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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Bibliothek » Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II

NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: athameg]

Ich hab da eh noch eine eher nicht-kapitelbezogene, allgemeine Frage:
Was ist der Unterschied zwischen einem Zauberer, der sich mittels eines Trasfigurationszaubers in ein Tier transfiguriert und einem Animagus, der sich in ein Tier transfiguriert?

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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: NaugrimNogrod]

Das ist ein bisschen unlogisch, fürchte ich, und eben deshalb auch schwer zu beantworten. Eindeutig ist, dass ein Animagus sich komplett in ein Tier verwandelt, und zwar jeweils in das gleiche mit den gleichen optischen Merkmalen. Offenbar existieren aber auch simplere Varianten, die (wie Hermione im Kapitel, das ich gleich vorstellen werde, ausführt, allerdings auch Oberstufenstoff sind und von Harry & Co. also noch nicht gelernt wurden). Demnach ist es scheinbar möglich, nur einzelne Körperteile in ihrer Funktion zu verwandeln, so wie es Viktor dann in der zweiten Turnieraufgabe tut: er verwandelt seinen Kopf und Hals in den eines Fischs und kann auf diese Art durch Kiemen atmen.

Aber da wir gerade dabei sind, folgt hier auch gleich das nächste Kapitel:

The Second Task

Harry versucht, unterstützt von Ron und Hermione, herauszufinden, wie die zweite Aufgabe gelöst werden kann. Hermione denkt zwar durchaus an die Möglichkeit einer Verwandlung oder Teilverwandlung, weiß aber, dass sie das noch nicht gelernt haben und dass das mehr Übung verlangen würde als in der noch verbleibenden sehr kurzen Zeit vor der zweiten Aufgabe noch möglich ist. Also suchen die drei ziemlich hektisch und ziellos in der Bibliothek nach einem Zauber, der nützlich sein könnte, finden aber auf diese Weise nichts. Währenddessen meldet sich Sirius und fragt an, wann das nächste Hogsmeade-Wochenende ansteht. Und Hagrid unterrichtet wieder und setzt den Unterricht über Einhörner fort, offensichtlich mit erheblicher Sachkenntnis; er geht davon aus, dass Harry das Turnier gewinnen kann.

In der Nacht vor dem Turnier werden Ron und Hermione ins Büro von McGonagall gerufen, und Harry durchsucht allein die Bibliotheksbücher weiter nach einer Lösungsmöglichkeit für die zweite Aufgabe. Schließlich schläft er darüber ein und wird am Morgen von Dobby geweckt. Dobby hat herausgefunden, worum es in der zweiten Aufgabe geht: Harry muss Ron aus dem See retten, und um in den See tauchen zu können, muss er Gillyweed essen, das Dobby für ihn besorgt hat. Da Harry sofort zur zweiten Turnieraufgabe aufbrechen muss, bleibt ihm nichts anders übrig als sich darauf zu verlassen, dass das stimmt.

Harry erscheint gerade noch rechtzeitig zum Beginn der zweiten Aufgabe am Seeufer. Er isst das Gillyweed und stellt fest, dass ihm dadurch vorübergehend Kiemen und Schwimmhäute wachsen, und taucht in den See. Er erreicht tatsächlich als erster die Siedlung der Wassermenschen auf dem Grund des Sees und stellt fest, dass sie vier Geiseln genommen und gefesselt haben, die die Champions befreien müssen: Ron (für Harry), Hermione (für Viktor), Cho (für Cedric) und ein kleines Mädchen, das offenbar Fleurs jüngere Schwester ist. Harry befreit Ron, aber er will die anderen Geiseln nicht ihrem Schicksal überlassen und wartet erst einmal das weitere Geschehen ab. Cedric und Viktor finden die Geiseln ebenfalls, befreien Cho und Hermione und bringen sie an die Oberfläche, aber Fleur kommt nicht (sie hat die Aufgabe abbrechen müssen,weil sie von Grindylows angegriffen wurde, wie wir später erfahren). Harry will Fleurs Schwester nicht ihrem Schicksal überlassen, kämpft mit den Wassermenschen darum sie frei zu geben und nimmt sie mit an die Wasseroberfläche, zusätzlich zu Ron, obwohl das seinen Aufstieg sehr verzögert.

Harry kehrt als letzter Champion zurück; er und Ron werden von Fleur begeistert begrüßt, die große Angst um ihre Schwester gehabt hat. Murcus, die Häuptlingin der Wassermenschen, berichtet Dumbledore von den Ereignissen in der Siedlung der Wassermenschen, bevor die Jury ihre Entscheidung trifft. Daraufhin wird die Wertung festgelegt: Sieger ist Cedric, der als erster zurückgekehrt ist, zweiter ist Harry wegen seines moralisch vorbildlichen Verhaltens.

Und, ein Detail am Rande, aber bitte nicht vergessen: Viktor findet in Hermiones Haaren einen Wasserkäfer; echte Käfer könnten bei den Temperaturen, die da derzeit herrschen, gar nicht aktiv sein...

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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Sorina

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: NaugrimNogrod]

@ NaugrimNogrod: Ich versuche mal, die Infos, die wir dazu haben, zusammenzufassen. Es ist aber zugegebenermaßen eine schwierige Frage und es gibt einige Überschneidungen. Ein Animagus kann sich ohne Zauberstab und Zauberspruch, ergo rein willentlich in seine Animagusform verwandeln. Ein Zauberer, der sich mittels eines Transfigurationszaubers in ein Tier transfiguriert, braucht sowohl seinen Zauberstab als auch einen Zauberspruch. Und während sich letzterer bei ausreichenden magischen Fähigkeiten theoretisch in jede beliebige Tierform verwandeln kann, ist die Animagusform auf ein bestimmtes Tier festgelegt. Die Animagusform wird durch die Persönlichkeit und Charaktereigenschaften des Zauberers oder der Hexe bestimmt. Animagi haben die Fähigkeit mit anderen Tieren zu kommunizieren (Sirius Black verbündet sich mit Crookshanks und Peter Pettigrew lässt sich von anderen Ratten in Albanien den Weg zu Voldemort zeigen). Ein Animagus denkt immer noch wie ein Mensch, wenn er sich in seiner Tiergestalt befindet, da Rita Kimmkorn immer noch effektiv die Gespräche anderer Leute belauschen konnte, wenn sie sich in der Gestalt eines Käfers befand. Jedoch sind die Gefühle eines Animagus' nicht so komplex, wenn er oder sie sich in ihrer Tiergestalt befinden (die Dementoren hatten auf Padfoot viel weniger Einfluß als auf Sirius in Menschengestalt und konnten ihn nicht mehr wahrnehmen, was ihm die Flucht ermöglichte). Animagi in Tierform sind außerdem vollkommen sicher in der Nähe eines Werwolfs, da diese nur für Menschen gefährlich sind. Remus Lupin erzählt außerdem, dass die Gesellschaft seiner Freunde die mit der Lykanthrophie verbundenen Schmerzen linderte und die Verwandlung erträglicher machte. Werwölfe sind keine Animagi weil ihre Verwandlung nicht willentlich stattfindet sondern unter Vollmondeinfluss und sie in verwandelter Form nicht mehr denken wie ein Mensch.

“I solemnly swear that I am up to no good.”
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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: Sorina]

Wie denken denn transfigurierte Nicht-Animagi in Tiergestalt?
Ich find es jetzt, wenn man so drüber nachdenkt, echt lächerlich, dass sich Animagi registrieren müssen, wenn jeder Zauberer als jedes beliebige Tier herumlaufen kann, wenn er den richtigen Spruch kennt.
Das erscheint mir nicht so ganz durchdacht

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Sorina

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: NaugrimNogrod]

Ich denke, es gibt noch einen Unterschied zwischen Zauberern, die sich selbst in ein Tier verwandeln (Viktor) und Zauberern, die von anderen Zauberern verwandelt werden (Draco). Während der Hai-Viktor durchaus menschlich denkt, da er ganz offensichtlich die trimagische Aufgabe löst (auch wenn die Idee, seine Haizähne zu nutzen um Hermiones Fesseln durchzubeißen, Harry zurecht in Alarmbereitschaft versetzt). Draco, das weiße Frettchen hingegen, ist in seiner tierischen Gestalt gefangen und kann sich ohne Hilfe von außen nicht daraus befreien und mehr noch: Ich denke, er denkt nicht mehr menschlich bis er von Professor McGonagall rückverwandelt wird. Sein schmerzerfülltes Quieken ist normal; kein Tier möchte gegen steinerne Wände geklatscht werden.

Die Registrierung der Animagi ist für das Ministerium eine einleuchtende Maßnahme, schon allein zur Risikominimierung. Der Prozess ist extrem schwierig und gefährlich mit schlimmen, irreversiblen Folgen, wenn er schiefgeht. Außerdem ist natürlich der kriminelle Nutzen der Animagusverwandlung hoch, aus naheliegenden Gründen. Ein Register mit Namen und Erkennungszeichen dämmt diese Art der Nutzung ein. Die Rumtreiber und auch Rita verfügen offensichtlich in frühem Alter über außergewöhnliches Talent und schlüpfen so durch die Maschen des Ministeriums. Auch Pettigrew und Sirius profitieren von ihrer Animagusform, obwohl sie über 10 Jahre keinen Zauberstab tragen.

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NaugrimNogrod

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: Sorina]

Ich verstehe nur nicht, warum jemand mehr Nutzen von seiner Animagusgestalt hat, als von einer Fähigkeit sich mittels Zauberstab in ein Tier zu verwandeln.

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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: NaugrimNogrod]

Deine Animagusgestalt kannst du sehr lange halten, Tage, Wochen, Monate und Jahre. Wurmschwanz hat sich sicher nicht sehr oft in seine menschliche Gestalt zurück verwandelt während er bei den Weasleys war, viel zu gefährlich.

Wenn du dich hingegen selbst, mit deinem Zauberstab, in ein Tier verwandelst wird dieser Zauber nach einiger Zeit auch wieder verschwinden. Du müsstest dich immer wieder in das Tier verwandeln.
Kein Zauberspruch hält für immer.

Animagusgestalt = die Tierform kann für sehr lange Zeit, solange du es selber willst, beibehalten werden.
Ich denke das ist der Vorteil von einer Animagusgestalt.

Darum musst du dich auch registrieren lassen.
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Eiliane

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: Eiliane]

Hermine ist entrüstet darüber, dass Harry erst jetzt das Eirätsel gelöst hat.
Harry will Ron und Hermine zuerst von den Ereignissen in der Nacht erzählen.
Ron verdächtigt wieder einmal Snape, aber Hermine vertraut auf Dumbledores Menschenkenntnis.

Diese Vorfälle schreibt Harry auch an Sirius, vergisst aber zu fragen, wie er eine Stunde unter Wasser atmen kann.
Sirius will nur per eulenpost schnellstmöglich erfahren wann das nächste Hogsmeade-Wochenende ist.

Die Freunde suchen in der Bibliothek nach einem brauchbaren Zauberspruch oder einer sonstigen Möglichkeit unter Wasser zu überleben.
In dieser doch großen Schulbibliothek, einschließlich der Verbotenen Abteilung, gibt es kein anderes Kräuterbuch, in dem das Dianthuskraut erwähnt wird, irgendwie merkwürdig.

Am Abend vor der zweiten Aufgabe werden dann Ron und Hermine abgeholt.
Harry schläft in der Bibliothek ein und wird erst von Dobby aufgeweckt. Die zweite Aufgabe beginnt in zehn Minuten, Dobby hat ein Gespräch zwischen McGonagall und Moody belauscht, er weiß um was es geht. Er gibt Harry Dianthuskraut, dieses muss er bevor er ins Wasser geht kauen und kann dann unter Wasser atmen. Er muss Ron von den Wassermenschen retten.
Es ist schon sonderbar, dass niemand nach Harry gesucht hat, als er nicht mit den anderen Champions am Ufer angekommen ist. Madam Maxime und Karkaroff hatten offenbar gehofft er würde nicht mehr kommen.

Mit dem Dianthuskraut wachsen Harry Kiemen und Schwimmhäute zwischen den Fingern und auch zwischen den Zehen.
Harry wehrte einige Grindeloh ab. Die Maulende Myrte zeigte ihm die Richtung in die er schwimmen sollte und mit dieser Hilfe fand er auch als erster die vier Geiseln. Es ist schon von Vorteil wenn man die richtigen Freunde hat.

Mit Hilfe eines Steins befreite er Ron von seinem Fesseln und wollte dann auch Hermines Fesseln durchtrennen. Die Wassermenschen hinderten ihn daran.
Cedric und Krum nehmen ihre Geiseln und schwimmen mit ihnen davon. Harry will das kleine Mädchen nicht zurücklassen und bedroht die Wassermenschen.
Begleitet von den Wassermenschen, die ihm aber nicht helfen, gelingt es Harry Ron und Fleurs Schwester an die Wasseroberfläche zu bringen. Dort wachen die beiden Geiseln auf und Ron ist erstaunt warum Harry auch das Mädchen mitgebracht hat. Das Lied war doch nicht ernst zu nehmen, Dumbledore hätte die Geiseln nie in Gefahr gebracht.
Fleur aber ist überglücklich und dankbar, dass Harry ihre Schwester Gabrielle gerettet hat.

Harry kommt sich dumm vor, aber sein „moralisches Rückgrat“ wird belohnt. Dumbledore hat von den Wassermenschen erfahren, dass Harry als erster die Geißeln erreichte und sich nur verspätete weil er alle Geiseln, nicht nur seine, in Sicherheit bringen wollte.
Harry ist nun mit Cedric zusammen auf dem ersten Platz.

Harry beschloss Dobby für jeden Tag des Jahres ein Paar Socken zu kaufen.
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Phoenixin

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: Eiliane]

Zu den Animagi:

Der Vorteil besteht wohl wirklich darin, dass man keinen Zauberstab braucht und man die Gestalt lange halten kann. So kann man sich ganz ohne zusätzliches Hilfsmittel tarnen. Und da diese Gabe so selten ist, kommt man einem nicht registrierten Animagi schlecht auf die Spur. Das Ministerium beispielsweise kommt ja überhaupt nicht auf die Idee, dass Sirius in Tiergestalt geflohen sein könnte.

Zum Kapitel:

Eiliane hat etwas sehr Wichtiges geschrieben. Harry schafft die Aufgabe mit Hilfe seiner Freunde (Cedric, Dobby, Myrthe). Sie alle helfen Harry ungefragt, da Harry die drei ja nicht um Hilfe bittet, aber ein Stück weit geht es im Kapitel um die Bedeutung von Freundschaft - nicht nur, weil Harry seine Freunde retten möchte.

Ansonsten sind mir zwei Dinge aufgefallen. Erstens: Hier zeigt sich schon Harrys Drang, Menschen zu retten, von denen er glaubt, dass sie in Gefahr sind. Das ist natürlich extrem wichtig für Band 5 und auch für Band 7.

Zum anderen ist die zweite Aufgabe offensichtlich eine Art Kooperation zwischen den Wassermenschen und den Turnierorganisatoren. Die Wassermenschen singen das Rätsel, beaufsichtigen die Gefangenen und berichten Dumbledore von den Ereignissen unter Wasser. Sie haben also verantwortungsvolle Aufgaben. Hier scheint es auf der Ebene der Turnierorganisatoren eine gute Zusammenarbeit zwischen Menschen und nichtmenschlichen magischen Wesen zu geben, ohne das jemand Vorurteile äußert.

Andererseits beruht das Rätsel ja darauf, dass die Champions (oder zumindest Harry) wenig über Wassermenschen wissen (Harry erkennt nicht, dass das Kreischen des Eis Meerisch ist). Außerdem hat er Angst, dass die Wassermenschen ihn ertränken, wenn er das Zeitlimit überschneidet. Die Aufgabe lebt also davon, dass die Wassermenschen einerseits ungefährlich sind, aber andererseits zumindest auf Harry einen gefährlichen Eindruck machen. Harry übersieht in seiner Angst um Ron völlig, dass es eine geplante, inszenierte Situation ist und da er hier erstmalig auf Wassermenschen trifft, kann er sie nicht einschätzen. Nur wird durch das Lied der Wassermenschen und dadurch, dass Menschen als Geiseln eingesetzt werden, bewusst Angst geschürt.

Ich habe ja schon mehrfach geschrieben, dass ich das Turnier an sich nicht mag und natürlich kann man fragen, ob es zu verantworten ist, Menschen glauben zu machen, ihre Liebsten seien in Gefahr.
Naugrim ist ja schon auf mögliche Gefahren für die Geiseln eingegangen, aber ich finde auch, dass es gegenüber den Champions sehr problematisch ist, eine (wohl objektiv nicht existierende) Lebensgefahr vorzutäuschen – und daraus ein Spektakel zu machen. Belohnt wird dann derjenige, der in seiner Angst versucht, Menschen zu retten und weniger derjenige, der das Lied hinterfragt und erkennt, dass die Angst unbegründet ist. Es stellt sich die Frage, was die Turnierorganisatoren dachten. Sind sie davon ausgegangen, dass die Champions erkennen, dass keine Gefahr besteht oder war die Angst von Harry (und auch von Fleur) gewollt?

Geändert durch Phoenixin (20.04.2018 12:02)

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athameg

Gefährte

Re: Buchbesprechung Harry Potter, Band 4 Thread II [Re: Phoenixin]

Das geht mir so ähnlich: ich mag gerade diese Turnieraufgabe auch nicht, denn hier wird doch schon sehr deutlich mit der Angst der Champions um Menschen, die ihnen wichtig sind, gespielt. Natürlich sind die Geiseln nicht wirklich in Lebensgefahr, aber das wird doch immerhin bis zu einem gewissen Grade bewusst vorgetäuscht, und zumindest Harry und Fleur fallen offensichtlich in dieser gegebenen Situation auch darauf herein. Und ich befürchte leider, dass genau das von den Turnierorganisatoren auch gewollt ist. Geht es darum zu testen, wie sich jemand verhält, der glaubt, dass Menschen (darunter auch zumindest ein Mensch, der ihm extrem wichtig ist) sich in Lebensgefahr befinden? Das wäre dann in der Tat ein Psycho-Spielchen, das ich im Rahmen eines ja doch eigentlich wohl eher sportlich zu sehenden Wettkampfs mehr als bedenklich fände. Aber ich fürchte, genau darum geht es, denn sonst macht die Drohung in den letzten zwei Zeilen des Wassenmenschenliedes keinen Sinn.

@ Eiliane

Du hast dich gestern gewundert, dass es in der Hogwarts-Bibliohek keinerlei Informationen über Dianthuskraut zu geben scheint. Und das wäre auch tatsächlich erstaunlich. Aber ich glaube nicht, dass es so ist, genaugenommen. Ich vermute, diese Information ist durchaus da, und dazu braucht man sicherlich nicht mal in die verbotene Abteilung. Aber Harry & Co. finden diese Information eben nicht, weil sie einfach falsch suchen.

Denn, wie läuft diese Suche eigentlich ab? Hermione nimmt die Sache in die Hand, was ja durchaus Sinn macht, denn sie kennt sich in der Bibliothek mit Sicherheit am besten aus. Und sie schließt von Anfang an die Möglichkeit, sich über Teilverwandlungen zu informieren, aus, was auch sinnvoll ist, denn das haben sie noch nicht gelernt, und dass Harry das nicht innerhalb von wenigen Tagen nachlernen kann, liegt in der Natur der Sache. Also setzt Hermione ausschließlich auf Zaubersprüche, weil sie denkt, die sind im Zweifelsfall noch am schnellsten zu erlernen. Wenn man sich die Liste derjeniger Bücher ansieht, die Harry & Co. hier studieren, dann handelt es sich dabei ausschließlich um Bücher, in denen sich irgendwie ungewöhnliche Zauber finden. Und alle Bücher zu diesem Thema werden die drei in der kurzen Zeit, die sie haben, mit Sicherheit nicht sichten können (Harry steckt ja noch mitten in dieser Arbeit, als er in der Nacht vor der Turnieraufgabe einschläft). Also entgeht ihnen auch der mit Sicherheit irgendwo erwähnte Kopfblasenzauber. Und auf eine Idee kommen die drei überhaupt nicht: sich auch über die Wirkungen von magischen Pflanzen zu informieren oder auch über den möglichen Einsatz irgendwelcher Zaubertränke. Über beides gibt es mit Sicherheit Bücher, aber unter dem herrschenden Zeitdruck kommt niemand auf die Idee, auch dort einmal nachzulesen. Dabei würden sie wahrscheinlich auf das Dianthuskraut stoßen. Und es muss auch noch weitere Möglichkeiten geben, unter Wasser zu überleben, denn die Möglichkeit, die im Turnier für die Geiseln angewendet wird, ist offenbar keine von den anderen, die in der Geschichte beschrieben werden. - Das Hauptproblem bleibt also, dass Harry & Co hier halt unter extremem Zeitdruck und deshalb so ungeschickt wie möglich arbeiten.

Früher suchten die Hexen ihre Alraunen unterm Galgen, heute suchen sie sie im Internet. "Die Welt ist im Wandel", in der Tat.
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