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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII

DerDunkelgraue

Gefährte

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII

Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time



Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII

I. RPG Grundregeln:

- Vorlage sind die Filme. Wir müssen uns aber nicht streng daran halten, sondern können nach Bedarf abweichen
- Alles muss Tolkiens und Jacksons Canon entsprechen, also keine übernatürlichen Dinge ausdenken, die nicht zu Mittelerde passen
- Unsere Charas stehen immer an erster Stelle vor den Tolkien-Charakteren

II. Charaktere:

Hauptcharaktere:
Ardagast der Dunkelgraue - Zauberer
Ailin - Zwergin
Finbar - Zwerg
Kára - Zwergin
Frótha - Zwergin
Padogas Tuk - Hobbit
Grimm - Mensch (männlich)
Elva - Mensch (weiblich)
Ascarion - Elb

Nebencharaktere:
Úrondur - Unbekannt (männlich)
Isengar - Hobbit
Borin - Zwerg

Ausgestiegen:
Faron - Mensch (männlich)
Arika - Dunadan (weiblich)
Rayne - Dunadan (weiblich)
Arrin - Mensch (männlich)

III. Plot:

"Und so geschah es eines Tages, dass 13 Zwerge und der Zauberer Gandalf vor Bilbos Tür standen und ihn mit in ein Abenteuer voller Elben, Orks, Trolle, Riesenspinnen und Drachen zogen. Doch unsere Geschichte beleuchtet die Ereignisse des kleinen Hobbits aus der Sicht anderer Charaktere, deren Interesse ebenfalls darin bestand den Erebor aufzusuchen und den Schatz zurück zu erobern. Geführt von Ardagast, einem anderen Zauberer, bildete sich eine weitere Gruppe, die mit in das Abenteuer hineingezogen wird..." - Damaris

IV. Tolkien-Charaktere:

Bain - Aerlinn
Bard - Aidean
Bilbo - PadogasTook
Dwalin - Melian
Elrond - DerDunkelgraue, Kayley
Fili - Aidean, RoisinDubh
Thorin, Kili, Tauriel - Kayley
Legolas, Thranduil - Damaris
Gandalf, Radagast, Saruman, Sauron, Beorn - DerDunkelgraue

Der Herr der Ringe-RPG
Der Herr der Ringe-RPG - Diskussionen

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Noch immer wackelig auf den Beinen erreichte Ailin schließlich den Gemeinschaftsraum, aus dem ohrenbetäubender Lärm erscholl.
Als sie um die Ecke bog, sah sie zunächst nur ein Knäuel aus sich umarmenden, auf die Schulter klopfenden, lachenden und vor Freude weinenden Gefährten.
Sie rieb sich fast die Augen, als sie den mürrischen Dwalin in einer herzlichen Umarmung sah.
Bombur erdrückte seinen nach Luft schnappenden Bruder fast vor Freude, während Bifur freudestrahlend um die beiden herumsprang. Der furchterregende Gloin lag mit Tränen in den Augen in den Armen seines Bruders, der verzweifelt versuchte, die Umarmung zurückzugeben und dabei sein unerlässliches Hörrohr am Ohr zu halten, um die Glückwünsche und Fragen nicht zu überhören, die auf die Zurückgekehrten niederprasselten. Kilis dunklen Schopf machte sie in einem ganzen Pulk Zwerge aus, während Fili, merkwürdigerweise sehr angespannt wirkend, Balin zu berichten schien.
Und dann....endlich...entdeckte sie ihn! Finbar versuchte sich gerade durch das Chaos zu drängen, sein Blick wanderte suchend umher. Allerdings sah er in die falsche Richtung.
Ailin war schneller: Sie wand sich durch das Knäuel Zwerge vor ihr und warf sich ihrem Bruder mit einem Freudenschrei in die Arme: "Du lebst!!! Allen Valar sei Dank! Du lebst, Finn, nadadith..."
Ihr entging, dass Finbar zusammenzuckte, als sie ihn fast aus dem Gleichgewicht brachte. Und dass ihr eigener Arm von dem Sturz gegen die Wand heftig schmerzte, bemerkte sie erst, als Finn ihre Umarmung erwiderte. Aber das war völlig egal. Ihr kleiner Bruder lebte und war zurück. Nichts anderes zählte!

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Als Kára und Pado den Berg betraten, konnten sie das Stimmengewirr schon hören.
"Schnell, pado!" drängte sie den Hobbit und rannte den Stimmen nach. Als sie den Gemeinschaftsraum betrat, konnte sie nicht anders, als bis über beide Ohren zu strahlen. Die gedrückte Stimmung war vertrieben, stattdessen überall lachende Gesichter. Der erste der Vermissten, der ihr gegenüberstand, war Bofur, der sie sofort in eine herzliche Umarmung zog.
"Kára, Mädel, ich dachte schon, dich und Pado hat's erwischt!" rief Bofur und umarmte direkt auch Pado. "Hab euch gar nicht gesehen!"
"Wir haben nach euch Ausschau gehalten. Habt euch Zeit gelassen", erwiderte Kára grinsend und zog an Bofurs Hut. "Alles gut überstanden, wie ich sehe."
"War aber knapp", entgegnete der ältere Zwerg und sah für einen Moment ernst aus. "Sah schlecht aus für Finn."
Kára folgte seinem Blick. Finn wurde gerade von Ailin nahezu erdrückt. Sie musste lächeln.
"Hauptsache, er ist hier, Hauptsache, ihr alle seid hier", fügte sie schnell hinzu.
Sie drückte Bofur noch einmal die Schulter und ging zu den Geschwistern herüber, die sich gerade voneinander lösten.
"Dein Bein ist ja noch dran", sagte sie grinsend zu Finbar. "Nicht, dass sich irgendjemand hier Sorgen gemacht hätte. Oder, Ailin?"
Finn schaute sie mit hochgezogenen Augenbrauen an, aber bevor er etwas sagen konnte, umarmte Kára ihn kurzerhand und sagte: "Bin froh, dass du wieder da bist."
Sie merkte, dass sie etwas rot wurde, und wandte sich schnell ab.
"Ich lass euch mal alleine, ihr habt sicherlich viel zu bereden."
Sie stürzte sich in die Menge und ließ sich im nächsten Moment das ganze Seestadt-Abenteuer von Bofur erzählen.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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"I belong with my brother!"
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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Kurz grinste Finbar Kára hinterher. Dann wendete er sich wieder seiner Schwester zu. Es war deutlich, dass sie ebenso gelitten hatte wie er unter der Unsicherheit, was mit dem anderen geschehen war. Noch einmal schloss er sie in die Arme und sagte in ihr Haar hinein: "Ich bin so froh, dass es dir gut geht! Nie wieder lass ich dich irgendwohin gehen, wohin ich dir nicht folgen kann! NIE WIEDER!"
Dann wurde er etwas ernster.
"Was ist geschehen? Wie kommt es, dass Smaug euch hat leben lassen? Was ist mit dem Berg? Hat Thorin nach den anderen Zwergen geschickt, jetzt, da er wieder König ist?" sprudelte es aus ihm heraus.

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Finbar

Geändert durch Finbar (20.10.2017 16:03)

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

"Leben lassen ist gut..." feixte Ailin.
"Genauer gesagt haben wir versucht, den Drachen in flüssigem Gold zu ersäufen. Hat nur nicht ganz so funktioniert, wie sich der König das dachte. Immerhin hats ihn verjagt, zu eurem Schaden.." fügte sie mit einer schiefen Grimasse hinzu.
"Und ehrlich gestanden weiß ich nicht, ob Thorin schon irgendwas anderes getan hat als den Arkenstein zu suchen, seit wir hier sind..Wir bekommen ihn kaum zu Gesicht.."

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Ascarion nickte ahnungsvoll. Jetzt war zwar Smaug unter großen Verlusten beseitigt worden, die Bedrohung in Dol Guldur brodelte aber weiter. Und Mithrandir hatte er nicht vergessen. Nun durften sie keine Zeit verlieren. Ascarion sah sich um und murmelte: Ich brauch ein Pferd"

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Damaris]

Glücklicherweise konnte Ascarion ein Pferd von einem Abgesandten des Waldlandreiches ergattern, der Tauriel und Legolas aufsuchte, um diesen von einer wichtigen Entscheidung des Königs zu berichten. Nach einer kurzen Unterhaltung mit den beiden, entschieden der Elb und die Elbin nach Gundabad zu reiten um dort nach dem Rechten zu sehen. Legolas behauptete, er habe ein Wappen ausgemacht, welches er lange Zeit nicht gesehen hatte: das Symbol Gundabads. Wenn dies nicht Ärger bedeutete, was dann? Ardagast und Ascarion hingegen ritten gen Süden. Sie wären dem gerne selbst nachgegangen, jedoch war ihre Mission wichtiger. Ununterbrochen galoppierten sie am Düsterwald entlang. Ihr Ziel war es, die alte Waldstraße zu erreichen und anschließend von der anderen Seite des Waldes in Richtung Dol Guldur abzubiegen. Es war zwar ein Umweg, aber es bedeutete, dass sie nicht durch den Wald mussten, der keine Möglichkeit für schnelles Reiten bot. Ohne eine Pause einzulegen, ritten sie bis in die späten Abendstunden durch und schlugen erst ein Nachtlager auf, als der Mond schon am Firmament aufgegangen war. Ein kleines Feuer war schnell gemacht und so saßen sich die beiden Mitglieder des Weißen Rates gegenüber. Es war der Zauberer, der das Schweigen brach.

''Ich habe es zwar einmal kurz nach meiner Rückkehr angesprochen, aber weißt du, als ich auf dem Wipfel der Silberzinne fiel, ist ein Teil von mir gestorben, der unwiderruflich von mir gegangen ist und auch nicht zurückkehren wird. Ich bin zwar der selbe Ardagast wie vorher, aber dennoch nicht vollständig. Anders. Jedenfalls merke ich, dass hin und wieder Erinnerungen zurückkommen, die ich vergessen hatte. Ich erinnere mich an Dinge, die ich erlebt habe, bevor ich starb'', erklärte er und legte dann eine kurze Pause ein um seine Gedanken zu sammeln. ''Weißt du noch, Ascarion? Als wir uns Anfang des Jahres in Hobbingen trafen, da hatten wir geplant, dass wir gemeinsam zum Erebor reiten. Wie du weißt, sind Pläne nicht immer in Stein gemeißelt und so wurde aus diesem nichts. Dennoch, sind wir nun beide doch alleine unterwegs. Zu einem anderen Ziel, ja, aber dennoch. Welch eine Fügung des Schicksals, nicht wahr?'', fügte er mit einem leichten Lächeln hinzu. Der Zauberer blickte anschließend angespannt ins Feuer. Der blasse, orangefarbene Schein erhellte die linke Gesichtshälfte des alten Mannes. ''Bevor wir nach Dol Guldur gehen und uns dem Bösen stellen, gibt da noch etwas, das ich dir erzählen muss'', begann er und blickte dann zu dem Elben aus Lindon. ''Der Feind, der mir im Nebelgebirge gegenüberstand, war nicht irgendein alter Dämon, oder ein Diener des Bösen. Ascarion, ich habe gegen ihn höchstpersönlich gekämpft. Zuerst war es mir nicht klar. Doch nachdem wir uns auf dem Zirak-Zigil ein letztes Mal gegenüberstanden, offenbarte er sich mir. Ich bin mir nicht sicher warum. Und ich verstehe bis heute nicht, wie Sauron dazu imstande war dort zu sein. Aber irgendeine große Macht muss ihn an diesen Ort getrieben haben. Anders kann ich mir dies nicht erklären'', erzählte Ardagast. In seinem Gesicht war keinerlei Emotion zu lesen. Es war völlig leer, beinahe so, als würde der Tod persönlich sprechen. ''Ich war zwar schon dort, aber ich weiß nicht was uns in Dol Guldur erwarten wird. Mein Gefühl sagt mir, dass es kein Sieg sein wird...''

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Ascarion genoss den Ritt entlang des Düsterwaldes, auch wenn es mit einem anderen Pferd doch nicht das selbe war. Mit Meraxes hatte er eine Verbindung aufgebaut, die weder Worte noch Signale bedurfte, und anders reagierte wie sein jetziges Pferd. Doch auch dieses aus dem Waldlandreich wurde von Elben dressiert und so konnten die beiden Weisen schon am ersten Tag eine beachtliche Strecke zurücklegen und nicht weit entfernt der alten Waldstraße ihr Nachtlager aufschlagen.
Ascarion hatte noch ein Einhörnchen geschossen, das über dem Feuer bruzelte, als Ardagast zu erzählen begann. Ehrfurchtsvoll hörte Ascarion zu und überlegte, ob es den Elben, die durch Mandos Hallen gingen, um in Aman ihren Frieden zu finden, auch so erging wie nun Ardagast. Danach gefragt hatte er nie jemanden, weil auf natürliche Weise zu sterben nie seine Absicht gewesen war und er nie mit dem Seinen auf der anderen Seite konfrontiert werden wollte. Und so war es ihm gleich, wie man sich nach dem Tod fühlte.
"Du bist weiser geworden, als du zurück kamst", überlegte er und sah den Zauberer von der Seite an. "Grauer um genau zu sein, wenn ich deine Robe begutachte, aber weiser im Herzen." Dann dachte er an ihre Begegnung im Auenland zurück und daran, welchen Weg sie seither gefolgt waren. "Auch wenn unsere Quest anders verlief wie geplant, wir haben dennoch einen wichtigen Sieg errungen. Smaug stellt keine Gefahr mehr für Mittelerde dar, auch wenn mit vielem Menschenleben dafür bezahlt werden musste". Dann verfinsterte sich sein Blick, als Ardagast weiter erzählte. Was war schon ein Drache gegen eine viel dunklere Bedrohung? Er hatte zu jener Zeit im zweiten Zeitalter die volle Stärke Saurons am eigenen Leib erfahren, als Mittelerde noch in den Abgrund zu stürzen drohte. Wie weit waren sie dieses Mal davon entfernt?
"Ich habe ihn auch gespürt in jener Nacht an dem unterirdischen See, auch wenn ich nicht wagte den dunklen Herrscher damit in Verbindung zu bringen... Eine Macht die ich nicht begreifen konnte, oder wollte. Wer wenn nicht wir, kann sich Sauron in den Weg stellen? Der Weiße Rat muss seine volle Stärke unter Beweis stellen, um siegreich zu sein. Und genau das werden wir tun", sagte Ascarion entschlossen und nahm das fertig gebratene Tier vom Feuer und reichte dem Zauberer eine Hälfte. Beide aßen ein paar Bisse, bis Ascarion noch hinzufügte: "Wir treffen ihn mit unserer ganzen Gewalt. Ohne den Einen Ring hat er ohnehin nicht seine volle Stärke zurück und auch damals konnte er schon besiegt werden und es war nicht einmal einer der Unseren". Der Elb wusste nicht woher er diese Zuversicht nahm, doch was blieb ihnen schon außer zu hoffen?

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Damaris]

''Weiser? Vielleicht. Ich hatte schließlich auf meinem Weg zurück viel Zeit zum Nachdenken'', antwortete Ardagast sarkastisch und ging dann auf das Thema Smaug ein, das der Elb angesprochen hatte. Der Elb erzählte anschließend von Smaugs Tod und seiner Zuversicht bezüglich des Angriffes des Weißen Rates. Ardagast war erstaunt. Erkannte er da wirklich Hoffnung in den Worten des Elben? Beinahe war der Zauberer auf sich selbst wütend. War es nicht er, der Zuversicht und Hoffnung verbreiten sollte? War das nicht eigentlich seine Aufgabe, während die Elben, ohne einen Blick zurückzuwerfen, diese Gestade verließen? Oder ging er nun zu hart mit sich selbst in’s Gericht? Dankend nahm er das gebratene Fleisch an sich und begann zu essen. Zuvor hatte er einen Beutel Wein aus seiner Tasche geholt und sie dem Elben ebenfalls gereicht. ''Smaugs Tod war zweifellos ein äusserst wichtiger Sieg. Wichtiger, als sich die meisten in ihren kühnsten Träumen vorstellen können. Aber ist es genug? Es ist davon auszugehen, dass auch der dunkle Herr sich auf uns vorbereitet hat. Er wird seine volle Macht zeigen und wenn ich mich nicht täusche, dann werden die Neun ebenfalls dort sein. Es wird nicht einfach'', antwortete Ardagast. Erneut überkam ihn der Gedanke, dass er es zu negativ sah. Aber in diesem Zusammenhang war es vielleicht wirklich besser nicht zu hoffen, sondern einfach zu handeln. Ascarion war auf die Zuversicht des Zauberers in vielerlei Hinsicht ohnehin nicht angewiesen. ''Ich muss zugeben, dass ich erstaunt war, als ich hörte, dass Bard den Drachen vom Himmel holte. Als ich auf dem Weg dorthin sah, wie das Monstrum seinen letzten Atemzug machte, musste ich sofort an dich denken! Wer, ausser vielleicht Legolas, wäre dazu im Stande gewesen? Wie bist du eigentlich am Ende doch noch nach Seestadt gekommen?''

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Pado beobachtete die ganzen Begrüßungsszenen einerseits freudig aber auch etwas distanziert. Wie lange hatte er die 5 nicht gesehen? Eigentlich waren es nur ein paar Tage gewesen. Doch was war alles in dieser Zeit passiert. Fast kam es ihm vor, als müsse er alle noch einmal neu kennenlernen. Gut, bei Oin, Kili und Fili wunderte ihn das nicht, hatte er doch mit ihnen nicht so viel zu tun gehabt. Doch auch Finbar sah er an, als habe er ihn in einem anderen Leben zuletzt gesehen. Ihn behielt er im Blick, als er durch die Zwergenmenge ging, hier einen Schlag auf die Schulter austeilte, dort eine Hand drückte.

Schließlich langte er bei ihm an und musterte den Freund erst einmal gründlich von oben bis unten. „Du siehst fürchterlich aus! — aber wesentlich lebendiger als ich dich zuletzt gesehen habe!“

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Finbar hatte den skeptischen Blick des kleinen Hobbit bemerkt, als dieser aus dem Zwergenknäuel auf ihn zugekommen und sich vor ihm aufgebaut hatte. Einige Augenblicke lang musterte er ihn seinerseits. Pado. Der kleine, beherzte Pado. Den haute wirklich nichts so schnell um. Nichtmal ein Berg voller Gold mit einem Drachen darin!
Schließlich erschien ein breites Grinsen auf Finbar's Gesicht und lachend drückte er Pado's Hand. "Und du bist noch immer nicht größer als beim letzten Mal, dafür aber doppelt so frech! Hast du deine Hände von meiner Schwester gelassen, während ich fort war?"
Auch in Pado's Gesicht erschein jetzt ein Grinsen. Das Eis war gebrochen und kurz umarmten die beiden sich.
"Gut, dich zu sehen, Pado!"

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Finbar
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Pado nickte immer noch grinsend: „Ja, dich auch, Finn!“ Dann sah er sich kurz um und nickte in Ailins Richtung: „Aber die Finger konnte ich nicht von ihr lassen. Oder wäre es dir lieber gewesen, der Drache hätte sie erlegt?“

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

''Wo ist er? Wo ist er?'', brüllte Borin laut und kämpfte sich mit seinem scheppernden Panzer durch die Traube, die sich zur Begrüßung gebildet hat. ''Aus dem Weg. Den bring ich um!'', knurrte er wütend, stieß Pado grob zur Seite und umarmte dann Finbar so sehr, dass er ihn glatt von dein Beinen holte und unter seiner schweren Rüstung begrub. ''Du bist wahrlich der schlaueste, der gerissenste, der tollste Glückspilz, der mir je begegnet ist! Sei gesegnet, Junge!'', brüllte er ihn vor Freude an und schüttelte den Zwerg kräftig durch. Erst dann merkte er, dass er auf dem Boden lag und gar nicht mehr hochkam. Wie eine Schildkröte auf dem Rücken lag er neben Finbar. ''Hat hier keiner Anstand?? KANN MIR MAL JEMAND AUFHELFEN???''

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

All die Sorgen der letzten Tage, die Angst und Bedrückung fielen in diesem Moment von Ailin ab.
Da lag ihr Bruder, etwas lädiert, aber am Leben, zu Boden gerissen von dem alten Borin, der sich rüstungstechnisch in das Schwerste gequetscht hatte, was die Rüstkammer hergab. Als der Alte fluchend auf dem Boden herumzappelte, konnte sie nicht mehr an sich halten und brach in schallendes Gelächter aus. Eigentlich wollte sie ja helfen, aber sie lachte und lachte:
Weil es zu komisch aussah, wie Borin sich da auf der Erde wälzte und nicht mehr hochkam.
Weil die Vermissten endlich zurückgekehrt waren.
Weil ihr Bruder lebte und es ihm gut ging.
Weil sie alle den Drachen überlebt hatten.
Ungeachtet der dumpfen Bedrohung durch Krieg von da draußen, trotz Thorins seltsamem Gebaren und der drückenden Stimmung im Berg, Ailin fühlte sich wie befreit.
Das erste Mal, seit sie aufgebrochen waren.

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Jeder zuckte zusammen, als ein lautes Scheppern ertönte. Kára drehte ruckartig den Kopf - nur um im nächsten Moment in Ailins Lachen einzustimmen. Borin lag auf dem Boden und zappelte wie ein Fisch an Land und Zeter und Mordio schrie, was beinahe im allgemeinen Gelächter unterging.
Kára ging zu dem Alten herüber und wechselte einen Blick mit Ailin.
"Los, gib uns deine Hände", sagte sie zu Borin und nickte dabei zu Ailin herüber. Die Zwerginnen streckten ihre Hände aus, um dem alten Zwerg aufzuhelfen. Kára konnte trotzdem das Grinsen nicht unterdrücken.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Pado atmete tief ein. Und beim Ausatmen breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus. Endlich war wieder Fröhlichkeit da. Die anderen hatten einfach gefehlt. Die beiden Zwerginnen mühten sich gerade mit Borin ab. Fast war er schon oben, doch war er noch in ziemlicher rückwärtiger Schieflage. Wenn jetzt einer losließe... Pado sprang hinter den alten Zwerg und stemmte seine Schulter gegen Borins massigen Rücken. Und so langsam schien sich das Gleichgewicht in dem alten Herrn auszubreiten. Alles wieder im Lot. Pado gab ihm einen scheppernden Klaps auf den Rücken.
Dann streckte er seine Hand Finbar entgegen, der immer noch kopfschüttelnd auf dem Boden saß, wo der Alte ihn hingerissen hatte. „Hoch mit dir, Freund! Ich weiß, das wir hinten in einer der Speisekammern noch ein sehr antikes Fässchen Zwergenschnaps gefunden haben. Ich denke, das ist der Moment, auf den dieses Fass gewartet hat!“

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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Finbar grinste. So gefiel ihm das hier alles viel, viel besser. Er ließ sich von Pado aufhelfen, gab Borin noch einmal die Hand und legte dann einen Arm um seine Schwester und einen um Kára.
"Jawoll. Wenn ich das richtig sehe, dann haben die Zwerge den Erebor zurück erobert! Also gehen wir feiern!"

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Finbar
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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

"Gute Idee" murmelte Ailin in ihren Bart.
Obwohl "Feierngehen" nicht das war, was ihr zu der Rückeroberung Erebors einfiel.
Da war das Chaos im Berg, die allgegenwärtige Zerstörung.
Die latente Gefahr aufziehender Heere irgendwelcher Feinde, von der Borin gesprochen hatte.
Die erschreckende Veränderung, die seit Smaugs Tod in Thorin vorgegangen war, etwas, was sie zutiefst beunruhigte.
Die angespannte Stimmung überall, die nicht nur von der Angst wegen der vermissten Gefährten herrührte.
Sie hatte sich all das hier ganz anders vorgestellt. Damals, in Bilbos Haus, als sie alle so zuversichtlich und tatendurstig gewesen waren...
Da hatten sie geträumt von glitzernden Schätzen, von feiernden Gefährten, von Freude über eine wiedergewonnene Heimat, von Ruhm und Ehre..... Die Wirklichkeit aber war dann ganz anders..
Düsterer, freudloser, bedrückender, als es sich die Zwergin jemals hätte ausmalen können.
Ein uralter Spruch kam ihr wieder in den Sinn. Damals, als sie ein Kind gewesen war, hatte ihr Vater ihr von der großen Schlacht von Azanulbizar erzählt. Ihr Volk hatte gesiegt. Und sie hatte nie den Sinn der Worte verstanden: 'Wenn dies ein Sieg ist, dann sind unsere Hände zu klein, ihn zu greifen!'
Jetzt endlich verstand sie...
Ein Sieg war nicht immer ein Grund zu reiner Freude! Manchmal war er schwer erkauft. Mit zu viel Trauer und Verlust. Sie dachte an Arrin. Und eigentlich wollte sie nach Grimm fragen, wagte es aber nicht. Sie war froh, dass ihr Bruder wieder lächelte.
"Na los, lasst uns das Fass anzapfen gehen!" stimmte sie Pado vernehmlich zu. "Ich glaub, das haben wir uns alle verdient!" Dabei wünschte sie, der König würde sich ihnen anschließen und endlich so etwas wie Freude über seinen Erfolg zeigen. Doch sie wusste, dass diese Hoffnung vergeblich war. Er würde da unten den Haufen Gold durchwühlen wie jeden Tag. Und jede Nacht. Auf der Suche nach etwas, dessen Bedeutung der Zwergin nicht ganz klar war. Und dabei sogar seine zurückgekehrten Neffen missachtend. Seufzend schüttelte Ailin diese unangenehmen Gedanken ab, hakte sich bei ihrem Bruder ein und zwinkerte Borin zu, der endlich wieder fest auf seinen Füßen stand: "Auch nen ordentlichen Schnaps ; Borin? Dann weißt du wenigstens, warum du dich nicht mehr auf den Beinen halten kannst!"

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

''Willst du damit etwa sagen, ich würde keinen Zwergenschnapps vertragen?!'', entgegnete der alte Zwerg gespielt aufgebracht und legte dann seine Arme um die Schultern der Zwillinge und nahm beide in den Schwitzkasten. ''Wird Zeit, dass euch jungen Hühnern mal jemand zeigt, wie Erwachsene trinken!'', scherzte er und ließ dann wieder von ihnen ab und stapfte mit schnellen Schritten voraus, sodass seine Rüstung weiter schepperte. Es war wirklich außergewöhnlich, wie ein so alter Zwerg noch so viel Kraft hatte. Borin hatte seine Rüstung nicht mal zum Schlafen abgelegt und würde es auch nicht, ehe er den Erebor in Sicherheit wusste.

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Aerlinn2

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Frótha hatte in Bergen von Gold nach dem Königsjuwel gesucht, so wie es Thorin gesagt hatte, doch vergebens. Sie wusste ja noch nicht einmal, wie genau es auszusehen hatte, kannte sie die Beschreibungen doch nur aus Geschichten und jetzt sollte sie es, wie eine Nadel im Heuhaufen, finden. So bemerkte sie erst, als eine der letzten, dass plötzlich alle um sie herum weg waren, nun ja, bis auf den König, doch der lebte hier sowieso in seiner eigenen Welt. Also schlug sie den Weg in Richtung Küche ein, denn wenn die Zwergin so drüber nachdachte, dann grummelte ihr Magen schon und es schien ihr die einzig vernünftige Erklärung zu sein, wo die anderen stecken mochten.
In der Tür zur Küche angekommen, blieb sie abrupt stehen und ihr grimmiger Gesichtsausdruck verwandelte sich zuerst in Erstaunen und dann zu einem Grinsen. Zuerst sah sie Fili und dann die anderen neu angekommenen und schließlich am anderen Ende der Küche erhaschte Frótha einen Blick auf ihren Cousin Finbar, der gerade den Raum verlassen wollte. Während die Zwergin nun ihrerseits versuchte hinter ihrem Cousin hinterher zu kommen, um auch ihn zu begrüßen, verteilte sie einige Schulterklopfer und tat ihre Freude bei den Neuankömmlingen kund. Schließlich wurde sie vom Scheppern einer Rüstung abgelenkt und hörte nur noch das Wort Zwergenschnaps, ehe sie Borin davon stapfen sah und Cousin und Cousine hinterher. Das war ihre Chance und so ging sie schnellen Schrittes den beiden hinterher, drängte sich dabei an Kára vorbei, ehe sie ihre schwere Hand auf Finbars Schulter legen konnte.
"Es tut gut dich wieder vollkommen lebendig zu sehen!"




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aerlinn2]

Kára schloss sich dem Grüppchen gerne an. Ihr war jetzt wirklich nach Feiern zumute! Die Stimmung war losgelöster, seit die Vermissten zurückgekehrt waren.
"Borin, du ewiger Pessimist, das ist doch nun ein gutes Zeichen, meinst du nicht?" sagte sie an den Älteren gewandt, der überraschend flott vorneweg schritt, als verleihe die Aussicht auf Schnaps ihm Flügel. "Vielleicht wendet sich ja nun doch alles zum Guten!"

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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"I belong with my brother!"
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thilwen

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

“Herr Isengar, du musst aufstehen!“, eine kleine leichte Hand rüttelte ihn anhaltend an der Schulter. „Vater hat gesagt, wir müssen bald aufbrechen und...“, der Hobbit setzte sich auf und sah noch etwas verschlafen der kleine Tilda direkt in die blauen Augen. „Und was?“, fragte er während er wahrnahm, dass es gerade so dämmerte. Aber das war um diese Jahreszeit ja recht spät der Fall. Tilda grinste ihn schelmisch an: „und ich habe eine Überraschung für dich!“ Isengar zog eine Augenbraue hoch. „Ja, wirklich!“, das Mädchen war ganz aufgeregt. „Zieh dich an, dann zeig ich es dir!“ „In Ordnung ich komme!“

Keine 5 Minuten später tapste er mit dem Mädchen am Ufer entlang. Sie waren gestern nicht mehr aufgebrochen, aber hatten alles soweit möglich sortiert und verpackt. Bard hatte die Order gegeben, alles Brauchbare was halbwegs tragbar war, einzusammeln und transportfähig zu machen, die Verwundeten so gut zu versorgen, wie möglich und für Transportmittel zu sorgen, so dass heute Morgen alle zum Abmarsch bereit sein konnten. Überall regten sich die Leute und machten sich fertig.
Der gestrige Abend hatte aber auch noch eine traurige Pflicht beinhaltet. Sie hatten die Toten zusammengetragen, sofern sie nicht schon ihr nasses Grab im Langen See gefunden hatten. Isengar, der ja nicht viele Leute in Seestadt gekannt hatte, war aber doch ein oder zweimal zusammengezuckt, als er die Reihen der Toten abgeschritten hatte. Auch er hatte Tote erkannt und trauerte um sie.
Da griff Tilda nach seiner Hand und riss ihn aus seinen trüben Erinnerungen an den gestrigen Abend. „Da, schau!“, erwartungsvoll sah sie den Hobbit an. Der blickte erst jetzt richtig auf. „Nein, das ist jetzt nicht wahr!“, er hob das Mädchen, das zwar kaum kleiner war als er selbst aber ein ganzes Stück leichter, hoch und wirbelte es einmal im Kreis. „Du hast sie wirklich gefunden!“ Tilda kicherte immer noch als der Hobbit sie wieder hinstellte und mit riesen Schritten auf den Strauch zuging, an dem friedlich grasend Dotterblume festgebunden war. „Also weißt du, eigentlich hat Dotterblume mich gefunden, Herr Isengar! Ich musste vorhin mal in die Sträucher und da hat sie mich mitten durchs Gestrüpp angeschaut. Ich hab mich fast zu Tode erschreckt!“ Isengar streichelte dem Pony über die beige Nase, dann musterte er sie von allen Seiten. Sie schien wohlbehalten zu sein, wenn sie auch auf ihrem hellen Fell viele dunkle Streifen hatte. Offensichtlich war sie dem Rauch und Ruß doch recht nahe gekommen. Der Hobbit hatte am Vortag Bards Mädchen von seiner Reise erzählt und dabei erwähnt, dass er sein besser Radagasts Pony vermisste. Eine gute Nachricht!

Gemeinsam brachten sie die Stute ins Lager. Bard schaute ihnen entgegen: „Vermisste Freunde wiedergefunden, Isengar?“ „Ja, dank deiner schlauen kleine Tochter!“ Der Hobbit verbeugte sich leicht vor dem Mädchen. „Doch nun, Herr Drachentöter, welche Last darf ich meiner Stute aufbürden?“ Es dauerte nicht lange und Dotterblume war genauso reisebereit, wie alle anderen. Ein alter Gevatter hockte mit gebrochenem Bein auf ihr und hielt ein verwaistes Baby im Arm. Isengar sah hinauf zum Erebor. Das mochte eine anstrengende Tour werden mit so vielen Menschen, viele davon immer noch vom Angriff Smaugs gezeichnet. Aber immerhin ging es jetzt los. Mit einem leisen Schnalzen setzte er Dotterblume samt ihrer Last in Bewegung. Nachdem er so lange allein gereist war, war es ein merkwürdiges Gefühl nun in solch einer riesigen Gruppe von Menschen unterwegs zu sein.

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„Wie dem auch sei - Man braucht Leute mit Verstand für diese Abenteuer - was auch immer - Geschichte!"
"Dann wirst Du gewiss nicht ausgewählt, Pip!"
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Finbar

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Finbar drehte sich seiner Base zu und lächelte ehrlich. Er wusste, dass sie sich vermutlich mit ausnahme von Ailin die meisten Sorgen um ihn gemacht hatte, und die Hand auf seiner Schulter und die nicht tadelnd gesprochenen Worte zeigten ihm, wie froh sie war, ihn wiederzusehen.
"Ja." antwortete er, ebenso erleichtert, dass es ihr gut zu gehen schien. "Geht mir auch so, Frótha!"
Dann grinste er. "Borin möchte uns zeigen, wie ein Zwerg im Erebor trinken muss. Kommst du mit?"

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Finbar
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Damaris

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

"Die Neun?" Ascarion nahm den Weinbeutel und trank einen großen Schluck. Ja Sauron wusste wie er Verbündete auf seine Seite schlug, ob sie sich seinem Willen freiwillig beugten oder nicht. So war es neben den Menschenkönigen auch Azog und seiner Brut ergangen. Und irgendwo da draußen trieb der Schatten immernoch sein Unwesen, wenn er ihn nicht sogar in Dol Guldur wieder begegnet würde. Ascarion knackste seine Knöchel und vergewisserte sich, dass er noch genug Bolzen im Köcher hatte. Als er im Stillen schon seine Rache plante, sprach Ardagast Bard den Drachentöter an und Ascarion überlegte wieso er selbst nicht fähig gewesen war zu handeln. Doch die Antwort war einfach. "Meine Armbrust hat nicht die notwendige Schusskraft und da mir keine Waffe in Seestadt bekannt war, die Smaug gefährlich werden könnte, sah ich es für das beste ebenfalls zu fliehen. Ich war davon ausgegangen, dass der Drache nach seinem Ausbruch wieder zurück zum Berg fliegt, wo ich versucht hätte ihn aus dem Hinterhalt zu überlisten". Er zögerte kurz und schob sein smaragdgrünes Wams an der Schulter beiseite, worauf der Schein der Flammen eine handgroße Narbe offenbarte. "Meine Männer und ich stießen eins schon mal auf einen Drachen. Doch er war uns im offenen Gefecht überlegen und konnte nur bezwungen werden, als wir ihn zurück in seine Grotte drängen konnten. Viele meine Krieger waren im Kampf gefallen und ich wollte bei Smaug nicht den selben Fehler zweimal begehen"

—(•· To be forgotten is worse than death ·•)—
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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Damaris]

"Gerne doch."
Und mit einem Grinsen folgte sie ihrem Cousin. Endlich mal wieder ein wenig ausgelassen sein, das hatte ihr gefehlt. Außerdem war sie gespannt, wie Borins Trinkgewohnheiten waren, wenn Finbar diese schon so anpries.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aerlinn2]

Es dauerte nicht lange, bis sich das Zwergengrüppchen in einem Raum befand, der wohl einmal ein Vorratsraum gewesen war. Es war eine kleine Kammer, in welcher der Drache offensichtlich nicht hatte wüten können. Die Regale waren zusammengefallen, Staub lag über den verschieden großen Fässern. Aber Pado ging zielstrebig zu einem etwas versteckt liegenden Fässchen. Kára las die Runen, mit denen das Fass beschriftet war, und schlug Pado anerkennend auf die Schultern.
"Das klingt nach einem edlen Tropfen!"
Borin hatte die Ehre, das Fass zu öffnen, schließlich war er der Älteste. Kára fand derweil ein paar Krüge. Sie pustete kräftig hinein, um den Staub so gut es ging zu entfernen, und wischte anschließend mit ihrem Ärmel noch einmal hindurch.
"Das soll reichen. Dreck reinigt den Magen, hat mein Großvater immer gesagt", kommentierte sie Pados Blick. Sie verteilte die Tonkrüge und Borin schenkte jedem großzügig ein.
"Möchte jemand einen Trinkspruch sagen?" fragte Kára und schaute in die Runde. Ihr als Jüngste stand es wohl nicht zu, aber sie fand, dass der Moment ein paar Worte verdiente.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Borin trat als Ältester in die Mitte und hob seinen Krug in die Höhe. ''Udâmai ansaru kitnul!'', rief er zu allen, sodass sie sich zu ihm umdrehten. Es wurde still. ''Nach langer Zeit ist unsere Heimat endlich zurückerobert. Der König unter dem Berge ist zurückgekehrt! Und niemals mehr soll unsere Heimat in die Hände der Feinde fallen!'', rief er euphorisch und setzte dann laut nach. ''KHAYUM KHAZ THANE!!!'', brüllte er so laut, dass man es sicherlich noch in den dunkelsten Ecken des Berges hören konnte. Daraufhin hoben alle ihre Krüger und gossen sich den Schnaps die Kehlen hinunter. Erst dann bemerkte der alte Greis, dass Thorin gar nicht unter ihnen war. Wo zum Teufel steckte ihr König schon wieder? Doch nicht etwa immer noch bei seinem Gold?

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Pado hob euphorisch mit den Becher, fragte dann aber die neben ihm Stehenden: „Und was hieß das jetzt? Damit ich auch weiß, auf was ich anstoße!“

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

''KHAYUM KHAZ THANE!!!'' stimmte Ailin in den Trinkspruch Borins mit ein, knallte ihren Becher gegen den ihres Bruders und ihrer Base und wandte sich dann schmunzelnd zu dem Hobbit:
"Ich schätze, wir müssen dir noch ein wenig mehr Khuzdul beibringen. Obwohl unsere Sprache ja eigentlich geheim ist." Sie grinste. "Aber für gute Kameraden kann man ja ne Ausnahme machen. Uns als solche ruft Borin übrigens gerade auf," zwinkerte sie ihm zu, das Zwergisch des Alten übersetzend, "auf das Heil des Königs zu trinken. Ich denke, das ist auch für dich als Hobbit okay, Pado, oder?"
Viel lieber wäre Ailin allerdings gewesen, der Gefeierte hätte sich ihnen beim Umtrunk angeschlossen.

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Pado nickte und rief laut: „KAJUM KAS TAN!“ und setzte dann leise hinzu, „oder so ähnlich.“ Und dann ging er in Deckung, befürchtete er doch wieder einen Anfall Borins ihn endgültig zu einem Zwerg ehrenhalber zu machen.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Der Zug kam nur schleppend voran. Wer nicht verletzt oder geschwächt war, trug Bahren mit Verwundeten, stützte Alte und Kranke oder schleppte Vorräte.
Elva trug Jarick auf dem Arm und eine schwer beladene Kiepe auf dem Rücken. Bard teilte sich mit einem der wenigen überlebenden Stadtwachen das Gewicht einer Bahre. Immer wieder kamen Leute zu ihm an den Kopf des Zuges und fragten nach Anweisungen zu diesem und jenem Problem.
Ohne zu zögern gab Bard seine Befehle und ohne zu murren wurden diese ausgeführt.
„Wie gefällt dir dein neuer Stand, Drachentöter?“, spottete Elva.
Bard verdrehte die Augen. „Besser ich mache es, als dass alles im Chaos versinkt. Das letzte, was wir jetzt brauchen, ist ein Streit darüber, wer der Nachfolger des Bürgermeisters werden soll. Darüber können wir uns noch genug Gedanken machen, wenn wir erst einmal in Sicherheit sind.“
Elva nickte. Unbehaglich schob sie Jarick in ihren Armen zurecht. Ihre Muskeln brannten schon vor Anstrengung. Bald würde sie ihn doch noch einmal überreden müssen, eine Weile selbst zu laufen, auch wenn er jammerte, wie sehr ihm die Füße wehtaten.
„Meinst du, die Elben werden uns Hilfe schicken?“, fragte Elva ihren alten Freund sorgenvoll.
„Bestimmt. Ich habe mit dem Prinzen gesprochen. Wenn jemand Thranduils Herz erweichen kann, dann sicher er.“ Bard versuchte zuversichtlich zu klingen, doch innerlich war er schon hundert Szenarien durchgegangen, wie es ihnen ergehen würde, denn das Waldlandreich keine Hilfe kommen ließ, was geschehen würde, wenn die Zwerge sich weigerten, ihr Gold zu teilen, was er tun sollte, wenn es zu Streitigkeiten um die Führung der Seestädter kommen würde und wie er alle durch den Winter bringen sollte, wenn die Vorräte knapp wurden. Er war sich nicht sicher, ob er damit umgehen konnte, dass das alles nun wohl seine Verantwortung war.
„Wie weit ist es noch?“, maulte Tilda und hängte sich schwer an den Arm ihres Bruders, sodass er sie ziehen musste.
„Lass das!“, fauchte Bain und versuchte sie abzuschütteln.
„Genug jetzt! Reißt euch zusammen!“, fuhr Bard sie ungewohnt scharf an und sofort verstummten beide.
„Zum Sonnenuntergang werden wir Thal erreicht haben“, sagte Bard sanfter, „Dann können wir uns alle ausruhen.“

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May the force be with you.
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Damaris]

Ardagast war beeindruckt. Auch wenn er selbst viele Jahre älter war als der Elb, konnte er nicht von sich behaupten, je einem Drachen gegenüber gestanden zu haben. Beinahe, aber nur beinahe wäre es so weit gekommen, hätte Bard ihn nicht durch seine glückliche Aktion vom Himmel geholt. Der Zauberer bereute es nicht und konnte gut und gerne auf eine Auseinandersetzung mit Smaug verzichten. Aber wer wusste schon, was die Zukunft brachte? Was, wenn dort draußen irgendwo noch einer der Urulóki in den dunklen Ecken Mittelerdes lauerte? ''Dazu wird es ja nun nicht mehr kommen. Der Drache ist tot und wir sollten über ihn kein Wort mehr verlieren, als notwendig ist. Eine größere Prüfung steht uns bevor'', sagte der Zauberer und nahm nochmal einen Schluck seines Weins. Egal was er tat, er konnte über nichts anderes nachdenken als Dol Guldur. Selbst wenn er für einen Moment an etwas anderes dachte, dann war die Festung und ihr Hausherr immer in seinem Hinterkopf. Dann fiel ihm jedoch ein, dass er Ascarion noch erzählen wollte, was am Berg passiert war. ''Eigentlich hatten wir ja gehofft, dass Smaug längst zu Staub zerfallen wäre. Aber nachdem Bilbo sich vom Gegenteil vergewissert hatte, kam es im Berg zu einem gewaltigen Endkampf zwischen dem Drachen und den Zwergen. Alle kämpften beherzt und am Ende hatten sie ihn fast bezwungen. Mit einer gewaltigen Zwergenstatue aus Gold wollten sie ihn übergießen und ertränken. Doch Smaug konnte sich im letzten Moment aus seinem goldenen Gefängnis befreien und flog dann mit Wut im Bauch in Richtung Seestadt. Der Rest sollte dir bekannt sein. Das war der Moment, indem ich dorthin ritt um Hilfe zu leisten. Leider kam ich zu spät...'', erzählte Ardagast und stoppte dann mit seiner Erzählung. Die beiden hatten so lange gesprochen, dass am Horizont bereits zu erahnen war, dass die Sonne aufgehen würde. Sie nickten sich zu, löschten das Feuer und sattelten auf. Sie hatten noch einen langen Weg vor sich. Bald schon würden sie in die alte Waldstraße abbiegen und anschließend durch den Wald reiten.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Finbar schlug Pado lachend auf den Rücken und leerte seinen Humpen in zwei Zügen. Das war beinahe wie zu Hause, wenn Feierlichkeiten anstanden. Aber warum war dann die Stimmung so gedrückt gewesen, als sie angekommen waren???
Er sah Ailin an, die zwar lachte, aber auch Sorgenfalten im Gesicht trug, und Borin, der aussah, als wäre dies das letzte Fest, das er feiern würde. Seltsam, es war doch alles gut, oder etwa nicht? Der Drache war tot, der Erebor und all seine Reichtümer erobert.... was war denn nun noch?
Bevor er jedoch eine entsprechende Frage stellen konnte, wurde mit einem Ruck die Tür aufgerissen und herein kam... Thorin. Finbar erschrak. So hatte er den König noch nie gesehen! Sein Blick war düster, seine Augen schwarz. Der wallende Mantel, den er umgelegt hatte, verlieh ihm eine erhabene, beinahe überirdische Eleganz und die Stimme, mit der er nun zu sprechen begann, war leise, aber schneidend wie der Sturm.
"Warum feiert ihr hier, wo doch das Königsjuwel noch immer nicht gefunden wurde?" fragte er ruhig, aber in dieser Ruhe, das konnte Finbar an des König's Blick ablesen, steckte große Gefahr.
Eilig wurden ihm mehrere Antworten angeboten: "Wir machen nur eine kurze Pause.", "Es ist so schön, dass die anderen wieder bei uns sind.", "Wir machen usn gleich wieder an die Arbeit!" und dann übertönte Borin, der schon ein bisschen mehr getrunken hatte, alle mit einem lauten: "Dieser verflixte Stein kann mich mal an meinem greisen Zwergenhintern gernhaben!"
Sofort herrschte Totenstille. Finbar konnte sich ein Grinsen jedoch nicht ganz verkneifen. Thorin bedachte erst Borin und dann Finn mit einem bitterbösen Blick, und dann, ganz leise, sagte er: "Diese Party ist beendet! Ihr werdet augenblicklich weiter nach dem Arkenstein suchen, oder, so wahr mir Mahal beistehe, ich werfe euch allesamt aus diesem Berg hinaus!"
Finbar schluckte und sah die anderen an. Meinte der König das ernst?

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Finbar

Geändert durch Finbar (30.10.2017 15:57)

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Ailin zuckte bei des Königs Worten zusammen und zog ihren Bruder aus Thorins Blickrichtung, wobei sie sich selber möglichst unsichtbar machte. Zum Glück traf der tödlich kalte Blick sie nicht, Thorin starrte wieder den greisen Borin an und drohte, sie alle rauszuwerfen. Was zu Morgoth war in ihn gefahren? Wo war der bewunderte, ehrenhafte Anführer, der sich für seine Leute in die Bresche warf?
Finn sah sie fragend und verständnislos an, während sich Ailin in einer hinteren Ecke an ihres Bruders Ohr beugte:
"Halt um Mahals Willen die Klappe, Finn! So ist er, seit Smaug fort ist! Nichts und niemand interessiert ihn seither, nur dieser gottverfluchte Arkenstein." Ihr Flüstern war so leise, dass es niemand anders hören konnte. Sie warf einen vorsichtigen Blick zu den anderen, aber Thorin sah nicht zu ihnen her. "Er schläft nicht, er isst nichts, er durchwühlt den Goldhaufen nach dem Stein und befiehlt uns allen, das Gleiche zu tun. Ich hab keine Ahnung, was mit ihm los ist, aber es macht mir Angst..."

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Freudig hatte Frótha mit angestoßen, unter Klirren den Trinkspruch wiederholt und schließlich ihren Humpen in einem Zug leer getrunken. Sogleich hatte die Zwergin dafür gesorgt, dass sie nicht mehr auf dem Trockenen saß und wollte gerade erneut den guten Zwergenschnaps sich zu Gemüte führen, als Thorin sie jäh unterbrach.
Zuerst schaute auch sie ihn freudig an, doch in dem Bruchteil eines Augenblicks, als sie seine Miene sah, verfinsterte sich auch ihr Gesichtsausdruck ein wenig. Bei des Königs Worten wollte sie schon fast etwas giftiges erwidern, doch hielt sie sich im letzten Moment zurück, als er den Rausschmiss aus dem Berg erwähnte. Zum Glück war Fróthas Geduldsfaden nicht allzu kurz, doch wenn es so weiter ging mit Thorin, dann würde sie in Kürze freiwillig aus dem Berg gehen.
"Dann lasst mich meinen Humpen erheben, darauf, dass das Arkenjuwel bald gefunden wird und wir in Ruhe feiern können."
Mit saurer Miene starrte sie den König noch einen Moment an, ehe sie ihren Humpen leerte, diesen in eines der Regale stellte und am König vorbei ging. Allerdings tat sie das so dicht, dass sie ihn fast anrempelte, ehe sie den Raum verließ.




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Geändert durch Aerlinn2 (30.10.2017 18:16)

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aerlinn2]

Ailin hastete hinter ihrer Cousine her. Allerdings nicht, um sich sofort wieder in die Suche zu stürzen, sondern schlicht, um Thorins kaltem Zorn zu entfliehen und aus seinem Sichtbereich zu entkommen.
Die Beklemmung der letzten Tage war zurück, schlimmer als vorher. Denn es war offenbar, dass mit dem König irgendwas gewaltig nicht stimmte! Noch nie hatte er sich derart rücksichtslos seinen eigenen Leuten gegenüber verhalten. Er war der gute Anführer gewesen, der immer an erster Stelle für alle eingetreten war. Und nun? Drohte er allen mit Rauswurf. Und Ailin war sich sicher, er meinte es todernst. Die Erkenntnis schmerzte mehr, als sie sich eingestehen wollte. Sie hatte zu ihm aufgeschaut, wegen dem, was er immer gewesen war. Dieser Thorin aber war irgendwo hier im Berg abhanden gekommen. Der von einem glitzernden Stein besessene, in prunkvolle Gewänder gekleidete Mann aber war ihr fremd. Und er machte ihr Angst. Soviel Angst, dass sie nicht in die Schatzkammer abbog, wo er sicher gleich wieder auftauchen und weitersuchen würde, sondern in einen Gang, der hinaus auf einen Söller führte, wie sie herausgefunden hatte. Etwas frische, kalte Luft würde ihr gut tun und ihren Kopf wieder freimachen.
Ailin trat aus dem Torbogen und bog um einige herabgestürzte Felsbrocken, die da lagen. Vorne von der Brüstung aus würde man einen guten Blick bis nach Thal und noch weiter haben. Das versprach Ablenkung. Die Zwergin machte noch zwei Schritte und zuckte plötzlich erschrocken zusammen, als sie eine Bewegung im Schatten gewahrte.
Einen Moment später atmete sie erleichtert auf: "Ach du bist es, Bilbo!" Der Hobbit schien sich genauso erschrocken zu haben wie sie, denn er machte eine fahrige Handbewegung hin zu seiner Westentasche. Ganz kurz sah Ailin ein gleißendes Funkeln aufblitzen, doch schenkte dem keine Beachtung weiter. Ein Gespräch mit dem Halbling würde sie sicher noch besser ablenken von der ganzen Misere als nur die schöne Aussicht. "Was machst du denn hier? Lass das nur Thorin nicht sehen, der kommandiert jeden, den er finden kann, in die Schatzkammer ab, seinen Juwel zu suchen." Was eigentlich als Witz gemeint war, rührte schon wieder an Ailins Sorgen, statt sie davon abzulenken. Mist..

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Bilbo war ganz versunken gewesen, in seine Begegnung mit Smaug. Diese ging ihm immer noch nach. Selten war er so sehenden Auges in große Gefahr gegangen. Und dann der Moment, als der Drache Feuer spie. Nichts konnte einen darauf vorbereiten! Und dann der Augenblick als er den Ring auf den Finger schob und direkt wegtauchen musste, um nicht doch noch vom Feuer erwischt zu werden. Der Moment wo... und der Augenblick als Thorin ihn mit dem Schwert bedrohte. Verdammt! Hätte er da - oder doch nicht? Versonnen sah er auf seine Hand.

Da hörte er Zwergenschritte. Wohl doch nicht Thorin? Aber nein, es war die junge Zwergenfreundin von Pado. Er sah sie erst etwas perplex an, als sie ihn auf die Suche ansprach - wenn sie wüsste... „Nun, Ailin, ich glaube, ich könnte dich genau dasselbe fragen!“ Mit einem Zwinkern stand er auf und rieb sich kurz die Nase. Während er zu ihr an die Brüstung trat, meinte er: „Und entspricht der Erebor deinen Erwartungen?“

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

"Naja, wie mans nimmt." Ailin warf Bilbo einen Blick zu. "Die Hallen sind riesig, die Steinmetzarbeiten wunderschön. Leider hat Smaug ziemliche Verwüstung hinterlassen." Sie seufzte leise. Es würde Jahre brauchen, die alte Pracht wiederherzustellen. "Aber was den Schatz angeht, der übertrifft meine kühnsten Erwartungen! Ich mein, ich wusste ja, dass da viel Gold liegt. Aber SOOOOO viel??? Ich war ehrlich wie erschlagen im ersten Augenblick." Sie wandte sich Bilbo wieder zu: "Du als Hobbit musst doch erst recht total geblendet gewesen sein, oder? Ich mein, ihr habt hübsche Häuser da in Hobbingen, aber keine großen Reichtümer."

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Bilbo zuckte die Schultern: „Weißt du, Ailin, eins hab ich auf der Reise mit euch Zwergen gelernt: Zwerge und Hobbits sind sich viel ähnlicher als ich befürchtet hatte, aber auch viel fremder!“ Er ließ seinen Blick über das zerstörte Tor schweifen. „Ich war erstaunt über die riesigen Mengen, die sich hier finden. Aber auf der anderen Seite frag ich mich, wofür man soviel Gold brauchen sollte. Ja, wir haben schöne Smials und ich denke, ich darf sagen, dass ich nicht zu den ärmsten Hobbits gehöre. Aber ich wüsste wirklich nicht, was ich mit soviel Gold machen sollte!“ Wieder machte er eine kleine Pause, ja, was würde er damit machen? Dann breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus: „Vermutlich würde ich ein großes Fest geben, unten auf der Festwiese! Mit reichlich Bier und Pfeifenkraut, der größten Torte, die ich von Bäcker Gerstenstaub bekommen könnte, und Musik vom Feinsten. Und falls ich Gandalf zu einem seiner Feuerwerke überreden könnte...“ Gedankenverloren starrte er vor sich hin.

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

"Ach, der macht Feuerwerke????" Das hatte Ailin noch gar nicht gewusst! Der Alte war immer für Überraschungen gut, genau wie Arda..
"Aber mit dem Fest hast du recht, Bilbo. Würde auch eines geben für alle Gefährten. Und Freunde. Und Verwandten. Ale und Met und dieses Langgrundblatt für alle. Und Wein, fassweise. Tanzen würden wir auf den Tischen, bis die zusammenbrechen!" Die Zwergin musste unwillkürlich grinsen bei ihrer Vorstellung der Siegesfeier, zu lange war das letzte große Fest schon her.
Schlagartig wurde sie wieder ernst. "Aber das Gold gehört nicht uns. Naja, genaugenommen gehört es meinem Volke, stimmt schon. Aber es ist der Schatz von Thorins Großvater. Er muss entscheiden, wie es damit weitergeht. Und im Moment interessiert ihn das Gold genausowenig wie eine Handvoll Kohlenstaub. Wahrscheinlich so lange, bis er diesen verdamm...eh, verflixten Arkenstein wiedergefunden hat! Das Ding kann doch nicht SOOO schwer zu finden sein, was meinst du? Solltest nicht DU den stehlen? Dann muss ihn dir doch einer richtig beschrieben haben, oder? Thorin vielleicht? Wenn man genau wüsste, wie das Ding aussieht, würden wir es vielleicht eher finden!" 'Und dann würde Thorin wieder er selbst werden' Doch das sprach Ailin nicht aus..

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Oh, gefährlicher Grund. Und wie er ihn stehlen sollte! „Als ich in den Erebor hinunterstieg, hat Balin versucht ihn mir zu beschreiben. Er sagte, ein großer weißer Edelstein und dass ich ihn erkennen würde, wenn ich ihn sähe! Eine sehr hilfreiche Beschreibung, wie du dir bei diesem Haufen vorstellen kannst.“ Er presste kurz die Lippen zusammen und und lächelte dann etwas sparsam. „Meinst du denn, es würde wirklich einen Unterschied machen? Er hat den Berg zurück, es kann ihm doch keiner mehr die Krone absprechen?“

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

"Das weiß ich auch! Aber Thorin sieht das wohl anders. So ganz schlau werde ich auch nicht draus, warum der Stein ihm SOOO wichtig ist. Thror hat es damals als Königsjuwel erklärt. Er sah es als seine Legitimation, ein Szepter quasi. Und es gab da einen Eid nach der Schlacht von Azanulbizar. Schattenbachtal nennt ihr das wohl. Da schworen die anderen Fürsten dem Besitzer des Arkensteines einen Eid, in dem sie ihm Gefolgschaft gelobten. Darum solltest du den Stein stehlen, Bilbo. Mit diesem in der Hand hätte Thorin eine Armee aus Zwergen aller sieben Reiche aufbieten können, um Smaug zu besiegen." Endlich machten sich die Geschichtsstunden ihres Vaters mal bezahlt, dachte Ailin und fuhr fort: "Nun ja, Smaug ist ja nun aber tot. Und Thorin sowieso König. Darum sag ich ja, keine Ahnung, warum der Stein nun noch so wichtig sein soll. Außer als Szepter. Wahrscheinlich will ihn Thorin wiederhaben, weil sein Großvater so sehr daran hing. Versteh ich ja. Wenn ich nur wüsste, wie der aussieht...." Gedankenverloren schwieg die Zwergin. Und dann, urplötzlich, fiel ihr Bilbos merkwürdige Miene bei ihren Fragen ein. Seine Bewegung, als sie ihn sah. Das merkwürdige Glitzern in seiner Hand.
',,,Du wirst ihn erkennen, wenn du ihn siehst.....'
Ein leiser, aber dennoch ungeheuerlicher Verdacht stieg in ihr auf. Ihr stockte fast der Atem.
Bilbo war der erste im Berg gewesen. Der Einzige, bis der König ihm gefolgt war. ...
Prüfend musterte die Zwergin den Hobbit erneut:
"Und du hast nichts da unten gesehen, was Balins Beschreibung nahekam? Nichts Ungewöhnliches?" forschte sie nach.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Bilbo stockte fast der Atem. Dieses hartnäckige Zwergenmädel! Doch er überspielte seinen Schreck: „Oh, jede Menge Ungewöhnliches! Stell dir vor, sogar einen goldenen Pferdekopf in Naturgröße. Und natürlich jede Menge Edelsteine. Nun, und einen lebendigen Drachen!“ Er zog eine Grimasse: „Der war an Ungewöhnlichkeit dann wohl kaum mehr zu überbieten!“ Wieder war er in Gedanken in der Situation und murmelte mehr als dass er es laut sagte: „Er wollte ihn mir fast zugestehen, nur um Thorin wahnsinnig werden zu sehen! - Aber ob er noch verrückter werden kann als jetzt?“ Unbewusst fingerte er mit der Hand in der Jackentasche.

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Ailin spitzte die Ohren, verstand den letzten Teil aber nur halb. Was ihr dagegen nicht entging, war die Handbewegung des Halblings. Schon wieder! Was sagte Bilbo da? "Verrückt? Wer? Wen meinst du, Bilbo?"

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Bilbo schreckte auf, was hatte er gerade gesagt? „Nun, der Drache wusste erstaunlich viel über den Stein. Und er ging davon aus, dass Thorin verrückt würde, wenn er den Stein hätte!“ Er zog eine Grimasse. „Kaum vorstellbar, jetzt, oder?“

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

"Mmmmmh...nicht wirklich.." war alles, was Ailin dazu einfiel. Warum sollte Thorin verrückt werden, wenn er den Stein bekäme? Der würde eher verrückt, wenn er ihn NICHT bekäme....Ailin erschrak vor dem eigenen Gedankengang und hakte nochmal nach, um davon abzulenken:
"Also du hast wirklich nichts gesehen, was der Arkenstein sein könnte?" Immerhin hätte es ja sein können, dass er das Etwas nicht hatte erreichen können unter den Augen des Drachen..

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Der Hobbit schluckte, verdammt, verdammt... Er wünschte, er könnte so bildreich fluchen wie sein junger Cousin. „Ich hatte den Eindruck, mal etwas außergewöhnlich glitzern zu sehen, aber dann hat der Drache es in ein riesiges Goldtal gekickt!“ Nun, das war zumindest nicht gelogen...

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Ein außergewöhnliches Glitzern.....
So wie das in Bilbos Hand?
Ailin war klar, hier würde sie nicht mehr erfahren. Wenn es wirklich an dem war, was sie vermutete, erst recht nicht.
"Dann liegt das Ding vermutlich knietief im Haufen. FALLS es überhaupt der Stein war..."
Bilbo machte immer noch einen irgendwie verängstigten Eindruck und Ailins Verdacht verhärtete sich.
Sie musste ihren Bruder finden...
"Na, dann geh ich mal weitersuchen. Bevor Thorin uns Beine macht..." verabschiedete sie sich rasch von dem Hobbit und machte sich auf den Weg zurück in den Berg.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Bilbo atmete auf, als Ailin plötzlich verschwand. Was hatte sie jetzt gebissen? Aber egal zumindest war sein Geheimnis noch sicher. Erleichtert ließ er sich auf einem Stein nieder. Was sollte er nur machen? Was war hier richtig? Im Auenland war das immer klar gewesen.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

"Arkenstein, Arkenstein.... was ist das überhaupt? Wie soll sowas aussehen? Woran erkennen wir ihn? Und warum brauchen wir ihn überhaupt? Wir haben den Berg!"
Finbar maulte und murrte nur so vor sich hin, während er des Königs Befehl ausführte und die Schatzkammer nach diesem besonderen Juwel durchsuchte. Hin und wieder leuchteten seine Augen auf und ein "Whoaaaa!" oder ein "Unglaublich!" entfuhr ihm, wenn er ein besonders edles oder besonders wertvolles Schmuckstück in Händen hielt, aber stets verneinten die anderen, dass es sich um den Arkenstein handele. Es war nicht so, dass Finbar den Aufenthalt hier im Schatz nicht genoss - seine Augen wurden größer und größer - aber lieber hätte er das genossen, was da war, anstatt das zu suchen, was offenbar nicht da war.

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

"Los komm mit!"
Rigoros schnappte sich Ailin ihren Bruder und zog ihn zu einem Durchgang. Weg von den anderen, weg auch vom König, der den Bereich unterhalb einer halbzerfallenen Treppe akribisch absuchte.
Sie brauchte Rat von einem Vertrauten.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Da stießen sie gerade noch auf den König an und dann machte ebendieser ihre schöne Feier kaputt. Borin schnaubte und schmetterte seinen Krug gegen die Wand, sodass dieser in tausend Teile zerbrach. ''Zum Teufel mit dem Arkenstein!'', knurrte er und stapfte in Richtung des Tores. Er dachte gar nicht daran bei der Suche zu helfen. In seiner Rüstung konnte er sich sowieso kaum bewegen und gut sehen konnte er schon zweimal nicht. Stattdessen würde er Ausschau halten. Ausschau nach Feinden. Oben angekommen setzte er sich seine Brille auf und beobachtete die Einöde vor seinen Augen. Daneben stand bereits Dwalin, der es offenbar ebenfalls für wichtiger erachtete, als irgendeinen Stein zu suchen. Borin wand sich an den Krieger. ''Ich kenne Dain. Er würde uns jetzt, da Smaug tot ist, in jedem Fall beistehen! Vergessen wir einfach den Arkenstein!'' Dwalin war jedoch auf etwas anderes konzentriert und antwortete dem alten Greis daher nicht. Der Zwerg zeigte zum Horizont. ''Siehst du das? Da herrscht ja ein reges Treiben. Das müssen diese Seestädter sein! Ich geben Thorin Bescheid!'' Und ehe Borin etwas sehen konnte, war Dwalin auch schon verschwunden. Erst dann erkannte auch er, dass die Stadt offenbar wiederbesiedelt wurde. ''Makk an E Ha’ak!''

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Verwundert starrte Finbar seine Schwester an.
"Sag mal, was ist denn in dich gefahren? Hast du deinen Lieblings-König nicht gehört? Sucht, meine kleinen Zwerglein, sucht!" sagte er schnippisch, denn er wusste, dass Ailin kein schlechtes Haar an Thorin lassen würde, egal, was er befahl.

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Finbar

Geändert durch Finbar (02.11.2017 11:41)

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

"Deinen Spott kannst du dir sonstwohin stecken, Bruderherz! Wir können aufhören zu suchen. Wir werden den Stein hier nicht finden, ich weiß es!"
Für irgendwelche ironischen Reden war jetzt nicht der rechte Zeitpunkt, befand Ailin.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Finbar machte große Augen.
"Du weißt es?" wiederholte er skeptisch. "Hast du dich wie ein Maulwurf durch all die Tonnen von Gold und Edelsteinen gegraben, als ich nicht hingesehen habe? Oder woher willst du das bitte wissen?"
Er sah Ailin an, dass diese seiner Scherze überdrüssig war, und so zwang er sich mit einem Seufzer zur Ernsthaftigkeit.
"Ehrlich Ailin, keiner von uns hat diesen blöden Stein auch nur zu Gesicht bekommen. Er wird irgendwo unter all dem da vergraben liegen!"
Er machte eine ausschweifende Geste, mit der er den gesamten Schatz erfasste.
"Lass uns weitersuchen."

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Finbar

Geändert durch Finbar (02.11.2017 11:49)

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

"Nein, ist er nicht! Da vergraben mein ich. ER hat ihn.."

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

"....?"
Finbar's Gesicht drückte genau null Verständnis aus. Redete seine Schwester wirr? Sehr langsam und betont fragte er:
"Uuuuuuund.... ER... ist weeeer genau?"

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Finbar
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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

"Bilbo! Zumindest glaube ich das! Und ich bin mir ziemlich sicher! Er hatte etwas Schimmerndes in seiner Hand, als ich über ihn stolperte. Hat es schnell weggesteckt und danach war er sehr seltsam, wenn ich das Gespräch darauf brachte..." Ailin hatte sich die Begegnung auf dem Weg hierher noch mehrfach durch den Kopf gehen lassen und es gab eigentlich keine logischere Erklärung für Bilbos merkwürdiges Verhalten.
"Ich wollte eigentlich nicht gleich zu Thorin gehen damit. Ich frage mich, ob es nicht besser wäre, Bilbo darauf anzusprechen und ihm die Chance zu lassen, Thorin den Stein selbst zu geben? Offenbar hat er ihn doch gefunden, war ja auch seine Aufgabe als Meisterdieb. Ich frag mich nur, warum er ihn noch nicht abgegeben hat und uns alle weitersuchen lässt! Und ich fürchte, Thorin wäre ziemlich sauer, wenn er das erfährt..."
'Ziemlich sauer' war eigentlich nicht das, was Ailin im Kopf hatte, wenn sie an eine mögliche Reaktion Thorins auf solch eine Nachricht dachte. Klar, es war verlockend! Sie war wegen Thorin hier. Und nun bot sich die einmalige Gelegenheit, ihm einen unschätzbaren Dienst zu erweisen. Dann würde er sie vielleicht mit anderen Augen sehen.. Oder???
Aber etwas hielt sie zurück. Es war die Vorstellung eines Thorin in tödlichem Zorn, der diesen an Bilbo ausließ. Sie versuchte, das Bild zurückzudrängen, aber es erstand immer wieder aufs Neue.
Ailin hätte früher nie gezögert in diesem Falle, aber etwas hatte sich verändert. Thorin hatte sich verändert. Und nicht zum Besseren. Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, bestand die Möglichkeit, dass Thorin dem Hobbit im Zorn etwas antun würde, so, wie er sich im Moment gab. Und das hatte Bilbo nun wahrlich nicht verdient. Fragend sah sie ihren Bruder an.

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Kára grub sich durch die Berge von Gold, Edelsteinen, Schmuck, kostbaren Bechern, die mehr wert waren als ihr Vater in einem Monat verdiente, und fragte sich, wie lange es wohl dauern würde, bis jemand zufällig den Stein fand. Es wurde ja nicht leichter dadurch, dass durch die Anwesenheit der nicht gerade leichtfüßigen Zwerge sich immer wieder Goldstücke lockerten, verrutschten und alles durcheinander brachten.
Sie arbeitete mechanisch, darauf vertrauend, dass sie den Arkenstein schon erkennen würde, wenn sie ihn in den Händen hielt. Früher wäre jetzt der Zeitpunkt gewesen ein fröhliches Zwergenlied anzustimmen, aber niemand schien in der Stimmung dafür zu sein. Der Frust stand den meisten ins bärtige Gesicht geschrieben.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

~~~

"I belong with my brother!"
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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Finbar's Augen wurden dunkel. Nicht nur dunkel, sondern stürmisch. Sein Gesicht verzog sich im Zorn, während er den Arm seiner Schwester fest packte und sie zwei dreimal durchschüttelt.
"Sag mal, ist dir eigentlich klar, was du da gerade sagst?" zischte er böse und Ailin entfuhr ein entsetztes: "Pssst, leiser!"
Finbar sah sich schnell nach allen Seiten um, aber niemand schien auf die beiden aufmerksam geworden zu sein.
"Hörst du dich eigentlich selber reden?" fragte er etwas leiser, aber noch immer voll Wut. "Was du vorschlägst ist Hochverrat! Wenn Bilbo den Stein unterschlagen hat, dann muss Thorin davon erfahren! Er hat kein Recht, es zu verheimlichen!"
Zornig kickte er einen Stein an die gegenüberliegende Wand.
"Wir suchen hier wie die Blöden und du willst den Hobbit auch noch decken! Weißt du eigentlich, was Thorin mit dir machen wird, wenn er erfährt, dass du davon wusstest und nichts gesagt hast!?"
Er machte Anstalten, Ailin mit sich mit zu zerren. "Komm schon, wir müssen zum König!"

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Bei MAHAL!
DARAN hatte Ailin noch gar nicht gedacht! Dass es als Hochverrat ausgelegt werden könnte, wenn sie nichts sagte! Siedendheiß fiel ihr ein, dass ihr Bruder Recht haben könnte mit dieser Vermutung.
"Beruhige dich, Finn! Ich komme auf direktem Wege von Bilbo hierher, ich HAB ihn noch nicht gedeckt! Ich wollte vorher mit dir reden. Weil Thorin so jähzornig ist. So war er früher nie. Vielleicht hatte Bilbo noch gar keine Gelegenheit, ihm den Stein zu geben. Ich wollte ihn nur nicht fragen, ohne mich vorher mit dir abgesprochen zu haben, weil ich mir ja selbst nicht zu 100 Prozent sicher bin!"
Und gar nicht sicher war sie sich über Thorins Reaktion. Nun, nach Finns Aussage, erst recht nicht mehr. Bilbos Erzählung über Smaug und dass der Besitz des Steines Thorin in den Wahnsinn treiben würde, fielen ihr wieder ein. Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, zeigte der König bereits OHNE den Stein beunruhigende Seiten. GERADE ohne den Stein. Aber dann würde es doch besser werden, wenn sie ihm den Stein verschaffte. Oder?
ODER???
Und Bilbo???
"Ich weiß, was wir machen, Finn! Ich geh zu Balin! Der weiß Rat! Er weiß immer Rat, da bin ich sicher!"
Das war die Lösung. Der besonnene alte Ratgeber Thorins würde wissen, was das Beste war. Für seinen Freund und Verwandten, aber auch für den Halbling, an dem er irgendwie einen Narren gefressen zu haben schien. Und auch für sie als Mitwisserin. "Bleib du hier und tu so, als ob du den Stein suchen würdest. Ich suche inzwischen Balin, der war schon öfter in der alten Bibliothek und ordnet Schriften. Da ist er bestimmt."

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Finbar sah seiner Schwester nach.
"Bleib du hier und tu so, als ob.... AILIN?" Eilig lief er hinter ihr her. "Dir ist schon klar, dass ich nun auch mit drin hänge, ja, Schwesterherz? Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, erinnerst du dich?" Er schnaubte unzufrieden.
"Selbst wenn es heißt, einen Drachen zu besiegen, einen Berg zu erobern.... oder den König zu hintergehen!"
Insgeheim ohrfeigte er sich für jede dieser seiner Entscheidungen.
"Wären wir doch nur zu Hause geblieben!"

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Finbar
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Pado lief durch die Hallen. Nein, er suchte nicht den Arkenstein. Er war diesem König nicht zur Treue verpflichtet und jetzt schon mal gar nicht. In der Tat suchte er Bilbo. Balin hatte ihn gebeten, diesen zu suchen, weil Thorin seine Berater zusammenrief. Und offensichtlich gehörte Bilbo diesem erlesenen Kreis an.
In einem schmalen Gang fand er ihn, einen Wandleuchter anstarrend. Pado musterte diesen, fand aber nichts besonderes daran. „Bilbo!“, der ältere Hobbit fuhr herum. „Ach, du bist es, Pado!“ Pado wunderte sich über die Erleichterung in seiner Stimme, was war denn hier los? „Bilbo, Balin schickt mich. Thorin ruft eine Versammlung seiner engsten Berater im Thronsaal zusammen. Ich soll dich holen!“

Bilbo wurde blass, das war doch jetzt nicht wahr. Hatte diese kleine Zwergin tatsächlich etwas gesehen? Und natürlich hatte sie es direkt weitergegeben. Ach, hätte er doch schon vorher seiner Überlegung nachgegeben und hätte Rat bei Thorins ältestem Freund, Balin gesucht. Er sah Pado an: „Pado, du musst mir helfen. Stell jetzt keine langen Fragen, ich erklär dir später alles.“ Er sah sich um, aber in dem Gang war niemand außer ihnen. Dann fasste er in die Innentasche seiner Jacke und holte ihn heraus, diesen Unglücksstein. Ein Glühen breitete sich zwischen ihnen aus. Pado sah einen Moment auf den Stein und dann erschüttert hoch. „Bilbo, du hast-„, Nicht jetzt, Junge! Verwahre ihn kurz für mich. Aber sei vorsichtig. Zeig ihn niemandem und sprich auch mit keinem darüber! Das muss ich klären!“ Pado nickte abwesend, während er immer noch den Stein in seiner Hand musterte. „Ich muss los, Pado! Bis nachher!“ und damit eilte der Ältere Richtung Thronsaal davon und ließ einen völlig verstörten Pado zurück.

Dieser steckte den Stein schnell in die unergründlichen Tiefen seiner Jackentaschen, zum letzten Knallbonbon, das er noch besaß, einem Knopf in Eichelform, den er im Nebelgebirge gefunden hatte, Arrins Handschuh und noch diversem anderen Kleinkram, den er im Laufe der Reise angesammelt hatte. Seit wann hatte sein Cousin den Stein? Dass er ihn Thorin nicht gegeben hatte, mit dem er doch so gut befreundet war, dass er sogar zur Ratsversammlung eingeladen wurde. Doch andererseits erinnerte sich Pado an die Szene als sie vor dem Drachen flüchteten und er und Ardagast mitbekommen hatten, wie Thorin Bilbo mit vorgehaltenem Schwert nach dem Stein gefragt hatte. Ob sein Cousin ihn da schon gehabt hatte.
Der Junge lief durch den Berg und versuchte die Begegnung mit anderen zu vermeiden. Dieser vermaledeite Stein schien ein Loch in seine Jackentasche zu brennen und zu rufen : „Hier bin ich! Findet mich!“ So setzte er sich schließlich auf eine Steine vor dem Eingang des Erebor und starrte mal wieder über die Ebene. Das schien eine Gewohnheit von ihm zu werden.

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]


Ailin saß allein auf dem selben Söller, auf dem sie vorhin Bilbo getroffen hatte. Jetzt wünschte sie, sie wäre nie hier herauf gekommen. Hätte den Hobbit nie entdeckt. Oder sein Geheimnis.
WENN es denn eines war....
Verunsichert, was sie nun tun sollte, schwankend zwischen Loyalität zu Thorin und Angst um Bilbo, gepaart mit der Unsicherheit, ob es wirklich der Arkenstein war, den der Halbling in der Hand gehabt hatte, hatte sie Balin gesucht, ihren wider Willen zum Mitwisser gewordenen Bruder im Schlepptau.
Sie hatte den Alten wie vermutet in der Bibliothek angetroffen und nach einigen Anläufen, in denen sie sich wie ein Aal gewunden hatte, mit ihrem Problem herausgerückt.
Dass die Frage kam, ob sie sich sicher sei betreffs des Steines, war nicht verwunderlich gewesen. Sie selbst fragte sich das ja ständig. Ob sie sich da nicht etwas Falsches zusammengereimt hatte, etwas, was Bilbo in Gefahr bringen könnte, wenn Thorin es erführe. Nur darum war sie nicht sofort zum König gegangen. Was, wenn er in seiner augenblicklichen Verfassung dem Hobbit ein Leid antat und sich hinterher herausstellte, dass dieser den Stein gar nicht hatte? Diese Schuld wollte Ailin nicht auf sich laden. Und folgerichtig hatte auch Balin gesagt, sie müsse sicher sein, ehe sie mit solch einem ungeheuerlichen Verdacht zu Thorin ginge. Aber sicher war sie sich eben nicht! Auch ein großer Opal konnte in solch innerem Feuer glühen wie das Etwas in Bilbos Hand. Und immerhin stand dem Hobbit ein Vierzehntel des Schatzes zu, derart verwerflich wäre es nicht, wenn er sich ein schönes Schmuckstück einsteckte. Wenn, ja wenn es eben nicht der Arkenstein wäre.. Zwar hatte Bilbo auf ihre Fragen merkwürdig reagiert, aber das musste noch nichts heißen.
Sie würde den Hobbit also wohl doch fragen müssen...
Doch dann sagte Balin etwas, was Ailin zutiefst erschreckte: Mit Tränen in den Augen sprach der Alte von einer 'Drachenkrankheit', an der bereits Thror gelitten hatte. Und davon, dass diese vielleicht auch von Thorin Besitz ergriffen hatte. Und dass der Stein seinen Wahnsinn womöglich noch verstärken könnte...
Niemand konnte übersehen haben, welch entsetzliche Veränderung mit dem König vor sich gegangen war, seit sie hier waren. Was, wenn Balin Recht hatte? Wenn Smaug Recht hatte? Bilbo hatte ihr erzählt, der Drache habe Ähnliches geäußert..
Ihr Bruder war keine Hilfe. Er hatte mit zusammengepressten Lippen und verschränkten Armen hinter ihr gestanden und war unbehaglich von einem Fuß auf den anderen getreten. Man sah ihm deutlich sein Unbehagen an, dass er in diesen Verrat....zumindest Thorin würde es als solchen sehen!...hineingezogen worden war.

"Vielleicht war es gar nicht der Arkenstein, den Bilbo in der Tasche hatte, Ailin. Vielleicht war es nur ein schöner Edelstein. Ehe du es nicht wirklich sicher weißt, wäre es wahrscheinlich ein Fehler, Thorin zu informieren. Und selbst wenn..ich bin nicht sicher, ob es Thorins Zustand verbessern würde, wenn er den Stein hätte... Was, wenn es noch schlimmer wird mit ihm? Durch den Stein...
Manchmal denke ich, es wäre besser, der Stein bliebe begraben unter all dem Gold und würde nie gefunden..." Die letzten Worte Balins gingen Ailin wieder und wieder durch den Kopf. Was, wenn der Alte mit seinen Befürchtungen richtig lag? Eine Verschlimmerung von Thorins Zustand war das Allerletzte, was Ailin wollte. Sie hatte ihren Bruder beschworen, vorerst nichts zu sagen. Erst brauchte sie Gewissheit, ob Bilbo den Stein wirklich hatte! Doch ihn zu fragen wagte die Zwergin nun nicht mehr. Aber sie konnte ihn genau beobachten.
Und dann? WENN sie es wusste? Was dann???

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Die Ratsversammlung war vorüber. Und Bilbo war so klar wie nichts, dass er dringend mit Balin reden musste, sonst würde die Situation im Erebor immer unhaltbarer. Thorin schien so gar nicht er selbst zu sein. Die Art wie er seine ältesten Freunde angefahren hatte, war erschütternd gewesen. Und Bilbo war heilfroh gewesen, dass er nicht im Zentrum des Gewitters gestanden hatte. Er, der das Misstrauen des Königs als einziger verdient hätte. Es war ihm durch und durch gegangen als Balin gefragt hatte, ob Thorin an der Loyalität von irgendjemandem hier zweifele? Oh, verflucht. Sollte er erst Pado von seiner Bürde erlösen oder doch erst mit Balin sprechen? Erst Balin! Entschlossen wandte er seine Schritte zur Bibliothek, wo er den alten Zwerg mit großer Wahrscheinlichkeit finden würde. Kurz vor der Bibliothek prallte er fast auf Dwalin. Hoffentlich sah der große Krieger ihm seine Sorge und Furcht nicht an.



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Geändert durch PadogasTook (03.11.2017 11:26)

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Dwalin bog in die ehemalige Bibliothek ein und sah seinen Bruder dort an einem Tisch sitzen, auf dem Dutzende Schriftrollen ausgebreitet waren. Doch Balin las nicht darin, sondern starrte hinter den Finin-Zwillingen her, die gerade den Raum verließen. Er wischte sich über die Augen, als hätte er zu lange auf Zahlen und Runen gestarrt. Oder hing ihm noch das unerfreuliche Gespräch von vorhin nach, als sein Bruder versucht hatte, Tacheles mit Thorin zu reden, was die Suche nach dem Stein anging? Dwalin schüttelte immer noch den Kopf beim Gedanken daran, dass sein Freund offenbar an der Loyalität seiner Gefährten zweifelte und befürchtete, jemand könne den Stein unterschlagen haben. In kaltem Zorn hatte er jedem Rache angedroht, der ihn betrügen würde, ihm SEINEN Juwel vorenthielt. Der Krieger kannte Thorin kaum wieder. Was war nur in den gefahren? Als ob jemand den König bestehlen würde!
Und überhaupt hatte er seinen Freund noch nie so erlebt, nicht in mehr als eineinhalb Jahrhunderten, seit er ihn kannte. Nicht einmal nach der furchtbaren Schlacht, in der Thorins halbe Familie ausgelöscht worden war...genau wie Dwalins, wie die beinahe jeden Zwerges, den er kannte.
Den Thorin, der da, angetan mit Thrors Krone, auf dem zerschmetterten Thron saß und mit tödlicher Kälte von Verrat und Rache sprach, den kannte Dwalin nicht. Und auch seinen Bruder schien das Gespräch arg mitgenommen zu haben, er hatte sich sofort danach hierher begeben und brütete seitdem über seinen Schriftrollen.
"Alles in Ordnung, Balin?" erkundigte der Krieger sich fürsorglich, worauf der Ältere zerstreut nickte.
"Draußen allerdings nicht..." setzte er dann hinzu. Balin blickte fragend auf, und Dwalin erklärte: "Überlebende aus Seestadt, wohl ein paar Hundert. Sind auf dem Weg nach Thal. Ich gehe mal hinunter zu Thorin, das muss er erfahren!"
Damit verließ er den Raum Richtung Schatzkammer und prallte beinahe mit Bilbo zusammen, der ihm im Gang entgegenkam und sich nahezu furchtsam an die Wand drückte. Wo der wohl hin wollte?

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Balin stand vor einem Regal und schien weit weg zu sein. Ein Schütteln lief über seine Schultern. Bilbo näherte sich langsam, wollte er den alten Zwerg nicht erschrecken. Doch der hatte ihn schon bemerkt. Ohne sich umzudrehen sagte er: „Drachenkrankheit! Das hab ich schon mal gesehen!“, erst jetzt sah Balin Bilbo an. Der Hobbit meinte, dessen Augen verdächtig glitzern zu sehen. Ja, auch dem Alten ging die Situation an die Nieren. „Dieser Blick, dieses schreckliche Verlangen!“ Balin beschrieb anschaulich, wie diese Krankheit in Thorins Familie gewütet hatte.
„Balin!“, Bilbo fasste sich ein Herz, „wenn Thorin den Arkenstein hätte – wenn er gefunden würde!“ Er machte eine kurze Pause und sah dem Zwerg fest in die Augen, „würde das helfen?“ Balin sah ihn grübelnd an und meinte dann eindringlich: „Dieser Stein ist die Krönung von allem. Er ist der Gipfel allen Reichtums hier! Würde er seinem Wahnsinn Einhalt gebieten?“ Ein kleiner Seufzer entfuhr ihm. „Nein, mein Junge! Ich fürchte es würde schlimmer werden! Vielleicht ist es besser, er bleibt verloren!“ Ein leichtes Zucken der Augenbrauen begleitete diese letzte Bemerkung und Balin schien ihn mit den Augen festzuhalten. Bilbo schluckte, nickte kurz und verließ die Bibliothek.

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Ailins Entschluss war gefasst. Ab jetzt würde sie ein Auge auf Bilbo haben, um Gewissheit zu bekommen.
Sie warf einen letzten Blick hinunter vors Tor und erblickte.... Pado, der draußen saß und in die Ferne starrte.
Mit schnellen Schritten begab sich die Zwergin hinunter zu dem zerschmetterten Tor und ging nach draußen, wo der Hobbit noch immer hockte und gedankenverloren Löcher in die Luft zu starren schien.
"Ah Pado! Hast du Bilbo gesehen? Oder was Neues von dem Stein?" Merkwürdigerweise zuckte Pado bei dieser Frage zurück, als habe ihn eine Schlange gebissen. Irgendwie wurden hier wohl langsam alle verrückt...

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Auf einer Bank vor der Waffenkammer ließ Bilbo sich fallen. Balin wusste Bescheid – ganz sicher! Und er wollte nicht, dass der Arkenstein gefunden würde. Er kannte die Risiken. Andererseits war Thorin sein Freund. Verflucht aber auch! Schon fast aus Gewohnheit fingerte er in seiner Tasche herum. Ah, der Ring! Hm, was war das? Ach, die Eichel! Er nahm sie heraus und schaute versonnen auf dieses kleine Kunstwerk, so schön glatt. Ginge hier doch auch alles so glatt. Der Hobbit sehnte sich auf einmal nach dem Auenland, in dem alles immer schön einfach war.

Plötzlich hörte er schwere Schritte um die Ecke biegen. „Was ist das?“, erscholl scharf Thorins Stimme. Im Sturmschritt kam der Zwergenkönig durch den Durchgang geschossen, „da in deiner Hand?“
Bilbo stand auf die Hand hinter dem Rücken: „Das ist nichts!“, meinte er bestimmt. Doch Thorin sah ihn durchdringend an: „Zeig’s mir!“ Bilbo seufzte nur innerlich. Jetzt stünde er bei Thorin vermutlich wieder als der auenländische Trottel da, für den der ihn am Anfang immer gehalten hatte. Doch das war ihm nun recht egal. Also öffnete er die Handfläche und zeigte seinen Schatz vor. Damit würde der König wohl eher nicht rechnen. Denn was der suchte, war Bilbo sonnenklar und der Hobbit war froh, dass das verräterische Objekt gerade nicht in Greifweite war.

Thorin senkte den Blick auf die Eichel, stutzte und sah dann ungläubig auf. „Ich hab sie in Beorns Garten aufgelesen.“, erklärte der Hobbit. Thorins Züge entspannten sich merklich: „Du hast sie bis hierher gebracht?“ Es klang ungläubig. Bilbo nickte: „Ich pflanze sie in meinen Garten, in Beutelsend!“ Der König lächelte – das erste Mal seit Tagen, so schien es Bilbo, „ein recht kleines Andenken für das Auenland.“ Bilbo schmunzelte: „Nun, sie wird ein Baum und wenn ich ihn ansehe, werde ich mich erinnern“, Bilbo unterbrach sich kurz, ja, das würde er wirklich, „an alles, was geschehen ist. Das Gute, das Böse – und an das Glück es nach Hause geschafft zu haben.“ Bilbo lachte bei der Vorstellung und auch Thorin lachte, fast ein wenig verblüfft, dass solches Glück in einer kleinen Eichel zu finden sein sollte. Fast schien er wie befreit, was Bilbo direkt noch einmal ein Grinsen über das Gesicht trieb. Ja, jetzt konnte er den Freund wieder sehen in diesem vorher so grimmigen Antlitz. Hoffnung keimte in Bilbo auf. Sollte der König unter dem Berg seine seltsame Stimmung überwunden haben? Konnte Bilbo es wagen? „Thorin! Ich-“ Doch da wurde er unterbrochen von einem Ruf Dwalins: „Thorin! Überlebende aus der Seestadt!“ Im Näherkommen erklärte der Krieger: „Sie strömen nach Thal hinein!“. Und wo Bilbo eben noch das herzerwärmende Lächeln gesehen hatte, versteinerte die Miene und zurückblieb nur der grimmige Zwergenkönig.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Pado fluchte im Stillen. Warum musste Ailin ausgerechnet jetzt hier auftauchen und auch noch nach dem blödsinnigen Stein fragen, der alle ins Unglück zu stürzen schien. Das Loch, das der Stein in seine Tasche brannte, wurde immer größer. Doch er riss sich zusammen. „Was willst du denn von Bilbo?“

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Ups! Mit dieser Gegenfrage hatte Ailin nicht gerechnet. Was sollte sie Pado sagen, warum sie nach Bilbo suchte?
Dann fiel ihr was ein:
"Ihn fragen, wie der Stein aussehen soll, vielleicht finden wir ihn dann endlich, und Thorin hört auf, uns alle herumzuscheuchen.."
Sie warf Pado einen Blick zu:
"Mich würde es ja nicht wundern, wenn ausgerechnet ein Hobbit den Stein fände, ihr habt Talent für Geheimnisse." Ob Pado die Spitze in ihrem Satz erkannte? Leichthin fügte sie hinzu:
"Oder wenn du ihn plötzlich aus der Tasche zögest..."

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Pado war ja einen Moment versucht in seine Tasche zu greifen, den Stein hervorzuholen und seine Freundin zu fragen: „Na, meinst du den?“ Doch zu viel stand derzeit auf dem Spiel, als dass er sich diesen Scherz erlauben konnte. Jedenfalls verstand er Bilbo nun sehr gut. Dieser Stein wurde zur Plage.
„Weißt du, Ailin, dafür bräuchten wir jetzt einen unserer Zauberer. Wahrscheinlich kennen die einen Zauberspruch, mit dem sie den Stein einfach aus dem Hafen Gold hervorziehen könnten. Mein Vater las mir früher manchmal Geschichten vor, von einem Zaubererjungen, der immer mit dem Spruch ‚Accio Dings‘, die Sachen, die er brauchte, herbeirufen konnte. Das wäre jetzt echt praktisch!“ Mit dramatischer Geste wedelte der junge Hobbit einen imaginären Zauberstab und rief: „Accio Arkenstein!“ und mit einem inneren Schmunzeln registrierte er, dass er froh war, dass dieser Zauberspruch hier nicht funktionierte. Herausfordernd sah er Ailin an: „Tja, da ich kein Zauberer bin, werden wir wohl weitersuchen müssen!“

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

"Zu schade. Ich hab keine Lust mehr auf die Sucherei."
Ailin hatte anfänglich geglaubt, Pado könnte was von dem Stein wissen, doch augenscheinlich war das nicht der Fall. Wäre auch seltsam, wenn Bilbo ihn direkt eingeweiht hätte.
Vielleicht sah sie ja überhaupt Gespenster und der Stein lag noch immer da unten.
"Naja, was sollst, dann geh ich doch mal lieber weitersuchen. Kommst du mit Pado? Oder willst du hier anfrieren?" Ein eisiger Wind blies ein paar Schneeflocken über das Plateau. Der Winter würde bald kommen.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

„Ja, ich komme auch mit,“ der Hobbit ließ noch einmal den Blick über die Ebene gleiten und blieb an einer dunklen Masse hängen, die sich nach Thal bewegte. „Oh, schau mal, Ailin! Wir bekommen Nachbarn!“

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Drückende Stille lag über der Ruine, die einst die reichste Stadt des Nordens gewesen war. Es hatte zu schneien begonnen und ein dünner weißer Schleier legte sich auf die zerstörten Dächer und Mauern.
Die Schritte der müden Seestädter waren schwer und vor ihren Mündern bildeten sich in der Kälte Dampfwolken, als sie den alten Marktplatz betraten. Der helle Sandstein der Häuser war von Ruß und Staub bedeckt und in all den Jahren langsam zugewachsen.
An einem Karussell hingen verbogene und gebrochene bronzene Tierfiguren. Stumme Zeugen von Tod und Zerstörung. Elva betrachtete das traurige Kinderspielzeug lange. Früher hatte sie sich immer gefragt, wie es gewesen sein musste, damals in Thal gewesen zu sein, als der Drache über die Stadt kam. Jetzt wusste sie es.
Mühsam blinzelte sie die Tränen weg, die sich in ihren Augen zu bilden begannen, als sie an Seestadt dachte, an die brennenden Straßen, die panischen Schreie, an Matosh...
Sie nahm Jarick fest an die Hand und begann wie die anderen Überlebenden in der Stadt nach einem Unterschlupf zu suchen. Das Dach der Stadthalle war weitesgehend erhalten und schnell wurden dort die Krankenstation und ein Lager mit allen Vorräten eingerichtet. Die umliegenden Häuser wurden zu Schlafstätten ausgebaut.
Elva führte gerade einen Greis an Krücken in die große Halle, als Bard von einem der alten Wachtürme aus nach ihr rief.
"Sieh", sagte er, als Elva die Spitze des Turms erreichte und zeigte mit ernstem Blick in Richtung des Einsamen Berges.
Rauch stieg aus großen Feuerschalen auf und warf in der Abenddämmerung rotes Licht auf das rege Treiben am Tor.
"Was machen die denn da?", fragte Elva skeptisch und kniff die Augen zusammen, um besser sehen zu können.
"Sieht aus, als würden sie sich einmauern...", sagte Bard grimmig. Er warf Elva einen vielsagenden Blick zu.
"Das sollten wir vielleicht mal Grimm zeigen", sagte sie und verschränkte zornig die Arme vor der Brust, "Mal sehen, was er jetzt zur Gastfreundschaft der Zwerge zu sagen hat."

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Isengar war erleichtert, als sie Thal erreichten. Es war schon ein bös anstrengender Marsch gewesen, immer bergauf, schwer beladen. Und Dotterblume samt Passagieren hatte er auch hinter sich her ziehen müssen. Die alte Ponydame hatte deutlich mehr Interesse an der spärlichen Vegetation als an ihrem Vorwärtskommen gezeigt. Doch mittlerweile hatte er den alten Mann und das Baby in der Obhut einer sehr resoluten Seestädterin gelassen und suchte nun für Dotterblume eine gute Stelle, wo sie etwas grasen konnte. Da Thal ja seit Jahrzehnten verwilderte, hatte er damit keine große Last und so konnte er bald für seine paar Habseligkeiten ein Plätzchen im alten Rathauskeller finden. An vielen Stellen packte er mit an und nicht lange und es machte der Spruch die Runde: „Kurze Beine aber großes Herz!“, der dem Hobbit aber glücklicherweise nicht zu Ohren kam.

In einem ruhigen Moment stieg er auf die teilweise noch gut erhaltene Stadtbefestigung und wagte einen Blick hinüber zu dem großen Tor des letzten Königreichs der Zwerge. Trutzig und imposant wirkte es, obwohl der Eingang selbst deutliche Spuren von Zerstörung zeigte. Alles zeigte klar, dass Zwerge dem monumentalen Pomp frönten. Isengar hatte bisher zwar schon viel mit Menschen, Elben, Zauberern und Orks zutun gehabt. Aber ein Zwergenreich hatte er nie besucht, obwohl die Ered Luin vom Auenland aus durchaus in Reichweite gelegen hätten. Seine Kontakte mit Zwergen hatten sich immer anderswo abgespielt, an den Grauen Anfuhrten, in Bree, Gondor. Auch wenn er auf seinem Weg nach Gondor durch Hollin gekommen war, hatte er doch um Moria einen großen Bogen gemacht. Zu unheilvoll waren die Geschichten darüber. Um so mehr interessierte der Forscher in ihn sich für die so gänzlich andere Baukunst der Zwerge am Erebor. Wie gerne hätte er dessen Hallen gründlich untersucht. Aber nun, da sie da waren, ergab sich ja vielleicht bald die Möglichkeit.

Und er würde bald Pado finden, wenn er dem Zauberer glauben durfte und es den Gefährten gut ging. Und die flackernden Feuerschalen im Eingangsbereich des Erebor deuteten daraufhin. Aber halt? Isengar kniff die Augen zusammen um schärfer sehen zu können. Was war das am Eingang? Waren da nicht einige kleine Figuren zu erahnen? Zu dumm, dass es schon so dämmrig war, dass man nicht mehr scharf sehen konnte. Aber er konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Figürchen damit beschäftigt waren, den Eingang zu sichern. Kritisch spähte er hinüber. Was ging da vor? Soweit er Bard aber auch andere Seestädter verstanden hatte, gab es doch eine Art Abkommen zwischen den Zwergen und Seestadt. Hm, grübelnd wandte er sich ab und begab sich auf die Suche nach Bard oder jemand anderem aus Seestadt, der ihm hierüber Auskunft geben konnte.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Eine Weile beobachteten Bard und Elva grimmig das Geschehen am Tor des Erebors. Tatsächlich, die Zwerge zogen eine Mauer hoch.
"Ob sie daran gedacht haben, dass sie vielleicht auch selbst mal wieder raus müssen? Gold hin oder her, irgendwann sehr bald werden sie Vorräte und Wasser brauchen. Sie können nur so viel haben, wie der Bürgermeister ihnen mitgegeben hat", sagte Elva.
Bard nickte langsam. "Das wird wohl nicht viel gewesen sein, nur das Nötigste. Grimm könnte es genauer wissen."
"Also wenn sie uns unseren Anteil nicht herausgeben wollen sitzen wir das Ganze einfach aus, bis sie rauskommen müssen?", schlug Elva vor
Bard rieb sich nachdenklich das Kinn. "Wer weiß, ob wir so lange durchhalten... Und außerdem, diese Mauer heißt nicht gleich, dass Thorin nicht mit sich verhandeln lassen wird. Sicher haben es auch andere Parteien auf den Berg abgesehen, jetzt wo der Drache tot ist. Ich kann verstehen, wenn er sich und seine Gefährten zu schützen versucht."
"Seine Gefährten, oder sein Gold?", fragte Elva bissig.
Nein, sie glaubte nicht daran, dass Thorin Eichenschild mit sich reden lassen würde. Für sein Gold hatte er die Zerstörung Seestadts und den Tod so vieler Menschen in Kauf genommen, da würde das Leid der Überlebenden wohl kaum sein Herz erweichen können.
"Abwarten. Morgen früh werde ich zum Berg reiten und sehen, was sich tun lässt", sagte Bard und wandte den Blick ab.
"Oh, hallo Isengar", begrüßte er den Hobbit, der gerade zu ihnen auf die Mauer kam, "Schon gesehen?" Er zeigte zum Berg.

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

„Guten Abend, Bard! Frau Elva!“, Isengar deutete eine leichte Verbeugung an. „Ja, ich habe es gesehen. Sowohl den beeidruckenden Berg als auch das Geschehen am Tor.“ Der Hobbit spähte noch einmal über die dunkler werdende Ebene zum Feuerschein erhellten Eingangsbereich, wo die Mauer immer mehr in die Höhe wuchs. „Ich hörte von den Leuten unterwegs, dass es ein Abkommen mit den Zwergen geben soll, einen Teil des Goldes der Seestadt zur Verfügung zu stellen, als dank für die Hilfe? Stimmt das, oder ist das nur eine wunderbare Wunschvorstellung des einfachen Volkes?“, wieder warf Isengar einen Blick zum Erebor hinüber. „Wenn ich das dort sehe, kann ich es nur für ein Gerücht halten.“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Tag und Nacht ritten Ardagast und Ascarion die alte Waldstraße entlang, ehe sie schließlich die andere Seite des Waldes erreichten und wie geplant von dort aus nach Süden ritten. Einige Zeit war vergangen und das Bollwerk des Bösen war nun in Sichtweite. Erwartungsgemäß überwachten hunderte Spitzel jeden Winkel des Waldes und entdeckten die Eindringlinge noch bevor sie überhaupt einen Fuß auf die Brücke setzten. Blitzartig rannten zwei von ihnen in die Feste zurück um ihrem Meister Bericht zu erstatten. ''Sie kommen. Die Feinde kommen!’’, stotterten die Orks mit Furcht in den Adern. ''Sie sind zu spät. Wir werden sie vernichten’’, protzte Sauron voller Überzeugung. ''Bring den Zauberer zu mir'', befahl er einem anderen, riesigen Ork. An einer guten Stelle ein wenig abseits von der Festung banden Ardagast und Ascarion ihre Pferde fest. Zum ersten Mal bekam der Elb die dunkle Festung zu Gesicht. Er lies seinen Blick über die eingefallene Ruine schweifen und musste feststellen, dass es keine Anzeichen mehr gab, dass einst Elben sie errichtet hatten. Er und Ardagast wechselten einen ernsten Blick und gingen auf Saruman, Radagast und Elrond zu, die dort bereits auf sie warteten. Zusammen gingen die Weisen auf eine Anhöhe vor der Brücke, welche zur Festung führte. ''Die Weisen werden den Herrn der Festung herausfordern'', sagte Saruman und übernahm fortan die Führung. Der Weiße Rat näherte sich nun der Brücke. Jene Verbindung die Gandalf überquerte, jedoch danach nicht wiederkehrte. ''Wartet hier’’, befahl Saruman voller Entschlossenheit. Die anderen taten wie geheißen und sahen zu, wie Saruman vorsichtig die schmale Brücke entlang schritt. Es sollte das letzte Mal sein. Es musste das letzten mal sein, hofften sie. Der weiße Zauberer stoppte vor dem Torbogen, ging jedoch nicht in das Bollwerk hinein. Erst jetzt konnten sie sehen, dass Sarumans Umriss in weißen Farben leuchtete. In schwarzer Sprache wand er sich an Sauron und befahl diesem sich zu offenbaren. Er sollte seinen Stützpunkt aufgeben, dieses Land verlassen und nie wieder kehren. Seine Stimme hallte gegen die Türme und Mauern der Festung und man konnte meinen, dass sie wie ein Wind über das Land fegte. Der Anführer des Weißen Rates war für seine wirkungsvolle Stimme bekannt. Gespannt wartete Ascarion ab was passierte. Er konnte die schwarze Sprache zwar nicht verstehen, weil er sich einst geweigert hatte, sie zu lernen, doch wusste er genau was Saruman forderte. Er registrierte wie sich dessen Stimme noch in den Tiefen der Feste ausbreitete und noch einen Moment lang nachhallte. Der Zauberer wartete einen Moment, doch nichts regte sich. Saruman hatte befürchtet, dass sich Sauron nicht so leicht ködern ließe und es auf eine Auseinandersetzung in der Festung ankommen lassen würde. Ein Vorteil, den der dunkle Herr für sich beanspruchen konnte. Saruman drehte sich zu den anderen Mitgliedern um und gab ihnen ein Zeichen ihm zu folgen. Sie taten wie geheißen und folgten ihm über die enge Brücke.

DerDunkelgraue/Damaris.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Pado fluchte schon wieder im Stillen vor sich hin. Erst sollten sie einen klitzekleinen Stein suchen und jetzt in fliegender Eile Riesensteine schleppen und aufmauern. Und so schob der Junge zusammen mit Kara einen Karren, der vorne von Finbar gezogen wurde, um Steinbrocken aus den Trümmern der Eingangshalle zum Tor zu bringen. Alle Zwerge waren damit beschäftigt und Thorin dirigierte alles mit eiserner Hand. Eine Unerbittlichkeit umgab ihn, die Pado erschreckend fand. Er kannte Thorin ja noch nicht so lange, erinnerte sich aber an das Gespräch, das Thorin mit Balin auf der Feier in Seestadt geführt hatte. Seine Zweifel, seine Nahbarkeit, die der Junge damals wahrgenommen hatte, passten so gar nicht zu dem Zwerg, den Pado jetzt vor sich sah.
Und nach wie vor steckte dieser verräterische Stein in seiner Tasche, weil er und Bilbo noch keine Zeit zum Gespräch gefunden hatten. Lediglich einen resignierten Blick hatte er mit Bilbo gegen dessen Entschuldigenden austauschen können. Mehr hatten sie nicht gewagt.
Durch den letzten Spalt konnte er einen Blick auf Thal erhaschen, wo die Seestädter viele Feuer brennen hatten. Wäre die Situation nicht so vertrackt gewesen, hätte das richtig hübsch sein können. Wie ein Blitz durchschoss Pado die Erkenntnis: „Kara, Finbar! Da draußen ist bestimmt auch Grimm! Wie krank ist es, dass wir hier auf unterschiedlichen Seiten stehen? Wie viel haben wir gemeinsam erlebt, uns gegenseitig gerettet! Das ist nicht richtig!“

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Finbar sah von seiner Arbeit auf und blickte Pado düster an. Viel zu deutlich hatte er in Form von Thorin und sogar seiner eigenen Schwester das Mißtrauen gespürt, das in diesem Berg herrschte. Er sah den Hobbit verständnisvoll an. Natürlich hatte er Recht. Grimm gehörte zu ihnen, hatte sie ja erst bis hierher gebracht, und nun stand er draussen mit den anderen Menschen-Flüchtlingen. In einer toten, kalten Stadt, ohne Versorgung und ohne Schutz.
"Es sind Thorins Befehle, Pado." sagte er schließlich, so, als erkläre das alles.

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Khagam menu penu shirumund!

Finbar
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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Bard nickte nachdenklich. "Auch wenn diese Mauer da anderes vermuten lässt, ja, es gibt ein Abkommen mit Thorin Eichenschild, dass den Seestädtern eine angemessene Entlohnung für ihre Unterstützung zusagt. Wir hoffen davon ausreichend Vorräte kaufen zu können, um über den Winter zu kommen."
Er warf einen besorgten Blick auf den Platz vor der Stadthalle, wo gerade die Nachhut ihres Zuges mit den wenigen verbliebenden Pferdewagen ankamen.
"Nur dass der edle Zwergenprinz sich an sein Wort halten wird, ist unwahrscheinlich", sagte Elva grimmig.
"Das bleibt abzuwarten!", wiederholte Bard mit Dachdruck.
Elva schnaubte verächtlich. "Hast du vergessen, was in Seestadt auf dem Marktplatz passiert ist? Du hast es selbst gesagt, er hat nur seinen eigenen Vorteil im Sinn!"
"Das heißt nicht, dass er kein Herz hat-"
"Er hat Seestadt seiner Gier geopftert!" Plötzlich schrie Elva.
Der Hobbitzuckte erschrocken zusammen. Bard war für einen Moment sprachlos von ihrem Ausbruch.
Sofort war es totenstill auf dem Marktplatz. Alle sahen zu ihnen auf.
Elva spürte, wie Hitze in ihr Gesicht aufstieg. Ihre Augen begannen zu brennen. Bevor Bard etwas sagen konnte wandte sie sich ab und verließ mit schnellen Schritten die Mauer. Der Hobbit konnte gerade noch rechtzeitig aus dem Weg springen, um nicht aus dem Weg gestoßen zu werden.
Langsam setzten die Menschen auf dem Marktplatz sich wieder in Bewegung.
Bard lehnte sich an die Mauer und seufzte. "Verzeiht, Herr Isengar. Sie..."
Er schüttelte langsam den Kopf. "Seestadt war ihr sehr wichtig. Sie hatte nicht viel dort, und war sicher nicht glücklich, aber es war ihre Heimat."
Insgeheim fragte er sich, ob Thorin Eichenschild sich bewusst war, dass er mit der Erweckung Smaugs die Menschen von Seestadt das gleiche hatte durchleben lassen, das den Zwergen des Erebors vor all den Jahren angetan worden war.

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Puh, hatte Elva ein Temperament. Isengar sah ihr einen Moment nach und wandte sich dann wieder an Bard. „Was hattest du denn für einen Eindruck von Thorin? Ist er so rücksichtlos, wie Elva ihn darstellt?“

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

"Ich hoffe nicht", sagte Bard seufzend. "thorins Neffe hat uns nach Smaugs Angriff noch einmal Hilfe versprochen. Vielleicht kann er einen guten Einfluss auf seinen Onkel ausüben."
Er sah zu dem kleinen Mann hinunter. "Habt Ihr auf Euren Reisen viele Zwerge getroffen, Herr Isengar?"

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Der Hobbit schüttelte den Kopf. „Unterwegs sah ich kaum einmal einen Zwerg. Doch im Auenland oder auch in Bree trifft man sie hin und wieder, sind diese Orte doch nicht zu weit von den Ered Luin entfernt. Doch sofern man keinen Handel mit ihnen treibt, scheinen sie sich eher für sich zu halten.“ Isengar zuckte mit den Schultern. „Um so erstaunlicher, dass derzeit zwei Hobbits in ihren Hallen sind. Und ich hoffe wirklich, dass sie ihre Entscheidung den Zwergen helfen zu wollen, noch nicht bereut haben.“

Nachdenklich sah er den Drachentöter an: „Was hattest du für einen Eindruck, als die ganze Truppe bei dir war? Deine kleine Tochter war tief beeindruckt, so wie sie mir davon erzählt hat. Sie glaubt allen Ernstes, dass Zwerge, die aus Toiletten steigen, Glück bringen. Ich wage mir kaum die Situation vorzustellen!“ Ein Grinsen breitete sich über sein Gesicht aus. „Genauso einen Unfug würde Pado sofort untertützen! Ach - Pado...“

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Bard konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. "Das mit den Zwergen aus den Toiletten hat Elva ihr erzählt", erklärte er.
"Thorin scheint nicht besonders gut zu denken von Menschen oder Elben oder irgendeinem Volk, das fünf Fuß Höhe überschreitet. Aber ich halte ihn für einen Ehrenmann. Ich denke, er wird sein Wort halten. Alles andere wäre eines Königs unter dem Berge nicht würdig."
Bard versuchte zuversichtlich zu klingen. Wen sollte er von dieser Sichtweise überzeugen, wenn er nicht einmal sich selbst überzeugen konnte?
"Euer Sohn scheint ihm zu vertrauen, wenn er sich mit ihm in den Berg einmauern lässt..."

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Pado vertraute dem König mittlerweile nicht mehr. Nein, wirklich nicht. Aber er vertraute seinen Freunden, seinem Cousin. Und diese waren alle hier, größtenteils aus Mangel an Alternative oder aus der Hoffnung, dass doch noch alles gut werden würde. Die Mauer war hochgezogen, der Eingang bewacht. Nun mochte der Morgen kommen. Pado saß in der Küche bei einer Schüssel Brühe, die Bombur früher am Tag gekocht hatte, und grübelte. Wenn der König beim Eintreffen von Verbündeten, denn als diese sah Pado die Seestädter, eine Mauer bauen ließ, dann hoffte der Junge dringend, dass keine Feinde auftauchen würden. Denn wer weiß, was Thorin dann veranstalten würde. In diesem Moment kam Bilbo herein: „Pado kommst du mit auf einen Spaziergang durch die mittleren Ebenen. Ich habe dort eine interessante Kammer gefunden!“ Pado hatte erst gestutzt, ob dieser Einladung, doch dann gesehen, dass Gloin und Dori herinkamen. Vermutlich hatte Bilbo einen Grund gesucht, ihn hier unauffällig herauszulotsen. „Ja, Moment! Noch den letztem Rest Brühe!“ Und so tapste er bald hinter Bilbo her in die Tiefen des Berges.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Post 1

Die Weisen beobachteten das Mauerwerk des Bösen ganz genau. Wieder erreichten sie den Eingang der Festung, gingen jedoch noch nicht hinein, denn Saruman hob erneut seine Hand. ‘‘Wartet, ich spüre etwas’’, sagte er mit gehobener Augenbraue und einem Lächeln auf den Lippen. Auch die anderen Mitglieder spürten die Aura. Sie nahmen etwas Abstand als Saruman seinen Stab in die Höhe hob. Er sprach einen Zauberspruch auf Elbisch. Daraufhin wurden die Blätter in der Umgebung in den Himmel geblasen und die Bäume wankten von einer Seite zur anderen, als würde ein gewaltiger Sturm aufziehen. Ein mächtiger Strahl schoss aus er weißen Kugel des Stabes in den Himmel und wälzte sich über den Horizont. Die Wolken wurden fortgeblasen und dies brachte die Sonne zum Vorschein. Daraufhin beruhigten sich die Bäume wieder und Ruhe kehrte wieder ein. Ardagast fühlte einen warmen Sonnenstrahl auf seinem Gesicht, der ihm Mut machte. Konnten sie hier einen Sieg erringen? Auch Ascarion ermunterten die warmen Strahlen, die die Kälte fortschickten. Erst jetzt war ihm aufgefallen, welche eisigen Temperaturen hier noch eben geherrscht hatten. Er massierte seine kalten Handknöchel und hoffte, dass die Sonne ihr Übriges tat. Gandalf hörte Sarumans Worte nur leise und aus großer Entfernung. Er konnte nicht bestimmen, was genau vor sich ging. Als jedoch die Sonne durch die Wolken brach, war er erleichtert und sicher, dass der Weiße Rat kam, um ihn zu retten. Endlich. Die Sonne gab ihm Hoffnung und Kraft. Ihre wohltuenden Strahlen machten ihm selbst in dieser engen Zelle Mut. Die Weisen betraten nun die Festung. Mit Ausnahme Ardagasts spürten die übrigen Mitglieder zum ersten Mal die boshafte Aura dieses Ortes. Doch auch der Feind spürte, dass eine große Macht sein Reich betreten hatte. Saruman und die anderen gingen in den Vorhof. ''Ich befehle dem Herrn dieser Festung sich zu offenbaren. Er soll herauskommen und seinen Stützpunkt aufgeben, dieses Land verlassen und nie wieder kehren!’’, rief Saruman in die Dunkelheit. Doch wieder tat sich nichts. ''Warum reagiert er nicht?’’, fragte Radagast angespannt. ''Die Macht, die sich ihm entgegen stellt, ist zu groß für ihn. Er versteckt sich vor der Macht des Weißen Rates! Ohne den Herrscherring ist er zu schwach'', entgegnete Saruman selbstsicher. Im gleichen Atemzug schlug er seinen Stab auf den Boden, welcher durch den Schlag risse bekam. Ein gewaltiger Knall peitschte durch diesen fremden Ort, sodass die Wände wackelten. Selbst Gandalf hatte es gehört als wäre es neben ihm passiert. ''Sie sind gekommen'', sagte er erleichtert und mit hoffnungsvollem Blick, als er plötzlich einen Ork in seine Richtung kommen sah.

Der dunklen Herr begann nun zu verstehen, dass er seinen Feinden womöglich nicht gewachsen war. Saruman ging voraus und sah sich um. Er war schockiert über den Zustand der Festung. Dies konnte nur das Werk des absolut Bösen sein. Die runde, weiße Kristallkugel seines Stabes ließ er hell leuchten um auch die dunkelsten Ecken sehen zu können, die die Sonne nicht erreichte. Diese große Möglichkeit wollte sich der Zauberer nur ungern entgehen lassen und er überließ dabei nichts dem Zufall. Saruman wand sich erneut an den Rest des Rates. ’'Ich möchte, dass ihr Gandalf sucht und ihn aus den Fängen des Nekromanten befreit. In der Zwischenzeit werde ich unseren Feind aufsuchen und ihn ablenken. Alleine’’, ordnete Saruman an. ‘‘Gandalf und ich hatten uns getrennt und das ging gar nicht gut aus. Bist du dir absolut sicher, dass das eine weise Entscheidung ist?’’, fragte Ardagast besorgt. ''Mach dir lieber um Gandalf Sorgen, Ardagast. Überlasst Sauron mir!'', entgegnete der Weiße Zauberer und ging fort ohne eine Antwort abzuwarten. Er duldete keinen Widerspruch. Die beiden Zauberer, Ascarion und Elrond sahen sich vielsagend an und warteten erst einmal, während Saruman alleine durch die engen Gänge davonstapfte. ''Vielleicht sollten wir Zweiergrüppchen bilden? So finden wir Gandalf hoffentlich schneller'', fragte Ardagast in die Runde. Die übrigen drei Mitglieder nickten und so machten sich Ascarion und Elrond in eine Richtung auf und Ardagast und Radagast in eine andere. So hatte sich der Rat auf Anweisung Sarumans getrennt. Selbst der Anführer des Weißen Rats fühlte sich an diesem Ort vollkommen fremd. Erneut schrie er durch die Gänge des schier unendlich langen Bollwerks und befahl dem Herrn dieser Festung sich zu offenbaren. Saruman war sich sicher, dass er es mit Sauron alleine aufnehmen konnte. Den Stab fest im Griff ging er Schritt für Schritt weiter. 

DerDunkelgraue/Damaris

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RoisinDubh

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Kára hatte bei Finbars Worten zögerlich genickt. Thorin hatte sicher einen guten Grund für seine Befehle. Oder nicht? Tatsächlich schien das ganze Vorhaben unheimlich bizarr. Vor ein paar Tagen noch hatten sie den Seestädtern Gold versprochen, mit ihnen gefeiert und sich von ihnen helfen lassen. Und nun wurden sie ausgeschlossen. Andererseits wusste Kára, dass hungrige Menschen verzweifelt waren. Mahal alleine wusste, was passieren würde, wenn diese riesige Gruppe den Erebor stürmte und anfing, die Hallen zu plündern. Es war nur sinnvoll, die Menschen vorerst draußen zu halten und in Ruhe zu verhandeln.
Oder?
Sie presste grimmig die Lippen aufeinander.
"Mir gefällt das nicht", sagte Bofur, der Pados Platz am Karren eingenommen hatte und mit Kára zusammen Steine auflud. "Irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt."
Es überraschte Kára nicht, dass Bofur sich kritisch äußerte. Anders als Balin oder Dwalin war er Thorin nicht in fast blinder Loyalität ergeben. Allerdings hätte er sich wohl kaum getraut, die Kritik laut vor Thorin zu äußern.
"Ich denke, es geht nur darum, uns eine bessere Verhandlungsposition zu schaffen," entgegnete Kára vorsichtig. "Thorin wird die Seestädter kaum draußen erfrieren lassen."
"Er sollte sich aber nicht zu lange Zeit lassen", meinte Bofur. "Es wird immer kälter. Und die Kinder..."
Er brach ab. Kára erinnerte sich daran, dass er mit Bards Mädchen gescherzt hatte. Der Zwerg war selber kinderlos, so viel wusste sie über ihn. Aber sie schienen ihm sehr am Herzen zu liegen.
"So weit wird es nicht kommen", beschwichtigte Kára ihn, während sie einen letzten Stein auf den Karren lud. Sie schaute herüber zum Tor. Die Barrikade war schon weit vorangeschritten. Hoffentlich würde Thorin ihre Worte nicht Lügen strafen. Hoffentlich besserte sich seine Laune, wenn er endlich den vermaledeiten Arkenstein in der Hand hielt.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Kayley

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Schließlich graute der Morgen. Thorin konnte das Schimmern des blauen Himmels durch eines der faustgroßen Löcher im verbarrikadierten Tor erkennen. Sie hatten die ganze Nacht gearbeitet und endlich waren sie fertig geworden.
Nun lagen sie da, seine treuen Gefährten, und schliefen auf Geröll, Staub und Gold. Sie alle hatten versagt! Keiner von ihnen war imstande gewesen, ihres König's Befehl auszuführen und den Arkenstein zu finden. Keiner von ihnen verstand, was das Juwel für ihn bedeutete: ohne ihn war er nichts. Nur ein Zwerg in einem Berg, ohne Titel und ohne Macht. Der Stein war es, der die Zwerge unter ihm vereinen sollte. Der Stein, der seine Macht und seinen Reichtum ins Unendliche mehren würde. Thrór hatte ihn besessen und dem Land viele Jahre Wohlstand und Frieden beschert. Und nun musste er, Thorin, ihn haben. Wie sonst würde er das Erbe seines Großvaters antreten können?
In einer Ecke sah er Kili sitzen, die Ellbogen auf die Knie gestützt und den Kopf in den Händen, neben ihm sein Bruder. Nicht einmal diese beiden hatten es ihm rechtmachen können! Von allen, die mitgekommen waren... nicht einmal diese! Im Gegenteil - Kili hatte ihn auch noch kritisiert! In seinem eigenen Berg! Es wurde Zeit, dass der Junge lernte, was herrschen hieß!
Bitter ließ er seinen Blick schweifen. Und sah eine Kiste mit weißen Edelsteinen, die reinsten und wertvollsten, die es im Erebor geben mochte, darauf ein fein gearbeitetes Collier. "Ich kenne einen Elbenfürsten, der einen stolzen Preis dafür zahlen würde!" murmelte er vor sich hin und warf es achtlos zurück in die Kiste.
Draussen wurde es lauter, die Menschen waren wohl erwacht und wollten verhandeln. Nun, sollten sie kommen. Seine Position war sicher! Mit lauter Stimme weckte er die seinen und befahl sie auf den Wehrgang über dem Tor hinauf. Als er jedoch herabblickte auf die Ebene, da erwarteten ihn nicht nur ein paar halb verhungerte Fischer und Händler aus Seestadt. Thorins Blick wurde noch etwas düsterer. Auch mit den Elben würde es keine Verhandlungen geben! Er war ihnen nichts schuldig! Gar nichts!

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"Jede gute Geschichte hat es verdient ausgeschmückt zu werden."

"Es gibt kein Morgen...für die Menschheit!"

"I am fire! I am death!"

Geändert durch Kayley (10.11.2017 13:29)

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Kayley]

Post 1
Post 2

Ardagast konnte kaum fassen, dass er schon wieder an diesem Ort war. Jener Ort, an dem er vor Kurzem um einen Hauch sein Leben lassen musste. Radagast, der wie immer ein wenig ängstlich war, bot auch keinerlei Sicherheit., und das obwohl Ardagast ihm womöglich sein Leben zu verdanken hatte. Langsam und vorsichtig gingen sie die schmalen und dunkelgrauen Treppen hoch. Sie wussten zwar nicht, wo Gandalf sich befand, jedoch erinnerte sich Ardagast, dass er weiter oben Käfige gesehen hatte und das war wohl ein guter Anfang. ''Gandalf, hier ist Ardagast der Dunkelgraue. Wenn du mich hörst, dann gib ein Zeichen von dir! Nochmal, hier ist Ardagast der Dunkelgraue’’, rief er in die Dunkelheit. ''Was glaubst du, wieviele Ardagasts es hier gibt, hmm?'', kommentierte sein brauner Kumpane ironisch und fing sich dafür nur einen bösen Blick seines Kollegen ein. Beide Zauberer wiederholten nun mehrmals seinen Namen, doch niemand antwortete. Radagast lief es kalt den Rücken herunter und er stotterte vor sich hin. ''Dieser Ort ist das pure Böse. Ich fühle mich hier überhaupt nicht wohl!’’ Ardagast rollte mit den Augen. ''Ich auch nicht’’, antwortete er knapp und leise. ‘‘Und wo wir gerade dabei sind. Ich habe zwar auch Angst, aber dein Gejammer macht das alles keinen Deut besser’’, fügte er meckernd hinzu. ‘‘Jaja, du hast ja Recht’’, gab Radagast seufzend zu. Als sich der braune Zauberer ein wenig umsah, entdeckte er jedoch auf einmal etwas: ''Da liegt was!'’ Auf dem Boden und im Dreck lag Gandalfs silberner Schal. Er eilte zur Stelle. Ardagast folgte dicht dahinter. ''Gut gesehen, Radagast!'' Der graue Zauberer hob das Utensil vorsichtig auf und packte es in seine Tasche. ''Den bekommt er zurück, wenn wir ihn gefunden haben!“, sagte er entschlossen und in der Hoffnung, dass sie Gandalf wirklich wiederfinden würden. Nicht weit entfernt entdeckten sie das nächste Stück. Gandalfs Schwert Glamdring lag dort in der Ecke, ebenfalls mit Staub bedeckt. Ardagast hob es ebenfalls auf. ''Die Orks können es nicht anfassen. Sie haben es hier wohl liegen gelassen’’, erklärte er. ''Ein Glück. Das ist ein wahres Meisterstück elbischer Schmiedearbeit. Es war das Schwert Turgons, des Königs von Gondolin. Und es wäre zu schade gewesen, wenn es in die Hände eines dreckigen und einfältigen Orks gefallen wäre!'', erklärte er, doch sein brauner Kumpane schien gar nicht zuzuhören, sondern blickte immer wieder ängstlich von einer Seite zur nächsten. Ardagast schnippte daraufhin genervt mit dem Finger, sodass er Radagasts Aufmerksamkeit erhielt. ''Was ist denn?'', fragte Radagast überrascht. ''Hörst du mir überhaupt zu?'' Wie auf frischer Tat ertappt pfiff der braune Zauberer völlig unschuldig und ging wortlos voraus. ''Glamdring, Schwert von Gondolin in Turgon…genau'', wiederholte der braune Zauberer frei Ardagasts Worte. Der dunkelgraue Zauberer folgte ihm schnaubend. Von dieser Stelle aus hatten die beiden einen guten Überblick über die Festung und verweilten dort schließlich einen Moment. Auf einmal ertönte ein entferntes Klirren.

Da die beiden Zauberer den Weg nach oben genommen hatten, entschieden sich die beiden Elben eine Treppe in die unteren Stockwerke zu nehmen. Da die Gänge dort eng und unübersichtlich gebaut waren, hatten die beiden nur ihre Dolche gezückt. Mit dem Schwert oder gar der Armbrust war die Chance größer ihr Ziel zu verfehlen, falls sie aus einer der dichten und dunklen Nischen und Spalten, die sie passierten, heraus angegriffen wurden. Durch das Bollwerk hallte nur immer wieder Sarumans Stimme, die immer schwächer wurde und von den beiden anderen Zauberern war auch nach kurzer Zeit nichts mehr zu vernehmen. Nicht einmal ihre eigenen Schritte hörten die beiden Elben, denn sie waren von der Kunst bewandert, sich geräuschlos fortzubewegen. Hin und wieder verständigten sich die beiden mit Handzeichen oder einem Kopfnicken, doch die Festung wirkte wie ausgestorben und kein Ork oder anderer Feind kreuzte ihre Wege. Irgendwann kamen Elrond und Ascarion zu einigen Zellen, die fast alle marode in sich zusammen gefallen waren. Dort entdeckten sie ein paar zerschlissene Kleidungsstücke, die sie näher begutachteten. Doch gehörten diese nicht Gandalf. „Sieh dir die zwergischen Runen am Saum an“, murmelte Elrond Ascarion zu, der sich den Rest der Zelle angeschaut hatte. Er nickte und meinte: „Hier liegen keine Gebeine. Vielleicht konnte der Zwerg flieh-“ Doch weiter kam er nicht, da eine gewaltige Druckwelle sich über ihnen ausbreitete und die losen Steine erzittern ließ. Die beiden Elben schritten aus der Zelle und sahen durch einer der zerfallenen Fenster. Ein Lichtblitz zischte eben noch den Himmel entlang, ehe er verschwand. Doch wer hatte die Druckwelle ausgelöst?

DerDunkelgraue/Damaris

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Kára schaute besorgt auf die Menge herunter, die sich in Thal versammelt hatte. Das waren nicht nur Seestädter. Sie konnte selbst auf die Entfernung die glänzenden Rüstungen ausmachen, wenn die schwache Sonne sich darauf spiegelte. Sie richtete den Blick auf Thorin. Sicherlich würde er verhandeln.
"Das wird meinem Onkel gar nicht gefallen", stellte Fili neben ihr fest, als könnte er ihre Gedanken lesen. "Eine Belagerung? Nicht mit ihm."
"Ihm bleibt doch keine andere Wahl, als zu verhandeln. Wir sind viel zu wenige", entgegnete Kára und blickte skeptisch auf das Schwert an ihrem Gürtel. Sie kannte ihre Kampfkunst gut genug um zu wissen, dass sie niemals auch nur den Hauch einer Chance haben würde, wenn es gegen diese Überzahl ginge.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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"I belong with my brother!"

Geändert durch RoisinDubh (12.11.2017 23:10)

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

"Ach du Schande..." flüsterte Ailin, als sie der Elbenarmee drüben in Thal ansichtig wurde.
"Die haben uns gerade noch gefehlt!"
Sie konnte die Spitzohren ja selber nicht ausstehen. Na gut, bis auf Ascarion vielleicht...
Aber um zu ahnen, dass Thorins Laune angesichts des Aufmarsches der Waldelben noch tiefer in den Minenschacht sinken würde, dazu musste mal wahrlich kein Seher sein! Was bei Mahal bildete Thranduil sich ein? Dass sie sich auf der Stelle ergeben würden, weil sie hoffnungslos in der Unterzahl waren? Da kannte er den König aber schlecht! Und dessen augenblickliche Stimmung machte es nicht besser.
Ein Unterhändler auf einem weißen Pferd setzte sich drüben in Thal in Bewegung. Wenn sie nicht alles täuschte, war das wohl Bard?
Wenigstens war Thranduil nicht so dämlich, selber zu kommen, sonst würde Thorin hochgehen wie eine Sprengladung im Erzgang, fürchtete Ailin. Aber ob Bard nun eine viel bessere Wahl war, blieb abzuwarten.

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

''Sollen sie alle kommen! Meine Axt ist bereit!'', knurrte Borin und hielt seine Waffe fest in den Händen. Dann schlug er Finbar auf die Schulter. ''Komm, es sind genug für uns beide da!'', fügte er hinzu.

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Pado beobachtete genau wie die anderen das Herannahen eines Reiters auf einem Schimmel. Als er vor dem Eingang ankam, erkannte der Junge, dass es Bard war. Er spähte kurz zu Bilbo hinüber, ob der dies als gutes Zeichen wertete, doch sein Cousin zeigte keinerlei Emotionen. „Sei gegrüßt, Thorin, Sohn von Thrain. Es freut uns euch am Leben zu sehen, jenseits aller Hoffnung!“ Pado schöpfte Hoffnung. Dies war eine freundliche Begrüßung. Doch Thorins Mine und seine nächsten Worte machten diese Hoffnung direkt wieder zunichte.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Finbar nickte grimmig! Es war die Höhe, was er gegenüber in Thal erspähen konnte! Ein Affront gegen das neu eroberte Zwergenreich! All die Truppen in goldenen Elbenrüstungen, bis an die Zähne bewaffnet und offenbar bereit für einen Krieg. Aber sie würden den Erebor nicht mehr hergeben!!! Nicht in eintausend Jahren!

Und dann begann Bard zu sprechen und Finbar konnte sich kaum zurückhalten. Räuber nannte er den König, und Feigling! Alles, was er bis dahin an Respekt für den Seestädter vielleicht gehabt hatte, schmolz dahin wie Schnee im Frühling. Doch Thorin ließ sich zur Verwunderung aller dennoch auf ein Gespräch ein.

Finbar stieg die ersten Stufen hinab und setzte sich auf die Treppe, um mithören zu können, was unten am Tor, durch eine schmale Öffnung, an der die beiden von je einer Seite Posten bezogen hatten, gesagt wurde. Es war nicht einfach, Thorins Stimme zu verstehen, denn er sprach leise und dunkel. Die Worte Bards jedoch hallten durch die Eingangshalle wider.
"Dieses Heer in Waffen wird den Berg angreifen!"
Finbar fuhr auf.
"Habt ihr das gehört??? Dieser... dieser Mensch... droht uns!"
"Pssst. Sei leise. Man kann ja gar nichts verstehen!"
"Bedeutet Euer Wort denn gar nichts?" hallte es erneut durch die Mauer und nun waren die Zwerge totenstill, ein jeder gespannt, was Thorin sagen würde.
Natürlich bedeutet es etwas! dachte Finbar bei sich. Er ist schließlich der König unter dem Berge! Und er wird seinen Teil des Handels schon einhalten, nur, nicht mit einem Heer vor der Haustür!
"VERSCHWINDET!" donnerte es durch die Halle. " Ehe unsere Pfeile fliegen!"
Im Stillen feierte Finbar seinen König, bis... ja, bis er die Blicke Káras und Filis auffing. Sie schienen besorgt. Und auch die meisten der anderen Zwerge sahen aus, als seien sie nicht sicher, dass Thorin gerade das Richtige getan hatte.

Finbar wendete sich an Ailin. "Er wird es ihnen schon zeigen! Diesen Räubern und Schmarotzern! Das hier ist unser Berg! Unser Erbe! Sollen sie doch sehen, wie sie Thal wieder aufbauen! Das mussten unsere Eltern und Großeltern ja damals schließlich auch allein schaffen! Frag Borin hier! Oder Balin, wie das war! Wer hatte da einen Teil von irgendeinem Schatz übrig? Niemand! Keiner von ihnen hat geholfen! Jetzt werden sie sehen, wie das ist!" versuchte er Thorin zu verteidigen.

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Finbar
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Pado sah seinen Freund empört an. Leise aber mit mühsam unterdrückter Wut brach es aus ihm heraus: „Finbar, hast du nicht gehört, dass Thorin in Seestadt sein Wort gegeben hatte? Und dass Bilbo dafür gebürgt hatte! Und Du von uns allen weißt mit Sicherheit am besten, was es bedeutet, wenn ein Drache angreift...“ Mit blitzenden Augen fuhr er fort: „Und immerhin haben die Seestadtleute uns Ausrüstung zur Verfügung gestellt, ohne die wir den Berg gar nicht erreicht hätten!“

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Finbar sah auf Pado, als wäre er irgendwie gerade aus einer anderen Welt gekommen.
"Schlimm genug, dass wir uns erst zurückholen mussten, was sowieso immer unser war!" maulte er. Dann zügelte er seinen Ton ein wenig. "Oder Thorins zumindest."
Gemeinsam mit Pado war er wieder hinauf auf den kleinen Sims über dem ehemaligen Tor gestiegen.
"Sieh mal. Die Stadt liegt direkt vor unseren Toren. Und früher oder später wird jeder von unserem Wohlstand profitieren. Wir werden Handel treiben und wir werden die Menschen für Botendienste und andere Arbeiten anstellen. Mit der Zeit wird hier jeder reich sein, auch ohne dass sie unseren Schatz stehlen!"

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Finbar
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

„Dass Ihr den Berg erst zurückerobern musstet, kannst du wohl kaum den Seestädtern vorwerfen! Eher umgekehrt! Und wenn wir ihnen jetzt nicht helfen, ist im Frühjahr keiner mehr übrig, der mit euch Handel treiben kann. Auch keine tolle Aussicht. Und denk mal an Grimm, der ist auch dabei, und Arrins kleiner Neffe, ganz zu schweigen von seiner Schwester, den Kindern von Bard und so weiter!“ Pado war immer noch sauer. „Und wer hat gesagt, dass sie den Schatz stehlen wollten, sie haben um Hilfe gebeten! Und...“, der Junge baute sich breitbeinig vor dem Freund auf, „Ist dir vielleicht schon mal in dem Sinn gekommen, dass so ein Drache noch weiteres Gold anhäuft? Und wo wird er wohl als erstes geschaut haben? Ja, in Thal! Insofern kannst du getrost davon ausgehen, dass zumindest den Thaler Nachfahren sowieso ein Stück von dem Schatz gehört! Und wer ist dann jetzt der Dieb?“

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Frótha war alles andere als erfreut gewesen, als sie Bard zum Berg reiten sah, denn bei Thorins Laune würde das kaum ein gutes Ende nehmen. Während des Gesprächs hatte sie nur Bards Meinung hören können und dann schließlich Thorins 'Verschwindet'. Kopfschüttelnd, in einer Ecke stehend schaute sie Bard hinterher und weiter nach Thal, welches von einem güldenen Schimmer umhüllt zu sein schien. Nur mit halben Ohr hörte sie ihrem Cousin zu und als er und Pado sich schließlich immer weiter hinauf schaukelten, trat sie zu ihnen.
"Es reicht! Wenn ihr unbedingt diskutieren wollt, dann nicht hier am Tor, wo euch nicht nur jeder Zwerg, sondern wahrscheinlich auch jeder Elb hört, wenn Manwe Mahals Kindern nicht wohlgesonnen ist."
Strafend blickte sie beide an und mit einem leichten Kopfnicken in Thorins Richtung fügte sie leiser an: "Außerdem glaube ich nicht, dass ihr seinen Gemütszustand damit verbessert. Keiner von euch."
Bei den letzten Worten blickte sie betont in Finbars Richtung.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aerlinn2]

Finbar schaute düster auf Frótha und dann auf Pado, aber er hielt den Mund.
Lediglich ein leises: "Du kannst das sowieso nicht verstehen. Du bist kein Zwerg!" kam über seine Lippen.

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Finbar
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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Post 1
Post 2
Post 3

Musik - Guardians of the Three bis 3:19

''Deine Zaubersprüche werden dir nicht helfen'', brummte eine Unbekannte Stimme in schwarzer Sprache und riss den Käfig herunter, in dem Gandalf gefangen war. Er schmetterte diesen mit voller Wucht auf den Boden, sodass der graue Zauberer vor Schmerz aufschrie. Über den Augen von des Zauberers offenbarte sich der gewaltiger Ork. Galadriel, welche vor dem übrigen Weißen Rat in der Festung eingetroffen war, ging durch ein Tor und erreichte einen Hof mit einer zerstörten Statue in dessen Mitte. Von allen Seiten führten zerstörte Treppen in’s Nichts. Neun Treppen waren es, um genau zu sein. Vom Ende des Hofes aus führte eine schmale Brücke zu einer Platform, etwas weiter oben. Zuerst hörte sie nur beunruhigende Geräusche, doch dann sah die Elbin den grunzenden Ork, der mit Gandalfs Käfig beschäftigt war. Sie eilte ohne zu zögern hinauf. Das Scheusal drehte sich daraufhin um und wand sich der Herrin des Lichts zu. Dabei zückte er sein Schwert und knurrte sie boshaft an. ''Ich bin wegen Mithrandir hierher gekommen und ich werde diese Festung auch wieder mit ihm verlassen!'', sagte sie mit eiserner Miene. Der Ork war davon zuerst unbeeindruckt und rannte mit gezücktem Schwert auf sie zu. Doch bevor er die Elbin erreichte hob Galadriel ihre Hand und schleuderte den Ork mit einer eleganten Bewegung von der Platform, der daraufhin unter lautem Gebrüll in die Tiefe stürzte. Zügig befreite sie den grauen Zauberer aus seinem Käfig. Sie merkte, dass Gandalf benommen und kaum ansprechbar war. Er war völlig erschöpft. ''So kann er hier nicht fort'', seufzte die Elbin als sie ihn vorsichtig vom Boden aufhob. Anschließend trug sie ihn langsam über die Treppe zurück zum Hof. Sie war noch nicht ganz unten, da ertönte auf einmal eine dunkle und boshafte Stimme. ''Shre nazg golugranu kilmi-nudu. Ombi kuzddurbagu gundum-ishi Nagu…''. Galadriels Blick erstarrte. Ihr lief es kalt den Rücken herunter und sie hatte alle Mühe den Zauberer in ihren Händen zu halten. Er wurde nun sehr schwer. ''…Neun den Sterblichen, ewig dem Tode verfallenen'', stotterte sie mit angstvollem Blick und vervollständigte damit den aufgesagten Vers des Ringgedichts. Daraufhin offenbarte sich eine durchsichtige Kreatur mit einem grünlichen Schimmer hinter ihr. Zwei messerscharfe Schwerter hielt der Hexenkönig in seinen Händen, als er langsam die Treppe herunterlief. Seine Rüstung bestand aus Motiven des verlorenen Königreiches Angmar. Weitere Ringgeister offenbarten sich nacheinander, bis es neun waren, die jene Treppen herabliefen, welche an den Hof gebaut waren. Langsam näherten sich die Nazgûl. Gepanzert mit schwerer Rüstung und tödlichen Waffen umzingelten sie die Elbin. Galadriel setzte sich auf einen Vorsprung neben der Statue und legte Gandalf auf ihren Schoß. Er sah sehr mitgenommen aus und ihr Plan, sich und ihn ungesehen in Sicherheit zu bringen, hatte sich nun in Luft aufgelöst. Die Neun kamen immer näher. ''Dunni kan markhan!'', zischte eine boshafte Stimme aus dem Nichts. ''Omidi-shu'', fuhr sie fort und fügte nach einer kurzen Pause abschließend hinzu. ''Ash zil burzum-ishi!''

Den beiden Zauberern rutschte das Herz in die die Robe, als sie das Geräusch hörten. Sie sahen sich um, doch da war nirgends etwas zu sehen. Der Wind blies durch die abgestorbenen Bäume und das Wasser tropfte auf die kalten, grauen Steine. ''Dieser Ort macht mich noch wahnsinnig!'', schnauzte Radagast während er sich weiter zitternd umsah. Ardagast horchte erneut auf. Von weitem spürte er eine große Macht. Es hörte sich an wie ein Kampf. ''Das kann nur ein Kampf zwischen Saruman und Sauron sein'', stellte Ardagast fest. ''Saruman!'', wiederholte sich der graue Zauberer und wollte den Geräuschen nachgehen. Radagast packte ihn jedoch und zog ihn zu sich: ''Nein, wir müssen Gandalf suchen und befreien! Das war die Anweisung!'' Ardagast schüttelte zuerst verständnislos den Kopf, nickte dann jedoch zustimmend, auch wenn es ihm überhaupt nicht gefiel, dass ihr Anführer möglicherweise gerade um Leben und Tod kämpfte. Schließlich war auch Saruman nicht unbesiegbar. Und da war wieder dieses Geräusch. Es hörte sich an wie ein lautes Klirren einer Kette. Ardagast kannte dieses Geräusch nur zu gut. Dies machte jener rostiger Gegenstand, den er beim letzten Mal im Kerker fand und später auf Bolg traf. Ihm lief es kalt den Rücken herunter. Instinktiv klammerte er sich an seinen Stab und sah in die Ferne. Dort konnte er zuerst nichts konkretes erkennen. Doch dann war da etwas. Sehr weit entfernt in gerader Richtung war ein Käfig, der hin und her wackelte. War dort möglicherweise jemand eingeschlossen?

“Das war ohne Zweifel Galadriel“, sagte Elrond überzeugt, deren Zauberkünste ihm vertraut waren, und überlegte, wie sie weiter vorgehen sollten. „Vielleicht benötigt sie Hilfe“, meinte Ascarion und sah sich nach dem weiteren Weg um. Elrond folgte ihm durch das Labyrinth aus Stein, doch trafen sie auf keine Treppe. Die Stille wurde erneut unterbrochen, von fernen Geräuschen, die auf einen Kampf schließen. Wieder sahen sich die beiden Elben fragend an, doch waren sie sich schnell sicher, dass nicht Galadriel in Gefahr war, sondern Saruman auf den dunklen Herrn getroffen war. „Wir müssen uns beeilen“, drängte Ascarion und rannte weiter. Doch die Gänge schienen endlos lang zu sein und irgendwann konnte sich der Elb nicht mehr irren, dass sie im Kreis gingen. Elrond begutachtete die Steinwand zu ihrer Seite, die von spitzen Dornen überzogen war. „Eine Illusion“, erkannte er. Er drückte seine Hand gegen die kalten Platten und murmelte einen elbischen Spruch. Die Dornen zogen sich darauf zurück, die Steine verschwanden und gaben einen verborgenen Durchgang frei. „Den muss ich mir merken“, sagte Ascarion zu sich selbst und folgte dem Herrn aus Bruchtal, der hinter der nächsten Ecke eine schmale Treppe hinauf gefunden hatte.

DerDunkelgraue/Damaris

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Ailin

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Ailin hatte ihrem Bruder beipflichten wollen, als der vom kommenden Wohlstand der Seestädter sprach, aber er und Pado begannen vernehmlich zu streiten. Mahal sei Dank war Thorin anderweitig beschäftigt, dessen Zorn war entfacht genug von Anblick der Elben, da brauchte es nicht noch einen naseweisen Hobbit, der betonte, was er in Seestadt versprochen hatte!
Nachdem sich Fròtha eingemischt hatte, versiegte der Disput der beiden zum Glück, und Ailin trat hinzu:
"Wovon hat der König gesprochen dort in Thal, na? Von den früheren Zeiten des blühenden Handels, und dass er diese zurück holen würde. Dass wieder Gold aus Erebors Schmelzöfen fließen und alle reich machen würde! Und genau so hat er es gemeint, Pado!" sie zeigte auf Thal. "Wenn wir die Handelsbeziehungen bis nach Khand und Harad wieder aufnehmen wie früher, oder bis nach Rohan und Gondor, dann brauchen wir einen aufstrebenden Hafen am Langen See, mit Kranen, Lagerhäusern, Kontoren, Schenken und Handwerkern. Und wir brauchen Thal, dass uns mit Lebensmitteln und Holz versorgt. Es wird wie in alten Zeiten! Die, die heute überlebten, werden alle reich werden durch diesen Handel. Nichts anderes hat Thorin ihnen versprochen!"
Sie machte eine wegwerfende Handbewegung in Richtung des Davonreitenden. "Ich hatte gedacht, Bard wäre schlauer und besser als die heruntergekommenen Seestädter! Aber auch er hat nur gehört, was er hören wollte. Dabei hat niemand davon gesprochen, den Schatz zu teilen! Thorin sprach vom Handel! Und er wagt es, den König als Räuber zu bezeichnen. Gleichzeitig aber steht er da mit einem bewaffneten Heer im Rücken und meint, uns drohen zu können. Wer benimmt sich da eher wie ein Räuber?"

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

Sein Pferd zum Galopp antreibend verfluchte Bard den stolzen Zwergenprinzen. Ja, Prinz. Einen Mann, der so mit seinen Versprechen umging, war es nicht wert, ein König genannt zu werden.
Bard konnte es nicht glauben, dass Thorin sich entschieden hatte, die Seestädter einfach ihrem Schicksal zu überlassen. Was für eine Wahl hatte er jetzt noch, als sich für die Rettung seiner Leute ganz und gar auf Thanduil einzulassen? Er konnte sich nicht erlauben, es sich mit seinem einzigen Verbündeten zu verscherzen, selbst wenn das hieß, mit ihm zusammen den Erebor zu belagern.
Bard dachte an die Zwerge, die in seinem Haus geblieben waren, als die anderen aufgebrochen waren. Sie waren gute Leute, die sich umeinander kümmerten. Sie nun zum Feind zu haben war traurig.
Doch auch sie beugten sich nun wortlos der Ehrlosigkeit ihres Anführers, der ohne mit der Wimper zu zucken die Seestädter verhungern lassen oder gar einen Krieg anzetteln würde, nur um sein Gold nicht teilen zu müssen. Bard zwang sich, kein Mitleid für sie zu empfinden. Sie taten, was sie für richtig hielten und er tat, was er tun musste.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Nein, Pado konnte es nicht verstehen und ein Blick zu Bilbo zeigte ihm, dass dieser es ebenfalls nicht verstand. Wenigstens eine Art Bezahlung für die Unterstützung in Seestadt wäre das Mindeste gewesen. Und so wie manche Zwerge schauten, stand er nicht ganz allein mit dieser Meinung da. Er hätte wetten können, dass weder Fili noch Balin mit Thorin einer Meinung waren, nachdem, was Bilbo ihm gestern Abend, als sie durch den Berg gewandert waren, erzählt hatte.
Nein, es hatte nichts mit Zwerg oder nicht Zwerg zu tun, sondern mit Ehrgefühl oder Goldsucht, und es tat Pado weh, dass ausgerechnet ein Teil seiner Freunde weniger mit Ehrgefühl als mit vielmehr mit Goldsucht geschlagen waren. Er musterte sowohl Finbar als auch Ailin einen Moment und wandte sich dann kopfschüttelnd ab. Er wollte allein sein. Selten hatte er sich so fremd gefühlt. Er kletterte also von der Ballustrade hinunter, an Bofur vorbei, der ihm einen aufmunternden Klaps auf die Schulter gab, und verzog sich in die Küche. Ein schrumpeliger Apfel lag auf dem Tisch. Doch Pado war der Appetit vergangen. Immer mehr merkte er, wie schwierig es war zu entscheiden, was richtig und falsch war. In den alten Geschichten, die sein Vater oder auch die Waldläufer erzählt hatten, da war es immer klar gewesen, was gut und schlecht war. Aber im wirklichen Leben sah das leider oft anders aus. Ob es das war, was man Erwachsenwerden nannte? Zweifelhafte Entscheidungen treffen? Frustriert schlug er mit der Faust auf den Tisch.

„Die wenigen Möbel zu zerlegen, die wir haben, hilft leider auch nicht weiter!“ Pado wirbelte herum, als er Balins Stimme hinter sich hörte. Der alte Zwerg sah sich um und setzte sich dann Pado gegenüber. Einen langen Moment sah er den Jungen an: „Pado, es freut mich zu sehen, dass ein junger Mann so aufrecht in solch einer schwierigen Situation sein Meinung vertritt. Besonders wenn es gegenüber seinen Freunden ist!“ Er zwinkerte kurz und fuhr dann versonnen fort, „das ist manchmal schwieriger als einem Drachen entgegen zu treten!“ Pado starrte den Alten erstaunt an. Damit hatte er nicht gerechnet. Doch plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Balin sprach nicht nur über ihn, Pado, sondern auch über sich selbst. Oh, ja, der Zwerg wusste sehr gut, was in ihm vorging. Balin fuhr sich mit der Hand über das Kinn, die Augen in die Ferne gerichtet. „Aber das ist nicht mal das Schlimmste! Das Schlimmste ist, zu wissen, dass dein Freund weit im Unrecht ist, aber keine Möglichkeit zu haben, ihm dies klarzumachen. Und dies auszuhalten und trotzdem für den anderen dazusein.“ Der Alte schluckte kurz und sah Pado wieder an. „Freundschaft kann manchmal eine rechte Strafe sein!“ Dann griff er nach dem schrumpeligen Apfel, teilte ihn mit seinem Messer und gab dem Jungen die eine Hälfte. „Lass es dir nicht auf den Magen schlagen, Pado! Du wirst deine Kraft noch brauchen!“ Mit einem kräftigen Biss in seine eigene Hälfte, stand er auf. „Behalte dir dein Gespür für Recht und Unrecht, junger Mann!“ „Danke, Balin!“ Pado verfolgte mit den Augen, wie der weißhaarige Zwerg langsam zur Tür hinaus ging. Eine Welle der Erleichterung durchflutete ihn. Nein, er war nicht allein mit seiner Einschätzung. Nickend stand er mitten in der Küche. Und dann breitete sich ein Lächeln in seinem Gesicht aus: Balin hatte ihn ‚junger Mann‘ genannt! Und das ausgerechnet von dem Zwerg, der selbst den König mit ‚Junge‘ ansprach. Pado fühlte sich direkt eine halbe Handspanne größer.

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Als schließlich Ailin auch noch einmal was zur Diskussion sagen musste, beschloss Frótha für sich, es aufzugeben. Schien es ja nichts zu bringen zu versuchen, dass sich die Truppe nicht in zwei Lager spaltete. Reichte es nicht schon, dass der König nicht mehr bei Sinnen war? Musste es dann auch noch Ailin und Finbar treffen?
Mit einem Kopfschütteln ging sie die Treppe hinunter, außer Hörweite und weiter in Richtung Waffen- und Rüstungskammern. Bisher hatte sie nur Zeit gehabt, sich einen groben Überblick über die Bestände zu verschaffen, doch jetzt nahm sie sich die Zeit, genauer hinzuschauen, denn so wie das dort draußen nach Kampf roch, wollte sie nicht mit schlechter Ausrüstung dastehen.
Aufmerksam ging sie durch die Reihen verstaubter Rüstungen. Schnell hatte sie passende Armschienen und Handschuhe gefunden, dazu ein Paar Stiefel. Das war noch das einfache. Ein Kettenhemd war da schon ein wenig schwieriger. Wenn es oben gut passte, dann war es zu lang oder es war zu kurz und spannte um die Brust. Innerlich fluchte sie, dass sie die ganzen Sachen im Waldlandreich hatten zurück lassen müssen. Als sie schließlich am Ende der Kammer angekommen war, wollte sie es schon fast aufgeben, doch zu ihrer linken erblickte sie dann ein wenig gesondert ein paar Rüstungen , die sie sich sogleich genauer anschaute. Zu ihrem Glück schien es tatsächlich die ein oder andere Kriegerin im Erebor gegeben zu haben oder eher doch eine wohlhabende Frau, die sich im Notfall schützen wollte? Frótha verschwendete nicht lange mit dem Gedanken, denn eigentlich war es ihr egal, Hauptsache sie hatte eine passende Rüstung. Sogleich legte sie ihre bisherigen ergatterten Sachen ab und probierte die Sachen an, die dort lagen. Kettenhemd, Brustplatte und Schultern trug sie nun. Es passte zwar nicht wie angegossen, doch passte es gut genug. Die paar wackeligen Stellen würde sie noch ausgleichen können.
Stolz in ihrer neuen Rüstung, die Stiefel, Armschienen und Handschuhe hatte sie mittlerweile ebenfalls angelegt, ging sie zur Waffenkammer, in Vorfreude eine schicke Axt zu finden. Endlich das tun, worauf sie sich die letzten Tage vor dem Erebor schon gefreut hatte.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aerlinn2]

''Bloß gut, dass wir Roäc noch ausgeschickt haben!'', stellte Borin zufrieden fest, als der Rabe am Horizont schon nicht mehr zu sehen war. ''Sofern der Vogel auf Grund seines Alters nicht die Orientierung verliert, ist Dain in Kürze hier und dann sind die Verhältnisse ausgeglichen!'', fügte er hinzu und blickte mit düsterer Miene nach Thal. ''Oh, wenn ich jetzt nur eine richtige Schar Zwerge hier hätte. Bis an die Zähne bewaffnet und dreckig!''

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Aerlinn2

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

In voller Montur und leicht scheppernd betrat Frótha die Waffenkammer, wo sie auf Dwalin traf. Er schien Waffen zu sortieren und ein wenig Ordnung zu schaffen. So wie er in diese Arbeit vertieft war schien es so, als wolle er den Kopf ein wenig frei kriegen, doch wer konnte es ihm verdenken? Machte die Zwergin nicht gerade das Selbe? Zielstrebig ging sie zu den Waffenständern, wo die verschiedensten Sorten von Äxten zu finden waren. Mit einem zufriedenen Lächeln schritt sie an den meisten vorbei, ehe sie vor einigen einschneidigen stehen blieb. Eine nach den anderen nahm sie in die Hand, ließ sie einmal kreisen und hing sie zurück. Sie waren zwar alle gut, keine Frage, aber nichts besonderes, so wie sie es sich erhofft hatte. Schließlich merkte sie, wie Dwalin neben sie trat und noch bevor sie sich umdrehte sah sie schon, wie er ihr eine Axt entgegen hielt. Mit einem Nicken nahm die Zwergin sie entgeben und ließ sie kreisen. Tatsächlich lag diese wesentlich besser in der Hand.
"Wo hast du die gefunden? Die ist echt gut."
Und mit diesen Worten deutete sie ein paar Hiebe an, so als wäre die Luft ihr Gegner.
"Dort drüben", er deutete auf eine Ecke der Waffenkammer, die ein wenig abgesondert schien, "bei den Waffen für die Waffenmeister. Da sind einige Meisterstücke bei und die hier", er deutete auf die Axt, die Frótha in den Händen hielt, "schien mir fast wie für dich gemacht." Mit einem zufriedenen Lächeln schwang sie die Axt nochmal, bis sie auf einmal pariert wurde. Ein wenig überrascht sah sie Dwalin an, welcher wiederrum mit zwei Äxten ihre festhielt. Und so entstand ein Kampf, mitten in der Waffenkammer, der erst nach in paar Minuten wieder verstummte. Grinsend sahen sich die beiden Krieger an und jeder sah im Gesicht des anderen, wie gut das dem Gegenüber getan hatte. Mit einem Schulterklopfen verabschiedete sich Dwalin schließlich von Frótha, von deren Lippen nur noch ein kurzes "Danke" glitt, ehe sie die Waffenkammer verließ, jemanden suchend, der ihr beim Anpassen ihrer Rüstung behilflich sein konnte.




»Und dann hob sich der graue Schleier über der Welt...und alles verwandelte sich in silbernes Glas..... und ein fernes, weiches Licht spiegelte sich auf dunklen Wassern....«
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aerlinn2]

Das Elbenpaar bestehend aus Legolas und Tauriel erreichte nach einem langen Ritt endlich ihr Ziel: Gundabad. Gemeinsam erklommen sie mit schnellen Schritten einen Hügel, der sich vor der gewaltigen Festung der Orks befand. Von hier aus hatten sie einen guten Überblick und waren gleichzeitig weit genug weg, um nicht zu schnell entdeckt zu werden. ''Gundabad'', sagte die Elbin ehrfürchtig, als sie das Bollwerk des Bösen in’s Auge fasste. Es hatte eine dunkle Ausstrahlung. Dies war ein völlig fremder, kalter und dunkler Ort. ''Was liegt dahinter?'', fragte sie Legolas neugierig. ''Ein alter Feind'', antwortete der Elb knapp und holte dann weiter aus: ''Das vergangene Königreich Angmar.'' Ein Blick in die Ferne verhieß nichts Gutes. Bis zum Horizont waren nur spitze Felsen und totes Land zu sehen. Wenn das Böse eine Heimat hatte, dann wohl hier. ''Diese Festung war einst der Stützpunkt. Hier befanden sich ihre großen Waffenkammern. Hier wurde ihr Kriegsgerät geschmiedet'', erklärte Legolas weiter. Ihre Unterhaltung wurde jäh unterbrochen. ''Ein Licht! Etwas hat sich bewegt!'', stellte die Elbin fest und blickte zu einer kleinen Öffnung weiter oben in der Festung. ''Wir warten auf den Schutz der Nacht'', ordnete der Elbenprinz an. ''Dies ist ein böser Ort, Tauriel. In einem anderen Zeitalter, führte unser Volk Krieg in diesen Landen'', erklärte Legolas und blickte dann mit traurigen Augen zu Boden. Unbeabsichtigt stieg eine alte Erinnerung in ihm hoch und seine blauen Augen wurden zu eis. ''Meine Mutter ist dort gestorben'', sagte er mit leister Stimme. Tauriel starrte ihn mitfühlend an. Jahrhunderte kannten sie sich, doch das wusste sie nicht. ''Mein Vater spricht nicht davon. Es gibt kein Grab. Keine Erinnerung'', fügte er hinzu.

Musik

''Die Orks, die euch damals in die Höhlen gefolgt sind. Sie sind nicht wieder zurückgekehrt. Was ist passiert?'', fragte der Anführer des Stützpunktes, obwohl ihm die Antwort schon klar war. Úrondur stand mit dem Rücken zu ihm, vor einem Fenster und starrte in die Ferne. ''Nichts weiter. Sie haben ihren Dienst erfüllt. Genau wie du…'', antwortete der Schatten. ''Ich hoffe für dich, dass das nicht das einzige ist, was du mir zu berichten hast'', fügte er schnaubend hinzu. ''Nein…natürlich nicht. Das Heer ist bereit, mein Herr. Alle Orks sind bewaffnet'', berichtete der Anführer und neigte vorsichtig sein Haupt. ''Gut'', entgegnete der Schatten. ''Was befielt das große Auge? Sollen wir die Truppen entsenden?'', fügte er Ork noch einmal genauer hinzu. Daraufhin drehte sich der Schatten zu ihm um und bewegte sich mit langsamen Schritten auf den Ork zu. ''Das hast du ganz richtig erkannt, Boldog. Rückt das gesamte Heer aus. Sofort!'', erklärte der Mann und verließ dann den Saal.

Dunkelheit zog sich über das Land. Es war für die Elben kaum vorstellbar, aber nun war es noch düsterer und unangenehmer an diesem Ort zu verweilen, als am Tag. Die beiden Elben hatten den Rest des Tages auf der Lauer verbracht und abgewartet. Die Festung ließen sie dabei nie aus den Augen. ''Wenn wir hineinwollen, sollten wir jetzt gehen!'', sagte Tauriel auf elbisch, doch ehe sie sich fortbewegen konnten, flog ein gewaltiger Schwarm riesiger Fledermäuse über ihre Köpfe hinweg. Die beiden Elben hielten sich versteckt und beobachteten wie die Brut des Bösen über sie hinweg zog. Der Schwarm flog in Richtung der Festung und drehte dort einige Runden. ''Sie schwärmen aus!'', stellte die Elbin fest und konnte ihre Augen nicht von dem beeindruckenden Schauspiel lassen. ''Diese Fledermäuse wurden zu einem Zweck gezüchtet'', sagte Legolas, der es sich ebenfalls gebannt ansah. ''Für Krieg'', fügte er hinzu. Dann sahen sie, wie ein einzelner Mann auf einen Felsen, der sich neben der Festung befand, hinaufstieg und dort oben, an der höchsten Spitze stehen bleib. Langsam drehte er seinen Kopf zu den Elben um, als konnte er sie sehen. Ein diabolisches Grinsen folgte und anschließend drehte er sich wieder zur Festung. Er hob sein Schwert in die Höhe und rief dann einige faule Worte in schwarzer Sprache, gefolgt von einem lauten ''KUTUM!''. Daraufhin ertönten laute Hörner und das Tor des Bollwerks öffnete sich. Nun war es soweit. Der Feind rückte aus. Mit Fackeln, Speeren und Schwertern bewaffnet, marschierte das Heer Gundabads über die Ebene, während die Fledermäuse darüber ihre Runden kreisten. Eine gewaltige Fledermaus landate neben Úrondur, der sich auf ihren Rücken setzte und schließlich abhob.

Tauriel zuckte erschrocken zurück, als sie sich den Mann noch einmal genauer ansah. ''Was ist?'', fragte Legolas besorgt. ’’Ich habe diesen Mann glaube ich schon einmal gesehen. Vor kurzem erst. Wer ist das?’’, fragte die Elbin neugierig und furchtsam. Legolas Gesichtsausdruck verfinsterte sich. ''Einer der gefährlichsten Diener des Feindes. Der Schatten Saurons, wird er genannt. Wo hast du ihn gesehen? Im Waldlandreich?'', antwortete er knapp und fragte dann besorgt nach weiteren Informationen. ''Ja. Im Wald sogar. Ich hatte nicht gewusst, wer mir gegenüber stand. Er sah aus wie ein gewöhnlicher Waldläufer. Aber jetzt. Jetzt sieht er anders aus. Und doch weiß ich, dass er es war. Was weißt du über ihn?'', fragte sie nochmal deutlicher nach. ''Nicht viel ist über ihn bekannt. Mein Vater meinte einst, dass er einer der Heerführer Saurons in der Schlacht auf der Dagorlad war. Er ist ein alter Feind Ascarions. Die beiden standen sich damals in einem erbitterten Kampf auf Leben und Tod gegenüber. Ascarion war siegreich und eigentlich hielt man den Schatten für tot'', erklärte der Elb sorgfältig. ''Aber die Schlacht ist doch Jahrtausende her. Kein Mensch lebt so lange, nicht eimal die Waldläufer'', entgegnete die Elbin verwirrt. ''Wer weiß schon, was er wirklich ist. Nur eines ist gewiss. Mit den verdorbenen Zauberkräften des Bösen ist alles möglich!''

’’Genug davon. Wir müssen die anderen warnen!’’, unterbrach ihn Tauriel. ''Vielleicht sind wir schon zu spät - Beeilung!'', entgegnete Legolas und rannte voraus. Sie hatten keine Zeit zu verlieren.

Es nahm kein Ende und schon bald war ganze Tal mit kleinen Fackeln bedeckt. Die gesamte Streitmacht Gundabads war auf dem Marsch zum einsamen Berg und der Schatten flog auf seinem Untier und führte sie an. Azog und Bolg griffen den Erebor aus dem Süden an. Der Schatten würde vom Norden her einfallen. War der Erebor verloren?

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

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Musik

Saruman war in einem ganz anderen Teil dieses Labyrinths. Er hob seinen Stab in die Luft und schrie erneut mit aller Deutlichkeit in seiner tiefen Stimme, dass er dem Herrn der Festung befahl sich zu offenbaren. Er solle herauskommen und seine Festung aufgeben, dieses Land verlassen und nie wieder kehren. Doch wieder tat sich nichts. Mit scharfem Blick beobachtete er seine Umgebung. Er war darauf fokussiert das Böse hier ein für alle mal zu vernichten. Der weiße Istar vertraute dabei vollkommen auf seine Fähigkeiten. ''Ich weiß, warum du hier bist, Zauberer’’, ertönte eine dunkle und tiefe Stimme in schwarzer Sprache. Saruman zuckte kurz zusammen und sah sich um, um herauszufinden wo sie herkam. ‘‘Sauron!’’, sagte er angewidert und umklammerte seinen schwarzen Stab fester. Noch bevor er einen weiteren Schritt machen konnte, offenbarte sich eine gewaltige Mauer vor ihm, die wie eine Mischung aus schwarzem Schatten und grauem Rauch wirkte. Der Feind attackierte ihn jedoch nicht. ''Ich weiß warum du hier bist, Zauberer’’, wiederholte er sich. Die Schattenwand wurde kleiner und die schwarze Gestalt in Rüstung kam zum Vorschein. Sie stand einige Schritte von Saruman entfernt. Beide standen sich nun gegenüber. Der weiße Zauberer und der schwarze Hexenmeister, der ersteren jedoch um mehrere Köpfe überragte. ''Du suchst, was ich suche’’, fügte Sauron hinzu. Saruman reagierte noch nicht. ''Wir sind uns sehr ähnlich. Du suchst die Macht, wie ich. Ich spüre es in dir!’’, führte Sauron fort. ‘’Du und ich...’’, antwortete Saruman langsam. ‘‘...wir haben nichts gemein!’’, fuhr er nach einer kurzen Pause fort. ‘‘Ich habe gesehen, wie sie dich ansehen. Mit großen Respekt und großer Furcht. Nur wenigen wird solch einen Respekt zuteil gebracht. Nur den starken!’’, sagte Sauron hypnotisierend. ''Und nun stehen sich hier die beiden größten Mächte in Mittelerde gegenüber. Wir sollten uns nicht bekriegen. Wir müssen uns verbünden! Gemeinsam können wir alles erreichen!'', fügte der dunkle Herr hinzu.

Saruman blieb regungslos stehen und hob seinen Stab, den er in die Richtung des dunklen Herrn schmetterte. Ein Überraschungsangriff. Sauron versuchte den Angriff abzuwehren, doch er kam so unerwartet, dass er mit einem gewaltigen Knall nach hinten geschleudert wurde. Durch die Kraft und den Aufprall wurden die Wände dahinter eingerissen und stürzten in die Tiefe. Saruman eilte augenblicklich hinterher und schwang seinen Stab in Saurons Richtung. Dieser wurde erneut gegen die nächste Wand geschmettert, welche den Aufprall ebenfalls nicht überstand. Der Zauberer blieb vor ihm stehen. ''Es ist vorbei! Verschwinde hier und kehre nie zurück! Du bist verbannt!’’, schnaubte der Alte siegessicher. Doch in genau diesem Moment richtete sich Sauron wieder auf. Binnen des Bruchteils einer Sekunde transformierte er sich zur Schattenwand. Schneller als erwartet näherte sie sich dem Zauberer und versuchte ihn zu verschlingen. ’’Du Narr!’’, rief Sauron. Bevor ihn der Angreifer erreichen konnte, hob Saruman seinen Stab. Die Kristallkugel schickte einen Lichtstrahl gegen Sauron und hielt ihn damit auf Distanz. Saruman gab einen lauten Schrei von sich und daraufhin wurde sein Lichtstrahl noch größer und mächtiger als zuvor. Beide Mächte rangen um die Dominanz in diesem Kampf. Einmal wurde Saruman nach hinten gedrückt, dann Sauron. Doch es schien so als käme er nicht gegen die Macht des Lichtes an. Sein Nebel schoss immer wieder gegen die Lichtquelle, doch wurde immer wieder zurückgedrängt. Sauron ließ schließlich von ihm ab. Saruman senkte seinen Stab, das Licht erlosch und er atmete schwer. Das hatte ihn viel Kraft gekostet. Saurons Schatten nahm wieder ab und es schien beinahe so, als hätte er aufgegeben. Doch so naiv war sein Gegenüber nicht. Vorsichtig ging der weiße Zauberer auf Sauron zu. Doch dann passierte etwas, das er nicht erwartet hatte. Der dunkle Herrscher brannte lichterloh und entwickelte sich zu einem gewaltigen Feuer mit einem riesigen und flammenden Auge in der Mitte. Überall brannte es auf einmal. Feuer stiegen aus allen Winkeln auf und kurz darauf war Saruman von den Flammen umzingelt. ’’Du hättest dich mir anschließen sollen, solange du die Möglichkeit hattest’’, schnaubte der Feind. Schnell näherte er sich Saruman, der nicht viel Zeit zum Reagieren hatte.

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Der grimmige Blick auf Bards Gesicht reichte aus, dass niemand fragen musste, wie seine Verhandlungen mit Thorin ausgegangen waren.
Ein schmales Lächeln spielte um die Lippen des Elbenkönigs. "Ich sagte es Euch doch. Mit Zwergen kann man nicht verhandeln", sagte er abfällig.
Bard antwortete ihm nicht.
"Dann steht es fest!", verkündete Thranduil laut unter seinen Truppen, "Wir greifen im Morgengrauen an!"
Sofort setzten seine Soldaten sich in Bewegung, um die nötigen Vorbereitungen zu treffen.
Bard wandte sich zum Gehen. Er musste sich jetzt um seine Leute kümmern. Irgendwie musste er ihnen beibringen, dass der Weg zu ihrem Neuanfang noch lang war, lang und steinig.
"Kann ich mir Eurer Unterstützung morgen gewiss sein, Bard?" Thranduils Stimme schnitt durch die kalte Luft wie ein Schwert. Bard stockte. Er zwang sich, dem Elbenkönig fest in die Augen zu sehen, dann nickte er knapp. Thranduil lächelte zufrieden und ließ den Seestädter ohne ein weiteres Wort gehen. Innerlich verfluchte Bard die Arroganz der Elben und die gier der Zwerge.

Isengar stand vor der Tür der Stadthalle und sah fragend zu ihm auf.
"Es tut mir Leid", sagte Bard leise zu dem Hobbit, "Ich hätte mehr versuchen müssen..."
"Das glaube ich kaum." Elva trat aus dem Schatten des zerstörten Glockenturms neben der Halle. "Niemand hätte mehr tun können, als du", sagte sie mit ernster Miene. "Wir könnten uns keinen besseren Anführer wünschen."
Sie schwieg einen Moment, doch Bard sah ihr an, dass ihr noch etwas auf dem Herzen lag.
"Ich... es tut mir Leid, dass ich das angezweifelt hab...", sagte sie schließlich leise.
Bard schüttelte den Kopf. "Du hattest ja recht. Thorin hat nicht mit sich reden lassen."
"Aber es war richtig, dass du es versucht hast. Um unsertwillen und um ihretwillen." Elva blickte zum Erebor. Dann sah sie zu Isengar. Sie wollte nicht daran denken, was sie fühlen würde, wenn es ihr Sohn wäre, der da auf der anderen Seite der Mauer festsaß. Sie wusste, dass es Bard nicht anders ging. Doch er tat, was getan werden musste, um seine Familie und seine Mitmenschen zu beschützen.
"Was immer deine Entscheidung ist, ich werde dir folgen", sagte Elva entschlossen.
Bard klopfte ihr mit einem dankbaren Blick auf die Schulter.
"Na dann, auf!", seufzte er und stieß die Tür zur Stadthalle auf, um seinen Leuten die unerfreuliche Nachricht zu überbringen.

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thilwen

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Isengar folgte Bard und Elva in die ziemlich ramponierte Stadthalle. Doch was der Mensch seinen Leuten erzählte, bekam er kaum mit. Zu sehr war er in seinen eigenen Gedanken gefangen. Er konnte nicht glauben, in welche Richtung sich diese Geschichte hier entwickelte. Eine Handvoll Zwerge hielt einen zugegeben gut gesicherten Berg gegen ein Heer von bestens ausgerüsteten Elben, von den sehr schlecht ausgerüsteten Menschen wollte er nicht sprechen, und weigerte sich einen Kompromiss auszuhandeln. Das war doch Wahnsinn!
Der Hobbit wünschte sich, er könnte dieser Situation einfach den Rücken kehren, hatte er doch mit dem Konflikt nichts zu tun, bis auf, dass sein Sohn und sein Neffe mit den offensichtlich wahnsinnigen Zwergen in besagtem Berg eingesperrt waren. Und es bestand wenig Aussicht, dass er die beiden dort herausholen konnte, bevor die ganze Sache eskalierte.
WÄRE ER DOCH BLOß NICHT AUF DIESE VERDAMMTE REISE GEGANGEN! Seit er wusste, dass Pado sich auf die Suche nach ihm gemacht hatte, hatte ihn schon immer einmal das schlechte Gewissen geplagt. Doch jetzt schlug dieses in echte Verzweiflung um. Die Chancen standen nicht schlecht, dass sein Junge den morgigen Tag nicht überleben würde. Und das würde ihn selbst umbringen.

Es musste doch eine Möglichkeit geben! Der Hobbit verließ die Stadthalle und machte sich auf die Suche nach diesem Elbenkönig. Vielleicht war dem mit Vernunft beizukommen. Doch wenn er ehrlich war, glaubte er nicht dran.

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„Wie dem auch sei - Man braucht Leute mit Verstand für diese Abenteuer - was auch immer - Geschichte!"
"Dann wirst Du gewiss nicht ausgewählt, Pip!"
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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Kára sah Borin fragend an, als er Dain erwähnte. Dain Eisenfuß war berühmt und brüchtigt, einer der größten Zwergenkrieger, dem der Ruf vorauseilte, dass sein inneres Feuer heißer brannte als bei jedem anderen Zwerg.
"Meinst du, er wird wirklich kommen?" fragte sie Borin. "Obwohl Thorin den Stein nicht hat?"
Wenn Dain seine Armee brachte, war ein Kampf fast unausweichlich. Kára schämte sich ein wenig darüber, dass der Gedanke ihr Angst machte. Sie war keine Kriegerin. Sie hatte gegen Orks gekämpft, ja, aber Orks waren meistens dumm. Ein Elbenheer war eine gänzlich größere Herausforderung. Gleichzeitig wusste sie, dass sie sich nicht verstecken würde. Das ging gegen jede Zwergenehre!

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

''Zum Teufel mit diesem dummen Stein!'', knurrte der alte Zwerg und zerschmetterte vor Wut mit seiner Panzerfaust einen Stein auf der Balustrade in tausend Teile. Dann machte er einige Schritte auf Kara zu. ''Wenn Dain nicht kommt, dann ist er ein Feigling! Zwerge lassen sich nicht gegenseitig im Stich! NIEMALS! Und genau deshalb wird er auch kommen. Und dann kann dieser Elbenkönig was erleben!'', fügte er hinzu. ''BARUK KHAZÂD! KHAZÂD AI-MÊNU!!!!!'', brüllte er anschließend in Richtung Thal.

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Ailin

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Hoffentlich kam Thorins Cousin wirklich! Und hoffentlich ließ er sich nicht allzu viel Zeit, dachte Ailin.
Dieses verfluchte Gold und der dreimal verfluchte Arkenstein waren ihr völlig egal, und das, obwohl sie zu Beginn der Reise begierig gewesen war, Erebors berühmten Schatz zu sehen!
Und von ihrem eigentlichen Ziel war sie noch nie soweit entfernt gewesen wie jetzt. Im Stillen schalt sie sich eine Närrin, dass sie so töricht gewesen war, zu glauben, Thorin könnte jemals...
Der König verdächtigte mittlerweile seine Gefährten, ihn zu bestehlen. Da würde seine Unversöhnlichkeit gegenüber den Elben ganz gewiss nicht geringer geworden sein, im Gegenteil!
Mit Bard hatte er wenigstens noch gesprochen, dem Elbenkönig würde er vermutlich einen Speer oder eine Streitaxt entgegenschleudern, wenn der es wagen sollte, zu irgendwelchen Verhandlungen am Tor aufzutauchen. Und dann war die Hölle los. Egal, ob er traf oder nicht traf... Ailin seufzte frustriert: So hatte sie sich das alles nicht vorgestellt! Wenn nicht ein Wunder geschah, gingen sie morgen vielleicht alle schnurstracks zu Mandos Hallen...

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Ni ikrît fund!!! Trau nie einem Elben!!!
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Ailin]

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Ardagast und Radagast sahen sich an und nickten einander zu. Sie rannten in die Richtung des Käfigs und versuchten einen Weg dorthin zu finden. Zuerst tauchte eine Brücke vor ihnen auf. Sie war so schmal, dass man kaum beide Füße nebeneinander setzen konnte. Es gab allerdings keine Zeit zu verlieren und so machte Ardagast den Vortritt. Vorsichtig ging er Schritt für Schritt vorwärts. ''Ja nicht nach unten sehen'', sagte er zu sich selbst. Als er etwa in der Mitte ankam, sah er dennoch versehentlich flüchtig nach unten. Seine Augen wurden groß und seine Augenbrauen hoben sich vor Schreck. Der Hügel der dunklen Magie offenbarte erneut seine wahre Größe. Die Festung war so tief, dass Ardagast nicht einmal den Boden sehen konnte. Obwohl er nun schon mehrmals Zeuge der Größe wurde, war sie immer wieder beängstigend und beeindruckend zugleich. Unter ihm war ein Labyrinth aus Treppen, Gängen und Brücken so weit das Auge reichte und der Rest war von dichtem Nebel verhüllt. Wie tief sie wohl sein mochte? Vorsichtig ging er weiter. Mit dem nächsten Schritt rutschte er jedoch ab und verlor das Gleichgewicht. Noch einmal musste er in die Tiefe starren. Seine Muskeln erstarrten und er fing an zu schwitzen. Beinahe wäre er dabei abgerutscht, konnte aber im letzen Moment wieder die Balance herstellen. Daraufhin entschied er sich die restliche Distanz zu springen. Endlich kam er auf der anderen Seite an und atmete tief durch. Sein Herz pochte bis zum Halse. ''Sei ja vorsichtig. Sonst fällst du runter'', rief er warnend. Nun ging Radagast hinüber. Er hatte es etwas leichter und kam gar nicht erst in Versuchung nach unten zu sehen. Ardagast war sichtlich beeindruckt, als er sah wie der ängstliche Zauberer so gelassen über die Brücke lief. Ehe er sich versah, stand der braune Zauberer auch schon vor ihm. Ardagast würdigte seine Leistung mit einem abschätzenden Blick. Auf der anderen Seite angekommen liefen die Zauberer dann zügig weiter. Glücklicherweise fanden sie schnell den richtigen Weg und eilten durch einen Torbogen. Dieser führte zu einem langen Schacht, den die beiden durchqueren mussten. Mit Müh’ und Not rannten sie geradeaus weiter, in der Hoffnung, dass sich am Ende des Schachtes Gandalf befand. Beide erreichten nun das Ende. Vor ihnen offenbarte sich ein Hof mit einer Statue in der Mitte. Und sie waren nicht alleine. ’'Du meine Güte’’, staunte Ardagast über das was er sah. Die beiden trauten ihren Augen nicht.

Elrond war noch nicht die letzten Stufen hinaufgestiegen, da hielt er erneut inne. Beide lauschten und konnten gedämpft eine tiefe Stimme vernehmen, die etwas in der schwarzen Sprache sprach. „Das Ringgedicht“, sagte Elrond. „Sauron“, stimmte Ascarion zu. Leise folgten die beiden der Stimme, der dunkle Herrscher würde kaum mit sich selbst sprechen und sie wussten ohnehin nicht, wo sich die anderen Mitglieder des Rates befanden. Sie durchquerten einen dunklen Tunnel und hielten sich noch einen Moment in dessen Schatten versteckt, um die Lage auszukundschaften. Weiter vorne auf einer Plattform erkannten sie die Herrin Lóriens und in ihren Armen den bewegungslosen grauen Zauberer. Ascarion konnte nicht sehen, ob dieser lebte oder nicht, doch spürte er in seinem Herzen, dass noch Kraft in ihm steckte. Doch um was sich die beiden im Moment mehr Sorgen machen mussten, waren die geisterhaften Gestalten, die die beiden einkreisten und immer näher kamen. Neun waren es an der Zahl. Die boshafte Stimme sprach immer noch zu Galadriel. Elrond und Ascarion warfen sich einen zustimmenden Blick zu und traten ins Licht mit ihren gezogenen Schwertern.

Musik

''Ich bin nicht alleine'', sagte Galadriel mit eisernem Gesichtsausdruck gegen die Neun. Daraufhin kamen auch Elrond und Ascarion durch ein anderes Tor getreten und zückten ihre Schwerter. Ardagast und Radagast stellten sich kampfbereit gegen die Nazgûl, welche offenbar nicht mit der plötzlichen Verstärkung gerechnet hatten. Zwei der Nazgûl wanden sich den beiden Zauberern zu. Einer sah aus wie aus dem Haradwaith, die Herkunft des anderen konnte Ardagast nicht deuten. Vier gegen Neun. Elrond machte schließlich den Anfang. ''Ihr hättet tot bleiben sollen'', rief er und attackierte den ersten Nazgûl, der sich ihm in den Weg stellte. Ardagast übernahm den Ringgeist aus Harad und schlug seinen Stab gegen den Kopf des Feindes, ehe dieser sich ducken konnte. Radagast tat es ihm gleich. Ascarion ebenso. Elrond schlug auf den Ostling neben sich ein, dieser parierte zwei Schläge mit seinem mächtigen Streitkolben. Doch seine Waffe war gegen die des Elben nicht gewachsen und so wurde er dann getroffen und löste sich auf. Ardagast schlug dem Ringgeist aus Forod mit der Spitze des Stabes in den Bauch und schließlich durchstach er die Rüstung mit Glamdring, woraufhin sich der Ringgeist ebenfalls auflöste. Der Hexenkönig, der durch seine Ausstrahlung deutlich herausstach, näherte sich Elrond und attackierte diesen mit seinen zwei Schwertern. Der Elbenfürst parierte den Schlag und setzte zum Angriff über. Der Hexenkönig parierte den Angriff ebenfalls. Ein Duell brach aus. Ardagast ließ derweil für einen Moment seinen Stab heller aufleuchten. Daraufhin löste sich ein weiterer der Nazgûl auf. Bald jedoch bemerkte der Zauberer, dass nicht jeder Nazgûl, der sich auflöste, auch wirklich tot war. Denn der Ringgeist aus Harad, den er vorher besiegt hatte, tauchte auf einmal wieder vor ihm auf und schmetterte seine Lanze mit drei Klingen, in Richtung des Zauberers. Genervt, wich Ardagast zuerst zurück und durchstach anschließend dessen Brust mit Glamdring und damit löste sich der Feind erneut auf. ''Hoffentlich hat das jetzt gereicht'', schnaubte er genervt und stellte sich dem nächsten Ringgeist. Radagast schubste einen weiteren der Feinde eine Klippe herunter, dieser tauchte jedoch gleich wieder auf und attackierte den braunen Zauberer mit seinem Dolch. Der braune Zauberer hielt seinen Stab dagegen und schlug dem Ringgeist mit aller Kraft gegen den Kopf. Dieser wich zurück und war benommen. Ascarion tauchte daraufhin von hinten auf und rammte sein Schwert von hinten durch den Geist. Auch ihm war aufgefallen, dass die Ringgeister unbesiegbar schienen und nach jedem eigentlich tödlichen Streich, erneut über die Kante schossen und angriffen. Also wirbelte er nur noch entschlossener über die Plattform und half seinen Verbündeten wo er nur konnte. Zwar war er selbst kein Istar und besaß auch keinen Ring der Macht, unter Cirdans Lehre hatte er in den beiden Zeitaltern jedoch so viel zur Kampfkunst dazu gelernt, dass er den Weisen ebenbürtig war. Drei Ringgeister waren nun noch übrig. Elrond kämpfte noch immer gegen den Hexenkönig, Ardagast übernahm seinen Stellvertreter Khamûl, den Ostling, welcher bisher nicht getötet werden konnte und Radagast und Ascarion den übrig gebliebenen dritten Ringgeist. Wieder und wieder parierten die beiden Kontrahenten ihre Schläge. Der Hexenkönig attackierte Elrond, dieser wich zurück und schlug das Schwert zur Seite. Ardagast schlug auf Khamûl ein, der zur Seite wich, jedoch dann Glamdring nicht kommen sah und in zwei geteilt wurde. Er löste sich unter einem lauten und grellen Schrei auf. Der Anführer der Neun wurde von Elrond an eine Klippe gedrängt und schließlich trennte der Elbenfürst den Kopf des Hexenkönigs ab, während dieser in die Tiefe stürzte und sich ebenfalls auflöste. Radagast und Ascarion waren mit ihrem Gegner längst fertig. Konzentriert standen sich die vier Mitglieder des Rates auf dem Feld des Sieges gegenüber.

DerDunkelgraue/Damaris

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Kára beobachtete die Versammlung in Thal noch eine Weile von weitem. Sie fragte sich, wie es Bards Kindern wohl ging. Sie waren nett gewesen, und die Älteren hatten auf die Jüngste aufgepasst. Sie dachte an ihre eigene Familie. Ob Sváf sie sehr vermisste? Sie selber war die meiste Zeit so beschäftigt gewesen, ihr Kopf so voll mit allen möglichen Dingen, dass sie ihn fast verdrängt hatte. Aber hier, im Angesicht einer drohenden Auseinandersetzung, wünschte sie sich mehr denn je, ihn an ihrer Seite zu haben.
Nein, eigentlich nicht. Sváfnir wäre vermutlich der erste, der in die Schlacht stürmen würde, und was konnte dabei schon gutes herauskommen? Immerhin dies hatte sie ihm voraus: Kára hielt sich definitiv nicht für unbesiegbar.
Kurz keimte der Gedanke auf, dass sie einen Fehler gemacht hatte, als sie sich ohne Abschiedsworte vor ihrem Vater davongeschlichen hatte. Sie hatte immer gedacht, dass er bestimmt stolz auf sie sein würde, wenn sie zurückkäme. Jetzt war sie sich nicht mehr so sicher.
Wie eine falsch gepackte Lore war alles entgeist, was so gut begonnen hatte. Statt der triumphalen Eroberung des Erebors und Glück und Reichtum für alle hatten sie ein Elbenheer bekommen und einen Zwergenkönig, der absolut uneinsichtig wirkte. Kára verstand zugegebenermaßen nicht viel von Politik. Aber es war unschwer zu erkennen, dass der von Thorin eingeschlagene Weg Probleme bringen würde, Dain hin oder her. Selbst wenn Dain samt Armee auftauchte und der Elbenkönig aufgrund der Übermacht einknickte - was würde dies für das zukünftige Verhältnis zwischen dem Erebor und dem Waldlandreich bedeuten? Für Erebor und Seestadt? Und leider war Kára sich fast sicher, dass der Waldlandkönig nicht nachgeben würde.
"Verdammte Ziegenkacke", flüsterte sie in ihren Bart. "Elende, verdammte, dreckige Ziegenkacke."

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Pado kam gerade hinter Kara vorbei, als sie vor sich hin murmelnd gen Thal spähte. Ein leises Grinsen zog über sein Gesicht. „Ich bevorzuge ja Eichhörnchen, aber die würden der Situation einfach nicht gerecht!“, meinte er zwinkernd, als er sich neben die Zwergin stellte. Dann fügte er leise hinzu: „Gehe ich recht in der Annahme, dass du der Situation nicht dengleichen Enthusiasmus entgegenbringst wie Finbar?“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

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Musik

Saruman wurde mit voller Wucht gegen eine Steinwand gestoßen. Dabei wäre er beinahe von einer rostigen Eisenspitze durchbohrt worden. Sie verfehlte ihn nur knapp. Sauron breitete sich immer weiter aus und umzingelte seinen Feind. Die gewaltige Wand aus Flammen ließ den weißen Zauberer mickrig und winzig aussehen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht hatte er alle Mühe wieder aufzustehen. Zur Verteidigung hob er aus der Bewegung heraus seinen Stab hoch und zauberte einen Lichtstrahl, der sich an Saurons Auge bündelte. Der dunkle Herr wich zurück und ließ von seinem Gegner ab. Dies gab beiden Kontrahenten eine kurze Verschnaufpause. Als Sauron sich wieder näherte, zauberte Saruman erneut einen Schutzschuld aus Licht, der den heranstürmenden Feind auf Abstand hielt und ihn selbst vor Saurons Flammen schütze. Mit aller Kraft versuchte der Anführer des weißen Rates den dunklen Herrn zurück zu drängen und schien damit für’s Erste auch Erfolg zu haben, obwohl er spürte, dass der Gegner stärker wurde. Es war beinahe so, als würde er immer stärker werden und einen unerschöpflichen Vorrat an Energie haben. Die Macht der beiden brachte die Mauern um sie herum zum einstürzen und die toten Bäume, die vereinzelt die Festung zierten, wurden mitsamt der Wurzel rausgerissen. Nach einer Weile verlor Saurons Feuerwand glücklicherweise wieder an Größe. Das Feuer wurde im Keim erstickt, sodass abermals nur eine schwarze Rüstung übrig blieb. Saruman atmete schwer. Er wusste, dass er nicht mehr lange gegen seinen Feind ankommen würde. Er hatte die Macht des dunklen Herrn wahrlich unterschätzt. Langsam und mit großer Wut im Bauch, bewegte er sich auf Sauron zu. Beide standen sich nun gegenüber. Seinen Stab hielt er fest und in Saurons Richtung, um jederzeit für einen erneuten Angriff seines Feindes gewappnet zu sein. ’’Es ist Zeit! Zeit für dich dieses Land zu verlassen und nie wieder zu kehren!’’, schnaubte der Zauberer und fügte hinzu: ’’Mache nie den Fehler und attackiere Saruman den Weißen. Den Mächtigsten in ganz Mittelerde!’’ Mit einem kräftigen Schwung des Stabs, schleuderte er Sauron erneut gegen die einzige Steinwand, die noch intakt war. Es kam keinen Gegenwehr. Der Zauberer holte nun zum letzten Schlag aus. Er schrie auf, doch bevor er etwas tun konnte, sah er für den Bruchteil einer Sekunde erneut das Feuerauge Saurons vor sich. Für einen Moment war er geblendet und etwas benommen. Sauron nutzte die Gelegenheit um sich aus dem Staub zu machen und verschwand vor den Augen des Zauberers. Nach kurzer Zeit kam Saruman wieder zu sich und sah sich um. Weit und breit war nichts mehr zu sehen. Seine Stirn runzelte sich und er wurde wütend. ’’Wie konnte er nur entkommen?’’, fragte er sich mit fletschenden Zähnen. Intuitiv lief er geradeaus weiter und versuchte seinem Feind zu folgen. ’’Komm zurück! Erfahre deine gerechte Strafe!’’, schrie er wütend.

Die Nazgûl waren besiegt. Ardagast, Elrond, Ascarion und Radagast trauten ihren Augen nicht. Auf Galadriels Schoß lag Gandalf. Benommen und mit getrocknetem, braunen Blut auf der linken Gesichtshälfte, lag er regungslos da. Galadriel strich vorsichtig über sein Gesicht. Umgehend eilten sie zum grauen Zauberer, der Anzeichen machte, dass es ihm langsam wieder besser ging. ''Gandalf!'', rief Ardagast laut. Dieser hob seinen Kopf und erkannte seine Retter. Vor Freude strahlte sein Gesicht. ‘‘Ardagast!’’, sagte er mit schwacher Stimme. Der graue Pilger richtete sich mit Hilfe seiner Freunde auf, stützte sich auf ihre Schultern und umarmte sie, als er eigenen Halt gefunden hatte. ''Ich bin so froh euch zu sehen, meine Freunde'', sagte er erleichtert und mit einer Freude, die er lange nicht mehr verspürt hatte. ''Wir sind auch froh, dass du noch heil bist…mehr oder weniger'', entgegnete Radagast freundlich. ''Ich kam so schnell ich konnte!'', sagte Ardagast. ''Und ich bin dir sehr dankbar dafür, mein Freund. Ebenso wie euch allen, Radagast, Elrond und Ascarion. Und natürlich vor allem Euch, meine Herrin'', sagte Gandalf und verbeugte sich vor seinen Rettern. ''Sauron hatte mich besiegt und hier eingeschlossen. Seine Macht steigt von Tag zu Tag. Ein Heer ist in Richtung des Erebors marschiert. Uns bleibt nicht viel Zeit!'', erklärte der graue Zauberer und sah dann zum ersten Mal in die Runde. Er erkannte sofort, dass jemand fehlte. ''Wo ist Saruman?'', fragte er besorgt. ''Wir wissen es nicht. Aber wir glauben, dass er gegen Sauron kämpfte'', erklärte Ardagast und zeigte in die Richtung, in der er das große Feuer sah. ''Dass wir nichts mehr hören, kann nichts Gutes verheißen'', fügte er hinzu. ''Wir müssen ihn umgehend suchen!'', ordnete Gandalf an und ging schon voller Tatendrang voraus. ''Warte!'', rief ihm Radagast hinterher. Mithrandir drehte sich zu seinem Freund um. Der braune Zauberer reichte ihm daraufhin seinen Stab. ''Du brauchst ihn dringender als ich, Gandalf'', sagte Radagast etwas wehmütig. Er konnte sich nur schwer von seinem Begleiter trennen. Er behielt jedoch den blauen Kristall, der sich in der Krone befand. Gandalf nickte. ''Vielen Dank! In der Tat werde ich einen Stab brauchen, sobald ich wieder zu meinen Gefährten aufgeschlossen habe! Du weißt nicht, was mir das bedeutet, Radagast'', gab Gandalf erleichtert zu. ''Aber jetzt hast du ja keinen mehr'', fügte er hinzu. Radagast zuckte mit den Schultern. ''Irgendwo finde ich schon wieder einen!'', antwortete dieser mit einem gelassen Grinsen. Ardagast reichte Gandalf Glamdring und seinen Schal. ''Kaum wieder auf den Beinen, schon voller Tatendrang, was?'', scherzte Ardagast und schlug ihm auf die Schulter. ''Damit siehst du gleich viel besser aus, mein Freund'', fügte er lächelnd hinzu. Gandalf nickte dankbar und ging voraus. ''Ich hoffe er übernimmt sich nicht’', rief Ardagast zu den anderen. Zusammen machten sich die Mitglieder des Rates auf um Sauron und Saruman zu finden. Jetzt hatte der Feind eine Übermacht gegen sich. Aber war es schon zu spät?

Saruman irrte in der Zwischenzeit durch die schier unendlichen Gänge der Festung. Ein normaler Mensch hätte sich hier verirrt und wäre nie wieder herausgekommen. Den Gebeinen nach zu urteilen, die überall verteilt waren, erging das wohl vielen so. Aber das hatte der Zauberer nicht vor. Inzwischen war die Sonne untergegangen und dies erschwerte das Vorhaben ungemein. Es war stockdunkel. Saruman konnte nur noch mit Hilfe seines Licht spendenden Stabes etwas sehen. Seine Waffe leuchtete die Gänge mit weißem Licht aus. Schließlich kam er an einem Hof in der Mitte der Festung an. Seine Stirn begann sich zu runzeln. Wütend und schnaubend blickte er in alle Richtungen, doch es war nichts zu sehen. Niemand war hier. Er hatte ihn verloren. Sauron war entkommen. So nah und doch so fern, dachte sich der weiße Zauberer. Er machte einen Schritt in Richtung des nächsten Tores, bis er etwas hinter sich hörte. Sofort drehte er sich um und sah wie Sauron sich ihm wieder näherte. Der dunkle Schatten bewegte sich auf den Zauberer zu. Sauron war also doch noch nicht geflohen. Schnell hob Saruman seinen Stab und versuchte mit Licht entgegen zu wirken. Mit aller kraft peitschte sich die Schattenwand nach vorne und drückte Saruman nach hinten. So weit, dass er fast das Gleichgewicht verlor. Die Wand wurde immer größer und mächtiger, bis sie Saruman von allen Seiten umschlossen hatte, der lediglich von seinem immer kleiner werdenden Schutzschild geschützt wurde. Allem Anschein nach hatte sich Sauron seine Energie für diesen Moment aufgespart. Der Schatten drückte von allen Seiten auf sein Opfer ein. Sarumans Schutzschild wurde immer kleiner, bis die Dunkelheit schließlich jegliches Licht verschluckte. Die Schreie des Zauberers gingen in der Dunkelheit unter. War dies das Ende?

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Kára zuckte zusammen, als Pado plötzlich neben ihr auftauchte.
"Wie könnte ich?" entgegnete sie. "Ich bin keine Kriegerin und der Gedanke, dass wir statt gegen einen Drachen oder eine Bandde Orks plötzlich gegen ein Elbenheer kämpfen müssen..." Sie zögerte kurz. Aber das war Pado, der vor ihr stand. Vor ihm musste sie sich nicht beweisen. "Es macht mir ein bisschen Angst."
Sie zog die Augenbrauen hoch.
"Wehe, du verrätst jemandem, dass ich das gesagt habe."

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

„Großes Hobbitehrenwort!“, Pado hob die Rechte. „Ich hab auch Angst. Aber fast noch mehr ärgert mich, dass das Ganze so unnötig zu sein scheint. Weißt du, wenn es gegen Orks ginge, würde ich das ja noch alles verstehen. Aber so? Du hast den Schatz gesehen. Wie viel davon kann Bard für die Seestädter schon wollen? Selbst eine Wagenladung würdest du gar nicht bemerken, wenn sie fehlte. Und wenn ich Balin und Borin richtig verstanden habe, geht es dem arroganten Oberelben doch nur um eine Kette! Eine!“ Der Junge seufzte. Wenn man es aussprach hörte es sich noch viel bescheuerter an. „Und dafür will Thorin die Leben seiner Verwandten und treusten Freunde aufs Spiel setzen?“ Er sah Kara einen Moment an, unsicher ob er bei der Freundin auch den zwergischen Stolz verletzt hatte, wie bei Finbar, unsicher ob das jetzt doof sentimental werden würde: „Ach, Kara! Ich mein doch nur - ich habe dich und die anderen lieb gewonnen über die Zeit. Ich möchte keinen verlieren, nicht nachdem wir schon Arrin verloren haben. Und vor allem will ich keinen verlieren, wegen dem doofsten Grund, den es geben mag. Morgen, das ist kein Heldentod, wie Ihr immer von Anulbisar erzählt, das hier ist einfach falsch!“

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

"Azanulbizar", korrigierte Kára den Hobbit ohne Nachzudenken. "Aber ja, das war etwas anderes. Glaube ich. Ach, ich weiß auch nicht."
Sie fuhr sich mit der Hand durch die Haare und kratzte sich nachdenklich am Kopf.
"Ich kann Thorin natürlich einerseits verstehen. Hier direkt mit einer ganzen Armee aufzulaufen ist ein Affront von Thranduil, selbst in den Augen von Zwergen, deren Zwergenstolz weniger stark brennt als Thorins. Und das zwischen den beiden ist etwas persönliches. Aber Thorin ist so stur... und ich weiß, dass ich nicht die einzige bin, die unzufrieden ist. Aber wenn es nun tatsächlich auf einen Kampf hinausläuft, wird niemand freiwillig zurückbleiben. Die Kinder Durins halten zusammen, so war es und wird es immer sein."
Um keinen Preis der Welt würde sie zusehen, wie Finbar und Ailin, Ori und Bofur und alle, die sie auf dieser Reise liebgewonnen hatte, in die Schlacht zogen und selber zurückbleiben.
"Uns bleibt nur abzuwarten, fürchte ich."

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

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In jenem Moment als Sauron den weißen Zauberer verschlingen wollte, ertönte eine kolossale Explosion, sodass die Erde bebte und die Mauern wackelten. Plötzlich wurde es taghell. Zwei gewaltige Lichterstrahlen schossen von unterschiedlichen Seiten gegen den Feind. Sauron wich zurück und gab Saruman wieder frei. Gandalf und Ardagast waren gekommen und hatten den Feind zurückgedrängt. Sauron war nicht mehr zu sehen. Dies gab allen eine kurze Verschnaufpause um sich wieder zu finden. Kurz darauf explodierte eine Mauer neben ihnen und zog alle Blicke auf sich. Sauron offenbarte sich erneut als feuriges Auge und bäumte sich vor seinen Gegnern auf. Aus dem Boden schwebten seine neun besiegten Diener hervor und hoben langsam ihre Köpfe wieder. Sie waren wieder da. Der dunkle Herr hatte ihnen wieder neues Leben eingehaucht. Eine grässliche Stimme ertönte, während die Nazgûl immer näher an den Weißen Rat heranschwebten: ''Is-âran bûgan-ash. Dâva-ndur gureth-ash. Daghburz durbatul borskan-brô. Srag glizdu nakhizish, agh bugash obzidân!'' Daraufhin hob Saruman seinen Stab und schoss ein grelles Licht in die Richtung der Nazgûl. Mit voller Wucht wurden alle in Saurons Richtung geschleudert und lösten sich schließlich mit quietschenden Schreien auf. Gandalf und Ardagast schickten ebenfalls Lichtstrahlen in Richtung des Feindes. Narya offenbarte sich auf dem Finger Gandalfs. Galadriel hielt in der einen Hand die Phiole Earendils und in der anderen Nenya in die Höhe. Elrond tat es ihnen gleich und streckte Vilya, den Ring der Luft, in die Richtung des Namenlosen. Ascarion trat ehrfürchtig zu Seite und beobachtete gebannt die Zauberkünste der Weisen. Jedoch hatte er seine Armbrust fest umklammert und war bereit, jeden Moment einen Bolzen abzufeuern, für den Fall, dass sich einer der Ringgeister oder Saurons selbst seinen Freunden näherte. Er würde wohl nicht viel ausrichten können, aber wenn er erreichte, dass einer der Feinde nur einen kurzen Moment abgelenkt war oder zurückschrecken würde, dann hatte er ihnen auch schon damit geholfen. Saruman nutzte die Gunst der Stunde und hob seinen Stab erneut in die Höhe. Er zauberte einen gewaltigen Lichtstrahl. Zusammen bündelte sich das Licht des weißen Rates zu einer zweiten Sonne. Das grelle Licht wurde gegen Sauron geschmettert und überwältigte ihn wie eine Hafenwelle ein Stück Land. Sauron versuchte immer wieder seine Feinde zu attackieren, doch nach und nach wurde die Gegenwehr immer geringer. Nach kurzer Zeit hatte er schließlich aufgegeben. Mit aller Kraft wurde er in den Himmel geschleudert und passierte unter einem lauten Schrei kurz darauf die Grenzen des Horizonts.

Der Feind war besiegt.

''Es ist vorbei'', sagte Saruman siegesbewusst. ''Es kam keine Gegenwehr mehr von ihm. Warum flieht er?’’, fragte Radagast mit nachdenklichem Blick zum Horizont. ''Er braucht diese Festung nicht mehr'', antwortete Gandalf. ''Aber warum? Warum ist er dann nicht einfach schon früher geflohen'', bohrte der braune Zauberer nach. ''Kampflos würde er sie nicht aufgeben, dazu ist er zu arrogant'', erklärte Gandalf weiter. ''Ich spüre, dass die Macht innerhalb dieser Festung schwindet'', sagte Galadriel und auch die anderen bemerkten es, jetzt wo es die Elbin erwähnte. Als würde ihnen ein Stein vom Herzen fallen. Eine Last von den Schultern. ''Wir sollten Boten in alle Ecken Mittelerdes schicken. Vor allem Gondor muss gewarnt werden. Sie sollten die Berge Mordors überwachen für den Fall der Fälle!'', drängte Elrond. ''Jetzt haben wir die Möglichkeit ihn ein für alle mal zu vernichten!'', fügte er hinzu. Saruman drehte sich daraufhin zu den anderen um. ''Er sah, welche Macht sich ihm entgegenstellte und entschied sich zu fliehen! Er ist ein Feigling und wird nicht mehr zurückkehren!'', antwortete der weiße Zauberer. Der Elbenfürst konnte kaum glauben, was er da hörte. ''Seid Ihr Euch sicher, Herr Saruman?'', hackte er nach. ''Ohne den Ring der Macht kann Sauron niemals mehr die Herrschaft über Mittelerde erlangen. Überlasst Sauron mir!'', entgegnete der weiße Zauberer selbstsicher. Sein Tonfall duldete keinen Widerspruch. ''Hoffen wir, dass du Recht behältst'', sagte Ardagast nicht überzeugt. ''Es bleibt keine Zeit zur Spekulation, wir müssen diese Festung vernichten!'', mahnte Gandalf an. ''Wir haben einen Sieg errungen. Aber er fühlt sich wie eine Niederlage an'', stellte Ardagast mürrisch fest und ging voraus. Er hatte wahrlich genug von diesem Ort. Für eine Lebzeit. Die anderen machten sich ebenfalls auf den Weg zurück zum Eingang.

Der Weiße Rat kam am Tor von Dol Guldur an. Sie durchquerten es ein letztes Mal und begaben sich dann über die Brücke. Galadriel nutzte die Gelegenheit um ein kurzes Wort mit ihrem treuen Freund zu sprechen. ’’Es ist gut Euch wieder zu sehen, Mithrandir’’, sagte sie mit einem Lächeln. ’’Ich bin auch froh, nicht mehr gefangen sein zu müssen. Euch an diesem dunklen Ort zu sehen, hat mir neue Kraft verliehen’’, antwortete er mit einem müden Lächeln. Saruman kam ebenfalls dazu und klopfte ihm auf die Schulter. ’’Es ist gut dich wieder zu sehen, mein alter Freund. Vergib mir, dass ich es nicht vorher erkannt habe’’, gab der weiße Zauberer unerwartet offen zu. Gandalf senkte seinen Kopf. ’’Es gibt nichts zu entschuldigen. Es war Zufall, der mich hierher führte. Für heute haben wir einen kostspieligen Sieg errungen’’, entgegnete Gandalf. Saruman nickte. ’’Ich hoffe, dass dies das Problem ein für alle Mal beseitigt!’’, fügte Ardagast hinzu. ’’Solange der Ring existiert, wird auch Sauron existieren. Aber wir haben ihm heute eine empfindliche Niederlage zugefügt’’, erklärte Gandalf. ’’Macht euch bereit’’, ordnete Saruman an.  Die Weisen gingen zurück und von der Brücke herunter auf den Hügel. Ein letztes Mal betrachteten Sie das Geschwür des Düsterwaldes, hoch auf dem Amon Lanc. Saruman hielt seinen Stab in die Luft und die anderen Zauberer taten ihm gleich. 

Musik

Ein starker Wind blies auf die Mauern zu, der die toten Bäume um die Festung herum aus den Wurzeln hob. Um Dol Guldur herum bröckelte langsam der Fels. Ein Wirbelsturm drehte sich um das Bollwerk und verschlang alles Böse in sich. Die Türme brachen ein, die Mauern wurden gesprengt. Langsam und stetig brach die Festung in sich ein, die Überreste prallten auf die Seiten des Hügels und fielen schließlich in die Schlucht darunter. Die Brücke wurde ebenfalls eingerissen und stürzte in sich zusammen. Es dauerte nicht lange, bis kein Stein mehr auf dem anderen stand. Dies ließ einen glatten, grauen Felsen zurück, der zum ersten Mal nach tausenden von Jahren, wieder atmen konnte. Die Festung war zerstört, die Mauern eingerissen und die Verliese waren offengelegt und gereinigt. Auf dem Berg wuchsen, dank der Macht des Weißen Rates wieder Gräser und Bäume. Der Sturm ließ wieder nach und beruhigte sich. ‘‘Und so ist es vollbracht. Dies ist nun das Ende Dol Guldurs, des dunklen Aussenpostens des Bösen. Des Hügels der dunklen Magie’’, sagte Gandalf mit ernstem Blick auf den gereinigten Felsen.

Ende

DerDunkelgraue/Damaris

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Damaris

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Wieder hatte Ascarion nur zugesehen, wie die Weisen ihre Magie benutzten, um die Festung zu zerstören. Es war wahrlich ein sagenhafter Anblick mit welcher Kraft es den Weisen gelang, der Festung den Erdboben gleichzumachen. Mühelos zerfielen die Steinmauern zu Staub und nicht lange dauerte es, da waren die Grundmauern niedergerissen und Dol Guldur von der Karte gestrichen worden. Doch auf diesen Erfolg konnten sie sich nicht ausruhen. Gandalf hatte während seiner Gefangenschaft erfahren, dass sich ein großes Heer zum Erebor aufgemacht hatte. Nicht nur den Zwergen dort mussten sie zur Hilfe eilen, Ardagast und Ascarion hatten sich schon einen kritischen Blick zugeworfen, denn ihre eigenen Gefährten waren in Gefahr und mussten gewarnt werden. Sie waren gerade bei den Pferden angelangt und wollten sich nach Westen aufmachen, da trat Ascarion noch auf Galadriel zu, bevor sich der Weise Rat hier trennte.
„Eure Phiole“, sagte er mit neugierigem Unterton. „Als Ihr sie gegen den dunklen Herrscher einsetzte, ist mir sofort ihre Strahlkraft aufgefallen. Welche Kunst versteckt sich dahinter?“ Galadriel lächelte und holte die Phiole hervor. „Ich habe sie mit Quellwasser gefüllt, in dem das Licht von Earendils Stern eingefangen war“, erklärte die Elbin und hielt sie hoch, sodass Ascarion sie begutachten konnte. Vorsichtig nahm er sie in die Hand und im Wasser darin spiegelte sich tatsächlich eine blendende Kraft, die mal stärker und mal schwächer schien. „Das Licht eines Silmarils“, flüsterte Ascarion. „Ich hatte es mir schon gedacht, konnte es mir aber nicht erklären. Die Steine sind verloren... „
„So wie ihr Erschaffer“, sagte Galadriel, immer noch mit einem müden, angedeuteten Lächeln auf den Lippen. Sie beobachtete Ascarion mit einem Blick, den er nicht lesen konnte und wartete seine Antwort ab.
„Als Strafe für seine Untaten muss Feanor in Mandos Hallen bleiben bis zum Ende der Zeit“, bestätigte Ascarion matt.
„Dies gilt aber nicht für seine Sippe“, entgegnete Galadriel.
„Feanors Fluch-“
„-wurde wieder aufgehoben. Ich selbst stand unter ihm zu jener Zeit, weil ich Eurem Großvater nach Mittelerde folgte. Doch uns wurde vergeben und wir dürfen wieder nach Aman zurückkehren“.
Ascarion hatte wie Galadriel selbst versucht einen nicht zu entziffernden Gesichtsausdruck aufzusetzen, doch diese Maske fiel augenblicklich von ihm herab.
„Woher wisst Ihr das?“, fragte er erstaunt.
„Schon bei meinem ersten Besuch in Lindon, als Ihr noch sehr jung wart, konnte ich erkennen, dass Ihr unmöglich zu Cirdans Volk gehört. Außerdem seid Ihr Eurem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten“. Ascarion konnte die Elbin immer noch hören, auch wenn sie auf einmal ihre Lippen nicht mehr bewegte.
„Ich bin Maglor zum ersten Mal bei dem Fest der Versöhnung begegnet, das mein Onkel Fingolfin ausrichtete. Auch wenn ich der Meinung bin, dass für Feanor eine gerechte Strafe gefunden wurde, tut es mir aufrichtig Leid, was Eurer Familie widerfahren ist“.
Ascarion warf einen kurzen Blick zu Elrond, der sich abseits mit den Zauberern unterhielt. Sein Vater Maglor hatte Earendils Kinder lange vor seiner Zeit aufgenommen und aufgezogen. Ascarion antwortete mit seinen Gedanken: „Eure Diskretion weiß ich fortan zu schätzen. Mein Vater war bis zuletzt von Trauer und Schmerz erfüllt und hat bis zu jenem Tag, an dem er starb, die Sippenmorde zutiefst bereut. Mit diesem Schicksal wurde ich bereits auf die Welt gebracht“. Galadriels Lächeln wurde traurig, doch sie entgegnete nichts.
Die Stimmen um die beiden herum wurden lauter, die ersten gesattelten Pferde wieherten und Ascarion wusste, dass es an der Zeit war aufzubrechen. Er gab Galadriel die Phiole zurück und verbeugte sich vor ihr, dankend über das kurze Gespräch, das er außer mit Cirdan damals, nie führen konnte. Dann trat er zu Ardagast und verkündete, dass sie sich auf den Weg zum Erebor machen konnten.

—(•· To be forgotten is worse than death ·•)—
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Damaris]

Saruman, Galadriel und Elrond waren bereits auf dem Rückweg zu ihren jeweiligen Sitzen, da sammelte sich der übrig gebliebene Rest des Weißen Rates bestehend aus den Zauberern Gandalf, Ardagast und Radagast, sowie dem Elben Ascarion. Der weitere Plan war, dass Ardagast und Ascarion an Gandalfs Statt zusammen zum Erebor ritten, während der graue Zauberer und Radagast sich zuerst nach Rhosgobel aufmachen würden. ''Diese Sache ist noch nicht vorbei. Der Feind ist geschlagen, aber nicht vernichtet. Ich werde dem nachgehen, um die letzten Zweifel auszuräumen'', erklärte Gandalf der Gruppe. Daraufhin holte Ardagast ihn zur Seite und sprach mit ihm unter vier Augen, denn er hatte schon eine Befürchtung, was sein Kumpane vorhatte. ''Ich will dir nicht vorschreiben, was du zu tun hast. Aber die Zeit für Alleingänge ist vorbei, Gandalf! Wir haben gesehen, wozu das führt. Saruman sagte, dass er sich um Sauron kümmern werde. Lass ihn das tun und konzentriere dich lieber auf die Arbeit vor uns'', drängte der dunkelgraue Istar mit ernster Miene. ''Es ist kein Alleingang! Radagast ist bei mir und ausserdem will ich dem Feind nur folgen und es auf keine Konfrontation ankommen lassen. Wir müssen wissen, was er als nächstes plant. Die Zukunft könnte davon abhängen'', erklärte Gandalf voller Überzeugung und klopfte Ardagast auf die Schulter. ''Und ausserdem verlasse ich mich lieber auf mich selbst, als auf Saruman'', fügte er schmunzelnd hinzu. Widerwillig nickte Ardagast. Vermutlich hatte Gandalf mal wieder Recht. Dann trennten sich die Wege des übrig gebliebenen Weißen Rates.

Ardagast und Ascarion ritten Tag und Nacht durch, ohne auch nur eine Pause einzulegen. Sie hatten keine Zeit zu verlieren und mussten den Erebor erreichen, ehe es zu spät war. Als sie schließlich zwei Tage später Thal erreichten, wurden sie doch ein wenig überrascht. In der einst toten Stadt herrschte ein reges Treiben. Allem Anschein nach waren Kriegsvorbereitungen am Laufen und das nicht nur von den Menschen, nein, auch Elben waren offenbar in der Stadt eingetroffen. Goldene Rüstungen des Waldlandreichs trugen sie. Das verheiß nichts Gutes. ''Lasst uns durch! Aus dem Weg!'', brüllte der Zauberer laut und ritt zusammen mit Ascarion bis in die Stadtmitte durch. Schließlich sattelten sie ab, während eine Schar Elbenkrieger an ihnen vorbeimarschierte. Auf einmal vernahmen sie eine grässliche Stimme, die über den Platz tönte. ''Nein! Nein! Nein!'', fauchte Alfrid und kam die Treppen heruntergelaufen. ''Hey, Ihr da! Spitzhut!'', fügte er herablassend hinzu und erhielt dafür einen abschätzenden Blick des Zauberers. ''Jawohl, du! Wir wollen hier weder Rumtreiber, Bettler, noch Vagabunden. Wir haben auch ohne Euresgleichen genug Scherereien'', knurrte Alfrid. Ardagast machte mit grimmigem Gesicht einige Schritte auf den Menschen zu und baute sich dann vor ihm auf. ''Ab mit dir. Steig auf deinen Gaul'', ordnete Alfrid nochmal an. ''Wer hat hier das Kommando?'', fragte Ardagast knapp und mit lauter Stimme. Er war so weit, dass er diesem frechen Einfaltspinsel eine über den Kopf ziehen würde und hielt seinen Zauberstab schon fest in der Hand. Einzig sein Rest Selbstkontrolle hielt ihn davon ab.

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Bilbo war aufgewühlt, während er durch die Hallen Erebors lief. Da kamen ihm Kara und Pado entgegen: „Kara, was machst du denn noch hier? Alle Zwerge sind in der Waffenkammer und rüsten sich. Du willst bestimmt nicht ungerüstet in die Schlacht ziehen!“ Kara sah ihn erschrocken an und wandte sich schnell zur Waffenkammer. Genau was Bilbo gehofft hatte. Der wandte sich jetzt an seinen jungen Cousin. „Pado, kommst du mal bitte mit mir!“ Der ältere Hobbit sah Pado sehr drängend an. Der runzelte kurz die Stirn, nickte und folgte Bilbo, der wieder in einen der tiefer gelegenen Gänge verschwand. In einer abgelegenen Kammer, die früher wohl einmal ein Werkzeugdepot gewesen war, machte er Halt, spähte noch einmal in jeden Winkel und drehte sich dann zu dem Jungen um. Irgendwie schien er sich unwohl zu fühlen, Pado beobachtete Bilbo verwundert, als dieser seinen Mantel auseinanderschlug. Was sollte das? Doch da sah er es: „BILBO!“
„SCHUSCH!!“, machte der Ältere. „Nicht so laut, Pado!“ „Bilbo, was trägst du da? Hast du das in dem Schatz gefunden?“ Sein Cousin schüttelte mit dem Kopf, „Nein, das, Pado, ist ein Mithrilhemd! Wenn ich mich nicht sehr täusche, ist es höllisch wertvoll! Thorin gab es mir eben als Zeichen seiner Freundschaft!“
Der Junge war gebührend beeindruckt und nahm vorsichtig die untere Kante zwischen Daumen und Zeigefinger. „Das ist ja fast weich! Und leicht wie Vogelfedern!“, erstaunt sah er Bilbo an, „aber das ist doch Metall, oder, Bilbo?“ Dieser nickte: „Ja, Thorin sagte, das sei eine besondere Art Silber, Mithril, dass die Zwerge ausschließlich in Moria gefunden haben, vor dessen Fall. Jetzt gibt es wohl keine Möglichkeit Mithril herzustellen, seit Moria verloren ist.“
Pado musterte es ausgiebig. „Bilbo, du musst mir wirklich einmal erzählen, was du alles für Thorin getan hast, dass er dir so etwas Tolles schenkt.“ Sein Cousin wurde etwas rot und fing fast zu stottern an: „Nun ja, weißt du, so ganz genau kann ich es dir auch nicht sagen, aber es fing wohl schon bei den Trollen an, das hast du ja mitbekommen. Und dann hab ich jenseits des Nebelgebirges einmal seine Haut gerettet, als diese Orks und Warge hinter uns her waren und wir in brennenden Tannen saßen.“
Pado erinnerte sich an diesen Brand, auch wenn er ihn nur von Ferne gesehen hatte und nicht genau hatte sehen können, was sich abspielte. Aber dass Bilbo dort solch eine Rolle gespielt hatte? „Du? Du hast Thorin gerettet? Wie kann das angehen? Du hast vom Kämpfen kaum mehr Ahnung als ich?“ Pados Respekt vor dem vormals „alten Langweiler“ stieg wieder einmal in ungeahnte Höhen. Bilbo wand sich ein bisschen: „Tatsächlich war es eher eine unüberlegte Dummheit als wahrer Heldenmut, aber Thorin war auf diesen weißen Ork zugestürmt und von diesem zu Fall gebracht worden. Thorin stand kurz davor von den Orks enthauptet zu werden, da sprang ich dazwischen und lenkte die Orks so lange ab, bis Dwalin, Fili und Kili zur Stelle waren. Ja, und dann wurden wir ja von diesen riesigen Adlern gerettet…“ Bilbo war es sichtlich unangenehm von seinen Heldentaten zu erzählen, aber Pado lauschte durchaus willig und mit großer Begeisterung. „Da sage noch einer, wir Hobbits aus dem Auenland hätten keinen Mumm in den Knochen!“ Er gab Bilbo einen deftigen Klaps auf den Rücken.
Doch der schüttelte den Kopf: „Pado, darum geht es mir nicht. Ich hab dich nicht mit hierher genommen um anzugeben.“ Noch einmal sah er sich vorsichtig um und streckte auch den Kopf aus der Tür, dass niemand zufällig im Gang vorbeikam. Dann wandte er sich wieder um: „Nachdem Thorin mir das Mithrilhemd gegeben hat, hat er mir sein Herz ausgeschüttet.“ Er schüttelte den Kopf: „Pado, er ist wirklich durchgedreht. Er verdächtigt seine Zwerge, ihn zu hintergehen, ihm den Arkenstein vorzuenthalten! Er ist extrem misstrauisch und grimmig! – Einfach nicht mehr er selbst – wie schon die ganze Zeit!“ Ein tiefer Seufzer entfuhr ihm.
Pado konnte nicht umhin die Ironie der Situation zu bemerken, in der Bilbo sich befand: „Und da vertraut er sich ausgerechnet dir an. Dem einzigen Nichtzwerg und dem einzigen, der ihm den Stein wirklich vorenthält.“ Wieder einmal stieg dieses unbezähmbare Kichern in dem Jungen hoch. Ja, er wusste, dass das absolut unpassend war, aber die ganze Anspannung der Situation entlud sich in seinem Gelächter. „PADO!“ Bilbo war ungehalten. „TSchu-tschuldige!“, Pado hickste kurz vor unterdrücktem Lachen und versuchte mit aller Gewalt seine Gesichtszüge unter Kontrolle zu bekommen. „I-hich weiß, das Ganze ist nicht lustig. Aber…“ Mit einem kleinen Seufzer hatte er sich wieder einbekommen.
„Pado, ich habe versucht ihm mit Vernunft zu begegnen. Aber die Art, wie Thorin gesprochen hat – du hättest es hören müssen – er hörte sich fast wie Smaug an, als er sagte, er wolle sich von keiner Münze des Schatzes trennen! Es war Stollentief gruselig!“ Bilbo zuckte etwas hilflos mit den Schultern.
Der Junge musterte seinen Cousin ausgiebig. Sie hatten sich am vorigen Tag schon einmal kurz darüber unterhalten, was zu tun wäre, als Pado Bilbo den Arkenstein zurückgegeben hatte, waren aber zu keiner Lösung gekommen. „Bilbo, wenn du ihm den Stein geben willst, wird es nicht besser je länger du wartest!“ Bilbo seufzte: „Ich weiß, aber ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass ich ihn ihm nicht geben werde!“ Er legte Pado eine Hand auf die Schulter: „Junge, ich habe mir etwas überlegt. Und ich möchte, dass du dich heute Abend von dem Eingangstor fernhältst!“ Pado sah ihn fragend an. „Nein, Pado, vertrau mir. Ich glaube, ich weiß, was ich tue. Und ich möchte nicht, dass die Konsequenzen davon auf dich fallen. Sei heute Abend gut sichtbar bei deinen Freunden!“ Damit nahm er die Hand von Pados Schulter und wandte sich zum Gehen. Nach ein paar Schritten blieb er noch einmal stehen: „Wir sehen uns morgen früh!“ Damit ließ er Pado allein mit seinen unruhigen, verstörenden Gedanken!

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

„Oh, Ardagast!“ Isengar war gerade trübsinnig durch Thal spaziert, weil sein Gespräch mit dem Elbenkönig sehr unbefriedigend verlaufen war. An Sturheit standen sich Elb und Zwerg wirklich nichts nach. Doch der Anblick des Zauberers erhellte seine trübe Miene sofort. Mit ihm bestand Hoffnung. „Wie gut, dass du da bist! Das Kommando hat nicht dieser hier!“ er warf einen wenig freundlichen Blick zu Alfrid, „sondern Bard, der Drachentöter und Thranduil, Elbenkönig mit sehr eigenwilligen Ansichten! Komm ich bringe dich zu ihnen!“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

''Isengar, mein alter Freund'', sagte Ardagast erfreut und zeigte auf den Elben hinter sich. Er stellte die beiden einander vor. ''Ascarion, Elb aus Mithlond, Isengar, Pados Vater, Isengar, Ascarion.'', fügte er hinzu und blickte dann erneut mit einer bösen Miene zu Alfrid, der sich wegduckte und aus dem Staub machte. ''Dann geh mal voraus, lieber Hobbit'', sagte Ardagast und lief zusammen mit Ascarion Isengar hinterher.

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thilwen

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Isengar nickte Ascarion zu. „Ascarion, wir trafen uns schon einmal an den Ufern des Waldlandflusses. Es freut mich, euch wohlauf zu sehen!“ Dann führte er die beiden durch das ramponierte Thal.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

"Sieh mal einer an, wen es da zu uns verschlagen hat", sagte Elva laut, als sie Isengar mit Ardagast und dem hübschen Elben von dem Orkangriff in Seestadt über den Platz vor der Stadthalle marschieren sah.
"Wir hätten ein bisschen Hilfe von einem Zauberer und einem Elben gut brauchen können nach Smaugs Angriff", sagte sie schnippisch und trat näher. "Aber, was solls. Ihr hattet sicherlich wichtigeres zu tun..."

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Das hatte gerade noch gefehlt, dachte sich der Zauberer und hielt einen Moment inne. ''Elva...'', entgegnete Ardagast mit innerlich rollenden Augen. ''Schön dich wohlauf zu sehen'', fügte er in einem gespielt freundlichen Ton hinzu. Zu mehr war er aktuell nicht imstande. Zu viele andere und wichtigere Dinge kreuzten seine Gedanken. ''Hast du etwa hier das Kommando?'', fragte er mit einem sarkastischen Unterton, fuhr dann aber normal fort. ''Ich hätte euch gerne geholfen. Nicht, dass ich dir Rechenschaft schuldig wäre, aber in der Tat hatte ich Wichtigeres zu tun. Aber jetzt sind wir ja da und können euch nach Kräften unterstützen!''

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Elva zog ob Ardagasts Ton die Augenbrauen hoch. Sie lehnte sich ein wenig zur Seite, um hinter den Rücken des Zauberers blicken zu können, als erwarte sie neben dem Elben noch einen Wagen voller Vorräte.
Sie seufzte. "Sag mir, dass du wenigstens gute Nachrichten mitgebracht hast..."

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Ardagast atmete als Antwort auf Elvas Frage tief ein und wieder aus. Er entschied sich diese nicht direkt zu beantworten. Doch er konnte sehen, dass sein Gegenüber auch so verstanden hatte, was er damit sagen wollte. Dann legte er seine Hand sanft auf die Schulter der Menschenfrau. ''Es gibt immer Hoffnung, Elva. Auch wenn alles aussichtslos aussieht. Aufgeben steht nicht in meinem Wörterbuch!'' Es war ein zweifelhafter Versuch, die Frau davon zu überzeugen und aufzumuntern, aber Wunder konnte auch Ardagast nicht vollbringen.

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Elva sah den Zauberer skeptisch an, nickte aber.
"Wenn jemand Thanduil und Thorin wieder zur Vernunft bringen kann, dann wohl ein Zauberer...", sagte sie. Das vielleicht lieber ein anderer Zauberer ließ sie besser weg.
Stattdessen klopfte sie Ardagast auf die Schulter. "Also enttäusch mich nicht!"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Auch darauf hatte Ardagast keine Antwort parat, sondern grinste die Menschenfrau nur verlegen an. Dann nickte er ihr zum Abschied zu und ging zusammen mit Isengar zum Zelt der Heerführer. Er hatte nicht erwartet, dass für ihn gleich der rote Teppich ausgelegt werden würde, aber die Stimmung, die er hier vorfand, war alles andere als aufbauend. Bard, der augenscheinlich weiterhin das Kommando über die Seestädter hatte, wirkte sehr nachdenklich und enttäuscht. Thranduil war...Thranduil, mehr gab es da nicht zu sagen. Erstmal ein wenig frisch machen, dachte sich der Zauberer. Er tunkte ein Tuch in eine Schale voller frischem Wasser und wischte sich vorsichtig das Gesicht sauber. Anschließend ließ er das Tuch in die Schale fallen und säuberte sich noch seine Hände. Dann wand er sich an Bard und Thranduil, die offenbar sehr gespannt im Zelt saßen und darauf warteten, was der Zauberer zu berichten hatte. ’’Ihr müsst euren kleinlichen Zwist mit den Zwergen beilegen’’, forderte Ardagast. ''Es wird Krieg geben! Die Verließe des Feindes wurden geöffnet! Ihr alle seid in tödlicher Gefahr!’’, fügte er eindringlich mahnend hinzu und blickte vor allem zu Thranduil mit einem ernsten Gesichtsausdruck. Besonders den Elbenkönig musste er überzeugen. Er hatte schließlich die bedeutend größere und gefährlichere Streitmacht.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Isengar und Elva mussten draußen vor dem Zelt warten, in dem die Anführer sich berieten. Das hielt die beiden aber natürlich nicht davon ab, sich dicht an die Plane zu stellen und mitzuhören. Die Eindringlichkeit, mit der Ardagast sprach, verhieß nichts Gutes.
"Krieg?", flüsterte Elva aufgeregt, "Gegen wen? Wer ist dieser Feind?"

Im Inneren des großen Zeltes saß Thranduil gelangweilt auf seinem Thron und warf Bard einen genervten Blick zu, während er mit halbem Ohr dem Zauberer lauschte.
Erst als Ardagast seine Stimme hob, um sich Gehör zu verschaffen, sah der Elbenkönig mit schlecht gespieltem Interesse auf.
Bard hingegen beunruhigten die Worte des alten Zauberers sehr. Ardagast war nie für seine Ernsthaftigkeit bekannt gewesen und ihn so nervös zu sehen konnte nur heißen, dass es hier wirklich um etwas ging.
"Wovon sprecht Ihr da, Ardagast?", fragte er eindringlich.
Doch bevor er eine Antwort erhalten konnte, stand Thranduil auf und mischte sich ein.
"Wie ich sehe, kennt Ihr Euch nicht mit Zauberern aus, Bard", sagte er überheblich, während er zu dem kleinen Tisch mit der Weinkaraffe ging, die für ihn bereitgestellt worden war.
"Sie sind wie ein wilder Sturm, der donnernd und brausend herannaht", erklärte er und drückte Bard einen Becher Wein in die Hand. Dem Zauberer bot er keinen an.
Die Ruhe, mit der der Elbenkönig durch den Raum schritt, drohte den nervösen Zauberer zum explodieren zu bringen. Erst als die Spannung kaum noch auszuhalten war, sprach der Elb weiter.
"Doch manchmal ist ein Sturm... bloß ein Sturm. Und nichts weiter."
Er sah Ardagast herausfordernd an.
Bard hätte es in diesem Moment kaum gewundert, wenn der alte Zauberer dem Elbenkönig mit seinem Stab eins übergebraten hätte.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Der Zauberer schnaubte. Der sarkastische Elbenkönig hatte ihn wirklich gerade zu einem sehr schlechten Zeitpunkt herausgefordert. ''Nicht dieses Mal!'', rechtfertigte sich Ardagast aufgebracht. Warum wollte Thranduil nicht einmal zuhören und seine Warnungen ernst nehmen? ''Orkheere rücken vor! Es sind Kämpfer. Sie wurden für den Krieg gezüchtet. Unser Feind hat all seine Streitkräfte versammelt'', erklärte er weiter und appellierte eindringlich an die übrigen Mitglieder des Kriegsrats. Dann schenkte sich demonstrativ selbst einen Becher Wein ein, den er mit einem herausfordernden Lächeln hinuntergoss und auf eine Reaktion der anderen wartete.

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Draußen vor dem Zelt nickte Isengar und flüsterte Elva zu: „ich habe die Festung gesehen, von der diese Orks wohl kommen. Und ich schwöre, Elva, ich habe nie etwas Gruseligeres auf meinen Reisen gesehen! Thranduil täte wahrlich gut daran, dem Zauberer zu glauben!“

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Während Bard den Worten des Zauberers lauschte, verdunkelte sich seine Miene zusehens. Eine Armee von Orks? Groß genug, um Ardagast so aus der Ruhe zu bringen? Dem wären die Seestädter niemals gewachsen. Wenn das, was der Zauberer berichtete, die Wahrheit war, waren seine Leute mehr den je auf die Hilfe der Elben angewiesen.
Oder auf die Hilfe der Zwerge, schoss es ihm kurz durch den Kopf, doch diesen Gedanken verdrängte er sofort.
Angespannt umklammerte Bard den Weinbecher in seiner Hand, aus dem er noch keinen einzigen Schluck genommen hatte, und verfolgte das Gespräch weiter.
Doch Thranduil schien nichts besseres zu tun zu haben, als zu versuchen, Ardagast zur Weißglut zu treiben.
Während der Zauberer eindringlich von Armeen von Feinden berichtete, schnaubte der Elbenkönig nur verächtlich. "Warum sollte der Feind sich gerade jetzt zeigen?"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

''Weil wir ihn zum Handeln gezwungen haben'', setzte Ardagast klar entgegen und holte dann ein wenig aus. ''Damals, als Thorin Eichenschild aufbrach um sich seine Heimat zurückzuholen und jetzt, da Smaug, sein potentieller Verbündeter, auf dem Grund des langen Sees liegt'', fügte er hinzu und verlies dann das Zelt. Der Zauberer ging auf einen Aussichtspunkt, der direkten Ausblick zum Tor des Erebors bot und sah dort hinüber. Die anderen folgten ihm. ''Der dunkle Herr will den Berg in seine Gewalt bringen. Nicht nur wegen des gewaltigen Schatzes. Nein, sondern auch wegen seiner Lage. Seiner strategischen Position'', erklärte er und wand sich dann wieder an die beiden Herren. ''Das ist das Tor zur Rückeroberung der Landen Angmars im Norden. Erhebt sich dieses dunkle Königreich erneut, stehen wir vor großen Problemen. Es könnte der Untergang für uns alle sein!'' Wenn Ardagast den Elbenkönig jetzt nicht überzeugt hat, würde er es wohl nie schaffen. Eindringlich hoffte er, dass er endlich Einsicht beweisen, und richtig handeln würde.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Elva und Isengar schlichen sich schnell aus dem Weg, als Ardagast mit den beiden Anführern aus dem Zelt trat. Leider brachte sie das direkt in das Sichtfeld eines Elbenwachmanns, der die beiden darauf unsanft von ihrem Lauschposten verscheuchte. Mit dem Hobbit an ihrer Seite trollte Elva sich, doch nicht ohne dem Rücken des Wachpostens noch eine obszöne Geste zu widmen.

"Diese Armeen, von denen Ihr sprecht, wo sind sie?", fragte Thranduil scharf, "Und woher genau behauptet Ihr all das überhaupt zu wissen, Thorondil?"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Ardagast seufzte. Thranduil war wahrlich eine harte Nuss. Für einen Moment lang sagte der Zauberer nichts. Am liebsten hätte er den arroganten Waldlandkobold seinem Schicksal überlassen. Doch was sein Verstand forderte, konnte sein Herz nicht umsetzen. Also versuchte er abermals ihn zu überzeugen. ''Gandalf hat es uns erzählt, als wir ihn aus den Fängen des Nekromanten befreiten. Er hat sehr anschaulich erklärt, was sich dort zugetragen hatte und uns vorausgeschickt, um euch vor dieser Gefahr zu warnen'', erklärte der Zauberer und blickte dann zu seinem Mitreisenden. ''Ascarion kann das bestätigen'', fügte er hinzu, woraufhin der Elb aus Mithlond knapp in Thranduils Richtung nickte. Hoffentlich hörte er mehr auf einen seiner Rasse. Denn für Ardagasts Worte schien der König taub zu sein.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Thranduil würdigte Ascarion nur eines kurzen Blickes.
"Es hat also keiner von Euch diese Armeen gesehen?", fragte er scharf.
Dieses schmale, überhebliche Lächeln, das Bard schnell hassen gelernt hatte, zog sich auf die Lippen des Waldlandkönigs. "Warum sollte ich Euch dann Glauben schenken? Gandalf, auf den Ihr Euch beruft, ist nicht hier, um Eure kleine Geschichte zu bestätigen. Und selbst wenn, warum sollte ich mit den Zwergen Frieden schließen, nur auf das Wort derjenigen, die mit diesen zu kurz geratenen Wagabunden unter einer Decke stecken? Denkt Ihr, ich weiß nicht, dass Ihr und Mithrandir Thorin zu seinem Ziel verholfen habt?"
Bard sah gespannt zu dem alten Zauberer. Was er dazu wohl zu sagen hatte...

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Ardagast atmete tief ein und dann wieder aus. Er schüttelte verständnislos den Kopf und ging ans Ende des Aussichtspunktes. Sein blick fiel erneut auf das Tor des Erebors. Sollte dies wirklich alles in Mord und Totschlag enden? Warum wollte man auf ihn nicht hören? ''Ich leugne nicht, dass ich den Zwergen geholfen habe. Ebenso wenig leugne ich nicht, dass ich ein Anliegen habe, dass es zu keinem Blutvergießen kommt'', sagte der Zauberer und drehte sich dann wieder zu den beiden um. ''Mir wäre wohl bei dem aber Gedanken, dass sich die freien Völker Mittelerdes nicht gegenseitig für irgendwelche Nichtigkeiten umbringen, wenn gleichzeitig ein ganz anderer Feind vor der Haustür steht'', fügte er hinzu und machte dann einige Schritte auf Thranduil zu. Der Zauberer hatte nun genug. Die Zeit der Diplomatie war vorüber. Vor dem Elbenkönig blieb er dann stehen und blickte mit scharfen Augen zu ihm hoch. ''Tu, was du nicht lassen kannst, Thranduil. Wenn dir der Zwist mit Thorin, oder was auch immer du hier zu finden erhoffst, so wichtig ist, dass du taub und blind für meine Warnungen sein möchtest, dann sei es so. Nicht ich bin es, dessen Hände am Ende mit dem Blute aller triefen werden'', knurrte der Zauberer wütend und ging schließlich aus den Augen des Elbenkönigs. Vorher warf er noch einen vielsagenden Blick zu Bard, von dem er sich mehr Vernunft erhoffte. Doch ehe Ardagast verschwand, drehte er sich noch einmal um und wand sich an die beiden Heerführer. ''Dies war der letzte Schachzug in einem großen Plan. Ein Plan, der vor langer Zeit geschmiedet wurde. Behaltet wenigstens meine Warnung im Hinterkopf. Denn wenn die Heere des Bösen am Ende gegen uns zu Felde ziehen, dann solltet ihr für alles bereit sein!'' Und mit diesen Worten verschwand der Zauberer. Das Gespräch als gescheitert zu betrachten, war die Untertreibung des Jahrhunderts.

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Auch wenn der Wachposten Elva und Isengar vertrieben zu haben glaubte, hatten die beiden sich doch wieder so nah wie möglich dem Geschehen genähert. Sie hatten zwar nicht jedes Wort verstehen können, doch der Ernst der Lage und die Resignation des Zauberers waren so greifbar, wie der Apfel, den Isengar zwischenzeitlich aus der Tasche gezogen hatte. Isengar fragte sich mittlerweile, ob Smaug im Erebor nicht das kleinere Übel gewesen war. Aber die hohen Herren Zauberer hatten das ja wohl anders gesehen.

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„Wie dem auch sei - Man braucht Leute mit Verstand für diese Abenteuer - was auch immer - Geschichte!"
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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Kára fand die restlichen Zwerge tatsächlich in der Waffenkammer. Vermutlich waren die besten Stücke schon weg. Sie schaute zu den erfahreneren Kämpfern herüber. Was brauchte sie alles für eine brauchbare Rüstung? Kettenhemd, Brustpanzer, vernünftige Stiefel... einen Helm? Brauchte sie einen Helm? Sie erblickte einen Helm mit klappbarem Visier und Kettenschutz im Nacken. Probeweise setzte sie ihn auf. Er war etwas zu groß und schon nach kurzer Zeit wurde ihr warm unter dem Metall. Dass die Innenseite mit Leder verkleidet war, machte es nicht besser.
"Wer bist du, und wo hast du Kára gelassen?" fragte Bofur sie mit neckender Stimme.
"Ich werde keine fünf Minuten kämpfen können, ehe mir der Schweiß in die Augen rinnt", grummelte Kára und nahm den Helm wieder ab. Sie wischte sich die Feuchtigkeit von der Stirn. In diesem Moment ging Nori vorbei.
"Warte mal." Kurz darauf tauchte er mit einem anderen Helm wieder auf. "Hier, probier den mal, Ori war er zu groß, aber dir könnte er passen."
Kára nahm den Helm entgegen. Er sah auf den ersten Blick nicht anders aus als der erste. Doch dann fielen ihr die dünnen Schlitze auf, die in den oberen Teil eingelassen waren. Da würde zumindest ein wenig Luft durchkommen - und was noch wichtiger war: keine Klingen passten da durch. Sie setzte ihn probeweise auf.
"Passt. Danke Nori." Sie sah ihn durch das Visier an. "Sag bloß, Dori erlaubt deinem Bruder zu kämpfen? Ich hätte gedacht, dass er ihn an die nächste Säule kettet, damit er ja nicht in den Kampf zieht."
Nori verzog das Gesicht.
"Du hast den Streit verpasst, was? Nein, Dori wollte nicht, dass Ori mitkommt. Aber mein kleiner Bruder kann sturer sein als er aussieht."
Kára lachte leise.
"Das kommt mir bekannt vor."
Sie nahm den Helm vorerst wieder ab und behielt ihn in der Hand. Dann machte sie sich daran, weiter zu suchen.

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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"I belong with my brother!"
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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Bard schloss kurz die Augen. Bei den letzten Worten des Zauberers war ihm klar, dass Thranduil darauf nicht anspringen würde. Jetzt erst recht nicht. Er konnte nicht anders, als Ardagast noch einen entschuldigenden Blick nachzuwerfen. Dann war er wieder mit Thranduil allein.
Der Elbenkönig sah ihn abschätzend an. "Meine Entscheidung steht. Im Morgengrauen steht mein Heer vor dem Erebor. Ihr... tut was Ihr denkt. Aber seid Euch der Konsequenzen bewusst..."
Es ärgerte Bard, wie wenig Mühe Thranduil sich gab, die Drohung zu verbergen. Er wusste genau, dass er Bard in der Hand hatte und er nutzte es schamlos aus.
Ohne eine Antwort verließ Bard den Aussichtspunkt. Er hätte nichts lieber getan, als dem verdammten arroganten Spitzohr ins Gesicht zu schleudern, dass er sich seine Fehde mit dem Zwergenkönig sonstwo hinstecken könne. Aber was hatte er für eine Wahl, als sich Thranduils Willen zu beugen? Wer würde ihn und die seinen beschützen, wenn Ardagast die Wahrheit sagte? Was hatte ein Grüppchen Fischer und Kahnführer einem Orkheer entgegenzusetzen? Wenn sich mit Thorin doch nur eine Einigung finden ließe... Aus dem Erebor heraus konnte auch eine kleine Mannschaft einen Angriff abwehren....

In düstere Gedanken versunken kehrte Bard zu seinen Seestädtern zurück. Als er den Marktplatz betrat, waren dort schon einige von ihnen in eifrige Schlachtvorbereitungen vertieft. Offenbar hatte es sich herumgesprochen, dass auch die Ankunft des alten Zauberers den bevorstehenden Kampf nicht hatte verhindern können.
Die Männer, die vom Drachenfeuer verschont worden waren, bewaffneten sich mit allem, was sich finden ließ. Einige hatten Rabenschnäbel, Schmiedehämmer oder Fischspeere und ein paar der ehemaligen Stadtwachen hatten sogar ihre Schwerter retten können. Doch neben den Elbenkriegern wirkten sie alle wie Kinder, die im Spiel mit Stöcken um sich schlugen.
Bard seufzte. Ob Ardagast nun die Wahrheit gesagt hatte, oder nicht, das hier würde kein gutes Ende nehmen.
Auf dem Weg zur Stadthalle kam Elva ihm entgegen. Sie schloss gerade die letzte Schnalle eines Lederharnischs, den sie sich übergeworfen hatte.
Bard stutzte. "Wo hast du den denn her?", fragte er überrascht.
"Hat mir eine von den Elben gegeben", antwortete Elva, "Die haben einige übrig davon..."
Sie zuckte mit den Schultern. "Wenn wir schon einen Orkangriff zu erwarten haben, dann lieber so..."
Bard schüttelte heftig den Kopf. "Woher weißt du...? Ach egal, das kann nicht dein Ernst sein! Du bist keine Kriegerin!"
Elva lachte freudlos auf. "Das ist keiner von uns!", rief sie, leider so laut, dass es unmissverständlich über den Marktplatz hallte. Elva schluckte und drosselte schuldbewusst ihre Stimme.
"Wenn uns schon eine Schlacht bevorsteht, dann will ich mich dem wenigstens mit einer Waffe in der Hand stellen! Du weißt, dass du mich daran nicht hindern kannst, also versuch es gar nicht erst!"
Bard rieb sich seufzend den Nasenrücken. "Schon gut, ich gebs auf."
Elva legte ihm die Hand auf die Schulter. "Wir schaffen das schon... irgendwie. Immerhin haben wir einen verdammten Drachen kleingekriegt!"
Irgendwie schaffte sie es, Bard ein winziges Lächeln zu entlocken. Der Seestädter rieb sich müde das Gesicht. "Irgendwie bereue ich es jetzt, Thranduils blöden Wein nicht angenommen zu haben", gestand er schließlich, "Wenigstens hätte ich dann irgendwas von diesen sinnlosen Verhandlungen gehabt..."
Elva grinste. "Oh, da kann ich helfen. Nachdem wir nicht mehr lauschen durften, mussten Herr Isengar und ich uns... anderweitig amüsieren. Da lagen die privaten Vorräte des guten Elbenkönigs irgendwie nahe..."
Bard blinzelte ungläubig. "Ihr habt doch nicht etwa..."
"Psssst!", machte Elva geheimniskrämerisch.
Bard schüttelte den Kopf. "Ich muss noch einmal mit Ardagast sprechen und dann unsere Männer vorbereiten-"
"Nichts da!", unterbrach Elva ihn stur, "Der Abend wird lang. Das kannst du immer noch machen. Das wichtigste zuerst!"
Sie legte einen Arm um ihren alten Freund und führte ihn unnachgiebig zu einer Hütte neben der Stadthalle.
"Ich glaube, eine kleine Unverfrorenheit Thranduil gegenüber ist genau das, was du jetzt brauchst..."
Bard konnte nicht bestreiten, dass sie Recht hatte.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Was auch immer Bilbos kryptische Worte verbargen. Pado nahm sich seinen Rat zu Herzen und machte sich auf zu den anderen um „gut sichtbar“ zu sein. Einige von ihnen waren noch in der Waffenkammer unter anderem Kara, Dwalin, Ailin und Frotha. Pado stutzte. Oh, es war wohl besser, wenn morgen ein Kampf anstand, dass er auch etwas zu seinem Schutze suchte. Bogen und Schwert hatte er ja, aber seine Kleidung ließ wirklich zu wünschen übrig. Und Pfeile hatte man nie genug. So stöberte er zuerst durch den verstaubten zwergischen Pfeilvorrat, der nicht riesig war, weil die wenigsten Zwerge mit Pfeil und Bogen kämpften, von Kili einmal abgesehen. Aber für einen einzelnen Bogenschützen war es reichlich.
Und danach wandte er sich an Frotha und Dwalin: „Verzeiht, Ihr Beiden, aber gibt es unter den Zwergen auch etwas klein geratene Kämpfer, die so etwa meine Statur haben? Ich würde ungern nur in Hemd und Mantel auf ein Schlachtfeld gehen.“

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Ardagast war mit schnellen und wütenden Schritten weggelaufen und suchte sich einen ruhigen Platz um nachdenken zu können. Eigentlich wäre er wütend auf sich selbst gewesen, da es ihm nicht gelungen war, Thranduil zu überzeugen, aber er fand Trost darin, dass der sture Elbenkönig sowieso nicht zuhören wollte. Ardagast hatte getan, was er konnte. Jetzt konnte er nur hoffen, dass sie am Ende nicht komplett überrascht werden würden. Seine Hoffnungen lagen nun auf Bard, der den Elbenkönig vielleicht überzeugen konnte. Es schien so, als hatte er die Warnungen des Zauberers ernst genommen. Kopfschüttelnd blickte er zum Berg, der auch mitten in der Stadt noch gut zu sehen war. Der Zauberer seufzte. ''Das wird böse enden…'' Kaum war er dort, kam auch schon ein bekanntes Gesicht zu ihm. Ardagast sah ihn mit müden Augen an. Immerhin war er Tag und Nacht durchgeritten, nur um am Ende nicht ernst genommen zu werden. ''Hallo Isengar'', sagte er. Mehr kam ihm aktuell nicht über die Lippen.

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Isengar schmunzelte. Zumindest ein kleines Schnippchen hatten Elva umd er dem arroganten Elbenkönig schlagen können. Man konnte ja vieles an Thranduil unangenehm finden, aber sein Weingeschmack war einfach vorzüglich. Wie er so durch die Ruinen Thals schlenderte und immer einmal einen kleinen Zug aus der Flasche nahm, sah er die spitztige Silhouette Ardagasts versonnen Richtung Berg starren. Müde sah der Arme aus. „Hallo Ardagast! Viel Schlaf hast du in der letzten Zeit nicht bekommen, oder?“ Doch der Zauberer nickte nur abwesend. Also reichte der Hobbit ihm nur wortlos die Weinflasche.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

''Danke'', entgegnete Ardagast knapp und nahm einen Schluck aus der Weinflasche. Dann kam ihm ein schelmisches Grinsen über's Gesicht. ''Das ist doch Thranduils Wein'', stellte er schmunzelnd fest und reichte dem Hobbit die Flasche wieder, der ebenfalls grinsend nickte. Ardagast stand auf und sah zu dem Halbling herunter. ''Hör mal, Isengar. Trübsal blasen ist nicht so meins. Dazu ist nach all dem hier noch viel Zeit'', stellte er fest und sah sich dann ein wenig auf dem Platz um. ''Sag mal, du weißt nicht zufällig, wo Domian ist, oder? Ich wollte ihn unbedingt besuchen kommen. Vor Kurzem am Strand hab ich ihn leider verpasst. Jetzt hätte ich aber Zeit!'', fragte Ardagast erwartungsvoll.

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thilwen

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Isengar, der gerade wieder die Flasche angesetzt hatte, verschluckte sich bei dieser Frage, und prustete erst einmal. Oh, verflixt. Ardagast wusste es gar nicht.
„Arda, es tut mir sehr leid, aber!“ ein Seufzer entfuhr ihm, „Domian hat leider den Drachenangriff nicht überlebt! Ich sah ihn bei der großen Trauerfeier, die wir vor dem Aufbruch am Langen See abgehalten haben!“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

In Erwartung der Information sah Ardagast den Hobbit mit einem Lächeln an. Doch als er dann hörte, was passiert war, fielen seine Mundwinkel nach unten, seine Augen wurden glasig und er blickte durch Isengar durch, als wäre dieser plötzlich unsichtbar. Eine Stille legte sich über die Unterhaltung der beiden und breitete sich schon bald über alles aus. Ardagast bekam nichts mehr mit. Keine Nebengeräusche, nicht einmal seinen eigenen Atmen hörte er. Eine Träne lief die Wange runter, gefolgt von einer weiteren auf der anderen Seite. Doch urplötzlich verwandelte sich sein Gesichtsausdruck in Wut. Er lief rot an und in seinen Augen konnte man einen Wahnsinn sehen, den man so nicht einmal von ihm kannte. Dann packte er den Hobbit ruckartig am Kragen und zog ihn in die Höhe. ''DU LÜGST!'', brüllte er, sodass es alle in der Umgebung mitbekamen. Anschließend ließ er den Hobbit zu Boden fallen und machte sich vor ihm groß. ''WARUM HAST DU IHN STERBEN LASSEN????'', brüllte er weiter, als wolle er den Hobbit als nächstes umbringen. Er packte Isengars Fuß und schleifte ihn hinter sich hier. ''ZEIG MIR WO IHR IHN BEERDIGT HABT!''

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Autsch - Stein! Plumps.. plumps..plumps - Treppenstufen! Isengar bekam einen kleinen Kiesel zu fassen und schleuderte den mit Schwung gegen Ardagasts Hinterkopf. Der ließ endlich seinen Fuß los und wirbelte zu dem Hobbit herum, der schnell auf die Füße gesprungen war und dem Zauberer den Arm abwehrend entgegenstreckte. „Ardagast, ich weiß, dass das ein Schlag für dich ist, aber ich war während des Drachenangriffs damit beschäftigt, Bard aus dem Gefängnis zu befreien und mit ihm auf Drachenjagd zu gehen. Ich habe Domian erst später am Ufer gesehen. Da konnte ich nichts mehr tun!“ Vorsichtig näherte er sich dem Zauberer und legte beschwichtigend eine Hand auf dessen Arm. „Ich kann mir kaum vorstellen, wie sehr es dich getroffen hat, aber selbst ich war erschüttert und ich kannte ihn nur einen Abend lang!“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Ardagast versuchte Ruhig zu bleiben und hörte sich die Worte geduldig an. Doch was der Hobbit nicht begriffen hatte war, dass Ardagast in diesem Moment nicht rational denken konnte. Und so griff der Zauberer schnell Isengars Arm. ''LÜGNER!!!'', brüllte er erneut und zog den Hobbit nun an der Hand wie ein Kind hinter sich her. Schließlich erreichten sie das graue Pferd des Zauberers. Ohne den Hobbit zu fragen, hob Ardagast ihn auf das Reittier und setzte sich dann ebenfalls auf den Rücken. Er stieg in die Eisen und das Pferd galoppierte los. Im Eiltempo ritten sie über die kahle Einöde und erreichten nach kurzer Zeit auch schon die Ufer des Langen Sees. Auf dem Weg hatten sie kein Wort gesprochen. Dort sah noch immer alles verwüstet aus, denn es wurde offenbar vieles zurückgelassen. Menschen waren allerdings keine mehr zu sehen. Offenbar wurden alle Toten beigesetzt und niemand zurückgelassen. Doch all das ging an Ardagast komplett vorbei. Er sattelte ab, hob dann Isengar grob von seinem Pferd herunter. Immer noch rot im Gesicht wand er sich an den Hobbit. ''WO???'', fragte er ohne viele Worte zu verlieren.

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Isengar hatte sich diese rüde Behandlung gefallen lassen ohne Kommentar, denn ihm war klar, dass Ardagast völlig außer sich war. Jeder trauerte anders. Als sie also am Langen See ankamen, orientierte er sich nur kurz und deutete auf eine kleine Senke, die zwischen den niedrigen Hügeln lag, die das Seeufer in kurzer Entfernung umgaben. „Komm, hier entlang!“, er führte den Zauberer durch ein Gräberfeld, das recht behelfsmäßig aussah, auch wenn die Seestädter sich Mühe gegeben hatten, trotz der Eile die Würde der Toten zu wahren. Und wie schon an dem Abend vor einigen Tagen war Isengar erschüttert, wie viele Gräber es schließlich gewesen waren. Aber sie hatten versucht jedes Grab mit Namen zu versehen. Seestadt war ja keine sehr große Stadt gewesen. Da hatte jeder Tote jemanden gehabt, der um ihn trauerte. Nun der Bürgermeister voelleicht nicht, aber dessen Leiche war auch nicht gefunden worden.
Nach einigen Minuten wurde der Hobbit fündig. „Hier drüben!“ rief er dem Zauberer zu, der drei Reihen weiter die Gräber betrachtete. „Schau, Ardagast, hier ist sein Grab!“ Vertrocknet waren mittlerweile die Blumen, die einige Frauen an dem Abend damals auf den Gräbern verteilt hatten. Vermutlich gab es auf dieser Seite des Sees keine einzige Wildblüte mehr.

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Musik bis 1:56

Da war es also. Ardagast hielt inne. Er hatte alle Mühe sich zusammenzureißen und auf den Beinen zu halten. Der Zauberer bekam einen Kloß im Hals, bei der Vorstellung, dass dort unten Domian lag. Doch es gab keinen Zweifel. Auf dem Stück Holz, das im Boden steckte stand in großen und deutlich leserlichen Buchstaben: ''Domian''. Es sah aus, als ob er und die vielen anderen in Eile beigesetzt wurden. Der Zauberer atmete tief ein und wischte sich dann eine Träne von der Wange. Doch für jede Träne, die er wegwischte, kamen zwei nach. Dann ließ er seinen Zauberstab los, fiel auf die Knie und ließ seinen Tränen freien Lauf. Der Verlust des Jungen, den er in den Jahren sehr lieb gewonnen hatte, traf ihn unvorstellbar hart. So in etwa musste es sich wohl anfühlen, seinen eigenen Sohn zu verlieren. In all den Jahren, die er nun in Mittelerde lebte, hat er viele kommen und gehen sehen, aber nicht so. Der Zauberer war so schockiert, dass er nichts sagen konnte. Er bekam kein Wort mehr über die Lippen. Eine Weile saß er dort und weinte, als ob er tausende Jahre nicht geweint hatte. Mit leeren Augen blickte er zum Grab des Jungen.

''Es tut mir leid, dass ich dich angegriffen habe, Isengar. Es ist nicht deine Schuld, dass Domian nicht gerettet werden konnte'', sagte er dann mit schwacher Stimme, als er sich wieder ein wenig beruhigt hatte. ''Nein, die Schuld liegt ganz alleine bei mir. Ich war es, der ihn nicht vorgewarnt hatte! Ich war es, der nicht sehen wollte, dass Smaug Seestadt angreifen würde! Ich war es, der nicht rechtzeitig eintraf um den Drachen zu töten!'', fügte er hinzu. ''Die Welt ist nicht fair, Isengar. Er war noch so jung. Hätte sein ganzes Leben vor sich gehabt. Ich sollte es sein, der dort begraben liegt, nicht er! Er hat doch nichts getan!'' Er hatte sich gerade beruhigt, doch erneut kamen dem Alten die Tränen. Es verging wieder eine Weile, ehe Ardagast sich schließlich mit Isengars Hilfe aufrichtete. Der Zauberer sah zuerst zum Hobbit und dann wieder auf das Grab. ''Du warst ein guter Junge. Ein viel besserer Helfer, als ich es je verdient gehabt hätte. Ich hätte dich beschützen müssen und durch meine Fehler, musstest du mit deinem Leben bezahlen. Eine Schuld, die ich nie abtragen kann. Mögest du den Weg in Mandos Hallen finden und dort für alle Zeit in Frieden ruhen. Dort werden wir uns dann eines Tages wiedersehen. Namárië!'' Wieder wischte er sich eine Träne aus dem Gesicht und holte dann seine Tabakpfeife aus dem Beutel heraus. Vorsichtig legte er sie in die Mitte des Grabes.

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thilwen

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Isengar hatte daneben gestanden und Ardagast versucht beizustehen in dieser schweren Stunde. Er wagte kaum sich in des Zauberers Situation hineinzuversetzen. Zu groß war die Gefahr, dass am Ende des nächsten Tages... NEIN! Stopp! An dieser Stelle wollte er nicht weiterdenken, zu groß war jetzt schon der Kloß im Hals. Als Ardagast schließlich seine Pfeife auf den Grabhügel legte, holte der Hobbit den Tabaksbeutel hervor, den Domian ihm zum Abschied gegeben hatte, nahm die Pfeife, die der Zauberer gerade niedergelegt hatte, stopfte sie und zündete sie nach allen Regeln der Kunst an. Dann reichte er sie Ardagast feierlich mit den Worten: „Deine Pfeife und das vermutlich letzte Pfeifenkraut, dass er in den Fingern hatte! Auf Domian, den wir nie vergessen werden! Möge sein Weg in Mandos Hallen von diesem Rauch begleitet sein!“

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Dankend nickte Ardagast und nahm die Pfeife entgegen. ''Auf Domian!'' Einen Zug nahm er davon und reichte sie dann Isengar, der ebenfalls einen Zug nahm. Anschließend legte der Zauberer die Pfeife wieder vorsichtig auf das Grab und steckte den Beutel Pfeifenkraut ein. Für einen Moment blieben sie noch still an der Grabstätte liegen und liefen dann wieder zu Ardagasts Pferd zurück. Ohne Worte stiegen sie auf und ritten wieder nach Thal zurück, wo sie auch in kurzer Zeit wieder ankamen.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Ardagast und Isengar hatten gerade erst das zertrümmerte Stadttor durchritten, als ihnen Elva entgegen kam.
"Wo seid ihr gewesen?", fragte sie anklagend, "Ardagast, Bard sucht schon überall nach dir! Er muss noch einmal mit dir sprechen."

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Als Elva ihnen entgegenkam, gab Ardagast die Anweisung zu stoppen und sein Pferd hielt an. Anschließend sattelte er geschwind ab und ging mit schnellen Schritten auf die Menschenfrau zu. Wie ein wütender Hahn baute er sich vor ihr auf und blieb eine Haaresbreite vor ihrem Gesicht stehen. ''Den Tag möchte ich erleben, an dem ich dir, Elva, Rechenschaft ablegen muss. Es geht dich gar nichts an, wo ich war! Also hüte deine Zunge!'', knurrte er wütend und mit einem Hauch an Geringschätzung in der Stimme. Dann hielt Ardagast wieder mehr Abstand zu ihr. ''Wo ist der Drachentöter?'', fragte er kühl. Wenn Elva eines beherrschte, dann Leute zur Weißglut zu bringen.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Elva schnaubte verächtlich. Von so einem Auftritt ließ sie sich doch nicht einschüchtern! Das einzige, was daran beeindruckend war, war der Effekt, den der Tabak auf den Geruch des Atems des Alten hatte, Trotzig verschränkte Elva die Arme vor der Brust.
"Den findest du in der Stadthalle. Schrei aber nicht so rum, muss nicht jeder Elb in der Stadt mitkriegen, dass Bard sich nochmal mit dir trifft."

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

''Danke!'', antwortete Ardagast knapp und mit einem unfreundlichen Ton in der Stimme. Wenn es jemals einen falschen Zeitpunkt für Elva gab, den Alten zu reizen, dann war es genau in diesem Moment. Ohne sie auch nur weiter zu beachten wand er sich an Isengar. ''Sei bitte so freundlich und bring mein Pferd in die Ställe. Bis später'', bat er und wartete auch gar nicht mehr auf eine Antwort des Hobbits. Stattdessen marschierte er mit schnellen Schritten in Richtung der Stadthalle. Als er die Treppen erreichte, erkannte er, dass vor dem Tor der Handlanger des ehemaligen Bürgermeisters saß. Schlafend. Der Zauberer machte einige Schritte auf ihn zu und zog ihm dann den Stuhl unter dem Hintern weg. Plums, da lag Alfrid schreiend auf dem Boden. Als er jedoch Ardagasts grimmigen Gesichtsausdruck sah, verstummte er plötzlich wieder. ''Mach dich gefälligst nützlich'', schnauzte er und betrat schließlich die Stadthalle, in der Bard bereits auf ihn wartete.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Bevor der alte Zauberer allzu viele neugierige Blicke auf sich ziehen konnte, bedeutete Bard ihm mit einer Handgeste, ihm in eine kleine Kammer hinter der großen Halle zu folgen.
"Also", begann er sofort, nachdem die Tür hinter ihnen geschlossen war, "Ihr seid mit den Zwergen gereist. Könnt Ihr sie davon überzeugen, Frieden zu schließen und sich gemeinsam dem Feind zu stellen?"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Ardagast hörte sich geduldig und abscätzend an, was Bard zu sagen hatte. ''Immerhin einer, der mir glaubt'', stellte der Zauberer fest und schmunzelte dann ob der Frage des Menschen. ''Offenbar hast du noch nicht viele Zwerge in deinem Leben kennengelernt.'' Als Bard ihn dann fragend ansah, holte er weiter aus. ''Du hast die Unterhaltung mit Thranduil miterlebt. In etwa so würde das mit den Zwergen auch ablaufen. Selbst wenn sie mir glaubten, dass die Orks zum Berg marschierten, würden sie sich niemals auf Thranduils Seite stellen. Das beruht glaube ich auf Gegenseitigkeit'', erklärte er. ''Ich weiß nicht, ob es dir bewusst ist, Bard, aber es ist nicht nur ein Orkheer hierher unterwegs. Thorin hat längst Dain um Hilfe gebeten und dessen Zwerge sind mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits auf dem Weg. Die Frage ist nur, wer zuerst eintrifft'', fügte Ardagast hinzu.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Bard sah den Zauberer erschrocken an. "Ich... das wusste ich nicht. Das..." Er stockte.
"Das muss ich Thranduil sagen..."
Er seuftzte. "Aber ich glaube kaum, dass ihn das von seiner Entscheidung abbringen wird. Verdammte Sturköpfe!"
Bard rieb sich nachdenklich das Kinn. "Wenn Thorin nicht einlenkt, muss ich meine Leute mit Thranduil ins Feld führen. Ich habe keine Wahl, die Elben sind unsere einzigen Verbündeten."

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

''Ich weiß'', entgegnete Ardagast knapp. Er verstand schon, dass Bard in keiner leichten Situation war und viel Verantwortung trug. ''Sag es Thranduil, aber mit Sicherheit konnte er sich das schon selbst denken'', fügte er hinzu. Selbst der Zauberer war ratlos, wie es weitergehen sollte und zuckte mit den Schultern. ''Wir können nur hoffen, dass alle Einsicht zeigen, sobald die Orks aufmarschieren. Und dann erkennen, dass sie einen gemeinsamen Feind haben. Beinahe wünsche ich mir, dass die Orks so schnell wie möglich aufkreuzen, damit sich die Zwerge und Elben vorher nicht die Köpfe einschlagen können!'' Ardagast legte die Hand auf die Schulter des Drachentöters. ''Dir scheint das alles neu zu sein. Aber mein Junge, lass mich dir eines sagen. So ist Politik. Es gibt immer nur zwei schlechte Optionen und keine will einem so richtig gefallen. Man muss eben das beste draus machen. Du hast den Drachen getötet, dein Volk hierher geführt und ihnen eine neue Heimat oder zumindest eine Unterkunft gefunden. Sie haben es geschafft, dank dir. Das ist schon eine Leistung. Girion wäre stolz auf dich gewesen!''

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Bard nickte langsam. "Und doch wird sie das nicht retten, wenn es zum Kampf kommt", sagte er bitter.
"Kommt morgen mit uns, wenn wir vor den Erebor ziehen", bat er Ardagast eindringlich, "Wenn Thorin noch auf einen hört, dann wohl auf einen Zauberer!"

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

''Ich hatte sowieso nichts besseres vor'', scherzte Ardagast. ''Thorin wird dennoch starrköpfig bleiben. Ich fürchte, dass wir auf ein Wunder hoffen müssen''. fügte er hinzu. Daraufhin verließen sie die Kammer und gingen wieder ihre gewohnten Wege. Ardagast suchte sich als nächstes erstmal ein stilles Plätzchen um nachdenken zu können. Und sich eine Pfeife anzünden zu können. Das war nach dem heutigen Tage bitter nötig.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Bilbo hatte seine Vorbereitungen getroffen. Mittlerweile stand der Mond über der Ebene vor dem Erebor. Mit den meisten Zwergen hatte er im Laufe des Abends gesprochen, als wäre alles in Ordnung. Aber unterschwellig hatte man die Anspannung, die alle ergriffen hatte, gespürt. Einer nach dem anderen war schließlich seiner Wege gegangen, so auch Bilbo, den der Weg in die Eingangshalle führte. Vorsichtig sah er sich um, dort unten im Berg kamen Dwalin und Gloin vorbei und unterhielten sich über die letzten Vorbereitungen für morgen. Doch dann war es still. Der Hobbit huschte verstohlen die Stufen hinauf zur Ballustrade und nestelte schon das Seil auf, das er mit hoch gebracht hatte. Oben angekommen sah er sich um, ja, genau, dort war ein Ring inder Wand eingelassen, perfekt um daran ein Seil anzubinden.
Gerade schlang er den ersten Knoten, da hörte er eine Stimme hinter sich: „Du solltest drinnen sein, nicht hier im Wind!“ Der Hobbit wirbelte herum und sah Bofur, der wohl Wache hatte, vom anderen Ende des Wehrganges auf sich zu kommen. „Ehm,“ stockte er, „ich brauchte ein bisschen frische Luft. Drinnen riecht es teilweise noch übel nach Drache!“

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Bofur hatte das Treiben vor dem Berg vom Wehrgang aus beobachtet. Seine Wache näherte sich bereits dem Ende. Es ging auf Mitternacht zu und wie erwartet, war alles ruhig geblieben. Niemand hatte sich mehr dem Berg genähert. Doch er konnte das Leuchten unzähliger Fackeln sehen und in ihrem Schein sich bewegende Figuren, die unschwer zuzuordnen waren.
Er musterte Bilbo, der etwas von frischer Luft stammelte. Er wirkte nervös, selbst auf die Entfernung. Es war leicht zu durchschauen, dass es um mehr ging als nur frische Luft. Der Hobbit war in etwas hineingeraten, das niemand hatte vorausahnen können, damals in Bilbos kleiner Höhle. Bofur schnaubte leise und schaute Bilbo ernst an. Ihm machte der Hobbit nichts vor, dafür kannte er ihn mittlerweile zu gut. Bilbo hatte Angst, in den Kampf hineingezogen zu werden. Er war kein Krieger.
"Die Elben haben ihre Bogenschützen in Position gebracht", sagte er und ging ein paar Schritte auf Bilbo zu. "Bis morgen Abend wird der Kampf vorbei sein."
Er blieb stehen und ließ den Blick über die Einöde schweifen. Er verspürte ein leichtes Ziehen in der Magengegend. Bilbo war nicht der einzige der Gruppe, der kein Krieger war.
"Aber ich bezweifle, dass wir dies noch erleben werden."

"Mahal hat uns Zwerge hart und ausdauernd gemacht. Unsere Knochen sind wie der Fels, aus dem er unsere Väter formte, und in unseren Adern fließt das Blut heißer als flüssiges Gold.“ - Kára

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Finbar konnte nicht schlafen. Zu unglaublich war die Situation, in der sie sich nun alle wiedergefunden hatten. Würde Dain pünktlich kommen? Kili hatte ihm von dem Raben und dem Hilferuf berichtet. Würden die Elben wirklich angreifen? Würde sie bei ihnen sein? Rastlos wanderte er durch den Erebor und schließlich hielt er es nicht länger aus: er musste sich das Heer anschauen, das sie am Morgen erwarten würde. Sein weg führte ihn auf die Brüstung am Tor und unverhofft fand er sich neben Bofur und Bilbo stehen. Bilbo.... ein seltsamer Gast hier oben.
„Hälst du auch Wache?“ fragte Finbar naiv.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Hier ging es ja zu wie im Taubenschlag, dabei hatte Bilbo gedacht, er hätte sich die beste Zeit in der Nachtwache ausgeguckt. „Nun,“ der Hobbit starrte über die Ebene nach Thal, „ich konnte nicht schlafen, wie du offensichtlich auch nicht. Da unten stinkt es manchmal widerlich nach Drachen, und da dachte ich, ich schau mir dieses friedliche Bild an. Wer weiß, wie lange es noch so friedlich bleibt!“ Unauffällig lehnte er sich gegen die Wand, um das Seil zu verdecken. „Dies sind dunkle Zeiten!“

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Geändert durch PadogasTook (25.11.2017 21:42)

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

"Das kannst du laut sagen", pflichtete Bofur ihm bei. "Baden scheint bei Drachen nicht sonderlich beliebt zu sein."
Er wandte sich an Finbar.
"Die elbischen Bogenschützen stehen bereit. Ich fürchte, morgen geht es rund."
Während er das sagte, dachte er nach. Es war offensichtlich, dass Bilbo den Berg verlassen wollte, doch das hatte Thorin streng verboten. Er selber hätte ohne zu zögern weggeschaut - wieder einmal, erinnerte er sich. Schon in der Höhle hatte Bilbo die Gruppe verlassen wollen. Wie gut, dass es dazu nicht gekommen war. Mahal allein wusste, ob sie heute überhaupt im Erebor wären ohne den Hobbit.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Seufzend lehnte Finbar sich gegen die Brüstung und schaute ebenfalls über die Ebene.
„Ach, keine Angst! Thorin wird sich etwas einfallen lassen! Und wenn nicht, dann verteidigen wir eben unseren Berg! Er ist eine Festung! Was sollen die Elben schon tun? Und die Menschen?“ Finbar lachte bitter auf. „Ein Haufen halb ersoffener Flüchtlinge. Sie werden nichtmal Waffen haben!“
Bofur schien ihm gar nicht zuzuhören und irgendwie hatte Finbar bald den Eindruck, er störe.
„Sagt mal, unterbreche ich hier irgendwas?“

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Finbar
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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Bilbo verdrehte innerlich die Augen. Jaaa, verflixt, aber das konnte er ja wohl nicht gut sagen, ohne Verdacht zu erregen. „Nun, ich wollte Bofur gerade gestehen, dass ich etwas für einen ordentlichen Schluck Zwergenschnaps geben würde, bei der Kälte und der Aussicht...“

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Zwergenschnaps? Er kam hier heraus, um Schnaps zu trinken? Das nahm ihm doch niemand wirklich ab. Finbars Augen verengten sich zu Schlitzen, als er an das dachte, was Ailin ihm gesagt hatte. Ob es doch stimmte??? Plötzlich war Finbar mißtrauisch, aber er traute sich nicht, Bilbo auf den Stein anzusprechen, Stattdessen packte er Bilbo am Kragen und zog ihn zu sich heran.
„Irgendwas stimmt mit dir nicht, du Wicht!“ beschuldigte er ihn. „Was hast du vor, hm?“

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

"Du hast es durchschaut. Bilbo und ich haben gerade beratschlagt, wie wir Schnaps an die Seite beschaffen können. Ja, ich weiß, wir müssen sorgsam mit den Vorräten umgehen... aber so ein Fässchen nur für uns wäre doch etwas feines", sagte Bofur schnell. "Hilft auch beim Einschlafen", fügte er augenzwinkernd in Finbars Richtung hinzu. "Wenn meine Wache gleich vorbei ist, werde ich allerdings schlafen wie ein Stein. Aber wundert mich nicht, dass du kein Auge zu machst. Es wundert mich allerdings, dass du deine offenen Augen nicht auf deine Schwester gerichtet hast. Ich hätte wetten wollen, nachdem ihr getrennt wart lässt du sie nicht mehr aus deinem Blickfeld."
Er grinste etwas anzüglich."Aber ich bin mir sicher, sie schläft gut, sie hat ja genügend Zwerge, die ein Auge auf sie geworfen haben - ich meine, die sie im Auge haben. Und Pado nicht zu vergessen."

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Geändert durch RoisinDubh (25.11.2017 22:03)

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Finbars Augen weiteten sich. „Pado? Was hat der Knirps getan? Was hat er gesagt?“ Bofur zuckte nur sehr bezeichnend mit den Schultern. Finbar stellte sich nun die haarsträubendsten Szenarien vor. Wütend krempelte er die Ärmel seiner Tunika hoch, sah noch einmal von Bofur zu Bilbo und wieder zurück und erklärte: „Um euch kümmere ich mich später! Jetzt bin ich erst einmal auf einer Mission - suchen und zerstören!“
Und damit war der Zwerg im Erebor verschwunden und die beiden anderen blieben allein.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Bilbo wurde langsam fuchtig, da hatte er sich einen guten Plan überlegt, wie er diese verdammten Zwerge vor ihrer eigenen Dummheit retten konnte und diese Dummheit hielt ihn jetzt von genau diesem Plan ab. Bofurs Worte bewirkten, dass Finbar ihn ziemlich abrupt absetzte, dessen Blick mit funkelnden Augen einen Moment auf Bofur ruhten, bevor er mit Riesenschritten die Treppe runterstürmte. Bilbo hätte wetten können, dass Bofur ihm ein leichtes Zwinkern zugeworfen hatte. Hatte der Freund ihn durchschaut?

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Geändert durch PadogasTook (25.11.2017 22:37)

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RoisinDubh

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Bofur räusperte sich.
"Hätte ich das etwa nicht sagen sollen? Jungzwerge... so einfach zu reizen."
Ihm war nicht entgangen, dass Bilbo etwas hinter seinem Rücken versteckte, das verdächtig nach einem Seil aussah. Es bestätigte seine Vermutung.
"Hör mal Bilbo, meine Wache ist gleich zuende. Bombur ist der nächste. Es ist wichtig hellwach zu sein, schließlich wird morgen kein schöner Tag. Ach, ich hätte nichts dagegen jetzt einfach zu verschwinden und in der nächsten Taverne einzukehren. Ja, das wäre nett", wiederholte er und schaute Bilbo mit leicht hochgezogenen Augenbrauen an. "Wie auch immer, es wird ein Weilchen dauern, bis ich Bombur geweckt habe. Du lässt die Ebene nicht aus den Augen, während ich fort bin, ja?"
Er zwinkerte dem Hobbit zu. Pass auf dich auf, Kleiner.

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: RoisinDubh]

Bilbo schluckte. Bofur wusste es, aber er dachte trotzdem das Falsche. Nein, Bilbo wollte nicht fliehen! Er war kein Feigling mehr! Daher rief er Bofur noch einmal an, als dieser schon die Treppe hinabstieg. „Bofur!“ Der Zwerg drehte sich um und sah Bilbo erwartungsvoll an, „Wir sehen uns morgen früh!“ Der Hobbit sagte dies mit Nachdruck. Doch Bofurs „Lebwohl!“, hörte sich doch etwas ungläubig an. Nun, das machte nichts. Er würde es ja sehen.
Entschlossen ruckte Bilbo also am Seil, sobald der Zwerg außer Sichtweite war, und kletterte in die Tiefe. Nun, tatsächlich war es mehr ein Rutschen aber so war er immerhin schneller unten. Mit brennenden Händen machte er sich auf den Weg über die Ebene nach Thal.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Pado wusste gar nicht, wie ihm geschah, als er grob am Hemd unter seiner Decke hervor gezerrt und gegen die nächste Wand gepresst wurde. Tatsächlich hatte er beinahe direkt neben Ailin geschlafen, deren ausgestreckter Arm ihn beinahe an der Hüfte berührt hatte! So hatte Finbar die beiden vorgefunden... und rot gesehen!
„So, du kleiner Verräter, jetzt ist ein für allemal Schluss mit lustig! Ein schöner Freund bist du!“ schnauzte er los, und bei jedem Wort drückte er Pado erneut in die Wand.

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Geändert durch Finbar (25.11.2017 23:18)

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Pados Traum von einer Blumenwiese mit Einhörnern wandelte sich blitzartig in einen Orkangriff der übelsten Sorte. Japsend trat und schlug er um sich. Er war sich sicher, dass er träumte und jeden Moment wach werden würde. Mit aller Gewalt zwang er sich die Augen aufzumachen. Doch Finbars wutschnaubendes Gesicht konnte auch nur ein böser Traum sein. „WAS SOLL DAS, DU WILDGEWORDENER HORNOCHSE!“ Er schaffte es Finbar eins auf die Nase zu geben, dass der ihn erstmal kurz losließ. Das reichte Pado aber, sich einen Stuhl zu schnappen und diesen wie ein Schild vor sich zu halten. „ICH SCHLAFE HIER! UND WAS BEIßT DICH GERADE?“

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

„Oh, natürlich tust du das!“ höhnte Finbar. „Direkt hier, eng umschlungen mit MEINER SCHWESTER!“
Um sie herum wurden Beschwerden laut und ein erstes Kissen flog gegen Finbars Kopf, doch der ließ sich nicht beirren.
„Es reicht mir jetzt mit dir! Eine Armeslänge, weißt du noch? Und wie nennst du das hier?“

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Klong. Wumms. Wusch. So in etwa hörte es sich an, als Borin dem jungen Finbar zuerst eine Kopfnuss, dann eine volle Breitseite gab und ihn schlussendlich auf den Boden warf. ''Junge, was bei Durin ist in dich gefahren? Machst hier einen Lärm, als wär Thranduil höchstpersönlich eingedrungen!'', maulte der Greis und stellte sich schützend vor den Hobbit. ''Und seien wir doch mal ehrlich. An dem Jungen ist doch nix dran. Deine Schwester braucht einen anständigen Zwergen, der sie in die Schranken weisen kann! In der Beziehung hätte ja wohl sie die Hosen an! Der Halbling ist doch ein Strich in der Landschaft!'', fügte er hinzu.

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

„Au!“ maulte Finbar, als er sich unverhoff auf dem Boden wiederfand, und hielt sich den Kopf. Er hörte Borin kaum zu, sondern rappelte sich sofort wieder auf, um sich erneut auf Pado zu stürzen.
„Die ganze Zeit schon macht er ihr schöne Augen! Die Ganze Zeit!“
Sein einziger Erfolg war, dass er mit dem Kopf voran in Borin hinein rannte, der ihn einfach mit der flachen Hand an der Stirn zurück hielt. Finbar boxte die Luft zwischen Borin und sich selbst, landete jedoch keine Treffer. „Lass mich zu ihm! Lass mich los! Ich zerquetsche die kleine Made!“

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Geändert durch Finbar (26.11.2017 00:26)

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

Borin schüttelte den Kopf. ''Darum nimmt man keine Frauen auf solche Missionen mit. Die machen nur Ärger'', meckerte der alte Zwerg und hielt Finbar weiterhin mit seiner Hand in Schach. Dann wand er sich an Pado, der dort noch immer dahinter mit einem Stuhl als Verteidigung stand. ''Sind an diesen Anschuldigungen was dran? Hast du ihr wirklich schöne Augen gemacht? Hör mal, Junge. Zwerg hin oder her. Wenn du das machst, musst du sie auch zur Frau nehmen! Wo kommen wir denn sonst hin, wenn die Sitten nicht eingehalten werden?''

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

In der relativen Sicherheit Borins ließ Pado den Stuhl sinken und schaute wütend von Finbar zu Borin und wieder zurück. „Finbar, hat dir das Drachenfeuer das Hirn weggebrannt? Ich habe hier gelegen und geschlafen! Ich habe nichts mit Ailin, Kara oder sonst einem Zwerg gemacht außer vielleicht gemeinsam geschnarcht! Ich habe dir mein Wort gegeben! Und wenn ICH ein Wort gebe, dann halte ich es! Auch wenn Versprechen halten in letzter Zeit etwas aus der Mode gekommen zu sein scheint!“ Letzteres konnte er sich nicht verkneifen zu sagen, komme was da wolle. Mit funkelnden Augen sah er Finbar an: „Das einzige Mal, wo ich dein Schwester in letzter Zeit angefasst habe, war, als Smaug sie ausgeknockt hatte und ich sie gemeinsam mit Kara vor dem Zertrampelt werden gerettet habe! Aber wenn es dir lieber ist, lasse ich sie demnächst einfach liegen!“

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Finbar

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Finbar blies die Backen auf. Endlich hatte Borin ihn losgelassen, stand aber immernoch so neben ihm, dass er nicht an Pado herankommen konnte. Und der begann von Versprechen und Ehre und sonstwas zu reden.
"Ich habe euch doch gesehen! Du da und sie direkt daneben!!! Pado, das hier ist der Berg meiner Vorväter! Und du besitzt tatsächlich die Frechheit...."
Er stutzte kurz, sah Pado an, und überlegte, was er gerade gehört hatte.
"Was hast du da gesagt?" Finbars Augen suchten Ailins Körper nach Spuren dessen ab, was Pado gerade berichtet hatte. "Smaug hat sie ausgeknockt?"

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Finbar

Geändert durch Finbar (26.11.2017 10:56)

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PadogasTook

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Finbar]

„Ja, hat er! Aber darüber hörst du von mir nichts mehr. Ich suche mir einen anderen zwergenfreien Schlafplatz, damit ja keine falschen Gerüchte aufkommen!“ Damit schnappte er sich seine Sachen und lief zum Ausgang. Dort drehte er sich nochmal kurz um und meinte zu Borin: „ich glaube zum Heiraten gehören zwei! Frag mal Ailin! Ich denke nicht, dass sie auf bartlose Zwerge steht und ich mag haarige Füße lieber als haarige Wangen!“ Damit war er weg und lief durch die Gänge Erebors. Er war sauer! Da riss man sich den Arsch auf, dass diese verdammten Zwerge ihren Berg eroberten und dann sowas! Er hatte nicht schlechte Lust, sich auf den Heimweg zu machen und diesem ganzen Schlamassel den Rücken zukehren. Er war so in seinen Gedanken versunken, dass er Bofur gar nicht bemerkte, der ihm entgegen kam.

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DerDunkelgraue

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Die Nacht war mittlerweile hereingebrochen, doch Ruhe herrschte in Thal deswegen nicht. Schließlich sollte es morgen so weit sein. Krieg sollte es geben. Ardagast wurde bei diesem Gedanken noch immer ganz mulmig. In einer erneuten Versammlung in Thranduils Zelt, standen sie nun wieder beisammen. Auch wenn sich der Zauberer im Klaren war, dass dies womöglich zu nichts führen würde, so versuchte er es dennoch erneut. ''Seit wann wird mein Rat so gering geschätzt?'', fragte er verständnislos. Er wand sich noch einmal direkt an den Elbenkönig. ''Was denkst du bezwecke ich damit?'', fügte er aufgebracht hinzu.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Thranduil schienen tausend Dinge durch den Kopf zu gehen, die er jetzt lieber tun würde als noch einmal dem alten Zauberer zuzuhören. Gelangweilt schenkte er sich einen Becher Wein ein.
"Euer Wort hat für mich seinen Wert verloren, als Ihr Euch entschieden habt, Euch mit Thorin und seinem Zwergenpack zu verbünden! Ihr und Euregleichen sollten keine Seite wählen. Aus den Angelegenheiten zwischen mir und den Zwergen des Erebors hättet Ihr Euch heraushalten sollen!"

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Genervt drehte Ardagast sich um und schüttelte den Kopf. Als dann der Elbenkönig davon anfing, dass er beenden würde, was sie begonnen hatten und den Befehl gab, alles, was sich bewegte, auf dem Berg zu erschießen, wurde es Ardagast zu bunt und er eilte geschwind aus dem Zelt. Dann wand er sich erneut an Bard, der gerade mit jemanden etwas besprochen hatte. ''Drachentöter. Bist du damit einverstanden?'', fragte er den Anführer, mit dem man noch eher reden konnte. ''Ist dir Gold tatsächlich so wichtig? Erkaufst du es mit dem Blute der Zwerge?'', fügte Ardagast hinzu und versuchte an ihn zu appellieren.

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Bard schüttelte den Kopf. "Habe ich denn eine Wahl, wenn Thranduil ins Feld zieht?", fragte er traurig.
"Wir können nur darauf hoffen, dass Thorin einlenkt, wenn er die Armeen vor sein Tor ziehen sieht. Gegen eine solche Übermacht hat er keine Chance, das muss er erkennen!"

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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

„Das wird sie nicht aufhalten!“, Bilbo war nach einem strammen Marsch gerade ungesehen von elbischen Bogenschützen und menschlichen Wachen in Thal angekommen und hatte just noch den letzten Wortwechsel zwischen Mensch und Zauberer mitbekommen. „Ihr denkt, die Zwerge würden aufgeben? Ich sage euch, das werden sie nicht! Sie werden kämpfen - bis zum Tod - um ihr Eigentum zu verteidigen!“

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Ein Hobbit tut sowas nicht, ha!
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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: PadogasTook]

Bard konnte kaum seinen Augen trauen. War das wirklich Bilbo, der kleine Hobbit der mit den Zwergen in seinem Haus gewesen war? Der für Thorin gebürgt hatte vor dem Rathaus in Seestadt? Was wollte der denn hier?
Kurz war Bard gewillt ihn schleunigst wegzuscheuchen, bevor Thranduil den armen Kerl in die Finger bekommen und ihn als Geisel oder ähnliches benutzen konnte.

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Wenn jetzt nur Gandalf hier wäre. Der wüsste, was zu tun wäre. Ehe der Zauberer antworten konnte, kam auf einmal ein alter Bekannter und unterbrach ihre Unterhaltung. 'Bilbo Beutlin'', saunte Ardagast mit einem freundlichen Lächeln, als er den Hobbit ankommen sah. Was machte er allerdings hier? Ardagast war gespannt, was dieser nun vorhatte und hielt sich erstmal zurück.

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: DerDunkelgraue]

Grimm hatte sich die letzte Zeit zurück gehalten und stattdessen den Menschen aus Seestadt geholfen. Immer wieder wurde er gefragt ob er nichts tun könne, und immer wieder musste er Kopf schüttelnd zugeben, dass nichts in seiner Macht stand. Jarick hatte sich zu ihm gesellt und viel Zeit mit ihm verbracht. Grimm hatte die Zeit mit dem Jungen genossen, erinnerte er ihn doch immer wieder an Arrin. Grimm wünschte sich, dass sein Freund jetzt bei ihm wäre. Gemeinsam hätten sie die Menschen etwas aufheitern können. Ihnen Mut machen können. Doch der Breeländer wusste dass dies nur Makulatur wäre. Krieg stand bevor und so verhärtet wie die Fronten waren, hatte er keine Ahnung wie das weitergehen sollte. Grimm hatte sich vorher kurz mit Bard besprochen. Wie immer hatten sich beide ohne große Worte verstanden. Der Breeländer würde den Drachentöter morgen zum Tor begleiten. Grimm schmerzte der Gedanke nun gegen seine Freunde zu Felde ziehen zu müssen. Doch Thorin hatte sein Versprechen gebrochen und das war etwas was Grimm nicht akzeptieren konnte. "Hör auf zu grübeln, das gibt Falten." hörte er eine bekannte Stimme ihn ansprechen.

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Aidean

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Eruanne]

Elva näherte sich Grimm. Neben dem Hünen saß Jarick auf einem flachen Mauerstück und knabberte an einem Stück Cram. Er war von Kopf bis Fuß in Grimms Mantel eingehüllt.
Als der Kleine seine Mama sah, lächelte er.
"Onkel Grimm und ich haben heute ganz viel Feuerholz gemacht!", berichtete er ihr stolz, "Ich hab ihm die Scheite hingelegt und er hat sie zerhackt. Wusch! Immer genau in der Mitte getroffen!"
Elva grinste und drückte ihrem Jungen einen Kuss auf die Wange. "Das hast du sehr gut gemacht, Knöpfchen. Aber jetzt ist Zeit, ins Bett zu gehen!"
Jarick schluckte den letzten Bissen Cram herunter. "Singst du mir noch ein Schlaflied?", fragte er mit großen Kulleraugen.
Elva lächelte und strich ihm durch die Haare. "Natürlich. Mach dich schonmal fertig, ich komme gleich nach."
Jarick gab Grimm seinen Mantel zurück und Elva legte ihm das große Tuch um, das sie über ihrer Weste getragen hatte. Warm eingepackt lief der Kleine in Richtung der Stadthalle davon.
Elva verschränkte die Arme gegen die Kälte und setzte sich zu Grimm auf die Mauer.
"Also dann", begann sie, "Was willst du morgen tun?"

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Grimm legte Elva seinen Mantel um und reichte ihr etwas Cram. Einen Moment saßen sie schweigend da, ehe Grimm antwortete. "Ich reite morgen mit Bard zum Erebor. Thorin wird seine Meinung nicht ändern, soviel ist sicher. Da kann der Elbenschnösel sich auf den Kopf stellen. Doch ich glaube Ardagast in Bezug auf den Krieg. Wir haben die Orks doch gesehen und diesmal wird es keine Handvoll sein. Also ist mein Rabenschnabel dort am besten aufgehoben." Grimm seufzte. Als er sich auf den Weg gemacht hatte, wollte er nur eine sichere Zukunft für seine Kinder. Und jetzt? Kämpfte er in einem Krieg. Das Leben nahm manchmal schon komische Wendungen.

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Aidean

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Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Eruanne]

Elva danke Grimm mit einem Nicken für den Mantel. Es hatte wieder zu schneien begonnen und die Nacht war bitterkalt.
"Gut", sagte sie nickend, "Wir können deinen starken Arm sicherlich brauchen..."
Eine Weile schwieg sie und kaute still das Cram.
"Danke, dass du dich um Jarick gekümmert hast, übrigens." Irgenwie fand ein Lächeln seinen Weg auf ihr Gesicht,

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Eruanne

Ranger of Ithilien

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Aidean]

Grimm sah Elva von der Seite an. Das Lächeln lies sie jünger wirken und sie sah damit Arrin unheimlich ähnlich. "Er ist ein toller Junge. Du hast ganze Arbeit geleistet. Das war sicher nicht einfach in Seestadt und ohne Hilfe."

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thilwen

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: Eruanne]

"Bilbo Beutlin!" Isengar, der sich gerade an einem der Feuer einen Teller dünne Suppe hatte geben lassen, wirbelte herum. Das war Ardagasts Stimme gewesen. Und tatsächlich, als er in Richtung großem Zelt lief, sah er Ardagast und Bilbo gemeinsam mit Bard ebenfalls zurück zum Zelt laufen. Schnell folgte er ihnen. Vielleicht hatte er die Chance ein paar Worte mit seinem Neffen zu wechseln. Rasch sah er sich um. Oder war etwa Pado auch hier? Doch nein, es sah nicht so aus.

Als er beim Zelt ankam, hörte er gerade Thranduils eisige Stimme: "Wenn ich mich nicht täusche, ist dies der Halbling, der die Schlüssel zu meinen Verließen direkt unter der Nase meiner Wachen gestohlen hat!"

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„Wie dem auch sei - Man braucht Leute mit Verstand für diese Abenteuer - was auch immer - Geschichte!"
"Dann wirst Du gewiss nicht ausgewählt, Pip!"
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PadogasTook

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch Mittelerde - One Last Time - Kapitel VIII [Re: thilwen]

Bilbo zuckte nur innerlich zusammen: "jaa, bitte um Verzeihung!", nun nicht wirklich, aber bestimmt machte sich ein gewisses Maß an Einsicht besser. Doch er sah aus den Augenwinkeln, dass über Bards Gesicht ein kurzes Lächeln huschte. Der Mensch wurde ihm immer sympathischer. Entschlossen trat er vor den Tisch, hinter dem der Elbenkönig platzgenommen hatte und zog das lederne Bündel, das ihm schon die ganze Zeit ein Loch in die Jacke brannte, aus der Innentasche. "Ich bin gekommen um Euch das hier zugeben!" Sorgsam faltete er das Leder auseinander und mit dem Auffalten der letzten Schicht breitete sich ein kalter Glanz in dem Zelt aus. Thranduil glitt wie hypnotisiert von seinem Sitz. "Das Herz des Berges! Das Königsjuwel!", fast hauchte er es nur. Ardagast trat näher und musterte den faszinierenden Edelstein ebenfalls. Auch Bard trat an den Tisch und konnte kaum den Blick von dem Arkenstein wenden: "und königliche Auslöse wert!" Er wandte sich Bilbo zu: "Wie kommt Ihr in seinen Besitz?" Ja, das war die entscheidende Frage, die Bilbo halbwegs schlaflose Nächte bereitet hatte und so wie Ardagast ihn ansah, hatte der zumindest eine wage Vorstellung von seinen Gewissensqualen. "Nun, ich wählte ihn als meinen 14. Teil des Schatzes!" Er hörte sich bestimmter an, als er sich fühlte.
Ungläubig sahen Mensch und Elb den Hobbit an, bis schließlich Bard fragte: "Warum tut Ihr das? Ihr schuldet uns keine Treue!"
Bilbo schüttelte den Kopf: "Ich tue das nicht für Euch!" Fast wirkte es etwas herausfordernd, wie es so hervorsprudelte, daher erklärte er: "Ich weiß Zwerge können starrsinnig sein und dickköpfig und - schwierig! Misstrauisch und heimlichtuerisch und", dabei sah er Ardagast belustigt an, "haben die schlimmsten Manieren, die man sich vorstellen kann! Aber sie sind auch tapfer und gütig und unendlich treu!" letzteres war eher ein Seufzer. Dann sah er abwechselnd seinen drei langbeinigen Gegenübern in die Augen: "Ich habe sie ins Herz geschlossen und möchte sie retten, wenn ich kann!"
Bard musterte den Stein, während Thranduil immer noch ungläubig den Hobbit anstarrte. "Thorin ist dieser Stein mehr wert als alles andere. Um ihn zurückzubekommen wird er euch sicherlich geben, was er euch schuldet!" Noch einmal musterte er alle drei und meinte dann mit Nachdruck: " Es gibt für Krieg also keinen Grund!"

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DerDunkelgraue

Gefährte

Re: Die Straße gleitet fort und fort: Die Reise durch