte.
Nun, wo für ihn alles geklärt war, hoffte Josiah sogar, es aus dem Zimmer zu schaffen, bevor die unvermeidliche Bombe platzte.
"Lucky Henry will bis Mitternacht bescheid haben, ob ich dabei bin. Also sollte ich ihn suchen gehen, bevor..." Miss Luna schnitt ihm mit einer scharften Geste das Wort ab. Ihr Blick war aber auf Lynnea gerichtet.
"Mitternacht ist in vier Stunden, Josiah", sagte sie tonlos. "Henry kann warten. Ich denke, Lynnea hat uns vorher noch etwas mitzuteilen..."
Fragend sah sie ihre Ziehtochter an, während Josiah sich kleinlaut in eine Ecke zurückzog und sich für das Schlimmst wappnete.
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Kopfschüttelnd ging Grizz in Richtung Eingangstür. Es dauerte keine Sekunde, da hatte er seinen Partner auch schon vergessen und war voll darauf fokussiert eine gute Nacht zu haben. Kaum war er durch die Tür gegangen, lag schon dieser unvergleichbare Duft in der Luft. Der Duft von billigem Parfüm. Nicht, dass der Hüne wusste, wie teures roch, aber er wusste auf jeden Fall, dass sich keiner teures leisten konnte. Ausser vielleicht Miss Lunda und die anderen ''Da oben''. Billig oder nicht, es war ein Duft, den Grizz mochte. Ähnlich wie der in einem Saloon. Mhm, der Geruch von Bier hatte schon auch etwas. Für einen Moment war sich der Bär unsicher, ob er nicht lieber doch in den Saloon zurückgehen und sich weiterhin betrinken sollte. Auch das konnte eine gute Nacht werden. Und vermutlich auch noch eine deutlich billigere.

Doch da war es auch schon zu spät, als nämlich die erste Dame bereits auf ihn zukam. ''Ich hab mich schon gewundert, wann du endlich wieder hier auftauchen würdest, Großer'', sagte die leicht bekleidete, schlanke Dame mit einer betörenden Stimme und langen, blonden Haaren. Sie zwinkerte ihm dabei auffällig zu und schwang sich dann geschickt um den etwas steifen Körper des Hünen. ''Eleonore, bist du also immer noch da, ja?'', fragte Grizz noch etwas zurückhaltend, aber durchaus erfreut. Daraufhin schob sie den Hünen zum nächsten Stuhl und drückte ihn auf diesen runter. Dann schlenderte sie elegant und langsam hinter die Lehne des Stuhls und massierte die Schultern des Riesen. ''Du bist ja ganz verspannt. Mal schauen, ob wir das ändern können'', sagte sie, während Grizz entspannt in den Stuhl sackte. ''Du weißt ganz genau, was ein Mann braucht'', stellte er fest und war bereits förmlich im Himmel. Das sollte der Anfang eines wunderbaren Abends werden. ''Du weißt ja nicht, was du verpasst, Lucky!''

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Dieser Ton ihrer Mutter war Lynnea nur allzugut bekannt.
Luna war nicht gerade eine Frau des Herzens, aber Lynnea hatte von ihr auch nie irgendeine Art von körperlicher Gewalt erfahren. Nur verbale Schelten.
Denn, wenn Luna etwas lag wie sonst kaum einem, dann war es die Kunst mit Worten umgehen zu können.
Und trotzdessen, dass Lynnea dieses unangenehme Ziehen in der Magengegend wieder verspürte, ließ sie sich absolut nichts anmerken als sie nun dort vor ihrer Mutter stand.
"Ich habe mich dazu entschieden mit Henrys Truppe die Stadt zu verlassen, wenn sie aufbrechen, Mutter.", verkündete Lynnea mit fester Stimme, "Ich habe nicht vor für immer fort zu gehen, da ich weiß, dass mein zu Hause hier ist. Aber ich bitte dich mir zu gewähren für eine gewisse Zeit mit dieser Gruppe herum zu reisen und deren Vorhaben aus zu führen. Ich bin inzwischen sowohl alt genug als auch bereit meine Fertigkeiten da draußen unter Beweis zu stellen."
Keinen einzigen Moment zeigte Lynnea ein Anzeichen für Schwäche, als sich der beinahe schon brennende Blick, der dunklen Augen ihrer Mutter, in ihre eigenen blauen Augen bohrte.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Miss Lunas Gesicht zeigte keine Regung. Nur ihre Augen funkelten gefährlich, als sie Lynnea ansah. Sie hielt die Spannung nur ein paar Sekunden, doch Josiah kam es vor wir Stunden, die er aushalten musste.
Schließlich öffnete Miss Luna ihre dunklen Lippen und sagte nur ein Wort.
"Nein."
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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

"Du hast bereits Josiah verpflichtet sich der Sache auf deinen Geheiß anzuschließen." erwiderte Lynnea ebenso tonlos, ihre blauen Augen kalt wie Eis.
Dies war wieder einer dieser eher seltenen aber vorkommenden Auseinandersetzungen zwischen den beiden Frauen - ein Kräftemessen, wenn man so wollte - bei denen Lynnea es immer öfter schaffte ein klein wenig mehr Boden zu gewinnen. Auch, wenn es oft nur minimale Fortschritte waren.
"Er wird dafür sorgen, dass ich unversehrt wieder zurückkehre.
Außerdem habe ich diese Entscheidung nicht wegen oder für Henry getroffen, sondern für mich selbst.
Er ist mit seinem Vorhaben schlicht die sicherste Option, die Erfahrungen dort draußen zu sammeln, die ich brauche um sowohl heil wieder nach Hause zu kommen, als auch zu der Nachfolgerin zu werden zu die du mich nun schon seit Jahren trainierst.
Gibt mir eineinhalb Jahre. Mehr nicht. Und Josiah wird regelmäßig Nachrichten schicken lassen, wann immer es auch möglich ist."
Noch wagte Lynnea es nicht ihre Augen zu Josiah in der Ecke huschen zu lassen.
"Dies ist die beste Chance, die ich bekommen werde und ich werde sie nutzen.
Erzähl mir nicht, dass du nicht früher auch so gehandelt hättest, Mutter." ein kleines kalkuliertes Lächlen stahl sich auf Lynneas Gesichtszüge, welches nur einen Hauch weicher wurde als sie hinzufügte: "Ich würde nur mit einem leichteren Herzen gehen wollen, indem du mir diese eine Chance gewährst."

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Miss Lunas Blick zuckte für den Bruchteil einer Sekunde zu Josiah und er befürchtete fast, dass sie wusste, dass dieses Argument von ihm gekommen war.
"Und was, wenn du nicht zurückkehrst, hm?", fragte sie Lynnea scharf, "Josiah kann dich auch nicht vor allem beschützen. Was wenn du dir von Henry wieder den Kopf verdrehen lässt oder es dir da draußen irgendwo so gut gefällt, dass du dort bleibst und mich und die Mädchen und Santa Rosa vergisst?"
Josiah horchte auf. Da war mal was Ernsteres zwischen Lynnea und diesem Henry? Damit konnte er Miss Lunas Unwillen, ihre Tochter in die Hände dieses Mannes zu geben, noch viel mehr nachvollziehen. Warum nur hatte er sich darauf eingelassen, Lynnea bei diesem Vorhaben in die Karten zu spielen?
Ach ja, dachte er grimmig, weil sie mir davon nichts gesagt hat...
"Was dann, Lynnea?", fragte Luna noch einmal eindringlich. "Wenn ich alt und schwach bin und du mich verlassen hast... Dann wird irgendein schmieriger Zuhälter sich die Mädchen unter den Nagel reißen und ich werde im Armenhaus verrotten."
Es war einer dieser seltenen Momente, in denen ihr spanisches Temperament mit ihr durchging und sie dramatisch wurde.
Josiah hatte so etwas kaum einmal miterlebt und hätte sich gerade in diesem Moment auch eher gewünscht, es wäre keinmal gewesen. Doch Lynnea wusste sehr genau, was dieser Ausbruch ihrer Mutter bedeutete. Luna erkannte, dass sie machtlos war. Wenn Lynnea gehen wollte, würde sie gehen. Mit oder ohne den Segen ihrer Mutter.
Vielleicht bildete er es sich ein, doch Josiah glaubte, dass das Funkeln in Lunas Augen dunkler wurde.
"Josiah wird nicht von deiner Seite weichen. Und wenn du in eineinhalb Jahren, auf den Tag genau, Fräulein, nicht wieder hier bist, setzte ich ein so hohes Kopfgeld auf dich aus, dass der gesamte Westen auf den Beinen sein wird, um dich zurückzubringen. Und was meinen Segen angeht, auf den wirst du verzichten müssen. Wenn dir das Herz schwer ist kannst du mich wenigstens nicht vergessen."
"Und was dich angeht, mein Lieber..." Josiah sprang fast an die Decke vor Schreck, als Miss Luna sich ruckartig zu ihm wandte mit einem Blick, als würde sie ihn am liebsten auffressen.
"Wenn du sie mir nicht ohne den kleinsten Kratzer zurückbringst, schicke ich deinen schwarzen Arsch zurück nach Virginia."
Ganz kurz lag Josiah auf der Zunge, dass die Sklaverei jetzt illegal war, doch er konnte sich zusammenreißen und sprach es nicht aus. Eine der weisesten Entscheidungen seines Lebens.

Geändert durch Josiah (12.03.2019 00:38)

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Lynnea spürte wie ihre Mundwinkel zuckten und unterdrückte den Drang mit den Augen zu rollen.
Diese Dramaturgie ihrer Mutter kannte sie. Es erinnerte sie nur zu gut daran, wie Luna damals immer an die Decke gegangen war, wenn Lynnea mit zerschnittenen Fingern vom Training wieder Heim gekommen war.
Dennoch nickte sie, akzeptierte, dass Luna sie nur widerwillig gehen ließ.
Plötzlich merklich gelassener als sie es noch vor Sekunden gewesen war, verlagerte Lynnea ihr Gewicht und löste ihre langen gold-blonden Haare von dem Knoten und dem Wurfmesser in dessen silbernen Scheide, welches alles zusammenhielt.
"Keine Sorge, Mutter. Ich werde zurückkommen. Am Ende des Tages weiß ich schließlich wo mein Platz ist und bleiben wird.", erwiderte sie ruhig während sie sich ihre Haare erneut zu einem festen Zusammenhalt an ihrem Hinterkopf zusammen knotete und das Ganze mit dem Wurfmesser befestigte.
"Und außerdem," setzte sie hinzu, ihre Hand mit eine nun tödlichen Ruhe zu einem ihrer rasiermesser-scharfen Wurfmesser wandernd, das sie mit geübter Lässigkeit herauszog und eins-, zwei-, drei-mal mit lockerem Handgelenk hochwarf und an der Spitze wieder auffing, "-bin ich mindestens genauso gefährlich wie jeder Mann den Henry finden kann, wenn nicht noch tödlicher."
Lynneas Augen funkelten nun mindestens genauso dunkel wie die ihrer Mutter, das Messer an dessen Spitze zwischen ihren Fingern baumelnd, "Wenn ihr mich jetzt entschuldigen würdet, da draußen wartet noch jemand, der förmlich nach einer Kastration verlangt."
Trotz des scharfen Lächelns, das sich auf Lynneas Lippen zog, unterdrückte sie den Impuls in eine ihrer Gürteltaschen zu greifen.
Zu früh. Sie würde sie ihr geben, als Versprechen. Aber noch nicht jetzt.
Stattdessen warf sie Josiah nur noch eine Kusshand zu - als kleiner Dank im Voraus - und war aus dem Raum verschwunden. Die Tür leise hinter sich zufallen lassend.

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Lynnea

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Geändert durch KayraS (12.03.2019 08:04)

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Abe ritt auch diesmal wieder scharf zurück in die Stadt. Er hatte keine Zeit zu verschwenden. Immerhin wartete Lucky Henry auf eine Antwort von ihm und er wollte seinen letzten Abend mit Molly genießen.

Vor dem Etablissement angekommen, übergab er Jab sein Pferd und bat ihn sich auch um Duke zu kümmern. Als erstes wollte er Lucky Henry suchen und sich melden. Abe lachte kurz auf. Er sollte nicht Lucky suchen sondern seinen Kumpel, der war wesentlich auffälliger. Als er den Blick zum Saloon schweifen lies, entschied er, dass das seine erste Anlaufstation war. Abe lief langsam auf den Saloon zu, immer ein waches Auge auf die Nebengassen. Manche Fremde waren so dreist daraus hervorzukommen und einen auszurauben. Aus den Augenwinklen nahm er in einer der Gassen ein Glimmen wahr. Das Leuchten war ausreichend genug. Anscheinend brauchte er wohl nicht weitersuchen. Abe ging auf den Mann zu, der in der Dunkelheit stand. „Guten Abend Boss.“

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Gründungsmitglied des Clubs der "langhaarige, bärtige Männer-Bevorzugerinnen"

Geändert durch Eruanne (12.03.2019 08:11)

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Henry nahm noch einen Zug von der Zigarre. Er hatte die Schritte bereits gehört, hatte kurz in sich hinein gehorcht, ob sie eine Bedrohung sein konnten, und dann entschieden, dass er sich entspannen konnte. Derjenige, der da auf ihn zukam, würde ihn weder ausrauben noch umbringen.
Langsam drehte er sich herum und hob eine Augenbraue, während er Haywood musterte.
"Boss?" fragte er, eine Einladung, mehr zu sagen.

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I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

„Ich bin bei deiner Unternehmung dabei. Und ja ich akzeptiere dass du unser Boss bist.“ Abe stand jetzt vor Henry und sah ihn direkt an. „Sag mir nur wann’s morgen los geht. Da drüben wartet ein heißer Rotschopf auf mich und du weißt Rotschöpfe sollte man nicht zu lange warten lassen.“

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Innerlich beglückwünschte Henry sich selbst, aber äußerlich war ihm keine Regung anzumerken. Er hatte ein gutes Gefühl bei Haywood. Als er ihn jetzt allerdings von oben bis unten musterte, die elegante Kleidung aufnahm, da zweifelte er doch ein bisschen an dessen Beweggründen. War es nur die Gier nach den Dollars? Vielleicht sollte er dem noch einmal etwas näher auf den Grund gehen.
"Willkommen an Bord, Mr. Haywood." begann er mit einem Nicken und der Tonfall, mit dem er Mr. Haywood sagte, zeigte deutlich, dass er den Nachnamen nicht benutzte, weil er den Vornamen vergessen hatte, sondern aus reiner Professionalität als Arbeitgeber heraus.
Eindringlich sah er dem Mann ins Gesicht und sagte dann im Plauderton mit einer Handbewegung, die dessen Erscheinung einfasste: "Du hast hier eine gute Anstellung mit regelmäßigem Lohn. Du siehst nicht aus wie einer, der hungern muss. Ich halte mich aus den privaten Angelegenheiten meiner Männer normalerweise heraus, aber es interessiert mich dennoch: Warum gehst du das Risiko ein?"

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Henrys Professionalität gefiel Abe. Das hier war ein Job, kein Kaffeekränzchen. Er fing an sich wohler zu fühlen. Auch das Henry ihn musterte störte Abe kein bisschen. Er war dabei. Das war das wichtigste. Als Henry ihn nochmals nach den Beweggründen fragte konnte Abe wenigstens wahrheitsgemäß antworten und musste nicht lügen. „Ich brauche mehr Geld und mein Gewinnanteil wird mir geben was ich brauche. Ist es das Risiko wert? Ja definitiv. Manchmal muss man ein Risiko eingehen um zu bekommen was man will. Schätze das kennst du.“

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

"Durchaus." Wieder nickte Henry dieses nachdenkliche Nicken.
Es ging ihn nichts an, was den Mann bewegte. Er wollte nur sichergehen, dass es die Sache nicht gefährden würde. Mit Abe's Antwort war er daher zufrieden: Es ging ihm bloß um seinen Gewinn. Er war kein Fanatiker, der den Kopf verlieren würde, kein Rachegeist, der mittendrin seinen eigenen Weg gehen würde. Er wollte die Kohle - und damit konnte Henry umgehen.
"Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss." bestätigte er klischeehaft und grinste nun endlich ein wenig. "Hab Spaß mit deinem Rotschopf. Und sei morgen früh bei Sonnenaufgang am Saloon."
Noch einmal veränderte sich Henry's Gesicht. Er hatte wenig Grund, dem Mann vor sich zu mißtrauen, aber er hatte schnell gelernt, dass Vorsicht besser war als Nachsicht. Mit steinhartem Gesicht rief er ihn noch einmal zurück.
"Und Haywood? Jeden Mann, der mich je hintergangen hat, habe ich mit einem feuchten Loch in der Erde belohnt. Jeden einzelnen von ihnen! Das solltest du dir gut merken."

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

''Deine Schultern sind so breit'', stellte das Freu­den­mäd­chen gespielt beeindruckt fest. Sie war eine von diesen Frauen, die genau wusste, was Männer hören wollten. Darum arbeitete sie wohl eben auch in solch einem Etablissement, dachte sich Grizz, während sie ihm alle Verspannungen wegmassierte. In Grizz' Fall war es zwar zur Abwechslung die Wahrheit, aber das bedeutete nicht, dass sie in Wirklichkeit derartige Männer anziehend fand. Nach einer Weile stand der Hüne dann wieder auf, packte Eleonore, sehr zu ihrer Verwunderung, darum wohl auch der kurze Schrei ihrerseits, und trug sie auf beiden Armen in Richtung eines der Zimmer. Diese waren durch einen weiteren Gang erreichbar. Dort waren an beiden Seiten mehrere gleichgroße Räume, welche nebeneinander gereiht waren. An den Türen war immer jeweils eine Nummer. Der Hüne war sich unsicher, welcher Raum frei war, also ging er einfach zum erstbesten und hörte an die Tür. ''Der scheint nicht frei zu sein, soviel ist klar'', sagte er mit einem Zwinkern. Dann ging er zum nächsten und hörte nichts. ''Hmm, der ist wohl frei'', stellte er zufrieden fest, Eleonore nickte ihm zustimmend zu. Daraufhin ließ er die Frau herunter, sodass sie wieder auf den Beinen stand und öffnete vorsichtig die Tür. Und da war genau das, was er suchte. Ein einfach eingerichtetes Zimmer mit einem Bett, einem Nachtkästchen und einem Wandschrank. Wofür auch immer der sein soll…Daraufhin gingen Grizz und Eleonore hinein. ''Ich hoffe mal, dass das Bett dieses Mal nicht aus irgendeinem teuren Superholz aus Timbuktanien ist, denn ich kann nicht für die Sicherheit der Einrichtung garantieren'', scherzte der Hüne, während er sich langsam entkleidete. Danach hörte man nur noch vereinzelte und zu erwartende Geräusche. Abwechselnd ein Bettknarren, oder andere, welche häufiger in diesem Etablissement zu hören waren.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Als Abe den Klischee Spruch von Henry hörte konnte er nicht anders und musste grinsen. „Sonnenaufgang am Saloon. Ich werde da sein.“ Abe wollte schon gehen als Henry ihn zurückrief. Auf seine Worte hin nickte Abe ihm zu. „Habe ich zur Kenntnis genommen Boss. Wir sehen uns morgen.“ Damit lies er Henry stehen und ging Richtung Bordell.

Abe war nachdenklich bezüglich Henrys letzten Worten und dachte sich nur dass es wohl besser war, dass Henry nichts über seine Vergangenheit wusste.

Kaum hatte er das Etablissement betreten hellten sich Mollys Augen auf. Abe sah das Blitzen und ging lächelnd auf sie zu. „Bereit für einen unvergesslichen Ritt?“ Molly lachte auf. „Mit dir doch immer.“ Abe nickte. „Sehr gut. Gehst du schon hoch und bereitest alles vor? Ich muss noch kurz mit Josiah wegen Morgen sprechen. Weißt du wo er ist?“ Molly sah ihn grinsend an. „Er ist oben.“ Abe seufzte. „Danke, dann geh ich mal hoch. Bis gleich mein Herz.“

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Geändert durch Eruanne (12.03.2019 09:48)

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DerDunkelgraue

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Ein jüngerer Mann mit einem blauen Halstuch kam aus dem Saloon getorkelt. Allem Anschein nach hatte er ein bisschen zu viel getrunken und machte danach erstmal einen Schwenk um die Ecke des Hauses. Dort angekommen ließ er seine Hose herunter und begann ein kleines Geschäft an der Hauswand zu erledigen. Als er fertig war und seine Hose wieder hochzog, krümmte er sich plötzlich. ''Ohje. Das wird morgen Früh Ärger geben. Er sagte doch, dass wir ohne Hangover kommen sollten…'', sagte der Mann schuldbewusst zu sich selbst und beugte sich dann nach vorne. Kurz darauf kotzte er vermutlich all das, was er vorher getrunken und gegessen hatte, wieder aus. Als er endlich damit fertig war, putzte er sich den Mund mit seinem Halstuch ab. ''Jetzt geht es mir schon besser. Hoffentlich merkt der morgen nichts…vielleicht sollte ich mir noch ein Bad nehmen, sicher ist sicher'', sagte John zu sich selbst, drehte sich um und fing sich dabei direkt eine Faust im Gesicht ein.

''Ah'', gab er vor Schmerz von sich, fiel vor Schreck und Überraschung gegen die Wand des Saloons und trat dabei zu allem Überfluss noch in sein eigenes Erbrochenes. Drei dunkel gekleidete Männer standen plötzlich neben ihm und umzingelten den hilflosen Mann. Eine Flucht war ausgeschlossen. ''W…was wollt ihr von mir?'', fragte er mit zittriger Stimme, wohlwissend, in welcher Situation er sich befand. Daraufhin gingen die drei Männer zur Seite und gaben den Blick auf einen vierten Mann preis. Der Mann mit kurzen, blonden Haaren, blauen Augen und einem breiten Mund grinste ihn an. ''Guten Abend'', begrüßte er ihn freundlich. ''Möchtest du einen kleinen Spaziergang mit uns machen?'', fragte er den jungen Mann, doch selbst für einen Angetrunkenen war klar, dass es keine Frage war. John nickte. ''Gut'', entgegnete der ebenfalls dunkel gekleidete Jack Anderson. Lieutenant Anderson war O’Rourkes rechte Hand. Wie alle anderen Männer O’Rourkes, diente er einst der Confederate States Army, in der gleichen Brigade, über die O’Rourke das Kommando hatte. Anders als die übrigen Männer trug er jedoch bessere Kleidung und hatte ebenfalls Goldsterne aus Metall auf der Brust, anstatt einfach aufgestickte, wie alle anderen. Niemand wusste so recht, wer schlimmer war, Anderson oder O’Rourke, aber was klar war: Anderson war bis zum Tode loyal gegenüber seinem Anführer und verrichtete die Drecksarbeit, für die sich O’Rourke zu schade war oder keine Zeit hatte.

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Kayley

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Vorsichtig lief John neben dem Mann her. Er erkannte die Abzeichen, die er trug - jeder hatte schon einmal von O'Rourke's ganz persönlicher Privatarmee gehört, aber der Kerl konnte nicht O'Rourke selbst sein. Er hatte noch beide Arme.
John schluckte, während er sich überlegte, was O'Rourke wohl von einem wie ihn wollen könnte. Er war ein Niemand, hatte keinen Einfluss, kein Geld, nichts, was es sich lohnen würde, von ihm zu verlangen. Sicherlich hatte er keinen Nutzen für den Colonel. Der Alkohol, der seine Gedanken schon schummrig hatte werden lassen, verflog, und an seiner statt machte sich Nervosität in John breit.
"Was...hm... was wollen Sie von mir?" fragte er schließlich zögerlich, als er genug Mut zusammengerauft hatte, den Mann anzusprechen.

***************************************************
"Jede gute Geschichte hat es verdient ausgeschmückt zu werden."

"Es gibt kein Morgen...für die Menschheit!"

"I am fire! I am death!"
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Kayley]

Jack Anderson und seine drei Untergebenen, sowie ihr zumindest vorübergehender ''Gast'' John, waren seit ihrem unfreiwillig freiwilligen Treffen unterwegs gewesen und kamen dann etwas Abseits der Stadt in der Prärie zum Stehen. "Was...hm... was wollen Sie von mir?", war die Frage, die sich der Mann erlaubte. In seiner Stimme hörte man, wie er anscheinend unsicher war, ob nun seine letzte Stunde geschlagen hatte, oder nicht. Lieutenant Anderson trat an den jungen Mann heran und grinste ihn weiter an. Es war kein Grinsen, das Vertrauen schaffte. Im Gegenteil, es löste ein schlimmes Gefühl in ihm aus. Dazu kamen diese tiefen, blauen Augen, die durch ihn wie ein Dolch stachen. Innerlich schloss John bereits mit seinem Leben ab. Selbst in diesem Zustand war ihm völlig klar, wie dies nach aller Wahrscheinlichkeit enden würde. Anderson steckte beide Arme aus und legte sie auf die Schultern seines Gastes. Er sah ihm weiterhin tief in die Augen. ''Wie heißt du, mein Junge?'', fragte er ihn mit einem freundlichen Grinsen. ''J…J…John'', entgegnete dieser stotternd vor Angst. ''Es freut mich dich kennenzulernen, John. Mein Name ist Jack Anderson. Aber Freunde nennen mich Jack’’, stellte sich der Blonde vor. ''Du bist doch mein Freund, oder?'' Auch wenn es nicht stimmte, nickte John dennoch und spielte erstmal mit. ''Gut. Als ich dich heute gesehen habe, dachte ich mir, dass du ein ehrlicher Typ sein musst'', stellte Anderson fest. John rührte sich nicht, sondern war zu gebannt von der Situation und seinen gemischten Gefühlen. Nach einem Moment der Stille fuhr Anderson fort. ''Irre ich mich da, oder stimmt mein erster Eindruck?'', fragte er ihn deutlicher und implizierte, dass er nun eine Antwort erwartete. ''N…nein. Ich bin eine ehrliche Haut, wirklich’’, antwortete der junge Mann zustimmend nickend. ''Ach wirklich? Gerade eben hast du mich schon angelogen, als ich fragte, ob du mein Freund bist’’, stellte Anderson fest. In jenem Moment rutschte Johns Herz in die Hose und sein Kinn krachte auf den Boden. ''Wir sind keine Freunde, John, wir kennen uns seit ein paar Minuten. Warum sollte ich jemandem vertrauen, der mich nach ein paar Minuten bereits anlügt?’’, fragte Anderson herausfordernd. John wusste nicht, was er nun antworten sollte. Er zitterte. ''Ich…ich bin einfach nervös und habe eben gedacht, dass es besser ist, wenn ich zustimme, dass wir Freunde sind'', entgegnete er und zitterte am ganzen Leib. Anderson nickte. ''Das weiß ich. Und dennoch hast du gelogen’’, sagte der blonde, blauäugige Mann und entfernte seine Arme wieder von Johns Schultern. Dann ging er einige Schritte zurück.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Josiah kam gerade die Treppe herunter, als Abe heraufkaum.
"Oh Abe, hast du alles geklärt mit Smith? Lässt er dich gehen?", fragte er seinen Freund und versuchte sich unauffällig die Schweißperlen von der Stirn zu wischen, die das Gespräch mit Luna hinterlassen hatte.
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

''Ich werde dir nun einige Fragen stellen, auf die ich eine ehrliche Antwort von dir erwarte, John!'', sagte Jack und erklärte seine Absichten. ''Wirst du mir auf diese ehrlich antworten, oder habe ich dich wirklich so falsch eingeschätzt, John?'', fragte er mit einem absichtlichen und deutlich misstrauischen Unterton. ''Absolut, ich antworte ehrlich'', bekräftigte John die Frage mit einem Nicken. ''Wundervoll.'' Jack Anderson machte wieder einige Schritte auf John zu. ''Wenn du mir erzählst, was ich wissen will, verspreche ich dir, dass ich dich gehen lasse. Wenn ich aber merke, dass du mich für dumm verkaufst, John, werde ich dich dein eigenes Grab schaufeln lassen. Danach werde ich dir alle Fingernägel aus den Fingern, alle Zähne und die Zunge aus deinem Mund und deine Männlichkeit rausreißen. Eine sehr, sehr schmerzhafte Angelegenheit. Ich spreche nicht aus eigener Erfahrung, wie du siehst ist bei mir noch alles dran, aber ich habe es bei anderen gesehen, die lieber die Wahrheit hätten sagen sollen. Anschließend werde ich dich, während du noch lebst, nackt an mein Pferd binden, dich durch die Prärie ziehen und dann, wenn du kurz davor bist zu sterben, wie ein Stück Vieh in dein eigenes Grab werfen und deine Einzelteile von den Geiern und Maden zerfleischen lassen. Die werden sich darüber freuen. Du eher weniger, denke ich. Aber wie gesagt, es gibt eine Möglichkeit, wie das alles nicht passiert. Wenn du mir ehrlich antwortest’’, erklärte Anderson mit einer Gelassenheit, die einem fast noch mehr Angst machte, als das, was er erzählte. Dann kam er mit seinem Kopf ganz nahe an John heran. ''Hast du das verstanden, John?'', fragte er noch einmal mit aller Deutlichkeit. John zitterte am ganzen Körper und hätte sich vermutlich in die Hose gemacht, wenn er sich nicht vorhin schon erleichtert hätte.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Abe grinste Josiah an. "Ich bin dabei. Er hat mich gehen lassen. Begeistert war er nicht, aber das ist ja klar. Und bei dir? Geht alles klar?" Abe hoffte dass Josiah mitkam. Er würde trotzdem gehen, aber mit ihm zusammen würde er sich wohler fühlen.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Josiah machte ein grimmiges Gesicht. "Ja, ich kommte mit... Aber Lynnea auch."
Auf Abes überraschten Blick hin erzählte er kurz, was sich oben ereignet hatte.
"Ach übrigens, Miss Luna hat gesagt, wenn ich dich treffe, soll ich dich zu ihr schicken. Wegen Molly, nehme ich an."
Josiah sah noch einmal die Treppe hinauf. Sofort hatte er wieder Lunas stechenden Blick vor Augen. Er schluckte schwer. Das würde ihn wohl noch in seinen Träumen verfolgen.
"Viel Glück da oben, mein Freund", sagte er und klopfte Abe auf die Schulter, "Du wirst es brauchen..."
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Luna lehnte sich zurück. Als sie heute Morgen aufgestanden war, war nichts davon zu ahnen gewesen, was sie jetzt zur Weißglut brachte. Sie hatte geahnt dass Lynnea irgendwann hier weg wollte, trotzdem hasste sie den Gedanken sie gehen zu lassen. Und dann auch noch Abe. Molly heiraten, so ein Blödsinn, auch wenn es eine gute Geschichte war. Nein Abe hatte andere Gründe, die Luna nur zu gut kannte. Neun Jahre war es nun her, dass Molly in ihr Zimmer gestürmt kam um ihr zu sagen dass einer ihrer Freier sich umbringen wollte.

Luna war mit Molly ins Zimmer gelaufen. Sie hatte deren Worte nur am Rande mitbekommen. Alles was sie denken konnte, war dass der Scheisskerl das gefälligst wo anders machen sollte und nicht hier. Nicht jetzt wo sie angefangen hatte sich alles aufzubauen. Und dann trat sie in das Zimmer. Der Mann saß auf dem Bett, komplett bekleidet. Die Whiskeyflasche neben ihm war leer. Der Revolver in seiner Hand hing lose herunter. Aber das auffälligste war, dass er in die Kerzenflammen starrte. Luna schickte Molly weg und ging auf den Mann zu. Er rührte sich nicht. Bemerkte sie nicht. Langsam setzte sie sich neben ihn. Immer noch keine Regung. „Was siehst du da?“ fragte sie vorsichtig. Der Mann reagierte nicht. Luna wiederholte ihre Frage. Da fingen an ihm Tränen herabzulaufen. „Hören. Nicht sehen. Hören.“ Luna legte ihre Hand auf seinen Arm. „Was hörst du?“ Er begann zu zittern und zu weinen. Luna nahm ihn in den Arm. „Es gibt keinen Gott. Es gibt keinen verdammten beschissenen Gott.“ schluchzte er. Luna wusste nicht was er damit meinte, fragte aber auch nicht nach. Stattdessen strich sie ihm über den Kopf und hielt ihn bis seine Tränen versiegt waren. Sie hatte ihm gesagt er solle sich ausruhen und er legte sich gehorsam ins Bett. Ob es der Rausch war oder die Erschöpfung konnte Luna nicht sagen, jedenfalls war er sofort eingeschlafen. Luna hatte Molly zu ihm geschickt. Diese sollte seine Sachen durchschauen und die Nacht bei ihm bleiben. Molly brachte ihr einige Dinge des Mannes, die Luna nicht erschreckten aber neugierig machten. In ihrem Kopf reifte eine Idee.

Luna seufzte als sie sich zurückerinnerte. Vor allem an den nächsten Morgen.

Er saß wie ein Häufchen Elend vor ihr. Mit nem dicken Kopf und Schuldgefühlen für das was letzte Nacht passiert war. Luna genoss seine Qual, war aber auch neugierig was es mit seinen Sachen auf sich hatte. Sie schob sie ihm hin und wartete auf seine Reaktion. Er starrte die Dinge an. Dann nahm er das Blatt und lachte freudlos. „Sie hatten es verdient. Jeder Einzelne.“ Er sag Luna mit hasserfüllten Augen an. „Was haben sie getan, dass sie es verdient haben?“ fragte Luna wie beiläufig. Der Mann schüttelte den Kopf. „Bitte nicht. Frag das nicht.“ Luna wusste, dass das was davor passiert ist, ihn nicht losließ. Das war der Grund warum er gestern so gewesen war. Sie schwieg und er wusste, dass sie ihn nicht gehen lassen würde. Und so erzählte er ihr alles. Luna konnte die aufsteigenden Tränen kaum zurückhalten. Jetzt ergab auch seine Aussage über Gott einen Sinn. Dann erzählte er ihr von seinem Plan und Luna entschied aus ihrer Emotionalität heraus ihm zu helfen. Denn sie war wütend. Wütend über das was passiert war. Wütend das man ihm das angetan hatte. Das man das ihnen angetan hatte. Und so blieb Abe in Santa Rosa. Seit nun mehr neun Jahren.

Luna erhob sich von ihrem Stuhl und ging zu ihrem zweiten geheimen Safe von dem nur Josiah, Abe und sie selber wussten. Sie holte eine Holzkiste heraus. Seufzend öffnete sie diese und besah sich den Inhalt. Abe hatte ihr die Sachen zur Aufbewahrung gegeben. Niemand außer John, Maggie, Molly und sie wussten wer Abe war und was in seiner Vergangenheit passiert ist. Nicht mal Josiah hatte sie es erzählt. Das wollte Abe selber tun. Irgendwann.

Es klopfte. Luna stellte die Box auf den Tisch und rief „Herein“.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

John nickte. ''Ja, h…habe verstanden!'' Anderson nickte zufrieden. ''Dann komme ich gleich zur Sache. Dein Name lautet Jack, richtig?’’, fragte er ihn, ohne eine Regung im Gesicht zu zeigen. John schüttelte den Kopf. ''N…nein, ich heiße John. Jack ist Ihr Name’’, entgegnete er zitternd. Anderson nickte zufrieden. ''Wir haben beobachtet, wie du heute aus dem Saloon kamst und dich mit Lucky Henry unterhalten hast, stimmt das?’’ John nickte erneut. ''J…ja, stimmt''. Anderson regte sich nicht. ''Erzähle mir, was dort genau passiert ist. Alles! Aber behalte im Hinterkopf, was passiert, wenn du mich anlügst!’’ John nickte und begann zu erzählen. ''A…Also, da war zuerst ein großer Kerl wie ein Bär und ein alter Opa, die sich unterhielten. Sie sagten irgendwas von einem großen Schatz, d…den sie in w…wenigen Wochen ausbuddeln oder abholen oder w…was auch immer wollten. S…Sie sagten, wir würden alle reich werden’’, erzählte er so gut er konnte. Anderson nickte. ''Erzähl weiter'', forderte er. ''Der erzählte dann irgendwas davon, dass sie noch ein paar mehr Leute brauchen. Wir waren fünf und d…das reichte wohl. W…wir sollten dann unsere Namen in eine L…Liste eintragen’’, erklärte John weiter. ''Wieviele Namen standen schon auf der Liste?'', fragte Anderson. ''D…das weiß ich n…nicht mehr so genau. Vielleicht zehn, inklusive uns fünf?’’, antwortete er. ''Sind dir irgendwelche Namen aufgefallen, ausser die der Euren?'', fragte Anderson. ''N…nicht wirklich. Ich hab da nicht so drauf geachtet…ehrlich’’, entgegnete John und wurde immer zittriger, weil er nun Angst hatte, dass Anderson ihn möglicherweise der Lüge bezichtigen könnte, obwohl er es nicht wusste. Anderson kam wieder ganz nah an ihn heran. ''Erzähl weiter'', forderte er. ''Das einzige, was ich noch weiß ist, dass wir uns morgen Früh am Saloon treffen. Das ist alles, was ich weiß, ehrlich!’’, erklärte John abschließend und rechtfertige sich beinahe flehend.

Anderson nickte zufrieden. Er glaubte nicht, dass der Mann ihn anlog. Dazu schien ihm sein Leben zu wichtig. Anderson richtete daraufhin Johns Kleidung sorgfältig, wischte ihm den Schweiß mit einem Tuch von der Stirn und klopfte ihm auf die Schultern. ''Siehst du, das war doch gar nicht so schwer, oder John?', fragte er ihn wieder mit diesem Grinsen. John schüttelte den Kopf, auch wenn es für ihn offensichtlich alles andere als einfach war. ''Ich sagte doch, du sollst mich nicht anlügen, John!'', knurrte Anderson erbost, zog seinen Revolver und hielt ihn bedrohlich an Johns Stirn. Dieser schreckte zurück und schloss vor Angst die Augen. ''Nein, bitte nicht. Ich hab doch alles gesagt, was ihr wolltet. Ich hab ehrlich geantwortet! Ehrlich!!!’’, flehte er verzweifelt und fing an zu weinen. ''Bitte…bitte nicht. Ich flehe euch an!’’, fügte er hinzu. Anderson lachte leise und steckte seinen Revolver wieder weg. ''Das war Lüge Nummer zwei und gleichzeitig deine letzte Chance. Bei der nächsten Lüge, passiert genau das, was ich dir gesagt habe. Verstehst du das, John?’’, drohte Anderson noch einmal mit aller Deutlichkeit. John nickte und öffnete wieder die Augen. Anderson reichte ihm dann das Tuch. ''Hier, das kannst du behalten. Wisch dir deine Tränen weg, du siehst aus wie ein Weib.’' John nahm es an und säuberte sich sein Gesicht. Anderson reichte ihm daraufhin noch ein bisschen Geld. ''Hier, nimm dir ein Bad und mach dich sauber. Geh morgen früh dahin, wo ihr abgemacht habt und lass dir nichts anmerken. Wenn du ein Wort über das ausplauderst, was hier heute Nacht geschehen ist, passiert genau das, was ich dir vorhin erklärt habe. Willst du, dass ich dir noch einmal erkläre, was dann mit dir passiert?’’ John schüttelte den Kopf. ''Nein, nein, ich habe verstanden. Ich kaufe mir ein Bad und bin morgen früh am Treffpunkt und erzähle nichts’’, bestätigte er und wischte sich weiterhin zitternd die Tränen weg. ''Gut, denn glaub mir eines, mein Freund. Diese Welt ist groß, aber nicht groß genug, um dich vor mir zu verstecken, John. Ich finde dich, wann immer ich will!’’ Anderson nickte dann zufrieden und zeigte in Richtung Stadt. ''Gut. Eine schöne Nacht wünsche ich dir noch, John’’, sagte er zum Abschied, mit seinem einzigartigen Grinsen und gab ihm einen Schubs in jene Richtung. Der junge Mann torkelte los. ''Ein Jammer, dass er nicht mehr und Genaueres wusste. Der hätte alles erzählt’’, sagte Anderson zu sich selbst.

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Sowie Lynnea das Büro ihrer Mutter verlassen hatte, gewährte sie sich einen leisen, aber tiefen Atemzug.
Das war nicht einfach gewesen und dennoch schneller gegangen als sie erwartet hätte.
Lynnea kannte ihre Mutter gut genug, um zu wissen genau wie ernst sie ihre Drohung meinte.
'Auf den Tag genau, Fräulein'!
Ohja, Lynnea würde diese Order gewiss befolgen.
Schließlich war sie seit sie ein kleines Kind gewesen war dazu erzogen worden Lunas Nachfolgerin zu werden. Nie im Leben würde sie sich dies entgehen lassen.
Auch, wenn ihr Herz nicht ganz so leicht war wie sie es sich erhofft hatte, lief Lynnea schließlich los.
Mit beinahe stillen Schritten lief Lynnea durch das Bordell, direkt zum Hinterausgang, das Messer zwischen ihren Fingern nun fest in der Hand.
Da sie Grizz bereits gehört hatte kurz bevor sie mit Josiah zu ihrer Mutter gegangen war, wusste Lynnea, dass Henry sich irgendwo in der Nähe des Bordells rumtreiben musste.
Tatsächlich musste sie auch nicht lange suchen, als sie ihn etwa eine Gasse vor dem Bordell fand. Der glühende Zigarrenstummel war einfach zu verräterisch.
Das Lächeln auf ihren Lippen wurde gefährlich.
Immer darauf bedacht im Dunkel der Gasse zu bleiben näherte sie sich ihm.
Doch kurz bevor sie nahe genug war, schnippte er den Rest des Stummels weg und machte sich auf zum Bordell zu laufen.
Nope. So leicht verschwindest du mir nicht.
Lynnea stieß einen leisen Pfiff aus, gerade genug, dass Henry ihn hörte.
Das überraschte Zucken in seiner Körperhaltung war kaum merklich, aber für Lynnea sichtbar als er sich umdrehte und versuchte in die Dunkelheit zu spähen.
Ohne Erfolg, was ihn dazu veranlasste weiter auf Lynnea zu zu kommen, die an die Hauswand links von ihm gestellt hatte.
Sie wartete gerade lange genug ab, dass er in ihre Reichweite kam und ließ ihm gerade genug Zeit um den Revolver zu ziehen, aber nicht um auch nur einen Schuss ab zu feuern.
Es war beinahe zu einfach ihn mit seiner eigenen Technik zu entwaffnen und trotz seiner Körpergröße, die sie um beinahe einen Kopf überragte, an die gegenüberliegende Hauswand zu rammen mit der scharfen Klinge des Messers an der Kehle und der Spitze eines weiteren am Pulspunkt seiner Revolverhand.
"Hallo, Hübscher. Wie ich höre such Lucky Henry wieder Männer für einen seiner Aufträge.
Nun, ich bin zwar kein Mann, aber ich kann definitiv kämpfen wie einer.", das Grinsen, das sie ihm zeigte war Raubtierhaft.

~ Everybody likes a bad idea when it works! ~ 

~~~~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~

Lynnea

Artwork

Geändert durch KayraS (12.03.2019 21:49)

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Der Pfiff, das kaum hörbare Anschleichen, das Atmen, perfekt synchronisiert mit den Geräuschen der Nacht… Henry wusste sofort, wer ihm da in seine dunkle Gasse gefolgt war. Er erlaubte sich ein kleines Grinsen.
Oh Lynn, oh Lynn, hast du noch immer nicht gelernt, dass ich dich 5 Meilen gegen den Wind erkennen kann? schoss es durch seine Gedanken, als er sich herumdrehte in der Erwartung, sie würde nun vor ihm stehen und ihn zur Rede stellen.
Womit er nicht gerechnet hatte, und was ihn tatsächlich ein wenig nervös machte, war, dass sie sich vor ihm verborgen hielt, und er nicht erkennen konnte, wo. Kein Fehler in den Schatten war erkennbar, keine Silhouette, nicht einmal ihr gehauchter Atem. Nur der verführerische Duft ihrer Haare verriet, dass sie da war. Henry beschloss, das Spiel mitzuspielen. Langsam und aufmerksam näherte er sich dem anderen Ende der Gasse, immer darauf bedacht, Lynnea zu erkennen, ehe sie ihn überraschen würde. Vorsichtig spähte er in die Ecken, lauschte den winzigen Geräuschen.
Verdammt, du bist gut!
Und dann kam ihm plötzlich noch ein anderer Gedanke: Was, wenn es gar nicht Lynnea war? Was, wenn der Colonel…. Vorsichtshalber zog Henry seinen Revolver und erkannte sofort, dass dieser winzig kurze Augenblick der Unachtsamkeit ihn seinen Vorteil gekostet hatte. Nachlässig, Lucky, sehr nachlässig! Denkst du, der Colonel benutzt Sanddornshampoo?

Nun stand er da, mit dem Rücken zur Wand, Lynnea's Dolche an Kehle und Handgelenk. Gerade rechtzeitig biss er sich auf die Lippe, ehe der Fluch, der ihm auf der Zunge lag, entweichen konnte. Stattdessen setzte er sein charmantestes Lächeln auf und sah Lynnea an, ohne jedoch andere Körperteile als seine Augen zu bewegen, denn das konnte böse enden.
„Du hast richtig gehört, Süße.“
Das Blitzen ihrer Augen zeigte Henry, dass seine Worte sie erzürnten. Gut so. Wenn Lynn wütend war, machte sie Fehler! Er schielte auf ihre Dolchspitze herab.
„Und würdest du kämpfen wie ein Mann, dann bräuchtest du die nicht. Dann würdest du mich einfach k.o. schlagen.“
Sein Grinsen wurde etwas breiter, aber Lynnea veränderte ihre Pose, sodass der untere ihrer Dolche nun deutlich nicht mehr auf seine Hand sondern auf einen viel wichtigeren Teil seiner Anatomie wies. Das Grinsen erstarb und Henry schluckte vorsichtig. Immerhin berührte die kalte Spitze noch immer seinen Kehlkopf.
„Ich schlage vor, du nimmst sie runter, ehe du noch wichtige Körperteile verletzt, hm?“

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (12.03.2019 22:29)

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Abe war gar nicht begeistert, dass Miss Luna ihn sehen wollte. Das hieß nämlich, dass sie es schon wusste und was noch schlimmer war, sie war sauer wegen Lynnea. Und er würde bestimmt ihre volle Wut abbekommen. Zögerlich klopfte er an ihrer Tür. Das bestimmte Herein lies ihn tief durchatmen.

Abe betrat Miss Lunas Zimmer und ging auf sie zu. Doch anstatt wütend zu sein, hatte ihr Gesicht einen melancholischen Ausdruck angenommen. „Miss Luna...“ Diese unterbrach ihn mit einer Handbewegung. „Nicht heute Abend Abe. Nur Luna. So wie damals.“ Abe sah irritiert auf den Tisch und entdeckte seine Sachen. Daher wehte der Wind. „Setz dich. Wir haben zu reden.“ Ihrer Stimme war anzuhören dass sie mit sich kämpfte. „Warum Abe? Warum lässt du dich darauf ein?“ Abes Gesichtsausdruck wurde ernst. „Es geht zu Ende. Ich habe eine Nachricht bekommen. Maximal noch ein Jahr, wenn es so weitergeht. Mir läuft die Zeit weg. Ich brauche das Geld aus Henrys Unternehmung. Damit kannst du, sollte ich nicht überleben, den zweiten Teil des Plans in die Tat umsetzen.“ Abe sah den Kollar auf dem Tisch liegen. Er zog ihn zu sich heran. Noch immer konnte er den Rauch daran riechen. Immer noch das helle Blut sehen, auch wenn es mittlerweile dunkel geworden war. „Nimm ihn mit. Als Mahnung vorsichtig zu sein und zurückzukommen.“ Luna sah ihn ebenso ernst an. Abe zog die Zeichnung aus seiner Weste. „Bewahrst du das für mich auf?“ Luna nahm das Blatt vorsichtig entgegen. Ein trauriges Lächeln umspielte ihre Lippen. Dieses Bild war eine letzte Erinnerung, wie die zwei Fotos in Abes Box.

„Du hast bereits viertausend Dollar gespart Abe. Das wird doch reichen. Du musst nicht mit Henry mitgehen.“ Luna zeigte Abe den Umschlag. Irritiert sah er sie an. „Du meinst dreitausendvierhundert Luna. Das habe ich gespart.“ Abe zog einen kleinen Notizblock aus der Jacke, auf dem er akribisch notiert hatte, was er bei Luna eingezahlt hatte. Da Abe keiner Bank traute, und Luna involviert war, hatte er ihr das Geld anvertraut. Er zeigte ihr die Summe. Jetzt war es an Luna diebisch zu lächeln. „Ich habe alles Geld das du mir gegeben hast hier hineingelegt.“ Abe war immer noch irritiert, doch dann ging ihm ein Licht auf. „Du hast das Geld für Molly mit dazugelegt? Ich habe also nie... bezahlt?“ Luna kam auf ihn zu. „Nein. Ich konnte dein Geld nicht nehmen Abe. Aber sag reicht es wirklich nicht?“ Sorge stand in ihrem Gesicht. Er schüttelte den Kopf. „So dankbar ich für deine Großzügigkeit auch bin Luna. Noch nicht. Aber danach wird es reichen. Dessen bin ich mir sicher. Und dann bringe ich es zu Ende und wer weiß, vielleicht komme ich zurück.“ Ein verschmitztes Grinsen erschien auf seinem Gesicht. „Und dann frage ich Molly ob sie mich heiraten will.“ Abe wich dem Buch aus, dass Luna nach ihm warf. „Thorne Abraham Haywood. Du bist der schrecklichste Mensch den ich kenne.“ Aber sie musste lachen. Und das gefiel ihm besser. Abe wollte nicht dass sie sich wegen ihm sorgte. Luna hatte gerade in der Anfangszeit so viel für ihn getan. Ohne sie wäre er ein Trinker geworden oder schlimmer noch man hätte ihn erwischt. Luna hatte dafür gesorgt, dass alle Spuren verschwunden waren. Nur die Erinnerungen in der Kiste legten Zeugnis darüber ab wer er wirklich war und was er getan hatte. Er verdankte ihr sein Leben und das würde er nie wieder gut machen können. Abe ging auf Luna zu. „Mach dir keine Sorgen. Ich passe auf mich auf und auf Lynnea auch. Genauso wie Josiah es tun wird. Wir kommen zurück. Das verspreche ich dir.“ Abe nahm Luna in den Arm und für einen Moment leistete sich die knallharte Frau den Luxus der Schwäche. Dann schob sie Abe von sich. „Hau ab. Molly wartet schon. Und Abe wehe du hältst dein Versprechen nicht.“ Da war sie wieder. „Keine Sorge Miss Luna. Ich halte immer meine Versprechen.“

Damit drehte er sich um und ging zur Tür hinaus.

Luna sah noch eine Weile das Bild an ehe sie die Sachen zusammenpackte. Der Zettel von damals fiel ihr wieder in die Hand. Verblichen aber immer noch lesbar stand Abraham Gabriel Patterson auch genannt Der Reverend in großen Buchstaben auf dem Papier. Luna seufzte.

Freundschaft
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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Abe sah bedrückt aus, als er zu Josiah an die Bar trat.
"Was denn, mein Freund? Ist es nicht gut gelaufen?", fragte Josiah und bedeutete Abe mit einer Geste, sich neben ihn zu setzen.
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Abe setzte sich neben Josiah. „Nein nein alles gut. Hab nen ordentlichen Rüffel bekommen und soll zusammen mit dir dafür sorgen, dass Lynnea wieder zurückkommt.“ Abe hasste es Josiah anzulügen. Aber was sollte er tun. Ihm sagen wer er wirklich war, konnte seinen Freund in Gefahr bringen. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er die Beiden wirklich in Gefahr brachte. Was wenn jemand ihn erkannte? Es unwahrscheinlich, dafür war Santa Rosa zu weit weg. Aber trotzdem. Wenn es zu Ende ging, wollte dann vielleicht nicht auch der andere Part etwas zu Ende bringen? Abe kratzte sich am Kinn. „Abe wo zum Henker bist du schon wieder mit deinen Gedanken.“ Es war Molly. „Bringst du mir bitte noch einen Kaffee? Und danach gehöre ich ganz dir.“

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Für einen Moment blitzten Lynneas Augen auf.
Ihre Mutter hatte Recht.
Sie würde sich nicht noch einmal von ihm den Kopf verdrehen lassen.
"Hm." schnurrte sie, immer noch mit diesem Grinsen auf den Lippen.
Du wirst nicht nachgeben.
Sie würde nicht sauer werden.
"Denkst du denn, dass du diese ach so wichtigen Körperteile wirklich noch brauchst?", wie um ihre Worte zu unterstreichen drückte sie das Messer nur noch ein klein wenig mehr genau dorthin wo es wehtat.
Henry versteifte sich weiter bis Lynnea das Messer schließlich wegsteckte.
Das Messer an seiner Kehle blieb jedoch noch einen Moment länger.
"Ich brauche nicht wie ein Mann deiner Vorstellung zu kämpfen, wenn ich denjenigen bereits erledigt habe, bevor die Person auch nur etwas bemerkt."
Nun verschwand auch die Klinge von Henrys Kehle und Lynnea trat einen Schritt zurück.
"Wäre ich jemand anderes gewesen, wärest du jetzt tot. Ihr braucht mich, Henry. Einen besseren Assassinen werdet ihr so schnell nicht finden und ich bin mir sicher, dass meine Fähigkeiten im Laufe dessen was ihr vor habt gebraucht werden.", ohne die Augen von den seinen abzuwenden warf Lynnea das Messer hoch, ließ es in der Luft wirbeln und fing es wieder auf, "Ach und, ich sollte dir vielleicht ausrichten, dass Josiah mitkommen wird. Auf Mutters Geheiß und zu meinem Schutz - auch wenn ich den Schutz definitiv nicht brauche."

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Lynnea

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Geändert durch KayraS (13.03.2019 14:42)

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

"Wärest du jemand anderes gewesen, dann würde ich in diesem Moment eine frische Kerbe in den Griff meines Colts ritzen. Du hast Glück, dass ich dich erkannt habe."
Henry's Stimme war hart, ernst, und Lynnea musste unwillkürlich überlegen, ob er die Wahrheit sagte. Dass er zu töten fähig war, das hatte sie selbst schon zur Genüge erlebt, und es war nicht schön gewesen.
Eine Sekunde später war dieses so unglaublich selbstsichere Grinsen zurück, das sie immer wieder auf die Palme brachte.
"Ihr braucht mich...." äffte er sie spöttisch nach. "Mädchen, was und wen ich für diesen Job brauche, das wirst du schon mir überlassen müssen!"
Es wurde langsam mühsam, diese überlegene Pose aufrecht zu halten, wo alles, was Henry tun wollte, war, sie zu packen und in die Arme zu schließen. So wie damals. So, wie bevor sie... Sie waren Freunde gewesen, hatten vieles miteinander geteilt, und das war etwas, das Lucky Henry selten tat. Er hatte sie trainiert, ihr das Überleben beigebracht, und, da hatte sie nicht Unrecht, einen fähigen Assassinen aus ihr gemacht, aber dann war plötzlich alles anders gewesen. Es war am Ende ihre Schuld gewesen! Jung und naiv wie sie war, hatte sie sich in das einzige in ihrem Leben verliebt, das ein wenig Aufregung bot, eine Gefahr war. Und er war dumm genug gewesen, darauf einzugehen. Ein grober Fehler, und doch keiner, den er bereute.
Lynnea blitzte ihn noch immer an und Henry wurde bewusst, dass sie auf eine Antwort wartete. Sie beide wussten natürlich, dass ihre forschen Worte nicht der Selbstsicherheit entsprangen, die sie implizierten. Im Gegenteil: Lynnea hatte Angst, dass er sie abweisen würde. Er konnte es in ihren Augen sehen, und in der angespannten Haltung ihres Körpers. Er kannte dieses Mädchen viel zu gut als dass sie ihn hätte täuschen können.
Sollte er sie mitnehmen? Für den Job konnte er sie gebrauchen, das stimmte, aber war es das wert? Grizz würde ihm ein schönes Argument dagegen liefern, da war er sicher, und auch dieser Josiah würde abgelenkt sein, wenn er als ihr persönlicher Beschützer mitkam. Henry machte sich eine mentale Notiz, dass er den jungen Neger auf seine Liste setzen konnte - und mit ihm Luna's Unterstützung.

Schlussendlich entließ Henry alle Anspannung aus seinem Körper und das elende Grinsen verschwand ebenfalls. Er stand da, wie sie ihn kannte, und sah ihr ernst, beinahe entschuldigend, ins Gesicht. Dann schüttelte er langsam den Kopf.
"Es geht nicht, Lynn, selbst wenn ich wollte. Ich kann dich nicht mitnehmen. Sag deiner Mutter, dass sie sich keine Sorgen zu machen braucht. Du wirst nicht mit Lucky Henry ziehen."

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (13.03.2019 07:00)

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Am liebsten hätte Lynnea ihm eine Backpfeife verpasst.
Genau jetzt, quer über sein ungerschämt hübsches Gesicht.
Doch sie hielt sich im Zaum. Das würde zu nichts führen, außer für den Moment ihre Wut heraus zu lassen, nur um es dann wahrscheinlich zu bereuen.
So wie er jetzt vor ihr stand, so offen und ehrlich, wie er es nur konnte, wenn er verletzlich war... Wenn er sich ihr zeigte wie sonst kaum einem...
'Was, wenn du dir von Henry wieder den Kopf verdrehen lässt?'
Das waren die Worte ihrer Mutter gewesen...
Nein.
Auch, wenn Lynnea spürte, dass sie nachgeben wollte, zwang sie sich ruhig zu bleiben. Das was gewesen war, war vorbei.
Sie hatte andere Gründe sich ihm anschließen zu wollen.
"Ich habe Mutter bereits darüber informiert, dass ich mitkommen werde.", sagte sie beinahe tonlos.
Lynnea schaute von einem blauen Auge in das andere und zurück, suchend, beinahe schon forschend.
"Du bist damals einfach abgehauen, Henry. Ohne ein Wort zu sagen."
Das Messer, welches sich noch in ihrer Hand befand drehte sich einmal bevor die Klinge wieder in die dazu passende Scheide glitt.
"Du hast mich trainiert. Zu einer Assassinin ausgebildet und mich dann in diesem Loch von einer Stadt zurück gelassen."
Lynnea konnte spüren wie die Wut in ihrem Inneren brannte.
"Diese Stadt - dieses staubige schwarze Loch - ist zu klein für mich und das weißt du. Du kannst nicht von mir erwarten, dass ich hier den Rest meines Lebens versauere! Nicht nach allem was passiert ist, nicht so.", es fiel ihr sichtlich schwer ihr Temperament zu zügeln und die Kontrolle zu behalten als sie dem Kopf schüttelte.
Ihre Augen waren dunkel als sie ihn ansah, "Eineinhalb Jahre hat sie mir gegeben. Da draußen die Erfahrungen zu sammeln, die ich brauche, um ihre würdige Nachfolgerin zu werden. Ich habe vor wieder hierher zurückzu kehren, aber jetzt?", beinahe schon abstoßend sah sie sich um gestikulierte lustlos in Richtung Hauptstraße - oder das was sich Hauptstraße schimpfte und nicht mehr war als eine staubige breite Linie, die sich durch die Stadt zog, "Jetzt gibt es nichts was mich hier hält. Nichts, was mich davon abhalten würde langsam wahnsinnig zu werden."
Wieder sah sie ihn an, ein einziger, anklagender Vorwurf, der brutal ehrlich war, "Du schuldest mir etwas, Henry James Thompson. Zumindest das."

~ Everybody likes a bad idea when it works! ~ 

~~~~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~

Lynnea

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LuckyHenry

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Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

„Einen Scheißdreck schulde ich dir!“ brauste Henry auf, fuhr aber sofort wieder zurück, als er das erschrockene Aufblitzen in Lynneas Augen sah. Einen Moment lang sah er zu Boden.
Sie wusste es nicht, erinnerte er sich. Für sie musste es gewesen sein, als habe er sie damals einfach sitzenlassen, als habe er kein Interesse mehr gehabt und wäre gegangen. Den Bruchteil eines Augenblicks war er gewillt, ihr alles zu erzählen. Wie Miss Luna ihn damals in ihr Büro zitiert hatte, nachdem sie erfahren hatte, dass ihre Ziehtochter Gefallen an dem verwegenen Outlaw gefunden hatte, der ihr das Kämpfen hatte beibringen sollen. Wie sie ihm erst für seine Arbeit gedankt und ihn bezahlt hatte, und ihm dann ein Ultimatum bis zum Mittag gestellt hatte, um aus der Stadt zu verschwinden. Wie sie ihm in unmißverständlichen Worten erläutert hatte, welche Hebel sie in Bewegung setzen würde, um sein Leben zur Hölle zu machen, wenn er jemals Hand an ihre Tochter legen würde, ohne zu wissen, dass ihre Warnung da lange zu spät kam. Wie er damals schon gewusst hatte, dass mit Luna nicht zu scherzen war, und sein Leben keinen Penny mehr wert war, wenn sie ihre Mannen auf ihn ansetzte, und wie er schließlich Hals über Kopf aus der Stadt fliehen musste. Wie er eine ganze Weile von der Bildfläche verschwunden war, sich nicht mehr Lucky Henry genannt hatte, zur Army gegangen und in den Krieg gezogen war, wo er Grizz kennengelernt hatte; und dass sein Erscheinen hier eigentlich nur deshalb möglich gewesen war, weil Luna und er in den letzten Monaten doch wieder vorsichtige, geschäftliche Beziehungen zueinander aufgebaut hatten. Nach allem war er immernoch einer der Besten, und Luna brauchte die Besten für ihre Aufträge!
Er war so knapp davor, ihr das alles zu erzählen, aber er tat es nicht. Lynnea traf keine Schuld. Und womöglich hatte er es ja auch verdient.

Viel ruhiger als eben noch fragte er: „Deine Mutter weiß Bescheid?“
Lynnea nickte stumm und Henry runzelte die Stirn. Luna ließ Lynnea mit ihm gehen? Was für ein Spiel war das? Ein Vertrauensbeweis? Aber an wen? Ihn oder das Mädchen? Oder vielleicht ein Test? Aber würde jemand wie Miss Luna ihr Wertvollstes auf’s Spiel setzen, um einen wie ihn auf die Probe zu stellen?
Er konnte sich einfach keinen Reim darauf machen. Was er aber verstand, war ihr Wunsch, diese stinkende, verschlafene Stadt hinter sich zu lassen. Lynnea war klug, sie war selbstbewusst und sie war imstande, aus 30 Yards Entfernung einem Revolvermann das Auge auszustechen. Sie war bereit, die Welt da draussen kennenzulernen, auch wenn jeder wusste, welche Pläne Miss Luna eigentlich für sie hatte. Es war ihr Recht, sich vorher noch einmal umzusehen, das Leben zu erleben!
Und wenn er sie jetzt nicht mitnahm, dann würde sie womöglich einen anderen finden. Jemanden, der ihr vielleicht nicht so wohlgesonnen war wie er.

„Also, Cowboy, was wird es sein?“ fragte das Mädchen und Henry erkannte erneut die verzweifelt zur Schau gestellte Selbstsicherheit.
Kurz nickte er. „Also gut, du bist dabei.“
Das erleichterte Lächeln huschte so schnell über ihr Gesicht, dass er es beinahe verpasst hätte. Ohne selbst zu lächeln ergriff er ihr Handgelenk und hielt es fest, so stark, dass er wusste, es würde ihr Schmerzen verursachen.
„Lynn, das ist jetzt wichtig: Du wirst dich an meine Anweisungen halten! Die gesamte Zeit hindurch! Du rennst nicht auf eigene Faust los und du wirst mich nicht infrage stellen!“
Eindringlich sah er in ihre Augen.
„Ich werde nicht dafür verantwortlich sein, dass Miss Luna ihren Liebling in einer Holzkiste zurückbekommt. Haben wir uns verstanden?“

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
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Lucky Henry
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

''Siehste das, Bob?'', fragte Bobby-Jim und reichte seinem Bruder Billy-Bob das Fernglas. ''Wasn?'', fragte dieser, nahm es entgegen und blickte durch. ''Zu dunkel, alles schwarz'', stellte dieser fest und schüttelte das Fernglas wild durch. ''Ist's kaputt?'', fragte Billy-Bob seinen jüngeren Bruder. ''Ne, du Trottel. Du musst von der anderen Seite durchgucken'', erklärte Bobby-Jim kopfschüttelnd. ''Ach so'', sagte dieser, drehte das Fernglas um und sah durch. ''Ah, jetzt geht's!'' Zufrieden lachend schüttelte er das Fernglas. Plötzlich war alles so nahe zu sehen. Billy-Bob sah abwechselnd durch das Fernglas und nahm es wieder herunter. ''Nah dran, wieder weg, nah dran, wieder weg, hahaha. Tolles Spielzeug. Wo hast'n das her?'', fragte er Jim. ''Huh, huh, hab ich jemandem geklaut. Bestimmt so eine Erfindung aus der Zukunft'', erklärte der jüngere Bruder. ''Wo is'n Zukunft? Ist das hier irgendwo in der Nähe?'' Bobby-Jim hielt sich die Hand vor die Stirn. Manchmal fragte er sich warum er so einen dummen Bruder bekommen hatte. ''Ich meine damit, dass das noch gar nicht erfunden ist. Das kommt bestimmt von einem Zeitreisenden!'', erklärte Jim noch einmal genauer. Billy-Bob nickte zwar, als hätte er verstanden, aber weit gefehlt.

''Was macht ihr denn da?'', fragte eine weitere, weibliche Stimme. Mary-Sue gesellte sich zu den beiden. Sie lagen auf einer Anhöhe etwas ausserhalb der Stadt. Hinter ihnen befand sich die Peacock-Farm. Sie war seit Jahrzehnten die ''Festung'' des Clans. ''Wir schauen uns die Stadt an. Hier versuch mal'', sagte Bob und reichte Mary das Fernglas. Seine Verlobte blickte durch und sah sich die Stadt an. ''Und, was soll ich da sehen, ausser schwarz'', fragte sie verwirrt und betrachtete das Fernglas irritiert, als wäre es kaputt. ''Ne, du musst das andersrum halten, den gleichen Fehler hat Jim auch gemacht, der Trottel'', sagte Bob und tat dabei so, als hätte er das schon immer gewusst. ''Du bist so schlau, Billy, darum bin ich auch mit dir verlobt und nicht mit dem Trottel da'', sagte Mary und schlug mit ihrem Verlobten Billy-Bob ein. Jetzt hielt sie das Fernglas richtig. Bobby-Jim rollte daraufhin nur seufzend mit den Augen. ''Und was schaut ihr euch da jetzt an?'', fragte sie neugierig. Bobby klatschte erfreut mit den Händen. ''Da ist Miss Lu..Lu...Loser...oder so irgendwie Paradise'', erklärte er.

''Vielleicht finde ich da auch eine Verlobte'', fügte er überzeugt hinzu. ''Ja, dann ist der Kleine endlich nicht mehr allein'', bekräftigte Billy-Bob. Mary-Sue schüttelte mit dem Kopf. ''Ne, denk an Ma und Pa. Keine Fremden in der Familie! Warum verlobst du dich nicht mit Ma?'', fragte Mary. Bobby seufzte. ''Ma und Pa sind doch verheiratet...ausserdem hat sie noch was mit den anderen Brüdern und Grampa. Da muss ich ja ewig warten, bis ich mal drankomme'', jammerte Bobby und schlug genervt auf den Sandboden. ''Ich will ne eigene Frau, die ich nicht ständig teilen muss…'', fügte er hinzu. ''Wir brauchen dringend noch'n paar Schwestern'', sagte Billy zustimmend nickend und klopfte Bobby auf die Schulter. ''Ich und Mary machen uns gleich an die Arbeit''. Billy und Mary nickten sich zu und verschwanden in der Dunkelheit. ''Wenn ich keine Frau krieg, dann eben nicht'', seufzte Bobby-Jim genervt, steckte seine Hände enttäuscht in seine löchrige, graue Hose und stampfte langsam in Richtung Stadt zum Saloon. Ein paar Cent hatte er noch in der Tasche. Das sollte für ein Bier reichen. Ansonsten konnte er auch immer noch betteln oder jemanden bestehlen.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Josiah sah Abe nachdenklich an. Seit er damals dieses Gespräch belauscht hatte, war er sich nie sicher, ob nicht mehr hinter dem steckte, was Abe zu ihm sagte.

Josiah war nur zufällig an dem Zimmer vorbeigekommen und hatte Molly schluchzen gehört. Er war damals erst wenige Monate in Miss Lunas Diensten und wusste noch nicht, wie weit er sich einmischen durfte, was die Mädchen anging. Er kam näher an die Tür, um hören zu können, worum es ging und ob Molly vielleicht seine Hilfe brauchte.
"Er kann mich niemals lieben. Er sagt, es ist zu gefährlich", brachte Molly unter Tänen hervor.
Josiah runzelte die Stirn. Lieben? Hatte das arme Mädchen sich etwa in einen ihrer Freier verguckt?
"Es ist besser so, Liebes."
Josiah erstarrte, als er Miss Lunas Stimme erkannte. Ungewohnt sanft und liebevoll, aber unverwechselbar. Sofort wollte er überall sein, bloß nicht hier. Soviel hatte schon gelernt, wenn Miss Luna ihn dabei erwischte, dass er ihre Gespräche belauschte, würde das böse für ihn enden.
"Abe wird immer die Gefahr im Nacken haben, auch nach all den Jahren noch."
Verblüfft blinzelte Josiah. Abe? Den stillen Vorarbeiter der Smith Farm hatte er schon in seinen ersten Tagen in Santa Rosa kennengelernt, als er versucht hatte, auf eben dieser Farm Arbeit zu finden. Smith hatte ihn zwar nicht eingestellt, doch Josiah und Abe hatten sich auf Anhieb verstanden. Sie teilten ihre Einstellung des "Leben und leben lassen" und als einer der wenigen in der Stadt war es Abe von Anfang an völlig egal, dass Josiah schwarz war.
Nun solche Dinge über ihn zu hören, so vage sie auch waren, überraschte Josiah. Abes schweigsame, in sich gekehrte Art ließ zwar vermuten, dass da etwas hinter der Fassade lauerte, doch Josiah hatte da eher eine tragische Geschichte erwartet, keine gefährliche.
"Aber es ist alles so lange her. Es wird doch sicher niemand mehr nach ihm suchen..." Wieder Mollys Stimme.
"Meine kleine Molly...", sagte Miss Luna sanft und es klang, als würde sie Molly bei diesen Worten in die Arme schließen. "Nur weil man den Reverend offiziell für tot erklärt hat, heißt das nicht, dass niemand mehr nach ihm suchen wird..."

Josiah hatte genug gehört um zu wissen, dass er lieber nichts gehört hätte. Er erzählte Abe auch später nie, was er wusste. Insofern konnte er sich kaum beklagen, dass auch Abe sich beharrlich über die Sache ausschwieg.
Ein wenig konnte Josiah es verstehen. Er lief ja auch nicht herum und erzählte jedem von Friedrich Landgraf (obwohl dies zugegeben eine Geschichte war, die er Abe sehr wohl erzählt hatte). Manche Dinge vertraute man eben nur Leuten an, denen man vertraute und wenn Abe Josiah diese Sache vorenthalten wollte, dann musste er das so akzeptieren. Leben und leben lassen.

Geändert durch Josiah (13.03.2019 11:35)

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Lynnea fühlte auf das Pochen in ihrem Handgelenk.
Auf den Druck, den Henry mit seiner schwieligen Hand darauf ausübte.
Es tat weh und es war in Ordnung.
Wenigstens wusste sie, dass sie sich in diesem Fall auf ihn verlassen konnte.
Ob ihre Mutter mit diesem Wissen ihre Abreise mit einem ruihgeren Gemüt hinnehmen würde?
Wahrscheinlich nicht.
Trotzdem ließ es Lynnea ruhiger werden. Drei Männer - wenn nicht sogar vier - die alle darauf achten würden, dass sie lebend wieder hierher zurückkam.
Sie hoffte nur, dass dies kein zu großer Fehler werden würde.
Lynnea wusste, dass sie sich zurückhalten musste. Sie würde es nicht ertragen können, wenn wegen ihr auch nur einer dieser vier Männer sein Leben verlor.
So ernst und standfest hielt wie sonst nie sie seinem Blick stand, "Verstanden.", antwortete sie und gab ein kurzes aber bestimmtes Nicken.

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Lynnea

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Abe traf eine Entscheidung. Eine weise wie er hoffte. Er schlug Josiah leicht auf die Schulter. „Komm mit mein Freund. Bevor wir uns morgen auf den Weg machen, muss ich dir noch was sagen.“ Er sah zu Molly. „Ich bin gleich zurück. Vielleicht wärmst du das Bett schon einmal an.“ Mollys Blick war jedoch sauer. Doch als sie Abes Ausdruck genauer wahr nahm, nickte sie.

Abe ging mit Josiah zu Miss Lunas speziellem Zimmer. Es lag ganz hinten im Gang und war eine Tabuzone. Abe betrat es und bat Josiah herein . Als er sicher war dass ihnen niemand gefolgt war, wandte er sich an seinen Freund. „Hör zu, dass was ich jetzt sage, erzählt man normalerweise nicht zwischen Tür und Angel, aber du solltest die wichtigsten Punkte kennen ehe wir morgen losreiten. Wenn wir mehr Zeit haben, verspreche ich dir, erzähle ich dir auch noch den Rest. Geht das in Ordnung für dich?“ Josiah hatte ihm seine Geschichte anvertraut. Jetzt war es Zeit, dass er seine kannte.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Der kurzhaarige Blondschopf mit den abgetragenen Kalmotten, stapfte noch immer mit den Händen in der Hose und einem gesenkten Kopf, deprimiert durch die Stadt, in Richtung des Saloons. Auf den Straßen war nicht mehr viel los, lediglich ein äusserst angespannter, und seltsamer Typ kreuzte seinen Weg, der allem Anschein nach in Richtung der Bäder unterwegs war. Ständig sah er in alle Richtungen und machte den Eindruck als glaubte er, er würde verfolgt werden. Bobby-Jim kratze sich kurz am kopf, konzentrierte sich dann jedoch wieder auf sich selbst. Denn er hatte die Nase gestrichen voll. Er wusste, dass er von allen Peacocks der schlaueste war, was nicht unbedingt viel bedeutete, und, dass er im Leben mehr erreichen wollte, als einfach nur auf der Farm mit seinem Verwandten zu leben. Er träumte von einer Frau und einem vernünftigen Beruf. Als er am Saloon, in dem noch ein heiteres Treiben herrschte, vorbeiging, und eintreten wollte, fiel ihm jedoch plötzlich ein Flyer auf, der an der Holzwand klebte. ''Nanu, was ist das denn?'' Er riss ihn herunter und ging etwas ins Licht um ihn näher betrachten zu können.

''Warum müssen die immer Buchstaben benutzen? Warum können die nicht Bilder draufmalen???'', meckerte er genervt. Stotternd las er jene Buchstaben vor, die er entziffern konnte. Er war der einzige der Familie, der einigermaßen lesen konnte, da er sonst nichts mit seiner Zeit anzufangen wusste. Ausserdem hatte er so seine Familie hin und wieder vor Betrügern bewahrt. ''Diese Sucky Jenny sollte ich mal suchen, vielleicht kann ich bei denen mitmachen! Dann wäre ich der erste Peacock, der es zu etwas in dieser Welt bringt!'' Freudig warf er den Flyer in die nächste Matschpfütze und sprang fröhlich auf und ab durch die Stadt, in Richtung dieser ominösen Sucky Jenny. ''Ich frage mich, ob ihr Name irgendwas mit Sex zu tun hat. Vielleicht könnte ich dann auch gleichzeitig eine Frau finden. Das wäre zu schön um wahr zu sein!'' Jetzt war Bobby-Jim nicht mehr zu bremsen. Er malte sich bereits in Gedanken seine schöne Zukunft aus, bis sein Blick von etwas anderem abgelenkt wurde. Dort im Schatten, an der Hauswand des Bordells, befanden sich zwei zwielichtige Gestalten. Im Mondschein konnte er kurzzeitig erahnen, dass es eine Frau und ein Mann waren und es sah für Bobby so aus, als würde der Mann die Frau bedrohen. ''Deine Chance Bobby!'' Er zückte einen Knüppel aus seiner Tasche und rannte in Richtung der beiden. ''Hey, lass gefälligst die Frau in Ruhe, du Gauner!'', rief er in Henrys Richtung und war drauf und dran den Mann zu attackieren.

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Henry schreckte auf, ebenso wie Lynnea, und es dauerte nicht den Bruchteil einer Sekunde, da hatte der Outlaw sich vor das Mädchen gestellt.
Na klasse. ging es ihm durch den Kopf. Du beschützt sie schon in ihrer eigenen Stadt! Wie soll das draussen erst werden?
Dann aber kümmerte er sich um den Neuankömmling. Im Dämmerlicht konnte er nicht viel von ihm erkennen: blonde Haare, eine löchrige Arbeitshose und Stiefel, deren Sohle vorn offen war, dazu ein Holzknüppel und offensichtlich einen Todeswunsch, wie Lucky mit einem kleinen Grinsen feststellte.
Ohne Mühe blockte er den Knüppelangriff und versetzte dem Jungen einen Nasenstüber, der ihn zurückprallen ließ. Gleichzeitig hielt er das Handgelenk, das den Knüppel hielt, fest und verdrehte es so, dass sein Gegner laut jammernd Stück für Stück weiter zu Boden sank, bis er schließlich gänzlich vor ihm kniete.
"Lass fallen, Kleiner!" befahl Henry und sein Tonfall zeigte, dass er nicht spaßte.
Der Knüppel blieb, wo er war, und Henry übte noch ein wenig mehr Druck aus, sodass das Gelenk bedrohlich zu knirschen begann.
"LASS FALLEN! Ich mache keine Witze!"

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (13.03.2019 13:12)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Irgendwie hatte sich Bobby-Jim diese Auseinandersetzung anders vorgestellt. In seinen Gedanken würde er als Held dastehen, hätte dem Halunken vor sich mit dem Knüppel eins übergehauen und die Frau gerettet. Sie hätte sich dann in ihn verliebt und sie wären glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende gewesen. So kam es leider irgendwie nicht. Stattdessen drohte sein Handgelenk zu brechen und aus seiner Nase floss ein wahrer Blutstrom. Vor Schmerzen jammerte der Peacock laut und ließ dann mehr oder weniger freiwillig den Knüppel fallen. ''Schnell, rette dich schöne Frau, während ich ihn ablenke!'', rief er Lynnea zu, die er in der Dunkelheit nicht direkt erkannte. ''Du kannst mir vielleicht wehtun, Halunke, aber es wird immer ein neuer Peacock kommen, der mich rächen wird! Uns gehen nie die Leute aus!'', brüllte er jammernd Henry an.

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Lynnea blinzelte.
War das gerade sein Ernst?
Ihr gefiel es zwar nicht, dass Henry sich automatisch vor sie gestellt hatte, um sie zu besützen, doch in gerade diesem Moment war das schon beinahe zweitrangig.
Der Typ schien ein Peacock zu sein - nicht, dass Lynnea auch nur ansatzweise irgendjemanden von denen kannte, dazu besaß niemand von denen Grips genug um für sie interessant zu sein.
Was zur Hölle hatte sich dieser Typ nur dabei gedacht?
Lynnea wollte es gar nicht wissen. Dieser Angriff von ihm war einfach nur verdammt dumm gewesen.
Aber was sollte man auch schon von einem Peacock erwarten?
Mit einer Hand an einem ihrer Wurfmesser trat sie einen Schritt nach vorne, neben Henry und starrte auf den Typen herunter.
"Seh ich etwa so aus, als ob ich Rettung benötigen würde? Im Moment würde ich eher sagen, dass du derjenige bist, der eine Lektion in Sachen Privatsphäre gut gebrauchen könnte. Dir ist klar, dass das gerade verdammt dumm war, oder?", fragend hob sie eine elegante Augenbraue und drehte ihren Körper gerade so, dass die silbernen Griffe ihrer Wurfmesser um ihre Hüfte im Mondlicht aufblitzten.

~ Everybody likes a bad idea when it works! ~ 

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Lynnea

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Josiah war ehrlich überrascht von Abes Worten.
Er konnte nicht leugnen, dass er sich insgeheim schon lange gewünscht hatte, Abe würde ihm reinen Wein einschenken. Nur Abes offensichtliche Verschwiegenheit über seine Vergangenheit hatte ihn davon abgehalten, ihn darauf anzusprechen. Also zwang er sich auch jetzt zu sagen:
"Abe, du musst nicht... ich meine, du brauchst dich nicht verpflichtet fühlen, mir irgendwas zu sagen. Deine Angelegenheiten sind deine Sache. Tu nichts, was du später bereust..."

Geändert durch Josiah (13.03.2019 17:10)

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Langsam und mit einem amüsierten Grinsen drehte Henry sich halb zu Lynnea um, ließ den Knaben auf dem Boden dabei jedoch nicht los. Den Griff um dessen Handgelenk hatte er längst gelockert, schon als er erkannte hatte, dass der hier eher ein Trottel war denn eine Bedrohung.
Während er also weiter jammerte und diverse Flüche ausstieß, lächelte Henry Lynnea an und sagte in einem Tonfall, der deutlich machte, dass er die Dinge im Griff hatte und sie überreagierte:
"Steck deine Messer weg, Süße. Die wirst du hier nicht brauchen."
Mit einem Ruck zog er den Knaben auf die Beine.
"Der Kerl dachte, du seist eine Jungfer in Nöten, und er dein Held in goldener Rüstung. Das kannst du ihm nun wirklich nicht übelnehmen."
Immernoch amüsiert klopfte er dem Jungen den Staub von den Klamotten und dann, als kleine Warnung, auch von der Wange - etwas fester als nötig.
"Geh nach Hause, du Held. Und erzähl deiner Mami besser nicht, dass du dich mit Lucky Henry angelegt hast!"
Henry hatte keine Angst. Er wusste nicht einmal, was ein "Peacock" eigentlich war, aber wenn alle von ihnen so waren wie dieser hier, dann waren sie keine Gefahr für ihn oder seine Mission.

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (13.03.2019 15:57)

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Lynnea rollte mit den Augen.
Dieser Spitzname schien ihr Fluch zu sein.
Trotzdem nahm sie die Hand von ihrem Messer und entspannte ihre Körperhaltung.
"Das war ja wohl nicht zu übersehen. Wer so viel Dummheit an den Tag legt sollte dafür nicht auch noch belohnt werden.", grummelte sie.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Immer noch mit schmerzverzerrtem Gesicht, aber immerhin wieder auf den Beinen, atmete Bobby-Jim erstmal tief durch. Peinlich berührt und schuldbewusst, fasste er sich mit der Hand an den Hinterkopf. Nicht nur, dass seine Mission völlig daneben ging, nein, selbst andersrum hätte sich das ja nun ganz und gar nicht für ihn gelohnt. Als er bemerkte, dass die Frau nicht in Not, sondern stattdessen anscheinend eine nervige Zicke war, die nicht mal seine gut gemeinte Geste wertschätzen konnte, ärgerte er sich doppelt und dreifach für seinen Versuch, ein Held zu sein. Wenn alle Frauen so waren, dann Gott bewahre, war er froh, dass er noch keine hatte und vielleicht hatten seine Eltern Recht, dass er sich lieber eine Peacock suchen sollte. Er wollte sich schon bei Lucky Henry entschuldigen, da machte es plötzlich Klick in seinem Kopf. Lucky Henry. Lucky Henry. Sucky Jenny...Lucky Henry! Bobby-Jim schlug sich die Hand gegen die Stirn. ''Natürlich, Lucky Henry waren die Buchstaben, nicht Sucky Jenny!'', stellte er voller Euphorie fest und ging dann auf die Knie. ''Entschuldigung Lucky Henry, hätte ich gewusst, was hier wirklich los war, hätte ich dich nicht angegriffen! Ehrenwort! Um ehrlich zu sein, war ich sogar auf der Suche nach dir!''

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

"Wir belohnen ihn ja auch nicht." grinste Henry weiter. "Wir zeigen ihm nur sanft und vernünftig, sodass er es auch versteht, dass man sich mit uns lieber nicht anlegen sollte."
Mittlerweile hatte der Kleine wohl verstanden, was er falsch gemacht hatte, und murmelte etwas vor sich hin.
Henry horchte auf. "Du? Suchst mich?" Jetzt war er doch interessiert.
Noch einmal drehte er sich zu Lynnea um. "Siehst du, es ist doch ein Gutes, dass wir uns hier getroffen haben. Er war auf der Suche nach mir."
Wieder fixierte er den Kerl. "Nun, was kann ich für dich tun?"

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I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (13.03.2019 15:56)

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Wieder rollte Lynnea mit den Augen und verschränkte die Arme vor der Brust, konnte das kleine, amüsierte Lächeln jedoch nicht unterdrücken.
Eigentlich nicht wirklich interessiert, aber dennoch irgendwie neugierig schaute sie eben auf den Typen herab, willig zu hören was genau einer wie er von Henry wollte.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Bobby-Jim nickte zustimmend und so schnell wie ein Specht. Er wollte schon anfangen zu erzählen, da wurde er plötzlich von lauten Geräuschen und einem unbekannten Schrei unterbrochen. Knarz. Knarz. Knarz. Alle drehten sich in die Richtung des Fensters an der Seite des Bordells, aus der das Geräusch kam. Dann hörten sie eine Frauenstimme. Sie schrie in etwa so etwas wie: ''Oh ja, oh ja, du bist so groß mein Bär!'' Danach hörten sie eine Männerstimme, die zumindest Lucky bekannt gewesen sein dürfte. ''Eleonore, du weißt genau, was ein Mann braucht...und du auch Sally...und du auch Francine...und du auch...'', der Rest war dann nicht mehr zu vernehmen, denn jemand machte das Fenster zu. Verwirrt blickte Bobby-Jim zu Lucky und Lynnea: ''Ich hoffe Eleonore, Sally, Francine und der Mann sind in Ordnung. Das hörte sich nach einem schweren Kampf an'', stellte Bobby-Jim mit einem ahnungslosen und unschuldigen Gesichtsausdruck fest...kam dann aber wieder zum Punkt und fuhr fort. ''Ja, also es war so. Ich wollte eigentlich nur zum Saloon gehen, nachdem ich mit meinem Bruder und meiner Schwester Billy-Bob und Mary-Sue die Stadt beobachtet habe. Beide sind nämlich verlobt und ich bin noch auf der Suche, da Ma schon vergeben ist und wir sonst keine Frauen mehr haben, ausser Granny, aber die ist mir mittlerweile wirklich zu alt mit 32...jedenfalls hab ich vor dem Saloon einen Flyer gefunden, auf dem stand, dass du Leute suchst. Erst dachte ich es wäre eine Frau namens Sucky Jenny, bis ich dann verstanden habe, dass es Lucky Henry ist und wie durch ein Wunder treffe ich genau dich hier...also langer Sinn und kurze Rede, ich, Bobby-Jim Peacock, möchte mitmachen! Ich habe einen Knüppel, ich kann lesen, so einigermaßen und viele sagen ich wäre der schlauste aller Peacocks! Wie dem auch sei, man braucht Leute mit Verstand für diese ... Abenteuer ... was auch immer ... Geschichte!''

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Lynnea's Augenbrauen wanderten geradewegs nach oben, als sie die Geräusche von dem Fenster, aus dem Raum über ihnen vernahm und ihre Augen weiteten sich.
Oh, zur Hölle noch eins! Sowas brauchte sie nun wirklich nicht zu wissen!
Sex war ihr zwar alles andere als fremd, aber es gab Dinge über ihre Freunde, die sie weder wissen und schon gar nicht sehen oder hören wollte!
Ein klein wenig verstört schaute sie zu Henry und schüttelte den Kopf.
"Das werde ich nie wieder aus meinem Kopf bekommen...verdammt." murmelte sie, gerade laut genug, dass er es verstand.
Und dann war da auch noch dieser Peacock, der sich als Bobby-Jim vorstellte.
Gottverdammt, das konnte doch nicht sein Ernst sein...

~ Everybody likes a bad idea when it works! ~ 

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Henry's Grinsen war noch breiter geworden, als er Grizz und die Damen gehört hatte, und auch über Lynnea's Worte diesbezüglich musste er schmunzeln, aber tatsächlich konnte er ebenfalls gut darauf verzichten, den nicht gerade sanften Tönen zu lauschen, die sein Kumpel beim Sex so von sich gab. Das hatte er wahrlich schon zu oft gehört. Offenbar hatte Grizz eine gute Zeit, das reichte ihm, auch wenn gleich drei oder vier Damen seine Rechnung wieder einmal hochschnellen lassen würden. Grizz war eben ein... großer Mann... und er benötigte eine gewisse besondere Aufmerksamkeit.

Dann versuchte Henry, den Ausführungen des Jungen vor sich zu folgen, aber ausser einem ziemlich verwirrten Gesichtsausdruck und dem Versuch, die Familienverhältnisse irgendwie in seinem Kopf zu ordnen, kam dabei nichts heraus.
Fragend drehte er sich zu Lynnea um, die mit einem Blick, der sagte: Ich hab's dir ja gesagt! die Arme öffnete und die Schultern hochzog.
"Moment, Moment, Moment, Junge. Äh... Bobby richtig?" Der Kerl nickte eifrig. "Also Bobby, du bist.... und deine Schwester ist mit deinem Bruder.... und deine Granny hat.... Du willst bitte WAS???"
Henry wünschte sich, er hätte mehr Bier getrunken. Vielleicht würde das ihm helfen, den Jungen zu verstehen..
Wieder sah er Lynnea an.
"Weißt du, was er möchte?"

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (13.03.2019 16:32)

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

"So wie es aussieht, will er mit auf die Unternehmung...", murmelte sie und schnitt dabei eine Grimasse.
Auch, wenn sie sich wahrscheinlich nicht mal einen Gedanken dazu machen musste, hoffte Lynnea dennoch, dass Henry das eher als schlechten Scherz abtun würde anstatt diese Anfrage ernst zu nehmen..
Der Peacock-Clan war in der Stadt nicht gerade für ihren Grips und schon gar nicht für ein normales Leben bekannt.
Sogut wie jeder wusste, dass dort Inzucht bis zum geht-nicht-mehr betrieben wurde, weshalb z.B. auch keiner der Mitglieder in der Kirche willkommen war.

~ Everybody likes a bad idea when it works! ~ 

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Lynnea

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Geändert durch KayraS (13.03.2019 16:40)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Bobby kratze sich bei Lucky Henrys Reaktion verwirrt am Kopf. Er hatte doch eindeutig gesagt, was er wollte. War der Typ wirklich so doof, dass er nicht verstand, was Sache war oder war Bobby nur zu doof zu erklären, was er wollte? Bobby hatte darauf so schnell keine Antwort. Aber in ihm kam dieses komische Gefühl hoch, dass er jetzt den nächsten Fehler gemacht hatte…denk dran, die Frau zu retten war auch keine gute Idee…Bobby-Jim seufzte. ''Genau, die Frau ist vielleicht ne Zicke, aber sie hat’s kapiert. Ich will bei euch mitmachen! Was muss ich dafür tun?'', sagte er noch einmal deutlicher und mit erwartungsvoll glänzenden Augen.

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

"Gar nichts, Kerl!"
Henry's Gutmütigkeit fand ein jähes Ende. Es war eine Sache, wenn er dachte, Lynnea verhielte sich zu aufbrausend. Es war eine völlig andere, wenn er sie von einer aus Inzucht entstandenen Abartigkeit wie dieser hier beleidigen ließ. Sie war immernoch eine Lady, und eine besondere dazu! Niemand durfte so über sie reden!
Beinahe tat ihm der Knabe leid, aber eben nur beinahe. Er hatte es sicher nicht böse gemeint, er war einfach nur viel zu dumm um zu erkennen, dass er mit seinem Leben spielte, indem er die Worte in ihrer Hörweite sagte. Nun, heute würde er lernen, seinen Mund nicht mehr so aufzusperren!
Immernoch in ziemlich ernstem Ton forderte Henry: "Du wirst dich jetzt bei der Lady entschuldigen, und dann lassen wir dich vielleicht am Leben! Danach machst du, dass du von hier fortkommst, habe ich mich klar genug ausgedrückt?"
Zur Sicherheit hob Henry eine geballte Faust und wieder erschien dieser ängstliche Ausdruck in Bobby's Gesicht.

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Lucky Henry
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Bobby-Jim war etwas verwirrt, da er eigentlich dachte, dass die Unterhaltung bisher super verlief. Jetzt plötzlich sollte er sich bei der da entschuldigen? Das zeigte ihm erneut, dass dieser Lucky Henry anscheinend nur ziemlich doof war. Erst verstand er nicht, was Bobby wollte, dann wollte er die da auch noch verteidigen? Bobby war froh. Mit so einem Typen wollte er lieber nicht arbeiten. Andererseits wollte er auch nicht nochmal eine Faust im Gesicht haben, denn seine Nase hörte gerade eben auf zu bluten. Er sah seufzend zu Boden und stocherte mit seinem Schuhen im Sand herum. Dann sah er zu Lynnea hoch. ''Entschuldigung, dass ich dich beleidigt habe. Es kommt bestimmt nicht wieder vor!'' Nachdem beide anscheinend mit seiner Antwort zufrieden waren, ging der Junge von dannen. Was für ein beschissener Tag. Der Junge machte sich daraufhin auf zum Saloon. Dort konnte er wenigstens nicht enttäuscht werden.

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

Mehr als ein stummes Nicken war bei Lynnea für die Entschuldigung nicht drin gewesen.
Dieser Bobby-Jim schien ja nicht mal verstanden zu haben warum er sich überhaupt entschuldigen sollte.
Nicht, dass Lynnea sich überhaupt wirklich beleidigt gefühlt hatte.. Es gibt eher ums Prinzip.
Als er dann endlich abzog, rieb Lynnea sich mit zwei Fingern den Nasenrücken.
So war dieser ganze Tag irgendwie nicht so wirklich geplant gewesen... Auch, wenn sie das erreicht hatte, was sie wollte.
"Wann habt ihr vor abzureisen?", fragte sie schließlich an Henry gewandt.
"Josiah hat was von morgen früh gesagt.."

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Geändert durch KayraS (13.03.2019 18:10)

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

"Oh, nicht so schnell, Süße." Da war es wieder, dieses kleine arrogante Grinsen, dass ihn so spitzbübisch aussehen ließ, und dass sie gleichzeitig liebte und hasste.
"Wir treffen uns morgen bei Sonnenaufgang vor dem Saloon, aber wir reisen noch nicht gleich ab. Es müssen noch, nun Vorkehrungen getroffen werden."
Geheimnisvoll sah Henry Lynnea an. Er konnte ja schlecht jetzt schon damit herausrücken, dass er natürlich nicht einfach so mir nichts, dir nichts jeden mitnehmen würde, der seinen Namen auf seine Liste gesetzt hatte. Ehe er seinen Leuten vertraute, musste er wissen, dass diese auch ihm vertrauten und im Ernstfall seine Seite wählen würden. Und genau das würde er morgen testen, bei jedem einzelnen von ihnen!
"Also gehst du jetzt besser schlafen, sonst denkt Mami noch, ich hätte dich entführt, gefesselt und gegen deinen Willen den Beischlaf vollzogen." Beinahe musste Henry lachen, als er so geschwollen daher redete. Lynnea sah aus, als wolle sie ihm den Kopf abreißen.

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (13.03.2019 18:19)

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

Wieder verdrehte Lynnea die Augen - inzwischen war es eigentlich ein Wunder, dass sie noch in ihrem Kopf saßen.
Doch anstatt etwas bissiges zu erwidern hob Lynnea nur eine Hand zum Abschied und lief langsam in Richtung Straße.
Sie wusste, dass Henry ihr hinterher sah, weshalb sie sich noch einmal zu ihm umdrehte.
"Danke, dass du mich verteidigt hast. Es...", sie zögerte, "Danke."
Da es zu dunkel war als, dass er auf die Entfernung ihr Lächeln erkennen konnte, nickte sie ihm zu.
Ein paar weitere Schritte zurück auf die Straße und Lynnea grinste, ihr Gesicht vom Mondschein erleuchtet.
"Und... ich will ja nicht sagen, dass du stinkst, aber ein Bad würde dir glaube ich gut tun."
Sie konnte zwar seinen Gesichtsausdruck nicht sehen, lachte aber trotzdem bevor sie die Hand hob und mit den Worten: "Wir sehen uns morgen.", um die Ecke und eine Minute später ins Bordell verschwandt wo sie direkt zu Molly lief und die ältere Frau umarmte.
Diese war erst verwirrt, erwiderte die Umarmung aber nach ein paar Sekunden.
"Woah. Hey, alles okay? Wie liefs?", fragte sie.
Lynnea's Lächeln strahlte förmlich als sie sich wieder von Molly löste.
"Ich darf mit. Mutter war zwar nicht begeistert und ich werde wohl ohne ihren Segen gehen müssen, aber ich werde mitgehen. Henry hat zugestimmt."
Molly zeigte ein kleines Lächeln und rieb mit den Händen über Lynneas Oberarme, "Das freut mich für dich. ich kann deine Mutter verstehen, warum sie dagegen ist. Du bist das wertvollste was sie hat. Aber ich freue mich für dich."
Lynnea nickte und spürte, wie eine kleine Träne ihr die Wange herunter lief, die Molly mit dem Daumen wegwischte.
"Danke.", ihre Stimme brach beinahe.
Noch einmal zog sie Molly zu sich heran, die es akzeptierte und sie wieder in die Arme nahm.
"Wie lange wirst du weg sein?", fragte sie.
"Eineinhalb Jahre, wenn nichts dazwischen kommt.", erwiderte Lynnea.
Molly nickte nur.
"Komm lebend wieder zurück, hörst du mich? Komm ja heil wieder hier an."
Die Jüngere der beiden nickte und holte einmal tief Luft bevor sie sie wieder entließ.
Die beiden trennten sich wieder und Molly wischte eine weitere Träne weg.
Sie deutete auf den Barhocker direkt vor ihnen hinter dem Tresen.
"Komm, setz dich. Das verlangt zumindest nach einem Drink."
Lynnea grinste und gehorchte als Molly ihr das Glas auf den Tisch stellte und ihr eingoss.

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Lynnea

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Abe schüttelte den Kopf. „Nein Josiah. Ich muss dir die Wahrheit sagen. Ich weiß nicht wo Henry mit uns hinwill, also weiß ich nicht ob ich dort jemanden treffe der mich von früher kennt. Und mir wohlgesonnen ist. Deshalb heute die Kurzform.“ Abe rieb sich die Augen. Langsam machte sich die Müdigkeit breit. Doch er musste sich jetzt noch einmal konzentrieren, ehe er in Mollys Armen versinken konnte.

„Mein richtiger Name ist Reverend Abraham Gabriel Patterson. Noch vor zehn Jahren war ich Reverend einer kleinen Gemeinde, weit weg von hier.“ Abe nahm Josiahs Gesichtsausdruck sehr wohl zur Kenntnis, fuhr aber fort. „Wie viele kleine Städte fiel auch unsere in die Hand eines feinen Pinkels. Dieser hatte zwei Söhne und eine Tochter. Einer dieser Söhne war ein total durchgeknalltes Arschloch. Die Kurzform ist, er tötete alles was mir lieb war. Meine Schwester, ihren Verlobten und sieben Waisenkinder.“ Abe holte den Kollar aus seiner Jacke und gab ihn Josiah. „Die andere Kurzform ist, ich nahm Rache. Grausame, blutige Rache. Zusammen mit dem Vater des ermordeten Jungen. Wir töteten das Schwein, seinen Bruder und einen seiner Männer. Alle waren bei den Morden an meinen Liebsten dabei gewesen.“ Abe konnte Josiah nicht anschauen. Er wusste nicht ob er ertragen konnte was er vielleicht dort sehen würde. „Danach floh ich und fiel in ein tiefes Loch. Sie hatten mir alles genommen. Meine Familie, mein zu Hause und meinen Glauben. Ich weiß bis heute nicht wie ich es bis hierher geschafft habe, denn die meiste Zeit war ich betrunken. Sein Vater setzte keine offizielle Belohnung auf mich aus. Deshalb gibt es keinen offiziellen Steckbrief. Nur einen inoffiziellen, den ausgesuchte Männer bekamen. Einen davon konnte ich an mich bringen. Luna bewahrt ihn auf. Er konnte es nicht offiziell machen, denn dann wäre rausgekommen warum ich es getan hatte. Der Vater des Verlobten meiner Schwester hält mich über alles auf dem Laufenden. Er lebt immer noch dort. Die letzte Nachricht war, dass der Alte bald sterben würde und ich habe geschworen dabei zu sein, wenn er krepiert. Mein lebendes Gesicht soll das letzte sein was er sieht, dafür dass er gebilligt hat, was sein Sohn tat. Was ich Luna nicht gesagt habe und nur dir sage, ist, dass er einen letzten Versuch startet mich zu finden. Man hat mich offiziell für tot erklärt, aber der Scheisskerl weiß das ich noch lebe und jetzt wo es zu Ende geht, will er mir noch beim sterben zusehen. Darum sollst du wissen wen du wirklich vor dir hast.“ Abe sah Josiah an und wartete auf eine Reaktion von ihm.

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


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Geändert durch Eruanne (13.03.2019 19:21)

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Henry schaute Lynnea einen Moment lang hinterher. Hatte sie in der Zwischenzeit nur an ihren Messerkünsten gearbeitet oder etwa auch an ihrem Hüftschwung?
Komm schon, Lucky, reiß dich zusammen! schalt er sich selbst. Sie ist bloß irgendein Mädchen!
Er wandte sich um und wollte schon in Richtung des Hotels gehen, wo er mit Grizz zusammen ein Zimmer genommen hatte, da hielt er noch einmal inne, hob einen Arm und schnupperte eilig darunter. Hm, roch nach Mann, wie er fand. Daran war nichts auszusetzen, oder? Vielleicht ein bisschen nach Reise, und nach Bier, und womöglich auch nach Schweiß und Pferd.
„Also gut. Du gewinnst.“ knurrte er und schlug den Weg zum Badehaus ein. Aber danach würde er wirklich schlafen gehen!
Er hoffte nur, dass morgen früh alle pünktlich am Treffpunkt sein würden!

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Lucky Henry

Geändert durch LuckyHenry (13.03.2019 19:45)

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Josiah rieb sich sprachlos die Stirn, ohne Abe anzusehen. Er hatte also doch nicht ganz falsch gelegen. Es handelte sich um eine tragische und eine gefährliche Geschiche. Trotzdem hätte Josiah nie mit dem Ausmaß dessen gerechnet, was er zu hören bekommen hatte und er wünschte sich fast ein bisschen, er hätte Abe vehementer davon abgehalten, ihm das zu erzählen.
"Whou, Abe... das... das ist krasser Scheiß..." Ihm war klar, dass das mitnichten das war, was Abe hören wollte, geschweige denn, was angebracht gewesen wäre. Doch etwas anderes bekam er in diesem Moment nicht heraus.
Nicht, dass er Abe nicht glaubte, der Gedanke kam ihm nicht einmal. Warum auch sollte er sich so etwas ausdenken?
Das Problem war, er wusste einfach nicht, was er darüber denken sollte. Abe hatte zweifelsohne getan, was er für richtig hielt, doch tief in seinem Inneren wusste Josiah einfach nicht, ob er das gutheißen konnte.
Er schluckte. Sein Mund war trocken und es fiel ihm schwer, zu sprechen.
"Es... es ist gut, dass du mir das gesagt hast... glaube ich. Also ich weiß es... es ist gut. Gut zu wissen. Danke."
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Abe hatte schon geahnt, dass Josiah überfordert sein würde. Und er war froh heute noch nicht in die Details gegangen zu sein. Details, die ihn immer noch den Schlaf kosteten. Details die aus einem Reverend einen Ungläubigen gemacht hatten. Abe sah Josiah ernst an. „Lass es sacken. Und ich hoffe dass ich morgen meinen Freund nicht verloren habe. Ich geh zu Molly. Vielleicht bekomme ich so ein Stück weit Frieden heute Nacht.“ Abe ging an Josiah vorbei und nickte ihm zu.

An der Bar angekommen sah er Lynnea sitzen. Er trat hinter sie, schlang den Arm um ihre Schulter und gab ihr einen Kuss auf den Scheitel. Eine Geste die er schon getan hatte als sie erst sechzehn war. Er lies sie los und lächelte sie an. „So so du Quälgeist. Dich werde ich also wirklich nicht los.“

Freundschaft
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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Ein breites, warmes Lächeln erschien auf Lynneas Lippen als sie Abes feste Umarmung um sich spürte.
Sie lehnte den Kopf zurück und drehte sich um, als er sie wieder frei gab.
"Nope. So einfach geht das nicht. Mich gibts nur auf lange Zeit.", grinste sie.
Ihr Lächeln wurde weicher, als sie Abe betrachtete. Der Mann war wie ein großer Bruder für sie.
"Ich bin froh, dass du mitkommst, Abe. Josiah hat dir wahrscheinlich erzählt was passiert ist, hm?"

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Lynnea

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Abe konnte nicht anders und musste grinsen. „Du meinst das deine Mutter uns kalt macht, sollten wir ohne dich zurück kommen oder du einen Kratzer haben? Ja da war sie sehr sehr deutlich. Mehr konnte mir Josiah aber noch nicht erzählen. War es denn so schlimm?“ Abe sah Lynnea besorgt an.

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Lynnea wiegte ihren Kopf von einer Seite zur anderen in einer Geste die sagte, dass es eher solala gelaufen war.
"Sie lässt mich gehen, aber ohne ihren Segen. Ich schätze, sie hat Angst, dass ich entweder nicht leben zurück komme oder gar nicht weil ich was besseres gefunden habe..."
Die Emotionen vor denen sie sich inzwischen hütete sie in Henrys Gegenwart zu zeigen, zeigte sie ganz offen bei Abe und Josiah.
Und als Abe sie nun ansah, konnte er erkennen, dass sie tatsächlich gekränkt war, über die Entscheidung ihrer Mutter.
"Eineinhalb Jahre hab ich Zeit die Erfahrungen zu sammeln, die ich brauche, bevor sie mich wieder zurück erwartet.."
Lynnea schluckte, kippte den Rest ihres Drinks herunter und gab Molly noch einen Kuss auf die Wange über die Theke hinweg bevor sie vom Barhocker rutschte.
Sie hatte eine Entscheidung getroffen. Wenn es Josiah wusste, dann sollte Abe es ebenfalls wissen.
"Komm, ich muss dir was erzählen. Aber nicht hier, in meinem Zimmer."
Sie bedeutete ihm ihr zu folgen und führte ihn hoch.
Sowie Lynnea die Tür hinter sich geschlossen und Abe den Stuhl an ihrem Schminktisch angeboten hatte blieb sie in der Mitte des Raumes stehen.
"Was ich dir jetzt erzähle wissen bis jetzt nur 5 Leute. Josiah hat es auch erst vorhin erfahren, da es bis heute keinen Grund gab, dass es irgendjemand sonst wissen musste.. Nicht, dass ich euch nicht vertraue, aber... es gibt Dinge, die nicht jeder unbedingt wissen muss.
Ich hoffe du verstehst das aber ich würde es auch verstehen, wenn du hiernach sauer auf mich bist, denn das hier ist wichtig für das was wir vor haben."
Ein wenig flehend sah sie Abe an, der schlicht nickte und so erzählte Lynnea ihm alles. Über Henry und sie. Warum Luna Henry nicht leiden konnte. Dass Henry sie trainiert hatte und was an diesem Tag aus ihrer Sicht passiert war als sie ihn das letzte Mal gesehen hatte. Und ihre wahren Beweggründe mit auf diese Unternehmung zu gehen.
Es war nicht einfach, doch Lynnea wusste, dass es wichtig war.

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Lynnea

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Abe sah entschuldigend zu Molly, die auch nur noch mit den Augen rollte. So viel zu einem ruhigen Abend zu zweit. Abe folgte Lynnea und hörte ihr aufmerksam zu. Sein erster Gedanke war, dass es heute wohl ein Tag der Geständnisse war. Armer Josiah. Erst Lynnea und dann er.

Während Lynnea ihm von Henry und ihr erzählte, wurden ab und an seine Augen groß und manchmal musste er schmunzeln. Komischerweise hatte Abe keinen Groll auf Henry. Bestimmt hatte dieser seine Gründe, warum er damals so schnell abgehauen ist. Und genau das sagte er Lynnea. „Wir wissen nie was in den Köpfen der anderen so vorgeht. Natürlich bist du gekränkt, doch hast du ihn mal gefragt warum er gegangen ist? Denk dran er ist ein Mann mit Steckbrief. Vielleicht wollte er dich schützen.“ So wie er Molly. „Was du mir von ihm erzählst scheint er auf jeden Fall nen Funken Ehre im Leib zu haben. Lass uns sehen wo das alles hinführt mein Engel. Und sollte er doch ein Riesenarschloch sein, dann verprügel ich ihn eigenhändig.“ Abe grinste Lynnea an. Sie war wie eine Schwester für ihn geworden und er würde sie beschützen. Trotzdem musste sie ihre eigenen Erfahrungen machen. Die Guten wie die Schlechten.

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KayraS

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Lynnea kaute auf ihrer Unterlippe herum.
Was Abe ihr riet konnte sie nicht abstreiten.
Sie hatte Henry nicht gefragt was damals vorgefallen war und es einfach mit der Begründung abgetan, dass er sie sitzen gelassen hatte.
Sie schüttelte den Kopf, "Ich... ich kam nie dazu ihn zu fragen. Er ist ja erst heute wieder hier aufgetaucht..."
Lynnea sah Abe an, "Ich werde ihn fragen, wenn sich die Gelegenheit bietet.", entschied sie bestimmt und grinste zurück.
Sie konnte gar nicht sagen wie froh sie war zwei Freunde wie Abe und Josiah zu haben.
"Danke, Abe. Das alles wird bestimmt nicht einfach werden, aber es... es fühlt sich besser an, zu wissen, dass du und Josiah dabei seid. Das wir das zusammen machen."
Es war eher selten, dass sie es sich erlaubte so emotional zu sein und es war eine Erleichterung bei Abe und Josiah auch mal loslassen zu können.
Einladend hob sie die Arme und sah Abe an.
"Umarmung?"

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~~~~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~~~ ~

Lynnea

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: KayraS]

Abe öffnete die Arme und Lynnea umarmte ihn. Er küsste sie nochmals auf den Scheitel. „Schlaf gut und mach dir nicht zu viele Gedanken. Du musst morgen ausgeruht sein. Und ich geh jetzt zu Molly. Sonst erlebe ich den morgigen Tag nicht mehr. Schlaf gut und träum was schönes.“ Damit verließ Abe Lynneas Zimmer und ging zur Bar wo Molly schon ungeduldig wartete.

„Wurde aber auch Zeit, dass ich dich endlich für mich habe.“ Molly lachte auf. Abe hielt Molly vor sich und schob sie Richtung Zimmer während er an ihrem Ohrläppchen knabberte und ihr lauter unanständige Dinge ins Ohr flüsterte. Es war spät und an Schlaf war noch lange nicht zu denken. Kaum hatten sie das Zimmer betreten, rissen sie sich die Kleidung vom Leib. Abe presste Molly gegen die Wand und küsste sie leidenschaftlich. Molly spürte das etwas anders war. Abe war anders. Gut anders. Molly schloß die Augen und genoß es.

Als sie später in seinen Armen lag und er mit ihren Haaren spielte, sah sie zu ihm herauf. „Wo bist du schon wieder mit deinen Gedanken?“ Abe sah sie zärtlich an. „In einem anderen Leben, wärst du meine Frau und ich hätte dir schon mindestens fünf Kinder gemacht. Es wären kluge und verdammt hübsche Kinder. Wir hätten eine kleine Ranch und ein gutes einfaches Leben.“ Mollys Blick wurde traurig. Abe wusste wie sehr sie sich genau das wünschte. Und wenn er ehrlich zu sich selbst war, wünschte er sich das auch. Das war ihm heute zum ersten Mal wirklich bewusst geworden. Molly war alles von dem ein Mann nur träumen konnte. Und das sie noch bis vor zwei Jahren selbst als Hure gearbeitet hatte, störte ihn kein bisschen. Sie war klug, talentiert und wunderschön. Nur sein Leben war kompliziert und gefährlich. Und noch einen Mensch zu verlieren, konnte er nicht ertragen. Außerdem wusste er auch nicht, ob er selbst das alles überleben würde. Er würde ihn töten. Das hatte er geschworen und dann würde er sehen. Sollte er jedoch überleben würde er sie heiraten, da war er sich mittlerweile sicher. Abe lachte.

Molly setzte sich auf und sah ihn herausfordernd an. „Warum lachst du?“ Abe erzählte ihr von dem Gespräch mit Miss Luna und das er gesagt hatte, dass er Molly heiraten würde, sollte er das alles überleben. Molly wurde ernst. „Ich liebe dich Abe. Das habe ich von dem Moment an, als du aus Miss Lunas Büro kamst und ich wusste dass du bleiben würdest. Ich weiß wer du warst, was du getan hast und wer du jetzt bist. Ich alleine jedoch entscheide was ich für dich empfinde. Ich weiß warum du mich nicht lieben kannst, aber ich will keinen anderen. Ich will nur dich.“ Abe zog sie zu sich herunter und küsste sie. „Ach mein Herz. Das weiß ich doch. Und ich war ein ganz schöner Trottel. Ich liebe dich auch Molly. Und das hätte ich dir schon längst sagen sollen.“ Abe strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und schmunzelte über den Gesichtsausdruck Mollys. Momentan war dieser irritiert. Doch ihre Augen sprachen Bände. „Ich kann dir keine Zukunft versprechen. Das muss dir klar sein.“ Molly nickte. „Das du mich auch liebst reicht mir völlig aus.“ Abe küsste sie wieder. „Gut, denn mehr als das hier kann ich dir momentan nicht geben.“ Molly küsste nun ihrerseits Abe. „Dann will ich das noch richtig ausnutzen.“ sagte sie mit einem schelmischen Unterton. Abe lachte. „Ich werde dich nicht aufhalten.“

Abe lauschte Mollys Atmen an seiner Brust. Sie schlief tief und fest, während er in Gedanken bei morgen war. Bei allen Eventualitäten die er in Bezug auf sich einkalkulierte, durfte er nicht vergessen was jetzt wichtig war. Henrys Mission. Er ging im Kopf durch was er alles noch besorgen musste. Immer wieder kam er jedoch zurück zu dem Punkt, dass Henry und Lynnea was gehabt hatten. Er hoffte inständig, dass dies keine Probleme geben würde. Wobei es sicher auch das ein oder andere Mal sehr interessant werden würde, da war sich Abe sicher. Und während er so darüber nachdachte, fiel er zum ersten Mal nach all den Jahren in den Schlaf ohne schlecht zu träumen. Mit einem friedlichen Lächeln auf seinen Lippen.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Kurz nachdem Miss Luna angefangen hatte, sich neben ihrem Bordell noch anderen Geschäftszweigen zuzuwenden und dafür auch Männer anzustellen, hatte sie eine kleine Hütte hinten an das Bordell anbauen lassen, in dem diese Männer schlafen konnten.
Offiziell sollte es dafür sorgen, dass die Männer von dem bis tief in die Nacht reichenden Lärm aus dem Bordell nicht ihres Schlafes beraubt wurden, wahrscheinlich sollte es aber eher verhindern, dass die Männer zu viel (nächtlichen) Kontakt zu den Mädchen hatten.
Seit er in Santa Rosa war bewohnte Josiah diese Hütte und seit Billy bei Miss Luna angestellt war, teilten sie sie sich.
Als Josiah die Hütte betrat, lag Billy bei Kerzenschein auf seinem Bett und las in einem Buch. Josiah musste nicht fragen, um welches Buch es sich handelte. Billy besaß nur eines. Es war ein altes, abgegriffenes Exemplar mit eingeknickten, vergilbten Seiten, doch Billy störte das nicht.
„Du wirst dir die Augen verderben“, sagte Josiah, während er seinen Hut an einen von ihm selbst in die Wand geschlagenen Nagel hängte.
„Mein Großvater hat immer bei Kerzenlicht gelesen und der hat mit 65 Jahren noch gesehen wie ein Adler“, antwortete Billy, ohne von seinem Buch aufzusehen.
Josiah hätte geschmunzelt, doch in seinen Gedanken spukte immer noch Abes Geschichte herum.
Die Hütte war gerade groß genug, dass zwei Betten links und rechts der Tür und auf der anderen Seite des Raums zwei Stühle, ein Tisch und eine kleine Feuerstelle hineinpassten. An der Wand hing ein angelaufener Spiegel, den Josiah vor einer Weile ergattert hatte, als Miss Luna ihn aus dem Bordell ausgemustert hatte. Darunter hatte er einen wackeligen Hocker zusammengezimmert, auf den man eine Waschschüssel stellen konnte. So stolz er auf die ganze Konstruktion war, benutzen konnte man sie nur, wenn man erst einen der Stühle in den schmalen Gang zwischen den beiden Betten stellte, um vor dem Spiegel Platz zum Stehen zu haben. Das führte regelmäßig zu Chaos, wenn Billy und Josiah sich am Sonntagmorgen gleichzeitig für die Kirche herauszuputzen versuchten.
Mit drei Schritten durchquerte Josiah den Raum und warf über den Tisch hinweg einen Blick auf den Topf, der über der Feuerstelle hing.
„Maisbrei?“, fragte er etwas enttäuscht.
„Hab dir extra was übrig gelassen“, sagte Billy, ohne Josiahs Mangel an Begeisterung zu beachten.
Seufzend schob Josiah sich zwischen dem Tisch und einem der Stühle hindurch zur Feuerstelle und füllte sich seinen Blechteller mit dem gelblichen Brei. Eine Weile aß er schweigend. Das einzige Geräusch war das Kratzen seines Löffels über den Teller.
Schließlich klappte Billy seine Bibel zu und setzte sich auf.
„Du gehst also mit diesem Lucky Henry mit?“ So wie er es sagte, klang es fast wie eine Anklage.
Josiah schluckte den Bissen in seinem Mund herunter. „Ja, Billy. Miss Luna schickt mich mit, um auf Lynnea aufzupassen. Nicht meine Entscheidung, dass sie mitkommt. Sicher nicht.“
Billy schwieg. Im dumpfen Schein zwischen der Glut in der Feuerstelle und der Kerze an Billys Bett konnte Josiah das Gesicht des Jungen kaum erkennen. Doch das brauchte er auch nicht, um zu wissen, welche Frage im Raum stand.
Und was wird aus mir?
Josiah wusste es nicht. Er überlegte, ob Miss Luna Billy vielleicht als Arbeitskraft an John Smith oder einen der anderen Farmer ausleihen konnte, doch er war noch nicht gut genug, um erfahrenen Cowboys eine echte Hilfe zu sein. Vielleicht konnte irgendjemand ihn ja für die Feldarbeit gebrauchen. Irgendetwas würde Miss Luna schon einfallen.
„Wir reisen erst in einigen Tagen ab, Kleiner. Bis dahin findet sich was für dich, bestimmt.“
Billy schien mit dieser Antwort nicht gerade zufrieden zu sein, beließ es aber fürs erste dabei.
Nach dem Essen zog Josiah seine Stiefel aus und warf sich erschöpft auf sein Bett. Es war zu kurz für ihn und seine Füße guckten immer unten raus, aber daran hatte er sich schon gewöhnt.
Die vielen Tage unterwegs mit den Rindern steckten ihm noch in den Knochen und er war froh, überhaupt einmal wieder in einem Bett zu schlafen. Lange würde er diesen Luxus wohl nicht genießen können.
Als er so in Gedanken versunken an die flache Decke starrte kam ihm immer wieder Abes Geschichte in den Sinn. Das Flackern von Billys Kerze ließ bizarre Schatten durch die Dunkelheit zucken. Unwillkürlich zeichneten sich vor Josiahs Augen grausame Details ab. Er konnte sich Abes Gesicht nicht vorstellen, wie es verzerrt war von Schmerz und Hass, trotzdem glaubte er es in den Schatten zu sehen.
„Soll ich dir was vorlesen?“
Josiah erschrak, als Billy ihn aus den Gedanken riss. Der Junge hatte schon wieder das Buch hervorgeholt. Zuerst wollte Josiah ablehnen, doch dann überlegte er es sich anders.
„Könntest du etwas raussuchen über... über Rache... und Vergebung?“
Billy blinzelte überrascht, doch er konnte sehen, dass Josiah etwas beschäftigte, worüber er nicht reden konnte oder wollte.
„Ich denke, da lässt sich was finden.“

Geändert durch Josiah (14.03.2019 09:39)

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Oddy

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Oddy-O‘ hatte noch bis spät in die Nacht an seiner Sprengstoffmischung und manch anderem gearbeitet. Maggie war seine treue Beraterin gewesen und hatte ihm den einen oder anderen guten Tipp gegeben. Oddy wusste, dass manche Menschen ihn für verrückt hielten, weil er sich mit ihr unterhielt. Doch diese Menschen hatten auch nicht seine Erfahrung gemacht. Wie oft hatte er nicht weiter gewusst und Maggie hatte ihm einen guten Rat gegeben. Ohne sie wäre er nie hier in Santa Rosa gelandet, sondern wäre in Irland geblieben und vermutlich ebenfalls verhungert.
Nein, auf seine Maggie ließ er nichts kommen, da ließ er sich lieber verrückt schimpfen.

Nun am frühen Morgen war er schon wieder wach. Er war gespannt, was seine heutigen Sprengungen ergeben würden. Vermutlich musste er, bevor sie in ein paar Tagen aufbrachen, noch Nachschub bei Pimple kaufen, aber dafür konnte dann sein neuer Arbeitgeber aufkommen.
Und den wollte er heute morgen erst einmal gebührend wecken.

Es dauerte nicht lang und er hatte alles, was er brauchte auf seine kleine Smokey geladen unf trabte im blau-lila der ersten Morgendämmerung wieder Richtung Santa Rosa.
Das Santa Rosa Best Western Hotel, in dem Lucky Henry vermutlich abgestiegen war, lag an der Hauptstraße unweit des Saloons. Oddy stellte Smokey etwas weiter entfernt ab, kramte kurz in seinen Satteltaschen und schlich sich dann zur Hintertür des Hotels. Dean Forrester, der Besitzer des Hotels werkelte schon in seiner Vorratskammer, doch sonst war alles still. Ganz leise befragte der Alte Forrester, wo denn seine illustren Gäste abgestiegen waren. Oben zweite Tür links, ok. So leise, wie man es weder dem alten Mann noch dem Haus zugetraut hätte, schlich sich Oddy an Luckys Zimmertür und lauschte. Tiefe Schnarchgeräusche waren noch zu hören. Perfekt, Sonnenaufgang war ja auch noch ein bisschen entfernt.
Oddy-O‘ rieb sich die Hände. Er liebte die etwas notdürftige Bauweise im Westen. Astlöcher, wo man nur hinschaute. Vorsichtig steckte er die vorbereiteten kleinen Päckchen in die Löcher und lauschte. Immer noch tiefes Schnarchen von drinnen.
Mit einem kleinen Grinsen riss er ein Streichholz an und steckte ruckzuck die 7 kleinen Lunten in Brand.
Leise zog er sich bis zur Treppe zurück, da gab es schon den ersten Knall. Der Alte grinste selig und zählte mit, 1-2-3-4-5-6-7! Perfekt, es war wie eine Symphonie in seinen Ohren!

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Das soll eine Explosion gewesen sein?
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Oddy]

Im Morgengrauen traf Jack Anderson mit seinen Männern in O'Rourkes Lager ein. Der blonde Mann sattelte von seinem Hengst ab, und ging zu einem Zelt, das in zentraler Position war. Im Lager waren mehrere Zelte aufgestellt und überall saßen dunkel gekleidete Männer und unterhielten sich, aßen etwas, schliefen noch oder spielten Karten. Auch wenn O’Rourke ein Haus in der Stadt hatte, hielt er es für vernünftig ein weiteres Lager ausserhalb zu haben. Als Anderson durch die Vorhänge des Zelts ging, stand er schließlich drin. Die Einrichtung im Zelt war nicht weiter erwähnenswert, ausser, dass sich in der Mitte ein Tisch mit einer Landkarte von New Mexico befand. Daneben waren ein paar Stühle und ganz am Rand eine Badewanne mit einem Tisch daneben. Darauf befand sich ein Rasiermesser und Sanddorn-Shampoo, das Lieblingsshampoo des Colonels. Dahinter und vor einem Spiegel stand der besagte Colonel und betrachtete sein frisch rasiertes Gesicht. ''Sir'', sagte Anderson und salutierte vor O’Rourke, wie es in der Armee üblich war. Der Colonel drehte sich um und salutierte zurück. ’’Rühren, Lieutenant Anderson’’, sagte er und nickte Jack zu. Er sollte erzählen, was er herausgefunden hatte. O’Rourke hoffte, dass es gute Informationen waren. ''Sir, wir haben einen von Luckys Männer erwischt und ausgefragt'', erklärte er. ''Gut, und was hat er gesagt?'', fragte O’Rourke neugierig. Anderson nickte und fuhr fort. ''Wie es aussieht, haben Lucky und seine Bande irgendeinen Überfall vor. Er erzählte uns etwas von einem Goldschatz und, dass sie ihn in den nächsten Wochen stehlen oder ähnliches wollen. Natürlich wird Lucky ihm nichts konkretes erzählt haben, also kann das alles bedeuten, von einem Überfall, zu weiß Gott was. Was ich aber glaube ist, dass es wirklich bald passieren soll. Die Zeitangabe dürfte also die Wahrheit sein. Mindestens 10 Mann hat er dafür rekrutiert, zuzüglich Lucky und seinen Partner. Genaueres wissen wir noch nicht. Es ist schwierig, nahe genug heranzukommen'', berichtete Anderson sorgfältig. ''Habt ihr ihn beseitigt?'', fragte O'Rourke nach. ''Nein, ich hielt es für klüger ihn am Leben zu lassen. Dieser John könnte uns später noch von Nutzen sein, falls wir ihn noch einmal ungestört abgreifen können. Vielleicht weiß er dann auch schon mehr. Selbst wenn er davon erzählt, hätte Lucky nichts gewonnen, denn er weiß ja bereits, dass Sie an ihm dran sind’’, rechtfertigte Anderson seine Entscheidung.

O'Rourke nickte.''Gute Arbeit, Anderson, danke’', antwortete er und grinste dabei zufrieden. ''Sir? Wissen sie etwa irgendwas darüber?’’, fragte der Lieutenant neugierig. ''Wer weiß. Aber ich denke, ich habe eine Ahnung’', antwortete der Colonel geheimniskrämerisch und nickte ihm dann noch einmal dankend zu. ''Weitermachen. Sobald ihr etwas neues wisst, sagt mir Bescheid. Sofort!’’ Daraufhin trat seine rechte Hand mit einem Salut weg und verschwand wieder aus dem Zelt. ''Soso, Lucky, das hast du also vor. Hätte ich mir ja auch gleich denken können! Jetzt macht alles einen Sinn’’, sagte er zufrieden zu sich selbst, doch kurz darauf verfinsterte sich seine Miene wieder. ''Deserteur!'', fügte er hinzu und mit einer Abneigung in der Stimme, als hätte er das Wort ausgespuckt. Daraufhin verließ er das Zelt und wand sich an einen seiner Männer. ''Aufsatteln, wir haben einen kleinen Ritt vor uns'', befahl er. Kurz darauf waren vier Männer auf ihren Pferden und scharten sich um ihren Anführer. Der Colonel ritt für gewöhnlich immer mit mindestens vier Leuten, egal wohin es ging. ''Wohin geht es denn, Sir?'', fragte einer der Männer interessiert. ''Santa Rosa. Miss Lunas Paradise’’, antwortete er knapp, woraufhin sich seine Männer gegenseitig anlachten, wohlwissend, was dies bedeuten könnte. Doch O’Rourke schwenkte seinen Kopf blitzschnell verärgert zu ihnen und plötzlich war es totenstill und allen verging das Lachen von einer zur anderen Sekunde. ''Nicht zum Vergnügen! HA!’’ und damit ritt er los und seine Männer folgten ihm.

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LuckyHenry

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: DerDunkelgraue]

-8-9-10-11-
Während um ihn herum das Holz der Zimmertür splitterte und sich zu seinen 7 Detonationen noch 4 weitere gesellten, für die Oddy ganz sicher nicht verantwortlich war, duckte der alte Mann sich und brachte sich erneut zur Treppe, von wo er gerade zurückgekommen war, in Sicherheit.
Ohne dass er Schritte gehört hätte, schwang die Türe auf, in dessen Mitte, etwa auf Brusthöhe eines erwachsenen Mannes, 4 große Löcher prangten.
Oddy wagte sich wieder vor, als er noch immer nichts hörte, und mit einem Mal schnellte eine Hand hervor, packte den Alten am Kragen und zerrte ihn ins Hotelzimmer hinein. Die Tür wurde zugeschmissen und Oddy fand sich an die Wand gepresst wieder. Vor ihm stand, nur in Hose, ohne Hemd, Hut oder Stiefel, Lucky Henry. Sein Haar stand in alle Richtungen ab und sein Atem roch schal, doch in seinen Augen blitzte ein waches Feuer, das jetzt, da er den Sprengmann erkannte, nur langsam an Kraft verlor. In der Hand hielt er den noch rauchenden Revolver.
"Bist du von allen guten Geistern verlassen, alter Mann???" fragte Henry ungläubig. Der sah verschmitzt auf und zuckte mit den Schultern.
"Ihr brauchtet doch eine Vorführung meiner Kunst, dachte ich mir."
Henry konnte nicht anders. Als ihm klar wurde, was hier eben geschehen war, musste er kurz erleichtert lachen. Einmal, weil der Alte es tatsächlich geschafft hatte, ihn mitten im Schlaf zu überraschen, dann, weil es nur Oddy gewesen war, der für die Explosionen verantwortlich war, und nicht der Colonel oder irgendein anderer Kopfgeldjäger, der ihm auf den Fersen sein mochte, und zuletzt, weil seine eigenen Kugeln seinen wichtigsten Mann nicht getroffen hatten.
Vielleicht, so dachte er, hatte Grizz ab und zu Recht, und man sollte nicht immer gleich drauflos ballern.
Das alles sagte er Oddy natürlich nicht, sondern funkelte ihn bloß weiterhin böse an.
"Besorg mir etwas zum Frühstück!" knurrte er. "Ich bin in 10 Minuten unten!"

___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.___.
I HAVE A PLAN!!!

Lucky Henry
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: LuckyHenry]

„Du elendes Biest.“ flüsterte Abe seinem Rotschopf zu. Ein Kichern war zu hören und er schloss die Augen. So konnte man doch öfters geweckt werden. Molly lag gerade in Abes Armen als beide ein mehrfaches Donnern vernahm. Sie schauten sich an und begannen zu lachen. „Oddy-O.“ kam es aus einem Mund.

„Ich muss aufstehen. Man sollte Lucky Henry nicht warten lassen.“ Molly seufzte theatralisch. „Himmel Weib, du bist schlimmer als ein Raubtier.“ Abe lachte und Molly entging nicht, das er viel gelöster war. Vielleicht sogar glücklich? Abe wusch und kämmte sich. Dann zog er sich an. Molly hatte sich zwischenzeitlich auch angekleidet. Etwas legeres, denn das Bordell öffnete erst später. Abe griff nach seiner Weste. „Warte, nicht die.“ Er sag Molly fragend an. Diese ging zu ihrem Schrank und holte eine neue dunkelgrüne Weste hervor. Sie half Abe diese anzuziehen. „Die hab ich für dich gemacht.“ Zum ersten Mal sah Molly verlegen weg. Abe sah sich in Mollys Spiegel an. „Die ist wunderschön. Wirklich. Du hast dich wie immer selbst übertroffen.“ Abe zog Molly in seine Arme und küsste sie. „Ich muss jetzt los, aber wir sehen uns später noch. Versprochen.“ Molly strich ihm über die Wange. „Das will ich doch hoffen.“ Abe küsste sie erneut und flüsterte ihr ein „Ich liebe dich.“ ins Ohr. Molly gab die Worte nur zu gern zurück. Dann war Abe auch schon zur Tür raus. Er wollte Josiah abholen und vielleicht noch einmal mit ihm sprechen. An der Hütte angekommen, klopfte er.

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Josiah

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Josiah öffnete die Tür, eine Hose, aber noch kein Hemd übergezogen. Die Hosenträger baumelten lose um seine langen Beine und er war barfuß.
"Oddy?", fragte er und auf Abes Nicken wandte er sich nach hinten in die dunkle Hütte.
"Siehst du, hab ich doch gesagt, Billy. Leg dich wieder hin und schlaf aus."
Billy murmelte etwas schwer verständliches und Josiah wandte sich wieder Abe zu. "Gib mit fünf Minuten."

Die Sonne schickte gerade die ersten scheuen Strahlen über den Horizont, als Josiah und Abe sich auf den Weg zum Saloon machten.
Josiah rieb sich die Arme. Die nächtliche Kälte von New Mexico war noch nicht verflogen.
"Und? Ne gute Nacht gehabt?", fragte er Abe, als sie den Platz vor dem Saloon erreichten.

Geändert durch Josiah (14.03.2019 21:00)

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Josiah]

Abe konnte nicht anders und musste lächeln. „Ich habe Molly gesagt dass ich sie liebe. Also ja ich hatte eine gute Nacht...“ Abe verstummte als neue Leute ankamen. Es ging niemanden was an. Er kannte sie vom sehen. „Schätze wir haben Gesellschaft bekommen.“ Dann schwieg er und wartete auf Henry.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Into the West - Es war einmal im wilden Westen - Kapitel I [Re: Eruanne]

Grizz und seine Frauen waren von der letzten Nacht so geschafft, dass sie nicht von Oddys Explosionen wach wurden, sondern stattdessen fröhlich weiterschliefen. Zu lange. Grizz öffnete langsam die Augen und sah als erstes die Decke des Zimmers. Er blinzelte ein paar Mal. Ein Sonnenschein strahlte durch den Spalt im Vorhang und erhellte das Zimmer. Der Bär lag quer auf dem Bett und hatte je zwei Frauen in je einem seiner Arme, welche alle noch schliefen. Auf dem Nachtkästchen und auf dem Boden lagen leere Spirituosen. Der Hüne blickte einmal kurz nach rechts und dann nach links und war zufrieden. Sie hatten viel Spaß diese Nacht, soviel war klar. Und sie hatten viel Geld verdient und er viel Geld verloren. Allerdings hatte er dafür auch etwas zurückbekommen. Plötzlich schreckte er wie vom Blitz getroffen hoch. ''SCHEISSE!!!'', brüllte er, schoss vom Bett, verhedderte sich dabei in der Decke und knallte mit voller Wucht gegen den Holzboden. Die vier Frauen schreckten zuerst erschrocken aus dem Schlaf hoch und kicherten dann, als sie den Mann auf dem Boden liegend und in all seiner natürlichen Pracht sahen. ''Hast du es eilig?'', fragte Eleonore und zeigte auf das Bett. ''Komm doch nochmal zu uns für eine kostenlose Zugabe'', sagte sie nickend, woraufhin die anderen Frauen ebenfalls nickten. Grizz versuchte sich derweil aufzurichten. Als er gerade stand, merkte er erstmal, wie wackelig seine Beine waren und wie sehr ihm sein Kopf schmerzte. Einen Moment später hatte er sich jedoch einigermaßen gefangen und suchte seine überall am Boden herumliegenden Klamotten. Dann jedoch klopfte es plötzlich an der Tür. ''Alles in Ordnung da drin?'', fragte eine besorgte Frauenstimme. Grizz’ Gesicht wurde weiß vor Schreck. ''Alles ok'', rief Eleonore zu seiner Rettung und kicherte mit den anderen Frauen amüsiert. Grizz atmete erleichtert auf. Wieder in Sicherheit packte er als erstes seine Socken und versuchte diese anzuziehen, was ihm eher schlecht als recht gelang. Eine Socke zog er sich normal an, die andere jedoch nur zur Hälfte, sodass diese überstand. Dann packte er seine Hose und schlupfte mit seinem Bein hinein. Dabei verlor er jedoch blöderweise das Gleichgewicht und krachte in den Wandschrank, der dabei in tausend Teile zerfiel.

Immer noch nackt und mit der Hose an ei