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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX

DerDunkelgraue

Gefährte

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time



Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII

I. RPG Grundregeln:

- Vorlage sind die Filme. Wir müssen uns aber nicht streng daran halten, sondern können nach Bedarf abweichen
- Alles muss Tolkiens und Jacksons Canon entsprechen, also keine übernatürlichen Dinge ausdenken, die nicht zu Mittelerde passen
- Unsere Charas stehen immer an erster Stelle vor den Tolkien-Charakteren

II. Charaktere:

Hauptcharaktere:
Rückreise:
Ardagast der Dunkelgraue - Zauberer
Finbar - Zwerg
Kára - Zwergin
Padogas Tuk - Hobbit
Isengar - Hobbit

Erebor/Thal:
Frótha - Zwergin
Grimm - Mensch (männlich)
Elva - Mensch (weiblich)

Ausgestiegen:
Ailin - Zwergin
Arrin - Mensch (männlich)
Ascarion - Elb
Úrondur - Unbekannt (männlich)
Borin - Zwerg
Faron - Mensch (männlich)
Arika - Dunadan (weiblich)
Rayne - Dunadan (weiblich)

III. Plot:

"Und so geschah es eines Tages, dass 13 Zwerge und der Zauberer Gandalf vor Bilbos Tür standen und ihn mit in ein Abenteuer voller Elben, Orks, Trolle, Riesenspinnen und Drachen zogen. Doch unsere Geschichte beleuchtet die Ereignisse des kleinen Hobbits aus der Sicht anderer Charaktere, deren Interesse ebenfalls darin bestand den Erebor aufzusuchen und den Schatz zurück zu erobern. Geführt von Ardagast, einem anderen Zauberer, bildete sich eine weitere Gruppe, die mit in das Abenteuer hineingezogen wird..." - Damaris

IV. Tolkien-Charaktere:

Bain - Aerlinn
Bard - Aidean
Bilbo - PadogasTook
Dwalin - Melian
Elrond - DerDunkelgraue, Kayley
Fili - Aidean, RoisinDubh
Thorin, Kili, Tauriel - Kayley
Legolas, Thranduil - Damaris
Gandalf, Radagast, Saruman, Sauron, Beorn - DerDunkelgraue

Der Herr der Ringe-RPG
Der Herr der Ringe-RPG - Diskussionen

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Radagast zwinkerte zurück und legte dann nochmal die Hand auf die Schulter des Hobbits. Noch nie war dem Zauberer, der die freien Völker am meisten scheute, jemand so ans Herz gewachsen, wie dieser aussergewöhnliche Hobbit. Eine kleine Träne kullerte ihm über die Wange und anschließend stieg er auf seinen Kaninchen-Schlitten auf, der bereits auf ihn wartete. Ein letztes Mal wand sich der braune Zauberer an die Gruppe und nickte allen zur Verabschiedung freundlich zu. Ehe sie sich versahen, war der Kauz auch schon über alle Berge. ''Mach's gut, wer auch immer du warst...'', sagte Finbar noch abschließend mit einem müden Winken. Genervt von Finbars respektloser Aussage, gab Ardagast dem Zwerg noch einen mahnenden Klaps auf den Hinterkopf. ''Jemand, der uns mehr als einmal den Hintern gerettet hat!''

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

"Entschuldige." murmelte Finbar und rieb sich den Hinterkopf. "Es waren einfach viele Leute, die..." Er hielt inne, als ihm bewußt wurde, dass er wirklich kaum einen Bruchteil derer gekannt hatte, die mit ihnen gekämpft hatten.
"Es war eine ziemlich beeindruckende Schlacht, oder? Also, ich weiß nicht, ob es schon jemals eine so große Schlacht gegeben hat. Hier, meine ich. Auf Mittelerde."
Azanulbizar war sicherlich nicht so groß gewesen, überlegte er. Und wer hatte schon jemals davon gehört, dass so viele Völker gemeinsam gestanden hatten gegen die Schrecken des Bösen? Ein wenig regte sich der alte Stolz in seinem Herzen.

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Finbar
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

''Zweifellos die größte Schlacht, die bisher im dritten Zeitalter geschlagen wurde'', beantwortete er die Frage des jungen Zwergs zustimmend. ''Und eine der Wichtigsten noch dazu. Der kostspielige Sieg, den wir errungen haben, war mehr wert, als man es sich vorstellen mag. Und nicht nur für die Zwerge. Für uns alle. Hat er doch gezeigt, dass die freien Völker vereint zusammenstehen und siegen können. Wer weiß, wofür das in Zukunft noch gut sein mag'', fügte er hinzu.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Und so war ihre Truppe noch einmal geschrumpft. Es dauerte nicht lange und sie hatten die Furt des Anduin hinter sich gelassen und wanderten die ersten Ausläufer des Nebelgebirges hinauf. Pado erzählte unterdessen seinem Vater, was sie auf dem Hinweg hier erlebt hatten. Isengar schüttelte mit dem Kopf. „Ich glaube, es war damals eine weise Entscheidung von mir durch Hollin zur Pforte von Rohan zu wandern. Dort war es recht einsam, denn die Gegend ist seit dem Fall von Moria und dem Wegzug der Elben kaum mehr bevölkert. Aber immerhin waren auch keine Orkhorden unterwegs.“ Pado nickte: „Jetzt werden wohl auch kaum welche unterwegs sein, nachdem die Schlacht am Erebor so vielen das Leben gekostet hat!“ Dann drehte er sich um: „Bilbo?...“
Doch er fand Bilbo neben Dwalin stehen und in die Ferne auf einen Bergrücken des Nebelgebirges schauen, wo sich einige verkohlte Kiefern befanden. „Hier hätte es schon enden können!“, sagte Bilbo leise zu Dwalin.

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

"Wenn du nicht gewesen wärst, wäre es hier tatsächlich zu Ende gewesen, Bilbo!" antwortete Dwalin gedankenverloren und fügte schnell hinzu, als Bilbo zu einer Antwort ansetzte:
"Keiner von uns hätte Thorin retten können, selbst ich nicht! Ich war vorne dran, aber dieser elende Ast brach unter meinem Gewicht. Ich wäre zu spät gekommen....hier schon..."
Das Bild von Thorin auf dem Eis wich dem von Flammen umgebenen Thorin und dem Ork über ihm. Und Bilbo, der einfach in diesen Ork hinein rannte, genau wie er selbst drauf und dran gewesen war, in Azog hinein zu rennen. Bilbo war rechtzeitig gekommen...

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

„Und dann waren wir alle zu spät, ich, du und auch die Adler!“ Bilbo schaute den Zwerg dabei nicht an, sondern starrte weiter in die Ferne. Er war sich nicht sicher, ob sie beide den Gesichtsausdruck des jeweils anderen sehen wollten.
Wie lange Zeit war vergangen, seit der grimmige Zwerg an seine Tür geklopft hatte und ihm sein Abendessen weggegessen hatte! Wie lange Zeit war vergangen, dass ein arroganter Zwergenkönig ihn als Krämer bezeichnet hatte!
Bilbo schüttelte kurz den Kopf und presste die Lippen zusammen. „Komm, Dwalin! Nicht, dass die anderen schon In Bruchtal sind, während wir noch unseren Gedanken nachhängen. Ich weiß zwar, dass du das elbische Essen nicht ganz so liebst, aber mir wäre etwas Frisches nach den langen Tagen der Marschverpflegung schon ganz recht!“
Damit wandte er sich mit weitausholenden Schritten dem Aufstieg zu. Hinter sich meinte er ein leises genervtes „Hobbits!“ zu vernehmen. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen stapfte er bergan.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Die Gruppe ging den Weg durch die Stollen, den ihnen Ascarion damals gezeigt hatte, zurück und überquerte so mit Leichtigkeit in kurzer Zeit das Nebelgebirge. Es war jener Ort, an dem Ardagast damals sein Leben verlor, bevor er kurz darauf wieder zur Gruppe dazu stieß. Ihr weiterer Weg führte sie über Bruchtal in Richtung des Trollhorts, an dem sie gegen die drei Trolle kämpften, deren versteinerte Überreste noch immer an diesem Ort waren. Ardagast klopfte einmal mit seinem Zauberstab gegen den steinernen Schädel des Monstrums und warf dann Gandalf ein Lachen zu. ''Ein Glück, dass du damals im richten Moment da warst. Sonst hätten sie vielleicht wirklich jemanden von uns gefressen und Dwalin wäre vermutlich am Spieß verkohlt'', scherzte Ardagast und zwinkerte dem Zwerg zu. ''Da fällt mir ein, liegt hier nicht irgendwo noch eine Truhe vergraben?''

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Isengar stand wie vom Donner gerührt vor den Steinskulpturen, die einmal furchterregende Trolle gewesen waren. Vorsichtig tippte er einem Troll an den ausgestreckten Zeigefinger. Dann lief er um die drei herum und allmählich breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus.
„So gefallt Ihr mir allemal besser!“ Er klopfte noch einmal kurz auf die Nase des nach unten geneigten Trolles, „Meine Begegnung mit diesen Herrschaften lief zwar nicht ganz so spektakulär ab wie Eure, aber immerhin war ich allein unterwegs und musste mir selbst helfen!“
Pado nickte: „Und welchem hattest du nun deinen Bogen in die Nase gerammt, dass er dich loslassen musste und du fliehen konntest? So hattest du es doch den Kindern in Thal erzählt!“
Isengar musterte die Trolle noch einmal und deutete dann auf den Troll, der nach oben zu kucken schien. „Der hier müsste es gewesen sein!“
Bilbo schmunzelte: „Ach deswegen war er andauernd auf der Suche nach seinem Taschentuch! Und bei solch einer Gelegenheit hat er dann mich gegriffen und damit nahm das Unheil seinen Lauf!“
Pado lachte: „Aber jetzt trägt er die Nase dafür gewaltig weit oben - außer Reichweite jedes Hobbits, der zufällig vorbeistolpert!“
Da hörte er Ardagasts Bemerkung über die Truhe und ein Schatten lief über sein Gesicht: „Hier habe ich das erste Mal um dich getrauert!“ Er lief ein paar Schritte in Richtung Trollhöhle und deutete hinein: „Hier fand ich deinen Bogen unter ganz vielen anderen Dingen und nicht zuletzt umgeben von jeder Menge abgenagter Knochen! Du kannst dir vorstellen, dass ich mir das Schlimmste ausmalte, nachdem du ja schon 4 Jahre weg warst!“
Isengar sah seinen Sohn betroffen an. Nie hätte er gedacht, dass er seinen Sohn in solche Situationen bringen würde. Nach allem was er unterwegs von Pado über dessen Reise gehört hatte, war er eigentlich hauptsächlich stolz gewesen, welch unmögliche Situationen sein Junge gut gemeistert hatte. Auch war ihm ab und an das Herz fast stehen geblieben, ob der Gefahren, die er durchlebthatte. Doch alles war dadurch abgemildert worden, dass der „Kleine“ ja quietschfidel vor ihm stand. Jetzt aber sah er das erste Mal die Situation wirklich mit Pados Augen. Er hatte nur bruchstückhaft das Ergebnis von Isengars Kampf gesehen und nicht feststellen können, ob der Vater noch lebte, im Gegenteil, die Tatsachen sprachen eher dagegen. Er schluckte: „Pado, es tut mir von Herzen Leid, dass ich dir das angetan habe. Doch wie sollte ich ahnen, dass du nicht wohlbehütet bei Tante und Onkel auf mich warten würdest!“ Pado sah seinen Vater mit einer Grimasse an: „Nun, du kanntest mich und du kanntest Rubella und Sober! Was hast du erwartet?“ Die Betroffenheit in Isengars Gesicht vertrieb aber noch das letzte Bisschen Grimm in seinen Gedanken. „Aber es ist jetzt egal! Wir sind beide hier! Und glaube ja nicht, dass du noch einmal alleine auf Abenteuerfahrt gehen kannst!“

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Der Zauberer folgte den Hobbits zum Trollhort, den sie so wiederfanden, wie sie in damals verlassen hatten. Es stank immer noch grauenvoll nach Troll. Während die Hobbits sich miteinander unterhielten, versuchte Ardagast sich an den Kampf mit den Monstern in Erinnerung zu rufen, doch er tat sich schwer. Die Erinnerungen waren nur sehr verschwommen und bruchstückhaft. Dies war womöglich eher seinem vermeintlichen Tod im Nebelgebirge geschuldet, als der Tatsache, dass er generell vergesslich war, oder dass es schon so lange her war. Einige Zeit ja, aber so schnell vergaß selbst der verwirrte Zauberer nicht. Zumal er sich eigentlich generell auf sein Langzeitgedächtnis verlassen konnte. Es war immer sein Kurzzeitgedächtnis gewesen, dass ihm zu Schaffen machte. Daraufhin zündete er sich erst einmal eine Pfeife an. Er stopfte das Kraut in den Kopf und zündete dieses anschließend mit einer feinen Handbewegung an. ''Gleich viel besser!''

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Finbar war nicht mit hinunter gegangen in die stinkige Höhle. Er erinnerte sich aber daran, wie sie sich damals gewundert hatten, darüber, was es alles zu finden gab. Und er erinnerte sich an Ailin's glänzende Augen, als sie plötzlich ihr eigenes Schwert in Händen hielt. Danach hatte man sie selten ohne es sehen können.
Das schien eine Ewgikeit her zu sein.
Statt nun mitzugehen, hatte Finbar Kára ein Stückchen tiefer in den Wald hinein geführt. Dort, auf der Rückseite des Trollhortes, hatte er nämlich bereits bei der Hinreise einen kleinen, silbrig schimmernden Waldsee entdeckt. Damals aber waren sie alle viel zu sehr in Eile gewesen, und viel zu angespannt wegen der Trollbegegnung, als dass sie ihn hätten genießen können. Nun aber standen sie dort, am hohen Ufer, und Kára's Augen glänzten erfreut.
"Oh, es ist... wunderschön!"
Im selben Moment, in dem sie es sagte, hatte Finbar bereits Hose und Hemd abgelegt, einen herabhängenden Weidenast gepackt, und sich mit einem lauten Johlen an ihr vorbei in das Wasser gestürzt. Prustend und ein wenig bibbernd kam er wieder an die Oberfläche.
"Komm rein!"
"Es ist sicher kalt."
"Neeeeeeein!" Finbar fröstelte. "Es ist wunderbar! Komm herein!"

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Finbar
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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

Kára schaute etwas zweifelnd auf das kristallklare, vermutlich eiskalte Wasser herab. Aber Zwerge waren abgehärtet und wer wusste schon, wann sich die nächste Gelegenheit für ein Bad ergeben würde. Sie zog Stiefel und Obergewand aus und blickte dann zweifelnd auf ihre Tunika und Hose. Es würde ewig dauern, bis alles trocknete. Finbar hatte da weniger Hemmungen gehabt - er plantschte im Wasser wie Mahal ihn geschaffen hatte.
Aber er war mit einer Schwester aufgewachsen und Kára mit einem Bruder. Alles schon gesehen.
Finn ist nie wie ein Bruder gewesen.
Die kleine Stimme in ihrem Kopf versuchte Kára zu ignorieren. Sie holte einmal tief Luft und legte auch die restliche Kleidung ab. Sie nahm Anlauf und sprang mit einem gewaltigen Satz von der Felskante ab.
Sie spürte den Aufprall und hielt die Luft an, ließ sich so weit hinabsinken wie möglich. Doch obwohl sie den Grund sehen konnte - Steine, Pflanzen, ein paar Fische - war er doch unheimlich weit weg. Über ihr brach sich das Sonnenlicht in der gekräuselten Oberfläche. Mit kräftigen Armbewegungen zog die Zwerin sich in Richtung des Lichts. Prustend durchbrach sie die Wasseroberfläche. Sie schüttelte den Kopf.
"Das. War. Unglaublich!" Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte sie sich glücklich. Kurzzeitig verschwanden die düsteren Gedanken an die Schlacht, die Verluste, die Trauer aus ihrem Kopf. Sie drehte sich zu Finbar. "Das war eine gute Idee. Danke, Finn."

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: RoisinDubh]

Einige Sekunden lang antwortete Finbar gar nicht, und als Kara schließlich unter nassen Strähnen zu ihm hinüber sah, erkannte sie auch warum. Er hatte einen teils ernsten, teils verwirrten, und zu einem Teil auch glücklichen Ausdruck auf dem Gesicht, und starrte sie mit eben jenem an.
"Finn?" fragte sie leise und spritzte ein wenig Wasser in seine Richtung. Der verklärte Blick verschwand sofort und machte einem kleinen Lächeln Platz, und mit ausgreifenden Zügen schwamm Finbar zu ihr hinüber.
"Sie hätte nicht gewollt, dass wir uns in Trauer und Sorge vergraben! Das hätte sie auch nicht getan!" sagte er leise, bevor das Lächeln zu einem Grinsen wurde: "Und ich habe noch viel bessere Ideen!"
Er stellte sich ganz nahe vor sie, sodass ihre Körper sich schon beinahe berührten. Nervös kicherte ein wenig in sich hinein. Was tat er hier eigentlich? Andererseits: wann, wenn nicht jetzt? Er hatte Kara vom ersten Moment an gern gehabt, und vielleicht auch ein wenig mehr. All das scherzhafte Flirten, die Sprüche, die er auf ihre Kosten gemacht hatte, und das freundschaftliche Necken danach - es war nicht alles vorgespielt gewesen. Und wie schnell konnte die Gelegenheit vorbei sein, die sich einem bot?
Vorsichtig legte er eine nasse Hand ganz sanft auf ihre Wange, kam ihrem Gesicht noch ein kleines bisschen näher und sah sie fragend an.

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Finbar

Geändert durch Finbar (25.09.2018 11:10)

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

Kára zuckte unmerklich zusammen, als Finbar seine Hand auf ihre Wange legte. Aber der erste Schreck verschwand mit einem Wimpernschlag. Es fühlte sich merkwürdig vertraut an, und waren sie das nicht auch? Vertraut? So viel hatten sie gemeinsam durchgestanden, gelacht, geweint, gekämpft, viel verloren, zu wenig gewonnen.
Sie war sich Finbars Nähe deutlich bewusst und sie konnte die Frage in seinen Augen ahnen. Nur allzu sehr wurde ihr klar, dass allein der Gedanke, sich am Ende der Reise von ihm zu verabschieden, sie mehr bedrückte als sie zu Beginn der Reise hatte ahnen können. Und wenn er sie so ansah...
"Und... was für eine Idee ist das?"
Den Gedanken an Ailin versuchte sie zu verdrängen. Wenn die sie hier sehen könnte, würde sie wohl Mahals Hammer schultern und schnurstracks aus den Hallen zurückmarschieren, um ihrer Freundin den Hammer über den Kopf zu ziehen.

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: RoisinDubh]

Ein Glitzern erschien in Finbar's Augen, als er sich noch weiter zu Kára hinab beugte und ihr einen sehr zarten, beinahe berührungslosen Kuss auf die Lippen gab. Ganz genau beobachtete er die Reaktion der Zwergin, sah zuerst Furcht und dann Entschlossenheit in ihren Augen, und schließlich, wie sie diese schloss und ihrerseits das Gesicht etwas näher noch an das seine presste.
Im selben Moment aber, in dem dieser kleine, harmlose Kuss zu etwas Größerem werden würde, hielt Finbar inne. Er hatte eine Antwort auf seine Fragen bekommen und nun wurde ihm plötzlich ziemlich bewusst, dass sie beide ziemlich nackig hier im Wasser standen, und dass alles, was er nun noch tun würde, möglicherweise nicht mehr rückgängig zu machen wäre.
Ohne dass er sich hätte bremsen können, wanderte sein Blick über Kára's Schultern, ihr Schlüsselbein, zwischen ihre Brüste. Alles, was tiefer lag, war durch das klare Seewasser nur verschwommen zu sehen, aber Finbar war sicher, dass es alles ebenso wunderschön sein musste!
"Ich..." stotterte er ein wenig und kicherte, als er merkte, dass seine Stimme versagte. "Ich glaube, du bist, was ich gesucht habe! Also, die ganze Zeit über!" Er senkte den Blick, weil er nicht wollte, dass sie sah, wie er errötete. Es war die eine Sache, dieser Zwergin, die so eine gute Freundin geworden war, sein Herz auszuschütten. Es war etwas vollkommen anderes, es splitternackt im See stehend zu tun, in vollem Bewußtsein dessen, dass er sie begehrte wie nichts sonst auf der Welt. Finbar begann zu schwitzen, wenngleich das Wasser kühl war. Er hoffte nur, dass nicht gewisse Teile seines Körpers ihn in den nächsten Minuten hintergehen und ein Eigenleben entwickeln würden, wenn sie ihn weiter derart ansah!
"Komm schon, sag irgendwas!" bat er schließlich.

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Finbar
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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

Káras Herz schlug so laut, dass sie Finbars Worte beinahe nicht hörte.
Gesucht. Gefunden.
Kára hatte niemanden gesucht auf dieser Reise, und trotzdem hatte sie so viele gefunden, die sie nicht mehr missen wollte. Und Finbar... er war nicht geplant gewesen. Und doch war er in ihr Leben gestolpert, hatte sie ab und zu wahnsinnig gemacht, sie mehr als einmal herausgefordert, und mit einem Wort oder einem schelmischen Grinsen jeden Tag besser gemacht. Es war etwas, das ihr ein wenig Angst machte.
"Finn...", begann sie zögernd, ohne genau zu wissen, was sie sagen wollte. "Ich... du... also, du bedeutest mir wirklich viel." Bei Mahal, etwas besseres fiel ihr nicht ein? "Und die Tatsache, dass der erste Gedanke, als es um die Rückreise ging, nicht meinem Vater galt, sondern dir - die Vorstellung, dich nach all dem hier nicht mehr zu sehen, möglicherweise nie mehr - es macht mir ein bisschen Angst, Finn." Sie holte tief Luft. Was ein dummes Geschwätz, hier an diesem wunderschönen Ort, nach Finbars nahezu poetischen Worten. "Ich weiß nur, dass ich dich nicht verlieren will. Und gerade deshalb will ich nichts tun, was wir beide später bereuen könnten."
Natürlich war es beinahe lächerlich, das zu sagen. Sie standen voreinander, ohne ein Tuch am Leib, sie hatten sich geküsst, und endlich, zum ersten Mal auf dieser Reise hatten sie Zeit - es war nur logisch, wie es weitergehen sollte, aber etwas in Kára sagte ihr, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war. Noch nicht.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: RoisinDubh]

Finbar sackte ein wenig zusammen. Sie wollte ihn nicht! Sie hatte all die Phrasen benutzt, die normalerweise bedeuteten: Danke, aber Danke nein. Finbar war nicht dumm. Es hatte schon Zwergenmädchen gegeben, die ihn gemocht hatten. Und auch welche, die er gemocht hatte. Nur... noch niemals so. Nie so, wie er Kára mochte. Nie so, dass er sich wünschte, die Zeit würde stehenbleiben und sie würden einfach für alle Ewigkeit in diesem Teich stehen. Ganz offensichtlich aber empfand sie das nicht so. Der Zwerg senkte den Blick.
"Bereuen?" fragte er ein wenig bitter. "Ich würde nichts bereuen, was hier heute passieren könnte. Und..." Er schob den Schlamm am Grund des Teiches mit dem Fuß hin und her. "...naja, ich dachte, du würdest auch... Also,... Warum hast du Angst vor mir?"

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

"Doch nicht vor dir!" Kára schüttelte den Kopf und konnte nicht fassen, welche Wendung das alles genommen hatte. "Aber es ist so viel passiert.... wie kann ich sicher sein, dass du wirklich so fühlst - dass ich wirklich so fühle? Ich habe Angst, etwas zu überstürzen, wenn alles so durcheinander ist. Verdammt Finbar, wir haben gerade Ailin beerdigt und -"
Sie brach abrupt ab. Das war zu weit gegangen. Und trotzdem konnte sie den Gedanken an Ailin nicht abschütteln. "Was würde sie von uns denken, hm?"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: RoisinDubh]

''Arschbombe!!!!'', brüllte eine laute, aber bekannte Stimme aus dem Gebüsch. Ein kurzes Rascheln folgte und schon kam ein ziemlich nackter, dunkelgrauer Zauberer zum Vorschein, der zum Teich rannte und anschließend rücksichtslos in diesen reinsprang, sodass das Wasser in alle Richtungen spritzte und auch Kara und Finbar traf. Platsch. Kurz darauf tauchte er mit einem Teichblatt auf dem Kopf wieder auf, und erkannte, wie die beiden ihn nur sprachlos anstarrten. Das Wasser rannte noch immer an Ardagasts langen Haaren und dem Bart herunter, während er die beiden Zwerge völlig unschuldig ansah: ''Störe ich etwa?''

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Einen kurzen Moment lang schloss Finbar die Augen. Dieses Bild von einem vollkommen durchnässten, splitternackten Zauberer mit einem Teichblatt auf dem Kopf würde er wohl niemals wieder aus seinem Gedächtnis streichen können. Eigentlich war es zum Lachen, wenn nicht just im selben Moment Kára sich auf den Weg ans Ufer und zu ihren Kleidern gemacht hätte. Das Gespräch war beendet, und damit auch die Chance, die sich ihnen geboten hatte. Bedrückt starrte der Zwerg ihr hinterher. Hatte sie wirklich geglaubt, er habe Ailin schon vergessen? Hatte er denn nicht das Recht, ja sogar die Pflicht, seinem Leben wieder einen Sinn zu geben? Jemanden zu finden, den er lieben und auf den er achten konnte?
Er dachte an die Kette, die noch immer in seinen Taschen steckte. "Sie würde auf Mahal's Tischen tanzen, Kára!" beantwortete er ihre Frage, aber er tat es so leise, dass nur Ardagast es hören konnte, und der legte nur verdutzt den Kopf schief.
Schließlich wendete Finbar sich dem Zauberer zu. Sprangen da Funken kreuz und quer durch dessen nassen Bart? "Nein, du störst nicht. Du... kommst gerade recht." sagte er frustriert, deprimiert und mutlos.

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Finbar
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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

Ardagasts wortwörtliches Auftauchen beendete das emotionale Gespräch abrupt. Kára drehte sich schnell weg und packte am Wasser hastig ihre Sachen zusammen. Schnell zog sie sich etwas über. Es war eine Sache, nackt vor Finbar zu stehen, aber eine andere, von Ardagast so gesehen zu werden.
Warum hatte der Zauberer nur ausgerechnet jetzt auftauchen müssen? Vielleicht hätte das Gespräch ja doch noch eine Wendung genommen.
Kára presste die Lippen aufeinander. Es war alles so schief gelaufen. Sie hatte Finbar angesehen, wie verletzt er war, und sie wünschte sie könnte ihre Worte noch einmal zurücknehmen. Warum musste sie nur so misstrauisch sein? Warum dachte sie so viel nach? Sie schnürte ihre Tunika zu, zog die Stiefel an und machte sich auf den Weg zurück zum Rest der Gruppe. Vor sich hin fluchend über ihre Dummheit entfernte sie sich von dem See. Ein Teil von ihr hoffte, dass Finbar ihr folgen würde, aber das passierte nur in Geschichten. In der Realität würde es wohl keine zweite Chance geben.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: RoisinDubh]

Ein weiterer, schon milder Frühlingsabend war angebrochen.
Das Feuer flackerte hell und Bifur schnitzte nahebei an Etwas, was wohl ein Spielzeugtier werden würde. Noch immer war es ungewohnt für Dwalin, Bifur ohne Axt im Kopf zu sehen. Und ihn sprechen zu hören, wenn auch langsam, stockend und in unbeholfenem Westron. Aber er sprach.
Zur gleichen Zeit vor einem Jahr hatten sie die unliebsame Begegnung mit den Trollen gehabt und deren Höhle gefunden. Nun stand eine goldgefuellte Kiste neben Bilbos Rucksack. Die Zwerge waren uebereingekommen, dem Hobbit gebühre das Gold, da er keinen Schatzanteil laut Vertrag bekommen hatte. Sie selbst hatten dennoch alle aus gesorgt. Dwalin setzte sich an Bilbos Seite und betrachtete das kleine Schwert, das dieser gerade schärfte. Es war jenes aus dem Trollhort, das Thorin damals vor Azog gerettet hatte. Dwalin beugte sich zu dem Hobbit, denn ihm waren die fein gravierten Linien auf der Klinge der Waffe aufgefallen. Er war sicher, dass sie vor einem Jahr noch nicht da gewesen waren. "Was steht da, Bilbo?" Der Krieger mochte Elben nicht sonderlich mögen, ihrer verschlungenen Ornamentik war er aber nicht abgeneigt.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Während sich Finbar und Kara für Ardagast unerklärliche Blicke zuwarfen, grinste der Zauberer völlig ahnungslos in sich hinein. Er teilte sich eine Pfeife mit Gandalf und hatte bereits einige kräftige Züge des nicht besonders starken, aber dafür äusserst wirkungsvollen Langgrundblattes in sich.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Bilbo strich versonnen über die schön verzierte Klinge und schmunzelte: „Weißt du, Dwalin, als ich auf dem Herweg hier dieses Schwert von Gandalf bekommen hatte, habe ich es in Bruchtal sehr eingehend untersucht. Immerhin erzählte damals Elrond die Geschichten der großen Schwerter, die Gandalf und Thorin aus dem Trollhort mitgenommen hatten. Vielleicht war mein Schwert ja auch berühmt. Doch dein Bruder nahm mir diese Hoffnung schnell, er wäre sich nicht sicher, ob es sich überhaupt um ein Schwert handele oder doch eher um einen Brieföffner!“ Bilbo zog eine Grimasse als er Pado auf der anderen Seite kichern hörte.
„Inzwischen ist viel passiert und dieser Brieföffner hat mehr Blut geschmeckt, als er sich im Trollhort je hat träumen lassen. Im Düsterwald haben die Spinnen sehr unter ihm zu leiden gehabt. Und so gab ich ihm dort den Namen „Stich“. Danach hat er diesem Namen noch mehr als Ehre gemacht.“ Er zog mit dem Fingernagel die geschwungene Verzierung nach. Schließlich hielt er das Schwert dem Zwerg zur genauen Betrachtung hin. „Als wir jetzt in Bruchtal Zwischenstation gemacht haben, hab ich Herrn Elrond gebeten, eine passende Inschrift in Elbisch zu entwerfen. Der Herr von Bruchtal war so freundlich dies zu tun und hat es auch direkt von einem seiner Söhne eingravieren lassen.“
Pado, der von der anderen Seite des Feuers mit zugehört hatte, fragte ungeduldig: "Ja, aber was steht denn nun da? Du hast Dwalins Frage noch nicht beantwortet!"
Bilbo hob eine Augenbraue, immer diese Ungeduld der Jugend: "Dort steht, so erklärte mir Herr Elrond "Stich ist meine Name. Ich bin der Spinnen Fluch"!

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Finbar hörte nur mit halbem Ohr zu. Das Baden hatte ihn müde gemacht, das Feuer lullte ihn in Erinnerungen und Kára? Tja, Kára saß mit angezogenen Knien so weit fort von ihm wie es nur irgendwie ging, ohne aus dem Kreis der Gruppe herauszufallen, hatte ihre Arme um ihre Beine gelegt und schien tief in Gedanken versunken zu sein. Ab und zu sah Finn verstohlen hinüber, aber wann immer sie ihren Blick hob, schaute er schnell weg. So vor sich hin sinnierend ließ er die schönen Edelsteine durch seine Finger gleiten, die Ailin in ihrer Halskette verarbeitet hatte.
*Tja, große Schwester,* dachte er bedauernd, *sieht nicht aus, als würde das ein Hochzeitsgeschenk. Sei mir nicht böse.*

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Finbar
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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

'Nicht nur der Spinnen Fluch, Bilbo!" präzisierte Dwalin, während ihm Bilder in den Kopf schossen, wie der kleine Hobbit mit diesem winzigen Schwert drei ausgewachsene Warge plus ihre Reiter angegriffen hatte. Nachdem er mal eben in einen Ork mit erhobenem Schwert einfach hineingelaufen und diesen ohne Umstände abgestochen hatte, als hätte er nie was anderes getan. Um Thorin zu retten. Der unkriegerische, naive Halbling. Während ihn Thorin erst Minuten früher unwirsch angefahren hatte ob seiner Unfähigkeit zu dieser Mission.
"Was bei Mahal hast du dir eigentlich damals dabei gedacht, Bilbo, in diesen Ork hinein zu laufen, ausgerechnet du?" Das hatte Dwalin damals schon gewundert, obwohl er dem Hobbit unendlich dankbar dafür war, hatte dessen schnelles Eingreifen doch seinem Freund das Leben gerettet.Wann hatte diese so ungleiche Freundschaft zwischen dem kriegerischen Zwergenprinzen und dem biederen Halbling eigentlich begonnen?

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

„Hm“ Bilbo legte den Kopf etwas schief, „ich glaube, gedacht habe ich in diesem Moment nicht wirklich. Sonst hätte ich’s wohl nicht gemacht!“ Ein schiefes Grinsen erschien auf seinem Gesicht. „Aber immerhin hatte ich kurz vorher versprochen, euch zu helfen euer Zuhause wiederzubekommen. Da konnte ich doch nicht einen Augenblick später alles den Bach runtergehen lassen.“

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Dwalin grinste zurück. Natürlich! Wenn Bilbo vorher drüber nachgedacht hätte, hätte er sich wohl nie getraut, Thorin zu helfen. Erstaunlich, dass diese Rettungsaktion gut gegangen war. Allzu leicht hätte sie Bilbo das Leben kosten können.
"Ich schätze, Mahal mag dich, Bilbo, und hält seine schützende Hand über dich. Kaum einen Kratzer, selbst in der grossen Schlacht. Du wirst eine Menge zu erzählen haben, wenn du wieder daheim bist."

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

„Nun, in der Tat habe ich vor meine Erlebnisse niederzuschreiben!“, Bilbo sah verständnisheischend zu seinem Onkel. „Denn es gibt nicht gerade viele Hobbits, die weiter als Bree reisen. Bloß weil hier am Lagerfeuer fast genauso viele Hobbits sitzen wie Zwerge, heißt das nicht, dass wir alle ein reiselustiges Völkchen sind!“
An dieser Stelle mischte sich Isengar ein: „Nun, mein lieber Neffe. Wir müssen mal sehr reiselustig gewesen sein, denn auf meinen Reisen habe ich ein von Hobbits erbautes Dorf gefunden, das im Tal des Anduin lag, nicht mehr bewohnt und großenteils verfallen. Aber es ist eindeutig. Und was uns mal vom Anduin über das Nebelgebirge und die Wildernis ins Auenland getrieben hat, wüsste ich zu gern!“
Bilbo hatte dem Onkel fasziniert zugehört: „Ich denke, Isengar, wir werden noch manch spannend Abend miteinander verbringen!“ Dann wandte er sich wieder an Dwalin: „Ich befürchte nur, dass unsere gemütlichen Auenlandbewohner kein großes Interesse an Abenteuer- was auch immer- Geschichten haben werden. Denn so etwas gehört sich nicht für einen anständigen Hobbit!“
„Ein Hobbit tut sowas nicht!“, Pado und Isengar sagten es fast im Chor und mussten dann laut lachen. „Auf Tante Rubella!“ rief Pado und hob seine Trinkflasche.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Nachdem alle den Abend am Lagerfeuer ausklingen lassen hatten, legten sich die einzelnen Mitglieder der Gruppe nach und nach schlafen. Es war ein deutlich besserer Abend, als jener letzten Jahres, als sie gegen die Trolle kämpfen mussten und beinahe deren Abendessen geworden waren. Am nächsten Tag ging es auch schon weiter. Ihr Weg führte sie von den Trollhöhen über die letzte Brücke. Viele erinnerten sich noch an jenen denkwürdigen Abend, als Ailin beinahe im Fluss ertrank. Der weitere Weg führte sie an der Wetterspitze vorbei, welche nun vollständig verlassen war, bevor sie nach einigen Tagen endlich das nächste Ziel erreichten: die Stadt Bree. Hier hatten einige Mitglieder der Gruppe noch Dinge zu erledigen und daher quartierten sie sich über Nacht im Gasthaus zum tänzelnden Pony ein, jener Ort, an dem Finbar beinahe von Úrondur getötet wurde. Ob sie dieses Mal einen erholsameren Aufenthalt haben werden, würde sich wohl noch herausstellen. Während sie alle Quartier bezogen, wand sich Ardagast an die Hobbits. ''Was genau habt ihr nun noch vor? Wolltet ihr nicht irgendwelche Verwandten fünften Grades besuchen?''

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Isengar legte die Stirn in Falten: "Hm, lass mich nachdenken - Ophelia ist dieTochter von der Cousine dritten Grades meiner Mutter. Und Cornelius' Großvater war der Bruder von meinem Urgroßvater, wenn ich mich nicht sehr täusche. Ich kann es dir gerne aufzeichnen, lieber Zauberer, wenn es dich ernsthaft interessiert!" Er sah seinen Sohn irritiert an, der sich ein Lachen verbeißen musste. "Was ist los, Pado?"
"Naja, ich glaube, Ardagasts Frage bezog sich eher darauf, was wir vorhaben, als wie wir mit den Leuten verwandt sind!" Isengar sah zweifelnd von Pado zu Ardagast. "Nun, gut, egal wie. Ja, wir müssen zu Cornelius und Ophelia Blumenthal. Wir haben einen Auftrag von Grimm dort zu erledigen!" Dann wandte er sich zur Gaststube. "Aber erst werde ich einen gepflegten 5 Uhr Tee einnehmen. Wisst Ihr eigentlich, wie lange ich darauf gewartet habe?"
Pado starrte nachdenklich an die Decke: "Tja, wenn ich nicht ganz falsch liege, sind es 4 Jahre, 6 Monate, zwei Wochen und ca. 5 Tage. Je nachdem wie schnell du nach deiner damaligen Abreise zivilisierte Gegenden verlassen hattest."
Isengar drehte sich verblüfft um, die Hand an der Türklinke: "Du hast nicht wirklich mitgezählt?" Pado nickte ernsthaft: "Jeden einzelnen Tag und die Tage bei Rubella müssten eigentlich doppelt zählen!" Dann schob er seinen Vater durch die Tür: "Aber jetzt auf zum 5-Uhr-Tee, nicht dass sie schon das Abendessen servieren, bis wir soweit sind! Kommt Ihr anderen auch mit?"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: thilwen]

''Genau, Chameleon und Tequila...richtig'', antwortete Ardagast ein wenig abwesend und hörte gar nicht richtig zu. Als Isengar dann jedoch vom 5-Uhr-Tee sprach, war der Zauberer wieder hellwach. ''Selbstverständlich komme ich mit! Ich sage zu einem Nachmittagstee und einer Pfeife doch nicht nein!'', entgegnete Ardagast motiviert und zeigte mit seiner Hand in Richtung Ausgang.

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thilwen

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Nachdem die Hobbits sich dem 5 Uhr-Tee genüsslich hingegeben hatten, beschlossen Pado und Isengar ihr Versprechen Grimm gegenüber wahr zu machen.
„Vater, du weißt vermutlich, wo die Blumenthals wohnen, oder? Ich habe erst später von Grimm erfahren, dass Ophelia und Cornelius auch seine Kinder hüten. Er war am Anfang ziemlich zugeknöpft.“ Pado folgte seinem Vater durch die verschlungenen Gassen Brees bis an den zum Berg hin gelegenen Rand der Ortschaft. Isengar nickte: „Ich war ja schon öfter bei Ophelia…“, „Ja, ich weiß!“ knurrte Pado, „sie war die erste, die mir sagen konnte, in welche Richtung ich suchen könnte und was du wirklich machst. Ich könnte dich immer noch schütteln, dass du so ein Geheimnis daraus gemacht hast. Wann hattest du vor, es mir zu verraten?“
Isengar sah seinen Jungen etwas zerknirscht an: „Vermutlich war ich einfach zu vorsichtig. Ich habe unterschätzt, wie wichtig ich für dich als Vater war.“ Pado sah ihn einen Moment sprachlos an: „Ja, was dachtest du denn, wer für mich wichtig ist, seit Mutter gestorben war? Wohl kaum ihr spießiger Bruder und seine Frau!“ Noch einmal schüttelte er den Kopf: „Ganz ehrlich, Isengar! Wie kann ein im allgemeinen schlauer Hobbit so schwer von Begriff sein?“ Damit wandte er sich wieder dem Weg zu, der jetzt am Rande Brees an einigen in den Berg gebauten Smials vorbeiführte. Isengar, der etwas nachdenklich neben seinem Sohn hergelaufen waren, musterte nun die einzelnen Höhlen. Und plötzlich ging ein Grinsen über sein Gesicht. Ein Mädchen, das offensichtlich kein Hobbitkind war, denn es war schon größer als Isengar und Pado, hüpfte den Weg entlang. „Wenn das nicht die kleine Aurelia ist!“ Er drehte sich zu Pado: „Es ist zwar schon 4 Jahre her, aber diese Kulleraugen erkenne ich wieder.“

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: thilwen]

Aurelia hüpfte den Weg vor ihrem Smial entlang. Sie hielt es in der Höhle nicht mehr aus. Mit jedem Tag der verging, vermisste sie ihren Vater immer mehr. Er war noch nie so lange weg gewesen. Zwar konnten sie nicht zusammen wohnen, aber er kam regelmäßig zu ihnen und Aurelia verbrachte ausgiebig Zeit mit ihm. Sie lies gerade einen Seufzer los, als sie zwei Hobbits entdeckte, die direkt auf sie zusteuerten. Aurelia überlegte einen Moment, dann dämmerte es ihr. „Isengar, mein lieber Isengar.“ Aurelia rannte auf die beiden Hobbits zu und umarmte den Älteren.

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: thilwen]

Das Gasthaus war ordentlich besucht und so hatte der Wirt dem kleinen Grüppchen nur ein Zimmer zuteilen können.
"Wen's stört, kann gern im Stall schlafen", hatte er noch geknurrt.
Kára vermutete, dass Finbar diese Option tatsächlich in Betracht zog. Sie konnte ihm kaum in die Augen schauen und das Gefühl war schlimmer als die Zweifel und Unsicherheit. Sie hatten sich doch nahe gestanden. Und nun sollte auf den letzten Metern der Reise alles kaputtgehen?
"Los, lasst uns was trinken gehen!" rief einer der anderen Zwerge, was bei dem Rest der kleinen Gruppe auf Zustimmung stieß. Kára hingegen war wenig nach trinken zumute. Am liebsten hätte sie Finbar beiseite genommen und so versucht, das ganze irgendwie zu retten, aber er folgte bereits den anderen in Richtung des Gastraums. Kára überlegte kurz, sich von der Gruppe zu trennen, aber Bree war kein Ort, an dem sie sich wohlfühlte. Die Erinnerungen an den ersten Aufenthalt waren noch klar in ihrem Gedächtnis. Also folgte sie den anderen und hoffte dabei, dass der Abend vielleicht doch noch eine bessere Wendung nehmen würde.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: RoisinDubh]

Pado grinste, als er "die kleine Aurelia" den kleineren Isengar umarmen sah. Das war also Grimms Tochter! Er hätte sie jetzt nicht unbedingt mit Grimm in Verbindung gebracht. Vielleicht sah sie ihrer abtrünnigen Mutter ähnlicher.
Isengar freute sich, dass das Mädchen ihn nach so langer Zeit noch erkannte. "Meine kleine Aurelia, ich weiß, es ist ein doofer Spruch, aber es stimmt wirklich, du bist soo groß geworden! Vor vier Jahren gingst du mir noch nicht bis ans Kinn!" Er drehte sich um zu Pado: "Pado, darf ich dir Aurelia vorstellen, Grimms Tochter! Aurelia, das ist mein Sohn Pado." Pado schüttelte dem Mädchen ausgiebig die Hand: "Es freut mich, dich kennen zu lernen. Grimm hat mir ab und an von dir erzählt und deinem Bruder, wie heißt er doch gleich? Flinbay?"

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: thilwen]

„Vater hat dir von uns erzählt?“ fragte Aurelia ganz aufgeregt, ohne den Namen ihres Bruders richtig zu stellen. „Oh bitte sag mir lieber Pado, ist er am Leben? Geht es ihm gut? Wo ist er? Wann kommt er heim?“ Eine große Gestalt hatte sich der Gruppe genähert und lachte dunkel auf. „Schwesterchen wo sind denn deine Manieren geblieben? Möchtest du unsere Gäste nicht erst hereinbitten ehe du sie mit deinen Fragen löcherst?“ Aurelias Augen glänzten. „Aber Finlay sie haben Vater gesehen und...“ Der Ältere hob beide Hände. „Stop, geh rein, sag Ophelia wer angekommen ist und dann wird geredet. Na los eil dich.“ Finlay reichte sowohl Isengar als auch Pado die Hand. „Bitte entschuldigt ihre ungestüme Art. Vater ist schon sehr lange fort und wir haben nichts von ihm gehört. Es ist schön dich wohlbehalten zu sehen Isengar. Onkel wird sich sehr freuen. Und es ist schön dass du deinen Sohn dabei hast. Aber jetzt kommt rein, bevor Aurelia in Ohnmacht fällt vor Aufregung.“ Finlay grinste und ging vor.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

Pado musterte den Jungen, während er ihm die Hand gab und grinste zurück: "Oh, Mann, Finlay. Wenn ichs nicht besser wüsste, würde ich dich für Grimm halten!" Isengar nickte bestätigend: "Da hat er recht, aber das war schon immer so. Schön, euch beide so wohlbehalten zu sehen, aber was sollte man bei Ophelias Obhut auch anderes erwarten. Doch jetzt wollen wir wirklich erst einmal reingehen. Nicht dass Aurelia wirklich umkippt!" So folgten sie dem Jungen durch ein Gartentörchen in einen kleinen Vorgarten, der selbst vor Rubellas kritischem Augen hätte bestehen können, aber dabei nicht so langweilig war wie ihrer. Man merkte, dass hier jemand Freude an der Vielfalt des Lebens hatte und jetzt im Frühling begannen an allen Ecken die Blumen zu sprießen. Aurelia hatte die Eingangstür offen gelassen und bevor alle eintreten konnten, kam Ophelia heraus.
Isengar verbeugte sich formvollendet. "Meine liebe Ophelia! Wie schön dich wiederzusehen!" Pado winkte nur kurz mit breitem Grinsen im Gesicht. Er konnte sich noch sehr gut an die Verzweiflung erinnern, in der er letztes Mal mit der Hobbitdame zusammengetroffen war. Und jetzt war es so viel besser. Und gleich würde auch die gespannte Erwartung aus den Augen der beiden Geschwister weichen.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Ophelia umarmte Isengar und dann auch Pado. „Dann ist ja doch alles gut für dich ausgegangen mein Junge.“ Ein gütiges, mütterliches Lächeln umspielte ihre Lippen. „Jetzt kommt aber rein. Es gibt Tee und Kekse. Aurelia ist schon sehr aufgeregt. Und wir auch.“ Ophelia führte die Hobbits in ihr gemütliches Wohnzimmer, wo Cornelius bereits wartete. Auch er begrüßte die Hobitts mit ausgiebigen Hände schütteln. „Setzt euch doch bitte und dann...“ Er zeigte mit dem Kopf auf die Kinder. Die Anspannung im Raum war greifbar.

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Geändert durch Eruanne (30.10.2018 14:43)

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

Isengar und Pado wechselten einen kurzen Blick, als sie sich in den gemütlichen Sesseln niedergelassen hatten. Isengar nickte seinem Sohn zu und Pado bejahte mit einem Zwinkern die unausgesprochene Frage. Er mehr als jeder andere konnte verstehen, was in den Köpfen von Finlay und Aurelia vorging.
„Nun, um es kurz zu machen, bevor wir lange erzählen werden: Eurem Vater geht es gut! Er hat zwar hier und da auf unserer Reise mal kleinere Blessuren davon getragen, meist um die Unfähigkeit eines gewissen Hobbits oder ähnlich unerfahrener Jungzwerge aufzufangen. Aber es ist ihm nichts Ernsthaftes passiert. Und daher fragt Ihr Euch vermutlich, warum wir hier sind und nicht er.“ Pado machte eine kurze Pause, denn von Finlay kam ein lautes „Allerdings!“ und von Aurelia ein erleichtertes „Juhu!“ Schmunzelnd streckte er den Arm zu seinem Vater aus: „Isengar, dein Einsatz, denn du hast den Brief!“
Isengar fasste in seine Brusttasche und zog mit großer Geste Grimms Brief hervor und reichte ihn Finlay. „Diesen Brief hat Euer Vater mir beim Aufbruch vom Erebor für euch mitgegeben. Zusammen mit einem schmerzlich verzerrten Gesicht, weil er nicht selbst kommen konnte – Vorerst!“
Mit kaum gebremster Ungeduld riss der Junge den Brief auf und Aurelia drängte sich ganz fest an ihn um nichts zu verpassen. Pado grinste Isengar an. Es war eindeutig schön, Überbringer von guten Nachrichten zu sein. Jetzt konnte ein Keks nicht schaden.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Ardagast und Gandalf saßen an einem Tisch in einer der Ecken des Gasthauses, neben einem warmen Kaminfeuer. Die beiden Zauberer rauchten genüsslich eine Pfeife und hatten sich dazu noch einen Krug Bier und ein einfaches Abendessen bestellt. ''Kaum zu glauben, dass alles am Ende aufgegangen ist. Ich muss zugeben, dass ich damals, als du mir von der Unternehmung erzählt hast, nicht wirklich überzeugt war, dass es klappen kann'', sagte Ardagast und nahm danach einen kräftigen Zug seiner Pfeife. Gandalf schmunzelte. ''Ich auch nicht'', antwortete der graue Zauberer mit einem Zwinkern und stieß anschließend mit Ardagast an. ''Und nicht nur Smaug haben wir vernichtet, sondern auch noch einen Großteil der Armee Saurons. Und die Krönung dazu, dass wir Sauron erheblich geschwächt und vertrieben haben'', fügte Ardagast zufrieden hinzu. Daraufhin verfinsterte sich jedoch die Miene des grauen Zauberers. Sauron. Ja, sie hatten ihn vertrieben. Aber nicht vernichtet. ''Was glaubst du? Denkst du, dass Saruman mit ihm fertig wird?'', fragte Ardagast nachdenklich. Gandalf zuckte mit den Schultern. ''Als wir uns in Dol Guldur trennten, habe ich danach überall nach Sauron gesucht. Ich bin ihm wochenlang gefolgt, bis ich seine Spur am Meer von Rhûn verloren habe. Sarumans Arm muss lang geworden sein, wenn er glaubt, ihn zu finden, geschweige denn in Schach halten zu können. Nein, ich befürchte leider, dass wir nur allzu bald wieder von ihm hören werden'', entgegnete Gandalf missmutig und nahm einen Zug aus seiner Pfeife. ''Naja, jetzt lass uns nicht zu sehr Trübsal schlagen, sondern stattdessen lieber den Abend genießen. Wie lange ist es her, als wir letzte Mal einigermaßen sorglos einen Abend in einer Gaststätte verbracht haben?'', sagte Ardagast, der die Stimmung etwas aufzuheitern versuchte. Gandalf entgegnete mit einem müden Lächeln und nickte anschließend leicht. ''Zu lange, da hast du Recht!'' Beide hoben ihre Krüge und stießen an.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

“Meine geliebten Kinder, liebe Ophelia, lieber Cornelius,
zuerst einmal sollt ihr wissen, dass es mir gut geht.“


Aurelia juchzte auf als Finlay die ersten Zelen las. Ihrem Vater ging es gut.

“Bitte entschuldigt, dass ich noch nicht selbst bei euch sein kann. Aber ich werde noch in der Stadt Thal gebraucht. Lasst euch von Pado und Isengar davon erzählen. Ich verspreche euch jedoch, so schnell wie möglich zu euch zurückzukehren und euch alles zu berichten. Ich habe euch einmal versprochen, dass wir irgendwann wieder zusammen leben werden. Nun ich denke ich habe einen Platz gefunden. Aber darüber sprechen wir, sobald ich bei euch bin. Ich liebe und vermisse euch und fiebere dem Tag meiner Rückkehr entgegen.“

Dem Brief lag noch ein weiterer dabei mit Ophelias und Cornelius Namen drauf. Finlay gab diesen an Cornelius weiter. Aurelias Augen strahlten und sie schaute neugierig zu Pado. „Erzählst du uns von Thal und was Vater da macht?“

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

„Was euer Vater macht?“ Pado grinste, „och, er baut nur eine komplette Stadt wieder auf. Und nebenbei lernt er vermutlich die neusten Steinmetztricks von den besten Baumeistern der Zwerge!“ Die leuchtenden Augen Finlays ließen ihn eine komplette Schilderung Thals anschließen. Isengar ergänzte hier und dort, war er doch länger in Thal gewesen als Pado.
Und da sie so schön am erzählen waren, holte Pado noch weiter aus und gab eine grobe Schilderung der kompletten Reise zum besten. Finlay und Aurelia waren ein hervorragendes Publikum. Sie lauschten wie gebannt, stöhnten vor Entsetzen, kicherten bei den großen und kleinen Missgeschicken, staunten mit offenen Mündern und verdrückten Tränen über Arrins Tod. Auch die beiden Hobbits waren darüber entsetzt, war der Gaukler doch öfters bei ihnen gewesen. Um so erleichterter waren alle, dass Grimm, oder Flynn wie Pado lernte, alles weitgehend unbeschadet überstanden hatte.
Natürlich kamen Pado und Isengar in den Genuss der hervorragenden Kochkunst Ophelias und des ersten Langgrundblattes seit sehr langer Zeit - in Isengars Fall sogar sehr, seeehr langer Zeit.
Finlay wäre nach dem Abendessen am liebsten sofort losgezogen, um dem Vater in Thal helfen zu können. Doch Pado schüttelte entschieden den Kopf. „Finlay, warte, bis dein Vater euch holen kommt. Der Weg ist zwar derzeit bestimmt sicherer, als vor der Schlacht der fünf Heere, aber ohne eine Truppe guter Freunde hätte ich diesen Weg nie überlebt. Wenn ich ehrlich bin, hab ich mich ziemlich unüberlegt in solch ein Abenteuer gestürzt. Alles bloß, weil ich nicht wusste, ob Vater lebt. Ihr aber habt den Vorteil, dass ihr wisst, dass euer Vater lebt und wo er ist. Deswegen wartet besser ab.“
Ophelia grinste, als sie das hörte und baute sich breitbeinig vor Isengar auf. „Hörst du das, alter Freund? Dein Sohn ist dir meilenweit voraus, wenn es um verantwortungsvolles Handeln geht. Pass auf und lerne!“ Was Isengar mit leicht rotem Kopf zurückließ. Aber wo sie recht hatte...
Es war schon kurz nach Mitternacht, als die beiden Tooks sich schließlich von Grimms Familie verabschiedeten, nicht ohne zu versprechen, in den nächsten Monaten noch einmal in Bree vorbeizuschauen.

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Am nächsten Morgen machte sich die Gruppe erneut auf, um die letzte, bzw. für einige vorletzte Etappe, in Angriff zu nehmen. Es war der letzte Weg bevor sie das Auenland erreichen würden. Jener Ort, an dem diese Reise ihren Anfang nahm. Zuerst kamen sie an den Hügelgräberhöhen vorbei und anschließend am Alten Wald. An beide Orte hatte zumindest eine Gruppe keine allzu guten Erinnerungen. Im besten Fall gemischte, wurden sie doch vom alten Weidemann und den Grabunholden angegriffen und nur im letzten Moment von Tom Bombadil bzw. Ardagast und Ascarion gerettet. Nicht nur deswegen machten sie dieses Mal einen großen Bogen um diese Orte herum, obwohl Ardagast gerne Tom und Goldbeere noch einen Besuch abgestattet hätte. Aber was nicht ist, kann ja in Zukunft noch werden. Am nächsten Tag erreichten sie schließlich ihr Ziel.

''Ah, die Grenzen des Auenlandes'', sagte Gandalf mit einem zufriedenen Lächeln. ''Hier werde ich mich von euch trennen'', fügte der graue Zauberer hinzu und blickte in die Runde. Ardagast trat als erstes vor und ging einige Schritte auf seinen Kumpanen zu. ''Was auch immer du jetzt noch vorhaben solltest, viel Glück dabei, mein alter Freund! Mein Weg führt mich zu den Grauen Anfurten, ehe ich von dort aus meine nächsten Pläne schmieden werde. Aber erstmal werde ich dort eine Weile ruhen und in mich kehren. Das hat glaube ich jeder nach dieser Unternehmung redlich verdient. Jedenfalls, weißt du, wo du mich findest. Wenn du mich brauchst, bin ich da!'', erklärte der dunkelgraue Zauberer ein wenig wehmütig und legte zum Abschied seine Hand auf Gandalfs Schulter. Gandalf nickte freundlich. ''Ja, Ardagast. Danke! Bis zu unserem nächsten Treffen!'', erwiderte der graue Zauberer. Daraufhin stellte sich Ardagast wieder zurück zu den anderen.

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Bilbo war von seinem Pony abgestiegen. Den letzten Rest Weges wollte er gerne zu Fuß zurücklegen. Er wusste nicht genau, warum ihm das wichtig war, aber nach so langer Abwesenheit hatte er den Eindruck, er müsse sich erst wieder allmählich an das geruhsame Leben im Auenland gewöhnen. Und das, fand er, machte er am besten, wenn er durch die Felder und Wiesen strich, die kleinen Wäldchen durchquerte und hier und dort ein Wort mit den Bewohnern einsamer Höfe wechselte.

Er wandte sich an Pado und Isengar: „Und ihr wollt wirklich noch nicht mitkommen? Gerade du Isengar, warst ja noch länger weg als dein Junge und ich!“
Doch Isengar schüttelte den Kopf: „Nein, lieber Neffe! Da war ich so lange unterwegs, jetzt kommt es auf diese paar Tage auch nicht mehr an. Und ich habe einfach das Gefühl, dass ich Cirdan selbst von Ascarions letztem Kampf erzählen sollte.“ Pado grinste den Cousin an: „Und du kannst dir gut vorstellen, dass ich diesen alten Herrn nicht noch einmal alleine rumstromern lasse. Wer weiß, wo er sonst wieder hindriftet. Aber du kannst meinem Cousin Carl sagen, dass er am Morgen des 10. Tages nach Westen schauen soll. Vermutlich werden wir dann kommen. Er kann ja schon mal unser Smial lüften und mit Essen bestücken.“ Bilbo hob eine Augenbraue: „Und kein Gruß an Tante Rubella?“ Pado verdrehte die Augen: „Wenn es unbedingt sein muss, auch das!“

Bilbo hob kurz die Hand zum Gruß, sammelte dann seine kleine Schatzkiste auf und wandte sich Gandalf zu: „Schade, dass du nicht weiter mitkommst. Es ist recht angenehm, wenn man einen Zauberer bei sich hat!“ Er verzog den Mund zu einem leichten Grinsen: „Die bringen anscheinend Glück!“ Er streckte dem Zauberer die Hand entgegen: "Lebewohl, Gandalf!"

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Geändert durch PadogasTook (12.11.2018 19:52)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Gandalf erwiderte den Handschlag mit einem freundlichen Lächeln. ''Lebwohl. Du bist ein sehr feiner Kerl, Bilbo Beutlin und ich hab dich sehr gerne. Aber du bist nur ein kleiner Bursche auf der großen, weiten Welt'' entgegnete der Zauberer zum Abschied. Er hatte Bilbo auf dieser Reise wahrlich lieb gewonnen und auch ihn schmerzte dieser Abschied. Für einen Moment ließ er noch den Blick auf dem Hobbit ruhen, ehe er sich den anderen zuwandte um sich zu verabschieden. Der Zauberer ahnte, dass bei Bilbo nicht alles so schien, wie es auf den ersten Blick aussah. Er würde in den nächsten Jahren ein Auge auf den Hobbit halten, so viel war klar.

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Mit einem Kloß im Hals wandte sich Bilbo ab. Noch eine letzte Verabschiedung stand an. Dwalin stand etwas abseits von den anderen und schaute grimmig wie immer. Abschiede waren vermutlich nicht seins. Aber Bilbo wollte nicht einfach so gehen. Zuviel hatten sie zusammen erlebt. Entschlossen trat der Hobbit an den Zwerg heran.

Isengar sah derweil seinen Sohn etwas grimmig an: "So, der alte Herr stromert herum, ja?"

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Dwalin hasste ruehrselige Abschiedsszenen von je her.
Sah man sich bald wieder, waren sie schlicht unnötig. Und wenn nicht, verdarben sie einem den Tag.
Also streckte er dem Hobbit einfach die Pranke hin und brummte: "Komm gut nach Hause, Kleiner! Und stock die Vorratskammer schon mal auf. Auf dem Rückweg von den Blauen Bergen klopf ich bei dir an, wenns erlaubt ist. Gebratener Fisch wäre schön, den kannst du richtig gut!"
Er klopfte Bilbo freundschaftlich auf die Schulter, dass der fast ins Taumeln geriet.
"Wir sehen uns!"

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

„Bis dahin, Dwalin!“ Bilbo wollte sich schon wegdrehen, doch dann setzte er noch hinzu: „Du weißt doch, klopfen ist nicht nötig! Komm einfach rein!“ Dann wandte er sich an Bifur, der neben Dwalin stand, gab ihm die Hand und meinte: „Das gilt für dich genauso!“ Dann rückte er noch einmal die Kiste zurecht, nickte in die Runde und machte sich auf den Weg. Jetzt, jetzt ging es heim!
Was hatte Gandalf damals gesagt, an dem entscheidenden Abend? „ich kann dir nicht versprechen, dass du zurückkommst und wenn wirst du nicht derselbe sein!“ Nun, Gandalf hatte wie immer recht behalten...

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

All die Abschiede taten Finbar im Herzen weh. Ailin würde nun sagen, dass er zu weich sei, zu rührselig, und dass er sich zusammenreißen sollte. Immerhin hatte er mit Bilbo gar nicht so viel zutun gehabt. Aber der Hobbit war im Grunde der Ursprung dieser ganzen Unternehmung gewesen, auf eine ganz bestimmte Art.
Stumm rutschte er ein Stückchen näher zu Kára und den übrigen Zwergen hin. Es war gut, unter seines gleichen zu sein, bei denen, die ihn nicht verlassen würden.
Wie sie es getan hatte.... oh nein, diesem Gedankengang würde er nicht mehr folgen. Es würde schwer genug werden, es ihrem Vater zu berichten. Bis dahin vermied er, darüber nachzudenken.
"Mach's gut, Bilbo." flüsterte er schließlich und wusste nicht einmal, ob der es gehört hatte.

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Finbar

Geändert durch Finbar (17.11.2018 22:04)

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

Nachdem sie Bilbo verabschiedet hatten und auch Gandalf seiner Wege gezogen war, machten sich die Übriggebliebenen auf den weiteren Weg Richtung Westen. Hobbingen ließen sie rechts liegen, Michelbinge links, während sie der großen Oststraße weiter nach Westen folgten.

Pado spürte langsam eine gewisse Wehmut. Wie weit war er mit Ardagast, Finbar und Kara gereist. Was hatten sie alles erlebt. Und nun führte jeder Schritt näher an den Abschied heran. Hatte er bisher viel vorher vermisste Zeit mit seinem Vater verbracht, hielt er sich doch nun mehr an die beiden Zwerge. Oft ritten sie zusammen und saßen auch abends am Lagerfeuer zusammen.
So kam Pado nicht umhin zu bemerken, dass unterschwellige Schwingungen bei seinen beiden Freunden wirkten. Finbar, der beim Aufbruch vom Erebor sehr still gewesen war, war über die Reise wieder etwas lebhafter geworden und hatte auch wieder angefangen Kara in altbekannter Art zu necken. Doch seit einiger Zeit, Pado wusste nicht ganz genau seit wann, hatten diese kleinen Geplänkel zwischen den beiden aufgehört. Und mehr als einmal hatte Pado abends gesehen, dass Finbars Blick nachdenklich auf Kara ruhte – aber nur so lange bis Karas Blick den seinen kreuzte. Dann blickte er nachdrücklich woanders hin. Und Pado konnte sehen, dass nun Kara Finbar abwesend musterte.
Nun, ihre Heimat kam nahe. Und Finbar hatte die denkbar undankbarste Aufgabe vor sich: Dem Vater von Ailins Tod zu berichten. Kein Wunder, dass er wieder stiller war.

Mittlerweile hatte die Truppe schon die Weißen Türme hinter sich gelassen und erahnten schon in der Ferne den Golf von Lhûn. Hier war nun der letzte gemeinsame Abend angebrochen. Ardagast und die Hobbits würden am nächsten Morgen hinunter nach Mithlond gehen, während die Zwerge in die nördlichen Ered Luin weiterreisen würden. Pado war ein letztes Mal bei den Zwergen. Finbar saß wieder in sich gekehrt neben ihm. Der Junge reichte dem Freund eine Flasche Zwergenschnaps, die er von Dwalin zur Feier des letzten Abends weitergegeben bekommen hatte. „Hier, Finn! Auf unsere Reise!“ Dann sah er den Zwerg lange an. Schließlich gab er sich einen Ruck: „Finbar, ich weiß, du hast einen schweren Weg vor dir…Ich weiß nicht, wie ihr Zwerge…“, er stockte kurz. Er wollte Finbar nicht bedrängen, aber zumindest das Angebot machen, „Also, ich weiß nicht, wenn es für dich leichter ist, ich kann auch mit euch in die Ered Luin kommen, zu deinem Vater … und so…“

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Kára wurde warm ums Herz bei Pados Angebot. Dieser Hobbit war wahrlich ein wunderbarer Freund geworden über die Zeit. Sie konnte sich noch nicht wirklich vorstellen, sich bald von ihm verabschieden zu müssen. So viel hatten sie erlebt! Kára hätte nichts dagegen, wenn Pado sie noch ein bisschen länger begleiten würde. Die Reise war zum Teil sehr still gewesen und Kára ahnte, dass sie einen Anteil daran hatte. Finbar beachtete sie nicht mehr. Ab und zu schaute sie zu ihm herüber, doch sein Blick war immer von ihr weggekehrt. Kára war sich durchaus im Klaren darüber, dass Finbar sich mit jedem Meter, den sie der Heimat näher kamen, mehr daran erinnerte, dass er bald vor seinen Vater treten musste. Die Aufgabe schien unvorstellbar für Kára. Sie selber freute sich auf das Wiedersehen mit ihrem Vater und ihrem Bruder, auch wenn sie nicht vollständig einschätzen konnte, wie ihr Vater reagieren würde. Dennoch - sie war zurückgekehrt. Und sie dankte Mahal jeden Tag dafür, dass Sváf ihr nicht gefolgt war.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: RoisinDubh]

Finbar lächelte ein nachdenkliches Lächeln. Dann nahm er die Flasche an sich, nahm einen großen Schluck und schüttelte den Kopf.
„Nein Pado, das ist etwas, was ich ganz allrine machen muss.“ erklärte er. „Trotzdem Danke für dein Angebot.“
Finbar war wirklich dankbar. Pado war ein guter Freund geworden, nein, er war mehr als ein Freund geworden in der Zeit, die sie miteinander verbracht hatten, und der Gedanke, ihn nun auch gehen zu lassen, schmerzte.
„Werden wir dich irgendwann nochmal wiedersehen, irgendwo? Oder gehst du mit deinem Vater auf Reisen kreuz und quer durch das Land?“ fragte er, um die unangenehme Stille zu füllen.

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Finbar
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

"Nun," Pado sah hinüber zu Isengar, der im Gespräch mit Ardagast war, "wenn wir von den Grauen Anfurten zurück sind, werden wir wohl erst einmal nach Hause gehen. ICH bin ja nicht ganz so lange weggewesen, aber Vater hat nach vier Jahren wohl einiges zu Hause zu tun!" Fragend sah er den Freund an: "Werdet ihr, du und dein Vater zum Erebor gehen? Wenn ja, kommt auf dem Weg auf jeden Fall bei uns vorbei. Und falls ihr in den Ered Luin bleibt - nun, so weit ist das ja nicht!"

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

„Nein, wir bleiben nicht. Sein ganzes Leben lang hat mein Vater vom Erebor erzählt. Meine Schwester gab ihr Leben für diesen Traum! Wir gehen dorthin zurück! Auf jeden Fall!“
Finbar war so sicher, dass es das war, was sein Vater würde tun wollen, dass er gar keine anderen Optionen in Erwägung zog.
Lächelnd sah er Pado an. „Dann ist es also abgemacht. Wir kommen vorbei und du bewirtest uns, wie Bilbo es mit Thorins Gemeinschaft getan hat.“

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Finbar
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

"Oh, da kannst du drauf wetten! Wenn wir erst einmal unsere Speisekammer auf Vordermann gebracht haben, kann uns eine ganze Horde Zwerge nicht in Verlegenheit bringen!", grinste Pado. Dann wandte er sich an Kara: "Und du und deine Familie werdet im gleichen Zug mitgehen, vermute ich? Dann kommt ihr natürlich auch bei uns vorbei!" Er legte eine Hand auf ihren Arm: "Dann lerne ich endlich deinen Bruder kennen. Ich habe den Verdacht, dass ich für ihn einen von den Knallbonbons hätte aufheben müssen!" Der Schalk stand dem Jungen im Gesicht. "Vielleicht hat ja Arda...!"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

''Das klingt gut, ich denke, dass ich dann auch demnächst mal vorbeikommen werde'', sagte Ardagast lachend und schlug Pado auf die Schulter, ehe er einen kräftigen Zug von seiner Pfeife nahm. 'Was hab ich? Einen Knall?? Bonbons?'' Daraufhin packte er den Jungen und schüttelte ihn kräftig durch. ''WILLST DU DAMIT ETWA SAGEN ICH WÄRE VERRÜCKT???? Die Bonbons als Belohnung kannst du mal schön vergessen, junger Mann!''

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Pado war außer Puste, als Ardagast ihn endlich los ließ. Keuchend versuchte er zu erklären: "Nein,...nicht du hast den...Knall, ....sondern die Dinger, die du...damals dabei hattest! ....Als du in Hobbingen im Grünen Drachen.... ankamst, hattest du offen...sichtlich ein paar kleine Dinger verloren, die...aussahen wie Bonbons, aber explodieren, ....wenn man sie wirft. Tja, ich hatte welche davon bei deinem Wagen gefunden... und etwas Unheil bei meiner Tante angerichtet..." Er zog zu Kara hin eine Grimasse, die besagte, dass er den Zauberer durchaus mal wieder für verrückt hielt. Vorsichtig sah er dann wieder zu dem Zauberer: "Du kannst nicht zufällig welche mitbringen, wenn du einmal in Hobbingen vorbeikommst? Du bekommst auch ein leckeres Essen und eine gute Pfeife voll Alten Tobi!"

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Geändert durch PadogasTook (18.11.2018 22:38)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Nachdem er sich Pados Erklärung anhörte, beruhigte sich der Zauberer sichtlich wieder und auch sein Gesichtsausdruck nahm wieder normale Züge an. ''Ach, na sag das doch gleich'', antwortete er und kramte ein wenig in seiner Tasche herum. Es war dunkel und im blassen Schein des Feuers und Mondes war es nicht so einfach, irgendetwas vernünftig zu sehen. Nach einer Weile kramte er ein paar heraus und warf einen davon ins Feuer. Es machte einen lauten Knall und einige bunte Funken sprühten in alle Richtungen. Erschrocken suchten die übergebliebenen Schutz vor den ''Bonbons''. Lachend überreichte er Pado ein paar. ''Die sind aber nicht zum Erschrecken von Leuten da. Gut, auch wenn ich gerade die anderen erschreckt habe...aber ganz generell sind die eigentlich dazu da, die Leute zu unterhalten, verstehst du?'', erklärte er und setzte dann noch eilig hinzu: ''Auf das Essen und das Pfeifenkraut bestehe ich aber!''

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Pado steckte die Knallbonbons begeistert ein: „Na, da kannst du dich drauf verlassen, Arda! Danke!“ Dann wandte er sich wieder an Kara: „Jetzt, kann dein Bruder kommen!“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

''Ich sehe schon, ich muss bald regelmäßig bei euch vorbeikommen, damit du immer wieder einen neuen Vorrat an ''Knallbonbons'' hast'', sagte Ardagast lachend und wuschelte dem Hobbit dabei durch die Haare. ''Und natürlich nicht, weil ich meinen Vorrat an Altem Tobi aufstocken muss...'', fügte er unschuldig hinzu und gab dann als Ablenkung eine Rauchwolke, welche sich zu einem Vogel formte, ehe sie sich kurz darauf wieder auflöste, zum Besten.

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Kára lachte leise und bewunderte Ardagasts Rauchvogel.
"Ja, diese Knallbonbons sind genau das richtige für meinen Bruder. Ihr würdet euch wahrscheinlich hervorragend verstehen."
Sie nahm einen Schluck aus ihrer Flasche.
"Ich bin gespannt, wie es sein wird im Erebor zu leben. Ich kann mir kaum etwas anderes vorstellen als die Ered Luin, und trotzdem... Ich frage mich, wie lange es dauern wird alles wieder aufzubauen. Und den Drachengestank loszuwerden."

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: RoisinDubh]

Der nächste Morgen brach an und dieser deutete den nächsten und zugleich letzten Abschied an. Die Gruppe, die sich damals in Hobbingen zusammengerauft hatte, und länger zusammenblieb, als Thorins Gemeinschaft, trennte sich nun endgültig. Auch wenn sich die meisten bewusst darüber waren, dass sie sich eines Tages wiedersehen würden, war es dennoch ein schmerzlicher Abschied. Auch für Ardagast, der alle auf der Reise sehr lieb gewonnen hatte. Zuerst verabschiedete er sich mit wenigen Worten von Dwalin, mit dem er vor dem Erebor nie viel zu tun hatte. Dennoch konnte er den Krieger in den letzten Wochen ein wenig besser kennenlernen und respektierte ihn noch mehr als sonst, seit er den eigentlichen Zwerg hinter dem Namen kannte. Dann wand er sich an Kara, die er kurz umarmte. ''Mach's gut, Karte. Es war mir eine Ehre mit dir zu reisen und zu sehen, wie du von einem nichtsnutzigen, törichten und einfältigen...'', der Zauberer stoppte einen Moment, ehe er es zu weit trieb. ''Zwergengör...zu einer Heldin herangewachsen bist! Ich bin mir sicher, dass deine Tante und deine Schwester, sowie dein Vetter fünften Grades sehr stolz auf dich sind und dir bestimmt gen Erebor folgen werden!'', fügte er abschließend hinzu und vollendete seine freundlichen Worte zum Abschied. Sie schienen eher gemischt bei Kara anzukommen.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Finbar stand neben Kára und musste sich ein kurzes Lachen verkneifen. Wie oft hatte der Zauberer sie in den letzten Monaten in den Wahnsinn getrieben mit derartigen Sprüchen und Erinnerungslücken? Er konnte es nicht mehr zählen. Stattdessen erinnerte nun auch der anderen Zeiten. Der ernsteren Momente, die es gegeben hatte, der Ratschläge, des Trostest, und auch der Zeiten, in denen Ardagast ganz selbstverständlich die Führung der Gruppe übernommen und sie so erst an ihr Ziel geführt hatte.
Er machte einen Schritt vor, nachdem Kára dem Zauberer eine Umarmung geschenkt hatte, und streckte ein wenig unsicher die Hand aus.
"Du bist... Ich würde... " Finbar schnaubte. Er fand in letzter Zeit einfach nie die richtigen Worte! "Schade, dass du schon gehst. Es wäre schön, wenn du noch mitgekommen wärest, um meinen Vater kennenzulernen. Auch Ailin hätte das gefreut." endete er schließlich.

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

Kára schmunzelte und entgegnete "Ich werde es meiner Großmutter ausrichten!", doch Arda hörte sie wohl schon nicht mehr. Trotz all der Verrücktheiten des Zauberers musste Kára sich eingestehen, dass sie ihn vermissen würde. Mehr und mehr realisierte sie, dass das Ende der Reise bald erreicht war. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, seit sie damals aufgebrochen war, ungewiss, was die Zukunft bringen würde. Sie war gewachsen an allen Herausforderungen und Rückschlägen, doch sie wusste auch, dass sie es ohne die neuen Freunde nie geschafft hätte.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

Eigentlich wollte Ardagast Finbar direkt nachdem er sich von Kara verabschiedet hatte, ansprechen, doch der Zwerg kam ihm dann doch zuvor und stotterte einige Wörter dahin. Der junge Zwerg hatte sich wahrlich verändert. War es nur die Last der Reise? Der Toten? Oder steckte mehr dahinter? Ardagast wusste es nicht. Dann klopfte er Finbar auf die Schulter und reichte ihm anschließend die Hand. ''Keine Sorge, dies ist kein Abschied auf Lebzeit. Wir werden uns wiedersehen, Finster'', antwortete er mit einem Zwinkern. ''Ich habe zwar noch keine konkreten Pläne für die Zukunft gemacht, aber womöglich treffen wir uns ja im Auenland wieder und wenn nicht dort, dann spätestens im Erebor. Beide Ziele stehen auf jeden Fall auf meiner Liste. Mach es gut, mein Junge und viel Kraft für deine weitere Reise. Ich sehe große Taten in deiner Zukunft!'' Dann trat der Zauberer beiseite und ließ den Hobbits die Möglichkeit sich zu verabschieden.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Finbar lächelte, ein ehrliches und aufrichtiges Lächeln. Dann sagte er kopfschüttelnd: "Du kannst doch gar nicht wirklich in die Zukunft sehen, alter Zauberlehrling, oder?"
Ardagast lächelte ebenfalls, ein weises und scheinbar plötzlich uraltes Lächeln. "Wer weiß, mein Junge, wer weiß." sagte er und Finbar kam ins Grübeln.
Und dann, als könne er es einfach nicht mehr verhindern, fand er sich plötzlich mit zwei Armen voll Pado wieder, der ihn fest drückte und nicht mehr losließ. Ein tiefes Gefühl von Freundschaft und... Verlust... durchströmte den Zwerg. Er klopfte dem Hobbit ein paar Male sanft auf den Rücken und sagte schließlich, ohne dass der zuerst etwas gesagt hätte: "Ja Pado, ich werde dich auch vermissen."

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

Pado mochte den Freund kaum loslassen. Doch sie konnten ja nicht bis zum Abend so in der Weite Eriadors stehen. Also drückte er ihn noch einmal fest und machte sich dann los. "Wehe, du kommst nicht vorbei, bevor ihr zum Erebor zieht!", sagte er in halb drohendem, halb lachenden Tonfall. "Dann kriegst DU mal MEINE Faust zu spüren!" Sprachs und boxte Finbar spielerisch gegen die Schulter. Doch dann wurde er ernst: "Pass auf dich auf! Und wenn du eine Hand frei hast, auch noch ein bisschen auf Kara mit! Immerhin ist sie meine Adoptivschwester!"
Damit wandte er sich der Zwergin zu. Und auch diese kam nicht ohne eine Umarmung aus. "Kara, für dich gilt dasselbe. Nicht ohne Besuch bei mir zum Erebor wandern! Du weißt ja, die Knallfrösche warten!" Das breite Padogrinsen wanderte von einem Ohr zum anderen. "Hey, und da wir ja jetzt von Arda wissen, dass du eine Heldin bist, pass du mir auch auf diesen Helden dort drüben auf, nicht dass er zum guten Schluss noch in den Lhûn stürzt!"

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Kára erwiderte Pados Umarmung und musste kurz schlucken, um sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr der Abschied schmerzte. Der kleine Hobbit war ihr mit am meisten ans Herz gewachsen während der Unternehmung. Ein wenig hatte er ihr den Bruder ersetzt, dachte sie lächend. Ganz verhindern konnte sie es nicht, dass ihre Augen ein bisschen feucht wurden.
"Ach Pado, was Arda wieder erzählt... ich wäre nicht weit gekommen ohne die anderen, und das schließt dich ein. Wenn alle Hobbits so sind wie du, dann muss das Auenland ein wunderbarer Ort sein."
Sie warf einen Blick zu Finbar herüber. Sie hatten nicht mehr Worte als nötig gewechselt seit dem Zwischenfall am See, und je näher sie der Heimat kamen, desto unerträglicher fühlte es sich an.
"Ich passe gerne auf ihn auf... wenn er es denn möchte."

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: RoisinDubh]

Finbar hatte bei Pado's Worten schon nach der passenden Retour gesucht, aber so schnell war ihm keine eingefallen. Und dann hörte er Káras sanfte Worte. Sie hörten sich unschlüssig an, so, als wisse auch sie nicht recht, was sie sagen sollte.
Mit einem halben Auge sah Finbar zu ihr hin. Sie traf seinen Blick und in ihren Augen las er... so etwas wie Hoffnung? Oder war es Schuld? Oder Verlegenheit? Finbar ärgerte sich, dass er den Blick nicht deuten konnte. Es war doch früher nicht so kompliziert zwischen ihnen gewesen! Bevor... nun ja, bevor er vielleicht ein kleines bisschen zu schnell nach einem neuen Halt in dem Zwergenmädchen gesucht hatte. Ein kleines Lächeln stahl sich auf seine Züge. Kára bot ihm eine Versöhnung an, oder? In der Hoffnung, dass es das war, was sie wollte, nickte er langsam und ohne den Augenkontakt zu unterbrechen:
"Ja." Noch einmal nickte er. "Ja, ich glaube, ich könnte ab und zu einen Aufpasser ganz gut gebrauchen. Oder... einen Freund!?"
Vorsichtig reichte er ihr seine Hand hinüber. Nicht für einen Handschlag und auch nicht, damit sie nun auf ewig mit ihm verbunden wäre, sondern einfach, um ihr zu zeigen, dass er ihre Nähe noch immer schätzte. Mit einem nun deutlich weniger verunsichertem Blick griff sie danach und drückte sogar kurz zu. Finbar atmete auf. Dann sah er erneut zu Pado.
"Wir kommen schon klar. Niemand wird in den Lhûn stürzen!" Er schubste Pado leicht gegen die Schulter. "Mach's gut, du halbe Portion!"

- . - . - . - . - . - . - . - . - . - . - . - . - . - . - . -
Khagam menu penu shirumund!

Finbar
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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Finbar]

Bifur war heute noch weniger gespraechig als sonst schon, der nahende Abschied schien ihm die Stimmung zu verhageln. Er brummte ein paar unbeholfene Worte zu dem Zauberer und den beiden Halblingen und wandte sich dann ab, nicht ohne Pado noch ein in undefinierbare Lumpen gewickeltes Etwas zuzustecken.
Dwalin nahm aus den Augenwinkeln die Annäherung von Finbar und Kara wahr. Gut.
Dann wandte er sich Arda zu, der bereits leicht ungeduldig wartete.
"Wirf ein Auge auf Pado! Und eins auf Isengar." schickte er hinterher. Wobei die Hobbits erstaunlich gut auf sich selbst aufpassen konnten. "Wir sehen uns im Erebor." Damit klopfte er dem alten Zauberer auf die Schulter und drehte sich zu Pados Vater, den er nur flüchtig kennengelernt hatte:
"Ich wünsche euch eine sichere Reise zu den Anfurten, oder wie die Spitzohren ihren Hafen nennen. Isengar.." Damit drückte er dem älteren Hobbit die Hand und wandte sich schlussendlich zu Pado um.
"Pass auf deinen alten Herrn auf, Kleiner! Nicht dass er dir nochmal verloren geht. Und auf dich natürlich auch. Aber wie ich dich kenne, tust du das ohnehin." lächelte er und zog Pado in eine jener herzlichen und atemberaubenden Umarmungen, zu welcher der Krieger sich nur selten hinreißen liess und die nur wenigen guten Freunden vorbehalten waren. "Ich könnte euch in die Blauen Berge einladen, aber vermutlich bin ich bereits auf dem Rückweg zum Erebor, wenn ihr dort wieder vorbeikommt. Vielleicht sehen wir uns ja am Einsamen Berg wieder.
Er liess den Hobbit los und wandte sich seinem Bündel zu. Doch dann drehte er sich noch einmal halb um, einen Seitenblick auf Isengar werfend.Seine Worte waren kaum laut genug, dass Pado sie hören konnte: " Nutze jeden Tag. Du weisst, wie endlich sie sein können!" Und damit schulterte er sein Bündel, bereit für die Weiterreise.
"

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

„Dreiviertelportion!“ Pado bestand darauf und zwinkerte dem Freund zu. Dann wandte er sich um, denn gerade sprach ihn Bifur an. Der Gute war immer noch ein wenig schwer zu verstehen. Doch dass es um den Abschied ging, war sowieso klar. Womit der Junge nicht gerechnet hatte, war, dass der Zwerg ihm etwas in die Hand drückte. „Da-danke, Bifur!“ rief er ihm nach, denn dieser hatte sich schon wieder abgewandt, offensichtlich auch kein Freund von langen Abschieden.
Doch er kam nicht zum Nachschauen, was sich in dem geheimnisvollen Päckchen verbarg. Denn schon stand der große kahlköpfige Krieger vor ihm. Pado war schon von der Vielzahl der Worte überrascht, hatte er doch Dwalin eher wortkarg erlebt, dass der ihn aber auch noch in eine Umarmung zog, überrumpelte ihn ganz und gar. Ein kleiner Stich durchfuhr ihn, als er Dwalins Bemerkung über die Endlichkeit hörte. Ja, das hatte ihn diese Reise wahrlich gelehrt. Arrins Gesicht stand vor seinem inneren Auge, wurde von Ascarion abgelöst, Borin kam dazu und schließlich Ailin. Pado kniff die Lippen zusammen und nickte nur dem Zwerg zu. Zu sprechen wagte er jetzt nicht.

Und so trennte sich die sowieso schon geschrumpfte Gruppe. Die Zwerge zogen entlang des Lhun in Richtung Ered Luin, während Ardagast und die beiden Hobbits den Abstieg zu den Grauen Anfurten begannen. Und als die Stadt der Elben deutlicher zu sehen war, blieb Pado erst einmal ehrfürchtig stehen. Er kannte ja durchaus Elbensiedlungen, Bruchtal oder auch die Höhlen Thranduils, doch Mithlond war wieder etwas ganz anderes. War Thranduils Reich sehr fest in Mittelerde verwurzelt gewesen, hatte Bruchtal schon etwas erhabener gewirkt. Doch Mithlond, hier am Rande der bekannten Welt, schien fast schon ein wenig entrückt zu sein. Voller Neugier folgte er den beiden anderen dort hinein.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Da war er also. Die Elben in Mittelerde hatten wahrlich prächtige Städte und Bauten, aber Mithlond war schon ein ganz besonderer Ort und jedes Mal, wenn Ardagast diesen besuchte, fühlte er eine ganz besondere Aura. Zweifellos lag es vor allem daran, dass es der Hafen in Richtung Heimat war. Eine Heimat, die er selbst für seine Verhältnisse, eine lange Zeit nicht gesehen hatte. Sehnsucht überkam den alten Zauberer. Die silberfarbenen Türme, die im Licht der untergehenden Sonne glänzten, stiegen prächtig und hoch gen Himmel empor. Am Ende des Golfs von Lhûn waren zwei Berge, welche den Eingang zum Hafen bildeten. Sie erlaubten einen flüchtigen Blick zum gewaltigen Belegaer. Die letzte Etappe vor seiner Heimat. Ardagast wand sich an die beiden Hobbits und erlaubte ihnen für einen kurzen, flüchtigen Moment sein wahres Gesicht zu sehen. Für den Bruchteil einer Sekunde sah der Zauberer plötzlich nicht mehr uralt aus, sondern viel jünger. Seine Falten waren fort und seine Haare schwarz. ’’Seht, meine Freunde. Dieser wundersame Ort ist das letzte Tor vor den unsterblichen Landen. Hier nun, an den Ufern des Meeres, kommt das Ende unserer Gemeinschaft. Denn ich werde vorerst hier verweilen und meine Zeit mit Nachdenken verbringen’’, erklärte der Zauberer freundlich, ehe sie von einem Elben empfangen wurden, der näher an sie heran trat. ''Willkommen in Mithlond, Thorondil. Gleiches gilt für Eure Begleitung''

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Pado schaute Ardagast noch einen Moment an, während der Elb sie begrüßte. Er wusste ja, dass Ardagast alt war, aber diesen jungen Widerschein seines Freundes zu sehen, brachte ihm die lange Zeit, die Ardagast schon existieren musste, erst deutlich zu Bewusstsein. Wie gerne würde er einmal den Alten in seiner Heimat sehen mit seinem wahren Aussehen. Doch das war einem Hobbit nicht beschieden und vielleicht war das auch gut so. Der junge Ardagast schien so weit entrückt und auch so viel mächtiger zu sein, dass ihm der Alte viel näher war.
Als der Junge aus seinen Grübeleien auftauchte, waren sie schon ein ganzes Stück durch die Gassen Mithlonds gegangen. Alles schien nach oben zu streben in diesem Ort. Es gab anscheinend kein Gebäude, das keine Türmchen aufweisen konnte oder hoch nach oben strebende Bögen. Mithlond erstreckte sich am Ufer des Lhûn bis hinauf an die ersten Ausläufer der umgebenden Berge. Ein Gebäude schien höher zu sein als das andere und sie waren verbunden durch hochbeinige Treppen, die auf filigranen Bögen zu schweben schienen.
Pado konnte sich kaum sattsehen. Er war zwar ein typischer Hobbit, der nicht verstand, warum man in großen Höhen wohnen wollte. So eine schöne bodenverbundene Hobbithöhle war da viel mehr nach seinem Geschmack. Aber er erkannte die Ästhetik dieser Bauweise und wusste sie zu schätzen. Ja, sie passte zu diesen dünnen langbeinigen Gestalten, die hier überall die Treppen, Wege und Gassen beschritten. Pado grinste, was würden diese sagen, wenn er und seine Cousins hier unter lautem Geschrei durchsausen würden? Hier schien alles so gediegen, ruhig und angemessen abzulaufen.
Der Elb führte sie durch eine schmale Gasse auf einen runden Platz, dessen vier Himmelsrichtungen mit Statuen markiert waren. Rechts hinauf ging eine lange schwungene Treppe, die mehrfach die Richtung wechselte, um dann in einem der hoch aufstrebenden Gebäude zu münden. Hier hinauf kletterten sie. Pado kam nicht umhin die Stufen zu zählen: „Zweihundertneunundsiebzig, zweihundertachtzig, zweihunderteinundachtzig…!“

Isengar hatte das Staunen seines Sohnes lächelnd beobachtet. Ja, so war es ihm auch ergangen, als er hier seine ersten Versuche unternommen hatte, etwas über die Herkunft der Hobbits herauszufinden. Cirdan, der ihn wohlwollend begrüßt hatte, war damals sehr erstaunt gewesen, dass ein Hobbit doch tatsächlich bis ans Meer kam. Und dass dieser Hobbit willens war, weite Reisen auf sich zu nehmen um noch mehr Wissen zu erlangen, hatte ihn doch beeindruckt. Bis dahin hatte er dieses kleine unscheinbare Volk wohl wenig beachtet. Zu verschieden waren die Wege der Elben und Hobbits im Allgemeinen. Jedenfalls gab er Isengar alle Informationen, die er hatte und erlaubte dem Hobbit auch die umfangreiche Bibliothek zu nutzen. Letzteres war ein etwas mühsames Unterfangen gewesen, da Isengars Sindarin nur sehr spärlich, Quenya gar nicht vorhanden war. Aber der Bibliothekar war mehr als hilfreich gewesen und hatte oft die Rolle des Übersetzers übernommen.
„Herr Isengar, wenn Ihr von Eurer Reise zurückkommt, gebt mir einen Bericht darüber, was Ihr herausgefunden habt!“, mit diesen Worten hatte Cirdan ihn schließlich verabschiedet. Nun, das wollte er jetzt gerne tun.

„Fünfhundertsiebenundneunzig, fünfhundertachtundneunzig… puh, langsam könnten wir mal da sein!“ Pado blieb keuchend stehen. Isengar gab ihm einen Schubs von hinten. „Nun, nicht schlapp machen. Noch bis zu diesem Bogen, dort geht es in Cirdans Hallen!“ Doch um der Wahrheit die Ehre zu geben, war der Ältere ganz froh, dass sein Junge stehen geblieben war. Denn auch er selbst war reichlich außer Puste. Ardagast, der noch zwei Treppenkehren weiter unten war, sah mit finster gerunzelter Stirn zu ihnen hinauf.
„Komm, alter Freund, es sind vielleicht noch vierzig Stufen. Dann ist es geschafft!“ Isengar winkte dem Zauberer aufmunternd zu.

Pado, wieder bei Atem, sah sich um. Unten im Hafen lag ein schlankes Schiff mit eingerollten Segeln vor Anker. Die Elben, die genau wie sie treppauf und treppab steigen mussten, schienen eher zu schweben als zu klettern. Wie machten sie das nur? Der Junge stellte sich gerade vor, wie seine Zwergenfreunde hier hinauf- und hinunterstampfen würden. Ein Grinsen strich über sein Gesicht. „Vater, ich bin mir sehr sicher, wäre dies eine Zwergensiedlung, gäbe es hier all diese Treppen nicht sondern eher Flaschenzüge und Seilbahnen. Du hättest mal tiefer im Erebor schauen müssen. Da gab es die interessantesten Konstruktionen!“
In diesem Moment stapfte Ardagast an ihnen vorbei, noch immer die Stirn in angestrengte Falten gelegt. Schnell folgten die Hobbits ihm. Und schließlich kamen die Stufen tatsächlich an ein Ende und sie betraten eine wunderschöne luftige Marmorhalle mit einem kleinen Springbrunnen in der Mitte, um den einige Bänke aufgestellt waren. Der Elb, der sie begleitet hatte, deutete darauf: „Nehmt Platz, liebe Gäste, erfrischt euch. Der Herr Cirdan wird gleich bei Euch sein!“

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HerrinGaladriel

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Anfragen für RPGs bitte ans Schwarze Brett tackern oder direkt in die Diskussion zum Spiel schreiben. Danke
Ashra

Geändert durch Ashra (12.12.2018 18:11)

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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

"...bis Sauron letztendlich durch den weißen Rat aus Dol Guldur vertrieben werden konnte". Cirdan legte die Feder beiseite und fuhr sich durch den Bart. Draußen krächzten die Möwen, die sich von der abendlichen Brise vor dem Sonnenuntergang tragen ließen. Seit Cirdan Kunde von Elrond über den Ausgang der Schlacht der fünf Heere erhalten hatte, hatte er seine Nachmittage damit verbracht, die jüngsten geschichtlichen Ereignisse für die Nachwelt festzuhalten. Ein kurzes Stück über die Schleifung der alten Festung stand noch aus, doch das konnte warten. Er hatte bereits durch die Fensteröffnung gesehen, dass einer seiner Bediensteten über den Hof geeilt war und Anordnungen an die Küchengehilfen weiter gegeben hatte, um dann wie üblich vor den Toren Mithlonds unangekündigte Gäste zu empfangen. Welch Reisende würden noch zur Dämmerung die Obhut der Elben aufsuchen? Cirdan hatte bereits einen schleichenden Verdacht und so verstaute er die Schriften in den Regalen seiner persönlichen Bibliothek, strich sein durch das lange Sitzen gefaltete Gewand glatt und gleitete die Wendeltreppe hinunter in die Eingangshalle. "Thorondil", rief er mit einem Anflug eines Lächelns, als er den Zauberer an der Tafel der Marmorhalle erblickte. Ascarion jedoch war nicht wie erwartet bei ihm, sondern dafür zwei Halblinge, wovon er einen wiedererkannte. "So treffen sich unsere Wege wieder, Herr Isengar. Doch dieses mal habt Ihr eine Begleitung mitgebracht". Er neigte sein Haupt gegenüber Pado und stellte sich fort: "Ich bin Cirdan, der Schiffbauer und Herr über Mithlond, ich heiße Euch in unserem Reich an der Küste Mittelerdes herzlich Willkommen!"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Damaris]

''Mae Govannen, Cirdan, Mellon nin. Vielen Dank für Eure Gastfreundschaft. Es wärmt mein Herz, wieder an den Ufern des Meeres sein zu dürfen'', antwortete Ardagast freundlich und neigte sein Haupt respektvoll vor dem Herrn von Mithlond, den er schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatte. ''Wir haben einiges zu bereden'', fügte er dann eilig und mit einem dringlichen Gesichtsausdruck hinzu. Er hatte zwar jetzt erst einmal alle Zeit der Welt, doch wollte er die Last der Toten nicht weiter auf seinen Schultern tragen. Zuerst überließ er es jedoch den Hobbits, sich vorzustellen. Die vorgegebene Etikette sollte schließlich eingehalten und bewahrt werden.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Pado verneigte sich kurz vor dem Elbenherrn: "Danke für Euer Willkommen, Herr Cirdan! Meine Name ist Padogas Took, Isengars Sohn oder wie Ardagast mir beibrachte, wäre vielleicht Padogas Isengarion hier angebracht!" Er zwinkerte seinem langbeinigen Freund kurz zu.
Auch Isengar verneigte sich: "Herr Cirdan, es freut mich, euch nach so langer Zeit wiederzusehen. Eure Freundlichkeit und Hilfe hat mich auf eine weite Reise und glücklicherweise auch wieder zurück geführt." Doch mehr wollte er erst einmal nicht dazu sagen, denn Ardagasts Nachrichten hatten Vorrang.

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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

"Die Freude ist ganz auf meiner Seite", entgegnete Cirdan. "Hier an der Pforte Mittelerdes empfangen und verabschieden wir seit Jahrtausenden die unseres Stammes. Umso erfreuter sind wir über Besucher anderer Völker. Genießt Eure Beherbergung in unserem Reich so lange ihr mögt und lasst mich wissen, an was es euch mangelt!" Er schob den Halblingen die Karaffe mit frischem Quellwasser und Minzblättern entgegen, worauf eine Elbin herbei eilte und den Gästen frisch gebackenes Brot reichte. Dann wandte sich Cirdan wieder an den Zauberer. "Welch Kunde bringt ihr mit Euch, mein alter Freund. Euer Gesichtsausdruck verrät nichts Gutes und ich wandel nicht gerne im Dunkeln". Er sah an dem Zauberer vorbei, zu dem Turm hinauf, der gegenüber der Marmorhalle in die Höhe ragte und Ascarions Gemächer umfasste. "Ich nehme an, dass es etwas damit zu tun hat, weshalb mein treuster Krieger nicht zurück gekehrt ist. Für welche Mission hat er sich dieses Mal bereit erklärt?"

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Damaris]

Ardagast und die Hobbits setzten sich. Der Zauberer goss sich ein Glas Wasser ein und hörte sich dann erst einmal den Vortrag von Cirdan an. ''Wir wissen Eure Gastfreundschaft sehr zu schätzen, Schiffbauer'', antwortete der Zauberer freundlich und nahm dann einen Schluck des wohltuenden Wassers, um das trockene Gefühl, dass sich die ganze Zeit schon in seinem Hals befand, loszuwerden. Er atmete kurz durch und begann dann langsam. ''Ich vermute, dass Ihr schon von Elrond über die Vorgänge im Süden unterrichtet worden seid?'', begann der Zauberer, doch Cirdan warf nur einen vielsagenden Blick zu den Hobbits hinüber. ''Sie können ruhig alles hören'', entgegnete der Zauberer und räumte damit die deutlich zu erkennenden Zweifel des Elben aus. ''Isengar war sogar dabei…mehr oder weniger'', fügte er mit einem Zwinkern hinzu.

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Cirdans ruhiger Blick ruhte einen Moment auf den zwei Halblingen. Als Ardagast versicherte, dass die Belange des Weißen Rates sicher bei ihnen waren, nickte er bedeutend und antworte: "Wahrlich gehört ihr nicht auf ein Schlachtfeld, Isengar. Umso erfreuter bin ich, dass Ihr bei voller Gesundheit mit Eurem Sohn zurück gekehrt seid. Erzähl, Thorondil, was ist vor Ort genau vorgefallen?"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Damaris]

Ardagast kratzte sich am Kopf und nahm noch einen Schluck des Wassers, ehe er begann. ''Tja, wo fange ich an. Nachdem der Weiße Rat oder ich sollte Saruman sagen, entschied, dem Unwesen in Dol Guldur nicht nachzugehen, sind Gandalf und ich gemeinsam dorthin, um nach dem Rechten zu sehen...als wir dort ankamen, fanden wir zuerst eine verlassene Festung vor, die zwar keinen guten Eindruck machte, aber auch nicht so aussah, als würde das Böse dort hausen. Schnell stellten wir jedoch fest, dass sich Sauron dort im Verborgenen hielt und sich dank verdorbener Zauberkraft vor unseren Blicken schütze...Gandalf wurde schließlich überwältigt und dort eingesperrt, während ich knapp mit meinem Leben davonkam...einige Zeit später stimmte schließlich Saruman endlich zu und wir griffen gemeinsam die Festung an, nicht ahnend, dass die Neun ebenfalls dort waren und auf uns warteten...nach einem großen Kampf der weißen und schwarzen Magie gelang es uns schließlich den Feind zu vertreiben und die Festung zu zerstören...'', erklärte der Zauberer und ließ die ganzen Ereignisse noch einmal so deutlich wie möglich Revue passieren. Auch wenn es nicht genauso war, reichte es dennoch um in ihm wieder ein mulmiges Gefühl auszulösen. ''Trotz Elronds Einwand Sauron zu verfolgen und Gondor zu warnen, damit die Grenzen zu Mordor besser bewacht werden könnten, entschied Saruman, dass er es alleine mit ihm aufnehmen werde, und, dass wir ihm Sauron überlassen sollten'', fügte Ardagast wenig überzeugt hinzu. ''Gandalf verfolgte den Feind noch einige Tage, ehe er an der Grenze zu Rhûn die Spuren verlor und zum Erebor zurückkehrte. Sauron ist irgendwo dort draußen und wartet wieder. Hoffentlich bliebt er dort und kehr nie mehr zurück. Aber ich wage es nicht zu hoffen!''

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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

"Der alte Feind ist zurück gekehrt", antwortete Cirdan nachdenklich. "Ich war dort als Isildur den Ring von seiner Hand schnitt, es hätte dort enden können". Er strich sich langsam durch den Bart und ließ seinen ruhigen Blick auf Ardagast ruhen. "Elrond hat mich bereits über die Schlacht in Dol Guldur aufgeklärt. Seither warte ich auf Neuigkeiten von Saruman, doch es können Jahrhunderte vergehen, bis Saurons Stärke wächst und sich etwas in der Dunkelheit rührt. Der weiße Rat muss dennoch von nun an ein wachsames Auge Richtung Osten haben". In der Marmorhalle war es, nachdem die Sonne untergegangen war, schnell kalt geworden und des Schiffbauers Worte hallten düster durch den Raum. Cirdan deutete zu dem nächstgelegenen Kamin. "Wärst du so freundlich?", fragte er Ardagast, der kurz nickte und mit seinem Zauberstab ein Feuer entzünden ließ. Die Hobbits, die mucksmäuschenstill den beiden Weißen gelauscht und ihr warmes Brot gegessen hatten, tauschten sich kurz einen schmunzelnden Blick aus und wurden wieder ernst, als Cirdan erneut das Wort ergriff. "Dennoch können wir von einem Sieg unserer Seite sprechen. Smaug ist tot und die Heerscharen Azogs zurück geschlagen. Viel mehr drang bisher nicht an meine Ohren. Ascarion hielt es wohl für das Beste keinen Raben zu schicken?!"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Damaris]

''Das ist auch der Grund, warum ich hier bin'', antwortete der Zauberer. Jetzt hab es auch keine Möglichkeit mehr, drumherum zu erzählen. Es musste raus. Ardagast holte seine Reisetasche hervor und legte dann Ascarions Armbrust, die sich wie ein Felsen anfühlte, auf den Tisch. Cirdans Blick sagte, dass er bereits verstanden hatte, was dies bedeutete. Ardagast begann kurz zu erzählen, was sich vor den Ereignissen am Erebor zugetragen hatte, wie sich die Gruppe bildete, und überließ dann Pado und Isengar das Wort.

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

„Es, es begann in Thal damit, dass der Schatten, Urondur, dort wie aus dem Nichts auftauchte, sich Vater schnappte und auf das höchste Dach Thals verschleppte.“ Pado hatte erst etwas zögernd zu erzählen begonnen, zu lebhaft stand ihm noch der Schreck vor Augen. Doch langsam kam er in Fahrt: „Mir gab er den Auftrag, Ascarion zu bestellen, dass er ihn dort erwarte. Ansonsten werde er Vater verstümmeln, jede Minute ein Finger!“
Isengar, der Cirdans Blick auf sich bemerkte, hob mit einem traurigen Lächeln die Hände: „Er hat seine Drohung glücklicherweise nicht wahr gemacht. Doch der Grund zu sein, warum Ascarion sich nun in einen Kampf mit einem offensichtlich durch und durch üblen Wesen werfen musste, war ein sehr deprimierender Gedanke.“
Pado nickte: „Auf jeden Fall fand ich den Elb nach einigem Suchen im Getümmel und er kam sofort mit.“ Der Junge presste die Lippen kurz zusammen, „er war ja immer etwas zurückhaltend, was die Mitglieder unserer Gemeinschaft anging. Aber wenn es brannte, war er zur Stelle! Auf jeden Fall entspannte sich ein Kampf, der wirklich seines Gleichen suchte. Bald waren die beiden Kämpfer auf fernen Dächern unterwegs, so dass ich Isengar mit einer Freundin zusammen befreien konnte. Nur in der Ferne konnten wir erahnen, was sich abspielte. Und es sah so aus als seien beide Kontrahenten gleich stark. Ascarion hatte ja schon mehr als einmal mit dem Schatten gekämpft.“ Pado sah den Schiffsbauer traurig an, „wir mussten dann die Dächer verlassen, weil Adler und Fledermäuse aus Gundabad sich eine erbitterte Luftschlacht lieferten. So war dies das Letzte, was ich von Ascarion gesehen habe!“
Isengar fuhr fort: „Pado war dann losgezogen, nach den anderen Mitgliedern seiner Gemeinschaft zu suchen. Ich versuchte mich in Thal nützlich zu machen und da fand ich Ascarion schwerst verletzt neben den rauchenden Überresten von Urondurs Rüstung. Offensichtlich hatte er den Schatten überlebt. Ich half ihm in die Stadthalle, das als Lazarett diente, und ließ ihn dort in der Obhut eines Elbenheilers aus dem Waldlandreich!“ der Ältere seufzte. „Später fand ich ihn in tiefem Schlaf und hatte eigentlich die Hoffnung, dass es ihm bald besser ginge. Und das schien sich zu bestätigen, als er am nächsten Morgen nicht mehr auf seiner Pritsche lag!“ Unglücklich sah er zu Ardagast hinüber. Doch es war Pado, der fortfuhr: „Ardagast und ich machten uns am nächsten Morgen auf die Suche nach ihm, doch alles was wir fanden, war seine Armbrust und ein Adler!“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Ardagast hatte ein ganz komisches Gefühl im Bauch, als er der Geschichte der Hobbits lauschte. Selbst jetzt löste der Schatten immer noch Bauchschmerzen in ihm aus aus, wie ein besonderes schweres Essen, mit dem Unterschied, dass letzteres eher etwas Positives war. ''Jener Adler war Landroval und er berichtete uns, dass die Klinge des Schattens vergiftet war. Ascarion muss wohl recht schnell erkannt haben, dass etwas nicht stimmte und konnte sich noch bis zum Rabenberg retten, ehe er starb. Ascarion war ein Held und hat mit seiner Tat die Welt vor einem der größten Diener des Bösen bewahrt. Er erlitt leider ein Ende, das er so nicht verdient hatte, und erst Recht hatte Úrondur es nicht verdient, seine verspätete Rache zu bekommen und mit dem Wissen zu sterben, dass Ascarion auch sterben würde. Das Scheusal'', fügte der Zauberer noch halb wütend, halb traurig hinzu und sah dann Cirdan mitfühlend an. ''Es tut mir leid, dass wir Euch keine bessere Nachricht überbringen konnten''

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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Als Ardagast und die Hobbits ihre Erzählung beendet hatten, ruhte Cirdans Blick auf der Armbrust. Er würde nie vergessen, wie Maglor einst vor Tausenden von Jahren seine Hilfe erbeten hatte, als er mit seinem noch jungen Sohn und dessen Waffe vor den Toren Mithlonds stand. Als sein Vater wieder verschwunden war, hatte er sich selbst um das Großziehen des Sprösslings gekümmert. Wie oft hatte Ascarion den Geschichtsunterricht geschwänzt oder sich heimlich aus der Bibliothek gestohlen, um dann im nächstgelegen Wald mit den älteren Elben Kampfübungen auszuführen. Schon bald hatte er die Kunst des Schießens perfektioniert und brachte viel erlegtes Tier nach Hause, bis er alt genug war und Trolle oder Schlimmeres mit seinem Bolzen niederstrecken konnte. Schon immer war die Armbrust seiner Mutter ein Teil von ihm gewesen. "Ascarion ist im Kampf gefallen. So wie er immer aus der Welt der Sterbenden verschwinden wollte. Kein langsamer, dahinraffender Tod. Kein vorzeitiges Verlassen dieser Gestade auf einem Schiff, das nach Westen segelt. Er hatte eine Waffe in seinen Händen und Leidenschaft in seinem von Adrenalin durchtränktem Herzen, dabei unschuldiges Leben bewahrt und Übles aus dieser Welt verbannt". Cirdan hob die Armbrust und betrachtete sie unter dem Flackern des Feuers. Sie hatte, seitdem er sie das letzte Mal vor ein paar Monaten gesehen hatte, deutliche Gebrauchsspuren hinterlassen, die präzise Feinarbeit war aber weiterhin intakt, weshalb er sich dazu entschied, sie in diesem Zustand zu lassen. Die Kratzer und das Blut sollten Ascarions letzte Tat in Ehren halten. "Ich werde ein ehrenhafter Platz für sie finden, damit unser treuer Freund niemals in Vergessenheit gerät. Noch lange nach unserem Ableben, sollen seine Geschichten erzählt und besungen werden". Er lächelte sanft zu seinen Gästen, die ihm traurig zunickten. "Ich danke Euch, dass ihr diesen weiten Weg hierher auf Euch genommen habt, um mir persönlich Kunde davon zu bringen. Zu dieser Tageszeit ist es unwirtlich hier in diesen Hallen. Wenn ihr Euch noch nicht von der Müdigkeit tragend zurückziehen und Ruhe finden wollt, lade ich Euch auf Geschichten, Musik und Wein auf meiner Terrasse ein. Viele Nächte habe ich dort mit Ascarion verbracht und die Sterne besungen. Ich werde seine engsten Freunde die Nachricht überbringen und sie dazu holen. Ich denke, darüber würde er sich freuen", sagte er mit leiser Stimme und doch einem Funkeln in den Augen. "Er hätte nicht gewollt, das andere über ihn trauern. Und er weiß, dass Ihr keine Schuld an all dem tragt", sagte er noch einmal deutlich zu Isengar. "Úrondur war Teil seines Schicksals, bereits von Anfang an, als sich die beiden in der Schlacht des letzten Bündnisses duellierten. Die Valar hielten es für das Richtige, das beide jeweils des anderen Verhängnis waren... Auch wenn Ascarion zweifellos eine Lücke hinterlassen wird, mit ihm gehen große Taten einher, die nie vergessen werden. Kommt, und erzählt mir von seiner letzten Reise!", rief er seine Gäste auf, als er sich selbst erhob, um sie hinaus auf die Veranda in den hinteren Gärten zu führen.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Damaris]

Und so erzählten Pado und Ardagast ausführlich von der letzten Reise Ascarions gegen Ende unterstützt von Isengar. Es hatten sich noch mehr Elben im Garten versammelt und lauschten der Erzählung.
Einen davon erkannte Isengar als den Bibliothekar und dieser war es auch, der mitschrieb, was die Reisenden erzählten. „So, werden die Taten Ascarions aber auch die Eurer anderen Gefährten immer in unserer Bibliothek erhalten bleiben,“ sagte er am Ende des Berichtes, als es schon anfing dämmrig zu werden.
Pado grinste bei diesen Worten und meinte leise zu Ardagast, der neben ihm saß: „Das hätte unsere elbenmisstrauende Ailin auch nicht gedacht, dass ihr Andenken in Elbenhallen gewahrt werden wird. Das muss ich irgendwann unbedingt Finbar erzählen!“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Ardagast lachte etwas lauter auf, als er wollte und zog dabei einige Blicke auf sich. War die Geschichte, die sie erzählten, doch nicht wirklich eine Komödie...gut, manchmal war ihre Reise schon auch ulkig, aber insgesamt traf es der Begriff ''Drama'' doch schon eher, dachte sich der Zauberer. Er beugte sich zu Pado und ''flüsterte'' für Ardagasts Verhältnisse zurück: ''Ich kann mir ihren Gesichtsausdruck und Ihre Gestik bildlich vorstellen. Mit breiter Brust und ihren Händen an die Hüften. ''Ob die das überhaupt richtig aufschreiben? Traue nie einem Elben'''', scherzte Ardagast und versuchte dabei die schrille Stimme der Zwergin nachzuäffen.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Pado grinste zurück, aber als Arda eine sehr überzeugende Imitation Ailins von sich gab, fühlte er doch einen kleinen Stich im Innneren. Ja, so war sie gewesen, seine Ailin.
Der restliche Abend verging mit weiteren Geschichten aus Ascarions Leben und am Ende hatte Pado den Eindruck nur einen kleinen flüchtigen Einblick in dessen Wesen erhalten zu haben, kein Wunder bei des Elben Alter. Doch um so mehr wusste Pado nun zu schätzen, was der Elb alles für sie, für ihn getan hatte.
Es war schon sehr spät als er und sein Vater in den weichem Betten in Cirdans Haus lagen und die Geschichten des Tages waberten durch seine Träume.
Erholter als seit vielen Tagen wachte er am nächsten Morgen auf. Bald saßen sie bei einem ausgiebigen Frühstück, dass jedem Hobbbit Begeisterungsrufe entlocken musste. Doch eine seltsame Wehmut erfasste den Jungen. Heute war der Tag, an dem der letzte Abschied stattfinden musste. Immer wieder musterte er Ardagast, als wolle er sich den Zauberer noch ein letztes Mal einprägen.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Nachdem sie den gestrigen Abend noch schön ausklingen haben lassen, trafen sie sich zum Frühstück am nächsten Morgen. Es gab allerhand elbische Köstlichkeiten, die Cirdan extra für sie zubereiten ließ. Doch so schön es auch war, es lag ein komisches, unausgesprochenes Gefühl in der Luft. Ardagast bemerkte, wie Pado ihn musterte, doch beide schwiegen. Der Tages des Abschieds war gekommen und das wollte wohl keiner von ihnen so recht wahrhaben. Nachdem sie gefrühstückt hatten, machten sich die beiden Hobbits auch schon bereit für ihre Weiterreise. Cirdan stand etwas abseits, während Ardagast und die Hobbits, angestrahlt von der aufgehenden Sonne, an den Toren von Mithlond standen. Auch für Isengar, war es ein schmerzhafter Abschied, aber für den ''kleinen'' Pado umso mehr. Das war ihm anzusehen und falls er es verstecken wollte, war er nicht besonders gut darin. ''Mach dir keine Sorgen, Pado. Dies ist keinesfalls ein Abschied auf ewig. Du glaubst doch wohl nicht, dass ich euch so allein im Auenland lassen werde? Irgendjemand muss schließlich ein wachsames Auge auf euch haben und nach dem Rechten sehen, während Gandalf mit der Weltgeschichte beschäftigt ist...und das meinte ich keinesfalls nur wegen des Pfeifenkrauts...aber allein schon deshalb wird mein nächster Besuch bei euch in nicht allzu ferner Zukunft sein'', erklärte der Zauberer mit einem wehmütigen Lächeln und zwinkerte dabei dem kleinen Hobbit zu.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Pado war froh, dass Ardagast verstand, wie es ihm ging. „Es ist gut zu hören, dass du uns weiterhin besuchst. Wenn man hier an den Gestaden des Meeres ist, hat man das Gefühl, dass jeder plötzlich in den Westen ziehen möchte.“ Pado sah seinen langbeinigen Freund etwas verlegen an, er konnte das Gefühl nicht so recht beschreiben. „Es ist so, als ziehe es einen auf das Meer hinaus...“ Ardagast musterte den Jungen interessiert. Also spürten es die Hobbits auch!
Doch der Junge wandte dem Meer bewusst den Rücken zu. „Nun, Ardagast! Ich danke dir, dass du mich auf diese Reise mitgenommen hast! Ich danke dir für all den Mist, den wir zusammenüberlebt haben und alles Gute und Spannende, was ich gelernt habe!“ Und dann zog sich wieder ein breites Grinsen über sein Gesicht: „Und ich finde es wirklich gut, dass du mich nie verdächtigt hast ein Orkspitzel zu sein!“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

''Wieso? Bist du etwa EINER?'', knurrte der Zauberer gespielt erbost und plusterte sich groß vor den Hobbits auf. Danach lachte er jedoch herzhaft und umarmte Pado für einen Moment. Als er ihn wieder losließ, wuschelte er ihm noch durch die Haare. ''Ich habe dir zu danken, mein lieber Pado. Du bist mir schließlich über den Weg gelaufen. Und ohne dich wäre ich auf dieser Reise mit diesen Zwergen vermutlich durchgedreht'', scherzte er und erkannte dabei natürlich die Ironie in seiner Wortwahl. ''Mach's gut, mein Junge. Du wirst mir sehr fehlen. Genieße die Zeit mit deinem Vater. Ihr habt immerhin ein paar Jahre aufzuholen und wenn wir uns das nächste Mal sehen, bringe ich sicher ein paar Feuerwerkskörper mit'', fügte er mit einem freundlichen Lächeln hinzu.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Bei der Erwähnung der Feuerwerkskörper leuchteten Pados Augen auf, „Oh, ja und ein paar Knallfrösche!“ Er wollte sich schon abwenden, wandte sich aber nochmal um, „wie verrückt ist es, dass wir uns jetzt lange verabschieden, obwohl wir wissen, dass wir uns wiedersehen werden! Ich habe schon einmal deinen Tod beweint, wo ich mich nicht verabschieden konnte!“ Nachdenklich schüttelte er den Kopf. „Wie auch immer, das erste was ich zu Hause mache, ist ein Fässchen Alten Toby die Vorratskammer stellen!“
Isengar war auch hinzu getreten: „Ardagast, auch mein Dank an dich, dass du auf meinen Sohn aufgepasst hast oder ihm die Möglichkeit gegeben hast, selbst auf sich aufpassen zu lernen! Wie Pado schon sagt, steht jederzeit unsere Tür für dich offen. Nur bücken müsstest du dich beim Eintreten!“ Mit einem Zwinkern gab er dem Zauberer die Hand.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

''Sehr gut! Darauf bestehe ich auch!'', entgegnete Ardagast mit einem gespielt mahnenden Gesichtsausdruck, als der Hobbit das Pfeifenkraut erwähnte und nickte ihm nochmal zu, ehe Isengar zu ihm trat. Ardagast war froh, dass sich die beiden wieder gefunden hatten und das im riesigen Mittelerde. Es war doch eine große, kleine Welt. ''Daran werde ich mich spätestens dann erinnern, wenn ich mir den Kopf anhaue'', antwortete der Zauberer scherzend, zog den Hobbit mit seiner Hand zu sich und schenkte auch ihm eine Umarmung. Dabei beugte er sich zu ihm herunter und flüsterte ihm leise ins Ohr: ''Pado ist ein feiner Kerl und du bist ein guter Vater und kannst stolz sein, dass du so einen Jungen großgezogen hast. Vergiss das niemals!'' Dann ließ er von dem älteren Hobbit ab und sah beide noch einmal an. ''Macht es gut, meine Freunde und grüßt Bilbo von mir, wenn ihr ihn seht!''

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

Isengar schluckte kurz als der Zauberer Pado lobte und schwor sich von jetzt an der Vater zu sein, den der Junge verdient hatte. Doch als es um Grüße ging, fiel ihm noch etwas ein: „Falls du in der Zwischenzeit einmal in Rosgobel vorbeikommst, sage dem braunen Zauberer herzliche Grüße!“
Dann schulterte er den Rucksack und wandte sich an Pado: „Auf geht‘s, mein Junge!“ Und so kletterten die beiden Hobbits die Treppen hoch, die zum Pfad hin zur großen Oststraße führte. Oben angekommen winkten sie noch einmal in die Tiefe, wo Ardagast ebenfalls noch einmal die Hand hob. Dann war Mithlond bald hinter der nächsten Kuppe verschwunden und Isengar fing an zu singen:
„Die Straße gleitet fort und fort,
weg von der Tür, wo sie begann...“

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Musik

Nach der Verabschiedung der Hobbits, verbrachte Ardagast den Rest des Tages mit allerlei Kleinigkeiten, die er sich noch vorgenommen hatte. Der Zauberer setzte sich dann gegen Nachmittag an einen bereits reichlich bedeckten Tisch auf der Veranda in Cirdans Gemächern und bedankte sich mit einem freundlichen Nicken bei seinem Gastgeber, der ihm gegenüber Platz genommen hatte. Er nahm einen Schluck des wundervoll schmeckenden Rotweins und danach einen tiefen Zug des wohltuenden Pfeifenkrauts, ehe sein Blick sich von Cirdan in Richtung des Meeres abwandte, wo die goldfarbene Sonne langsam gen Horizont wanderte und schon bald verschwinden würde. Ihre Strahlen ließen den Hafen goldgelb schimmern. Hier, an den Ufern des Meeres, hatte der Zauberer zum ersten Mal seit langer Zeit einen Moment des Friedens und konnte in sich kehren. Ein Ort der Ruhe, an welchem er alleine war. Langsam und leise, summte er eine Melodie vor sich hin, bevor er anfing ein Gedicht zu sprechen.

''Laurië lantar lassi súrinen!
Yéni únótime ve rámar aldaron,

yéni ve linte yuldar vánier

mi oromardi lisse-miruvóreva 

Andúne pella Vardo tellumar 

nu luini yassen tintilar í eleni 

ómaryo airetári-lírínen. 

Sí rnan i yulna nin enquantuva?

ve fanyar máryat Elentári ortane

ar ilye tier unduláve lumbule,

ar sindanóriello carta mornië 

i falmalinnar imbe met, ar hísië

untúpa Calaciryo míri oiale. 

Sí vanwa na, Rómello vanwa, Valimar! 

Namárië Nai biruvalye Valimar. 

Nai elye hiruwa. Namárië!*


Macht es gut, meine Freunde!’’

--------------

*Wie Gold fallen die Blätter im Wind,
lange Jahre zahllos wie die Schwingen von Bäumen!
Die langen Jahre sind vergangen wie rasche Schlucke des süßen Mets
in hohen Hallen jenseits des Westens
unter den blauen Gewölben von Varda
worin die Sterne erzittern in der Stimme ihres Gesanges,
heilig und königlich.
Wer nun wird mir den Kelch wieder füllen?
Denn nun hat die Entzünderin, Varda, die Sternenkönigin,
vom Berg Immerweiß ihre Hände wie Wolken gehoben
und alle Pfade sind versunken tief im Schatten;
und aus einem grauen Land
liegt Dunkelheit auf den schäumenden Wellen zwischen uns,
und Nebel bedeckt die Juwelen Calaciryas auf ewig.
Verloren nun, verloren für jene aus dem Osten, ist Valimar!
Lebe wohl! Vielleicht wirst Du Valimar finden!
Ja, vielleicht wirst Du es finden! Lebe wohl!

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: DerDunkelgraue]

So waren Pado und Isengar das erste Mal seit langen Jahren wieder alleine unterwegs. Es war merkwürdig nicht mehr in einer Gruppe zu sein doch auch sehr angenehm.
Ihre Ponys, die sie oberhalb von Mithlond zurückgelassen hatten, waren gut ausgeruht und so kamen sie zügig voran. Dotterblume hatte sich mit Pados Caraway direkt angefreundet, nachdem der Junge sie in Bruchtal wieder von den Elben in Empfang genommen hatte. Isengar musterte das Pony seines Sohnes aufmerksam, während sie der großen Oststraße an den Turmbergen vorbei folgten. „Pado, hast du auch den Eindruck, dass Caraway anders ist? Oder liegt das nur daran, dass ich sie lange nicht gesehen habe und mich an Dotterblume gewöhnt habe?“
Der Junge schmunzelte: „Ja, ich glaube, der Aufenthalt in Bruchtal hat ihr sehr gut getan! Und ich glaube, sie ist wirklich – anders! Sie versteht mehr als vorher! Ich glaube, wenn sie könnte, würde sie mit mir reden.“
Isengar nickte: „Vielleicht solltest du ein paar Brocken Sindarin lernen. Denn ich vermute, das ist die Sprache, die die Elben ihr beigebracht haben.“ Der Junge sah seinen Vater mit funkelnden Augen an: „Meinst du wirklich?“ Der nickte: „Kannst du davon ausgehen. Elben bringen es nicht über sich den Tieren in ihrer Obhut nicht ein wenig ihrer Weisheit mitzugeben.“

Im Laufe des Nachmittags erlegten sie zwei Kaninchen, die sie abends brieten, als sie ihr Lager in einem Wäldchen schon am Rande des Auenlandes aufschlugen. Es sollte der letzte Abend sein, den sie unterwegs verbrachten. Vermutlich war das der Grund, warum Pado ein wenig schwermütig war. Er durchsuchte seinen Rucksack, der nun am Ende der Reise doch sehr ramponiert aussah, und betrachtete manche Dinge, die er unterwegs zusammengesammelt hatte. So fand er den Knopf aus dem Nebelgebirge, der die Form einer Eichel hatte. Er fragte sich immer noch, wie so etwas in die unterirdischen Gänge unter dem Gebirge gekommen war.
Dann fand er das Geschenk, das ihm Bifur beim Abschied in die Hand gedrückt hatte. Er war noch gar nicht dazu gekommen zu schauen, was genau es war. Vorsichtig wickelte er es aus und dann blieb ihm der Mund vor Staunen offen stehen: „Vater, sieh, was Bifur mir gegeben hat! Ich wusste ja, dass er ein guter Handwerker ist, aber schau nur!“ Er hielt einen feingeschnitzten Drachen in der Hand, rotbemalt und mit scharfen Klauen. Aber das Erstaunliche war, dass der Drache Flügel hatte, die er bewegen, ja sogar ein- und ausklappen konnte. Genauso konnte er auch das Maul aufreißen und auch die Beine waren beweglich angebracht. Alles war so klein gemacht, dass man die Mechanik kaum sah, sondern alles sich wie natürlich bewegte. Auch Isengar war beeindruckt: „Ja, manche Zwerge sind erstaunliche Feinmechaniker. Das ist wirklich ein Meisterstück an Zwergenkunst.“ „Und ich habe mich gar nicht ausreichend bei ihm bedankt, weil er so schnell wieder weg war,“ Pado hatte fast ein schlechtes Gewissen.

Die Nacht verging schnell und am nächsten Morgen waren die beiden Reisenden sehr bald wieder auf den Beinen. Auf einmal hatten sie es eilig nach Hause zu kommen. Während sie so über die Frühlingswiesen trabten, auf denen die ersten Löwenzahnblüten zu sehen waren, hielt Isengar auf einmal mit einem Ruck sein Pony an und atmete schon fast übertrieben tief ein. Pado, der ein paar Schritte vor ihm war, drehte sich irritiert um: „Was ist los, Isengar?“ Der Ältere sah sich um und atmete weiter tief die Frühlingsluft ein: „Es riecht doch nirgendwo so wie im Auenland im Frühling. Ich wusste gar nicht, wie sehr ich es vermisst habe. Bald wird es die ersten Erdbeeren mit Schlagsahne geben.“ Er deutete auf ein Haselgeheck: „Siehst du das Eichhörnchen dort drüben?“ Pado erhaschte gerade noch einen Blick, dann war der buschige Schwanz schon wieder verschwunden. Der Junge grinste, alte Leute waren doch manchmal seltsam sentimental. Aber die Erwähnung von Erdbeeren ließ ihn Caraway wieder antreiben. „Komm, Vater! Du kannst noch ganz lange Frühlingsluft genießen, aber jetzt lass uns nach Hause reiten, dass wir nicht erst im Dunkeln ankommen und nichts zu essen mehr besorgen können.
Doch diese Sorge war unbegründet. Da Bilbo ja schon früher in Hobbingen eingetroffen war, hatte Cousin Carl, die Speisekammer im Isengar’schen Smial reich gefüllt und ordnungsgemäß die Rechnung auf den Küchentisch gelegt. Als die beiden Reisenden am Nachmittag eintrafen, war der junge Straffgürtel gerade dabei, die Betten zu lüften. „Pado! Du bist wirklich wieder da und das zusammen mit Onkel Isengar!“ Freudig schüttelte der Junge seinen weitgereisten Verwandten die Hand.
Sehr schnell war ein kleiner Imbiss auf dem Tisch und die drei Hobbits saßen dort und Carl hing wie gebannt an den Lippen Pados. Er konnte kaum fassen, was dieser alles erzählte. Und als Pado den Kampf gegen Smaug sehr anschaulich mithilfe seines kleinen Modelldrachens darstellte, hätte man seinen Cousin piecksen können, er hätte nicht gezuckt. Es war schon fast Abend als Carl sich schließlich auf den Nachhauseweg machte, um nicht bei seiner Mutter in Ungnade zu fallen.

Pado und Isengar richteten sich häuslich ein. Es blieb einfach ungewohnt, wieder ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Aber die weichen Betten waren sehr willkommen. In dieser Nacht schliefen beide traumlos und tief. Beim Frühstück schwelgten sie in Eiern mit Speck, Käse, eingelegten Tomaten, knusprigem Brot mit Butter und leckerer Quittenmarmelade und noch einigem mehr.
Schließlich packten sie ihre Rucksäcke aus, wobei noch ganz andere längst vergessene Dinge zum Vorschein kamen. „Vater, schau hier, welch eine schöne Pfeife Ardagast mir geschenkt hat. Ich durfte sie mir in seinem Tabakladen aussuchen!“ Pado hielt die Meerschaumpfeife hoch. Isengar bewunderte sie gebührend und betrachtete sie ausgiebig von allen Seiten. „Sie ist wohl aus den Südlanden, Harad oder so ähnlich, nannte es Ardagast,“ erklärte Pado. „Das ist ein ganz besonders feines Stück,“ nickte der Ältere. „Ja, ich glaube, ich rauche sie auch weniger, als dass ich sie hier auf den Kaminsims stelle und anschaue,“ meinte Pado, „irgendwie waren meine Rauchversuche mit Ardagast etwas verstörend.“ Isengar grinste: „Ja, so habe ich vernommen. Ardagasts Gehilfe, Domian, den ich ja noch kurz in Seestadt kennenlernte, hat es mir sehr lebhaft geschildert!“
Doch um seinen Jungen nicht noch weiter in Verlegenheit zu stürzen, er hatte schon knallrote Ohren bekommen, zog er etwas aus seinem eigenen Rucksack, was dort schon lange auf seinen neuen Besitzer wartete. Ein kleines Kästchen, auf dem handgeschrieben „Mein Schatz!“ stand. „Oh, Isengar, was ist das denn?“ Pado trat interessiert näher und öffnete die kleine Schachtel vorsichtig. „Nun, ich erzählte dir doch, dass ich ein verlassenes Hobbitdorf im Tal des Anduin entdeckt habe, das sogar vergleichsweise gut erhalten war. Dieses Kästchen fand ich unter einer losen Bodendiele in einem Smial. Und als ich den Inhalt sah, musste ich an dich denken. Solche Dinge hättest du auch sammeln können.“
Neugierig inspizierte Pado den Inhalt. Mehrere irrisierende Glasmurmeln schimmerten im Licht. Eine armlange Schnur aus feiner Wolle war zu einer Art Nest geflochten worden, in dessen Mitte zwei wunderbar grüngemaserte Vogeleier lagen, wohl versteinert in der Zwischenzeit. Daneben eine Brosche, silbern vermutlich unter ihrer angelaufenen Außenschicht. Und dann noch zwei besondere Sammelstücke: Ein mumifizierter Frosch, graugrün und schrumpelig, aber noch eindeutig zu erkennen und ein sehr sauberes Skelett eines kleinen Fisches.
Pado grinste, ja, dieser Hobbitjunge schien ähnliche Dinge wie er selbst gemocht zu haben. So änderte sich auch über die Jahrhunderte das Interesse junger Hobbits nicht. „Was meinst du, wie alt das alles ist?“, fragte er seinen Vater. „Nun, ich vermute etwa 400 Jahre, aber genau kann man es nicht sagen!“ Isengar musterte die Schachtel noch einmal und nickte. „Aber der Frosch ist schon ein bisschen skurril.“ Pado zuckte mit den Schultern: „Hm, ich hätte ihn auch aufgehoben, wenn ich ihn gefunden hätte.“ Sorgfältig stellte er das Kästchen in seiner Kammer auf ein kleines Bord über seinem Bett. Dies war schon etwas Besonderes. Zu gerne hätte er diesen Hobbitjungen einmal kennengelernt.

In diesem Moment hörte er ein „Hallo!“ aus dem Garten. Als er in das Wohnzimmer zurückkehrte, trat gerade Bilbo ein. „Guten Morgen, Pado!“ Dabei sah er sich gründlich in ihrem Smial um. „Hallo, Bilbo!“ Isengar kam aus der Küche. Doch Bilbo ließ sich schon in den nächsten Sessel fallen. Pado musterte den Cousin, „Was ist denn mit dir los? Du siehst aus, als hättest du den gesamten Erebor alleine aufgeräumt!“
„Du bist näher dran, als du ahnen kannst, Pado!“ Bilbo stöhnte es mehr, als er es sagte. Isengar, der einen Notfall erkannte, wenn er ihn sah, meinte: „Komm erst einmal mit in die Küche, es ist zwar noch nicht ganz 11 Uhr, aber du siehst aus, als könntest du ein weiteres Frühstück brauchen!“ Dies brachte die Lebensgeister Bilbos, die es kaum über die Türschwelle geschafft hatten, wieder etwas auf Vordermann und nach ein paar Scheiben Speck mit Bohnen und Bratkartoffeln, sah sich der Hobbit in der Lage zu erzählen, was los war.
„Ihr werdet es nicht glauben, was mir passiert ist, als ich vor ein paar Tagen in Hobbingen eintraf“, er nahm einen großen Schluck feingebrautes Bier aus seinem Krug. „Ich hatte mich schon gewundert, dass in Hobbingen kaum ein Hobbit auf der Straße war, obwohl es mitten am Tag war. Doch als ich in den Bühl einbog, wurde mir klar, was los war. Das halbe Auenland hatte sich vor Beutelsend versammelt. Viele hatten Leiterwagen dabei und darauf waren Teile meiner Einrichtung!“ „Nein!“ „Wieso das denn?“, seine beiden Verwandten starrten ihn völlig verwirrt an. „Ja, das dachte ich auch. Ich war hin und her gerissen zwischen, diese Leute aufzuhalten und nach vorne zu stürmen um zu schauen, was los war. Ich entschied mich für letzteres und ihr werdet nicht glauben, wer vor Beutelsend stand und meine ganze Habe versteigerte?“
Isengar runzelte die Stirn: „Versteigerte?“ Pado schüttelte nur sprachlos den Kopf. „Ja, versteigerte!“ Bilbo nickte mit Nachdruck, „der alte Friedemann Bolger aus Michelbinge. Und er tat doch tatsächlich so, als kenne er mich nicht!“
„Dieser alte aufgeblasene Puter!“, meinte Pado, „wie konnte er das denn einfach so machen?“
„Weil ich so lange unterwegs war, hat man mich für tot erklärt! Und nun sollte meine Hinterlassenschaft meist bietend versteigert werden! Oh, ich kam den Herrschaften echt ungelegen. Stellt euch vor, diese meine liebenswerte Verwandte von der Beutlinseite, Lobelia Sackheim-Beutlin, war doch so dreist zu fragen, wer ich denn sei, und hatte ganz offensichtlich meine gesamte Sammlung an Silberbesteck in ihrem Korb.“
„Nein!“ „Diese Schnepfe!“ „Und wie ist das ausgegangen?“ Isengar war ernsthaft besorgt. „Nun, ich musste mich doch tatsächlich ausweisen, dass ich wirklich Bilbo Beutlin bin. Mach das mal, wenn du gerade von einer einjährigen Reise zurückkehrst und deine gesamte Habe um dich herum verstreut liegt.“ Isengar nickte mitfühlend. „Aber ich hatte glücklicherweise den Anstellungsvertrag von Thorin dabei!“ „Was, den hast du tatsächlich unbeschadet die ganze Zeit mit dir herumgetragen?“ Pado war beeindruckt, „ich hätte den spätestens bei den Trollen verloren!“
„Nun, er sieht nicht mehr schön aus, aber zumindest war mein Name und Balins und Thorins Unterschrift noch gut zu erkennen!“ Ein weiterer Schluck war nötig. „Und das hat dieser aufgeblasene Sachenverscheuerer endlich akzeptiert. Aber er hatte doch tatsächlich die Frechheit zu fragen, wer denn dieser Thorin Eichenschild sei!“
„Und hast du ihn mit seinem vollen Namen und Titel vorgestellt!“, Pado war empört über diese Behandlung seines Cousins. Bilbo schüttelte den Kopf: „Nein, ich war einfach zu erschöpft und wollte nach dem Tumult nur noch meine Ruhe. Ich habe lediglich gesagt, dass er mein Freund gewesen sei!“ Bilbo schwieg einen Moment und setzte dann leise hinzu: „und das ist auch die ganze Wahrheit!“
Einen Augenblick hingen die drei Hobbits ihren Gedanken nach, die sie alle in der einen oder anderen Weise noch einmal zurück zum Erebor führten. Dann fragte Isengar: „Und hast du deine Sachen wieder zurück bekommen?“
Bilbo seufzte: „Noch nicht alles. Ich habe die letzten Tage, die Ihr für eure Reise zu den Grauen Anfurten gebraucht habt, damit verbracht alles wieder zusammenzusammeln. Manche Leute haben echt keine Skrupel und lügen dir frech ins Gesicht, obwohl das Familienwappen der Beutlins auf vielen Dingen eingeprägt ist. Aber zumindest weiß ich mittlerweile, wo das meiste hingekommen ist. Die Gamdschies aus dem Beutelhaldenweg haben mir wenigstens geholfen.“
Die beiden Tooks versprachen, ihn ebenfalls fleißig zu unterstützen. Zu mehreren sollte es einfacher sein, alle Einrichtungsgegenstände wieder an Ort und Stelle zu bringen. Hierauf sprachen alle drei erst einmal hingebungsvoll dem zweiten Frühstück zu. Doch Pado konnte es immer noch nicht fassen. „Diese unsere scheinheiligen Mitbewohner! Die regen sich darüber auf, wenn man etwas anders ist, über Land wandert, nicht in das Bild von einfältigen Auenlandbewohnern passt. Und dann benehmen gerade diese Leute sich so gar nicht anständig, so gar nicht hobbitmäßig!“ Isengar nickte: „Da geh ich doch lieber wieder auf große Fahrt statt mich mit diesen kleingeistigen Heuchlern abzugeben.“ Bilbo nickte: „Allerdings, solche Falschheit habe ich unter den Zwergen nicht erlebt!“ „Oh, ja!“ Pado war auch dieser Meinung. „Aber dann sagen Leute wie Tante Rubella, zu jemandem wie dir, Vater, dass wäre nicht hobbitmäßig und ein anständiger Hobbit tue so etwas nicht!“

„Perfekt, dann sind wir wohl nicht anständig!“, meinte Isengar. „Ja, so ist es wohl,“ Bilbo sagte es fast etwas resigniert. Doch Pado fand das durchaus akzeptabel. Kichernd hob er seinen Krug: „Auf Tante Rubella. Auf das wir ihrer Engstirnigkeit noch lange trotzen!“ Die beiden anderen hoben ihre Krüge ebenfalls. Mit lautem Scheppern krachten die drei Krüge zusammen und wie ein Hobbit riefen die drei Reisenden: „Ein Hobbit tut sowas nicht! Ha!“

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

„Tragt die großen Steine dahin und die kleineren nach da hinten.“ wies Grimm die Männer an. Zufrieden betrachtete er wie erneut ein Haus in Thal fertig werden würde. Mit Hilfe der Zwerge waren sie in den letzten Wochen schon ein ganzes Stück voran gekommen. Auch die Nachricht die ihn vor ein paar Tagen erreichte lies ihn lächeln. Bald würden seine Kinder hier eintreffen und nicht nur das, auch die beiden Hobbits hatten in ihrem Alter noch einmal den Mut gefasst sich in ein Abenteuer zu stürzen. Wie Ophelia ihm geschrieben hatte, hatten sie Hab und Gut verkaufen wollen um dann nach Thal zu kommen um zusammen mit ihm und den Kindern hier zu leben. Grimm besah sich das trotzdem immer noch vorhandene Chaos an. Er hoffte, dass sich alle hier wohlfühlen würden. Eine Stimme riss ihn aus seinen Gedanken.

Freundschaft
ist wie eine Spur,
die im Sand verwischt,
wenn man sie nicht beständig erneuert.


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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

"Du machst dich gut als Baumeister", sagte Elva mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen, "Bringst die Männer richtig auf Zack."
Der bittere Winter ging nun langsam zuende und an diesem Tag schien die Sonne besonders hell und tauchte die ganze Stadt in einen warmen Schimmer. Elva reckte die Nase nach oben und ließ sich von den sanften Sonnenstrahlen das Gesicht wärmen. Ihr langes, blondes Haar glänzte golden im Licht. Sie hatte es zu einem dicken Zopf geflochten, der ihr lässig über der Schulter hing. Auch ihr bunter Rock wirkte unter der funkelnden Sonne viel prächtiger. Irgendwie war alles an ihr leuchtender und fröhlicher geworden in den letzten Monaten.
Mit einem heiteren Lächeln auf dem Gesicht kam Elva zu Grimm herüber.
"Ich hab dir was mitgebracht", sagte sie und hielt dem Breeländer einen mit einem Tuch abgedeckten Korb hin, den sie mitgebracht hatte, "Ich dachte mir, das käme dir für die Mittagspause gerade recht."
Der Korb enthielt einen halben Laib Brot, ein großes Stück Käse und sogar ein wenig Schinken und eine herrlich duftende Apfelpastete mit Zuckerguss.
"Es hat schon seine Vorteile, an der Verwaltung der Vorräte mitzuarbeiten. Ich dachte mir, wenn ich "Apfelpastete" schon endlich richtig schreiben kann, kann ich mir auch eine gönnen", sagte sie und zwinkerte Grimm zu.

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May the force be with you.
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Aidean]

Grimms Gesicht erhellte sich noch ein Stück mehr als er Elva sah. „Ja doch es steht mir ganz gut, die Leute rumzukommandieren.“ Er lachte auf. Die Beiden hatten die letzten Wochen viel Zeit zusammen verbracht. Elva kümmerte sich um die Auflistungen die Grimm ihr durchgab und sie versorgte ihn mit Essen. Grimms Magen grummelte laut. „Du kommst genau zur richtigen Zeit.“ Grimm drehte sich zu den Männern um. „Macht Pause.“ und das liesen sich die Männer nicht zweimal sagen. Grimm suchte einen Platz an dem sie essen konnten. Während er Brot, Käse und Schinken aufteilte fiel ihm wieder etwas ein, was er Elva fragen wollte. „Du weißt ja dass meine Kinder bald da sind. Denkst du du könntest ihnen zur Begrüßung ein kleines Programm bieten? So wie du es für die Kinder hier machst? Sie haben Arrins Vorstellungen und Geschichten geliebt.“

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

Der Gedanke an Arrin schickte ein kurzes melancholisches Lächeln über Elvas Gesicht. Es tat noch immer weh, an ihn zu denken, doch es wurde langsam besser.
"Natürlich. Ich hoffe, Messer beeindrucken sie genau so wie Feuer", antwortete sie.
"Deine Kinder werden also bald hier sein? Jarick ist schon ganz aufgeregt, seit du ihm von den beiden erzählt hast. Er kann es kaum noch erwarten."
Sie sah Grimm eine Weile an. "Jarick mag dich sehr, weißt du. Ich wette, er wird sich auch mit deinen Kindern gut verstehen. Ich kann nur hoffen, dass deine beiden Hobbits das auch aushalten!"

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Aidean]

„Sie lieben alles was außergewöhnlich ist, mach dir keine Gedanken. Du wirst sie beeindrucken.“ Grimm biss in sein Brot und hörte aufmerksam zu. „Oh ja er löchert mich jeden Abend mit Fragen und freut sich wirklich sehr. Ich denke auch dass sie sich gut verstehen.“ Auf die Hobbits angesprochen setzte er eine gespielt strenge Miene auf. „Liebe Elva, haben wir nicht aus der Vergangenheit gelernt dass Hobbits ganz außergewöhnlich robuste Zeitgenossen sind? Da werden sie doch mit zwei Wirbelwinden zurecht kommen.“ Grimm lies Finlay absichtlich raus. Sein Ältester würde bei ihm sein Geschick einsetzen und noch viel lernen können.

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

Elva lächelte und nahm sich ein Stück Käse. Sie lehnte sich mit dem Rücken gegen die Mauer hinter ihnen und schaute sich um. Fast alle Häuser um sie herum waren wieder aufgebaut worden. Thal war kaum wiederzuerkennen.
"Du und deine Männer haben ganze Arbeit geleistet. Pass bloß auf, dass überhaupt noch Gebäude übrig sind, an denen du deinem Sohn was beibringen kannst!", stichelte sie mit einem verschmitzten Grinsen.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Aidean]

Grimm schmunzelte. „Keine Sorge. Das sind alles nur Grobarbeiten. Die Feinheiten, dass was Städte erst so Besonders macht, das kommt erst später.“ Grimm schaute sich die Häuser an und beschrieb Elva in den blühendsten Farben was er mit Bard besprochen hatte. „Thal wird wieder erblühen. Das kann ich dir versprechen.“ Grimm lächelte Elva an.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

Elva versuchte, sich bildlich vorzustellen, was Grimm ihr beschrieb.
"Ehrlich gesagt hab ich mich noch nicht einmal richtig daran gewöhnt, in einem Haus aus Stein zu leben", gab sie zu, "Geschweige denn daran, nicht mehr ständig von Wasser umgeben zu sein."
Sie seufzte leise. "Ein wenig vermisse ich das Kahnfahren. Es war sicherlich kein toller Beruf, aber manchmal, wenn ich so ganz allein mitten auf dem Langen See war, nur umgeben vom leisen Rauschen des Wassers... hab ich das schon irgendwie genossen..."
Sie starrte einen Moment ins Nichts, bis ihr Grimms Blick auffiel, der auf ihr ruhte. Sie grinste etwas peinlich berührt.
"Vielleicht können wir ja mal einen Ausflug zum Langen See machen. Kannst du schwimmen?"

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Aidean]

Wieder einmal sah er Elva einen Moment zu lange an. Aber er konnte einfach nicht anders. Die letzten Wochen waren sie sehr zusammen gewachsen. Nicht nur während der Arbeit. Sie redeten viel, unternahmen erlaubte es die Zeit Ausflüge mit Jarick und verstanden sich mittlerweile wirklich sehr gut. Manchmal sogar ohne Worte. Grimm genoß Elvas Anwesenheit. Als sie ihn nach einem Ausflug fragte lächelte er. „Was denkst du denn. Aber natürlich. Jarick wird sich sicher auch freuen.“

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

Elva waren Grimms Blicke in letzter Zeit nicht entgangen, doch sie störte sich nicht daran. An anzüglichen Blicken und zotigen Witzen hatten es die Männer von Seestadt nie mangeln lassen, das war sie weiß Gott gewöhnt.
Doch mit Grimm war es anders. Wenn sie ehrlich war, genoss sie seine Aufmerksamkeit. Es tat ihr gut, jemanden wie ihn um sich zu haben und sie war sich ziemlich sicher, dass er ähnlich über sie dachte. Nur gesagt hatte er noch nichts dergleichen. Langsam fand Elva, dass es Zeit dafür wäre.
Plötzlich hatte sie Lust, ihn ein wenig zu necken.
"Vielleicht... machen wir doch mal einen Ausflug ohne Jarick", schlug sie gespielt beiläufig vor.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Aidean]

Grimm schaute überrascht in Elvas Richtung, versuchte dies aber sofort zu verstecken. „Ja warum nicht. Wenn du dich alleine traust.“ neckte er sie zurück. Grimm konnte kaum glauben, dass Elva dies vorschlug. Er hatte angenommen dass sie kein Interesse an alleiniger gemeinsamer Zeit hatte. Umso schöner war es, dass dem wohl nicht so war.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

Elva musste unwillkürlich grinsen über Grimms offensichtliche Verwunderung und seinen kläglichen Versuch, es zu verbergen.
"Mein lieber Herr Grimm, ich habe gegen einen Drachen und ein Heer Orks gekämpft!", rief Elva mit gespielter Empörung, "Ihr könnt mir keine Angst machen!"

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Aidean]

„Oho na dann würde ich sagen, lass uns zusammen etwas unternehmen.“ Grimm lächelte und im nächsten Moment brüllte er über die Steine. „Nicht dorthin. An die rechte Mauer.“ Er schüttelte den Kopf. „Entschuldige, manchmal hören sie einem einfach nicht zu.“

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

Elva kicherte leise und beobachtete, wie Grimms Arbeiter mit peinlich berührten Mienen begannen, die Steine in die andere Richtung zu tragen.
"Manchmal macht es wohl keinen besonderen Unterschied, ob man eine Horde Kinder oder erwachsene Männer bewacht", kommentierte sie und zwinkerte Grimm zu.
Dann nahm sie die Apfelpastete aus dem Korb, brach sie in der Mitte durch und reichte Grimm eine Hälfte.

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Aidean]

Es war ein Tag wie jeder der Tage davor. Schon seit Wochen waren die Zwerge im Erebor nun damit beschäftigt, nicht nur einen Hauch des alten Glanzes wieder zu bringen, sondern auch den lästigen Gestank des Drachens aus dem Berg zu vertreiben. Tagein tagaus standen deswegen alle Tore des Berges weit offen.
Wie jeden Abend stand Frótha auf der Galerie über dem Haupttor und wie jeden Abend ging ihr Blick strickt nach Thal und darüber hinaus, weiter in die Ferne. Das ehemalige Schlachtfeld zu ihren Füßen war immer noch mit Blut getränkt, Blut, das in den Boden gesogen war. Wie lange es dauern würde, bis man es nicht mehr sehen würde, wie viel Regen kommen müsste, das wusste die Zwergin nicht, sie wusste nur, dass sie es immer sehen würde. Das Blut und diejenigen, denen es gehörte, diejenigen die hier gestorben waren.
Den Blick am Horizont förmlich klebend, rekapitulierte Frótha den Tag. Sie hatte geholfen die Aufräumarbeiten zu koordinieren und sich hauptsächlich um die Waffenkammern gekümmert, in denen durch die Schlacht und die Waffen der Zwerge aus den Eisenbergen haltloses Chaos geherrscht hatte. Heute endlich hatten sie es geschafft, Ordnung in das Chaos zu bringen. Die Frage war nur, was würde sie morgen machen?
Frótha hatte keinen Augenblick Zeit um darüber nachzudenken, als sie ein Zwicken an der Wade merkte, gerade über dem Ende ihrer Stiefel. Instinktiv griff sie mit ihrer Hand an die Stelle und...„Aua“ …ihr Blick folgte ihrer Hand an der ein braunes Fellknäuel hing, ein ziemlich großes. Leicht schüttelte die Zwergin ihre Hand und die weißen Fellstellen wurden erkennbar, die kleinen Äuglein funkelten sie an.
„Beißer?“
Vorsichtig hob die Zwergin den Marder an um ihn zu begutachten, während sie ihn mit beiden Händen festhielt. Entgegen ihrer Erwartung versuchte er sich nicht zu befreien, er ließ es zu, dass die Zwergin ihn festhielt, es schien fast so, als hätte er den zwergischen Kontakt vermisst. Frótha war nicht bewusst gewesen, dass ihr Cousin Beißer zurückgelassen, nein, verloren hatte. Doch eins war ihr klar, sie würde dafür sorgen, dass der kleine Marder hier sei, wenn Finbar zurück kommen würde. Dieser Ort sollte nicht nur Verlust für ihren Cousin bedeuten sondern auch den Rückgewinn eines kleinen Freundes.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Aidean]

Grimm rutschte näher zu Elva und nahm die andere Hälfte entgegen. Er biss herzhaft hinein. „Es hat schon was Gutes, die Nahrungsverwalterin zu kennen. Ich hoffe du besorgst uns etwas leckeres zu Essen für unseren Ausflug.“ Grimm überlegte einen Moment und entschied sich dafür etwas forscher zu werden. „Wobei du mir natürlich vollkommen ausreichend bist.“

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

"Ts, ts, ts...", machte Elva gespielt echauffiert, konnte sich ein Grinsen im Mundwinkel aber nicht verkneifen.
"Ihr spielt ein heikles Spiel, Herr Grimm, so mit einer Dame zu sprechen", sagte sie, während sie forsch die Reste ihres gemeinsamen Mahls zurück in ihren Korb packte. Aus dem Augenwinkel sah sie sehr wohl Grimms irritierten Blick, als dieser zumindest für ein paar Sekunden fürchtete, doch den Bogen überspannt zu haben.
Als sie aufstand und sich zum Gehen wandte, sprang Grimm ebenfalls auf.
"Also dann, morgen nach der Arbeit?", fragte sie, bevor er etwas sagen konnte, "Du kannst mich zuhause abholen. Hast du schon gesehen, dass vor dem Stadttor die ersten Tulpen blühen? Wenn du weißt, was gut für dich ist, bringst du mir lieber welche davon mit."

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Aidean]

Damit entschwand sie und lies Grimm mit einem Gefühl zurück, welches er glaubte nie wieder empfinden zu können. Wenn er jetzt alles richtig machte, könnte dass der Frieden sein, den er sich sehnlichst gewünscht hatte. Ein Lächeln glitt über sein Gesicht. Er sollte schleunigst schauen dass seine Sachen gerichtet waren und nochmal ein Bad nehmen. Sicher war sicher.

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Eruanne]

Dwalins Herz schlug unruhig, und seine Handfläche schwitzte, als er den Griff der schweren Tür zögernd umfasste. Sein Magen rebellierte. Es war extrem selten, dass er solche Reaktionen an sich wahr nahm. Panik war dem resoluten Krieger so gut wie fremd. Zu abgeklärt war er nach all den Jahren des Kampfes, hatte zu viel gesehen und erlebt. Und dennoch war panische Furcht das einzige, was dem nahekam, was er jetzt empfand, hier, vor der Tür seiner Cousine Dis.
Furcht davor, wie sie auf seine Nachricht reagieren würde. Was sie sagen würde... Würde sie ueberhaupt etwas sagen?
Damals war es an Thorin gewesen, seiner Schwester die Schreckensbotschaft vom Tod des geliebten Bruders Frerin zu über bringen.
Nun stand er, Dwalin, hier, mit einer noch furchtbareren Kunde.
Er zögerte, nahm die Hand vom Griff, atmete tief durch.
Nichts davon half.
Aber er musste dort hinein, und zwar jetzt!
Er hatte kaum den Staub aus den Kleidern geklopft und sich nur flüchtig Gesicht und Hände gesäubert, ehe er sich, so wie er war, in der Reisekluft, zu Dis' Gemächern auf gemacht hatte.
Er war all den fragenden Blicken ausgewichen, hatte auf keine der hastig gemurmelten Fragen Verwandter und Bekannter reagiert.
Dies hier war wichtiger. Und es war seine Aufgabe.
Doch immer noch umklammerte seine schweissfeuchte Linke zwei Steine in seiner Tasche, während er erneut die Rechte hob, um endlich diese verfluchte Tür zu oeffnen.
Und es hinter sich zu bringen. Nichts in seinem Leben erschien ihm schwerer als dieser Augenblick.
Er versuchte in seinem Kopf Worte für das Unsagbare zu finden, als sich rasche Schritte von der anderen Seite näherten: "Dwalin, sagst du?! Endlich! Endlich Nachrichten! Ich muss ihn sprechen, jetzt, sofort!" Die Stimme seiner Cousine von jenseits der Tuer klang besorgt und erwartungsvoll, und in Dwalins Kehle bildete sich ein Kloss. Ehe er einer Bewegung fähig war, wurde die Tür aufgerissen und auf der Schwelle erschien eine stattliche Zwergin mit langem dunklem, etwas zerzaustem Haar und vom schnellen Laufen geröteten Wangen. Thorins Schwester Dis.

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Melian1974

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Seit Wochen schon wartete sie nun auf Neuigkeiten der Gemeinschaft und verbrachte ihre Tage damit, den Horizont anzustarren in der Hoffnung, einen der großen, stolzen Raben Erebors in den Wolken zu entdecken. Er würde ihr die Kunde bringen über den Erfolg ihres Bruders und die Rückeroberung ihrer Heimat, würde zugleich Thorins Stolz, Balins Sachlichkeit und den fröhlichen Übermut ihrer Söhne an sie weitergeben. Ihre beiden tapferen, überschwänglichen Jungen… Was Fili in seiner Rolle als Erbe von Durins Thron an Ernsthaftigkeit zu viel anerzogen wurde, fehlte ihrem jüngeren Rabenkind. Dieser Lausebube, immer zu Scherzen bereit. Hoffentlich würde er auf dieser Reise etwas erwachsener werden.
Diese Gedanken hatten sie aufrecht erhalten, ließen sie jeden Morgen aufstehen und dem neuen Tag mit Mut entgegen treten. So lange hatte sie gewartet und nun war es endlich soweit. Ihr Herz raste wie ein wilder Fluss, als sie sich ungeduldig an dem jungen Boten in ihrer Küchentür vorbeidrängte. Eine Nachricht! Und nicht überbracht von einem gefiederten Verbündeten, sondern von Dwalin, ihres Bruders engstem Vertrauten und langjährigen Kindheitsfreundes. Alle Etikette vergessend raffte sie ihre Röcke und huschte die Treppe hinab, um dann schwungvoll die schwere, eicherne Eingangstür aufzureißen. Für einen Moment war sie wie geblendet von der grellen Mittagssonne, dann schob sich ein Schatten vor sie und schützte ihre empfindlichen Augen. Blinzelnd ließ sie den Blick nach oben gleiten, über die zerzauste und verschmutzte Reisekleidung und nahezu erschreckend ungepflegten Bart hinein in die müden, stumpfen Augen des Zwergenkriegers. Ihre Blicke trafen sich und mit einem Mal war es ihr, als würden Eistropfen ihren Rücken hinunter laufen. Sie erzitterte und schlang die Arme um ihren Körper. Etwas… war falsch. Dwalins Blick jagte ihr Angst ein. Nie zuvor hatte sie eine solche Leere und Hoffnungslosigkeit in den Augen ihres Cousins gesehen. Sie schluckte. "Dwalin? Was ist geschehen?"

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Melian1974]

Da stand sie. Und ihre Zuege erinnerten Dwalin zugleich derart an Kili und an Thorin, dass sich sein Hals gänzlich zu schnürte.
Er wollte sprechen. Doch ein heisseres Krächzen war alles, was er heraus brachte: "Smaug ist besiegt, der Erebor ist unser..." Er brach ab. Er hatte mit der guten Nachricht seiner Cousine einen Funken Freude schenken wollen über die wiedergewonnene Heimat, bevor er gezwungen war, diesen Funken auf die grausamste Art wieder auszulöschen.
Doch nun, da es an der Zeit dazu war, versagte seine Stimme fast gänzlich den Dienst. Er schluckte erneut an dem Kloss in seinem Hals und suchte verzweifelt nach den richtigen Worten, doch sein Kopf war leer. Was konnte es auch für richtige Worte für das Unaussprechliche geben?
"Dis...." Er konnte nicht... "Dis, es tut mir so leid..." Seine Stimme brach.

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Melian1974

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Es tat ihm leid? Was tat ihm leid? Die Luft schien ihr mit einem Mal knapp zu werden, und sie griff mit einer Hand an ihren Kragen, zog ihn von ihrem Hals weg. "Was… wovon redest du? Was tut dir leid?!" Dwalin hatte Tränen in den Augen. Tränen. Sie hatte ihn noch nie weinen sehen.
"Dwa--- Dwalin? Bitte… Was redest du?" Ihr Hals war wie zugeschnürt. Nein, ihre Fantasie ging mit ihr durch. Bestimmt übertrieb er, bestimmt war alles in Ordnung, es MUSSTE alles in Ordnung sein. Sie hatte doch schon genug verloren, oder? Ihre Eltern, Frerin, ihren Mann… Oh Mahal, bitte nimm mir nicht noch mehr…

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Melian1974]

Dis starrte ihn fragend, erschrocken und furchtsam an, und er war noch immer nicht in der Lage, ihr zu antworten.
Stattdessen zog er seine Linke aus der Tasche, streckte sie seiner Cousine entgegen und oeffnete sie wortlos.
Auf seiner Handfläche lagen zwei polierte Edelsteine. Der eine, ein Labradorit, changierte in grünen und blauen Toenen, den Farben, die Kili so sehr gemocht hatte. Der zweite Stein war ein grau-violett schimmernder Amethyst, dessen Farbe an Filis Kleidung erinnerte.
In beide Steine waren die gleichen Runen in Angerthas eingegraben...INIKH DE...Komm zurück zu mir.
Der sehnlichste Wunsch einer Mutter, der nicht erfüllt werden würde. Die Steine kehrten zu ihr zurück, doch ohne die, denen der Wunsch gegolten hatte..
Während Dwalin auf die Runen starrte, verschwammen diese, als ihm die gewaltsam zurück gehaltenen Tränen über die Wangen rannen. "Es tut mir leid...."

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Melian1974

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Nein.
Grau-violett und blau-grün war ihre Welt, die Runen in ihr Gedächtnis eingebrannt. Klare, blaue Augen tauchten vor ihrem inneren Auge auf, ein fester Blick und eine vertraute Stimme. "Mach dir keine Sorgen, Dis. Ich werde auf sie aufpassen und sicher stellen, dass sie immer einen Fuß vor den anderen setzen. Du wirst stolz auf sie sein, wenn sie als große Krieger zu dir zurückkehren."
Er hatte es versprochen. Thorin hatte versprochen auf die beiden aufzupassen.
Sie bekam keine Luft mehr. Keine Luft, kein Wind, nur das Geühl von glattem, kalten Stein unter ihren Fingern, als sie die Runensteine an sich nahm. Dwalins Hände fielen kraftlos hinab.
Er hatte es versprochen.
Sie hob ihren Kopf und starrte Dwalin an. Alles verschwamm vor ihren Augen. "Fi-- Fili? Kili?" Sie wimmerte, die Namen wie Scherben in ihrem Hals. "Dwalin, bitte. Bitte... Nicht meine Kinder." Dwalin holte zittrig Luft und wandte den Blick ab. "Bitte... Oh Mahal..." Mit geschlossenen Augen presste sie die Steine an ihre Lippen. Ihre Knie wurden schwach und die Welt kippte.

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Melian1974]

Er hatte ihr nicht in die Augen sehen können, als die schreckliche Erkenntnis seine Cousine traf.
Doch aus den Augenwinkeln nahm Dwalin wahr, wie Dis am Türrahmen in die Knie sank, noch immer die Steine an sich gepresst.
Dwalins Mund war wie ausgetrocknet, auch seine Knie zitterten. Mit aller Willenskraft hob er seine Hand und legte sie der am Boden zusammen gekauerten Zwergin auf die Schulter.
Er musste ihr irgend etwas sagen. Doch welche Worte konnte es geben, sie zu trösten?
Er selbst war in den Tagen nach dem Tod seiner Gefährten wie betaeubt, ja wie versteinert gewesen, gefangen in seiner Trauer. Und Schuld. Was vermochte er ihr schon zu sagen?
"Sie haben mit Thorin und mir im dichtesten Getümmel gekämpft, um den Heerführer der Orks auszuschalten. Um die Schlacht zu wenden. Zu unserem Sieg am Ende.."
Seine eigene Stimme toente fremd in Dwalins Ohren. Noch immer liefen Tränen über seine Wangen. "Sie gaben ihr Leben, um uns alle und unsere Verstärkung aus den Eisenbergen zu retten! Ohne sie wäre der Erebor jetzt nicht unser..."

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Melian1974

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Ein Lachen stieg in ihrer Kehle auf. Es hörte sich so falsch an.
"Soll es mich trösten, dass meine Söhne ihr Leben in einer Schlacht ließen? Dass ihr letzter Anblick Blut und Krieg war? Dass sie den gleichen, sinnlosen Tod fanden wie ihr Vater und Großvater und dessen Vater davor?"
Sie liebte den Erebor, sie hatte ihr Zuhause zurück haben wollen, aber nicht zu diesem Preis, nie so. Nicht, indem sie auch noch den Rest ihres Herzens aufgeben musste.
Hitze stieg in ihr auf und sie erkannte ihre Stimme kaum wieder, als sie voller Wut sprach: "Thorin hat es mir versprochen. Er hat versprochen, auf sie aufzupassen, sie mir zurück zubringen! Große Krieger wären sie geworden, Helden unseres Volkes. Dass ich sie bald wieder in meine Arme schließen kann."
Zornig hob sie den Kopf.
"Er hat sein Versprechen gebrochen. Er wusste um die Gefahren, so häufig haben wir darüber gesprochen. Er wusste es und er hat es nicht verhindert, sie sind weg, er hat sie im Stich gelassen, er hat mich im Stich gelassen!"
Die Wut rauschte durch sie und ließ sie neue Kraft finden. Sie sprang auf und trat an Dwalin heran, ihre Stimme hart.
"Wo ist Thorin?"

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Melian1974]

Thorin...
Das Gefühl von Schuld traf Dwalin mit voller Wucht.
Er legte den Kopf in den Nacken und blinzelte durch einen Schleier von Tränen an die gemeisselte Decke hinauf. Kalt und grau war der Stein. Unerbittlich. Wie die letzte Wahrheit, die auszusprechen er nicht den Mut hatte.
Dwalin blinzelte die Tränen weg, schluckte und biss sich auf die Lippen, doch er vermochte kein Wort heraus zu bringen.
Statt dessen griff er noch einmal in seine Tasche und förderte die goldene, fein ziselierte Haarperle zu Tage, die Thorin stets getragen hatte.
Wortlos ergriff er die Hand seiner Cousine und legte sie hinein, bevor er seinen Unterarm an den Türrahmen legte und seine Stirn darauf abstützte, Halt suchend an dem harten, glatten Eichenholz.

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Melian1974

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Blinzelnd starrte sie auf die Haarperle nieder und fühlte ihre Wut verrauchen. Jedoch kam kein Kummer mehr auf in ihr, ein Gefühl der Trauer oder des Schmerzes. Nur Leere.
Also auch Thorin. Ihr Bruder. Nun war ihre ganze Familie verloren. Sie war die letzte, lebende Nachfahrin der Blutlinie, die letzte Prinzessin des einsamen Berges. Mahal hatte ihr alles genommen, jeden einzelnen.
Sie drehte sich um und stolperte zurück in die Stube. Vor dem Kamin verließ sie die Kraft und sie sank zu Boden. Trotz der wärmenden Flammen erzitterte sie.
Dis hörte schwere Schritte hinter sich und sah Dwalin in einen Stuhl sinken. Ein Glitzern auf dem Tisch neben ihm erregte ihre Aufmerksamkeit und sie wies den Krieger stumm an, ihr die scharfe Klinge zu reichen.
"Oh Durin", dachte sie und hob die Klinge an ihre Zöpfe. "Unsere Linie muss wahrhaft verflucht sein, dass du mir nicht eine Freude im Leben lässt. Du hast sie mir alle genommen."
Aus den dunklen Strähnen flocht sie eine Kette um die letzten Erinnerungstücke ihrer Familie. Als sich die kühlen Gegenstände um ihren Hals legten, flammte etwas in ihr auf. Ein kurzes, warmes Gefühl.
Sie hatte alles verloren. Alle hatten sie ihren Teil erfüllt. Nun war es an ihr, ihren Part auszuführen.
Dis wischte sich die Tränenspuren aus dem Gesicht und atmete tief durch. Dann bat sie Dwalin mit bebender Stimme: "Ich muss sie sehen. Bring mich nach Hause."

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Melian1974]

Alarmiert war Dwalins erster Impuls, Dis das Messer nicht zu geben.
Doch so selbstverständlich, wie er Finbar geradewegs in den Arm gefallen war nach Ailins Tod, so unmöglich erschien es ihm jetzt, das Gleiche bei Thorins Schwester zu tun.
Mit Finbar verband ihn Freundschaft, doch Dis war für ihn mehr als das: seine Verwandte, Spielgefährtin seiner frühen Kindertage genau wie ihre Brueder, seine Königin seit Thror und Thrain nicht mehr da waren. Die Mutter der Kinder, die ihm versagt waren zu haben...
Langsam reichte er ihr die Klinge und sah zu, wie sie ihre Zöpfe abschnitt.
In dem Maß, wie Dis ihre Fassung wieder gewann, schwand die seine dahin unter der Last seiner Erinnerung , und seiner Schuld.
"Nach Hause..?" tonlos hallten seine Worte durch den Raum. "Ich weiss nicht, ob ich dich beschützen kann.. Die Reise ist lang und gefährlich..." Er biss sich auf die Lippen, dann brach es aus ihm heraus: "Ich hatte geschworen, sie beide zu schützen! Ich hatte geschworen, IHN zu schützen! Weder das eine noch das andere konnte ich. Ich habe versagt! ICH bin am Leben und sie sind alle tot..."
Dwalin stützte die Arme auf der Tischplatte auf, vergrub das Gesicht in den Händen und gab es auf, das Schluchzen und die Tränen unterdrücken zu wollen. Seit dem schrecklichen Tag von Azanulbizar, der ihm und Balin den Vater nahm, hatte er seiner Trauer noch nie so sehr freien Lauf gelassen wie jetzt..

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Melian1974

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Mit jedem Schluchzen, dass ihm entwisch, kehrte mehr Gefühl in ihren Körper zurück. Sie konnte ihren Blick nicht abwenden von diesem großen Krieger, der sie durch ihr ganzes Leben begleitet hatte und dabei nie eine solche Schwäche zeigte. Der für sie da war, wenn Thorin in den Städten Geld verdiente und sie mit zwei kleinen, frechen Zwerglingen frisch verwitwet zu Hause saß. Wie häufig er eingesprungen war, hatte ihr die beiden Rabauken abgenommen und sie beschäftigt, damit sie ihren restlichen Pflichten nachgehen konnte.
Er trug keine Schuld. Oder? Sie wusste, wie viel die beiden ihm bedeuteten. Dwalin war wie ein Onkel für ihre Söhne gewesen und hielt immernoch einen speziellen Platz in ihrem zerbrochenen Herzen.
"Als dein Vater starb, vor Moria... Du warst noch sehr jung damals, nicht wahr?" sann sie.
Hinter sich hörte sie das Rascheln von Kleidung, als er sein Klagen unterbrach und den Kopf zu ihr hob. Verloren in der Erinnerung, strich sie mit den Fingerspitzen über ihre Kette.
"Tho-- Mein Bruder erzählte mir nach der Trauerfeier von dem Kampf. Er sprach in den höchsten Tönen von dir, dass du ihn ein ums andere Mal vor dem sicheren Tod bewahren hast, indem du seinen Rücken bewacht hast und Feinde von ihm fernhielst. Unter Einsatz deines eigenen Lebens.
Er erzählte mir auch, dass du bei deinem Vater warst, als er getötet wurde. Dass du alles getan hast, beinahe selber erschlagen wurdest und schließlich, dass du der einzige Grund bist, dass Balin noch unter uns weilt. Du hast ihn gerettet, aus den sicheren Klauen des Todes. Und als nach der Schlacht nur noch Chaos herrschte und Thorin alleine, vor Schmerz und Verlust gebeugt, da stand... Da warst du der erste, neben ihm zu stehen und ihm wortlos Arbeit abzunehmen. Du hast deinen Schmerz verschlossen und die Truppen für ihn gesammelt."
Ihre Wangen waren nass. Sie hob die Finger zu ihrem Gesicht und fing ihre Tränen auf. Sie glitzerten im Schein des Feuers wie Blut.
"Thorin sah zu dir auf, zu deinem Geschick im Kampf und deiner Fähigkeit, Strategien in Sekunden auszuwerten und durchzuführen. Er sagte immer, du wärst für den Kampf geboren worden, ein wahrer Krieger. Wenn... " ihre Stimme brach und sie schluckte schwer.
"Wenn du sie hättest retten können, wenn du wirklich eine Chance gehabt hättest... Sie wären nun hier und würden mit uns feiern. Wenn du sie nicht retten konntest, dann konnte es keiner. Durins Wille ist geschehen. Meine Familie ist wiedervereint in seinen Hallen."
Der Gedanke brachte Wärme in ihr auf. SIe waren alle zusammen, alle glücklich und nicht länger in Gefahr. In den heiligen Hallen würde ihre Familie auf sie warten.
Sie sah zu ihrem Cousin hinüber. Ihre Worte schienen etwas in ihm ausgelöst zu haben.
Sie hatten noch einander, oder? Und sie würden den Schmerz miteinander teilen können. Sie war nicht ganz alleine, denn Durin hatte ihr noch einen Funken Hoffnung gelassen.

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If this is to end in fire we will all burn together--Thorin Oakenshield,Durins Heir

Will you follow me,one last time?-Thorin,King under the Mountain

Farewell,Master burglar.Go back to your books.And your armchair.Plant your trees,watch them grow.If more people valued home above gold,this world would be a merrier place--Thorin to Bilbo
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Melian1974]

Dwalin stand auf und trat zu Dis.
Seine Wangen waren nass von Tränen , doch er schämte sich ihrer nicht. Nicht vor ihr...
"Vielleicht hast du Recht.
Ich kam nur um Augenblicke zu spät, um Thorin vor Azog zu retten. Nur um Momente. Vielleicht war es wirklich Durins Wille und Mahals Ratschluss. Vielleicht war Thorin genau dieses Ende vorbestimmt, im Tod über seinen groessten Feind zu siegen."
Er schluckte.
*"Dennoch wünschte ich, sie würden noch leben und ich wäre an ihrer Stelle gestorben."
Er wusste, er würde sich sein Versagen nie verzeihen, nicht mal in hundert Jahren. *
Nun blieb ihm nur noch, für Dis da zu sein und ihre Trauer zu teilen....


* In Anlehnung an das berührende Panel von Graham Mc Tavish auf der Hobbitcon in Bonn, wo er mit diesen Worten eine Frage zu Dwalins weiterem Weg beantwortete und den halben Saal zu Tränen rührte.*

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Dwalin legte die Arme um seine Cousine und zog sie an seine Brust.
So standen sie lange, sich gegenseitig Halt gebend.
"Ja," murmelte der Krieger in ihr Haar. "Wir gehen nach Hause!"


+++ Ich möchte hiermit meiner Freundin Manu danken, die als meine Ghostwriterin fungierte und als Dis-Cosplayerin und groesster Fan der einzigen von Tolkien namentlich erwähnten Zwergin den Part von Thorins Schwester unter meinem Melian-Account schrieb, so dass diese Interaktion tatsächlich eine echte war, die uns beide beim Schreiben sehr emotional berührte.++
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Bevor er den Hügel hinab ritt, wendete Dwalin noch einmal sein Pony und ließ den Blick den Weg zurück schweifen, den er gekommen war.
Weit entfernt, gerade noch erkennbar, flackerten die Feuer des zwergischen Nachtlagers unstet in der hereinbrechenden Dunkelheit. Der Tross mit Reitern, Karren und Wagen kam nur langsam voran, und Dwalin würde Dis und ihr Gefolge problemlos einholen, wenn er morgen Mittag aufbraeche. Die bleiche Sichel eines Mittsommermondes stieg über der fernen dunklen Bergkette der Ered Luin auf, die er vielleicht zum letzten Mal gesehen hatte. Vor genau einem Jahr hatten sie unter dem gleichen Mond im Haus des Elben Elrond über die Rückeroberung Erebors gesprochen. Nun war der erste Teil der Zwerge der Blauen Berge auf dem Weg, für immer in die alte Heimat im Osten zurück zu kehren, und mit ihnen Dwalin. Doch vorher wollte er noch etwas erledigen.
Versunken in den Anblick der zweiten Heimat seiner Familie, rieb sich Dwalin über das Hemd, unter dem die kaum verheilte Tätowierung juckte. Drei Schwerter, zwei zwergische und eine geschwungene Elbenklinge, zerbrochen, über denen ein Rabe seine Schwingen breitete, drei Runen, eine neben jeder Klinge, waren vor wenigen Tagen zu all den Bildern dazu gekommen, die bereits seinen Körper zierten. Und alle an einen Verlust erinnerten...
Dwalin riss seinen Blick von den in der Dunkelheit versinkenden fernen Bergen der Ered Luin los, wandte das Pony und trabte huegelabwaerts. Richtung Siedlung.
Wenig später glitt der Krieger vor einem Gartentor aus dem Sattel, hinter welchem steinerne Stufen hangaufwaerts zu einer von einer Laterne erleuchteten Tür führten. Dwalin band die Zuegel seines Ponys an einen Busch, so dass das Tier das saftige Gras im Umkreis erreichen konnte.
Dann schulterte er seinen Reisesack und zog die Glocke, die neben der runden grünen Tür mit dem Messingknauf hing...

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Bilbo stellte den Teller mit dem Fisch auf den Küchentisch. Eine Ecke war am Rand herausgebrochen, Zeichen der Odyssee, die der Teller auf dem Rückweg zu seinem Besitzer hinter sich gebracht hatte. Der Hobbit zog eine kurze Grimasse, schnappte sich eine der Servietten aus der Aussteuer seiner Mutter, die er glücklicherweise in einem von einem seiner Tukcousins zurückbekommen hatte. Gemütlich ließ er sich auf die Bank fallen, da hörte er die Türglocke. Wer um alles in der Welt... Er legte die die Serviette auf den Tisch und marschierte zur Tür. Welcher seiner verdammten heuchlerischen Mithobbits es wagte ihn jetzt zu stören, konnte aber was erleben.
Er riss die Tür auf und stutzte, dann hob er eine Augenbraue und meinte trocken: „Bloß weil ich sagte, ihr bräuchtet nicht klopfen, heißt das noch lange nicht, dass du diesen infernalischen Lärm mit der Glocke machen musst!“ Einen Moment starrten Zwerg und Hobbit einander unbeweglich an, dann zog sich über beide Gesichter ein Grinsen und die beiden Gefährten lagen sich in den Armen.
„Komm herein, Dwalin! Es gibt Fisch, alles was die Speisekammer sonst noch hergibt, einen ordentlichen Schluck - und natürlich Kekse!“

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: PadogasTook]

Dwalin liess den Blick von dem abgenagten Fisch zu Bilbos Gesicht gleiten.
Manche Dinge aenderten sich nie. Der Hobbit zog die gleiche, leicht bedauernde Grimasse wie vor etwas mehr als einem Jahr, als ihm Dwalin sein Abendessen vor der Nase weg aß.
Innerlich belustigt, doch aeusserlich unbewegt biss der Krieger den Fischkopf ab und amüsierte sich erneut über den halb erschrockenen, halb angewiderten Ausdruck in Bilbos Augen. Der Kleine hatte sich auch nach der langen Reise wohl immer noch nicht an zwergische Tischmanieren gewöhnt...
Das nächste Dejavu wartete bereits, als Bilbo ihm das Keksglas entgegenstreckte.
"Hol mir ein Bier, Kleiner! Oder hast du die Speisekammer noch nicht wieder aufgestockt?" brummte der Krieger.
Während der Halbling einen Krug ergriff und Richtung Vorratskammer eilte, stellte Dwalin seinen Reisesack auf einen Stuhl und oeffnete ihn, um etwas zu entnehmen, das in gewachste Tücher gewickelt ganz oben auf lag.
Er hatte die Zeit am Fluss gut genutzt, während die Zwerge das Nachtlager aufschlugen, bevor die Dämmerung hereinbrach.
Als Bilbo, den vollen Humpen in der Hand, wieder in der Tür erschien, zwinkerte Dwalin ihm zu: "Du dachtest doch nicht etwa, ich esse einem guten Freund sein Nachtmahl weg!" Grinsend hob er beide Hände. "Wo ist deine Bratpfanne? Ich hoffe, dass diese vier Fische da rein passen! " Und dann fügte er mit einem Nicken zu einer verkorkten Tonflasche hinzu, die er auf den Tisch gestellt hatte."Zum Runterspuelen hab ich das Beste mitgebracht, was die Destillen der Blauen Berge hergaben.
Ich hoffe, du vertraegst einen ordentlichen Zwergenschnaps! Der Abend wird lang!"

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel IX [Re: Ailin]

Nun, die Pfanne fasste die vier Fische nur auf zwei Portionen. Aber das gab Dwalin und Bilbo die Gelegenheit ausgiebig die letzten Neuigkeiten auszutauschen. Bilbo berichtete von seinem Versteigerungserlebnis und erntete dafür von Dwalin ein paar sehr deutliche Worte über die Ehrbarkeit der ach so ehrenwerten Hobbits, denen er nur von Herzen mit einem guten Schluck Zwergenschnaps zustimmen konnte. Nach dem Essen ließen sich die beiden Freunde schließlich an Bilbos Kaminfeuer in der Wohnstube nieder. Dwalin erzählte noch stockender als es seiner zurückhaltenden Art entsprach von Dis und schloss seinen Bericht mit "Sie ist die stärkste Zwergin, die ich kenne!" Bilbo nickte: "Sie hat so viel verloren und behält trotzdem ihren Mut! Wie gerne hätte ich sie kennengelernt!" Eine lange Zeit schwiegen beide. Jeder sah die Verlorenen vor sich.
"Auf Thorin!"
"Auf Fili!"
"Auf Kili!"
Und während Kerzen und Feuer niederbrannten und die Flasche Zwergenschnaps mit jedem Toast sich langsam leerte, wurden nur hin und wieder Worte gewechselt, der Rest war Schweigen und Erinnerung.

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Draußen im Gebüsch vor der Stube saß, mal wieder, Pado. Er hatte Dwalins Pony im Bühl stehen sehen und war kurz davor gewesen, einfach bei Bilbo hereinzuplatzen, doch durch das geöffnete Wohnzimmerfenster hatte er einen Teil des Gespräches mitbekommen. Nein, hier wollte er nicht stören. Er schlang die Arme um die Knie und starrte den Bühl hinunter über das Tal und ergänzte leise:
"Auf Arrin!
Auf Borin!
Auf Ascarion!
Auf Ailin!"

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!

Geändert durch PadogasTook (08.03.2019 21:34)

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