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valarauco

Gefährte

Re: Essen & Trinken im filmischen Mittelerde [Re: sherlocked]

Ah, ok. Das wusst ich nich. Dann ist das wohl eine besonders frühe Erdbeersorte oder der Winter war in diesem Jahr einfach sehr kurz

Unkraut vergeht nicht.
~*~ Gemüsekinder ~*~

But I know that I'll be happier and I know you will too. Eventually.

Lokah samasta sukhino bhavantu
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NiFinger

Gefährte

Re: Essen & Trinken im filmischen Mittelerde [Re: valarauco]

Gibt es in unserer Welt denn eine Region, wo im Frühjahr Erdbeeren klimatisch bedingt wachsen könnten? Damit hätte man vlcht. einen Hinweis auf das gedachte Klima im Auenland.

der Hobbnick

Das Making-Of meines ersten Romans:
Nick Finkler, Weltensammler

~.~.~

Die Welt ist ein Spiel. Beweise gefällig?
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Der Alltag eines Zockers. Skyrim, Zelda, Final Fantasy und mehr.
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valarauco

Gefährte

Re: Essen & Trinken im filmischen Mittelerde [Re: NiFinger]

Wenns schon früh sehr warm ist, dann gibts manchmal auch im April/Mai Erdbeeren. Sonst halt in den wärmeren Ländern, Spanien und so. Sagt meine Mum, un die muss es wissen, die ist nämlich Gärtnerin

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sherlocked

Gefährte

Re: Essen & Trinken im filmischen Mittelerde [Re: valarauco]

Zumindest setzt PJ die Erdbeeren sehr kontinuierlich im Frühling ein. Man erinnere sich an folgende Szene:

"Do you remember the Shire, Mr Frodo? It will be Spring soon [...]
[...] and eating the first of the strawberries and cream. Do you remember the taste of strawberries?"

Zu dem Zeitpunkt ist es, wie wir wissen, gerade erst März. Es klingt jedenfalls so, als wären im Auenland die ersten Erdbeeren schon im Frühling reif. Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber wurde dieses Gespräch genau so aus dem Buch übernommen (also einschließlich der Erdbeeren)? Ich habe es vor drei Jahren das letzte mal gelesen und kann mich gerade nicht mehr erinnern.

_____________

Mein Name ist Geronimo Röder. Ich wohne hier.

t.e.a.r.s.
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NiFinger

Gefährte

Re: Essen & Trinken im filmischen Mittelerde [Re: sherlocked]

In Bezug auf:
LotR, Die Gefährten (Film), Wetterspitze.
Frodo - "Was macht ihr denn da?"
Merry - "Tomaten, Würstchen, knusprigen Speck ..."



Ist irgendjemand in Tolkiens ausführlichen Beschreibungen über die Hobbits bewandert genug, mir sagen zu können, wie und wo um Himmels Willen bei denen das Fleisch zu Würstchen verarbeitet wurde? Versteht mich nicht falsch, mir ist klar, wie das heutzutage gemacht wird. Aber es geht hier schließlich um eine einfache, bäuerliche Fantasykultur, die mit komplizierten Maschinerien nichts zu tun hatte. Speck kann ich mir noch gerade so herleiten, obwohl ich nie irgendwo etwas vom Metzgerberuf bei Hobbits gelesen habe. Von Tolkiens Hobbits kennt man nur die Berufe Gärtner, Bauer, Bierbrauer, Schankwirt, Koch, Weinkelterer (wobei ich mir auch beim Bierbrauer und Weinkelterer die Frage stelle: Mit welchen Geräten haben die das wohl gemacht? )
Hier sind evtl. auch die User gefragt, die sich mit mittelalterlichen oder generell früheren Lebensweisen auskennen und eine Ahnung davon haben, wie Menschen in früheren Tagen das gemacht haben. Weil, ich kann mir beim besten Willen keinen Hobbit vorstellen, der z.B. Fleisch durch einen Fleischwolf dreht oder die ganzen modernen Brauwerke, die man von Bierfirmen heutzutage kennt, passen ja auch nicht ins Bild des untechnischen Auenlandes.

der Hobbnick

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Geändert durch NiFinger (13.08.2013 13:31)

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MacMcKenzie

Gefährte

Re: Essen & Trinken im filmischen Mittelerde [Re: NiFinger]

Also Würste wurden schon vor langer Zeit gemacht, das ist doch kein Problem - Fleisch kleinstückeln bzw. irgendwie zermantschen, Darm des Viehs auswaschen, reinstopfen, zumachen und keine Ahnung, räuchern, dörren lassen, sowas.

Dass die Erdbeeren früher reif sind, macht schon auch Sinn glaub ich, hat das Auenland nicht eher milde Winter...?

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Avorninnas

Gefährte

Re: Essen & Trinken im filmischen Mittelerde [Re: MacMcKenzie]

Würste gab es schon in der Antike, etwa in Griechenland.(Homer erwähnt Blutwurst.) Es gab auch durchaus bereits damals Gegenden, die für die Qualität ihrer Fleisch- und Wurstwaren besonders bekannt waren. So schätzten schon die Römer die "Lukanische Wurst" als Leckerbissen. Siehe z.B. hier.
Man kann sehr gut Wurst machen, indem man Fleisch/Blut/Innereien und Flomen klein hackt und mit Salz und Gewürzen in gewaschene Därme füllt, wie MacMcKenzie oben sagte. (Der bekannte "Pfälzer Saumagen oder der schottische Haggis sind auch nichts anderes und werden heute noch so hergestellt. Dasselbe gilt für Blut- und Leberwürste, Pressack und ähnliche Spezialitäten) Die fertig vorbereiteten Teile wurden dann häufig in Wasser gekocht und zur weiteren Haltbarmachung geräuchert, entweder in eigenen Räucherkammern oder bei kleinen Mengen einfach im Rauchfang.

Selbst geräucherte Rohwürste wie Salami gab es schon in der Antike.
Auf diese Weise war es möglich, Fleisch über längere Zeit haltbar zu machen und vorallem, man hatte so eine Verwendung für kleinere Fleischabschnitte, die beim Zerteilen des Tiers immer anfallen und konnte auch weniger wertvolle Partien (jedes Tier hat nur eine begrenzte Anzahl Bratenstücke aber noch eine Menge Innereien oder anderes weniger attraktives Fleisch,) auf schmackhafte Weise zubereiten.

Man musste also weniger von dem kostbaren Fleisch wegschmeißen und konnte es auf längere Zeit konservieren, transportieren und sogar damit handeln. Ganz abgesehen davon war es eine willkommene geschmackliche Abwechslung.

Auch wenn Würste weder im Hobbit noch im HdR explizit erwähnt werden, kann man davon ausgehen, dass ein so einfach herzustellendes Lebensmittel (kann jeder auch heute in seiner Küche machen) bei den meisten dort erwähnten Völkern und Kulturen bekannt gewesen sein könnten. Es spricht nichts dagegen anzunehmen, dass Hobbits Würste kannten.

Edit: Dasselbe gilt für das Keltern von Wein. Auch den haben schon die frühen antiken Kulturen hergestellt.
Man erntet die Trauben, keltert sie durch Zerstampfen oder Pressen (Wein- oder Ölpressen gab es bereits ebenfalls in der Antike.) Anschließend füllt man den Traubensaft in große Bottiche und läßt der alkoholischen Gärung ihren natürlichen Lauf. Filtert den vergorenen Most anschließend, füllt ihn in Fässer oder Amphoren und trinkt ihn. Punkt.

Gerstenbier haben schon die alten Ägypter gebraut.
Im Mittelalter haben Klöster, Adelshöfe, Gasthäuser und oft auch Hausfrauen ihr eigenes Bier gebraut. Teilweise wurde die Grut - also das geschrotete Getreidemalz mit Wasser erhitzt, mit geschmacksgebenden Zutaten wie Gagel versetzt, die Idee das Bier zu hopfen, kam erst relativ spät auf, nachdem man festgestellt hatte, dass das Bier dadurch schmackhafter und vorallem haltbarer wurde. Außerdem kam man nach und nach davon ab, die Maische mit Kräutern wie Bilsenkraut zur Verstärkung der Wirkung des oft nur schwachen Alkoholgehalts zu versetzen, denn manche der üblichen Ingredienzien waren zumindest schwach giftig und das damit gebraute Getränk führte bei den Konsumenten oft zu heftigen Räuschen und Aggressivität.
1516 verfügte der bayrische Herzog Wilhelm IV. dass Bier in seinem Herrschaftsgebiet nur noch aus Wasser, Gerste und Hopfen gebraut werden sollte. Mit Ausnahme von Weißbier (aus Weizen) gilt diese Verordnung im Wesentlichen heute noch in deutschen Brauereien.

Da der Verkauf von alkoholischen Getränken - man darf nicht vergessen, dass die Verkeimung von Brunnen das Trinken von Wasser oft zu einer riskanten Sache machte - ein gutes Geschäft darstellte, haben die weltlichen Autoritäten, egal ob Adel oder Klerus ihre Herstellung nicht nur reguliert, sondern auch meist sehr schnell an Braulizenzen und Steuern gekoppelt um daran mitzuverdienen (und so ist es bis heute) aber grundsätzlich ist es ganz einfach aus gemälztem Getreideschrot Bier zu brauen. Auch das kann jeder in der eigenen Küche selber machen. Das nötige Knowhow war damals weit verbreitet. Jede Hausfrau wusste, wie man Bier braute. Aber wie heute auch hat man oft den Aufwand gescheut und es gern den Leuten mit dem professionellen Equipment und der größten Erfahrung überlassen. Wir ziehen ja auch unsere Hähnchen nicht selber auf und überlassen das Schlachten lieber dem Metzger. Je mehr die Gesellschaft verstädterte, desto weniger Hausgebrautes gab es.
In einer agrarbetonten Gesellschfaft wie der Hobbits gab es sicher genug Leute, die mehr oder weniger gutes Bier brauen konnten.

Geändert durch Avorninnas (13.08.2013 15:11)

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NiFinger

Gefährte

Re: Essen & Trinken im filmischen Mittelerde [Re: Avorninnas]

@Mac & Avorninnas:
Vielen Dank für eure Ausführungen.
Vermutlich hatte ich mich falsch ausgedrückt - mir war schon klar, dass man auch früher schon Würste kannte und sie irgendwie zubereitet hat. Aber ich ging davon aus, dass es hier im Forum Leute gibt, die sich mit solcherlei Zubereitungsarten eben auskennen. Ich gehe nicht davon aus, dass das außer mir jeder aus dem FF weiss, deshalb fand ich die Frage interessant.

Zudem @ Avorninnas, gut, also wenn du sagst, dass Würste in beiden Erzählungen Tolkiens keine Erwähnung finden, dann wäre ja selbst in der Erwähnung und Veranschaulichung von Würsten in den Filmen eine Freiheit seitens Peter Jackson zu finden, sehe ich das richtig?

der Hobbnick

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Avorninnas

Gefährte

Re: Essen & Trinken im filmischen Mittelerde [Re: NiFinger]

Naja, irgenwas musste er den Leuten ja auf den Teller legen. Und im Hobbit ist von Pickles, Gebratenem Hähnchen, Käse, Kümmelkuchen, Eiern die Rede - man kann davon ausgehen, dass die Speisekammern der Hobbits gut gefüllt waren. Warum also nicht auch mit Speck und Würsten?
Man kann sich auch über die Tomaten streiten, da die Europa ja erst aus Südamerika erreicht haben. Dasselbe gilt ja aber auch für Kartoffeln und die WERDEN im HdR erwähnt. Wieso also nicht auch Tomaten?
Man sollte in so einem Fall - schließlich handelt es sich ja um eine imaginäre mittelalterliche Gesellschaft, nicht um eine reale irdische Kultur - nicht päpstlicher sein als der Papst.
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NiFinger

Gefährte

Re: Essen & Trinken im filmischen Mittelerde [Re: Avorninnas]

Da hast du wohl recht.
Wie darf ich mir den Geschmack von Kümmelkuchen vorstellen? Selbst noch nie gegessen, schon oft in Büchern gelesen, aber eigentlich noch nie beim Bäcker/Konditor stehen sehen.

Ist eigentlich bekannt, ob die Hobbits dunkles oder helles Bier tranken?

der Hobbnick

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