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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn"

RzwoDzwo

Droide

Re: "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn" [Re: RzwoDzwo]

“Hm”, sagte sie schließlich, “ich finde, das sieht nicht viel unförmiger aus als vorher.”
“Aha!” rief Dschäj freudig. “Ich habe ja von Anfang an gewußt, daß er ein elender Lügner ist!”
Sam schüttelte vehement den Kopf.
“Nein, nein, das stimmt, er hat mich bewußtlos geschlagen, oder, Erich? So war es doch, bitte sag, daß es so war!”
“Nein!” sagte der Hüne bestimmt.
Dschäj grinste und hob erneut das Messer.
“Er lügt”, jammerte Sam verzweifelt, “er lügt, es ist so, wie ich gesagt habe! Bitte, bitte, ihr müßt das nicht tun, ich kann euch noch nützlich sein in... in... anderen Dingen, aber bringt mich bitte nicht um!”
"Aber du hast die Prüfung nicht bestanden."
Die Klinge streifte über seine Wange.
"Das hat Erich aber auch nicht", preßte er hervor, "bestraft ihn doch zuerst, weil... weil... dann bleib ich länger frisch!"
"Tja, das könnten wir machen", nickte Saraka und blickte verschmitzt zu Dschäj herüber. "Tun wir aber nicht!"
“Ich kann das nicht mit ansehen!” kam aus dem Hintergrund Pers Stimme. “Ich bin am Wasserfall, sagt mir bescheid, wenn das alles vorbei ist, aber macht vorher das Blut weg.”
Und da wußte Sam, daß ihn jetzt nur noch ein Wunder retten konnte.

Weltmeister des Bockenburger-Fähren-Wettrennens 2013
You can't just GO to Pigfarts, it's on MARS!
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Aramir

Gefährte

Re: "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn" [Re: RzwoDzwo]

Das Dorf

Frodo saß auf einem Baum und beobachtete die Katze, die auf dem Pfad unter ihm saß und sich das schwarze Fell leckte. Nachdem das pelzige Tier sich geputzt hatte fing es an zu röcheln.
Ein Schauer lief dem Hobbit über den Rücken. Die Laute erinnerten ihn an Gollum.
Würgend brachte die Katze eine kleine Fellkugel hervor und verschwand danach in einer Weißdornhecke.
Erleichtert, dass das Geräusch verstummt war, atmete der Hobbit die kühle Nachtluft ein. Sein Blick wanderte zum Vollmond, der vom Himmel sein silbernes Licht spendete.
Als er wieder auf den Weg schaute, sah er eine schwarze Katze, die sich das Fell putzte. Nach einer Weile fing sie an zu röcheln und würgte eine Fellkugel hervor. Dann verschwand sie in der Hecke.
„Wow, ein Deja Vu!", platzte es aus Frodo heraus.
"Was hast Du gerade gesagt?", fragte Gandalf, der neben ihm saß.
"Nichts, ich hatte nur ein kleines Deja Vu."
"Was hast Du gesehen?"
"Da kam grad `ne schwarze Katze vorbei, und danach noch eine, die genauso aussah", antwortete Frodo.
"Genauso? War es die selbe Katze?", wollte der Zauberer wissen.
"Möglich, ich bin mir nicht sicher", sagte der Hobbit und wandte sich zur Seite.
Das Entsetzen packte ihn. Wo eben noch Gandalf gesessen hatte, saß auf einmal Elrond und starrte ihn durch dunkle Gläser an.

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Aramir

Gefährte

Re: "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn" [Re: Aramir]

"Wie Sie sehen, haben wir Sie seit geraumer Zeit im Auge, Mr. Beutlin“, sagte Elrond. „Wie es scheint, führen Sie ein Doppelleben. Für die einen sind Sie Frodo Beutlin, ein Hobbit aus einem respektablen Halblingsdorf. In Ihrem anderen Leben sind sie der Lustsklave eines perversen Fauns. Eines dieser zwei Leben hat eine Zukunft - das andere nicht.
Ich will, soweit es mir möglich ist, offen zu Ihnen sein, Mr. Beutlin. Sie sind hier, weil wir Ihre Hilfe brauchen. Wir wissen, dass Sie zu einem gewissen Individuum Kontakt haben. Einem Hobbit, der sich selbst „Der Gärtner“ nennt. Was immer Sie über diesen Halbling zu wissen glauben, ist irrelevant. Er wird von der Mehrheit aller Völker als der gefährlichste Hobbit Mittelerdes eingeschätzt.
Meine Kollegen sind der Meinung, dass ich meine Zeit mit Ihnen vergeude, aber ich glaube an Ihre Einsicht. Wir sind bereit Ihnen einen Neuanfang zu gewähren, Ihre Weste weiß zu waschen. Dafür verlangen wir lediglich, dass Sie uns dabei helfen, dem Gericht einen Terroristen auszuliefern."

Frodo war geschockt. Sam war ein Terrorist? Konnte das wirklich sein? Hatte der tumbe Halbling ihn ausspioniert und hintergangen? Wollte Sam deshalb immer hinter ihm stehen, damit er nicht sah, was er dort machte? Nein, das war unmöglich. Auch wenn er nicht gesehen hatte, was Sam machte, so hatte er es trotzdem immer irgendwie gespürt. Und wenn er ihn hätte töten wollen, dann hätte er dafür bereits genügend Gelegenheiten gehabt.
Langsam, als ob ein Schmetterling darauf säße, den er nicht verscheuchen wollte, hob Frodo den rechten Arm, drehte Elrond den Handrücken zu und klappte den Mittelfinger nach oben.
"Das ist meine Antwort", erwiderte der Hobbit tapfer.

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Geändert durch Aramir (12.07.2011 18:28)

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Aramir

Gefährte

Re: "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn" [Re: Aramir]

Ein stechender Schmerz durchfuhr Frodos rechtes Bein und brachte ihn wieder zur Besinnung. Langsam schlug er die Augen auf und versuchte sich aufzurichten.
Neben sich sah der Hobbit einen schwarzen Schimpansen, der mit blutiger Schnauze auf und ab hüpfte.
Irgendwie kam ihm das alles bekannt vor. Der Schmerz, der Affe, das Erwachen aus der Ohnmacht.
„Wow, ein Deja Vu!", dachte Frodo und der Gedanke brachte ihm den Inhalt seines komatösen Traumes zurück ins Bewusstsein.
Ängstlich blickte er sich um, doch anstelle von Elrond sah er nur TomTom und Garmin. Die Bläulinge hatten den Hobbit zu ihrem Dorf gebracht, um über ihn zu richten.

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Aramir

Gefährte

Re: "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn" [Re: Aramir]

Frodo war überrascht. Er hatte große runde Häuser erwartet, deren Dächer wie die Schirme von Fliegenpilzen aussahen. Stattdessen lebten die Bläulinge auf hölzernen Plattformen in Bäumen, die untereinander durch Hängebrücken verbunden waren.
Das Zentrum ihres Dorfes bildete eine große Lichtung, in deren Mitte eine alte, knorrige Weide stand.
Die Zweige des Baumes hingen in langen Strähne herab und ihre Blätter umgab ein weißes Schimmern, das die Umgebung in ein gespenstisches Licht tauchte.
"Das ist der Na’vi Gon“, erklärte TomTom. "Der Baum in dem die Seelen unserer Ahnen leben und dessen Wurzeln das Blut der Gerichteten trinken!“
Frodo erinnerte die Farbe der Blätter eher an den Vanillepudding des Fauns, als an Blut, aber der Gedanke, dass es bald sein eigener Lebenssaft sein würde, der den Boden für den Na’vi Gon tränkte, ließ ihn schaudern.

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Aramir

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Re: "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn" [Re: Aramir]

Hunderte von Bläulingen saßen im Halbkreis vor dem Na’vi Gon auf dem Boden. Im Schneidersitz wiegten sie ihre Oberkörper hin und her und starrten mit glasigen Augen in Richtung des heiligen Holzes.
Nur wenige Schritte vom Fuße des Baumes entfernt, neben einem Altar aus poliertem schwarzem Stein, stand eine Na’vi.
Die Bläulingsfrau, in deren dunkle Haare kleine Knochen geflochten waren, schwenkte ein Gefäß an einer Kette. Gelblicher Rauch quoll aus dem silbernen Behältnis und verströmte einen Geruch, der Frodo wie eine Mischung aus Pfeifenkraut, Honig und verwesendem Tierkadaver vorkam.

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Aramir

Gefährte

Re: "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn" [Re: Aramir]

Nachdem die Frau das Gefäß an einen Haken gehängt hatte, stimmte sie einen unheimlichen Gesang an.
Die versammelten Na’vi fielen mit ein und ein düsterer Chor erfüllte den Wald.
TomTom und Garmin brachten Frodo zu dem Altar und deuteten ihm, sich auf den glatten Stein zu legen. Wie in Trance und ohne jede Widerwehr folgte der Hobbit ihren Anweisungen.
Tränen liefen ihm über die Wangen, als er rücklings zu den Sternen empor blickte, die über ihm am Himmel tanzten.
Das ist also mein Ende, dachte der Halbling. Nach allem was ich erlebt habe, werde ich nun dafür sterben, dass ich diese albernen Quallen vollgepinkelt habe. Wie hätte ich denn wissen sollen, dass sie heilig sind, jammerte er still.
Die Bläulingsfrau nahm einen großen Kristalldolch aus ihrem Gürtel und umfasste den Griff mit beiden Händen. Abrupt endete der finstere Chor.
Mit ausgestreckten Armen hielt sie die gläserne Waffe hoch über Frodos Brust. Einen Atemzug lang verharrte sie in der Pose, dann kreischte sie „Kali Ma!“ und ließ die Klinge herab sausen.

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Geändert durch Aramir (30.08.2011 22:21)

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Aramir

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Re: "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn" [Re: Aramir]

Mit einem schmatzenden Geräusch fuhr die Klinge in die Brust.
Die Na’vi führte die Schneide ruckartig zur Seite und trat einen Schritt zurück, damit die rote Fontäne, die aus dem zuckenden Leib schoss, sie nicht traf.
Sie hasste diesen Teil des Rituals, doch er war notwendig. Die Götter mussten besänftigt werden.
Als das Zucken aufhörte, legte die Bläulingsfrau den Dolch zu Seite. Endlich ist die Sau tot, dachte sie.
Mit beiden Händen fasste sie in den geöffneten Bauch und zog etwas heraus, das an ein nasses, glitschiges Seil erinnerte.
Nachdem sie alle Innereien entfernt hatte, schob P’olettô die Waldsau auf einen Spieß. Als oberste Köchin des Stammes sollte ihr das alles eigentlich nichts ausmachen, aber sie fand es jedes Mal aufs Neue widerlich. Sie war froh, dass sie keine Schamanin war. So waren es wenigstens nur Schweine, die sie ausweiden musste und keine Halblinge.

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Aramir

Gefährte

Re: "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn" [Re: Aramir]

Ein Schrei erklang. Hoch und schrill, so dass er in den Ohren schmerzte. „Uuuuuuuh“, ertönte es und der gläserne Opferdolch der Schamanin zersprang in tausend funkelnde Scherben - nur wenige Millimeter vor Frodos Brust.
Verwirrt schauten die versammelten Na’vi in die Richtung, aus der der Schrei gekommen war. Im Dämmerlicht erkannten sie eine Gestalt, die sich rückwärts auf den Altar zu bewegte, indem sie jeweils eine Ferse anhob, die Zehen über den Boden nach hinten zog und dann mit dem anderen Fuß ebenso verfuhr.
Als der geheimnisvolle Schreier den Altar erreicht hatte, fasste er sich mit der linken Hand provozierend in den Schritt und streckte den rechten Arm gen Himmel.
„Uuuuuuuh!“ machte er erneut und dann wirbelte er herum.
Plötzlich erkannten die Na’vi ihn und diesmal waren sie es, die schrien.

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Geändert durch Aramir (28.09.2011 08:26)

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Aramir

Gefährte

Re: "Das wahre Ende" oder "Undank ist der Welten Lohn" [Re: Aramir]

Frodo, der inzwischen bemerkt hatte, dass er nicht tot war, richtete sich auf dem Opferblock auf, indem er sich auf seine Unterarme stützte.
Der Hobbit erkannte, dass der unbekannte Schreier ebenfalls ein Na‘vi war. Seine Haut war jedoch wesentlich heller und seine Nase war klein und leicht nach oben gezogen, nicht platt und breit, wie die der anderen. Frodo sah, dass Bubbles dem Hellblauen gefolgt war und nun neben ihm hockte.
„Billy-Jean“, fuhr der Unbekannte die Schamanin an. „Wie kannst du es wagen? Er ist der Auserwählte!“
„Maikâl, du kannst wieder...?“, stammelte Billy-Jean.
„Ja, ich habe meine Stimme wieder und ich kann auch wieder singen. Dank des Primaten!“
Die Schamanin schaute zu Bubbles, der die Lippen schürzte und eine Grimasse schnitt.
„Ich rede von ihm“, fuhr Maikâl sie an und zeigte dabei auf Frodo.
„Er hat mir meinen Schimpansen wiedergebracht - und du wolltest ihn opfern!“
Plötzlich erinnerte Frodo sich an die Geschichte, die Hartzahn ihm erzählt hatte und ihm wurde klar wo er sich befand!

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